Achtung Hund – Augenkontakt und schrille Stimme vermeiden!


«Er will nur spielen!», bittet der Hundebesitzer um Verständnis, nachdem mir sein Tier aus kürzester Distanz seine spitzen Zahnreihen präsentiert hat. Spielen darf er gerne – nur nicht mit mir. Weder sehe ich aus wie eine Quietschente, noch bin ich zum Spielen aufgelegt. Und weil ich kein Hundeversteher bin, kann ich auch nicht unterscheiden zwischen einem Tier,

  • das mir voller Stolz beweisen will, wie schnell es ist.
  • dessen Jagdinstinkt durch den Anblick meiner Waden angeregt wird.
  • dessen Territorial-Instinkt ihm befiehlt, mich aus seinem Gärtlein zu vertreiben.
  • das selber so erschrocken ist, dass es die Strategie «Angriff ist die beste Verteidigung» wählt.

Unabhängig von Motiv und effektivem Gefahrenpotenzial für meine Waden – das Herz ist mir in die Hosen gerutscht. Immerhin war der Hundebesitzer freundlich und zeigte Verständnis dafür, dass mir das Tier trotz seiner offensichtlichen Friedfertigkeit einen ordentlichen Schrecken eingejagt hat. Oft genug passiert es ja, dass man statt einer Entschuldigung noch angeblafft wird, man hätte sich halt falsch verhalten und sei im Grunde genommen ja selber schuld.

Wenn also Wissen der erste Schritt ist, für ein konfliktfreies Nebeneinander auf den Trails, dann möchte ich also hiermit den ersten Schritt auf die Vierbeiner zu machen. Die zentrale Frage lautet, weshalb Hunde hinter Mountainbikes herhetzen? Die Recherche hat darauf zwei Antworten von den echten Hundeverstehern geliefert:

Problemfrei: Ein friedfertiger Hund beobachtet hinter dem Zaun vorbeifahrende Mountainbiker.

Problemfrei: Ein friedfertiger Hund beobachtet hinter dem Zaun vorbeifahrende Mountainbiker.

  1. Junge Hunde und Welpen tendieren dazu, alles was ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht zu untersuchen und zu jagen. Wenn Besitzer nicht frühzeitig auf dieses Verhalten eingehen und es ausmerzen, dann kann es sein, dass die Hunde oft ihr ganzes Leben lang diesem Verhaltensmuster folgen.
  2. Es entspricht ihrem Instinkt, dass Hunde jagen und hetzen. Im Falle einer Fahrradverfolgung ist es meist eine Art Hatz, d.h. der Hund ist nicht darauf aus, sein Beute zu erlegen, sondern «nur» für einen gewissen Zeitraum zu hetzen. Der Hund könnte überholen, läuft aber lieber auf gleicher Höhe mit und schnappt eventuell noch zu ohne dabei zwingend auch effektiv zubeissen zu wollen. Oft sehen sie ihre Hatz als erfolgreich beendet, wenn der Radfahrer stoppt und absteigt. Die beste Massnahme lautet deshalb: Stoppen, wenn ein Hund in der Gegend ist und nicht den Jagdinstinkt wecken, indem man wild tretend einen Fluchtversuch unternimmt.
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Biker und Hund: Die bisweilen problematische «Beziehung» kann mit einigen Tricks entkrampft werden.

Das Verständnis allein ist allerdings erst die halbe Miete. Schritt zwei ist es, richtig zu reagieren. Auch hier ist guter Rat nicht teuer. Das sind die fünf Tipps, wie Mountainbiker ihre Waden und Nerven schonen können:

  1. Den Hundeführer frühzeitig auf sich aufmerksam machen, damit dieser den Hund gegebenenfalls an die Leine nehmen kann.
  2. Wenn Schritt 1 nicht erfolgt, den Hundeführer freundlich auffordern, den Hund anzuleinen.
  3. In einer Gegend mit wenig «kooperativen» Hundebesitzern kann man sich mit einer Wasserflasche bewaffnen und den heranstürmenden Hund damit anspritzen. Das schreckt die meisten Hunde ab.
  4. Anhalten, mit fester Stimme den Hund anschreien und eventuell auf ihn zugehen. Diese Option macht allerdings nur dann Sinn, wenn die Mountainbikerin oder der Mountainbiker wirklich keine Angst vor dem Hund hat. Andernfalls kann die Aktion auch das Gegenteil bewirken: Der Hund spürt die Angst und wird unter Umständen noch aggressiver.
  5. Unbedingt den Augenkontakt meiden, denn das macht Hunde aggressiver.
  6. Wenn ein Hund hinter dem Zaun tobt (und den Zaun eventuell überspringen könnte), einen angedeuteten Bogen um das Grundstück fahren und dem Hund damit signalisieren: «Ich weiche dir aus und akzeptiere dein Territorium».
  7. Und zu guter Letzt empfehlen Hundetrainer, dass man die Vorbeifahrt ankündigen kann: «Bello, ich komme. Ganz ruhig bleiben!». Den Grund dafür liefern sie gleich mit: Hunde erschrecken gerne Leute. Mit der akkustischen Ankündigung der Vorbeifahrt nimmt man dem Hund diese Option, weil man ihm schon signalisiert hat, dass man sich seiner Präsenz bewusst ist.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Hunden und ihren Besitzern gemacht? Mehrheitlich positive oder negative? Sind Sie schon einmal von einem Hund gebissen worden – mit welchen Folgen? Was ist Ihr ultimativer Tipp fürs Biken, der den Umgang mit Hunden erleichtert?

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110 Kommentare zu «Achtung Hund – Augenkontakt und schrille Stimme vermeiden!»

  • Riley sagt:

    Zu diesem Thema gibt es nur eins was wirklich hilft… Gesunder Menschenverstand auf beiden Seiten. Unser Hund weiss genau, dass er auf den Befehl „Velo“ auf die Seite muss und sich hinsetzen bis ich den Befehl wieder auflöse. Das ist natürlich nur möglich wenn der Biker sich bemerkbar macht und nicht plötzlich in manchmal extrem hohem Tempo vor uns steht. Also liebe Biker… Geschwindigkeit anpassen und sich bemerkbar machen und liebe Hundebesitzer… Erziehung ist alle was es braucht. In diesem Sinne hoffe ich das wir alle in Frieden die Natur geniessen können.

  • Riley sagt:

    Zu diesem Thema gibt es nur eins was wirklich hilft… Gesunder Menschenverstand auf beiden Seiten. Unser Hund weiss genau, dass er auf den Befehl „Velo“ auf die Seite muss uns sich hinsetzen bis ich den Befehl wieder auflöse. Das ist natürlich nur möglich wenn der Biker sich bemerkbar macht und nicht plötzlich in manchmal extrem hohem Tempo vor uns steht. Also liebe Biker… Geschwindigkeit anpassen und sich bemerkbar machen und liebe Hundebesitzer… Erziehung ist alle was es braucht. In diesem Sinne hoffe ich das wir alle in Frieden die Natur geniessen können.

  • Budliger Hermann sagt:

    Sich früh bemerkbar machen, damit der Hundehalter Zeit bekommt, um den Hund zu sich zu nehmen und evtl. anzuleinen.

    Für die Hundehalter: schon den Welpen daran gewöhnen, dass ein heranbrausender Velofahrer den „bei Fuss“-Befehl auslösen wird und sich der Welpe daran zu halten hat. Immer, ohne Ausnahme.

  • Georg Bommeli sagt:

    Der Video ist Total daneben. Miserable Amateur Aufnahmen. Hunderassen von denen es die meisten bei uns zum Glück nicht gibt. Die Hunde werden von irgendwelchen Machos unter widrigsten Verhältnissen gehalten und Aggressiv gemacht. Da kommt bei mir als Hundehalter die Galle hoch. Hunde sind nicht so, sie werden von rücksichtslosen, Hunde (Tiere) verachtenden Leuten so gemacht, wie diese Hunde, die man auf dem Video sehen kann. Mit grösster Wahrscheinlichkeit im Osten gemacht.

    Besser wäre ein Film gewesen, in dem gezeigt wird, wie sich Hundehalter, Jogger, Radfahrer etc. rücksichtsvoll begegnen können.

  • gattopardo sagt:

    Der Hund ist dem Menschen treu. Aber ist das wirklich ein Grund, sich an ihm ein Beispiel zu nehmen? Er ist dem Menschen treu, und nicht dem Hund.

  • Solaris sagt:

    Ich rufe meinen Hund zu mir, wenn a) ein Velo vorbeikommt, b) ein Jogger in die Nähe kommt und c) Passanten mit kleinen Kindern und/oder in Gruppen von mehr als 5 Leuten entgegenlaufen.

    Dies weniger – oder sagen wir nicht nur – aus Angst vor einer unerwünschten Reaktion meines Hundes, der übrigens auch noch gross und schwarz ist, sondern in der Hauptsache aus Anstand und im Versuch, den anderen gegenüber tolerant zu sein.

    Interessant ist vielleicht auch die Tatsache, dass die Tiere dazu neigen, sich mit wohlgesinnten Menschen gut zu verstehen, während ängstliche, schleichende, Hunden abgeneigte Menschen eher in den „Genuss“ einer Kontaktaufnahme kommen..

    Es kommt aber auch vor, dass man von mit Flutlichtern ausgerüsteten Kampf-Mountainbikern angeschnauzt wird, wenn man sie auf einem Waldweg kreuzt, auf welchem absolutes Fahrverbot herscht.

    Soviel also dazu, und zu der Geschichte, wem der Wald gehört. Nämlich allen. Aber sicherlich nicht nur den Velofahrern.

  • Georg sagt:

    Auf einem als Rad- und Wanderweg signalisierten Waldweg bei Möhlin kommen mir 2 Frauen mit 5 freilaufenden Hunden entgegen. Ich bleibe mit dem MTB stehen und warte bis die Frauen auf meiner Höhe sind. Die 4 grossen Hunde setzen sich auf Befehl der Frauen, der kleine Wilde wird am Halsband festgehalten. In guten Glauben an die Fähigkeiten der Hundehalterinnen setze ich mich auf das Rad fahre an und als das 2. Pedal einklickt, habe ich den kleinen Wilden an der Wade. Dadurch falle ich auf die den steinigen Wegrand. Der Hund springt zurück und die 2 Frauen gehen weiter. Ich habe eine Wunde am Knie, den Ellenbogen so angeschlagen, dass ich auch nach einem Jahr den Ellenbogen nicht mehr aufstützen kann und ausserdem am Velo (XTR Schalthebel ) einen Schaden von 150.-CHF. Es kam weder eine Entschuldigung noch eine Frage ob mir etwas passiert ist sondern es wurde nur geschaut, dass man schnellstens verschwindet. Was habe ich als Velofahrer verkehrt gemacht? Mir ist klar, dass nicht der Hund der schuldige ist, sondern die unfähige Hundehalterin. Bevor mir nochmals so etwas passiert, werde ich mich egal auf welche Art oder mit was für einem Hilfsmittel wehren.

    • Eni sagt:

      Sie haben sich korrekt verhalten, aber sollten sich eine Anzeige überlegen. Solche Leute versauen den Ruf aller Hundehalter und dieser ist auch so schon nicht der Beste.

      Meine kleine Hündin ging leider auch schon mal einem Mann ans Hosenbein. Hatte sie da frisch aus dem Tierheim, hätte aber trotzdem nie mit einer solchen Reaktion gerechnet. War mir natürlich gar nicht recht.

  • Maria M. sagt:

    Es gibt eben beides: rücksichtslose Hundehalter (diejenigen, die auf öffentlichen und vielbesuchten Wegen – und trotz Aufforderung – ihre Hunde – die bei weitem nicht immer auf sie hören – nicht anleinen. Ich – als Hundebesitzerin – empfinde das als extrem störend, v.a. weil so einige Hunde die Angewohnheit besitzen, einfach auf mein Tier zuzurennen, ob ich will oder nicht. Mein Hund will nicht einfach so mit einem fremden Hund spielen. Erst sollten sich die Besitzer der tiere kennen lernen – dann die Tiere.) und zum anderen die rücksichtslosen Biker (diejenigen, die von hinten an einen geräuschlos heranrauschen und ganz dicht an einem vorbei oder fast über die Hundeleine fahren, sich dann aber lauthals beschweren, dass sich Hund&Halter gerade erschreckt haben. Ich habe hinten leider keine Augen, liebe Biker. Wenn ich solche hätte, würde ich meinen Hund rechtzeitig auf die andere Seite nehmen, damit genug Platz zum vorbeifahren bleibt. Wenigstens Klingeln oder kurz „Achtung“ rufen, bevor man zu nah auffährt, wäre dann doch sehr nett). Rücksicht von beiden Seiten – das wäre eine tolle Sache. Leider trifft man diese viel zu selten an, weil jeder meint, der Hirsch auf dem Platz sein zu müssen.

  • Isa sagt:

    Als Joggerin, Velofahrerin und Hundehalterin bin ich immer wieder schockiert, wie dumm sich Vertreter beider Parteien verhalten können! Meine Regeln, mit denen ich sehr gut fahre:

    1) Als Hundehalter: Hund zu sich rufen, bei Fuss führen bis der Sportler vorbei ist.
    2) Als Sportler: sich bemerkbar machen! Falls irgend jemand erschreckt oder motzt, ignorieren und ruhig weiterfahren! Tempo drosseln wenn man andere passiert… Es gibt schliesslich nicht nur unerzogene Hunde, sondern auch schwerhörige Menschen und unkontrollierbare Kinder!
    3) Falls Hund frontal angreift (egal ob spielerisch oder aggressiv) nützt lautes Brüllen in tiefer Stimme. Mache ich auch so, wenn mein Hund von anderen Hunden in Riesentempo angejagt wird. Bei einem viel zu schnellen Velofahrer habe ich es noch nicht versucht ;)

    Wälder, Velowege, Joggingwege etc. sind für alle da!

    • Roland K. Moser sagt:

      Sehe ich auch so. Als MTBler habe ich halt ein Brämi wegen der letzen 20 jahre vor aggressiven und unkontrollierbaren Hunden flüchten.
      Leider weiss ich, dass es auch rücksichtslose MTBler gibt. Wie gross der Prozentsatz ist, weiss ich halt auch nicht.
      Ich denke, dass der Hund auch Hund sein können muss. Ich glaube nicht, dass es nötig ist, einen „zahmen“ Hund immer zu sich zu rufen, wenn ein Sportler daherkommt. Sehe ich das richtig mit dem Hund zu sich rufen?

      • Isa sagt:

        Ob man den Hund zu sich ruft oder nicht, ist halt Geschmackssache (wenn man aber den Codex für die Hundehaltung, der weiter oben gepostet ist befolgt, ist es ein Muss). Ich weiss von meinem Hund, dass er ruhig bleibt wenn ein Jogger/Velo von hinten an ihm vorbei kommt. Wenn ich aber die Zeit/Gelegenheit dazu habe, ihn zu mir zu rufen tue ich das, nicht zuletzt auch zum Schutz des Hundes. Der Hund muss Hund sein können, auf jeden Fall! Deshalb darf er auch so oft es geht von der Leine. Ich möchte damit aber niemanden belästigen, genauso wie ich auch nicht von Hunden belästigt werden will, wenn ich mit MTB unterwegs bin.

      • Maria M. sagt:

        Ich finde es gebietet der Anstand, dass man den Hund, sobald Gegenverkehr jeglicher Art kommt, zu sich ruft. Denn ich weiss vielleicht, dass mein Hund ruhig bleibt, mein Gegenüber aber noch lange nicht. Kinder oder sehr ängstliche Personen geraten bei freilaufenden Hunden manchmal in Panik oder reagieren hastig. Um mögliche Verletzungen zu vermeinden (denn ein Hund bleibt trotz hervorragender Erziehung ein Raubtier und ein Jäger und ist nicht 100% berechenbar, egal, wie lieb er sonst sein kann) gehört der Hund bei Gegenverkehr auf Weg, Wald und sonstigen Pfaden, neben seinen Halter!

        • Eni sagt:

          Meine vorherige Hündin musste ich nicht jedesmal abrufen, wenn Jogger, Wanderer oder Biker entgegen kamen. Ein Zuruf und dann per Handzeichen je nachdem nach links oder rechts an den Wegrand weisen und sitzen lassen genügte. Falls ich aber an den Gesten der Menschen Angst erkennen konnte oder darum gebeten wurde, habe ich sie selbstverständlich zu mir genommen. Kam aber sehr selten vor, da sie sehr klein war.

          Meine jetzige Hündin muss ich leider immer abrufen, da sie mit grosser Wahrscheinlichkeit jemandem ans Bein gehen würde und ich das natürlich verhindern möchte.

  • Eni sagt:

    Also ich bin selber Hundehalterin und meine negativen Erlebnisse mit Joggern, Bikern und Wanderer kann man an einer Hand abzählen. Meine vorherige Hündin hat mit 4 1/2 Monaten schon gehorcht wie ein Soldat. Die Leine benötigte ich sehr selten, sie zeigte auch kein Interresse an entgegenkommenden Passanten und Joggern. Falls doch mal jemand vor meinem kleinen Mädchen Angst kundtat (mittels rufen oder Gestik) habe ich sie halt angeleint. Ich konnte sie per Handzeichen je nach Wunsch rechts oder links an den Wegrand dirigieren und frei sitzen lassen oder ablegen, natürlich unter der Voraussetzung, dass sich der Biker frühzeigig bemerkbar macht.

    Bei meiner jetzigen Hündin ist es leider nicht mehr so einfach, da sie eine unbekannte Vergangenheit hat und ziemlich traumatisiert ist. War mir selbstverständlich nicht recht, dass sie beim 2. Mal ohne Leine einem Mann ans Hosenbein ging, womit ich wirklich nicht gerechnet habe. Habe Verständnis, dass der Herr ziemlich sauer geworden ist, aber bin schon froh, dass besagter Herr keinen Pfefferspray angewendet oder zugetreten hat. Tja, liegt noch viel Arbeit vor uns.

  • Susanne sagt:

    Mein Post wird einfach nicht freigeschaltet! Hier nochmals: entfernt diese unsägliche Video, das in keinerlei Zusammenhang mit dem Blog steht!!! Das ist völlig daneben!

  • Paulo sagt:

    Als Jogger bin ich schon zwei Mal von Hunden gebissen worden. Beide Male unverschuldet. Ich bin jeweils stehen geblieben. Aber, das ist lange, lange her. Seither habe ich festgestellt, dass es immer mehr gut erzogene Hunde gibt – den Welpen- und Hundeschulen sei Dank – sowie immer mehr rücksichtsvolle Hundehalter. Zu Fuss und auf dem Bike erlebe ich fast immer, dass die Hundehalter ihre Tiere mit einem kurzen Zuruf zu sich holen oder die Leine kurz halten. Das signalisiert mir jeweils: Ich habe meinen Hund im Griff und den entgegenkommenden Sportler gesehen. Null Konflikte also. Dafür ein Dankeschön.

    Bei den Hofhunden kann man allerdings nie so ganz sicher sein. Der letzte Hofhund, der mich beissen wollte, war glücklicherweise katholisch. Als ich am Karfreitag unterwegs war, wollte er nach mir schnappen, hat aber ofenbar im letzten Augenblick bemerkt, dass man am Karfreitag kein Fleisch essen sollte.

    • Georg Bommeli sagt:

      Ich habe 2 Hunde. Die Hunde lasse ichausschliesslich abseits von Strassen mit Autoverkehr frei laufen. Wenn ich Jogger, Radfahrer oder Kinder sehe nehme ich beide bei Fuss und an die Leine, obwohl es eher kleine Hunde sind. Aber: Es ist nicht immer möglich, vor allem wenn die Jogger oder Radfahrer von hinten kommen. Zwar schaue ich gerade deswegen oft auch zurück. Darum wäre es doch angebracht, wenn sich vor allem Radfahrer mit der Klingel bemerkbar machen würden. Leider ist das aber nicht oft der Fall. Jogger können einem ja zurufen. Und wenn wenn es nötig ist, eben einmal kurz anhalten. Aber für diejenigen die mit der Stoppuhr unterwegs sind ist würden eventuell einige Sekunden verlieren. Auch ältere Menschen haben oft Angst vor Hunden. Ich bin aber schon der Meinung, dass der Hundehalter auf die anderen Leute Rücksicht nehmen muss. Gibt es doch viele Leute, die selbst vor kleinen Hunden Angst haben.

  • Sara sagt:

    Ich bin kein Hundefan, aber Hunde anschreien geht mir jetzt etwas zu weit. Meist hilft, wenn man mit den Hunden einen sachlichen Dialog führt (itz reg di doch ned so uuf, Bäri, i chumeder scho ned z nöch..)

  • Chris Schneider sagt:

    Ich glaub es einfach nicht. Alle paar Monate kommt so ein Outdoorblogger mit dem Dauerthema „böser Hund“. Ich kann es echt nicht mehr hören. Ich bin viel unterwegs. Mit dem Bike, als Jogger, als Spaziergänger. Und ich begegne vielen Hunden und ihren Besitzern. 99% von denen sind sehr nett und freundlich. Ich frage mich manchmal wirklich, ob es bei diesen Blogschreibern noch richtig tickt.

    • Roland K. Moser sagt:

      Die Zeiten sind besser geworden. Es hat massiv gebessert während der letzten paar Jahre.

  • V. S. sagt:

    Ich bin schon ziemlich erschrocken über manche Meinungen, die es zu diesem Thema so gibt… Es gibt da noch eine andere Perspektive:

    Seit ich ein kleines Kind war, hatte ich immer eine Hundephobie. Ja, eine Phobie. Eine Krankheit. Das ist ein irrationale Angst, eine extreme körperliche Reaktion, mit Zittern, Angstschweiss, Herzrasen, alles, was dazugehört. Wenn ein Hund auf mich zurannte, hatte ich absolut keine Kontrolle mehr über die Situation, die Angst übernahm meine Reaktion. Fluchreflex, Erstarren, Apathie, mich an die erstbeste Person klammern, die herumsteht, etc. Ich möchte das ganz klar machen – jede Art von Tipp, wie ich mich doch „richtig“ verhalten sollte, war nutzlos, weil ich in der Situation keine Kontrolle mehr über meine Reaktion hatte. Und wenn der ganze Körper einem befiehlt, wegzurennen, dann rennt man – egal, ob irgendeine rationale Stimme dumpf im Hinterkopf sagt, wegrennen würde den Hund nur noch aggressiver machen.

    Natürlich merken Hunde das und selbst das liebste, süsseste Tierchen, das „niemandem was tut“, wird im Angesicht meiner Angst aggressiv.

    Das heisst, es war ein wahrer Teufelskreis. Ich habe Angst, die Hunde merken die Angst, ich dreht durch, der Hund dreht durch, ich bekomme noch mehr Angst etc.

    Was sollte ich da tun? Ich musste mich teilweise richtig überwinden, überhaupt das Haus zu verlassen, wenn ich wusste, dass ich draussen Hunden begegnen könnte und beim Wandern mussten wir aufwendig Routen suchen, an denen wenigstens keine bekannten Hofhunde zu befürchten waren. Es handelt dabei wirklich sich um pure, nackte Angst… keine Ahnung, vielleicht würde es Ihnen so gehen, wenn sie in einem engen Tunnel auf Schienen stehen würden und eine Lokomotive mit vollem Tempo auf sie zurasen würde oder jemand Ihnen mit einer Waffe im Gesicht herumfuchteln würde und Sie jeden Moment befürchten müssten, dass sich ein Schuss löst.

    Es gibt zum Glück einige Hundebesitzerinnen und -besitzer, die auf meine Angst – die ich wenn immer möglich frühzeitig von weitem kundgetan hatte – sehr vorbildlich reagiert haben, ihre Tiere zurückgerufen haben und mir die Situation erleichtert haben.

    Aber es gab halt auch erschreckend oft solche, die nicht nur nichts gemacht haben, sondern sogar noch gelacht und die Hunde noch angefeuert haben! Das hat mich, da ich in einer solchen Extremsituation war, teilweise richtig wütend gemacht. Und wenn der Reflex „Flucht“ nicht mehr funktioniert, dann schlägt es leicht in „Angriff“ um. Ich war manchmal so tief in alle Fasern wütend, dass ich, hätte ich irgendeine Form von Waffe dabeigehabt, die rücksichtslosen Besitzer (ja, die Besitzer, nicht die Hunde) angegriffen hätte. Ja, meine Wut war da so gross, ich hätte die auch im Affekt töten können.

    Ich habe mittlerweile eine Therapie gemacht, um zu lernen, mit der Phobie umzugehen. Ich war sogar in Ländern, in denen streunende Hunde auf der Strasse lebten und konnte damit umgehen.

    Aber das ist nicht einfach so ein Spaziergang, den man mit ein bisschen Willen schon hinkriegt. Um eine Phobietherapie erfolgreich zu absolvieren, musste ich mich Angstsituationen stellen und Reaktionen aushalten, von denen wohl viele hier sich gar nicht vorstellen können, wie sich das anfühlt. Vielleicht überlegen Sie sich ja etwas, das Ihnen wirklich tiefe Angst bereitet – und dann stellen Sie sich vor, das läuft einfach so herum und „will nur spielen“. Keine Ahnung, eine Vogelspinne, die nur spielen will, eine Anaconda… Und dann müssen Sie sich dem bewusst stellen, die Angst zulassen, weder flüchten noch angreifen – auch nicht in Gedanken und so lange darin verharren, bis der Körper nicht mehr in der Lage ist, die Angstreaktion aufrecht zu erhalten. Lassen Sie sich mal darauf ein. Stehen zu bleiben und nicht zu flüchten, wenn alles an einem einfach nur noch weg will – und noch auf die Stimme des Therapeuten hören, die einen darum bittet, in der Situation zu bleiben.

    Das heisst, ich habe meine Seite des Deals eingehalten. Ich habe mich der Angst gestellt, ich habe gelernt, wie ich damit leben kann, ohne, dass sie mich beherrscht. Aber die körperliche Reaktion – das Zittern, das Herzrasen, der Schweiss… die sich jahrelang „einbrennen“ konnte, ist nicht weg. Sie ist immer noch da. Wenn ich einem Hund begegne, läuft in meinem Körper immer noch das volle Angstprogramm an… alles, was ich mittlerweile tun kann, ist, etwas länger mit meinem Bewusstsein in der Situation zu verharren, statt zu flüchten und zu bemerken, ob die Angst gerechtfertigt ist oder nicht. Und wenn nicht, kann ich die Angst quasi über mich drüberlaufen lassen, ohne, dass etwas passiert.

    Aber wenn ich einem Hund mit Jagdinstinkt begegne, dessen Besitzerin oder Besitzer ihn nicht unter Kontrolle hat, dann ist die Situation immer noch potentiell brandgefährlich.

    Ich bin keine Hundehasserin. Eigentlich im Gegenteil, trotz der Angst. Und ich „wittere“ Hunde oft genauso schnell wie Hunde selbst – Leute, die mit mir unterwegs sind, sehen plötzlich all die Tiere, die sie ohne mich nie wahrnehmen würden. Aber ich habe die Angst nun mal in mir drin und die lässt sich, auch trotz Therapie, nicht einfach so wegwischen. Sie wird mit der Zeit verschwinden, wenn ich immer mehr gute Erfahrungen mache, wenn die automatische Reaktion, die im Körper abläuft, weniger heftig wird. Aber das braucht Zeit. Viel Zeit.

    Da finde ich es ehrlich gesagt ziemlich befremdlich, wenn man mir einfach rät, dann soll ich halt nicht rausgehen, wenn ich nicht wolle, dass mir das passiere. Warum sollen sich Hunde immer und überall uneingeschränkt bewegen dürfen, aber ich nicht?

    Mir wäre schon geholfen, wenn wenigstens dort, wo klare und eindeutige Leinenpflicht oder Hundeverbot herrscht, dies auch eingehalten wird – damit ich nicht dort auch noch mit unangenehmen Überraschungen rechnen muss. Ich übernehme die Verantwortung für meine Angst, ich stelle mich ihr, täglich, wann immer ich muss – aber bitte, übernehmen Sie auch als Hundebesitzerin oder Hundebesitzer die Verantwortung dafür, dass Ihr Hund ein Tier ist, das andere Menschen potentiell Angst machen kann. Selbst wenn Sie es nicht nachvollziehen können. Und sorgen Sie dafür, dass die Situation nicht eskaliert. Denn die Person, die Angst hat, kann das nicht mehr gewährleisten.

  • Hundehalter sagt:

    Was hat das Video mit den Verhaltenstipps zu tun? Soll es Angst vor Hunden und Hass auf Hunde schüren?

  • Alex sagt:

    Ich stelle mir jeweils vor der Kopf des Hundes sei ein Fussball und der Besitzer das Tor. Dann versuche ich einen alles vernichtenden Treffer zu landen. Meist beisst aber nur der Hund ins Gras.

  • Irene sagt:

    Unsere Hündin interessiert sich nicht im Mindestens für Fahrradfahrer (liegt allenfalls daran, dass sie meistens dabei ist, wenn ich mit dem Velo unterwegs bin). Allerdings interessiert sich unser Vierbeiner so wenig für andere Velos, dass sie halt weiter im „Chrüzlistich“ von links nach rechts wechselt, um zu Schnüffeln. Wenn möglich rufe ich sie zu mir wenn ich ein Fahrrad kommen sehe – aber oft sieht man die Zweiräder halt einfach zu spät und dann bringt auch Abrufen nichts mehr. Ich würde es einfach schön finden, wenn Velofahrer 1. klingeln oder rufen würden wenn sie näher kommen und 2. bitte auch etwas langsamer an uns vorbeifahren. Habe schon erlebt, dass mein Gegenüber mich angepfiffen hat, weil er wegen meines Hundes abbremsen musste. Mir hat es so die Sprache verschlagen, dass ich gar nicht zum Antworten gekommen bin, darum erlaube ich mir hier noch Folgendes anzubringen; auch Menschen schätzen es nicht extrem wenn Biker auf 2 Meter breiten Wegen mit 30 oder 40 km/h an einem vorbeiwetzen – auch ohne Hund fände ich es nett, wenn es ein bisschen langsamer ginge. Und dann noch eine Frage die mir seither auf der Zunge brennt; wenn doch ein durchtrainierter sportlicher Velofahrer möglichst lange und möglichst weit (womöglich noch möglichst steil) in die Pedale steigen will, weil er dann der Hero ist, warum genau liegt dann abbremsen nicht drin? Das Wieder-beschleunigen würde doch höchstens die Sportlichkeit noch etwas steigern, oder?!
    Wie auch immer … ich gebe mir alle Mühe, dass meine Hundine fern von allen bleibt welche sie nicht in der Nähe haben wollen … aber letztendlich ist es immer noch ein Tier mit einem ganz eigenen Kopf und nicht jeder Hund dem man begegnet ist vollends ausgewachsen … es gibt auch Jungtiere – und da Hunde nicht fertig erzogen geworfen werden, braucht es halt manchmal seine Zeit (und ich spreche jetzt nicht von aggressiven Hunden, sondern einfach von Tieren die noch spielen, lernen und neugierig sind!). Ich danke allen für ihr Verständnis; Radler, Spaziergänger, Hundehalter … :-)

    • Céline sagt:

      Das ist der beste Beitrag bisher in diesem Blog, das kann ich alles zu 100% unterschreiben. Haargenau so ergeht es mir mit meinem Hund, der sich im Übrigen auch nicht für Biker interessiert.

  • lilo renner sagt:

    Dieser Film ist das ALLERLETZTE. Zudem wurde er vermutlich nicht mal in der Schweiz gedreht…

  • Rachel Müller sagt:

    In den letzten paar Jahren hatte ist mir nie mehr ein Hund nachgerannt, aber das könnte auch daran liegen das ich in eine andere Gemeinde gezogen bin. Ich bin aber der Meinung das der Hundebesitzer 100% für alles was der Hund macht verantwortlich ist und wenn er einen „unartigen“ Hund spazieren führt, dann soll er in gefälligst anleinen. Es spielt auch keine Rolle ob ich Biker, Wandere, Jogger oder Fussgänger bin, es ist immer das gleiche Problem.

    Ich trage auch immer Pfefferspray bei mir, aber nicht wegen irgend welchen Hunden, sondern weil ich einmal in der Nacht auf dem Weg nach hause angegriffen wurde. Zum Glück konnte ich schneller rennen als der Angreifer, aber bei einem Hund muss ich das gar nicht versuchen. Ich würde aber ohne zu zögern meinen Pfefferspray gegen jeden Hund der mich angreift (damit mein ich nicht nur nachrennen) einsetzen. Jeder kann mich hier verrückt nennen, aber befor ich mich von einem Schäfer oder was auch immer beissen lasse verpasse ich dem Hund lieber ein Ladung Pfefferspray, weil dann habe ich ersten keine Verletzungen und zweitens wird der Hund (möglichweise) nicht eingeschläfert.

    Jeder der hier meint Pfefferspray ist brutal hat einfach keine Ahnung. Der Hund oder Mensch wird „nur“ ein paar Minuten ausser gefecht gesetzt, hat aber keine bleibenden Schäden. Dies ist vielfach besser für beiden Seiten.

    PS: Tip 4 ist das Dümmste was man machen kann! Auf einen scharfen, revierschützenden Hund zugehen kann nicht gut ausgehen!

  • René sagt:

    Punkt 8: wenn der Hund trotz aller Rufe seines Besitzers sein Herrchen / Weibchen ignoriert und munter dem Biker nachhetzt; NIE den Besitzer fragen „folgt er nöd…?“. Denn dann geifert auch der Hundehalter….

  • Gina-Lisa sagt:

    Also bei mir ist das Mass der Toleranz für ungehorsame Hunde voll. Ich musste zwei Mal erleben, wie eine ganze Meute Hunde auf mich zugerannt ist.

    Einmal rannten mir gleich sechs mittelgrosse und zwei grosse Hunde laut bellend auf mich zu – und die Besitzerinnen stehen 100m weiter und schauen einfach zu. Ich habe natürlich voll Angst bekommen, bin stehen geblieben (habe mal gehört, man soll ja nicht weglaufen) und habe dann meine Hände an die Brust gezogen, da ich dachte, jetzt würde dann gleich einer der Hunde zuschnappen. Dann habe ich zu den Frauen rübergerufen, sie sollen doch bitte die Hunde zurückrufen. Als einzige Antwort kam, ich solle mich doch nicht so blöd benehmen! Sorry, aber wenn einem vor Angst das Herz in die Hose rutscht, was soll man den da machen. Ich weiss ausserdem bis heute nicht, wie ich denn korrekt hätte reagieren sollen (die Antwort blieben mir die beiden Frauen schuldig).

    Ein anderes Mal sind mitten im Wald zwei wirklich riesige Hunde (habe zuerst von Weitem gedacht, es wären Ponys) und zwei mittelgrosse Hunde volle Pulle auf mich zugerannt. Damals hatte ich zum Glück selbst einen Hund dabei. Habe den sofort losgelassen und bin auf Abstand gegangen – zum Glück waren die andern Hunde mehr an meinem Hund interessiert, als an mir. War aber echt beängsigend, da es eine ganze Weile dauerte, bis die Besitzer auftauchten – ich hätte keine Ahnung gehabt, was tun, wenn die Hunde tatsächlich angriffig geworden wären.

    Ganz oft erlebe ich, dass entgegenkommende Hunde sich einem einfach in den Weg stellen und an einem rumschnüffeln. Wenn man sie wegschiebt (sorry, muss mir doch nicht einfach die Hose vollgeifern), erntet man stets böse Blicke des Besitzers. Noch nie habe ich erlebt, dass ein Hund, der mit mir einfach in Körperkontakt geht, vom Besitzer zurückgepfiffen wird. Meine erlebte Realität ist leider, dass viele Hundebesitzer überhaupt keine Rücksicht nehmen. Aber von mir als Spaziergänger wird das volle Verständnis für jedes unerzogene Hundeli abverlangt (kopfschüttel).

    • Phil sagt:

      Gratuliere, dies ist ein PERFEKTER POST. Schon nach dem ersten 2 Sätzen erkennt man sofort, dass man nur Zeit vergeudet, wenn man ihn liest. Ich schlage vor, sie sollten anstatt in den Wald, eher in Städten spazieren gehen. Dort passiert sowas nicht! MERCI

      • Céline sagt:

        @Phil: Ihre Antwort ist total daneben!
        @Gina-Lisa: Als Halterin eines Hundes, der oft mit einem Pitbull verwechselt wird, verstehe ich Ihre Ängste. Als Hundehalter sollte man solchen Situationen vorbeugen. Das ist manchmal aber wirklich schwierig, weil von Haltern und Tier oft sehr viel erwartet wird und leider nicht jede Rasse so leicht zu erziehen ist.
        Dass Sie stehen geblieben sind im ersten Beispiel, war garantiert das Richtige. Jetzt hätten sie nur noch die Hände unten lassen sollen: Denn wenn Sie sie hochziehen, denken die Hunde, sie hätten da irgend etwas Interessantes, vielleicht ein Spielzeug oder ein Leckerchen.

  • Mike sagt:

    1) Ich bin selber mit Hunden aufgewachsen, mag sie nach wie vor sehr und habe gelinde gesagt Mühe mit der menschlichen Sorte „Hundehasser“.

    2) Was ich in der Region Zürich schon an idiotischem Verhalten unter Hundehaltern gesehen habe, passt auf keine Kuhhaut mehr. Wer mit seinem Hund nach draussen geht, ist für ihn verantwortlich, und wenn er/sie ihn nicht jederzeit zurückpfeifen kann, hat er/sie ihn gar nicht erst von der Leine zu lassen. Ich seh nicht ein, was es da zu diskutieren geben soll.

    Aber natürlich nutzt es uns nicht viel, sagen zu können, der Halter ist für seinen Hund verantwortlich, wenn wir von einem aggressiven Exemplar gebissen werden. Von dem her sind die Tipps in diesem Blog sicher trotzdem eine gute Idee. Was allerdings dieses Video irgendwie Konstruktives zum Thema beitragen soll, versteh ich auch nicht.

  • Peter Sieber sagt:

    Frau Knecht, bitte beantworten Sie in ihrem nächsten Blog die eine Frage: Weshalb haben Sie ein solches Riesenproblem mit Hunden, dass Sie dies alle 2-3 Monate in einem Blog kundtun müssen? Offensichtlich ist irgendwann etwas vorgefallen in Ihrem Leben.
    Zur Läufer/Velofahrer gegen Hundehalter Thematik gibts nur eins: Idioten gibts auf beiden Seiten und aggressives Verhalten wie Pfeffersprays etc helfen nicht weiter den Konflikt zu entschärfen. „Der will nur spielen“ ist keine Ausrede, nicht jeder Mensch will mitspielen. Ich mag das als Hundehalter auch nicht immer wenn andere Hunde auf mich zurennen. Gleichzeitig gibt’s aber auch bei der Rasse Mensch die „Ich habe jedes Recht“ Gruppe, welche ohne Rücksicht auf andere ihren Breitensport betreibt.
    Rücksicht wurde leider als „überholt“ vor einiger Zeit abgeschrieben.

    • Herr Sieber, bitte beantworten Sie in Ihrem nächsten Kommentar eine Frage: Weshalb gehen Sie davon aus, dass ich alle Blogs hier schreibe? Das Outdoor-Team besteht aus mehreren Personen. Wer den Beitrag geschrieben hat, steht jeweils ganz oben. Der heutige Text ist von meinem Kollegen Jürg Buschor. Vielen Dank.

      • Peter Sieber sagt:

        Autsch. Ich bin voll in die Bilderfalle getreten, mein Irrtum. Ich dachte, das Bild oben rechts entspricht dem Autor, was es offensichtlich nicht tut. Ich entschuldige mich in aller Form bei Ihnen, das ist komplett mein Fehler.

  • Michelle sagt:

    Das Veterinäramt des Kantons Zürich hat einen „Codex für Hundehalter und Nichthundehalter“ herausgegeben. Der Codex zeigt mit einfachen Regeln auf, wie Hundehalter und Nichthundehalter konfliktfrei und unkompliziert zusammenleben können. Leider (und nicht überraschend) wurde der Codex nur an die Hundehalter und nicht auch an die Nichthundehalter verschickt…

    Hier mal ein Auszug aus dem Codex (der vollständige Codex kann von der Seite http://www.veta.zh.ch heruntergeladen werden):

    Auszug der Regeln für Hundehalter:
    *******************************************

    1. Bei unzuverlässigem Abruf, bei Jagdverhalten, bei unerwünschtem Hüteverhalten, bei überhöhtem Schutzinstinkt, […], im Naturschutzgebiet und im Wildschonrevier wird der Hund grundsätzlich an der Leine geführt. Im übersichtlichen Gelände kann er an langer Leine geführt werden.

    2. […], wenn jemand darum bittet, […] wird der Hund an kurzer Leine geführt.

    3. […], in unübersichtlichem Gelände oder bei Dunkelheit wird der Hund an kurzer Leine oder bei zuverlässigem Gehorsam kontrolliert in unmittelbarer Nähe geführt.

    4. Wer einen Hund führt, kann ihn in jeder Situation kontrollieren und kräftemässig zurückhalten.

    5. Bei der Begegnung mit Passanten […] wird der Hund immer auf der abgewandten Seite und an kurzer Leine geführt. Bei zuverlässigem Gehorsam kann er bei Fuss geführt werden (also ohne Leine).

    6. Kommt es einmal zu Konflikten, so wird ein höflicher Umgang gewahrt.

    7. Während des Freilaufs befindet sich der Hund stets in Sichtweite und Abrufdistanz.

    Auszug der Regeln für Nichthundehalter:
    **************************************************

    1. Ein Hund wird immer in grosszügigem Abstand und in ruhiger Gangart passiert.

    2. In die Augen eines Hundes zu schauen ist tabu. Ihn aus dem Augenwinkel zu beobachten ist hingegen ein Erfordernis. Zeigt ein Hund durch die Anwesenheit einer bestimmten Person Angst, Aufregung oder Aggression, so ist es wichtig, den Hund zu ignorieren und langsam den Abstand zu ihm zu vergrössern.

    3. Kommt es einmal zu Konflikten, so wird ein höflicher Umgang gewahrt.

    4. Jogger, Fahrradfahrer, Skater usw., die sich einem Hund von hinten nähern, müssen sich frühzeitig bemerkbar machen, damit dem Hundehalter genügend Zeit bleibt, seinen Hund zu kontrollieren. Danach wird der Hund in grosszügigem Abstand und im Schritttempo passiert.

    ———-

    Ich selbst bin sowohl Hundehalterin als auch Bikerin (manchmal mit, manchmal ohne Hund) und kenne daher beide Seiten. Ich denke, wenn sich alle Menschen an diese Handvoll Regeln halten würden, dann wäre der Erholungswert in der Natur gleich noch etwas höher… Andernfalls wir des wohl immer mehr Vorschriften und Gesetze geben (müssen), die das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen regeln – und dabei gäbe es meines Erachtens nur Verlierer.

    • Irene sagt:

      Der Codex für Hundehalter und Nicht-Hundehalter liegt auch bei uns (wir sind eine Hundefamilie), schade einfach, dass er nicht auch an alle Nicht-Hundehalter verteilt wurde, ist eine wirklich interessante Lektüre welche gerade mal 3 – 4 Minuten in Anspruch nimmt …

    • Remo sagt:

      Punkt 4 aus dem Auszug für Nichthundehalter (Danach wird der Hund in grosszügigem Abstand und im Schritttempo passiert) heisst also, dass Jogging auf schmalen Wegen nicht mehr möglich ist.

      Ich habe eigentlich keine Lust, mich einem Hund soweit unterzuordnen.

      • Michelle sagt:

        Natürlich ist das möglich – einfach mit noch etwas mehr gegenseitiger Rücksichtnahme und etwas weniger Egoismus.
        Es geht hier ja nicht um Regeln, die in 100% der Fälle genau so angewendet werden können/sollen. Aber das ist Ihnen bestimmt auch bewusst.

  • Peter Klaeusli sagt:

    Der gezeigte Video Clip ist erschreckend. Die Hunde werden dargestellt als ob sie aeusserst agressive seien, was bei keinem wirklich der Fall ist. Jeder erfahrene Hundebesitzer weiss, dass Hunde an der Leine gegenueber Artgenossen viel agressiver reagieren, als wenn man sie einfach von der Leine laesst. Haette man die sich anbellenden Hunde an der Leine also ganz einfach losgelassen haetten sie sich wahrscheinlich nur beschnueffelt. Wenn man den clip genau anschaut, sieht man, dass in den meisetn Squenzen der Hund mit dem Schwanz wedelt. Hunde die agressiv sind, klemmen den Schwanz zwischen die Beine, wedeln ist ein Ausdruck von Freude und Spass.

    Solche Polemik geht mir auf die Nerven.

  • Ich habe Ethologie studiert und mich spezialisiert auf das Verhalten von Hunden. Dieser Artikel gefällt mir einerseits, andererseits enttäuscht er mich. Mir gefällt an diesem Artikel, dass der Gesellschaft wertvolle Tipps gegeben wird, wie sich Mensch gegenüber Hund in einer bestimmten Situation, in diesem Fall „Biker trifft auf Hund“ verhalten soll.

    Was mich enttäuscht? Die Videosequenzen, wobei Hunde in ihrer höchst aggressiven Verhaltensweisen gezeigt werden. Diese Bilder (jedes dieser Videosequenzen) vermitteln sehr deutlich nur eins: Wie bringt der Mensch einen Hund dazu höchst aggressiv zu werden. Diese Hunde, die uns hier gezeigt werden, sind durch den Mensch geradezu in eine aggressive Stimmung gebracht worden.

    Eines möchte ich als Hundeverhaltenstherapeutin klar stellen: Es gibt keine „Kampfhunde“. Diese Bezeichnung hat sich leider in der Gesellschaft durchgesetzt und wird immer wieder verwendet, für Hunde, die genetisch ein höheres Aggressionspotenzial besitzen als andere Hunde. JEDER Hund kann aggressiv reagieren, egal ob Bull Terrier oder Mops.

    Grundlegendes zur Aggression: Aggressives Verhalten dient dem Schutz des eigenen Lebens eines jeden Individuums (egal ob Hund oder Mensch). Aggressives Verhalten dient dazu eine Bedrohung (immer individuell betrachtet), einen Konkurrenten / Feind auf Distanz zu halten, zum Rückzug zu bewegen und wenn nötig zu vernichten.

    Wir leben auf engem Raum in der Schweiz, besonders in einer Stadt wie z.B. Zürich. Der Mensch erwartet vom Hund heutzutage das sozusagen Unmögliche. Ein Hund muss bei Fuss laufen, er darf nicht jagen, er soll nicht bellen, und er soll uns fast überall hin begleiten können. Wie kann ein Hund diesen Ansprüchen je gerecht werden, wo er doch ursprünglich vom Wolf abstammt und ein Raubtier ist? Jagen gehört z.B. zum normalen Verhaltensrepertoire eines jeden Hundes. Genauso gehört aggressives Verhalten zum normalen Verhaltensrepertoire der Hunde. Der Mensch trägt die Verantwortung, dass diese normalen Verhaltensweisen beim Hund nicht belastend für die Umwelt werden.

    Ich appelliere an alle Hundehalter, ihre Hunde mit Verantwortung zu halten. Ich appelliere aber auch an die gesamte Gesellschaft mit mehr Respekt und Verständnis einander zu begegnen. Es braucht mehr Aufklärung in der Gesellschaft zum Thema Hund. Es kann nicht sein, dass ein Biker sich mit einem Pfefferspray und einem Messer ausstattet, um damit einem Hund möglichen Schaden zuzufügen oder einen Mitmenschen damit einzuschüchtern. Das schockiert!

    Hundehalter, die Probleme mit ihren Hunden haben, sollen frühzeitig professionelle Hilfe aufsuchen. Oft übersehen wir Menschen Probleme beim Hund, die eines Tages so gross werden, dass es ein langwieriger Prozess ist, dieses Problem zu therapieren und zu korrigieren.

    Der Hund ist vielen Menschen, der treuste und beste Freund. Und egal, ob er als Partnerersatz, Kinderersatz oder Familienmitglied gehalten wird, eines dürfen wir Menschen aus Verantwortung dem Tier gegenüber nie vergessen: Ein Hund bleibt ein Hund!

    • Michelle sagt:

      Vielen Dank für diesen Beitrag!

      Apropos – ich finde die Auswahl des Videos ebenfalls völlig deplatziert! Unglaublich…

      • Caroline sagt:

        Schliesse mich an; finde diesen primitiven Video absolut daneben! (Ein Werbe-Video für Halbstarke, welche Hunderassen sie sich zulegen sollen?)

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich hatte Freude an Deinem Beitrag, bis zum drittletzten Absatz. Was man als Jogger oder MTBler alles so erlebt mit Hunden, ist haarsträubend.
      2 Beispiele die ich erlebt habe: Sonntagmorgen joggen um den Hallwilersee. Plötzlich kommt ein Dobermann auf mich zugerannt. Seine Halterin schreit von ca. 50 m Entfernung MIR zu, ich solle anhalten. Ganz sicher nicht anhalten, ich hatte ein Klappmesser dabei (Kein Witz). Als der Dobermann noch ca. 10 m von mir weg ist, strecke ich die linke Hand mit ausgestrecktem Zeigefinder gegen vorne aus, mache 1/4-Kreis mit der Hand und dem ausgestreckten Finger gegen links und verlangsame und bleibe stehen. Der Dobermann folgt meiner Handbewegung und geht auf die Wiese und ist irgendwie verdutzt, ich rufe ihm „Fuss“ und er kommt Fuss! Echt schräg! Dann ist seine Alte auch schon bei mir und gibt mir die Schuld dass ihr Hund ihr nicht gehorcht. Sie sagt ihm Sitz und er macht gar nichts, worauf ich ihm Sitz sage und schon sitzt er. Echt schräg! Ich habe die Frau dermassen angeschrien, dass man es vermutlich in Kanada drüben noch gehört hat.
      Beispiel 2 mit dem MTB: Steigung an meinem Hausberg (unbefestigte Waldstrasse), dann wird es flach und es kommt ein alter Unterstand ca. 20 m neben der Strasse, bei dem ein paar am Bräteln sind und schon geht es los nachdem ich vorbei bin. Hysterisches Geschrei einer Tussi, dass ich anhalten soll. (Sie ruft nicht ihre Hunde zurück, sondern ICH muss anhalten, das zeigt alles!!!) Ich drehe mich um und sehe, dass es 2 Rottweiler sind und gebe schnell Tee, dann drehe ich mich nochmal um, sehe, dass es junge Rottweiler sind, verlangsame, schalte runter und belle die Hunde an, worauf diese wieder in den Spurt gehen und ich auch und die Alte schreit, dass die Bäume Ohrenweh haben. Dann verlangsame ich wieder und belle nochmals zurück, aber die Distanz zwischen den Hunden und mir ist zu gross, als dass die Provokation noch wirken könnte. Und die Alte schreit und tobt und heult dass der Teufel Angst kriegt. Und ich freue mich.

      Es kann nicht sein, dass ich der einzige bin, der solchen Müll mit Hunden und Hundhaltern erlebt. Und das Beste: Eigentlich habe ich gerne Hunde – Aber ein Teil der Hundehalter ist wirklich unfähig! Und ich behaupte, dass es Hunderassen gibt, die von Natur aus aggressiver sind als andere, genau dafür wurden sie gezüchtet.

      Es ist leider so, dass ein Hund eigentlich kein Hund mehr sein kann. Das hat aber damit zu tun, dass jeder Alki-Junkie und was weiss ich noch für schräge Gestalten einen Hund halten kann, mit denen es dann zu Unfällen gekommen ist.

      • Eva sagt:

        Haben Sie vielleicht ein Problem mit Frauen? Ihr Repertoire an Ausdrücken für HundehalterINNEN beschränkt sich ja nur auf ‚Alte‘ und ‚Tussi‘. Vielleicht sollten Sie an einem anderen Blog teilnehmen? ;)

        • Roland K. Moser sagt:

          Hoi Eva
          Es waren beides Mal keine Frauen, sondern eben Tussis oder weiss was ich. Was hast Du zum Thema? Es gibt da noch eine Geschichte mit einer von einem Coli zerbissenen Grivel-Kletterhose die ich zum joggen anhatte. Inkl. Loch im Knie. Der Hund gehörte auch keiner Frau, sondern einer Tussi. ;-)

          • Roland K. Moser sagt:

            Der Coli wurde später euthanasiert, weil er noch ein Kind gebissen hatte. Was mit der Tussi passiert ist, weiss ich nicht.

      • Maria sagt:

        Herr Moser. ich verstehe durchaus warum Frau ihren Hund auf Sie hetzen will. Haette ich selbst einen Hund, ich wuerde es nicht anders machen. Gruss von einer Tussi. Uebrigens: Diese Tussi ist bewaffnet und willens ihre Waffe (Taser) auch zu gebrauchen, falls sie von einem Mann bedroht wird. Vielleicht sollten sie sich nicht nur vor Hunden in Acht nehmen.

        • Gary Fisher sagt:

          Herr Moser

          Schaffen Sie sich einen Hund an, nehmen Sie Ihn mit zum Biken. Mein Hund liebt die Trails. Sie werden sehen es hilft Ihnen und dann klappst auch mit den Frauen…

        • Roland K. Moser sagt:

          Hoi Maria
          Dann schreib mir doch, warum eine Tussi ihren Hund auf mich hetzen will. Danke.
          Vor Frauen muss ich mich nicht in acht nehmen als Mann – Es harmoniert.
          Was ist Dein Beitrag zum Thema?

        • Roland K. Moser sagt:

          Hallo Maria?
          Also wieso dürfen/sollen die HundehalterInnen ihre Hunde auf mich hetzen?

      • Tanja sagt:

        Was man als Jogger oder MTBler alles so erlebt mit Hunden, ist haarsträubend? Glauben Sie mir, umgekehrt ist es nicht besser!

        Beispiel 1: Ich gehe mit meiner Hündin am oberen Rheindamm spazieren. Plötzlich versucht ein „möchtegern Lance Armstrong“ von hinten zu überholen, muss aber voll auf die Klötze, da meine Hündin die Durchfahtsmöglichkeit blockiert. Der Herr steigt schimpfen und fluchen vom Rad dreht sich zu mir um und fängt an mich aufs übelste zu beleidigen (die genauen Worte möchte ich hier eindeutig nicht wiedergeben) und mir eine Standpauke über Leinenpflicht zu halten.
        Ich erkläre dem Herrn in meinem freundlichsten Tonfall, dass wir hier keine Leinenpflicht haben, dafür aber Velos mit einer Klingel und Licht ausgestattet sein müssen (war bei ihm beides nicht der Fall) und er sich doch bitte nächstes Mal frühzeitig bemerkbar machen soll, damit ich mit dem Hund zur Seite gehen kann.
        Die Reaktion der Radfahrers: er hat mir ins Gesicht gespuckt und ist davon gefahren!

        Beispiel 2: Eine Kollegin ist mit ihren zwei Hunden im Wald unterwegs. Sie ist gerade mit dem grossen Hund beschäftigt, als von hinten ein Biker (auch in diesem Fall ohne sich irgendwie bemerkbar zu machen) kommt und mit seinem Rad über die kleine Hündin drüberfährt und einfach abhaut. Kein stehen bleiben und sich erkundigen ob der Hund verletzt ist, keine Entschuldigung, nichts!

        Ganz ehrlich, wie soll man den Hund zu sich rufen oder ins Platz/Sitz bringen wenn man vorher (fast) über den Haufen gefahren wird. Ich hab ja viele Talente und Stärken, Hellsehen gehört leider nicht dazu!

        Ich hätte noch etliche Beispiele mehr!

        • Roland K. Moser sagt:

          Danke für das Beispiel. Ein Velo muss kein Licht haben. Das mit der Klingel weiss ich nicht.

          • captain kirk sagt:

            Ein Rennvelo muss kein Licht haben. Ein ganz normals Velo für den Alltag hingegen schon. Dabei reicht dann eine Baterie betriebene nicht aus.
            Da ein Rennvelo als Sportgerät (wenn unter 9 oder 9.5kg, bin nicht 100% sicher) gilt, wird es anders behandelt.
            Über Sinn oder Unsinn dieser Regelung lässt sich streiten.

          • chrigu sagt:

            Das Licht muss nicht fest montiert sein, jedoch abends/nachts ist es pflicht.
            Die Klingel müsste montiert sein. Falls nicht, kann das eine Busse zur Folge haben.
            Ich fahre auch häufig Rad (MTB und Strasse) und habe an beiden Rädern keine Klingel dran.
            Mit frühzeitigem Verlangsamen und freundlichem Grüssen hats bisher noch bei allen Wanderer und „Hündeler“ geklappt. Meinens Erachtens ist der freundliche Gruss praktisch immer das Ticket zur erfolgreichen Weiterfahrt.

        • Céline sagt:

          Das Problem ist ja folgendes: Wenn mein Hund mir einige Meter voraus rennt und mich dann ein Velofahrer von hinten überholt, den ich zuvor nicht bemerkte, ist er bereits zwischen mir und dem Hund. Dann bringt es nichts mehr, meinen Hund zurückzurufen. Er würde nämlich wenden und dabei unter Umständen gleich mit dem Velofahrer zusammenprallen. Ich könnte einige solche Beispiele nennen, aber zum Glück waren die Velofahrer bisher immer sehr freundlich und sich auch langsam am Hund vorbeigefahren.
          Aber für mich als Hundehalterin ist eine Klingel ein Muss; egal ob gesetzlich vorgeschrieben oder nicht.

          • Eva Küng sagt:

            Celine bringt es auf den Punkt.
            Gebt uns doch bitte die Möglichkeit zu reagieren und macht euch bemerkbar. Ich erlebe immer wieder wirklich von hinten an mir vorbeibrausend, ziemlich verbissen Biker.
            Meinem Hund habe ich nun gelernt auf Kommando sofort abzusitzen. Damit sorge ich dem „Umdrehen und quer im Weg stehen“ vor, um einen Zusammenprall zu vermeiden.
            Aber ich erschrecke mich ja auch sehr!
            Muss aber sagen, dass die meisten Begegnungen freundlich sind und sehr oft bedanken sich Velofahrer, wenn ich meinen Hund absitzen lasse und ich mich fürs „bemerkbar machen“.

  • Robert sagt:

    was soll der beigefügte film?
    nützt das zum verständnis für velofahrer?
    und den hundebesitzern?
    was soll die angstmacherei.

    • Dorsa sagt:

      Das frage ich mich auch. Habe bis zum Schluss auf irgendeinen versteckten Sinn gewartet – aber nichts! Ich zweifle sehr, ob diese Aufhetzerei hier angebracht ist.
      Aprops gibt es jene Menge stupider Velofahrer, die mit agressivem Fahrstil ihr vermeintliches Wegrecht gegen Jung und Alt, Kinder, Kinderwagen, Hunde etc. immer durchzusetzen wissen – und sich dabei selbstverständlich im Recht fühlen, alle anderen sind ja sowieso nur …

  • Hund sagt:

    Menschen die sich egoistisch benehmen sind in allen Bereichen ein Problem. Obwohl selbst Hundehalter ärgere ich mich auch oft über andere Hundehalter.
    Als Tipp ist die Idee mit der Wasserflasche und spritzen sehr gut, denn es funktioniert und ist Hundeschonend ( er ist ja nicht der Schuldige).
    Ansonsten gibt es noch den Versuch dem Hund ein „Sitz“ entgegenzurufen, die meisten Hunde reagieren darauf ohne nachzudenken.

  • Danielle sagt:

    Hunde sind halt auch keine Roboter, die man programmieren kann. Rücksichtsvolles, nicht zu schnelles und nicht zu nahes Vorbeifahren empfiehlt sich bei Hunden und Pferden, sonst erschrecken die Tiere und reagieren entsprechend abwehrend/aggressiv (rsp. Pferde mit Panik und kopfloser Flucht). Da ja der Mensch das Hirn hat, die menschgemachten Situtationen, die im Tierhirn evolutionär nicht vorgesehen sind, vorauszusehen, ist es auch der Mensch als der ‚Stärkere‘ (Informierte, Wissende), der sich ins Tier hineinversetzen und Rücksicht nehmen muss. Haarscharf an Hunden und Spaziergängern (und Kindern!) vorbeidüsen, wie ich es oft sehe, ist natürlich absolut hirn- und anstandslos. Der Hund, das Kind muss nur einen Hupf zur Seite machen und schon ist das Unglück passiert. Darum: möglichst ruhig und weiträumig umfahren.

  • Jörg Willi sagt:

    Als Hundehalter empfehle ich folgendes Verhalten:
    Kündigen sie sich bitte an (Klingdamit werde Hund noch Herrchen erschreckt. Benehmen sie sich nicht so, als wären sie a priori im Recht, d.h. bleiben sie frteundlich. Ein Lächeln entschärft jede kritische Situation. Versuchen sie ja nicht, dem Hund davon zu fahren oder mit dem Bein ihn abzuwehren. Im Zweifelsfall kurz anhalten.
    Das dem Bericht angefügte Vide ist voll daneben und dient der Sache in keiner Weise.Viele der gezeigten Rassen sind hier unbekannt und Hundekämpfe gibts hierzulande auch nicht mehr. Man sollte weder Hunde noch Menschen (auf)hetzen!

  • Eric sagt:

    Da ich von diesen „Spielchen“ irgendwann genug hatte als regelmässiger Läufer und Velofahrer, oft genug angegriffen und angegangen wurde von diesen „lieben Haustierchen“, habe ich mir seit einiger Zeit angewöhnt, mit einem sehr scharfen Pfefferspray und einem grossen Klapp-Messer auf Tour zu gehen.
    Dann bei einer kritischen Begegnung frühzeitig und mit einem Hinweis diese Waffen präsentieren und deutlich entgegenhalten.
    Dies beeindruckt zwar nicht die Hunde, aber deren Besitzer – interessant zu beobachten, wie schnell das plötzlich mit der Leine klappt ! Obwohl deren Lieblinge doch sonst immer „nur spielen möchten“. Spricht Bände…
    Das Ganze hat neben der Abschreckung noch den Effekt, im Verteidigungsfall auch gleich präpariert zu sein.
    Beim Hundebesitzer im Vorbeigehen/Vorbeifahren noch den Hinweis „Leine oder blind“ platziert, schon klappt das beim nächsten Aufeinandertreffen bestens.
    Bin auch der Meinung, dass wir kein Hunde-Problem sondern vielmehr ein Hundehalter-Problem haben !
    Bin keineswegs aggressiv und setze diese Methode ungern ein – aber lieber „Sachbeschädigung“ am Hund als Bisswunden in meiner Wade.
    Sehe zudem meine Gesundheit höher priorisiert gegenüber der Freiheit der Hunde durch fehlende Leine und/oder Maulkorb.
    Ermuntere alle „Leidensgenossen“ zur Nachahmung, dann haben wir mit Sicherheit bald keine aggressiven Hunde mehr „im Schlepptau“ !

    • Ch. Walter sagt:

      Ein anderer Vorschlag:
      Biker haben auf Wanderwegen nicht’s verloren.
      Diese sind ja zum wandern und spazieren.

    • Janine Bayer sagt:

      Wenn Sie „keineswegs aggressiv“ sind, warum sind Sie dann mit „einem sehr scharfen Pfefferspray und einem grossen Klapp-Messer“ auf Tour? Das hört sich nicht sehr friedlich an, eher wie die „Zimmermann-Methode“. Ein geistig stabiler Mensch sollte sich ohne solche „Waffen“ ausdrücken können. Sympathislcher wäre „Guten Tag! Würden Sie bitte Ihren Hund anleinen? Mir ist unwohl, wenn er frei rumläuft. Danke!“ Vielleicht gewinnen Sie ein paar neue Freunde.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das mit dem Pfefferspray und dem Klappmesser war noch vor ein paar Jahren nötig, und das ist leider kein Witz. Zum joggen hatte ich immer ein Klappmesser dabei – eben wegen den Hunden, bzw. ihren unfähigen Haltern.
        Die Kampfhundediskussion hat dann alles entschärft. Grundsätzlich kann man sich jetzt darauf verlassen, dass es mit den Hunden klappt. Den Blog finde ich trotzdem gut und nötig.

    • Eva sagt:

      @Sie können einem aber leid tun ;)

      • Paul Mircher sagt:

        @Ch. Walter: In GR sind Wanderwege für Biker und falls ihnen das nicht passt sollten sollten sie unseren Kanton meiden. Diese altmodische Sichtweise zeugt nur von Nulltolleranz und ist in der Schweiz leider weit verbreitet.

    • Reto sagt:

      Lieber Eric
      Sie wissen schon, dass Sie ein ernsthaftes Problem haben? Holen Sie sich Hilfe, denn was Sie da beschreiben, könnte irgendwann nach hinten losgehen.

    • captain kirk sagt:

      Der Hund ist keine Sache und du machst dich der Tierquälerei schuldig.

      • Roland K. Moser sagt:

        Aha? Das Neuste aus der Rechtsverdreherei? Wenn ich von einem Rottweiler angegriffen werde und ihn mit Pfefferspray, einem Klappmesser, einem anderen Messer oder einem eleganten Genick-Brech-Griff ausser Gefecht setze, bin ich also ein Tierquäler? Das ist heftige Verdreherei der Tatsachen und gebührt jedem Juristen zur Ehre!

  • Andrea L sagt:

    Ganz ehrlich, mir geht diese Hetze auf Hunde auf diesem Blog wirklich langsam auf die Nerven. Der wievielte Artikel darüber ist das eigentlich? Ich bin ständig am spazieren im Wald und auch am Joggen und 99% alle Hundehalter sind anständige und freundliche Menschen, die ihren Hund anleinen wenn jemand kommt und ihren Hund im Griff haben. Klar gibt es Ausnahmen, aber bitte, die gibt es immer. Wenn man man mit Tempo 50 durch den Wald rast und kein bischen Menschenverstand besitzt, der einem sagt sich anzukündigen oder das Tempo zu drosseln, naja, dann selber Schuld!

    • Cordelia Lichtensteiger sagt:

      Vielen Dank Frau Andsrea L!
      Endlich einmal eine Antwort, die Hand und Fuss hat! Hunde sind erwiesenermassen ( bitte die Geschichte der Menschheit etwas aufarbeiten) nicht die grösste Gefahr für Menschen , doch die andauernd giftige, unsachliche Polemik hat sie und ihre Besitzer seit einigen Jahren leider zu Übeltätern und Bösewichten der ersten Kategorie gemacht…
      Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Freunde sind eine diskriminierte Minderheit, sie dürfen sich nicht den geringsten „Fehler“ erlauben.
      Doch glücklicherweise können Herr und Frau Schweizer ungestraft ihren seit Langem angestauten Frust , ihre situationsbedingten Ängste und die dazugehörigen unvermeidlichen Aggressionen auf dem Rücken dieser sehr sozialen Mitgeschöpfe auslassen.
      Herr /Frauchen und Hund -willkommene Blitzableiter!

      • Ali Ferkous sagt:

        Hundebesitzer sind schon deswegen eine Minderheit, weil ihnen noch erlaubt ist, ein Herden-Tier nicht artgerecht zu halten – selbst Schmusekaninchen-Besitzer müssen jetzt zwei von der Art halten. In ein paar Jahren wird ein Tierschutzinspektor bei jedem Privathaushalt kontrollieren, ob die Halter auch die anderen, im Tierschutzgesetz vorgeschriebenen Rahmenbedingungen einhalten – ausgenommen bei Hundebesitzern, natürlich.

    • Nico sagt:

      Ich sehe das Problem auch nicht, und ich fahre wöchentlich an Hunden und deren Besitzer vorbei, ohne Probleme… Aber ich mache auch nicht den Hampelmann wenn ich einen Hund sehe, sondern passe meine Geschwindigkeit an, und beobachte sein verhalten.

      • lilo renner sagt:

        So sollte es sein. Mit gegenseitigem guten Willen und einem gut erzogenen Hund ist das kein Problem. Es hat für alle Platz – nur, manchmal sind leider die Menschen aggressiv, weil sie Hunde nicht gerne haben. Es muss nicht jeder d e r grosse Hundefreund sein, aber es soll jeder jeden akzeptieren – dann wären mindestens 90% der Probleme gelöst. Danke allen, die sich bemerkbar machen, wenn sie mich und meinen Vierbeiner von hinten überholen möchten.

    • Roland K. Moser sagt:

      Es geht nicht darum, gegen die Hunde und deren Halter zu hetzen, sondern um den Erfahrungsaustausch, wie man Probleme schon im vornherein verhindern kann.

    • Eva sagt:

      Bravo! Bin ganz Ihrer Meinung und ich bin kein Hundehalter. Ich finde, man sollte einfach Respekt dem Gegenüber zeigen, ob Hundehalter oder Sportler etc. Ich habe bis anhin NUR gute Erfahrungen mit Hundehaltern gemacht.

  • Sandra Stein sagt:

    Ich kann wirklich jeden verstehen, der sich über schlecht erzogene Hunde aufregt. Ich habe selbst einen Hund und ich muss gestehen, dass es auch mir schon mal passiert ist, dass mein Hund einem Fahrrad nachrennen wollte. Dennoch finde ich es schon gut zu erwähnen, dass wir uns alle an Anstandsregeln halten sollten. Wenn ich ein Fahrrad oder einen Spaziergänger sehen komme, nehme ich meinen Hund immer an die Leine, schon nur aus Höflichkeit. Ich erwarte aber auch, dass sich ein rasender Fahrradfahrer ankündigt und evtl. kurz abbremst! Nicht nur meinem Hund zu lieben sondern auch mir zu liebe! Schliesslich gehört die Welt allen.

    • Céline sagt:

      Da pflichte ich ebenfalls bei. Klar sollten wir unsere Hunde gut erziehen, aber die haben auch Tage, an denen sie ihren eigenen Kopf haben.

  • Stefan Heule sagt:

    Einmal war’s knapp: Bin zwischen einem Fuhrwerk und einem Hund durchgefahren, der das Fuhrwerk begleitete und habe damit wohl den Beschützerinstinkt geweckt. Ich habe dann gerade noch knapp seine feuchte Schnauze an meiner rechten Wade gespürt, aber er biss wohl ins Leere.
    Heute versuche ich, die Instinkte der Hunde möglichst zu berücksichtigen; häufig höre ich z.B. kurz auf zu treten, wenn ich an einem Hund vorbeifahre, um möglichst wenig Bewegung zu zeigen und den Hetzinstinkt nicht zu wecken (ist übrigens auch bei Pferden wegen der Scheu recht empfehlenswert). Seither habe ich eigentlich keine grösseren Probleme mehr gehabt.

    • Céline sagt:

      Sie haben eine gute Einstellung, dieses Verhalten ist sicher das richtige. Als Hundehalterin denke ich, dass Sie so sehr gut fahren. Ich wünsche mir zudem auch, dass sich Velofahrer durch Klingeln anmelden. Denn wie soll man sein Tier rechtzeitig zurückrufen, wenn man den Velofahrer erst im letzten Augenblick bemerkt (und oft sogar erschrickt, wenn er lautlos von hinten kommt)?
      Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Wichtigste. Ich bin auch froh, wenn der Velofahrer nicht allzu schnell blocht, besonders dann, wenn ich meinen Hund bereits gerufen habe und er auf dem Weg zu mir ist, der Velofahrer aber bereits an ihm vorbeifährt. Aber bisher waren alle Velofahrer verständnisvoll und freundlich, selbst wenn mein Hund trödelte beim Fuss kommen.
      Mein Hund tut dies zum Glück nicht, aber wenn ein Tier einem Velofahrer hinterher rennt oder agressives Verhalten zeigt, dann sollte in den meisten Fällen absteigen und ruhig stehen bleiben helfen. Dann verliert der Hund das Interesse. Steine nehmen, schreien, Befehle geben, das ist alles Humbuk. In den wenigsten Fällen ist das Tier tatsächlich aggressiv.

  • Der Hund des Menschen besster und ehrlichster Freund ist ein Teil von uns. Doch der Mensch muss den Umgang mit diesem Freund lernen. Enttäusche NIE ein Tier so enttäuscht man auch NIE einen anderen Menschen.
    Wir nehmen Hunde zu uns und sind somit voll verantwortlich dass es ihnen gut geht, dass sie möglichst artgerecht gehalten werden , gepflegt und zu essen haben, genug laufen können und auch Umgang mit Artgenossen pflegen können. Der Spieltrieb des Junghundes ist stark und gross, dazu gehört auch ein leises Knurren.
    Also es gilt schon unseren 4-beinigen Freund richtig zu verstehen. So entstehen Freundschaften fürs Leben – nur verlässt der 4-Beiner uns oft frühe als uns lieb istr.
    alexandra weber

  • will williamson sagt:

    Meine Frau und ich sind vor einigen Jahren in Bad Waldsee von zwei Hunden, einem grossen, nicht zu definierenden „Paster“ und einem sehr grossen Exemplar vom Typ Berner Sennenhung (kenn mich bei den Rassen nur eingeschränkt aus) angegriffen worden. Die kamen bellend und zähnefletschend auf uns zugerannt. Ich sagte mir dann, in dieser Situation sei Angriff wohl die beste Verteidigung und rannte meinerseits direkt und laut brüllend auf die Hunde zu. Kurz bevor sie uns erreichten drehte ich mich auf dem rechten Fuss um die Achse und schleuderte den Hunden das linke Bein entgegen. Das wirkte unmittelbar. Der Mischling verreiste in einem grossen Bogen und der Sennenhund bllieb stehen. Er bellte zwar weiter und kam uns in einer Distanz von etwa 10 Metern noch eine Weile hinterher, bis ich mich bückte und die Aufnahme eines Steins imitierte. Da haute er auch ab. Wahrscheinlich hatte ihm schon mal jemand einen Stein nachgeschmissen.

    Vor einigen Monaten wurde ich beim Abendmarsch von drei Kötern angegriffen. Ein weisser Spitz startete den Angriff, dann kamen ein Appenzeller Bläss und ein weiteres kleineres Tier dazu. Da ich mich nicht in Sicherheit bringen konnte, blieb mir nichts anderes übrig als wieder zum Angriff überzugehen. So konnte ich die Tiere in Schach halten, bis die Begleitperson der Hunde auftauchte und wir die Situation bereinigen konnten.

    Vielleicht habe ich auch etwas Glück gehabt, denke aber, dass ich ohne Gegenangriff in beiden Fällen wohl gebissen worden wäre. Es ist natürlich auch eine Sauerei, wenn agressive Hunde von den Besitzern frei laufen gelassen werden.

    • Bachmann sagt:

      Es gibt viele Hunde,die nicht Sozialisiert sind.Sie dürfen nicht mit andern Hunde spielen usw.Die Herrchen wollen den Hund für sich alleine besitzen und der Hund sich nirgends freibewegen kann.Ich weiss es ,weil ich selber einen Hund besitze,und mich ärgere über diese haltung gegenüber dem Tier.Eine Hundeschule nützt in diesem Bereich überhaupt nichts,wenn der Hundehalter es nicht wahrnimt.

      • Christoph sagt:

        Es gibt auch viele Menschen die nicht sozialisiert sind und Sportler können auch für Nichthundehalter eine Belästigung und Einschränkung darstellen. Jede Gemeinde hat ein Hallenbad und eine Sportanlage, mindestens, aber die sind leer und verlassen. Man stolpert lieber vor den Füssen anderer herum. Jedes Naherholungsgebiet wird rücksichtslos als Kampfbahn missbraucht. Hunde an die Leine, Sportler in die Halle.

        • Christian sagt:

          So weit kommt’s, dass ich in die Halle muss, nur damit die Hundebesitzer ihren Pflichten nicht nachkommen müssen. Es kann ja nicht sein, dass es zu meinem Problem wird, wenn sich jemand anders einen Hund halten will. Erinnert mich an die Geschichte, wo eine Hundebesitzerin mir lautstark erzählen wollte, ich müsste meinen kleinen Sohn halt so erziehen, dass er sich hundegerecht verhält. Notabene an einem Tag wo ich mindestens in zwei Hundhaufen getreten bin. Hunde sind schon ok, aber ich denke doch, dass im Zweifel der Mensch noch ein paar Rechte mehr hat.

  • mehrheitlich positiv.
    unsere faustregel:
    gibt der hundhalter dem hund komandos, hat er sein tier im griff und es besteht keine gefahr.
    ruft der hundehalter uns komandos zu, oder empfehlungen. wie wir uns verhalten sollen, dann ist vorsicht geboten.

  • Roland K. Moser sagt:

    – Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Klingel helfen kann, damit der Hund nicht erschrickt. Dasselbe Spiel wie bei den Rössli.
    – Hofhunde: Entweder wird man nicht beachtet oder angegeifert, angebellt und er will einen fressen. Dort verlangsame ich und sage dem Hund, dass er ein lieber ist. Nach ein paar Metern ist meist Schluss. Ich glaube nicht, dass ein Hofhund zubeisst, wenn man nicht auf ihn losgeht. Tiere verstehen die Gedanken, glaube ich: Ich denke häufig auch: „Du bist mein Freund.“ Bis jetzt hat es geholfen.
    – Hunde, die ihrem Eigentümer nicht gehorchen (daran zu erkennen, dass der Eigentümer den Hund zu sich ruft und der Hund nicht gehorcht) nehme ich mit. Ich verlangsame und belle zurück, der Hund kommt wieder mit usw. Vorsicht bei grösseren Hunden wie ausgewachsenen Schäfern oder Rottweilern, weil nicht sicher ist, ob man genügend schnell wird.
    – Das mit den Hunden, die einem nachrennen und fressen wollen, hat sich nach meinem Empfinden in den letzten Jahren massiv abgeschwächt. Grund dürfte die Kampfhunde-Diskussion sein.
    – Hunde werden im Wald immer noch grossmehrheitlich frei laufen gelassen, obwohl die Gesetze die Leinenpflicht vorschreiben.
    – Alkoholismus ist im Hundesport auch verbreitet. Die psychiatrischen Erkrankungen, die mit der Alkoholsucht einhergehen: Paranoia in allen Ausprägungen, Realitätsverlsut, Selbstüberschätzung (Grössenwahn), Reizbarkeit und Aggressivität. Dort nützt es meist nichts, auf Harmonie und Konfliktlösung zu machen. Konfrontationskurs kann helfen.
    Ich habe wieder mal Sonnbrand auf den Lippen, vom Rennvelo- und MTB-fahren. Bin ich der einzige mit diesem Problem?

    • nick sagt:

      bite nur in der Nacht fahren oder auf dem Hometrainerso hast Du keinen Sonnenbrand

    • Claudia Spescha sagt:

      Was bitte soll das jetzt mit dem Alkoholismus hier? Der ist UEBERALL anzutreffen.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das mit dem Alkoholismus und den Hunden ist so, wie ich es geschrieben habe: Er ist im Hundesport verbreitet und das wiederum beeinflusst das Verhalten der Hundehalter negativ.

      • Ali Ferkous sagt:

        Alkoholiker mit Hund ist das gleiche wie ein vollbesoffener Porsche-Cayenne-Fahrer – vom Gefährdungspotential ein erheblicher Unterschied zu einer „Grabenleiche“ oder einem, der einem am Stammtisch anpöbelt – da reicht meist Tisch wechseln…

      • Roland K. Moser sagt:

        Claudia Spescha: Die negativen Auswirkungen des Alkohols auf die Psyche und den Körper beginnen bereits bei täglich 1 Liter Bier (5 %) oder 3,3 dl Wein (15 %) zu wirken.
        Ich schätze, dass 1 Liter Bier (5 %) ca. 10 bis 15 Stunden Stunden Training neutralisieren.

      • Roland K. Moser sagt:

        Claudia Spescha: Noch einer! Nachdem ein Alki mit dem Alkohol aufgehört hat, dauert es ca. 2 bis 2 1/2 Jahre bis der Körper das chemische Gleichgewicht wieder hergestellt hat.
        Nach einem normalen Suff (Lustiger Abend mit Bier und Wein) dauert es bis zu 1 Woche, bis der Körper das Gleichgewicht wieder hergestellt hat. Sofern Du in der Zwischenzeit keinen Alkohol trinkst.

    • Michelle sagt:

      Zitat von Roland K. Moser: Hunde werden im Wald immer noch grossmehrheitlich frei laufen gelassen, obwohl die Gesetze die Leinenpflicht vorschreiben.

      Das stimmt nicht – zumindest ist die Leinenpflicht für Hunde nicht schweizweit geregelt. Es gibt einige Kantone, Gemeinden und Regionen, in welchen Hunde im Wald generell oder zur Schonzeit von April bis Juli (z.B. Basel-Land und Aargau) angeleint sein müssen, aber in vielen Wäldern herrscht (zum Glück) kein Leinenzwang.
      Das Jagenlassen von Hunden ist ausserhalb der ordentlichen Jagdausübung natürlich verboten – aber darum geht’s in diesem Artikel ja nicht.

      • Roland K. Moser sagt:

        Danke für den Tipp mit dem fehlenden Leinenzwang. Ich war wirklich der Meinung, er gelte schweizweit. Zum Thema gehört es aber trotzdem, denn die Hunde müssen von Ihren Haltern regelmässig zurückgepfiffen werden, wenn ein MTB kommt.

        • Susanne sagt:

          Auch dieser Hinweis stimmt nicht. Ich pfeife meinen Hund nicht zurück, wenn ein MTB kommt. Velos und ihre Fahrer interessieren meinen Hund nämlich überhaupt nicht. MTB müssen aber bitte klingeln, wenn sie sich nähern- damit und mein Doggy keinen Herzinfarkt und keine Kollision erleiden.Nebenbei bemerkt: ich kenne auch viele alkoholkranke Velofahrer, Briefträger, Jogger, Nichthundehalter etc.

          • Moni sagt:

            Das mit dem Klingeln ist so eine Sache. Entweder werden die Leute wütend, wenn man sich fast lautlos nähert und sie erschreckt. Oder man klingelt und bekommt dann beim Vorbeifahren zu hören: „Hör doch mit dem Gebimmel auf!“ Was denn nun bitte? Hundehalter, die ihre Hunde im Griff haben, können sie auch gerne unangeleint lassen. Leider sind diese in der Minderheit.

          • Roland K. Moser sagt:

            Hoi Moni
            ich kenne das Problem. Genau deswegen klingle ich konsequent – auch bei Hunden. Nur die paranoiden und die Alkis regen sich auf und das macht nichts.

    • Maria M. sagt:

      „Grund dürfte die Kampfhunde-Diskussion sein.“
      Grund ist nicht die Diskussion an sich, sondern die daraus resultierende – von klugen Köpfen veranschlagte – Einführung des Pflicht-Sachkunde-Nachweises für Hundehalter, heisst also jeder Hundebesitzer muss mit seinem Hund in die Hundeschule und eine Art Hundeführerschein machen innerhalb einer gesetzten Frist nach Erhalt des Tieres. Ersthundebesitzer müssen zusätzlich einen Theoriekurs über Hundeverhalten usw. besuchen. Das nennt man Prävention. Schön, merkt man bereits die Auswirkungen dieser guten Sache.

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