Rundum behelmte Köpfe

Heute begrüssen wir Gastbloggerin Yvonne Müller. Der langjährigen Velokurierin fällt auf, dass das Helmtragen in ihrer Heimatstadt Zürich viel häufiger geworden ist.

Die vielen Velohelmträger fallen auf: Ein Bike-Polo-Spieler mit einem Helm der Marke Ribcage. (Foto: PD)

Die vielen Velohelmträger fallen auf: Ein Bike-Polo-Spieler mit einem Helm der Marke Ribcap. (Foto: PD)

Was sich wohl verändert hat, wenn man mal längere Zeit von zu Hause weg war? Gar nichts, sagen die Daheimgebliebenen. Oder aber eben doch ganz viel, denke ich, während ich mir Zürich nach meiner Rückkehr so ansehe. Es sind Nuancen im Stadtbild, wie zum Beispiel die fertig renovierte Hardbrücke, die einem das Vertraute dann doch ein bisschen fremd wirken lassen. Und es sind die vielen helmtragenden Velofahrerinnen und Velofahrer!

Es erinnert mich ein bisschen an damals, vor ein paar Jahren, als Freunde sich nach langen Wintern der Abstinenz endlich wieder einmal auf die Skipiste begaben und erkannten, dass sie praktisch die einzigen ohne Helm waren. Wer heute auf dem Berg mindestens ein Brett an die Füsse schnallt, der trägt oben mit! Vor 10 Jahren noch undenkbar.

Ein cooler Catlike-Helm.

Ein cooler Catlike-Helm.

Ich hätte die Tendenz zum Velohelm im Alltag eigentlich schon vor meiner Abreise bemerken müssen, als sich ein paar coole Jungs mit schicken Stadträdern das Top-Modell von Catlike zulegten. Was an der Tour de France recht ist, schien gerade gut genug für das hippe Zürich.

Nur, dass sich die Anforderungen – je nach dem, wofür der Velohelm gebraucht wird – natürlich unterscheiden. Die teuren Rennfahrer-Helme, so leicht sie auch sind und so schön sie auch glänzen, für den täglichen Gebrauch sind diese Modelle nicht wirklich gemacht.

Die Helme von Yakkay sind gewöhnungsbedürftig. (Foto: PD)

Die Helme von Yakkay sind gewöhnungsbedürftig. (Foto: PD)

Wenn es um coole, alltagstaugliche Velohelme geht, steckt die Industrie noch in den Kinderschuhen. Diese robusten Tropen-Helme, die ich vermehrt auf den Veloköpfen sehe, sollten da wahrscheinlich Vorreiter sein. Aber wer will schon mit so einem Reithelm oder so einem «Ich bin auch ein Sonnenhut»-Helm durch die Gegend gondeln? Am Schlimmsten ist jedoch die Variante «Sturmhelm». Als ob Stadtverkehr ein Kriegsschauplatz wäre!

Da werden die falschen Assoziationen geweckt: NCY-Helm. (Foto: fuseproject)

Da werden die falschen Assoziationen geweckt: NCY-Helm. (Foto: fuseproject)

Einen Lichtblick gibt es: In der kalten Jahreszeit kann auf die herausragende Erfindung der Berner Firma Ribcap zurückgegriffen werden. Im Sommer ist von dieser Option wegen akutem Hitzestau jedoch dringend abzuraten.

Aber jetzt einmal abgesehen von den ganzen Überlegungen zum Stil, was mich richtig beschäftigt, ist die Frage, wie es eigentlich so weit gekommen ist. Wieso tragen plötzlich mehr Velofahrer einen Helm? Pflicht ist es ja nicht.

Wegen des Baby-Booms dachte ich zuerst, dass das Phänomen einen erzieherischen Ursprung hat: Wie soll dem Nachwuchs erklärt werden, dass sie einen unbequemen, immer über die Augen rutschenden Helm tragen müssen, wenn es die velofahrenden Eltern selbst nicht tun?

Ein Kind mit Helm. (Foto: Keystone)

Ein Kind mit Helm. (Foto: Keystone)

Oder ist es die aktuelle politische Diskussion um Sicherheit, die die Menschen dazu gebracht hat, sich mit dem Thema Helm auseinanderzusetzen?

Dabei ist der Gedanke, dass ein Helm eine Velofahrerin effektiv gegen ein Auto schützen könnte, grotesk. Wer sich viel mit dem Velo im Verkehr bewegt, weiss, dass das Velofahren nicht durch das Aufzwingen eines Helmes sicherer wird, sondern durch mehr Raum und ein gleichberechtigtes Nebeneinander mit dem motorisierten Strassenverkehr.

Wie sehen Sie das? Tragen Sie einen Velohelm?

Yvonne Müller ist Geografin und ehemaliges Mitglied der Schweizer Snowboard-Nationalmannschaft. 2009 war sie im Team von Cérvelo bei der Tour de France als Teil der Filmcrew mit dabei. Als langjährige Velokurierin ist die Zürcherin durch ihr Arbeitsrad auf das Bahnfahren gekommen und trainiert heute, so oft es geht, auf der offenen Rennbahn in Oerlikon.

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86 Kommentare zu «Rundum behelmte Köpfe»

  • Adriano Granello sagt:

    Auf den Skipisten ist das Helmtragen von den Gruppen-Skifahreren /-Boardern ausgegangen (insbesondere von Schulen verordnete Helmtragpflicht). Inzwischen ist der GRUPPENDRUCK derart hoch, dass selbst die aufwändigsten Frisuren geopfert werden, um dem absoluten Aussenseiter-Image zu entgehen. Paradoxerweise fallen normale Pistenskifahrer bei Stürzen nur in äusserst seltenen Fällen auf den Kopf. Die am Verkauf eines Helms interessierte Inhaberin eines Sportgeschäftes erklärte letzten Winter – von mir darauf angesprochen -, der Helm und weitere (teure) Protektoren würden vor Kollisionen mit anderen Fahrern schützen und müssten wegen der zunehmenden Schneesportlerdichte auf der Piste zwingend getragen werden. Aha!
    .
    Velofahrer und Inlineskater / Skateboards: Wer mit diesen Geräten extrem-sportlich unterwegs ist (Abfahrten auf MTB-Trails rsp. ‚Freestyle Skating‘, d.h. über Treppen und Obstacles fahren) täte gut daran, nebst dem Beherrschen der Falltechniken einen Helm zu tragen. Paradoxerweise gilt aber gerade in dieser Szene ein Helm als „uncool“…

    Wer mit dem Velo mehr oder weniger gemütlich zur Schule oder zur Arbeit fährt, braucht m.E. keinen Helm. Höchstens vielleicdht dann, wenn er / sie statt auf der Strasse auf dem Trottoir dahinrast und dabei mit einem 150-Kilo-Fussgänger, einem Kinderwagen oder einem Einkaufswägeli kollidiert.

    Fazit: Zuerst den Kopf einschalten und erst dann entscheiden, ob der Kunststoffdeckel auf eben diesen Kopf gesetzt werden muss!

  • Hans sagt:

    Ich trage immer einen Helm, fühle mich ohne Helm nicht richtig angezogen.

  • Isabelle sagt:

    Einmal in einer Tramschiene gelandet und auf den Kopf gefallen. Ein Vorgeschmack bekommen wie es enden könnte….seit damals nie wieder ohne Helm. Es ist mir sowas von egal wie ich dabei aussehe!

  • kohler sagt:

    Polizei rät auch von Teilnahme am Aareböötle ab, warum nicht auch vom velofahren, später vom autofahren , und es gibt niemehr unfälle, keine tote mehr. alles ohne rücksicht ohne anstand ohne normale menschenverstand/vernunft.verantwortung? freie schweiz.

    • Fahrer sagt:

      Gut gebrüllt, Kohler! So sehe ich das Ganze in etwa auch. Zweifelsohne kann ein Velohelm oder andere Sicherheitsmassnahmen gute Dienste leisten. Aber diese Sicherheits-Hysterie geht mir langsam echt auf den Sack. Das Leben ist nicht frei von Gefahren und wird es nie sein. Wenn ich pech habe, falle ich vom Bürostuhl und bin querschnittgelähmt. Die beste Ausrüstung bringt nichts wenn ich die Verkehrsregeln nicht kenne oder ohne gesunden Menschenverstand in der Gegend herumdüse. Übrigens: Ich fahre jeden Tag zur Arbeit und geniesse den Wind in meinem bereits schon etwas schütteren Haar..:-)

      • Ernst Stampf sagt:

        Siehe mein längerer Beitrag weiter oben.

        Das ist ein Pseudoargument, das überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

        Sollen Fallschirmspringer Ihrer Meinung nach auch ohne Reservefallschirm springen?

  • Michael sagt:

    Nur mit Helm.

    Und deshalb mag ich die heutige Praxis: Jeder kann selber entscheiden, ob sein Kopf schützenswert ist, oder eben nicht.

    Gruss und Kuss :-)

  • Remy sagt:

    Nur so noch als letzter Input: Als ich Gerstern nach dieser interessanten Forumsdiskussion raus ging, traf ich zufälligerweise einen Velofahrer…er hatte einen Helm auf…und ansonsten nur seine Badehose!
    Das ist wahrlich ein Kluger Kopf!
    ;-)

  • Ernst Stampf sagt:

    Ich finde es bezeichnend, mit welchen ‚Argumenten‘ manche Leute hier gegen Velohelme wettern.

    1. Es wird gespottet, die heutige Sicherheit-Versessenheit mache es wohl bald notwendig, auch noch Knieschoner zu tragen.

    Hm… erstens sind bei manchen Biking-Aktivitäten lange Hosen tatsächlich von Vorteil (ich kann ein Lied von nackter Haut auf feinen Kieswegen singen, wer will, darf es auch gerne mit Sandpapier reproduzieren und nachfühlen), zweitens zeigt das nur, dass diese Leute genausowenig in der Lage sind, Gefahren realistisch abzuschätzen wie diejenigen, die ihre Kinder mit Helmen zum Spielplatz schicken. Ich frage mich, wie viele dieser Menschen schon mal mit den Kopf irgendwo dagegengeknallt sind. Ich schon zweimal, damals noch ohne Helm, und ich habe mir hinterher beide Male gewünscht, ich hätte einen getragen. Ich erinnere mich auch noch recht gut daran, wie der Strassenpfosten sich in Zeitlupentempo auf meinen Kopf zuzubewegen schien. Die Kante eines Velohelms hätte den Aufprall zumindest gelindert – jedes bisschen hilft.

    Sicher laufen die meisten Velounfälle so ab, dass der Kopf daran nicht ‚beteiligt‘ ist, nur stellt der Kopf eben auch bei geringerer Verletzungswahrscheinlichkeit immer noch ein ungleich höheres Risiko dar als ein Ellenbogen.

    2. Das Leben ist sowieso lebensgefährlich.

    Stimmt. Und? Ist das auch ein Grund, deswegen gleich mit verbundenen Augen quer übers Central zu laufen?

    3. Velohelme seien unbequem, rutschen, drücken, zu heiss, was weiss ich.

    DAS dachte ich auch. Bis ich dann mal einen wirklich trug. Der passt wie angegossen, hält fest, rutscht nicht, drückt nicht, hat genug Lüftungsschlitze – und ist leicht genug, dass ich ihn normalerweise gar nicht mehr aktiv wahrnehme. Meine Folgerung daraus: man muss vielleicht ein bisschen Zeit investieren, um einen guten Helm zu finden, danach aber sollte man aber kaum Nachteile davon haben.

    4. Velohelme erwecken falsche Sicherheitsgefühle.

    Nö, bei mir nicht. Ich fahre sehr riskant, das weiss ich, aber das war auch vorher schon der Fall. Und da ich eben auch weiss, dass bei den meisten Unfällen hauptsächlich Beine und Arme in Mitleidenschaft gezogen werden, mache ich mir hauptsächlich um diese Gliedmassen Sorgen. Kurz – auch mit Helm fühle ich mich nicht sicherer und ich fahre sicher nicht deswegen riskant. Mal abgesehen davon, dass ich den Helm wie bereits erwähnt nach einer Weile gar nicht mehr wahrnehme.

    Zusammengefasst gibt es, nüchtern betrachtet, wirklich kein rationales Argument gegen Velohelme ausser „Ich will nicht“, und das sage ich als einstiger strikter Gegner. Da ich aber niemandem zu ihrem Glück zwingen will, bin ich dennoch gegen ein Helmobligatorium. Die Entscheidung muss jeder selber treffen – bei mir hiess das am Ende, dass ich nun immer mit Helm fahre, genauso wie ich auch auf einem schnellen Motorrad Schutzkleidung tragen würde.

    Was hingegen keinen Sinn macht, sondern höchstens von einer mentalen Barriere zeugt, ist das krampfhafte und vor allem realitätsferne ‚Schlechtmachen‘ von Helmen, bei dem sich die Sache am Ende so präsentiert, als würden Helme nicht nur nicht helfen, sondern sogar eher schaden. Das stimmt einfach nicht.

    Over and out.

  • Sven sagt:

    Bei Velohelmen stimmt das Verhältnis zwischen Schutzwirkung und Mühsamkeit beim Tragen einfach nicht.

    Finde es gut, dass das Tragen weiterhin freiwillig ist, dann kann jeder dieses Verhältnis für sich selbst bestimmen, und niemand wird am Fahren gehindert weil der Helm nervt.

    • Sabine sagt:

      @Sven: vielleicht sollten Sie sich einen Helm kaufen der ihnen auch passt und bequem ist. Beim Radfahren stimmt das Verhältnis von Schutz und „Aufwand“ oder Mühsamkeit wie Sie es nennen mit Bestimmtheit. Ein passender Radhelm nervt nicht, weil man kurzum gar nicht mehr merkt, dass man ihn trägt.
      Seit ich einem Radfahrer bei einem Selbstunfall beobachten konnte (auf leerer Strasse kopfüber gestützt..), 1. Hilfe leiste, zusehen musste wie das Blut aus dem Schädel rinnt und erfahren musste, dass er bleibende Schäden davon trägt begrüsse ich es sehr, wenn Radhelme getragen werden!

  • Remy sagt:

    Eine Beträchtliche Zahl der Kopfverletzungen zieht man sich im Badezimmer zu. Wie lange geht es noch und wir müssen mit einem Helm Duschen? Nimmt mich dann schon Wunder wie man sich da die Haare waschen soll. Und wird man die Spitalkosten selbst übernehmen müssen wenn man mal ohne Helm geduscht hat und auf der Seife ausrutscht?
    Ich stelle die Fragen nur weil ich, da ich mich nicht Schütze, ein Dummer Kopf sein soll ;-)

  • Karl Klammer sagt:

    Der Beitrag erweckt den Eindruck, als biete die Ribcap-Kappe eine ähnliche Sicherheit wie ein Helm. Dem ist aber nicht so, denn die Schutzwirkungen ist um Grössenordnungen geringer. Eine solche Kappe ist kein Helmersatz.

  • Barbara sagt:

    Also ich finde das Sonnenhut-Modell cool. OK, vielleicht nicht so viele Blümchen drauf. Aber von der Idee her toll.
    Habe jedoch noch nie so einen auf der Strasse gesehen.

  • captain kirk sagt:

    Hatte zum Glück nie einen Sturz auf der Strasse aber auf der DH-Piste oft genug. Habe selber 2 Integralhelme zerlegt und mir würde es im Traum nicht einfallen auf der Strasse keinen Helm zu tragen.
    Aber das muss jeder für sich selber wissen.

  • Eduardo sagt:

    Vermutlich haben die diversen gut gemeinten Helmkampagnen dazu beigetragen, das Velofahren bei Kindern und Jugendlichen unbeliebt zu machen, weil so die Assoziation zu permanenter Lebensgefahr hergestellt wurde (im Sinne von „Velofahren ist eigentlich völlig verantwortungslos, aber wenn es schon sein muss, dann tragt wenigstens einen Velohelm!“).
    Sicherlich schützt ein Velohelm bei Stürzen und Kollisionen den Hinterkopf und die Kopfseiten recht gut, aber das Gesicht (Nase, Kieferbereich) bleibt weitgehend ungeschützt, und ein Integralhelm auf dem Velo wäre leider komplett unzumutbar. Bei all den Fallgeschichten fehlen immer Schilderungen von Unfällen, bei denen der Velohelm gegen diese Gesichtsverletzungen nutzlos war. Derartige Verletzungen muss es aber häufiger geben.
    Übrigens sterben die meisten Fussgänger anscheinend durch Kopfverletzungen. Also ebenfalls Helm tragen? Und wie jeder Unfallchirurg bestätigen kann, würden vor allem Autohelme (wie sie von allen Profis im Motorsport getragen werden) massiv Leben und Gesundheit retten. Dies würde sich weit mehr als bei Velohelmen auszahlen, aber da traut sich natürlich kein Politiker ran.

    • Klicki sagt:

      Skater, Snöber und Skifahrer tragen auch immer öfter Helme. Deswegen werden diese Sportarten auch nicht plötzlich unbeliebt.

      Natürlich würde ein Helm bei jeglicher Tätigkeit vor Kopfverletzungen schützen, aber das Risiko, den Kopf anzuschlagen, ist beim Velofahren, Töfffahren, Skifahren etc. halt rein statistisch höher als beim Autofahren oder Zufussgehen, und deshalb ist es vernünftig, bei der einen Tätigkeit einen Helm zu tragen und bei der anderen nicht.

      Im übrigen bin ich ein Gegner einer gesetzlichen Helmtragpflicht. Sich über Helme lustig machen wie die Blogautorin ist aber komplett daneben.

  • Philipp Rittermann sagt:

    kluge köpfe schützen sich! :)

  • Salome sagt:

    Ich trage einen Helm, seit eine gute Bekannte mit dem Velo einen Selbstunfall hatte, auf den ungeschützten Kopf stürzte und danach im Koma lag. Zwei Jahre darauf stürzte auch ich mit dem Velo, voll auf den Kopf bzw. eben Helm, und verletzte mir dank dem Helm nur die Schulter..

  • Susanna sagt:

    Der folgende Werbespot sagt wohl allws zu dem Thema: http://www.youtube.com/watch?v=VJc44f44ASQ

    Wer selber Hirnverletzte Personen in seiner Bekanntschaft hat, wird nicht diskutieren ob ein Helm sinnvoll ist, sondern einen Anziehen und zwar immer!

  • Campi sagt:

    Sehe in Zürich viele Preppies und Szenies, die auf ihren Retrobikes cool die Tolle flattern lassen. Die selben aber beim Snöben / Skiern einen Helm tragen, wohl weil’s dort auch cooler aussieht. Doch im Gegensatz zu Schnee ist fast alles im Strassenverkehr härter als die Hirnschale. Schwer zu verstehen! Es braucht eine Trendwe(nd)lle für den Velohelm. Irgend ein geiles Käppi mit Schutzfunktion, dass den Hype auslöst.
    P.S. Habe vor zwei Jahren ebenfalls den Boden geküsst, inkl. Kopfkontakt…schau mir heute meine Narben am Arm und Bein an und danke sonstwer jemanden, dass ich einen Helm trug.

  • Roman Günter sagt:

    Es wäre interessant zu erfahren, wieviele Köpfe schon durch Helme geschützt wurden, wo der Velofahrer nicht Unfallverursacher gewesen ist. Bevor man sich so stark am Velohelm festhält, würde es vielleicht auch einmal helfen, richtig Velofahren zu lernen. Unsichere Fahrweise, nebeneinander , auf Trottoir , ohne Licht, falsche Fahrtrichtung, Signale missachten scheint alles dazugehören zu müssen und es handelt sich bei dieser Aufzählung noch nicht um den typischen Velorowdy. Eigentlich ein Wunder, dass nicht mehr passiert, wenn man nur noch wattiert und gepampert unterwegs sein will und dabei glaubt, einfachste Naturgesetze ignorieren zu können.

  • Urs sagt:

    …hier geht man in einen Veloladen um einen Velohelm zu kaufen um sich abzusichern… nach dem kauf des Velohelmes wird man dann vom Verkäufer gefragt ob man nicht auch noch gleich ein Velo dazu haben möchte…

    ..später werden auch noch Knie und Ellenbogenschützer dazu kommen… den verantwortungsvollen Versicherungen und ihren Statistiken sei dank… zum Beispiel 3% Kopfverletzungen vom gesammten Total der Sportunfälle…

    …mittlerweile kosten diese Plastikschalen schon über 200.- was in etwa die gleiche Räuberei ist wie die FlipFlops aus Schaumstoff deren Preis in den letzten Jahren um mehrere 100% von 1 Sfr. auf dutzende von Sfr. gestiegen ist…

    ,,nun nach vielen Jahren auf dem Velo über Stock und Stein und Asphalt bin ich noch kein einziges mal vom velo geflogen…

    ..witzig auch die Eltern die ihren Kindern übergrosse Helme auf den Kopf stülpen um diese dann auf winzigste Velos mit Stützrädchen zu setzen. So lernt kein Kind richtig Velo fahren…

    usw.

    • Richard Dietsch sagt:

      Oder die Eltern die den Kindern den Velohlem auf dem Spielplatz aufzwingen…. oder welche die Kita verklagen wenn das Kind vom Bobycar fällt.

    • Roland K. Moser sagt:

      Bei Veloplus kostet ein Helm 39.–. Aldi habe manchmal auch günstige Helme. Ob sie ergonomisch gut sind, weiss ich nicht.

  • Remy sagt:

    „Velohelm“ ist für mich Autofahrer eines der schlimmsten Schimpfwörter geworden, schlimmer als A…loch! Das Problem ist nicht der Helm, sondern der – meist von gesundem Menschenverstand verlassenen – Träger. Man kriegt den Eindruck dass diese, effektiv immer mehr werdenden Leute einfach das gefühl haben, mit einem Velohelm könne Ihnen nichts passieren und sie könnten deshalb sämtliche Vorsichtsmasnahmen wie zum Beispiel das einhalten der Verkehrsregeln gründsätzlich missachten! Also ein Velohelm ist schon gut aber ich habe das Gefühl die heutigen Modelle lassen nicht mehr genug Sauerstoff zum Gehirn und lassen deren Träger verblöden. Da könnten noch Fortschritte gemacht werden!

    • Campi sagt:

      Deine Agression / Aversion gegenüber Velohelme erinnert mich an eine Studie die herausfand, dass Automobilisten gegenüber Helm tragenden Velofahrern schneller vorbeifahren, näher überholen, kurzum weniger Rücksicht nehmen als wenn sie keinen Helm anhaben. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar. Möglich, dass der Automobilist meint, der Helmfahrer sei ein geübterer Velofahrer und man müsse da weniger aufpassen. So oder so, deine allzu einfache Sichtweise lassen mich noch schlimmeres erahnen.

      • Remy sagt:

        Ist ja schon klar dass nur die Autofahrer an allem Schuld sind, Umweltverschmutzung, Unfälle, Irak-Krieg, Steigende Nahrungspreise, Klimawandel, usw…und die Velofahrer retten die Welt!
        Die Sichtweise kann in allen Richtungen einfach sein.
        Kurz vielleicht eine Frage:
        Weshalb muss man in der Schweiz einen Führerschein haben für ein auf 35 km/h beschränktes Mofa und einfach so ohne Ahnung von Tuten und Blasen auf ein Fahrrad steigen das heutzutage gerne mal bis 45 km/h fahren kann?
        Ich weiss ja nicht wie es sonst so in der Schweiz aussieht aber in Basel Stadt halten sich Velofahrer (ob mit oder ohne Helm) nur selten an die Verkehrsregeln!

  • Klicki sagt:

    Bei jedem Sturz besteht das Risiko, mit dem Kopf irgendwo aufzuschlagen. Die allermeisten Velounfälle sind Selbstunfälle und zur Hauptsache Stürze, das Sturzrisiko ist beim Velofahren immer gegeben. Kollisionen mit Autos oder Fussgängern machen nur einen ganz kleinen Teil aus. Man darf sich von der offiziellen Verkehrsunfallstatistik mit ca. 3500 polizeilich aufgenommenen Velounfällen nicht täuschen lassen, denn gemäss SUVA-Unfallstatistik verletzen sich über 22000 Velofahrer jährlich, wobei die Differenz in Selbstunfällen besteht (weil sonst die Polizei hinzugezogen werden müsste). Stürze ohne ärztlich behandelte Verletzungsfolge gibt es natürlich noch viel mehr.

    Meine persönliche Sturzbilanz: 3 x Glatteis trotz vorsichtiger Fahrweise, 1 x Tramschienen, 1 x Bodenschwelle, 0 x Auto. Ich habe nie mehr als eine Schürfung davongetragen, aber jedesmal hätte mein Kopf irgendwo blöd aufschlagen können. Deshalb nie mehr ohne Helm.

  • Alex Auf der Mauer sagt:

    Risiko gehoert zum Leben. Unser Sicherheitsdenken welches wir in der Schweiz pflegen finde ich absurd und voellig uebertrieben. Es erinnert mich an ein Rudelverhalten. Man will heute sich gegen alles schuetzen, versichern, absichern was uns im Endeffekt Freude nimmt, Spontaneitaet abtoetet und Mitmenschen oft Veranlassung gibt, Leute zurechtzuweisen. Ein Mensch hat genuegend Sinn und Reflexe um sich zu schuetzen. Ganz natuerlich. Und dem darf man absolut vertrauen.

  • Mike sagt:

    Komische Sachen lese ich hier. Velohelme sind unbequem und rutschen über die Augen? Wenn der Helm drückt oder verrutscht (wie das gleichzeitig gehen soll, möchte ich auch mal wissen), dann sitzt er nicht richtig, und ja, dann nützt er wohl auch bei einem Unfall nicht viel. Das liegt aber am Träger und nicht am Helm. Und Hitzestau? Ein stinknormaler Velohelm aus der Migros mit Lüftungsschlitzen tut’s da prima. Gelegentlich ist das fast angenehmer, weil’s durch die Schlitze durchbläst und so der Fahrtwind verstärkt wird.

    Ich bin gegen ein Helmobligatorium, weil sich meinetwegen die Nuss aufknacken soll, wer unbedingt will, und natürlich nützt ein Helm nicht gegen jede Art von Unfall etwas, aber würde irgendwer hier lieber ohne statt mit Helm mit dem Kopf auf dem Randstein aufschlagen? Wohl kaum.

    Wie gesagt, komische Diskussion.

    • Richard Dietsch sagt:

      Die Frage ist doch einfach: Wie häufig in meinem Leben werde ich mit dem Kopf gegen einen Randstein knallen und bin ich der ansicht mich gegen dieses Risiko schützen zu müssen? Wenn sie dieses Risiko mit vielen anderen Risiken vergleichen, die sie täglich eingehen dann fällt es eben sehr, sehr klein aus. ABER: Wenn Sie das Gefühl haben sich dagegen schützen zu wollen, sei das Ihnen überlassen. Wenn jemand für sich entscheidet dieses Risiko einzugehen ebenso. VELOFAHREN ist NICHT GEFÄHRLICHER als der Rest des Lebens (ob mit oder ohne Helm.)!

      • Ernst Stampf sagt:

        @Dietsch: doch, ist es. Vor allem wenn man so fährt wie ich… von daher habe ich schon vor längerer Zeit eingesehen, dass es sich für mich auf jeden Fall lohnt, einen Helm zu tragen.

        Darum bin ich auch gegen ein Helmobligatorium – es muss jeder selbst wissen, wie hoch er (sie) die Wahrscheinlichkeit einer Randstein-Situation einschätzt. Ich persönlich recht hoch, aber das kommt daher, dass ich meinen Fahrstil realistisch einschätze.

        • Richard Dietsch sagt:

          Wenn sie so fahren, dass für Sie das „Randsteinrisiko“ recht hoch ist, bin ich der Überzeugung, dass Sie mit Helm das höhere Risiko einer schweren Verletzung eingehen als ich ohne Helm. Sie „kompensieren das Risiko“ wie man in Fachkreisen so schön sagt. Dagegen habe ich absolut nichts einzuwenden, solange sie nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Gute Fahrt!

      • Mike sagt:

        Von mir aus. Wie gesagt, ich finde nicht, dass man die Leute zum Helmtragen zwingen muss, aber es gibt auch noch andere mögliche Unfälle mit Kopfverletzung beim Velofahren. Und die Einwände gegen das Helmtragen, die hier ins Feld geführt werden (unbequem, verrutscht, zu heiss) verstehe ich schlichtweg nicht.

        Mal abgesehen davon, dass ich eh viel mehr Mountainbike als auf der Strasse fahre, und im Gelände würde es mir erstens im Traum nicht einfallen, keinen Helm zu tragen, und zweitens habe ich auch schon einen Integralhelm zerstört, d.h. wenn ich ihn nicht getragen hätte, wäre das Loch in meinem Schädel statt im Helm gewesen.

  • Cybot sagt:

    Die Antworten hier beweisen mal wieder schön, wie recht der Artikel hat. Doch offenbar denken alle, es gehe in dem Artikel darum, ob man einen Helm tragen solle. Tatsächlich geht es darum, dass die Forenbeiträge noch vor 10 oder 20 Jahren genau das Gegenteil vom heutigen Bild gewesen wären.
    Früher hätte man hier nur gelesen, wie sinnlos, unpraktisch oder hässlich diese Helme doch seien. Und heute verteidigt sie plötzlich die Mehrheit – und bemerken die Veränderung noch nicht einmal, nachdem sie den Artikel gelesen haben.

    • Hans Sommer sagt:

      Sinnlos waren die Helme früher vermutlich auch nicht, unpraktisch und hässlich aber schon! Die Materialien haben sich extrem verändert und das ist doch sehr positiv zu werten!

  • Hans Sommer sagt:

    Nach über 40 Jahren Veloabstinenz habe ich (62) mir vor 2 Jahren ein e-bike gekauft und benutze seither bis ca. 15 km immer das Velo, sofern das Wetter es erlaubt. Mir war von Anfang an klar – ohne Helm fahre ich nicht los. Dabei geht es mir weniger um die anderen Verkehrsteilnehmer als vielmer die unzähligen und plötzlich auftauchenden Hindernisse auf dem Veloweg, die zu Stürzen führen können. Die Helme der aktuellen Generation sind so leicht und lassen genügend Luft durch, dass mir schon öfters nur ein Griff zum Kopf Gewissheit verschaffte, ihn auch angezogen zu haben. Also Leute – es gibt keine Ausrede, auf den Helm zu verzichten!

  • Markus sagt:

    Für mich ist der Helm auf dem Fahrrad genau so wichtig wie Luft im Pneu. Ohne fahre ich keinen Meter. Man kann es auch mit dem Autofahren vergleichen: Wer mit Gurte fährt, ist besser gesichert. Ich fahre viel Fahrrad, das letzte Jahr hatte ich ca 2500 km auf den Strassen verbracht. Ich habe schon 2 Bike-Stürze von Kollegen erlebt. Beide waren bei langsamem Tempo. Beim einen Unfall war der Kollege wegen eines Randsteines bei nur ca 20 km/h zur Seite gefallen. Der Helm hatte danach einen Riss. Beim zweiten Unfall war meine Partnerin von einem Auto in der Kurve beim Abbiegen übersehen worden. Beim Aufprall hatte sie das Schleiffen des Helmes auf dem Teer gehört. Diesen Ton vergisst sie nie mehr. Wäre kein Helm da gewesen, wäre der Kopf auf dem Teer aufgeprallt. Die Folgen wären massiv anders gewesen. Eventuell mit lebenslänglich sichtbaren Spuren.

  • Don sagt:

    Defensiv fahren.
    Mitdenken.
    Bedenken dass viele andere Verkehrstwilnehmer eben nicht denken, sondern obendrein am Taschentelefon hängen oder ihre Potenz beweisen müssen.
    Auf unseren Schulausflügen mit Velo gab es immer zwei, drei Stürze.
    Allerdings nie auf den Kopf. Es gab immer nur blutige Knie, Ellenbogen und Hände.
    Wenn schon der (verdächtig nach 50er Jahre klingende) Spruch „kluge Köpfe schützen sich“:
    Knieschoner.
    Nierengurt.
    Tiefschutz.
    Handschuhe mit Gelenkschutz.
    Wirbelsäulenprotektor.
    Ellbogenschutz.
    Und dann ein Integralhelm.
    Fakultativ eine Lederkombie.
    Gelbe Warnleuchte wäre auch gut.
    Australische Studien belegen übrigens eine Unfallzunahme mit Velohelm:
    Weil die Fahrer sich geschützt fühlen fahren sie Riskanter, und Autofahrer meinen ebenfalls, dass sie dichter an Helmträger rankönnen.
    Apropos Autofahrer: Die meisten und schwersten Verletzungen bei Autounfällen ab 30km sind: richtig, Kopfverletzungen. In diesem Sinne: Autofahrer schützt euch, Helmpflicht in allen PKW. Natürlich auch für alle Mitfahrer. Und auch hier hülfe der Velohelm nicht gerade viel, also bitte: Integralhelm.

  • Beat sagt:

    Schön, dass es noch Leute gibt, die sich dem Sicherheitswahn der Gesellschaft kritisch entgegenstellen. Wie lange wird es wohl dauern bis man fürs Velo fahren Knieschoner, Ellbogenschoner usw. tragen muss?
    Mit dem Vorwand der Sicherheit, lässt sich heutzutage wirklich alles verbieten respektive Verkaufen!

  • Springer sagt:

    Der grosse Vorteil eines Helms ist: man kann ihn im Gegensatz zu den Narben abnehmen.

  • Hektor Wurst sagt:

    Ja, dieser Helm. Zur Vermeidung von Kopfverletzungen sollten wir ihn besser auch im Auto tragen. In den Ländern mit der höchsten Velodichte gibt es prozentual die wenigsten Helmträger (Dänemark, Holland). Zudem wird oft ausser Aucht gelassen, dass auch die Sitzposition auf dem Velo einen grossen Einfluss auf die Sturzrichtung hat. Vom aufrechten Stadtvelo fällt man eher seitwärts auf die Hüfte, vom Rennvelo oder MTB mit vornübergeneigter Sitzhaltung stürzt man projektilartig kopfvoran nach vorne. Es gibt Studien zur Unfallhäufigkeit in Verbindung mit der Sitzposition auf dem Velo.

  • Eliane sagt:

    Wer sich noch ans Velofahren ohne Helm erinnern kann, der weiss wie wohltuend es ist, seinen Kopf frei an der frischen Luft zu bewegen. Aber mit der Angst lässt sich ja bekanntlich gute Geschäfte machen……und immer mehr kippt Stück für Stück fast unmerklich aber stetig unsere Lebensqualität im Namen der Sicherheit!

    • Thomas Müller sagt:

      Komische Definition von Lebensqualität!

      • pol sagt:

        mit rationalen argumenten lässt sich schwerlich gegen einen velohelm argumentieren. in diesen zeiten in denen die gefahren der natur „wegtechnisiert „wurden, finden wir doch zum glück immer wieder gefahren vor denen wir uns schützen können oder müssen. der kopf ist unser wichtigster teil der gehört geschützt. nackte knie, ellbogen, ungeschützte schultern und was wir sonst noch so exponieren aufm rad gehören meiner meinung nach ebenfalls geschützt vielleicht mit einer art airbag anzug. auch den kann man bestimmt toll designen und mit entsprechender medienaufmerksamkeit an mann/frau bringen, und natürlich bei nichtbenutzung und unfall die heilungskosten selber berappen lassen.

        • Ernst Stampf sagt:

          Der kleine Unterschied zwischen Knie und Kopf ist, dass Sie den Kopf auf jeden Fall noch brauchen… im schlimmsten Fall kann man auch ohne ein Knie leben. Es geht.

          Andererseits – manche Leute scheinen ja auch gut ohne Kopf auszukommen, von daher haben Sie vielleicht recht.

  • Christoph sagt:

    Mein Helm hat vermutlich dem Fussgänger und mir das Leben gerettet, als unsere Köpfe mit gegen 40 km/h aufeinandertrafen. Wenn wir schon beim Thema Sicherheit sind: Seit ich auch unter Tags mit Licht (blinkend) fahre, habe ich signifikant weniger „Begegnungen der unfreundlichen Art“, v.a. (zu) knapp einmündende Autofahrer. Offensichtlich können die Autofahrer die Geschwindigkeit eines (Renn-) Rades mit Licht deutlich besser einschätzen. Natürlich mache auch ich meine Erfahrungen mit Autofahrern, die nicht wissen, wie man sich gegenüber einem Velofahrer verhält („M-Budget-Fahrausweis“); stelle aber auch fest, dass eine grosse Zahl hochanständig ist. Und übrigens: wenn der Helm richtig eingestellt ist, rutscht er nicht über die Augen, auch bei Kindern nicht!

  • Peter sagt:

    Seit wann ist ein Velohelm unbequem? Und seit wann rutscht er dauernd über die Augen? Doch nur, wenn man das falsche Modell bzw. unpassende Einstellungen hat. Am falschen Ende gespart? Lieber etwas mehr ausgeben, dafür sitzt er korrekt und schon ist es nicht mehr unbequem und es rutscht auch nicht.

    Wie lang war die Blogautorin denn eigentlich weg?

  • Rudolf Weber sagt:

    Dieses Frühjahr radelte ich von der Schweiz nach Serbien. In Ungarn und vor allem in Serbien erweckte mein Helm Aufmerksamkeit. Ein serbischer Polizist meinte zu mir, in der Schweiz gebe es sicher eine Helmtragepflicht. Als ich ihm erklärte, dass dies nicht der Fall sei, aber ca. 80% freiwillige einen Helm trügen, staunte er. In Serbien herrsche Helmtragepflicht aber leider halte sich kein Mensch an diese Vorschrift. In der Tat sah ich in diesem Land nie einen Velofahrer mit Helm.

  • Elas sagt:

    Ich denke, die meisten haben die Schlussaussage nicht richtig verstanden. Zwar nützt der Helm in gewissen Situation (v.a. Stürze auf den Hinterkopf und die Seite). Aber viel wichtiger wäre, den Sturz gar nicht erst entstehen zu lassen.

    Dazu bedürfte es einerseits mehr Platz und andererseits die Einhaltung der Verkehrsregeln, diesmal nicht nur der Velo- sondern v.a. auch der Autofahrer. Stichworte sind hier Vortrittsrechte (die gegenüber Radfahrern oft nicht eingehalten werden – z. B. beim Abbiegen und beim Einfahren auf Hauptstrassen). Oftmals wird auch viel zu eng überholt. Wenn eine relativ schmale Strasse in der Mitte für die Fussgänger eine Verkehrsinsel hat (siehe z. B. Brandschenkestrasse), dann kann man den Velofahrer mit dem Auto nicht mehr Verkehrsregeln-gerecht überholen. Trotzdem sehe ich das immer wieder (bin als Anwohner dort öfters zu Fuss unterwegs).

    Die Helm-Auf-Aktionen sind recht scheinheilig, wenn nicht gleichzeitig die übrigen, wichtigeren Sicherheitsmassnahmen nicht forciert werden. Manchmal kommt’s mir vor als würde der Helm dazu dienen, den Velofahrer noch weniger zu respektieren: „Wenn was passiert, dann wird’s ja nicht so schlimm sein – er ist ja durch einen Helm geschützt.“

    • Peter Huber sagt:

      Der Sturz entsteht zu 100% dann nicht, wenn man gar nicht Velo fährt. Es gibt die verschiedensten Verkehrsteilnehmer. Es werden sich nie alle an die Regeln halten. Aber das ist die ewige Diskussion: Führen mehr Sicherheitsmassnhamen dazu, dass risikoreicher gehandelt wird? Wenn wir nur Fixies hätten, würden vermutlich sehr viele Velofahrer langsamer fahren. Velobremsen sind somit da, dass die Velofahrer schneller und waghalsiger fahren. Weg mit dem Velobremsen!

  • Sibylle sagt:

    Böse böse Autos. Ich vermute mal, dass der eine oder die andere auf dem Velo völlig ohne PW-Beteiligung stürzen könnte, z.B. wegen Tramgeleise, Schneeglätte oder schlicht Unachtsamkeit. Flutsch, der Hinterkopf prallt auf die Trottoirkante. Hab selber einen alten Helm mit Kerbe einer Trottoirkante. Der Helm ist futsch, der Schädel aber noch ganz ordentlich zu gebrauchen.

  • jörgi sagt:

    „Kluge Köpfe schützen sich“… ist doch klar. Wer schon mal einen Abflug über den Lenker produziert hat weiss, wozu ein Helm gut ist, eine Kollision mit einem Automobil wünsche ich niemandem. Beim Skifahren, Klettern oder Gleitschirmfliegen stellt sich die Frage des Helmtragens längst nicht mehr: Es ist ein „Muss“. Erstaunt konstatiere ich in letzter Zeit, dass relativ häufig E-Biker unbehelmt unterwegs sind und offenbar denken, ohne dieses nützliche Utensil auskommen zu können.

  • SomeintPhia sagt:

    Von den „Gümelern“ hört man, angesprochen auf den fehlenden Helm, jeweils die Begründung, dass sie mit einem Helm einen Hitzestau am Kopf hätten. Naja, da staut wohl eher der gesunde Menschenverstand.

    Nachdem ich vor 20 Jahren mit dem MTB eine ungewollte Rolle vorwärts machte – zum Glück ohne Kopfverletzungen – , gehört der Helm immer auf.

    • Paul Mircher sagt:

      Mit einem modernen Helm ist der Kopf sogar besser belüftet als ohne, erst recht bei Rennradfahrern die mit über 30 KmH fahren.

  • Peter Huber sagt:

    Es nimmt ausser Yvonne Müller vermutlich niemand an, dass Velofahren durch einen Velohelm sicherer wird. Der Velohelm dient einzig dazu, bei Stürzen den Kopf zu schützen. So wie auch das Gurten tragen das Autofahren nicht sicherer macht. Auch ist nicht alleine der motorisierte Strassenverkehr die Ursache von stürzen. Es gibt auch Tramschienen, schlecht gewartete Strassen, eigene Unfaumerksamkeit, Schnellbremsung infolge Kinder/Tieren/unaufmerksamen Fussgänger die plötzlich auf die Strasse treten/Fahren im angetrunkenem Zustand/Velorowdys die einem den Weg abschneiden etc. Ich selbst trage seit 1992 einen Velohelm, da ich viel mit dem Velo unterwegs bin und keinen Füührerschein habe.
    Ich bin dafür, dass bei Kopfverletzungen von Velofahrern ohne Helm dem Velofahrer die Geneseungskosten nach dem Unfall höher in Rechnung gestellt werden. Es war sein bewusster Entscheid auf zusätzliche Sicherheitsmassnhamen zu verzichten, also warum soll die Allgemeinheit da solidarisch haften?

    • Jos sagt:

      Ihr letzter Satz lässt sich auch problemlos gegen Sie wenden. Es ist Ihre bewusste Entscheidung mit dem Velo zu fahren, statt mit einem modernen Auto. Dort wären Sie durch Gurt und 6 Airbags geschützt, also zahlen Sie gefälligst selber wenn Sie mit dem Velo verunglücken. Das gleiche liesse sich auf viele andere Situationen übertragen, quo vadis ?

    • Paul Mircher sagt:

      Es war sein bewusster Entscheid auf zusätzliche Sicherheitsmassnhamen zu verzichten, also warum soll die Allgemeinheit da solidarisch haften?

      Weil dies überall so ist, wenn sie an Krebs erkranken zahlen sie es auch nicht alleine. Sie hätte auch nie raffinierte Lebensmittel essen können, ins Yukon Tertorium ziehen das sie nur reinste Luft atmen und nie bei Tag raus gehen.

      GARANTIERT wird velofahren mit Helm sicherer, etwas anderes zu behaupten ist realitätsfremd! Auch Gurte im Auto tragen mach das Autofahren sicherer, warum soll es nicht so sein? Ohne Sicherheîtsgurt wäre ich heute garantiert nicht mehr am leben und ohne Velohelm auch nicht. Ich warte auf eine Erklärung.

  • Ashrio sagt:

    Und eben doch, er schützt, der Velohelm. Durch den dichten Verkehr und die ungenügenden Velowege kommt immer wieder mal zu kritischen Situationen zwischen Velofahrern und andern Verkehrsteilnehmern, die ab und zu mit einem Sturz enden. Und genau da kommt der Velohelm zum Tragen. So haben mir schon einige Freunde ihren zerbrochenen Velohelm geschildert, wie er aussah nach einer Rolle über eine Kühlerhaube oder einem harten Aufprall auf Trottoir.

  • Hannah sagt:

    Die Diskussion erinnert an die 1970er Jahre, als das Tragen des Sicherheitsgurtes im Auto als unnütz und als staatlich aufoktroyierte Beengung der Bürgerfreiheit abgetan wurde. „Der Gedanke, dass ein Helm eine Velofahrerin gegen ein Auto schützen könnte, ist grotesk.“ Grotesk sind solche Äusserungen! Der (gut sitzende) Helm schützt nachweislich (!!) bei Stürzen (nicht vor Stürzen, b e i Stürzen), egal, ob eigen- oder fremdverursacht. Wer sich damit ernsthaft auseinandersetzt, findet unzählige wissenschaftliche Studien darüber aus Europa, USA, Australien, Asien. Unglaublich ist, wie ignorant Gruppen von Hardcorebikers und Autoverteuflerinnen dies noch immer in Frage oder Abrede stellen können. Noch schlimmer sind „ästhetische“ Vorbehalte, die vom Helmtragen abhalten („es sieht ja so doof aus und meine Frisur ist danach futsch“). Ein Obligatorium indes liesse sichkaum durchsetzen – der bessere Weg wäre, wenn die Unfallversicherer bei verunfallten unbehelmten Velfoahrer/innen spürbaren Regress nehmen würden.

    • Richard Dietsch sagt:

      Die Sachlage in den Studien ist eben nicht so klar wie alle immer gern hätten. Zudem geht es immer darum wieviel Risiko ich mit welchem Aufwand vermeide. Das wichtigste ist, dass überhaupt Velo gefahren wird. Je mehr Velos auf der Strasse, desto sicherer wird es für jeden einzelnen.
      z.B. http://www.pro-velo.ch/fileadmin/redaktion/Dateien/Verkehrssicherheit/Factbook_Helm_070712.pdf

      Und um es vorweg zu nehmen: Die ProVelo begrüsst das freiwillige Tragen eines Helms ist aber gegen ein Obligatorium und dagegen, dass Menschen die ohne Helm fahren als unverantwrotliche Hazardeure hingestellt werden.

      • Hannah sagt:

        Es gibt zur jeder Studie die widersprechende Gegenstudie! Und „Pro Velo“ da beizuziehen, ist, wie wenn man eine Veganervereinigung über das Gesunde beim Fleischessen schreiben liesse. Und wie auch meinerseits erwähnt: ein Obligatorium greift zu weit und wäre auch kaum durchsetzbar.

        • Richard Dietsch sagt:

          @ Hanna: „Und um es vorweg zu nehmen: Die ProVelo begrüsst das freiwillige Tragen eines Helms ist aber gegen ein Obligatorium und dagegen, dass Menschen die ohne Helm fahren als unverantwrotliche Hazardeure hingestellt werden.“
          Zitat Ende

          Die ProVelo setzt sich seit JAHREN für die Förderung des Velos ein. Ich würde mal sagen: HANNA zu einem Thema schreiben zu lassen von dem sie nicht einmal eine leise Ahnung hat (ausser dass sie mal am Fernsehen eine Werbung des BfU gesehen hat) ist in etwa so blöd wie seine Zeit beim Kommentieren von Onlineartikeln zu verschwenden.

          • Hannah sagt:

            Dietsch, absolut impertinent, was sie da schreiben. Nur weil sie seit Jahren brav Ihren Mitgliederbeitrag bei Pro Velo bezahlen, sind sie noch längst nicht legitimiert, hier Ihre peinlich pädagogischen Elaborate zu hinterlassen. Und was sind sie denn für einer? Sicher zeigen Sie Autofahrern den gestreckten Mittelfinger, wenn Sie selbst bei Rot über die Kreuzung gefahren sind. Und sicher betrachten Sie das Troittoir als Ihre persönliche Fahrspur. Bei Leuten wie Ihnen wünscht man sich geradezu, dass sie auf das Tragen eines Velohelms konsequent verzichten.

  • Gabriel sagt:

    ich wüsste zu gern, ob es auch helme gibt, die nicht aussehen wie

    a) ein aliengerippe aus dem thailändischen schwarzmarktfundus der achtzigerjahre

    b) ein auferstandenes alien, das sich mit den synapsen des fahrers verbindet (meist zu sehen bei den herzkaspernden mittfünfzigern imnenganliegendem bauchbetonungsdress

    c) ein blumentopf der marke „superlustig“.

  • Velofahrer Dänu sagt:

    Ein Helm schützt gegen kein Auto, das ist klar. Ein Helm schützt den Kopf bei Stürzen. Und ich weiss aus eigener Erfahrung und von Stürzen meiner Kollegen und Kolleginnen, dass er das auch wirklich tut! Möchte mir nicht ausmalen, was ohne passiert wäre… Darum immer mit. Auch für das samstägliche Posten im Dorfladen. Und übrigens für die Kinder gehört er einfach dazu, Velo = Helm. Und selbstverständlich darf man auch mit Helm freundlich zu den anderen Verkehrsteilnehmern sein ;-) Probiert es mal, es kommt auch wieder was zurück!

  • Meyer Claudia sagt:

    Ich trage ihn,denn ich bin überzeugt,dass ein Helm bei einem Sturz vor Kopfverletzungen schützen kann. Ich habe einmal eine „unbehelmte“ Velofahrerin am Boden liegen sehen, deren Kopf in einer Blutlache war, dieses Bild werde ich wohl nie vergessen.

  • Thomas Maeder sagt:

    Seit ich den Helm regelmässig trage, komm ich mir nackt vor, wenn ich ihn einmal zu Hause vergesse. Helmtragen ist unkompliziert und wer einen Unfall ohne Helm hat und ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erleidet, der lässt duzende Personen für seine Leichtsinnigkeit in Form von Krankenkassenprämien bezahlen.

    • Phille sagt:

      Krankenkasse, Unfall? SUVA? ,-)

      • Richard Dietsch sagt:

        Da kommt es wieder. Das Totschlagargument ICH muss für die ANDEREN leichtsinnigen bezahlen. Eine Gesellschaft funktioniert nur mit einer gewissen Grundsolidarität und wir müsen davon ausgehen, dass jeder und jede versucht die Risiken im Zaum zu halten. ICH fahre ohne Helm in der Stadt und übers Land. SIE wollen meine Kopfverlezung nicht bezahlen. ICH gehe weder Skifahren noch Skitouren, noch Klettern alles Sportarten mit einem gewissen Risiko die andere (allenfalls Helmtragende) ausüben. Soll ich mich jetzt auf den Standpunkt stellen, dass ich bei jeglichem Skiunfall nicht mitzahlen will? Ich will bei Rauchern nicht zahlen? Ich will bei Sonnenhungrigen den Hautgrebs nicht bezahlen? Ich will bei Sportmuffligen die Herzkreislaufkrankheit nicht bezahlen? Ich will bei Läufern das Kniegelenk nicht bezahlen? Ich will bei Fussballern das Kreuzband nicht bezahlen? ICH, ICH, ICH mache alles richtig und bin der einzige mit gesundem Menschenverstand. Wer die Grenze zwischen verantwortbarem Risiko und unverantwortbaren Risiko bei einer Styroporschale ansetzt hat einfach keine Ahnung.

  • martin rotzer sagt:

    Liebe Frau Müller. Zweck und Aussage Ihres Artikels sind mir schleierhaft. Was spricht denn grundsätzlich gegen Helmtragen (mit Ausnahme allfälliger ästhetischer Einwände) ? Selbstverständlich ist Helmtragen kein Rundumschutz – mich freut’s trotzdem, wenn die Radler (und insbesondere auch Snowboarder) ihr Haupt schützen und auch ohne gesetzlichen Zwang Eigenverantwortung wahrnehmen :-)

  • Marc81 sagt:

    Grotesk? Wohl niemand hat behauptet, dass ein Velohelm gegen ein Auto schützen kann, genausowenig wie ein Sicherheitsgurt oder ein Airbag im Auto Geisterfahrer vertreiben kann. Vielmehr schützt ein Helm, und das nicht zu knapp, vor Kopfverletzungen, die durch einen (allenfalls auch durch ein Auto verursachten) Unfall entstehen können, also beim Aufprall auf dem Boden, Asphalt, Randstein.
    Ich wünsche aber viel Spass beim Suchen nach Raum in der Stadt Zürich und hoffe auch euf ein gleichberechtigtes Nebeneinander mit dem motorisierten Strassenverkehr (inkl. anhalten vor dem Rotlicht, kein Zickzack-Vordrängeln im Kolonnenverkehr etc.)

  • Roland K. Moser sagt:

    Natürlich hilft der Helm nicht gegen ein Auto. Aber gegen Kopfverletzungen. Ich fahre immer noch ohne Hlem, Rennvelo, MTB und im Dorf. Aber fürs MTB und das Rennvelo werdei ich mir einen zulegen. Mehr Sicheheit ist die Idee dahinter, auch wenn ich bis jetzt keinen Unfall hatte.

    • höhn gabi sagt:

      Ich fahre seit 12 Jahren jeden Tag 5km mit dem Velo zur Arbeit ob es regnet oder schneit – bisher habe ich noch keinen Unfall gehabt und ich trage k e i n e n Helm. Er würde mir gegen ein Auto sicher nicht helfen. Meine Devise ist defensives fahren!!!

      • Raphael sagt:

        Freundin … fuhr ohne Helm. Hautpstrasse. Auto fährt von Seitenstrasse rein und erfasst sie.
        Kopft schlägt auf der Motorhaube auf. Folge: Hirnverletzung. Irreparabel. IV.

        • P. Meier sagt:

          2008, Mutter einer Kollegin( 63): Abgedrängt von Auto. Mit Helm heftig auf Randstein geprallt. Ohne Helm höchstwahrscheinlich tot oder irreversible Hirnschädigung.

          2011, Ich: Nach Mounatinbiketour Abfahrt Haupstrasse. Bei Kreiselausfahrt gestürzt. Helm durchgebrochen, Kopf ganz (2 Tage Spital zur Beobachtung).

          2012, Nachbarin, Mutter zweier Tweens(54): Angefahren durch ein SUV. Mit Kopf ohne Helm an Randstein. Sonstige mittelschwere Verletzungen -> Tot

          Man braucht ihn in 1000 Fällen (Gott oder wer auch immer Dank) nicht, aber beim 1000 und einen Mal, wenn es „Rumms“ macht…

          • yves klein sagt:

            Die letzten Toten in Basel hatten alle einen Helm getragen, sich dadurch aber zu sicher gefühlt und sind blindlings unter die Lastwagen gekommen. Ein Helm behindert den angeborenen Instinkt, sich defensiv zu verhalten. Weiter ist die Akkustik massiv schlechter, der Kopf kann nicht mehr frei gedreht werden und viele denken, dank dem Helm müssten auch keine Handzeichen mehr gegeben werden.

            Es ist also eher ein Malus einen Helm zu tragen, anstatt angepasst zu fahren.

            Ich bin selber Auto- und Velofahrer und stelle regelmässig fest, dass behelmte Velofahrer sich wie Unbesiegbare verhalten und andere und sich selbst gefährden.

            Lernt lieber richtig die Verkehrsregeln, Anstand und Überlebenswille anzuwenden.

          • mel sagt:

            so ein seich! mit helm hört man genau so gut wie ohne und auch kopf und hände können genauso bewegt werden…?! wie stellst du dir bloss einen velohelm vor? :D

          • Sabine sagt:

            @ yves klein 12:46: Haben Sie auch schon mal einen Velohelm getragen? Ihrem Kommentar nach wohl kaum. Mein Velohelm kommt nicht über die Ohren (es ist kein Skihelm…), er beeinflusst mein Hörvermögen in keiner Art und Weise, genausowenig wie die Beweglichkeit des Kopfes! Da wird man von jedem Rucksack deutlich mehr behindert als von einem korrekt sitzenden Velohelm. Erzählen Sie bitte nicht irgeneinen Quatsch, um sich für das Nicht-Tragen des Velohelms zu rechtfertigen.

            Ich gebe Ihnen recht, dass es keinen Sinn macht, jemandem einen Velohelm aufzuzwingen, wenn der sich dadurch dann unverwundbar fühlt und unvorsichtig wird. Ich bin gegen ein gesetzliches Obligatorium. Aber stellen Sie sich vor, man kann durchaus einen Helm, und trotzdem gleich vernünftig fahren wie vorher. Ein Helm kann sicher nicht alle Verletzungen (oder gar Todesfälle) verhindern, aber sicher einen Teil davon. Deshalb ist die beste Verhaltensweise eben doch einen Velohelm zu tragen (und trotzdem vernünftig fahren!).

            Persönlich trage ich immer einen Helm, seit meinem Unfall (mit Helm, zu einer Zeit als ich ihn erst sporadisch bei längeren Ausfahrten trug). Kollision mit Auto, Velo verbogen, Prellungen am Oberschenkel (vom Lenker) und Schulter (vom Auto), am Kopf lediglich ein bisschen Kopfschmerzen von der Erschütterung…

          • Richard Dietsch sagt:

            Ich fahre seit 30 Jahren ohne Helm und kenn niemanden und habe niemanden in meinem Bekantenkreis mit derartigen Verletzungen… aber jemanden der mit Helm unter einem Lastwagen an inneren Blutungen gestorben ist. Ich würde eher sagen, dass der Helm in 1’000 Fällen (oder hundert mehr oder hundert weniger) eben nicht den unterschied zwischen lebend unt tot macht. Bei allen Helmbefürwortern kommen einfach immer diese Geschichtli ….. „und wenn sie/er keinen Helmgetragen hätte wäre sie/er jetzt tot“. Die Wissenschaft (und eben nicht das „ich habe mal jemanden gekannt, der hat von einer Bekannten gehört, dass“) gibt nicht ein so eindeutiges Bild ab. Leben und Tot hängt nur zu einem vernachlässigbaren Teil von der Styroporschüssel ab.

          • Paul Mircher sagt:

            Wie kann man nur so eine Mist schreiben?
            Der Helm behindert GAR NICHTS! Wenn eine Person mit Helm sich unbesiegbar fühlt ist die Person schuld und nicht der Helm.
            Ich fahre schon jahre MTB und mit Helm hat man garantiert keine schlechtere Akkustik und den Kopf kann man genau gleich gut bewegen.

            Wir reden hier NICHT von einen Integralhelm wie es die Motorradfahrer haben, aber auch mit Lederkombie und Integralhelm kann man den Kopf noch ohne Probleme bewegen.

            Ich fahre jeden Tag in der Stadt und auch perfekte Fahrtechnik und extrem defnesives Fahren schützt nicht vor einem Unfall.
            Ich stelle eher fest das „Be-E-Bikete“ sich überschätzen und so Unfälle produzieren.

            Also bitte nicht über etwas Behauptungen anstellen wenn es noch nie benutzt hat!

          • Paul Mircher sagt:

            @Richard Dietsch: Dann fahren sie im Auto auch immer ohne Sicherheitsgurt? Wenn nicht, dann haben sie sich selber wiedersprochen!

          • Richard Dietsch sagt:

            @ Mircher: M.e. hat der Sicherheitsgurt einen relevanten Effekt, nähmlich, den dass ich bei hohem Tempo (Auto meist 50 und mehr) nicht aus der Frontscheibe fliege. Beim Velohelm bestreite ich nicht den Effekt, sondern das Ausmass desselben. Ich bin der Überzeugung, dass der Effekt so klein ist (sagen wir geraten: Bei 1000 Unfällen hat er einen massgeblichen Effekt, dass ich mir den Helm nicht antue sondern glücklich und zufrieden mit Wind im Haar durch die Gegend Kurve. Sie sind der Ansicht, dass man ohne Helm ein sehr viel grösseres Risiko eingeht und diese Meinung lasse ich ihnen. Ich für meinen Teil habe mich ausreichend informiert (sowohl bei der SUVA und beim BfU als auch auch bei den etwas kritischeren Organisationen) und bin zum Schluss gekommen, dass es auch ohne geht.

          • Paul Mircher sagt:

            @Richard Dietsch: Sie haben scheinbar absolut keine Ahnung! Sie können nicht einmal wenn sie mit 10 Kmh abrupt stoppen den Kopf daran hindern nach vorne zu schwingen. Es ist absolut unmöglich mit den Nackenmuskeln den Kopf daran zu hindern bei einem Sturz auf den Boden aufzuschlagen. Das schaffen sie nicht einmal wenn sie den Nacken eines Strongmen haben. Darum hilft der Helm bei JEDEM STURZ und nur mit sehr viel Glück schlägt der Kopf bei einem Sturz nicht auf dem Boden oder auf dem Hindernis auf. Jeder kann natürlich selber entscheiden ob er einen Helm trägt oder nicht, aber ihre Aussage bei 1000 Unfällen… ist ein Witz. Schon beim Ausrutschen auf glatten Böden bekommen viele eine Gehirnerschütterung mit Platzwunde und sie halten den Helm auf den Velo für unnötig. Unfall mit 30 Kmh reicht schon locker für einen Schädelbruch…

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