Qui a peur d’un salaire minimum juste?

A vrai dire, je trouve scandaleuse l’attitude des opposants à l’initiative pour un salaire minimum: ces «Messieurs non» gagnent souvent nettement plus que le salaire minimum qu’ils combattent avec tant de véhémence. Je reste convaincue que s’ils devaient survivre – ne serait-ce qu’un mois – avec moins de 4000 francs, ils feraient preuve de la même passion pour défendre le salaire minimum.

Les opposants prétendent que l’acceptation de l’initiative pour un salaire minimum signifierait le déclin du pays tout entier. Or, il s’agit juste d’une modeste hausse de 0,5% des salaires suisses – répartie sur trois ans! En plus d’être tout à fait viable du point économique, elleaugmentation représente une solution très importante et très efficace pour les personnes concernées.

Contrairement à ce que l’on entend couramment, les 330 000 personnes qui travaillent dur et gagnent moins de 4000 francs par mois pour un contrat de travail à plein temps ne sont pas uniquement des jeunes ou des personnes peu qualifiées. Plus d’un tiers d’entre elles sont titulaires d’une formation professionnelle et plus des trois quarts ont plus de 25 ans. Et surtout, plus de 70% sont des femmes. Vu sous cet angle, le salaire minimum ne contribuerait pas seulement à rendre les salaires un peu plus justes, mais apporterait également une contribution directe à l’égalité des salaires, mesure qui s’impose depuis longtemps.

Le salaire minimum apporterait une contribution directe à l’égalité des salaires.

10 centimes de plus pour un café, est-ce insurmontable ?  (Image/ Keystone)

10 centimes de plus pour un café, est-ce insurmontable ? (Image/ Keystone)

Mais le phénomène ne cesse de se reproduire: à chaque fois qu’on leur demande une contribution financière, les représentants des milieux économiques esquissent les scénarios catastrophes les plus dramatiques et mettent en garde contre la suppression d’emplois et les dangers pour l’économie. Avec un budget confortable de plusieurs millions de francs, ils parcourent le pays et usent de propos alarmistes pour promouvoir le Non.

Les mêmes prédisaient déjà une explosion du chômage à la fin des années 90, lorsque les syndicats exigeaient un salaire minimum de 3000 francs. Une crainte sans fondement, comme le montrent de nombreuses études, mais aussi l’exemple concret du secteur de la restauration, où les salaires mensuels minimums ont progressé de 1000 francs au cours des douze dernières années. Malgré cela, le chômage n’a guère augmenté: la part des travailleurs de la restauration dans le taux de chômage global a même diminué sur la même période! A l’heure actuelle, plus qu’un cinquième des salariés de ce secteur gagnent moins de 12 fois les 4000 francs revendiqués par l’initiative. Pour augmenter leurs salaires, il suffirait que les établissements concernés augmentent tout au plus le prix du café de 10 centimes au cours des prochaines années; une hausse que les consommateurs seraient volontiers prêts à payer si celle-ci contribue à une rémunération équitable du personnel.

Si l’on calcule sérieusement, même les prix des coiffeurs n’augmenteraient que de 2% au maximum. En outre, l’Association suisse des fleuristes vient d’inviter ses membres à augmenter tous les salaires à 4000 francs: là encore, les revendications de l’initiative semblent être tout à fait réalistes.

En tant que représentante des salariés, je sais que le «modèle de réussite» suisse et la prospérité de notre pays ne sont pas le fruit des impôts très faibles payés par les multinationales ou de l’absence de salaire minimum, mais des plus de 4 millions de personnes qui se rendent au travail jour après jour. Toutes ces personnes ont droit à un salaire leur permettant de vivre décemment.

Sérieusement, Messieurs les opposants, voulez-vous réellement nous faire croire qu’un salaire minimum – qui coûte moins de la moitié de l’ensemble des bonus versés chaque année par UBS – n’est pas justifiable? La confiance en toutes ces personnes qui travaillent jour après jour en Suisse semble vous faire défaut.

205 Comments sur «Qui a peur d’un salaire minimum juste?»

  • Roland K. Moser says:

    Der Mindestlohn ist nicht das Richtige, aber ein Anfang. Schlussendlich muss es auf eine nationale Lohnschere von max. 1 : 3 netto, 100 % Pensum, herauslaufen.
    Eine Grenze gegen unten zu setzen macht meines Erachtens nur Sinn, wenn gegen oben auch eine besteht.
    Anderes schadet übrigens der Wirtschaft, weil kleinere Einkommens- und Vermögensunterschiede zu schwächeren Ausschlägen der Konjunktur-Zyklen führen. Im Interesse der Wirtschaft müssen also die Einkommensunterschiede auf 1 : 3 netto, 100 % Pensum reduziert werden.

    • tina kolly says:

      Gute Idee! Mit “Netto” meinen Sie sicher nach Steuern, das wäre doch mal was! Ich bin es als Gutverdienerin nämlich leid, immer nur zu bezahlen, und mich dafür auch noch beschimpfen zu lassen!

      • Neni says:

        ist schon hart zu den Gutverdienern zu gehören…da muss man ja soviele Steuern zahlen..nachdem man einen Tollen Urlaub hatte vielleicht schon den 3 im Jahr..das tolle Auto die tolle Wohnung…jaja ist wirklich hart..und dann wird man auch noch beschimpft…mein vollstes Mitleid tina kolly

        • Hj says:

          Sie würden sich also ein maximales Gehalt von 12k p.m. bei 1 :3 vorstellen…?
          Da wäre wohl auch bspw. Cedric Wermuth (NR, Juso) etwas hart an der Grenze…?
          Das würde dann heissen, dass all jene, deren Ausbildungen bis gegen 150k gekostet hat, dass die dann zwar höher qualifiziert sind, aber eigentlich nicht mehr verdienen…?
          Mitleid verlangt übrigens niemand – es lebt sich sehr gut, wie Sie’s beschrieben haben!

      • Roland K. Moser says:

        Mit netto ist das gemeint, was Ende Monat ausbezahlt wird.

        Und ihre Idee ist gut. Ich bin auch der Meinung, die Steuern sollten direkt abgezogen werden.

      • Kommt darauf an, was Mann/Frau unter “Gutverdiener” versteht, Frau Kolly. Für manche beginnt das bereits ab CHF 100.000.-, für andere erst ab ca. 2 Mio. aufwärts. Ansonsten bin ich mit Ausnahme der 1:3 Ausgangslage der gleichen Ansicht wie Herr Moser, netto VOR Steuern selbstverständlich, um einigen (leider nicht allen), Tricksereien vorzubeugen. Apropos Steuer: Schlechtverdiener bezahlen unabhängig des Einkommens gleichviel MWSt. wie Gutverdiener. Als banales Beispiel sei hier Brot erwähnt. Gut verdienen heisst nicht zwingend, dass diese auch mehr Geld ausgeben oder mehr konsumieren.

        • Francesca Daeschle says:

          Hier wird wieder am Problem vorbeidiskutiert. Ich bekomme vom Sozialamt Unterstützung und bin heute mit dem Velo zu “Tischlein deck dich” nach Weinfelden gefahren.Mit Bezugskarte, aber nur mal so zum schauen.Schönes Wetter und viele Frauen mit Kindern vor der Türe wartend.Umsonst haben die keine Bezugsberechtigung.Fazit: Ich bin nicht hinein gegangen.Ich nehme den Kindern kein Essen weg.Auch wenn ich ein paar Sachen gesehen habe, die mir nicht gefallen, gibt es faktisch so viele Familien, die nicht genug verdienen.
          Darum JA für diesen Mindestlohn CHF 22.– :13 X12=Brutto CHF 3`600.– !

          • André Dünner says:

            Finde ich ebenfalls angemessen wie Sie Frau Daeschle.

            Egal wo auf dieser Welt. Und schon erst recht in einem Land, welches sich als das innovativste, eines der reisten etc. bezeichnet. Man kann sich auch zu tode sparen.

    • Stefan Schneider says:

      Herr Moser, 1:12 wurde eindeutig verworfen. Ich denke, Ihre Forderung nach 1:3 ist absolut unrealistisch bzw. unter Berücksichtigung der politischen Realitäten nur polemisch. Sie erklären nicht, warum kleinere Unerschieden zu schwächeren Ausschlägen der Konjunktur-Zyklen führen. Warum macht eine Grenze nach unten nur Sinn, wenn es auch eine nach oben gibt? Wenn jeder genug für ein anständiges Leben kriegt, warum muss man dann das Maximum begrenzen?

      • Roland K. Moser says:

        Sie haben dasselbe gemacht, wie ich: Die eigene Meinung geschrieben.

        • Stefan Schneider says:

          Herr Moser, Sie haben v.a. Behauptungen aufgestellt, die sie nicht begründen können und sie als Tatsachen dargestellt.

          • Roland K. Moser says:

            Dann erklären Sie uns doch, wieso mein Vorschlag nicht zu einem flacheren Verlauf der Konjunktur-Zyklen führt.

          • Stefan Schneider says:

            Herr Moser, netter Versuch. Sie behaupten etwas und wenn sich niemand die Mühe nimmt, die wilde Behauptung zu widerlegen, wir die Behauptung automatisch wahr. Geben sie sich dich etwas Mühe und führen sie mal ein paar Argumente an.

          • Roland K. Moser says:

            Sie behaupten, dass grosse Einkommensunterschiede zu grossen Schwankungen im Konjunkturverlauf führen. Nun belegen/begründen Sie ihre Aussage doch, anstatt einfach mal zu behaupten, meine Aussage sei falsch.

      • André Dünner says:

        Warum nach oben begrenzen? Weil mehr ohne mehr Gegenwert automatisch eine Inflation nach sich zieht.

        Ist schon jemand darauf gekommen, dass es ebenfalls ein Wachstum nach innen gibt

    • Thomas Huber says:

      Gut geschrieben, wollen Sie nicht auf unserer Webseite einmal etwas dazu schreiben? 3w. politisch . ch? Wir suchen noch freiwillige!!! LG T. Huber

  • Hj says:

    Ich bin mir nicht sicher, ob der Mindestlohn der richtige Weg ist.
    Notabene dass er in ZH und im Bleniotal gelten würde.
    In den Großstädten sind selbst 4k sehr knapp – in der hintersten Ecke des Tessins, fernab der Touristen, würden 4k gut reichen.
    Aber, der Text ist gut geschrieben.

    • Janine Meier says:

      Genau deshalb sieht die Initiative vor, dass die Kantone den Mindestlohn nach oben anpassen können. Auch in der hintersten Ecke des Tessins kosten die Lebensmittel in der Migros und die Kleider beim H&M gleich viel wie in Zürich. Natürlich sind die Lebenshaltungskosten regional unterschiedlich und genau deshalb kann der Mindestlohn bspweise in Zürich auf 4500.- angehoben werden.

      • Hj says:

        …das denke ich, wäre dann zu viel.
        Wenn ein Mindestlohn, dann zumindest einer, der am absolut untersten Limit ist.
        Das wäre bei 4.500chf p.m. auch in ZH nicht mehr der Fall.
        So oder so wird es der Mindestlohn schwer haben – auch die Argumentation der Gegner ist keineswegs von der Hand zu weisen.

        • Janine Meier says:

          4000.- sind eben am untersten Limit. Wenn wir einen Mindestlohn von 3000.- einführen würden, profitierte einfach kaum einer mehr davon und dann kann man das ganze gleich lassen.
          Ja, der Mindestlohn wird es schwer haben, weil wir eine Gesellschaft von Neidern sind. Die Argumente der Gegner sind Arbeitsplatzvernichtung. Dieses Argument wird jedes Mal gebracht, wenn es um ein linkes Anliegen geht. Und es ist schlicht nicht wahr. Die Wirtschaft wird durch höhere Löhne angekurbelt und Jobs werden geschaffen.

          • Hj says:

            Die Wirtschaft ist ein extrem komplexes Gebilde.
            Wir abstrahieren stark um zumindest Ansätze zu verstehen, die wir dann modifizieren und teilweise manipulieren.
            Dass die Wirtschaft durch höhere Löhne angekurbelt wird, stimmt nur soweit, sofern die Mittel von Aussen (durch Exporte, Tourismus, etc) kommen. Nur ein kleiner Teil betrifft dies. Die klassischen Export-Branchen der MC-Industrie zahlen zudem bereits 4k.
            Zum anderen ein Teil des Mehrverdienstes gespart werden.
            Also diese Argumentation zieht nicht – da wird Nichts wesentlich angekurbelt.

          • Janine, das sagen Sie absolut richtig, aber unsere Politiker sind oft nicht fähig klar zu sehen und richtig zu reagieren. Z.B. Grossbritanien, steht wirtschaftlich nicht gerade sehr gut auf den Beinen. Aber eine Lösung haben sie gefunden, indem, dass der Staat sich an die Lohnpolitik beteiligt, damit jeder arbeitenden Bürger oder Rentner, einigermassen vernünftig leben kann. Unsere reiche Schweiz bringts einfach nicht fertig… Unglaublich !

  • Thomas Müller says:

    Dem Taxifahrer z.B. wird zwar ein Gehalt von 4000.- garantiert aber es gibt keine Garantie das er genug Fahrgäste findet die ihm diese Lohnsteigerung finanzieren. Findet er die nämlich nicht ist er seinen Job los. Genau so geht es auch dem Coiffeur der Reinigungskraft oder den Angestellten in der Detailhandel.
    Mindestlohn wird durch den Konsumenten finanziert und nicht durch UBS Bonussenkungen.

    • Janine Meier says:

      Dann gehen also die Leute nicht mehr zum Coiffeur, arbeiten in dreckigen Büros, kaufen sich keine Kleider mehr und laufen nackt herum und verhungern, wenn der Mindestlohn angenommen wird? Der Bedarf nach diesen Dienstleistungen und Produkten ist eindeutig vorhanden. In der Coiffeurbranche wird der Mindestlohn ab 2018 sowieos 3800.- betragen. Und wenn mehr Leute mehr verdienen, gehen auch mehr Leute zum Coiffeur und ins Restaurant. Die Betriebe werden rentabler, die Wirtschaft angekurbelt.

      • Thomas Müller says:

        Kostensteigerung führt nicht zu Boykott sondern zu weniger Konsum.
        Das Büro wird nicht mehr täglich gereinigt sondern 3 Mal in der Woche => 40% weniger Arbeit, Man geht nicht alle 6 Wochen zum Coiffeur sondern alle 8 => 25% weniger Arbeit.
        Das weiss auch die Coiffeurbranche weshalb sonst gibt sie sich mit < 4000 zufrieden und das erst ab 2018?
        Die 200.- die ein Coiffeur mehr verdienen würde werden dann eben auch nicht primär in Putzfrauen und Taxifahrten investiert.

        • Janine Meier says:

          Welches Büro wird denn täglich gereinigt? Ich will nicht wissen, welche Branche sich so etwas leisten kann.
          Wieso ab 2018? Weil der Mindestlohn bis dann schrittweise angepasst wird, damit die Salons die Chance haben, bis dann rentabler zu werden. Wieso man sich mit <4000 zufrieden gibt? Weil der GAV wie immer ein Kompromiss ist.
          Egal, wie die 200.- investiert werden, sie kurbeln die Wirtschaft an. Jeder zusätzliche Rappen kurbelt nun mal die Wirtschaft an und schafft Arbeitsplätze. Dann baut die UBS eine Stelle weniger ab und der Banker kann sich die Taxifahrt leisten.

      • tina says:

        wenn ich statt 3800 4000 verdiene, trage ich das geld bestimmt nicht zum coiffeur. wenn die löhne erhöht werden, wird das kaum vom cheflohn bezahlt, sondern die 40jährige alleinerziehende bekommt eben keinen teuerungsausgleich mehr alle 3 jahre. sprich: die schlecht bezahlten bleiben eben schlecht bezahlt, auch nach 15 jahren in der firma. meint ihr nicht?

        • Beat says:

          Leider haben Sie wohl recht. Es ginge ja noch wenn man davon ausgehen könnte dass nach Annahme der Initiative diese Leute vermehrt die Krankenkasse selbst bezahlen etc. Aber davon ist ja keine Rede. Das heisst, ja, Sie haben recht, der untere Mittelstand wird die Zeche bezahlen.

      • Anton Keller says:

        Man muss unterscheiden zwischen zwingenden Konsum und optionalen Konsum. Ein Drogensüchtiger braucht seine Drogenration, egal ob diese 20% mehr kostet oder nicht. Zum Coiffeur gehen kann man aber auch häufiger oder weniger häufig. Man kann den Coiffeurbesuch mit dem Kauf in Waldshut kombinieren oder nicht. Wer sich das Nailstudio nicht mehr leisten will, stirbt deswegen nicht.

        • Janine Meier says:

          Sie meinen also wirklich, dass bald alle ungepflegt rumlaufen, weil sie weniger häufig zum Coiffeur gehen? Einkaufstouristen sind ein riesiges Übel, die wir dem Verbot von Parellelimporten in einigen Bereichen verdanken. Hier muss dringend etwas gemacht werden. Doch das ändert nichts daran, dass Angestellte in der Schweiz anständig verdienen sollen.

      • Stefan Schneider says:

        Mit ihrer Logik sollten wir die Löhne ins Unendliche heben, dann würde die Wirtschaft noch mehr angekurbelt und die Betriebe unendlich rentabel…
        Was sie völlig vernachlässigen ist die Ankurbelung der Inflation.

        • Janine Meier says:

          Die Inflation ist in der Schweiz seit einigen Jahren praktisch bei Null, selbst wenn sie angekurbelt würde, wäre sie immer noch historisch tief.
          Meine Logik läuft nicht darauf hinaus, die Löhne ins Unendliche zu heben, es geht darum die allertiefsten Löhne etwas anzuheben. Alles andere ist eine Unterstellung.

    • Thomas Huber says:

      Diese Gefahr besteht bei einem Reallohn von: 2950.- bis 3210.- nicht!!! Sie fallen leider wie die meisten auf falsche Zahlen herein. 4000.- ist lediglich eine Bruttobasis welche endlos verwässert werden kann und wird! Dazu gibt es einen unabhängigen Artikel eines Unternehmers, aber ich weiß nicht ob ich hier die Politisch Webadresse veröffentlichen darf. Reallohn beim Stundenlohn und gleichen Ferientagen wie ein im Monatslohn Angestellter ist 2950.-. Beim Monatslohn liegt der Reallohn bei ausbezahlten 3210.-

  • Erich Meier says:

    Dass mit der Initiative die Löhne steigen, ist grossenteils illusorisch: Viele Arbeitsplätze würden einfach ausgelagert, weil im nahen Ausland die Mindestlöhne maximal halb so hoch oder inexistent sind. Das generiert mehr Arbeitslosigkeit und höhere ALV-Beiträge für alle, zudem allgemeine Teuerung, weil auch Löhne im mittleren Segment angepasst werden müssen. Das dient niemandem. Darum aus dem gleichen Grund wie bei 1:12 : Ein klares Nein zur Initiative !

    • Hans Kummer says:

      Dann schauen wir mal welche Löhne von der Initiative betroffen sind: Gastgewerbe, Coiffeur, Floristen, Landw. Mitarbeiter, Taxifahrer, etc… Und die will die Wirtschaft ins Ausland auslagern? Witz des Tages

    • Janine Meier says:

      Ich hoffe, Sie haben genug Zeit, um zwischen dem Coiffeurbesuch in Bangladesh um 8:00 und dem Restaurantbesuch in China um 12:00 noch kurz Ihr Büro nach Polen zu bringen, um es dort reinigen zu lassen. Sonst verpassen sie noch das Einkaufen in Portugal und Ihre Frau hat bestimmt keine Freude, wenn die Blumen aus Indonesien am Muttertag schon etwas verwelkt sind, weil sie 3 Tage unterwegs waren.

      • Sven says:

        Dafür reicht die Zeit wohl kaum, aber je nach Wohnort könnte es ohne grossartigen Stress locker für einen Sprung ins nähere Ausland reichen. Sie wissen schon, Länder wie Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien, Liechtenstein vllt lieber nicht. Ziehen sie die Gegenargumente nicht ins lächerliche, sondern nehmen sie diese zumindest in ihren Kernpunkten ernst.

  • Stefan W. says:

    Danke. Sehr viel klarer kann man es nicht ausdrücken. Economiesuisse und Konsorten argumentieren immer gleich: (1) Es gibt kein Problem. (2) (Nachdem eine Initiative lanciert ist): Das Problem ist erkannt, aber diese Initiative ist der falsche Weg! (3) Einen Haufen Geld in einen Abstimmungskampf werfen, der auf den Parolen: “Arbeitsplatzverlust” und “Wirtschaftskrise” basiert. (4) Nach gewonnener Abstimmung: Es gibt kein Problem, das Volk hat ja den Status Quo bestätigt.

    • Thomas Müller says:

      Klar..
      (1) Die Schweiz hat bereits eine hohe Kaufkraft, wenig Armut und ein gutes Sozialsystem
      (2) Ja, nicht alle verdienen so gut aber wie Alleva ja selbst erwähnt gibt es bereits ohne Initiative Lohnerhöhungen (Sie erwähnt explizit das Gastgewerbe, Coiffeure & Floristen)
      (3) Natürlich gibt es Jobverluste weshalb sonst sind die steigenden Löhne im Gastgewerbe, Coiffeure & Floristen noch immer unter 4000? Weil das Deppen sind?
      (4) Weshalb sollte eine verlorenen Abstimmung umgesetzt werden?
      Das Argument der Befürworter ist da viel einfacher: Economiesuisse = Böse

  • Fortunat Reiser says:

    So ist es – guter Artikel, Sie bringen das Wesentliche auf den Punkt. Es ist ein Skandal sondergleichen, dass diese Leute die kriminell hohen Milliionenboni für gerechtfertigt halten und gleichzeitig denjenigen, welche die eigentliche Arbeit leisten, nicht einmal ein Minimum zugestehen wollen; die Lügen, die sie zu diesem Zweck verbreiten, sind eine bodenlose Frechheit und sollten eigentlich strafrechtlich verfolgt werden, da sie ganz eindeutig die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in diesem Land gefährden – diese Leute sind Landesverräter.

    • R. Merten says:

      @Reiser: Wenn oder wieviel Boni bezahlt werden, entscheiden die Eigentümer. Die Eigentümer tragen auch die Verantwortung für ihren Betrieb und das finanzielle Risiko ! Bei Verlusten kann man auch nicht den Staat belangen ! Und Steuern zahlen die meisten Unternehmen auch mehr als die meisten Steuerzahler. Das hat doch überhaupt nichts mit Frechheit oder Lügen zu tun !! Ich verstehe Ihre komischen Gedankengänge nicht !

      • A. Martinelli says:

        @ Merten
        Ah “das finanzielle Risiko” tragen also die Eigentümer. Meinen Sie wie damals bei der UBS oder wie soll ich das verstehen?

        • R. Merten says:

          das ist ein Spezialfall, der einmalig war, und zwar nur wegen der Grösse der Firma und die weltweiten Auswirkungen eines Konkurses. Zum Glück hat die Nationalbank später noch einen erklecklichen Gewinn gemacht, was teilweise wiederum den Kantonen zugute kam !

        • Thomas Müller says:

          @Martinelli
          Genau wie bei der UBS. Dort hat der Eigentümer immerhin über 2/3 seines Eigentums verloren. Wenn sie meinen wo
          das der Staat das Risiko trägt muss ich Sie leider enttäuschen. Der Verlust hat alleine der Aktionär getragen.

    • Thomas Müller says:

      Das ist aber ein schöne Aussage zu Demokratie und Meinungsfreiheit.
      Wer anderer Meinung ist gehört als Landesverräter bestraft..

      • R. Merten says:

        sprechen Sie von der Aussage von Hr. Reiser, Hr. Th. Müller ??

      • Fortunat Reiser says:

        In der Verfassung steht, das der Staat die Aufgabe hat, die sozial Schwachen (vor den Starken) zu schützen. Ergo ist jeder, der dieses Ziel zu hintertreiben versucht, ein Landesverräter. Die Gegner der Initiative tun genau dies, da sie die Schwachen noch weiter schwächen wollen; dabei schrecken Sie auch vor dreisten Lügen nicht zurück. Die Schweiz ist immer noch eine Demokratie, dennoch gehen die Gegner von einem feudalistischen Weltbild aus, da sie so tun, als läge alle Macht bei den Entscheidern (es würden dann Arbeitsplätze abgeschafft etc.) und die Beschäftigten hätten gar nichts zu sagen.

  • walter schneider says:

    Bitte, Frau Alleva, was heisst Lohngleichheit?

    Und, darum geht es gar nicht. Lohn ist jener Betrag, den man für eine bestimmte Tätigkeit bereit ist zu zahlen. Jeder kann mehr Lohn verdienen durch bessere Bildung – das kann Vieles sein: Aneignung bestimmter Fertigkeiten, Sprachen usw. usf. Man steigert seinen eigenen Mehrwert im Arbeitsmarkt und kann so den Lohn verbessern.

    Jene, die nicht KOENNEN, haben ja immer noch Anspruch auf Unterstützung

    • Anton Keller says:

      Lohngleichheit, ist das was man in der DDR verrechnete, unabhängig von der Leistung.

    • Dominic Weber says:

      Wenn Arbeit nur eine Ware ist, dann muss auch ihr Preis genügend hoch sein um die “Produktionskosten”, in diesem Fall zum Beispiel die anfallenden Kosten für Wohnungsmiete, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität, usw., zu decken. Wenn der Lohn kaum dafür ausreicht, woher soll dann die nötige Energie und Motivation für die Leistung und die Mittel zur Aneignung neuer Fertigkeiten kommen. Einen Zweit-Job oder ein kleiner Nebenerwerb schafft da keine Abhilfe.
      Der Verweis auf Unterstützung schliesst hier die Schlechtverdiener geradezu als Unbrauchbar aus der Wirtschaft aus.

      • André Dünner says:

        Hat es nicht einmal eine Aussage wie “Arbeit macht Frei” gegeben?

        Die Frage ist doch “, für wen”?.

  • Urs Bühler says:

    In der Welt der lieben Frau Alleva scheint es nur Männer zu geben, die gegen die Mindestlohninitiative sind.
    1990 waren es 3000.-, 2014 sind es 4000.-. Wann sind es 5000.-, 6000.-?
    Ein weiterer Schritt die Eigenverantwortung eines jeden einzelen zu entziehen.

  • Schorsch Baschi says:

    Es ist falsch, flächedeckend Mindestlöhne zu fordern. Ein Beschäftigter in Zug hat andere Lebenskosten als ein gleicher im Jura. Aber solche Zusammenhänge wollen die Roten ja nie sehen. Für mich ist es zudem nicht erklärbar, weshalb die Gewerkschaften nicht gegen die MEI waren. Genau dieses Konstrukt drückt ja die Löhne und hier hätte man eingreifen können. Was macht die Gewerkschaft bei den Kontrollen auf dem Bau und bei den flankierenden Massnahmen? Nichts oder nur so wenig, dass ab und zu etwas in der Zeitung zu lesen ist, das soll signaliesieren, man ist dran. Aber machen tun die nichts!

    • G. Müller says:

      “Aber solche Zusammenhänge wollen die Roten ja nie sehen.” Und die “Braunen” und Wirtschaftsgläubigen glorifizieren die selbstregulierende Wirtschaft, die “gerechte” Löhne bezahle und geisseln auf Vorrat jene, die mit Ergänzungsleistungen der Sozialämter leben müssen, weil ihnen das Geld hinten und vorn nicht reicht. Da wird gern Faulheit und/oder kriminelle Energie ins Feld geführt.

      • Stefan Schneider says:

        G. Müller: Bevor sie versuchen alle Gegner der Initiative in die braune Ecke zu drängen, sollten sie sich mit der Wirtschaftspolitik der Braunen vertraut machen. Die stand derjenigen der Initiativbefürworter bedeutend näher, als derjenigen der Gegner.

    • Janine Meier says:

      Die Initiative sieht ja vor, dass der Mindestlohn regional erhöht werde kann. Denn mit 4000.- und zwei Kindern leben Sie auch in Zürich am Existenzminimum.
      Wie kommen Sie denn zur Behauptung, dass die Gewerkschaften nichts machen? Wem verdankt die Baubranche denn den GAV, der einen Mindestlohn von 4500.- garantiert?
      Die MEI hat noch ganz andere Folgen als die angebliche Bekämpfung von Lohndumping. Der Mindestlohn aber bekämpft Lohndumping ohne deswegen Asylbewerber abzulehnen, nur weil das Kontingent schon mit billigen Bauarbeitern aufgebraucht wurde.

      • Stefan Schneider says:

        Frau Meier: Eine offene Frage: Warum hat ein Ehepaar mit nur 4000.- Einkommen zwei Kinder? Ist es Aufgabe der Wirtschaft, eine fehlgeleitete Familienplanung zu finanzieren? Falls wir als Gesellschaft ein solches Modell unterstützen wollen, dann ist das ok. Aber nicht die Unternehmen sollen dafür bezahlen, sondern die Gesellschaft.

        • G. Müller says:

          Autsch, der sitzt aber tief. Da könnte man sich ja auch fragen, warum Ehepaare mit besten Einkommen sich keine 10 Kinder und mehr leisten. Denn da ist es ja keine Frage des Einkommens.. Ich finde, das war wirklich unter der Gürtellinie, Herr Schneider.
          Und übrigens lasse ich mich (und gewiss auch andere) auch nicht gern in eine bestimmte Ecke drängen, nur weil ich finde, dass jeder Mensch das Anrecht darauf hat, von seiner Arbeit würdig leben zu können.

          • Stefan Schneider says:

            Herr Müller, Ihr Nazi Vorwurf war unter der Gürtellinie. Habe ich Sie in irgendeine Ecke gedrängt?
            Erklären Sie bitte, was an meiner Frage unter der Gürtellinie war? Soll die Familienplanung tatsächlich von den eigenen ökonomischen Möglichkeiten total entkoppelt werden? Die arme Familie mit den zwei Kindern anzuführen, um die Wähler auf einer emotionalen Schiene anzusprechen, ist gleich verwerflich wie die SVP Taktik mit den bösen Ausländern. Sie versuchen mit Emotionen von einer vernünftigen Diskussion abzulenken.

          • Janine Meier says:

            Herr Schneider, ich befürworte staatliche Eingriffe in manche Bereiche sehr wohl, aber anderen Leuten in die Familienplanung reinzureden, ist dann doch sehr chinesisch. So, nun ist es ein Kommunisten-Vorwurf, den Nazi-Vorwurf sehe ich sowieso nicht.
            Die Initiative fordert ja nicht mehr Lohn für Familien mit mehr Kindern, insofern muss das Unternehmen hier gar nichts ausbaden.

  • sepp z. says:

    Habe als Mann bisher die Mindestlohninitiative unterstützt.
    Sehe nun das erste Argument, gegen diese Initiative sein zu müssen: Ich verabscheue männerverachtende Hardcore-Feministinnen. Sowas schadet der Gesellschaft. Deshalb wohl ein NEIN.

    • Gabriel S. says:

      @sepp z.; “Männerverachtend”? Woher holen Sie diesen Unsinn? Aus einer frauenverachtenden Mentalität? Fragt sich wirklich, wer der Gesellschaft mehr schadet.

    • Guido Meier says:

      Diese Aussage kann ich nicht ernst nehmen: “Habe als Mann bisher die Mindestlohninitiative unterstützt.”

      Aber ich hoffe, dass die Geschlechtsumwandlungs-OP in eine “männerverachtende Hardcore-Feministinnen” nach dem 19. Mai 2014 durchgeführt wird und somit noch ein “Nein” verbleibt…

    • Janine Meier says:

      Den gleichen Lohn für Mann und Frau zu fordern ist also männerverachtend? Oder ist das nur männerverachtend, wenn eine Frau es tut?

  • Müller says:

    Richtig! Ich als Konsument bin auch bereit noch mehr zu zahlen wenn’s bei den Richtigen ankommt! Die Herren Nein-Sager sind schlicht weg asozial!

    • John Zysset says:

      Herr Müller die KMUs die Leute entlassen müssen weil sie es sich schlicht und einfach nicht leisten können jedem ungelernten Hilfsarbeiter 4000 Fr. zu zahlen sind in keinster Art und Weise Asozial , ich bezeichne Leute wie Sie als Asozial da Leute wie sie sogenannte “Kollateralschäden” in Kauf nehmen , die Schweiz ist jetzt schon eine Hochpreisinsel aber das scheint Leuten wie ihnen Egal zu sein , was nützt ihnen eine Lohnerhöhung wenn sie es durch Erhöhung von den Lebenshaltungskosten gradewegs wieder ausgeben müssen?Sie hätten dann einen höheren Lohn aber mehr leisten könnten sie sich nicht!

      • Janine Meier says:

        KMUs in welchen Branchen meinen Sie eigentlich?
        Wieso würde ein Mindestlohn Lebenshaltungskosten erhöhen? Die werden sowieso erhöht, genauso wie sowieso die Automatisierung und somit Streichung von Jobs mit niedrigeren Anforderungen stattfindet. Das hat mit einem Mindestlohn genau gar nichts zu tun.

        • John Zysset says:

          Frau Meier das die Lebenshaltungskosten steigen werden ist sicher ,haben sie das Gefühl das insbesondere kleine KMU Betriebe die Mehrausgaben von Löhnen so einfach aus dem eigenen Sack bezahlen können? Haben sie überhaupt nur ein klein wenig Ahnung wie Kleinbetriebe am kämpfen sind ,ich glaube nicht ! Leute wie sie werfen ALLE Betriebe in den gleichen Topf , bei ihnen verdienen sich ALLE Bösen Chefs eine Goldene Nase und ALLE Chefs unterdrücken das Personal! Unterhalten sie sich doch einmal mit einem Chef von einem Kleinbetrieb, würde insbesondere ihnen nicht schaden !

          • Janine Meier says:

            Nun, von welchen Branchen sprechen Sie nun? Statt mich nur anzugreifen, dürfen Sie gerne auf meine Frage antworten.
            Ja, nicht allen KMUs geht es gut. Das hängt aber nicht zuletzt damit zusammen, dass in den letzten Jahren so viele Firmen gegründet wurden, wie noch nie und nun mal nicht jeder das Zeug dazu hat. Und dass in vielen bestehenden KMUs wichtige Veränderungen verpasst wurden. Ein Mindestlohn würde das eine oder andere KMU “lüpfen”, aber ein anderes mit besserem Businessplan wird an seine Stelle treten, wenn das Produkt/die Dienstleistung gefragt ist.

  • Naseweis says:

    Ehrlich,ich weiss noch nicht was ich am 18.Mai in Bezug auf die Mindestlohninitiative abstimmen soll.Da kämpfen zwei Herzen in meiner Brust.Mein Leben hätte sich zum Guten verändert wenn ich damals schon von solch einer Lösung hätte profitieren können – ich befürchte aber ernsthaft das ein Mindestlohn auch eine unschöne Kehrseite hat. Wer soll und w i l l das Ganz bezahlen und werden damit nicht sicher viele unterbezahlte Stellen abgebaut?
    Zur Ethik und Moral jeden Arbeitgebers sollte es doch gehören seine Angestellten eine gerechte Entlöhnung für die Arbeit zu bezahlen – ohne ein Gesetz!

    • Janine Meier says:

      Das ganze wird einerseits durch die Verminderung der Marge und des Cheflohns bezahlt und andererseits kurbelt ein Mindestlohn die Wirtschaft an, Betriebe werden rentabler, höhere Löhne liegen drin.
      Die Nachfrage nach Coiffeur- und Restaurantbesuchen, sauberen Büros, gefüllten Kühlschränken und neuen Kleidern ist da. Es macht also keinen Sinn, Stellen abzubauen, denn wie sollte man dann die Bedürfnisse der Konsumenten befriedigen?
      Leider haben viele Arbeitgeber keine Moral und Ethik. Nicht umsonst leben wir nicht in einer freien Marktwirtschaft. Der Mensch ist sich selbst der grösste Fein.

      • Remo Roffler says:

        @Janine Meier, was passiert, nach Ihrer Expertise, wenn die Kaufkraft der Arbeitnehmer tatsächlich staatlich verordnet steigen sollt, mit dem Angebot in Sachen Preise?

        • Janine Meier says:

          Können Sie Ihre Frage präzisieren? Wollen Sie wissen, inwiefern sich die Preise verändern? Sie werden minim steigen. 10Rp. pro Kaffee ungefähr. Was meinen Sie “mit dem Angebot”?

          • Remo Roffler says:

            Ihre planwirtschaftliche Präzision ist verblüffend, offenbar auf den Rappen genau. Die Kaufkraft im untersten Lohnsegment steigt also, zweifellos in angrenzenden Segmenten ebenfalls. Somit werden auch generell die Preise der Güter und Dienste des alltäglichen Gebrauchs steigen, nicht nur beim Kafi; das Angebot wird teurer. Schlussendlich leidet die untere Einkommensschicht am meisten, welche Sie zu vertreten vorgeben, da dies bei Besserverdienenden nicht so in’s Gewicht fällt.

  • Jonas Reich says:

    Ich finde einfach immer noch zahlreiche Jobs, welche schlicht und einfach nicht Fr. 4’000.- pro Monat wert sind …

    • Nadja Rashad says:

      Wie zynisch! Das würde dann wohl heissen, dass die Menschen, die diese Jobs erledigen, es nicht wert sind, anständig davon leben zu können…

      • Jonas Reich says:

        Nicht zynisch, sondern die bittere Realität, Frau Rashad.

      • Bescheidener says:

        Was ist anständig leben Frau Rashad? Für meine Grossmutter war eine Nussschnecke zum Geburtstag schon Luxus, heute ist vieles alltäglich was eigtl Luxus ist, Auto, Handy usw. Leute in diesem Lohnsegment müssen ihre Bedürfnisse dem Lohn anpassen, bescheidener werden, oder sich weiterbilden. Kenne niemanden der 20 Jahre auf seinem Branchenmindestlohn rumdümpelte, dies kommt noch dazu. Ich habe günstige Hobbies, Wandern, Velofahren, Computerspiele. Einer meiner Bekannten hat über zwei Jahre mit einem Lohn von 3300 überlebt (zu zweit mit Freundin). Man muss halt Prioritäten setzen. Bescheiden sein

        • Naseweis says:

          Das lässt sich leider sehr leicht sagen/schreiben. Aber wenn sie Kinder haben ist es eine sehr schwierige Aufgabe denen immer wieder verständlich machen zu müssen weshalb die und das nicht möglich ist. Der Druck in Schulen ist so ungeheuer gross und für Kinder oft nicht zu ertragen. sie werden gemobbt und ausgerenzt und da braucht es von der Familie ganz viel Kraft, Geschick, Einfühlungsvermögen und Phantasie um die “auszumerzen” und zu relativieren.

          • Bescheidener says:

            Nasweis, dies ist ein gesellschaftliches Problem leider. Habe noch nie jemanden wegen den Preisschildern seiner Kleidung oder Statussymbole beurteilt. Man muss Kindern beibringen (hat bei mir auch funktioniert), dass man eben nicht alles sofort haben kann. Bin mittelständisch aufgewachsen, Geldmangel hatten wir zwar nie, lag aber an unserer Lebensweise. Habe Bekannte welche weniger verdienen, trotzdem zwei Autos fahren, viel öfters in die Ferien gehen usw. Viele haben das Sparen verlernt. Und Kinder aus Einkommensarmen Familien sind oft verwöhnter, da die Eltern auf alles verzichten…

    • Naseweis says:

      wert sind!!!!
      Eine sehr zynische Aussage von Ihnen, natürlich ist es, leider, eine Realität aber deshalb noch lange nicht richtig oder gar gerecht!

    • Janine Meier says:

      Welche Jobs denn, Herr Reich?

    • Neni says:

      achso Jonas …sicher finden Sie aber genug Jobs in welcher 25000 Fr. im Monat “Wert” ist…Sie haben den Artikel missverstanden ….es geht nicht nur um den Wert der Arbeit…sonder das jeder seinen Beitrag zu einer Funktionierenden Wirtschaft trägt..und wenn er dies zu 100% tut dann ist das sicher im minimum Fr. 4000.– wert…solange es Jobs gibt bei denen weit über Fr. 25000.- im Monat bezahlt wird..

  • tina kolly says:

    Bitte nicht, nun wird auch noch das Frauen-gegen-Männer Klische bemüht, um uns den Mindestlohn zu verkaufen. Wie uns Frau Alleva vorrechnet, scheint der Mindestlohn ja sowieso nur die wenigsten Leuten zu betreffen, wieso sollte man den diesen einführen? Aber was solls, die Umfragen zeigen es, die ganze Chose steht sowieso auf verlorenem Posten. Am besten wird schon jetzt damit angefangen, der teuren Gegenkampagne die Schuld für die 65% Niederlage zu geben…

    • Janine Meier says:

      Es erkranken auch nur die wenigsten Menschen an Parkinson, weshalb wird dann nach Medikamenten dagegen geforscht? Es sind auch nur die wenigsten Menschen reich, weshalb stimmen wir denn immer wieder für Steuersenkungen für Reiche?

  • R. Merten says:

    Die sehr vermögenden Gewerkschaften können nur fordern und wie im Fall Giezedanner mit Unwahrheiten operieren. CHF 4000.-soll jeder Arbeitnehmer erhalten, ob qualifiziert ist oder nicht spielt keine Rolle. Bei einem solchen Lohn würden hauptsächlich Lehrlinge, ungelernte oder arbeitsunwillige Personen einseitig begünstigt. Fast jeder Arbeitnehmer, der sich weiterbildet, mit Einsatz und Leistungswille seine Arbeit macht, verdient über CHF 4000.-. Jeder hat es in der eigenen Hand, im Leben auch finanziell weiterzukommen. Dazu braucht es keine UNIA oder Staatsentlöhnung !

    • Janine Meier says:

      Können Sie bitte erklären, inwiefern ein Mindestlohn Lehrlinge begünstigt?

      • R. Merten says:

        Ganz einfach, Janine. Lehrlinge haben je nach Lehrjahr einen Lohn zwischen 2000.- und ca. 3000.-. Bei Annahme der Initiative müssten dann auch CHF 4000.- bezahlt werden. So ist es wenigstens vorgesehen. Das wäre dann einfach viel zu viel für einen Auszubildenden.

        • Janine Meier says:

          In welcher Branche bitte haben Lehrlinge einen Lohn zwischen 2000.- und 3000.-? Sie träumen wohl? Üblich sind 600-800 im ersten Lehrjahr und maximal 1500.- im letzten. Die Initiative sieht Ausnahmen für besondere Arbeitsverhältnisse vor und es wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass Auszubildende genau einem solchen besonderen Arbeitsverhältnis unterstehen. Genau wie Praktikanten und Arbeitnehmer von geschützten Arbeitsplätzen.

          • R. Merten says:

            in Banken und Versicherungen, Janine- und das sind tausende von Lehrstellen

          • Janine Meier says:

            Sie haben aber schon verstanden, dass Lehrstellen nicht vom Mindestlohn betroffen sind?
            Und bitte, keine Bank bezahlt einem Erstlehrjahrslehrlich 2000.-!

  • Marc Siegrist-Balmer says:

    Werte Frau Alleva, ihr Schlussabschnitt enthüllt einen gewichtigen Teil ihres Weltbilds: Männer sind Nein-Sager und Bankangestellte sowieso alle Abzocker. Als männlicher Bankangestellter werde ich also gleich doppelt abgestempelt, herzlichen Dank dafür! Die volkswirtschaftliche Komponente der Mindestlohn-Diskussion werde ich angesichts ihrer dürftigen Argumentation (wer argumentiert denn schon nicht mit ‘moderaten’ Kosten) und dem offensichtlich fehlenden Basiswissen weglassen. Aber an ihrem Menschenbild sollten sie, Frau Alleva, noch kräftig arbeiten. Respekt ist keine Einbahnstrasse!

  • John Zysset says:

    Auf die Frage , Wer hat Angst vor einem “Fairen” Mindestlohn ? ALLE Kleinbetriebe die am kämpfen sind , ob es den Befürwortern passt oder nicht ,bei Annahme der Initiative wird es 100% Menschen geben die diese Initiative verfluchen da sie sich vor oder im Arbeitsamt RAV wiederfinden ! Chemische, Banken und sonstige Multis haben mehr als genug Geld um solche Löhne zu zahlen, bei kleinen KMUs werden solche Mindestlöhne Existenzängste auslösen ! Die einzig richtige Lösung könnte nur die Regierung bieten , Lebenshaltungskosten runter und auch kleinere Löhne werden wieder Kaufkraft haben !!!

  • master meier says:

    ich bin als tieflohnbezüger dagegen, nach meiner lehre verdiente ich 3600.- langsam habe ich mich auf 4050.- hochgearbeitet. nun soll einfach jeder der rumblödelt links und rechts neben mir den gleichen lohn erhalten? das wertet meine leistung massiv ab.

    • Guido Meier says:

      Das dürfte so nicht ganz richtig sein, wenn die Initiative angenommen werden würde – wovon wir nicht ausgehen, dann würden eben ein Lohn von 4050 auch angehoben werden müssen – es würden im Ergebnis sämtliche Löhne ein bisschen gehoben werden.

      Das ist nur einer von vielen Mangeln der Initiative; aber hier muss man sich keine Sorgen machen.

      • R. Merten says:

        Ihre Aussage stimmt nicht, Hr. G. Meier. Der Lohn von Master Meier würde nicht automatisch angehoben !

    • Janine Meier says:

      Wer rumblödelt, hat in der Regel gar keinen Job und stellt somit keine Konkurrenz für Sie dar. Darf ich fragen, welcher Beruf Sie ausüben?

    • Bernhard Ecklin says:

      Master Meier, Sie bringen es auf den Punkt. Logisch würde eine Lohnspirale nach oben die Konsequenz sein. Sie würden sich sicher nicht mit CHF 4’050 zufrieden geben, wenn der Ungelernte CHF 4’000.- bekommt.
      Die Initianten geben keine Kommentare zu denen die “auf der Strecke” bleiben ab, mit gutem Grund. Sie interessiert nur wer Arbeit hat. Wer sie verliert? Nicht ihr Problem. Arbeitslose? Kein Problem, ab ins RAV oder in die Sozialhilfe, auf jeden Fall Wählerpotential für sich selber, “win-win”
      Ihnen gratuliere ich zu Ihrem seriösen, beharrlichen Weg und, dass Sie eine Lehre absolviert haben.

  • Paul Müller says:

    Ich, ein Herr Nein-Sager, komme mit Brutto 3800.- pro Monat aus. Hier geht es doch nicht um Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen. Es ist nunmal statistisch so, dass Frauen sich Jobs mit tieferen Löhnen auswählen. Männer, welche die selbe Arbeit als diese 70% haben, verdienen auch weniger als 4000.-. Bitte machen Sie doch nicht aus jedem politischen Thema ein Geschlechterkampf. Und wenn Sie schon mit Zahlen beweisen möchten, wie arm die Frauen doch sind: 67.5% aller Obdachlosen sind männlich.

    • Janine Meier says:

      “Es ist nunmal statistisch so, dass Frauen sich Jobs mit tieferen Löhnen auswählen.” Die ewige Huhn- oder Ei-Frage. Ich bin überzeugt, dass Kleinkindererzieherinnen so schlecht verdienen, weil dieser Beruf von Anfang an fast nur noch Frauen ausgeübt wurde. Sie nicht?

      • Paul Müller says:

        In der Automobilbranche sind die Löhne ähnlich tief und dieses Gebiet wird durch Männer dominiert.

        • Janine Meier says:

          In der Autobranche beträgt der Mindestlohn für volljährige Hilfsarbeiter im Kanton ZH 3850.- Das ist ziemlich nahe bei den 4000.- und wir sprechen hier von Ungelernten! Der Mindestlohn für Gelernte liegt einige 100.- höher als 4000.- Haben Sie noch eine andere Branche als besseres Beispiel?

  • Marcel says:

    Aha, diese Initiative ist also keine initiative die von Wirtschaftliche Argumenten getragen wird, sondern von Feministische Argumente. Man spielt die Frau mal wieder gegen den Man aus, um verwirrte Linke Hobbys zu realisieren.
    “Die Herren Nein-Sager verdienen deutlich mehr, oft ein Vielfaches vom Lohn, den sie als Untergrenze so vehement bekämpfen.”
    Wieso nicht die Frauen Nein-Sager. Als ob es nur Männer gibt die NEIN sagen. Wenn man die Umfrage Statistiken glauben schenken darf, stimmt ein beachtliche Frauen Anteil Gegen diese Initiative.

  • hans meier says:

    Ich bin durchaus dafür, dass es Mindestlöhne gibt, aber ich habe mit der Initiative meine Mühe. Mindestlöhne gehören für mich nicht in die Bundesverfassung. Was ist wenn der Franken grosse Wertveränderungen erfährt? Dann sind 4000.- plötzlich extrem wenig oder viel. Lohngleichheit ist dadurch nicht gegeben, weil das Leben in der Schweiz nicht überall gleich teuer ist. Der Mindestlohn müsste an die Lebenshaltungskosten in der jeweiligen Region gekoppelt und veränderbar sein, dass würde auch ich ja stimmen.

    • Janine Meier says:

      Der Mindestlohn wird nicht starr 4000.- betragen, sondern wie die AHV immer wieder angepasst werden. Nach unten oder oben.
      Die Initiative sieht vor, dass Kantone den Mindestlohn nach oben anpassen, also verändern können. Ich lege Ihnen nahe, den Initiativtext zu lesen, denn dort steht all das, was sie momentan noch bezweifeln.

    • Ich bin absolut Ihrer Meinung. Kommt hinzu, dass es die Preise durchs Band weg nebst der Mehrwertsteuer, die prozentual ausgerichtet ist, für einen beträchtlichen Teil aus der Bevölkerung, die keine Anpassungen erfahren, massiv erhöhen würde.
      Da man es oben nicht geschafft hat, versucht man es nun von unten, was letztendlich das gleiche Resultat erzielen würde – nämlich nichts!
      Das Bild oben mit den 10 Rappen ist reichlich naiv! Schlaumeier schlagen gleich doppelt bis dreifach zu, da ihnen das Argument für ungerechtfertigte Preiserhöhungen frei Haus geliefert wird!

      • Ups! Mein Kommentar richtet sich an Herrn Hans Meier, nicht an Frau Janine Meier!

        • Janine Meier says:

          Ich antworte Ihnen trotzdem gerne. Sie gehen dann also zum Schlaumeier, bei dem der Kaffee nun 30Rp. mehr kosten und nicht zum “Dummen”, bei dem der Kaffee nur 10Rp. mehr kostet? Selber schuld.

          • Sie meinen also, Touristen-, Eintages-Ausflügler und Leute, die beruflich unterwegs sind, sollten vor Ort erst mal Preisvergleiche anstellen, bevor sie sich einen Kaffee gönnen? Statt des Mindestlohnes wäre ich für die offizielle Wiedereinführung des Trinkgeldes. Das würde mehr anspornen und einen aufmerksameren und freundlicheren Umgang, gerade im Gastgewerbe, erheblich verbessern. Bei einem Mindestlohn fehlen diese Anreize. Das gleiche gilt für den Coiffeur-Beruf.

  • Bescheidener says:

    Frau Alleva habe ich vor 1-2 Monaten im Club bestaunen können, dort ging es um die Masseneinwanderungsinitiative, dort behauptete sie doch tatsächlich nicht zu verstehen wieso die Landbevölkerung die Initative annahm, sind ja Gar nicht betroffen (im Sinne von Hinterwäldler). Nur um ein Teil des Welbilds dieser Dame aufzuzeigen. Meine Freundin in einer Coiffeusenlehre wird Nein stimmen, obwohl sie nach der Lehre “unwürdige” 3800 verdienen wird.Grund: In ihrem Betrieb sorgt die Chefin dafür dass alles rund läuft bei einem Lohn unter Männerbankerniveau, schafft 2 Lehrstellen und 2 Arbeitsplätze!

    • Janine Meier says:

      200.- mehr würden also alle Coiffeurbetriebe ruinieren? Wenn die Verkäuferin mehr verdient, kann sie sich den Coiffeurbesuch öfters leisten. 200.- sind 2-3 Kunden mehr pro Monat.

      • Paul Müller says:

        Ein Haarschnitt kostet bei mir und bei meinen weiblichen Kolleginnen zwischen 30 und 50 Fr. Macht also zwischen 4 und 6 Coiffeurbesuchen. Ausserdem gibt es Material zu bezahlen, die Zeit für die zusätzlichen 4-6 Kunden muss man finden, der Lohn der Putzfrau steigt auch. Falls Sie realistisch rechnen wollen, sollten Sie eher mit 10-15 zusätzlichen Kunden rechnen Frau Meier.

        • Bescheidener says:

          Habe ich erwähnt, dass der ganze Betrieb zusammenfällt? Fr. Meier? Es geht mir nur darum, dass ich schweizweite Mindestlöhne nicht unterstütze. Wahrscheinlich sehen Sie, Fr. Meier, Unternehmer als böse Personen an und gönnen ihnen den Lohn von nichtmal 6000 CHF (bei vollem Risiko, sieht bei vielen KMU so aus) (da 2 Lehrlinge bei einer Mitarbeiterin und einer Chefin ins Geld gehen!) nicht. Aus welchen Gründen auch immer. Haben Sie schon mal einen Coiffeurenbetrieb geleitet? Wissen Sie was die Dinge kosten? 2-3 Kunden bringen vlt 180-300 CHF UMSATZ, hier ist aber noch nichts gezahlt meine Liebe.

          • Janine Meier says:

            Steigen denn die Mietkosten, wenn 2-3 Kunden mehr pro Monat kommen? Nein. Welche zusätzlichen Kosten kommen denn hinzu? Natürlich habe ich noch nie einen Coiffeurbetrieb geleitet, deshalb lasse ich mich gerne über die zusätzlichen Kosten aufklären, wenn 2-3 Kunden mehr kommen.

        • Janine Meier says:

          30.- für einen Haarschnitt? Wo ich wohne, kostet ein Damen-Haarschnitt mindestens 50.- und das ist ohne Waschen und Föhnen. Das sind auch die üblichen Preise bei den grossen Ketten. Selbst ihr Kollege “Bescheidener” meint, 2-3 Kunden bringen 180-300.- mehr Umsatz.
          15 Kunden pro Monat mehr à 50 Franken = 750.- Franken. Sie wollen allen Ernstes behaupten, dass 550.- Franken draufgehen für den höheren Lohn der Putzfrau und das Shampoo?

          • Bescheidener says:

            Nein, die Produkte die verwendet werden sind oft teuer (12.- z.B für ein Mittel, welches für einen Kunden ausreicht, bei spezieller Pflege usw.), 1. und 2. brauchts für diese weiteren Kunden ZEIT, wenn ein Coiffeuregeschäft jetzt schon ausgelastet ist, woher nehmen? Ausserdem, meldet sich Jeannine Meier freiwillig und betreibt aktives Marketing für die GESAMTE Coiffeur/Floristen/Putzbranche. Oder fallen die 15 Neukunden nach Annahme der Initiative vom Himmel? Sind Unternehmer (vorallem von KMU welche betroffen sind) alles böse Abzocker?

          • Janine Meier says:

            Dass die Produkte teuer sind, rechtfertig die tiefen Coiffeurlöhne? Mir ist auch klar, dass Umsatz nicht dasselbe ist wie Gewinn. Wenn ein Coiffeurgeschäft ausgelastet ist, kann es sich wohl 4000.-Löhne leisten, nicht? 50% der Coiffeusen verdienen ja heute schon mehr als 4000.-
            Wenn auch die Floristin mehr verdient, leistet sie sich den Coiffeurbesuch öfter, geht öfter ins Restaurant etc.
            Es sind eben nicht nur vor allem KMU betroffen, sondern auch grosse Schuhladenketten, welche in den Händen von Millionären sind. “KMU” wird hier nur als Ausrede verwendet für unfähige Unternehmer.

  • Markus F. Baumgartner says:

    Annahme:
    als Besitzer eines KMU Betreibers kann mir niemand vorschreiben wieviele Mitarbeiter ich anstellen muss. Ganz einfach, man entlässt einen Teil, damit der Mindestlohn ausgeglichen werden kann, der Rest geht im solzialen Netz unter…..und wer bezahlt Dieselbe, natürlich der Steuerzahler… na Bravo ¨¨!!!

    • Chrampfer says:

      Wenn Sie Hr.Baumgartner mit weniger Angestellten das gleiche Arbeitsvolumen bewältigen können um den gleichen Gewinn zu erwirtschaffen, damit Sie den Mindestlohn bezahlen können, dann frage ich mich wie Sie bisher gerechnet haben. Sind Sie eventuell ein heimlicher Sozialist?

  • Heimwehbasler says:

    Frau Alleva, Sie polemisieren genau wie Ihre Gegner. Bleiben Sie doch sachlich: es ist nicht der Millionär oder der UBS-Mitarbeiter, der das Problem lösen kann, indem er verzichtet. Die “Wirtschaft”, wie Sie sie nennen, sind wir doch alle! Und wir sind alle auch Kunden – und dort liegt das Problem. Solange im Advent die halbe Schweiz “ins Dütsche” zum Einkaufen fährt, und nur noch auf den billigsten Preis schaut, wird es für Unternehmer in der Schweiz immer schwieriger, gute Löhne zu verdienen. Ihr Gewerkschaftler könntet hier mal eine Kampagne machen – z.B. “Geiz kann Arbeitsplätze kosten”

  • Ursina says:

    Ich lade Frau Alleva ein, ein paar Tage im Restaurant zu arbeiten. Sie würde sich wundern, über die Diskussionen, betreffend Preisgestaltung in der Gastronomie. Da sind 10 Rappen mehr für den Kaffe oder die Stange Bier schon Wucher. Mehr bezahlen möchte keiner. Mehr verdienen schon. Auch der Betreiber des Restaurants. Dieser trägt schliesslich das ganze Risiko und die Kosten. Nur dass dieser jetzt gar nichts davon hätte. Gar nicht davon zu reden, dass die meisten Wirte unter dem Strich diesen angestrebten Mindestlohn nicht im Entferntesten erreichen.

    • Janine Meier says:

      Der Mindestlohn in der Gastrobranche wurde in den letzten Jahren um 50% erhöht und trotzdem sind die Restaurantpreise nicht grossartig gestiegen. Wenn ein Wirt keine 4000.- bezahlen kann, ist er ein schlechter Wirt und soll besseren Wirten Platz machen, von denen es genügend gibt. Heutzutage meint jeder Träumer, er könne ein Restaurant eröffnen und reich werden und dann kommt das böse Erwachen. Das Führen eines Restaurants wird einfach unterschätzt und dann werde die tiefen Löhne mit der ausbleibenden Kundschaft gerechtfertigt, der angeblich der Kaffee zu teuer ist.

  • Hans Meister says:

    Liebe Frau Alleva, der Lohn steht im direkten Zusammenhang mit der Wertschöpfung. Der Konsument bestimmt den Preis (und auch ob eine Dienstleistung oder ein Produkt produziert wird). Hört man Ihnen zu (oder liest man Ihrem Beitrag), könnte man meinen, wer frecher ist, schneller oder rücksichtsloser, der verdient mehr. Im Kleinen und bei wenigen Ausnahmen mag dies wohl zutreffen (wie es auch Mindestlohnempfänger gibt, die Ihren Verpflichtungen als Arbeitnehmer nicht nachkommen, aber kassieren). Deshalb das obenbeschriebene Konzept zu missachten grenzt an Verblendung.

  • Hans Meister says:

    Und übrigends, beim Bund ist der Durchschnittslohn höher als bei der UBS (Tagesanzeiger). Dies ist insofern schockierend, da Beamte (Bund) eine sehr hohe Jobsicherheit erfahren und Entlöhnungsteigerung nicht primär an Wirtschaftlichkeit gekoppelt ist; man könnte auch sagen, man wirft gutes Geld schlechtem nach.

  • Remo Maßat says:

    Die Leute sollen froh sein, wenn sie überhaupt Arbeit haben. Vor allem wenn sie aus dem Ausland kommen.

    • Janine Meier says:

      Ist das nicht etwas zynisch? Arbeiter, sei froh, dass du bei mir für 3000.- überhaupt arbeiten darfst! Wenn dir das Geld nicht reicht für deine Familie, geh halt aufs Sozialamt und lass mich abkassieren! Der Staat schaut schon für dich und nun lass mich in Ruhe!
      Ist es das, was Sie wollen?

    • Peter Steiner says:

      Herr Massat, zahlen Sie lieber mehr Steuern für deren Sozialhilfe?

  • Adam Rechenberg says:

    Wer will Lohngleichheit?

    Fairness: Jeder soll gleiche Chancen haben, nicht gleiche Ergebnisse.

    Intelligente und angepasste Mindestlöhne sind in Gesamtarbeitsverträgen geregelt.

    • Janine Meier says:

      Über 50% der Arbeitnehmenden ist aber keinem GAV unterstellt. Die Initiative sieht ausdrücklich die Förderung von GAVs vor.

      • Stefan Schneider says:

        Ich will aber absolut sicher keinem GAV unterstellt werden.

        • Janine Meier says:

          Wieso denn nicht? In welcher herrlichen Branche arbeiten Sie denn, die so sicher ist, dass hohe Löhne bis ans Ende aller Tage garantiert sind?

  • Philipp M. Rittermann says:

    der mindestlohn schadet genau denen, die darauf angewiesen sind. wir müssen aufhören mit der sozialistischen gleichmacherei.

    • Janine Meier says:

      Wir müssen aufhören mit dieser Angstmacherei. Egal, welche Initiative, sobald sie von den Linken kommt, ist das einzige Argument der Bürgerlichen: Arbeitsplatzverlust.
      Es geht nicht um Gleichmacherei, es geht um einen Mindestlohn. Bessere Qualifikation wird immer besser bezahlt sein.

  • Remo Roffler says:

    Des süsse Gift der Planwirtschaft verlockt offenbar immer wieder. Die Worte zum Ködern sind auch immer gleich: Gerecht, anständig, Anrecht. Alles zwar im Sinne des Betrachters; im eigenen Konsumverhalten kommen diese aber selten bis nie vor. Und wenn der einstweilige Mindestlohn in der Verfassung nicht mehr reicht, wird er wohl einfach erhöht werden. Ob Dienste und Produkte auch gefragt und konkurrenzfähig sind, bleibt aussen vor.

    • Janine Meier says:

      Ein Mindestlohn ist Planwirtschaft, Sozialhilfe für Working Poor und damit die Subventionierung von Arbeitgebern, welche miserable Löhne zahlen, ist aber okay?
      Für eine Erhöhung des Mindestlohn ausserhalb des Teuerungsausgleichs etc wäre wiederum eine Volksabstimmung nötig wie bei allen Verfassungsänderungen. Er würde also nicht “einfach” erhöht.

      • Remo Roffler says:

        @Janine Meier. Sie fahren zweifellos den Ansatz: Wir gegen die. Wir, geknechtete Angestellte, sie, ausbeuterische Arbeitgeber. Das widerspiegelt die Realität aber nur im marginalen Bereich. Der Lohn ist zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu vereinbaren, kein Verfassungsgegenstand.

        • Janine Meier says:

          Überhaupt nicht. Ich verstehe mich mit meinem Arbeigeber sehr gut, was aber auch daran liegt, dass ich anständig bezahlt werde. Leider sind nicht alle Arbeitgeber wie meiner und nicht alle haben eine eben so gute Ausbildung wie ich und können sich den Arbeitgeber aussuchen.
          Der Arbeitgeber sitzt aber nun mal am längeren Hebel: Arbeite für 3500.- oder ich finde einen anderen, der das macht. Der Schweiz geht es nur so gut, weil wir eben keine freie, sondern eine soziale Marktwirtschaft haben. Survival of the fittest ist etwas für Tiere.

  • Anna Lyse says:

    Bitte Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht verwechseln. Gleiche Ausgangslage für alle heisst nicht, dass alle automatisch berechtigt sind, dasselbe zu erhalten. Aber die gleiche Ausgangslage gibt jedem die Chance, einigermassen dasselbe zu erreichen. Was man daraus macht, ist und muss jedem selber überlassen sein.

    There is no such thing as a free lunch – Adam Smith.

    Und was hat die UBS und deren Bonuszahlung mit der ganzen Debatte zu tun?

  • C. Meier says:

    Und wann kommt die Inititative für Mindestrente von Fr. 4’000.-?! Es gibt viele Pensionäre, die keine Fr. 4’000.- ausbezahlt erhalten und dennoch damit auskommen (müssen).

    • Naseweis says:

      Das wäre doch mal eine gute Idee!Es ist nämlich nicht sehr angenehm zu den Menschen zu gehören die ihr Leben lang voll gearbeitet,wenig verdient haben,als Frau lange Jahre keiner Pensionskasse angehören konnten und nun von der AHV leben müssten und oft EL beziehen müssen um über die Runden zu kommen.Bis man nämlich EL bekommt muss man sich, je nach Gemeinde, doch sehr vieles gefallen und über sich ergehen lassen. Eine AHV von mind. Fr. 4000.– würde auch da vieles leichter machen und Demütigungen ersparen (ich weiss EL sind keine Almosen, aber dieser Eindruck entsteht oft) – also weshalb nicht

    • Janine Meier says:

      Es kursieren verschiedene Pläne für die Erhöhung der AHV-Renten. Allerdings muss man dabei beachten, dass ein Pensionär in einer völlig anderen Lebenssituation stect und in der Regel nicht noch zwei Kinder mitfinanzieren muss.

      • Janine Meier says:

        Höhere Löhne sorgen nicht zuletzt für grössere AHV-Einnahmen, mit welchen höheren Renten finanziert werden können.

    • Peter Steiner says:

      Rentner verfügen oft über einiges Vermögen. Wem die Rente nicht reicht, kann Ergänzungsleistungen beantragen.

  • Franz Diethelm says:

    Die Frage sollte doch auch lauten wie und wer definiert welcher Job wie viel Wert ist. Ein Buschauffeur hat eine riesige Verantwortung…eine Krankenschwester auch. Was bringt ein Bank Manager einer Gesellschaft…
    Ich werde JA stimmen weil ich für gerechte Löhne bin….

    • Naseweis says:

      Ob ich JA stimmen werde weiss ich heute noch nicht, aber auch ich bin für g e r e c h t e Löhne. Ob der Weg dahin durch einen Artikel im Gesetzt erreicht werden kann, bezweifle ich stark. Zudem sind für mich gesetzlich garantierte Mindestlöhne absolut keine gerechten Löhne.

    • Thomas Müller says:

      Der Bank Manager wird ja auch nicht von “der Gesellschaft” bezahlt sondern von der Bank. Der Buschauffeur vom Busunternehmen. Wenn Sie das für ungerecht halten versuchen Sie doch ein eigene Busunternehmung zu gründen welche den Fahrern die Millionenboni gibt welche gerecht wären.
      Sie können natürlich stimmen was Sie wollen aber Mindestlohn wird die Bankengehälter nicht betreffen und allfällige Lohnerhöhungen für Tiefverdiener müssen zuerst von den Konsumenten finanziert werden bevor sie nicht zur Arbeitslosigkeit führen. Sie können also gerade so gut JA stimmen weil es nur 2 Buchstaben hat..

  • Hans Meister says:

    Angst? keine Angst, aber Hirn, zur Mindestlohninitiative Nein zu sagen.

  • Kurt Gsell says:

    Um auf die Überschrift zu kommen: Ein Mindestlohn, der min. 2,5 x so hoch ist, wie in den umliegenden Ländern, kann kein “fairer Mindestlohn” sein. Das wäre für Kleingewerbler ruinös und würde, vor allem im Niedriglohnsegment, Arbeitsplätze kosten.

  • java says:

    verdient der angestellte zuwenig, zahlt das sozialamt dazu, d.h. der steuerzahler……

    kann ein unternehmer kein anständiges salaire (mindestlohn) bezahlen, soll er die arbeit gefälligst selber erledigen… oder zumindest soll er eigenständig den differenzbetrag beim staat einfordern und sich somit auch einer kontrolle unterziehen müssen.

    wer 100% arbeitet, darf nicht zum sozialfall werden.

  • Erich Meier says:

    Schon heute bereitet das starke Lohn- und Preisgefälle zwischen der Schweiz und dem nahen Ausland viele Probleme. Mit dem Mindestlohn würden sich diese weiter verschärfen und einen Exodus vieler Betriebe mit geringer Wertschöpfung bewirken. Weil die Löhne und somit Preise steigen würden noch viel mehr Schweizer jenseits der Grenze einkaufen. Beizen, Coiffeursalons usw. würden dann vielleicht folgen und dort neu eröffnen, u.U. mit demselben Personal aber zu viel tieferen Löhnen. Ist das der Sinn der Initiative ?

    • Janine Meier says:

      Und dann fahren wir alle schnell nach Italien zum Haareschneiden, nach Frankreich zum Einkaufen und lassen das Büro in Deutschland reinigen? Den Garten transportieren wir nach Österreich, um ihn bestellen zu lassen? Abendessen gibts nur noch in Polen? Und das Schweizer Personal zieht auch in diese Länder, um dort zu einem für Schweizer Verhältnisse miserablen Lohn zu arbeiten?

      • Stefan Schneider says:

        Frau Meier, wirtschaftliche Zusammenhänge sind leider etwas komplexer, als sie es hier versuchen darzulegen. Klar kann ein grosser Teil dieser Dienstleistungen nicht im Ausland eingekauft werden. Aber was wird passieren: 1. Wird der Konsum reduziert. 2. Die Dienstleister geben den Druck einfach an ihre Lieferanten weiter: Der Coiffeur wird sich den Laden von einem Italienischen Schreiner bauen lassen und die Pflegeprodukte im Ausland einkaufen, der Wirt wird die Esswaren vermehrt im Ausland beziehen etc. Das sind die indirekten Folgen.

        • Janine Meier says:

          Der Konsum wird nicht reduziert, denn mehr Leute haben mehr Geld, um überhaupt zu konsumieren. Tadaaa.
          Auch der italiensiche Schreiner ist dem Mindestlohn unterstellt, wenn er in der Schweiz geschäftet. Wenn die Pflegeprodukte und Esswaren im Ausland so viel günstiger sind, wieso ist dann überhaupt noch jemand so dumm und kauft sie in der Schweiz?

          • Stefan Schneider says:

            Frau Meier, wenn das stimmt, haben sie gerade das wirtschaftliche Perpetuum Mobile entdeckt… Leider wurde Ihre Theorie schon mehrmals praktisch widerlegt.

  • Josef Rutz says:

    Mindestlohn NEIN! – Bedingungsloses Grundeinkommen JA!
    Begründung:
    Ein Mindestlohn ist nicht umsetzbar, weil er von einer Arbeitsstelle und Arbeitgeber abhängig ist. Ohne Arbeitsstelle – kein Mindestlohn! Die Finanzierung ist nicht möglich!
    Das bedingungslose Grundeinkommen von der Wiege bis zur Bahre hingegen wird von der Arbeit abgekoppelt und wird zum bedingungslosen Bürgerrecht mit oder ohne Arbeitsstelle! Die Finanzierung ist möglich, erfordert aber eine fundamentale Reform des gegenwärtigen Banking- und Steuersystems! Die Zeit ist reif!

    • Stefan Schneider says:

      Können sie erklären, inwiefern eine Reform des Bankingsystems die Finanzierung des BGE ermöglicht?

  • M. Widmer says:

    Es verdienen ungefähr 1,5 Millionen Personen 1000 Fr weniger im Monat Teuerungsbereinigt als vor 25 Jahren. Das sind 2 Milliarden Jährlich weniger AHV-IV-ALV, das ist sehr viel. Der Mindestlohn ist gut und die Schweiz ist in Europa fast das einzige Land die keinen hat. Ich hoffe es gibt nie die Verhältnisse wie in Deutschland, da Arbeiten 2 Millionen 100 % und bekommen noch Sozialgeld dass Sie auf das Existenzminimum kommen. So was hat es vor 20 Jahren nicht gegeben. Damals verdiente niemand 5 bis 100 Millionen im Jahr.

  • Janine Meier says:

    Ich finde es doch bezeichnend, dass der Blog und die Initiative hier nur auf das Geschlechterthema heruntergebrochen werden – von den fast ausschliesslich männlichen Kommentatoren wohlgemerkt. Es überrascht mich, dass es noch keine Initiative zur Abschaffung des Frauenstimmrechts gibt. Frauen, was fällt euch ein, denselben Lohn zu fordern wie die Männer? Eure Arbeit aus Coiffeuse, Kleinkindererzieherin, Floristin und Kassiererin ist nun mal nichts wert!
    Und was mich ernsthaft frage: Sind die werten Herren Kommentatoren hier alle ledig? Welche Frau im 21. Jh. heirateten denn einen solchen Mann?

    • Marcel says:

      Liebe Frau Meier: Sie sagen: “Ich finde es doch bezeichnend, dass der Blog und die Initiative hier nur auf das Geschlechterthema heruntergebrochen werden ”
      und etwas weiter sagen Sie: “Frauen, was fällt euch ein, denselben Lohn zu fordern wie die Männer?”
      Wer macht von dieser initiative ein Feministen Thema, Sie doch und Frau Alleva.

      • Janine Meier says:

        Mit meinem Kommentar habe ich auf die Kommentare hier reagiert. Der Mindestlohn hat viele andere Aspekte, die gender-Frage ist eine davon.
        Ich finde die Tatsache, dass 70% der Tieflöhner Frauen sind, durchaus erwähnenswert. Das macht einen jedoch noch lange nicht zur Feministin. Aber dass man aus Frau Allevas Blog nur die Geschlechterfrage herauszieht und sie als Feministin beschimpft (nicht bezeichnet), ist doch etwas tragisch im Jahr 2014.
        Dass der Satz “Frauen, was fällt euch ein…” ironisch gemeint war, haben Sie schon verstanden, oder?

        • Paul Müller says:

          70% aller Obdachlosen sind Männer und trotzdem gibt es weitaus mehr Obdachlosenhilfe für Frauen. Beide Geschlechter geniessen Vorteile und müssen einstecken in anderen Belangen, so ist das Leben nun einmal Frau Meier. Und wie bereits erwähnt, Sie wählen Ihren Job selbst aus.

          • Janine Meier says:

            Und weil 70% der Obdachlosen Männer sind, ist es gerechtfertigt, dass Frauen schlechter verdienen? Ich habe eine These zu den 70% Obdachlosen: Frauen werden eher von Bekannten aufgenommen, weil erstens Frauen solidarischer sind (das ist statistisch erwiesen) und deshalb andere Frauen aufnehmen, zweitens man eine Frau eher aufnimmt, weil man sie für ungefährlicher hält und drittens weil das Sorgerecht öfter Frauen zugesprochen wird und der Bahn bei der Scheidung erst recht aus der Bahn geworfen wird. Ja, auch Männer werden in der Schweiz benachteiligt. Aber heisst dass etwa, dass wir das

          • Janine Meier says:

            hinnehmen sollen? Natürlich nicht. Genau so wie sich Männer für mehr Gleichberechtigung einsetzen bezüglich des Sorgerechts, dürfen sich Frauen für faire Löhne einsetzen.
            Ja, die Frauen wählen die Berufe selbst. Aber das rechtfertigt noch lange nicht, dass sie schlechter bezahlt werden dürfen. Soll eine Frau etwa Maurerin werden, nur weil sie da mehr verdient als als Floristin, obwohl ihr der Maurerberuf überhaupt nicht gefällt?

          • Stefan Schneider says:

            Frau Meier, Frau Alleva hat mit ihrem Beitrag gezielt die Männer angegriffen/provoziert. Die Mindestlohninitiative ist das völlig falsche Instrument, um Lohnungleichheit zu bekämpfen. Aber anscheinend werden in der Verzweiflung von den Befürwortern alle Argumente herangezogen, die nochmals ein paar Stimmen bringen könnten. Gemäss ihren eigenen Angaben löst diese Initiative ja praktisch alle Probleme der Schweiz: Mehr Lohngerechtigkeit, mehr Arbeitsplätze, höhere Renatbilität der Betriebe, weniger Sozialausgaben, mehr AHV, mehr Gerechtigkeit. Auf ins Paradies!

          • Janine Meier says:

            Herr Schneider, wenn Sie sich angegriffen fühlen, ist das Ihre Sache.
            Auf ins Paradies, Sie sagen es! Für manche Leute ist eine Lohnerhöhung von wenigern 100.- tatsächlich wie das Paradies. Man fühlt sich geschätzt, kann von seinem Lohn leben, kann sich am Geburtstag vielleicht sogar den Restaurantbesuch leisten und dem Kind Musikunterricht bezahlen.

  • G. Monkowski says:

    Den Arbeitnehmern in der Schweiz geht es immer noch besser als in allen europaeischen Staaten. Von den Schweizer Niedrigsteuern koennen die meisten Europaeer nur traeumen. Das ist Fakt. Menschen die arbeiten sollten genug verdienen, so dass der Steuerzahler nicht eingreifen muss. Glueckliche Schweiz – den amerikanischen Reichtumswahn oder den Wahnsinn der Reichen gibt es noch nicht.

  • Jungunternehmer says:

    Bei Grossunternehmen finde ich 4 kCHF als Minimum korrekt. Ebenfalls bei Betrieben, die sehr bedingt nur dem Markt ausgesetzt sind (Coiffure, Gastgewerbe, Landwirtschaft). Niemand geht ins Ausland Kaffee trinken, nur weil der 10 Rp mehr kostet. Und wenn es ein bisschen Strukturwandel braucht, um vernünftige Wertschöpfung zu erzielen, dann sei es halt so. Für Jungunternehmen kann der Mindestlohn aber problematisch werden, wenn man die Ausnahmebestimmungen nicht sinnvoll umsetzt. Ich habe mir selbst die ersten 2 Jahre 1800 CHF/Monat ausbezahlt – und müsste dann der Hilfskraft 4 kCHF bezahlen??

    • Janine Meier says:

      Welchen Lohn Sie sich als Selbstständiger auszahlen, bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie sich eine Hilfskraft leisten wollen, müssen Sie sie anständig bezahlen. Die kann ja nichts dafür, dass Ihr Geschäft nicht genug abwirft.

      • Paul Müller says:

        Achso Frau Meier, sie hätten gerne 4000 CHF im Monat, ein 6monatiger Kündigungsschutz, aber Risiko wollen Sie auf keinen Fall tragen.

        • Janine Meier says:

          Wenn Sie das sagen, wirds woh so sein. Sie wissen genau nichts über mich, also behalten Sie doch ihre unqualifizierten Bemerkungen für sich. Danke schön.

      • Jungunternehmer says:

        Wenn 4 kCHF gilt, gilt das doch? Immerhin bin ich Angestellter einer juristischen Person, die ich nicht selbst bin (obwohl ich viel mit der zu tun habe).
        Anständigen Lohn habe ich immer bezahlt, aber halt nicht Geld, sondern Beteiligung, also Risiko mit Chance, was unterdessen einen Wert über 4 kCHF hat, aber auch letztlich weniger hätte sein können bzw. unmittelbar weniger war. Viel Glück, wenn bei sowas dann Beamte Erbsen zählen kommen.

  • Martin says:

    Liebe Frau Alleva,
    Der Gedanke hinter der Initiative ist sehr sympathisch und scheint erstrebenswert. Der Mindestlohn an sich ist jedoch tatsächlich das falsche Instrument. Sie erwähnen den Grund sogar gleich selbst: Die Lebenserhaltungskosten werden sich erhöhen (Kaffeepreis!), was den anfänglichen Effekt des Mindeslohns (erhöhte Kaufkraft der Geringverdiener) über die Zeit zunichte machen wird. Und so werden, auch wenn keine einzige Arbeitsstelle ausgelagert wird und der Konsum auf dem selben Niveau bleibt, die Coiffeuse und der Florist am Ende genau gleich dastehen wie zuvor.

    • Janine Meier says:

      Wer weniger als 4000.- verdient, geht sowieso nicht auswärts Kaffee trinken. Und selbst wenn er das 1x/Woche tut, wird er die 40 Rp. im Monat verkraften. Die Preise bei den Lebensmittelgrossverteilern werden nicht steigen, denn die bezahlen heute in der Regel schon anständige Löhne. Auch in der Schuh- und Textilbranche werden kaum grossartige Preiserhöhungen zu spüren sein, denn mit solchen würde sich ein Laden völlig konkurrenzunfähig machen. Der Schuhladenketterbesitzer wird etwas weniger verdienen, aber hey, bei den Millionen, die er auf dem Konto hat, wird ihn das nicht gross schmerzen.

      • Martin says:

        Hallo Frau Meier,
        Sehr schöne Ausführung und durchaus legitime Überlegungen. Leider befürchte ich, dass die Realität anders aussehen wird. Das Problem ist doch, dass es nicht bei den Lohnerhöhungen auf CHF 4000 bleiben wird. Wenn wir mal die Höchstverdiener ausklammern aus der Rechnung, so bleiben jede Menge Mittelständler, deren Lebenshaltungskosten steigen werden, die dann höhere Löhne verlangen, was die Kosten wieder steigert (und das geht vom Kaffee bis zur Miete), bis schlussendlich das neue Gleichgewicht gefunden ist und dieses entspricht dem Alten. [Auch spannend:VWL Gleichgewichtslohn]

        • Janine Meier says:

          Dass ein Mindestlohn die Mietpreise steigen lässt, halte ich doch für sehr unwahrscheinlich. Dass die Mietpreise jedoch sowieso steigen werden, ist wiederum sehr wahrscheinlich. Bis zur Immobilienblase und dann haben wir das grosse Geheul. Aber das ist ein anderes Thema.
          Natürlich sollte man etwas gegen die ewig steigenden Lebenskosten machen, aber ich halte es trotzdem für unverzichtbar, dass man zunächst für angemessene Löhne sorgt. Denn das Steigen der Lebenskosten zu stoppen, ist extrem kompliziert und lässt sich nur durch staatliche Eingriffe lösen und das würde das Volk niemals annehmen.

          • Beat says:

            Fr. Meier, leider hat Martin recht, Die Idee dass die Preise nicht steigen können basiert auf der Idee von vorhandener Tiefpreiskonkurrenz. Diese wiederum kann ausschliesslich aus dem Ausland stammen, sonst wäre Ihre Überlegung sowieso falsch. Inländische Tiefpreiskonkurrenz verschwindet ja logischerwese nach der Abstimmung. Entweder erhöht sie die Preise und ist nicht mehr Tiefpreis, oder sie verschwindet zugunsten verfügbarer Importe. Damit beweisen Ihre eigenen Ausführungen dass Arbeitsplätze zuhauf verloren gehen werden. Merke: Grosse Teile der Wirtschaft arbeiten mit geringer Marge!

  • Silvio Burch says:

    merkt denn keiner, dass die Mehrkosten durch Preiserhöhrungen wieder wett gemacht werden? Wer zahlt das? Genau, der Kunde. D.h. der mit den 4000.- Mindestlohn ist dann automatisch wieder ein working poor. Ein Rattenschwanz.
    Auf das dümmliche Argument der Nein-Stimmenden Männern gehe ich gar nicht erst ein. Was für ein Käse.

    • Janine Meier says:

      Die Preise können nicht allzu stark steigen, denn dadurch würden sich die Betriebe selbst ausser Konkurrenz setzen. Bereits heute gibt es genug Firmen, die anständige Löhne zahlen und trotzdem moderate Preise anbieten. Doch sie werden heute von schlechtzahlenden Firmen unterboten und genau dies soll verhindert werden. Faire Löhne, faire Preise.

  • Ulrich Schweizer says:

    Ein fairer Mindestlohn liegt mindestens 30% tiefer, als der Lohn eines ins Berufsleben eintretenden nach einer 4jährigen Lehre. Alles andere ist unfair gegenüber denen, die sich seriös ausbilden.

    • Janine Meier says:

      Nur liegen die Einstiegslöhne nach einer 4-jährigen Lehre nicht alle gleich hoch. Soll der Mindestlohn also 30% tiefer liegen als der tiefste Einstiegslohn oder als der höchste? Wer sich seriös ausbildet, wird auch mit dem Mindestlohn noch mehr verdienen als der Ungelernte. Ausserdem kann er sich weiterbilden und wird immer mehr verdienen. Der Ungelernte bleibt ewig bei den 4000.- stehen.

  • M. Widmer says:

    Die meisten Gewerbebetriebe die ich kenne haben den letzen 10 Jahren das Personal stark vergrössert. Die bilden auch Lehrlinge aus. Die wenigen Betrieb mit einem Chef und einem angestellten die keine Lehrlinge haben und keine 4000 Fr Lohn zahlen kann sind selber schuld. Die meisten Betriebe gehen aus anderen Gründen Konkurs, Fahren teure Autos, sind nicht sparsam oder verbringen viel Zeit im Restaurant.

  • Thierry Mauvaiseherbe says:

    Gruss aus Asien. Europa, und dazu gehört die Schweiz, werden ihr blaues Wunder erleben. Das Lohnniveau der Schweiz ist viel zu hoch, das vom restlichen Europa immer noch, weil die Leute zuwenig Stunden arbeiten. Es für ungelernte Jobs so hoch zu fixieren wird für viele Menschen das Arbeitsleben zerstören und sie zu Abhängigen machen. Ist das menschlich oder solidarisch? Alle die für den Mindestlohn sind haben wirtschaftliche Zusammenhänge fundamental misverstanden und sollten nicht abstimmen gehen, der Schaden ist irreparabel und verlorene Jobs kommen nicht wieder, siehe Rest von Europa.

    • Andreas Dietrich says:

      @mauvaiseherbe: Ich hoffe doch sehr, dass sie selbst 2 US$ pro Tag verdienen und darum Propaganda für Hungerlöhne machen? Dann verfügen sie nämlich über die Erfahrung, dass es sich auch unter solchen finanziellen Verhältnissen gut in China, Indien etc. leben lässt. Wenn nicht dann sparen sie sich bitte ihre weltfremden Kommentare. Zum Beispiel hat die Schweiz ihre Textilindustrie selbst ruiniert mit dem Verkauf von Textilmaschinen in die ganze Welt. Habe aber noch nie gehört, dass diese Industrie eine Hochlohnbranche war. Diese Jobs sind aber trotzdem weg!

  • Peter Steiner says:

    Mit garantierten Mindestlöhnen würde es Unternehmen schwerer fallen, Kosten zu sozialisieren, d.h. auf die Allgemeinheit abzuwälzen.

  • Stefan Schneider says:

    Wenn ja alle Nein-Sager Männer sind, muss sich Frau Alleva gar nicht vor einer Niederlage fürchten. Schliesslich gibt es mehr Frauen als Männer….

  • gabi bossert says:

    Eine Lösung für Gerechtigkeit ist diese Initiative nicht. Wenn ich alleine in unserer Agglomeration täglich diese Luxusmarken an Autos herum fahren, parkieren und wieder fahren sehe, dann wäre es sinnvoll, erst einmal wirkliche Zahlen über die Armut in unserem Land zu erhalten. Und auf welchem Level beginnt für uns in der CH überhaupt Armut. Schon sind die Osterstaus vorbei, boomen bereits die Flug- u. Reisegesellschaften für den Sommer. Und ich bin sicher, sobald Viele die 4000CHF plötzlich erhalten, möchten sie doch einen rechtem Wagen auf Leasing. Ich werde mich hüten zuzustimmen.

    • Janine Meier says:

      Wir sprechen hier von 4000.-. Diese Leute wären einfach froh, ihrem Kind etwas zu Weihnachten schenken und am Geburtstag vielleich einmal ins Restaurant gehen zu können. Wissen Sie, was es heisst, von <4000 zu leben mit zwei Kindern? Ihre Haltung ist doch etwas überheblich, meine Liebe. Wenn Sie wirkliche Zahlen über die Armut in der Schweiz erhalten wollen, googeln Sie doch einfach, die Website des Bunds gibt darüber detailliert Auskunft.

  • Beat says:

    Hollo! Diese Frau hat möglicherweise recht. Wenn in so überwältigendem Mehr die Frauenlöhne in dem Bereich sind, in dem sie nach dem Ja an der Urne in untragbare Höhen angehoben werden müssen, dann werden logischerweise überdurchschnittlich viele Frauen mit überdurchschnittlich tiefen Löhnen arbeitslos. Somit gleicht sich sehr schnell die Lohnungleichheit an, weil Frauen mit höheren Löhnen genau so wenig betroffen sein werden wie Männer. Also doch Ja stimmen? ;-))
    Vielleicht doch eher nicht. Denn durch die erhöhten Arbeitslosenbeiträge bleibt mir netto dann doch auch weniger.
    ;-((

    • Janine Meier says:

      Fallen Sie doch nicht auf das billige “Der Mindestlohn kostet Arbeitsplätze”-Argument herein. Die Wirtschaftsverbände bringes es bei jeder linken Abstimmung und doch ist es nicht zwingend wahr. Der Mindestlohn kurbelt die Wirtschaft an, weil mehr Geld ausgegeben wird und damit werden keine Arbeitsplätze gestrichen. Dafür sinken die Ausgaben für die Sozialhilfe, weil weniger working poor darauf angewiesen sind.

      • Beat says:

        Fr. Meier, Sie haben sicher den leicht bitteren Humor in meinem Beitrag bemerkt. Interessanter ist die Antwort eines gewissen Martin weiter oben zu einem Ihrer früheren Beiträge. Ich habe diese noch ergänzt. Dort drücke ich mich sachlicher aus. Schauen Sie doch mal weiter oben nach.
        Ich achte Ihre Kenntnisse in wirtschaftlichen Dingen, gehe aber davon aus, dass Sie in einem weit verbreiteten Irrtum stehen: Nämlich dass die Mehrheit der Betriebe in der CH mit komfortablen Margen arbeitet und die Differenz schlucken kann. Das stimmt nicht. Ich kenne das aus eigenem Berufsleben.

  • Andreas Tase says:

    Wie viel verdient denn Frau Alleva und wie hoch ist der Lohn eines durchschnittlichen Unia-Mitarbeiters? Ist sie soviel besser als die verhassten “Herren Nein-Sager”? Was ist eigentlich mit den Frauen, die gegen den Mindestlohn sind? Wo bleibt das sonst so von linker seite geförderte Gendern?

  • Francesca says:

    Die Mindestlohninitiative ist ein Misstrauensvotum den Gewerkschaften gegenüber. Zürich ist nicht Chiasso, Bau nicht kaufmännisch, die Sozialpartner wissen, was es “verträgt”. Alles über eine Schere zu scheren greift zu kurz, gefährdet Branchen, schont die Falschen.

    • Janine Meier says:

      Deshalb wir ja auch nicht alles über einen Kamm geschoren, sondern es handelt sich um einen Mindestlohn. Soll ein KV-Angesteller seine 6500.- verdienen, dagegen sagt doch niemand etwas. Es geht darum, dass Verkäuferinnen, Floristinnen, Putzfrauen und Serviceangestellte einen anständigen Lohn verdienen. Die Initiative sieht ausserdem vor, dass die Kantone den Mindestlohn anpassen können, dann verdient die Putzfrau in Chiasso 4000.- und in Zürich 4200.- Die Preise in der Migros sind in Chiasso ja auch nicht tiefer als in Zürich, nur die Mietpreise.

  • f.a. blume says:

    Der Mindestlohn leistet einen wichtigen Beitrag zur Lohngleichheit.
    .
    wir brauchen und wollen keine lohngleichheit
    sondern existenzsichernde mindestlöhne
    .
    und das wird mit selbstbewussten arbeitnehmern, die wissen was sie wert sind
    ….. und bereit sind dafür zu kämpfen / streiken erreicht
    doch genau das wird mit den gesammtarbeits- / knebelverträgen
    ….. mit stillhalteabkommen und streikverbot der gewerkschaften erreicht
    .
    die gesammtarbeits- / knebelverträge verhelfen den arbeitgebern zu sicheren gewinnen
    die vorwiegend in den teppichetagen und unter den aktionären verteilt werden

  • Thomas Huber says:

    Ich lese und sehe immer nun 4000.-!! Aber über die realen Zahlen, dass es sich beim Monatslohn lediglich um ausbezahlte Fr. 3210.- und beim Stundenlohn sogar nur um Fr. 2950.- handelt schreibt niemand, na ja, fast niemand, hier gibt es einen interessanten Artikel dazu: http://politisch.ch/mindestlohn-initiative-falsche-panikmache-der-gegner/

  • Rudi says:

    Vor was haben die Gegner eigentlich so viel Angst vor diesem Mindestlohn? Wenn durch diese minime Erhöhung der ArbeiterInnen der untersten Lohnkategorie die ganze Wirtschaft kaputt geht, dann wird ja das sofort wieder geändert!
    Die Angst ist sicher bei jenen Grossverdiener begründet, welche vielleicht, aber nur vielleicht ein bisschen weniger Bonus zu ihrem grossen überrissenen Lohn erhalten. Der Grossverdiener geht nur einmal zum Coiffeur und der 4000.- Verdiener kann es sich vielleicht auch einmal leisten zum Coiffeur zu gehen, gönnt im das doch…. stimmt doch einfach, JA!

    • Rudi, es ist leider so: Der Grossverdiener geht wöchentlich zum Coiffeur, der arme Kleinverdiener schneidet seine Haare und Bart selbst, damit er bis Ende Monat noch etwas zum beissen hat. Eine Änderung ist dringend nötig, weil die Diskrepanz zu gross ist, unser System hinkt, das kann nicht mehr so lang gehen. EIN GROSSES JA !

  • Stefan Kunz says:

    Der Mindestlohn wird in grenznahen und strukturschwachen Gebieten zu erhöhter Arbeitslosigkeit führen (Abwanderung von Firmen ins viel günstigere Ausland, Einkaufen, zum Coiffeur gehen “ennet der Grenze”; grosses Angebot an Arbeitskräften aus dem grenznahen Ausland mit viel tieferen Löhnen müsste zu tieferen Löhnen führen, was unmöglich gemacht wird (Angebot und Nachfrage); Der Mindestlohn macht Lehren unattraktiver (ein Ungelernter verdient unter Umständen gleich viel); der Mindestlohn wäre in der Verfassung fixiert und könnte nur durch eine Verfassungsänderung gesenkt werden – viel zu träge!

  • Wer arbeitet sollte in der Lage sein dezent und korrekt leben zu können, ohne das Sozialamt zu besuchen oder 2 – 3 Jobs nachgehen zu müssen. Die Schweiz ist reich, das Leben ist sehr teuer (siehe KK, Mietzinsen, Lebensmitteln, Kleidung usw.) Wenn die Wirtschaften für eine Tasse Kaffee 5.50 CHF, oder 4.50 CHF für eine Stange Bier verlangen können, sollten sie auch in der Lage sein, ihre Mitarbeiter anständig zu entlöhnen. Für ein Mindestbruttolohn von 3600 CHF, arbeitet niemand bis zu 14 Studen täglich…!

  • Stefan Binkert says:

    Wieso wird immer von 4’000.-/Monat gesprochen? Der Initiativtext erwähnt einen Mindestlohn von 22.-/h. Damit man mit diesem Lohn auf 4’000.- kommt, wird eine 42h-Woche vorausgesetzt. Es gibt aber doch schon einige Branchen, die kürzere Wochenarbeitszeiten bei einem 100%-Pensum kennen. So ist zB bei einer 40h-Woche der Mindestlohn dann 3’813.-
    Es ist schade, dass wahrscheinlich aus abstimmungstaktischen Gründen hier mit Zahlen argumentiert wird, die die Initiative selber gar nicht kennt.

  • sugus says:

    Wenn Frau Meier/Herr Dubois im kleinen Dorflden im Jura arbeitet, der m2 Land einen Bruchteil von dem kostet, was er in ZH tut, so kann es nicht sein, dass diese Beiden mind. Fr. 4000.- verdienen un der gleiche Job in ZH auch mit Fr. 4000.- (mindesten) ebenfalls. Irgendwie geht das nicht auf. Idee in den Grundzügen schon gut, aber SO in der CH nicht verwirklichbar! Genau wie Fr. 2500.- für alle: dee in den Grundzügen schon gut, aber SO in der CH nicht verwirklichbar! Man sollte ein wenig weiter denken, als nur bis Ende Monat!

  • Thomas says:

    Die Einführung ist aus meiner Sicht schon ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn Menschen müssen endlich auch wieder von ihrem Gehalt leben können und auch eine Familie davon ernähren können. Grundsätzlich muss sich in diesem Bereich trotz allem noch einiges mehr tun.

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