Managed quoi ?

Les adversaires de la réforme de la santé ont la partie facile. Non seulement le projet est compliqué au point d’être incompréhensible, mais il en a également l’air, grâce à son titre de « managed care ».

Les sondages montrent que de nombreux électeurs ne connaissent pas la signification de l’expression « managed care ». Comme cette vieille dame qui s’en prend au « management care », auquel elle est complètement opposée. Et quelqu’un de poser cette question : « pourquoi n’a-t-on pas choisi un mot français et compréhensible par tous ? »

Depuis, le Parlement a ressassé d’innombrables fois ce projet, l’a trimballé de tous côtés, l’a rejeté puis a repris les consultations à son propos. Des commissions ont planché dessus durant une éternité.

C’est vrai cela, pourquoi ? Apparemment, ce néologisme calqué sur le modèle de santé des États-Unis n’a pas dérangé les parlementaires. Aux États-Unis, les assurances-maladie ont commencé à contrôler les coûts à partir des années 1990, sous la pression croissante de la concurrence. Elles y sont parvenues en passant des accords avec les médecins et les hôpitaux. Cela a intéressé les milieux européens des politiques de santé, et des modèles similaires ont été mis en place de ce côté de l’Atlantique. Le terme de « managed care » a fait son apparition au Parlement suisse en 1997.

C’était il y a 15 ans. Depuis, le Parlement a ressassé d’innombrables fois ce projet, l’a trimballé de tous côtés, l’a rejeté puis a repris les consultations à son propos. Des commissions ont planché dessus durant une éternité. Et jamais personne n’a eu l’idée d’en traduire le titre ? On s’est bien rendu compte que ce n’était pas un bon titre, affirme Ruth Humbel, conseillère nationale PDC et partisane de la première heure. C’est pourquoi la Commission de la santé publique a opté pour le terme de « soins intégrés », et n’a fait que remplacer le terme « managed care » dans le texte de loi, en oubliant tout bonnement le titre.

De gauche à droite, les députés, Ruth Humbel (PDC), Ignazio Cassis (PLR) et Toni Bortoluzzi (UDC), lors d'une présentation du projet le 27 avril 2012. (Image : Keystone)

La conférence de conciliation organisée à l’automne 2011 aurait été la dernière occasion de modifier le titre du projet, et aurait sans doute augmenté de quelques points ses chances de succès. Les « soins intégrés » ne semblent pas très attrayants, mais c’est au moins un terme français. Une meilleure expression aurait pu être : « réseaux de médecins ». Ou encore : « baisse des primes ». Le titre d’un projet ne doit pas forcément refléter son contenu de manière exacte. Prenons par exemple l’« impôt sur les bonus », mis au vote dans le cadre de l’initiative sur les rémunérations. Ce titre suggère que ceux qui touchent des salaires exorbitants devraient mettre davantage la main à la poche, ce qui n’est pas le cas.

L’honnêteté ne paie pas toujours sur le long terme, mais est souvent sanctionnée. Et les tricheurs sont récompensés. En politique tout du moins.

56 Comments sur «Managed quoi ?»

  • Robert Mächler says:

    Ist eigentlich bekannt wie hoch die Kosten auf Grund von Doppelspurigkeit ist, denn das ist ja das Haupargument der Beführworter.
    Ich frage mich zu dem, ob ein Model in der Schweiz erfolg haben kann bzw. positiv aufgenommen werden kann, wenn es sich da um ein Kontrollmechanismus handel. Heisst zwar nett, Managed Care, aber geht es dabei nicht eher um das, dass jemand von der KK sich immer wieder meldet und sich erkundigt wie es einem geht etc. (natürlich nur nach gemeldeter Krankheit/Behandlung) Was solche Sachen anbelangt, sind wir halt auch wieder ein eigenes Völkchen.

    • Cornelis Bockemühl says:

      Das ist schon seit Jahren meine allerwichtigste Frage: Wo entstehen eigentlich die hohen Kosten? Und wo findet das (gegenüber anderen Kosten) überproportionale Wachstum statt?

      Und dann könnte man mal sehen ob man das wirklich so will oder ob es da was zu optimieren gibt.

      Stattdessen werden immer wieder neue “Bölimänner” gesucht und auf die dann geschossen (im Moment sind es die bösen “Ärzte-Hopper”). Um irgendeiner Lobbygruppe einen Gefallen zu tun (im aktuellen Fall wohl die KK).

      Was bringen tut’s immer – nur nicht den Patienten! Denn alle anderen verdienen ja Geld dabei… 😉

      • Peter S. says:

        Nach meiner Erfahrung als KK-Experte sind es keine 0,5% der Versicherten, die von Arzt zu Arzt laufen. Hohe Kosten sind durch die nie umgesetzte Spitalplanung entstanden. Dies dürfte sich künftig mit der Fallpauschale (hoffentlich) regulieren. Kostensteigerung hat sich auch der stark erweiterte Leistungskatalog im KVG 1996 ausgewirkt. Aber auch hier will das Volk möglichst alles zum Spottpreis. Ich denke an die alternativen Heilmethoden, die dann nicht zu Lasten der KK ausgerichtet werden sollte, wenn sie keine Wirkung wissenschaftlich nachweisen lässt. Aber das Volk wollte es.

        • will williamson says:

          Ich denke auch, dass das “Ärztehopping” nicht der grosse Kostentreiber ist. Die Deutschen haben versucht, das mit der Praxisgebühr zu reduzieren. Ich sehe da aber eher eine höhere ordentliche Franchise von z.B. Fr. 1000 gegen einen angemessenen Prämienrabatt. Wenn das Hüpfen aus dem eigenen Sack bezahlt werden muss, werden sich viele überlegen, ob der Arztwechsel nötig ist. Wenn andrerseits der Patient den Eindruck hat, dass der Arzt nicht weiter kommt, ist es ja legitim, dass er den Arzt wechselt. Auch ein Teil der Bagatellkonsultationen würde durch eine höhere Franchise wohl verhindert.

    • Cornelis Bockemühl says:

      Auf solche Angaben hoffen wir doch seit Jahren: WO entstehen im Gesundheitswesen eigentlich die hohen Kosten, WO die massiven Kostensteigerungen? Mit Zahlen bitte! Ohne dies iist doch jedes neue “Sparkonzept” nur ein Voodoo-Zauber!

      Stattdessen wird nur immer ein neuer Bösewicht ausgepackt, auf den wir dann hauen sollen – im Moment die “Ärzte-Hopper”. Damit wird dann das Rezept irgendeiner Loppy-Partei durchgedrückt – dieses Mal die KK.

      Wirklich Kosten senken will eh keiner: Für alle – ausser den Patienten! – sind die “Kosten” ja Gewinn! Und die haben keine Lobby…

    • Fritschi Jörg says:

      Sehr geehrter Herr Mächler
      6% der Hospitalisationen sind eine Folge mangelnder Kommunukation unter den Ärzten, dies gemäss Schweiz. Stiftung für Patientensicherheit.
      20% aller Patienten werden von mehr als 6 Leistungserbringern behandelt.
      Diese beiden Zahlen zeigen deutlich, dass unser Gesundheitswesen doch noch verbessert werden kann.
      J. Fritschi, Präsident Dachverband Schweizer Ärztenetze

  • Hans says:

    Umso besser, wenn der Name der Vorlage auch noch mithilft, dass der Unsinn nicht durchkommt.
    Die Vorlage bringt mehr Medizinbürokratie, mehr Bevormundung und ist zudem auch noch unsozial!
    NEIN, danke.

    • Alois Krieger says:

      Ja, aber die jährlichen Erhöhungen der Krankenkassenprämien sind auch nicht gerade sozial. Und wenn die Gesundheitskosten ganz mit den Steuern bezahlt würden, dann stiegen die Kosten wohl noch schneller an. Denn wenn Private Leistungen an andere verkaufen können, für die die Kunden nichts bezahlen, dann ist das sicherlich ein gutes Geschäft für die Ärzte.

      Momentan haben wir eine marktwirtschaftliche Lösung auf dem Papier, aber die Mechanismen des Marktes spielen nicht, weil die Krankenkassen verpflichtet sind, alles zu bezahlen.

  • Stefan W. says:

    Im Prinzip ist es schon richtig, wenn man für ein amerikanisches Konzept den Originalbegriff verwendet. Es hilft auch bei der Entscheidung, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen: Managed Care führe in den USA ja keinesfalls zu einem günstigeren oder besseren Gesundheitswesen. Im Gegenteil: Nirgends in der westlichen Welt ist es so unsozial und kostet dabei so viel. Würde man hierfür einen eigenen, deutschen Begriff verwenden würde man suggerieren, dies sei nun etwas anderes als Managed Care und damit den Stimmbürger an der Nase herumführen. Denn es sind im Prinzip dieselben Rezepte.

  • Cornelis Bockemühl says:

    “Managed Care” ist garnicht so schlecht (ausser dem englisch…): Bisher ist “care” eine Angelegenheit zwischen Patienten und medizinischem Personal; Krankenkassen sind reine Finanz-Intermediäre. Neu sollen sich die KK als “Manager” zwischen Patienten und Gesundheitsdienste klemmen.

    “Integrierte Versorgung”, “Ärztenetze” oder “tiefere Prämien” ist schlecht weil irreführend: Das ist ja nicht wirklich das Neue an dem Paket: schon heute gehen sehr viele immer zuerst zum Hausarzt!

    Treffender auf deutsch wäre: “Verwaltete Gesundheit”. Allerdings macht man damit keine Zustimmungs-Prozente…

  • Ralf Schrader says:

    Das war das erste, was mir auch auffiel. Der schlechte Titel verleitet zum genaueren Hinsehen und man erkennt die Mogelpackung (gutes Versorgungsmodell, politisch aber schlechtest möglich ausgestaltet) schneller. Integrierte Versorgung wäre unkritischer durchgegangen und hätte das inhaltliche Modell getroffen. Ärztenetzwerke hingegen wäre falsch, weil es die bereits gibt und man dafür kein neues Gesetz braucht. ‘Tiefere Prämien’ allerdings hätten zumindest fachlich Beschlagene (z.B. FMH) sofort als groben Betrug entlarvt und gebrandmarkt. Hoffen wir, das der nächste Versuch besser gelingt.

  • Philipp Rittermann says:

    die vorlage ist in der tat obsolet.

  • Sonja Sempacher says:

    Glauben Sie im Ernst, dass das vorgeschlagene neue Gesundheits-System besser wird, wenn man es`” integrierte Versorgung ” nennt? Unterm Strich bleibts wie es unter Managed-Care ist. Wenn man dieser Krankenkassenidee zustimmt, bekommt man als Patient weniger fürs gleiche Geld. Und ists erst mal etabliert, wird die Schraube angezogen, dann gibts immer weniger und weniger. Und einige ganz oben in den Glaspalästen bereichern sich. Leider auch dabei: unsere sogenannten PatientenschützerInnen! Die sind nämlich in den Firmen, die Managed-Care organisieren mit gut dotierten Posten dabei! Achtung!

  • Mark Keller says:

    Wer nicht weiss was unter “Managed Care” verstanden wird, der sollte auch nicht abstimmen dürfen. Der Begriff wurde nun so lange in den Medien und bei den Krankenversicherern gewälzt, dass nun wirklich alle mitbekommen haben sollten, um was es geht. Der Titel “Tiefere Prämien” ist irreführend. Es geht nicht primär um tiefere Prämien, sondern um ein Versicherungsmodell, bei welchem den Versicherten ein Prämienbonus gewährt wird. Dies ist nicht gleichbedeutend mit dem Generalbegriff “Tiefere Prämien”. Wie wäre es mit “Gesundheitskosten dämpfen”? Dies ist es doch, was die Gesetzesvorlage will.

    • will williamson says:

      Modelle mit Prämienbonus gibt es seit Jahren. Gegenleistung: keine freie Arztwahl. Wenn hohe Kosten verursachende Standardversicherte in MC wechseln, sinken EVTL. die Behandlungskosten. Es sinken aber auch die Prämien etwa im gleichen Ausmass. Für die Wechsler wird es damit vorübergehend günstiger. Wenn viele wechseln, treibt das die Durchschnittskosten in MC hoch und in der Folge müssen dann die Prämien angehoben werden. Wie gehabt!

    • Erich Bergmann says:

      Noch besser wäre ein Verfassungsverbot für Gestzesvorlagen, bei denen der Bundesrat keine Bezeichnung in einer Landessprache angeben will, um die Stimmbürger irrezuführen.
      Dabei sind doch die Uebersetzungen für “managed care” klarund einfach: “Pflegeverwaltung” und “soins gérés”!

    • Cornelis Bockemühl says:

      “Gesundheitskosten dämpfen” – direkt vom Plakat abgeschrieben?

      Klingt so schön kuschelig – “dämpfen” – herrlich weiches Wort – man fällt wie in Watte… Nichts Klares – nichts Konkretes… Und man merkt garnicht dass ausser mehr Kontrollen und Bürokratie eigentlich garnichts ändert… !??

      Doch, das ist ein gutes Wort – haben sich auch die Kampagnenleute wohl gedacht…!

  • Den Stimmbürger für dumm verkaufen und möglichst über den Tisch ziehen sowie Wasser predigen und Wein trinken sind die Kernkompetenz und Lieblingsbeschäftigung unserer von den Lobbyisten geschmierten Volksvertreter.

    • max brüllhardt says:

      ganz meine Meinung, und die Parlamentarier die sich für das Volk einsetzten werden dann auch noch ausgegrenzt

  • Andreas Tase says:

    Mit diesem Artikel wird mal wieder nicht auf das eigentliche Problem der Managed Care Vorlage eingegangen: Nicht die Netzwerke (die ja schon bestehen) sind das Problem, sondern vor allem die Budgetmitverantwortung. Behandelt mich (m)ein Arzt nicht, weil es nicht nötig ist oder weil es zu teuer ist? So sinkt die Qualität. Und übrigens, es würde mich nicht verwundern, wenn Frau Humbel privatversichert ist…

    • will williamson says:

      “es würde mich nicht verwundern, wenn Frau Humbel privatversichert ist…” Mich würds auch nicht wundern. Das Problem besteht generell: Gesetze werden immer von den Einflussreichen und Wohlhabenden für die Schwachen und weniger Wohlhabenden und daher weniger Einflussreichen gemacht. Das war schon im alten Ägypten so und hat sich bis heute nicht geändert.

  • will williamson says:

    Managed Care (MC)? “Managed” hat viele Bedeutungen. Hier am ehesten “geleitet, gesteuert, verwaltet, manipuliert, gezwungen”. Für “Care” passt hier “Betreuung, Pflege, Behandlung”. MC also “geleitete, gesteuerte, verwaltete” oder “manipulierte” Pflege oder Behandlung. Vorteile: Tiefere Prämien und fr.200 weniger Selbstbehalt. Nachteil: keine freie Arztwahl. Behandlung nur im gewählten Netzwerk. Das gibt es schon seit Jahren auf freiwilliger Basis. 50% Versicherte schon in MC versichert. Eine Gesetzesänderung ist somit überflüssig.

  • Rose Cordier says:

    Ärztenetzwerke wäre prima gewesen und sagt das aus was die Vorlage im Wesentlichen ist. Mit dem unsäglichen “Managed Care” kriegt man als gewöhnlicher Bürger das Gefühl, dass man hinter’s Licht geführt wird, auch wenn man die englische Sprache beherrst.

    • Cornelis Bockemühl says:

      Falsch! Netzwerke können schon jetzt gebildet werden. Und es ist auch möglich dafür die Prämien zu reduzieren.

      Neu ist nur dass die Krankenkassen über Verträge mehr mitzureden haben!

    • Brigitta König says:

      Die Bürger werden hinters Licht geführt. Das ständige Gerede über Qualität ist ja so verlogen. Es geht darum zu sparen und zwar nicht offen, sondern verdeckt, indem die Ärzte sich dafür hergeben sollen zu entscheiden, bei wem sich welche Behandlung “lohnt”. Mit der Budgetverantwortung wird der Anreiz für Ärzte geschaffen, so wenig wie möglich zu behandeln. Somit wird die Qualität sinken und der einzelne Patient ist dem Hausarzt, der den Patienten “managen” soll und der sich auch einmal irren kann, ausgeliefert.

  • Julia Tschanz says:

    Das zeigt halt sehr deutlich, dass Herr und Frau Schweizer nicht wirklich Ahnung von dem haben, was in Bern passiert. Man will unbedingt über jeden Gugus abstimmen, aber ohne auch nur ein bisschen Hintergrundwissen. Wenn schon ein verwirrender Name einer Initiative eine zu hohe Hürde für die Stimmbürger ist, wie sollen sie dann objektiv über z.B. komplexe Staatsverträge urteilen können. Die meisten stimmen sowieso nur für das, was “ihre” Partei vorschlägt, ohne sich vorher eine eigene Meinung zu bilden. Ein paar weniger unnötige Volksabstimmungen würde auch etwas die Kosten senken.

    • Hans says:

      Ja, Frau Tschanz, holen Sie wieder einmal die unter Elitisten und Technokraten so beliebte “Das Volk ist eigentlich zu dumm”-Keule aus der muffigen Requisitenkiste? Ein verlässliches Zeichen dafür, dass die sachlichen Argumente fehlen…
      Unzählige Abstimmungen über Sachvorlagen haben übrigens den Beweis längst erbracht, dass das Volk sehr oft eben gerade nicht nach Parteiparolen abstimmt.

  • Beobachter says:

    Ist ja eigentlich schon peinlich, dass über eine Vernetzung von medizinischen Leistungserbringern überhaupt abstimmen muss: In einer globaliserten Welt mit allen technischen Möglichkeiten sollte das bereits Realität sein. Und ist es vermutlich auch schon oft. Trotzdem: Ablehnen! Auf dem Buckel der Leistungsnehmer (also wir potentielle Patienten) wurde bereits 15 Jahre Sparpotential abgemolken, trotzdem nehmen die Gesundheitskosten weiter zu. Ergo: Bei uns gibt es nichts mehr zu sparen. Und dort wo eigentlich gespart werden könnte, genau die wollen jetzt noch ein Management aufbauen…

  • lucius mayer says:

    Freie Eidgenossinnen und -genossen stimmen schon aus sprachlichen Gründen gegen die Vorlage. Das die Welthegemonie beanspruchende Englische ist bei uns – trotz Bemühungen neoliberaler Kreise wie FDP- weder National- noch Amtssprache. Und soll es auch nicht werden!

  • Und ich glaubte schon, ich sei die Einzige, die sich am befremdlichen, ganz und gar unhelvetischen Begriff stört. Genau so daneben liegt der Inhalt der Vorlage, der mündige Schweizer/innen zwingen will, das Schicksal ihrer Gesundheit allein einem bestimmten Ärztenetzwerk anzuvertrauen.

  • Dieter Bachmann says:

    Würde gerne ja stimmen, denn die Vorlage ist sicher zumindest gut gemeint, und die Prämien müssen endlich wieder sinken. Aber ist die Vorlage auch gut? Ich hege die Befürchtung, dass dies ein weiterer Fall wird, wo man aus lauter Vernunft ja sagt zu einer Vorlage, die sich dann im Nachhinein als Fiasko entpuppt.
    Anders gesagt, einmal mehr steht Aussage gegen Aussage von Befürwortern bzw. Gegnern, und für eine wohlinformierte Willensäusserung an der Urne habe ich einfach nicht genügend Information.

  • Edi Blumer says:

    Fast unmöglich, einen passenden Titel zu finden welcher einerseits inhaltlich beschreibt, worum es geht und andererseits nichts Falsches suggeriert. „Integrierte Versorgung“ klingt nett und positiv, lässt aber die Einschränkungen völlig aussen vor. „Ärztenetze“ klingt eher nach einem Fachverein. „Tiefere Prämien“? Wohl eine Utopie.

    Alternativ vielleicht folgende Titel: „Entmündigte Kranke“, „Krankenkassen-Gewinn-Maximierungs Netze“, „Zwangsnetze“, „Mein Gyn, der Hausarzt von nebenan“, „Freie Arztwahl Nein Danke“, „Gesundheitsvorlage“ oder vielleicht besser „Kranke Vorlage“?

  • Alex Wetter says:

    Solange BR und die vielen “Experten” ausschliesslich den finanziellen Belangen gehorchen und zudem die zahlreichen “Freunde” der vielen Kassen und Gesundheits-Industrie schützen, passiert nichts zugunsten des Versicherten (des Volkes). Hier geht es auch um einen “sozialen” Entschluss, dazu braucht es politischen Mut und auch etwas Weitsicht. All das, haben BR, NR und “Experten” nicht, denn es richtet sich ja gegen ihre eigenen finanziellen Interessse.

  • Philipp says:

    Zuerst hiess es: Managed Care ist kostengünstig. Aber dann kam heraus, die MC-Kosten explodieren überall, wegen der vielen Manager (Bürokratie). Dann log man: Die Qualität wird besser. Falsch: Die Qualität sinkt wegen Wartelisten und rationierten Behandlungen. Nur die zwielichtige Managed Care-Abzocke mit dem Begriff Qualität (EQUAM-Stiftung) blüht. Jetzt wo den Lobbyisten die Argumente ausgegangen sind, wird von “Kompromiss”, geredet und nun soll der Name schuld sein. Nein liebe Tagiredaktion: Nicht das Etikett, der Inhalt ist schuld. Wie heisst es doch in den USA: Beware of Managed Care!

  • Rolf Zedi says:

    Falsche Diagnose im falschen Netzwerk ist für den Patienten verheerend. Er hat kein Einfluss auf das Netzwerk. Fehlentscheide vom Netzwerk bleiben am Patient hängen. Alle Netzwerkbeteiligten werden eine Schuld von sich weisen. Die bestimmende Krankenkasse hat grosse Zeitverzögerung. Eine Machtverstärkung der Krankenkassen zur Steigerung der Einnahmen. Koordinierte Patientenbetreuung = Netzwerk mit höchstmöglichen Profit und minimaler Leistung. Mehr Begehrlichkeiten vom Netzwerk = steigende KK-Prämien. Recht des Patienten, ohne Entscheidungsbefugnis. Planwirtschaft und Zweiklassenmedizin.

    • 08/15 says:

      Alle Netzwerkbeteiligten werden eine Schuld von sich weisen. – und den Teufel tun, Fehler einzugestehen und damit das eigene Netzwerk in Verruf bringen!

  • Walter Boshalter says:

    Wenn geneigter Stimmbürger den anzupassenden KVG-Teil liest fällt kein einziges Mal der Begriff “Managed Care”. Dafür fallen Artikel 41, Littera c, Absatz 4 (Budgetmitverantwortung) und Absatz 5 (Kann-Formulierung der Qualitätssicherung) auf. Das Ärztenetzwerk wird mich als Patienten folglich möglichst billig behandeln, da das BAG Qualitätsanforderungen nicht zwingend bzw. nach eigenem Gutdünken erlässt. Nein danke, oder um es in Neusprech auszudrücken: “Failed Legislation”. Zudem ist eine Gesetzgebung, die 15 Jahre für fünf Seiten Gesetzestext braucht schlicht ein Skandal.

  • Hans Christoffel says:

    Fragen sie mal unsere älteren Bürger und Insassen eines Altersheimes, ob sie schon von Managed Care gehört haben und was Managed Care bedeutet. Glauben sie, die wissen was das ist? Wohl kaum. Dabei sind das ausgerechnet diejenigen Stimmbürger, welche meistens immer abstimmen. Man fragt sich aber dann, wer ihnen das dann erklärt, ohne sie zu beeinflussen.

  • Arnold says:

    Die Managed Vorlage ist derart komplex und unverständlich, dass sie beim Stimmvolk vermutlich eine grosse Unsicherheit hervorruft! Selbt Aerzte treten dieser sehr skeptisch gegenüber. Hinzu kommt noch, dass das Volk vielfach der Auffassung ist, dass anderorts auch gespart werden muss. Etwa bei den Spezialärzten, Spitälern, ambulanten Behandlungen und im Verwaltungs Bereich.

  • Kurt Müller says:

    Die richtige Uebersetzung lautet: abgezockt von Krankenkassen und Pharmalobby !!

  • Müller Urs says:

    Selbst erfahrene Oekonomen wie Prof. Binswanger und Prof. Eichenberger warnen vor der Vorlage, die sogar zum Kostenschub führen kann. Der Budgetzwang in den Netzten verleiten die Aerzte an uns zu sparen um dann noch einen Gewinn zu erhalten. Viele Leute können selber entscheiden. Die freie Arztwahl steht auf dem Spiel. Ich will mein Muttermal einem Hautarzt zeigen und nicht zuerst einem Hausarzt. Die Doppelkonsultationen führen zu mehr Kosten. Studien aus England zeigen eine Kostenschub durch Managed Care durch vermehrte Spitalaufenthalte. Deshalb ein wuchtiges Nein zu Managed Care am 17.6

  • Hans Meier says:

    Warum wurden nicht schon längst die Managed Care in kleinerem Massstab erpobt und getestet?
    Ein wirkungsvolles System müsste Krankengeschichten auf einem zentralen, elektronischen Archiv speichern, so dass die Players der Krankheitsindustrie die Daten direkt erfassen und abfragen können. Selbstvertändlich mit dem angebrachten Datenschutz. Anscheinend ist der Krankheitsindustrie eine ausufernde Bürokratie mit ueberweisungen, Verodnungen, Rezepten usw. lieber.

  • Dani says:

    Die in vielen Kommentaren suggerierte Einmischung der Krankenversicherer ist schlichtweg falsch! Nicht die Krankenversicherer sollen die Patienten “managen” sonder der Hausarzt – und durch diese koordinierte Steuerung durch eine ausgewiesen kompetente und höchst vertrauensvolle medizinische Bezugsperson werden die Behandlungskosten sinken.

    • Maria says:

      Genau dies ist aber in den USA noch nie geschehen. Da gehen die Praemien jedes Jahr nur nach oben.

    • Brigitta König says:

      Mehr als 80% der Bürger gehen, wenn sie krank werden, zuerst zu ihrem Hausarzt. Bei der Zwängerei, dass möglichst viele sich Netzwerken anschliessen sollen, geht es darum, dass der Hausarzt neu fürs Budget verantwortlich sein soll. Dabei sollte es doch seine Aufgabe sein, die Patienten möglichst gut zu behandeln! Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient wird so massiv belastet, und die Kosten werden nicht sinken, sondern das Geld wird lediglich umverteilt, weg von den Ärzten hin zu den Bürokraten. Was mit dem Gewinn passiert, wenn das Budget unterschritten wird, wird verschwiegen.

    • Christina Schaffner says:

      Der Hausarzt ist bei Managed Care gezwungen, der Netzwerk AG beizutreten. Das Aktienkapital schiessen freundlicherweise die Herren von der Versicherung vor. Dann wird die Schraube angezogen. Wegen der Budgetverantwortung muss der einzelne Hausarzt die Behandlungen von “teuren Patienten”, vor dem Netzwerk rechtfertigen, hinterfragen, wie es so schön im Ärztenetzwerk Nordwestschweiz heisst. So wir der Druck erhöht. Zusätzlich muss der Hausarzt jährlich für unseriöse Qualitätsüberprüfungen der Managed Care Stiftung EQUAM bezahlen. Der Hausarzt ist schliesslich nichts weiter als Sklave der Kasse.

  • Walter Koch says:

    Da sollen Frau und Herr Schweizer über eine Vorlage abstimmen, bei der sich Fachleute in beiden Lagern nicht einig werden können. Wie kann sich da erst das “Volk” eine Meinung bilden,nicht wissend, was ist nun wirklich “wahr”,wem soll es glauben ???
    Wie aber erst wird es sein, wenn das “Volk” über Staatsverträge abstimmen soll??

  • Ich wäre ohne freie Arztwahl nicht davongekommen. Ohne freie Arztwahl hätte ich mich nach meinem Autounfall nicht aufgerappelt, den Weg zurück in ein selbständiges Leben nicht geschafft. Ich wäre in einer betreuten Wohngruppe oder in einem Pflegeheim versorgt worden. Nur weil ich mich duchsetzte, selber die richtige medizinische Versorgung organisierte, schaffte ich es. Hinterlistig wurden meinen Behandlungen vom Automobil-Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers hintertrieben. Das war die Garanta (Schweiz) Versicherungs AG. Die Gesellschaft hat mich nicht überlebt.

  • Dr.med. Angelo Cannova says:

    Viel wichtiger als die Bedeutung von Managed Care ist dessen Inhalt. Nämmlich Budgetmitverantwortung: die Netzwerke und die Krankenkassen legen ein bestimmtes Budget pro Jahr fest. Verursachen die Netzwerke mehr Kosten , müssen die Ärzte die Hälfte davon selber zahlen, bei geringen Kosten, verdienen sie daran. Das Gesetz verleitet dazu, diese oder jene Untersuchung nicht zu machen aus der Angst, zu teuer zu sein. Die Qualität leidet darunter. Will der Patient die freie Arztwahl behalten, zahlt er bis Fr. 1000.00 mehr. Das ist Zweiklassenmedizin. Deshalb Nein zu Managed Care

  • Eine grandiose Selbstentmündigung der Prämienzahler.

  • Dr.med. Angelo Cannova says:

    Die Bedeutung von Managed Care ist veniger wichtig als dessen Ihnhalt, sprich Budgetmitverantwortung: die Netzwerke legen mit den Krankenkassen zusammen einen bestimmten Budget pro Jahr fest. Wird die Budgetsumme überschritten, müssen die Ärzte die Hälfte davon selben zahlen, liegen die verusachten Kosten darunter, verdient der Arzt und die Krankendassen je die Hälfte. Das Gesetz verleit den Arzt, nicht primär nach medizinischen sondern auch nach ökonomischen Kriterien, Untersuchungen zu veranlassen oder nicht. Deshalb Nein zu Managed Care.

  • max brüllhardt says:

    viellciht sind wir – das Volk – auch etwas vorsichtiger geworden nach anderen Vorlagen die sich im Nachhinein als Verarsche herausgestellt haben (Unternehmenssteuerreform von Hr. Merz) ; im englischen nennt sich das ‘backfire’…. für alle die immer alles in Englisch haben müssen

  • 08/15 says:

    ich fürchte mit der Annahme von MC käme den Hausärzten eine allzu grosse Macht in die Hände gespielt. Ob diese dann immer nur zum Wohle der Patienten angewendet würde bezweilfe ich stark. Das eigene Portemonnaie der Ärzte steht ihnen doch wohl immer noch viel näher. Wo heute, schon die Verbindung/Verknüpfung Ärzte – Pharma-Spitaler-Spezialärzte so undurchsichtig ist. finde ich das eine unverantwrtliche Machtstellung die sie durch MC bekämen die noch enorm verstärkt würde. Für mich deshalb ein dezidiertes, striktes N E I N zu MC!

  • Gut, dass die Mehrheit nicht zustimmt. Habe es am eigenen Leib erfahren vor 12 Jahren unter HMO (Health Maintenance Organisation, auch bekannt als Managed Care). Keineswegs mehr populaer in den US. Waren Abzocker erster Klasse, wo der Patient das Nachsehen hatte, zum Beispiel wenn es in einer Gegend nicht mehr rentiert, schliessen sie die Tuere im naechsten Jahr, wo der Patient gezwungen wird den Wohnsitz zu wechseln oder wenn kein Arzt nach misglueckter Operation vorhanden ist der Mitglied eines Managed Care Gruppe is; milde geagt: Ein wahrer Alptraum.

  • Lobsiger says:

    Zum grossen Glück ist die Krankenkassenvorlage vom Rhein in die Nordsee verschwunden. Wir Schweizer haben doch bald genug, wir sollten für die med. Versorgung, für die Asylbewerber, für die EU, und für die skrupellosen Steuerminister, für die Fehlanlagen der Pensionskassen usw. für die bilateralen Verträrge für die Steuerabgaben und für weitere Ideen der Wirtscchaft aufkommen. Wissen Sie was liebe Bundesräte ihr könnt mir bald in die Schuhe blasen!

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