Gilt Churchills Spruch auch heute noch?

Seine Kritik an der zögernden Haltung der USA wird wieder aktuell: Winston Churchill.

Seine Kritik an der zögernden Haltung der USA wird wieder aktuell: Winston Churchill.

Von Winston Churchill ist der Satz überliefert: «Man kann sich immer darauf verlassen, dass die Amerikaner das Richtige tun – nachdem sie alles andere ausprobiert haben.» (You can always count on Americans to do the right thing – after they’ve tried everything else.)

Damit bezog sich Churchill auf das Verhalten der USA gegenüber Nazi-Deutschland. Die Briten wünschten sich einen frühen US-Kriegseintritt, aber weil die amerikanische Öffentlichkeit isolationistisch eingestellt war, konnte die Roosevelt-Administration nur mit versteckten Rüstungslieferungen helfen. Am Schluss aber traten die USA doch in den Krieg ein und befreiten Europa. Ende gut, alles gut.

Churchills Spruch kursiert auch heute noch in den intellektuellen und diplomatischen Zirkeln Europas, aber die Zahl der Zweifler ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Immer weniger glauben, dass die USA in der Lage sind, wirtschaftspolitisch wieder auf Kurs zu kommen. Bei der Schuldenfrage herrscht totale Blockade, weil die finanzpolitischen Vorschläge der Republikaner bisher so unrealistisch sind, dass keine Einigung möglich ist.

Das unparteiische Congressional Budget Office hat in einem kurzen Bericht vorgerechnet, dass der von Paul Ryan vorgelegte Plan dazu führen würde, dass die USA 2050 nur noch eine kleine Armee hätten (siehe Tabelle S. 16: «Other Mandatory and Defense and Nondefense Discretionary Spending» würde auf 3,5 Prozent sinken). Die Pazifisten würde es freuen, aber das können die Republikaner unmöglich ernst meinen. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einmal mehr seinen Warnfinger erhoben. Die USA müssten endlich glaubwürdige Massnahmen zur mittelfristigen Reduktion der Schulden ergreifen, heisst es in einem neuen Bericht. (IMF Fiscal Monitor)

Noch ist alles offen. Der Spruch von Churchill mag auch diesmal angebracht sein. Aber es gibt eine historische Faustregel, wonach Finanzkrisen oft kurz vor Wahlen auftreten (z. B. Lehman Brothers im September 2008). Im Herbst 2012 sind Präsidentschaft- und Kongresswahlen. Vielleicht wird ein schwarzer Schwan das Rennen machen.

41 Kommentare zu «Gilt Churchills Spruch auch heute noch?»

  • Urs Brock sagt:

    Anstatt sich an den alten „Kirchenhügel“ zu wenden wie wäre es mit den Ueberlegungen von jemandem der noch lebt und sich ebenfalls Gedanken zur Gesellschaft macht?

    Hier eine Rezension eines Buches von Norbert Blüm, bürgerlicher Politiker in Deutschland CDU. ist nicht der erste Artikel den ich von Ihm gelesen habe und ich finde seine Gedanken eigentlich noch wirklich lesenswert um so auf eine Art und Weise mal wieder mit etwas gemässigterem beschäftigen zu können… bürgerliches Gedankengut das so und heute in den polariserten Gesellschaften Europas eher selten zu vernehmen ist…

    Auf Nachdenkseiten…

    Rezension: Norbert Blüm, Ehrliche Arbeit – Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=9078#more-9078

    • Rolf Schumacher sagt:

      Norbert Blüm war einer der wenigen Politiker denen ich gerne zugehört habe, richtig gerne zugehört. Er hat viele Dinge auf den Punkt gebracht und eine herrlich korrekte, klare, informative und trotzdem sehr unterhaltsame Sprache gesprochen. Danke Norbert Blüm.

  • roger sagt:

    Dabei ist das Offensichtliche doch so naheliegend.

    Die USA (ver)brauchen einen Viertel des gesamten weltweit verfügbaren Benzins. Dass dieses immer noch in Dollar auf dem Weltmarkt gehandelt wird, bedeutet letztendlich, dass sie das Geld dafür im eigenen Keller drucken können.
    Die Hälfte davon geht für die Kriegsmaschinerie drauf, welche das Öl und seine Handelswege bewacht.

    Die anderen Länder möchten nun auch günstiger (ohne Umweg über die Finanzierung des Staatsdefizits) an das Lebenselixier für die Wirtschaft kommen.

    Ob sich das die USA gefallen lassen?
    Zumal sie dann das Öl wirklich kaufen müssen…

  • Kunz Walter sagt:

    Mit der Betonung auf immer.

  • Anh Toan sagt:

    Die Amis werden, nach langem hin und her, einen Plan finden, wie das Budgetdefizit innert etwa 10 Jahren verschwindet. Der groesste Teil der Defizitreduktion wird etwa in den Jahren 6-10 erfolgen, unter der Voraussetzung, dass die US- und Weltwirtschaft nahe am Potentialwachstum wachsen und nichts Unerwartetes (Aussenpolitik, Katastrophen etc.) passiert. Da diese Voraussetzungen ueber 10 Jahre jedoch voellig unrealistisch sind, wird man nach 2-5 Jahren ausreichend Grund finden, diesen Plan ueber den Haufen zu werfen und neue Schulden machen, die man erneut mittels USD Abwertung (teilweise) loswerden wird. Erst wenn die Chinesen, Japaner, Saudis und andere begreifen, und keine US-Staatsanleihen mehr kaufen, sind die USA gezwuingen, eine nachhaltige Budgetpolitik zu betreiben, solange die Welt amerikanische Staatsanleihen, trotz einem Budgetdefizit in der Dimension Griechenlands und einer Verschuldung weit ueber 100% des BSP kauft, gibt es keinen Grund fuer die USA, sich die Defizite nicht von den (auslaendischen) Glauebigern finanzieren zu lassen.

    • Urs Brock sagt:

      Als kleiner mitlaufender Merkantilist freue ich mich über den tiefen US$ weil so die Preise für US Autos tiefer sind…

      🙂

    • Michael Schwarz sagt:

      @Anh Toan: Sie haben das wichtigste Punkt in der US Geldpolitik angesprochen. Hat man die Fragen gestellt, warum die Handelsdefizite mit China kontinuierlich anstieg, zwar seit letzten 10 Jahren. Dieses Problem ist zwar seit Jahren die US Politiker gut bekannt, aber niemand hat auch eine Idee, wo das Problem war. Die Zölle für die chinesische Importe sind massiv gestiegen, zum Schutz eigne Produktion, trotzdem steigt die Handelsdefizite mit China.

      Meine Analyse ist folgende: die USA hatte die einmalige Chance zur Reduktion seiner Handelsbilanzdefizite mit China, durch der Anbindung des Yuan an Dollar, gehabt. Seit Jahren betreibt der Fed die falsche Wechselkurspolitik – Dollarabwertungsstrategie. Der Grund ist es, dass die USA nicht für 200 bis 500 Dollar in Monat die Produkte herstellen kan, was in China möglich ist. Die Stärke der Amis liegt in der Herstellung von Produkten, welche gute Qualität und grössere Menge aufweisen. Was die Chinese ehr auf die Menge und schlechtere Qualität, die USA topen wollen.

      Die Lösung ist die Aufwertung des Dollars, womit werden die chinesischen Importe in USA dadurch erschwert, weil Yuan an Dollar angebunden ist, wenn der Dollar steigt, steigt auch Yuan. Durch steigenden Dollar steigt auch die Rohstoffpreise für die Chinesen, gleichzeitig durch der Aufwertung des Dollars steigt der Kaufkraft, sowie auch die ausländische Investition in USA. Am Ende müssen die Chinesen gezwungen sein, die Anbindung an Dollar zu lösen, dies führt zur Abwertung des Yuans, somit verteuert sich die Rohstoffe für die Chinese zusätzlich.

      Das Fazit: Die Abwertungsstrategie, die den Fed seit Jahrzehnten verfolgt hat, ist die Ursacht für den massiven Zunahm der Handelsbilanzdefizite mit China. Das ist auch der Grund warum die Staatsverschuldung in den USA zunehmen, weil das Vermögen der Amerikaner nach China geflossen ist. Es überrascht mich warum die US Ökonomen diesen Zusammenhang nicht gekannt haben. Dass sie weiterhin an Ideologie und Mythos der Abwertungstheorie festhalten, dies führt zum Rückgang des Kaufkrafts und Zunahm der Inflationsgefahr für die Wirtschaft. Die positive Auswirkung durch der Abwertung entsteht ist ehr kurzfristig, die Begründung der Kurzfristigkeit habe ich in vergangenen Beiträgen beschrieben.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Falsch Hr. Schwarz. China holt rassant auf und zwar in allen Bereichen. Die Qualität der chinesischen Produkte wird enorm schnell ansteigen und die Preise werden immer noch attraktiv sein. Schon vergessen Volvo ist chinesisch. Wenn man durch die Strassenschluchten von New York wandelt (die Stadt in den USA), die übergrossen Autos anschaut, die miserable Infrastruktur (Stromverkabelung a la USA ist schon fast Kriminell verlottert). Wenn man das Eisenbahnnetz studiert etc.
        Ich glaube, dass sich die USA sehr warm anziehen müssen. Sie waren jahrelang verwöhnt und haben vor allem durch den internationalen Brain Drain viel Wissen in die USA geholt.
        Aber das Heer von Holzköpfen, welches an den versnobten Eliteuniversitäten in den USA rektrutiert wird, wird den USA mehr Probleme bereiten, als es technologisch weiterbringen.
        In China gibt es mittlerweilen sehr viele attraktive Jobs, gut ausgebildete Menschen und auch herausragende Universitäten. Zudem ist der Heimmarkt der Chinesen um vieles interessanter als der gestättigte US-Markt.
        Die Zeiten des klobig, massiven, viel Chrom made in USA sind vorbeil. Feine raffinierte kompakte Technologie ist gefragt. Die USA haben sich zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und haben sich ein Heer von verwöhnten elitären Snobs herangezüchtet. Aehnlich schlecht sehe ich die Zukunft für England.
        Es müsste sich die Einstellung ändern. Leistung müsste wieder ehrlich belohnt werden, davon sind die USA aber meilenweit entfernt. Und das massive Sparprogramm wird die nächsten Jahre keine grossen Würfe in den USA erlauben.

        • Urs Brock sagt:

          Hr. Schumacher, sie erwähnen nicht den Wandel von der Produktion zu Services… was am Ende nicht’s anderes bedeutet als das man die Einnamhequellen vond er Produktion von Waren hin zu Patenten und Urheberechten verlagert…

          Die Japaner haben Jahrzehnte an ihre heute bekannten Marken, Produkten und der daraus folgenden dauerhaften Akzeptanz gearbeitet… Die Chinesen sind da noch sehr weit entfernt davon. Ich wage sogar zu behaupten das etwa die Marke Volvo und auch andere unter dem Chinesischen Label auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen wird…

        • Michael Schwarz sagt:

          @Rolf Schumacher: Ihre Analyse zeigt lediglich jetzigen Zustand Chinas. Sie müssen sich fragen, wie China zum Kapital kam. Der Handelsbilanzdefizite zwischen USA und China steigt Jahr für Jahr, d.h. China produziert Jahr für Jahr Überschüsse, auf Kosten der Industrieländer. Die Abwehrstrategie USA in letzten Zehn Jahren ist die Abwertung des Dollars, womit die Exporte verbilligt werden, aber die Anbindung des Yuan zum Dollar verhindert es. Es ist eine Unmöglichkeit für die Industrieländer 500 Dollar in Monat zu arbeiten, deshalb ist dieser Kampf gegen China absolut sinnlos. Die Abwertung des Dollar bietet die Chinesen noch mehr Wettbewerbsvorteile, weil deren Produkte durch der Abwertung noch verbilligt werden. Dies führt zum Verschwendung der natürlichen Ressource.

          Die einzige Lösung zu US Handelsbilanzdefiziten ist die Aufwertung des Dollars, verstärken den Kaufkraft in USA, und verbilligen die Rohstoffpreise. Das Alles wird zum erneuten Wirtschaftswachstum führen, gleichzeitig kann die USA die Handelsbilanzdefizite abbauen. Es ist ein Irrtum, dass die besten Ökonomen die Amerikaner sind. Die Ökonomie weder Theologie oder Ideologie.

          • Hampi sagt:

            Michael Schwarz sagt:
            14. April 2011 um 14:31

            Ich möchte nicht ihre Analyse kritisieren, aber doch hinzufügen, dass sich der Ist-Zustand (Status Quo) in der Stärke einer Währung reflektiert und nicht umgekehrt.

            Möchten sie also die Stärke einer Währung verändern (Aufwertung), dann müssen sie den Ist-Zustand zuerst ändern. Die Aufwertung des Dollars ist dann, so gesehen, mehr die Konsequenz der Lösung, als die Lösung selbst.

          • Michael Schwarz sagt:

            @Hampi: Ihre Analyse hat Hand und Fuss, somit haben Sie die entscheidende Aussage ausgesprochen. In diesem Punkt begreifen die Politiker nicht, nämlich die Entwicklung der Wirtschaft, ist keine Mathematische Gleichung. Die wirtschaftlichen Prozesse verstärken sich gegenseitig, so entsteht die Dynamik der wirtschaftliche Entwicklung.

            Die Frage ist es, zuerst das Huhn oder das Eier. Nach der Theorie Darwins ist das Eier der Anfang der Evolution. Wenn man den Ist-Zustand(Status Quo) verändern will, d.h. muss man das Huhn simulieren, womit es ein Eier legt, usw. Somit kann man den Ist-Zustand schrittweise ändern, nämlich mit einem simulierten Eier.

            Diese Problematik der Abwertung einer Währung habe ich wiederholt beschrieben. Die Abwertung einer Währung kann nur nachhaltig zur Verminderung der Kaufkraft führen, das sollte nicht das Interessen eines Landes sein. Die Menschen glauben gerne die Mythen, weil man keine Erklärung und Erforschung benötigt.

        • Anh Toan sagt:

          @Urs Schumacher. Was glauben Sie, wie verwoehnt erst die herangezuechtete Generation chinesischer Einzelkinder ist?

          • Urs Brock sagt:

            Hr. Toan,

            wenn Sie da ab und zu Urs Schumacher erwähnen… ist das so was wie eine Anfrage gemeinsan an Urs Brock und Rolf Schumacher oder tippen sie zu schnell?

            😉

            Ich würde sagen ziemlich verwöhnt, wie allgemein üblich bei der 2 Generation Kapitalsmusjünger… bei der 3ten siehts dann schon düster aus und bei der 4ten sind die Abrisserscheinungen mehr und mehr sicht- und vorallem spürbar.

            Alles nicht so wirklich Nachhaltig…

          • Rolf Schumacher sagt:

            Wir sprechen nicht vom US-Mittelstand, welcher pro College Jahr 30`000-40`000 US Dollar aufwerfen muss und fürs Harvardstudium (Vasellastudium) pro Jahre an die 100`000sfr, sondern von der wirklichen Elite. Ein paar Familien bringen ihre Kinder, ob sie was in der BIrne haben oder nicht an und durch die Elitsschulen und nach der Schule warten bereits vorbereitete Karreiren auf deise. Der Trunkebold und spätere Präsident G.W.Bush ist einer dieser Elite. Klar gibt es das unter den chinesischen Apparatschniks auch, aber die haben nicht den mondialen EInfluss, wie die US-UK-Elite-Gören. Die USA und das UK (Oberhaus) wird von elitären Banausen regiert. In China ist es ähnlich, aber China hat sehr gute eigene Ingenieure, Wissenschaftler etc. Und China kann sich auf seine gedrillten Arbeiter, Forscher etc verlassen. Die USA hingegen hat viel zuwenig eigen gut qualifizeirte Fachkräfte. Die USA wird kaum mehr soviele intelligente Asiaten abwerben können, wie sie es bis anhin gemacht hat. In China kann man sehr gut verdienen, als Chemiker, Physiker, Biologe, Informatiker, in Indien und Russland ebenfalls. Es kommen harte Zeiten auf das erfolgsverwöhte Amerika zu, vor allem, weil es zuwenig eigene gute Forscher, Ingenieure etc ausbildet. Und es wird auch an hochqualifizeirten Arbeitnehmern fehlen. Denn die Lebensqualität in den USA sinkt für diese Kaste Menschen unter das Niveau von Asien und Westeuropa, Australien und Kanada.
            Im Grunde genommen ist das US-Schulsytem auf Drittweltniveau. Und das rächt sich nun.

            Die USA besteht aus einer ganz elitären schmalen hochdekorierter, gut vernetzter, Elite. Nicht Leistung, sondern Famlienzügehörigkeit entscheiden über die Verteilung der Toppositionen in der US und UK-Gesellschaft. Dann gibt es eine Mittelschicht dies sich zu Tode rackert, damit die Kinder ein Abitur und eine einigermassen anständige Ausbildung machen können. Und danach gibt es die grosse Masse der ganz miserabel ausgebildeten US-Amerikaner. Die Berufsschulen sind miserabel, die USA haben von der Einwanderung gelebt. Und sie haben das elitäre englische System übernommen, in welchem klassischerweise der Arbeiter nicht wirklich geschätzt, sondern wegwerfwahre ist. Er darf möglichst nichts kosten, weder den Staat noch den Unternehmer. Das heisst minimalste (keine) Ausbildung und kaum Versicherung. Wenn sie in den USA einen Schreiner brauchen können sie froh sein, einen zu finden der seine Ausbildung in Europa gemacht hat.
            Die USA hat bewusst Fliessbandarbeiter und ungebildete Arbeiter herangezogen, die wehren sich am wenigsten, die kann man am besten ausnutzen. Selbständig, praxisbezogenes lernen wird nicht gelehrt.
            Entweder akademischer Bullshit oder learning by doing. Die USA ist das Land der Bastler und der Schnorrer, nicht das Land der zuverlässigen Arbeiter. Deshalb ist auch die US Infrastruktur derart miserabel und viele Produkte sind es auch. Die Arbeiter sind entweder reine, unbrauchbare Theoretiker, oder aber Bastler. Siehe Wasserversorgung (Klempner kann in den USA jeder werden, kein Wunder, dass in NWC jedes zweite WC nicht ordentlich funktioniert. Er Elektriker ist ebenfalls ein Bastler, siehe die Verkabelung des öffentlichen Stromnetzes an. In NYC gibt es täglich Stromaufälle (auch wenn keine Tornado über die Stadt fegt). etc etc etc etc.
            Die USA muss viel, sehr viel ändern.

          • Urs Brock sagt:

            Rolf Schumacher sagt: 14. April 2011 um 20:20

            Das ist auch mein Eindruck von ein paar USvA Aufenthalten… und natürlich auch anderen Informationen als nur meine Beobachtungen und Frage/Antworten im Land selber.

            Mein Eindruck ist aber leider auch, das Europa und damit auch die Schweiz auf die genau gleichen Gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zusteuert… und das noch ausserordentlich Zielführend. In der EU Verfassung -> Vertrag von Lissabon ist das alles schön festgeschrieben… Die EU Verfassung, das Gängelband der Bilateralen Verträge und der Strick an dem man schliesslich aufgehängt wird…

            Blickt man sich ein bischen um in den Ländern Europas inkl. der Schweiz sieht es in vielen Bereichen auch schon so aus wie in den USvA.. noch überdeckt vom hiesigen Bildungssystem und anderen Umverteilungsmechanismen… Noch.

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Woher kommen die neuen Roche Medikamente? Von Genentech, Boston USA. Woher kommen all die medizintechnischen Geraete in Ihrer Praxis? (Stimmt, es gibt auch welche aus Deutschland und der Schweiz). Welche revolutiionaere wissenschaftliche Entdeckung stammt von chinesischen Grundlagenforschern? Wer ein anstaendiges Nachdiplomstudium in Chemie, Biologie oder Physik machen will, geht nach USA. Chinesische Wissenschaftler beherrschen ohne Auslandstudium nicht mal Englisch, wie sollen die auf dem laufenden bleiben in Sachen wissenschaftlicher Entwicklung? Uebersetzen mit Google?
            In China verdient man mit Erwerbsarbeit, auch mit qualifizierter, kein Geld. Die einzigen guten Erwerbseinkommen erzielen in China nach westlichen/globalen Standards angestellte Topmanager und Spezialisten (Expats). Ansonsten verdient man in China Geld mit Geld (Wertsteigerung auf Immobilien, Handel und Spekulation) oder mit (staatlich toleriertem) Diebstahl geistigen Eigentums oder mittels Betrug am Volk durch Bestechung der Verwaltung, welche einem im Gegenzug widerechtliche Vorteile zu Lasten des Volkes einrauemt.
            Barrack Obama ist das beste Beispiel, wie ein paar wenige Familien dank Macht und Geld ihre dummen und faulen Kinder auf Pseudo-Eliteuniversitaeten senden, wo diese, falls dies nicht bereits im Elternhaus geschehen ist, neoliberal indoktriniert und dann auf die wichtigen Sessel im Land gesetzt werden. Ein paar weitere Beispiele waeren Vikram Pandit, Leo Apotheker, Larry Ellison, Ben Bernanke, Colin Powell, Condi Rice,
            Wuerden die Chinesen nur fuer jede dritte (US-)Software auf chinesischen Computern Lizenzgebuehren bezahlen, waere die Handelsbilanz USA-China wahrscheinlich ausgeglichen…….
            Es ist mir nicht gelungen, tiefenpsychologisch zu begruenden, warum ich die Tendenz habe, Sie mit dem Vornamen Herrn Brocks zu beehren.
            @Urs Brock: Habe gestern einen Spruch gehoert, denn ich Ihnen nicht vorenthalten kann: Die meisten Menschen leben heute wie Rockefeller am Ende seines Lebens (1937): Wir haben Farbfernseher, Autos mit Klimaanlage, Mobiltelefone, Benutzen regelmaessig Flugzeuge, wenn noetig bekommen wir Herzschrittmacher und wenn ein Organ verfuegbar ist sogar Organtransplantationen, haben dank Computer und Internet 24/365 Zugang zu ganzen Biblio-, Video- und Audiotheken, haben Photoapparate und Videokameras, und Sie, lieber Urs Brock, und viele andere jammern, wie wir von den Kapitalisten ausgebeutet werden. Wir fuehlen uns nur nicht wie Rockefeller, weildie anderen dies alles auch haben.

          • Urs Brock sagt:

            Anh Toan sagt: 15. April 2011 um 07:03
            Hr. Toan, stimmt schon, ich sollte das vorhandene kritikloser geniessen… mich wie ein kleiner Rockefeller fühlen. Ich müsste mich eigentlich um überhaupt nicht’s kümmern und könnte mich einfach an den Konsumprodukten erfreuen die heute noch immer als die ultimativen Errungenschaften moderner Gesellschaften verkauft werden…

            Das sind sie aber am Ende eben genau nicht. Es sind andere nicht mit Händen und Augen begreifbare Systeme die uns hier und heute in den modernen Gesellschaften von der Barbarei und Armut unterscheiden… Konsumprodukte, Kühlschränke und Autos war gestern. Es gilt die Gegenwart und Zukunft zu definieren und das wenn möglich ohne die stets maximierten Verwertungsbedürfnisse der Investoren….

            Halte ich mir aber vor Augen wieviele Errungenschaften aus den vergangenen Jahrzehnten bis ca. 1990 ab dann abgrissen wurden und es noch werden kann ich nicht einfach zusehen… Wärend die einen die heutigen Gesellschaftlichen Strukturen nur ausnützen und wen das nicht möglich ist zu Tode sparen und am Ende eliminieren, versinken Mio. von Mitbewohnern hier und heute mitten in Europa im Elend… ein Ende ist nicht absehbar…

            Ich dachte mal „wir hier in den modernen Industrienationen“ hätten uns aus primitven Lebensumständen heraus und von dort weg entwickelt, doch so wie das in den vergangene ca. 20 Jahren war sind die meisten von uns auf geradem weg dorthin zurück… die errosion und elimination der oft zitierten Mitteklasse…

            Ich bin sicher es wird die Verwertungskapazität, die Rücksichtslosigkeit und das Bedürfnis des Kapitals nach Renditen und Profiten masslos unterschätzt weil eben der Ueberbau der Umverteilungssysteme verdeckt was uns von… Barbarischen Zuständen unterscheidet.

            Noch…

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Brock: Ich frage mich auch manchmal, ob Sie vielleicht im Kern „recht“ haben, aber seit ich einigermassen denken kann, gibt es die Ansichten die Sie (Ausbeutung durch Kapitalisten) oder Urs Schumacher (Ausbeutung durch Verschwoerer) vertreten. Genauso wird seit einem halben Jahrhundert der Kollaps des Weltfinanzsystems vorhergesehen, der Kollaps der Natur (Waldsterben, Ozonloch, Klimawandel), das Ende der Ressourcen (Oel-, Nahrung), es gab Terrorismus (RAF, Brigade Rosse, PLO, IRA, ETA). „Es wird immer schlimmer gabs schon immer, die Reichen und Maechtigen waren schon immer boese, die Religion kaueflich, Nicht vorhergesehen wurde die Beendigung des Ost- Westkonflikts ohne Atomkrieg, eine demokratische Revolutien in vornehmlich muslimischen Staaten, der Aufstieg Chinas mittel staatlich gelenktem Radikalkapitalismus, die Moeglichkeiten des Internets etc. etc.

          • Anh Toan sagt:

            @Urs Schumacher: Vermutlich vermenge ich Ihre Namen, weil Sie beide Aehnliches verkuenden: Die Welt wird vom Kapitalismus (Urs Brock) bzw. von einem Geheimbund kapitalistischer Familien (Rolf Schumacher) ausgebeutet. Im Unterschied zu Herrn Schumacher machen Sie, Herr Brock, das Kapital nicht auch noch direkt fuer jeden Krieg dieser Welt verantwortlich. Vielleicht rede ich Sie beide in Zukunft am besten ohne Vornamen an.

          • Rolf Schumacher sagt:

            Anh Toan. Krieg ist eine sehr teure, somit auch lukrative Angelegenheit. Nebst Zins und wertlosen Börsenpapiergeschäften ist der Krieg ein Tummelfeld für die gierigsten der gieriegen Menschen.
            Das Kapital kann gar nichts Anh Toan, es ist ein Ding, das bewegt werden muss. Es ist immer der Mensch der Mensch, der die Verantwortung zu tragen hat.
            Kapital an sich ist weder schlecht noch gut, aber es kann extrem viel bewegen. Wenn sie einem Menschen die Nukleartechnologie in die Hand geben muss das an sich noch nichts heissen. Weil aber die Machtgier, der Antrieb für unsere Alphatiere (Berlusconi, Sarkozy, Obama, Cameron ist) ist es verherend potente DInge so niedrigen Geistern in die Finger zu geben.
            Reines Profitdenken ist kein Denken, es ist stupider Egoismus ohne wertvolle Gedanken. Der Mensch ist die Gefahr, das Kapital bloss eine tote Sache.

          • Anh Toan sagt:

            @Rolf Schumacher: Kinder an die Macht? Keine Macht fuer gar nichts?

  • Rolf Schumacher sagt:

    Und noch eine kleine Anmerkung. Deutschland hatte eine enorme Kriegslast zu decken und extrem hohe Reparationszahlungen zu leisten für den 1. und 2. WK, obwohl es nie nur einen Schuldigen für einen Krieg gibt. Die Siegermächte haben sich Rosienen gestohlen (Kolonien, Gebietsgewinne, die Welt wurde regelrecht aufgeteilt zwischen FR, UK und USA). Komisch, dass die Sieger heute vor einem riesigen Schuldenberg stehen, die Deutschen aber ihren Verpflichtungen nachgekommen sind und einen einigermassen vernünftigen Staatshaushalt präsentieren.
    UK, USA, FR haben weder sauber politisiert noch gewirtschaftet. Man muss die Geschichte dieser Länder sehr kritisch hinterfragen. Und es wäre an der Zeit, dass in den deutschsprachigen Ländern im Geschichtsunterricht alle Ecken beleuchtet würden.
    Hitler war ein Uebel, seine Ideen krank. Aber nochmals, wer hat ihn mit Geld und Ideologien ausgerüstet. Das ist die entscheidende Frage.
    Weshalb kamen die Taliban an die Macht in Afghanistan? Weshalb kam Saddam Hussein an die Macht im Irak? Weshalb konnte der völlig unfähige Ben Ali in Tunseien jahrzehntelang ungestört regieren? Weshalb Mubarak sein Horrorregime hochziehen? etc etc etc, auch die Südamerikanische Geschichte ist spannend, wenn man hinter die Kulisse schaut. Wer hat Pinochet an die Macht gebracht und Allende gestürzt.
    Churchill ist kein Held, er war einfach ein Werkzeug der Weltfinanz. Helden waren jene, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben um andere Leben zu retten. All jene, welche zb Juden bei sich versteckt hatten etc etc.
    Aber sicher nicht Churchill, das ist lächerlich.

    • Anh Toan sagt:

      @Rolf Schumacher: Sie fordern souveraene Nationalstaaten mit nationalen Waehrungen und beklagen sich, wenn diese Nationalstaaten national denken und handeln?

  • Rolf Schumacher sagt:

    Ich glaube nicht, dasss man die Gescichte so simpel übers Knie brechen kann. England sah sich in seiner Vormachtstellung von Deutschland bedrangt. Deutschland holte ab mitte 19Jh industriell rasant auf. Die Technologischen Fortschritte waren für das Brudervolk (Enlgland beängstigend). Kaiser Wilhelm II war ein mieser Kaiser, aber er hat alleine unmöglich einen Weltkrieg vom Zaun reissen können. Genauso erbärmlich schwach wie Wilhelm II war auch A. Hitler. Er hätte nie und nimmer an die Macht kommen könnenn, hätten ihn die Angelsachsen nicht dahin gebracht. (Ford, Bush, Wartburg, Harimann, Rockefeller) haben an die NSDAP geglaubt und sie mit Ideologie vollgepumpt.
    England und die USA waren ganz bestimmt nicht unschuldig, dass Hitler überhaupt Reichskanzler werde konnte. Deutschland war am Boden zerstört, bankrott, ausgehungert, orientierungslos. Stellen sie sich vor, wir hätten inner halb von 10 Jahren ein derartiges Fiasko wie damals Deutschland gegen Ende der Weimarerrepublik. Keine vernünftige Partei hätte eine Chance. Auch ausgehungerte Schweizer würden einem vom Ausland aufgebauten durchgeknallten Pseudopatrioten nachrennen, wenn er ihnen eine einigermassen akzeptable Perspektive offerierte.
    Uns geht es ja vergleichsweise gut, wir sind in einer feudalen Lage, aber seien sie sich bewusst, wie stark die SVP mit rassistischen, aggressiven, populistischen Argumenten trotzdem punkten kann.
    Ueberlegen sie sich also gut, Hitler war mausarm, Deutschland ist das Geld ausgegangen, wer hat diesen Wahnsinnigen Schreihals also finanziert? Churchill war sicher mit den hitlerschen Geldgebern in Kontakt, er hat ja regelmässig von seinem Bunker aus auf einer „geheimen“ transatlantischen“ Linie mit den USA telefoniert, von seinem Bunker in der Londoner Katakombe aus.
    Und noch was, Hitler mag ein totaler Psychopath gewesen sein. Aber wie konnte er daran glauben, dass Deutschland gegen die ganze Welt in den Krieg ziehen könne und gewinnen könnte. Als England ihn in der Polenfrage im Stich gelassen hat und es kein grünes Licht für die Korridor nach Ostpreussen gab, reagierte Hitler. Sebstverständlich hatte Hitler jedes Mass verloren. Aber htätte Churchill nicht den Krieg verhindern können, wenn man Hitler den freien Zugang zu Ostpreussen gegeben hätte?

  • Andreas Dombek sagt:

    @Rolf Schuhmacher

    Fast alles.

    Man kann zum Churchill stehen wie man will, aber eine nachträglich veränderte falsche Unterstellung kann vermieden werden, wenn man einige wenige Punkte der deutschen Entwicklung nach 1933 berücksichtigt. Hier eine extreme Kurzfassung.

    Die Siegermächte des 1. WK haben gegenüber dem Dt. Reich bis 1933 äußerste Härte demonstriert, wie an einigen Beispielen aufgeführt: – Vereinigungsverbot Österreich mit D., – Gebietsabtretungen trotz gegenteiliger Zusage in Oberschlesien und unter Rechtsbruch der Vorgaben des Völkerbundes,- Besetzung des Ruhrgebietes und weiterer großer dt. Gebiete,- Verweigerung der Prolongierung bei den überharten und unrealistischen Reparationszahlungen, – Verzögerungen bei Lebensmittellieferungen,- Zerstörung der öffentlich-infrastrukturellen Gegebenheiten durch übermäßige Requirierung von Eisenbahnmaterial, Schiffen und versch. Fahrzeugen, – Strickte Unterbindung der Luftfahrentwicklung usw, usw, usw.

    All diese Probleme wurden durch A. Hilter schrittweise und beim steigendem Erfolg immer schneller und dreister durchgeführt!
    Verweigerung der Reparationszahlungen, militärischer Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland, Heimholung des Saargebiets, Heimholung von Österreich, Heimholung von Böhmen und Mähren, Besetzung der Tschechoslovakei, alleinige deutsche Verantwortung beim Überfall auf Polen, Frankreich, neutrale Länder wie Belgien, Niederlande, Luxemburg, Dänemark und Norwegen. Wenn das nicht eine eindeutig kalkulierbare Konfrontation gewesen ist.
    Der Churchill ist klar konservativ, antideutsch und britisch Weltherrschaft haltend gewesen. Gegen wenn oder was musste denn damals gekämpft werden? Die Frage ist in sich absolut absurd: Etwa gegen die NSDAP? Natürlich nur gegen das Großdeutsche Reich, denn dieses war durch die National-Sozialisten in einem extrem wirksamen Machzugriff klar eine gigantische Kampfmaschinerie geworden. Eine anderen Weg als diesen schlimmen Weg gab es für den Westen nicht. Das dabei der uralte britische Überlegenheitswahn sich austoben konnte ist doch eigentlich logisch. Das Churchill und seine Trickser unsaubere Sachen in diesem Kampf machten ist auch logisch.
    Das aber einer der westlichen Gegner des Dt. Reiches die Bosheit der deutschen Regierungsklicke erreichten, ist eindeutig mit NEIN zu beantworten.

    Und ab diesen Punkte erübrigt sich jede weitere Diskussion. Das bei den Briten auch gewisse Kriegsverbrechen begangen wurden, möchte man nicht abstreiten. Da bleibt der vorsichtige Hinweis z. B. auf die Bombardierung auf Dresden nicht unerwähnt. Aber, der Krieg ging nun mal von Deutschland aus.
    Und nun zum sog. „Friedensplan“ der NS-Schergen in Berlin. Man kann diesen teuflischen Plan eventuell nur verstehen, wenn man sich etwas in den verschlungenen Gedankengänger dieser Verbrecherklicke sich zurechtfindet. Das Wesentliche der dt. Politik war in dieser besagten Zeit die unermesslich gigantische Vorbereitung der Operation Barbarossa: Der Überfall auf die Sowjetunion, auf den damals vollkommen desorientierten Väterchen Stalin, eigentlich den größten Versager der russischen Geschichte.

    Der Aufmarsch der entsprechenden aktiven Wehrmacht, mit den zugehörigen Reserveeinheiten, Polizei- und Sondertruppen kann man mit bis zu 2,5 Million Mann beziffern werden. Nun die Frage: Lassen sich die notwendigen Truppen aus dem Westen und Norden großteils nach dem Osten verlegen? Ja, wenn man die westlichen Staatsleute hinter das Licht führt.
    Die Lösung schien so einfach: Separatfrieden mit diesen „leichtgläubigen und ängstlichen Deppen“. Dies ist ein Zitat eines sich treugebliebenen Altnazis. Der Hess ist m. E. im falschen Moment, mit falscher Zielsetzung, falschem Verhalten und falschen Gedanken losgestürmt, weil er bereits damals nicht mehr im inneren Zirkel der Nazis befunden hatte. Sicherlich hat er zur Aufklärung der Briten mehr beigetragen als es Hess, diesen Psychoten, bewusst geworden ist. Ein „Verräter“ aus Dummheit.
    Da der Churchill möglicherweise im vergleichbaren Machtschematas wie seine dt. Gegenspiel dachte und wohl deshalb gut schlussfolgern konnte, ist er natürlich und Gott sei Dank darauf nicht reingefallen!!!

    Manchmal macht man sich als nachträglicher Betrachter dieser historischen Vorgänge durch das Verdrängen von banalen und einfach scheinenden Gegebenheiten die eigene Schlussfolgerung fast unmöglich.

    Fazit: Der britische Pitt-Bull hat den deutschen Schäferhund zerfetzt!

    So einfach ist manchmal die „glorreiche“ Geschichte. Ein Rivalenkampf.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Winston Chuchill war einer der schlimmsten Politiker der Menschheitsgeschichte, keiner hätte soviel verhindern können wie er, keiner hat soviel verspielt wie er. Wenn ein Politiker anderen Ländern keine Vorschläge erteilen sollte, ist es Churchill. Churchill nannte Joseph Stalin einen fähigen, integeren guten Staatsmann. Nach dem Krieg und dem Sieg über Nazideutschland sagte derselbe Churchill. Mit Hitler haben wir das falsche Schwein abgeschlachtet. (meinte man hätte besser Stalin beseitigt, als Hitler).
    Churchill, Hitler und der unnötige Krieg: Wie Großbritannien sein Empire und der Westen die Welt verspielte von Patrick J. Buchanan, empfehle ich jedem, der an die Mär glaubt, dass Churchill ein fähiger Politiker war. Ch. Blocher ist übrigens bekennender Churchill Fan.

    • Urs Brock sagt:

      Hr. Schumacher,

      versuchen Sie hier einen Mythos zu zerstören? Warum blos ist der Mensch nicht inder Lage sich seine Vorbilder zu Lebzeiten zu suchen anstatt sich auf Biografien zu verlassen die ja im allgemeinen vom Sieger geschrieben werden…

      😉

      • Rolf Schumacher sagt:

        Mythos. Lieber Hr. Brock. Alles ist Mythos, alles. Es gilt aus dem dargebotenen den eigenen zu konstruieren, so gut man kann. Bewusst eingedenkt der eigenen wahrnehmbaren Grenzen.
        Aber zu trauen sich an diese Grenzen zu stellen ist ein muss. Vorgegebene Mythen sind nie die eigenen. Was nicht in Frage gestellt wurde von einem persönlich ist nicht begriffen.
        Im Begreifen und ehrlichen Handeln nachdem man es begriffen hat liegt der Schlüssel.
        Der Mythos Chruchill der auf kitschig grotesk chauvinistisch-britische Art und Weise (Madame Tussaud und die Franc Masons der franz. Revolution lassen grüssen) in den Katakomben des Treasury buildings im Herzen Londons gefeiert wird, ist etwa so übel wie das Museum am ground zero in NYC.
        Man muss und darf die Mythen der Welt kritisch hinterfragen. Was Böse scheint ist oft ein nur ein Schatten, den die wahre Quelle wirft.
        Ueberall wo tabus hochgezogen wurde, muss man seinen Kopf hinenistrecken, überall wo Dogmen Strassen pflastern die Kopsteine umdrehen. Denn oben ist oft, wie gesagt, bloss der billige Schatten.

        Habe mich schnell mal umgeschaut und zig sachen gefunden. Hier aus einem Blogg auf N24.de

        War Churchill der Kriegstreiber des 2.WK?

        so könnte man den Bericht des englischen Historikers Martin Allen interpretieren.

        in dem Bricht „Die Friedensfalle“ (Link:NTV.-.Die.Friedensfalle.Unglaublichkeiten.wmv ) bei NTV hörte man:

        Lange vor der deutschen Invasion in die Sowjetunion machte Hitler England (Churchill) folgendes Friedensangebot:

        (überbracht vom päpstlichen Nunzio (Botschafter) in Spanien an den dort sich aufhaltenden englischen Botschafter)

        14. November 1940 (!)

        1. sofortiger Rückzug der deutschen Besatzungstruppen aus Frankreich Belgien, Holland, Dänemark und Norwegen

        2. Wiedergutmachung der entstandenen Schäden

        3. Wiederherstellung eines souveränen polnischen Staates

        4. allgemeine Abrüstung

        5. Vernichtung der Angriffswaffen

        Beim britischen Stab sorgte das Friedensangebot für helle Aufregung, doch Churchill dem man ja bereits vor 1939 gewisse deutschfeindliche „Absichten“ bislang unbewiesen unterstellte, hatte andere Pläne.

        Churchill stellte eine Falle in die die deutsche NS Führung tappen sollte.
        Dieser Plan rief bei den britischen Kabinettskollegen teilweise heftige Entrüstung vor.

        Die SO 1 (innerhalb des Geheimdienstes „Special Operation 1“)
        stellt eine Friedensfalle auf, um Zeit zu gewinnen. Mit Scheinverhandlungen suggeriert man Hitlerdeutschland, daß es innerhalb des Kabinetts und der Regierung angeblich eine große Zahl Politiker gäbe, die großes Interesse an der Umsetzung des von Deutschland vorgeschlagenen Friedensvertrages hätten, jedoch muß und möchte man dazu Churchill stürzen!, und sodann kann man mit Deutschland Frieden schließen. Auch das englische Königshaus stände hinter diesem Plan.

        Man nutzte diese Verhandlungen um Hitler glauben zu lassen, (weil Churchill bald abgesetzt werde), er hätte freie Hand gg. die Sowjetunion, mit der es bislang keine Ausseinandersetzung gibt, der Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Stalin bestand.

        Hitlerdeutschland als Speerspitze gegen den Bolschewismus einzusetzen, war ja eine mit der ersten Finanzierung der Hitlerbarden (u.a. Thyssen, Prescott Bush, Du Pont, Rockefellers Standard Oil, General Motors) Q: (http://wealth4freedom.com/Elkhorn.html) in Zusammenhang stehende Absicht die ja grundsätzlich nicht erledigt war.

        Hugh Dalton, Kriegsminister und Chef des Geheimdienstes musste durch die dabei entstandene kontroverse Auseinendersetzung seinen Hut nehmen, da Churchills ihn als scharfen Kritiker seiner Politik nicht mehr dulden wollte!

        Am 28.02.1941 schreibt er daß dieser (hinterhältige kriegstreiberische) Plan Winston Churchills mit seinem Gewissen unvereinbar sei.
        Detail, zwar nahm er an, daß es im Kriegfall auch zum „Knochenkegeln“ gegen die Hunnen kommen könnte, sehe es aber als moralisch verwerflich an, diesen durch Churchill vorgeschlagenen Weg wirklich zu beschreiten, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

        (Anm. TG.: Letztendlich legt man sich Hitlerdeutschland zu diesem Zeitpunkt schon zurecht um ihm zu gegebenem Zeitpunkt (Dresden 1945) den Gar auszumachen, die Vernichtung Deutschlands wurde, so die Möglichkeiten je bestünden, zu diesem Zeitpunkt, während Deutschland ein Friedensangebot unterbreitet (s.o.) festgeschrieben!)

        Der einzige Zweck dieser Hinhaltetaktik bestand darin, die Sowjetunion mit in den Krieg hineinzuziehen, und Hugh Dalton wusste, dass dies viele, viele Menschenleben kosten würde und verweigerte sich heldenhaft uneigennützig!

        Der Staatssekretär des britischen Außenministerium Lord Robert Wensitat (Schreibweise?) hielt die wahren Gründe der Verhandlung in einer Notitz an den britischen Aussenminister wie folgt fest:

        Der Feind ist das Deutsche Reich und nicht etwa der Nazismus!
        Und diejenigen die das nicht begriffen haben, haben überhaupt nichts kapiert! Wir haben genug von Friedensangeboten vom Männern wie Dahlerus, Goerdeler, Weissauer und Konsorten.

        Dieses Dokument, bezeichnet Martin Allen als durchaus „entlarvend“ .
        Denn sie besagt deutlich, daß die Bedrohung der britisch dominierten Weltordnung, nicht durch den Nazismus, sondern durch Deutschland und der Deutschen Reichsidee ausgeht!

        —-inne halten—–

        —-weiterlesen—–

        Hier wird eindeutig belegt, daß hochrangige britische Politiker ganz andere Ziele mit dem Krieg verbinden, als die Menschen, die dessen Lasten zu tragen haben, setzt Martin Allen fort.

        Auch der neue Außenminister Englands Anthony Eaden (?), folgt den Ausführungen seines Staatssekretärs.
        Verhandlungen mit Deutschland, die das Friedensangebot ernst nehmen und hätten umsetzen können (s.o.) finden nicht statt!

        Jedoch Strippenzieher der gesamten Hinhaltetaktik gg. Deutschland war Sir Winston Churchill!

        Anm.:
        Punkt 3 Des Friedensplans war die Wiederherstellung eines souveränen polnischen Staates. Punkt 1 der Rückzug aus Norwegen!

        Über welche Wege hätte die Sowjetunion ohne den polnischen Korridor angegriffen werden können?
        Ostpreußen? Ostsee? 80 km Slowakische Grenze?

        Churchill hatte die Chance, den Krieg im Westen zu beenden, er tat es nicht!
        Deutschland besetzte Frankreich im Handstreich und bot postwendend an, es wieder zu verlassen, incl. Wiedergutmachung der Schäden, und man lehnt ab?

        Martin Allen erregte zuletzt Aufsehen mit seinem neuesten Buch, in dem er auf die engen Verbindungen zwischen dem britischen Königshaus und der NS Führung aufdeckte!

        Im Public Record Office, dem englischen Staatsarchiv, liegen in bis zu 7 Stockwerken unterirdisch atombombensicher bis auf den heutigen Tag, relevante Akten zur Thematik, die jedoch unter „Rudolph Hess“ abgelegt sind auf Beschluss der britischen Regierung bis 2017 unter Verschluss. Die Akten dürfen bis dahin nicht geöffnet werden!

        Warum wohl!

        Mich beschleicht das Gefühl, daß an der Geschichte irgendwas nicht stimmt!
        Aber was!

        • Urs Brock sagt:

          Ausserordentlich viel hat auch die Gauckbehörde zur Aufklärung der Deutschen Geschichte in Ost und west beigetragen.

          Die DDR Archive waren mit das erste was Ausserdemokratisch mit entsprechend gesinnten Archivaren besetzt wurde… später dann durch restriktive „Auskunftsrechte“ populär unter die LEute gebracht verbunden mit moralischen Ansprüchen die das Einschwärzen von kompromittierenden Informationen rechtfertigen sollen… über Jahre wurde dort nur das publik gemacht was westlichen Strategien diente und die allgemein verbreiteten Ansichten unterstüzen konnte…

          Später durfte dann der Citizen Vulgaris sich mit eingeschwärzten oder nicht vorhanden oder nicht mehr vollständigen Dokumenten abspeisen lassen…

          Auch hier hat ein „Sieger“ des Zeitgeistes seine eigene Geschichte geschrieben… 2017 dürfte wohl ein Datum sein nachdem garantiert auch der letzte Betroffene sine Pfründe gesichert hat oder diese nun nicht mehr braucht….

          Soviel zum, Geschichtsunterrricht…

          😉

  • Rigoletto sagt:

    Churchill’s Spruch hat absolut noch heute Guelitgkeit! Leider.

  • Timmy White sagt:

    Ausserdem hätte ich den Artikel ganz anders Aufgebaut: Eines der Zitata von Curchill geht so: “ Was kümmert mich mein Gelaber von Gestern?“ Und dann als Lead: „Finanz- und andere Experten“ (Ausserdem würde ich solch grosse Namen nicht allzusehr bemühen, sonst steigt der „Happy Warrior“ nochmals aus dem Grab…. und wenn er das tut bringt er noch seinen guten Freund General George S. Patton mit! Und dann gute Nacht zusammen!)

    • Anh Toan sagt:

      @Timmy White: Soweit mir bekannt, stammt das Zitat vom Geschwaetz von Gestern von Adenauer. Wenn ich das Zitat uebersetze, benutze ich „crap talk“, mir faellt nicht besseres ein. Was hat Churchill fuer, wie Sie es uebersetzen, Gelaber gebraucht?

  • Jürg Gassmann sagt:

    Wie Bismarck sagte: Kinder, Betrunkene und die Vereinigten Staaten haben ein Schutzengel.

  • Thorsten Heitzmann sagt:

    Naja, der „grosse Schwätzer“ hat quasi im Alleingang die Nazis aus Europa geworfen – ob Herrn Schneiders Leistungsausweis da mithalten kann?

  • Markus Schneider sagt:

    Churchill war ein grosser Schwätzer, der sich gerne reden hörte. Was er wirklich meinte ist, dass Amerikaner zuerst viele andere Dinge tun, bevor sie das tun, was ihm selber am meisten zusagt.

    • Timmy White sagt:

      Churchill war sicher NICHT ein Schwätzer, Churchill war einer der besten Redner des 20 Jahrhunderts! Hitler und Goebbels waren „Schwätzer“ (Sic) Da Zitat bezieht sich auf den Kriegseintritt der USA zugunsten der freien Welt ink GB und kann nicht auf die momentane Finanzsituation angewendet werden…

    • Alex Ustinov sagt:

      Churchill kam nach dem 2. Weltkrieg in die Schweiz und wurde begeistert empfangen und gefeiert, in Bern – in Zürich, … .

      «Vive la liberterté, vive la justice, vive la fraternité … et vive la suisse !»
      http://www.videoportal.sf.tv/suche?query=churchill
      http://www.videoportal.sf.tv/video?id=5e296bf1-98f8-4a9d-8cb9-fce04b61e614

      Zu Libyien würde er sagen: “Dictators ride to and fro upon tigers which they dare not dismount. And the tigers are getting hungry.”
      Er konnte reden, witzig, intelligent, kurz und treffend. Er hat gehandelt und mit seinem Team den Krieg gewonnen.

      Kritik sagt oft – nicht immer – sehr viel aus über den Kritiker.
      Arno del Curto: „Wir Schweizer sind Weltmeister im Negativsein.“
      Deshalb sind wir auch Weltmeister im Penalty verschiessen.

      Hayek: „An die Bürger, die ihr Vertrauen in sich selbst und in unsere Institutionen verloren haben, möchte ich appellieren, wieder Zuversicht zu gewinnen: Hopp Schwiiz! Allez la Suisse!“

      Der Gastrokritiker im Film Ratatouille „Anton Ego“ konnte sich schliesslich überwinden – selbst Grösse zu zeigen – und die Leistungen des Chefkochs, der Ratte Remy anzuerkennen. „Jeder kann kochen“

      Wir sollten deshalb alle wie Coaches denken – wie Arno del Curto – Phil Jackson – Hayek – Churchill – Gandhi – Mandela, … .

    • Und was haben sie grosses zu bieten ausser dieser haltlosen Aussage? Das mit dem Schwätzer hat interessanterweise auch Hitler über Churchill gesagt. Haben sie den Spruch eventuell von ihm übernommen? Und wenn ja, was noch? Ach, eigentlich will ich das gar nicht wissen…
      Was ich weiss, ist, dass Churchill ein brillanter Redner war, der sehr treffsicher argumentieren konnte. Und letzteres zählt – insb. in der Politik – wohl am meisten.

    • Thomi Horath sagt:

      Ob Churchill jetzt ein Schwätzer war oder nicht, sein Spruch ist einsame Klasse! Eine andere Aussage von ihm find ich auch gut: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe.“ 🙂

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