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Der einzig richtige Entscheid

Mämä Sykora am Samstag den 19. November 2011
Schiedsrichter Sascha Kever beendet das Super League Fussballspiel zwischen den Grasshoppers und dem FC Zuerich, am Sonntag, 2. Oktober 2011 im Stadion Letzigrund in Zuerich. Das Spiel wurde nach der 77. Minute wegen heftiger Krawalle im Stadion abgebrochen.

Die Vereine tragen die Verantwortung für ihre Fans: Schiedsrichter Sascha Kever beendet das Derby zwischen GC und dem FCZ, 2. Oktober 2011. (Bild: Keystone)

Während man sich in Deutschland auf das Spitzenspiel zwischen den Bayern und Dortmund freut, bietet unsere Liga derzeit lediglich Schlagzeilen ausserhalb des sportlichen Bereichs. Sion drohen nach dem gestrigen Urteil des Walliser Kantonsgerichts unzählige Forfait-Niederlagen, Xamax’ Tschagajew hat kein gültiges Visum mehr und legte offenbar erneut ein dilettantisch gefälschtes Dokument vor, das seinen Reichtum beweisen soll, der FC Luzern massregelt in aller Härte den SK Root, weil sich einer der Junioren des Dorfvereins auf Facebook abschätzig über FCL-Präsident Stierli geäussert hat, und gestern folgte nun auch endlich der lang ersehnte Entschluss über die Wertung des abgebrochenen Zürcher Derbys.

Dass die Grasshoppers ihre beim Abbruch bereit liegenden drei Punkte behalten dürfen, ist der einzig richtige Entscheid. Selbst die FCZ-Verantwortlichen äusserten sich nach dem verhängnisvollen 2. Oktober in die Richtung, dass sie mit den verlorenen Punkten leben könnten. Dennoch gab sich Präsident Canepa zu Beginn der Anhörungen wieder kämpferischer und spekulierte auf ein Wiederholungsspiel.

Ein Urteil wie jenes von gestern soll auch immer eine Signalwirkung haben. Hätte man dem FCZ die Punkte zugesprochen, weil die Grasshoppers als Veranstalter die Sicherheit nicht hatten gewährleisten können, wäre das einem Freipass für Gästefans gleichgekommen, bei aussichtslosem Spielstand durch Randale den Abbruch herbeizuführen. Mit dem Entscheid der Disziplinarkommission werden nun aber die Vereine in die Pflicht genommen, wenn sich ihre Fans ungebührlich verhalten. Damit sollte für alle klar sein: Wer randaliert, schadet dem eigenen Klub. So urteilt jeder mit gesundem Menschenverstand.

Ohne die Provokationen der GC-Fans (Fahnenklau) gutzuheissen, unterstreicht dieses Urteil auch, dass zwischen dieser und physischer Gewalt unterschieden wird. Ganz gleich in welcher Form sind solche Provokationen nie, gar nie, eine Erklärung oder eine Rechtfertigung für Angriffe auf Leib und Leben. Dass aber auch die Heimmannschaft zu Bussen verdonnert wird, heisst aber auch, dass solche offensichtlichen Mängel im Sicherheitskonzept, die es erlauben, dass eine Dutzendschaft gewaltbereiter Fans zum Gegnerblock gelangen können, nicht mehr toleriert werden. Im Falle des Letzigrunds, wo die Stadt für die Sicherheit zuständig ist, bedeutet dies, dass hier nun schnell nach Lösungen gesucht werden muss, die auch wirksam umgesetzt werden können.

Mit diesem Urteil hat die Disziplinarkommission einen Präzedenzfall geschaffen. Der Verein, dessen Fans einen Spielabbruch herbeiführen, verliert forfait. Wie wird das Urteil bei den Steilpass-Lesern aufgenommen? Ist dies der richtige Entschluss? Oder müsste der Heimklub die alleinige Verantwortung für die Sicherheit tragen? Sollen die Klubs nicht für Ausschreitungen ihrer Anhängerschaft haftbar gemacht werden?

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86 Kommentare zu “Der einzig richtige Entscheid”

  1. Kraft sagt:

    Meiner Meinung nach die einzig vertretbare, logische Entscheidung. Allerdings hätte wohl auch die ‘Stadt’ gebüsst werden müssen, denn eigentlich ist sie es ja, die für die Stadionsicherheit verantwortlich ist und diese den Vereinen in Rechnung stellt. Das wäre natürlich politisch nicht haltbar gewesen. Trotzdem sollte vor allem und letztlich auch unter der Verantwortung der Stadt, das Sicherheitskonzept im Stadion massiv verbessert werden. Abgesehen davon: Tief durchatmen! Guter Entscheid!

    • spitzkick sagt:

      also logisch ist dieser Entscheid nicht. eher emotional.
      logisch wäre gewesen, das Spiel zu Ende zu spielen und die Vereine resp. die Fans zu büssen.
      Geisterspiele oder Spiele mit teureren Eintrittskarten bis die Busse bezahlt ist.

      Es gibt auch die Lösung, dass alle Hardcore Fans gratis an das Spiel gehen können, schliesslich sind sie meistens ein Teil der Show und der Stimmung. Als Gegenleistung gibt es den Fanpass mit Foto und Barcodeleser beim Eintritt. Wer gegen die Regeln verstösst ist nicht mehr dabei. Ohne diese tollen Fans sieht es bald aus wie beim Länderspiel Luxemburg Schweiz. Gute Nacht Fussball.

      Wer Böses will findet immer Veranstaltungen und Orte um mit der “Obrigkeit” zu streiten. Das ist kein Problem.

      Logisch wäre, dass die Fans im Stolz gekränkt sind, wenn solche “Objekte” ihre Freude verderben und diese ausschliessen.

      • Stef sagt:

        Da lachen ja die Hühner…..Ohne diese tollen Fans sieht es bald aus wie beim Länderspiel Luxemburg-Schweiz…..oder wie bei den meisten Spielen von GC und auch dem FCZ sowieso. Mit 4′ bis 8’000 Zuschauer. Wenn sog. Fankultur das einzige ist, was die wenigen Zuschauer in Zürich anlockt, oder eben auch nicht!!!, kann ich gerne darauf verzichten.

        • wortlos sagt:

          Der Kernanlass nämlich Nationalliga, FIFA sind so nostalgisch wie der Dorfbeck. Ich weiss nicht mal mehr, was Champions Ligue, Play Offs (Playoff), Super Ligue sind. Der Fachausdruck für die Abstiegsrunde fehlt mir völlig. Aber was ich immerhin weiss, dass nicht mehr die Einheimischen die Spieler und Trainer in einer solchen Mannschaft darstellen. (Das ist kein Votum gegen Sport im lokalen FC).

    • Markus Ledermann sagt:

      Sehe dies genauso, der Entscheid ist korrekt und noch am ehesten gerecht. Meiner Einschätzung nach ist der Autor des Textes FCZ-Anhänger, deshalb finde ich seine Zeilen hier bemerkenswert, Respekt. Was man auch noch anmerken könnte in diesem Zusammenhang: Es war die STADT Zürich die das Letzigrund-Stadion konzipierte bzw. bei Architekten in Auftrag gab und die jetzige Lösung abgegnete. In vollem Wissen (oder ist man so unbedarft?) dass das Stadion für Fussball grössere Sicherheits-Mängel aufweist. Zugunsten von Desgin und Image und dem Leichtathletik-Event hat man die Sicherheits-Aspekte betreffend Fussballspiele vernachlässigt. Es ist also eindeutig die Stadt die mitverantwortlich ist für die Zustände im Letzigrund. Meiner Ansicht nach sollte die Liga strenger werden bei der Vergabe der Saison-Lizenzen, einerseits was Sicherheit in den Stadien betrifft, andererseits nicht dermassen naiv alles ungeprüft absegnen wie im Fall Xamax. Wenn der FCZ Stil und Fairplay besitzt, sollte man auf einen Rekurs verzichten. Und die Liga sollte ab 2012 härtere Richtlinien setzen, solche Zustände wie im Letzigrund (Südkurve) schon seit einigen Jahren sind unwürdig.

      • Züri-Bueb sagt:

        Der Enscheid geht in Ordnung. Es darf keine Entscheide geben, bei denen Auswärts-“Fans” durch solche Aktionen einen Spielabbruch provozieren können sollte ihr Team im Rückstand liegen.
        Genauso ist es Unsinn, die Regel einzuführen, sofort ein Spiel abzubrechen sobald Pyro gezündet wird, da würde dasselbe passieren.
        Dies muss weiterhin von Fall zu Fall vor Ort entschieden werden, wobei auch mind. ein “neutraler” Beobachter bei dieser Entscheidungsfindung dem Schiedsrichter beistehen sollte. Der Schiedsrichter hat nicht immer, oder selten, die Übersicht über das geschehene.

        Zum Aspekt der Sicherheit:
        Ist eigentlich simpel, sind solche Individuen nicht mehr in der Nähe eines Stadions, dann reicht auch ein “normales” Sicherheitskonzept, sprich, eine normale Sicherheits-Bauweise eines Stadions (Brand, Massenpanik etc.)
        Stadien sicher zu machen gegen Randalierer, wenn wir mal das Personal welches für die Sicherheit zuständig ist weglassen, ist beinahe unmöglich. Man müsste quasi “Käfige” bauen, aus einem Stadion würde ein Bunker. Wie im Gefängnis hätten wir dann Zellblöcke.
        Oder es werden hunderte von Privaten Sicherheisleuten und Polizisten benötigt. Meiner Ansicht nach, wenn es hart auf hart kommt mit Randalieren, ist der Sicherheitsdienst meistens heillos überfordert. Ich habe noch nie gesehen dass ein Sicherheitsdienst eine Situation in den Griff bekamen wenn die Chaoten wirklich “losschlugen”. Dass Security-Personal kriegt nur Situationen in den Griff bei denen sich die Chaoten dann dafür entscheiden für den Moment “ruhig” zu bleiben. Gemeint sind die Sicherheitsfirmen mit ihren Angestellten, nicht die Stewards welche am Eingang stehen oder dir den Platz zuweisen.

        Es kann nur einen Weg geben: Knallhartes durchgreifen, solche Individuen dürfen nicht annähernd mehr in die Nähe eines Stadions gelangen. so erledigt sich die “Sicherheit” im und um das Stadion von alleine, siehe Vorbild England.
        Gewalt gibt es auch in England noch, aber praktisch nicht mehr im und ums Stadion.

    • Franz ( der kanns ) Göpfert sagt:

      Du sagst es. Die Stadt ist verantwortlich für die Sicherheit. Wenn nur 40-50 statt 60-70 securitys aufgeboten werden( Vorgabe des Planes) ist das fatal.
      Es wäre gar nicht möglich gewesen, wenn man ein paar securitys auf der tartanbahn gehabt hätte. Im ausland werden solche ketten gebildet! Die Chaoten konnten ja seelenruhig darauf spazieren. Zuwenig Personal für ein derby. Fahrlässig !. also gehört die stadt bestraft.

  2. Andradina sagt:

    Habe in den Wochen seit dem Abbruch bis zum gestrigen Entscheid verstrichen sind auch immer so argumentiert wie Mämä und bin somit mit dem Fazit “Der einzig richtige Entscheid” zu 100% einverstanden. Jeder andere Entscheid, hätte den Gästefans Spielmanipultions-Macht gegeben und im Extremfall dazu führen können, dass die Veranstalter gänzlich auf gegnerische Fans verzichten wollten.

  3. kurt abächerli sagt:

    als gc-fan finde ich den entscheid nicht o.k. das einzig richtige wäre gc -3/ fcz -6. weil doch einiges schief gelaufen ist, auch vom ausrichtenden club. die lebensgefährdende aktion ging aber eindeutig von fcz “fans” aus. aber: dem canepa, der jetzt schon wieder zäuselt und widerspricht, sollte man eine gehörige busse aufbrummen und ein stadionverbot – am besten bis zum st. nimmerleinstag.

    • mike sagt:

      ich wäre für gc -6, fcz -6, forfait für gc, busse für gc weil heimteam. dann wäe der abstiegskampf nochmals richtig spannend. canepa und bickel haben nicht alles richtig gemacht, aber sie sind immer transparent und haben ein herz für fans. wüsste keine andere führung atkuell in der schweiz, das mir besser passen würde. und auch wenns wohl keinen grossen einfluss auf das urteil hatte, so hat die liga doch auch gewürdigt, dass die bösen fcz-fans mit der fahnenverbrennen extrem provoziert wurden.

  4. John G. sagt:

    Canepa disqualifiziert sich einmal mehr mit seinem wirren Verhalten. Etwas mehr Demut und Objektivität würde ihm gut anstehen.
    Ausserdem ist es ein falsches Signal an seine (immer wieder) fackelwerfenden FCZ Fans wenn er glaubt er könne die Schuld auf den GCZ abwälzen.

    Logisches und richtiges Urteil,allerdings frage ich mich weshalb es für den FCZ als Wiederholungstäter nicht wieder ein paar Geisterspiele abgesetzt hat.

  5. H.P sagt:

    Als FCZ Fan mit Leib und Seele – und dies seit über 40 Jahren, blutete mir das Herz zu sehen, was für einen Image-Schaden hirnlose “Fans” unserem Verein durch solches Handeln zufügen. Noch schlimmer finde ich allerdings, dass unsere Vereinsführung diesen Entscheid nicht diskussionslos akzeptiert, sonder noch lamentiert über eine “dreifache Bestrafung” und solchen Mist. Tatsache ist, dass unser Herr Präseident (der in Tat und Wahrheit nichts als ein Fan ist der via glücklicher Umstände zu diesem Amt gekommen ist) viel zu lange auf Schmusekurs war mit Negativ-Elementen der Südkurve und wohl selber geren dort einmal gestanden wäre. Hoffentlich wachen sie nun endlich auf. Die richtigen Fan’s in der Südkurven und massregeln die Chaoten unter ihnen selbst. Und unsere Vereinsführung – die ja auch noch einen sportlichen Auftrag zu erfüllen hätte, und da sieht es ja auch nicht so rosig aus. Schade – wirklich schade was aus unserem FCZ wurde!

    • Martin Locher sagt:

      Du hast vollkommen Recht. Gerade nach der Römer Aktion die den Fussballclub Zürich in den Fingerlosklub Zürich verwandelt hat, sollte die FCZ-Führung die Strafe ohne zu Murren bezahlen und selbstverständlich auf Schadenersatz klagen.

  6. hinderwädler sagt:

    Ich bin froh wurde so entschieden. Das ist ein Urteil mit viel Signalwirkung und einer klarer Unterscheidung zwischen Provokation und Gewalt. Ich hoffe, dass nach diesem Urteil wieder ein wenig Ruhe in die Medienwelt einkehrt und dieses “Fussballfan-diskreditieren” endlich wieder aufhört. Fussballfans sind KEINE Verbrecher und Pyros im Stadion sicherliches nicht das dringendste Problem, dass es momentan zu lösen gibt (Euro, Schuldenkrise, Hungersnot in Afrika, Aufrüstung (sogar in der Schweiz), Armeewaffendelikte etc..). Ich hoffe, dass alle Politiker, Sicherheitsexperten und “sogenannte Fussballfans” die noch NIE in einem Fussballstadion waren, sich nun genügend profiliert haben und wieder etwas Besinnung und auch Respekt aufkommt. Ganz speziell vor den Fans, die Wochenende für Wochenende Choreos basteln, Fahnen schwingen und ihre Mannschaft 90 Minuten lang zum Sieg singen und schreien. In dem Sinne, Hopp Fessball und Hopp Stimmung.

  7. Karl Eigenmann sagt:

    Man könnte nun aber auch argumentieren, dass man nun die gegnerischen Fans einfach solange primitivst provozieren muss, bis ein paar von diesen austicken und etwas tun, dass zu einem Spielabbruch führt und schon hat man für die eigene Mannschaft ein Forfaitsieg in der Tasche… Mir kommt das in etwa so vor, wie als Materazzi den Zidane solange anpöbelte bis sich jener vergass und einen “Coup de Boul” landete… bestraft wurde damals auch nur Zidane. CHF 50’000 dürfte selbst für GC kein riesiger Betrag sein und das “Kurven-Geisterspiel” muss ja auch der FCZ austragen. Für mich unbegreiflich, dass die Provokateure mit weniger als einem blauen Auge davon kommen… (Verunzierte Fahnen, wie es im entsprechenden Artikel hiess, sollte man als Unwort 2011 vorschlagen!)

    • Luca Zuppinger sagt:

      Der Vergleich mit Materazzi und Zidane stimmt so nicht.
      Beide Spieler wurden gesperrt. Ausserdem hat es Materazzi härter getroffen, da dieser seine Länderspielkarriere im Gegensatz zu Zidane nicht beendet hat. Brisant war damals, dass Frankreich in der EM-Qualifikation der Gruppe B direkt wieder auf Italien traf, wo Materazzi gesperrt war.

    • Faese sagt:

      Ok, und wo fängt einen Provokation an? Darf man ab jetzt auch keine Lieder über den Gegner singen, weil mal sonst einen Petardenwurf provozieren würde? Hallo?
      Jeder, der regelmässig in der Kurve steht, weis, dass solche Aktionen dazugehören (inkl. Fahnenklau). Sie sind zwar sehr hart und tun sicherlich im Fanherzen weh, aber da muss man als Fan durch und seine Emotionen im Griff haben. Die FCZ Fans hätte die Möglichkeit gehabt, sich kreativ zu rächen. Beispiel: Schalke Fans klauen ein 60 Meter langes Banner, im Gegenzug hisst ein Dortmunder eine BVB Fahne auf das Schalker Dach
      siehe hier: http://www.revier-derby.de/2006/11/16/60m-banner-gelbe-wand-suedtribuene-dortmund-gestohlen/
      und hier: http://www.bild.de/sport/fussball/schalke/so-kommt-die-bvb-fahne-aufs-arena-dach-15251198.bild.html

      Also: Provokationen gehören zur Tagesordnung. Und wer seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat, gehört bestraft!

    • Stoffel sagt:

      Dann soll man sich eben nicht provozieren lassen und nicht austicken. So einfach ist das. Wer austickt, gehört sowieso entweder in eine Gummizelle oder an sonst einen Ort, wo er allerhöchstens sich selber schaden kann. – Und zur Sache mit den Fahnen: 1. Verstand einschalten: eine Fahne ist nichts als ein völlig unwichtiger, lächerlicher Fetzen Stoff. 2. Eine ziemlich unerfreuliche Epoche begann vor drei Generationen mit Massenaufmärschen Fahnen tragender, Parolen schreiender Lümmel und endete mit dem Abwurf zweier Atombomben.

  8. FCZ-Andy sagt:

    Ein weises und vor allem gerechtes Urteil zu fällen, war einfach schlicht unmöglich. Das schreibe ich ganz neutral, auch wenn der FCZ nun härter bestraft wird, als GC. Beide Gruppierungen haben das ihre dazu beigetragen, dass es im Stadion eskalierte und das Spiel abgebrochen wurde. Auch die Stadt, die für die Sicherheit zuständig wäre, hat total versagt. Verloren hat so oder so der Sport, der Fussball, egal welches Urteil man gefällt hätte. Leider bezweifle ich, dass gewisse “Fans” etwas lernen und ihr Handeln überdenken werden. Jeder wusste schon vor diesem Urteil, wer im Stadion Pyro zündet, Gewalt anzettelt und randaliert, schadet “seinem” Verein, immer. Beide Clubs sollen dieses Urteil nun akzeptieren und einen Schlussstrich ziehen. Zeigt Leistung auf dem Rasen, denn dort wird Fussball gespielt und nicht am grünen Tisch.

  9. Daniel W. sagt:

    Absolut einverstanden. Nur, es wird das Problem nicht lösen, solange der Schwarze Peter nur hin und her geschoben wird. Genau aus diesem Grund habe ich diese Woche eine Projektgruppe ins Leben gerufen, welche zwischen den verschiedenen Anspruchgruppen koordinieren und die verschiedenen Lösungsansätze einer Machbarkeitsstudie unterziehen wird. Unser Ziel koordiniert handeln, anstatt nur darüber Sprechen. Personen mit konstruktiven Beiträgen dürfen sich gerne mit uns per Email in Kontakt setzen.

    • Franz ( der kanns ) Göpfert sagt:

      Ich befürworte einen politischen Vorstoss . Denn NUR harte Strafen bringen etwas. Ganz werden wir das NIE eliminieren können aber garantiert wird es besser, denn keiner wird sich so leichtfertig um den Job bringen. Es sind ja keine assis unter den Tätern sondern meist Banker etc. also Arbeitnehmer. Das Problem liegt klar in der Milde der Strafen. Es ist an der Zeit wegzukommen die Täter mit worten zu bekehren. aber auch die Fans dazu zu bringen die Hohlköpfe zu decken müsste eliminiert werden. Denn dieser Kodex gilt ja. Beispiel Thun hat gezeigt dass es auch anders geht. Da wurde der Idiot rausgepikt. Von den FANS !!

  10. Nino sagt:

    Ein richtiger Entscheid. Zukünftig sind die Schuldigen wenn nicht auffindbar in Medien zu veröffentlichen, andernfalls zu verhaften, verurteilen und zudem haftet jeder einzelne für den vollen Schaden der angerichtet wurde – also subsidiär – dies ist gnadenlos durchzuziehen! Um weitere Kosten zu sparen sind Clubs nur noch für ein übliches Sicherheits- und Sanitätspersonal pro Spiel verpflichtet, weitere Ausschreitung werden bei konsequenter Handhabung gegen diese Randalierer innert Kürze automatisch Ruhe bekommen. Dieser Entscheid soll noch nicht ein Präjudiz sein, es muss nun noch analysiert werden was zukünftige Massnahmen für Auswirkungen haben werden und danach soll definitiv entschieden werden wie bei einem Spielabbruch die Punkte verteilt werden (Möglichkeit für beide Clubs Mins -3 Punkte oder ähnlich!)

    • Richi sagt:

      Nino: Es gibt richtige Fans die sind für Sport und gegen Gewalt und es gibt Hooligans (Randalierer = Kriminelle). Die Lösung des Problems funktioniert nur gemeinsam, Clubs, Fans, Polizei und Justiz müssen zusammenarbeiten um die Randalierer zu outen, danach zu verhaften, verurteilen. Richtig ist, dass jeder Randalierer zu vollem Schadenersatz verpflichtet werden muss. Die Probezeit ist abgelaufen, das Übel muss konsequent beseitigt werden. Die Gewalt muss verbannt werden, die Clubs alleine machen ja heutzutage alles für die Sicherheit in Stadien, alleine sind die Clubs machtlos. Zukünftig soll je Spiel nur noch eine vernünftige Anzahl von Polizisten und Securitys für die Spiele benötigt werden. Weil die Clubs sich nur richtige Fans wünschen, die Randalierer sich aber nicht für Sport (nur für Schlägereien) interessieren, sind die Randalierer ein soziales Problem, für welches der Staat alleine verantwortlich ist.

    • paddy sagt:

      @Nino: Nein, die Täter sind nicht zu veröffentlichen in den Medien! Es ist nicht die Aufgabe der Medien Polizei oder Richter zu spielen!
      Ich finde auch die “Petarden-Trottel”-Kampagne (auch wenn ich sein handeln ebenfalls verurteile) absolut untragbar. Mit solchen Aktionen werden dann Hetzkampagnen gegen alle Fans gestartet!

      • Nino sagt:

        @paddy: Ich meine nur veröffentlichen wenn diese sich nicht freiwillig bei der Polizei melden (so wie bei der Sendung ‘XY Fall ungelöst’).

  11. S.B. sagt:

    Sanfte Busse, keine Geisterspiele, Wertung des Spiels, wie es punktemässig eh gekommen wäre. Fazit: Die Sache wurde unter den Teppich gekehrt. Man erinnere sich an den FCB, der seinerzeit eine wesentlich höhere Busse, Geisterspiele, u.v.m. aufgbrummt bekam. Und wen wundert’s da noch, dass der zuständige SFL-Richter eine FCZ-Vergangenheit hat. Natürlich muss da Herr Canepa den empörten spielen, damit’s nicht auffällt. Doch wofür eigentlich? Für 0 Punkte, die es eh gewesen wären? Für die Mini-Busse, die der FCZ vermutlich aus der Portokasse bezahlen kann?

    • Martin Locher sagt:

      Die Täter sind (zumindest einer davon und das reicht) klar identifizierbar und der FCZ wird (hoffentlich) überhaupt keine Strafe zahlen, sondern diese lediglich vorfinanzieren. Berappe sollen diese die Schwachmaten, die den Spielabbruch verursacht haben.

    • Kraft sagt:

      @S.B.: Im nächsten Derby mit FCZ Heimrecht sind die Fankurven gesperrt. Das wird sozusagen ein Geisterspiel und ausserdem werden nicht die Zuschauer bestraft, die gar nichts damit zu tun hatten. Und das Basler Lamento ist einfach peinlich. Wie lange ist es her seit eine wildgewordene Horde Basler die Verpflegungsstände im Letzi verwüstet und geplündert haben und mit ihren Wurfgegenständen sogar eigene Fans verletzten? Wurden die Basler dafür je bestraft? Hören Sie auf mit Ihren lächerlichen Verschwörungstheorien.

    • Pflanzer Christian sagt:

      Arme Basler. Ihr habt mein Mitglied. Als die durchgeknallte Basler-“Fangruppe” (500, 1000 oder 1500?) den Letzigrund stürmte, hätte man die Partie gar nicht anpfeiffen dürfen. Also, etwas Zurückhaltung seitens Basler ist angebracht. Ansonsten wären es jetzt ebenfalls 3 Punkte weniger…

      • FCZ-Andy sagt:

        @Pflanzer Christian; Und wir wären Meister geworden. Wichtiges Detail, das es nicht zu unterschlagen gibt 🙂

        • Mägge sagt:

          Ihr könnt ja nur(!), mit Hilfe des grünen Tisch Meister werden. Siehe Meisterschaft 2006/07 (3 Punkte von St. Gallen).

          • FCZ-Andy sagt:

            Immer gut, wenn gewisse Dinge in Erinnerungen bleiben. Denn das sind die Dinge, die die Geschichte schreibt 🙂 Züri olè

  12. Samuel sagt:

    Aus meiner Sicht wird der FCZ zu lasch angefasst, da die Fans was Pyrowerfen angeht “Wiederholungstäter” sind. Und vor 3 Jahren wurde das Spiel nach den Pyrowürfen fortgesetzt, der FCZ bekam aber 2 Geisterspiele.
    Ich finde ein Geisterspiel für den FCZ hätte es im gestrigen Urteil gebraucht, da es weniger Pyros waren als 2008.

  13. V.S. sagt:

    Man darf zwar manchmal die Meinung von M.Sykora kritisch hinterfragen, aber diesmal ist der Titel/Schlagzeile auf den Punkt gebracht. Umsomehr erstaunt die undifferenzierten Äusserungen des Managements des FCZ. Das sich immer wiederholende Gesäusel von “FCZ-Fan-Kultur” (ist das Kultur?!), anstatt ein klares verurteilendes Statement jeglicher Gewalt, Rassismus und Agressionen innerhalb dieser “Kultur”, wäre hier und jetzt angebracht gewesen. Demut kommt vor dem Fall !

    • Markus Ledermann sagt:

      Ich finde Canepa und auch Bickel sollten in einer ruhigen Stunde einmal tief in sich gehen und gewisse Dinge überdenken. Die beiden agieren schon seit längerem vor allem emotional und oft unprofessionell. Bei Canepa vermisst man ab und zu auch Stil. Meiner Ansicht nach sollte ganz allgemein dem Fairplay und echtem Sportsgeist wieder mehr Gewicht beigemessen werden. Gefordert ist hier die Liga die hart durchgreisen soll und auch die Schiedsrichter. Schauspielerei (Schwalben u.ä.) sollte hart bestraft werden. Beim FCZ liegt einiges im argen, die Mentalität ist ein Problem, sowohl bei der Führung, wie auch bei einem Teil der “Fans” und bei einigen Spielern. Canepa & Bickel sollten sich mehr auf die Behebung dieser Mängel konzentrieren, anstatt immer zu lamentieren über angebliche Ungerechtigkeiten von aussen. Denn beide sind nicht dumm, aber manchmal einfach zu emotional, ein wenig mehr Objektivität und Augenmass würde nicht schaden. Dann würde es auch sportlich wieder aufwärtsgehen, auch dort sind die Gründe für die momentane Lage hausgemacht.

      • Markus Ledermann sagt:

        Betr. oben “hart durchgreisen”: Dieser Witz ist durch einen Tippfehler entstanden, meinte “durchgreifen”.

        • Kraft sagt:

          “Ich finde Canepa und auch Bickel sollten in einer ruhigen Stunde einmal tief in sich gehen”, haha, made my day. Finde ich absolut auch 😉

    • David Gruner sagt:

      Hochmut kommt vor dem Fall …nicht Demut.
      Die kommt vielleicht nach dem Fall.

  14. Pflanzer Christian sagt:

    Bin seit Jahrzehnten ein treuer FCZ-Fan. Das Urteil hinsichtlich der Spielwertung ist richtig und nachvollziehbar. GCZ hat immerhin 2:1 geführt und war an diesem Tag in jeder Hinsicht überlegen. Hingegen kann es nicht sein, dass der Veranstalter GCZ weniger hart wie der FCZ sanktioniert wird (Busse, Sperre Fankurven). Wird GCZ in Zukunft die Sicherheitskosten weiter reduzieren, um das Budget zu entlasten? Damit hat die Swiss Football League kein gutes Signal gesendet. Abschliessend wäre es aus Sicht eines treuen Anhängers des FCZ zu begrüssen, wenn die Clubleitung gegen die Spielwertung nun keinen Rekurs macht. Sportlich werden wir es auch ohne diese drei verlorenen Punkte packen.

    • FCZ-Andy sagt:

      Sehe ich als bekennender FCZ Fan auch so. Kein Rekurs, Urteil akzeptieren. Dafür aber mit sportlicher Leistung auf dem Platz reagieren, die “verlorenen” Punkte wieder wett machen. Jetzt eben erst recht FCZ, aber eben sportlich, NICHT juristisch!

  15. Auguste sagt:

    hmm…, was lange währt, wird endlich gut!

    so schwer war es wirklich nicht, hier einen nachvollziehbaren entscheid zu treffen – was denn auch gelang. dass damit jedem fan deutlich gemacht wird, dass sein verhalten, wenn es zu einem spielabbruch führt, “seinem” verein erheblichen schaden zufügen kann, hebt ihn sogar auf die stufe: gutes urteil!

    mal sehen, ob es auch von denen, die es hauptsächlich angeht, verstanden wird.

    • spitzkick sagt:

      wohl kaum wird es verstanden, weil die die’s angeht gar keine echten Fussballfans sind. Die gehen nicht um des Siegeswillen ihrer Mannschaft in das Stadion, nein die wollen gegen jemanden provozieren, kämpfen, schlagen – ungehorsam sein.

      Also falsches Urteil.

      Eintrittsreise erhöhen bis die auszusprechenden horrenden Bussen abbezahlt sind. Keine Auswärtsfans mehr in den Stadien, weil vor dem Spiel vor Ort die Chaoten nicht ausgesiebt werden können wie bei den Heimspielen wo sie bekannt sind.
      Fanpass einführen mit Fotos. Bereiche besser durchmischen, keine “nur Fankurven” mehr.
      Mehr Stolz beim Fan, dass er für seinen Verein ist und somit die Chaoten benennt.

  16. Franz ( der kanns ) Göpfert sagt:

    Jein. einerseits wäre es sportlich besser gewesen 13 minuten zu ende spielen. In diesem Fall kein Problem da beide Vereine vor Ort. Im Sinne des fairen Sports auf dem Rasen. weder GC noch der FCZ können etwas dafür. Andererseits verstehe ich den Unmut des FCZ. Für die Sicherheit ist die Stadt zuständig. Wenn zuwenig Personal vor Ort war ist es auch kein Wunder konnten die Randalierer ungestört in den GC Sektor vorstossen. Mit 10 Mann auf der Tartanbahn wäre das nicht möglich gewesen. Nicht direkt vor dem Sektor. Das Konzept hat versagt. und das wurde ja vom SFV abgesegnet. Nur: wer hat zu verantworten dass statt 60-70 Kräfte nur deren 40-50 da waren? Wenn diese Zahlen stimmen. Also ich als GC Fan kann es durchaus verstehen, dass der Z da nicht einverstanden ist. ABER: Ohne unsere härtere Gesetzgebung wird es nie aufhören. Wenn man weiss, dass Banker etc unter den Chaoten waren, überlegen sich diese 2x ob sie den Job riskieren wollen. Allerdings wenn forfait dann sicher in diesem Fall für GC. Jegliche Provokationen rechtfertigen nicht Menschenleben aufs Spiel zu setzen. Und das war hier der Fall.

  17. Chris sagt:

    Tatsache ist, das es in der Südkurve und auch generell im FCZ Umfeld viel zu viele Möchtegerns, Bubis und Modefans hat.
    Viele von Ihnen kapieren überhaupt nicht um was es geht. Das Urteil entspricht den Erwartungen – im FCZ sowie im GC Lager.
    Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als sich wenige Zuschauer in Letzigrund einen FCZ Match ansahen. Die Qualität und das Niveau eines FCZ Fan ist im generellen tief. Klar auch ich habe FCZ Freunde, die nicht diesem Schema entsprechen. Aber viele haben gesellschaftliche Probleme. Bei GC hingegen ist das Fan Umfeld seit mehreren Jahren anständig, niveauvoll und fair. Zumal die Kurve seit längerem auf Pyros und Böller verzichtet. Geschweige denn einfach wahlos Menschen angreift – noch zusätzlich 1 Geisterspiel für den FCZ wäre durchaus auch ok gewesen.

    • Caratti sagt:

      Sorry Chris, was Du da schreibst ist ziemlicher Schwachsinn…was soll denn das heissen FCZ Fans hätten “gesellschaftliche Probleme”? Und “Qualität und das Niveau” eines FCZ Fans sei tief? Ich kenne dutzende FCZ Fans, die weder ein tiefes Niveau haben noch gesellschaftliche Probleme haben….dass die paar Fans, die jeweils bei GC Spielen auftauchen, für keine grossen Auftritte sorgen, liegt in der Natur der Sache. Darum hat man wohl auch auf Geisterspiele verzichtet – beim GC kommts gar nicht drauf an, da ist jedes Spiel – ausser dem Derby – fast ein Geisterspiel…..

    • FCZ-Andy sagt:

      “Die Qualität und das Niveau eines FCZ Fan ist im generellen tief.”
      Ohne Worte, denn das hat Niveau!

    • Jonas sagt:

      Bravo, Chris! Sehr differenzierte und intelligente Analyse der Situation.

    • kurt abächerli sagt:

      ist tatsächlich so. wenn in zürich irgendwo geschleggelt oder demoliert wird (1. mai, central, kreis-4-samstag) sind meist die einschlägigen fan-gruppen involviert. auch wenn das niveau bei fussballfans allgemein nicht sehr hoch ist, auch im gc-sektor nicht, ist das doch eine unschöne entwicklung.

  18. Caratti sagt:

    Unsere Liga ist in einem himmeltraurigen Zustand _ Tschagajew mit seinen läppischen Fälschungen, CC mit seinem Kampf gegen alle, die beknackten Fans des FCZ – die Rangliste dürfte wohl so im Jahr 2013 endgültig festehen, wenn man weiss, ob Sion nunalle Spiele forfait verloren hat, Xamax nun zwangsabgestiegen ist und Zürich so sich doch noch retten kann. Am besten man bricht diese Uebung ab und schenkt dem FCB den Titel. Ich habe keine Lust mehr auf diese Liga.

  19. Duri sagt:

    die forfaitniederlage ist ja nur der eine aspekt der sanktion. die fankurvenschliessung dürfte am nächsten derby du viel – der sicherheit abträglichem – spass führen; sieht jemand den sinn dieser sanktion? weshalb beide clubs sodann die gleich hohe busse erhalten haben, ist nicht einsichtlich: gc ist verantwortlich, dass die idioten über die rundbahn (sic!) zum anderen fansektor spazieren konnten, ohne dass da jemand eingeschritten wäre – dieser umstand ist kausal nicht nur für den fakelwurf, sondern für den abbruch überhaupt (pp. begründung schiedsrichter). die tat der beiden idioten ist schliesslich ohne provokation von gc (der provokation liegt im übrigen ein delikt zugrunde) nicht denkbar: auch wenn dies natürlich einen fakelwurf mitnichten rechtfertigt, steht gc in der mitverantwortung: alle beteiligte auf gc-seite wussten, dass die fanenaktion eine enorme provokation darstellt. konsequent und präventiv wäre einzig gewesen, dass spiel 0:0 ohne punktevergabe zu werten. das vorliegende urteil ist sicher nicht gerecht, wird viele ressentiments zurücklassen und das klima zusätzlich vergiften.

  20. erkan sagt:

    Das Urteil geht zwar in die richtige Richtung, jedoch ist es dennoch falsch. Ein Forfaitsieg setzt ein falsches Zeichen. Das Spiel hätte 2:1 für GC gewertet und beiden Mannschaften je 3 Punkte abgezogen werden müssen. Damit wäre klar, dass durch das Provozieren eines Spielabbruchs keiner Mannschaft gedient wäre.

    • Martin Locher sagt:

      Fankurven provozieren sich ständig gegenseitig. Für den Spielabbruch waren jedoch einzig und allein Anhänger des FC Zürich verantwortlich und somit wurden die Richtigen bestraft.

      Es kann nicht angehen, dass Auswärtsfans durch erzwingen eines Spielabbruchs der Heimmannschaft schaden können. Das würde Tür und Tor für Betrügereien öffnen.

      Beispiel: Der FCZ spielt am letzten Spieltag auswärts gegen Basel. Basel liegt punkgleich mit YB an der Tabellenspitze. YB gewinnt, Basel führt. Basel wäre aufgrund des Torverhälnisses Meister. Das Spiel in Basel wird jedoch abgebrochen, weil die Fans des FC Zürich aufs Spielfeld stürmen und alles kurz und klein schlagen. In so einem Fall sollte Deiner Meinung nach dem FCZ wie auch Basel 3 Punkte abgezogen werden und YB wird so Meister.

  21. Keiser Reto sagt:

    Das Urteil scheint mir zu einseitig, die Stadt Zürich ist für die Sicherheit im Stadion verantwortlich und sollte auch einen Teil der Strafe tragen müssen.
    Als langjähriger FCZ Fan und Dauerkartenbesitzer bin ich nicht erst seit diesem traurigen Vorfall mit Canepas stil nicht mehr einverstanden, von den sportlichen Leistungen mag ich gar nichts schreiben, es wird Zeit für eine neue Führungscrew beim einzigen Superleague Fussballverein der Stadt Zürich.

    • Martin Locher sagt:

      Weder FCZ noch die Stadt sollten irgend eine Strafen zahlen müssen, sondern die Verursacher.

      Der FC Zürich kann und muss meiner Meinung nach Regressforderungen stellen. Das ist schlichtweg die Aufgabe einer Klubführung. Falls ein Richter die Stadt Zürich zu einer Schadenersatzzahlung verdonnert, kann die Stadt wiederum den wiklichen Verursacher verklagen.

      Da die Stadt solventer wie diese Pyrochaoten sein dürfte, wird wohl, wenn auch widerwillig, erst mal die Stadt zahlen. Die Stadt und der FCZ könnten dann am Besten gemeinsam die Verantwortlichen verklagen.

  22. Sandra sagt:

    Bravo.
    Der einzige richtige Entscheid. Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen 🙂

  23. paddy sagt:

    Ich (weder GC noch FCZ Anhänger) bin mit dem Urteil nicht wirklich zufrieden.

    Zuerts Mal aus sportlicher Sicht: Da ist das Urteil eine absolute Katastrophe, da die sportlichen Aspekte fast nicht berücksichtigt wurden. Sportlich gesehen hätte man die 13 Minuten fertig spielen müssen. Nach solchen Ereignissen gerät das sportliche (leider) in den Hintergrund.

    Der vor Forfaitsieg für GC ist etwas widersprüchlich zur sonstigen “die Heimmannschaft ist für die Sicherheit zuständig”-Strategie. Die Spiele ohne Fankurven finde ich auch nicht gut, da ich absolut gegen Kollektiv-Strafen bin, aber verständlich, da sonst wieder ein riesiger Aufschrei gekommen werde.

    Zu den GC-Fans: Der 3:0-Sieg ist schlechtes Zeichen für die GC-Fans! Sie haben mit ihrer Provokation gegen die Boys die Situation bewusst zum Eskalieren gebracht. Auch sie haben ihren Sektor verlassen und sich mit den FCZ Anhängern geprügelt. Haben sich die GC-Fans somit diesen 3:0-Sieg, im wahrsten Sinn des Wortes, erkämpft?

    Zu den FCZ-Fans: So ziemlich das schlimmste was man machen kann an einem Fussballspiel, ist eine brennende Fackel auf unbeteiligte Personen zu werfen! Ich hoffe diese beiden Personen werden vor Gericht ihre gerechte Strafe erhalten. Als beim FC Thun ein Fan eine Fackel aufs Spielfeld geworfen hat wurde er gleich der Polizei übergeben, der Basler der im Letzigrund vor einigen Jahren eine Fackel geworfen hat darf sich auch nie mehr in der Muttenzerkurve zeigen, aber die Südkurve vom FCZ fällt immer wieder durch Fackelwürfe auf. Ist die Südkurve nicht fähig diese Leute aus der Kurve fernzuhalten? oder will sie das nicht?

    Zur Haftbarkeitsfrage der Clubs: Für mich klar ein nein! Die Clubs können nichts dafür wer ein Fan von ihnen wird und wer nicht, deswegen sind sie auch nicht haftbar für sie. Einige Clubs sind mit Fanprojekten sehr engagiert solchen Vorkommnissen vorzubeugen. In diesem Bereich wurden auch schon Fortschritte erreicht (z.B.: FCL, YB & FCB), was aber leider oft vergessen wird.

    Etwas wird aus meiner Sicht auch zu wenig beachtet: Der Letzigrund ist Sicherheits-Technisch wahrscheinlich das schlechteste (moderne) Stadion der Nati A! In Bern, oder auch in den neuen Arenen in Thun und Luzern, hat man beispielsweise im Gästesektor beinahe keine Möglichkeit diesen zu verlassen. Dazu sind noch Netze zu den anliegenden Sektoren gespannt, was das Werfen von Gegenständen verunmöglicht. Mich störte nach dem Derby vor allem Herr Lauber, der am lautesten gebellt hat statt sich selber an der Nase zu nehmen, den sein Sicherheitskonzept hat versagt. Ich finde es komisch, dass Zürich die einzige Stadt ist welche kein Fussballstadion hat (und man bedenke, dass Zürich die einzige Stadt ist die zwei Nati A Mannschaften hat!)

    Es wird Zeit, dass das Thema Fan-Gewalt mit Vernüftigen Lösungsvorschlägen angegangen wird. Mit anständig meine ich nicht, dass es immer wie mehr Repressionen gibt. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass dies die Situation nicht verbessert sondern eher das Gegenteil bewirkt. Auch die grundsätzliche Verurteilung von Fankurven muss aufhören. Man sollte auch mal das possitive sehen: Die Fankurven sorgen mit ihren (aus meiner Sicht teilweise wirklich genialen und aufwändigen) Choreos ab und zu für ein Highlight. Das Singen während 90 Minuten sorgt für Stimmung. Wie es ist ohne Fankurven zeigten die ersten zehn Minuten von FCZ gegen FCB. Ich fands ziemlich trostlos. Man sollte vor allem durch Dialog mit den direkt Beteiligten die Annäherung beginnen. Mit direkt Beteiligten meine ich die Fankurven (Ultras), Fan-Beauftragte, Clubvorstand, Sicherheitsbeauftragte und nur teilweise die Politik. Die Politiker die sich mit Fangewalt beschäftigt haben sind aus meiner Sicht oft durch Unwissenheit aufgefallen oder haben mit diesem Thema (teilweise leider auch erfolgreich) Wahlkampf betrieben wie beispielsweise Reto Nause oder Karin Keller-Sutter. Auch die Clubpräsidenten verhalten sich nicht immer sehr clever: Die emotionalen Ausbrüche von Herr Canepa sind zwar verständlich aber nicht sehr hilfreich. Ein gutes Beispiel ist Herr Heusler, der die Sache sehr differenziert betrachtet.

    Ich hoffe wir können uns in nächster Zeit wieder mehr um Fussball diskutieren und weniger um Krawalle, gefälschte Dokumente und Rechtsstreitereien.

  24. Cris Chelios sagt:

    Finde es super, dass der Blick die Vorstandshooligans beim FC Luzern aus der Anonymität geholt hat.

    War an dieser Stelle nicht vor einigen Wochen ein Blog zu lesen, wo sich Frau Fetscherin über die vorbildliche Fanarbeit beim FC Luzern geäussert hat.

  25. Franz sagt:

    Das Strafmass gegen den FCZ erachte ich als korrekt. GC hingegen kommt zu billig weg. Dabei denke ich nicht in erster Linie an die Provokation mit den Fahnen, denn damit muss der Gegner leben. Nein, da hatten vermummte und stangenschwingende Gestalten ihren Auftritt, was klar rechtswidrig ist. Die lächerliche Busse wird kaum zu einer Verhaltensänderung führen, da diese Leute nun nicht das schlechte Gefühl haben müssen, ihrem Klub geschadet zu haben. Die Vorwürfe an die Stadt bzw. die Sicherheitsverantwortlichen erachte ich als Ablenkungsmanöver. Jeder ist für sein Verhalten selbst verantwortlich. Auch ein grösseres Sicherheitsaufgebot kann Fackelwürfe und Petardenunfälle nicht verhindern.
    @Caratti: Es geht mir gleich. Die Saison ist krass verfälscht, das lässt sich gar nicht mehr korrigieren. Mein Vorschlag: Abbruch der Übung, zurück auf Feld eins, Neubeginn im Frühling mit Hin- und Rückrunde, je nachdem mit 9 Mannschaften (ohne Xamax).

  26. Jürg Münger sagt:

    Sportlich denke eher richtig der Entscheid denn GC war klar besser
    doch ich Frage mich nur wie lange das es geht bis chaoten denn nächsten Spielabbruch provozieren um einen Forfaitsieg ihres Vereins zu erwirken. Denn es ist ja jetzt ein Präjudiz geschaffen worden.
    Und ich denke jetzt muss ich einfach ein Leibchen des Gastvereins mitnehmen eine viertlestunde vor schluss dieses anziehen zum Gegenerischen Fanblock und eine Petarde werfen…………….

  27. Jürg G. sagt:

    Supertitel !!! Und was passiert GC mit seinen GC-Fans und Basel im Mail mit seinen Fans als sie den Letzigrund auseinandernahmen… gibt es da auch Punkteabzug?
    Der einzig richtige Entscheid wäre gewesen, keine Punkteverteilung und der Match im Mai hätte gar nicht angepfiffen werden dürfen…

  28. Joe sagt:

    Lieber Mämä Sykora, meistens bin ich mit den oft pointierten Statements im Blog einverstanden oder verstehe zumindest die Standpunkte. Dieses mal jedoch nicht: Es wird hier ein seltsames Konglomerat aus subjektiven Wertungen, auch emotionalen Beurteilungen und juristisch verbrämtem Aussagen geliefert, die jedoch relativ wenig Weitsicht zeigen und möglichen zukünftigen Ereignissen IN KEINER WEISE entgegen wirken.
    Wie z.B. ein «paddy» sehr schön resumiert, ist das Urteil in verschiedenster Hinsicht unbefriedigend. Es werden sportliche und soziale Ereignisse mit einander in einer, vom juristischen Standpunkt her, fragwürdigen Weise verquickt. Was soll ein «3-0 Forfait» als Strafe für den Tatbestand der «versuchten, vorsätzlichen Körperverletzung»? Wieso soll hier – ähnlich wie z.B. in der Schweizer Armee – ein anderes Strafrecht gelten als im zivilen Leben? Was kann ein Club dafür, dass sich unter seinen 1000en von Anhängern einige gewalttätigen und potenziell kriminellen Subjekte befinden? Wird das Urteil dafür sorgen, dass in Zukunft keine Fackeln oder Böller mehr geworfen werden? Muss nicht die «Sicherheit im Stadion» auch bei Ausnahmesituationen jederzeit gewährleistet werden können (oder müssen nicht zumindest die rudimentärsten Sicherheitsmassnahmen getroffen werden, dass solche Ereignisse nicht «einfach so» passieren können)? Dies gerade bei Spielen, die als sogenannte «Hochrisiko-Spiele» gelten?
    Es ist in meinen Augen anscheinend rechtlich überhaupt nicht restlos geklärt, WER bei Krawallen auf den Rängen an Sportveranstaltungen, Rockkonzerten oder anderen Anlässen mit grossen Zuschauermassen für die Sicherheit verantwortlich ist. Etwa die Band, bei deren Konzert z.B. eine Prügelei mit schwerer Körperverletzung stattfindet? Muss diese nun eine Busse im höheren 6-stelligen Bereich bezahlen? Oder das nächste mal vor halbleeren Rängen auftreten? Kann also ein Einzeltäter bei einem Eishockey- oder Fussballmatch dafür sorgen, dass a) das Spiel Forfait für die eine oder andere Mannschaft ausgeht? b) 1000e friedliche Zuschauer mit Geisterspielen, teureren Eintrittspreisen usw. bestraft werden? c) seinem (oder je nachdem, für wen er sich ausgibt) dem anderen Club finanziell grossen Schaden zugefügt wird?

    In meinen Augen muss die Sache losgelöst vom sportlichen Geschehen betrachtet und bestraft werden. So sollten die Täter möglichst rasch identifiziert werden, dingfest gemacht werden und (das ist wohl die beste «Abschreckung») finanziell direkt und voll umfänglich für den angerichteten Schaden aufkommen. Was soll eine «Forfaitniederlage» bei solchen Ereignissen? Das bringt doch in keiner Weise irgend einen Effekt auf die wirklichen Ursachen wie «Jugendkriminalität», «Alkoholmissbrauch» etc.

    Es wäre eine spannende Möglichkeit und Plattform gewesen, hier Fragen aufzuwerfen, Folgen auszuloten und Parallelen zu ziehen. Stattdessen bleibt eigentlich das Meiste unklar und unbefriedigend stehen… ein bisschen schade, irgendwie.

  29. Urs Scherrer sagt:

    Die Firma Delta wird an diesem Urteil gar keine Freude haben. Fakt ist, durch die Busse von CHF 50’000 für GC “lohnt” es sich nun für die Vereine bei der Sicherheit (insbesondere vor der Gästekurve) zu sparen. Wenn einmal im Jahr (oder weniger) etwas passiert, rendiert es, auch wenn man nur ein paar tausend Franken pro Spiel sparen kann… [dazu kommt, dass es ja (für den konkreten Vorfall zu regeln) genügend Sicherheitskräfte im Stadion gehabt hätte, es dauerte einfach zu lange, bis diese merkten, dass es Mais gibt.]

  30. Remo Nydegger sagt:

    Fakt 1: Die Stadt als Eigentümerin des Stadions ist für die Sicherheit verantwortlich. Nicht die Vereine. Dafür bezahlen sie ja auch Miete!
    Fakt 2: Ebendiese Stadt hat massiv zuwenig Sicherheitspersonal aufgeboten, weils halt teuer ist…
    Fakt 3: … wobei hervorzuheben ist, dass die privaten Rambos wohl auch nicht eingeschritten wären, wenn es 10x mehr an der Zahl gewesen wären.

    Und dann gibt es doch tatsächlich immer noch Leute, welche eine Bestrafung der Vereine fordern…

    • Franz sagt:

      Reglement für den Spielbetrieb, Art. 29 Abs. 2: “Jeder Klub ist für die Handlungen seiner Vertreter …. oder ZUSCHAUER haftbar und für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung auf dem Spielplatze, in seiner unmittelbaren Umgebung, vor, während und nach dem Spiel verantwortlch.” Die Fackelwerfer sind unbestritten dem FCZ zuzuordnen. Der Sinn dieser Regelung ist, dass Anhänger durch ungebührliches Verhalten ihrem Klub schaden können. Selbstverständlich steht es dem Klub frei, gegen fehlbare Anhänger gerichtlich vorzugehen (was hoffentlich auch geschehen wird). Die Verantwortung auf die Security abzuschieben, ist allzu einfach, da diese rein zahlenmässig niemals in der Lage ist, die Sicherheit im ganzen Stadion zu gewährleisten, sondern höchstens punktuell eingreifen kann. Wenn das Pyro- und Petardenverbot von Kurvenfans weiterhin nicht befolgt wird, bleibt nichts anderes übrig, als viel strengere Eingangskontrollen vorzunehmen. Was angesichts der Dauer fast nicht praktikabel ist. Die Haftung des Klubs für gemeingefährliches Verhalten seiner Anhänger ist rechtens. Das Urteil stützt sich auf diesen Grundsatz und deshalb ist es korrekt. Wenn auch etwas zu wenig hart gegen beide Klubs.

      • Remo Nydegger sagt:

        Die Stadt ist für das Sicherheitsdispositiv zuständig, nicht die Clubs! Wenn also zuwenig Sicherheitsleute im Einsatz sind, so ist dies der Stadt anzulasten, sicherlich NICHT den Clubs!
        Mal ganz abgesehen davon, hätten auch 10`000 Securitys nichts genützt, wenn man sieht, wie die Sicherheitsleute einfach daneben standen, die Randalierer gewähren liessen und zu keinem (!) Zeitpunkt einschritten! Hier den Clubs einen Vorwurf zu machen ist reine Polemik!

        Ich habe eher das Gefühl, dass sie, geehrter Franz, es sich zu einfach machen, wenn sie die ganze Verantwortung den Vereinen anlasten wollen. Der Staat (welcher das Sicherheitsdispositiv aufstellt) kann nicht in der Lage sein, die ganze Verantwortung zu tragen, aber die Vereine sollen es gefälligst tun? Meinen Sie das wirklich ernst?

        Auch die von Ihnen geforderten strengeren Eingangskontrollen bringen letztlich nichts. Gewaltprobleme lassen sich nicht durch Repression lösen. Oder glauben Sie, dass heute weniger gekifft wird, nur weil die “Hanflädeli” alle geschlossen wurden?

        Ihrer Argumentation nach, müssten ab jetzt auch der TCS gebüsst werden, wenn jemand betrunken Auto fährt, schliesslich hat der Verein für seine Mitglieder zu haften… think about it!

        • Franz sagt:

          Wer randaliert, schadet seinem Klub. Wer will das, ein echter Fan jedenfalls nicht. Aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis das der letzte randalierende Volltrottel im Drogenrausch realisiert. Das Reglement ist klar und nachvollziehbar. Beispielsweise hat die Security die Fackelwürfe von FCZ-Anhängern in Basel nicht verhindert bzw. verhindern können. Oder muss künftig hinter jedem Ultra ein Sicherheitsverantwortlicher stehen? Immer schön die Verantwortung abschieben.

          • Remo Nydegger sagt:

            Aber Leute wie Sie sind es ja, die ständig die Verantwortung abschieben, indem Sie ständig pauschal die Clubs für alles verantwortlich machen!
            Die Clubs haben bis jetzt Präventionsmassnahmen eingeführt, Fanprojekte bezahlt, Diskussionsrunden, versch. Eingangs- und Sicherheitskontrollen ausprobiert, sonstige Massnahmen wie Alkoholverbot eingeführt, unter dem Strich viel Geld investiert. Der FC Basel bspw. zahlt jedes Jahr einen Millionenbetrag in die Sicherheit und Prävention.

            Und was hat die von Ihnen hochgelobte Politik bis jetzt gemacht? Genau – nichts! Ausser reden und nach Repressionen und Massnahmen schreien, die nichts bringen, weil sie schon vor Jahren im Ausland grandios gescheitert sind!

            Nochmals: Wer fordert, dass die Vereine für Handlungen ihrer Fans aufkommen, soll gefälligst konsequent sein und dies auf alle Lebensbereiche ausweiten (Stichwort nochmals: Der TCS und die Autofahrer).

  31. Rene Rey sagt:

    Das Stadion gehoert der Stadt, welche demzufolge fuer Sicherheit verantwortlich sind. An den Vancouver Olympischen Spielen
    war jedes Hoeckeyspiel genau kontrolliert beim Eingang. Jede Person musste sich “betasten”lassen. Da kaemen sicher keine Fakeln durch. Uebrigens wird dasselbe auch bei Fussball Spielen gemacht, wo jetzt Rochat, Hassli und Chiumiento fuer die Vancouver Whitecaps spielen. Ohne Kongtrolle kommt kein einziger Zuschauer rein. Obwohl die Vancouver Whitecaps erst dieses Jahr in
    der hoechsten Nordamerikanischen Profi Liga sind, haben die meistens 20 bis 30,000 Zuschauer. Da sollte es doch sicher auch in der Schweiz, besonders in Basel und Zuerich, moeglich sein, am Eingand Kontrolle zu machen. Mann koennte ja auch GC Fans in die FCZ Reihen, und umgekehrt, eingliedern, welche einen Radau starten und so Ihrem dem Klub helfen, gratis Punkte zu ergattern. Ein Club kann nicht verantwortlich sein fuer Leute, die sie ja gar nicht kennen. Sicherheits Massnahmen bein Eingand ins Stadium ist das einzige, dass solche Ueberschreitungen im Zaun halten kann.

    • FCZ-Andy sagt:

      Herr Rey, haben Sie das Stadion Letzigrund schon mal real und echt gesehen? Da kann man eine noch so grosse und peinlich genaue Kontrolle machen, nützt alles nichts. Denn die “Einhagung” des Areals ist löcheriger als jeder Emmentalerkäse.

  32. Dieter sagt:

    Wieso sollen die Spieler dafuer bestraft werden? Voellig idiotisch. Da muss der Verein und auch die Stadt finanziell gebuesst werden! Das Spiel haette beim Stand von 2:1 fuer GC fuer die restlichen 13 Minuten + Nachspielzeit mit Ausschluss der Oeffentlichkeit wiederholt werden muessen. Wie oft hat sich ein Spiel noch in den allerletzten Minuten gedreht. Also wenn GC soviel besser ist oder war als der FCZ, dann waere es ja kein Problem gewesen die 3 Punkte sicher nach Hause zu fahren. So waeren wenigstens die 3 Punkte fuer GC auf sportliche Weise gewonnen worden und nicht von einem ex-FCZ Anwalt dessen Richtspruch ja auf gar keinen Fall fuer den FCZ haette fallen koennen…..denn das waere ja ein Fressen fuer die Presse gewesen…

  33. Marius Meier sagt:

    Es gibt für mich nur eine Lösung: Beiden Mannschaften wird 0 Punkte gegeben. Sonst hätte es sich ja für eine Seite dieser Fussball- und Menschenverachter gelohnt. Eine Schande für Zürich.

  34. Hans vom Hübel sagt:

    Ein sehr mildes Urteil, in der Tendenz richtig (GCZ mit Forfaitsieg). Ich verstehe wirklich nicht, was es da jetzt wieder zu lamentieren gibt. Canepa ist und bleibt ein verd….. Gränni!

  35. remo ballisto sagt:

    Zitat Mämä ” Mit diesem Urteil hat die Disziplinarkommission einen Präzedenzfall geschaffen. Der Verein, dessen Fans einen Spielabbruch herbeiführen, verliert forfait.” Einverstanden, bleibt aber für mich die Frage offen, wann ist überhaupt ein Spielabbruch nötig? Beim 2:1 in Basel im September 2008 hatte ein YB-Fan eine brennende Fackel in den Basler Familiensektor geworfen. Statt einer Stadionsperre oder Forfaitniederlage, waren die Berner mit einer Geldbusse davongekommen. Gleiches Vergehen anderes Urteil, nur weil der Schiedsrichter von einem Spielabbruch absah. Mir fehlt einfach in diesem ganzen Bestrafungstheater eine Linie. Dazu habe ich das Gefühl, dass die höhe der Strafe auch davon abhängig ist, von welcher Art und in welcher intensivität die Berichterstattung in der Boulevardpresse ist. Nun ich habe zu den Bestrafungen eh eine andere Meinung. Ich finde die Vereine sollten nicht bestraft werden, die sind ja lediglich angetreten um Fussball zu spielen. Genau so bin ich gegen Geisterspiele, wie sie hauptsächlich für Basler und Zürcher vergehen ausgesprochen wurden. Ich weiss nicht was das soll, 99 % der Fussballfans eines Vereines zu bestrafen, nur weil sie nichts gemacht haben. Teilsperren eines Sektors ist sowieso Schwachsinn. Dafür sollte man alles daran setzen, die Verursacher zu identifizieren um sie dann mit aller Härte zu bestrafen. Somit ist für mich das ausgesprochene Urteil gegen GC und den FcZ, nicht korrekt.

    • Franz sagt:

      Würden die Vereine nicht bestraft, gäbe es viel mehr Krawalle. Potenzielle Radaubrüder sollen es sich zweimal überlegen, ob sie ihrem Klub schaden wollen. Das ist der Sinn der Regelung. Nach der Logik von @Remo Nydegger weiter oben trägt der Staat bzw. die Polizei die Verantwortung, wenn jemand alkolisiert einen Verkehrsunfall verursacht.

      • remo ballisto sagt:

        Ja lieber Franz, da bin ich halt anderer Meinung. Ich glaube nicht, dass Potenzielle Raudaubrüder es sich zweimal überlegen ob sie ihrem Club schaden. Die überlegen überhaupt nichts. Denen ist eine Bestrafung des Vereins egal, wäre das nicht so, gäbe es ja keine Zwischenfälle. Dazu gibt es ja auch noch den Radautourismus, die haben weder zum Verein noch zur Region eine Beziehung. Das Stadion ist für die lediglich eine Plattform für das ausleben ihrer “Interessen”. Die Logik von Remo Nydegger verstehe ich etwas anders als Sie. Ich verstehe das so, dass der welcher alkoholisiert einen Unfall verursacht, auch dafür verantwortlich ist, dazu kann der Besitzer des Autos je nach Fall noch belangt werden, falls dieses z.B.technische Mängel aufwies. Aber keiner käme auf die Idee den TCS dem er angehört, oder den Autohersteller oder die Bierbrauerei zu bestrafen. Genau das finden wir ja alle auch als richtig. Die Verursacher bestrafen und nicht in der hilflosigkeit die Schuld auf die Vereine abschieben. Übrigens Rund um das Fussball-Cupfinal 09 zwischen Bern und Sitten ist es in Bern zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden zehn Personen verletzt, 60 Personen wurden festgenommen. Welcher Verein wurde bestraft? Hat sich der SFV als Veranstalter des Finals selber Bussen auferlegt? Wurde der nächste Final als Geisterspiel ausgetragen?

  36. Thomas sagt:

    Dass der FCZ mit einer 3:0 ff.-Niederlage bedient wurde, ist meiner Meinung nach völlig richtig. Sicher falsch ist es, die GC-Provokateure mit einem 3:0 ff.-Sieg zu belohnen. Die Funktionäre setzen damit das Signal, dass “erfolgreiche” Provokation gern gesehen ist und belohnt wird.
    In meinen Augen wäre eine 3:0 ff.-Niederlage für beide Teams angemessen gewesen. Keine Mannschaft soll für dieses Trauerspiel belohnt werden. So bleibt der schale Nachgfeschmack, dass der Fussball nicht wirklich etwas gegen Chaoten und Provokateure unternehmen will. Schade.

  37. Pat Geering sagt:

    Hab mir die Interviews in der Sportlounge mal reingezogen (sind auch im SF Web zufinden). Da ich weder GC noch FCZ Fan bin kann ich das ganze etwas sachlicher betrachten, denk ich zumindest.
    Zum Urteil: hart, aber nachvollziehbar. Ich betrachte es als richtige Entscheidung dass FCZ das Urteil nicht anfechtet, denn es würde sicherlich falsche Signale senden. Was mich jedoch etwas erstaunt ist Herr Canepa. In diesem Interview in der Sportlounge schaut er überall hin, aber er blickt nie direkt seine Gesprächspartner oder die Kamera (Zuschauer) an. Das, während er mit dem Urteil hadert und versucht, einzelne Teile davon schlecht zu reden. Beides kommt bei mir sehr schlecht an, denn es zeugt von wenig Einsicht und Mut zur Verantwortung. Denn es geht nicht an hier von untolerierbaren Provokationen zu sprechen, denn damit startet man schon wieder einen versuch, diese Fackel und Pyrowürfe zu rechtfertigen, in der einen oder anderen Art. DAS ist für mich inakzeptabel, und ich hoffe doch dass Herr Canepa endlich mal aufwacht und den Tatsachen ins Auge schaut. Auf der anderen Seite muss ich ihm auch recht geben wenn er sagt, dass sich der grosse Teil der Fans ‘anständig’ verhaltet und dass es jeweils immer nur ein paar einzelne sind welche nicht zu 100% kontroliert werden können. Dies müssen rigoros herausgesucht und bestraft werden. Als Grundlage dazu dient jedoch eine klare Haltung gegenüber Fehlverhalten. Das fängt bei den Klubverantwortlichen an: indem man darauf verzichtet, öffentlich Haarspaltereien zu veranstalten und die Verantwortung abzulehnen. In der Wirtschaft ist dies auch so: die Verantwortung hat der Chef, und wenn’s schief geht, dann muss dieser dafür ohne wenn und aber grade stehen (wird leider je länger je weniger so gelebt …). DAS heisst Chef sein. Wer damit ein Problem hat soll damit aufhören, Chef spielen zu wollen.
    Also Herr Canepa: das Lamentieren auf die eigenen 4 Wände beschränken, öffentlich glaubwürdig(!) Verantwortung übernehmen und dafür sorge tragen dass alles unternommen wird, solche Vorkommnisse in Zukunft so gut wie möglich zu verhindern. Und wenn doch, dann konsequent mutig und ehrlich einschreiten.

    • Joe sagt:

      Im Gegensatz zu Ancillo Canepa versteht Roland Leutwyler überhaupt nichts von Fussball und Fankulter, geschweige denn von «seinen eigenen GC-Fans». Jetzt Canepa zu rügen ist völlig absurd. In jeder Menge von 1000 Leuten hat es 20, 30 Charakterlumpen, das ist bei jeder grösseren Veranstaltung so.

      Das medial aufgebauschte Urteil ist überhaupt nicht zukunftsgereichtet sondern schadet einzig und alleine dem Sport. In seinen Windschatten können sich Veranstalter, Sicherheitsleute und die Stadt Zürich stillschweigend aus der Verantwortung stehlen. Eine absolut verpasste Chance, die Sache im Kern anzupacken, m.E.

      • Remo Nydegger sagt:

        Danke Joe, du sprichst mir aus der Seele. Bin alles andere als ein Canepa Fan, aber in dieser Hinsicht hat er absolut recht und es war richtig, dass er in der Sport Lounge mal Tacheles geredet hat.
        Leutwyler ist absolut lächerlich mit seinen polemischen Ideen. Scheinbar versucht er nur, sich bei den Medien einzuschleimen und diese auf seine Seite zu ziehen. Was ihm ja anscheinend auch gelungen ist. Dass er dermassen wenig Ahnung von seinem eigenen Anhang hat, die Situation nicht zu kennen scheint (Sprichwort Stadion) und mit wirklich dümmlichen Vorschlägen versucht, der Sache Herr zu werden ist beängstigend!