Erst dick, später dement

Ein Übergewichtiger lässt sich treiben. (Foto: Keystone)

Zu viel Körpergewicht schadet anscheinend der geistigen Gesundheit : Ein Übergewichtiger lässt sich treiben. (Foto: Keystone)

Normalgewicht, regelmässiger Sport sowie ein aktives soziales Leben seien die besten Voraussetzungen, um bis ins hohe Alter körperlich und geistig gesund zu bleiben. Eine Studie will nun herausgefunden haben, dass Übergewicht noch mehr negative Auswirkungen hat als bisher angenommen – es erhöhe das Demenzrisiko. Zwar ist das längst bekannt gewesen, aber früher glaubte die Forschung, es seien Folgeerscheinungen von Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Problemen oder Diabetes – Krankheiten, unter denen besonders Übergewichtige leiden. Ende August 2012 publizierte das «Neurology Journal» die Ergebnisse einer Langzeituntersuchung, wonach Körperfülle mit den Jahren auch das Denkorgan beeinträchtigt.

Insbesondere adipöse Menschen müssten schon in jüngeren Jahren mit einem markanten Abbau ihrer Gehirnleistungen rechnen als Schlanke. Nicht erst im Lebensherbst, sondern schon im «Spätsommer» ihres Lebens haben sie in Kognitionstests deutlich schlechter abgeschnitten als Normalgewichtige, so die Studie, auch wenn sie körperlich gesund, also noch keine kardiometabolischen Risikofaktor aufwiesen.

«Es gibt keine gesunde Fettleibigkeit»

Ausgewertet haben die Forscher um Dr. Archana Singh-Manoux vom Paul-Brousse-Institut Daten von 6400 Erwachsenen, welche über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren getestet wurden. Im Zentrum stand: logisches Denken, Sprachflüssigkeit und Erinnerungsvermögen. Zu Beginn der Untersuchungen waren die Testpersonen im Schnitt 50 Jahre alt. 31 Prozent wiesen eine metabolische Auffälligkeit auf, 38 Prozent waren übergewichtig, 9 Prozent adipös. Von den Adipösen zeigten 60 Prozent einen metabolisch abnormen Status.

Fazit der Studie: Bei den Kognitionstest schnitten adipöse Teilnehmer deutlich schlechter ab als Normalgewichtige. Wobei es keinen Unterschied zwischen metabolisch auffälligen und unauffälligen Adipösen gegeben habe – auch mit höchstens einem weiteren kardiometabolischen Risikofaktor, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sei die Hirnleistung schon schlechter. Am metabolischen Status liege es folglich nicht, so die Forscher.

«Es gibt keine gesunde Fettleibigkeit», kommentierte der Deutsche Neurologe Günther Deuschl die Studie. Die Testpersonen hätten zwar noch keine Demenz, die kognitiven Auffälligkeiten würden aber wohl auf Dauer zu einer solchen führen. Über den Zusammenhang von Übergewicht und kognitiven Störungen könne zwar im Moment nur spekuliert werden. Deuschl mutmasst jedoch: «Fett lagert sich in den Gefässen ab, verengt sie und verursacht die Störungen. Eine andere Theorie ist, dass das Fettgewebe Hormone aussendet, die das Gehirn beeinflussen.»

Was halten Sie von solchen Studien?

Beliebte Blogbeiträge

79 Kommentare zu «Erst dick, später dement»

  • daniel gremaud sagt:

    suche sich jeder die demenzstudie aus, die ihm gefällt: eine andere Demenzstudie sagt, dass alte Menschen dement werden, weil sie zu wenig trinken und das dem Gehirn schadet.Vermehrte Flüssigkeitzufuhr soll dann anscheindend bewirken, dass sich die Demenz wieder zurückbildet. Und dass ein Intelektueller wie der Publizist Walter Jens dement geworden ist, erklärt sich auch nicht daraus, dass er sein Gehirn nicht trainiert hat oder zu dick war.
    Das Gehirn , das man bei Geburt mitbekommt, ist zum grossen Teil eine Lotterie. Kürzlich ist ein rumänische Top-Pianistin nach 2 Tagen Kopfweh an einer geplatzten Hirnarterie gestorben (Aneurysma). Vorprogrammierter Tod. Nimmt mich wunder, welche Studie hier rausfindet, dass jemand daran selber Schuld ist.

  • Hallo mitenand

    jeder sollte das dick werden bekämpfen.
    man fühlt sich doch viel besser, und hat mehr lebensfreude.

    ich bin ueberzeugt, an der studie ist schon einiges wahres dran. das ist nicht einfach aus der luft gegriffen. mein ziel jeden tag, mindestens 1 stunde zu gehen. ich mache das mittlerweile unbewusst, einfach weil es unglaublich gut tut. ich wandere, und bewege mich fürs leben gerne.

    allen viel spass, beim sich mehr bewegen.

    gruss von
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

  • ralph kocher sagt:

    Auch nur das vor der Glotze sitzen führt in die Spirale zur Demenz. Denn alles andere Aktive muss zumindest zuerst gelesen werden. Und hiefür MUSS man sich informativ bewegen…!

  • ralph kocher sagt:

    Warum schützen Sie Ihre Spezies…?

  • ralph kocher sagt:

    Will jemand den Fakt leugnen, dass Bewegung die Durchblutung fördert und somit Sauerstoff ins Gehirn gelangen kann? Auf der anderen Seite bin ich es müde, für Übergewichtige (alles was über den mittleren Bodymassindex reicht) – und deren Belastungen (Krankenkasse!) – aufkommen zu müssen…!

  • Nell Andris sagt:

    Leider ist diese Studie nur ein Teil der Wahrheit – der Rest: menschliche Hirne erkranken wegen tierischen Produkten! Ausgeführt und wissenschaftlich bewiesen im wohl besten und fundiertesten Ernährungsbuch „China Study“ von Professor Dr. T. Colin Campbell von der Cornell Universität. Lesen und vegan werden, denn die pflanzliche ist unsere naturgegebene Ernährung!

  • Albrecht Zumbrunn sagt:

    Probleme mit der Studie: am Anfang waren 56 Adipöse (9% von 6400). In den 20 Jahren der Studie müssen manche davon gestorben sein, um so mehr als sie adipös sind. Schon 64 sind zu wenig für eine anständige statistische Auswertung, vor allem die Geschichte mit denen, die keine Herz-Kreislauf-Probleme haben. Zweitens bedeutet Demenz eine ABNAHME der geistigen Kapazität auf die Dauer, nicht einfach die Existenz von „Dummheit“. Davon sagt der Artikel kein Wort, obwohl die Publikation es vielleicht schon behandelt. Journalisten sind notorisch für ihre Unfähigkeit, wissenschaftliche Reultate zu präsentieren. Auch die Angabe , dass die Leute „noch nicht dement“ sind (sie sind am Studienende über siebzig, falls sie noch leben) ist nicht geeignet, die These des Artikels zu stützen.
    Die Testgruppe enthält eine sehr keline Gruppe Adipöser; der Verdacht ist also, dass das Ziel der Studie ursprünglich was anderes war (das sich wahrscheinlich nicht beweisen liess) und dass nun ein Versuch gemacht wurde, wenigstens etwas aus den Daten zu finden, das man publizieren kann…

  • Beat Stocker sagt:

    Und ich dachte immer, dass viel onanieren das Rückenmark aussaugt, weil es seine Substanz an die Spermaproduktion abgeben muss und man dadurch vegesslich wird. Ist ja eigentlich auch klar! Ein Teil des Hirns rutscht nämlich in die leergewordene Wirbelsäule. Wie man somit bei Demenz aufs Dicksein schliessen kann, bei diesem klaren Wissenstand, ist mir schleierhaft……

  • Luise sagt:

    Und: Es wird neuestens nicht nur auf den Dicken herumgehackt, sondern auch auf den über 50-Jährigen die noch gut aussehen, angeblich wegen zu viel Sport oder wegen formender Unterwäsche…

  • Luise sagt:

    Man neigt dazu, dieser Studie zu glauben. Aber meine Mutter war immer schlank und wurde schon früh dement. Mit ihr im Altersheim sind eine beachtliche Anzahl schlanker Menschen, die teils schon mit knapp über 70 an einer Demenzerkrankung litten. Vielleicht ist es eher die ungesunde Ernährung? Viel Wurst, Käse, Speck etc. verkleben zweifellos die Gefässe.

  • Roland K. Moser sagt:

    Der ungesunde Lebenswandel führt zu Übergewicht und Hirnfras. Und nicht das Übergewicht. Behaupte ich.

  • Regina sagt:

    Die Körperfülle beeinträchtige mit den Jahren auch das Denkorgan.
    So ein Blödsinn – das Denkorgan kommt halt einfach mit den Jahren ins Alter….. so wie eben der ganze Mensch und da gehts eben nicht mehr so schnell wie mit 20ig – egal ob dick oder dünn.
    Diese Studie ist wieder mal ein gutes Beispiel für die Sinnlosigkeit von Studien.

  • Martin Cesna sagt:

    Es oll eine Korrelation geben zwischen roten Fahrzeugen auf der Strasse und gefährlichen Feuersbrünsten. Vorschlag: Alle rotfarbigen Autos verbieten!
    Die erste Beule am neuen Auto wird oft als Drama erlebt, die dreissigste Beule interessiert fast niemanden mehr. Vorschlag: Alle neuen Autos mit mindestens dreissig Beulen ausliefern!
    etc….
    Es ist manchmal gar nicht leicht, aus Einzelergebnissen Korrelationen und dann Ursachen oder sogar Folgerungen zu bauen.
    Man glaube bitte nicht alles, was da aus Druck nach Forschungsgeldern produziert wird!

    • trudy stöcklin sagt:

      guter kommentar !

      leider sind aber seit einiger zeit die dicken dran auf denen die ganze zeit herumgehackt wird.

      als nächste kommen dann die alten dran.

      • Ashrio sagt:

        Hier geht es nicht ums rumhacken, sondern schlichtweg darum, dass man mit einfachen Veränderungen der Bewegungs- und Essgewohnheiten der Demenz vorbeugen bzw. entgegenwirken kann.

        • trudy stöcklin sagt:

          es geht natürlich um s herumhacken seit einiger zeit. das weiss doch jedes kind. die wollen, dass übergewichtige mehr krankenkasse zahlen müssen.

          wegen den anderen behauptungen; gehen sie doch mal auf die saps-seiten zu dr.von grüningen, dort ist alles nachzulesen.
          übergewicht ist meistens nicht wegen dem essen sondern wegen der schilddrüse,wegen schlafmangel, wegen stress, wegen solchen studien usw. leider hört niemand den übergewichtigen richtig zu. die ärzte geben falsche infos und die ernährungsberaterinnen erst recht.

  • sama sagt:

    Cybot, vielen Dank fuer Ihren Kommentar.So gelacht habe ich lange nicht mehr.
    Ein Koernchen Wahrheit kann ich zudem darin finden.

  • Cybot sagt:

    Vielleicht waren die Leute ja schon vorher dement in Bezug auf Essen und haben nur vergessen, dass sie schon gegessen haben. ;)

  • trudy stöcklin sagt:

    ich wüsste gerne die auftraggeberIn dieser studie.da will sicher wieder die pharmaindustrie profitieren.
    zur liste der übergewichtigen prominenten habe ich noch joschka fischer und herr von grüningen von der adipositasstiftung der den ehrendoktortitel hat.
    diese sind wohl kaum wegen fehlender intelligenz übergewichtig.

    • Fischbacher, Chrigel sagt:

      Also den Joschka hatte ich weggelassen.

      • trudy stöcklin sagt:

        das täuscht manchmal, den j.fischer lasse ich nicht weg………er ist 64j.und nach s.polit.karriere( laut wikipedia)jetzt
        tätig als journalistischer kommentator und unternehmensberater sowie in verschiedenen positionen in der wirtschaft u.a. als lobbyist für die energieversorger rwe und omv (nabucco-pipeline).
        also sicher nicht dement.gruss

  • Wurde der Alkohol- und Tabakkonsum auch berücksichtigt?

    • Philipp Rittermann sagt:

      stimmt! alkohol fördert die durchblutung und tabakkonsum ist derer hinderlich -> somit ist eine gesunde kombination dieser beiden suchtmittel eine gute alternative! :)

      • Roland K. Moser sagt:

        Der Alkohol- und Tabakkonsum darf bei dieser Untersuchung nicht vernachlässigt werden, weil sonst ein völlig falsches Bild entsteht.
        Vor allem der Alkohol führt zu massiven Stoffwechselstörungen.
        Der pH-Wert des Körpers ist bei schon täglich geringen Mengen von Alkohol, z.B. 1 Flasche Bier, eben wegen dem Alkohol im Sauren.
        Desweiteren macht Alkohol nicht dick, weil er viel Kalorien hat, sondern weil er eben den ganzen Stoffwechsel durcheinander bringt. Die einen Leute reagieren stärker auf die Gewichtszunahme als andere. Bei allen ist aber der Stoffwechsel total aus dem Gleichgewicht.
        So wie Sie die Droge anbeten und verherrlichen, sind Sie schon süchtig. Können Sie noch ohne Alkohol sein?

  • Paul Mircher sagt:

    Ich kenne mindestens 3 Personen die zu dem Artikel passen würden und einer davon ist über 80. Alle diese scheinen mir in keinster Weise an Gehirnleistung verloren zu haben. Die Frau Dr. Archana Singh-Manoux arbeitet in England, mich würde es nicht wundern wenn auch das Essen einen Einfluss auf die Gehirnleistung hat. Ich glaube es hat einen grossen Einfluss ob man durch Fastfood dick wird oder weil man von gesundem Essen zuviel isst. Die drei dicken Personen die ich kenne essen alle „gesund“, dafür aber zuviel. Sie trinken keine oder wenig Softdrinks und essen in den Pausen auch immer wieder mal Früchte…

    @radivi: In der Natur (ausser der Mensch) ist aber auch niemand adipös, die „dicken“ Tiere ziehen immer ein Vorteil aus dem Fett.

    • captain kirk sagt:

      Besonders wenn man bedenkt wie teuer gesundes Essen in England ist. Mit ein Grund für die hohe Zahl von Fettleibigen in den unteren Sozialen Schichten. In den USA ist es das selbe.

      • trudy stöcklin sagt:

        ist das alles wissenschaftlich bewiesen?und wo kann ich das nachlesen?
        danke im voraus

      • Urs sagt:

        un hier in der Schweiz ebenso… nicht einfach davon schleichen. Die Industriellen und auf Profitmaximierung getrimmten Früchte, Fleisch und Gemüse sind übelste Lebenmittel… erst kürzlich kaufte ich Tomaten bei denen sich die Schale nach dem kochen wie Plastikfolie im Mund anfühlte… kauen und kauen…

        Avocados waren früher grün, dann schwarz wenn sie reif waren… heute sind alle Avocados schwarz aber nicht reif. Geschmack und vielfältige Aromen bleiben bis auf wenige selten Augenblicke reiner Zufall. Schön anzusehen und genormt ist alles, der Geschmack und das Wohlbefinden das sich daraus ergeben sollte bleibt draussen.

        Fett werden dürfte bei vielen Menschen gerade deswegen ein problem sein weil durch die künstlich manipulierten und unreif geernteten Lebensmittel die natürlichen Essgewohnheiten übertölpelt werden… beim einen gar nicht, beim anderen halt mehr.

        Ich finde die Lebensmittelproduzenten müssen zumindest für einige Grundnahrungsmittel per Gesetz zu mehr Verantwortung als nur die Profitmaximierung erzogen werden. Das gleiche gilt auch für die Patente die auf Samen, der Grundlage allen Lebens, erteilt werden welche strikte als Public Domain zu handlen sind anstatt nur als Recht eines einzelnen Unternehmens.

        Zum wohle von uns allen…

      • Peter Spahr sagt:

        Also ich fand das Essen in den UK erstaunlich billig, noch Anfang September frische Erbeeren für CHF 1.50/Körbchen. Was mich auch erstaunt hat: das Essen ist generell sehr diskret gesalzen. Unklar, ob das die Folge einer EU-Vorschift ist. In der CHF ist fremdzubereitetes Essen oft viel zu salzig (mal abgesehen vom typischen Convenience-Glutamat-Geschmack, wäh).

      • trudy stöcklin sagt:

        da sie keine wissenschaftl.studie wissen, ist es für mich einfach ihre meinung. damit kann ich leider nichts anfangen.

        wegen den übergewichtigen in den unteren soz.schichten gebe ich zu bedenken, dass es vielmehr arme menschen gibt als reiche. zahlenmässig stimmt da wohl nichts. ich bin nicht studiert oder so, denke aber selber wennmöglich.

        das mit den tomaten stimmt allerdings. ich weiss aber, wo ich gute bekomme, denn ein leben ohne tomaten wäre traurig schon wegen der farbe…schmatz…

      • Philipp Rittermann sagt:

        ist nur teilweise richtig. natürlich können sich untere einkommensschichten nicht den gesündesten bio-food leisten. hingegen ist, gerade in den usa, eine welle im gange, wo „dick als schick“ gilt. andererseits grassiert der diät-wahn kaum so exzessiv wie in den staaten. mit dem resultat, dass tonnenweise kalorienarme nahrungsmittel eingekauft werden – und man da dorten im glaube ist, man könne davon dann unbeschränkt viel essen ohne zuzunehmen….

        • Heinz sagt:

          ich lebe in den usa, aber von dieser ‚dick ist schick‘ welle habe ich noch nie gehoert.
          uebrigens sind die meisten uebergewichtigen dauernd auf diaet, die schlanken aber nicht, man muss deshalb wohl schlussfolgern, dass diaet dick macht.

        • Paul Mircher sagt:

          In Amerika (CA,NV,UT) hat es nicht mehr Dicke als hier oder in Deutschland. Aber diese Null-Fett… Produkte stören extrem! Leider ist es fast unmöglich knuspriges Brot oder Vollmilch zu kaufen. Bei uns im Coop gibt es von Fast Food bis Bio alles was man will, in den USA ist es leider nicht so einfach.

          @Peter Spahr: In den normalen Lebensmittelläden bekommst du gar nichts gesundes in UK, da musst du schon in einen Marks and Spencer oder in einen Bioladen gehen. Ich kann aber nur von Birmingham und Wolverhampton reden…
          Mir schmeckt das englische Essen aber allgemein nicht, zum Glück lebe ich nicht dort.

  • Ashrio sagt:

    Der Hirn-Metabolismus und die Regulation der Blut-Hirnschranke Rezeptoren ist stark an die verfügbaren Metaboliten und „Nährstoffe“ aus der Blutbahn geknüpft. Folglich führt eben nicht Fettleibigkeit als solche zu Problemen mit dem Hirn (z.B. Demenz), sondern die entsprechende Nahrung. Mit anderen Worten, es macht ein Unterschied, ob jemand Dick ist, weil er zuviel Zucker zu sich nimmt oder zuviel Fleisch isst oder zuviel Alkohol geniesst. Relevant ist hier aber auch, dass schädliche Stoffe (z.B. Abeta Proteine) sehr gut eingelagert werden. Womit eine grössere Aufnahme dieser Stoffe durch Nahrung im laufe des Lebens zu Problemen führen kann, wenn diese Stoffe wieder aus den Zellen ausgeschüttet werden. Drittens ist zu erwähnen, dass Bewegung wie auch sozialer Kontakt dazu führen, dass sich komplexe Verhalten von abgestorbenen Neuronen auf andere, intakte Neuronen übertragen werden.

    • Ashrio sagt:

      Folglich, ist nicht Fettleibigkeit an sich das Problem, sondern die damit verbundene Essgewohnheiten und Lebensweise. Wenn sich jedoch eine dicke Person gesund ernährt, dazu genügend Bewegt und über ein ausgewogenes soziales Netzt verfügt, ist wohl kaum mehr ein Unterschied zu einer dünnen Person auszumachen, jedenfalls was seine Hirnvitalität betrifft.

      • mikkesch sagt:

        Nein eben nicht. In Ihrer Überlegung fehlt die Tatsache, dass adipöse Menschen nicht heut auf morgen übergewichtig worden sind. Fazit der Studie: Es habe keinen Unterschied zwischen metabolisch auffälligen und unauffälligen adipösen Studienteilnehmern gegeben.

        • Ashrio sagt:

          Falsch… metabolisch auffällig bedeutet, dass sie eine Auffälligkeit im Stoffwechsel haben bzw. dass es im Blut nachgewiesen werden kann. Aber dadurch wird nicht aufgezeigt, wie sich Rezeptorregulierungen und Speicherablagerungen ändern. Dies zu Messen wäre viel zu aufwändig, wird in einzelfällen jedoch (meist post-mortem) gemacht. Folglich sind die adipösen Menschen gesund, bis auf ihr Gewicht eben. Doch das ist ebe nur die halbe Geschichte.

    • R. Beer sagt:

      „Drittens ist zu erwähnen, dass Bewegung wie auch sozialer Kontakt dazu führen, dass sich komplexe Verhalten von abgestorbenen Neuronen auf andere, intakte Neuronen übertragen werden.“

      Dinge einfach frei zu erfinden ist ein ziemlich fragwürdiges Verhalten. Die meisten Leser werden nicht über die nötigen Kenntnisse in Neurobiologie verfügen, um diese absolut unsinnige Aussage als solche zu erkennen.

      • Ashrio sagt:

        Es ist neurobiologisch erwiesen, dass sich Bewegung im Alter dadurch länger erhalten lässt, wenn sie ständig wiederholt wird. In Folge konnte gezeigt werden, dass sich die Netzwerke aktiver Neuronen verändern und vermehrt vorgänging inaktive Neuronen einbeziehen.

  • Frau Mirach sagt:

    @ radivi
    Das ist jetzt also der beste Kommentar, den ich je gelesen habe: wäre es denkbar, dass Fettleibigleit eher die Folge von mangelnder Intelligenz ist …
    Leider verpassen Sie es, im Kommentar Ihre Haltung zu zementieren. Ich empfinde ihn als dummdreist und ignorant. Bin froh, dass ich Sie nicht kenne.

    • dorian sagt:

      Kann jene These völlig unterstützen: in bildungsfernen Schichten sind Fette – sofern es genug Essen gibt – ganz klar übervertreten. Die denken nur: mmhhh schmeckt fein und ist günstig, wissen aber offenbar nicht, dass es eine Fehlernährung ist. Oder auch: vermeintlich gesunde Produkte konsumieren (mit Fructose gesüsst), aber nicht wissen, was sie damit bewirken…

      Das heisst natürlich nicht, dass alle Übergewichtigen dumm sind, aber mangelndes Wissen führt oft zur Nichtbeachtung der Ernährungsumstände und den damit verbundenen Folgen.

      • trudy stöcklin sagt:

        hallo dorian, so essen auch die schlanken die ich kenne. gebildete und ungebildete. das muss genetisch sein das ganze.
        viele übergewichtige haben schilddrüsenunterfunktion, oder schlafstörungen , hörten auf zu rauchen usw.was auch dick machen kann.

        • dorian sagt:

          Das ist die beliebteste Ausrede vieler Übergewichtiger (und auch ein Zeichen mangelnder Intelligenz: nie bei sich selbst den Hebel ansetzen zu wollen, sondern immer auf das Schicksal – hier sogenannte „genetische“ Probleme – zu verweisen). Klar hat nicht jeder den gleich schnellen Stoffwechsel und setzt demnach eher Fett an als andere, aber mit Disziplin und Sport kann hier stark entgegen gesteuert werden. Wenn man eine Schilddrüsenunterfunktion hat und dabei isst wie ein Mähdrescher, dann ist das sehr wohl auch mangelnde Intelligenz, allerdings nicht bezogen auf die Nahrungsquellen, sondern bezogen auf die langfristigen Folgen dieses Verhaltens.

      • luisa sagt:

        Es ist unglaublich wie Fakten und Begriffe vermischt werden, damit jeder sich sein Weltbildli so zimmern kann, wie es ihm passt. Was hat Bildungsferne mit Intelligenz zu tun? Das sind zwei verschiedene Dinge: das eine ist ein zum grössten Teil genetisch bedingter Faktor und das andere ein zu 100% sozial bedingter Faktor. Nicht alle Bildungsfernen sind automatisch dumm und damit fett. Wer sich so ein Bild macht ist selber nicht gerade gesegnet worden weder mit Intelligenz noch mit Bildung.
        Dass auch das Körpergewicht und andere physische Ausprägungen zum grössten Teil genetisch bedingt sind, ist heutzutage eigentlich bekannt. Natürlich wirken soziale Faktoren mit, aber es hat schon immer Dicke und Dünne gegeben und es wird sie auch immer geben.
        Es wäre wichtiger etwas gegen die grassierenden (sic!) Vorurteile gegenüber Dicken zu unternehmen als diese immer weiter zu zementieren und sich so einen neuen praktischen Sündenbock für gesellschaftliche Probleme zu schaffen.

    • Philipp Rittermann sagt:

      da gebe ich frau mirach recht – mit mangelnder intelligenz hat dies nun wirklich nichts zu tun – dies zu behaupten ist schon ziemlich infam.

      • Teofilo Folengo sagt:

        Nun mal langsam! Er hat es ja nichts behauptet. Er hat nur gesagt, dass die Studie nur eine Korrelation aufzeigt zwischen A und B. Somit kann sein, dass A die Ursache von B ist, oder umgekehrt, oder beide zufällig zusammentreffen. Das ist überhaupt nicht infam. Infam ist allenfalls, ihm Worte zuzuweisen, die er nicht geschrieben hat.

  • carol sagt:

    Wie wärs mit den Gehirnkillern Nummer eins als Verursacher, Glutamat und Aspartam? Ersteres ist in den Lebensmitteln, die dick machen, en masse enthalten und zweiteres in den Diätprodukten, die das Übergewicht dann bekämpfen sollen. Beide bringen die chemischen Gleichgewichte und Regelkreisläufe im Hirn durcheinander (zB nachzulesen im Buch „Die Ernährungslüge“ von Hans-Ulrich Grimm). Dass sowas dabei herauskommt finde ich nicht verwunderlich. Das Rezept bleibt ohnehin dasselbe, nämlich ein gesunder Lebensstil.

    • marc sagt:

      Oder wie wärs mit einer Partie „Atkins-Diät“. Bekanntlich führen ja die Kohlenhydrate zur überfüllten Leiblichkeit.

      • Adrian E. sagt:

        „Bekanntlich“… Es kommt auf die Kalorienbilanz an. Natürlich gab es immer wieder Modetrends und Business-Ideen, zu behaupten, es käme nur auf das Fett oder nur auf Kohlenhydrate an, weil sich das besser vermarkten lässt als die abstrakte Idee der Kalorien, aber wissenschaftlich fundiert ist das nicht.

    • peter huber sagt:

      Junge, Junge..Glutamat ist eine natürlich vorkommende Aminosäure, Tomatenpuree enthält ca. 40% seines Proteingehaltes als Glutamat..
      Nicht gleich Verschwörungstheorien wälzen sondern sich auch mal mit den Fakten befassen.

  • Philipp Rittermann sagt:

    es ist vielfach ein mentales problem -> wird man geistig träge, beginnt auch der körper zu erschlaffen.

    • Fischbacher, Chrigel sagt:

      Also war Leibniz geistig träge.
      Und mit ihm viele andere Denker.

      • Philipp Rittermann sagt:

        leibniz? – ist das der mit den keksen?! :) aber nein, ich behaupte nur, dass vielfach ein kausaler zusammenhang zwischen fettleibigkeit und geistiger trägheit besteht – keine regel ohne ausnahme(n).

  • radivi sagt:

    Wäre es laut Studie nicht auch denkbar, dass Fettleibigkeit eher die Folge von mangelnder Intelligenz ist (oder halt „Kognition“)? Es ist unklar, was Ursache und was Wirkung ist. Die Natur verhält sich nicht gezwungenermassen politisch korrekt (die Forscher schon eher, auch wenn das nicht ihre Aufgabe ist).

    • milli lu sagt:

      das ist wohl nicht ernsthaft eine these???

    • Teofilo Folengo sagt:

      Die Ueberlegung ist zwar politisch unkorrekt, aber formal-logisch nicht zu beanstanden. Die Studie zeigt nur eine Korrelation auf, nicht eine Kausalität!

      Dennoch meine ich (Arzt, eigenes BMI übrigens etwas hoch, aber nicht pathologisch), dass es in Wirklichkeit andersrum ist. Starke Adipositas kann auf vielfacher Weise das Gehirn schädigen – und dieser Befund ist nicht einmal neu. Googlen SIe z.B. „Schlafapnoe“.

      • Hans sagt:

        Das ganze ist eine Langzeitstudie! BMI am Anfang beinflusst die Differenz im Kognitionstest. Sie glauben doch nicht allen ernstes, dass die Abnahme in kognitiven Fähigkeiten das anfängliche Gewicht beeinflusst?

        • Teofilo Folengo sagt:

          Das sehe ich eben auch so. Wobei die Studie nicht ausschliesst, dass ein dritter (unbekannter) Faktor beides beeinflusst. Jedenfalls, Demenz ist eine Störung des Kurzzeitgedächtnisses, und physisches Training stimuliert die Neurogenese im Hippocampus (verantwortlich für das Kurzzeitgedächtnis). Somit ist physisches Training sehr gut gegen Demenz! Eine klassische, vielzitierte Arbeit dazu: http://neurogenesisresearch.com/Runing_and_Neurogenesis_Nat.pdf

      • trudy stöcklin sagt:

        nur seltsam, dass ich nur dünne menschen kenne mit alzheimer. noch nie habe ich eine übergewichtige person mit demenz kennengelernt. dafür viele mit herz und humor.
        und;
        was ist mit den magersüchtigen? diese werden überhaupt nicht so alt um dement zu werden……

        • Adrian E. sagt:

          Wieviele Menschen kennen Sie? Sie mögen sich für den Nabel der Welt halten, aber Ihre Bekannten sind nicht unbedingt repräsentativ.

          • trudy stöcklin sagt:

            ich kenne unzählig viele menschen.

          • Pauline S. sagt:

            Ohh diese Aussage von Trudy Stöcklin, wollen wir ihr nicht den Nobelpreis verleihen? Ihre Forschung im engeren Kollegenkreis hat uns sicher Meilen weiter gebracht! Danke Trudy!!!

            Adrian, schön dass es doch auch viele intelligente Menschen gibt.

    • daniel gremaud sagt:

      bestechend wie dieser Gedankengang die Studie ad absurdum führen könnte: Helmut Qualtinger, Orson Welles, Marlon Brando und Peter Ustinov litten nach dieser Logik unter mangelnder Intelligenz und Georg W. Bush ist ein hochintelligentes Jahrhundert-Genie!

  • trudy stöcklin sagt:

    winston churchil,louis armstrong,helmuth kohl, franz josef strauss, gerard depardieux,alfred hichcok,bud spencer…….
    alle sehr adipös, aber ganz sicher nicht dement.
    ich halte gar nichts von dieser studie.

    • Bernhard Vontobel sagt:

      Wenn sich sieben Menschen positiv verhalten und 1000 negativ, was ist dann die eindeutige Tendenz?
      Man kann ja jede Studie in Frage stellen aber bitte mit Intelligenz? Rauche ist ja auch nicht gesund, weil mein Onkel 95 Jahre alt ist und jeden Tag 20 Zigaretten raucht!

      • trudy stöcklin sagt:

        bernhard vontobel,
        bitte sachlich bleiben-wir kommentieren hier nicht das rauchen, oder männer mit kleinen füssen usw.
        und bitte nicht ablenken….oder erwarten sie etwa , dass ich hier alle übergewichtigen menschen nenne?dazu reicht hier der platz nicht.
        selber unintelligent.

    • Frank Baum sagt:

      …Ronald Reagan: sicherlich nicht adipös aber völlig dement. Von soclhen Studien ist nichts zu halten.

      • Christoph Bögli sagt:

        Von solchen Kommentaren ist eher nichts zu halten. Es geht bei solchen Studien natürlich immer um statistische Tendenzen hinsichtlich der Risiken. Will heissen, wenn man feststellt, dass ein Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und z.B. Altersdemenz besteht, d.h. Fettleibige im Schnitt ein um x% höheres Risiko haben, in einem gewissen Alter an Demenz zu leiden, bedeutet das halt einfach nur genau das. Nicht dass jeder Dicke zwangsweise dement ist oder wird, oder dass Schlanksein ein perfektes Schutzschild gegen Demenz ist. Es geht lediglich um geringfügige Risikoverminderungen.

        So einfach wäre das. Aber auch das ist wohl schon zu kompliziert für eine Leserschaft, die nur in kleingeistigem Schwarzweiss zu denken vermag.

        • Hanspeter Niederer sagt:

          „Es geht bei solchen Studien natürlich immer um….“ unterbeschäftigte Statistiker, die sich eine neue Studie ausdenken im verzweifelten Bemühen, Aktivität vorzugaukeln. Dass nichts Brauchbares dabei herauskommt, ist zweitrangig. Hauptsache, es wurde Zahlenmaterial zu einem faden, unverwertbaren Brei verwurstet.

          • Roger Zünd sagt:

            ich bin zwar kein Statistiker, aber dass jemand wie der Hr Niederer imstande ist, solch einen Brunz von sich zu lassen…wohlannnnn…Reschpekkt…

        • lui casutt sagt:

          besten dank für ihre sachlichen ausführungen.
          präzise ausgedrückt.

    • Adrian E. sagt:

      Aus Einzelfällen kann man nie Schlussfolgerungen über Korrelationen ziehen. Sicher würden diese Einzelfälle Behauptungen, dass Fettleibigkeit immer zu Demenz führt, widerlegen, doch solche Behauptungen wurden nie aufgestellt, also ist der Kommentar irrelevant.

    • Sven Lederer sagt:

      Ich arbeite derzeit an einer Studie, die empirisch belegt, dass die Mehrzahl der Studien verfasst werden um einen rückwirkenden Kausalzusammenhang zu einer Binsenwahrheit herzustellen.

      Die Idee kam mir von dieser Studie über Fettleibigkeit und Demenz. Die Binsenwahrheit lautet: Fettleibige sind fauler als Schlanke. Der Kausalzusammenhang – Faule Leute sind auch faul im Kopf – Die Ursache – Faulheit im Kopf führt zu Demenz.

      Strick-Strack : Fettleibige leiden häufiger an Demenz
      Strick-Struck-Strack: Die Studie wurde finanziert und sorgt sogar für Publikumsinteresse weil der Kausalzusammenhang, bzw. die Binsenwahrheit einfach verschwiegen wird.

      Darf ich jetzt ein Doktortitle haben, bitte?

      • peter huber sagt:

        Es tut fast weh, so viel Halbwissen oder Unwissen über medizinische Projekte zu lesen..

        Grundsätzlich sind statistische Auswertungen die beste und unbestechliste Form einer Beurteilung von Daten, die weit über die hier propagierte Empirie geht. Daher – wenn in einer Population von 6400 Personen, was eine sehr gute und robuste Zahl N für eine epidemiologische Auswertung ist, eine Korrelation bezüglich Demenz gesehen wird, kann dies nicht einfach vom Tisch gewischt werden. Wenn man die Daten offen und vorurteilslos anschaut, muss man anerkennen, dass hier ein Risiko besteht.
        Wer das nicht so sieht, soll mir bitte erklären, warum dies nicht so ist..und zwar bitte mathematisch und nicht stammtischmässig am Poltern.. :)

    • da haben sie aber nicht gerade viele gefunden und vier der herren sind schon lange tot, also haben sie noch zwei lebende beispiele vorzuweisen.
      aber nur so neben bei der gesundheits- und schlankheitswahn ist natürlich auch schon ungesund.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.