China, die afrikanische Wirtschaftsmacht

Die Vertreter der Wirtschaftsmacht China werden freundlich empfangen: Eine Senegalesin beim Staatsbesuch von Xi Jinping im Sommer 2018. Foto: Keystone

 

China ist in Afrika mittlerweile die wichtigste Wirtschaftsmacht geworden. Entsprechend hat sich die Berichterstattung in westlichen Zeitungen intensiviert. Es vergeht kaum ein Tag ohne Artikel über das Thema. Die jüngeren Artikel beziehen sich meist auf eine Studie des McKinsey Global Institute vom Juni 2017, weil sie eine Gesamtsicht wagt (Link).

  1. China hat beim Handel alle Konkurrenten weit abgehängt. Der Kapitalstock ist hingegen noch kleiner als derjenige der USA, Grossbritanniens und Frankreichs. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die westlichen Mächte seit längerer Zeit in Afrika investiert haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis China auch bei diesem Indikator vorne liegt, wie die Wachstumsraten der Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments FDI) zeigen.
Africa’s economic partners, including China, India, France, the United States, and Germany, based on goods trade, foreign direct investment, aid, and infrastructure financing

2. Das MacKinsey Global Institute schätzte im Jahr 2017, dass mehr als 10’000 chinesische Firmen in Afrika aktiv seien. Die Schätzung beruht auf der Hochrechnung von acht Länderstudien, die auf der Karte dunkel eingefärbt sind.

Employment of local labor in Africa by Chinese firms and share of managers who are local, broken down by company ownership and sector

Der Thinktank Oxford Analytica (Oxan) hat kürzlich eine ähnliche Karte publiziert. (Oxan ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem Datenanalysenunternehmen Cambridge Analytica, das im Zuge der Trump-Wahl in Konkurs gegangen ist.) Die Oxan-Karte zeigt, dass sich die chinesischen Investitionen auf ressourcenreiche Länder konzentrieren. (Quelle)

3. Gemäss den Untersuchungen des McKinsey Global Institute beschäftigen die chinesischen Unternehmen in Afrika durchaus eine grosse Zahl von Einheimischen. In der Presse liest man öfter, dass vor allem chinesische Arbeiter zum Zuge kämen. Dies ist offenbar nicht korrekt.

potential ways of extending the Africa-China economic partnership, with recommendations for African governments, Chinese government, and the private sector

4. China hat ähnliche Probleme wie die westlichen Mächte bei seiner Investitionsstrategie. Die grössten Probleme sind Korruption, persönliche Sicherheit und Energieversorgung.

Ob China mittelfristig besser mit den Widrigkeiten der afrikanischen Standorte umgehen kann als die ehemaligen Kolonialmächte Frankreich und Grossbritannien oder die westliche Supermacht USA, ist unter Fachleuten umstritten. Dasselbe gilt für das chinesische Seidenstrassenprojekt. Man wird es sehen, sobald die ersten Länder China gegenüber zahlungsunfähig werden und sich gegen den Ausverkauf der Ressourcen mit politischen Aktionen oder Terroranschlägen wehren werden.

37 Kommentare zu «China, die afrikanische Wirtschaftsmacht»

  • Maiko Laugun sagt:

    @Anh Toàn: Sie haben – wie immer – den Rolf Zach entlarvt. Da bleibt nichts anzufügen – ausser einem Danke.

    • Anh Toàn sagt:

      Ich störe mich daran, wenn christlich aufgeklärte Bürger aus lauter Besorgnis sowohl ihre christlichen Werte wie die Vernunft beiseite legen wollen, um sie zu verteidigen: Wenn man Werte verteidigen will, muss man die Leben, haben die Werte wert, werden sie überzeugen, wenn man sie lebt.

      Wenn jesus sagt, man solle die andere Wange hinhalten (statt wie im alten Testament „Auge um Auge..“) skizziert er eine Deeskalationsstrategie:

      Bekämpft man Intoleranz mit Intoleranz, gewinnt die Intoleranz. Bekämpft man Ausgrenzung mit Ausgrenzung, gewinnt Ausgrenzung. Bekämpft man Gewalt mit Gewalt, gewinnt die Gewalt.

      „Unsere“ universalen Werte haben wert, die setzen sich durch, aber nur, wenn wenigstens wir an ihren Wert glauben, an ihnen festhalten.

  • Anh Toàn sagt:

    @Rolf Zach

    Ihre Prämissen:

    1. Der Islam ist ganz schlimm, unreformierbar, starr und macht alle Ungläubigen nieder.
    2. Der Islam führt dazu, dass die Muslime ganz viele neue kleine Muslime machen.
    3. Der Multikulti-Fraktion fehlt jeglicher Sachverstand.

    Wer hat nun den Sachverstand, die end-gültige Lösung für das Islamproblem? Wie lautet Ihre? Die der Nazis kenne ich schon!

    • Anh Toàn sagt:

      „dichte Grenzen“ lese ich immer wieder, Kontrolle der Migration, aber dann werden es immer mehr Muslime, halt bei denen. Aber irgendwann ist da so voll, dann quellt es über, dann kommen die in noch grösseren Massen zu uns, diewerden da nicht einfach still verhungern:

      Wollen wir dies unseren Kindern oder unserer Grosskindern aufhalsen, „kicking the can down the road“, wenn damit die Büchse wie ein rollender Schneeball immer grösser wird, und zur Lawine wird, welche unsere christlich-abendländische Zivilisation vernichtet? Je länger wir warten, desto mehr müssen wir niedermachen!

      Aber wir sind aufgeklärt, wir wenden das mildeste Mittel an, wir hauen niemanden tot wegen seinem Glauben:

      Entweder Absage vom Islam oder Sterilisation.

  • Rolf Zach sagt:

    Die Ethik des Konfuzius ist nicht die Ethik vom Apostel Paulus und vom Kirchenvater Augustin. Für die Chinesen bleibt die Philosophie von Rousseau fremd und deshalb ist Marx ein Feigenblatt für ihre Interessen. Sie wollen eigentlich Marx gar nicht verstehen.
    Es wird in China keine Persönlichkeit aufstehen und die Ethik des Handels von China mit Afrika hinterfragen, im Gegensatz zur westlichen Welt. Da verurteilen islamische und chinesische Intellektuelle den Eurozentrismus mit ausgefeilten Essays und hochnäsigen Diskussionsbeiträgen, aber was sie an Stelle des für sie abscheulichen Eurozentrismus bringen, ist nichts als dünne Luft.
    Dann haben wir natürlich unsere Fans der multikulturellen Fraktion, deren analytischer Sachverstand ist erbärmlich.

    • Maiko Laugun sagt:

      @Rolf Zach: Ist es Ihnen langweilig? Oder haben Sie ein Kraut geraucht?

      „Dann haben wir natürlich unsere Fans der multikulturellen Fraktion, deren analytischer Sachverstand ist erbärmlich.“

      Sie haben Angst, nichts anderes. Und leider verstehen Sie das selber nicht. Schade. Oder sollte ich Mitleid haben?

      • Rolf Zach sagt:

        Wie soll man darauf antworten. Beginnen wir mit der mächtigsten Regierung der Welt, nämlich der chinesischen. Warum die Verfolgung der muslimischen Uiguren? Sind in den Philippinen die Moslems auf Mindanao wohlgelitten? Lieben die Thais die malaiischen Moslems im Süden? Warum werden die Rohingyas von den friedlichen Buddhisten aus Myanmar einfach vertrieben?
        Was machen die Malaien und Indonesier mit den Christen? Nur wir Europäer sind islamophob nach unserer Multikulti-Fraktion und Thilo Sarrazin ist die Wiedergeburt von Goebbels.
        Die grösste religiöse Verfolgung ist diejenige der Christen in allen islamischen Staaten. Es ist dort ein Muss!
        Wollen wir die Scharia einführen in Europa, wie es die Multikulti wollen, damit sich die Moslems so richtig einheimisch fühlen? Ein Ost-London?

        • Anh Toàn sagt:

          Sie sind ein „besorgter Bürger“:

          Sie benennen die Probleme mit dem Islam: Das Formulieren von Lösungen überlassen Sie, Mitte Links hat ja bewiesenermassen keine, den Nazis, von denen Sie sich selbstverständlich distanzieren.

          Hat nicht auch die NSDAP bis sie an der Macht war, auf das Judenproblem aufmerksam gemacht, und danach die „Lösung“ verkündet?

          • Anh Toàn sagt:

            „Wollen wir die Scharia einführen in Europa, wie es die Multikulti wollen, damit sich die Moslems so richtig einheimisch fühlen?“

            Man hätte die Serben in Bosnien aufräumen lassen müssen, damit sich die Muslime nicht heimisch fühlen in Europa: Srebrenica war ein Schritt in die richtige Richtung, der Islam gehört nicht nach Europa.

          • Anh Toàn sagt:

            Wie machen wir den Islam weg, ohne die Muslime wegzumachen?

          • Rolf Zach sagt:

            Die Weimarer Republik hatte 65 Mio. Einwohner, davon nur 0,5 Mio. Juden, wovon viele überhaupt nicht mehr ihren Glauben praktizierten. Die „Judenfrage“ wurde trotzdem gestellt. Warum? Die Juden wurden durch die Demokratie aus dem Ghetto befreit, was den Anti-Demokraten die Legitimation lieferte, die Demokratie abzuschaffen. Es ging nicht um Rasse, es ging darum, anhand der Juden die Demokratie madig zu machen und den Führerstaat einzuführen. Man konnte ja nicht die Hälfte des Volkes ins KZ stecken, die für die Demokratie waren. Gunnar Heinsohn hat das gut beschrieben. Was lernt man daraus?
            Nicht viel für heute, wegen dieser vorwiegend illegalen Masseneinwanderung von Menschen mit fremder Kultur und wenig Bildung, deren Führung für sich Parallelgesellschaften verlangen mit Sozialhilfe.

          • Linus Josef Anton Huber sagt:

            Wer den Islam versteht, weiss dass Sie richtig liegen, Rolf.

            Eine zahlenmässig hohe illegale Migration aus gewaltträchtigen Kulturen mit schwach entwickelter Rationalität erzeugt negative Konsequenzen im Bereiche des sozialen Friedens, der Inneren Sicherheit und der finanziellen Nachhaltigkeit der sozialen Errungenschaften. 
            Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hat errechnet, dass die Kosten pro „Flüchtling“ sich auf 450,000 Euro belaufen (andere Berechnungen bis 900,000 Euro).
            Warum etliche Regierungen das über Jahrhunderte mit viel Blut geschaffene heute erfolgreiche europäische Gesellschaftssystem zerstören wollen, ist fragwürdig. Wer halb Kalkutta aufnimmt hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!

          • Maiko Laugun sagt:

            Der kleine Linus (Huber) hat selber jahrelang in Saudi Arabien gearbeitet und demzufolge das dortige islamistische System unterstützt. Das sagt alles, vor allem über sein Gedankengut und seinen miesen Charakter.

            P.S. Habe selber auch in Saudi gearbeitet.

        • Anh Toàn sagt:

          „Warum die Verfolgung der muslimischen Uiguren? Sind in den Philippinen die Moslems auf Mindanao wohlgelitten? Lieben die Thais die malaiischen Moslems im Süden? Warum werden die Rohingyas von den friedlichen Buddhisten aus Myanmar einfach vertrieben?“

          Also die Guten vertreiben, verhauen die Bösen, weil diese Bösen nämlich die Guten (Christen) verfolgen tun.

          Der andere hat angefangen, sagen beide Seiten im Kindergarten: Die andere Wange hinhalten sagt Jesus, aber wir Christen sollten das nicht so ernst nehmen, Jesus hat nicht gesagt, wir sollten den Muslimen die andere Wange hinhalten, die müssen wir niedermachen. Es ist Notwehr: Totschlagen wo immer wir sie finden.

          Die gleiche Scheisse auf allen Seiten: Wir sind die Guten und handeln aus Notwehr.

          • Anh Toàn sagt:

            Hätte Jesus gewusst, dass es Muslime geben wird, hätte er uns gesagt, wir müssen die niedermachen, wegen den Werten, der Liebe und der Vergebung.

          • Rolf Zach sagt:

            Sie selbst haben ja gesagt, dass wir alle unsere Verfassung befolgen müssen und die Religion nur dazu dient, dass der Menschen seinen inneren Frieden findet und diese nicht dazu dient, dass der Gläubige seine Mitmenschen und im besonderen seine Familie terrorisieren kann.
            Jeder Mob auf der Strasse ist die Sache unserer Polizei, den unser Staat hat das Gewaltmonopol und niemand anderes.
            Es ist die Aufgabe unserer Politiker die Immigration zu regeln und keinen Wildwuchs zuzulassen. Es regiert hier das Prinzip der Nützlichkeit für das allgemeine Wohl der Bürger. Immigranten, die uns Steuerzahler kosten, wollen wir nicht.

          • Anh Toàn sagt:

            Es wandern keine Massen ein, Massen gelten als unbeweglich, es wandern Menschen ein.

            Ich kann solche menschenverachtende Begriffe wie Masseneinwanderung nicht mehr hören.

            „Es ist die Aufgabe unserer Politiker die Immigration zu regeln und keinen Wildwuchs zuzulassen. Es regiert hier das Prinzip der Nützlichkeit für das allgemeine Wohl der Bürger. Immigranten, die uns Steuerzahler kosten, wollen wir nicht.“

            Bei einwandernden ukrainische Prostituierten wird uns Bürger viel wohler als bei Kopftuchmädchen. Die Kosten zwar auch, aber dass zahlen wir gerne, für die Freiheit der Frau.

          • Anh Toàn sagt:

            Mein syrischer Barbier kostet mich Steuerzahler nicht viel, er zahlt vielleicht sogar mehr Steuern als ich.

  • Rolf Zach sagt:

    Wo geht das Elfenbein hin? Nach China, wobei der Bestand an Elefanten soweit gejagt wird, dass sie von der Ausrottung bedroht sind. Noch viel drastischer ist dies bei den Nashörner. Diese Tiere können nur durch strengste Schutzmaßnahmen, finanziert durch Tierschutzorganisationen aus Europa, als Art erhalten werden.
    Für kurzfristigen Gewinn sind die Afrikaner bereit ihre Tierwelt zu verlieren. Sie jagen die Elefanten und Nashörner auch in der Weise, dass der Abfall daraus enorm ist und die Vernichtung sich zusätzlich beschleunigt. Wo wird das Elfenbein zu Schnitzereien verarbeitet und die Hörner der Nashörner zu Medizin, die auch bekannterweise nicht hilft, verarbeitet? In China!
    China macht nichts gegen diese abscheuliche Nashorn-Medizin, basierend auf den Aberglauben ihrer Leute.

    • Rolf Zach sagt:

      Afrika ist trotz Sahara neben Südamerika der fruchtbarste Kontinent der Welt. Dort waren Zivilisationen nie gefordert, langfristig zu planen.
      Diese Mentalität ist geblieben und der Islam ist grundsätzlich eine Religion, wo die Nomaden das bevorzugte Volk sind und nicht die Bauern und noch weniger die Städter, damit zählt der Stamm und nicht die Bürokratie. Bürokratie ist für Afrikaner eine Organisation der Bereicherung, nicht der Verwaltung. Von den christlichen Missionen ist die katholische Kirche die stärkste, auch sie positioniert sich dort in der Weise, dass sie der afrikanischen Mentalität entgegenkommt. Herausragendes Beispiel ist die Familien-Planung.

  • Rolf Zach sagt:

    Was am meisten überrascht, dass die Chinesen gewillt sind viel einheimisches Personal anzustellen und dies sogar in Management Funktionen. Ebenso, dass sie gewillt sind einheimisches Personal auszubilden. Bisher hat man aus den Medien anderes vernommen und in Algerien haben nach zuverlässigen Informationen die Chinesen Straßenbau-Projekte durchgezogen, wobei praktisch keine Einheimischen beteiligt waren. War da nur die berühmte chinesische Schuhfabrik in Äthiopien beteiligt, die ihre billigste Ramschware nun dort produziert?
    Was eindeutig ist, die chinesischen Fertigwaren sorgen dafür, dass das einheimische Gewerbe ruiniert wird und zwar stärker als bei Import aus anderen Staaten, da diese solche Billigwaren in ihrem Angebot nicht mehr haben.

  • Marcel Senn sagt:

    Wie es rauskommen wird mit dem chinesischen Engagement in Afrika kann noch niemand sagen, nur wenn sich gar niemand mehr um Afrika kümmern würde und dort investieren würde, dann wären die noch viel perspektivloser und noch viel mehr Afrikaner würden dann vermutlich nach Europa aufbrechen.
    .
    Von dem her try and error! Besser als nix machen.

  • Marcel Senn sagt:

    Wenn die Chinesen den Afrikanern eine 2-Kind Familie bringen könnten, dann wäre der Welt schon sehr geholfen.
    Die chinesische Einkindfamilie ab 1978 war eben auch nicht das gelbe vom Ei, denn eine solche führt langfristig zu einer schädlichen Ueberalterung der Bevölkerung und wenn dann noch so patriachales Gehabe wie der Sohneswahn dazukommt, wo weibliche Föten massenweise abgetrieben werden, dann entwickelt sich eine demographisch sehr ungesunde Bevölkerungsstruktur.
    Kein Wunder sind die Chinesen mittlerweile die Leading Nation in der Entwicklung fast lebensechter vor allem weiblicher Edellatexpuppenroboter, die mittlerweile fast schon alles können.

    • Rolf Zach sagt:

      Japan hat nach 1945 drastisch seine Bevölkerungszunahme eingeschränkt und dies gilt für alle Länder in Ostasien, mit der Ausnahme der Philippinen, die eine der höchsten Raten der Netto-Reproduktion (1,417) haben und mit Indonesien dahinter (1,137).
      Afrika ist natürlich am höchsten, an der Spitze ein Land wie Niger (2,981). Generell kann man sagen Afrika und der Islam (große Ausnahme Iran) sind die wesentlichen Treibkräfte einer überbordenden Bevölkerungszunahme.
      All diese Länder haben keine Vergangenheit als bürokratische Staaten, praktizieren Polygamie und frönen einer extremen Kultur des Masochismus, öfters verbunden mit einer gnadenlosen Unterdrückung ihrer Frauen. Die breite Bevölkerung will daran nichts ändern.

      • Anh Toàn sagt:

        „Generell kann man sagen Afrika und der Islam (große Ausnahme Iran) sind die wesentlichen Treibkräfte einer überbordenden Bevölkerungszunahme.“

        Man könnte auch sagen, dass auch in Afrika die Geburtenraten massiv am sinken sind.

        Also wenn der Islam doch die Treibkraft ist, warum gibt es den die grosse Ausnahme im islamischen Gottesstaat Iran?

        Aber wenn man differenziert, lässt sich nicht mehr so einfach der Islam beschuldigen.

        Treibkraft für viele Kinder ist Armut: Kinder kosten nichts, wenn man nichts hat, aber vielleicht sind sie ein Bringer, ist wie in der Lotterie: Vielleicht sind sie hübsch und heiraten reichen Ausländer. Der Mitte aber fressen Kinder die Haare vom Kopf.

        Armut ist die Ursache für viele Kinder, nicht die Folge von vielen Kindern.

        • Anh Toàn sagt:

          Wer kann sich in der Schweiz, in Westeuropa 5 Kinder leisten? Sozialhilfeempfänger und Topverdiener: Hätte die Mitte 5 Kinder, würde sie zum Sozialhilfeempfänger werden.

          Der Islam ist an allem Übel schuld, entspricht nicht Ihrer Intelligenz, Herr Zach, Ihre Emotionen verhindern, dass Sie zu diesem Thema denken.

          • Anh Toàn sagt:

            In der Schweiz waren 2016 die Kantone mit den höchsten Geburtenraten die beiden Appenzell, die tiefsten Raten finden sich im Tessin und Basel-Stadt: Ich bezweifle, dass es im Appenzell mehr Muslime gibt als in Basel-Stadt oder im Tessin.

            In Deutschland hatten (2017) Geburtenraten einigermassen (die Unterschiede sind klein) über dem Durchschnitt (1.59) Brandenburg 1.69, Niedersachsen 1.68, Sachsen 1.66, Thüringen 163, die tiefsten Geburtenraten hatte das Saarland 1.49, Hamburg 1.54 Berlin 1.55 Bayern und Mecklenburg Vorpommern 1.56.

            Berlin oder Hamburg haben einen Anteil von Muslimen an der Bevölkerung von 8-10%. Weniger als 1% Muslime haben
            Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.. Meck-Pom:

            Also eher, je weniger Islam, desto Geburten.
            Aber auch das ist falsch.

        • Rolf Zach sagt:

          Was den Iran betrifft, ist die Antwort einfach. Die Iraner wissen sehr wohl, dass ihre Zivilisation vor der arabischen Eroberung auf hohem kulturellem Niveau war. Und diese vor-islamische Vergangenheit ist immer noch bei ihnen lebendig. Auch ihre grössten Dichter waren sehr kritisch gegenüber dem Islam. Vergleichen Sie einmal einen Iraner mit einem Araber, diesen Eidechsen-Fresser. Deshalb ist die Familien-Planung dort viel mehr fortgeschritten. Der Westen ist eigentlich beliebt, was die Mullahs unbedingt verhindern möchten. Es kann durchaus sein, dass wir dort im nächsten Jahrzehnt die grösste anti-islamische Revolution erleben.
          Übrigens, es kann Sie dort den Kopf kosten, wenn Sie im Iran vor-islamische Altertümer stehlen. Der andere Islam kennt keine Vergangenheit vor Mohammed.

          • Anh Toàn sagt:

            Die Muslim Brüder wollten in Ägypten auch nicht die Pyramiden und das Tal der Könige schleifen.

            Genauso wie im Iran brauchte es in Ägypten zur Überwindung der Diktatur eine alternative Elite, inklusive einer Organisation. Ich hatte eine ziemlich faschistischen Geschichtslehrer, einen Fan von Pinochet, aber er hatte Recht damit, dass es um ein system zu stürzen ein alternatives Kader braucht: Eine Partei, Eine Armee, eine religiöse Organisation:

            In Tunesien kann man der Regierung durchaus Wandel attestieren, aber bei Staatsanwaltschaft, Polizei und in den Gefängnissen sitzen noch immer die gleichen Folterknechte.

            Daher kommt die Angst der diktatorischen Regime vor den Muslimbrüdern: Sie sind die einzige für das Regime gefährliche Alternative, also Terroristen.

  • Christoph Bögli sagt:

    Der letzte Punkt ist ein wichtiger, der in der Debatte gerne vergessen geht: viel zu investieren ist auch immer ein Risiko. Grundsätzlich zeigen die ganzen ökonomischen Daten zwar einmal mehr, wie stark China mittlerweile international engagiert ist und wie das Land dadurch endgültig zum global dominaten Player wird. Gleichzeitig zeigt das aber auch, wie viele Risiken China bei seinem rasanten Aufstieg akkumuliert. Und wird darum wohl die gleiche Lektion lernen müssen, wie andere Weltmächte zuvor: dominant zu sein, exponiert auch und bringt einen schnell in die Defensive. Den Einfluss zu erweitern hat darum früher oder später noch jedes Imperium überdehnt und implodieren lassen..

  • Paolo Cerf sagt:

    Guter Bericht, bravo Hr. Straumann! Meine Wenigkeit hat jahrelang für das DEZA in Westafrika gearbeitet und lernte dort die Mentalität der Einheimischen gut kennen. Entwicklungsprojekte wie Strassen/Brunnenbau oder der Betrieb von Spitäler zählen Einheimische immer auf Hilfe aus dem Westen. Aber wehe, wenn sie nach Fertigstellung der Projekte, das Heft selber in die Hand nehmen müssen! Erlebte wie neu gebohrte Brunnen bald versiegten, weil Pumpen ausfielen. Filter reinigen? Wozu denn? Wir erklärten geduldig wie das geht, alles für die Füchse! Auch weil staatlich geförderte Wasserwerke es in Afrika kaum gibt. Den Chinesen ergeht es eines Tages genau so wie dem weissen Mann zuvor. Ausser die stellen ein Heer von Chin. Spezialisten vor Ort ein, und bezahlen die auch. Eine Illusion.

    • Rolf Zach sagt:

      Wissen Sie, Herr Cerf, ich glaube kaum, dass die Chinesen gewillt sind, die Afrikaner in ihrer Verhaltensweise zu ändern, deshalb sind sie auch so beliebt. Sie sind keine Gefahr für die Herrschaft der einheimischen Eliten mit irgendwelchen ethischen Forderungen und Systemkritik, die ihre Macht bedroht.
      Die Auswanderungswellen aus Afrika sind das Resultat eines total verkorksten System, dessen Schuld zu 95 % bei den Afrikanern selbst liegt und nur 5 % bei uns und den Chinesen.
      Wir in Europa sind nicht gewillt, durch Akzeptierung der Emigration aus Afrika die Eliten dieser Länder zu unterstützen und bei uns langfristige Schäden einzuhandeln, was auch die Chinesen nicht machen.
      Es gibt auch keine Auswanderung von Afrikanern nach China!

      • Maiko Laugun sagt:

        @Rolf Zach: „Es gibt auch keine Auswanderung von Afrikanern nach China!“

        Wann waren Sie das letzte mal in Guangzhou (Kanton) und haben mit eigenen Augen gesehen, wieviele Afrikaner es dort gibt?

        Eben. Keine Ahnung.

        • Rolf Zach sagt:

          Die effektiven Zahlen bitte, die sich zwischen 2015 und heute wegen der Auswanderung der Afrikaner zwischen Europa und China sich ergaben.
          Als ich den Beitrag schrieb, war mir bewusst, das ein Teil der Obama Familie von Kenia nach China ausgewandert ist. Aber ich schreibe vom Fluss und nicht vom Bach.

      • Anh Toàn sagt:

        @Rolf Zach „Sie sind keine Gefahr für die Herrschaft der einheimischen Eliten mit irgendwelchen ethischen Forderungen und Systemkritik, die ihre Macht bedroht.“

        Sehe ich auch so, und fand daher lustig, dass diese Chinesen sagen, Korruption sei das grösste Problem beim Geschäften in Afrika: Ohne Korruption, hätten die kein Geschäft in Afrika.

  • Josef Marti sagt:

    Für China geht es va darum seine Anlagen aus den Exportüberschüssen besser zu diversifizieren, also vermehrt raus aus den US Bonds, was nicht ohne Risiko ist wenn man die Dollars in Afrika verbratet. Jedenfalls lässt sich damit der internationale Dollarstandard nicht so schnell bodigen. Dazu müsste man den afrikanischen Kontinent zu einem grossen und zuverlässigen sowie kaufkräftigen Absatzmarkt für chinesische Produkte umfunktionieren können, wobei gleichzeitig China mehr als nur Rohstoffe und Agrarprodukte von dort importieren müsste. China weiss nämlich, dass es seine Konsumquote erhöhen und wegkommen muss von seiner Export- und Dollarabhängigkeit. Dazu muss langfristig bei gleichbleibenden Inlandinvestitionen die Sparquote (v. BIP) sinken.

    • Rolf Zach sagt:

      Gibt es ein Handel zwischen Ländern, wo ein Partner beabsichtigt, den anderen durch Altruismus sein Wirtschaftssystem auf eine höhere und bessere Ebene zu bringen. Selten, und wenn es der Fall ist, scheitert es öfters. Man kann für Afrika ruhig den berühmten Satz von Gottfried Keller zitieren „Zuhause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland“.
      Die einheimischen Eliten in Afrika sind nicht gewillt, irgendetwas an ihrem System zu ändern und desgleichen die sunnitischen Eliten der islamischen Länder. Das Volk will schon die materiellen Vorteile der westlichen Zivilisation, aber ihre Seele dabei zu verlieren, kommt überhaupt nicht Frage.
      Auf dieser geistigen Grundlage wird sich auch nicht ein Handel entwickeln, der nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördert.

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