Die Schweiz – reich und damit glücklich?

Wer alles hat, der darf sich nicht beklagen. Foto: Bruce Mars (Pexels)

Gerade beginnen die Sommerferien, was viele von uns dazu verleitet, die Schweiz temporär in Richtung Ausland zu verlassen. Und wenn wir dann nach Tagen oder Wochen aus den Ferien zurückkommen, sind wir immer wieder überrascht, wie glücklich die Menschen hierzulande doch sind. Vom Bodensee bis an den Lac Léman sieht man lachende, fröhliche Gesichter.

Wirklich? Was ist denn das für ein Unsinn, werden sich jetzt die meisten Leserinnen und Leser zu Recht fragen. Lachende, fröhliche Gesichter und die Schweiz, das passt doch nicht zusammen? Doch eigentlich müsste es so sein. Wenn man den Statistiken glaubt, gehören die Schweizerinnen und Schweizer zu den glücklichsten Menschen der Welt. Gemäss dem jährlich erscheinenden World Happiness Report sind wir gemeinsam mit den skandinavischen Ländern stets ganz vorn mit dabei. Eine Tatsache, die uns selbst wahrscheinlich am meisten überrascht.

Vor den USA oder Luxemburg

Ein paar objektive Erklärungen für das gute Abschneiden lassen sich durchaus finden. Als Erstes kommt uns vermutlich das im internationalen Vergleich hohe Durchschnittseinkommen der Schweizer Bevölkerung in den Sinn. Doch dessen Einfluss auf das Glück ist beschränkt. Zwar lässt sich damit erklären, weshalb wir in der Schweiz glücklicher sind als Menschen in Äthiopien oder Bangladesh. Aber es hilft uns nicht, zu verstehen, warum Schweizer im Ranking besser abschneiden als beispielsweise US-Bewohner.

Wenn das durchschnittliche Einkommen in einem Land einmal ein bestimmtes Niveau erreicht hat, dann hängt das Glück zunehmend von anderen Faktoren ab. Das sehen wir etwa am Beispiel von Luxemburg, welches zwar das weitaus höchste Bruttoinlandprodukt pro Kopf aufweist, aber im World Happiness Ranking noch nie über Rang 14 hinausgekommen ist.

Das Unglückspotenzial der Arbeitslosigkeit

Mehr als das Einkommen trägt die tiefe Arbeitslosigkeit und die damit verbundene hohe Arbeitsplatzsicherheit zum Glück der Schweizerinnen und Schweizer bei. Denn wer arbeitslos wird, ist im Normalfall auch nicht mehr glücklich. Kein anderer Faktor hat ein statistisch so gut erfasstes Unglückspotenzial wie Arbeitslosigkeit. Während von der gesamten Bevölkerung in der Schweiz nur knapp 4 Prozent angeben, dass ihre Zufriedenheit mit dem Leben gering ist, sind es bei den Arbeitslosen 24 Prozent und damit fast ein Viertel.

Das liegt allerdings nicht zwingend daran, dass diese Menschen so wahnsinnig gern gearbeitet haben und es nachher vermissen, wenn sie nicht mehr jeden Morgen früh aufstehen dürfen, um dann gestresst einer oft wenig sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen. Es liegt vielmehr auch an dem mit der Arbeit eng verknüpften Selbstwertgefühl und dem gesellschaftlichen Ansehen. Ist die Arbeit einmal weg, dann verschwinden häufig auch Selbstachtung und Ansehen, und so bleibt auch das Glück auf der Strecke.

Aber es geht nicht nur um die Menschen, die tatsächlich arbeitslos werden. Eine hohe Arbeitslosigkeit sorgt auch bei den Beschäftigten für Unsicherheit und Angst, selbst arbeitslos zu werden. Deshalb ist die hohe Arbeitsplatzsicherheit für die gesamte Schweizer Bevölkerung ein entscheidender Glücksfaktor.

Man darf sich nicht beklagen

Doch mit dem bisher Gesagten haben wir noch nicht erklärt, warum die Schweizer auf dem Papier viel glücklicher zu sein scheinen als in der Realität. Wenn wir die Zahlen etwas genauer anschauen, lässt sich erkennen, dass in erster Linie die Deutschschweizer für das hohe durchschnittliche Glücksempfinden der Schweizer Bevölkerung sorgen. Die Deutschschweizer Bevölkerung schneidet bei Glücksbefragungen Jahr für Jahr besser ab als die Romands oder die Tessiner. Doch ist der Röstigraben tatsächlich eine Glücksscheide?

Wohl kaum. In der Deutschschweiz scheint der sogenannte «social desirability bias» besonders stark ausgeprägt zu sein. Die Menschen geben bei Umfragen zu positive Antworten, weil sie sich verpflichtet fühlen, glücklich zu sein, auch wenn sie es in Wirklichkeit gar nicht sind. Schliesslich hat man alles, und man darf sich nicht beklagen.

Die Mentalität drückt durch

In den westlichen und südlichen Teilen der Schweiz ist das Gefühl, zufrieden sein zu müssen, hingegen weniger ausgeprägt. Vielmehr sind diese Landesteile schon durch eine mediterrane Mentalität angesteckt, wo Unzufriedenheit auch bei Umfragen lustvoll zelebriert wird. Dies erklärt dann auch, weshalb Länder wie Frankreich und vor allem Italien bei internationalen Glücksvergleichen stets schlecht abschneiden. So liegt Italien im neusten World Happiness Report wie üblich weit abgeschlagen auf Platz 36. Das kann man nur verstehen, wenn man auch die Mentalität mitberücksichtigt.

Als Fazit können wir somit festhalten: Das hohe Glücksniveau in der Schweiz lässt sich teilweise mit ökonomischen Bedingungen erklären. Doch ein anderer Teil wird durch den «social desirability bias» der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer verursacht, welche bei Glücksumfragen zu positive Antworten geben. Glücksrankings und das dort gute Abschneiden der Schweiz sollten deshalb mit Vorsicht interpretiert werden.

129 Kommentare zu «Die Schweiz – reich und damit glücklich?»

  • Rolf Zach sagt:

    Dies mit den glücklicheren Deutschschweizer und den etwas weniger glücklicheren Romands hat durchaus auch einen realen Hintergrund.
    Da es in der West-Schweiz weniger Sozialwohnungen gibt und ebenso die Krankenkassen-Prämien durchwegs höher sind als in der Deutschschweiz, können die Welschen durchaus das Gefühl haben, das Glück sei bei ihnen kleiner als bei uns. Wo waren die Kommunisten vor 1970 am stärksten? Im Welschland und dies hatte nicht nur romantische Gründe. Vergessen wir nicht, vor dem 2. Weltkrieg hat das Welschland am meisten unter dem Sturz des Zaren 1917 gelitten. Viele wohlhabende Westschweizer kamen bettelarm aus der Sowjetunion zurück und konnten niemals wieder so reich werden, wie sie es in St. Petersburg wurden, was die soziale Frage negativ beeinflusste.

  • Claire Deneuve sagt:

    Die letzten Jahre wurden die Finnen als glücklichstes Volk der Welt im World Happyness Report mit 7.769 Punkten.
    Erstaunlich, wirken die Finnen zumindest in den Kaurismäki Filmen immer etwas depressiv, sind als zweitgrösste Tangonation der Welt etwas melancholisch drauf, dazu die langen kalten und dunklen Winternächte, die man nur mit der Antidepro-Lampe einigermassen übersteht, übermässigem Alkoholkonsum sind die Finnen auch nicht abgeneigt (dazu haben die Finnen die Sauna um den Alk dann wieder auszuschwitzen), dazu kommt eine Sprache, die kaum jemand versteht ausser sie selber.
    .
    Kurzum ein etwas kauziges aber scheinbar sehr glückliches Volk an der Peripherie von Europa.

    • Rolf Zach sagt:

      Die Finnen sind als Volk auch an 5. Stelle im Ungleichheitsbereinigtem Index der menschlichen Entwicklung, der durchaus ein Index ist, der auf den materiellen Realitäten im Dasein eines Menschen beruht. In diesem Index ist Island Nr. 1, dann kommen Norwegen, Japan und an 5. Stelle Finnland.
      Wer Armut als Glückseligkeit betrachtet und das Fehlen eines wirklich organisierten Sozialstaates als nicht relevant beurteilt, ist entweder ein Einfaltspinsel oder der Propagandist einer gierigen Machtelite, was bei unseren Ökonomie und Jura-Professoren kein Grund ist, an ihrer Reputation zu zweifeln.

  • Weiss sagt:

    Hier wird viel Quatsch geschrieben. Frau Sommaruga sagt bei jeder Gelegenheit
    „Wir sind ein reiches Land“. An wen denkt sie wohl? Warum hat die AHV und IV bald kein Geld mehr? Warum gibt es viele arme alte Leute, warum müssen Behindertenverbände und die Krebsforschung betteln? Alle Menschen sind glücklich, wir sind ein reiches Land und es reicht für alle!!!

    • Anh Toàn sagt:

      „Warum gibt es viele arme alte Leute, warum müssen Behindertenverbände und die Krebsforschung betteln?“

      Weil die Rechten, nicht Frau Sommaruga, sagen, es sei kein Geld da, wir müssen sparen, bei den Kinderrenten von Behinderten z.B., weil die Not ist Grund im Bundeshaushalt, sagt Herr Maurer und versteckt die 2 Milliarden statt sie an Bedürftige zu verschwenden.

      Warum glauben Sie, es stimme, dass kein Geld da sei? Es ist schon da, aber man will es bei den Reichen lassen, die müssen von Steuern verschont werden, sonst tickelt deren Reichtum nicht down. Das wählen Sie, das unterstützen Sie Herr Weiss, mit Ihrer Stimme für SVP oder FDP, und wundern sich, dass es doch nicht richtig tickelt, und geben Frau Sommaruga die Schuld.

      • Rolf Zach sagt:

        Total mit Ihnen einverstanden, Anh Toàn. Man kann auch viel Geld sparen, indem unser Staat Maßnahmen ergreift, um die Preise auf dem Wohnungsmarkt durch eine stärkere Besteuerung und Regulierung von Bauland zu reduzieren. Ebenso kann man den Staat rationell so organisieren, dass Monopole und Privilegien (z.B. Importmonopole und Agrarwirtschaft) zurück-gedrängt werden. All diese Vorkommnisse könnten in einem liberalen EU-Markt verschwinden, was die Feindschaft dieser Mächtigen erklärt. Diese wollen auch nicht das kleinste Anzeichen einer fortschrittlichen Politik und diese Haltung verkaufen sie uns als „Frei wie die Väter waren“. Um Gottes Willen keine Europäische Sozialcharta, dies ist für diese bürgerlichen Kreise der Untergang des Abendlandes, schlimmer als Stalin.

  • Pius Tschirky sagt:

    Glücklich sein, bedeutet doch einfach „Freude an den kleinen Dingen im Leben zu haben“. Alleine die Natur bereitet mir jeden Tag eine riesige Freude. Da kann jemand auf Millionen von Franken sitzen wohl. Wenn man sich aber nicht solcher Dinge erfreuen kann, nützt doch alles Geld nichts. Heute regnet es: Viele Menschen dürften sich wieder darüber aufregen obwohl selbst so eine Stimmung einfach grandios ist. Man nehme einen Schirm und alleine das Geräusch der Regentropfen die auf den Regenschirm prasslen ist doch „pures Glück“, dass einfach zu hören.

    • Claire Deneuve sagt:

      I’m singin‘ in the rain
      Just singin‘ in the rain
      What a glorious feeling
      I’m happy again.
      I’m laughing at clouds.
      So dark up above,
      The sun’s in my heart
      And I’m ready for love.
      Let the stormy clouds chase.
      Everyone from the place
      Come on with the rain
      I’ve a smile on my face
      I walk down the lane
      With a happy refrain
      Just singing,
      singing in the rain
      Dancing in the rain
      la ri la la ri la,
      I’m happy again
      I’m singin‘ and dancing in the rain
      I’m dancing and singin‘ in the rain

      • Pius Tschirky sagt:

        Danke Claire! Yes, we should be so!

        • Rolf Zach sagt:

          Die Sonne scheint, was interessiert mich ein leerer Magen und Geschwüre über meinen ganzen Körper, weil ich mir keinen Arzt leisten kann. Gibt es bei uns nicht eine herrliche Natur.
          Die SVP sagt ja uns jeden Tag, dass Benzin und Dieselöl unsere Atemluft verbessert und wir sind dankbar in der Schweiz für jedes Umweltgift. Wozu regulieren und Umwelt-Vorschriften erlassen, all dies ist verdammter Kommunismus und gegen die freie und schrankenlose Marktwirtschaft. Für diese Marktwirtschaft gehen wir auf die Barrikaden.
          Wir wollen vergiftet werden. Es lebe die SVP!

          • Pius Tschirky sagt:

            Wozu demonstrieren wir eigentlich gegen den Klimawandel, wenn jeden Tag 230 000 neue Weltbürger zur Welt kommen, Herr Zach? Was hat den eigentlich diese Promblematk mit der SVP zu tun?

          • Anh Toàn sagt:

            Mit der SVP zu tun hat, das es eine Problematik ist, wenn Arme Kinder haben! Das gehört verboten, denen in Afrika, weil ist wegen dem Klimawandel. Ach so, die haben gar keinen grossen ökologischen Fussabdruck, die Kinder in Afrika, nicht mal einen zehntel eines guten Schweizer Kindes, aber es sind halt doch zu viel von denen.

            Die Problematik ist nicht die Anzahl Kinder in Afrika, die Problematik ist der massive Überkonsum der Alten in der westlichen Welt: Für das ökologische Gelicgewicht, wäre viel besser, als weniger Kinder in Afrika zu verlangen, weniger Alte in Europa/USA/Japan zu haben: Statt die Kinder in Afrika zu begrenzen, sollte man die erlaubte Lebenserwartung hier am ökologischen Fussabdruck messen: Ein Schweizer hätte dann vor 30 seinen Anspruch aufgebraucht.

  • Mona Laubi sagt:

    Ich bin jung und reich und gebildet, und ich bin unglücklich, neurotisch und allein.. … So beginnt «Mars», ein Bestseller (1977) von Fritz Zorn. Er beschreibt sein ungelebtes Leben in einer reichen Goldküstenfamlilie, voll von zwischenmenschlicher Kälte. Vielleicht müsste man bei diesen Glücksdiskussionen auch die psychich Kranken und die Suizidrate einzbeziehen. Und sich wieder besinnen auf die eigentliche Bedeutung des Wortes Wohlstand. Bei uns ist es total zu „Geld haben“ degeneriert, obwohl inzwischen bekannt sein dürfte, dass es nicht glücklich macht.

    • Anh Toàn sagt:

      „Geld haben“ macht nicht glücklich, aber kein Geld haben, für was man wirklich braucht, also ein Dach überm Kopf, Essen, Medikamente, Schule für die Kinder, macht unglücklich. Wenn Glück einfach die Absenz von grossem Unglück ist, fühlen sich die Schweizer zu recht glücklich.

      Die Schweizer strahlen nicht um die Wette, Superlative sind nichts für Schweizer, in der Schweiz ist es bestenfalls „recht“ und schlimmstenfalls „mühsam“. Phantastisch und Scheisse gehört nur zum passiven Wortschatz der Schweizer.

      • Hansueli Wermelinger sagt:

        Wie kommen Sie darauf, dass Medikamente glücklich machen (ok vielleicht Prosac)? Statistisch sind die Menschen in jenen Ländern kranker, in denen sie eine gute Schulmedizin-Versorgung haben. Die Huhn-Ei-Frage….Am glücklichsten sind Naturvölker ohne „Zivilistions“-Einfluss. Dort gibt es praktisch keine Kriminalität, keine allein erziehenden Mütter, keine Zivilisationskrankheiten, keinen Besitz und keine Anwälte. Das ist echtes Glück. Die Schule findet dort statt, wo man am meisten lernen kann – in der Natur, direkt vom Buch der Natur lesen lernen, etwas was uns komplett abhanden gekommen ist. Dafür sind wir aber zivilisiert – ein toller Gewinn mit noch tollerem Aufwand.

        • Anh Toàn sagt:

          Ich habe nicht gesagt, Medikamente zu haben mache glücklich, sondern keine zu haben, z.B. für das eigene Kind, das mangels Antibiotika an einer Infektion stirbt, macht unglücklich.

          • Anh Toàn sagt:

            Aber auch ohne Todesfolge: Ich glaube nicht, dass man glücklich sein kann mit Zahnschmerzen, wenn weit und breit kein Zahnarzt und nicht einmal Schmerzmittel. Und wenn weit und breit kein Zahnarzt, hat man ziemlich oft Zahnschmerzen.

            Wie kann man glücklich sein, wenn man sich mit 14 prostituiert, für die4 Fabrik zu jung, Kinderarbeit ist verboten. Damit die Familie nicht das Dach überm Kopf verkaufen muss weil mans nicht essen kann. Und keinen Dank dafür erhält, weil man verheimlichen muss, wie hart aber eben verwerflich, oft auch kriminell, das Geld verdient ist und erzählt, es fällt einem einfach zu, weil man so hübsch ist und freundlich lächelt, gibt’s ganz viel Trinkgeld bei der Arbeit im Service.

            Was wissen Sie Herr Wermelinger vom Leben ohne Geld und ohne Sozialsystem?

        • Rolf Zach sagt:

          Sie haben sich auch nie mit der Ethnologie dieser Völker herumgeschlagen. Die hat auch nicht nur die helle Seite dieser Völker festgestellt, sondern auch die dunkle Seite und die ist gar nicht so klein, wie Sie behaupten.

    • Mona Laubi sagt:

      Anh Toàn
      Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Wohlstand heisst; ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, d.h. die materiellen Grundbedürfnisse des Menschen befriedigt. Dann kommen die anderen 50%; nämlich; Gesundheit, gute Beziehungen, künstlerische Interessen, eine seelische und geistige Entwicklung. In unserer Gesellschaft sind diese 50% völlig verloren gegangen.

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn es weniger materiellen Wohlstand gibt, muss es nicht mehr von den anderen 50% geben, von denen Sie reden. Gotthelf fand sogar heraus, dass sich „seelische und geistige Entwicklung“ dort findet, wo materieller Wohlstand ist. Bzw. der Wohlstand dorthin findet, wo dies sei: „Geld und Geist“. Aber man sollte nicht glauben, was in Büchern steht, heute hätte der Verlag „based on a true story“ voran gestellt. Ich halte den Geist für weitgehend unabhängig vom Geld.

    • Claire Deneuve sagt:

      Laubi: 1980 als grosse Teile der Bevölkerung noch nicht ganz so mit Konsumschrott „beglückt“ waren in der Schweiz lag die Suiziderate aber bei 24 pro 100’000 EW pro Jahr. Heute sind es noch 11.
      Dass sich abgestürzte unglückliche Goldküstenkinder, welche auch tw. an der Rivera, Platzspitz und Letten auf der Suche nach der Wärme die einem Heroin gibt, waren, sich literarisch gut ausschlachten lassen, ist wohl klar. Gut die kamen damals auch einfacher an das nötige Kleingeld für dieses „Hobby“, kostete ein Gramm Heroin damals zeitenweise bis Fr. 700, heute mit viel höheren Löhnen noch um die Fr. 50.
      Ich glaube Sie gewichten die unglücklichen Goldküstenkids doch etwas zu hoch.
      .
      Geld macht mich primär unglücklich, wenn ich keins mehr davon habe, was mir auch schon passiert ist.

      • Mona Laubi sagt:

        Frau Claire Deneuve
        Ich meine nicht die Goldküste. Mein Lieblingsautor heisst Erich Fromm; Haben oder Sein….
        Ich selber habe 7 Jahre unter dem Existenzminimum gelebt, als ich eine Tanzausbildung gemacht habe. Das war trotz finanaziellen Schwierigkeiten die schönste Zeit meines Lebens. Und seien Sie doch ein bisschen freundlich. Danke Frau Deneuve.

        • Claire Deneuve sagt:

          Frau Laubi: Sie haben doch mit der Goldküstenfamilie in Fritz Zorn „Mars“ argumentiert, bin ja nur drauf eingegangen.
          Und was bitte konkret empfinden Sie denn als „unfreundlich“ an meinen Kommentaren? Ich kann beim besten Willen nichts Unfreundliches erkennen. Wenn Sie mir hingegen „Unfreundlichkeit“ unterstellen könnte ich dazu geneigt sein, das eher als etwas unfreundlich zu empfinden, aber zum Glück habe ich eine dicke Haut und das prallt an mir ab!
          Alles klar Frau Laubi?

      • Linus Huber sagt:

        Mona

        Claire meint es nicht wirklich unfreundlich, sondern ihre Art wirkt ein wenig aggressiv im Sinne von harte Schale weicher Kern.

        Ich finde Ihre Kommentare sprechen mit dem Bezug auf zwischenmenschliche Kälte einen wichtigen gesellschaftlichen Aspekt an. Die Wohlstandsverwahrlosung/Entfremdung/Vereinsamung dürfte nicht nur im reichen Segment der Gesellschaft stattfinden, sondern aufgrund der Errungenschaften des Wohlfahrtsstaates weitere gesellschaftliche Schichten betreffen, indem man weniger aufeinander angewiesen ist, da der Staat alles regelt, was man zu (über)leben benötigt.

        • Anh Toàn sagt:

          „sondern aufgrund der Errungenschaften des Wohlfahrtsstaates weitere gesellschaftliche Schichten betreffen, indem man weniger aufeinander angewiesen ist, da der Staat alles regelt, was man zu (über)leben benötigt.“

          Genau, daher muss die Familie als Einheit her, und eine Einheit braucht einen Cheffe, sonst ist sie keine, und das ist Papa. Und der Rest muss dienen der Familie, der Papa dient ja auch, halt als „Haupt der Familie“. Und wer keine Familie hat, wenn er alt ist, hat es bestimmt verdient, niemanden zu haben. Und überhaupt, sollte wer viel Geld hat, viele Kinder haben dürfen und wer keines hat, dem sollte es verboten werden, sonst hängen die entweder einem Sozialstaat am Hals oder betteln und stehlen. Weil die Eltern ja ganz unverantwortlich die auf die Welt gesetzt haben…

          • Anh Toàn sagt:

            Es ist viel besser, wenn die Frau darauf angewiesen ist, einen Mann zu haben, sonst läuft die dem noch weg mit seinen Kindern. Die Sau, die!

            Es ist gut, wenn man aufeinander angewiesen ist, so wird es einem warm und wohl.

    • J. Kuehni sagt:

      Frei nach Asterix & Obelix:

      „Glücklich macht, was den Nachbarn neidisch macht“.

      Eine tiefe Einsicht in die menschliche Natur.

      • J. Kuehni sagt:

        … wollte sagen „in die schweizerische Psyche“.

        • Linus Huber sagt:

          »›Ich werde dir erfüllen, was immer du willst, aber ich warne dich, ich werde deinen Nachbarn das Doppelte davon geben.‹ Der Bauer denkt rasch nach, lächelt listig und sagt dann: ›Nimm mir eines meiner Augen!‹« (Žižek 2008, 53)

        • Linus Huber sagt:

          … und hier noch einen kleinen Beitrag zum anthropogenen Klimawandel speziell für Sie, Herr Kuehni:

          https://www.sciencedaily.com/releases/2019/07/190703121407.htm

          • Anh Toàn sagt:

            Es wäre auch möglich, dass die Osterhasen (Aliens/kleine grüne Erdmännnchen) schuld sind am Klimawandel. Zwar gibt es keinerlei Beweise, nichts das irgendwie messbar wäre, aber die Theorie zumindest ist hochinteressant.

            Wie bescheuert ist es doch anzunehmen, das Freisetzen von über Millionen von Jahren in Kohle / Öl gebundenem Co2 in 100 Jahren hätte einen Einfluss aufs Klima. Das ist von vornherein auszuschliessen, wenn man ganz viel verbrennt, wird es doch nicht wärmer!

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn es Klein Linus nicht gemerkt hätte, dass da ein wissenschaftlicher Artikel eindeutig beweist, dass der Mensch rein gar nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, sonder dass es galaktische kosmische Strahlen sind, wäre das gar niemandem aufgefallen und wir hätten noch geglaubt, wir können etwas gegen die Klimawandel tun, wenn er doch von uns zumindest mitverursacht ist. Zum Glück hat der Huber gemerkt, was nicht einmal dieser Beitrag behauptet: Der Klimawandel ist nämlich durch galaktische kosmische Strahlen verursacht, der ist natürlich und wenn es natürlich ist, sollten wir es nicht zentralistisch beeinflussen, weil natürlich ist gut, so wie Haemeroiden.

          • Linus Huber sagt:

            Gut gemacht, jetzt haben Sie so richtig gut argumentiert.

            Die politisch korrekte Einheitsmeinung ist derart gut bekannt, dass selbst jeder Unterbelichtete fähig ist, sie zu wiederholen.

          • Anh Toàn sagt:

            Wie Sie, so mit „politisch korrekter Einheitsmeinung“, „argumentieren“ Impfgegner, als Beispiel.

          • Anh Toàn sagt:

            Können Sie mir erklären, warum wenn diese Studie für das akute Problem das wir haben, wirklich relevant wäre, diese nicht viel mehr Wirbel verursacht hat. Zumindest ist da, wo die Studie publiziert wurde, ziemlich offen, da kann jeder publizieren, das dies ein Professor ist scheint Sie mächtig zu beeindrucken. Haben Sie die Studie gelesen? Ich verstehe nichts da. Aber es gibt Leute, die doch sowas verstehen, Multiplikatoren, wissenschaftliche Journalisten, aber ach so, jetzt kommt die Lügenpresse ins Spiel, die darüber nicht berichtet. Dafür berichten die alternativen sozialen Medien darüber, wo mehr hinein interpretiert wird, als was da steht, und je öfter man etwas wiederholt, umso wahrer wird es da. Man kann es googeln und findet es und weiss, es könnten auch kosmische Strahlen sein

          • J. Kuehni sagt:

            Ein interessanter Artikel, der Ereignisse vor 780’000 Jahren über eine Periode von 5’000 Jahren beschreibt.

            Beim Verfeuern und Entlassen von über hunderte Millionen Jahren fossil gebundenem CO2 in die Atmosphäre, reden wir dagegen von einer Periode von (bisher) knapp 150 Jahren. Den Unterschied können Sie vielleicht „illustrieren“, indem Sie sich mit 10 km/h oder 150 km/h gegen eine Betonwand dislozieren, Herr Huber, beides repräsentiert ja im Grundkonzept denselben „Wandel“, nicht wahr.

          • J. Kuehni sagt:

            „Politisch korrekte Einheitsmeinung“

            Was ist denn das für ein Qualifikator und wie wird der systematisch angewandt?

            Betreffen „politisch korrekte Einheitsmeinungen“ auch die gesellschaftlichen Bewertungen von z.B. „Eigentum“, „Gleichheit“ oder „Demokratie“? Ist jeder mehrheitsfähige Konsens dazu oder zu anderem, gleichzeitig politisch korrekt? Ist alles, was sich als „politisch korrekt“ bezeichnen lässt, automatisch falsch? Muss gegen jede „politisch korrekte Einheitsmeinung“ automatisch—d.h. unabhängig von deren Inhalt—eine konträre Meinung vertreten werden? Ist jede „konträre Meinung“—unabhängig von deren Inhalt—politisch korrekt?

          • J. Kuehni sagt:

            Korrektur: „Ist jede „konträre Meinung“—unabhängig von deren Inhalt—politisch INkorrekt?“

            … Da verliert man leicht die Übersicht, jedenfalls beschleicht mich der Verdacht, jede „politisch korrekte Einheitsmeinung“ liegt derart in den Augen der jeweiligen BetrachterInnen, dass dieser spezifische Begriff möglicherweise völlig sinnfrei ist. Die hirntoten Zombies sind ja eh immer „die anderen“.

          • Linus Huber sagt:

            Nun, Herr Kuehni, Ihr Bezug auf gesellschaftlich akzeptierte Normen, welche das Zusammenleben regeln, ist interessant. In anderen Worten soll nach Ihrer Überzeugung der Klimahype eine ähnliche Funktion erfüllen und die gesellschaftliche Ordnung neu regeln, resp. die Rechtfertigung zu einer totalitären Gesellschaftsordnung liefern. Sie haben diesen „slippery slope“ wohl erkannt und schnell eine neue Begründung aus dem Hut gezaubert – lach.

            Niemand behauptet, dass diese Einheitsmeinung in Bezug auf den Klimawandel automatisch falsch sein muss, sondern dass es falsch ist, sich derart hysterisch, mit religiösem Fanatismus aufzuführen und jeden Zweifler aufgrund seiner abweichenden Meinung an den medialen Pranger zu stellen; dieses Verhalten behindert die sachliche Diskussion.

          • Linus Huber sagt:

            „Beim Verfeuern und … wir dagegen von einer Periode von (bisher) knapp 150 Jahren.“

            Ja, Herr Kuehni, niemand bestreitet diesen Umstand, sondern die Frage lautet zu welchem Ausmass dieser Umstand das Klima beeinflusst. Es gibt z.B. Wissenschaftlicher, welche erklären, dass als Resultat der zyklischen Erwärmung die CO2 Menge in der Atmosphäre sich erhöht; in der Wissenschaft zählt nicht automatisch die Mehrheit, ob eine Konklusion korrekt sein muss; ein einsamer Sonderling mag eine neue Perspektive eröffnen.

            Es stört mich nicht, wenn Sie von dieser Idee überzeugt sind; genauso soll es Sie nicht stören, wenn ich eine gewisse Skepsis pflege, speziell in Bezug auf den Machbarkeitswahn und das prophezeite Armageddon.

          • J. Kuehni sagt:

            Es geht grundsätzlich um die Ableitung von konkreten Handlungen auf der Basis von wissenschaftlichen Nachweisen oder eben deren Verhinderung durch das sture Bestehen auf einen (wissenschaftlich) nicht erbringbaren Auschliesslichkeitsbeweis.

            Ihre „Haltung“ diesbezüglich würde mich auch nicht stören, wenn solche „Spekulationen“ nicht regelmässig zur politischen Legitimierung von massiven Behinderungsaktionen durch bestehende Kartelle und Repräsentanten des energiepolitischen „Status Quo“ missbraucht würden: Als hätten fossile Energieträger keine (ungleich mächtigeren) Lobbies als die neuen Erneuerbaren.

          • J. Kuehni sagt:

            Im 19. Jahrhundert hätte sich die Walfängerindustrie (damals der grösste Lieferant von Brennstoff für Öllampen) gegen die empirisch nachweisbare Verringerung der Walbestände als Resultat von grösseren/effizienteren Walfängerflotten verwahren können, mit dem Hinweis, dass der positive Beweis (die Korrelation von Überfischung und Verminderung des Bestandes) nicht erbracht sei. Es gäbe auch Studien, die den Rückgang der Walpopulationen mit einem natürlichen Phänomen (z. B. einer zyklisch fluktuierenden Population aufgrund von kosmischer Strahlung) erklären könne.

            Für die Walfängerindustrie ist dabei nicht die Antithese interessant, sondern die daraus resultierende Handungsoption:

            Wir können ungehindert weiter Wale abschlachten.

          • J. Kuehni sagt:

            Der Nachweis für die wissenschaftliche These „Rauchen erhöht das Risiko, an Krebs und/oder Gefässkrankheiten zu sterben, signifikant“ kann durch den langfristigen Vergleich von Kontrollgruppen von Rauchern / Nichtrauchern empirisch erbracht werden, das ist aber kein positiver, ausschliesslicher Beweis dafür, dass der statistisch messbare, höhere Anteil von Todesfällen durch Krebs- oder Herzinfarkt bei der Raucher-Kontrollgruppe, tatsächlich vom Rauchen verursacht worden ist.

            Die Tabakindustrie, die sich mit dieser oder ähnlich spitzfindigen Winkeladvokaten-Strategien gegen Schadensforderungen durch Rauchgeschädigte verwahrt hat, gilt nicht umsonst als Patenonkel der Klimaskeptiker-Gemeinde.

          • J. Kuehni sagt:

            Für die Tabakindustrie ist dabei nicht der mangelnde Beweis für die positive Korrelation interessant, sondern die daraus resultierende Handungsoption:

            Wir können ungehindert weiter Tabakprodukte verkaufen, und die Kosten an die Allgemeinheit externalisieren.

          • J. Kuehni sagt:

            Es erstaunt mich nicht, dass Sie hier invers zu Occam’s Razor argumentieren, Herr Huber: „When presented with competing hypotheses that make the same predictions, one should select the solution with the MOST assumptions“. Sie verwenden ja auch konstant den inversen kant’schen Imperativ: „Bevorzuge stets die Handlungsweise, von der Du hoffen must, dass niemand sonst sich ihrer bedient“.

          • J. Kuehni sagt:

            Wäre da nicht der hartnäckige Verdacht, Sie würden hier nach dem Skript einer klassischen Verenebelungsstrategie die Interessen der OPEC-Profiteure vertreten, Herr Huber, müsste man Sie der eitlen Sophisterei oder einer unreifen Kontrarietät bezichtigen: Ihre „Argumente“ gegen die Ableitung von konkreten Handlungen, die auf dem wissenschaftlichen Nachweis für die antropogene Klimaerwärmung basieren, erscheinen mir als steril und angesichts von sich abzeichnenden technologischen Lösungen auch als hysterisch.

            Get off the Pipeline—you stand there for no reason.

          • Linus Huber sagt:

            Lach, Herr Kuehni, ich kann Ihnen versichern, dass ich keine Interessen vertrete, sondern einzig meine persönliche Sicht kundtue. Sie sehen z.B. anhand der Gillet jaunes, wo die gesellschaftlichen Grenzen der Machbarkeit liegen, und selbst wenn sie sich aufgrund der Panikmache wohl schrittweise verschieben, noch lange nicht die von den Fanatikern gewünschte Umsetzung erlauben.

            Glauben Sie ernsthaft, dass die Welt in 10 oder 20 Jahren untergehen wird, wenn die Klimaziele verfehlt werden und sich die Erde um 2 Grad erwärmen sollte (was nicht unbedingt miteinander verkoppelt sein muss)? Glauben Sie wirklich, dass der totalitäre und religiös anmutende Fanatismus ein vernünftiges Verhalten fördert?

          • J. Kuehni sagt:

            Ah ja, die Gillets jaunes, ein Benchmark für die Ewigkeit dafür, was „gesellschaflich machbar ist“.

            Erinnern Sie sich an das Rauchverbot in Kneipen und Bars vor nicht einmal 20 Jahren? Da war angeblich auch so manches nicht „machbar“ wegen all diesen Prinzipienreitern, die sich ihre persönlichen Freiheiten nicht von ein paar Passivrauchern diktieren lassen wollten. Wo sind diese Grossmäuler heute?

            Sie treiben sich mit ihrer 70er-Jahre-Denke in den Kommentarspalten rum.

          • J. Kuehni sagt:

            „Glauben Sie ernsthaft, dass die Welt in 10 oder 20 Jahren untergehen wird,…“

            Guter Hinweis auf Ihren Horizont, zeitlich ebenso, wie im Bezug auf Ihr Denkvermögen.

          • J. Kuehni sagt:

            Nochmals, Xtended Version:

            „Get off the Pipeline, old man—you stand there for no reason other than your petty pride.“

          • Linus Huber sagt:

            Der Zeitraum von 10 Jahren wird von Klimafanatikern verwendet und da Sie sich entsprechend verhalten, erlaubte ich mir deren Narrativ Ihnen zu unterstellen.

            Niemand sagt, dass die Gillets jaunes die Benchmark für die Ewigkeit repräsentieren, sondern ich sage genau das Gegenteil mit der Einräumung, dass sich dieser Benchmark verschieben dürfte.

            Ich werde Ihrer Religion des Fanatismus und der Panikmache nicht beitreten, selbst wenn Sie unverschämt faschistische Überzeugungsmethoden in der Form diffamierender Unterstellungen einsetzen um die in Ihrer Sicht einzig akzeptable Gesinnung zu oktroyieren.

            Wir leben zum Glück noch nicht in einer „Klima“-Diktatur und ich empfehle Ihnen zu lernen, dass anderslautende Meinungen zu respektieren sind.

          • J. Kuehni sagt:

            „selbst wenn Sie unverschämt faschistische Überzeugungsmethoden in der Form diffamierender Unterstellungen einsetzen um die in Ihrer Sicht einzig akzeptable Gesinnung zu oktroyieren. “

            Typische Projektion ihrer eigenen (rechtspopulistischen) Methoden auf andere. Und insgesamt zünftig hysterisch.

          • J. Kuehni sagt:

            Das sture Bestehen auf fortgesetzter Verschwendung von fossilen Energieträgern, basierend auf einer seltsam egotistischen Vorstellung von „persönlicher Freiheit“. Das ist „fanatisch, panikgetrieben und (quasi-)religiös“.

          • J. Kuehni sagt:

            „und ich empfehle Ihnen zu lernen, dass anderslautende Meinungen zu respektieren sind.“ Ich respektiere jedenfalls ihre Person, Herr Huber, trotz ihrer „Meinungen“. Letztere dürfen politisch und argumentativ in aller Schärfe bekämpft werden. Nichts anderes tue ich.

            Die Bildung eines wissenschaftlichen Konsens (und die Ableitung von Handlungen daraus) steht hingegen auf einer anderen Stufe als eine blosse „Meinung“ oder ein blosses „Glaubensdogma“. Und bei diesem Umstand handelt es sich immerhin um nichts weniger als den Kern der Aufklärung.

          • Anh Toàn sagt:

            „anderslautende Meinungen zu respektieren“ ist niemand verpflichtet.

            Wenn ich die Meinung äussere, Sie seien ein ALoch, müssen Sie diese Meinung nicht respektieren.

          • Anh Toàn sagt:

            Linus Huber, Sie sind einfach widerlich: bezeichnen alle mit anderer Meinung als obrigkeitsgläubig, intellektuelle Idioten, dumb und dümmer, Antidemokraten, Heimathasser, Meinungsunterdrücker und machen jetzt auf Opfer, weil Ihre Meinung nicht respektiert werde.

            Du bist zum Kotzen! (Das ist meine Meinung, ich verlange nicht, dass Du die respektierst).

            Aber nicht mal die als Menschen muss ich respektieren, ich darf und tue dich verachten, zutiefst, nicht für Deine Dummheit, aber für Deine Impertinenz, Deine Arroganz, Deine Selbstgefälligkeit, Dein Egoismus, kurz: Du bist mir als Mensch insgesamt durch und durch widerlich.

          • Linus Huber sagt:

            „Das sture Bestehen auf fortgesetzter Verschwendung von fossilen Energieträgern, basierend auf einer seltsam egotistischen Vorstellung von „persönlicher Freiheit“.“

            Eine weitere pure Unterstellung mit diffamierendem Unterton. Es geht in der Diskussion nicht um mein Verhalten, sondern darum, was gesellschaftlich umsetzbar sein dürfte. Das hat nichts mit Fanatismus sondern mit der Akzeptanz der Realität zu tun.

            Selbst wenn die Mehrheitsmeinung, welche Sie als wissenschaftlichen Konsens bezeichnen, korrekt sein sollte, inwiefern glauben Sie, dass realistisch betrachtet diese Entwicklung in Anbetracht der vorherrschenden Bevölkerungsexplosion stark beeinflussbar sein dürfte?

            Faschismus zeichnet sich nicht durch Meinungsfreiheit sondern durch das Ausgrenzen Andersdenkender aus.

          • Linus Huber sagt:

            Erläutern Sie genau, wie sich das Leben auf der Erde verändern wird, wenn wir z.B. eine Erwärmung von 2 Grad erleben sollten? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Bis wann wird die Menschheit dahingerafft sein? Sind derartige Phasen höherer Temperaturen in der Menschengeschichte noch nie vorgekommen?

          • Anh Toàn sagt:

            „…der vorherrschenden Bevölkerungsexplosion“ auch da sind Sie nicht aktuell informiert, ihr Argument ist von 1970. Die Weltbevölkerung wächst nur noch, weil die Lebenserwartung steigt, die Fertilität ist weiterhin weltweit am sinken. Sie reiten mit „Bevölkerungsexplosion“ ein totes Pferd.

          • J. Kuehni sagt:

            *Seufz*
            A) 2 Grad ist ein globaler Durchschnittswert. Damit ein komplexes Klimasystem wie das der Erdatmosphäre mit Temperaturen von -50 bis +50 °C einen solchen Anstieg verzeichnet, muss auf LOKALER Ebene so einiges passieren. Da geht es dann eben nicht mehr um 2 Grad, sondern um Temperaturunterschiede, die über die Existenz von Permafrost, Gletscher- und Eisflächen (und damit Trinkwasserversorgung und Meeresspiegelniveau) sowie die relative Trockenheit oder Feuchtikeit (und damit die Ausdehnung von Wüsten-, Agrar- und Regenwaldflächen) entscheiden. Je höher der durchschnittliche, globale Temperaturanstieg, desto extremer die lokalen Auswirkungen.

          • J. Kuehni sagt:

            B) Entscheidend ist nicht nur die Amplitude der Temperaturveränderung, sondern auch deren Geschwindigkeit. Die Biosphäre ist adaptiv, braucht aber für grössere „Umbauten“ (auf der Ebene von einzelnen Spezies und komplexen Lebensräumen) trotzdem ein paar zehntausend Jahre. Ist die Veränderung zu rasant, kollabieren die Spezies gleich reihenweise und bevor der Huber am Hitzestau krepiert, muss er auf den Honig auf seinem Brot, dann auf das Brot und am Schluss auch noch den Anken verzichten.

          • J. Kuehni sagt:

            C) „Sind derartige Phasen höherer Temperaturen in der Menschengeschichte noch nie vorgekommen?“

            Die letzte grosse Eiszeit war vor 21’000 Jahren. Da gabs schon Menschen, bloss keine „Geschichte“, Ihre Frage ist darum falsch. Sie muss lauten: „Sind derartige Phasen von ABRUPT höheren Temperaturen in der neueren Zivilisationsgeschichte noch nie vorgekommen?“ A: Nö. Und sie dürfen gerne darüber spekulieren, wie unsere Zivillisation, so wie sie heute existiert, auf solcherart massive Disruption ihrer Lebensgrundlagen reagieren wird.

            Aber ja, es waren ja „bloss“ zwei Grad…

          • Linus Huber sagt:

            Die Natur schlägt zurück.

            Bei einem täglichen Wachstum der Weltbevölkerung um 230,000 Menschen und der hohen Zahl an Erdenmitbewohnern, welche den westlichen Lebensstil anstreben, dürfte eine „humane“ Lösung des Problems auch mit blindem Aktionismus und Machbarkeitsfanatismus nicht zu bewerkstelligen sein. Das Konzept von „Survival of the fittest“ dürfte wieder an Bedeutung gewinnen.

          • Anh Toàn sagt:

            Ja genau, Survival of the fittest: Erschlägt die halbtoten alten Knacker, geht ganz einfach, einmal auf den Kopf und die sind weg, ist kein Platz mehr für alle.

            Du glaubst Du seist der fitteste, weil du weiss, aus dem Westen und ein Mann bist: Du irrst.

          • Anh Toàn sagt:

            Kennst doch den Monty Phyton Sketch: „I’m not dead yet!“

          • Anh Toàn sagt:

            Verstehst Du Schwachkopf den Ausdruck Explosion? Wenn die Weltbevölkerung 1990 um 84 Mia wuchs und 2020 noch um 73 Mia wachsen wird, wenn das Wachstum 1950 knapp 2% betrug und sich mittlerweile auf weniger als 1% abschwächte, ist Explosion keine treffende Beschreibung.

          • Anh Toàn sagt:

            „…der hohen Zahl an Erdenmitbewohnern, welche den westlichen Lebensstil anstreben,…“ und „dürfte eine „humane“ Lösung des Problems auch mit blindem Aktionismus und Machbarkeitsfanatismus nicht zu bewerkstelligen sein“ sowie „Survival of the fittest“ in kurz:

            Schlagt die Nigger tot, die wollen unseren Lebensstandard und damit die Lebensgrundlage von uns, den Fittesten kaputt machen, wir müssen die totschlagen, es gibt keinen anderen Weg, das Naturgesetz einzuhalten. Denn solange nur wir, die fitten diesen Lebensstandard hatten, ging es gut, aber dass die gelben und braunen Nigger dies auch wollen, geht nicht und darum müssen wir die totschlagen.

            Du bist widerlich!

          • Linus Huber sagt:

            Der Starperformer von „dumb and dumber“ glaubt zu wissen, was ich glaube; da wälzt sich selbst mein Dackel Bello vor lachen auf dem Boden.

          • Anh Toàn sagt:

            Zu verlangen, dass wir im Westen, die es sich doch leisten können, unseren Fussabdruck aufs Niveau eines Schwellandes senken, ist Hysterie, Aktivismus, Hype usw. Zur verlangen, die Nigger tot zu machen, ist Survival of the fittest, Naturgesetz, und richtig und gut.

            Du bist zum Kotzen!

          • Anh Toàn sagt:

            Irgendein Dackel lacht immer, man sollte da nicht zu viel hinein interpretieren.

          • Anh Toàn sagt:

            „…glaubt zu wissen, was ich glaube;“ Ach so, Du glaubst gar nicht, was Du schreibst (schreibst, was halt ein Putin Stricher schreiben soll) oder bist zu doof zu schreiben, was Du glaubst.

            Ich gehe da durchaus einig mit J. Kuehni: Entweder Du bist bezahlt oder Du bist doof.

          • J. Kuehni sagt:

            „und der hohen Zahl an Erdenmitbewohnern, welche den westlichen Lebensstil anstreben, dürfte eine „humane“ Lösung des Problems auch mit blindem Aktionismus und Machbarkeitsfanatismus nicht zu bewerkstelligen sein.“

            Ein Grund mehr, den ökologischen Fussabdruck des westlichen Lebensstils rasant zu vermindern, nicht wahr? Einen kleinen, nagenden Zweifel, ob es nach einer grossen Klimakatharsis (a.k.a. WWIII) noch irgendjemanden gibt, der „fit“ genug zum „surviveln“ ist, dürften selbst Sie hegen, trotz stark beschränktem Vorstellungsvermögen.

            Ansonsten gibt es für solche, die der Meinung sind, es gäbe zuviele Menschen, bloss eine Empfehlung: Machen Sie Platz, Monsieur.

          • J. Kuehni sagt:

            Präzisierung: „Ansonsten gibt es für solche, die sich gegen jede proaktive Problemlösung mit dem Vorbehalt querstellen, es gäbe zuviele Menschen, bloss eine Empfehlung: Machen Sie selber Platz, Monsieur.“

          • Linus Huber sagt:

            Ein Grund mehr, Herr Kuehni, sich in blindem Aktivismus und Machbarkeitswahn zu baden.

            Ich bezweifle, dass wenn Ihre apokalyptischen Prognosen korrekt sein sollten, dieses meist stark auf Symbolismus beruhende Verhalten aufgrund der gesellschaftlichen Trägheit rechtzeitig den erwünschten Erfolg erzielen wird. Dass das Bevölkerungswachstum ein damit verknüpftes Problem darstellt, dürfte schwer zu widerlegen sein.

            Immerhin waren Sie in der Lage, Ihre Sicht der Dinge gut und logisch darzulegen, was ich respektiere.

          • Linus Huber sagt:

            „Machen Sie selber Platz, Monsieur.“

            Lach, ja sicher doch, es schlummert in jedem auch dem Klimawandel verwendenden Sozialisten ein kleiner Diktator, welcher die Einheitsmeinung am liebsten in faschistischer Weise mit dem „Ausmerzen“ Andersdenkender durchsetzen will.

          • Anh Toàn sagt:

            „Einen kleinen, nagenden Zweifel, ob es nach einer grossen Klimakatharsis (a.k.a. WWIII) noch irgendjemanden gibt, der „fit“ genug zum „surviveln“ ist, dürften selbst Sie hegen,…“

            Es gibt keinen WKIII, es wird der letzte WK, da niemand wird übrig bleiben, ihn so nennen.

            „John“ in Vonneguts Cat’s cradle will ein Buch schreiben mit dem Titel „The Day the World Ended“ aber keine Fiktion, sondern basierend auf Fakten.

          • Anh Toàn sagt:

            „ein kleiner Diktator“ Ihnen wurde nichts befohlen, Ihnen wurde empfohlen, ich schliesse mich dieser Empfehlung an. Mach Dich aus dem Staub, get off the pipe line:

            You mother’s and father’s
            troughout the land
            don’t ctritisize
            what you can’t understand
            your sons and your daughters are byond your command
            your old raod is rapedly aging
            Get out of the new one
            If you can’t lend your hand
            ‚cause the times, they are a changing.

            Bob Dylan

          • J. Kuehni sagt:

            „Die Natur schlägt zurück.“

            Antropomorphistischer Quatsch, der davon ablenken soll, dass der Mensch sich gerade selber abschafft.

            Ich schei**e auf diesen Dark-Age-Eso-Fatalismus, der unter dem Strich nur eine denkfaule Ausrede für das Nichtstun ist.

          • Linus Huber sagt:

            Nun, Herr Kuehni, hoffen wir, dass Sie und der ihnen nacheifernder Dummkopf aufgrund Ihrer Überzeugung keine Kinder auf die Welt setzen und sich nicht mit dem Besitz eines Autos als Klimakiller outen.

          • Anh Toàn sagt:

            Warum sollten wir das hoffen und wer ist wir?

          • J. Kuehni sagt:

            Die Reproduktionsrate von SchweizerpassträgerInnen beträgt 1.54, da können der Anh Toan und ich noch lange Kinderlein zeugen, das ändert am Demografieknick nichts: Ihr heiss geliebtes „Schweizervolk“ schrumpft.

            Die Wohnbevölkerung der Schweiz wächst bloss wegen Zuwanderung, weil die Schweiz insgesamt ein europäischer Wirtschaftscluster ist (die erleben alle eine Netto-Zuwanderung, v.a. aus Europa selbst, andere Gebiete werden dagegen entvölkert, die wählen dann AfD oder Orban oder PiS), da spielen etwelche Syrer oder Afrikaner nur im rechten Fiebersumpf eine „überwältigende“ Rolle.

          • J. Kuehni sagt:

            Zum Argument „Anzahl Köpfe vs. Konsum/Emission pro Kopf“ hat Anh Toan weiter oben präzis festgehalten:

            „Die Problematik ist nicht die Anzahl Kinder in Afrika, die Problematik ist der massive Überkonsum der Alten in der westlichen Welt: Für das ökologische Gleichgewicht, wäre viel besser, als weniger Kinder in Afrika zu verlangen, weniger Alte in Europa/USA/Japan zu haben: “

            Kurz: an der Verminderung des ökologischen Fussabdrucks des westlichen Lebensstils PRO KOPF führt kein Weg vorbei, ganz egal wer diesen westlichen Lebensstil pflegt.

          • J. Kuehni sagt:

            Und ja: ein Auto oder einen Führerschein habe ich mein Leben lang noch nie gehabt. Das ist aber kein Verzicht, sondern ein Privileg.

            Warum dies so ist, können Sie vielleicht nachvollziehen, wenn Sie die automobile Traumwelt der Werbung mit der alltäglichen Realität des Blechkuh-Lemmingdaseins vergleichen.

            Ganz zu schweigen von den Folgen dieser Automobilität: Energieintensive EFH-Gettos, Siedlungsbrei, Pendlerstumpfsinn, rund 1/3 des Siedlungsmülls, Terror der sonntäglichen „Vergnügungsfährtlein“ mit genervten Gören etc.

          • Linus Huber sagt:

            Es ist lächerlich eine bestimmte Altersgruppe als Problem zu klassifizieren, ausser man ist der Ansicht, dass man Menschen eliminieren soll, ähnlich wie z.B. im 2. WK. Die anderen Wege beruhen auf der Reduktion der globalen Reproduktion und der Änderung des Lebensstils, was sämtliche Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt.

            Wer als Klimafanatiker die Lebensbedingungen mit den Machtmitteln des Staates einschneidend zu verändern versucht, jedoch nicht gewillt ist angesichts der prophezeiten Katastrophe auf persönlicher Ebene mit gutem Beispiel voranzugehen, wirkt heuchlerisch und wenig glaubwürdig.

          • J. Kuehni sagt:

            Huber’sche Argumentationssymmetrie: Wenn ich also nicht bereit bin, auf eigenen Nachwuchs zu verzichten, darf ich auch nicht vom Staat fordern, dass der unnötig energiefressende und emissionsintensive Aktivitäten und Entwicklungen seiner Bürger durch entsprechende Gesetzgebung proaktiv verringert.

            Und Sie meinen, ich sei es, der heuchlerisch & faschistoid angehaucht ist?

          • J. Kuehni sagt:

            „Es ist lächerlich eine bestimmte Altersgruppe als Problem zu klassifizieren,“

            Wirklich, aber die Vermehrung von Afrikanern als Problem zu klassifizieren und als Rechtfertigung vorzuschieben, dass man vor der eigenen Tür nicht wischen mag, ist nicht lächerlich? Sie lassen wirklich nur noch Bullshit raus, Herr Huber.

          • Linus Huber sagt:

            Nun, Herr Kuehni, ich sagte, dass es heuchlerisch wirkt; ich persönlich bin nicht derart verurteilend und kann sehr wohl verstehen, dass man sich für eine Sache einsetzen kann, ohne gleich seinen eigenen Lebensentwurf komplett über den Haufen zu schmeißen.

            Faschismus heisst alles fuer den Staat und alles durch den Staat; die Idee des übermächtigen Staates, welcher alles regelt, ist Teil der linken Ideologie, welche Sie gutheissen und ich kritisiere.

            Ich spreche keine spezifische Menschengruppe an, wenn ich die Reduktion der Reproduktion erwähne; identitätspolitische oder rassistische Aeusserungen finde ich fehl am Platz.

          • Anh Toàn sagt:

            „Ich spreche keine spezifische Menschengruppe an, wenn ich die Reduktion der Reproduktion erwähne;“

            Sie erwähnen aber nicht die „Reduktion der Reproduktion“ (die ist in Südkorea am deutlichsten ausgeprägt, vor Japan und der Schweiz) an, sie schreiben von einer „Bevölkerungsexplosion“, die stattfinde.

            Sie haben nichts gegen >Nigger, es gibt einfach zu viele davon und wenn es so viele gibt, kommen die am Schluss noch in Ihre Nähe und dies nicht zu wollen, ist doch ihre völkische Freiheit:

            Alles für das Volk ist Faschismus, das Volk über alles ist Faschismus, das Volk zuoberst ist Faschismus, das ist keine linke Ideologie aber Du bist ein ViksR.

          • Anh Toàn sagt:

            Du leugnest „die Reduktion der Reproduktion“ welche die letzten 40 Jahre stattfand, (Die Fertilität hat sich von Nahe an 5 in den 70ern auf weniger als die Hälfte reduziert) indem Du eine stattfindende und mit humanen Mitteln nicht zu bremsende „Bevölkerungsexplosion“ behauptest.

            Aber ich weiss, man muss Dir vergeben, Du verstehst nicht, was Du schreibst und Du weisst nicht, was Du tust: Du bist doof, da kannst Du nichts für.

          • Anh Toàn sagt:

            Du Schwachkopf merkst nicht, dass Du mit „aufgrund der Errungenschaften des Wohlfahrtsstaates weitere gesellschaftliche Schichten betreffen, indem man weniger aufeinander angewiesen ist, da der Staat alles regelt, was man zu (über)leben benötigt.“ genau das, nämlich den Sozialstaat, kritisiert was zur Reduktion der Reproduktion führte und verlangst, was zwangsläufig zu Bevölkerungsexplosion führt, nämlich soziale Sicherheit basierend auf den eigenen Nachkommen:

            Ist meine Alters- und sonstige Notvorsorge durch einen Sozialstaat garantiert, brauche ich keine Kinder. Ist dies von meinen Kinder abhängig, brauche ich möglichst viele davon.

          • Anh Toàn sagt:

            Weil die Errungenschaften des Sozialstaates aus globaler Sicht weiteren Bevölkerungsschichten zukommen, gab es Reduktion der Reproduktion.

            Darüber solltest Du mal nachdenken!

          • Linus Huber sagt:

            Faschismus ist nicht Teil der rechten sondern der linken Ideologie. Die Nazis bewunderten Mussolini für die Schaffung des Faschismus durch die „Verheiratung“ von Marxismus mit Nationalismus. Die Nürnberg Gesetze von 1935 beruhten u.a. auf den Segregation-Gesetzen der US-Demokraten (nicht Republikaner, welche 1860 keine Sklaven besassen). Nach dem 2. WK erkannten die linken Intellektuellen und US-Demokraten, welch horrende Taten in Befolgung ihrer Ideologie begangen wurden und bewerkstelligten den politischen Coup Nazis und Faschisten als rechtspolitische Ideologien zu verkaufen. Der hohe Einfluss der linken Ideologie in Medien, Akademia und der Filmindustrie erlaubte es, dass sich dieses falsche Narrativ erfolgreich in der Gesellschaft festsetzen konnte.

          • Linus Huber sagt:

            Ich verleugne gar nichts, selbst wenn der Höhepunkt der Bevölkerungsexplosion schon Jahrzehnte hinter uns liegt, ist ein tägliches Wachstum der Weltbevölkerung um 230,000 Menschen einzig ein Abflachen der Explosion, weil bereits eine viel zu hohe Überbevölkerung vorliegt. Es sind die absoluten Zahlen und nicht die relativen, welche auf einer absolut begrenzten Erde eine Rolle spielen.

            Lach, semantische Spielchen und unsinnige auf Projektion beruhende Unterstellungen sind die leicht durchschaubaren bevorzugten Argumentationsformen des Hauptdarstellers von „dumb and dumber“.

          • Anh Toàn sagt:

            „ein Abflachen der Explosion“ !!!!

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn die Explosionen abflachen sind die Faschisten links und die Kommunisten die gegen die Faschisten in den Krieg ziehen, Volltrottel, weil sie nicht merken, dass sie sich selber bekämpfen. Eigentlich sind alle links, ausser die Rechtsnationalen völkischen, die sind in der Mitte, also wenn die Explosionen abflachen ist das bestimmt so. Das sagt der Huber Linus, der weiss das, das ist der Checker. Und wer nicht an abflachende Explosionen glaubt, ist dumm.

          • Linus Huber sagt:

            Lach, können Sie nicht lesen? Auch wenn Sie wie ein Köter weiter lechzen und jaulen, sind Ihre semantischen und inhaltlich bedeutungslosen Spielchen längst durchschaut.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn die US Demokraten von Ende des 19. Jahrhundert Linke waren, waren deren Rassengesetze also links. Oder, wenn der Inhalt der Gesetze, welche die US Demokraten machen, weit, weit rechts war, waren die rechts. Man sollte Bücher nicht Anhand ihres Umschlages beurteilen.

            Finster wars, der Mond schien helle,
            Als ein Wagen blitzesschnelle,
            langsam um die runde Ecke bog
            Drinnen sassen stehend Leute
            schweigend ins Gespräch vertieft
            als ein guter Nazi,
            was von linken Rassengesetzen
            und abflauender Explosion rief.

          • Anh Toàn sagt:

            Eine „abflachende Explosion“ ist eine inhaltsleere Aussage, genauso wie linke Rassengesetze. Linke sehen Klassen, Rechte sehen Rassen.

          • Anh Toàn sagt:

            Es sind immer die Faschisten, welche versuchen, ihre Greueltaten den Kommunisten in die Schuhe zu schieben: Wer behauptet, die Nazi seien links gewesen, hat zumindest eine der Bezeichnungen, Nazi oder Volltrottel, verdient, vermutlich sogar beide!

          • Anh Toàn sagt:

            „Linksfaschismus“ „Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas warnte 1967 vor einem „linken Faschismus“ der APO, der eine Gewalteskalation fördern und rechtfertigen könne. Obwohl er dieses Urteil später zurückzog, diente der Begriff in der Bundesrepublik Deutschland meist zur Diffamierung linksgerichteter Gruppen und Parteien.[1] Er soll die von ihnen vertretene Politik, die sich oft als Antifaschismus legitimiert, ihrerseits als faschistisch, also antidemokratisch und gewaltorientiert, angreifen und delegitimieren. Er hat sich dabei zu einem beliebig eingesetzten Stereotyp entwickelt“

            aus Wiki.

            Aus Dir spricht QAnon

          • J. Kuehni sagt:

            Auf die Feststellung, dass Sie nur noch Bullshit rauslassen, folgt…. eine geballte Ladung von noch mehr Bullshit.

            Gehen Sie in sich, Herr Huber, und kontemplieren Sie die fortgesetzte, definitorische und konventionelle Bedeutung der Termini „Links“ und „Rechts“ vor dem Hintergrund ihrer radikalen Inversion der Nachkriegs-Geschichtsschreibung.

          • J. Kuehni sagt:

            Literaturtipp dazu:

            William Pfaff / The Bullet’s Song: Romantic Violence and Utopia

            „A hidden moral history of the twentieth century unfolds in William Pfaff’s fascinating story of writers, artists, intellectual soldiers, and religious revolutionaries implicated in the century’s physical and moral violence. They were motivated by romanticism, nationalism, utopianism — and the search for transcendence. To our twenty-first century, already plunged — once again — into visionary terrorism and utopian quests, they leave a warning….“

            Tönt das jetzt mehr nach Steve Bannon oder Greta Thunberg?

          • Linus Huber sagt:

            Ja, es muss hart sein zu erkennen, dass die vermeintliche moralische Überlegenheit der linksorientierten Kollektivisten im Kern nichts weiter als gut organisierte Propaganda darstellt. Wenn man keine Argumente mehr hat, bezeichnet man die unangenehmen Tatsachen als Bullshit, geil. Da kann ich nur noch lachen.

          • J. Kuehni sagt:

            Obsessiv bezüglich „moralischer Überlegenheit“ sind bloss Sie, Herr Huber, da Sie ja jeden, der ihre politische Ideologie angreift, der „moralischen Selbstüberhöhung“ bezichtigen.

            In vollem Bewusstsein des Unterschiedes zwischen Begriffsdefinition und -konvention, bin ich derweil trotzdem sicher, dass Sie die Deutungshoheit über die Einordnung von Faschisten, Ultranationalisten und Nazis im politischen Spektrum noch eine ganze Weile nicht in ihrem Sinne erringen werden; „Hitler war ein Linker“ glauben, wenn’s hoch kommt, vielleicht 20% der Leute. Und die stecken meist ziemlich tief im Rabbithole.

            Go, on, dig deeper….

          • Linus Huber sagt:

            „Hitler war ein Linker“

            Hitler war weder links noch rechts, sondern ein tötungspsychopathischer Maniac. Sein Verhalten (Weltmachtanspruch) deckte sich eher mit demjenigen eines Globalisten als eines Nationalisten, denn ein echter Nationalist würde nicht seine eigenen Bürger umbringen.

            Natürlich glaubt heute ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung, dass der Nationalsozialismus (inkl. Hitler) dem rechten politischen Lager angehört; das ist ja gerade mein Punkt. Man kann den linksorientierten Ideologen zu diesem Erfolg (Sie sind der beste Beweis dafür) neidlos gratulieren.

          • Linus Huber sagt:

            „Obsessiv bezüglich „moralischer Überlegenheit“ sind bloss Sie, Herr Huber“

            Nein, die Mainmedien moralisieren. Z.B. funktioniert der fatale Assoziationsmechanismus des Gesinnungsjournalismus wie folgt:

            Wer nicht dem linken Mainstream folgt, ist rechts, wer rechts ist, ist ein Rechtspopulist, wer rechtspopulistisch ist, ist im Grunde ein Nazi. Diese Assoziationskette ist heute die eigentliche Gefahr in westlichen Kultur, weil sie damit jedes Argument, welches nicht vom politischen Mainstream abgesegnet ist, in eine Ecke stellt, die gar nicht mehr mit wirklichen Argumenten sondern nur noch mit Hass bedient wird.

            Damit mutierten weite Teile der Medien zu Hysterie- und Angstmach-Maschinen, anstatt Macht zu kritisieren und durch sachliche Analysen aufzuklären.

          • Anh Toàn sagt:

            Hier ist doch ein Mainstreammedium und Du darfst deinen ganzen Nazischeiss rauslassen?

            In den USA lässt der Präsi Nazischeiss raus. Er will keine der eigenen Nation ausweisen, er ist ja ein guter Nationalist,, aber die Nigerinnen die muslimischen und so, die gehören nicht zur Nation, und das weiss der Nationalist besser als linke Büroraten und Richter:

            Und die Nazis wie Du ereifern sich in unzähligen Kommentaren, wenn ein Kamerad ein wenig auf die Fresse bekommt. Aber wenn die nationalistischen Kameraden Politiker ermorden, der gleichen Nation, obwohl die das nie tun würden, so wie Frau Cox oder Herr Lübcke, dann ruft ihr: „Sie/Er hat es verdient den patriotischen Freiheitsbaum mit ihrem/seinen Tyrannenblut zu laben.

            Du bist Nazi, die braune Liesl kenn ich am Geläut!

          • Anh Toàn sagt:

            Wer CDU (und sogar CSU), CVP und sogar FDP als „Mitte links“ bezeichnet, steht so weit recht, dass Nazi treffend ist. Wer rechtsbürgerliche konservative bürgerliche Parteien als links bezeichnet, ist ein Nazi.

          • Anh Toàn sagt:

            Ein Nationalist ist ein Nazi in kurz. Du bist doch ein Nationalist, also warum heulst Du, wenn Du als das bezeichnet wirst?

          • Anh Toàn sagt:

            derr Mainstream ist die Mitte, die ist nicht links, die ist in der Mitte und Du bist sehr weit rechts von Dieser Mitte. Und es erscheint Dir nur „normal rechts“, indem Du behautest, die Mitte sei weit weit weit links. links ist rechts von Höcke und Pegida, da ist die richtige Mitte, wenn die richtige Mitte des schaluen Volkes nicht von bösen Meinstreammedien nach links veschoben worden wäre.

            Mann, Du bist voll bescheuert in deiner Unlogik

          • Anh Toàn sagt:

            NSU und Charlottesville, alles linke, Kommunistenschweine, Nazis würden sowas nie tun, die töten nicht Menschen der eigenen Nation, sie sind doch Nazis!

          • Linus Huber sagt:

            Das Schlagwort „Nazi“ wird fuer einen Anhänger von Adolf Hitler und seinem faschistischen Nationalsozialismus (nicht Nationalismus) verwendet. Der Einsatz von umfundierten Behauptungen, Schlagwörtern und Unterstellungen ist ein typisches Zeichen mangelnder Argumente.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn Duz sagst, Hitler und Goebbels und Co. waren Linke, kann ich doch sagen, die waren Nationalisten, kurz Nazis.

            Ich sage nicht, du seist wie Hitler und Goebbels, aber du vertritts das gleiche Gedankengut. Du fanst für Pegida und Höcke, in der SVP würde Höcke ausgeschlossen, Blocher ist kein Nazi, die Mehrheit der SVP-ler sind keine Nazis, genausowenig wie die CSU eine Nazipartei ist, aber du bist einer, genauso wie die AfD eine Nazi Partei ist. (Und auch die NDSDAP hatte über 30% Stimmenanteil, war nicht nur stärkste Opposition (erster Loser), und du hättest mit gegrölt, hätte Dich Deine Mutter als Deutschen geboren.

          • Anh Toàn sagt:

            Nazis tun Böses, Nationalisten liefern ihnen die Argumente.

            Heil Huber, leck mich!

          • Linus Huber sagt:

            … Das Schlagwort „Nazi“ wird fuer einen Anhänger von Adolf Hitler und seinem faschistischen Nationalsozialismus (nicht Nationalismus) verwendet. Der Einsatz von umfundierten Behauptungen, Schlagwörtern und Unterstellungen ist ein typisches Zeichen mangelnder Argumente.

          • Anh Toàn sagt:

            Man kann mit Unvernünftigen nicht argumentieren. Aber ganz einfach:

            Die Greueltaten der National-Sozialisten fussten viel mehr auf National auf Sozialisten.

            Die Linken sagen der Arbeiter hat kein Vaterland. Er ist definiert damit, dass er Arbeiter ist. Bei den Nationalen ist der Mensch durch seine Nation definiert. Es ging um die Interessen der eigenen Bevölkerung, es ging am Schluss halt in die Hose, aber genau als das, womit du ständig plagierst, wurde es verkauft: Die Interessen der eigenen Bevölkerung.

            Aber Dölfi war doch ein Linker und erst noch Vegetarier.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Die Glücksforschung ist auch ein Kapitel für sich. Glück als Forschungsfeld: Darauf muss man erst einmal kommen! Ich bin ein zufriedener Schweizer und verlasse das Land nächstens trotzdem. Es ist ein Privileg, hier geboren worden zu sein.

    • Ralf Schrader sagt:

      Analoges sind Theologie und Gesundheitswissenschaften. Es sind Wissenschaften, obwohl der jeweilige Gegenstand keine empirischen Merkmale aufweist.

  • Ralf Schrader sagt:

    ‚Das hohe Glücksniveau in der Schweiz lässt sich … erklären‘

    Glück lässt sich überhaupt nicht erklären. Wie auch die Nachbarkategorien Gesundheit oder Gerechtigkeit. Es sind subjektive Kategorien ohne empirische Parameter. Jeder ist so glücklich oder gesund, als er will. Messen kann man nur Objektives wie Unglücke, Krankheiten und Verbrechen.

  • Charly sagt:

    Zitat von Davison Rockefeller;
    ” Es ist besser einen Tag über Geld nach zu denken ,als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten ”

  • Hansueli Wermelinger sagt:

    Wer viel reist, der hat vielleicht auch schon festgestellt, dass die Menschen in ärmeren Ländern fröhlicher und vor allem offener, zuvorkommender und gastfreundlicher sind. Wer eben nichts besitzt, kann nur gewinnen, wer etwas besitzt, wie das überdurchschnittlich in der Schweiz ist, der hat Angst, etwas zu verlieren. Zudem gibt es einen social bias, dass sich durchschnittlich überbetuchte Menschen intelligenter einschätzen gegenüber ärmeren, auch wenn deren Reichtum gar nicht selbstverschuldet ist. Das macht uns Schweizer zu arroganten, kaltherzigen, nörgelnden und misstrauischen Zeitgenossen, die sicherlich nicht an die Toppositionen der Glück-Hitparade gehören. Aber es kommt vermutlich auch wieder anders. Vor noch nicht allzu langer Zeit war die Schweiz das Armenhaus Europas und das Pen

    • Claire Deneuve sagt:

      Ach Hansueli: Jetzt kommen auch Sie noch mit der Mär, dass wir das Armenhaus Europas gewesen seien.
      Die CH hatte schon um 1880 eines der welthöchsten GDP PPP pro Capita weltweit, die Städte boomten, es mussten massenweise Fabrikarbeiter aus dem Ausland importiert werden.
      Ja die Kleinbauern und vor allem die Bergbevölkerung, die waren damals etwas perspektivlos und darum wanderten zwischen 1850 bis 1930 ca 450’000 nach Europa und Uebersee aus.
      Hauptsächlich weil die zu stolz waren in den Städten als Fabrikarbeiter zu arbeiten, zogen die es vor Wirtschaftsflüchtlinge zu werden und weil USA und Lateinamerika verheissungsvoll erschienen. In etwa ähnlich verheissungsvoll wie Europa heute für viele Afrikaner!

      • Linus Huber sagt:

        „Wirtschaftsflüchtlinge“

        Lach, ich bezweifle, dass man diese Menschen als Flüchtlinge bezeichnete, sondern es handelte sich aus der Sicht der Zielländer um Immigranten, welchen nichts geschenkt wurde und welche sich den Gepflogenheiten des Gastlandes anzupassen und hart arbeiten mussten um zu überleben und viele davon sich schrittweise durch Fleiss und Zuverlässigkeit eine gesellschaftliche und berufliche Position erarbeiten konnten.

        Ihr Versuch eine Assoziation zu den heutigen „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu produzieren ist leicht zu erkennen. Die damaligen Verhältnisse würden die heutigen „Wirtschaftsflüchtlinge“ derart abschrecken, dass wir kein Problem mit illegaler Zuwanderung hätten.

        • Claire Deneuve sagt:

          Linus: Aber sicherlich waren diese Klein- und Bergbauern damals „Wirtschaftsflüchtlinge“!
          Sie hätten in die Städte ziehen können, denn dort gab es genug Arbeit – nicht umsonst hatten die CH Städte um 1910 Ausländeranteile von zw. 33% (Züri) bis über 50% (Lugano)!
          Aber nein, in die Fabrik wollten unsere Bauern und Bergler nicht, die sind lieber den Verlockungen der Ferne gefolgt (damals konnte man sich dank der Erfindung der Briefmarken informieren – dauerte halt monatelang so ein Brief) und haben von grossen Anbauflächen & Freiheit geträumt, so wie die Afrikaner heute von einem Leben in westlichem Wohlstand träumen.
          Hart und ungewiss waren die Aussichten sowohl damals wie auch heute.
          Für mich sind beides Wirtschaftsflüchtlinge, da können Sie noch so klittern Linus!

          • Reto Stadelman sagt:

            Der wichtige Punkt ist, dass diese Wirtschaftsflüchtlinge nicht in ein Sozialsystem eingewandert sind. Es mag unfair sein so zu argumentieren, denn die heutigen Migranten dürfen hier gar nicht arbeiten. Dennoch behaupte ich jetzt mal mit rassistischem Unterton, dass die Menschen aus Afrika, wenn sie die gleichen Migrationsmöglichkeiten hätten wie damals die Schweizer um 1900 herum, diese nicht nutzen würden (Rassenprobleme muss man dabei natürlich ausklammern). Die afrikanische Kultur kennt keinen protestantischen Arbeitsethos (dem ich, neben Nützlichkeit, eine grosse Perversion unterstelle). Ein Afrikaner teilt (eher) mit der Familie und Freunden. Mehr Arbeiten um zu investieren, dass ist immer noch ein fremdes Konzept.
            Aber manchmal frage ich mich schon, ob nicht wir falsch liegen…

          • Linus Huber sagt:

            Es geht nicht darum, ob es sich um (Wirtschaft-)Flüchtlinge im heutigen Sinne handelte, sondern darum, ob man diese Migranten zu jener Zeit als Flüchtlinge bezeichnete, was ich bezweifle, weswegen der eigentliche Grund der Verwendung dieses spezifischen Begriffs offensichtlich ist.

            Die Aussichten für einen Wirtschaftsflüchtling bei der Zuwanderung in den heutigen Wohlfahrtsstaat können im Vergleich zu den damaligen Verhältnissen schwerlich als „hart und ungewiss“ bezeichnet werden.

          • Rolf Zach sagt:

            Sieht man die Abteilung Auswanderung im Deutschen Museum in München an, erkennt man wie mühselig und gefahrvoll die Auswanderung von Europa nach Übersee im Zeitalter der Segelschiffe war. Bekannt ist ja diese schwedische Auswanderer-Film-Trilogie, die das Schicksal einer Familie beschreibt, die von Schweden nach Minnesota auswanderte. Sie verließen ihre armseligen Böden und bekamen reiche Böden in Minnesota, aber sie mussten dieses Land urbar machen und in ein Bauernland umwandeln gegen den Widerstand der einheimischen Indianer. Es war keine illegale Immigration wie heute nach Europa mit Job-Garantie, die diese Menschen erwarten und wir sind kein Jäger- und Sammler-Volk wie damals die Indianer mit wenigen Leuten.

        • Claire Deneuve sagt:

          Linus: Sie als nationalistisch angehauchter Forist sollten doch von der Definition her wissen, dass jemand der seine Heimat aus wirtschaftlicher Not verlässt um in einem anderen Land eine existenzielle Zukunft zu suchen ein „Wirtschaftsflüchtling“ ist und dieses Kriterium trifft sowohl auf den Afrikaner 2019 als auch auf der CH Bergbauern vor 90-150 Jahren zu.
          Zumal auch so manch ein Schweizer wird in den USA bei der Heilsarmee (ab 1880 in USA) sein Süppchen gegessen haben. Es gab auch schon damals in den USA soziale Einrichtungen – meist Seelenfänger aller Art.
          Dies im Gegensatz zu den Ex-Pats, die die Existenzgrundlage schon vorher zugesichert bekamen.

          • Linus Huber sagt:

            Wow, zum gleichen Zeitpunkt gesendet, womit Ihre Ausführungen bereits gerade darüber beantwortet sind.

            Trotzdem noch ein kleine Zugabe für meine Lieblingskritikerin: Der Begriff „Flüchtling“ wird heute wohl teilweise bewusst inflationär eingesetzt um die Grenze zwischen dem nach Genfer Konvention klar definierten Begriff „Flüchtling“ mit seinem daraus resultierenden Rechtsanspruch und dem Wirtschaftsmigranten zu verwischen.

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