Züri-Gschnätzlets in Angkor Wat

Hervorragend: Züri Gschnätzlets in Kambodscha

Hervorragend: Züri-Gschnätzlets in Kambodscha.

Mitten in Südostasien stosse ich auf das Gerücht, dass man in Siem Reap, bei Angkor Wat, der berühmtesten Tempelanlage Kambodschas, Züri-Gschnätzlets essen kann. Da die Kunde aber von einer in Bangkok lebenden Schaffhauserin kommt, muss das natürlich erst verifiziert werden. Kann ja jeder behaupten, sein Geschnetzeltes sei ein zürcherisches.

Also, auf nach Siem Reap. Nach zehn Stunden Busfahrt ab Bangkok erreiche ich das kambodschanische Städtchen Siem Reap. Und als Erstes stehe ich vor dem Restaurant Haven (Hafen), das von drei Schweizern, zwei davon mit St. Galler Migrationshintergrund, geführt wird. Sie bieten hier Ausbildungen im Gastgewerbe für junge Kambodschaner an, meist ehemalige Strassenkinder, die so eine Chance bekommen, sich eine eigene Existenz aufzubauen.

Nun, ich war hier, um die Echtheit des Zürcher Geschnetzelten zu überprüfen. Zuerst nehme ich zwei der Verantwortlichen unter die Lupe. Sie würden also auch im Chreis 4 als waschechte Zürcher Hipster durchgehen: Nerdbrillen, Tattoos und modisches Understatement plus Umhängetasche. So weit, so gut.

Nun, ich setze mich hin, und da erscheint, wie aus heiterem Himmel, eine kambodschanische Serviceangestellte, bringt mir die Karte, erkundigt sich nach meinem Getränkewunsch und erfüllt ihn sogleich. Schnell, freundlich, zurückhaltend. Ich bin beeindruckt.

Ich bestelle mein Geschnetzeltes mit Rösti und erwarte nicht allzu viel. Einige Minuten später erscheint mein Gericht. Und es sieht schon ungeheuer lecker aus. Der Chef entschuldigt sich, weil die Rösti nicht ganz rund ist. Naja, ich hätts nicht gemerkt, wenn ers nicht erwähnt hätte.

Danach ist von mir nichts mehr zu hören, bis der Teller leer ist. Es ist das beste Zürcher Geschnetzelte, das ich seit Jahren gegessen habe. Ehrlich. Die Rösti ist aussen knusprig und innen saftig, die Sauce ist reich, ohne mastig zu sein, genau richtig in der Würze.

So schreibt man Züri Gschnätzlets auf Khmer

So schreibt man Züri-Gschnätzlets auf Khmer.

Vielleicht, um vor Augen zu führen, wie gut es wirklich war: Ich bin kein Vegetarier, ich verabscheue normalerweise Tofu-Gerichte. Mein Zürcher Geschnetzeltes war aber mit Tofu zubereitet (man kann es natürlich auch mit Fleisch bestellen), und es war mir total egal. Selbst Kalbsgeschnetzeltes hätte den Geschmack nicht noch besser machen können. Fazit: Ein Züri-Gschnätzlets, das mich sogar Tofu vergessen lässt, ist mehr als erstklassig. Da könnte noch manche Zürcher Beiz was lernen.

Apropos «was lernen»: Das kambodschanische Serviceteam, alles Jungs und Mädchen mit schwierigem Hintergrund, haben erstklassige Arbeit geleistet. Wirklich hervorragend. So gut, dass ich mir überlege, ein soziales Hilfswerk auf die Beine zu stellen, welches es Zürcher Serviceangestellten ermöglicht, nach Kambodscha zu gehen und im Haven ein Training zu absolvieren.

Fünf von möglichen fünf Sternen von mir für diese wirklich spezielle kulinarische Erfahrung. Ach ja: Das Menü mit Getränk und gutem Kaffee zum Abschluss: 10 Franken (11 Dollar), was auch in Kambodscha ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist.

Hier gibts mehr zum Restaurant und dem Projekt Haven  

Kein Schweizer an den Pfannen: Die kambodschanische Küchencrew macht alles. Und das extrem gut.

Kein Schweizer an den Pfannen: Die kambodschanische Küchencrew macht alles. Und das extrem gut.

 

73 Kommentare zu «Züri-Gschnätzlets in Angkor Wat»

  • Daniel sagt:

    Bevor ich nun anfange zu schreiben, muss ich zuersteinmal aufhören zu lachen während ich gleichzeitig den Kopf schüttle. Irgendwie schon traurig was gewisse Menschen hier von sich geben. Die meisten davon, haben mit ziemlicher Sicherheit noch nie Kambodscha oder ein anderes Land in Südostasien bereist. Das weitest entfernte Ziel war wahrscheinlich Spanien, Italien, Österreich oder Deutschland. Alles Länder übrigens, welche ich ausgesprochen mag. Ich bin nun seit mehreren Monaten in Kambodscha. Einem tollen Land mit tollen Menschen und einer herausragenden Küche. Aber nichts desto trotz gibt es immer wieder Momente in denen man sich einen einfachen Wurscht-Chäs-Salat oder eben ein Züri Gschnätzlets wünscht. Und warum soll ich, wenn ich schon weiss das es sowas in Siem Reap gibt, nicht einfach essen? Geh ich den in der Schweiz auch jeden Tag Fondue, Raclette oder Fleischvögel essen? Soweit ich mich erinnern kann habe ich auch zu Hause sehr oft Chinesisch, Japanisch, Thailändisch, Italienisch oder Spanisch gegessen. Ich meine, es gibt doch nichts schöneres als ausgewogen und abwechslungsreich essen zu können. Etwas zu dem immernoch viele Menschen keinen Zugang haben. Auch in Kambodscha. Vielleicht wäre es für viele Schreiber besser, sich einmal über diesen Punkt gedanken zu machen, anstatt sich negativ über ein Schweizer Gericht in Kambodscha zu äussern.

    Das Züri Gschnätzlets habe ich im übrigen am Montag im Restaurant Haven gegessen. Und es war wirklich ausgezeichnet! Eine solch gute Rösti habe ich in der Schweiz selten gegessen. Und dann noch was zu einem anderen Kritiker hier im Blog: Ja, die Kartoffeln waren frisch. Denn sowas wie Päcklirösti gibts hier nicht. Zuerst überlegen und dann reden gilt im Übrigen auch fürs schreiben ;-).

    • daniela p. sagt:

      ob man dort lebt oder knappe 2 wochen in den ferien ist, sind ja schon noch 2 paar schuhe. mir ist auch total egal, wenn jemand selbst während seiner vollen 2 wochen ferien weiss der geier wo nur hamburger oder spaghetti isst. ich will einfach nicht einen blog über rösti lesen, die am anderen ende der welt gegessen wurde. jaja „dann lies es doch nicht“. doch, und ich gebe auch mein statement ab. lies es doch nicht!

      • Reda El Arbi sagt:

        Solange wir Themen machen, die sogar Leute, die den Post absolut nicht mögen, zu mehreren Kommentaren inspirieren, sind wir sicher nicht ganz falsch. Und doch: Lies unsere Posts, reg dich darüber auf, kommentiere! Bei unseren Leserzahlen sieht man nicht, ob du drauf klickst, weil dus blöd findest, oder ob du drauf klickst, weil dus super findest. Danke auf jeden Fall!

        • daniela p. sagt:

          hihi danke für die erlaubnis, es zu lesen auch wenn ich es doof finde und das auch zu schreiben.
          das ist deine haltung?: angenommen du regst dich über, sagen wir vasella oder einen x beliebigen anderen stein des anstosses auf und gibts ein statement ab, dann ist der irgendwie richtig, weil er hat dich inspiriert? 😀
          wer polarisieren will muss doch ertragen können, dass wirklich nicht alle einfach nur alles 100% toll finden. man muss es auch nicht herumwälzen und zerzupfen um es so zu drehen dass es doch ein positives feedback sei. über redders texte habe ich mich kein einziges mal genervt, im gegenteil, ehrlich

          • Reda El Arbi sagt:

            Naja, man muss auch berücksichtigen, welches Gefäss man liest. So würde ich nie bei eine Blick-Geschichte daran Anstoss nehmen, dass sie zu boulevradesque ist, oder bei einer NZZ-Geschichte, dass ihr igendwie der Spassfaktor fehlt. Der Stadtblog setzt sich nun mal meist mit seichteren Stadtthemen auseinander. Und da passt doch eine Geschichte über ein Soziales Unternehmen, dass in Kambodscha Züri Gschnätzlets anbietet ziemlich gut rein. Und doch, ich bleib dabei: Wenn wir mit unseren Geschichten die Leute genug berühren, dass sie sich die Mühe eines Kommentars machen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

            Ausserdem werden Vasella-Geschichten nicht von Vasella geschrieben. Die Themenwahl wird nicht vom Thema gemacht, sondern von den Autoren.

          • daniela p. sagt:

            ja ok, tatsächlich, dieser argumentation kann ich folgen. dann werde ich wohl den stadtblog ab jetzt langweilig finden. es widerstrebt mir allerdings

  • daniela p. sagt:

    ich weiss ja nicht, wie kambodschanisches essen ist, aber mmmmmmh was würde ich um thailändisches geben…. und ganz ganz ganz ganz ganz sicher würde ich auf gar keinen fall etwas europäisches/schweizerisches oder gar zürcherisches essen wollen, hätte ich das glück, dort ein paar tage verbringen zu dürfen! da geht man so weit weg um sich zu begeistern dass man dort essen kann wie zuhause. das nächste mal würde ich club med all inclusive buchen 🙁 zum weinen, sowas

  • KMS a PR sagt:

    ich finde es toll, dass sich das ausland auf die zürcher gepflogenheiten einstellt. hätten wir zusätzlich hier eine ganzjährliche durchschnitts-temperatur von 26 grad c., bräuchten wir das ausland gar nicht mehr aufzusuche, oder so….

  • Roman Rebitz sagt:

    Ver**** hockt eigentlich die ganze Schweiz in Asien 🙂 Hats noch ein Plätzchen frei für mich ?

  • Alex Bötschi sagt:

    Dragonfly…dachte doch gleich, dass mir das Projekt bekannt vorkommt.
    Da konnte man in Zürich Benefiz Veranstaltungen besuchen/unterstützen.
    Was ich mich jetzt frage, ist das Zufall? Ist die Welt wirklich so klein oder ist das der Zürifilz?
    Zumindest ist der Blog wirklich Zürich bezogen nicht nur wegen dem Geschnätzelten.

    Wie auch immer, schön der Erfolg, scheint zur grossen Abwechslung tatsächlich ein unterstützenswertes Projekt zu sein.
    Da bin ich mit Reda zur Abwechslung mal einig (abgesehen vom übertriebenen provokanten Vergleich mit den Buddha-Statuen) ob nun christlich oder nicht deren gibt es wenige.

    • Michelle sagt:

      nei Alex – das Dragonfly hat Wellen bis nach Luzern geschlagen – positive Energie ist unaufhaltsam 🙂

  • Sebastian sagt:

    Es ist es sehr heikel im Ausland die Heimatlandspeise zu beurteilen – die Sehnsucht nach einer feinen Rösti lässt selbst die schlechtesten angebratenen Kartoffeln als „beste“ Rösti durchgehen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, ich halts schon vier Wochen ohne Röschti aus, ohne danach gleich jeden Pflotsch in den Himmel zu loben. Das die Röschti perfekt war, müssen Sie mir einfach glauben. Haven ist bei Tripadviser übrigens auf Platz 2 von über 300 Restaurants in Siem Reap.

  • Carlo sagt:

    Reda, sind Sie sicher, dass die Rösti nicht aus dem Päckli ist ? Das halten nämlich viele für die beste Rösti. Uebrigens kann man in Sieam Reap für 1-2 USD einen ganzen und sehr frischen Fisch vom Grill geniessen, also ist 10 UDS gar nicht billig.

    • Reda El Arbi sagt:

      Nein, die Härdöpfel sind vom Markt und am Tag vor meinem Besuch hat ein Luzerner Koch die neuen Röschtipfannen gebracht. Mangels Übung mit der neuen Pfanne war dann auch die Röschti nicht kreisrund sondern oval 🙂

      Im Vergleich zu den anderen High Class-Angeboten in Siem Reap sind 6.50 für das Züri Gschnetzelte durchaus preiswert. Echter, guter Kaffee ist in Asien sogar unbezahlbar. 😀

      • Tom thomson sagt:

        Naja… in den besser entwickelten Ländern Asiens hat es an jeder Strassenecke Coffeeshops. Da können Eure Zürcher Kaffeebrauer noch was lernen. Aber ein gutes Zürcher Geschnetzeltes in Asien zu finden ist schon hohe Kunst 🙂

  • Marco sagt:

    Das Essen steht doch hier total im Hintergrund! Ein lobenswertes social enterprise Projekt, dass diese Schweizer Auswanderer auf die Beine gestellt haben. Nachhaltige Entwicklungshilfe, die jungen Menschen eine Perspektive bietet und gleichzeitig die Gaeste verwoehnt – da muss man doch einfach den Hut ziehen. Bravo! Ich hoffe, dass die finanzielle Unterstuetzung gross sein wird…meinen Beitrag werde ich sicherlich dazu leisten.

  • Jordan sagt:

    Ich lebe seit 6 jahren in Siem Reap, ein banaler artikel, dabei gebe es viel spannenders ueber Kambodscha zu berichten als ein zueri geschnetzeltes. Reda, call me I will show you the real authentic Cambodian food and culture including corruption!

    Jordan 077 36 77 90

    P.S. NGO in Cambodia is 100% business

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich war gerade bei einem Freund, einem Belgier, der seit über 12 Jahren in Kambodscha lebt, ich werde auch einen Artikel über NGOs, vorallem christliche, und deren Verbrechen schreiben. Ich bin nun etwa das 10 oder 11 Mal in Kambodscha, angefangen 2004. Nur, all das gehört nicht in den Züri-Stadtblog. Züri Gschnätzlets hingegen schon.

      Haven ist übrigens ein Social Enterprise, keine NGO.

      • Marco sagt:

        @Reda, es waer doch eine Supersache die Gruender zu Aeschbacher einzuladen. Kannst du da deine Medienkontakte nutzen um das zu realisieren? Das wuerde der Nachhaltigkeit des Projekts sicherlich sehr helfen…

      • Marlen sagt:

        „… Artikel über NGOs, vor allem christliche…“ – Aha… da sind wir dann aber mal gespannt, was der Herr El Arbi über die Verbrechen von christlichen NGOs schreibt.

        • Reda El Arbi sagt:

          Gibts nicht auf diesem Kanal. Aber grundsätzlich gehts um folgende Themen: Überlebenshilfe gegen Glauben. Hirnwäsche bei Waisen und deren Isolierung von der eigenen Kultur. Missionieren bei den Ärmsten – und das systematische Vernichten, Verneinen und Abwerten lokaler Kultur, Religion und Spiritualität durch freikirchliche Missionare. Ist in meinen Augen dasselbe Verbrechen, wie wenn fanatische Muslime Buddha-Statuen in die Luft sprengen.

          • Rolf Raess sagt:

            Es ist eine Schande, wenn diese sogenannten christlichen Missionare nun auch wieder in Asien ihr Unwesen treiben. Noch vor wenigen Jahren waren diese Kreise auch in Südamerika tätig, als bezahlte Türöffner für die Multinationalen Konzerne (z.B. Oel) und halfen die Urwaldbevölkerung auf „Kreuz“ zu legen…

          • Ursula sagt:

            Erstens, Herr El Arbi, es wäre nicht „dasselbe“ Verbrechen, sondern „das gleiche“. Als Person, die ihren Lebensunterhalt mit Schreiben verdient, sollten Sie das wissen. Vielleicht erinnern Sie sich in Zukunft daran.

            Zweitens, ohne dass ich Partei für die eine oder die andere oder eine dritte Seite ergreife: Ihre Schlagworte sind vorderhand leere Schlagworte. Bringen Sie Inhalte, und verraten Sie uns, wo wir diese finden.

            Drittens: Das Sprengen von Statuen als das Gleiche (eben nicht dasselbe) zu bezeichen wie das Unterrichten etc. nach freikirchlicher Methode, ist, sagen wir es mal höflich, eine sehr gewagte Aussage. Wir sind gespannt auf Ihre Argumente.

            • Reda El Arbi sagt:

              Naja, Kindern nur dann Essen und Ausbildung zukommen zu lassen, wenn sie den Gottesdienst besuchen und sich von buddhistischen Veranstaltungen fernhalten, ist in meinen Augen Kulturmord. Aber es gibt da noch eine zusätzliche Scheusslichkeit: Die jungen Mnschen, wenn sie mit der Schule fertig sind, müssen jemanden aus dem freikirchlichen Umfeld heiraten. Sonst werden sie aus der Gemeinschaft ausgestossen. Erinnert mich irgendwie an die Nazi-Zuchtprogamme, nicht? Also für mich ist das dasselbe, eine systematische Vernichtung der lokalen Kultur.

              Übrigens kann man, auf ideelle Werte bezogen, durchaus „dasselbe“ verwenden.

          • Paul sagt:

            Herr El Arbi, Ursula hat mir ihrer Bemerkung zu Ihrem Fehler „dasselbe“ vs. „das Gleiche“ absolut Recht, und Ihnen stünde es gut an, Ihren Fehler einzugestehen. Lassen Sie sich unterrichten, und lernen Sie den Unterschied zwischen den beiden Begriffen. So, wie Sie reagieren, leisten Sie einen Beitrag an das Klischeebild des Zeilen schindenen Schreiberlings, der irgendwas daherplappert, sein Geschreibe nicht belegen muss und sein Handwerk nicht beherrscht. Aber vielleicht wollen Sie sich dem Vorwurf aussetzen, in Ihrem Elfenbeintürmchen könne man tun und lassen, was man wolle, ohne es zu können.

            Ihr Gehetze übrigens ist unsympathisch. Und eben: nicht belegt. Belegen Sie, was Sie meinen oder wissen. Das wird dann auch uns wissend machen.

            • Reda El Arbi sagt:

              Wenn ich von einem Kuchen spreche, und einem anderen, gleichen Kuchen, dann wär das „der gleiche (Kuchen)“. Bei einer Idee oder einer Geisteshaltung ist es aber nicht „die gleiche (Idee) oder die entsprechende, sondern es ist dieselbe. Dieselbe. Nicht die gleiche. Nicht nur identisch, sondern genau diese eine. Sprachlogik nennt man das.

              Ach ja, und was das belegen und den Elfenbeinturm anbelangt. Ich war gerade im kambodschanischen Hinterland, nicht Sie. Und ich musste nicht mal gross rcherchieren, die Freikirchen sind so stolz auf ihre Vorgehensweise, dass sie ihre Werke jedem gerne vorführen. Aber ihnen steht ja frei, nur Dinge zu glauben, die in ihr Weltbild passen.

  • Olivier sagt:

    Ich weiss nicht wie dämlich man sein muss, wenn man im Ausland die Schweizer Küche der Einheimischen bevorzugt… Für was reist ihr denn überhaupt in der Weltgeschichte umher und verpesstet noch die Luft mit Kerosen? Ich war selbst im Jahre 2000 in Kambodscha, aber sowas absolut Idiotisches wäre mir nie in den Sinn gekommen…

    • Reda El Arbi sagt:

      Hm, ich ess in der Schweiz nicht jeden Tag Röschti, in Deutschland nicht immer Weisswürste, in Frankreich nicht immer Schnecken. Ich reise seit zehn Jahren in Südostasien, und ehrlich, die meisten Touristen essen, was sie für einheimische Küche halten. Das hat aber meist überhaupt nichts mit dem zu tun, was Einheimische wirklich zuhause kochen. Ausserdem, darf nicht jeder das essen, was er mag? Gerade, wenn der Erlös mithilft, das Land und dessen stärkste Hoffnung, die Jugend aufzubauen?

      • Willi Forrer sagt:

        @Reda El Arbi. Schöne und absolut treffende Antwort. Jeder wählt sein Essen selbst aus. Ich hätte schon lange gerne wieder mal ein Fondue (Klima kein Problem, gibt es normalerweise eh nur in AC-Restaurants), allerd. nehme ich dafür keine stundenlange Anreise in Kauf. Und ja, Originalessen wird den Touristen normalerweise nicht serviert, welcher Wirt mag es denn, wenn jeder Zweite das Essen zurückgibt, weil es zu scharf oder zu ungewohnt ist. Anm. Ich esse mittlerweile auch nicht mehr original-scharf, der Grund ist aber nicht dass ich es nicht gerne hätte, sondern ich mag auch ein Gläs’chen, und die meisten gleichaltrigen Thaikollegen die beides gerne mochten, können mittlerweile beides nicht mehr geniessen, da der Magen dies über die Jahrzehnte nicht erträgt.

    • Marcel Zufferey sagt:

      @Olivier: Also ich habe neulich Kalbsbratwurst mit Zwiebelsauce und Röschti in Manila gegessen- und das erst noch in einem Laden namens Muenchen Restaurant! Noch schlimmer: Dasselbe tat ich dort schon vor über 20 Jahren! Ich weiss nicht, wie man darauf kommt, dass man im Ausland nicht einmal zur Abwechslung westliches Essen geniessen darf: Umgekehrt gibt es bei uns ja auch hunderte von Thai-Stores, in denen man asiatische Lebensmittel einkaufen kann, die es bei der Migros und im Coop nicht gibt. Es soll also Asiaten geben, die in der Schweiz anstelle von Züri Gechnetzeltem lieber ein kräftiges Thai Curry geniessen! Soll ich jetzt auch fragen, warum die überhaupt in die Schweiz gekommen sind..?! Und was soll man eigentlich von all den Menschen halten, die in sowohl in Manila als auch in Phnom Penh oder Bangkok zu McDonalds, Pizza Hut oder Burger King gehen?

    • Hermann Dornauer sagt:

      Also wenn man im Ausland lebt (nicht als Touri) dann überkommt einem manchmal schon die Lust auf Altbekanntes z.B. Fondue, Raclette, Züri-Gschnätzlets, St. Galler Bratwurst und ähnliches. Idiotisch ist es anderen nicht zuzugestehen anders zu sein als man selbst.

      • Mäse sagt:

        Lieber Oliver, was dämlich ist und was idiotisch soll jeder selbst bestimmen. Dazu brauchts niemanden, der dem Anderen sagt was er zu tun hat. Ich lebe in México, denkst Du ich esse jeden Tag Tortillas, Arrachera, Tampiqueña, Panuchos oder was weiss ich? Logisch koche ich schweizerisch/europäisch hier, manchmal versuche ich mich auch in Thai oder Chinesisch. Am meisten Freude daran haben meine mexikanischen Freunde. Abwechslung macht das Leben interessant.

    • Martin sagt:

      Naja, in einer 2-3 Wochen dauernden Reise darf man schon mal Essen zu sich nehmen, welches man aus der Heimat kennt. Ich zum Beispiel würde es alleine wegen des Qualitätsvergleich tun. Beispielsweise auch im Schweizer Hotel in Bhutan.

      Ein NGO-Restaurant muss es allerdings nicht sein. Ich zweifle bei vielen Projekten daran, dass es wirklich um Hilfe geht. Bei vielen geht es hauptsächlich ums Geschäft, wobei der karitiative Zweck nur als Vorwand genutzt wird um Kundschaft anzulocken.

  • Markus Berger sagt:

    Bei dem Preis von 11 US $ hoffe ich, dass selbst die Hilfsköche dort wenigstens 100 US $ pro Monat verdienen !

  • Berrnard sagt:

    and try the burger @ haven, its also greeat. cambodia we love you <3 ( wir waren vor 3 wochen dort, das haven ist ein tolles konzept restaurant, da steckt echt was hinter BRAVO !

  • charlotte sagt:

    Was fuer Kleinkarierte monieren sich denn hier ueber jene, die etwas auf die Beine stellen – wo zudem noch andere, nicht so Privilegierte profitieren koennen davon. Gratulation und Hut ab den Koechen und ganz sicher wird man dort vorbeischauen und sich das Zueri Tofu schmecken lassen. Eine ebenfalls Ausgewanderte.

  • Ruedi sagt:

    Also zuallererst heisst Haven nich Hafen sondern Himmel, unglaublich sowas zu schreiben! Und ann wird ein Tofu Gericht als Zürigeschnetzeltes vergewaltigt man glaubt es kaum, ist etwa so wie diejenigen wo Wienerschnitzel anpreissen und ist es Poulet lächerlicher Etikettenschwindeln! Kommt lieber zu uns nach Nonprue(Thailand) zu Sämis Retsaurant notabene ein Thai, da könnt ihr ein richtiges Zürcher geschnetzeltes mit Berner Rösti haben für 179Baht (ca5Fr.) den Rest könnt ihr vergessen!

    • Ruedi sagt:

      Nein Scherz natürlich heisst es Hafen^^

    • Peter sagt:

      @Ruedi
      Wenn in Nongprue (welches eigentlich? Es gibt ca. 15 verschiedene Ortschaften auf ganz Thailand verteilt.) das Geschnetzelte mit Roesti so wie Ihre Rechtsschreibung daherkommt…….. Ab nach Kambodscha!
      Und darf ich fragen, wo der Koch in Nongprue das Kalbfleisch dafuer einkauft? Den Metzger suche ich naemlich schon lange! Kalbfleisch in Thailand, ha. Wie war das mit dem Ettikettenschwindel? Oder wissen Sie vielleicht nicht was ein original Zueri-Gschnaetzlets ist?

      Nein wirklich! Ich lebe seit Jahren in Thailand (150Km von SiemRap entfernt, welches ich mehrmals besuchte), esse normalerweise Thaifood, gelegentlich aber auch Wessi-Kueche. Auch in Kambodscha, da deren Kueche…….. schluck.
      Da kann man froh sein, wenn es ein so gutes Lokal, noch dazu mit so gutem sozialen Hintergrund, in SiemRap gibt!!!

      Uebrigens: Als gelernter Koch lass ich es mir nicht nehmen eine kleine Korrektur anzubringen. Weltweit wird nur in sehr wenigen 5* Rest. Zuercher Geschnetzeltes serviert. Der Name ist geschuetzt. In allen anderen Rest. serviert man „Geschnetzeltes Zuercher Art“. Doch ist auch mir ein solches Detail egal solange es schmeckt!

      Das „Haven“ wird von mir sicher bei Bekannten als Tipp angepriesen werden. En Guete zaeme.

    • Meli sagt:

      Wer Englisch oder Deutsch kann, ist klar im Vorteil. Brauchst du wohl beides nicht in Thailand. Die Erkenntnis, worum es in diesem Artikel geht, ebenfalls nicht. Was im Haven geleistet wird, ist bemerkenswert, in jeder Hinsicht. Danke, Reda, für den Beitrag.

  • urs bilger sagt:

    @ reda el arbi : ihre beitraege geniessen kultstatus – herzlichen dank !!!!!

  • Franz Mueller sagt:

    Ist ja schön und gut, wenn ich in Kambodscha Züri-Gschnätzles futtern kann? Erst noch Vegi, mol, mol! Aber bitte Hand aufs Herz: muss ich denn 14000 KM weit fliegen um CH-Kost zu essen? Goths no? Auch in Kambodscha kann man hervorrragend essen, die Landesküche ist bekannt, als sehr variantenreich, immer scharf gewürzt. Nur bitte, wenn ich in Asien bin, brauche ich weder Cervelat-Salat, mit gruusig viel Zibele oder Schniposa! Sonst bleibe ich besser Zuhause und betäube Fernweh mit dem Industriebier Feldschlössli. Zu fettige Pommes, Burger oder Spagusi mit grusiger Toamtensauce löschen mir auch in der CH total ab! Nein Sportsfreunde, war schon oft in Thailand, weil mein Bruder dort lebt. Ich weiss, dass es mittlerweile sechs (!) CH-Beizen in Chang-Mai gibt. Dortiges High-Lite: Fondue mit Shrimps und Kokosflocken, kotz, würg..Und es kommen jeden Tag CH-Turis, die ganz aufgeregt Bratwürste (aus den Philippinen) mit Härdöpfelstock, unter Palmen vergnügt und zufrieden mampfen. Jaja, die einfachen Gemüter der Globalisierung auch aus der CH sind unterwegs. Schäme mich fast für diese Laggaffen, die Kambodscha mit Thailand verwechseln (habe dies erlebt) und nicht mal wissen warum sie überhaupt dort aufkreuzen? Wegen den billigen Dirnen oder Bubis? Könnte noch sein, wer weiss..

    • Reda El Arbi sagt:

      Das Züri Gschnätzlete ist vorallem bei den vielen Leuten beliebt, die da bei den NGOs arbeiten, oder bei australischen Touristen und bei Travelern, die bereits seit mehreren Monaten unterwegs sind und gerne wieder mal was von Zuhause essen wollen.

      • Georg sagt:

        Reda El Arbi, aber, aber, dabei gibt es doch, wenn schon, denn schon so gutes Kambodschanisches Bier zu trinken, anstelle des internationalen Colagesüffs.

    • urs bilger sagt:

      fondue in diesem klima geht definitiv nicht ! gegen eine gute bratwurst hingegen ist nix einzuwenden. und leider ja; solche ‚touristen‘ reisen nach asien, um moeglichst billig zu …eben…nicht um zueri gschnaetztlets zu essen. soll ihnen das gewisse ding abfaulen !

    • bitta sagt:

      meine Güte. Wenn man hört, dass es in Cambodia ein Zürigschnätzlets gibt, welches genau so gut sein soll wie das heimische oder noch besser, wo ist dann das Problem, wenn man es probiert? Ist wohl kaum mit den Touris zu vergleichen, die in Spanien gut Deutsch oder Schweizerisch essen wollen und dann motzen, wenn es nur einheimische Kost gibt.

    • bettlä el maghrebia sagt:

      tüüf dureschnuufe und sich nid so ufrege, suss wirds nüt mit Ruhestand in Thailand!

    • Der Aussenminister sagt:

      Es scheint, dass Du die Instanz bist welche entscheidet wer was, wo und wie essen darf. Wer nicht Deinen Gusto trifft ist ein Kostverächter und Dielttant, nicht wahr?
      Wenn Du aber begriffen hast, dass Reisen und das was dazu gehört (z.B. das Essen) nicht in vorgefertigte Förmchen abgepackt werden kann und der Wettbewerb ‚Wo esse ich am authentischsten‘ nur in Reiseanfäger Rucksäcken vorkommt, dann wird es Dir egal sein wenn jemand am Tag 10 mal bei der Foodkette mit dem grossen ‚M‘ vorbeischaut. Denn wen es ihn zufrieden macht hat er sein höchstes Ziel erreicht-nämlich glücklich zu reisen. Ohne Besserwisser Ratschläge und voreingenommenen möchtegern Weltenbummler. Dies nennt man Individualreisen…

    • Rainer Burri sagt:

      Niemand muss so weit fliegen, um etwa aus seinem Heimatland essen zu können. Da es aber in den meisten asiatischen Ländern Kartoffeln, Champignons, Fleisch, Vollrahm usw. gibt – welches nota bene aus dem betreffenden Land selbst stammt – steht es doch den dort lebenden Menschen, wie auch den Touristen frei, daraus etwas Einheimisches zuzubereiten. Wir leben im Nordosten Thailands. Da gibt es Cervelats, Landjäger, Bündnerfleisch, Rohschinken, Bratwürste und vieles andere mehr. Sogar Ziegenkäse. Alles in Thailand produziert. Tun sie sich das bitte nicht an Herr Müller. Bleiben sie in der Schweiz. Ich wette jedoch mit ihnen, dass sie nach einigen Wochen Asien gerne wieder mal etwas aus der Heimat haben wollen. Und noch was: Bitte gehen sie in Europa nie in ein thailändisches Restaurant, nur um ihr Fernweh zu befriedigen. Das würde dann einfach nicht passen.

      • Werner Rosenberger sagt:

        Herr Burri, wo kann ich hier im Nordosten Thailands Buendnerfleisch kaufen?

        Danke fuer Info

        • Rainer Burri sagt:

          Hallo Herr Rosenberger
          Das gibt es im Lotus / Tesco, aber auch im BIG C, abgepackt in Sichtfolie.
          Gruss aus Udon

    • gina sagt:

      Liebe Franz, du scheinst ja ein weitgereister und scharfsinniger Mann zu sein, aber bist du sicher, dass du nich Kambodscha mit Thailand verwechselt? Variantenreich und immer scharf gewürzt? Scharf? Die Kambodschaner explodieren schier ob ein paar wenigen Chilikernen. Meine kambodschanischen Arbeitskollegen sind nach jeder Dienstreise nach Thailand krank, weil sie die scharfe Küche nicht vertragen. Und variantenreich, nun ja.

      Egal, es darf ja und soll ja jeder lokale Küche essen bis zum abwinken, aber, es gibt einen Unterschied ob man mal auf Reise ist, oder hier liebt. Ich gehöre zu den letzteren, und esse gerne westliche Küche. Genauso wie viele andere Expats die schon Jahre hier leben. Das heisst nicht das wir die lokale Küche schmähen oder die Kultur verachten. Zudem gibt es sehr viel asiatische Touristen, die gerne was neues ausprobieren. Da es hier hunderte von Lokalen gibt, muss man sich auch irgendwo abheben mit dem Menüangebot und etwas anbieten was nicht alle haben, und Khmer Lokale gibt es nun schon mal Hundert.

      Ausserdem ist HAVEN eine social enterprise, die jungen Leuten eine Ausbildung, und damit die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft bietet und die Leute die dort arbeiten rackern sich ab für ihre Ziel.

      Also, „Ball etwas flach“ halten.

    • Peter Schmid sagt:

      Franz Mueller, Du redest mir von der Seele. Es gibt absolut nichts hinzu zu fuegen!

    • Peter sagt:

      Wenn Ihnen kambodschanische Landeskost schmeckt, verkoestigen sie sich warscheinlich in der Schweiz mit mit Frankfurterli aus dem Glas von Lidl, oder so. Denn nur so kann ich mir ihren Geschmack vorstellen. Waere gut, wenn sie bei ihrer naechsten Thailandreise mal richtig gutes Thai-Essen servieren lassen. Ihr Bruder hilft Ihnen sicher gerne dabei.

  • lui casutt sagt:

    werde das zürigschnätzlets im haven beim nächsten trip ausprobieren.
    freu mich schon darauf. werde auch die tofu-variante nehmen.
    danke für den tipp!
    @urs bilger: zudem sind die asiaten tolerant. könnten sich die schweizer was abschneiden davon… 😉

    • urs bilger sagt:

      danke, lui casutt; weiss ich doch. bin nicht umsonst vor einiger zeit nach asien ausgewandert. sollten sie via thailand reisen, kommen sie doch vorbei. wird aber sicher kein ch-essen geben bei uns zuhause 🙂 ursbilger@hotmail.com

  • Meinrad Frei sagt:

    oh, sorry. Sie haben die Spende sicher dem Dragonfly Verein überweisen der das Haven unterstützt. ;))

  • Mike Warden sagt:

    und mit Zigarette schmeckts wohl noch besser ?

    • Reda El Arbi sagt:

      Oh, ich kenn international ausgezeichnete Köche, die rauchen. Fragen Sie die.

    • urs bilger sagt:

      die zigi vor und nach dem essen ist ein muss. und das schoene daran ist, dass man hier in asien vielfach noch rauchen darf. auch hier selbstverstaendlich nicht den tischnachbarn vollqualmen; soviel antand sollte jeder raucher haben.

      • Marcus Ballmer sagt:

        Die Zigi vor und nach dem Essen ist nur ein Muss für jemand, der vor der eigenen Sucht kapituliert hat. Schön ist daran gar nichts. Soll mir niemand sagen, das schmecke, wenn man wie ein Klo aus dem Mund stinkt.

      • Georg sagt:

        dabei liebe ich das braune Kraut vielmehr, als das mit weissen Papierwindeln umwickelte.

      • Der Aussenminister sagt:

        der grossteil der restaurants in südostasien sind rauchfrei und das schon ewig lange.

        • Tom sagt:

          Kambotscha ist nicht rauchfrei, und solange der big boss(Hun Sen) rauchtt wirdt daas sich auch nicht aendern.

        • Daniel sagt:

          Dann muss das aber ein altes Foto sein, oder der Platz befindet sich draussen!

          • Der Aussenminister sagt:

            Genau. In Kambodscha gibt es sehr viele dieser grossen Openair Restaurant in welchen natürlich geraucht werden darf.

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