Soziale Folgen des Rassismus

Oder: Warum die USA keinen mit Europa vergleichbaren Sozialstaat kennen.

Vorurteile statt Integration: In den USA sind sich die verschiedenen Volksgruppen fremd geblieben. Foto: Keystone

Wieso kennen die USA keinen mit Europa vergleichbaren Sozialstaat? Es liegt am Rassismus. Das ist im Kern die Aussage, die sich aus der Forschung des Ökonomen Alberto Alesina ziehen lässt. Der Italiener, der an der US-Eliteuniversität Harvard gelehrt hat, ist am 23. Mai überraschend im Alter von 63 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Mit seinen Arbeiten zu hochaktuellen politischen Fragestellungen hat er immer wieder für Aufmerksamkeit gesorgt.

Zum geringen Ausbau der sozialen Abfederung in den USA kam Alesina zusammen mit weiteren Ökonomen in einer Studie zum Schluss: «Amerikas beunruhigende Rassenbeziehungen sind klar ein wichtiger Grund dafür, dass es dort keinen Wohlfahrtsstaat gibt.» Innerhalb der USA sei die Rassenzugehörigkeit der wichtigste Einzelfaktor für die Zustimmung zu Wohlfahrtsleistungen.

Ein Wohlfahrtsstaat hat gemäss Alesina je grössere Chancen, je weniger fremd sich die Einwohner eines Landes empfinden und je verbundener sie sich fühlen. Die Verbundenheit erhöht die Bereitschaft, jene zu unterstützen, die sozial in eine Notlage geraten. Deshalb werden Mitglieder des eigenen Clans oder der Familie am ehesten getragen. Diese Bereitschaft ist bei einer wahrgenommenen Ähnlichkeit auch grösser, weil man im Kern annimmt, dass einem das gleiche Schicksal drohen kann.

Selbstverschuldete Armut erhält weniger Unterstützung

In den USA sind sich aber die Volksgruppen je nach Rassenzugehörigkeit insgesamt fremd geblieben. Das liegt vor allem an anhaltenden Vorurteilen. Zudem sind Nichtweisse weit überproportional unter den Ärmsten vertreten. Wie Alesina und seine Kollegen erforscht haben, ist im Rest der Bevölkerung anders als in Europa die Ansicht verbreitet, dass der Grund für die Armut nichts mit Pech oder Benachteiligung zu tun hat, sondern selbst verschuldet ist beziehungsweise an der Faulheit der Armen liegt. Die Fremdheit und das Vorurteil gegenüber den Benachteiligten haben dann zur Folge, dass die Bereitschaft für sozialstaatliche Institutionen gering ist.

In Europa empfinden die Menschen innerhalb der Länder die Unterschiede untereinander als weit geringer. Deshalb ist die Bereitschaft zur Unterstützung jener in sozialen Notlagen grösser. Alesinas Überlegungen können den grossen Frust der Schwarzen in den USA miterklären: nicht nur, weil sie in Krisen am meisten unter die Räder geraten, sondern auch, weil die negativen Vorurteile ihnen gegenüber ihre Lage noch verschlimmern.

70 Kommentare zu «Soziale Folgen des Rassismus»

  • Linus Huber sagt:

    Wer rassistisch denkt, erkennt hinter jeder Aktion eine rassistische Motivation.

  • Rolf Zach sagt:

    Rassismus ersetzt in den USA den Sozialstaat, denn viele Amerikaner und der Mittelstand im besonderen, sind davon überzeugt, dass der Rassismus eine bessere Absicherung gegen das Unbill des Lebens ist als ein Sozialstaat und man erhält dann durch den Rassismus in der gängigen Praxis das Recht Schwarze abzuknallen, obwohl über die ganze Gesellschaft mit der Verfassung die Grundsätze der Gleichheit der Aufklärung schweben. Diese verdammte Aufklärung und dieser gefräßige Kapitalismus, der in seiner reinen Form seine Verlierer ohne Mitleid genüsslich verzehrt. Jeden Tag müssen US-Kinder auf auf die Verfassung der USA schwören, obwohl der blonde Billy ein wahrer Dummkopf ist, trotz seines reichen Vaters. Welche Ungerechtigkeit gegen die Grundsätze der Evolution und Tradition!

    • Rolf Zach sagt:

      Die US-Zivilisation mit ihrer Verfassung ist eine heilige Sache und stampft alle Kulturen und Religionen in den Boden, die die Einwanderer mitbringen. Für viele Einwanderer, wie zum Beispiel den Juden mit ihrer Betonung auf Bildung und Leistung, ist eine solche US-Zivilisation geradezu der Himmel, nicht gerade zur Freude der WASP.
      Ach würden doch diese schrecklichen jüdischen Mütter mit ihren geistigen Folterinstrumenten ihre Söhne ein bisschen weniger malträtieren und zu weniger geistigen Höchstleistungen anspornen, wenn sie diesen eine Hautpigmentierung mit schwarzer Farbe verpassen würden. Ein innigster Wunsch aller WASP, aber es geht nicht mehr ohne diese. Man muss die muslimischen Mütter loben, die verwöhnen ihre Söhne nach Strich und Faden. Ein Rezept für spätere Klagen.

  • Jan Svoboda sagt:

    die USA sind längst eine Bananenrepublik,zu behaupten dass sie kaum Sozialstaat haben ist aber falsch,über die Hälfte der Amis profitieren von verschiedenen Sozialprogramen, laut einem Report vom Budget Office des Kongresses zahlen nur die 2 oberen Fünftel der Bevölkerung mehr Federaltax als sie vom Staat aus irgendeinem der Programe erhalten.Die aktuelle Muppetshow über Rassismus ist amüsant,dass die US Polizisten an Arroganz kaum zu übertreffen sind ist längst bekannt und zwar auch gegenüber den Weissen,dass viele auch Rassisten sind wird wohl kaum jemand bestreiten,seltsam nur dass zur Zeit vom Obama als ein 12 jährige schwarze Junge mit einer Wasserpistole von einem Polizisten ermordet wurde es kaum interessierte.Ditto wenn verschiedene Rapper zu Ermordung der Weissen aufforden.

  • Anh Toàn sagt:

    Rassismus in der Schweiz: Die Basler Polizei warte auf ein Urteil betreffend rassistischer Äusserungen: Wenn es bei dem Urteil darum ginge, ob der Polizist dies gesagt hat, hätte ich Verständnis dafür, aber es geht wohl nur darum, ob die Äusserung so rassistisch ist, dass sie sogar strafrechtlich verfolgt wird: Darf ein Polizist alles sagen öffentlich, was nicht verboten ist? Ein privater Arbeitgeber dessen Mitarbeiter in ähnlichem Ausmass von der Öffentlichkeit beobachtet werden, würde den wohl fristlos entlassen, und dies wohl auch von Arbeitsgerichten gedeckt.

    Wenn jetzt die Äusserung nicht genug rassistisch war, um strafbar zu sein, darf der Polizist weiter machen wie bisher? Da liegt doch der Verdacht nahe, dass rassistisches Gedankengut bei der Polizei zumindest toleriert wird.

    • Anh Toàn sagt:

      Der Tod von George Floyd hat in der Schweiz eine Rassismusdiskussion ausgelöst. Der Tod von Mike Ben Peter hat keine solche Diskussion ausgelöst, nur „Linksextreme“ kritisierten, die Strafuntersuchungen laufen anscheinend noch immer, die Polizisten wurden nicht mal suspendiert, sind noch immer im Dienst!

      Weil dieser Mike Ben Peter war ja so ein armer, ein fauler, ein Taugenichts, er war verdächtig, auch schlecht zu sein, sonst wäre er ja nicht arm: Die „Afrikaner“ sind ja bei „uns“, weil die zu faul und/oder zu doof sind, dort wo sie herkommen, etwas aufzubauen, und in unsrer sozimatte hängen wollen, das sagt uns die SVP jeden Tag, und 30% der Schweizer unterstützen dies.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich denke sogar, insgesamt sind die USA deutlich weniger rassistisch als Europa. Der Unterschied ist einzig, dass in den USA den Weissen droht, die Mehrheit zu verlieren. Bevölkerungsmässig sind die bereits Minderheit, aber betreffend Macht eindeutig am Hebel in Politik und Wirtschaft. In Europa ist die Vormachtstellung der Weissen noch lange gesichert, auch wenn gewisse Rassisten schon hochrechnen wie lange es nur noch dauert, dass „wir“ bald die Minderheit sein werden, weil „die“ sich ja vermehren wie Karnickel.

        • Anh Toàn sagt:

          Als junger, gutgebildeter Schwarzer würde ich meine Karrierechancen in den USA suchen, evtl. in UK, nicht in Europa.

          • Claire sagt:

            Anh: Nun seit dem Brexitentscheid hat die Einwanderung der echten & falschen Fachkräften aus Pakistan, Indien, ex Kolonien aus Afrika & den West Indies (Karibik) massiv zugeommen.
            Die scheinen den Briten kulturnäher zu sein als wir Kontinentaleuropäer.
            Ob die vielen oft älteren Hardcore-Brexiteers, oft bildungsfern & aus den Unterschichten ab denen ihre Freude haben werden, da habe ich doch grosse Zweifel.
            Nun vermutlich auch nicht wenige von denen sind inwischen von ihren „Leiden auf der Insel“ vermutlich schon von Corona erlöst worden und das wird wohl noch eine ganze Weile so weitergehen, insbesondere in England, wo % zur Bevölkerung einiges mehr Menschen sterben als im intelligenteren Schottland, die eine eigene Corona Strategie fahren.
            Als Farbige ins UK? No thank you!

          • Rolf Zach sagt:

            Man sollte nicht vergessen, die Schwarzen sind vielfach mehr Amerikaner als die Weißen, die nach 1894 durch die US-Einwanderer-Kontrolle von Ellis Islands akzeptiert wurden. Die ersten Einwanderer nach den USA waren Engländer, Deutsche und Schwarze als Sklaven, die alle integriert sind in der WASP-Kultur. Interessant ist, dass Sie von jungen gut gebildeten Schwarzen sprechen. Wie viele dieser Schwarzen aus Afrika sind nun gut gebildet und wie viele dieser Schwarzen sind in der westlichen Kultur verwurzelt, wie dies bei den schwarzen Amerikaner zweifellos der Fall ist? Gutes Bildungsniveau können sie bei diesen Bootsflüchtlingen über das Mittelmeer mit der Lupe suchen und auch ihre Anpassungsbereitschaft an unsere Zivilisation, die nicht gemütlich ist.

          • Rolf Zach sagt:

            Natürlich können Sie Immigranten aus Afrika und dem Mittleren Osten zulassen und die durch die Türe des politischen Flüchtlings durchlassen, obwohl er Analphabet ist und seine politische Gefährdung gleich Null ist. Sie können auch Kriegsflüchtlinge durch diese Tür hereinlassen, natürlich auch aus von Europa entfernten Kontinenten. Die wie ich, die dagegen sind, müssen sich halt als Rassisten beschimpfen lassen und die, die diese Asylanten-Türe missbrauchen, sind halt aufrechte Anti-Faschisten und ganz humane Menschen.
            Warum haben sich die absolutistischen Könige von Preußen Tausende von Hugenotten ins Land geholt. Erstens waren sie von gleicher Kultur und haben den Reichtum von Preußen gefördert, war doch ihr Reich sehr arm. Besser ist aber eine Immigration, die nichts bringt!

          • Anh Toàn sagt:

            Sollen nur die kommen dürfen, die „wir“ brauchen? Und wenn „wir“ die nicht mehr brauchen, dürfen „die“ wieder gehen?

          • Anh Toàn sagt:

            Apropos Preussens Reichtum vermehren:

            Ich glaube, wenn schon haben die, welche viel haben, (mir) mehr weggenommen als die Habenichtse. Ich will dann am See entlang spazieren, mich stören keine Asylbewerber dabei, mich stören Schilder: „Privatbesitz, Durchgang verboten“
            Und dass dieser private vielleicht den gleichen Pass hat wie ich, – bei Reichen ist der Pass in der Schweiz nicht wichtig -, berechtigt mich dennoch nicht, mich frei zu bewegen.

          • Anh Toàn sagt:

            So Immigranten wie Sawiri vermehren den Schweizer Wohlstand, die sind willkommen: (Die Sawiris profitierten als regimenahe Unternehmer in den 1990er Jahren von der Wirtschaftspolitik des ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak, etwa von den eingeleiteten Privatisierungen, und wurden sehr vermögend)

            Der kam im Flugzeug, 1ster Klasse wahrscheinlich oder im eigenen Jet, nicht auf einem Schlauchboot, der vermehrt unseren Reichtum.

            Aber die „poor huddle masses, yearning to be free“ sollen gefälligst wegbleiben mit ihrer Armut und ihrem Hunger, sonst gibt’s auf den Deckel! Niemand will arme, hungrige, müde, verzweifelte Massen!
            Man sollte nicht alles glauben, was auf Denkmälern steht oder in Verfassungen oder an Nationalfeiertagen oder am Sonntag von der Kanzel verkündet wird.

          • Anh Toàn sagt:

            Besonders willkommen sind in der Schweizn die Flüchtenden, welche gleich mit einem grossen Teil des Kapitals ihres „shithole countries“ flüchten, da hat die Schweiz eine Tradition, denen Schutz zu gewähren: Marc Rich wurde jahrzehntelang vor der amerikanischen Steuerjustiz geschützt, bis er dann endlich von Bill Clinton (dieser Linksextreme) begnadigt wurde.

          • Anh Toàn sagt:

            Wir Schweizer sind keine Rassisten, wir haben nichts gegen Schwarze oder Muslime oder Deutsche: Wir haben nur etwas gegen Arme, Ungebildete, Verlierer. Die Reichen sind bei uns die Guten, die Bringer, wir haben etwas gegen Verlierer. Und das ist gut so, das haben schon Gotthelf und Calvin gesagt, dass dies Verlierer sind, weil die halt faul und doof und insgesamt nicht gottgefällig sind.

          • Anh Toàn sagt:

            Also der Sawiri hat seine Landsleute beraubt, die hatten keine Chance, sich gegen die Gewalt Mubaraks zu wehren, und kam dann mit der Beute zu uns, um unseren Reichtum zu vermehren?

            Das wollen Sie nicht sagen Herr Zach, das lege ich Ihnen etwas in den Mund, aber viel braucht es nicht, ihren Kommentar so zu übersteigern anhand eines konkreten Beispiels.

          • Anh Toàn sagt:

            „Gutes Bildungsniveau können sie bei diesen Bootsflüchtlingen über das Mittelmeer mit der Lupe suchen und auch ihre Anpassungsbereitschaft an unsere Zivilisation, die nicht gemütlich ist.“

            Als ich unser neues Haus renovieren wollte, habe ich bei der Asylkoordination angerufen, gesagt, ich sehe da Eritreer vor dem Migros die Surprise verteilen, die könnten auch bei mir Tapeten von den Wänden und Teppiche von den Fussböden kratzen. Ich biete CHF 25.00 auf Stundenbasis, Unfallversicherung und AHV Beiträge (inkl. Arbeitnehmer) oben drauf, sind die dies nicht wert, kann ich sie nicht brauchen.

            Nöh, allenfalls wenn ich die RUAG oder die SBB wäre, ein Programm einreiche, etc.

            Man kann denen nicht vorwerfen, von Sozialleistungen zu leben, wenn man die nicht arbeiten lässt.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich sehe in denen, die in einem Schlauchboot ankommen, der Teil der Nicht Bevorteilten, die, welche nichts dazu können, nichts zu haben und nichts zu können, weil sie schlicht zu jung sind, die daran etwas ändern wollen. Die, welche ihre Chancen suchen, weil dort, wo sie herkommen, es keine gibt. Und bereit sind, dafür sogar ihr Leben zu riskieren. Und ankommen tun die, die es schaffen, manche hatten einfach mehr Glück als die, welche scheiterten, aber vielleicht ist das ankommen auch auf Intelligenz etc. zurück zu führen: Meistens geht es nicht nur um eine Fahrt übers Mittelmeer, man muss sich zuerst mal durch viele ungastliche fremde Länder, of im Untergrund als Illegaler durchschlagen, das schaffen die Schlauen mit Ambitionen.
            Das sind die Bringer von morgen!

          • Anh Toàn sagt:

            Habe unser Haus dann mit einem Schweizer Schreiner vom Sozialamt, einem nichtsnutzigen Kiffer, und einem Albaner renoviert: Der Albaner wacht echt ein Bringer, Sanität gelernt, Elektrik sei sein Hobby seit klein, kann auch Spengler oder was weiss ich, kam nach der Arbeit oder am Samstag, …..Der war vielleicht auch mal Asylbewerber, und heute sieht man ihm, wenn er unterwegs ist, den Asylbewerber im BMW.

            Rassismus ist Vorurteil auf Grund der Einordnung in eine Gruppe:

            Ihre minderwertige Gruppe sind nicht Schwarze, es sind Bootsflüchtlinge aus Afrika und dem Mittleren Osten, sehr geehrter Herr Zach, die nutzen nicht und tun nur uns teuer kosten. Jeder Rassist sucht sich seine minderwertige Gruppe woanders, und wer sucht, der findet.

          • Anh Toàn sagt:

            Sanitär hat er gelernt, nach seiner Religion habe ich nicht gefragt, er auch nicht nach meiner.

          • Anh Toàn sagt:

            Sie, sehr geehrter Herr Zach, halten „unsere“ westliche, aufgeklärte Kultur für überlegen, damit sind Sie in der Mehrheit und selbst ich denke so. Ich bin mir aber bewusst, dass es meine westliche aufgeklärte Denkweise ist, die meine Denkweise für überlegen hält, dies ein reiner Zirkelschluss ist. Die Mehrheit merkt dies nicht, egal welcher Denke, Kultur etc. die anhängen, sie halten ihre eigene immer für überlegen, die eigene Denke für richtig und argumentieren dafür mit ihrer eigenen Denke: Alle Bildung macht nur wenige schlauer, der Rest weiss viel und kann nicht mal fragen.

          • Anh Toàn sagt:

            Staaten lassen sich nicht aufgeklärt rechtfertigen, genauso wenig wie Privateigentum zwecks zur Verfügung Stellung gegen Entgelt:

            Aufklärung verlangt doch Chancengleichheit für jedes Individuum, es kann doch nicht sein, dass einer ohne Grundeigentum geboren wird und er von Anbeginn seiner Existenz jemandem Miete zahlen muss, der viel Grundeigentum geerbt hat. Solange Staaten Zuwanderung begrenzen, gibt es keine Chancengleichheit. Als aufgeklärt und vernünftig galt auch die Sklaverei, die Unterdrückung der Frauen, heute erklären sich die demokratischen, rechtsstaatlichen Staaten als aufgeklärt und vernünftig, dabei gibt es keine vernünftige Grundlage, die Menschen in Staaten zu unterteilen. Und zuletzt gibt es eine vernünftige Grundlage das Bürgerrecht an die Abstammung zu binden:

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn die Vernunft uns sagt, dass die Frauen gleichwertig, gleichberechtigt sind, ergibt sich, dass sowohl die Väter wie die Mütter ihr Bürgerrecht an die Kinder weitergeben. Und diese alle ihre Bürgerrechte an ihre Kinder weiter geben, und dann wäre dieses Bürgerrecht durch Abstammung bald obsolet, da bald alle alle Bürgerrechte hätten. Und auf seine Abstammung verzichten oder diese verwirken kann man ja auch nicht, sagt die Vernunft. Wenn schon müsste man das Bürgerrecht an die Geburt im land knüpfen, oder noch besser, da, wo man den grössten teil seines Lebens ab 5 bis zur Volljährigkeit verbracht hat, aber dann würde man das Bürgerrecht erst bei der Volljährigkeit kennen.

            Man kann keinen Plural von Staaten mit Vernunft rechtfertigen.

          • Anh Toàn sagt:

            Rechtfertigen kann man, dass es nicht möglich ist, den Menschen diese Einsicht kurzfristig zu verklickern, es einen Plural von Staaten braucht, weil die sich daran gewöhnt haben, und wenn man ihnen dies nun wegnimmt, wenn die Schweizer und die Eritreer die gleichen Rechte haben, überall auf der Welt, sie sich verloren fühlen, weil sie sich nicht mehr zugehörig fühlen: Der Mensch hat eben nur eine Begabung zur Vernunft, bestimmt ist er von Emotionen, es fällt ihm schwer, seine Begabung zu nutzen gegen seine Emotionen: Jetzt haben wir die Schweiz doch langsam lieb gewonnen über Generationen und sollten nun erkennen, dass wir eine Lüge liebten und lebten? „La suisse n’existe pas!“ kommentierte die NZZ: „Eine Schande für unser Land“

          • Anh Toàn sagt:

            Als ich jung war, war Brüssel noch die Hauptstadt Belgiens und alle fluchten über Bern: Wir haben die Schweiz erst begonnen zu lieben, als wir anfingen, die EU zu hassen: Liebe zur Schweiz und Hass auf die EU bedingen sich, erst die Angrenzung nach aussen bringt die Identifizierung nach innen, erst das Zuschreiben des Bösen an den/die Anderen ermöglich, die Eigenen und sich als besser darzustellen:

            Dass hier in der Schweiz über George Floyd, den Rassismus der Amis geredet wird, „Mohrenköpfe“ statt Mike Ben Peter verteidigt werden, macht mich, um es mit Holden Caulfield zu sagen, depressiv.

        • Jan Svoboda sagt:

          @Anh Toàn
          Hauptsache Dinge zu labbern die nicht stimmen, bevölkerungsmässig haben die Weissen in den USA immer noch die Mehrheit, über 61% ohne die Hispanics, Stand 2018. Aber sonst prima Erguss, hoffentlich haben sich deine Minderwertigkeitskomplexe damit etwas gelegt.

          • Rolf Zach sagt:

            Wie Sie als Humanist A.T. reagieren, könnte man es auch so auslegen, dass es Ihnen völlig gleichgültig ist, wie unsere einfachen Mitbürger in der Schweiz mit diesen Einwander aus fremden Kulturen und mit ihrer aus den Krisen ihrer Länder gestählten und robusten Charaktere fertig werden müssen. Denn es sind die einfachen Leute, die diese Einwanderung in voller Wucht spüren und es ist für sie keineswegs immer ein himmlisches Vergnügen. Wer muss sich anpassen? Wir an diese Immigranten oder sie an uns? Natürlich ist die Integrationskraft der Schweiz um einiges besser als in Deutschland, aber trotzdem ist Vorsicht geboten, dass wir nicht Zustände in Zürich-Schwamendingen
            bekommen wie in Berlin und im Ruhrgebiet.

          • Rolf Zach sagt:

            Gemäß der Logik der Aufklärung ist Multikulti intellektueller Mist, denn nach der Aufklärung sind ja alle Menschen, unabhängig von Geburt und Hautfarbe gleich. Sie unterscheiden sich nur in ihrer Individualität. Der Islam verneint am konsequentesten und vielleicht auch am ehrlichsten die Gleichheit aller Menschen und versteht sich in der Theorie wie ein Nomadenstamm gegenüber alle anderen Nicht-Muslime.
            Wenn Sie, A.T., als Vorkämpfer für die Aufklärung das Millet-System des Islams bevorzugen, wünsche ich Ihnen viel Glück. Man kann durchaus auch in diesem System glücklich werden, nur gibt es dann keinen wissenschaftlichen Fortschritt mehr.

          • Anh Toàn sagt:

            @Rolf Zach „Ihnen völlig gleichgültig ist, wie unsere einfachen Mitbürger in der Schweiz mit diesen Einwander aus fremden Kulturen und mit ihrer aus den Krisen ihrer Länder gestählten und robusten Charaktere fertig werden müssen.“

            Ja, weil dem protestantischen Gott doch diese Einwanderer mit gestählten Charakteren doch gefälliger wären als die gegen diese verlierenden Mitbürger. Selbst wenn die an einen falschen Gott glauben, solange sie dem richtigen gefällig leben, ist das egal. (So verstehe ich das, aber bin nicht Hugo Stamm)

            Im Ernst: Warum soll mir ein „Mitbürger“ mehr am Herzen liegen, als sonst ein Mensch auf der Welt, den ich nicht kenne? Medine Frau ist Vietnamesin, unsere Kinder sind zur Hälfe Vietnamesen, kein Vollschweizer liegt mir mehr am Herzen.

          • Anh Toàn sagt:

            „Unsre einfachen Mitbürger“ könnten ja so Dinge wir Grundeinkommen durchsetzen, das ist doch die Mehrheit, diese einfachen Mitbürger? Oder wenigstens Mindestlöhne und so sozialistisches Zeugs?

  • Josef Marti sagt:

    Solange jeder an die Tellerwäscher Karriere glaubt braucht es keinen Sozialstaat. Man muss den Leuten nur klar machen, dass sie genug schnell und viele Teller waschen müssen. Damit kommt man mindestens in den Himmel.

  • Radfahrer sagt:

    Was ist Rassismus? Die Erkenntnis das es Schwarze und Weiße, Gelbe und Rote, kolorierte und Eskimos gibt? Das ist mir zu wenig! Schwarze und Gelbe die Verbrecher gegen Weise verübt haben werden angeblich Rassistisch verfolgt, Weise die Schwarze verachten sind Rassisten. Die Wahrheit ist das Menschen immer auch Herdentiere sind und in eine schwarze Herde passt kein weißes Fohlen und umgekehrt.

    • Anh Toàn sagt:

      Umgekehrt ist es wahr: Eine (schwarze) Herde passt nicht in ein (weisses) Fohlen. Aber eigentlich gibt es weder schwarze noch weisse Herden, ausser Menschen würden so einteilen: Bei Pferden, bei Menschen ist das genau gleich, die Einteilung, willkürliche Unterscheidung macht der Mensch: Solche Menschen nennt man Rassisten, Sie sind einer. Schön, dass Sie uns dies mitteilten, so offen und ehrlich, immerhin so viel Wahrheit haben Sie intelligenten Lesern mt Ihrem Kommentar offenbart.

      • Rolf Zach sagt:

        Wir können natürlich den menschlichen Gen-Pool gemäß Pigmentierung der Haut mit großem Geschrei als so wichtig betrachten, wie der von Pferd und Zebra, die sich ja nicht gemeinsam fortpflanzen können. Ja, wie bringt man ein ganzes Volk dazu, mit all ihren armen Schlucker und seinem unteren Mittelstand, sich nur noch als auserwählte Aristokraten zu betrachten. So verreckt man wenigsten elendiglich auf dem Schlachtfeld als ein höheres Wesen und ehrenwerter und guter Rassist.

  • Claire sagt:

    Prof. Alesina war bekanntlich der Austeritätsguru – sein letztes Werk hiess auch „Austerity“!
    .
    Nur was ist die richtige Austerity? Wenn man die Armen zuviel verhätschelt, dann werden sie antriebsschwach, wenn man allerdings zuviel wegnimmt und auch die Chancen, dann muss man sich nicht wundern, wenn sie auf die Strassen gehen demonstrieren und plündern.
    Wer nichts mehr zu verlieren hat, der geht halt auch weiter.
    .
    Spätestens seit der Finanzkrise 2008/09 nehmen die Schulden aber nur noch zu, vor allem auch die Staatsschulden, aber auch Privatschulden, Firmenschulden usw.
    .
    Mit Corona gleich nochmals mit einem gigantischen Schub. Wenn man das alles wieder mit Austerity abbauen soll, dann sind Unruhen vorprogrammiert, andererseit sind die viele Wirtschaften schon „ausgewachsen“

    • Claire sagt:

      https://blogs.faz.net/fazit/2019/02/06/wann-austeritat-funktioniert-10510/
      .
      Ein gute Frage zwischen zu wenig oder zuviel und wo kann man die effizientesten und gerechtesten Resultate damit erreichen um die Volksseele nicht explodieren zu lassen?

      • Rolf Zach sagt:

        Wie positioniere ich mich in einer Gesellschaft, wo das Prinzip des „pursuits of happiness“ gilt, zusammen mit dem Prinzip der Gleichheit aller Menschen nach Rousseau. Dieser Mix von Calvin und Rousseau im extremen ist nicht unbedingt dies, was Menschen grundsätzlich für sich wünschen. Wir sind Wesen, die auch der Evolution und der Biologie unterworfen sind. Wir wollen zuerst Sicherheit vor Freiheit und nicht in den Zustand der Jägern und Sammler zurückkehren, wo Bevölkerungswachstum und Komfort beschränkt sind. Wir wollen einen reiche und abgesicherte Position für uns und unsere Erben. Grundsätzlich wollen wir keinen Platz machen für Aufsteiger und hassen den Wettbewerb, wenn wir nicht mehr fähig sind, ihn zu bestreiten.

        • Rolf Zach sagt:

          Wie soll ich mich als armes Bleichgesicht in dieser Gesellschaft des Wettbewerbs und der Gleichmacherei behaupten, zum Beispiel als unterbezahlter, aber mit wenig „Grütz“ ausgestatteter Polizist? Wenn ich für die Mehrheit der weißen Bevölkerung die Schwarzen drangsaliere und totschlage, ist meine Position gesichert. Wo die Sklaverei in einer Gesellschaft der Aufklärung verwurzelt war, gibt es heute viel weniger gemischtrassige Heiraten, als wo die Sklaverei in einem katholischen Gebiet stattfand. Rassismus ist geradezu ein Balsam für weiße und arme Amerikaner, sie haben damit immer noch die Sicherheit, dass jemand in dieser Gesellschaft der Gleichen unter ihnen steht. Truman Capote hat dies gut beschrieben.

          • Claire sagt:

            In diesen Zeiten der zunehmenden Verunsicherung sei es weil der schuldenbasierte Spätkapitalismus einem Kartenhaus gleicht, Probleme wie Klimawandel& Umweltzerstörung dazu Ereignisse wie Corona, das aus dem Nichts kam ebenso wie eine falsche 20$ Note, die in der kausalen Folge ein Erdbeben auslöste, suchen viele Menschen „Sicherheit“ und damit ist auch die Stunde der Scharlatane gekommen.
            Wie im Deutschland der 30er Jahre merkt man wieviele leichtmanipulierbare, tw. bösartige bis hin zu strunzdumme Menschen es auf diesem Planeten doch gibt.
            Dass alle Menschen mal auf einer höheren Bewusstseinsstufe angelangen, das werden wir wohl nicht mehr erleben, zumal die tagtäglichen Sachzwänge für viele immer härter werden.
            Die fetten Jahre sind wohl für viele endgültig vorbei…

        • Josef Marti sagt:

          Die Jäger und Sammler lebten dafür klimaschonend.

  • Doris Waldvogel sagt:

    Die Holocaust-Überlebende Ruth Klüger, die nach dem Krieg in die USA ausgewandert ist und in Kalifornien lebt, weist in ihrem Buch „weiterleben“ darauf hin, dass die Kalifornier keine gemeinsame Vergangenheit haben. Jeder habe nur seine eigene persönliche Vergangenheit.

    Dies dürfte vor allem für Einwanderer der ersten Generation gelten und etwas weniger für Menschen, die sich aufgrund ihrer Herkunft zu Parallelgesellschaften zusammengeschlossen haben. Eine nationale Identität, die alle Einwohner und Einwohnerinnen umfasst, kann auf diese Weise aber kaum entstehen.

  • Leo Binsberger sagt:

    Genau umgekehrt ist es! Die Oekonomie bestimmt das Bewusstsein!
    Der fehlende Sozialstaat ist der Hauptgrund für Rassismus! oder nach Brecht: erst kommt der Bauch, dann die Moral!

  • Karl-Heinz sagt:

    „In den USA sind sich die verschiedenen Volksgruppen fremd geblieben“
    Nicht nur in Amerika. Manche Volksgruppen sind sehr offen, andere wieder
    schotten sich ab.

  • M. Cesna sagt:

    Oft paart sich das Ganze noch mit einem „religiösen Rassismus“: Wen Gott liebt, den macht er reich, wen Gott nicht liebt, den lässt er darben. So wird dann Armut auch als Gottes Strafe (für irgendwas) angesehen, wodurch man sich das Mitleid spart.
    So kann man sogar ein Selbstverschulden an der Armut annehmen, ohne swih um die realen Gründe kümmern zu müssen.

    • Claire sagt:

      Cesna: Und wer hat diesen Irrglauben vom Reichtum durch Gottgefälligkeit erfunden?
      Ein Genfer namens Calvin!

      • Mikael Schärer sagt:

        Genau

        • Anh Toàn sagt:

          Und Gotthelf hat als Mitarbeiter von Calvins Ministerium für Propaganda und Agitation diese Sicht als typisch Schweizerisch, als Schweizerische Identität verkauft („Geld und Geist“) und heute vertritt insbesondere Blocher genau diese protestantisch-calvinistische Sicht: Die schweizerische Ähnlichkeit beruft sich auf Gotthelf, nicht auf Calvin, wir Schweizer sind mehrheitlich nicht religiös, wir sind aufgeklärt, vernünftig und so.

          • Claire sagt:

            Anh: Calvin ist 1564 verstorben, Gotthelf ist 1797 auf die Welt gekommen.
            .
            233 Jahre scheinen mir doch eine etwas gar lange Zeit.
            Aber seien wir dem Allmächtigen doch dankbar, dass „unser“ Volchstribun auf dem Herrliberg nicht auch noch einen auf Frömmler macht, auch wenn er bekanntlich aus einer Pfarresfamilie seit Generationen stammt.
            .
            Das wäre dann echt unerträglich, wenn sich unsere rechten Volxanführer anstatt mit Guillaume Tell und Winkelried auch noch mit dem Allmächtigen machtfusionieren würde wie das der Donald und der Jair Messias andauernd probieren mit Bibelhochrecken und sonstigem pseudoreligiösen Gesülze.

          • Anh Toàn sagt:

            Paulus, der PR Manager Jesu, hat Jesu auch nie getroffen, nur als eine ihn bekehrende Erscheinung nach Jesu Tod. Als Jesus noch lebte, war Paulus ein kleines Kind. Paulus hat zuerst Christen verfolgt in seinem Leben, bevor er selber einer wurde.

          • Anh Toàn sagt:

            Man macht eben nicht auf Frömmler in der Schweiz, man macht auf aufgeklärt und vernünftig und beweist das damit, dass man das frömmlerische Zeugs ja vom Gotthelf hätte, nicht vom Calvin.

          • Anh Toàn sagt:

            Diese Denke wurde von manchen angeblichen Aufklärern, die keinen Widerspruch zwischen Vernunft und Protestantismus fanden, zu einem echten Rassismus ausgebaut: Lavater und Carl Hutter z.B.: Wie @Rolf Zach schon feststellte, die Katholiken scheinen weniger rassistisch zu sein. Er sieht den Protestantismus als Voraussetzung der Aufklärung, aber Rassismus wurde von Protestanten vor allem propagiert: Insbesondere den protestantischen Sklavenhaltern in den USA. Vorher nahm und hielt man Sklaven, weil man konnte, die Macht hatte, man brauchte keine Rechtfertigung dafür. Diese lieferte dann die Sicht, dass Reichtum Gottgefälligkeit beweise. Jesus sagte noch etwas von Kamel, Nadelöhr, Reiche und Himmel, dies haben die Protestanten weggelassen für ihre rassistischen „Wahrheiten“.

          • Claire sagt:

            Anh: Na ja – kleines Kind — angeblich wurde Paulus im Jahre 10 geboren — da war er bei der Kreuzigung immerhin schon 23. Ja er soll Jesus angeblich nie begegnet sein, nur bei der Bekehrungserscheinung in seinem Kopf.
            Falls es den Jesus, wie er heute dargestellt wird, überhaupt so je in der Form gegeben hat. Damals wanderten hunderte von Wanderpredigern durch Palästina und lebten davon den Leuten irgendwelche Geschichten vom Schöpfer & Paradies etc. zu erzählen. Ist fast schon so wie heute mit all den Youtube Influenzern, die leben auch oft ganz gut davon den Leuten das Paradies in exklusiven Luxushotels und exotisch schönen Orten zu verklickern…

          • Claire sagt:

            Lieber Anh: Hier noch ein sehr gut gemachter Dok von unserem Staatsfernsehen inkl. unserem alten NMTM „Bekannten“ Tobias Straumann:
            500 Jahre Reformation – Wie die Schweiz gespalten wurde – Gott Arbeit Geld
            .
            Da wird vieles auf den Punkt gebracht, wie sich Heidiland in den letzten 500 Jahren entwickelte

            https://www.youtube.com/watch?v=1l9NsbPeOaQ

          • Anh Toàn sagt:

            @Claire zu „Gott, Arbeit, Geld“

            Auch in diesem Beitrag wird gesagt, die Protestanten, die einwandernden Hugenotten hätten den Wohlstand der Schweiz gefördert, aber im ganzen Film gibt es kein Wort über die Zustände, in welcher die Arbeitnehmer da knechteten um ihre Wohltäter reich zu machen. Die Fabrikherren gaben denen ja schon Arbeit, und die machte frei (der Spruch ist zutiefst protestantisch, nicht von den Nationalsozialisten erfunden) wozu noch Lohn, die würden den doch nur verschwenden. Und so haben die ihren eigenen Reichtum vermehrt, sich Paläste gebaut und die Schweiz wurde reich, also ein paar Schweizer wurden es, deren schicke Villen stehen noch, da sieht man, wie reich „wir“ waren.

            Wer wurde reicher als der Protestantismus dominierte in der Schweiz: Die Reichen!

          • Anh Toàn sagt:

            Mein Vater kommt aus einer ländlichen katholischen Kleinbauernfamilie, meine Mutter aus einer protestantischen städtischen Arbeiterfamilie: Anfang der 60er war der Wohlstand, bzw, dessen Absenz vergleichbar, ausser dass in der Stadt der Wohnraum viel begrenzter war, im Kleinbauernhaus, war sogar der beheizte Teil grösser, der gedeckte sowieso: Der Unterschied im Reichtum geschah, weil die Arbeitereltern sich über beide Ohren verschuldeten und ein kleines Mehrfamilienhaus kauften: Die Wertsteigerungen auf ein städtisches Mehrfamilienhaus und ein ländliches Kleinbauernhaus waren unvergleichbar grösser: Vom wachsenden Reichtum der Schweiz profitierten die Immobilieneigentümer, das Kapital.

          • Anh Toàn sagt:

            Der Reichtum der Schweiz: Noch Ende der Neunziger Jahre, war da mit einer Deutschen Architektin vorhanden, wir lebten in Basel und sie arbeitete in Deutschland, Weil a/Rhein: Der Lohn war, umgerechnet auf die effektive Arbeitszeit (Wochenarbeitszeit, Ferien, Feiertage) in Deutschland höher als in der Schweiz, pro geleistete Arbeitsstunden verdiente man in D mehr als in der Schweiz.

            Wir Trottel glauben, nur weil sich manche Schweizer grosse Villen bauen, im Luxus schwimmen, zu den reisten der Wellt gehören und die Reichsten der Welt zu uns kommen, und wir für die knechten, die bedienen dürfen, wir seien reich.

          • Anh Toàn sagt:

            Die Protestanten werden reich, weil sie ein armes Leben in Sparsamkeit bis zum Geiz führen, die Katholen bleiben arm, weil sie ein reiches Leben führen in Luxus:

            Ich bin nicht religiös, in beiden Konfessionen aufgewachsen, könnte ich mir aussuchen, woran ich glauben wollte, ich würde Katholik werden, Protestantismus ist armselig, grau und braun wie Islam und Kommunismus, Absenz von Freude, Farbe, Musik, ist ja alles Verschwendung.

  • Anh Toàn sagt:

    Grundsätzlich bin ich einverstanden mit Herrn Alesina, aber leider hört er bei der Hälfte des Weges auf: Eine „wahrgenommene Ähnlichkeit“ gibt es nur, indem Unähnliche ausgegrenzt, diskriminiert werden, letztlich ist diese wahrgenommen Ähnlichkeit die Grundlage für Rassismus, die Unähnlichen werden ausgegrenzt. Jede Gruppe definiert sich nicht nur nach innen über Ähnlichkeit, sondern auch nach aussen über Abgrenzung. Wir sind so, Die sind anders, darum ist ein Wir und ein Die. Ohne Ausschluss, Diskriminierung Anderer, gibt es keine Gruppe. Rassismus beginnt mit der Definition eines Wir auf Basis einer wahrgenommen, ich meine behaupteten, erlogenen erfunden Ähnlichkeit. Wir sind (Deutsch-)Schweizer, weil wir keine Deutschen sind. Die Walonen sind keine Franzosen (Hercule Poirot).

    • Anh Toàn sagt:

      Wenn sich die Amerikaner eine Ähnlichkeit unter sich wahrnehmen sollen, muss zuerst definiert werden, wie denn ein Amerikaner ist, aussieht, wem er ähnlich ist, und damit ist die Basis gelegt für Rassismus:

      Solange es willkürlich festgelegte Gruppen gibt, gibt es Rassismus. Erst wenn es nur noch ein einziges globales Wir gibt, wenn wir die Ähnlichkeit, die Zusammengehörigkeit in uns als Menschheit sehen, erst wenn wir erkennen, dass alle Menschen eine Familie / Rasse sind, ist kein Rassismus mehr.

      • Anh Toàn sagt:

        Bezeichnend für sie US Amerikanische wahrgenommene Ähnlichkeit, aber insgesamt für all die nationalen Ähnlichkeiten finde ich, dass wenn man in Vietnam oder im Tschad ein Photo zeigt, von den Menschen in der Rush Hour in der U-Bahn Station, diese Bild niemand als aus London oder NY stammend identifizieren würde: Vel zu viele Dunkelhäutige! Dort wird die amerikanische Identität nur so „wahr“genommen, wie sie dargestellt wird:

        Allen Nationen ist, wie allen Religionen gemeinsam: Sie basieren auf Lügen.

        • Anh Toàn sagt:

          Diese Lügen nennt man schönfärberisch oft Mythen. „Mythen erheben einen Anspruch auf Geltung für die von ihnen behauptete Wahrheit.“ „Mythos“ ist aber „in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung.“ (Zitate von wiki)

          Also sind Mythen „wahre Geschichten“ „based on a true story“ basieren auf einer wahren Begebenheit, wie alle guten Lügen, die völlig frei erfundenen Lügen glaubt keine Sau (notfalls mach man ein Dogma draus, dann ist verboten, die absurde Lüge in Frage zu stellen). Gute Lügen enthalten immer viel Wahrheit, die Lüge entsteht aus Weglassung von Fakten, aus Teilen der Fakten wird eine Wahrheit erfunden.

          • Rolf Rothacher sagt:

            Sie gehen auch viel zu wenig weit. Der Mensch ist ein Rudeltier. Er organisiert sich in Gruppen. Und die richten sich z.B. nach Aussehen, nach Religion, nach Herkunftsland oder auch nach Geschlecht. Der Vorteil des Rudeltiers? Wir stehen immer im Wettbewerb zu anderen, wollen sie übertrumpfen und werden übertrumpft. Der Nachteil? Die einzelnen Gruppen kämpfen immer wieder gegeneinander. Doch aus diesen Kämpfen gehen stets Verbesserungen hervor, sonst wäre der Mensch nicht derart über die Erde verbreitet, mit steigender Lebenserwartung.
            Der Rassismus in den USA ist (noch) grösser als in Europa, weil hier von Anfang an viele sehr unterschiedliche Rassen zusammenkamen. In Europa geschieht die Vermischung viel langsamer und ist bis heute viel geringer.

          • Anh Toan sagt:

            Sie verkennen den Unterschied zwischen Mensch und Tier.

          • Anh Toan sagt:

            So entsteht die Lüge vom Vorteil der Konkurrenz gegenüber der Kooperation: Bekämpfen hat Entwicklung gebracht ist wahr, man lügt, indem man weglässt, dass Kooperation vielerorts genauso Entwicklung brachte, viel mehr: Fortschritt war immer in Schmelztiegeln, von Babylon bis NYC.

          • Anh Toan sagt:

            Die Rednecks auf der ganzen Welt wissen, wie schlecht Inzucht für ihre Viecher ist, nur für die eigene Brut glauben sie, sei es anders.

          • Hotel Papa sagt:

            Kooperation ist ein Erfolgsmodell, seit sich die ersten Prokaryoten zu Eukarioten zusammengetan haben. Seitdem sind die symbiontischen Systeme nur komplexer, umfassender und leistungsfähiger geworden. Aber für ein gewisses Weltbild gibt es nur fressen und gefressen Werden.

      • Hanspeter Fischer sagt:

        Ich bin einverstanden, ich würde aber noch weiter gehen….
        ein globales Wir… noch auf zu teilen
        ein globales ICH

Kommentar

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