Dem Freisinn fehlt der grüne Blick

Es war eine Kampfansage an einen schwächelnden Gegner. Die FDP trage Sorge zur Umwelt, sagte ihr Präsident Philipp Müller unlängst in einem Interview mit der NZZ. Ansprechen wollte er damit nicht zuletzt die Wähler der Grünliberalen. Seine Botschaft: Wer liberal und ökologisch zugleich sein will, findet im Freisinn eine Heimat. Müller wittert ein günstiges Momentum für seine Partei: Die FDP hat in den kantonalen Wahlen dieses Jahres zulegen können – vor allem dank Wählern, die sich von der GLP abgewendet haben. Nun wollen die Freisinnigen ihren Siegeszug im Herbst auf nationaler Ebene fortsetzen, abermals auf Kosten der Grünliberalen.

Die FDP ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.

Philipp Müller und Gabi Huber auf dem Balkon des Bundeshauses. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Keine konsequente Ökopolitik: Philipp Müller und Gabi Huber auf dem Balkon des Bundeshauses. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Aus taktischer Warte ist Müllers Aussage nachvollziehbar. Inhaltlich ist sie jedoch falsch: Die FDP ist keine grüne Partei, auch keine lindgrüne. Eindrücklich zeigt sich dies im Umweltrating, mit dem die Umweltverbände 2014 das Stimmverhalten der Nationalräte in grünen Fragen gemessen haben. Die erste FDP-Kraft taucht erst auf Rang 89 (von 180) auf – sämtliche Grünliberalen sind besser platziert.

Das Resultat spricht Bände. Und es ist nicht zuletzt Ausdruck davon, dass die FDP selbst dort inkonsequent ist, wo sie sich einen grünen Anstrich gibt. So versichert sie zwar, den C02-Ausstoss senken zu wollen, mit einer Lenkungsabgabe, die sparsames Verhalten belohnt. Treibstoffe sollen allerdings ausgeklammert bleiben – und damit die Mobilität, die fast die Hälfte aller Energie in der Schweiz verbraucht.

Das Beispiel zeigt: Eine konsequente Ökopolitik ist der FDP zuwider – weil sie die herrschende Wirtschaftsordnung und ihre Motoren infrage stellt, den Freihandel und die fossilen Energien. Der Freisinn torpediert daher alle Vorschläge, die an diesem Grundsystem rütteln, etwa eine Energiewende mit raschem Atomausstieg oder die Volksinitiative «Grüne Wirtschaft». Die Grünen wollen damit den ökologischen Fussabdruck der Schweizer Wirtschaft bis 2050 von heute drei auf eine Erde senken. Dies bedingt jedoch einen Paradigmenwechsel: Es darf künftig nicht mehr gratis sein, die Umwelt zu verschmutzen. Die Politik hat damit die Wahl: Entweder gibt sie der Umwelt konsequent einen Geldwert, oder aber sie ändert das System, das alles an seinem Geldwert misst.

Die FDP will nichts von beidem. Zwar beteuert sie, den Grundgedanken der Initiative zu teilen, lehnt aber die dafür notwendigen gesetzlichen Verschärfungen ab. Vielmehr soll sich die Wirtschaft selber begrünen. Doch fehlen griffige Regeln, noch immer triumphiert der Stärkere über den Schwächeren. Wohin diese Politik führt, ist seit Jahrzehnten augenscheinlich: Wachstum auf Kosten der Umwelt. Ein wirksames Korrektiv existiert nicht. Auch dies ist mitunter die Schuld der FDP: Mit ihrer Tiefsteuerpolitik entzieht sie dem Staat Millionen – Geld, das bitter nötig wäre, um den Umweltschutz zu stärken.

Doch die FDP sieht darin keine Notwendigkeit; die Schweiz, so argumentiert sie, sei punkto Umweltstandards führend. Auch das stimmt nicht. Die Schweiz schützt zum Beispiel das knappe Gut Boden zu wenig, um die biologische Vielfalt langfristig zu sichern. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa hat sie in den letzten Jahren keine neuen nationalen Schutzgebiete ausgewiesen. Im Vergleich der Europäischen Umweltagentur trägt ihr dies den letzten Platz von 38 europäischen Ländern ein.

Die FDP, so das Fazit, ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Wir verändern unsere Umwelt rasend schnell – zumeist mit negativen ökologischen Folgen. Damit nachfolgende Generationen in dieser neuen Umwelt existieren können, müssen wir uns selber ändern. Die FDP ist nicht bereit dazu.

85 Kommentare zu «Dem Freisinn fehlt der grüne Blick»

  • Hans Gerber sagt:

    „Dem Freisinn fehlt der grüne Blick“ und damit der Sinn für Mainstream.

    • blume sagt:

      Wachstum auf Kosten der Umwelt
      die FDP hat einen besseres kürzel verdien
      WKU-P
      und die gpl … WiSP = wölfe im schafspelz
      die GPL sollte sich von ihren schwarzen schafen trennen
      …. und sich wieder mit den grünen vereinigen

      • Peter Frick sagt:

        Lassen wir doch FDP. Man muss es nur richtig interpretieren: Forsche Durchsetzung des Profitdenkens.

    • Den Mainstream von gestern vielleicht. Einigen hat es inzwischen gedämmert, dass Umweltschutz nicht durch das Aufstellen utopischer Forderungen erreicht wird, sondern durch Geld Privater, das zunächst verdient werden muss.

      • Ryffel sagt:

        Nein. Verzicht ist ein wichtiger Teil von Umweltschutz. Und einer Partei, oder ihrem „Privaten“, die oder der nur dem Geld nachrennt, also der „Wohlstand“ das Wichtigste ist, kann man nicht glauben. Bis jetzt wurde nur Geld verdient und nichts für den Umweltschutz und unsere Nachkommen getan. Macht nichts. Die Enkel werden es verdanken.

        • Geert Bernaerts sagt:

          Herr Ryffel, das ist das Problem der heutigen Umweltschützer. Sie wollen die Menschen zum Verzicht zwingen, und das wird nie und nimmer funktionieren. Verzicht ist gegen eines der Grundprinzipien der Natur: Überfluss. Der einzige „richtige“ Umweltschutz wäre sich mit der Bevölkerungsexplosion zu befassen, statt die Menschen immer mehr einzuengen.

          • Hanspeter Niederer sagt:

            Hören Sie auf mit dem Märchen, dass die Menschen immer mehr eingeengt werden. Die seelisch entleerten Menschen wollen diese Leere durch immer mehr Konsum kompensieren – und sie machen es auch. Keine Spur also von „immer mehr einschränken“.

          • Geert Bernaerts sagt:

            Natürlich werden Menschen immer mehr eingeengt, Herr Niederer. Erstens Automatisch, weil die Bevölkerung exponentiell zunimmt, und gewisse Fanaten das auch noch für nötig halten, und zweitens weil jede hinterletzte Handlung des Einzelnen reglementiert und ISOfiziert wird. Wir konnten früher eine Baumhütte bauen, und es ist nicht gleich die Baubehörde fragen gekommen, ob wir eine Baubewilligung dafür hätten. Ach hat die Kesb nicht meinen Eltern das Sorgerecht weggenommen weil kein Geländer dran war (mit senkrechten Sprossen natürlich, weil Waagrechte sind ja sowas von gefährlich).

      • chocolate sagt:

        Herr Bourgeois
        Haben Sie Kinder? Schon mal überlegt, wie die Welt aussieht, die wir ihnen hinterlassen?
        Glauben Sie, dass ‚Werte‘ wie Autobahnen, Infrastruktur und Aktienindex für sie wichtiger sein werden als sauberes Wasser (traded for you by Nestlé), Luft zum Atmen und ein birebitzeli (Gestaltungs)Raum?
        Wir leben auf Kosten unserer Kinder und konsumieren 3 Welten. Nach uns die Sintflut…
        Nur ein FDP-Mann kann bei solchen Fakten noch von Geld reden…

        • Ja, ich habe Kinder. Und genau deshalb setze ich lieber auf Resultate statt auf schöne Worte. Und damit sicher nicht auf Parteien, die heute noch den Kapitalismus überwinden wollen. Denn genau jene Länder, die dies getan haben, tragen hinsichtlich Umweltschutz die rote Laterne. Beispiel für Resultate statt schöne Worte? Googlen Sie „vater der s-bahn“ und schauen Sie, welcher Partei wir das grösste Umweltschutzprojekt im Kanton verdanken. Aktienkurse interessieren mich übrigens herzlich wenig, und Wasser trinke ich aus dem Hahnen. Pardon – ich möchte Ihnen Ihre Feindbilder nicht versauen.

        • Hegglin sagt:

          Träumer, die Kinderchen werden genau die selben Fehler machen wie die jetzige Generation. Ihre Argumentation haben schon meine Großeltern gesagt und was hat sich geändert, gar nichts.

    • Peter Amman sagt:

      Die von den Gruenen propagierte Energiewende wird nie kommen.

      Beispiele: Bekaempfung von Windkraftwerken im Kanton BE und Erhoehung der Staumauer in SH.

      Die Gruenen bewirtschaften das Problem.

      • Peter Pfrunger sagt:

        Martial Voumard als Präsident des Komitees der Gegner von Windkraftwerken ist Industrieller und damit wohl näher bei der FDP als bei den Grünen.
        Welche Grünen genau sind gegen die Windkraftwerke?

        • Peter Amman sagt:

          Gruene BE haben sich gegen den Bau von Windkraftwerken eingesetzt und diese ‚erfolgreich‘ verhindert. In SH haben SP und Gruene sich gegen die Staumauererhoehung eingesetzt. Die FDP war dafuer. Grossflaechige Solarkollektoren Felder koennen wir ebenfalls abschreiben, da die SP und Gruene finden es wuerde nicht ins Landschaftsbild passen. Vielleicht sind AKWs halt doch immer noch die bessere Loesung. Aber es waere auch Zeit die heutigen abzureissen und sie durch neuere sichere und effizientere zu ersetzen, die weit weniger Abfall produzieren und gleichzeitig erneuerbare Energien weiter ausbauen

          • Peter Pfrunger sagt:

            Staumauererhöhungen zum Zweck Atomnachtstrom in Wassertagesstrom zu vergolden produziert eben 0W Strom. Dafür schützenswerte Landschaften unwiederbringlich zu zerstören ist tatsächlich nicht sinnvoll.
            Können sie bitte etwas genauer sagen gegen welches Windprojekt die Grünen (wer genau) wann waren und vielleicht sogar noch was deren Argumente waren. Ich habe nichts gefunden darüber und deren Argumentation wäre durchaus interessant zu lesen.
            Ausserdem reicht es vollkommen die bereits bestehenden und geeignete Dächer zur Stromerzeugung zu nutzen.
            Sie tönen ja schon wie Herr Jorns.

      • Es braucht einen grundsätzlichen Wandel in der Energiefrage. Die Zerstörung von einzelnen Naturschutzgebieten, um wenige Promille Energieerhöhung zu erreichen, ist nicht die Lösung.

  • Beat Felber sagt:

    Der Grund ist ganz einfach: Grün ist heute nicht mehr so gefragt, weil in Sachen Umwelt in den letzten Jahrzehnten schon sehr viel getan wurde. So viel, dass die Wirtschaft darunter leidet und Jobs ins Ausland ausgelagert werden. Daher jetzt der Stimmungsumschwung. Die FDP hat das gespürt und ist auf den neuen Trend aufgesprungen.

    • Geert Bernaerts sagt:

      Ach die arme gebeutelte Wirtschaft. Ich habe ungefähr soviel Mitleid mit ihr wie sie mit meiner Lebensgrundlage…

    • Marcel Maier sagt:

      aha… Unsere Wirtschaft ist ja gewaltig am Leiden… riesige Arbeitslosenzahlen, Deflation allenthalben, Massenentlassungen überall…. aber im Ernst: erst noch war es die Währungspolitik der SNB, die die Wirtschaft leiden lässt. Unterdessen ist es wieder die Umweltpolitik? Schön, wenn man Argumentationen recyclen kann (und Recycling ist ja umweltfreundliches Handeln)

    • Max Oppliger sagt:

      Sie haben da sicher eine Liste von Verbesserungen zur Hand? Verkehr, Abfall, Zersiedlung, Energie…..Bitte um Ihre fachmännischen Konkretisierungen.

    • Peter Amman sagt:

      Ich gebe ihnen gerne ein Beispiel

      Ueberrissener Tierschutz. Die Bauern die ohnehin schon sehr viele Subventionen erhalten muessen stets neue Tierschutzvorschriften einhalten, die sie bald aus finanziellen Gruenden nicht mehr einhalten koennen. Das Resultat: Viele Bauern muessen ihren Hof aufgeben oder das Fleisch verteuern. Resultat man importiert mehr billig Fleisch aus Ungarn, Batteriehuehner zB. Dadurch werden schlechte Bedingungen fuer Tiere im Ausland gefoerdert anstatt die hiesige Fleischproduktion, die vielleicht nicht die allerbesten aber immerhin gute Verhaeltnisse fuer Tiere bietet.

      • Peter Zweigelt sagt:

        Es ist gerade umgekehrt: Der Schweizer Tierschutz gehört zu den besten international, ist aber alles andere als ausreichend gut. Siehe zum Beispiel den Schweizer Schweine-Report: http://www.schweine-report.ch

        Mit dem Tierschutz fangen wir erst gerade an, der grösste Teil der Arbeit liegt noch vor uns.

    • Fadri Truog sagt:

      wie steht es um die biodiversität? wie steht es um die CO2 konzentration der atmosphäre? wie steht es um lebensmittelverschwendung? zersiedelung? umweltbewusstsein darf kein TREND sein, sondern eine überlebenswichtige notwendigkeit!

  • Portmann Markus sagt:

    Ich finde den Artikel interessant und gut formuliert. Die inhaltliche Aussage ist dennoch falsch. So ist es ja schon etwas seltsam, das Rating der Umweltverbände zu zitieren – da weiss ja jeder wie die Verbindungen zu den linken Parteien (inkl. GLP) sind… Zweitens ist die Aussage falsch, dass der Verkehr fast die Hälfte der Energie verbraucht (es ist rund 1/3 inkl. Flug- und Schienenverkehr; BFS Analyse des schweizerischen Energieverbrauchs). Es muss einfach eingesehen werden, dass nicht all die grünen Anliegen realisiert werden können – letztlich kostet die Umsetzung immer auch Geld, welches zuerst verdient werden muss.

    • blume sagt:

      Es muss einfach eingesehen werden, dass nicht all die grünen Anliegen realisiert werden können – letztlich kostet die Umsetzung immer auch Geld, welches zuerst verdient werden muss.
      .
      da haben sie recht
      doch wenn die säcke gefüllt sind es gibt keinen grund nicht auf die umwelt für die folgegenerationen zu achten
      das spricht nur noch die unersätliche GIER der FDP-wähler

      • Adrian Wehrli sagt:

        … sagt der Sozi der nichts erschafft aber gerne die vollen Töpfe vollmunding verpulvert.

        • Josef Marti sagt:

          Die FDP Klientel schafft auch nichts, ausser das sie die leistungslosen Besitzeinkommen (Zins, Bodenrente, Profite) brav untereinander weitervererbt während Gewerbler und Renditesklaven brav für deren Mieteinnahmen und Profite sorgen.

    • Peter Meier sagt:

      eigenartig, wie immer behauptet wird, dass der Umweltschutz Geld kostet. Tatsächlich geht es der Umwelt am besten wenn die Wirtschaft stottert: Weniger Umweltverschmutzung, weniger Verbauungen, usw.
      Wenn wir nicht endlich umdenken und nicht alles, was technisch, finanziell möglich ist realisieren, wird es der Klimawechsel, verbunden mit sozialen Aufständen richten.

    • Peter Anliker sagt:

      Sie liegen falsch, Hr. Portmann. Für Umweltschutz muss nicht zuerst Geld verdient werden, um dann in die Umwelt zu investieren. Vielmehr müssen die Anreize für die Betriebe und die Konsumenten so gesetzt sein, dass sie beim Wirtschaften (= Geld verdienen) die Umwelt nicht übermässig belasten. Genau dazu dienen Lenkungsabgaben, das ist ein liberales und ganz einfaches Mittel, um den Ressourcenverschleiss zu bremsen. Eine Schande, wie sich die FDP seit Jahrzehnten dagegen sträubt! Ein typisches Beispiel dafür, dass die FDP Partikularinteressen vertritt, nicht die ganze Gesellschaft.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Lenkungsabgaben sind ganz sicher nicht liberal, lenkung per se, heisst Staat. Eine Vollkostenrechnung wäre liberal, wer die Kosten verursacht, sollte dafür zahlen. Daher wäre Autofahren teurer und der ÖV MASSIV teurer, würde man fair rechnen.

        • Peter Zweigelt sagt:

          Meine Güte, jeder freie Markt hat auch Spielregeln. Kommen Sie mir nicht mit dieser „das ist Staat, das darf man nicht“-Nummer.

      • Peter Amman sagt:

        Jede Partei vertritt Partikularinteressen. Es gibt keine, welche die ganze Gesellschaft vertritt. Sonst haette eine solche Partei wohl ueber 70% Stimmen.

  • Pia Rusci sagt:

    Wäre die FDP noch grüner wäre sie nicht so erfolgreich gewesen.

    • blume sagt:

      da haben sie recht
      doch das ist ein armutszeugnis für alle FDP-wähler
      .
      diese kurzsichtigen, egoistischen FDP – wähler kümmert die folgegeneration nicht
      hauptsache subito-profite. das ist GIER pur

      • Adrian Wehrli sagt:

        … die Gier pur kenne ich mehr von den Sozis. Der Andere darfs erschaffen, ich verpulvers.

        … Ja ja, gratis Jammern war immer im Trend.

        • Josef Marti sagt:

          Die Spezialität der FDP mit ihrer Lobby war bis jetzt immer „Erschaffen“ von Werten unter Externalisierung der Kosten der Inwertsetzung auf die Allgemeinheit im klassischen Sinn wie es sich für eine rentseeking Gesellschaft gehört. Dies betrifft nicht nur Abschöpfung der Bodenrente sondern auch anderer Kapitalgüter wie va. Immaterielle Anlagegüter welche zur Zementierung von Oligopolen und der Hochpreisinsel dienen; es wird jeder Hebel in Bewegung gesetzt um Wettbewerb auszuschalten.

  • Philipp Rittermann sagt:

    die fdp ist keine bürgernahe partei, leider. sie macht politik für (einfluss-)reiche. sie hat sich noch nie für umwelt und ökologie eingesetzt-, ausser man hat intressen in form einer lobby in den eigenen reihen. ebenso fordert sie unbeschränkte zuwanderung. das schadet a) der umwelt, und b) dem schweizer arbeitnehmer. anstelle in diesen zu investieren, versorgt man die wirtschaft mit billigen ausländischen arbeitskräften und nimmt den schwachen euro als anlass, den wirtschafts-standort schweiz zu schwächen. die fdp fördert eine elite und will eine 2-klassen-gesellschaft.

    • Karl Sutter sagt:

      Es trifft nicht zu, dass sich die FDP nicht für die Umwelt einsetzt. Ein Beispiel: Die FDP hat im Kanton Zürich die Initiative „Umweltschutz statt Vorschriften“ erfolgreich lanciert und durchgebracht. Von anderen Parteien ist hingegen wenig gekommen.
      Auch ihr Vorwurf, die FDP wolle eine unbeschränkte Zuwanderung, trifft absolut nicht zu. Lesen Sie mal ein paar Aussagen von Philipp Müller. Dieser fordert eine harte, aber faire Zuwanderungspolitik.
      Schwarz/Weiss Denken hilft uns nicht weiter – unser Land braucht differenzierte Lösungen, und die hat die FDP.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        sehen sie, herr sutter. was sie schreiben, widerspiegelt die doppelmoral der fdp. erstens. geben sie mir bloss ein beispiel, wo sich die fdp aktiv für den schutz der natur eingesetzt hat -, es tut mir leid, mir fällt beim besten willen keines ein. zweitens. „müller fordert eine harte aber faire zuwanderungspolitik…“. gummiger gehts ja gar nicht. die einflussreichen fdp’ler sitzen meist in den führungsetagen der unternehmen. da dorten schanzt man sich die teuren management-jobs untereinander zu und die „manövriermasse“ wird vermehrt günstig im ausland gepostet. profit geht hier vor der ch.

        • Philipp M. Rittermann sagt:

          ps: ihre genannte initiative der fdp trifft im kern meine erste aussage bez. lobby. hier geht es rein darum, ein paar einschlägigen profiteuren „sondergenehmigungen“ zu verschaffen. mit umwelt- und natur-schutz hat das gar nichts zu tun. das ist bloss ein deckmäntelchen. und das wissen sie auch. würde sich die fdp nicht nur für ihre „elite“ einsetzen, wäre sie vielleicht eine bereicherung im bürgerlichen lager. die jetzige positionierung erinnert mich an die frühen 70er – frei nach dem motto „hochmut kommt vor dem fall“. wenn die linke nicht so unbegabt wäre, würde die fdp weiterhin darben.

    • Stefan Meier sagt:

      Danke, Herr Rittermann. Genau so ist es. Niemand glaub ernsthaft ausgerechnet, die FDP soll plötzlich ein grünes Mäntelchen anhaben. Reine Wahlkampf Rhetorik.

  • Stefan Meier sagt:

    Sie haben es auf den Punkt gebracht, Herr Häne. Danke für den guten Artikel. Die FDP denkt nur kurzfristig, der Profit der Unternehmen steht im Vordergrund. Sie übernimmt keine Verantwortung für unsere zukünftigen Generationen.

    • Adrian Wehrli sagt:

      … genau, sie lässt unsere zukünftige Generation selber entscheiden, die FDP. Die Sozis, die überlassen unseren Kindern einen gigantischen Schuldenberg, die SVP ein erstarrtes Heidland. Danke FDP, dass es dich gibt.

      • Fadri Truog sagt:

        fragt sich nur, womit die zukünftigen generationen „wirtschaften“ werden, wenn jetzt die grundlagen dafür leichtfertig (aus gier) aufs spiel gesetzt werden?!

  • Dass ein linkes Umweltratig nicht zu Gunsten der FDP ausfällt, ist weder überraschend, noch beunruhigend. Beunruhigend ist höchstens, dass dies einem Tagi-Journalisten nicht auffällt.

    Kleine Gedankenanregung: Was haben die vereinigten Grünen in der Schweiz bisher ausser Symbolpolitik wirklich für die Umwelt erreicht – und was die starke Wirtschaft, die sich Umweltschutz leisten kann? Und weshalb sind wirtschaftsstarke Länder im Umweltschutz VIEL weiter als schwache (insbesondere sozialistische) Länder. Vielleicht dämmert es dem Einen oder der Anderen, was der Umwelt wirklich hilft.

    • Stefan Meier sagt:

      Warum soll reines Profitdenken und Ausbeuten der Ressourcen der Natur mehr helfen? Ihre Aussage ist weder logisch noch nachvollziehbar.

      • Wenn Sie die Gründe nicht nachvollziehen können, so werden Sie mit dem durch verschiedene internationale Studien belegten, empirischen Umstand leben müssen, dass der Wohlstand positiv mit dem Umweltbewusstsein korreliert. Das können Sie auch selber leicht überprüfen: Nehmen Sie die 10 ärmsten Länder und analysieren Sie deren Umgang mit der Umwelt. Und dann schauen Sie sich die zehn reichsten Länder an.

        • Maira Berner sagt:

          Reichere Länder nutzen tendenziell umweltfreundlichere Technologien, das stimmt, und recyclen mehr. ABER: in absoluten Zahlen fällt unsere Bilanz katastrophal aus. Im Vergleich mit einem armen Inder verbraucht eine reiche Schweizerin ein Vielfaches an Wasser, Strom, Erdöl, Ressourcen, seltene Erden etc. Das nennt sich Rebound-Effekt: zwar brauchen unsere Geräte weniger Strom, aber wir haben viel mehr Geräte und ersetzen diese alle paar Jahre (graue Energie der Herstellung), wir fliegen gedankenlos in der Welt rum und sind stolz, wenn wir das Papier bündeln… :(((

          • Das stimmt im Wesentlichen, ist aber nicht das Problem der FDP, sondern verzerrter Preisgefüge. Wenn die Handys so teuer wären, wie wenn sie in der Schweiz produziert würden, würden wir sie auch weniger oft ersetzen. Hätten die Länder, in denen diese Produkte erzeugt werden (bzw. die entsprechenden Rohstoffe abgebaut werden), einen ähnlich verbreiteten Wohlstand wie wir, wären diese Produkte auch nicht so billig. An diesem Umstand ist aber definitiv nicht die FDP der Schweiz Schuld. China bspw. steht den selbsternannten Umweltschützern ideologisch (zumindest offiziell) wesentlich näher…

    • chocolate sagt:

      Herr Bourgeois
      Eine seltsame Logik: Wir verbrauchen zwar soviele Ressourcen wie nie, so, dass sie nicht nachwachsen könne (3 Erden), aber wir könnten noch mehr und noch schmutziger…
      Die armen Länder haben vielleicht dreckigere Luft und Wasser etc. Aber sie brauchen VIEL weniger Ressourcen. Wenn Sie das wieder aufrechnen, dann sieht die Kalkulation ganz anders aus.
      Und dafür muss man nicht mal die ewige Sozialismus-Keule auspacken…

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      ganz ehrlich herr bourgeois. ich hoffe, man wählt sie nicht. natürlich dürfen sie ihre meinung zum besten geben-, ihre argumentation ist aber alles andere als dezidiert. wissen sie, es haben nicht alle das glück innerhalb einer begüterten familie, das netzwerk des vaters zu nutzen. ich bin unternehmer und weiss einerseits sehr wohl, das geld verdient werden muss. andererseits sind verantwortungsvolle unternehmer auch in der pflicht für allseits faire bedingungen und nachhaltigkeit einzutreten. auch mal zu lasten des eigenen portemonnaies. und dies, so glaube ich, müssen sie erst noch lernen.

      • Und wieder die schönen alten Vorurteile. Mit drei Geschwistern wächst man kaum begütert auf, „mein“ KMU habe ich noch als Werkstudent mit eigenem Geld und ohne Wissen meiner Eltern aufgebaut. Und ob ich fair und nachhaltig arbeite, können meine Kunden und Mitarbeiter selber ganz gut beurteilen. Tja, und gewählt bin ich dummerweise schon. Aber vielleicht erklären Sie uns noch, was eine „dezidierte“ Argumentation ist. Fremdwörter sind manchmal Glückssache. Auch für Unternehmer.

  • Dass der FDP der grüne Blick fehlt, ist m.E. nicht dass Problem, sondern dass ihr die wirtschaftliche Kompetenz fehlt. Tatsächlich beten die Liberalen all jene durch die Realität längst widerlegten Wirtschafts-Ideologien herunter, die uns überhaupt erst in die Dauer-Finanzkrise und den Mittelstand als Motor der Binnenwirtschaft an den Rand des Abgrunds geführt haben. Wer ausser den Liberalen glaubt noch daran, dass Markt-Öffnungen „allen“ nützen? Dass Steuersenkungen für Unternehmen zu Mehr-Investitionen führen? Dass privatisierte Unternehmen effizienter arbeiten? Usw ad nauseam.

  • Wlter Brun sagt:

    Wenn die FDP auch noch grün wäre, würde ich und viele Andere sie nicht mehr wählen. Grün ist out, vielleicht merken das die Ideologen auch einmal.

    • Ronnie König sagt:

      Grün ist momentan nicht sehr in, ja das stimmt! Leider ist ohne grün wenig Leben. Der Zustand der Umwelt, unsere Lebensgrundlage ist weder Geld noch Beton, wird als wie bedenklicher. Wir lassen uns von falschen Propheten beruhigen, mit Geldversprechen einlullen. Dadurch verschwinden aber die Probleme in den Böden und Meeren jedoch nicht. Die Super-Kosten der Zukunft. Zum Glück gibts nun Umdenker, die versuchen mittels intelligentem Urban Farming eine Brücke zu schlagen. Dies gabs schon früher in ähnlicher Form. Aber weniger Profit getrieben. Man tickte anders.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Sollte grün out sein, dann würde das lediglich die zunehmende seelische Verarmung und Verblödung einer Gesellschaft aufzeigen, die mit leerem Herzen und ausgebranntem Hirn immer gieriger dem hohlen Konsum nachrennt. Der Kollaps ist damit selbstredend in greifbarer Nähe.

    • Raymond Allaman sagt:

      Der Hitzesommer 2003 in Europa forderte über 50’000 Todesopfer und war damit die grösste Naturkatastrophe in Europa seit dem Erdbeben auf Sizilien 1908. Das Hochwasser von 2005 verursachte in der Schweiz Schäden in der Höhe von CHF 2.5 Mia. Dazu kamen CHF 600 Mio. für Investitionen in den Hochwasserschutz. Es ist nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten derartigen Ereignis. Spätestens dann ist grün wieder in.

  • Beat Tobler sagt:

    Teil des Problems, nicht der Lösung ? Manchmal habe ich das Gefühl, dies trifft auf ALLE Parteien zu. Und nicht nur in Bezug auf ein bisschen Grüntöne.

  • Bereits 87% der weltweiten Energieversorgung erfolgt mit fossilen Brennstoffen. Seit Fukushima ist dieser Prozentsatz beängstigend gestiegen. Gleichzeitig wächst in den Schwellen- und zukünftig auch in den Entwicklungsländern der Energiebedarf sehr stark. Für die langfristige Ablösung der fossilen Brennstoffe braucht es alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Kernenergie. Stefan Häne erkennt dies leider nicht.
    Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den erneuerbaren Energien wie bei der Kernenergie wäre die nahe liegende und in die Zukunft weisende Energiepolitik.

    • Peter Pfrunger sagt:

      Ach Herr Jorns! Wieder sagen sie ihr Mantra des Hohelied auf die Kernenergie auf und ignorieren alle stichhaltigen Argumente von den Kosten, der Umweltzerstörung beim Abbau, dem Risiko der Technologie, dem fehlenden Endlagern, der Endlichkeit des Brennstoffs usw.
      Es ist bloss noch traurig zu sehen, wie sie glauben irgend jemanden mit der Weltanschauung aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts überzeugen zu können.

      • Überlassen wir doch die Entscheidung dem Schweizervolk! Dabei sollte nicht einfach nur das im Parlament zur Diskussion stehende Energiegesetz zur Abstimmung kommen sondern zwei neue Versionen des Energieartikels 89 zur Grundausrichtung unserer Energiestrategie. Der Eine im Sinne der „Energiewende“, der Andere im Sinne der Offenheit für kommende Entwicklungen im Energiebereich. Wobei ein neues Kernkraftwerk nur dann erstellt werden dürfte, wenn die erneuerbaren Energien die Energieversorgung nicht abdecken können und eine zunehmende Abhängigkeit von importiertem Strom sich abzeichnet.

        • Peter Pfrunger sagt:

          Warum wollen sie das Schweizer Volk darüber abstimmen lassen, von dem ein Grossteil sich kaum mit der Materie richtig beschäftigt, durch Internetseiten die in Richtung Verschwörungstheorien gehen beeinflusst wird und die Entscheidung durch Bauchgefühl anstatt der Vernunft fällt? Weil sie wissen, das rationale Argumente klar für die Energiewende sprechen?
          Inwiefern soll ist es besser sein anstelle ausländischen Strom durch ausländische Risikonukleartechnologie und ausländisches Uran zu ersetzen?
          Ausserdem hat die Schweiz die Fähigkeit sich mit Strom 100% selbst zu versorgen und zwar ohne AKWs.

          • Christian Weiss sagt:

            Für die Energiewende spricht gar nichts. Das Debakel wird gewaltig. Die „erneuerbaren“ Energien haben aufgrund der katastrophalen Energiedichte und der Unfähigkeit zur Stromproduktion nach Bedarf eine katastrophale Ökobilanz und sind überdies viel zu teuer. Allein um die Energiemenge von Leibstadt zu ersetzen, bräuchte man rund 1800 Grosswindkraftanlagen. Um diese Energiemenge auch noch bedarfsgerecht nutzbar zu machen, sind weitere Stauseen nötig. Mit dem Systemfehler der Einspeisevergütung – Preisgarantie für jemanden, der gar nicht nach bedarf liefert – wird das ganze noch schlimmer.

  • Karl Lässer sagt:

    Dass die Freisinnigen sich als grün verkaufen ist peinlich. Aber wir lassen uns von PR Gesäusel halt regelmässig den Blick vernebeln. Danke also für den Artikel. Grüne Themen waren aus dieser Zeitung vor den Zürcher Wahlen verschwunden. Und die Tagi Kommentatoren stellten immer wieder fest, dass Grün halt nicht mehr „in“ sei. Als ob sie daran nicht selbst beteiligt wären. Wie dem auch sei: Dem Klima ists wurscht, wen wir wählen und was die Journalisten schreiben. Naturwissenschaftliche Gesetze werden nicht im Nationalrat gemacht. Wer seine Kinder und Enkel gerne hat, sollte nicht FDP wählen.

  • Ronnie König sagt:

    Könnte man mit der Landbautechnik nach Herren viel Geld verdienen und müsste wenig dafür arbeiten, dann wäre die FDP an vorderster Front und sicher grün! Liberal sind sie auch vor allem dann, wenn man hemmungslos Geld verdienen kann, aber gegen unerwünschte Konkurrenz will man schon flankierende Massnahmen. Leider wollen andere dies genau so letztlich. Echte Grüne Politik kostet wenig, aber wirft auch wenig ab. Der Gewinn ist indirekt materiell, indem woanders Kosten nicht entstehen, oder aber geistiger und körperlicher Gesundheit dienen. Auch das liesse sich in Geld rechnen. Theoretisch.

  • N. Kamber sagt:

    Die FDP will vor allem dafür sorgen, dass die Schweiz ihre Abhängigkeit von den Ölscheichen und Gasoligarchen beibehält. Denn schliesslich gehören die zu ihrem Klientel. Freiheit und Unabhängigkeit interessiert sie nicht.

  • Marco Marconi sagt:

    Es braucht auch gar keinen „grünen Blick“. Die Schweiz hat ihre Hausaufgaben punkto Umweltschutz weitgehend gemacht. Die Luftqualität ist grösstenteils gut bis sehr gut, die Wasserqualität gar hervorragend, Abfälle werden mittlerweile kaum mehr deponiert sondern soweit nur möglich rezykliert oder verbrannt, etc.
    Die von den Grünen und den Umweltverbänden geforderten, immer noch weitergehenden Umweltschutzmassnahmen sind grösstenteils überflüssig und dienen einzig der Rechtfertigung der eigenen Existenz.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Jetzt hören Sie auf solche gute Stimmung zu machen hier! Nach den Umweltverwänden sind wir in der Schweiz knapp vor dem Totalkollaps! Es gibt noch Mückenarten deren Biotob noch nicht 100%ig einwandfrei geschützt ist. Die Bewegungsfreiheit der Berge ist noch nicht vollstänig sichergestellt! Dass das Waldsterben eine grosse Lüge war, na ja, das kann passieren, wir kriegen diesen bösen Wald schon noch tot!

    • Fadri Truog sagt:

      etwas haben sie noch vergessen in ihrem loblied: wir schweizer leben so, als gäbe es drei erden ( die zwei fehlenden werden wohl noch auftauchen, oder?). wie oben von einem anderen kommentatoren treffend formuliert: wir sind stolz aufs papier bündeln und jetten gedankenlos durch die welt!

      • Marco Marconi sagt:

        Herr Truog, das mit den drei Erden ist eine direkte Folge unseres erfreulichen Wohlstands. Das ist vergleichbar mit einem Millionär, der sich mehrere Villen leistet und mit Heli und Privatjet reist. Der verbraucht auch mehr Ressourcen als der Durchschnittsbürger. Das ist aber kein Anlass zur Sorge sondern vielmehr zur Freude, dass es einem so gut geht!

  • Marc Schinzel sagt:

    Der Autor betreibt Umweltschutz am Schreibtisch. Er bringt eine Statistik, die so nichtssagend ist, dass es schmerzt. Die Schweiz hat in den letzten Jahren kein weiteres Schutzgebiet ausgewiesen? Weil bei uns die Umwelt auch ausserhalb der Schutzgebiete gut geschützt wird. Kaum ein Land weist so hohe ökologische Schutzstandards auf wie die Schweiz. Und kaum jemand trägt so viel zum Umweltschutz bei wie die Schweizer Wirtschaft und die Schweizer Bauern. Die vielen KMUs und die Landwirte können sich Ressourcenverschwendung nicht leisten. Umweltbürokratie ist kein Umweltschutz.

  • Alex Keller sagt:

    Die FDP sollte nicht den grünen Irrweg gehen. Solche staatliche Regulierungen für den Umweltschutz bringen nichts und sorgen nur für Bürokratie und Wettbewerbsnachteile. Damit lässt sich das Klima nicht retten. Man könnte sogar sagen, dass die zusätzliche Bürokratie mehr Belastung für die Umwelt darstellt. Die Lösung für die Umweltprobleme sind Innovationen! Nur innovative Produkte wie Elektroautos, neue Energieformen, 3D-Drucker oder Sharing Economy werden der Umwelt helfen, weil sie global die Verhaltensweisen der Menschen ändern können! Die FDP schafft gute Bedingungen für Innovationen.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Darum exisitert die GLP und wird Erfolg haben, WENN sie die 25% Melonengrünen aus der Partei wirft. Die GLP hat eine Zukunft als Umweltfreundliche Liberale Partei, die Ewiggestrigen die Grün mit Sozi-kommunistisch verwecheseln, sollten das endlich einsehen.

  • Matthias Engel sagt:

    Als liberal- und gründenkender Zeitgenosse bin ich zufriedenes FDP-Mitglied, weil ich 1. nach Abwägen von Kosten/Nutzen/Ökologie aus eigenem Antrieb auf ein Auto verzichte (brauche dafür keine Bevormundung) und 2. gegen eine Vervielfachung des Benzinpreises à la GLP bin, weil nicht nur ich in der Agglo, sondern auch die Bevölkerung der Randregionen ein Recht auf bezahlbare Mobilität hat.

  • Hansli sagt:

    Ich habe keine Ahnung warum jeder schreibt, dass Umweltschutz kostet. Wir geben sogar Milliarden aus um die Natur per Landwirtschaft oder Zersiedelung zu zerstören. Man könnte mit Umweltschutz sogar massiv sparen, wenn man die Umweltzerstörung nicht mehr subventionieren würde.

    • Peter Zweigelt sagt:

      Ganz recht. Zudem subventionieren wir mit Abermillionen die Fleischproduktion, die bekanntlich ebenfalls für einen grossen Anteil schädlicher Treibhausgase verantwortlich ist. Siehe das entsprechende UNO-Dokument „Livestock’s Long Shadow“. Aber nein, lieber finanzieren wir mit Steuermillionen den Werbespot von „Schweizer Fleisch“, denn immerhin ist ja alles andere nur Beilage, gell. Komplett irrational.

  • Hans-Markus Wild sagt:

    Das ist doch genau das Erfolgsrezept der Wiedergeborenen FDP unter Philipp Müller. Lange Zeit hat die FDP unter dem Linkskurs von Pelli und seinen Vorgängern Wähler verloren. Leute, die FDP wählen, wollen gar keine fokussierte Oeko -und Verhinderungspolitik, sonst wären die GLP definitiv die bessere Wahl. Während die GLP in Finanzfragen teilweise halbherzige Zugeständnisse an die Bürgerlichen macht, ist sie in Umweltfragen dezidiert links, was etwa an ihrer ausgeprägten Anti-Auto-Politik ablesbar ist. Nicht umsonst hat die GLP die Energie-Initiative (3 CHF/Lt Benzin etc.) haushoch verloren.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    vielleicht darf ich versuchen, das kurz auf den punkt zu bringen. solange bei der fdp das unbeschränkte wachstums-prinzip, sowie die gewinn-maximierung im vordergrund stehen, wird sie sich nicht ernsthaft für umwelt und nachhaltigkeit einsetzen. und ersteres löst die negativ-spirale aus: man heizt die zuwanderung an – bei nichtgebrauch werden die leute auf kosten der steuergelder an den staat delegiert – dieser muss teuer aufgebläht werden und die sozialkosten steigen. man verhilft so eigentlich den linken dazu, die sozial-industrie auszubauen und leugnet, zumindest mitverantwortlich zu sein.

  • Elisabeth sagt:

    Wenn Ideologien gefragt sind, dann ist die FDP natürlich nicht da. Wenn aber realistische Lösungen avisiert werden, ist die FDP wohl die einzig wählbare Partei. Die FDP hat viel für die Ökologie gemacht. Aber halt nicht fundamentalistisch.

    • r,meier sagt:

      die FDP ist genau so wenig grün,wie die grünen und grünliberalen,die denken alle nur an kohle machen,im namen der Natur,die nur für solche Spielchen hinhalten muss

  • Louis Odermatt sagt:

    Die FDP kann in der weiteren Zukunft einen grossen Beitrag für die Umwelt leisten, nämlich wenn sie sich konsequent gegen die vom Bundesrat in einer Hauruck-Aktion erlassenen Energiewende stellt. Dieses Projekt, so wie es zur Zeit definiert ist, ist nicht nur utopisch und gefährdet unsere bisherige stabile Stromversorgung, sondern wird für die Umwelt eine Katastrophe werden. Im viel dünner besiedelten Deutschland sieht man derzeit wo das hinführt: Ganze Regionen werden mit Windkraftwerken verschandelt. Riesige Gebiete mussten neu für den Braunkohle-Tagabbau vernichtet werden um AKW zu ersetzen

  • Bruno Bänninger sagt:

    „Dem Freisinn fehlt der Grüne Blick“….?
    Den Grünen fehlt nicht nur der Blick für Freiheit sondern der Sinn für Freiheit.
    Vorsicht: wer sich nur Grün anmalt läuft Gefahr von den freien Geissen und Ziegen (auch -Böcken) gefressen zu werden.

  • Christian Weiss sagt:

    Die FDP ist mit Sicherheit umweltfreundlicher als die Grünen. Die Vorstellungen der Grünen von Umweltschutz widersprechen allen physikalischen und ökonomischen Gesetzen. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang wird sich die Schweiz irgendwann gar keinen Umweltschutz mehr leisten können. Die „Energiewende“ und der Atomausstieg sind die grössten Umweltzerstörungsprojekte, die in der Schweiz je begonnen wurden. Die Zerstörung der Landschaft mit Windrädern, die riesigen Speicher- und Regelkapazitäten, die entweder nur mit neuen Landschaftseingriffen per Staumauer oder per Gaskraftwerke bewältigbar sin

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