Wie dreist darf Werbung sein?

Huberbuam

Alexander und Thomas Huber, Helden der Kletterer und Werbebotschafter der «Milchschnitte». Dass dieser Snack mehr Fett und Zucker als eine Schwarzwäldertorte hat, stört sie nicht.

Wenn über Thomas und Alexander Huber berichtet wird, dann wohlwollend. Die «Huberbuam» – wie sich die zwei Brüder aus Bayern nennen – sind Elite-Bergsteiger und Kletter-Koryphäen, welche die Grenzen dieser Disziplinen schon mehrmals nach oben versetzt haben. Über die Szene hinaus bekannt wurden sie als Speedkletterer, die an der berühmten «Nose»-Route im Yosemite Valley (Kalifornien) einen Zeitrekord aufstellten, oder mit dem Film «Am Limit».

Dreisteste Werbelüge des Jahres 2011

Die Huberbuam orientieren sich aber nicht nur alpinistisch an der Spitze, sondern auch was ihre Vermarktung betrifft. Kaum ein Alpinist oder Kletterer weltweit lebt von diesem Sport so gut wie die beiden. Besonders in Deutschland gelten sie als Helden und für die Werbeindustrie als wertvolle Botschafter. So zum Beispiel für die Ferrero Milchschnitte. In einem TV-Spot – der auch bei uns zu sehen ist – klettern die Hubers über Balkone und Dachbalken bis in den dritten Stock eines Hauses. Dann essen sie eine Milchschnitte (siehe Video).

Nun erhielt Ferrero für diese Milchschnitte-Werbung den Preis für die «dreisteste Werbelüge des Jahres 2011 – für den unverantwortlichen Versuch, die fett- und zuckerreiche Milchschnitte als ‹leichte› Zwischenmahlzeit zu verkaufen.» Und auch mit den Sportlern geht die Organisation foodwatch unzimperlich ins Gericht: «Ihrer Vorbildfunktion für die Bevölkerung, insbesondere für Kinder, werden sie mit dieser Werbung nicht im Geringsten gerecht.»

Hier der Werbespot im Video. Er ist witzig und sicher haben sich Alexander und Thomas Huber nach dem anstrengenden Balkonklettern eine Milchschnitte verdient. Aber wer treibt schon so hart Sport wie die beiden?

Hoppla, weshalb tun sie das?

Als ich den Werbespot vergangenes Jahr erstmals sah, dachte ich auch: Hoppla, weshalb lassen sich die Hubers ausgerechnet für so etwas einspannen? Ich nahm ihnen auch nicht wirklich ab, dass sie diese Schnitte in ihrem Alltag tatsächlich konsumieren. Noch nie habe ich einen Profialpinisten gesehen, der eine Milchschnitte in den Rucksack gepackt hätte. Aber gut, ich glaube vieles nicht, was mir Werbung verspricht und rege mich deswegen bestimmt nicht auf.

Aber zurück zur Milchschnitte. Sie besteht zu 60 Prozent aus Fett und Zucker und sei damit schwerer als Schwarzwäldertorte (Schokolade-Sahne-Torte). Trotzdem bewirbt Ferrero sein Produkt mit dem Claim «Schmeckt leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch.» Und eben Sportstars als Markenbotschafter sollen für den sportlichen Anstrich sorgen. «Werbung und Wirklichkeit klaffen weit auseinander», kritisiert die Leiterin der Foodwatch-Kampagne den Etikettenschwindel. «Wenn Milch-Schnitte eine leichte Zwischenmahlzeit ist, dann ist Schwarzwälder-Torte das perfekte Diät-Produkt.»

Ferrero will den Preis übrigens nicht annehmen: «Die Geschäftsführung lässt mitteilen, dass Ferrero ihn nicht annehmen will und dass Gesprächsbereitschaft auch nicht vorhanden ist.»

Dass Leute Milchschnitte und Ähnliches essen und glauben, sie würden sich damit etwas Gutes tun, wundert mich nicht. Was Ernährung angeht, besteht leider noch sehr viel Informationsbedarf.

Wie weit lassen Sie sich von Werbung verführen?

91 Kommentare zu «Wie dreist darf Werbung sein?»

  • Steiner78 sagt:

    Wie dreist dürfen ideologisch motivierte Schmähkampagnen vorgehen? Eine Milchschnitte wiegt sagenhafte 28 Gramm und enthält soviel Fett wie in 2 dl Milch und soviel Kohenhydrate wie in 20 Gramm Dörraprikosen. Aber das kann man natürlich nicht als Vergleichsgrösse nehmen, denn sonst könnte das Zielpublikum zum Schluss kommen, eine Milchschnitte sei doch eigentlich wirklich eine leichte Zwischenmahlzeit. Nein, Foodwatch zieht lieber die vage weil in unterschiedlichster Rezeptur verfügbare „Schoko-Sahne-Torte“ heran, die jedem Durchschnittskonsumenten als Inbegriff von ungesundem Essen bekannt ist, und konstatiert, die Milchschnitte sei auf jeden Fall „schwerer“ und der Werbeslogan somit eine dreiste Lüge. Dabei geht man davon aus, dass die Adressaten der Foodwatch-Kampagne die unterschiedlichen Essportionen ausblenden, die bei einer Torte natürlich mit geschätzten 120 bis 200 g pro Stück deutlich höher ausfällt; 28 g Schwarzwäldertorte könnte man sich hingegen tatsächlich auch mal während einer Diät gönnen, falls man es schafft, ein so dünnes Stück abzuschneiden, ohne dass es auseinanderfällt. Wer täglich eine Milchschnitte ist, auch ohne Extremsport zu treiben, wird sich dadurch körperlich nicht auf eine Stufe mit den Huberbuam hieven, es wird ihm aber auch nicht irgendwie schaden.

    Aber natürlich übernimmt fast der gesamte deutschsprachige Blätterwald völlig distanzlos die plumpe Diffamierungskampagne und glaubt dabei auch noch, besonders kritisch zu sein und an der Aufdeckung bösartiger Manipulation mitzuwirken. Dabei gehören sie einfach zu denjenigen Werbekunden, die weniger für die Figur „fesche Kletterjungs“ empfänglich ist, sondern sich eher vom Motiv „kritische Verbraucherschützer“ verführen lässt.

  • Rumpelstilzchen sagt:

    Ich finde dieses Milchschnitte-Problem besorgniserregend, grässlicher aber noch die dreisten Werbungen von GE Moneybank für Konsumkredite. Aktuell hängen in der Schweiz überall Kreditwerbungen mit Motiven wie: Hochzeit, Ferien am Meer, Couch, Sportauto.

    Konsumkredite mit Zielgruppe „Junge Erwachsene“ werfen per Definition keine Rendite ab, geschweige denn eine, mit der sich die jungen Erwachsenen wieder von der eingegangenen Abhängigkeit von GE Moneybank freikaufen könnte.
    Werbung für Konsumkredite predigt konstant „Kaufe, obwohl du es dir noch nicht verdient hast.“ und untergraben die Werte und Gewohnheiten, die unsere Wirtschaft stabil machen und uns Vertrauen, Verwaltungsaufträge, Wohlstand aus der ganzen Welt einbringen.
    ABER:
    „Es gibt ja sicher auch vernünftige Gründe für Konsumkredite.“ So? Welche denn?
    Oder: „Man muss ja nicht immer vernünftig sein, oder?“ Einverstanden, Leben ausserhalb der Vernunft hat seine Zeit und ist ein Argument. Aber – wer sagt das? Eine BANK?!?

    Kein Mensch würde sein Geld von einer unvernünftigen Bank verwalten lassen. Unvernünftige Menschen verlieren eben auch viel Geld. Wenn eine Bank aber unvernünftiges Verhalten gleichzeitig für sich selber als schädlich erkannt hat und ihm für andere eine förderliche Plattform gibt, dann ist das schlicht: gemein. Und stützt den Vorwurf an GE Moneybank, an Menschen Geld zu verdienen, die den unvernünftigen Werbebotschaften nicht widerstehen können.
    Darf Werbung so dreist sein?

  • annina sagt:

    Zum Thema passt „No Logo“ von Naomi Klein.

  • Roland Strauss sagt:

    Für dieses Problem habe ich schon lange eine Lösung gefunden. Ich schaue schon seit Jahren kein Fernsehen mehr. Ist sowieso Massenmanipulation pur. Im Internet gibt es viel interessantere Dinge zu lesen. Im Notfall tut es auch Youtube.

  • Johnny sagt:

    Selber schuld, wer diesen Müll frisst.

  • cara anne specker sagt:

    Who cares?? Journalisten und Medien werden nun mal durch Werbung finanziert. Sportler werden von der Industrie gesponsert. So ist das nun mal – wozu also dieser Bericht?

  • Esther sagt:

    Hueberbuam JA – Milchschnitte NEIN

  • Thomas sagt:

    Haha, doppelt lustig: Sich über Werbung ärgern, und Milchschnitte ungesund finden. Ich wüsste dann zwei Lösungen: nicht TV schauen, wodurch sich das Werbungs-Problem löst, und Sport treiben. Ich verliere während drei Stunden im Kajak ca. zwei Kilo, wobei ich zwei Liter trinke. Ich denke die eine oder andere Milchschnitte verbrenne ich da locker. Und mal ehrlich, mir schmecken sie ganz gut. Besser noch sind die Kinder-Pingui!

    Aber es ist ja auch schön, wenn man dafür bezahlt wird, immer wieder Themen zu finden, über die man sich ärgern kann, wie Milschschnitten-Werbung oder fette Leute am Strand :-)

  • luzzi sagt:

    Konsumwerbung empfinde ich grundsätzlich als lästig und überflüssig! Sie weckt Wünsche, die gar nicht vorhanden sind und lenkt ab vom Wesentlichen. Milchschnitte brauchen wir nicht. Für mich läuft dieses „Produkt“ unter SONDERMÜll.

  • Stephan sagt:

    Naja, ich mag Milchschnitten gar nicht, glaube aber trotzdem, dass Fassadenklettern die grösseren Gesundheitsrisiken birgt als so ein süsses Fettding. Mir ist es lieber meine Kinder nehmen die Ernährung von den Buam statt die Einbruchsmethoden zum Vorbild.

  • Joachim Adamek sagt:

    Von einem guten Alpin-Blog darf man zuverlässige Informationen, Diskussionsanstösse und brauchbare Tipps erwarten. Deshalb fand ich es gut, daß sich der Alpin-Blog nach dem Super-Serien-Gau in Fukushima im letzten Beitrag mit einem der drei Gross-Sponsoren des SAC befasst hat. Zumal immer deutlicher wird, wie ein gewisser japanischer Energiekonzern nach der Havarie die Öffentlichkeit belogen und getäuscht hat. — Sicher war es überzogen von Fr. Knecht, vom SAC eine sofortige Beendigung der Kooperation zu fordern, da Sponsor-Partnerschaften in der Regel mit Verträgen besiegelt werden, aus denen man nicht einfach aussteigen kann. Die Erklärung SAC-Geschäftsführers anderntags fand ich, nebenbei bemerkt, dennoch ein wenig dürftig, da Herr Mäder nur Bekanntes wiederholt hat und dem eigentlichen Thema ausgewichen ist. (Sorry, Herr Mäder!)
    Was die “Milchschnitte” betrifft, so kann ich die Kritik von Teilen der “Blogger-Gemeinde” nachvollziehen. Die Huber Brüder wären dumm, wenn sie sich die Gelegenheit, ein hübsches Sümmchen zu kassieren, einfach entgehen liessen. Wer sich von der Werbung blindlings verführen lässt, dem ist m. E. ohnehin nicht zu helfen.
    Einzelne Kommentatoren fanden gewisse Themen im Blog in letzter Zeit überrepräsentiert und haben gebeten, künftig wieder mehr aus dem Bereich Alpin im engeren Sinne zu berichten. Eine Bitte, die ich gerne unterstüze. Mein Vorschlag: Wie wär’s, wenn der Blog ab und an selbstverfasste Beiträge der Leser veröffentlicht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass niemand aus der Blogger-Gemeinde in den nächsten Wochen und Monaten nicht mindestens ein Erlebnis haben wird, das zu erzählen lohnt.

  • aurelia sagt:

    Ich finde die Werbung gut und alles andere als negativ oder dreist!

    Erstens vermittelt sie ein positives Bild zum Essverhalten, daher wer sport macht, kann sich auch ab und zu etwas süsses gönnen. Was soll schlimm daran sein? Zudem soll es ein Genuss sein wenn man sich etwas süsses gönnt und nicht einfach vor dem TV reingestopft werden. Reale Werbung wäre dann eher, dass ein Kind im Alltag beleidigt wird und sich dann genüsslich 10 Schockoriegel reinstopft. Möchte man dieses Bild vermitteln?

    Der Grund warum Leute übergewichtig sind oder werden hat nichts mit der Werbung zu tun sondern viel mehr mit der Tatsache, dass sich viele Menschen einsam, missverstanden und fehl am Platz fühlen in unserer Gesellschaft. Es kann nicht sein, dass die Werbung für alle sozialen Probleme verantwortlich gemacht wird und darum an Freiheit und Kreativität mehr und mehr verliert weil alle Firmen angst vor Klagen haben. Wer sich vollstopfen will tut dies auch ohne Werbung, dass zeigt die Tatsache, dass es übergewichtige Personen schon gab, bevor der Fernseher erfunden wurde.

  • NIna sagt:

    Die Leute sind doch im Durchschnitt nicht so doof, wie die Autorin schreibt. Es wissen doch alle, dass Milchschnitte nichts mit gesunder Ernährung zu tun hat, sondern halt so en Süssskram für zwischendurch ist. Aufregen könnten wir uns vielleicht dann, wenn Ferrero behaupten würde, zum z’Nacht wären 10 Stück sehr bekömmlich und gut für die Verdauung.
    A propos, eher auf den Wecker gehen mir diese bio-techno-aktiv Yoghurt-Drink-Abkömmlinge in der Mini-Dosis für irre viel Geld. Vielleicht lässt sich das ja tatsächlich nachweisen, dass der genveränderte Bazillus noch 0.3% besser wirkt auf die Verdauung als ein hundskommunes Yoghurt. Das ganze ist aber ein Witz, weil die etwa zu einem Drittel aus Zucker bestehen.

    • aurelia sagt:

      Bin absolut deiner Meinung!

    • Auguste sagt:

      hmm…, aus irgendeinem grund scheuen die super-joghurtproduzenten vor dem treffensten aller slogans für ihre „fruchtzwerge für verstopfte chicks“ zurück: shit happens!

  • James Lehmann sagt:

    Na und? Es ist ja nur Werbung. Wer glaubt schon alles, was in der Werbung kommt.

    Übringens finde ich diesen Diät und Ernährungswahn komisch. Wenn man soviel Sport macht, darf man auch mal ne Torte zwischendurch essen.

  • Regula Tor sagt:

    Bei offensichtlichen Lügen in der Werbung sollte es hohe Bussen geben.

    • Auguste sagt:

      hmm…, und vielleicht auch, wenn offensichtliche versager wieder übermütig werden und plötzlich verkünden: „wir werden nicht ruhen“. leider kann man die ubs fast nicht mehr büssen, die haben probleme mit den neuen eigenkapitalvorschriften und waren mit ospel & co eigentlich auch schon genug gestraft. und damit es nicht zu off-topic ist. vielleicht werden die in ferner zukunft ja mal wieder nicht nur am hang stehen, sondern auch über den berg sein.

    • luzzi sagt:

      . . . genau, eine Busse in der höhe der des spezifischen Werbebudgets.

  • bop sagt:

    Erhard Loretan hat in seinem Buch „Les 8000 rugissants“ beschrieben, wie er vor den grossen Besteigung im Himalaya sich mit Fondue ernährt. Sehr wichtig aber : freiburger Fondue !!!
    Jeder muss wissen, was ihm passt.
    Könnte man bitte mit dem Dogmatismus aufhören.

  • dan meier sagt:

    Sorry, total naiver Artikel. Werbung (und PR) verführt uns seit über 80 Jahren mit nicht einlösbaren Versprechen, apelliert an unseren Triebhaushalt und versucht auch, übers Unbewusste zu beeiflussen. Werbung ist Manipulation. Wer sich nicht manipulieren lassen will, muss selbst auf sich aufpassen, doch der Werbung vorwerfen, dass sie tut, was sie tut, ist lächerlich. Und wer den Jungs vorwirft, dass sie sich erfolgreich vermarkten, sollte vielleicht auch einen Gedanken an das System verschwenden, dass solches Handeln nicht nur ermöglicht, sondern geradezu fordert.

  • Alexander Müller sagt:

    Okay, die Milchschnitte ist nicht locker-flockig leicht, wie sie gern den Anschein machte. Das weiss jeder, der sich mal die Nährwerte auf der Verpackung ansieht. Aber wieso sollten Profi Kletterer nicht auch für einen zucker- und fettreichen snack werben dürfen? Gerade besagte Werbung zielt ja nicht direkt (unterschwellig vielleicht schon) darauf ab, dass die Milchschnitte „leicht“ und kalorienarm wäre. Genauso gut könnte der Typ auch einen Snickers essen nach der Kletterei oder eben ein Stück Schwarzwäldertorte. Eine Zwischenmahlzeit hat ja nicht per Definition „was leichtes“ zu sein. Bei Frau Knecht, so scheint mir, dringt zwischen den Zeilen oft die Kritik an solchen Nahrunsmitteln per se durch. Im Sinne von: „wie kann man nur sowas essen“. Ich erinnere mich an einen der letzten Blogs wo es gegen die dicken Badegäste ging und die Autorin sich wunderte, wie man sich nicht bewusst sein könne, dass ein Rahmglace am Nachmittag ansetzt (welch Todsünd).

  • Grampus sagt:

    Hört doch auf…Die verdienen doch bloss ihre Brötchen damit und das ist ja nichts schlechtes…ich würde doch auch Werbung für Zigarren machen, wenn ich viel Geld damit verdienen könnte, auch wenn ich Nichtraucher bin. Wie man sich dann schlussendlich z.B. ernährt, ist jeder selber verantwortlich… Dieser Artikel hat ja auch bloss seinen Zweck, dass dieser Journalist seine Arbeit macht und damit sein Geld verdient. Punkt.

  • Martin sagt:

    Fürs Klettern ist das Ding sicherlich ein idealer Snack … Zucker und Fett (=schnelle Power).
    Zudem wird in grossen Höhen (glaub schon ab 4000m) mehr Fett verbrannt als weiter unten – respektive der Körper
    zapft sogar direkt die Fettreserven an, auch wenn noch Kohlenhydrate „rumschwirren“.

    Ein Alpinist hat mir mal gesagt, dass er für Himalaya-Touren solche Sachen (Riegel, Waffeln usw.) den Vorzug gegenüber allem anderen Essen gibt. Es ist leicht, kompakt, einfach zu transportieren und es muss nicht noch extra gekocht werden.

    Die Huber-Brüder dürfen also getrost bei diesen Schnittchen bleiben. Der Rest der Bevölkerung muss es halt für sich selbst entscheiden. Schlussendlich steht ja alles auf der Verpackung – man braucht es nur zu lesen. Und wer dazu zu dumm ist, hat es halt evolutionsbedingt nicht anders verdient als auf Grund Fehlernährung den Planeten verfrüht zu verlassen.

  • Christian sagt:

    Egal ob Schuhe, Hüte, Essen, Trinken, Abwaschmittel… die Werbung ist eh meistens nicht wahr. Unterschied ist höchstens, dass, wenn die beiden Kletterer für eine Rivellaflasche über die Häuser hüpfen würde, kaum jemand entsetzt wäre.

  • Roberto sagt:

    Für Kletterer ist fettreiche Ernährung nicht daneben, schliesslich hat im Alpinblog mal gestanden, dass ab 4000 Meter Höhe der Körper direkt von den Fettreserven zehrt…

    • Dieter Walker sagt:

      Yep, zwei Nussgipfel, viel Wasser und dann ab auf die 8-Stunden-Tour; mehr brauchts nicht :-)

      • Lieber Roberto

        Sie haben absolut recht. Und danke, dass Sie den Alpinblog regelmässig lesen. Bei der Milchschnitte-Werbung drängt sich einfach die Frage auf, ob all die vielen Leute, welche diesen Snack essen, auch Bergsteiger sind. Eher nicht, oder?

        Beste Grüsse
        Natascha

        • John sagt:

          Liebe Natascha

          Wenn die Milchschnitte-Esser keine Bergsteiger sind, dann drängt sich einfach die Frage auf, ob sie sich für diesen Blog interessieren. Eher nicht, oder?

          Beste Grüsse
          John

          p.s. Man könnte auch sagen: Wenn sich dieser Blog mit Alpinismus beschäftigt, dann sind seine Leser wohl eher keine typischen Milchschnittenkonsumenten. Also drängt sich die Frage auf, ob dieser Beitrag wirklich für die Zielgruppe relevant ist. Eher nicht, oder? (Sie verzeihen mir den Anflug von Sarkasmus hoffentlich)

          • Doch, lieber John, ich gönne Ihnen diesen Anflug von Sarkasmus. Ihre Denkspielerei bringt mich zum Schmunzeln, „brokeback mountain“ fand ich sogar echt lustig …
            Beste Grüsse
            Natascha

        • John sagt:

          Vielen Dank, allerdings muss ich wohl auguste das Urheberrecht an der brokeback mountain Idee überlassen ;)

          • Friedl sagt:

            … über den Werbespott darf Mann/Frau zweigeteilter Meinung sein. Werbewirksamer ist dieser auf alle Fälle als wenn der Spott mit „durchschnittlichen McDonalds“ Konsumenten gedreht worden wäre (sofern überhaupt möglich). Volkswirtschaftlich ungesünder aber zugleich treffender wäre der Spot meiner Meinung nach, wenn dies eine RedBull Werbung wäre … Redbull verleiht Flügel!
            Mir persönlich sind die Huber´s auf alle Fälle in der Form sympatischer als z.B. Jürgen Reis mit dem Peak Prinzip – http://www.peak-prinzip.com und nahezu 4% Körperfett und einer Werbung zur Magersucht.

            Sportliche Grüsse
            Friedl

  • Susanne Beerli sagt:

    Geniale Werbung! Der Hauptzweck von Werbung ist ja Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit Menschen schliesslich kaufen. Voll erreciht. Die Medien berichten darüber, „Preis“ gewonnen, noch mehr Gratiswerbung. Besser kann es einem Werber nicht gehen!

  • Nietlispach Lukas sagt:

    Ja, wie dreist darf Werbung sein? Diese Frage stellt sich für mich vor allem wegen des heutigen SVP-Inserates im Tagi auf Seite 5. Das grenzt an Volkshetze und Ehrverletzung. Die SVP beschreitet volksfeindliche und antidemokratische Wege. Ein Absturz auf diesen gefährlichen Wanderungen ist in diesem Fall erwünscht. Offenbar steht der Tagi zu dieser Art von aggressiver Politik. Das muss nicht sein, auch wenn man für die Meinungsfreiheit einsteht.

  • Peter Müller sagt:

    Also ich verstehe diesen Pranger jetzt wirklich nicht. Für Milchschnitte haben schon so viele Sportler Werbung gemacht, unter anderem Carl Uwe Steeb (Tennis) und die Klitschkos. Wer an 100% ehrliche Werbung glaubt ist naiv und wer die beiden Huaberbuam jetzt kritisiert lenkt den Ärger auf die falschen Leute. Franz Beckenbauer wurde mal gefragt, ob er kein schlechtes Gewissen hat, weil er für ein paar dümmliche Sätze wie „Ja ist denn heut scho Weihnachten“ von O2, Yellostrom, etc. Millionenbeträge kassiert. Seine Antwort war: „Nein, die wollen das ja zahlen und ich wär schön blöd, würd ichs nicht machen!“. Da hat er recht!

  • m. toscani sagt:

    … wenn mir jetzt noch jemand sagt, dass ich durch die richtigen Frühstückscerealien kein Spitzensporter werde, mir ein Shampoo keinen Orgasmus verleihen kann, eine Vitamintablette mich nicht zur Superwoman macht, der richtige Duft mich nicht unwiderstehlich macht, das richtige Auto mir zum perfekten Familienglück verhilft und ich dank dem richtigen Waschmittel überhaupt keine Probleme mehr habe, ja dann verliere ich wohl bald mein Vertrauen in die Werbung.

    Ein wenig selber mitdenken ist durchaus erwünscht – auch beim täglichen Einkauf.

    • Klara sagt:

      ja dann wird das wohl ein bitterer Sommer! (und die Beine bleiben im Fall auch nicht wochenlang seidenglatt;-)) Ich bin also auch arg enttäuscht worden von der Werbung! Ich geh und kauf mir jetzt mal dauerhaltbarer Nagellack!

  • Skifreak sagt:

    Wer sich genügend bewegt, kann bedenkenlos seine Milchschnitten futtern ohne deswegen gleich fett zu werden. Bedenklicher finde ich den Trend, bereits Kinder zu ständigem „Diäthalten“ erziehen zu wollen. Gebt Kindern genügend Bewegungraum und im Gegenzug freien Zugang zu Süssigkeiten wie Milchschnitten – sie werden keinen Schaden nehmen!

  • Rudy Climb sagt:

    Ich lasse mich von Werbung nicht so sehr verführen, weil ich meine Zeit in den Bergen oder der Kletterhalle statt vor dem Fernseher verbringe. Ich denke, wer sich viel bewegt und sich bewusst und gesund ernährt, durchschaut die Milchschnitten-Werbung. Für die Couchpotatoes ist solche Werbung aber natürlich fatal.

    Ich hätte es anstelle der Gebrüder Huber nicht gemacht aber ab einem gewissen Betrag wird wohl manch einer seinen Prinzipien untreu und ich denke dass sie von Ferrero sehr gut bezahlt wurden. Ihre sportlichen Leistungen schmälert das ja nicht.

    • Roman Rebitz sagt:

      Na gut aber das heisst noch lange nicht das sie davon gefeit sind. Wenn sie ihre Kletter bzw. Wander-Ausrüstung checken finden sie vielleicht auch das eine oder andere überteuerte Teil das sie eigentlich nicht benötigen und trotzdem gekauft haben. Die Werbung lauert überall und die Prestige-Ausrüstungen/Materialien sind ja Hobbysportbereich extremst verbreitet.

  • sandra sagt:

    Ich verstehe Ihren Ärger. Nur, natürlich ist die Milchschnitte nicht „leicht“. Genausowenig kommt Wäsche, mit dem richtigen Waschmittel gewaschen, supersauber, trocken und gebügelt aus der Waschmaschine, genauswenig kann man völlig verkrustete Kochherde mit einem Wisch mit dem richtigen Putzmittel zum glänzen bringen. Auch hier, wie so oft, einfach Gehirn einschalten und nicht alles glauben was man sieht! Werbung übertreibt immer, wer das alles glaubt ist einfach doof!

  • Marcel Huber sagt:

    Die Beste Werbung die eine Firma oder deren Produkt machen kann ist: Die Arbeiterschaft in der Firma besser zu bezahlen!!
    Die lügnerische Werbung wo uns heutzutage von morgens bis abens berieselt, IST ZU VERBIETEN UND ABZUSCHAFFEN!

    • nic sagt:

      VERBIETEN UND AUSSCHAFFEN ODER?

    • Jo Köppel sagt:

      Ach Marcel, deswegen kauft doch keine Sau auch nur ein einziges Produkt mehr. Du auch nicht. Und jetzt sollen Verbote her? Lügen ist doch schon seit mehr als 2000 Jahren verboten. Stell einfach den Fernseher ab!

  • Sixpac sagt:

    Easy. Ich hab die Dinger zwischen 16 und 22 massenhaft gegessen, bis zu 5 stück pro Tag und manchmal auch mehr. Mittlerweile (34) schmecken die mir längst nicht mehr (eher eklig). Ich klettere in Schlieren eine 7a.

    Ein bisschen Fett ist ja auch nicht schlecht. Da braucht man dann die Wohnung im Winter nicht mehr auf 22C° zu heizen und im Sommer ohne Klimaanlage bisschen schwitzen ist bestimmt auch nicht ungesund.

    Ach ja.., rauchen tu ich auch. Hindert mich allerdings nicht daran ohne grössere Probleme über den Pragelpass zu radeln. Hochleistung erbringe ich allerdings nur im Atelier….

  • chris sagt:

    Also schlimm finde ich das nicht. Bei Tabakwerbung u.ä. fände ich es viel schlimmer.
    Ein regelmässiger Sportler kann sowieso essen, was er will.

  • SomeintPhia sagt:

    Warum prangt man die Hubers an und die Klitschkos nicht? Nur weil sie „grüneren“ Sport treiben? Am aktuellen Beispiel zeigt sich deutlich, wie ein scheinbares Problem („gesund / ungesund“) aufgebauscht werden kann. Die wenigsten Konsumenten werden die Schnitte gleich kiloweise essen.

  • Beat sagt:

    Im Blog vpm 22.Juni hab ich gelernt dass Fett in grossen Höhen gut ist.Zucker ist ein Energiespender.Wenigstens für den Endspurt.
    Dass die Milchschnitte zum Fernsehen Quatsch ist leuchtet mir ein.Aber im Sport?
    Kann mich jemand aufklären?

  • Leonora sagt:

    Die beiden Herren haben sich wohl auch verführen lassen… Das Honorar muss toll geschmeckt haben.

  • Joel Becker sagt:

    Die zwei machen das schon recht. Sie haben lange gekämpft, bis sie ihr Hobby zum Beruf machen konnten. Ob die Milchschnitte jetzt „gesund und leicht“ ist oder nicht, ist doch egal. Der Werbespot ist witzig und bringt ihnen Geld ein, damit sie weitere Träume realisieren können. Übrigens haben auch die Klitschkos für die Milchschnitte Werbung gemacht.

    • Thomas1 sagt:

      Wie selbstlos von Ihnen, Sie wären ja ein richtiger Traumkunde. Ich höre Sie schon, wenn man Ihnen ein Auto verkauft, das nicht hält, was es verspricht: „Na gut, ob das Auto nun hält was es verspricht oder nicht, ist doch egal. Der Werbespot dafür war witzig und es hat den Schauspielern Geld gebracht, damit sie ihre Träume realisieren können.“ Hut ab vor so viel Nächstenliebe.

      • Joel Becker sagt:

        Ich bin schon ein Traumkunde, da haben sie schon recht. Aber das habe ich so nicht geschrieben. Ich wäre eher derjenige, der sich für einen Traum „prostituieren“ lässt, sprich Werbung für etwas macht, damit man die Kohle kriegt und sich die nächste Expedition finanzieren kann. Auf den Inhalt der Werbung kommt es nicht drauf an. Selber esse ich Milchschnitte übrigens nicht, egal was drin ist. Schmeckt einfach nicht.

  • Helena Müller sagt:

    Solange uns die Werbung vormacht, welchen Un-Sinn wir futtern sollen, solange sind die Menschen krank. In beiden Richtungen. Glaube macht selig.

  • Endverbraucher sagt:

    Bei weitem nicht die Einzigen: hier gibt es noch merh davon: http://www.foodwatch.ch/

  • André Kaufmann sagt:

    Ehrlich gesagt ist die Botschaft nicht ganz so krass, sie lautet nämlich: Wer innert nützlicher Frist an einer Hausfassade drei Stockwerke hochklettern kann, der darf sich auch was gönnen. Im Gegensatz dazu finde ich etwa Reifenwerbung viel gefährlicher welche suggeriert, dass man mit dem richtigen Gummi auf den Felgen auch bei Eis und Regen stets am Limit fahren kann.

  • tanja sagt:

    ich fürchte, obwohl absolut markenresistent, bin ich der bio-artigen mittelgrünen farbe verfallen. mein unterbewusstsein schliesst budget-grün aber sofort aus. finde ich noch interessant :)

  • josé bütler sagt:

    gestern als ich das frauenfussball-wm-gruppenspiel deutschland gegen frankreich geschaut habe, wurde dieser spot im zdf gezeigt …
    ich weiss nicht, ob hubers nicht wissen, für was für ein produkt sie da werbung machen oder ob sie nur aufs geld aus sind. auf jeden fall nervt mich diese werbung.

    das gleiche gilt für die media markt werbung von walter andreas müller. er spielt seit jahren den globi auf cd’s und kassetten, meine töchter hören dass rauf und runter. globi der eidgenosse schlechthin!!! und jetzt macht der für einen deutschen elektrogrossmarkt werbung, dann noch so eine doofe schrei-werbung! das passt wie die faust aufs auge. wam, was ist los mit dir??? unser globi verkauft sich an die deutschen, ich kanns nicht fassen!

    • Frank Z. Marg sagt:

      Hallo Herr Bütler, was soll den das „unser Globi verkauft sich an die Deutschen“??? Wäre es Ihnen genehmer, wenn er sich an die „Schweizer“ verkauft?. Ist Verkaufen eine nationale Angelegenheit? Ich finde WAMs Auftritt deutlich weniger „schlimm“ als der geistige Inhalt Ihres Entrages hier. Gruss von einem Schweizer.

    • BobBY sagt:

      Dann wird Sie wohl noch mehr schockieren, dass der liebe WAM auch für einen französischen Autokonzern Werbung macht. Oh je. Und wenn nun Ihre Töchter nur noch Milchschnitte essend mit dem Renault zum Mediamarkt fahren, jeden Samstag, dann tut es mir aufrichtig leid. Doch ich glaube, dann ist mehr Ihre Erziehung als der liebe WAM daran Schuld.

    • GLOBI sagt:

      Sie wissen aber auch, dass Globi von Globus erfunden wurde um besser bei Kindern werben zu können. http://de.wikipedia.org/wiki/Globi

      Somit ging es bei der Erfindung auch nur um möglichst hohen Gewinn zu machen durch die Kinder.

      • josé bütler sagt:

        danke globi, aber ich habs gewusst, bin ja sozusagen ein globi fan ;o) und gerade deswegen nervt mich die tatsache, dass sich die stimme von globi für eine marktschreier werbung von media markt hergibt. für mich ein absolutes no go! da kann jeder seine eigene meinung haben und dem wam mag ich die gage auch gönnen. aber ich finde, man (er) sollte sich seiner rolle als pädagogischer begleiter der schweizer kinder bewusst sein und sich nicht für jeden sch**** als werbepartner zur verfügung stellen.

  • Han Spill sagt:

    Passt doch perfekt. Sportliche Menschen können sich mehr Fett und Zucker leisten.

    • Beat sagt:

      Genau. In der NZZ aS stand: Zucker ist Gift. Also spannend wird es zu beobachten, was die Brüder schneller umbringt. Speedklettern oder Zucker. Den Hinweis auf das Bier finde ich übrigens gelungen.

  • Alpin sagt:

    Liebe Frau Knecht,

    es wäre schön, wenn Sie sich wieder vermehrt auf das Thema „Alpin“ konzentrieren würden. Die Themen Ernährung und Abnehmen sind zwar spannend, gehören aber meiner Meinung nach nicht hierher. Eventuell sollten Sie einen neuen Blog starten, welcher ausschließlich das Thema Ernährung behandelt.

    Herzlichen Dank und Freundliche Grüsse

    • Joel Becker sagt:

      Ich finde die aufgegriffenen Themen sehr gut und lösen interessante Diskussionen aus. Wer sich dafür interessiert, was in den Bergen so abgeht, kann sich ja die Zeitschrift „Klettern“ kaufen, oder ähnliche Hefte. Dort werden solche Infos abgedruckt. Es handelt sich hier um einen Blog, und diesen Blog finde ich äusserst spannend. Weiter so, Natascha!

      • Alpin sagt:

        Herr Becker,
        es geht nicht darum ob die Themen interessant sind oder nicht. Ich denke, dass einige dieser Blogeinträge (nicht Alle!) genau so wenig mit Alpin zu tun haben wie die Michschnitte mit den Huberbuam. Dass Frau Knecht das Image des Alpinsports genau so missbraucht wie Ferrero ist blanke Ironie. Frau Knecht hat schon oft bewiesen, dass Sie im Stande ist, gute Berichte im Bereich Alpin zu verfassen – nur fallen diese in letzter Zeit (leider) eher selten aus.

        • Auguste sagt:

          hmm…, zwei halbnackte kerle mit mukis in luftiger höh, die sich was süsses antun, das hat schon was von „outdoor“ aber irgendwie auch von…brokeback mountain. das war zwar auch nicht gerade ein trenker-streifen, aber doch ziemlich rocky. nee, nee, das mit der themenvielfalt hier ist ganz ok.

          • John sagt:

            Der Titel des Blogs ist nun halt mal ‚Alpin‘. Daher wäre es schön, wenn sich die Themenvielfalt, wie auguste sie nennt, im Bereich Alpin ausdrücken würde. Der sollte ja genügend gross sein, um verschiedene Perspektiven zu erlauben. Sogar brokeback mountain würde man darin irgendwie unterkriegen. Aber Ernährungstipps und Verwandtes in kurzen Abständen? Irgendwie zu paternalistisch, moralisierend auf einer Ebene, die leider mit dem Titel des Blogs wenig bis nichts zu tun hat. Aber natürlich ist die Themenwahl Frau Knecht überlassen, die Leserschaft wird sich dann halt dementsprechend dieser Wahl anpassen, wofür die zunehmende Präsenz von genuinen mamabloggern ja durchaus als Anzeichen gewertet werden kann. Eine rein deskriptive Beobachtung übrigens ohne normativen Gehalt.

          • Auguste sagt:

            hmm…, john, sie und alpin haben ein stück weit natürlich schon recht, aber das wissen, dass der körper ab 4000m höhe direkt an die fettreserven geht, um sich die nötige energie zu holen, fand ich faszinierend. gut, der eine oder andere ehepartner/in könnte ob des gutscheins für einen „wellnessaufenthalt in nepal“ etwas pikiert auf sein weihnachtsgeschenk blicken, aber einen richtigen alpinisten/in wirds freuen.

            und wussten sie, dass tina im herzen auch alpinistin ist?

            youtube: tina turner – river deep – mountain high

  • Alain Burky sagt:

    Um mich verfuehren zu koennen, braucht es schon ein bisschen mehr;
    eine badende Weinkoenigin vielleicht …

    • Irina friedmann sagt:

      es geht auch nicht um sie sondern um Kinder, die Viorbildern nacheifern

      • Alain Burky sagt:

        OK – aber ob Kinder in diesem Forum hier mitmachen ?
        Meine „Kinder“ sind schon erwachsen, und ich habe mich bemueht, sie zu kritischen, vernuenftigen Menschen zu „erziehen“…

        • Alain Burky sagt:

          Anmerkung:
          Mein aelterer Sohn ist schon lange ein leidenschaftlicher Free-Climber, und geht manchmal auch gewisse Risiken ein.
          Ob das vernuenftig ist, darueber koennte man streiten.“chacun à sa facon“ !

  • Daniel Küttel sagt:

    Also ich kann die beiden Herren verstehen. Was könnte ich dafür wenn viele Leute zu doof sind um die Ernährungshinweise auf dem Etikett zu lesen bzw das mangelnde Interesse mit sich bringen um die Inhalte für ihre Ernährung aufzuschlüsseln? Was in den Werbungen gezeigt wird ist allgemein eine Frechheit. Ich frage mich jede Woche (wenn ich dann mal zum Fernseh schauen komme) wie man einen solchen Müll publizieren kann und das auch noch vom Staat toleriert wird. Da waren die Herren aus dem Mittelalter, die ihre Placebofläschchen als Wunderheilmittel vermarktet haben, geradezu Heilige gegen die dreiste Lügerei von heute. Der Konsument wird von vorn bis hinten „verarscht“. Er zahlt einen hohen Preis für Nahrungsmittel die keine sind, für Heilmittel die nur Symptome bekämpfen aber von einer Heilung weit entfernt sind. Wolhgemerkt, die damaligen Scharlatane wurden gehenkt. Heute sieht man das nicht mehr so eng, im Gegenteil. Wenn ein Staubsauger Katz und Hund gleich mitsaugt, wenn der Staub als hüpfende Bällchen in der Wohnung rum hüpfen und Spinnen den Hausbesitzer zur Wohnung rauswerden ist das sicherlich lustig, aber dient kaum dem Nutzen des Produktes. Andererseits wäre wohl die Werbung auch bescheuert langweilig wenn die Werber nur noch mit den nackten Tatsachen werben dürften. Wer will schon einem halben Dutzend Hersteller von Reinigungsmittel zugucken wie die Frauen oder Herren minutenlang ihre Badwanne scheuern ohne wirklich ein Ergebnis zu haben, oder aber sich die 2 Herren Huber am Ende des Werbespots übergeben müssen weil sie den Werbespot schon zigmal drehen mussten und den Müll nicht mehr sehen, riechen und schmecken können.

    Hierzu gibt es nur eine Lösung: Kein Fernsehen schauen. Dann nervt man sich nicht über das Gelüge im Fernseh und Werbung und widmet sich besser einem Buch oder geht joggen oder schwimmen oder unternimmt mit seiner Liebsten einen kleinen Ausflug, wenn es dann auch sein muss mit einer Milchschnitte im Gepäck. *hihi*

    • Thomas1 sagt:

      Früher wurden die Scharlatane gehenkt. Vor ein bis zwei Generationen haben sich immerhin die Eltern noch geschämt, wenn ihr Spross seine Talente an die Niederungen der Wirtschafts-Propaganda verkauft hat. Heute erhalten sie ADC-Preise und Cannes-Lions, die sich in popösen Veranstaltungen gegenseitig zuschanzen (die Jurymitglieder sind ebenfalls Werber). Von dieser Peinlichkeit würde auch niemand Notiz nehmen, würde die Presse nicht um die Werber buhlen, um Werbeflächen verkaufen zu können. Also berichten sie über die Werbeveranstatlungen, als ob es sich dabei um ein Filmfestival handeln würde und von gesellschaftlicher Relevanz wäre oder portraitieren den „Werber des Jahres“. Und neben Preisen gibt’s natürlcih auch nette Gehälter, damit man sich den (von ihnen selbst erfundenen und propagierten) Ich-bin-cosmopolitan-urban-chic-Lifestyle finanzieren kann. Aber wenn es sie glücklich macht, Fettbomben wie eine Miclhschnitte den Kindern als gesunden Fitnessriegel zu verkaufen, dann sollen sie es eben tun. Aufhalten kann ich sie ja nicht.

    • antoine sagt:

      „Also ich kann die beiden Herren verstehen. Was könnte ich dafür wenn viele Leute zu doof sind um die Ernährungshinweise auf dem Etikett zu lesen bzw das mangelnde Interesse mit sich bringen um die Inhalte für ihre Ernährung aufzuschlüsseln? “
      Lieber Herr Knüttel, haben sie schon einmal den Verpackungsauftdruck der Milchschnittte gelesen? Der ist zart hellblau, kaum leserliche und weit und breit von einer Foodampel oder etwas ähnlichem keine Spur.
      Was Ferrero macht, ist Lügen und die Konsumenten hinters Licht führen.
      Hier geht es nicht Für oder Gegen die Milchschnitte, sondern darum dass die Milchschnitte ordentlich dekalriert wird und keine irreführenden Verkaufsversprechungen gemacht werden dürfen.
      Ganz nebenbei, dass Publikum an dem sich die Werbung richtet, kann kaum oder sehr schlecht lesen.

      • nicole sagt:

        foodampel? sind wir denn tatsächlich schon so weit? sorry, aber dass eine milchschnitte, die zu 99% aus schoggi, zucker und fett besteht, NICHT gesund sein kann, weiss doch eigentlich jeder mit einem halbwegs funktionierenden menschenverstand?!

        • Hanspeter Niederer sagt:

          Kennen Sie denn Leute mit einem halbwegs funktionierenden Menschenverstand? Definition von gesundem Menschenverstand: das Grosshirn behält die Oberhand, wenn das Kleinhirn Terror verbreitet. Terror des Kleinhirns: nur dieses EINE mal, man lebt ja schliesslich nur einmal, du lustfeindlicher Müesli-Freak, jeder muss mal sterben usw. usf.

  • Mica Vero sagt:

    btw: Ferrero sollte der Markenname „Kinder“ entzogen werden.

    Ich hab auch schon ein Shampoo gekauft, das mir „seidenglattes“ Haar versprach. Wenn man von Natur aus nicht seidenglattes Haar hat, klappt das auch mit dem Shampoo nicht… Jedenfalls bin ich immer wieder und dann immer weniger reingefallen. Die wenigsten Produkte halten ihre Werbeversprechen. Mittlerweile prallt Werbung bei mir ab. Wenn mich ein Produkt interessiert, gibts im Internet irgendwo eine Bewertung dafür. Die sagt mehr als 1000 Werbeversprechen :-)

    • margarete sagt:

      tja, leider funktioniert nicht mal mehr das – mittlerweile verdienen leute geld damit, grandiose schein-bewertungen für produkte abzugeben.
      schlussendlich hilft nichts mehr, als sich auf seinen gesunden menschenverstand zu verlassen, EIGENTLICH wissen wir ja alle, dass die Milchschnitte nicht dünn oder besonders teure Crème uns nicht jünger macht…!!

  • Otto Liebschitz sagt:

    Sowas Blödes, für eine Milchschnitte über Balkone zu steigen! würde ich sicher nie machen. Hingegen für ein Bierchen fahr ich meilenweit. Aber das seht man dann nicht im Fernsehen.

    • Stefan Vogelsanger sagt:

      lol

      • Coni Hänseler sagt:

        Frage ans Fernsehen, warum dürfen wir über Werbung die uns missfällt nicht abstimmen. Noch so ein Störenfried zur Zeit ist Carglas. Bei Pearl kostet ein Autoglas Rep-Set gerade mal CHF 9.90. Wo ist da die Berechtigung für eine so lästige Werbung dieses aktuellen Quälgeistes?

        • nicole sagt:

          oh gott, die carglass-werbung ist wirklich des teufels! manchmal fragt man sich schon, ob die marketingfuzzis die leute eigentlich zum kauf animieren oder schlicht nur NERVEN wollen ^^

    • Auguste sagt:

      hmm…, solange man mit der milchschnitte nicht g’scheit anstossen kann ist das sowieso nichts für mich. man stelle sich kurz vor: ein milchschnittengarten wo boxer und und halbnackte hinterwäldler beisamm sitzen und so ein weicheier-eingeklemmtes verzehren. grauslig!

    • nic sagt:

      ICH DENKE DIE WOLLTEN FENSTERLÄ

    • nic sagt:

      NARZISSMUS PUR

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