L’Union des arts et métiers lutte contre ses propres membres

L’Union des arts et métiers lutte avec véhémence  en prétextant qu’elle le fait dans l’intérêt de ses membres. Alors que c’est l’inverse qui se produit. L’organisation faîtière des PME s’oppose artificiellement à une exonération de frais de 75% et à une réduction des frais pour 9% des entreprises.

Dans son intervention du 19 mai 2015, le président de l’Union des arts et métiers et conseiller national UDC Jean-François Rime m’attaque directement et présente un trompe-l’œil aux partisans du oui à la loi sur la radio et la télévision. Pourtant, la prise de distance des membres de l’Union par rapport à la campagne menée par cette dernière prouve qu’il ne convainc pas tout le monde, de toute évidence.

Les entreprises honnêtes paient pour les fraudeurs audiovisuels.

Si le Oui à la révision de la LRTV l’emporte le 14 juin, 75% des entreprises seront exonérées de la redevance audiovisuelle. Image/Jean-Christophe Bott/Keystone

Si le Oui à la révision de la LRTV l’emporte le 14 juin, 75% des entreprises seront exonérées de la redevance audiovisuelle. Image/Jean-Christophe Bott/Keystone

La question de la redevance sur la radio et la télévision n’est pas de savoir si l’on regarde la télévision dans les entreprises. Il s’agit d’adapter la redevance actuelle pour les ménages et les entreprises, bureaucratique et injuste, aux évolutions techniques. Le fait est qu’aujourd’hui, moins de 5% des entreprises s’acquittent de la redevance audiovisuelle. Seuls 12% des entreprises paient la redevance radio et 82% d’entre elles ne déboursent rien, tout en profitant au quotidien d’informations économiques et de société, de rapports de la bourse, de prévisions météorologiques ou d’informations relatives au trafic routier. Les entreprises honnêtes paient pour les fraudeurs audiovisuels et contribuent à la diversité et au bon fonctionnement des médias. Voter non à la révision de la LRTV pourrait entraîner un réveil brutal pour de nombreuses entreprises artisanales et donner naissance à une pénible bureaucratie.

Monsieur Rime semble en outre ne pas avoir lu correctement la loi qu’il combat. En cas d’adoption de la LRTV, la SRG ne se verra pas octroyer un franc de plus. Bien au contraire. Sa concurrence sera renforcée. En cas de victoire du Oui, ce sont les stations de radio et de télévision privées qui seront les véritables gagnantes. Elles disposeront ainsi de 50% d’argent en plus issu de la caisse des redevances. C’est pour cela que les stations privées montent au front sur la question de la nouvelle loi sur la radio et la télévision et organisent même leur propre conférence de presse. Le président de l’Union et son directeur luttent donc contre les médias audiovisuels privés dans des régions qui ne survivraient pas sans les recettes de la redevance.

Par ailleurs, le nouveau système réduit considérablement la bureaucratie. La simplification permet ainsi de supprimer les contrôles Billag, peu pratiques. La redevance pour les foyers privés diminue de 15% et sera prélevée sur la base du registre des habitants. Les modifications d’adresse et le méli-mélo bureaucratique disparaitront. Autant de faits et chiffres que l’Union des arts et métiers ignore. Monsieur Rime va jusqu’à affirmer dans les Freiburger Nachrichten qu’il souhaite maintenir le taux élevé de bureaucratie afin de ne pas menacer les postes au sein de Billag. Ce n’est qu’un leurre.

Si le Oui à la révision de la LRTV l’emporte le 14 juin, 75% des entreprises seront exonérées de la redevance audiovisuelle et 9% d’entre elles paieront nettement moins. Quant aux ménages, la redevance diminuera pour passer à 390 francs. Voilà les faits. Au lieu de monter en épingle cette situation pour en faire un débat sur le service public – qui, soit dit en passant, est déjà abordé aujourd’hui au Parlement et le sera encore à l’avenir – et de menacer l’attitude positive des citoyens, l’Union des arts et métiers ferait mieux d’utiliser son énergie pour lutter contre l’initiative portant sur l’impôt sur les successions. Cette dernière toucherait durement les innombrables PME et affaiblirait durablement la position économique de notre pays. Ce faisant, l’Union s’engagerait véritablement en faveur de ses membres et de la place économique suisse.

 

26 Comments sur «L’Union des arts et métiers lutte contre ses propres membres»

  • Andreas Strahm says:

    Der Stand der Technik wäre heute Pay-per-View, nicht eine flächendeckende Steuer.
    Ferner grenzt es an Verleumdung, alle als kriminell einzustufen, welche keine Billag zahlen.
    Woher kommt nun plötzlich der Betrag von 390 Franken?
    Schon nur die 400 Franken sind ein optimistischer Schätzwert, der wohl kaum eingehalten werden kann.

    • Guido Meier says:

      Es spricht – ausser Sie – niemand von Kriminellen…
      Zudem: CHF 400 sind keine Schätzung

      • Dominik Grimm says:

        Herr Meier, der Begriff Schwarzseher impliziert eine illegale Handlung zudem wird allen welche keine Gebühren bezahlen das schwarzsehen unterstellt. Ich empfehle den Artikel zu lesen bevor Sie einen Kommentar abgeben.

      • Andreas Strahm says:

        Doch, Herr Meier, jeder der keine Billag bezahlt, steht unter dem Generalverdacht ein Schwarzseher zu sein.
        Potentielle Schwarzseher riskieren vom BAKOM Besuch zu erhalten, gegebenenfalls auch in Begleitung eines Polizeitrupps.
        Ein Vorgehen, das sonst üblicherweise nur bei Verdacht von erheblichen Straftaten angewandt wird.

        • Gmünder says:

          Herr Strahm
          wer nicht mehr will, dass die Billag – übrigens gemäss dem ihr erteilten Auftrag – Kontrollen machen muss – der stimmt JA für die RTCV-Vorlage. Alle andere ist sonst unglaubwürdige Jammerei.

          • Guido Meier says:

            Herr Gmünder
            Sie haben hier als einziger Recht, Sie verkennen aber, dass einige lieber jammern, als etwas zu ändern.
            Es mutet sehr grotesk an, wenn “Schwarzseher” mit einer “kriminellen Handlung” gleichgesetzt und in diesen Betrag irgendwie hineininterpretiert wird – obwohl der gelungene Beitrag Martin Candinas klarerweise und unmissverständlich von weniger Bürokratie an mehreren Stellen die Rede ist.

  • Joe Amberg says:

    Der Herr CVP-Nationalrat der gegen die Erbschaftssteuer ist – gegen ein urliberales Anliegen, in fast allen westlichen demokratischen Staaten längst umgesetzt, und absolut zwingend um ein neues Feudalsystem zu verhindern.
    Zudem absolut human und christlich (wenn man mal auf die Bibel statt auf die katholische Kirche abstellt)…
    Für was steht eigentlich CVP genau…? Unterstützer aller Abzocker?
    PS: dass die Erbschaftssteuer die “Familien-KMU im Mark treffen” würde ist schlicht Quark, Sie haben offensichtlich die Vorlage mit allen Ausnahmeklauseln für Unternehmer nicht mal gelesen.

    • Guido Meier says:

      Hier geht es zwar nur am Rande um die Erbschaftssteuer, aber:

      1. Bitte das 3. Buch nochmals lesen, bevor die Erbschaftssteuer als “Bibelsteuer” bezeichnet wird (nach 49 Jahren…).
      2. Statt der Erbschaftssteuer haben wir die Vermögenssteuer, ist aus vielen Gründen effizienter.
      3. Ein Urteil aus Deutschland zeigt den Weg, der die beabsichtigte privilegierte Besteuerung von Unternehmen mit sich bringen: geht nicht, weil Ungleichbehandlung

  • Bruno Fässler says:

    Seit wann trifft die Erbschaftssteuerinitivative die KMU? Die Initiative sieht ausdrücklich Erleichterungen für Familienbetriebe vor, wenn diese weitergeführt werden.Be einem Freibetrag von 50 Millionen sind keine Erben von KMU mehr betroffen.Von höhernn AHV-Beiträgen und einer höheren Mehrwertssteuer wegen der Überalterung sind alle betroffen, insbesondere die KMU.

  • Peter Müller says:

    Aber im Gesetzestext steht doch gar nichts darüber wieviel die SRG bekommen wird. Da steht die Kosten gemäss Leistungsauftrag werden bezahlt und wir alle wissen wie grosszügig die SRG den Service public definiert.Von wo Herr Candinas die Informationen hat dass die SRG keinen Franken mehr zugesprochen bekommen wird ist mir schleierhaft.
    Das wird doch ablaufen wie in Deutschland die Steuer bringt sehr viel mehr ein als heute und der Bundesrat wird die Beute einfach prozedural verteilen.

  • Klaus. Schweizer says:

    Und laut Herrn Cadinas eigenen Worten erhalten wir damit eine neue Steuer. Nichts anderes. Nein danke!

    • Guido Meier says:

      Es ist schon heute quasi eine Steuer, nur das man sich davor drücken kann und die Billag-Bürokratie dagegen halten muss.

      Mit dem neuen Gesetz wird die Steuer gesenkt und auf alle verteilt – ohne Bürokratie.

      • G. May says:

        Es ist eine unverlangte Ansichtssendung, wieso bezahlen?

      • Romy says:

        @Guido Meier: Sie scheinen sehr naiv zu sein, wonach die Steuer gesenkt werde. Sie wird an den Bund delegiert und damit hat dieser die Hoheit, diese Steuer ohne jegliche Rekursmöglichkeit beliebig zu erhöhen, was so sicher eintrifft wie das Amen in der Kirche. Man denke mal an div. prov. bzw. befristete Steuern. Da war mal die Wehrsteuer, die nach dem Krieg hätte aufgehoben werden müssen, dann aber zu einer “Bundessteuer” umfunktioniert wurde. Selbst die Autobahnvignette wurde mal als befristeteter Testlauf eingeführt. I.S. MFK-Erhöhung, befristet bis zur H2-Fertigst. 2012, bleibt.

  • Jan Holler says:

    Herr Candinas wendet und windet sich, bloss um niemals auch nur in die Nähe dessen zu kommen, was uns alle interessiert: Was ist eigentlich der Auftrag des Schweizer Fernsehens? Diese Frage wird nie beantwortet.
    Ich werde darum doch gegen das neue Gesetz stimmen, auch wenn ich viele Teile davon befürworte, insbesondere die Verteilung der Einnahmen auf die Stationen der welschen und italienischen Schweiz. Was ich aber nicht befürworte, ist diese unglaubliche Höhe der Gelder, die völlig ohne Kontrolle und Auftrag überwiesen wird.
    Persönlich schaue ich kein TV mehr, das Niveau ist mir zu tief.

    • Guido Meier says:

      Es ist ein Inkasso-Gesetz; die Service-Public-Diskussion muss noch kommen.

      Von mir aus, kann man SRG, Militär und Landwirtschaft streichen und diese Aufgaben in die EU ausgliedern…

      • Jan Holler says:

        Und genau das ist falsch herum. Erst das Budget, dann der Auftrag? Nein, so geht das nicht. Was soll dieser Blankocheck? Die Räte müssen erst festlegen, was der (einigermassen genau definierte) Auftrag ist und dann überlegen, wie viel Geld die Staatsmedien dafür erhalten. Es kann ausserdem nicht sein, dass je mehr Einwohner das Land hat, desto mehr Gelder einkassiert werden. – Und zu guter Letzt: Die sollen ihren Content verschlüsseln! Alles andere ist ein Witz: Erst allen zur Verfügung stellen und dann mit diesem Argument von allen abkassieren? Ich habe von diesen Tricksereien die Nase voll.

        • Guido Meier says:

          wie gesagt: es geht um das Inkasso, nicht das Budget, das Budget ist unverändert…

  • peter says:

    Dass die Privatsender ein Zückerli von zusätzlichen 15 Millonen Franken (von 1260 Gebühren- Millionen) erhalten, kann auch mit “amtlich verordneter” Korruption bezeichnet werden, nach dem alten Motto “Teile und Herrsche”

  • Severin Kälin says:

    Sinkt auf 390 oder auch 400 Franken? Nein sie steigt um mehr als 100%! Denn 165 Franken für Radio und Highspeed-Internetanschluss (ohne Abo bei einem Internet TV-Anbieter) sind immer noch deutlich günstiger. Selbst Netflix Streaming ist so Billag-Legal möglich.

    Die Änderung ist unsozial und trifft vorallem die Schwächsten, die einerseits kein Anspruch auf Billagbefreiung haben, jedoch doch kostenbeswusst, ohne Fernseher leben. Darum Nein.

    PS: Warum der Gewerbeverband sein Pulver beim RTVG verschiesst. Erbschaftssteuerinitiative wird abgelehnt (wie andere linke Initiativen). RTVG ist offen.

  • Hans Willi says:

    Keine Plattform zu falsch, die Erbschaftssteuer-Initiative anzugreifen.
    CVP = Christlich. Na klar, auch schon im Mittelalter haben sich die Reichsten einen Ablass bei den Kirchenfürsten erkauft. Auch heute kommt das eine oder andere Kirchenfester als “Spende” daher. Also ist es logisch, dass die “Chrisltiche Partei” dafür sorgt, dass diese Geldquelle nicht geschmälert wird.
    Dass aber dazu das Argument KMU benutzt wird zeigt, dass der CHP-Mann die Bürger für dumm verkaufen will. Die KMU’s haben nichts zu befürchten, sofern nicht das schnelle Geld durch Verkauf der Firma gesucht wird.

    • Niklaus Vogler says:

      Herr Willi: Herr Bigler schimpft sich auch Christlich. Oder glauben Sie, als aktives Mitglied einer Freikirche gehöre er einer östlichen Religion an? Auf jeden ist hier einseitig auf den Glauben hin zu zeigen parteiisch.

  • Jan Gerber says:

    Und selbst wenn die Argumente von Herrn Candinas stimmen sollten, so bleibt, dass es sich hier um eine verfassungswidrige Vorlage handelt. Neu muss jeder Haushalt bezahlen, egal ob er die Leistung (TV) bezieht oder nicht! Es wird also eine (neue) Steuer eingeführt. Für eine solche müsste eine Verfassungsgrundlage vorhanden sein. Schon aus diesem Grund ist die Vorlage abzulehnen.

  • Robert Meyer says:

    Und wieso um alles in der Welt soll dann die Gebühr nach wie vor pro Haushalt erhoben werden? Die Gebühr wird mit oder ohne neuem RTVG völlig willkürlich erhoben. Das Parlament hat es verpasst eine moderne Erhebungsform zu finden, stattdessen wird die alte Gebühr einfach für alle obligatorisch. Deshalb stimme ich klar nein. Wenn wir einen Service Public brauchen und nicht mehr unterschieden werden kann wer ihn auch wirklich nutzt (und das ist heute ohne Zweifel so), ist das ein ganz klarer Fall für die direkte Bundessteuer. Das spart uns jährlich 50 Mio an Billag Administration.

  • Stefan Anslinger says:

    Fakt ist, dass eine neue Steuer hinter dem Dekmantel einer Gebühr geschaffen wird. Konsequent wäre es darum, die Bürokratie noch weiter abzubauen und die Billag abzuschaffen und die SRG über die Steuern zu finanzieren. Weiter ermöglichen die “technische Entwicklungen” auch ein intelligenteres Zahlungssystem.
    Und zum Schluss wehre ich mich entschieden dagegen als Schwarzseher abgestempelt zu werden! Ich höre dafür umso mehr Radio und zahe auch gerne dafür!
    Ich verlange ja nichts weiter, dass meine Entscheidung bewusst auf TV zu verzichten respektiert wird.
    Das könnte man, wenn man nur wollte..

  • Gion Saram says:

    Das neue RTVG verschiebt die Vollmacht die Höhe dieser Mediensteuer festzulegen für immer vom gewählten Parlament zum nur indirekt gewählten Bundesrat. Somit werden wir Bürger in Zukunft keine Möglichkeit mehr haben die Politiker an den Wahlen abzustrafen die uns die Mediensteuer regelmässig erhöhen. Mit diesen Voraussetzungen sind die stetigen Mediensteuererhöhungen in den nächsten Jahrzehnten klar vorprogrammiert. Für die politische Indoktrinierung dürfen wir gleich selber noch stetig mehr bezahlen. Sind wir wirklich so dumm uns das bieten zu lassen?

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