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Die Nati verdeutschen

Mämä Sykora am Montag den 5. September 2011

In 5 Wochen weiss man, ob der Schweiz noch zwei Play-off-Partien bevorstehen oder ob die Spieler getrost den Sommerurlaub 2012 planen können. Zumindest liefen die Begegnungen vom Wochenende ganz im Sinne der Schweizer. Montenegro unterlag den bislang punktelosen Walisern, mit Bulgarien kassierte auch der zweite Konkurrent um den Barrage-Platz eine Niederlage. Nun ist die Rechnung denkbar einfach: Drei Siege in Serie, dann kann man schon mal die DVDs bestellen mit den Matches des Play-off-Gegner.

Bulgarien, Wales und Montenegro sind die Gegner, die Nummern 51, 117 und 19 – vor einem Jahr noch 74 – der Weltrangliste. Die geforderten drei Siege liegen also zumindest im Bereich des Machbaren. Doch zwei Dinge trüben die Hoffnung: der schwache Formstand der Nationalspieler, namentlich der Auslandprofis, und vor allem die unter Hitzfeld augenfällige Unfähigkeit der Mannschaft, nominell schwächere Mannschaften zu dominieren.

Vielen werden noch die grässlichen Spiele in der letzten WM-Qualifikation gegen Lettland in Erinnerung sein, und bestimmt werden sich alle noch an die entscheidende WM-Partie gegen Honduras erinnern: 2:0 hätte man gewinnen müssen, ein 0:0 schaute heraus mit einem Chancenplus für die limitierten Zentralamerikaner. Nur Hitzfeld sah «eine offensiv spielende Mannschaft» und zählte «ungefähr 25 Torchancen», was die Frage aufwarf, wie er bloss durchs Mathematik-Studium hat kommen können.

Der riesige Unterschied zwischen der Nati unter Köbi Kuhn und der aktuellen Ausgabe ist nicht nur mit dem Wegfallen einiger Leistungsträger zu begründen, sondern viel mehr im Auftreten der Mannschaft. Köbi Kuhn wagte und gewann mit einer offensiven Grundaufstellung, mit dem Mut zum Risiko und mit einem temporeichen Spiel, das eben gerade jene mittelmässigen Mannschaften oft überforderte. Die Spieler liefen auf im Wissen, jeden Gegner besiegen zu können und sie waren bereit, das Spieldiktat zu übernehmen und mit viel Aufwand und stetigen Versuchen, den Ball in die Gefahrenzone zu tragen, Fehler zu provozieren und diese auch auszunutzen.

Von dieser Spielweise ist rein gar nichts übrig geblieben. Selbst bescheidene Mannschaften wie Malta, Liechtenstein oder Lettland haben kaum Mühe, gegen das statische, berechenbare und langsame Spiel der Schweizer zu bestehen. Ratlosigkeit und fehlendes Selbstvertrauen dominieren, hinzu kommt dieser von Hitzfeld eingeimpfte «Safety first»-Gedanke, den die Spieler anscheinend selbst dann nicht ablegen können, wenn es die Umstände zwingend verlangen würde. Wie damals gegen Honduras, wie jetzt im Schlussspurt der EM-Quali.

Vorbild für die Schweiz sollte unser nördlicher Nachbar sein. Noch vor nicht allzu langer Zeit pflegte die deutsche Elf einen zwar sehr erfolgreichen, aber für Fussballästheten eher quälenden Stil. Mittlerweile aber spielt sie erfrischenden Offensivfussball, sucht stets den Weg zum Tor und nimmt viel Risiko. So viel Risiko, dass man gegen Österreich eben nicht 1:0, sondern 6:2 gewinnt.

Klar hat Deutschland die deutlich besseren Einzelspieler und kann sich deshalb so viel Risiko leisten. Doch eine dicke Scheibe des neuen Fussballs seines Heimatlandes sollte sich Herr Hitzfeld spätestens jetzt gönnen. Es ist zwar immer einfach, offensiven Fussball zu fordern, weil sich durch die Anwesenheit des Gegners einiges verkompliziert und unser Angriff momentan wahrlich keine Furcht verbreitet. Aber zumindest sollte der Zuschauer erkennen, dass Hitzfeld begriffen hat, dass drei Siege nur mit Mut zum Risiko zu erringen sind. Eine Qualifikation für die EM wird nach dem schwachen Start nicht mehr zwingend erwartet; die Bereitschaft, alles dafür zu geben, hingegen schon. Ein zweites Honduras darf es nicht geben, denn damit hätte Hitzfeld auch noch den letzten kleinen Kredit verspielt.

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74 Kommentare zu “Die Nati verdeutschen”

  1. josé bütler sagt:

    wenn man vor nicht nicht allzu langer zeit gefordert hätte, dass man unsere nati “verdeutschen” sollte, dann hätte man hohn und spott geerntet. deutschland hat im jahr 2004, nach dem schmachvollen vorrunden-aus an der em in portugal, die richtigen lehren gezogen. g. meyer vorfelder hat durchgesetzt, dass bundesliga clubs, erste und zweite meines wissens, eine nachwuchsakademie führen müssen. die ganze nachwuchsförderung wurde professionalisiert. als folge davon tragen nun spieler, wie götze, özil, hummels, etc, das deutsche nationaltrikot. bei 80 mio. einwohnern ist die auswahl zehnmal grösser als in der schweiz. auf einen ausnahmekönner in der schweiz, gibts in deutschland statistisch gesehen zehn. soviel zum spielermaterial. was man (hitzfeld) aber daraus macht, steht auf einem anderen blatt geschrieben. mit den neuen deutschen tugenden, mutig, kreativ und frech ans werk zu gehen, wäre auch mit den schweizern viel möglich. ich denke hitzfeld hats jetzt endlich kapiert, ein spiel wie gegen honduras kann er sich nicht mehr leisten! er wird die mannschaft so einstellen, dass sie wirklich offensiv ans werk geht. die ausgangslange ist sonnenklar, drei siege müssen her, dann sind wir definitiv in der barrage. montenegro ist zwar in der wenig aussagekräftigen fifa-rangliste vor der schweiz klassiert, aber so wie sie sich am fr. in wales präsentiert haben, müssen wir sie, zumal zu hause, einfach besiegen!
    hitzfeld wird wahrscheinlich mit inler/dzemaili als doppelsechser beginnen, davor, shaqiri, xhaka und emeghara und als stürmer derdiyok. meine einzige sorge ist, dass der 18 jährige xhaka mit der rolle als spielgestalter mühe haben könnte. es ist eine riesen verantwortung und xhaka hat in dieser saison erst 15 min. gespielt und war lange verletzt. auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, hakan yakin in seiner aktuellen topverfassung, wäre meiner meinung nach, für diese position prädestiniert gewesen. hopp schwiiz!

    • ma sagt:

      Mit Hitzfelds “Steinzeitfussball” wirds wohl schwierig werden noch was zu reissen…die halbe Miete hatte er ja schon mit Frei und Streller noch verpsielt… und dnn mit seinem veral´teten System aber die Herren vom Verband werden wie immer dann reagieren wenn alles schon zu spät sein wird…gute Nacht Schweizer Nati…

    • Auguste sagt:

      hmm…, die realität ist noch viel brutaler als die statistik, josé büttler – auf keinen schweizer ausnahmekönner kommen in deutschland im moment gleich etwa ein halbes dutzend.

      • Pat McAllister sagt:

        @josé bütler Mit dem ersten Teil bin ich ganz einverstanden. Es ist noch nicht so lange her da war alles was deutsch war des Teufels. An einer EM oder WM hat kein (Deutsch) Schweizer den Deutschen geholfen. Heute, fast eine Dekade später ist Deutschland plötzlich wohlwollend in aller Munde. Plötzlich ist Deutschland der Liebling aller. Vergessen die Tage als jedes Tor das gegen die Deutsche Mannschaft erzielt wurde frenetisch beklatscht wurde.

        So kann das ändern.

        • Sparwasser sagt:

          @ Pat McAllister Seit wann sind die Deutschen denn plötzlich die Lieblinge aller? Bloss weil sie seit Kurzem zugegebenermassen schöner Fussball spielen als auch schon? Da haben Sie den Herrn Bütler nicht recht verstanden. Er sprich nicht von Sympathie/Antipathie Deutschen gegenüber, sondern von deren neuen Art Fussball zu spielen. So schön sie’s auch tun mögen – ich freu’ mich immer noch über jedes Gegentor, das sie erhalten…

  2. Tom Müller sagt:

    Mit dem aktuellen Spielermaterial hat die Nati an einer EM-Endrunde nichts verloren. Denn sie würde sich dort nur lächerlich machen. Deshalb ist es eigentlich auch egal, ob sie die nächsten drei Spiele noch gewinnt oder nicht. Hoffen wir auf die Zukunft. Vielversprechende Talente haben wir ja nicht gerade wenig…

    • Beat K sagt:

      Finde ich auch. EM Quali abhaken und dann versuchen mit einem neuen Trainer und selbstverständlich ohne H. Yakin (Wink an J. Bütler) die Qualifikation für Brasilien 2014 zu schaffen.

      • josé bütler sagt:

        ich verstehe nicht, wieso ihr @tom müller und beat k, die em-quali abschreiben wollt! die chance ist nach wie vor vorhanden, jetzt sogar noch besser, seit freitag! wieso wollt ihr einen grossanlass kampflos abhaken? ist doch völliger blödsinn! bezüglich wink, für mich ist schon klar, dass ein aufbau für die wm 2014 ohne hakan yakin stattfinden muss, aber kurzfristig wäre er eine alternative zu den kücken im offensivbereich! und bezüglich trainerwechsel … wenn hitzfeld die barrage für die em noch schaffen sollte, dann wäre er auch der richtige mann um uns nach brasilien zu führen, ansonsten müsste der vertrag, der leider vorzeitig verlängert wurde, gekündigt werden …

        • Beat K sagt:

          Weil ich mir das trostlose Gekicke unter O. Hittfeld einfach nicht mehr ansehen will. Eine Turnierteilnahme mit diesem Trainer ist doch blosse Zeitverschwendung. Bei einem Scheitern wird der Verband endlich handeln müssen und die WM-Qualifikation kann mit einem neuen Trainer in Angriff genommen werden.

          • pedro sagt:

            @ beat k, na das ist wohl wirklich kein argument, ausschalten kann auch ein 2-jaehriger. 😀
            ich habe jahrelang mit dem zsc und fcz gelitten, da kommt es auf die nati nicht mehr an, aber sollte es wider erwarten klappen, dann waer das einfach nur geil.

          • Beat K sagt:

            Du scheinst mich missverstanden zu haben. Mit Zeitverschwendung meine ich die verbleibende Amtsdauer von O. Hitzfeld. Dass unter diesem Trainer bezüglich Spielkultur auch weiterhin nichts zu erwarten ist, müsste doch zwischenzeitlich jedem klar sein.

    • Ernst Müller sagt:

      Der despektierlich “Spielermaterial” genannte Kader braucht sich im Vergleich zu andern Nationen keinesfalls zu verstecken. Und eine Nationalmannschaft macht sich an einem Turnier höchstens lächerlich wenn sie dermassen zerstritten auftritt wie unseren westlichen Nachbarn in Südafrika (Ansätze dazu waren in unserem Team auch vorhanden) oder dermassen defensiv eingestellt wird, mit einer irreführenden Taktik aufs Feld geschickt wird und kläglich an einer machbaren Aufgabe scheitert wie das Team unter Hitzfeld gegen Honduras. Diese Dinge liegen einzig und alleine beim Trainer und haben wahrlich nichts mit der vorhandenen Spielerauswahl zu tun. In dieser Hinsicht hat der Trainer die Nationalmannschaft in den letzten drei Jahren keinen Schritt weitergebracht und in den entscheidenden Phasen der bisherigen EM-Qualifikation bei beiden bisherigen Spielen, in denen unbedingt Siege gefordert waren, versagt. Eine schlechte Falle dabei macht aber auch die SFV-Spitze, welche den Vertrag des Trainers keine Woche vor einem kapitalen Spiel auf Druck der Sponsoren verlängert – notabene rein aus Marketinggründen.

      • Gottfried Balzli sagt:

        Hervorragende Analyse, Herr Müller. Genauso ist es.

      • Mario Bernasconti sagt:

        That’s it Herr Müller. Danke. Der Hauptsponsor des SFV und von Herrn O.H. ist ‘schuld’ für die voreilige und völlig falsche Vertragsverlängerung. Das wird auch morgen Dienstag nichts werden, Herr Inler wird seinen ersten Ball nach ‘hinten’ kicken, wetten? Die Schweizer haben ein falsches System und man hat den Eindruck dass alle die Hosen voll haben. Schade, aber eben, der Mist ist schon gefahren von der sog. Verbandsspitze.

    • de philippe sagt:

      sie würden gerne nur mit einer mannschaft antreten, die mit garantie die vorrunde an einem turnier übersteht oder wie meinen sie das? wir werden nie favorit auf einen titel sein, folglich machen wir uns auch nie lächerlich, wenn wir nach der gruppenphase nach hause fahren. lächerlich ist nur ein auftreten wie gegen honduras und das hat mit dem “spielermaterial” rein gar nichts zu tun.

      • Thomas S. sagt:

        Genau meine Meinung, de philippe: Das ist so typisch schweizerisch, dieses ewige sich selbst klein und unbedeutend machen. Wir haben die Qualität, um an jeder Endrunde dabei zu sein; nur, wie Sie schon richtig feststellten, es kommt eben darauf an, die entsprechende Einstellung auf den Platz mitzunehmen, diese Achtung-fertig-los-Winnermentalität. Diesbezüglich können wir uns – neben allen fussballerisch überragenden Qualitäten unserer nördlichen Nachbarn – von den Deutschen eine dicke Scheibe abschneiden, und das gilt für Fans wie Aktive. Also nicht bloss im Vorfeld eines Spiels die Maulhelden geben, sondern diesen Anspruch auch ins Spiel mitnehmen und umsetzen.

    • Melzer sagt:

      Selbst wenn man einen Barrageplatz erzielen sollte (?) bleibt doch die Frage ob man sich denn dann für die EM qualifizieren würde. Ein Blick in die anderen Gruppen bringt da einen schon sehr auf den Boden der Tatsachen zurück. Neben Schottland ist die Schweiz der mit Abstand wohl schlechteste 3. platzierte zur Zeit. Beide haben nur 5 Punkte. Gegen wen hätte denn man hier Chancen? Und in der EM dann selbst, ich glaube selbst die größten Optimisten stimmen hier wohl zu, ist doch nach der Vorrunde Schluss! Die Schweiz dient doch hier nur als Punktelieferant. Die Schweiz ist nun mal keine große Fußballnation und so tut sie sich erwartungsgemäß eben schwer mit der Qualifikation. Es gibt Mannschaften in Europa für die ist die Qualifikation zur EM und WM eine reine Pflichtaufgabe, die Schweiz gehört nicht dazu.

      • Ruedi von Steiger sagt:

        In der letzten Quali hiess es auch immer, die CH-Gruppe sei mit Abstand die schwächste und so weiter und so fort. Schliesslich fuhren sowohl die Schweiz als auch der Gruppenzweite Griechenland an die WM. Der europäische Nationenfussball ist mittlerweile sehr ausgeglichen. Mit Ausnahme der drei Übermannschaften D, ESP und NL sowie ein paar ganz Kleinen (San Marino, Andorra, Färoer, Liechtenstein, Malta, Luxemburg) kann praktisch jeder jeden schlagen. Ein paar Beispiele aus der laufenden Quali: Slowenien – Estland 1-2; Ungarn – Schweden 2-1; Aserbaidschan – Belgien 1-1; Weissrussland – Frankreich 1-1; Nordirland – Slowenien 0-0; Estland – Serbien 1-1; Georgien – Kroatien 1-0; Armenien – Russland 0-0; England – Montenegro 0-0; Aserbaidschan – Türkei 1-0; Nordirland – Italien 0-0; Serbien – Estland 1-3; Montenegro – Schweiz 1-0; Armenien – Slowakei 3-1; Norwegen – Portugal 1-0; Tschechien – Litauen 0-1; Portugal – Zypern 4-4; Frankreich – Weissrussland 0-1; Griechenland – Georgien 0-0; Slowenien – Nordirland 0-1; Rumänien – Albanien 1-1; Moldavien – Finnland 2-0. Sollte die Schweiz die Barrage erreichen, stünden die Chancen gegen praktisch jeden Gegner 50-50.

  3. xyxyxy sagt:

    genau so ist es!

  4. Bosei sagt:

    Ist doch Wurst wie die Nati spielt… hauptsache sie gewinnt die Spiele und fährt an die EM. Ein Fussballspiel ist nicht besser nur weil mehr Tore fallen. Das 6-2 von Deutschland hätte Löw unter normalen zuständen auch nicht gefallen. Ihm fehlte aber Khedira um mit Doppel 6 zu spielen. Somit hat er einfach einen 2 Offensiven gebracht. Jede Wette, dass Löw ein 2-0 besser gefallen hätte. Champagnerfussball ist kein Muss, das kann kommen wenn die Selbsicherheit vorhanden ist. Momentan fehlt es der Nati aber genau da…

  5. Andi Gentsch sagt:

    “Köbi Kuhn wagte und gewann mit einer offensiven Grundaufstellung, mit dem Mut zum Risiko und mit einem temporeichen Spiel, das eben gerade jene mittelmässigen Mannschaften oft überforderte.”

    Oje, genau das habe ich im 06 so schmerzlich vermisst.

  6. uwe rahn sagt:

    die kuhn-ära im nachhinein zu glorifizieren finde ich dann doch etwas gar fatal. oder bereits den sicherheitsfussball während der zeit eines johan vogel vergessen? da war nämlich nix mit dem eindringen in gefahrenzonen und da war jetzt aber gar nix von schnellem spieltempo zu sehen. ich rechne diese geschichtsklitterung den freiheiten des steilpasskünstlers zu. es sei ihm vergeben.

  7. Pascal sagt:

    Ich sehe 2 Probleme in der CH Nati.
    1. Offensive Kreativität & Power fehlt. Seit dem Haki nicht mehr der Spielgestalter ist, fehlt es ganz einfach an brauchbaren Bällen im Sturm. Streller und Frei wurden dadurch kaum mit brauchbaren Bällen bedient. Kein Wunder ist Ihnen die Lust an dem Spielsystem bzw. noch durch andere Ereignisse die Lust an der Nati vergangen.
    Nachrückende ZM Inler ist Defensiv sicher i.O. aber mehr auch nicht. Dzemaili wird in der Presse oft gelobt und als Interviewpartner gesucht, aber was hat er bisher geleistet? Richtig, gar nichts…
    RM und LM: Shakiri ist noch jung und soviele Spiele hat er auch noch nicht auf dem Buckel, hier ist Potential vorhanden, aber wird er es abrufen? Barnetta ist im Moment verletzt. Aber wann hat er in der Nati zuletzt stricke zerissen? Stocker leider auch verletzt und auch er hat kaum Natispiele auf dem Buckel, auch hier ist Potential vorhanden. Mehmedi kann im OM oder als Stürmer eingesetzt werden, aber auch er hat ausser beim FCZ und in der U21 noch nichts gezeigt. Potential ja, aber wird daraus mehr?

    2. Total überschätzte Auslandlegionäre. Italien mag eine grössere Liga sein, aber heutzutage ist diese Liga bis auf die 2-3 Topmannschaften einfach nur noch schwach, siehe Europaleage Quali als Thun, Palermo eliminieren konnte. Auch andere Italienische Mannschaften haben bis auf die 2-3 Topclubs schlecht abgeschnitten im Europäischen Vergleich.
    In Italien kann man sicher auch bei schwächeren Mannschaften viel Geld verdienen. Fussball auf hohem Level gibts dort aber nur noch selten.
    Eine gewisse Hochnässigkeit der in Italien spielenden Schweizer ist spürbar. Leistung hingegen zeigen diese Spieler kaum. Aber genau diese Spieler sind diejenigen, die jetzt an der Reihe sind Verantwortung zu übernehmen und zeigen sollten, dass sie ein gewisse Qualität besitzen.
    Geld verdienen in Italien und das Guccitäschchen ausführen alleine reicht einfach nicht!
    Ich hoffe auf deutliche Leistungssteigerung genannter Spieler. Ansonsten diese besser aussortieren durch motiviertere Spielertypen, die bereit sind mehr als ein Natiferienlager zu geniessen.

    • Orlando sagt:

      Bis auf den Abschnitt mit der Hochnässigkeit stimme ich Ihnen absolut zu. Wenn man die Leistungen gewisser Spieler in der Nationalmannschaft sieht, ist es nicht unbegreiflich, wie diese einen Vertrag bei Juventus oder Napoli bekommen haben.
      Das Hauptproblem liegt meines Erachtens im Moment weniger beim Trainer als vielmehr daran, dass das Angebot an möglichen Kandidaten für das Nationalteam sehr gering ist und die wenigen valablen Spieler verletzt sind oder in ihren Klubs wenig oder gar nicht zum Einsatz gelangen.

  8. Franz Wohlgrummel sagt:

    Genau. Ich erinnere mich noch bestens an die Offensivfeste unter Köbi Kuhn wie z. B. gegen die Ukraine.

    • Mämä Sykora sagt:

      Die Ukraine war ein Ausnahmefall. Es gab keinen Gegner – mit Ausnahme der sehr überlegenen – die gegen die Ukraine offensiven Fussball zustande brachten. Es war ein guter Gegner, der genau wusste, wie man Angriffsbemühungen unterbindet. So kam es zum erwähnten Trauerspiel. In sämtlichen Qualifikationsspielen unter Köbi Kuhn wehte indes ein deutlich anderer Wind, selbst gegen Frankreich wurde munter nach vorne gespielt.

      • Karl Eigenmann sagt:

        Oh ja, war es nicht an der WM 06 gegen Frankreich als Frei so ein doofes Hands produzierte und so dem besser platzierten Djourou die Chance auf das 1:0 unterschlug? Damals glaubte er noch, die Schweizer Version der Hand Gottes, sein zu müssen… jämmerlich – aber das Spiel ging munter in Richtung Offensive, das war schon so – gegen den späteren Finalteilnehmer – notabene!

        • pedro sagt:

          man findet ueberall ein Haar in der Suppe, aber generell war das einiges mehr an Offensivfussball unter Herr Kuhn.

  9. Schludi sagt:

    Jetzt mal ehrlich: Wir wollen doch alle, dass die Schweiz nächsten Sommer an der Endrunde dabei ist. Ob wir nun das Spielermaterial für eine Endrunde haben oder (noch) nicht, spielt gar keine Rolle. Die Vorfreude auf eine Endrunde ist mit Schweizer Beteiligung viel grösser. Also gilt für den Dienstag und auch für die andern beiden Spiele: HOPP SCHWYZ!!!!

  10. Hans vom Hübel sagt:

    Ja, lieber Mämä, mehr Mut zum Risiko wünsche ich mir auch, vor allem aber mehr Leidenschaft. Allerdings, der Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz ist, wie Sie selber eingestehen, schwierig und eigentlich auch nicht statthaft. Selbst als die Deutschen spielerisch noch nicht so glänzten wie dieser Tage und Spiele eher mit Kampf und Wille für sich entschieden, hatten sie in ihren Reihen Spieler von Weltklasseformat: Völler, Mathäus, Brehme et al. – da erübrigten sich weitere Phantastereien. Und dennoch schienen nicht wenige Schweizer an einer gehörigen Portion Realitätsverlust zu leiden, als sie im Überschwang der EM-Vorfreude erklärten, man sei den Deutschen näher gekommen, könne ihnen eventuell sogar auf Augenhöhe begegnen.

    Was uns damals schmerzlich vor Augen geführt wurde, ist dass sich unsere Nati trotz Aufstieg in der Weltrangliste qualitativ kaum verbessert hatte, dass der Unterschied zu den Top-Mannschaften nach wie vor sehr gross war. Als dann auch noch der Leistungsträger Alex Frei ausfiel. war’s mit der Euphorie schnell vorbei und Köbi Kuhn kam nicht mehr am – notabene nachnominierten – Hakan Yakin vorbei. Jener Hakan, den der gute Köbi stets etwas stiefmütterlich behandelt hatte, dem er stets eine defizitäre Fittness attestiert hatte. Jener Hakan Yakin, der in der Folge die meisten Tore für die Schweiz an dieser EM-Endrunde schoss. Übrigens teile ich Ihr Urteil über die Vergangenheit, welches naturgemäss stets etwas zu milde ausfällt, sofern die Gegenwart nichts Besseres zu bieten hat, in Bezug auf die Spielweise unter Kuhn nur teilweise. Der Fussball war auch unter Kuhn nicht wahnsinnig offensiv, die schwächeren Gegner wurden auch damals nicht richtig dominiert. Das Spiel war aber deutlich beschwingter als heute, was sicherlich auch darauf zurückzuführen war, dass Kuhn als ehemaliger U21-Natitrainer das Vertrauen der diversen jungen Spieler genoss und sie zu einer mutigen Spielweise antreiben konnte.

    • pedro sagt:

      @HvH: sorry aber an der EM hat die Schweiz nur mit einem “halben Trainer” gespielt. Wie sollte sich Herr Kuhn auch voll auf den Fussball konzentrieren wenn die Frau im Koma liegt?

      • Hans vom Hübel sagt:

        Ja, das hatte ich vergessen. Ich kam auch nur auf die EM 08 zu sprechen, da damals – im Vgl. zu heute – eine wesentlich grössere Euphorie herrschte, die bisweilen in Überschwang oder gar Überheblichkeit mündete, letztlich aber nichts als Ernüchterung blieb. Mit Köbi Kuhn als Trainer war ich eigentlich die grösste Zeit über sehr zufrieden, ich hielt mich im Gegensatz zu vielen Leuten in meinem Umfeld während seiner Amtszeit mit Kritik zurück. Zwei Dinge gab es jedoch, die mich auch damals schon zu Kritik veranlassten: Einerseits die oben beschriebene Tatsache, dass er nie so ganz auf Hakan Yakin setzte, andererseits, dass er kurz vor Ende der Partie Schweiz-Ukraine an der WM06 bei einem sich abzeichnenden Pennaltyschiessen Alex Frei auswechselte – ein unverzeilicher Coachingfehler, wie ich meine.

  11. kurt abächerli sagt:

    lustigerweise hat oh die nati ver-italienert. einmal mehr: mit diesem mann wird das nichts. ich ärgere mich bereits jetzt über die kommentare nach einem unattraktiven spiel morgen.

  12. Caponi sagt:

    Allein schon die Tatsache, dass auf einen 18jährigen Spieler gesetzt wird, der in dieser Saison nicht gespielt hat und lange verletzt war, zeigt doch, wie wenig Substanz unser offensives MF hat. Da kann man keinen Zauberfussball erwarten, sondern eher Chrampf und Chnorz. So wird es auch morgen sein.

    • josé bütler sagt:

      hakan yakin wäre eine alternative! er ist in form und würde der nati gerne weiterhelfen …

      • pedro sagt:

        Habe es schon mehrmals gepostet, Hakan Yakin als vorgesehenen Wechsel einplanen, ob von Anfang an bis die Kraefte nachlassen oder ab der 2. HZ wenn der Gegner schon ein wenig muede ist. WARUM DENN NICHT???
        Roy Hodgson hatte ’94 auch einen Bregy dabei und der lief sicher nicht mehr wie Hatsch (ok, er war vielleicht noch ein wenig besser bei Freistoessen).

  13. Rolf sagt:

    Nur Phantasten glauben an eine EM Endrundenteilnahme. Und ehrlich gesagt traue ich ihr ohne Trainer mehr zu als mit Herrn Hitzfeld an der Seitenlinie. O.H. konnte in den Clubs jeweils aus den Vollen schöpfen, seine Erfolge sind unbestritten aber er trainierte Klubmannschaften mit einem massiv kleineren Gefälle. Mit Bankdrücker im Ausland gewinnt man keine Spiele. Man sollte den ausländischen Klubs verbieten mit Traumsalären zu winken, obwohl faktisch alle Vereine pleite sind. Dies würde junge Spieler dazu zwingen oder die Möglichkeit geben in der CH erstmal konstakt Erfahrung und Leistung erbringen zu müssen.

  14. Manfred Grieshaber sagt:

    Es ist wie bei vielen anderen Sportarten. Wenn der Aufbau der eigenen Vereinsjugend vernachlässigt wird gehen der Nationalmannschaft irgend wann einmal die Spieler aus. Fussball ist in den letzten Jahren wieder zu einem schnellen offensiven Spiel geworden. Da braucht es Spieler die blitzschnell die Situation erkennen und entsprechend handeln. Und sie müssen so ein Tempo über 90 Minuten halten können, an jedem einzelnen Spieltag. Heute verschieben sich die 10 Feldspieler in Blöcken vor oder zurück um mit schnellen Pässen den Erfolg zu suchen. Schaut Euch einmal die Spiele der deutschen 2. Liga an und vergleicht sie mit der Axpo Super League. Wo wird wohl schneller gespielt? Und es braucht Spieler mit Selbstvertrauen. Es braucht ja nicht gleich einen Günter Netzer der sich im Pokalfinale 1973 selbst einwechselte und 3 min. später das Siegtor erzielte. Man darf aber nicht nur auf die deutsche Bundesliga schauen sondern soll sich auf seine eigenen Stärken besinnen wie Ausdauer, Zielstrebigkeit, Geduld und Nervenstärke. Eine so grosse gesellschaftliche Rolle wie in Gelsenkirchen oder Dortmund wird der Schweizer Fussball nie spielen (Ausnahmen sind FC Basel und FC Zürich), das passt nicht zur Mentalität.

  15. alabama sagt:

    Für mich ist eines klar: Hitzfeld hatte immer nur Erfolg mit Mannschaften die mit grossen Stars gespickt waren. Diese Stars hat er jetzt nicht mehr. Er kann offensichtlich nicht mit “Rohdiamanten” (und ja, die Schweiz hat diese tatsächlich) eine spielstarke Mannschaft aufbauen. Seine Erfolge diesbezüglich sind MISERABEL, das steht fest.

    Dagegen haben die Schweizer Trainer im Ausland einen hervoragenden Ruf. Die können es und haben auch Erfolg mit (noch)unbekannten Spielern. So einen Trainer bräuchte die Schweiz und nicht einen Hitzfeld, der es offensichtlich nicht kann.

    • josé bütler sagt:

      hitzfeld ist mit dem sc zug in die nati a aufgestiegen, er wurde mit dem fc aarau cupsieger und vizemeister und dortmund übernahm er im tabellenkeller ohne stars und führe den bvb zum vizemeister. ich bin auch kein fan von hitzfeld seit er die nati so destruktiv spielen lässt, aber er hat bewiesen, dass er auch mannschaften ohne stars zum erfolg führen kann.

      • Mämä Sykora sagt:

        So ganz ohne Stars war Hitzfeld mit Dortmund dann doch nicht. Er übernahm Dortmund auf PLatz 10 und bis zu seinem ersten Meistertitel 1995 durfte er Chapuisat, Sammer, Reuter, Riedle, Freund, Möller, Julio Cesar und Tretschok holen, danach kamen auch noch Kohler, Heinrich, Sosa, Patrik Berger, Lambert und Paulo Sousa dazu.

        • josé bütler sagt:

          ich rede von der ersten saison in dortmund 91/92. er hat den bvb auf dem 10 rang übernommen und zur vizemeisterschaft geführt, es fehlten nur 4 minuten zum titel. in dieser saison waren povlsen, mill, rummenigge und chappi die einzigen “stars”.

        • Daniel C. Odermatt sagt:

          Gerade Tretschok war ja ein ganz grosser Star!

  16. Daniel C. Odermatt sagt:

    Man muss ja nicht immer alles von den Deutschen übernehmen, schlimm genug, dass man in den Kindergärten nicht mehr Dialekt sprechen darf. Sobald sich Ottmar Hitzfeld, bzw. der Fussballverband auf guteidgenössische Tugenden besinnt und die Mannschaft ein Auftreten an den Tag legt, auch welches auch unsere Vorväter stolz gewesen wären, werden sich Erfolge einstellen. Man hat früher mit Spielern wie Bregy, Quentin, Herr, Sutter, etc. auch Erfolge gefeiert. Man muss nicht immer Ausländer holen und meinen sie können alles besser.

    • de philippe sagt:

      wie meinen sie das jetzt genau mit ausländer holen?

      • Daniel C. Odermatt sagt:

        Den Trainer und all diese integrierten Spieler aus den jugoslawischen Republiken. Denen läuft das Abspielen des Schweizer Psalms nichts kalt den Rücken runter. Das sind Söldner.

      • Thomas S. sagt:

        @de philippe: Die Frage ist glaube ich mehr als berechtigt, nur wird mir vor der Antwort unter Umständen jetzt schon Angst und Bange…ein wahres Musterexemplar eines senkrechten Eidgenossen!

        • Roland sagt:

          Ach Herr Odermatt, soviel unberechtigter Frust in sowenig Zeilen. Ich glaube nicht dass solche lächerlichen politischen Beiträge in einem Fussballblog etwas zu suchen haben. Thomas S. hats erfasst…:)

        • Dani M sagt:

          Der Bösch Daniel wär doch was für unsere Abwehr.
          Oder der Federer Roschee für die Abschläge …

          • DAM sagt:

            Wobei letzterer aber eine südafrikanische Mutter hat und somit wohl ebenfalls nicht 100%-ig ins Anforderungsprofil von Daniel C. Odermatt passen dürfte.

    • Ruedi von Steiger sagt:

      Sie haben Pascolo, Sforza, Vega und Türkyilmaz vergessen.

  17. KayDee sagt:

    Lucien Favre wäre meiner Meinung nach der beste Coach für die Nati, der ist erwiesenermassen ein hervorragender Trainer und kann sehr gut junge Spieler aufbauen. Ich gebe zu dass ich vor Amtsantritt Hitzfelds, mehr erwartet hatte. Bzw liess ich mich durch seinen namen und frühere Erfolge blenden. Spätestens als er vehement auf Frei und Streller setzte und einen Angsthasen Fussball spielen liess, wars vorbei mit der sympathie. Ein klein wenig Hoffnung und besserung kam mit dem England Spiel, er hatte keine anderen Möglichkeiten um auf die jungen Wilden zu setzen und das lässt immerhin Hoffnung auf die letzten 3 Spiele!
    Morgen wird es sich zeigen und ich bin der Meinung, die Schweiz muss alles riskieren morgen und zu 150% auf Sieg spielen, nicht mit geduldig abwarten und langsam denn Ball hin und her schieben, die Vergangenheit hat gezeigt, dass das nicht gut kommt!

    • Mark M. sagt:

      Lass bitte Favre bei Gladbach, da ist Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren. Wie sollte er auch junge Spieler gescheit aufbauen, wenn er sie bloss alle paar Monate für ein paar Tage traineren kann? Nati-Spieler müssen einiges selber mitbringen, vor allem Erfolgshunger und Kampfgeist und Siegeswille. Das vermisse ich manchmal bei unsern verwöhnten Bengeln und dazu scheint sie auch Hitzfeld nicht motivieren zu können.

  18. Wishaw Thomas sagt:

    exakt herr ernst müller( 11.11 uhr)….. das spielermaterial ist besser als zu köbis zeiten, nur der “weltklasse-club trainer” o. hitzfeld ist kein nationaltrainer. die rücktritte auf raten, während einer euro-quali von frei und streller, ist das paradebeispiel wie unüberlegt er handelt. oder glaubt ihr, löw aus deutschland hätte ein solches “spielchen” von seinem kapitän und einem spieler mitgemacht?!….ganz sicher nicht! ….und die führungsspitze des sfv schaut zu und nickt artig!
    die taktik und die ordnung auf dem spielfeld, die von o. hitzfeld bestimmt wird, ist eines nationaltrainers nicht würdig!
    so viele junge hoffnungsvolle ch-spieler und der sfv arbeitet mit “o. ich setze nur auf altes bewährtes hitzfeld” …. hoffentlich hat er es jetzt begriffen und schafft es einmal mit den jungen zu arbeiten. hopp schwiiz!

  19. Erich Munz sagt:

    Wir Auslandschweizer in Kalifornien sehen fast jedes Spiel der Nati live im TV. In den USA gibt es Hacker die eine Website haben und so sieht man alle Spiele live. Wir wuerden es sehr vermissen, wenn die Nati nicht an der Euroendrunde waere. Warum sind die Schweizer immer so negativ. Immer noerglen,kritisieren. Denkt einfach ans Positive: Hopp Schwiiiz morgen in Basel und die Sonne scheint wieder stark auf diese super Eidgenossen.

    • Daniel C. Odermatt sagt:

      Man muss mit illegalem Tun ja nicht noch hausieren gehen. Auf solche Fans kann die Nati verzichten.

  20. Hans Wurst sagt:

    verdeutschen, nicht verdeutschen, das ist doch alles nebensächlich. es sind nun mal die spieler die das spiel machen, besonders in der nati, und nicht der trainer. und köbi kuhn hat doch selbst vor kurzem gesagt, dass es derzeit halt keinen wie patrick müller gibt, wie einst der goldene jahrgang, und da bringt er es halt auf den punkt, so simpel wie richtig. wie soll ein trainer diese vollkommen ausser form befindlichen spieler dazu bringen, 3 spiele hintereinander zu gewinnen??? benaglio ist zum fliegenfänger mutiert, die italiener haben noch kein spiel gemacht, die deutschen schweizer sitzen meist auf der bank (bis auf klose in nürnberg), und die schweizer in der schweiz??? hat jemand zufällig die spiele FCZ gegen bayern gesehen? da sind doch welten dazwischen. und die jungen wilden von der 21-EM sind müde nach dem sommer ohne pause, keine vernünftige vorbereitung, dazu grössenwahnsinnig, alle spekulieren auf einen anruf von herrn guardiola, nachdem der blick die spieler zu stars geschrieben hat. aber er hat nicht angerufen. und drum – egal mit welchem trainer – wirds nix werden.

  21. Karl Eigenmann sagt:

    Solange OH die Nati trainiert, wird es wohl nicht besser. Ich glaube nicht, dass Deutschland für die Schweiz ein Vorbild sein sollte – dafür ist der Grössenunterschied einfach viel zu gross. Es wäre wohl sinnvoller, wenn man sich hierzulande an den Qualitäten eines erfolgreichen “Zwerges” orientieren würde, z.B. Uruguay. Die haben ihr Spiel perfekt auf ihre drei erfahrenen “Diegos” (Leistungsträger ihrer Mannschaft) ausgerichtet (Lugano, Pérez, Forlán), eine straff organisierte Defensive und eine überragende Offensive. Die Mannschaft spielt ausschliesslich auf Sieg und kommt mit dieser Einstellung auf den Platz – defensiv wird nur dann gespielt, wenn der Gegner überlegen ist (z.B. CA 2011 gegen Argentinien) und selbst dann wirkt das Ganze nicht als defensives Bollwerk. Von Tabárez könnte Hitzfeld noch so einiges abgucken, was für den Erfolg einer kleinen Nation notwendig ist… und Tabárez ist sich auch nicht zu schade einen nicht mehr ganz so fitten Abreu im Aufgebot zu haben, der aber doch immer wieder zu Einsatzminuten kommt und entsprechende Impulse geben kann. Kann einfach nicht verstehen, warum der Yakin nicht mehr aufgeboten wird…

    • josé bütler sagt:

      kann ich auch nicht verstehen, warum hakan yakin nicht aufgeboten wurde … aber vielleicht macht xhaka ja einen super job und führt die schweiz magistral zum sieg gegen die bulgaren ;o) wer weiss!

    • Franz sagt:

      Uruguay ist zwar sehr klein, aber im Gegensatz zur Schweiz ein Fussball-Land. Die waren ja schon mal Weltmeister. Es gibt dort keine Konkurrenz durch Wintersport, trendige Funsportarten sowie folkloristische Spiele.

  22. KayDee sagt:

    Ja das war ja schon unter Köbi Kuhn der Fall, das er praktisch nie auf Hakan gesetzt hatte und wenn dann nur im Notafall!
    hab das damals schon nie verstanden! Er gilt für mich nachwievor als der Spieler mit der besten Fähigkeit, gute Pässe zu schlagen und die Offensive mit guten Zuspielen zu füttern…..
    Auch wäre OH gut beraten, wenn er so schnell wie möglich Rodriguez aufbietet, der ist gerade mal 18 und spielt schon sehr solide in der Verteidigung, ausserdem kommt praktisch jede Flanke gefährlich! Wenn man das verschläft, wird er womöglich dann für Chile spielen und dann geht das grosse Jammern los…….

  23. Beobachter sagt:

    Jetzt rufen alle wieder nach dem ach so grossen Hakan Yakin. Viele vergessen, dass ein Spieler trotz aller Fähigkeiten auch in ein Mannschaftsgefüge passen muss. Die Familie Yakin zählt diesbezüglich im Schweizer Fussball wahrlich nicht zu den grossen Sympathieträgern und Integrationsfiguren. Hakan ist kein Teamplayer und passt nicht in die Nati. Wann geht das endlich in eure Köpfe rein? Ich würde ihn auch nicht aufbieten…

    Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Das Problem ist nicht in erster Linie das Spielermaterial, es beginnt im Kopf. Solange es O.H. nicht schafft, die Spieler so enzustellen, dass sie auf Achtung – Fertig – Los auf den Platz gehen und Vollgas nach vorne spielen wird das gar nichts. Nur so kann man als mittelmässiges Team im Weltfussball erfolg haben. Durch so eine Spielweise wird der Gegner verunsichert. In den letzten Spiel unter O.H. war genau dies das Problem. Mit einem Sicherheitsfussball der die Pässe nach hinten glorifiziert und Spielern in den Reihen die aufgrund menthaler Blockaden Fehlpässe am laufenden Band produzierten hat man die Gegner reihenweise aufgebaut und zu Höchstleistungen angespornt. Ich hoffe das wird auch O.H. begreifen, sonst sehe ich SCHWARZ!!

    Ich möchte nicht klugscheissern, aber ich denke das Mentale spielt eine ganz wichtige Rolle die O.H. unterschätzt. Mit Rechnen gewinnt man mit so einer Mannschaft keine Spiele. Es braucht einen Motivator der die Spieler heiss macht für ihr Land zu gewinnen. Der ihnen beibringt ohne Angst kreativ nach vorne zu spielen, steil zu gehen und auch mal riskante Steilpässe zu spielen. Nur so kann man Erfolg haben. Mit Sicherheits-Quer-Quer erreicht man mit dieser Mannschaft rein gar nichts. Ausser, dass die Fans so auch nicht mehr kommen, den das ganze ist zum Misserfolg dazu noch äusserst unatraktiv anzuschauen!

    • josé bütler sagt:

      da muss ich ihnen wiedersprechen! dass yakin in der aktuellen form die spielerischen fähigkeiten hat, die position im mittelfeld einzunehmen ist ja wohl unbestritten. zu ihrem einwand, dass er nicht in die nati passt: 1. hakan yakin hat wie wir alle, in seinen jungen jahren fehler gemacht und dafür gebüsst. er ist älter und reifer geworden. 2. mit seinem türkischen hintergrund könnte er für die vielen secondos, shaqiri, xhaka, mehmedi, derdiyok, etc. eine integrationsfigur sein. 3. ich traue einem trainer wie hitzfeld zu, dass er es schafft einen hakan yakin ins team zu integrieren. also stünde einem nati-aufgebot nichts mehr im wege ;o)

  24. singlespeed sagt:

    hab schon vor drei jahren gesagt, als die em in der schweiz war, dass der hitzfeld zwei bis drei jahre früher auf der bank sitzen hätte müssen. schon bei der wm in d 2006 , und eben auch bei der heim- em vor drei jahren. 2006 elfmeter ko, schade, die italiener hätten sich im viertelfinale in die hose gemacht . 2008, vorrundenaus, weil kobi zwar ein netter mensch ist, aber eben kein trainer von format. und nun…der hitzfeld muss den scheiss ausbaden, seit drei jahren. und davon abgesehen sind die ansprüche hier viel zu unrealistisch. ey leute…den möchtegern halbschweizern jungstars gehts hier viel zu gut. die haben es überhaupt nicht nötig über 4,5,6 jahre sich den arsch aufzureissen.da kommt nen vertrag von nem mittelmässigen bundesligaverein und schon ist ebbe….ich sach nur cabanas,streller, bunjaku, frei, lustenberger, etc….was haben die denn schon gerissen in deutschland. lächerlich leute. aber trotzdem hab ich jetzt noch schnell 10 chf getippt, dass die schweiz nach polen fährt. gute quote sach ich euch

    • Peter Müller sagt:

      Fussball hat mit dem Nationalcharakter zu tun. Der deutsche Kollektivismus mit einer klaren «Führerfigur», der sich alle andern unterordnen, hat im Fussball einfach mehr Durchsetzungskraft als das dauernde basisdemokratische Rumgewurste und die Diskutiererei, wie sie helvetische Spieler an den Tag legen. Was gesellschaftlich absolut ein «No go» ist, nämlich die deutschen Tugenden, sind im Fussball Pflicht.

      Sonst können die auch zuhausebleiben und schlitteln gehen.

  25. Gustave sagt:

    Ich sehe noch ein ganz anderes Problem – mal weg von Herrn Hitzfeld, hat aber vielleicht auch mit ihm zu tun. Ich sehe in der Schweizer Mannschaft keinen Spieler mit einem herausragenden Charakter, an dem sich die jungen Spieler ein Beispiel nehmen könnten. Es sind keine persönlichen und charakterlichen Vorbilder da – ein grosser Unterschied zu früher. Als Beobachter hat man das Gefühl, nur noch Geld, Autos und Luxus seien die Treiber für diese Jungs. Ein Ehrgefühl, ein Stolz, für dieses Land spielen zu dürfen, das scheint null komma null vorhanden zu sein.

  26. DAM sagt:

    Viele schreiben hier von den guten alten, weil offensiven Zeiten unter Köbi Kuhn. Es wird aber in der Regel vergessen, dass das damals nur darum so gut funktioniert hat, weil die Defensive sensationell besetzt war. Leute wie Vogel, Müller oder Murat Yakin (aber auch ein Senderos in Topform) konnten danach nie ersetzt werden. Erfolg mittels einer starken Offensive setzt meiner Meinung nach auch immer eine stabile Defensive voraus, denn wie heisst es so schön: “Die Basis jeder Grundlage ist das Fundament.”

  27. andi Meier sagt:

    Ja diese “wir sind ja nur die kleine Schweiz”-Einstellung verhindert jeden Exploit. Wir haben gute Spieler, unsere Liga bringt regelmässig talentierte junge Spieler hervor und einige schaffen auch den Durchbruch in den grossen Ligen. Wann werden wir auch mal entsprechend Auftreten? Die Jugend-Nationalmannschaften haben dieses Selbstverständnis, aber in der A-Nati wird es ihnen wieder ausgetrieben. Kein Selbstvertrauen – keine Tore – keine Siege !!!

  28. Born_in_Basel sagt:

    Geht’s da um Zweckpessimismus? und pauschales lästern?
    Unsere Nati ist nun mal in einer Aufbauphase (ein mehr… sic!), was mit 20jährigen Spielern sicher normal ist. Aber vor nur ganz kurzer Zeit gab’s doch ein 2:2 in Wembley: ist das nicht ein Hoffnungsträger. Kenne nicht viele europäische Teams, die so was zustande bringen.

    Zur Qualität unserer Söldner möchte ich bloss Othmar Hitzfeld ‘s frühere Worte zitieren : “wer nicht spielt, wird nicht aufgeboten”. Hoffe dieser Grundsatz wird weiterhin angewendet zur heutigen Mannschaftsaufstellung. Sicher besser ein ASL Spieler aufzustellen als ein Tribünenheld in Italien, England oder sonst wo…

    Grundsätzlich bin ich weiterhin der Meinung Othmar Hitzfeld ist der richtige Mann und er wird seine Mannschaft auch zum Sieg und Euro-Quali bringen (und anschliessend zur Brasilien WM).
    Deshalb weiterhin Hopp Schwiiz

  29. Chris Heyduk sagt:

    Na ja. Verdeutschen heisst für mich in erster Linie unbändigen Kampf und eine überzeugte Winnermentalität an den Tag legen. Klar spielen die Deutschen heute einen sehr attraktiven Fussball, aber das machen andere Nationen auch – mit weniger Erfolg. Es ist immer noch ihr Siegerwille, der den Unterschied ausmacht, und da hinken unsere genügsammen und bequemen Kicker meilenweit hintendrein.

  30. René sagt:

    Dass es nur 17000 Zuschauer hatte, hat meiner Meinung nach folgenden Grund. Ich versuchte in den letzten Jahren oftmals vergebens, Tickets zu Länderspielen der Nati zu kaufen, ging aber immer leer aus. Dabei handelte es sich um immer um Spiele, welche auch für sogenannte “Adabei’s” interessant waren. Denen wurden dann die Karten, wegen Beziehungen, zugespielt oder sogar gesponsert, obwohl die sonst das ganze Jahr keine Fussballspiele live besuchen. Als Mitglied eines Superleage Clubs ist mir dies sogar bei Europacupspielen meines Vereins so ergangen. Obwohl ich die ganze Saison die Spiele der Liga besuchte, ob sie nun attraktiv waren oder nicht, wurde mein fester Platz bei Europacupspielen an “Prominente” vergeben und ich auf einen Platz am Rande der Tribüne vertröstet. Ich und mit mir viele Fussballfans fühlen sich von solchen Machenschaften verarscht und werden einfach solchen Spielen fernbleiben und bei einem “echten” Bier die Spiele am Fersehen anschauen. Wenn die Vereine genug leiden, werden sie sich solche Mischlereien in Zukunft besser überlegen. Sonst bleibt nur noch der Austritt aus dem Verein oder eine Abstinanz bei Nati-Spielen.

  31. René sagt:

    Redaktion! Bitte meinen Beitrag 14:03 unter der richtigen Rubrik plazieren, dank und sorry für das Versehen!