Non à l’initiative populaire «TE contre TVA»

Pour beaucoup d’entre nous, le tournant énergétique est, à juste titre, une préoccupation majeure. Les ressources naturelles de notre planète ne sont pas inépuisables. Au vu de ce défi, il n’est pas étonnant que certains collègues soient tentés d’employer de plus grands moyens pour essayer de trouver la recette miracle. Le meilleur exemple pour illustrer cette attitude est la soi-disant formule idéale des Vert’libéraux, qui proposent de remplacer la TVA par une taxe sur l’énergie. Les défenseurs de cette solution soutiennent qu’elle permettra de réaliser avec succès le tournant énergétique. Ils estiment que la nouvelle taxe créera les incitations nécessaires pour une consommation économique et écologique des énergies non renouvelables.

Une raison suffisante en somme, pour s’intéresser de plus près aux conséquences prévisibles d’une taxe sur l’énergie. Au lieu d’imposer les biens et les services, les auteurs de l’initiative revendiquent une taxe sur les énergies non renouvelables. Si l’on veut compenser les recettes actuelles issues de la TVA, la nouvelle taxe devrait générer plus de 22 milliards de francs suisses.

Le tournant énergétique n’est pas le projet élitiste d’une société urbaine et d’agglomération orientée vers les services. C’est un projet commun destiné à toutes les catégories sociales.

ERDOEL, OEL, RAFFINERIE, OELRAFFINERIE, ERDOELPRODUKTE,Ce changement de système aurait des conséquences gravissimes sur notre économie, notamment sur les activités des régions de montagne.

Premièrement, la nouvelle taxe accentuerait encore la perte de vitesse de l’industrie manufacturière, coûteuse en termes d’énergie et de matières premières. Compte tenu des coûts de la main d’œuvre élevés que connaît la Suisse, de nombreuses entreprises industrielles ont déjà des difficultés à maintenir leurs emplois à l’intérieur de nos frontières.

Deuxièmement, la nouvelle taxe aurait un impact négatif sur le tourisme. Les chemins de fer de montagne ne carburent pas à l’air frais, mais à l’énergie. Avec son taux de TVA réduit, l’hôtellerie ferait elle aussi partie des perdants. Par ailleurs, les nombreux touristes qui partent en vacances en voiture réfléchiront peut-être à deux fois avant de se décider à passer quelques jours à la montagne. Si on tient compte de l’immense pression concurrentielle à laquelle est soumise le tourisme et des coûts supplémentaires qu’engendrerait l’initiative des Vert’libéraux, un «oui» aurait de quoi nous faire trembler de peur. Compte tenu de tous ces arguments, j’ai du mal à comprendre que même des politiciens issus des régions de montagne puissent soutenir cette initiative.

Troisièmement, ce n’est pas une taxe sur l’énergie qui produira les énergies renouvelables. Au moment de la mise en pratique souhaitée par les auteurs de l’initiative, soit environ en 2020, les capacités de production pour répondre à la demande supplémentaire causée par la taxe sur l’énergie ne seront pas suffisantes. Conséquence: on assisterait à une flambée des prix des énergies renouvelables en un rien de temps.

Force est donc de constater que l’initiative des Vert’libéraux nuit à la compétitivité de notre pays, et plus particulièrement à nos PME, aux classes moyennes et aux familles. L’initiative est particulièrement préjudiciable pour les régions de montagne: les zones rurales seraient les premières touchées par les conséquences négatives de l’initiative.

Je ne suis pas opposé au tournant énergétique, bien au contraire. Mais à la différence des Vert’libéraux, je ne perçois pas le tournant énergétique comme le projet élitiste d’une société urbaine et d’agglomération orientée vers les services, mais comme un projet commun destiné à toutes les catégories sociales. Nous devrons tous contribuer à la réussite du tournant énergétique, et ce n’est pas à certains groupes d’en faire plus que d’autres, comme le demande l’initiative. C’est avec conviction que je rejette donc ce texte.

39 Comments sur «Non à l’initiative populaire «TE contre TVA»»

  • Daniel Oetsch says:

    weshalb sich so ins eigene Fleisch schneiden…? Das bisschen Luft über der Schweiz im Vergleich zu den grossen Umweltverschmutzern…? So lange nicht Weltweit einigermassen gleicher Standard ist…sehe ich nicht ein wieso wir die sauberste Luft haben müssen, und dafür natürlich noch tiefer in die eigene Tasche greifen müssen um das zu bezahlen…

    • Alois Eichenberger says:

      Sie argumentieren wie der Verfasser des Artikels. So im Stiel „Ich bin auch für die Energiewende und möchte auch meinen Kinder eine intakte Natur hinterlassen. Aber das will ich nicht nur gratis (Staatsquotenneutral) nein ich will daran auch noch etwas verdienen“.
      Ich hoffe auf die Annahme der Initiative, und die Schwätzer sollen weiter schwatzen. Ich habe auch kein Problem, wenn diese dann behaupten sie seien immer schon für die Energiewende gewesen.

    • xeno says:

      Solange die andern nichts tun, mache ich auch nichts?! So argumentiert meine kleine Schwester, sie ist 8 Jahre alt.

  • Michael Köpfli says:

    Martin Candinas schreibt, dass er für die Energiewende sei, führt aber nicht konkret aus, was seine Alternative zu einer staatsquotenneutralen ökologischen Steuerreform wie “Energie- statt Mehrwertsteuer” ist.

    Man findet im Text nur Floskeln wie “alle werden ihren Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen müssen” oder “ein alle gesellschaftlichen Gruppen umfassendes Gemeinschaftsprojekt”.

    Konkret heisst das dann wohl: Noch mehr subventionieren und noch mehr regulieren. Das schadet – im Gegensatz zu einem marktwirtschaftlichen und liberalen Ansatz wie “Energie- statt Mehrwertsteuer” – der Wirtschaft tatsächlich.

    Denn während bei “Energie- statt Mehrwertsteuer” die Gesamtsteuerbelastung um keinen Franken steigt, müssen Subventionen über immer mehr Steuern und Abgaben finanziert werden.

  • Beat Felber says:

    “Die Energiewende ist bekanntlich ein Herzanliegen” —- das gilt längst nicht mehr, Herr Candinas ! Die Bevölkerung hat längst durchschaut, welche enormen Energiepreiserhöhungen in Salamitaktik hinter diesem verharmlosend klingenden Schlagwort versteckt werden. Von der Verschandelung bisher naturnaher weiter Landstriche durch rotierende Monster, hässliche riesige schwarze Flächen inkl. Zuleitungen und Wartungsstrassen gar nicht zu reden. Würde mich nicht wundern, wenn BR D. Leuthardt ihre Meinung opportunistischerweise abermals ändern würde.

    • xeno says:

      Auch Sie wohnen in einem Gebäude mit einem Dach, richtig der Annahme? Gut. Dach…Solarzellen… könnte man da etwas draus machen?..

      Freundliche Grüsse

  • Hannes Müller says:

    Seien wir realistisch: Am Ende würde die Energiesteuer einfach eine zusätzliche Steuer.

    • Jörg Mäder says:

      Nein. Mit dem Initiativtext ist klar festgelegt, dass die Mehrwertsteuer ersetzt wird. Punkt.

  • tim meier says:

    Der Approach “Energie- statt Mehrwertsteuer” kann nie und nimmer funktionieren. Schon heute fahren viele ins Ausland um günstiger einzukaufen. Nun tanken sie auch noch im Ausland. Der Rest der Bevölkerung bezahl immer höhere Energiesteuern damit die Einnahmeausfälle gedeckt werden können. Auch Energie sparen bringt gar nichts mehr, da die noch benötigte Energie wieder höher besteuert werden muss. Dieser Kreislauf lässt sich nicht durchbrechen.

    • Renata Rubina Rolischo says:

      Sie haben wohl vergessen, dass die MWSt entfallen/verringert werden soll, im Gegenzug. Deshalb:

      “Schon heute fahren viele ins Ausland um günstiger einzukaufen. Nun tanken sie auch noch im Ausland.”
      1. Wenn daheim die MWSt entfällt, wird das Einkaufen daheim wieder attraktiver.
      2. Tanken Sie halt im Ausland – Kühlschrank und Herd laufen dennoch daheim!

      “Auch Energie sparen bringt gar nichts mehr, da die noch benötigte Energie wieder höher besteuert werden muss. Dieser Kreislauf lässt sich nicht durchbrechen.”
      3. Wieviel mal wurde die MWSt erhöht, um Auslandeinkäufe zu kompensieren?

      • tim meier says:

        1. Stimmt bedingt. In D ‘spare’ ich 19% MwSt, in CH 8.5%. Einkaufen in D ist bekanntlich incl. 19% MwSt günstiger. Tanken ist noch teurer, würde sich aber ab einem CH-Preis von > 2.50/l lohnen.
        2. Kühlschrank ok, der Herd kann auf erneuerbares / steuerfreies Holz umgestellt werden.
        3. Die MwSt wurde natürlich nie erhöht um Steuerausfälle zu kompensieren.
        Nochmals: es funktioniert nicht. Die ganzen MwSt-Ausfälle können nicht durch zwangsweise laufend erhöhte Steuern auf nicht erneuerbarer Energie abgedeckt werden. Dann müssten neue Steuern erfunden werden (‘Gebrauch’ von Luft,,Natur etc.)

        • Alois Eichenberger says:

          Genau, die Umstellung auf erneuerbare Energien soll ja gefördert werden. Und wenn wir dann mal den Verbrauch von fossielen Energien um sagen wir mal 50% Reduziert haben, können wir die MWST wieder einführen (oder sonst eine Steuer)

          • Christian Arber says:

            Die Idee der Energie- statt Mehrwertsteuer Initiative ist ja genau das die Energie besteuert wird. Diese ist ein absolut geeignetes Lenkungsinstrument um von den fossilen Energien auf Erneuerbare umzusteigen. Denn durch die Besteuerung wird derjenige belohnt, welcher nachhaltig handlet. Sollten die Erneuerbaren richtig Fuss gefasst haben werden auch diese mit höheren Steuersätzen gewichtet – dadurch wird ebenfalls wieder eine Lenkung provoziert im Sinne der Effizienz. Derjenige der am effizientesten mit der Energie umgeht wird beloht. Das System bietet die besten Rahmenbedingungen.

  • Philipp Rittermann says:

    mir ist ganz klar, wie das abläuft. einige wenige profitieren, (hauptsächlich in politik und wirtschaft), und der bürger wird kräftig zur kasse gebeten. und mit verlaub. für frau leuthard ist die ganze materie zu komplex – sie hat keinen durchblick.

  • Patrick Ryf says:

    Lieber Herr Candinas, ihre Argumentation greift sehr kurz. Sie sagen zwar, dass eine ressourcenschonender Umgang mit der Umwelt ein Herzensanliegen sei. Im selben Atemzug legen sie aber dar, dass wir unser Verhalten faktisch nicht ändern dürfen. Ihre Herzensangelegenheit ist es offensichtlich nicht. Sie legen aber auch nicht dar, wie ihre Alternative aussehen könnte, sondern hoffen einfach auf die Zukunft, dass es dann schon irgendwann und irgendwie besser wird. Nun wissen wir alle, dass wenn wir nichts tun, sich auch nichts ändert. Das Prinzip Hoffnung scheint mir keine Alternative zu sein

  • Die “Energiewende” wird im neuen Energiegesetz festgehalten. Zurzeit wird dieses im Parlament noch im Detail bereinigt. Dann untersteht es dem fakultativen Referendum. Sowohl der Bundesrat wie das Parlament sehen es klar: Die erforderlichen 50’000 Unterschriften werden in kürzester Zeit zu einer Volksabstimmung führen. Deren Ergebnis steht heute noch nicht fest. Wer heute die Energiewende als Faktum annimmt, missachtet unsere demokratischen Regeln. Eine hohe Energiesteuer wäre zudem für unsere Volkswirtschaft und damit auch für uns alle sehr schlecht.

  • marc steiger says:

    So eine Angstmacherei!!
    Zwar werden die Herstellungskosten für die Produkte teuerer, dafür entfällt mir die MwSt (gut für CH-Bürger, weniger gut für den Export).
    Wenn ich weniger MwSt zahlen muss, habe ich dafür mehr Geld um mir die 4CHF für das Benzin zu leisten und doch die einheimische Hotellerie zu unterstützen!
    Und wie sieht es aus mit den nicht erneuerbaren, fossilien Energien aus. Werden diese nicht teuerer wenn sie stetig knapper werden?? Und werden Solaranlagen seit Jahren nicht günstiger und erreichen bald Gridparity??

  • Casimir von Arx says:

    Herr Candinas hat offenbar Angst um das wirtschaftliche Wohlergehen der Bergregionen, speziell wohl des Kantons Graubünden. Gleichzeitig schreibt er, die Preise für erneuerbare Energie würden nach Annahme der Initiative massiv ansteigen. Gerade in den Bergregionen werden aber erhebliche Mengen an erneuerbarer Energie produziert. Entsprechend müssten sie von dem Preisanstieg, wenn er denn eintritt, doch deutlich profitieren.

    Ein Problem von einseitigen Argumentationen ist, dass manchmal nicht alle der angeblichen Nachteile gleichzeitig eintreten können.

    • Rolf Bombach says:

      Wohin die Auswüchse der “Energiewende” führen können, sieht man ja am Beispiel Deutschland. Der Normalverbraucher zahlt einen Strompreis von rund 3x dem, was man in Zürich-City zahlt (mehr als die Hälfte davon sind Abgaben) und damit werden die Erzeugerpreise kaputtgemacht; der Spotpreis geht ja gelegentlich unter Null! Leidtragende sind die ehrlichen und ökologischen Produzenten wie etwa die Wasserkraftwerke, welche dadurch in die Roten Zahlen gelangen. GR mit den nicht billigen und erst noch eher kleinen Wasserkraftwerken hätte das Nachsehen.

  • Stadelman Reto says:

    Die grösste Schwäche der Initiative ist dass die GLP bisher noch kaum Szenarien präsentiert hat. Dazu müsste die GLP konkretere Vorschläge zur Umsetzung machen. Das ist natürlich komplex, aber nur so kann man solchen Behauptungen wie Candinas (und etliche Kommentatoren) sie macht entgegentreten. Die Initiative ist also ein Kernanliegen? Dafür wurde sie bisher erstaunlich schwach verteidigt. Wobei man Candinas ebenfalls durchaus kritisieren kann. Er macht einfach mal ein paar Behauptungen die nicht mal auf Milchbüchliniveau sind. Denn dazu müsste man Soll und Haben sauber auflisten.

    • Stadelman Reto says:

      Aber gut, wenn es die GLP nicht macht… Politik ist nun mal ein schmutziges Geschäft.

  • Josef Marti says:

    Den Grünliberalen geht es nur darum, die neoliberale Umverteilung von unten nach oben weiter einzuheizen indem in der Tendenz progressive direkte Steuern immer mehr abgebaut werden zugunsten Konsum- und Verbrauchsabgaben zulasten Mittelstand. Ziel dieser neoliberalen Agenda ist die vollständige Entlastung der leistungslosen Besitzeinkommen (Zins, Bodenrente, Profit) zulasten der arbeitenden und konsumierenden Untertanen unter dem grünen Deckmäntelchen.

    • Stadelman Reto says:

      Alle Menschen brauchen eine intakte Umwelt. Ganz egal ob sie reich, arm, gross, klein, schön, hässlich, dumm oder intelligent sind. Darüber hinaus führt langfristig nichts an Solarzellen und Windparks etc. vorbei da die Sonne DER Energiespender Nr. 1 ist für die Erde. Ihre Argumentation zielt also völlig am Thema vorbei.
      Aber eben, erst wenn wir unsere Geldscheine fressen müssen leuchtet das auch dem Letzten ein…

    • Reto Ris says:

      Lieber Herr Marti. Seit wann ist die MWSt eine progressive direkte Steuer? Ich glaube Sie haben bei “Energie- statt Mehrwertsteuer” etwas noch nicht ganz verstanden.

  • Walter Bossert says:

    Wir sind wirtschaftlich auf Gedeih und Verderben von der Energie abhängig und werden es mit jedem Tag und jedem zusätzlichen Erdenbewohner , mehr! Das ist nun mal so, da hilft alles schönreden und nach den Sternen greifen nichts. Das einzige, was wir tun können, ist mit möglichst wenig Energie leben lernen. Wir sollten aber langsam damit anfangen, bevor wir die Reserven unserer Kinder auch noch blödsinnig verpufft haben! Steuern jeglicher Art sind reiner Blödsinn, kurbeln sie mit den grossen Geldumlagerungen die Wirtschaft doch zusätzlich an, was wiederum zu Mehrverbrauch an Energie führt.

  • Caraillo Gazzo says:

    “Energie- statt MwSt” ist ganz klar ein unsoziales und ungerechtes Projekt. Eine klassische Umverteilung. Wer nicht ausweichen kann – so wie die gut verdienenden Städter – also in einem Randgebiet wohnt, zahlt mehr. Dann: Die Katze beisst sich in den Schwanz. Da ja die MwSt ersetzt werden soll (die wichtigste Einnahmequelle des Bundes!!!), muss die Energiesteuer zwangsläufig immer steigen. Kurz: Die Initiative ist eine saublöde Idee. Und ich finde es toll, dass die glp ihre blöde Idee jetzt vor den Wahlen dem Volk verkaufen darf.

    • Stadelman Reto says:

      Für Menschen die nicht reich sind wird das Leben ohnehin immer teurer. Immer mehr Menschen brauchen Energie. Früher oder später werden die Armen also so oder so den Gürtel enger schnallen müssen. Es sei denn… Ja es sei denn dass die Schweiz bis dahin bereits ein gut ausgebautes Netz erneuerbarer Energien hat. Wir können heute sanft mit dem Umbau anfangen, oder in 20 Jahren auf die harte Tour die Leute über massiv höhere Preise zum sparen zwingen. Was ist Ihnen lieber?
      Sehen sie es aus dieser Sicht. Die klassenkämpferischen Töne helfen uns nicht weiter.

      • Walter Bossert says:

        Früher einmal gab es einen Artikel im Strassenverkehrsgesetz welcher “unnötiges herumfahren” unter Strafe stellte! Stellt euch vor dieser Artikel würde ( wieder) umgesetzt! Da könnten wir Energie sparen und die Sonntage wären auch für Nicht Motörler wieder geniesbar, und die Luft um einiges besser!

      • Caraillo Gazzo says:

        Lieber Stadelmann, das sind keine klassenkämpferischen Töne – sondern Realitäten. Die MwSt ist im Vergleich zur glp-Energiesteuer sozial, wenn auch nicht perfekt. Wenn Heizöl mehr als 3 CHF/Lt kostet, wer bezahlt dann die Rechnung? Mieter oder Eigentümer? Wenn unser Dienstleistungssektor (Banken, Versicherungen) keine Steuern mehr bezahlt, stattdessen nur noch Werkplatz und Gewerbe – gehen dann die Schweizer Büetzer an die Bahnhofstrasse arbeiten? Wunsch und Wirklichkeit – das klafft oft auseinander. Es wird Zeit, dass die Portemonnaie-Diskussion Eingang in die Energiedebatte erhält.

        • ToB says:

          Geehrter Herr Gaze, Sie schreiben dass “der Dienstleistungssektor (Banken, Versicherungen) keine Steuern mehr bezahlt, stattdessen nur noch Werkplatz und Gewerbe”. Sie vergessen jedoch, dass die MwSt. von allen Betrieben auf Ihre Dienstleistungen (sei es Finanzsektor- oder Gastgewerbe) zusätzlich erhoben wird und schlussendlich vom Kunden bezahlt wird.
          Eine Energiesteuer hingegen müssten alle Privathaushalte und Unternehmen entrichten. Hier kann es durchaus sein dass Banken und Versicherungen einen höheren Strombedarf haben (und somit auch mehr Steuern entrichten) als KMU-Betriebe.

  • Bernard Zappie says:

    Je höher der Energieverbrauch, desto höher die Steuern – die energieintensiven Betriebe haben damit keine Zukunft mehr hier, also auf nach Osteuropa. Umgekehrt gilt natürlich auch: je tiefer der Energieverbrauch, desto tiefer die Steuern, tendenziell gegen null. Was ist das jetzt: Umerziehung oder amtl. bew. Steuerentzug?

  • Die Initiative soll schädlich sein. Für Teile der Wirtschaft ja. Eben soviele Wirtschaftszweige würden sehr profitieren. Es entstünde grosse Motivation die eigen benötigte Energie selbst herzustellen und diese auch wieder selbst zu nutzen. ZB Autofahren mit eigenem Solarerzeutem Strom. Es würde motiviert effiziente Stromspeichertechnologien zu entwickeln, um das umzusetzen. Die technologielastige Wirtschaft würde profitieren vom neuen Steuer-Regime. Die Schweiz könnte eine Vorreiterrolle spielen. Technologie ist eine Schweitzer Stärke die verstärkt werden kann. Einträglicher als etw Tourismus.

  • yaro says:

    Hmm, dagegen kann man gerne sein. Nur, was schlagen SIE vor? “Jeder wird seinen Teil dazu beitragen müsse” tönt nicht nach einer sehr konkreten Lösung. Nichterneuerbare Energie soll weniger ver(sch)wendet werden und wir funktionieren mehrheitlich über das Porte-monnaie, darum sollte man diese Art von Verschwendung minimieren. Also: was schlagen SIE vor?

  • Max Oppliger says:

    Wahrscheinlich ist Herr Candinas auch gegen die masslose Verbauung der Landschaft, gegen übermässigen Verkehr und für eine bessere Auslastung der kalten Betten aber einfach nie so wie es vorgeschlagen wird. Seine Argumentation zur Energiewende zeigen, dass er keine Ahnung hat. Ich bin auch gegen die Initiative aber wenigstens für erneuerbare Energien. Er wäre glaubwürdiger, gilt für die meisten Politiker, wenn er sagen würde er sei dagegen.

  • Horst Grüning says:

    Sehr geehrter Herr Candinas,
    bitte überprüfen Sie doch noch einmal Ihre semi-quantitativen Argumente.
    “Die Bergbahnen” – die laufen doch ganz gut mit Strom aus Wasserkraft (und Kernkraft). Also weitgehend erneuerbar und CO2-frei.
    “Die Leute fahren nicht mehr mit ihren Autos in die Berge” – ja, genau das ist doch das Ziel. Wir haben dafür ja die Bahnen.
    “Die Industrie braucht viel Energie” – na: 1. viel Wertschöpfung geschieht bei uns durch Gehirnschmalz und 2. nur wenige Werke hier brauchen Kohle und Oel (z.B. die Zementwerke)
    … und nach dem Check versuchen Sie’s doch bitte noch einmal.

  • peter von blass says:

    Rätsel: Was sind die wahren Motive, wem nützt der Nachvollzug der DDR- Merkelschen Energiewende?

    Der 2. Petrusbrief warnt vor falschen Lehrern, die verderbliche Sekten einführen und die Gläubigen aus Habsucht mit betrügerischen Worten ausbeuten (2Pt 2,1-3).

    Nick Beglinger als falscher Lehrer und dessen Sekte Cleantech mit der CO2- Lüge

    • Michael Schwyzer says:

      Wer mit einer wohl sehr allgemeinen Prognose (siehe Bauernregel) aus der Biebel gegen Sekten argumentiert, wirkt in meinen Augen nicht gerade überzeugend. Für div. Behauptungen dieser “Sekte” gibt es logische Argumentationen, die aus Fakten hervorgehen, während die, die warnen, sich auf meist nur eine fragwürdige Quelle verlassen.
      Nichts für ungut, ich respektiere ihre Ansicht trotzdem…

  • Schneeberger says:

    Wir lernen einmal mehr:
    Saubere Energie ist wirtschaftsfeindlich.
    Also ist das heutige Wirtschaften ein einziges Drecksgeschäft und schlicht menschen- und umweltfeindlich. Punkt.
    Hauptgrund ist der innere Wachstumszwang unseres perversen Wirtschaftsmodells. Davon sollten wir loskommen, es trägt den Keim der Zerstörung in sich.
    Eigentlich wäre die Hoffnung, dass ein kulturbeflissenes Wesen wie der Mensch fähig ist, sich freiwillig zu ändern. Hr. Candinas, lesen Sie Hänggi im Link oben! Die “Alternative” ist globales Desaster, Krieg und Untergang aller Zivilisationen.

  • Beat says:

    Unter dem Strich kann diese Initiative ja gar nicht Wirtschaftsfeindlich sein, da sie offenbar kostenneutral oder wenigstens staatsquotenneutral sein soll. Das Problem besteht einzig und allein in der schwierigen Umstellungsphase. Falls rechtzeitig Rechtssicherheit bestünde, d.h. wenn z.B. 5 – 7 Jahre vor Einführung alle demokratischen Hürden weg wären, könnten sich die Betriebe die heute noch viel fossile Energie benützen grossteils rechtzeitig umstellen. Eine Einführung um 2020 ist jedoch nicht gut wenn erst heute die Diskussion anfängt. Ansonsten: Hausaufgaben machen Hr. Candinas!

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