Über Lawinen, Leichtsinn und Besserwisser

Der Schweizer Freerider Jérémie Heitz am «Xtreme de Verbier» 2014. Foto: Maxime Schmid (Keystone)

Der Schweizer Profi-Freerider Jérémie Heitz am Xtreme de Verbier 2014. Der aktuelle Stopp der Freeride World Tour in Fieberbrunn wurde gestern aufgrund der prekären Lawinensituation abgesagt. Foto: Maxime Schmid (Keystone)

Das Wort «Leichtsinn» war schnell hergeholt, nachdem Ende vergangener Woche elf Personen in den Schweizer Alpen den Lawinentod fanden. Doch was bedeutet Leichtsinn? Laut Duden: Mangel an Überlegung und Vorsicht. Und so leid es mir tut: Bevor man vorschnell mit Kritik und Besserwisserei aufwartet, sollte man ebenfalls überlegen und vorsichtig sein. Was wissen wir schon darüber, was sich die verunfallten Skitouren- und Variantenfahrer überlegt haben, bevor sie sich in diese Schneehänge begeben haben? Vielleicht tatsächlich nichts. Vielleicht aber sehr viel.

Zu urteilen und verurteilen ist zwar leicht, aber wem hilft das?

«Dem Unglück anderer sollten wir mit Respekt begegnen, daraus zu lernen versuchen und nicht mit Überheblichkeit reagieren.»

Dieses Zitat stammt von Klaus Hoi, ich habe es aus dem «3×3 Lawinen» von Experte Werner Munter – und ich denke, es trifft den Nagel auf den Kopf. Munter selber sagt auf Anfrage: «Ich kommentiere keinen Unfall, solange ich die Details nicht kenne.»

Paradox und traurig

Vor dem Wochenende gab es in diesem Winter in der Schweiz sieben Lawinenunfälle mit je einem Todesopfer, fünf davon ereigneten sich bei Gefahrenstufe 3 (erheblich). Kein Hahn hat danach gekräht. Offenbar braucht es alle paar Jahre ein Grossereignis – oder eben elf Lawinentote innert drei Tagen –, damit eine Diskussion aufflammt und dem Hintersten und Letzten wieder auffällt, dass das Gebirge kein gesicherter Funpark ist – trotz unserer Superausrüstung.

In den kommenden Tagen und Wochen werden die Leute wahrscheinlich sehr defensiv in den Schneehängen unterwegs sein – oder sich überhaupt nicht mehr ins freie Gelände wagen. Auch das ist nicht zwingend richtig. Es gibt genügend Orte, wo das Risiko vertretbar wäre – auch bei Gefahrenstufe 3. Nur sind diese Hänge halt nicht spektakulär und für manche allenfalls zu langweilig. Nach einer gewissen Zeit ist dann alles wieder beim Alten und man liest wieder von Unfällen mit einem oder zwei Opfern.

Empfindliche Wissenslücken

Wer kann die Komplexität des freien Geländes richtig einschätzen? Foto:  Gergely Csatari (Flickr)

Wer kann die Komplexität des freien Geländes einschätzen? Foto: Gergely Csatari (Flickr)

Man fragt sich: Ist der Skitourengeher, Variantenfahrer und Freerider beschränkt lernfähig? Ich kann versuchen, es an meinem eigenen Beispiel zu erklären. Pro Winter bin ich ungefähr 20 Tage auf Skitour, dazu kommen ein paar Tage Variantenfahren und Eisklettern (wo die Lawinengefahr ebenfalls nicht zu unterschätzen ist). Ich habe Fachliteratur gelesen und einen mehrtägigen Lawinenkurs besucht. Als Journalistin werde ich regelmässig zu «Auffrischungs»-Workshops eingeladen, zum Beispiel als Nachmittagsprogramm bei der Freeride World Tour. Ich kann wahnsinnig kräftig schaufeln, ich kann die Sonde rasch zusammenstecken und damit im Schnee herumstechen. Ich weiss, wie man mit dem Pieps einen Verschütteten sucht. Ich weiss, bei welcher Lawinengefahrenstufe welche Hangneigung und welche Exposition kritisch ist. Ich habe sogar gelernt, mit den Skistöcken die Hangneigung zu messen.

Toll, nicht? Aber kann ich deswegen die Komplexität des freien Geländes einschätzen? Ich bin in den Bergen aufgewachsen, meine erste Skitour unternahm ich in der Jugend – und trotz meiner doch immerhin mehreren Hundert Tagen Erfahrung alleine im Winter bin ich manchmal extrem unsicher. Mein Wissen würde ich maximal als Halbwissen einstufen – mit empfindlichen Wissenslücken. Oft bleibt mir nichts anderes übrig, als meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Wenn ich Angst verspüre, tendiere ich zur Umkehr. Auch wenn ich mich damit bei meinen Tourengspänli unbeliebt mache und diese nie mehr mit mir aufbrechen. Auch das habe ich schon erlebt. Ich muss mich hier im Alpinblog von gewissen Lesern gar herablassend belächeln lassen, weil ich zuweilen mit Bergführer unterwegs bin.

Es kann auch mich erwischen

Ich akzeptiere, dass ich keine Expertin bin. Sondern lediglich eine kleine Freizeitalpinistin, die manchmal mehr als staunt. Etwa wenn ich aus dem trockenen und nebligen Zürich ins Gebirge reise und dort nicht nur Sonnenschein erlebe, sondern auf Schneeverhältnisse stosse, die komplett anders sind, als ich sie mir vorgestellt habe – obschon ich die Bulletins und Berichte anderer genau studiert oder mit Freunden telefoniert hatte, die gerade unterwegs sind oder waren.

In einer Lawine zu ersticken, oder über eine Felswand zu stürzen, stelle ich mir grauenhaft vor. Und trotz meiner ausgeprägten Vernunft und Vorsicht bin ich mir bewusst: Es kann auch mich erwischen, vielleicht schon beim nächsten Mal. Ein Restrisiko bleibt immer. Sollte es je so weit kommen, kann man mir meinetwegen auch Leichtsinn vorwerfen. Ob das korrekt ist, überlasse ich den ewigen Besserwissern.

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42 Kommentare zu «Über Lawinen, Leichtsinn und Besserwisser»

  • berweger sagt:

    Ich bin in jungen Jahren moderat, immer als nichtverantwortlicher Mitläufer im Winter in den Bergen gewesen. Ich kann heute nicht beurteilen, ob wir Risiken eingegangen sind. Mich nerven aber all jene, die das Bergrisiko mit Autoverkehr oder Treppenstürzen in Verbindung bringen. Man muss die Abermilliarden gefahrenen Autokilometer oder Treppenstufen mitberücksichtigen, ins richtige Verhältnis setzen! Diese Vergleiche sind einfach birreweich! Leider habe ich sie in den letzten Tagen von erfahrenen Tourenfahrern und Bergrettern gelesen. Dazu kommt, dass die Berggänger auch die Autokilometer und das Treppensteigen ja nicht auslassen, im Gegenteil, die gefahrenen „gefährlichen Kilometer“ bis zum Tourenstart und retour sind sogar überdurchschnittlich.

  • hallo mitenand

    es ist doch ganz einfach. in allen bergsport disziplinen muss man warten können. vielleicht 2 wochen, 2 monate oder 2 jahre bis man seine tour verwirklichen kann.
    das gilt ganz besonderes beim skitouren gehen. einfach flexibel bleiben, nicht stur auf nur ein ziel fixiert sein.
    die berge laufen ja nicht davon.

    ich wünsche allen gute touren.

    gruss von
    raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch

  • Raphi sagt:

    Und plötzlich ist jeder Experte…darum umso mehr: „Experte, die Lawine weiss nicht dass du Experte bist!“

  • Lucio Paniz sagt:

    „Vom Leichtsinn der Skialpinisten“

    Sehr geehrte Frau Natascha Knecht

    Mit Genuss habe ich Ihren Artikel im TA vom 5. Februar gelesen. Sie haben es auf den Punkt gebracht: Viele Leute haben immer gute Ratschläge bereit, obwohl sie zum Thema evtl. gar nichts verstehen. Nachher etwas zu kritisieren, ist immer einfach. Es wäre besser, bei solchen Unglücksfällen einfach bescheiden den Mund zu halten. Dass es Leute gibt, die bewusst die Gefahren herausfordern, müssen wir hier nicht diskutieren. Gerade mit den Social Medias ist es heute noch einfacher, rasch ein paar dumme Sprüche hinein zu tippen und dann abzuschicken.
    Herzlichen Dank für diesen Beitrag und freundliche Grüsse
    Lucio Paniz, Aarau

  • Richard sagt:

    ,-oder sich überhaupt nicht mehr ins freie Gelände wagen. Auch das ist nicht zwingend richtig.‘ – Wirklich nicht? – Lawinenkurse, Lawinenausrüstung, Lawinenapps etc. sind barer Unsinn, für jeden der sich bei Gefahrenstufe 3 ja auch bei Stufe 2 ‚mässig‘ in den Gefahrenbereich begibt. Dieses verantwortungslose Verhalten muss einfach als fahrlässig bis grobfahrlässig klassifiziert und geächtet werden. Wer bei Stufe 3 erwischt wird, sollte aus meiner Sicht strafrechtlich verfolgt werden: ein solcher bringt das Leben von Rettern und psychisch labilen und dummen Nachahmern in Gefahr.

    • Natascha Knecht sagt:

      Herr Richard, haben Sie den Abschnitt fertig gelesen? Es gibt auch im freien Gelände Hänge, die 10 bis 20 Grad steil sind – also praktisch flach. Solange Sie gar nichts vom Thema verstehen, bitte ich Sie, hier nicht als Besserwisser aufzukreuzen. Danke!

  • Max Meier sagt:

    Es ist schon traurig, wenn man in den Medien von Lawinenunfällen hört,
    wie z.B. dasjenige vom letzten Wochenende am Vilan. Ich geniesse selber
    auch Skitouren, habe aber auch gute Skitourenkollegen verloren, die in
    einer Lawine umgekommen sind oder habe selber erlebt wie der Leiter in
    eine „kleine Lawine“ geraten ist, der sog. „kleine Unfall“ aber glimpflich
    abgelaufen ist. Ein Risiko hat man immer und es gibt im Leben wohl grössere
    Risiken als das Skitürelen. Jeder Lawinenunfall bewegt mich emotional.
    Sofort gehe ich auf die SLF-Webseite Prävention Lawinenunfälle und schaue
    mir die Koordinaten an, wo der Lawinenunfall genau passiert ist, dann schaue
    ich mir das Kartenmaterial map.geo.admin.ch (auf iPhone) und Swiss-Map online
    mit den roten Skitourenrouten ( auf PC hier Nr. 102a, b und f nach Seewis im Prättigau)
    an. Auf dem iPhone gibt es die White Risk – App (SLF und Suvaliv), dort Messdaten
    (Wind, Temperatur und Schneefall) abfragen von automatischen Mess-Stationen
    der Umgebung des Vilan. Dann sieht man folgendes:
    Am Vortag gab es stürmische Nordwestwinde, das in der Nordostflanke
    des Vilan-Gipfels zu grösseren Schneeverfrachtungen führen kann, der
    Wind ist ja bekanntlich der Hauptarchitekt von Lawinen,
    der Hang hat Steilheit 30-35 Grad (gelb auf map.geo.admin.ch) und
    teilweise 35-40 Grad (rot) und über diese Nordost-Flanke führt keine offizielle
    Skitouren-Route (rot). Die Frage ist einfach, um die Worte von Werner Munter
    zu wiederholen:
    War das ein gutes Risiko oder war das ein schlechtes Risiko? Diese Frage
    können dann die Gutachter beantworten. Diese können mir aber in einer
    konkreten Situation auch nicht weiterhelfen, wenn es darum geht, ein Risiko
    zu beurteilen. Dem Tourenleiter wünsche ich viel Kraft für das kommende
    Staatsanwaltsverfahren und ich hoffe, dass er die Freude am Skitürelen
    nicht verliert.

    • Aschi sagt:

      Wer sich auf Skitour begibt unterzieht sich freiwillig dem Restrisiko. Er ist allein schuldig für sein allfälliges persönliches Unglück! Auch ein erfahrener Bergführer als Begleiter ist kein Garant, dass kein Unfall passiert. Da das Risiko auch von Experten nicht immer eindeutig abgeschätzt werden kann, (vergl. @ W Munter) haben Richter nach einem Lawinen-Ereignis, nach meiner Ansicht, nichts zu urteilen. Da aber aus Versicherungsgründen oder Motiven der Abschreckung vor Naturerlebnissen stets Schuldige gesucht werden, wird die Freude am Bergsteigen stark relativiert, mit dem potentiellen Polizisten im Nacken. Auf der Autobahn muss in der Regel nur die Geschwindigkeit richtig abgelesen werden. Da kann das Risiko und das Verschulden besser abgeschätzt werden, im Vergleich zu einem Lawinenhang. Die Naturgefahren lassen sich schlecht mit Gesetzten beurteilen. Es ist zu hoffen, dass Richter das berücksichtigen.

  • Joachim Adamek sagt:

    Natürlich, mir wäre lieber gewesen, es hätte die Unfälle nicht gegeben, erst recht nicht den Lawinenabgang am Vilan. Aber der heutige Blog war selten gut. Der Kommentar von Herrn Weiss hat mich zur Homepage des WSL/Schnee- & Lawinenforschung geführt. Beeindruckend! Vergleichbares gibt es in Norwegen und Schweden nicht.

  • Joe Weiss sagt:

    Die Lawine am Vilan (und um diese geht es letztlich, beim Timing dieses Beitrages von Natascha Knecht) ist ein eigentliches Desaster für alle Beteiligten. Hier kamen m.E. verschiedene fatale Aspekte zusammen, die es nun (leider) von Gerichten zu beurteilen gilt. Und die werden «urteilen».

    Der Unfall stimmt sehr nachdenklich. Es betrifft einen Berg, an dem seit menschenerdenklicher Zeit kein Tourenfahrer und Anwohner von einer Lawine getötet wurde. Es ist kein Zufall, dass dies nun am letzten Sonntag geschah, einem Tag, der (gerade auch von erfahrenen Leuten wie Werner Munter, dem «Godfather» der praktischen Lawinenforschung in der Schweiz) als «Skifahrerfalle» bezeichnet wurde: Schönes Wetter, fast der erste Tag im Winter mit «schönem Schnee am Berg». Besonders verheerend ist die Tatsache, dass – auf einer Skitour, notabene – 8(!!) Personen verschüttet wurden. Der Rettungs-Chef vor Ort bezeichnet die Situation in der Zeitung P&H zurecht als «Horrorszenario». Und es stellen sich hier ganz entscheidende Fragen (die nicht sehr viel mit «Restrisiko», «unberechenbaren Bergen» und «Komplexität des freien Geländes» zu tun haben):

    • Warum in aller Welt entscheidet ein erfahrener Tourenleiter, einen solchen (über 30° steilen, von Triebschnee geprägten) Hang mit seiner Gruppe abzufahren? Hat er sich von schon vorhandenen Spuren täuschen lassen? Hat er das vorhandene Landeskartenmaterial gesichtet, die Lawinenbulletins und Gefahrenkarten konsultiert?

    • Warum erfolgte der Abstieg vom Gipfel – wenn schon dieser Hand befahren werden wollte – offenbar nicht als «Einzelfahrten» mit sehr grossen Abständen und mit einer Wartenposition der bereits abgestiegenden in sicherem Abstand?

    • Warum wurde – in Anbetracht der äusserst heiklen Lawinensituation und den gegeben Umständen (Schwachschicht, Muldenlage, Windverfrachtung, Gruppengrösse) nicht der weitaus sicherere Abstieg über den Ostgrat mit anschliessendem Abfahren nach Seewis über flachere Hänge bevorzugt?

    Diese Fragen zu beantworten ist – wie Natascha Knecht richtig schreibt – nicht die Sache, von «nicht dabei Gewesenen» oder «aus sicherer Warte schreibenden»… aber es ist immer wieder sehr traurig, für Angehörige und Betroffene, dass es letztlich Gerichte sind, die sich mit den Antworten befassen müssen. Es gilt hier die unglaublich simple Bemerkung von Werner Munter zum letzten Wochenende: «Die Berge verlangten Geduld und Verzicht…». Besonders der Mangel an letzterem führt meistens zum Debakel…

    • rené sagt:

      stimme mit ihnen überein. kleiner nachsatz. der beschriebene hang wird in der gängigen führerliteratur als punktuell
      34-39 grad steil beschrieben.

  • Toni Sieber sagt:

    Der Laie meint: wenn kein Unfall passiert, dann war es sicher. Und wenn ein Unfall passiert, dann war es brandgefährlich. Und zwar überall brandgefährlich, von Verbier bis Samnaun, von 500 m.ü.M. bis 4000 m.ü-M. selbstverständlich auch an allen Expositionen und natürlich auch von 0 Grad Hangneigung bis 90 Grad Hangneigung. So einfach ist es natürlich nicht. Dem Laien leuchtet leider nicht ein, dass man durch richtiges Verhalten mit Betonung auf RICHTIG; selbst bei Erheblich problemlos Skitouren machen kann, ohne dass man ein potenzieller Selbstmörder ist. Es braucht einfach Erfahrung, Sachverstand und manchmal – seien wir ehrlich – auch etwas Glück.

  • ManMerke sagt:

    Vielleicht war der SAC Tourenleiter ganz einfach ein (zu) hohes Risiko eingegangen.

    Man merke: Ergibt die Steilheit der Tour und die Gefahrenstufe des Bulletins ein hohes Risiko (= roter Bereich), sollten die Gefahrenstellen (auch bei günstigeren Verhältnissen vor Ort) IMMER einzeln oder nicht befahren werden.

    • Megge sagt:

      Ob ein Führer/Leiter allenfalls ein zu hohes Risiko eingegangen ist oder welche Faktoren zu einem Unfall führten werden andere Instanzen beurteilen.
      Man denke ans 3×3; regional, lokal, zonal. Deshalb und weil man zum Zeitpunkt nicht vor Ort war (zonal) sollte man sich nicht zu irgendwelchen voreiligen Schlüssen hinreissen lassen.
      Und genau diese Farbtafel grün, orange und rot stört. Diese ist meiner Meinung nach in gewissen Bereichen zu ungenau.

  • Werner sagt:

    Da eine Lawine einen „Experten“ nicht von einem „Nichtexperten“ unterscheiden kann, finde ich die Gedanken, die Vorsicht, und das Verhalten der Schreibenden absolut angepasst. Und letztendlich: „Lieber an einem Tag etwas „zu ängstlich“ und „zu vorsichtig“, als das Leben lang gezeichnet oder gar tot. Bei jeder Bergsportart besteht leider ein Restrisiko, welches durch Ausbildung, Ausrüstung und durch persönliches Verhalten etwas reduziert werden kann. Gratuliere herzlich zum Beitrag!

  • Joachim Adamek sagt:

    Das letzte Wochenende war für den Wintersport wirklich ein schwarzes Wochenende. Solche gibt es fast in jeder Saison. Tatsächlich hätte es noch schlimmer ausgehen können: In Österreich wurde ein 74 jähriger Tourengeher & Bergführer an seinem Hausberg von einer Lawine erfasst. Obwohl er 9 Stunden in der Lawine am Hochschwab festgesteckt hat, hat er überlebt. Im Gesäuse (A) wurde bei Gefahrenstufe 3 eine Gruppe von 40 Personen beobachtet, die erst im Gänsemarsch aufgestiegen ist und bei der Abfahrt schliesslich ein Schneebrett ausgelöst hat. Das niemand zu Schaden kam, grenzt an ein Wunder.

  • Marcel sagt:

    Die Wahrscheinlichkeit bei der Hinfahrt mit dem Auto zu einer Skitour bei Gefahrenstufe 1 ums Leben zu kommen, ist um einiges höher als auf einer Skitour bei Gefahrenstufe 3, selbst in Hängen von über 30 Grad steilheit. So tragisch wie es ist: in der Schweiz sterben ca. 300 Personen pro Jahr im Strassenverkehr, ca. 1500!! Personen (Stand 2011) sterben bei Treppenstürzen, fast 300’000 verunfallen darauf, was Kosten von ca. 950 Mio. pro Jahr verursacht (Quelle: Terzstiftung.ch). Wo bleibt hier der Aufschrei? Wo die tagelange Berichterstattung?
    Eine gewisse Gelassenheit gegenüber der Thematik wäre aus meines Erachtens angebracht; auch von Seiten der Medien.

    • Tom Welti sagt:

      Wenn sich jemand bei einem Treppensturz tödlich verletzt werden dabei wohl kaum andere Treppensteiger mitgerissen und gefährdet und es braucht keine aufwändige und kostenintensive Rettungsaktion, bei der sich die Retter selber in Gefahr begeben. Wenn man die Lawinenopfer bis zur Schneeschmelze liegen lassen würde – ja dann sieht es anders aus……

  • Marcel sagt:

    Achtung, das Leben ist brandgefährlich, es endet meistens tödlich!

  • Misstrauisch sagt:

    Habe auch 3 x 3 usw. gelesen, x Lawinenausbildungen gemacht, bin bis auf Airbag (finde ich gut, werd ich anschaffen) bestens ausgerüstet.
    Erlebe leider in Gruppen – mit Bergführer! – , dass vermehrt untaugliche Personen mitgenommen werden. Körperlich nicht fit, können praktisch auf Piste nicht fahren, geschweige dann im Tiefschnee bei schwierigeren Verhältnissen und das mit Rucksack… Dazu auch psychisch nicht fit, die sogenannte Kameradschaft in der zusammengewürfelten Gruppe hab ich selten erlebt.
    Seither guck ich für mich. Ich verlass mich niemals darauf, dass andere aus der Gruppe in der Lage wären, mir zu helfen (was ich dagegen sehr wohl wäre) – oder mir helfen wollen (sorry, ist einfach so, meine Erfahrung). Also guck ich mir die Gruppe an, und hab meinem Bergführer auch schon klar meine Meinung gesagt. Sagte meine Meinung auch schon bei gefährlichen Abfahrten und hab durchaus die Gruppe schon in sicherere Variante „gezwungen“. Mach mich damit halt unbeliebt, ist aber egal, siehe dazu meine Erfahrung bezüglich Gruppenzusammensetzung.
    Der Bergsport ist leider zu einer totalen Ego-Veranstaltung verkommen. Es hat zuviele Leute neben der Piste, v.a. zuviele, die keine Ahnung haben, nicht ausgerüstet sind, körperlich nicht fit sind. So gesehen bin halt auch ich auf dem Ego-Tripp… mir bleibt da nix mehr anderes übrig….

    • Sepp Manser sagt:

      Genau wegen Leuten wie Ihnen meide ich Höhenfieber, BergundTal etc. und stelle mir meine Gruppe selbst zusammen. Dann ist klar, wer was kann oder nicht kann. Es gibt keinen Stress, weil die Erwartungen und Voraussetzungen ähnlich sind. Niemand wird abgehängt, keiner rennt voraus, keine Angeber, keine Klugscheisser, die alles besser können. Seither stimmts.

  • Aschi sagt:

    Skitürelen: die hohe Kunst auf Grund unscharfer Beurteilungs-Grundlagen vernünftige (risikoarme) Entscheide zu fällen.

  • Anh Toan sagt:

    Ich weiss, was ich gedacht habe, wenn ich oben vor einem unberührten Freeridehang stand: „No Risk, no fun“ und „Only the good die young“, und im Moment, als mich das Schnebrett den Bec des Rosses runterzog: „Zum Glück habe ich mich nicht auf später aufgespart.

    Heute finde ich es nicht schlimm, dass ich endgültig verpasst habe, jung zu sterben, wäre es anders gekommen, wrde ich es heute wohl nicht bereuen.

  • Thomas sagt:

    In einer Lawine zu stecken ist ein Erlebnis, welches ich niemandem wünsche. Ich selbst bin zum Glück nur bis zur Brust einbetoniert worden anno dazumal, dementsprechend war dies ein „harmloses“ Ereignis. Verfolgen tut’s mich trotzdem seit bald 20 Jahren; „nix passiert, draufgesch***“ probiert man sich zu denken, funktioniert aber nicht. Tiefschneefahren ist seitdem nicht mehr so entspannt möglich wie vor dem Unfall und wurde auch wesentlich weniger praktiziert.

    Item; was mich jedoch als Bergler erstaunt und gleichzeitig schockiert, ist der Umstand, dass die „früher“ geltende goldene Regel „Spätestens um 11:00 Uhr sind wir wieder zurück!“ heutzutage mit Füssen getreten wird. Sei es am Julier oder am Ofenpass, kaum ist der erste Schönwettertag nach starkem Schneefall da, sieht man Scharen von Skitourengängern sich auf den Parkplätzen bereitmachen…N.A.C.H.M.I.T.T.A.G.S um 13:00 Uhr!!!
    Ich finde dafür jeweils fast keine treffenden Worte; „bescheuert“, „lebensmüde“, „hirnamputiert“ wären die zutreffendsten, reichen jedoch kaum als Ausdruck.

    Vor ein paar Jahren habe ich am Ofenpass eine offensichtlich völlig unerfahrenes Skitourengrüppchen nachmittags um 14:30 Uhr freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass es keine gute Idee sei, jetzt noch in die Hänge zu steigen. Wurde angekuckt als ob ich vom Mond sei und bekam die Antwort vom überheblichen Rudelführer, dass es überhaupt keinen Anlass zur Sorge gebe, er sei hier nicht das erste Mal unterwegs und die Tour sei relativ kurz, sozusagen das Tagesdessert. An jenem Tag gings anscheinend zwar gut; am Folgetag hat es jedoch einen der Gruppe erwischt.

    Ich finde es erschreckend, welche Arroganz bzw. Ignoranz der Natur und ihren Eigenheiten heutzutage entgegengebracht wird. Über die Folgen davon lesen wir ja jeweils jeden Winter in der Zeitung. Mittlerweile denke ich mich mir jedoch jeweils „einer weniger, draufgesch***“, funktioniert aber auch nicht immer.

    • Gian sagt:

      Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen. Und sie zieht sich durch das ganze Jahr. Da trifft man im Sommer ein paar Alpinisten, die um 15 Uhr aufbrechen, um 17 Uhr kommt dann die Rega, um sie wieder aus dem Berg zu holen. Oder massenhaft ziehen sie am frühen Nachmittag zur Hütte, um am späten Nachmittag, einer Ameisenwanderung gleich, wieder zurückzukommen, wild durcheinander die Hänge runterfahrend, egal, ob vorne, hinten, oben oder unten ein anderer seine Spur durch den lawinengefährdeten Hang zieht.
      Als Mitglied der Alpinen Rettung habe ich mir verinnerlicht: Wir sind Retter, nicht Richter. Aber trotzdem muss ich manchmal den Kopf schütteln, und wenn wir – wie leider viel zu oft – jemanden tot aus dem Schnee ziehen müssen, sehen ihre Gesichter nicht so aus, als ob sie – wie es ein anderer hier schreibt – nach dem Motto “Only the good die young” glücklich ihr Leben gelassen hätten.
      Und zum offen gesagt bescheuerten Spruch „Wie kann man das Leben leben, ohne es aufs Spiel zu setzen?“ möchte ich nur anmerken: Wer so agiert, riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch jenes anderer Menschen, die im Berg sind, sowie das Leben der Retter. Es ist Egoismus pur, Selfie-Kultur eben, es sind die Leute, die im Tram vier Plätze für sich beanspruchen, anderen ins Gesicht spucken und meinen, sie hätten damit bewiesen, was für freie Geister sie doch seien. Das Gegenteil ist der Fall: Es sind Bünzli von Gottes Gnaden, Kleingeister und Egoisten im negativsten Sinne des Wortes.

      • Annabeth sagt:

        Lieber Gian, du hast mir aus dem Herzen gesprochen, insbesondere die letzten beiden Sätze treffen ins Schwarze.

    • Kurt Meier sagt:

      Die „11:00 Regel“ so absolut herauszuheben bringt bei der Diskussion nun leider ziemlich wenig. Was hat z.B. 11 h im Januar zu tun mit 11 h im Mai? Zusätzlich Exposition Nord oder Süd? Kalter oder warmer Tag (kann auch im sonst kühlen Januar erheblich variieren)? Sicher nicht schlecht, wenn man nicht allzu spät unterwegs ist.
      Aber an einem kühlen Januartag kann man an einem Nordhang locker noch am Nachmittag unterwegs sein.

      • Thomas sagt:

        Zugegeben, meine Formulierung ist wohl ein wenig resolut ausgefallen. Im Grundsatz ist sie jedoch treffend. Natürlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle, ob ein Hang als „risikoarm“ eingestuft werden kann (ich verzichte bewusst auf den Ausdruck „sicher“). Und natürlich spielt die Jahreszeit auch eine wichtige Rolle; geschweige denn die Exposition.
        ABER: Gucken sie sich doch den Grossteil der heutigen Tourengänger an; Ausrüstung für zigtausende Franken (natürlich auch die GoPro und die REGA-App!), „das reicht, mir kann nichts mehr passieren!“. Und wer will schon Nordhänge befahren?!? Da schein ja nicht mal die Sonne!

    • Anna sagt:

      Ahmm, im Hochwinter gibt es kaum Gleitschneelawinen, eine Lawine kann jederzeit abgehen, ich wüsste dann nicht warum ich mich um 5 Uhr in der Früh hocherfrieren muss….Abgesehen davon dass die Gefahr am grössten ist, wenn der Hang unverspurt ist. Kurze Nachmittagstouren habe ich auch schon gemacht, so lange man im Hellen wieder beim Auto ist, sehe ich das Problem nicht.

      • Thomas sagt:

        Anna, ich habe ihnen ja nicht verboten, Nachmittagstouren zu machen; ihre Argumentation zeugt aber von einer gewissen Unerfahrenheit. „Abgesehen davon dass die Gefahr am grössten ist, wenn der Hang unverspurt ist.“ Der Umkehrschluss lautet in diesem Falle „Verspurte Hänge sind sicher.“ Ein tödlicher Trugschluss.
        Und das mit den Gleitschneelawinen müssen sie mir erklären; sind diese denn die tödlichsten?

      • Andi sagt:

        Sehe ich auch so wie du, Anna. Die Argumentation von Thomas scheint recht wirr. Empfiehlt er für den Hochwinter (!) tatsächlich Nordhänge am Morgen — statt anderen Expositionen am Nachmittag?!

        • bop sagt:

          Man kann übrigens auch Nachttouren machen, natürilich nicht jeder Tour. Aber genau mit solche Vorurteile und pseudo-Regel rennt man in die Wand. Ich gehe früh los, mache mein 3*3 mathematisch, ohne weiter zu überlegen und es kann mir nichts passieren… blödsinn. Man muss situativ handelt und die Instrumente und „Regeln“, die zur Verfügung stehen, kritisch anweden.

    • Rob Müller sagt:

      Falls es kalt ist und keine Gefahr von der tageszeitlichen Erwärmung droht, spielt es lawinentechnisch KEINE Rolle, ob ich um 14 Uhr abfahre oder um 10 Uhr.
      Das ist fast den ganzen Hochwinter über der Fall. Solche pauschalen Urteile unserer Grossväter „vor 11 Uhr zürick“ oder „Wumms entspannen die Schneedecke“ sind Unsinn und gehören abgeschafft – oder wenigstens kritisiert.

  • Hans Müller sagt:

    Unfälle in der Natur passieren auch bei bester Vorbereitung. Das Restrisiko bleibt bestehen, auch wenn alles noch so gut gecheckt wird. Im Vergleich zu anderen „Restrisiken“ wie Strassenverkehr kann man aber damit leben. Wichtig bleiben ein paar elementare Grundregeln, wer sich an diese hält, schöpft das Spass und Erholungsmoment vernünftig aus. Einfach Nichtgehen ist keine Lösung, sondern es braucht eine Abwägung der Situation vorort.
    Wenn aber eine 9er Gruppe auf der Fahrt von einer Lawine erfasst wird, wurden wohl elementare Grundregelen missachtet, denn jeder halbwegs normale Freerider weiss dass man sich in grösseren Gruppen sinnvoll aufteilt um das Risiko zu teilen.
    Aber wie schon vorher erwähnt, das sind Annahmen, dass die 9 gefahren sind, möglicherweise wurden Sie stehend erfasst, von einer Lawine die gar nicht von ihnen ausgelöst worden ist. Das Restrisiko bleibt halt bestehen..

    Tja der Planet dreht weiter, uns es wird wieder passieren.. leider

  • Sina Weber sagt:

    … weil es für Menschen, die diesen Sport lieben, die Momente reinen Glücks sind. Und die sind eben nicht für jeden gleich: Der eine empfindet sie wohlbehalten im Konzertsaal bei einem klassischen Konzert, der andere etwas weniger wohlbehalten inmitten strahlendem Weiss, auf Schnee wie Wolken, mit der unwahrscheinlich froh machenden körperlichen Erschöpfung, vielleicht noch gemeinsam mit Menschen, denen es ganz genauso geht. Mit Vernunft hat Glück nicht immer etwas zu tun. Mit in vollen Zügen geniessen dagegen immer.

  • Megge sagt:

    Die Unglücke am vergangen Wochenende sind schrecklich und rütteln auf. Jeder Todesfall stimmt einem nachdenklich und macht traurig. Das Unglück am Vilan betrifft eine ganze Gruppe worin gleich fünf Personen ums Leben gekommen sind. Darüber und generell wurden viele, teils auch unnötige, Kommentare abgesetzt. Ich persönlich vertrete die Position des Unsicherheitsexperten, gehe allerdings nicht immer einig mit ihm was die Ausrüstung betrifft, aber empfehle allen Tourengänger und auch Freeridern wärmstens seine RM anzuwenden und sich darin zu schulen. Wie Du Natascha dies richtig erkannt hast sind wir bestens geschult im Umgang mit dem LVS, der Schaufel und der Sonde. Bedarf hätten wir aber ebenso im Erkennen der Gefahrenmuster und somit der kritischen Situation.

  • Gino Ramsch sagt:

    Habe mir auch schon überlegt was das ganze Fachwissen über Lawinen bringt. Habe das Buch 3×3 auch gelesen und es sind einfach zu viele varianten die auf den Schnee einwirken…. Will man alles genau prüfen und von A bis Z durchgehen brauch man einen Tag nur um Hänge und Schnee zu begutachten und hat noch kein Meter Tour hinter sich.
    Und selbst dann kann es mich erwischen!
    Auch die Kommentare der Gurus hören sich wie die Börsenexperten an! Nach dem grossen Unglück oder Aktiencrash wussten es sie natürlich schon ganz genau im Voraus.

    • Munter Werner sagt:

      Die Warnungen der Experten waren vor der Unglücksserie schwarz auf weiss zu lesen, z.B. im Lawinenbulletin. Bei der Gefahrenstufe „Gross“ (4) brauchen Sie übrigens kein Fachwissen, es bedeutet klipp und klart : alle Steilhänge meiden! Es sind Hänge über 30 Grad, wo der Skitourenfahrer mit Spitzkehren aufsteigt. Da diese Stufe nur wenige Tage pro Winter herrscht, ist ein Verzicht zumutbar. Ich habe ein Kartenspiel entwickelt, um solche Regeln zu lernen, bei GROSS gibt es drei richtige Lösungen: zu Hause oder in der Berghütte abwarten, auf der gesicherten Piste bleiben oder Jacuzzi…Das gilt auch für Experten! auch für den Lawinenpapst!

    • Munter Werner sagt:

      Diesmal waren die Warnungen der Experten und „Besserwisser“ vor den Unfällen schwarz auf weiss zu lesen, z.B. im Lawinenbulletin. Bei der Gefahrenstufe GROSS (Stufe 4) brauchen Sie übrigens kein Fachwissen: sie verzichten auf alle Steilhänge (das sind Hänge über 30 Grad, wo der Skitourenfahrer mit Spitzkehren aufsteigt). Diese hohe Gefahrenstufe herrscht nur an wenigen Tagen pro Winter, es ist deshalb zumutbar, an diesen Tagen auf der sicheren Piste zu bleiben. Stufe ERHEBLICH (Stufe 3) ist übrigens nicht die „mittlere“ Stufe, wie man immer wieder lesen kann. Die Skala ist nicht linear, sondern exponentiell, d.h. die Gefahr verdoppelt sich von Stufe zu Stufe. Die Stufe MÄSSIG (Stufe 2) repräsentiert die durchschnittliche Schneedeckenstabilität, ERHEBLICH ist bereits kritisch. Bei ERHEBLICH sollten nur Leute unterwegs sein, die die nötige Erfahrung haben, um eine sichere Spur zu legen. Man muss halt bereit sein, auf die steilsten („geilsten“) Hänge zu verzichten!

      • Gino Ramsch sagt:

        Unter Besserwisser meine ich sicher nicht das SLF…..

        Dazu muss man noch sagen das bei einem normalen Winter praktisch immer Stufe 3 herrscht

  • Munter Werner sagt:

    „Es kann auch mich erwischen.Vielleicht schon beim nächsten Mal.“ Das gilt auch für mich! Ich bin klaustrophob, im Schnee einbetoniert sein, den Brustkasten nicht mehr genügend ausweiten können, muss grauenhaft sein. Lawinengefahr ist Lebensgefahr, auch mit der besten „Lawinensicherheitsausrüstung“. Sie schützt nicht vor Lawinen, sondern ermöglicht bloss, schneller gefunden zu werden, in vielen Fällen leider zu spät. Wie kann man das Leben aufs Spiel setzen für eine geile Pulverschneeabfahrt?

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