Der Impfgegner von nebenan

Das Virus ist real. Genauso die Wirkung der Impfung.

Das Virus ist real. Genauso die Wirkung der Impfung.

«Ich lass meinen Yannick nicht impfen. Ich glaube nicht an Impfungen», erklärte mir eine Bekannte mit Ernst in den Augen und Pathos in der Stimme. «Ich lass die Kinder auch mal im Dreck spielen, das stärkt das Immunsystem. Da muss ich meine Kinder nicht künstlich krank machen und dem Risiko einer Komplikation aussetzen.»

Die Grippe ist in Zürich angekommen. Und mit der Grippezeit kommen nicht nur die Viren in die Stadt, auch die Impfgegner lassen sich dann jedes Jahr wieder etwas lauter vernehmen. Man könnte nun annehmen, meine Bekannte, die Impfen für eine Art Glaubensfrage zu halten scheint – als ob der Besuch des Arztes eine Art schamanistisches Ritual sei – entstamme einer bildungsfernen Schicht und könne es einfach nicht besser wissen. Aber weit gefehlt. Die Dame verfügt über einen akademischen Abschluss. Wieso sie trotzdem eher den fragwürdigen Internetseiten der Impfgegner glaubt, als den wissenschaftlichen Publikationen oder den erhobenen Statistiken, ist mir ein Rätsel.

Klar, denken viele, bei Grippe sterben nicht mehr so viele Menschen. Und das bisschen Fieber ist doch nicht so schlimm, ist ja nicht Ebola. Die Ebolaepidemie 2014/15 hat (mit Dunkelziffer) vielleicht 20 000 Menschen umgebracht. Die Influenza bringt jährlich weltweit bis zu 500 000 Menschen um und ist in Deutschland die Infektionskrankheit mit den meisten Todesopfern.

Meine Bekannte bekommt einen glasigen Blick, wenn ich sie mit diesen Zahlen konfrontiere. «Aber die Komplikationen! Die Impfungen machen die Leute doch erst krank!»

Das Bundesamt für Gesundheit meint hierzu:

«Bei einem Fall pro 1 Million geimpfte Personen wurde das autoimmun bedingte Guillain-Barré-Syndrom (GBS) in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Grippeimpfung beobachtet. Viel häufiger tritt ein GBS jedoch bei einer Grippeerkrankung auf.

Insgesamt ist das Risiko ernsthafter Komplikationen bei einer Grippeerkrankung, inklusive des GBS um ein Vielfaches höher als die Wahrscheinlichkeit schwerer unerwünschter Wirkungen nach einer Impfung.»

Freunde warnten mich davor, über das Impfen zu schreiben, weil ich mich damit in Teufels Küche begäbe. Die Impfgegner würden mich unter Beschuss nehmen und auf Zahlen und Argumente mit Verschwörungstheorien und religiösem Eifer reagieren. Ich kann es aber nicht lassen. Wenn jemand sich selbst nicht impfen will, ist das seine Sache. Wenn jemand aber seine Kinder gefährdet, und damit auch die Kindergarten- und Schulgspänli seiner Kinder, ist das etwas, das die ganze Gesellschaft angeht.

Wer dann behauptet, die Impfung mache die Kinder erst krank, schafft eine weitere Paralelle zur Ebolaepidemie: Auch da griffen die Dorfbewohner die Ärzte und die Gesundheitsbeamten an, weil sie dachten, diese brächten die Krankheit erst ins Dorf. Wohl aus denselben «rationalen» Gründen, mit denen die Impfgegner hierzulande argumentieren. Es wirkt ähnlich wie die Szene in Frankenstein, in der die Bauern mit Fackeln und Mistgabeln den Wissenschaftler verjagen, den sie nicht verstehen.

Grundsätzlich: Ich bin kein Fan der Pharmaindustrie und denke, dass die sich jede Menge Sachen erlauben. Und ich  misstraue Unternehmen, die mit der Krankheit von anderen Menschen Milliardenumsätze machen. Nur würde ich deswegen nicht wissenschaftliche Fakten ignorieren und damit das Leben meiner Kinder oder meiner betagten Eltern aufs Spiel setzen.

Von Impfungen gegen Pocken, Tollwut und Kinderlähmung, die diese Krankheiten hierzulande ausgerottet haben, will ich gar nicht erst anfangen.

Nachtrag:

Hier noch sämtliche Impfmythen widerlegt (Danke an die Kollegen vom Vice Magazn):

www.vice.com/de/read/wir-haben-dumme-argumente-von-impfgegnern-widerlegt

Und das hier noch:

Impfungen

83 Kommentare zu «Der Impfgegner von nebenan»

  • Hannah sagt:

    Die vermutlich älteste Promovendin der Welt sagt im Interview http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/pankow/nach-verbot-durch-nazis-berlinerin-promoviert-mit-102-jahren-es-geht-ums-prinzip/11778850.html „Zur damaligen Zeit hatten wir große Epidemien von Diphtherie, es war sehr schrecklich.“ und „Ich bin natürlich fürs Impfen, schon allein aus Verantwortung der Umwelt gegenüber.“, nachvollziehbar, sie hat den Nutzen von Impfungen in Ihrem langen Leben verfolgen können.

  • Eisenheim sagt:

    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-02/masern-impfung-risiko-nebenwirkung

    Hier sind noch etwas bessere Grafiken und ein sehr guter Artikel.

  • Sue Bebie sagt:

    Danke, für den Artikel!

    Da geht es jetzt wirklich einfach um Verantwortung tragen, Verantwortung für die Kinder, für sich und seine Mitmenschen und für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen.

    Wieso sind bei uns wohl die Pocken ausgerottet?
    Bestimmt nicht der Essigsöckli und Kräutertinkturen wegen, sondern wegen der konsequenten Durchimpfung der gesamten Bevölkerung.

    Wirklich, ich bin eine Befürworterin natürlicher Heilmethoden, aber immer nur dann, wenn sie angezeigt sind.

  • Fredy Küsnacht sagt:

    In der Grafik, die ‚H.Influenza‘, das hat übrigens nichts mit der Grippe zu tun, gell.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja ich weiss. Es geht grundsätzlich um das Verhältnis zwischen Impfkomplikationen und Krankheitskomplikationen. Für die Grippe hab ich die Zahlen bereits im Artikel.

  • pedro domletschg sagt:

    guter bericht, bin zu 100% redas meinung, ich nehme die argumentation auch gerne auf für künftige diskussionen mit impfgegnerinnen und impfgegnern. die sind meistens dafür sehr gebildet im astrologie, oder esoterik-bereich, ist mir schon aufgefallen. oder gläubig.

  • Ivan Casale sagt:

    Ich finde nicht, dass Sie sich in des Teufel’s Küche begegnen, weil Sie über das Impfen schreiben. Sie geraten jedoch hinein durch die Anmassung für’s Allgemeinwohl zu sprechen. Gemeinnutz kommt vor Eigennutz und das ist sicherlich auch gut. Aber, wir sind schon eine extrem gemeinnützige Gesellschaft und deswegen beherbergen wir eben auch viele Risikogruppen (Die es früher als solche nicht gab). Krankheit ist heutzutage ein Geschaeft (ansonsten würden Sie wahrscheinlich staunen wie wenig geforscht und entwickelt würde, pharmatechnisch z.B).

    Gemeinnutz vor Eigennutz, richtig. Diese Begriffe können sich überschneiden; Mein Eigennutz, kann durchaus gemeinnützig sein (übrigens das Geschäftsmodell der meistern Multimilliardäre). Der Besitzer der Mischmenge hat die besseren Karten (Verstand, Logik), als derjenige dessen Eigennutz dem Gemeinnutz gegenübersteht.

    In der Gesellschaft kann es nicht genug Risikogruppen geben, die man pflegen und hegen kann, denn das Leben – sobald wirtschaftlich attraktiv; es ist auch im Atheismus heilig (vor und nach der Wirtschaftlichkeit, kann es billig und schnell entsorgt werden).

    Als Resultat haben wir immer mehr Risikogruppen, immer weniger Geld, immer mehr Forderungen und eines Tages, wegen der rethorischen „A priori-Unterlegenheit“ der Eigennutzen-Fraktion wahrscheinlich das Faustrecht.

    Gesellschaftliche Harmonie sieht einfach oft anders aus als Vernunft und Logik es zu erfassen vermögen.

    • Giordano sagt:

      Herr Casale,
      Und was folgt aus Ihren Aussagen? Biologischer Darwinismus? Wer Krank wird soll sterben, damit die Pharmaindustrie kein Geschäft macht? Nun, zum Glück sind die Prämissen, die sie aufgestellt haben, falsch. Wir gehören alle zu einer oder mehreren Risikogruppen, und nicht nur heute, es war schon immer so. Deshalb macht ihre Aussage „immer mehr Risikogruppen“ keinen Sinn.

  • marianne sagt:

    die ‚klassischen‘ impfungen müssen einzweimal im leben gemacht werden, und halten dann ewigs.
    aber grippe muss jedes jahr geimpft werden, die wirkung hält dann etwa ein halbes jahr.
    und entsprechend kann gegen grippe gar nie eine herdenimmunität erreicht werden, im gegensatz zu anderen viren.
    ich find diesen beitrag wahnsinnig reisserisch aufgemacht.
    dazu passt dann noch diese grafik ohne quellenangabe, ohne erläuterung, auf englisch und aus den usa.
    das thema kann besser.

  • Giordano sagt:

    Der Beitrag wirft interessante Frage auf. Warum sind nicht selten gebildete Leute impfkritisch? Ein impfkritischer Beitrag in diesem Blog wurde sogar von einer Ärztin verfasst. Man muss sich die Frage stellen, was im Bildungscurriculum schiefläuft. Liegt der Skandal nicht darin, dass in der Schweiz eigentlich ein eklatanter Bildungskandal besteht, von dem niemand spricht, und der darin besteht, dass trotz 200 Jahren Aufklärung und mehr als 9 Jahren Schule die Leute Homöopathika schlucken, das Impfen kritisieren, in der Pharmaindustrie nur eine kriminelle Organisation sehen, sich mit Ajurveda eine Bleivergiftung holen?

    • Maiko Laugun ★Pillen Aktionär★ sagt:

      Früher waren die ungebildeten Menschen obrigkeitshörig. Heute nicht mehr so sehr. Das ist der Grund.

  • Pat sagt:

    Vergleicht hier tatsächlich einer die Grippe mit Ebola? Stadtblog powered by Pharmaindustrie…

    Eine Grippe hat noch keinem geschadet, putzt den Körper durch und härtet ab. Alte und schwache Menschen sterben halt, das ist der Lauf der Dinge …erwischt sie dich trotz verseuchtem Umfeld nicht, weisst du, dass du Ernährungstechnisch richtig liegst.
    Ich kenne Leute, die waren nach der Impfung eine Woche lang apathisch und unbrauchbar am Arbeitsplatz. Dann lieber gleich die Grippe, ist natürlicher…und wie war das mit den Veränderungen des Virenstamms?

    Übrigens, weshalb wohl lassen sich so wenige Ärzte und Spitalangestellte impfen?

    • Réda El Arbi sagt:

      Das ist neben wenigen anderen Posts etwa das zynischste, was ich in unseren Blogkommentaren lesen musste. Mal schauen, wenn Sie alt sind, oder wenns jemanden erwischt, den Sie lieben.

      Und ja, ich lass den Kommentar trotz der menschenverachtenden Aussage durch, damit die Leser sehen, was so in Ihrem kopf und Herzen vorgeht.

      • The it sagt:

        Sie hat recht reda, doch auch Kinder ERWISCHT ES, hoffen wir mal das, sie keine hat………( Kopfschütteln, über soviel impertinente Ignoranz)

  • tststs sagt:

    Mhmmmm ich frage mich, ob es hier auch so gehässig zu und her ginge, wenn Herr El Arbi anstatt auf die Grippe-Impfung auf die zB Röteln-Impfung als Beispiel zurückgegriffen hätte…

  • Sehr geehrter Réda El Arbi

    Ihr Verfechten des wissenschaftlichen Dogmas ist genauso einseitig wie das vehemente und verbissene Dagegenhalten. Eine aus der Praxis entspringende Darstellung, was Impfen effektiv bewirkt (Pro & Kontra), finden Sie im Buch „Unerhörtes aus der Medizin“ des Schweizer Physikers & Naturheilarztes Jürg Reinhard (Seiten 50-53). Natürlich werden Sie diese Publikation vehement ablehnen als Junger der wissenschaftlichen Doktrin. Die Einwände gegen Ihre Darstellung ernst zu nehmen, könnte allerdings auch Sie einen Schritt weiter (in die Mitte) bringen. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag noch. Herzliche Grüsse.
    PS: Befürworter sowie Gegner, müssen – insofern auf diese Art und Weise gestritten wird – wohl gleichermassen einen an der Waffel haben.

    • Claude sagt:

      Da es sich bei Ihrer Literaturangabe nur um drei Seiten handelt, könnten Sie hier ja eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Gedanken/Argumente liefern. Dann könnte man diskutieren.

    • tststs sagt:

      „Befürworter sowie Gegner, müssen…“ sehe ich das richtig, egal welcher Schule man angehört, man hat auf jeden Fall einen an der Waffel?
      Oder was wäre bitte die Mitteposition? Impfen, aber nur die halbe Dosis? Impfen mit der Faust im Sack? Nicht-impfen und es anderen empfehlen?!?
      🙂

      • Maiko Laugun ★Pillen Aktionär★ sagt:

        Nein, er meint die Gehässigkeit …“insofern auf diese Art und Weise gestritten wird“….will aber subtil, dass alle Waffeln durch Naturheilung behandelt werden. Bei den Natur-Qucksalbern kommt vermutlich weniger Gift in den Körper als bei der Pillen-Mafia. Beschissen und ausgenommen wie eine Weihnachtsgans wird man aber von beiden 🙂

  • Maiko Laugun ★Pillen Aktionär★ sagt:

    Die Pharma-Industrie gibt den grössten Teil ihres Budgets für Marketing und nicht für die Forschung aus. Menschen gesund zu erhalten oder gesund zu machen, widersprecht deren Business-Prinzip. Es genügt, wenn keiner bei der Einnahme von Medikamenten oder Impfungen stirbt. Bundes-Bern ist nicht bestechlich, jedoch empfänglich (Lobbyismus). Gleiches gilt für Professoren, welche sich ihre Signatur unter neuen Rezepten der Pillen-Mafia gerne vergolden lassen, wohl auch für bezahlte Studien. Es ist besonders ironisch, wenn Börsen kotierte Milliarden-Unternehmen ein an ein planwirtschaftlich grenzendes Gesundheitssystem (inkl. daraus resultierenden staatlichen Impfempfehlungen) von der Politik einfordern. Es besteht die Gefahr, dass die wirtschaftlichen Interessen höher eingestuft werden als die Fürsoge für die Kinder. Diese wären somit bloss ein Teil eines guten Marketing-Konzept.

    • Claude sagt:

      „Es ist besonders ironisch, wenn Börsen kotierte Milliarden-Unternehmen ein an ein planwirtschaftlich grenzendes Gesundheitssystem (inkl. daraus resultierenden staatlichen Impfempfehlungen) von der Politik einfordern.“

      Da haben Sie recht.

  • Réda El Arbi sagt:

    Hier noch sämtliche Impfmythen widerlegt (Danke an die Kollegen vom Vice Magazin):

    http://www.vice.com/de/read/wir-haben-dumme-argumente-von-impfgegnern-widerlegt-123

    • daniela sagt:

      statt vice zu empfehlen, empfehle ich dem autor sich beim bag selber zu informieren: such dort die grippeimpfung und lies über risikogruppen.
      vice ist doch keine informationsquelle! ausserdem fand ich mit der suchfunktion weder das wort grippe noch influenza

      • Réda El Arbi sagt:

        Daniela, ich weiss, dass das BAG mit Risikogruppen die Menschen bezeichnet, die Komplikationen erleiden könnten.

        das ist aber nicht der Punkt. Wenn du dich mit Grippe infizierst, kannst du auch das Baby im Tram oder die Oma anstecken. Wenn die oder die Eltern des Babes den Schwachsinn der Impfgegner geglaubt haben, kann deine Nichtimpfung tödlich für diese Risikogruppe sein.

        Man setzt nicht nur sich selbst dem Ansteckungsrisiko aus, sondern auch seine Umgebung. Aber das geht uns ja nix an …

      • Réda El Arbi sagt:

        Ach ja, die Kollegen von Vice haben da ziemlich viele Fakten zusammengetragen, die man natürlich einfach ignorieren kann, weil man „Vice“ für blöd hält. Finger in die Ohren und „Lalala“ singen 😉

      • daniela sagt:

        wenn ich grippe habe, bleibe ich am besten zuhause.
        wenn ich rausgehe, huste ich keine babies an.
        meist habe ich keine grippe. ich glaube ich hatte noch gar nie die grippe, sondern einen „grippalen infekt“, sprich eine erkältung oder einen magendarmvirus.
        wenn viren grassieren ist eine der besten möglichkeiten, sich nicht anzustecken oder etwas herumzuschleipfen, die hände häiufig zu waschen.
        die oma impft sich selber.

        • daniela sagt:

          ah ja: nichtrauchen soll auch helfen, gesund zu bleiben, behaupten die ärzte. wenn also nichtrauchen die grippe weniger grassieren lässt, wäre raucherei ja super verantwortungslos der umgebung gegenüber. rauchst du? doofe frage. das war ja deine argumentation, etwas verschärft

          • chocolate sagt:

            stimmt, auch rauchen ist verantwortungslos der umgebung gegenüber. und ja, die frage ist doof.
            hier geht es ums impfen, nicht ums rauchen!

  • El Schnee sagt:

    Für die meisten Leute ist es angenehm, wenn sie sich in Sicherheit wiegen können und dürfen. Und ja, Papi und Mami BAG meinen es meistens schon gut. Erwachsen werden bedeutet aber auch zu merken, dass Papi und Mami nicht immer Recht haben und auch nicht alles wissen. Wenn es ja wirklich um Zahlen ginge: wie kommt das BAG dazu eine HPV-Impfunge als Impfung gegen Krebs zu verkaufen, obwohl dieser Zusammenhang noch nicht erwiesen ist, resp. bewiesen werden kann. Das ist genauso esoterisch oder wie immer man Irrationales, Spekulatives, Gläubigkeit bezeichnen will. (à propos Zahlen, wieso zeigen manche Antworten hier im Blog schon 12.00 an obwohl es erst nach elf ist?) Diese teure Impfung wird durch die obligatorische KK bezahlt. Kosten sind durchaus auch ein Kriterium, sonst kriegt man die „döf’s no bitzeli meh sie?“ -Strategie der Pharma nicht in den Griff.

  • Anna Meier sagt:

    Die Staats- und Pharmahörigkeit des Autors ist frappierend. Man könnte fast annehmen, er entstamme einer bildungsfernen Schicht… lol.

    • Réda El Arbi sagt:

      Das ist also das Argument? „Der Autor ist Pharma- bzw. Regierungs-gesteuert“? Nun ja, ich ziehe meinen Aluhut vor so viel differenzierter Argumentation. 😀

      • Leser sagt:

        Also wenn du Reda nicht mal den Unterschied zwischen hörig und gesteuert kennst, dann solltest du dich vielleicht nicht Journalist schimpfen (schaut man sich deine Ergüsse in den letzten Wochen so an solltest du das sowieso nicht..) 🙂

        • Réda El Arbi sagt:

          Ou, gut. Ein Semantikkritiker! Boah, ich bin beeindruckt. Ich werde sofort die Pharma, bzw. die Regierung fragen, ob ich jetzt hörig oder gesteuert bin.

          Und das andere: Wrum zum Teufel liest du meine Sachen? Willst du nicht besser weiterklicken anstatt deine Zeit mit Lesen und Comments zu verschwenden?

          (Ach ja, tut mir leid, dass du nicht mehr unter dem fussballartikel kommentieren kannst, wo du ja eigentlich deinen Frust loswerden wolltest. Aber jänu. Wir nehmens auch hier entgegen 😉 )

    • Max sagt:

      Anna ich will Dich nicht küssen, Du hast bestimmt alle eigentlich impfbare Krankheiten der Welt.

  • Réda El Arbi sagt:

    Für einmal überlasse ich die restliche Diskussion den Kommentatoren.

    Sobald Imfgegner irgendwelche nachweisbaren Fakten anbringen, und nicht mit „ich glaube“, oder „es ist komplizierter“ ohne Zahlen, Daten, Studien oder Untersuchungen argumentieren, werde ich mich wieder beteiligen.

    Ach ja, Untersuchungen, die nicht schon widerlegt sind.

    • Cosima sagt:

      Sie haben schlecht, oberflächlich recherchiert und können auf die Ihnen entgegen gebrachten Argumente nicht eingehen, von daher verstehe ich Ihren Rückzug aus der Disskussion, aber Ihre Begründung, naja….
      Ich empfehle Ihnen bspw. das „Arzneimitteltelegramm“, als kritische Quelle, die nichts mit Impfgegnerschaft zu tun hat.
      Denn Zahlen muss man halt auch in einem Zusammenhang sehen, egal woher Sie kommen.
      I

        • Cosima sagt:

          Ein alter Hut und deutlich wird nochmals, dass Sie etwas verwechseln. Die hier in der Argumentation vorgebrachten Stimmen, sind nicht die der Hardcore-Eso-Impfgegnerschaft. Solang Sie dies ignorieren und man so oder so in der Schublade landet, ist eine Disskussion Zeitverschwendung.
          Was entgegnen Sie auf den Spiegelartikel, der auf einfachem Niveau zeigt, dass es Probleme gibt. ( was eben nicht heißt per se gegen eine Impfung zu sein). Einfach ignorieren und weiter die Durchhalteparolen? Zweite Frage, können Sie mir die allgemeine medizinische Notwendigkeit einer Hepatitisimpfung bei 2 monatigen Säuglingen erklären? Da bin ich z.B. gespannt.
          Ich orientiere mich auch an BAG und RKI (in D Robert Koch Inst.), aber ich glaube nicht blind an die Zahlen wie Sie und dann wird alles einbisschen komplizierter im Leben.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ja, es gibt Schwierigkeiten mit Grippeimpfungen. Sie sind im verhältnis zu den Schwierigkeiten, die es mit Grippe gibt, aber einfach nicht relevant. Wenn Sie Zahlen und Studien anzweifeln, ohne andere Zahlen und Studien zu bringen, haben Sie keine Argumente.

            „Ich glaube nicht an Zahlen“? Es ist keine Glaubensfrage, sondern eine Faktenlage. Die mag nicht absolut sein, aber es ist verlässlicher als „Ich glaube …“.

          • Cosima sagt:

            @reda. Uiuiui ! Aber natürlich glauben Sie den Zahlen, sie selbst haben Sie mutmaßlich nicht erstellt 😉 und Sie vereinfachen alles, indem (und jetzt rede ich mal einbisschen wie Sie) diese Zahlen zu Fakten, andere wiederum zu Lügen werden.
            Aber so werden Sie die Widersprüche, vor denen auch Wissenschaft nicht gefeit ist nicht los.
            Hier eine kleine Kostprobe:

            http://www.arznei-telegramm.de/html/2012_02/1202017_01.html

            • Réda El Arbi sagt:

              Oh, ich glaube auch, dass die Pharam-Industrie mit Tamiflu die Regierungen beschissen hat. Daran besteht kein Zweifel. Das hat aber nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern mit Betrug.

              Die Pharma hat Studien unetrschlagen oder verharmlost, die EINEM Impfstoff nahcgewiesen hat, dass er für die Infektion, für die er verkauft wurde, gar nicht wirklch funktioniert.

              Was aber die Zahlen, die Komplikationen bei Impfungen und Komplikationen bei Nichtimpfung betrifft, nicht im Geringsten tangiert.

          • Cosima sagt:

            wie gesagt, eine Kostprobe. Sie wollen nicht genauer hinschauen und das müssen Sie auch nicht, aber dann würde ich mich wohl nicht im Journalismus betätigen,.
            Ihre Argumentation wird nicht besser, indem Sie ein komplexes Thema auf einen kleinen Teilaspekt (Komplikationen bei Grippeimpfung) reduzieren, mit diesem aber alles bzgl. Impfungen erklären wollen….. In diesem Zusammenhang, Sie sind noch mindesten 1 Antwort schuldig, Notwendigkeit einer Hepatitis Impfung bei 2 monatigen Säuglingen….

    • Christian Weber sagt:

      Ach bitte. Sie schreiben viel. Manchmal sehr informativ, manchmal sehr unterhaltsam, und sehr selten mal was unbedachtes wie dieses. Sich als gesunder Mensch ausserhalb der Risikogruppe nicht gegen die Grippe impfen zu lassen ist absolut rational. Würden Sie zugeben, dass es besser gewesen wäre, einfach die Idiotie der esoterischen Aus-Prinzip-Impfgegnern anzuprangern anstatt das schlechte Beispiel Grippe zu nehmen, es würde Ihnen kein Zacken aus der Krone fallen.

      • Réda El Arbi sagt:

        Nun ja, vielleicht wär ihre Perspektive anders, wenn sich ihr Kind oder ihr Patenkind bei jemandem angesteckt hätte, der Impfen für blöd hält. Nun ja, mein Patenkind hat Downsyndrom und ist in der Risikogruppe für Komplikationen. Dann wärs vielleicht nicht mehr dieses „Es geht nur um mich“-Dings.

        Ach ja, mein Patenkind ist geimpft. Deshalb war der Krankheitsverlauf um Einiges milder als ohne. Er hat überlebt.

        • Christian Weber sagt:

          Wenn sie’s genau wissen wollen… Ich wäre als Kind beinahe an Komplikationen durch die Masernimpfung gestorben (wurde mit Hyperpyrexie in’s Unispital eingeliefert). Trotzdem finde ich die Masernimpfung sinnvoll, da sie unter dem Strich mehr hilft als schadet. Bei der Grippeimpfung ist das aber nicht dasselbe.
          Und natürlich: Hätte ich gefährdete Personen in meinem Umfeld, würde ich mich ohne wenn und aber auch gegen die Grippe impfen lassen. Ist aber nicht so.

  • daniela sagt:

    reda, die grippeimpfung ist nicht bestandteil der impfempfehlung des bag. das bag definiert risikogruppe als „erhöhtes komplikations- und ansteckungsrisiko“. du brauchst einen aluhut

  • SrdjanM sagt:

    Gegen die Grippe-Impfung spricht eher die Tatsache dass es oft nicht funktioniert weil es nicht immer die „richtigen“ Viren sind… dann erkrankt man doch und ist dann „um sonst“ das zusätzliche 0.0000001% Risiko der Impfung eingegangen.
    Der gesunde Menschenverstand hilft da auch weiter.
    Wenn man zu einer Risikogruppe gehört oder ist man im Pflegebereich tätig, dann sollte die Impfung schon sein…

    Aber bei ernsthafteren Erkrankungen welche auch Menschen in Gefahr bringen die sonst keine anderen körperlichen Schwächen haben ist diese kategorische, ablehnende Haltung fast schon grobfahrlässig und müsste intensiver bekämpft werden.
    Leute welche generell gegen Impfungen sind haben auch sonst noch so einige Probleme.

  • tina sagt:

    ausgerechnet grippe? der grippeimpfstoff ist auf den grippevirus des vorjahres ausgerichtet und hilft doch nur, sie abzuschwächen. gegen erkältungsviren nützt die impfung ja nichts.
    wenn von impfbefürwortern die rede ist, spricht man nicht von der grippe impfung, sondern vom impfplan, der nicht obligatorisch ist sondern eine empfehlung. da geht es um die impfungen für kleinkinder und später die masern-mumps-röteln-impfung, hepatitis, hirnhautentzündung.
    die grippe impfung ist für menschen mit geschwächtem immunsystem, oder solche, die mit solchen menschen nahe zutun haben. und medizinisches personal lässt sich zum grossteil trotzdem nicht impfen.

  • geezer sagt:

    würde mich jetzt gar nicht verwundern, wenn die im artikel erwähnte bekannte auch noch vegan leben würde..:-)

    isch doch hans was heiri! die einen lassen ihren goofen jedes erdenkliche und erhältliche impfmittel reinjagen, die anderen stopfen sie kiloweise mit globuli voll. irgendwo dazwischen liegt wohl der ‚gesunde‘ mittelweg.

    es ist mir völlig schleierhaft, warum militante impfgegner ihre kinder z. b. nicht gegen tetanus etc. impfen lassen. andererseits fehlt mir auch das verständnis für diejenigen, die wegen jedem kleinen mist gleich die halbe apotheke leerkaufen oder beim kleinsten anzeichen von kopf- oder gliederschmerzen gleich wieder was einwerfen (nein, wir sprechen nicht von migräne-patienten!). die schul- und die naturmedizin sollten m. e. wesentlich mehr miteinander reden. das idiotische sich gegeneinander ausspielen wollen ist doch was für anfänger!

  • Cosima sagt:

    Schade, dass Sie bei diesem sensiblen Thema nicht differenzierter argumentieren (können?). Einfach die gängige und unterhinterfragte Impfbefürwortung zu repetieren bringt nichts außer ein Festklopfen der ohnehin verhärteten Positionen.
    Auch vermisse ich einen wissenschaftskritischen Blick. Ich bin Ärztin und spätestens als es ums Impfen des eigenen Kindes ging wurde mir klar, dass es eben doch auch eine ideologische Diskussion ist. Das scheinbar widerspruchsfreie schwarz/weiß Denken dieses Thema betreffend (von beiden Seiten wohlgemerkt) ist doch ein Versuch etwas zu vereinfachen, was so simpel eben nicht ist. Empfehle dazu z.B. das „Arzneimitteltelegramm“, dem man keine Wissenschaftsfeindlichkeit unterstellen kann, um Ihr unhinterfragtes positivistisches Denken herauszufordern.
    Es gibt sehr viele gute Gründe zu impfen. Aber das Sie sich nun gerade die Grippeschutzimpfung herauspickten, dieses Jahr, nun ja….
    Für ein differenziertes Denken, was Widersprüche aushalten kann! Gruß Cosima

    • Réda El Arbi sagt:

      Also gibt es nicht mehr Komplikationen bei Grippe als bei Grippe-Impfungen? Die Zahlen sind also völlig falsch?

      • Cosima sagt:

        Ok, Stammtischniveau ( von wegen völlig falsch falsch vs. völlig richtig). Haben Sie sich dies Jahr impfen lassen gegen die Grippe? Dann ist nur zu wünschen, dass es Sie nicht stört, wenn Sie trotzdem erkranken. Es wird wahnsinnig viel Geld investiert und gemacht mit neuen Impfstoffen und es muss kritisch beobachtet werden, inwiefern diese eine Wirkung zeitigen, die den Aufwand … lohnt.
        Zu den Komplikationen: eine eindeutige Impfkomplikation, von offiziellen Stellen akzeptiert, verlangt eine Beweiskraft, die aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge häufig nicht herstellbar ist. Die Dunkelzimmer ist mutmaßlich um einiges höher. Finde Ihre Wissenschaftsgläubigkeit bedenklich. Wenn Sie an einem Sachverhalt zweifeln, versuchen Sie doch auch mal in die andere Richtung zu denken. Ihre Argumentation bewegt nichts außer die Gemüter.

        • Réda El Arbi sagt:

          Oh, also sind die Zahlen falsch oder falsch ausgelegt. Oder die „Dunkelziffer“ ist höher.

          Nun, bis die „Dunkelziffer“ belegt ist, halte ich mich an die zugänglichen Zahlen, die mit den zugänglichen Mitteln ermittelt wurden. Das st immerhin mehr, als einfach zu glauben, dass „es nicht wirkt“ oder „schädlicher ist, als die Zahlen aussagen“.

          Man glaubt bei Wissenschaft nicht, sondern orientert sich an den Ergebnissen, die man hat. Die mögen vielleicht nicht absolut sein, sie sind aber sicher aussagekräftiger als ein Bauchgefühl.

          Nun, Sie setzen offenbar ihre Kinder dem bisher nachweislich höheren Risiko einer Grippekomplikation aus, asl dem nachweislich niedrigeren Risiko einer Impfung.

          Wenn Sie die Zahlen des BAG widerlegen wollen, müssen Sie andere Zahlen bringen. Sonst ist es Ideologie, nicht kritisches Denken.

          • Cosima sagt:

            Es tut mir leid, die Behauptung, dass Wissenschaft nichts mit Glauben zu tun hat ist naiv. Natürlich dürfen Sie sich an die Zahlen halten, klar, weil es hilft sich zu orientieren. Und spätestens da kommt das Eigene (Gefühle/Denken) ins Spiel und dies zu erkennen und nicht so zu tun als wäre alles objektiv, darum geht es mir.
            Wollen Sie dies eigentlich ignorieren?
            http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/grippeimpfung-schuetzt-wahrscheinlich-schlechter-als-erwartet-a-1011051.html
            Es geht nicht um ein uneingeschränktes Ja oder Nein. Es ist komplizierter, auch wenn Sie sich dagegen wehren.
            Und ja, Kinder gehören nicht per es zu den Risikogruppen, wo eine Grippeimpfung empfohlen wird.

            • Réda El Arbi sagt:

              „Schlechter als erwartet“ hört sich für mich immer noch einiges besser an als „überhaupt nicht“ bei Nichtimpfung.

          • tina sagt:

            die grippeimpfung ist nicht bestandteil der impfempfehlungen des bag. sie wird nur menschen mit erhöhtem komplikations- oder übertragungsrisiko empfohlen

  • Christian Weber sagt:

    An der Grippe sterben hauptsächlich alte, schwache Menschen (welche sowieso nicht mehr lange zu Leben haben), deswegen diese hohe Zahl. Für diese und alle in ihrem Umfeld ist es einigermassen sinnvoll, sich impfen zu lassen. Auch wenn es eine Lotterie ist. Ob die Impfung gegen den Typus immunisiert, welcher dann auch grassiert, ist ja im Vornherein nicht bekannt.
    Gesunde Menschen müssen sich aber nicht gegen die Grippe impfen. Ich bin z.B. noch nie gegen Grippe geimpft worden und hatte sie seit meiner Kindheit nicht mehr. So. Und darf man das heute BITTE noch sagen, ohne gleich in die Ecke der Aluhüte gestellt zu werden?
    Es gibt sinnvolle Impfungen, es gibt weniger sinnvolle Impfungen. Das muss man individuell anschauen. Darf man das noch?

    • Réda El Arbi sagt:

      Also gibt es nicht mehr Komplikationen bei Grippe als bei Grippe-Impfungen? Die Zahlen sind also völlig falsch?

      • Christian Weber sagt:

        Tschuldigung, aber: Hä? Sie haben Ebola mit der Grippe verglichen. Wäre der Ebola-Erreger so verbreitet wie das Grippe-Virus wäre die Anzahl Todesopfer im 9- oder 10-stelligen Bereich. Also bitte.

        Mein Punkt ist: Wieso sollte ich, wenn ich seit jahrzehnten die Grippe nicht mehr hatte (anscheinend ist mein Immunsystem intakt), mich dagegen impfen und das (geringe) Risiko von Komplikationen auf mich nehmen?
        Das wäre lächerlich. Trotzdem bin ich kein Impfgegner. Es scheint nicht in manche Köpfe zu gehen, dass man zu diesem Thema differenziert denken kann.

        • Réda El Arbi sagt:

          Es geht nicht darum, ob SIe sich impfen lassen. Es geht darum, ob Sie ihre Kinder impfen lassen.

          Und wenn Sie Träger des Virus sind, und ihr Immunsystem damit zurechtkommt, gehen Sie dann an die Beerdigung der Rentnerin, die neben Ihnen im Tram sass?

          • Christian Weber sagt:

            Ich habe anscheinend von Natur aus die Immunität, welche mir die Grippeimpfung geben will. Ich kann genau so gut Träger des Virus sein wie jeder Geimpfte. Das macht NULL Unterschied. Und über Händeschütteln und umarmen kann ich genauso wie jeder Geimpfte das Virus von jemand anderem weiterverteilen.

            Sorry, aber vielleicht erstmal richtig mit dem Thema befassen, bevor man den Leuten Ignoranz und Irrationalität vorwirft. Eine Hepatitis-Impfung ist für alle sinnvoll. Eine Grippeimpfung nicht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Das stimmt nicht ganz. In geimpften Personen vermehrt sich das Virus nicht gleich stark. Und leider gibt es keine „grundsätzliche Immunität“ gegen ein Virus, das von Jahr zu Jahr mutiert. Sie leiden vielleicht nicht unter der Infektion, aber immun sind Sie nicht.

          • Christian Weber sagt:

            Und wegen den Kindern: Ich habe keine. Hätte ich welche, dann, vielleicht, je nach Situation (Alter, Gefahrenlage und Gesundheit).

            So wie sie argumentieren, müsste ich mich gegen HPV impfen lassen… Ich kann’s zwar nicht kriegen, aber möglicherweise, unter äusserst dubiosen Umständen, weiterverteilen. Wer weiss…

            • Réda El Arbi sagt:

              Gegen HPV müssten sie sich impfen, wenn Sie zur Risikogruppe zählen würden. Bei Grippe zählen ALLE zur Risikogruppe.

              Aber Sie müssen sich ja nicht gegen Grippe impfen lassen, wenn Sie nicht wollen. Aber versuchen Sie nicht, das mit Vernunft zu erklären. Sagen Sie doch einfach, dass es Ihnen egal ist, wenn Sie andere gefährden.

              Die Übertragung von Grippeviren ist, wie man gerade in der Stadt sieht, nämlich kein „dubioser Umstand“, sondern epidemische Realität.

          • Christian Weber sagt:

            „Und leider gibt es keine “grundsätzliche Immunität” gegen ein Virus, das von Jahr zu Jahr mutiert.“

            Sie nehmen sich doch selbst den Wind aus den Segeln… Diese grundsätzliche Immunität gibt’s auch mit der Impfung nicht.

            • Réda El Arbi sagt:

              Nein, aber eine Annäherung daran. Die bei Nichtimpfung ncht mal dann gegeben ist, wenn Sie jedes Jahr an Grippe erkranken.

          • Christian Weber sagt:

            Ich glaube, unter dem Strich gefährde ich andere mehr, wenn ich mein jetzt ausbalanciertes Immunsystem kaputt mache, indem ich eine künstliche Immunität aufbaue. Ist dieses erstmal instabil, bin ich empfänglich für allerlei Viren, nicht nur die Grippe. Never touch a running System, das gilt für meinen PC wie auch für meinen Körper.
            Übrigens, sie brauchen sich vor mir nicht zu fürchten, weder lebe noch arbeite ich in der Stadt, und auch sonst habe ich im Alltag wenig Kontakt mit anderen Menschen. Ich bin nicht ihr Problem, und deshalb brauchen Sie mir dies auch nicht vorzuwerfen.

          • daniela sagt:

            das ist jetzt totaler quatsch, dass alle zur risikogruppe gehören!

            • Réda El Arbi sagt:

              Nun, gibts Leute in dieser Stadt, die nicht einer potenziellen Infektion ausgesetzt sind? Ich spreche nicht von Komplikationen, sondern von der Grippeinfektion.

          • SrdjanM sagt:

            „Bei Grippe zählen ALLE zur Risikogruppe.“

            Ähm, nein.
            Da hilft auch die BAG weiter.

            Sie schaden so der Diskussion, die eigentlich sehr führenswert wäre, viel mehr als Sie denken.
            Herr Weber hat es aber deutlich genug erklärt, bitte nehmen Sie sich etwas Zeit und denken Sie noch mal nach.

            • Réda El Arbi sagt:

              Sie verwechseln die Risikogruppe für Komplikationen mit der Risikogruppe einer möglichen Infektion. Jeder der Tram oder Taxi fährt, in einer Firma mit mehr als zehn Mitarbeitern arbeitet oder in einen Supermarkt einkaufen geht, gehört zur Risikogruppe, die sich mit dem Virus anstecken können.

          • Christian Weber sagt:

            „Sie glauben ….“

            Hat jetzt aber lange gedauert, bis sie mich an einer kleinen Fehlformulierung aufhängen konnten 😉

            Fakt ist: Ich fummel nicht an meinem Immunsystem herum, solange es funktioniert, weil ich davon überzeugt bin, dass ich mit einem kaputten Immunsystem mich und andere stärker gefährde. Und daran gibt’s nichts zu rütteln und es gibt ihnen auch kein Recht, mich jetzt als asozialen Ignoranten hinzustellen.

          • daniela sagt:

            dann diskutier mit dem bag eine neudefinition von „risikogruppe“. die sehen das anders

          • daniela sagt:

            die rentnerin im tram hat sich selber geimpft, wenn sie das für sinnvoll hält

            • Réda El Arbi sagt:

              Ja, ausser sie glaubt den Impfgegnern und sagt sich „Ich hab ja auch schon Grippe gehabt, das ist nicht so schlimm“.

              Mit eurer Argumentation fördert ihr das Nichtimpfen. Auch für Risikogruppen.

  • markus müller sagt:

    ich denke flächendeckende grippe-impfungen von kindern sind nicht nötig. andere jedoch schon – hepatisis, starrkrampf, zecken usw. gegen grippe kann sich impfen wer zu einer risikogruppe gehört. also zb. ältere menschen. warscheinlich wird bei kindern, seitens der pharmaindustrie, schon eher auf die angst der eltern spekuliert um mehr kohle zu machen. ich denke nicht, dass man kinder gegen grippe impfen muss, so tödlich ist diese krankheit nun nicht. hat man uns früher dagegen geimpft? kann mich da nicht mehr erinnern. ich würde sagen das war nicht der fall und wir leben fast alle noch. nichtsdestotrotz: grippegegener sind für mich dummköpfe.

    • Réda El Arbi sagt:

      Also gibt es nicht mehr Komplikationen bei Grippe als bei Grippe-Impfungen? Die Zahlen sind also völlig falsch?

      • tststs sagt:

        Da Sie die Frage schon zum dritten Mal stellen, hier meine Antwort:
        Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen. Natürlich sind die Komplikationen bei einer Grippe höher (qualitativ und quantitativ) als bei einer Grippeimpfung. Dies sagt aber nichts darüber aus, wie sinnvoll eine Grippeimpfung ist! Resp. wenn man ein wenig böswillig sein will: Ist es eine gegeben Notwendigkeit oder eine von der Pharmaindustrie indoktrinierte…?!?
        Moi z.B. lässt sich nie gegen die Grippe impfen (gehöre eindeutig nicht zu den Risikogruppen, weder zu den Infektionsgefährdeten noch zu den Wirt/Ansteckungsgefahr für andere gefährdete Personen-Gruppe), trotzdem würde ich mich nie als ImpfGEGNER bezeichnen. Ganz im Gegenteil…

      • markus müller sagt:

        ich habe nichts von zahlen gesagt herr reda el arbi. selbstverständlich gibt es ‚mehr komplikationen‘ wenn eine krankheit um sich greift als wenn jeder dagegen geimpft ist. aber ich finde nicht, dass die grippe nun eine so tödliche bedrohung ist, dass man sie mit allen mitteln bekämpfen muss. nochmal für die die nicht mitgelesen haben: wer zu einer risikogruppe gehört, der soll sich ruhig impfen. ist seine freie entscheidung. ich glaube aber tatsächlich dass bei den kindern der faktor „elternangst ist gut fürs portemonnaie“ schon eine nicht unwesentliche rolle spielt.

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