Huch, es spricht!

Statt aufs Handy zu schauen, kann man sich zur Abwechslung auch mal mit den Mitmenschen unterhalten. Foto: rawpixel.com (Pexels)

Na, heute schon über die lieben Mitmenschen gejammert? Starrten im Zug wieder alle griesgrämig mit Stöpseln in den Ohren auf ihre Smartphones. Typisch Deutschschweizer eben, keine Lebensfreude im Leib.

Ich für meinen Teil bin zwar froh, wenn man mich im Tram nicht allzu sehr mit Lebensfreude behelligt. Gegen einen kleinen Plausch habe ich aber nichts einzuwenden. So kommt es öfter vor, dass ich mich mit Wildfremden unterhalte. Nichts Tiefgründiges: «Sitzed Sie nur ane, ich cha das wegnä.» – «Oh, tanke. Fahred Sie wiit?» – «Helmhus. Müend Sie vorher use?» – «Nei, ich gang bis Tüfebrunne. No chli go bädele. Solang mä no cha.» Und schon plaudern wir bis zur Haltestelle Helmhaus.

Das Schweigen der Jugend

Früher wäre mir so etwas nie eingefallen. Reden? Mit Fremden? Himmelhilf! Und heute? Weder am Nebentisch noch in einer Warteschlange sind die Mitmenschen vor meinem Spontangeplauder sicher.

Mein Verdacht: Spätestens mit vierzig bricht ein Laber-Gen durch, das tief in uns allen schlummert. Dann weicht Jugendscham einer kommunikativen Altersunverfrorenheit und es ist einem egal, was «die Leute» denken. Man hält es mit Louis XIV: «Les gens c’est moi – die Leute, das bin ich».

Meistens kommt ein Lächeln zurück oder ebenfalls etwas Unverbindliches. Alltags-Small-Talk eben. Manchmal fällt mir nach zwei Sätzen nichts mehr ein und ich schweige. Bis zum Helmhaus, wo ich mich mit einem kurzen Nicken verabschiede. Oder: «Äxgüsi, dörf ich dure. Danke. Schöne Tag no. Und viel Spass bim Bädele.»

Ich kenne da zwei, denen würde das nie passieren. Dass ihnen nichts mehr einfällt, meine ich. Karin und Judith sind die ungekrönten Königinnen des freundlichen Geplauders.

Je öfter man es tut, desto leichter fällt es

Mit Judith einen Flohmi-Stand zu betreiben, ist eine Offenbarung. «Oh, schönes Oberteil, ist das gehäkelt?», fragt sie eine Passantin. Zehn Minuten später kennt sie deren Lebensgeschichte. Judith ist mit dem halben Mittelland bekannt (mit Ausläufern ins Wallis) und weiss, wo Wohnungen frei werden, wer einen Job sucht und wer wieder auf dem Single-Markt ist. Ich habe mich schon gefragt, ob man diese menschliche Infozentrale irgendwie gewinnbringend als Geschäftsidee vermarkten könnte.

Aber das würde die Sache verderben. Die lockere Plauderei verfolgt eben grad keine Absicht. Sie ist reine zwischenmenschliche Interaktion, die dazu führt, dass sich die Beteiligten besser fühlen, wahrgenommen und irgendwie aufgehoben.

Karin steht Judith in nichts nach. Ihr Spezi Paolo behauptet: «Wenn Karin niemanden zum Reden findet, unterhält sie sich halt mit der Wand.» Im Sommer waren wir ein paar Tage in Italien. Irgendwann erhob sich Karin vom Liegestuhl und marschierte an die Strandbar. Eine Stunde später stand sie wieder da und berichtete, wie es kam, dass die afrikanische Strandverkäuferin nun in Italien lebt. Sie war ihr zufällig an der Bar begegnet und hatte sie spontan zu einem Teller Spaghetti Vongole eingeladen.

Angst vor den Konsequenzen

Mir ginge das zu weit, das wäre mir zu viel Nähe. Ich würde mich verpflichtet fühlen, mich künftig immer mit der Frau abgeben zu müssen. Karin ist anderer Ansicht: «Quatsch, sie geht wieder ihrer Wege und ich meiner, ich fand aber ausserordentlich spannend, was sie erzählte.» Beide Seiten können die Kommunikation jederzeit ohne Angabe von Gründen einstellen: «Hat mich gefreut, ufwiederluege.»

Karin war in jungen Jahren distanzierter, zurückhaltender. «Ich reise ja oft alleine», sagt sie, «irgendwann habe ich gemerkt, dass ich von mir aus auf die Leute zugehen muss, wenn ich nicht alleine versauern will. Und dann habe ich gemerkt, dass es Spass macht, sich mit Fremden zu unterhalten.»

Jene, die so gerne über die Anonymität der Stadt, die landestypische Kaltherzigkeit klagen, müssten halt auch einfach mal selber den Mund aufmachen. Oder die Stöpsel aus den Ohren ziehen. Damit sie wenigstens mitbekommen, wenn jemand mit ihnen redet.

Song zum Thema:

43 Kommentare zu «Huch, es spricht!»

  • Esther Villa sagt:

    Vor den Handys (furchtbar, ich nehme meines nie mit, das ist wirklich nur für Whats’up da) da hatte ich sehr gute und freundliche Diskussionen im Zug. Natürlich nicht morgends um 6 Uhr (!). Aber seit den Handys gibt es keine KOMMUNIKATION mehr unter menschen ! Wir leben im Jahrhundert der Kommunikation und sprechen nichtmal miteinander ! Oder dann sind sie auf ihrem PC und spielen Karten … Der Mensch ist kommunikations unfähig geworden !

    • Michael sagt:

      Ein Kollege hatte das mal treffend als – digitalen Autismus – bezeichnet !

    • tina sagt:

      frau villa, sie können imfall das handy gefahrlos mitnehmen, sie sind nicht gezwungen darauf zu starren, blos weil es dabei ist. und nur weil man drauf starrt, ist es auch nicht verboten, trotzdem zu reden :). man hat das ganz selber unter kontrolle, keine angst

      • Esther Villa sagt:

        @Tina : nein, ich will keine Telefone machen weil ich auswärts bin, ich will FREE sein ! Sogar in den Ferien bleibt er im Hotel ! For die Fotos nehme ich einen Fotoapparat.

  • Luis König sagt:

    Das Louis Zitate ist erstens falsch und zweitens humormässig unterste Schublade – genau wie es mir gefällt. Befürchte jedoch, die Autorin hat das nicht so gemeint.

  • Ralf Schrader sagt:

    Es gab in der gesamten Kulturgeschichte der Menschheit, also seit 70’000- 120’000 Jahren kaum Menschen, welche zu wenig redeten. Es gab und gibt nur Menschen, die viel zu viel reden. Derzeit ca. 14’000 Worte pro Tag und Person.

    Die Schriftstellerin Christina Dalcher hat eine Dystopie mit dem Titel ‚Vox‘ geschrieben. Da dürfen Frauen nur 100 Worte pro Tag reden und angeblich verkümmern die dadurch mental, was an einer Mutter- Tochter- Beziehung gezeigt wird.

    Ich würde ein gegenteiliges Experiment im Massenversuch testen wollen. Es sollte durchaus möglich sein, mit 100 Worten/ Tag auszukommen und sich dennoch mental und sozial erfreulich zu entwickeln. I.A. wird zu viel geredet und das in geradezu epidemischen Ausmass.

  • tina sagt:

    hahaha das laber-gen :). ich mag deine texte

  • Karin no. 2 sagt:

    Ach Frau Brüderlin, endlich fühle ich mich verstanden! Ich kann nach der Ferienzeit die Sprüche „weisch in XX sind alli soo offe, das chöntder ide Schwiiz niä passiere“ nicht genug zurückweisen: man muss es halt zuerst in den Wald hineinrufen, ehe was zurück kommt! Diese kleinen, unerwarteten Begegnungen geben beiden Seiten viel zurück – selten etwas negatives. Lass uns alle etwas „Karin“ sein!

  • Michael sagt:

    Also mir hatte man das sog. Labergen ’54 mit in die Wiege gelegt. Ich habe mit vielen ein munteres Schwätzschen halten können – mit dem Verkäufer auf dem Markt, auf Partys mit Mann und Frau, mit einem Kellner, mit dem Sitznachbarn oder einer vollkommen fremden Frau, der ich ein Kompliment zu ihrem Parfüm gemacht habe.
    Als ich 2006 in die Schweiz gekommen in, musste ich feststellen, das mir ein ausgelebtes Labergen hier nur Probleme macht. Schwätzen ging auf dem Markt nur, wenn es sich um jemanden mit Migrationshintergrund handelte. Offensichtlich schwätzt der gemeine Schweizer nicht so gerne. So gab es doch die Umfrage zu den automatisierten MIGROS Kassen, die von der Jugend bevorzugt wurden, weil man da nicht reden musste…

    • Esther Villa sagt:

      @Michael : ich weiss, ich bin eine Ausnahme ! In meiner Stadt gibt es viele Turisten und Ausländer in internationalen Firmen. Die sind froh mich zu haben !

    • tina sagt:

      ich selber bevorzuge diese DIY kassen, um nicht labern zu müssen, und trotzdem labere ich am selben tag gern wo anders. man soll kassierende ( <– genderneutralität!) nicht zulabern. die sehr betagte frau, mit der ich zum beispiel kürzlich ins labern geriet, die – würde ich behaupten – hatte beispielsweise urschweizer gene. sie suchte nämlich in der kühltheke ein gnagi und von den leuten um die kühltheke wusste keiner wovon sie spricht :-). ich selber habe das wort seit jahrzehnten nicht mehr gehört

      • Asta Amman sagt:

        Eine betagte Frau sucht nach einem „Gnagi“? Gute Zähne, Kompliment. Oder hat das nichts mit Abnagen zu tun?

        Aber stimmt, Gnagis gehören in die ferne Vergangenheit (wie „Adrio“). Auf deutsch heisst das wohl Eisbein. Klingt auch total archaisch.

    • Asta Amman sagt:

      Meine beiden Eltern (er welsch, sie deutsch) konnten unabhängig voneinander kaum eine ÖV-Fahrt oder einen Cafébesuch unternehmen, ohne Bekanntschaften zu schliessen. Wir Kinder sind da weit zurückhaltender. Eigentlich schade. Manchmal unternehme ich bewusst einen Effort, der immer positive Reaktionen erzeugt. Irgendwer hat uns Zürcher mal die Japaner der Schweiz genannt. Das hat schon was. 😉

  • Michael sagt:

    Mit ihren Beitrag hätten Sie eine fiktive 100 Worte Regel um gut 20 Worte überschritten und dürften den ganzen Tag nichts mehr sagen…

    • Ralf Schrader sagt:

      Man kann Tag für Tag schweigen, kein einziges Wort sagen, und dennoch einen Roman schreiben. Das Penetrante, das Unangenehme des Angerufen oder Angesprochen werden ist die Direktheit des Kommunikationsprotokolls.

      Eine E-Mail kann ich beantworten, wenn ich dazu bereit und in der Lage bin. Aber wenn jemand die Impertinenz besitzt, mich unaufgefordert anzusprechen oder anzurufen, erwartet das eine zeitnah synchrone Antwort. Das macht Gespräche so unangenehm. Egal ob am Telefon oder im Bus.

      • Esther Villa sagt:

        Sie sollten man einen Psy besuchen. Sind sie einzelkind ? Wenn man mit geschwistern aufgewachsen ist, hat man keine solche reaktion, man ist sich dann gewöhnt ständig mit anderen zu sein. Ja, jeder ist eben anders.

  • Peter Gaissberger sagt:

    Vorallem die Jungen haben ein mega Problem sprich Defizit. Ich sehe das leider bei unserer Tochter. Wenn sie sich mit Freunden trifft und ausnahmsweise kein Handyempfang vorhanden ist, haben die sich nichts zu sagen. Es herrscht gähnende Stille und die Runde wird zunehmend nervös und löst sich auf. Eben, sie wissen nicht was snall talk ist. Geschweige denn eine Diskussion zu führen. Richtige Internetzombies.

  • sepp z. sagt:

    Viele Frauen fühlen sich belästigt, wenn sie im öffentlichen Raum von Fremden angesprochen werden.
    (Ausser natürlich es ist George C., dann ists ok).

  • Zufferey Marcel sagt:

    In der Schweiz lohnen sich die meisten Gespräche mit (fremden) Menschen eigentlich gar nicht: Ausser über die eigene ökonomische Funktionalität, die Konsumgewohnheiten oder die letzten- bzw. die nächsten Ferien und natürlich das Wetter ergibt sich zumeist nichts allzu Spannendes. Da wir ein weitgehend leidenschaftsloses Volk sind- ausser Leidenschaft wird im Kontext zu irgendeiner Form von Leistung definiert- und eine z. T. geradezu abstossend rationale Sicht auf das Leben haben, also ob es sich dabei lediglich um eine praktische Einrichtung handeln würde (bei uns Schweizern muss alles immer irgend wie praktisch sein), sind auch entsprechend laut, lebendig oder herzlich geführte Gespräche nahezu unmöglich.

    • tina sagt:

      das widerspricht sich aber total. man spricht ja nicht immer nur mit anderen, weil das irgendeinen zweck haben soll, geschweige denn sich lohnen muss. man redet aus spass oder interesse (oder aus einem gesteigerten mitteilungsbedürfnis, was wohl dein grund ist, hier zu schreiben).
      dein beitrag endet aber mit der kritik, das schweizer eine abstossend rationale sicht aufs leben haben sollen. also eben so wie deine über kommunikation mit anderen… schon ein bisschen trauig, deine haltung

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ich find‘s meistens langweilig, mit Schweizern zu reden. So konventionell, steif und humorlos. Und dann die Unzufriedenheit in den Augen vieler Menschen hier. Unsere Art hat ökonomisch sicher viele Vorteile. Deshalb haben wir ja auch eine der erfolgreichsten Volkswirtschaften dieser Erde. Darauf können wir mit Recht stolz sein. Aber rein menschlich betrachtet, sind wir ein eher blutleeres Völklein. Ein Beispiel:

        Christoph Schlingensief hat im Niederdorf vor langer Zeit einmal ein humorvolles Anti-SVP-Stückli inszeniert. Die Reaktionen darauf waren von einer geradezu bestürzenden Ernsthaftigkeit! Man hätte es ja auch auf die lockere Schulter nehmen können. Statt dessen hat diese kleine, freche Inszenierung bei Publikum und Medien nurvöllig verkrampft wirkende Grundsatzdebatten ausgelöst.

        • tina sagt:

          schlingensief wollte provozieren, nicht lustig sein, wenns mir recht ist, und das ist ihm ja gelungen, nicht? der wollte nicht, dass das alles einfach nur hihihi funny finden.
          ich finde echt, dass du haargenau das, was du kritisierst, selber ausstrahlst. verkrampft, humorlos, steif. ein gespräch muss sich lohnen. abstossend rational. ist imfall meistens so, mit leuten, die diese haltung haben. merkt ihr das alle nicht?? nur schon bei gesprächen die vertreter von nationen zu zählen und gegeneinander abzuwägen…

          • Zufferey Marcel sagt:

            Es zwingt dich ja niemand, mit mir zu kommunizieren, Tina. Wir sind- einmal mehr- nicht derselben Meinung. Das macht nichts, finde ich.

          • tina sagt:

            haha ja klar, ist freiwillig. es war mir ein bedürfnis, dich darauf aufmerksam zu machen, dass du genau so zu kommunizieren scheinst, wie es dich selber stört

          • Marcel Zufferey sagt:

            Dir ist aber schon klar, dass die rein schriftliche Kommunikation sehr eindimensional ist, Tina. Wir sehen einander nicht, während wir uns schreiben. Würden wir als Spezies nur schriftlich miteinander verkehren, wären wir eine Festplatte und kein mehrzelliger, hochkomplexer Organismus 😉

          • tina sagt:

            ja, natürlich beziehe ich mich auf deine texte, worauf den sonst

    • Leon Topodium sagt:

      Etwas zu viele Klischees die Sie hier bringen. Oder dann lebe ich in einer parallel-Schweiz. Alles was Sie hier scheinbar vermissen kenne ich durchaus in meinem Alltag. Aber klar, mit Leuten die mir das Gefühl geben grundsätzlich irgendwie doof zu sein führe ich auch keine laute, lebendige und herzliche Gespräche. Vielleicht ein Punkt wo Sie was ändern könnten.

      • tina sagt:

        exakt, leon :). die haltung spürt man auch von weitem

      • Zufferey Marcel sagt:

        Einem Klischee liegt meistens- analog zu einem Witz- etwas Wahres zugrunde. Mir persönlich fiel / fällt z. B. der Kontakt zu Menschen aus den USA, England, Irland oder Deutschland erheblich leichter. Jede Kultur, jedes Land hat seine Gepflogenheiten. Und die unterscheiden sich z. T. fundamental. Ich werfe ja nicht gleich alle Schweizer in einen Topf. Aber ich habe die Möglichkeit, das Kommunikationsverhalten von Menschen versch. Länder und Kulturen zu vergleichen, weil mein Umfeld sehr international ist. Mir hat mal ein Schweizer Kollege- ja, selbst ich habe solche!- gesagt, man spüre das nur schon an meiner lockeren Art, item: Beim erw. Vergleich fallen „die Schweizer“ halt etwas eigen aus. Das ist eigentlich alles.

        • Aquila Chrysaetos sagt:

          Naja, unter „lockerer Art“ stelle ich mir etwas anderes vor. Sicher niemand der ein paar Expats kennt und deshalb leicht verbissen in einem Blog darlegen will, dass „die Schweizer“ etwas eigen seien.

    • Zufferey Marcel sagt:

      https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/liebe-expats/story/31511920

      „Bei Expats wird die Schweiz unbeliebter: wegen … unserer Frostigkeit.“

      Klischee und Wirklichkeit.

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Und das alles hat in den letzten vier Jahren völlig geändert…!

      • tina sagt:

        du musst den artikel schon auch lesen, nicht nur freude haben dass der titel dich bestätigt.

        • Zufferey Marcel sagt:

          Also ich fand den Cartoon dazu in der Printausgabe noch ganz originell und passend, Tina…

          • tina sagt:

            von den 18000 befragten leben nur 1000 in der schweiz. expats sind ja die, die meist englisch kommunizieren in der zeit, in der sie zum beispiel in der schweiz sind. und dann schau mal, welches die bevorzugten länder von expats sind, und überleg dir warum wohl.
            mein englisch ist viel zu schlecht, als dass ich solche lockeren alltagsplaudereien auf einem einigermassen geistreich-lustigen niveau zu führen im stande wäre :))). es tut mir wirklcih selber leid. das liegt aber halt schon auch an der sprachbarriere.
            und dann lies nochmal den 2. abschnitt, was den leuten hier nicht gefällt. das sind dann auch vorallem mal die preise. die gefallen mir imfall auch nicht 🙂

      • Glasmost sagt:

        Frost mag ich auch nicht. Fängt im September an und hört im Mai auf. Ansonsten ist die Schweiz tiptop.

  • Othmar Riesen sagt:

    Das bestätigt meine Erfahrung: viele Deutsch-Schweizer/innnen können nicht richtig sprechen. Sie haben keine Erfahrung im Ausdruck ihrer Meinung. Wenn der Tagesanzeiger zu irgendeinem Thema junge Leute befragt, ist das, was sie sagen, oberpeinlich. Sowieso können sie es nicht auf Hochdeutsch sagen. Ach je. Ich denke, da wächst eine Generation heran, die unserem Lande Schweiz Schwierigkeiten bereiten wird. Aber klar, ich will nicht kulturpessimistisch sein.
    Beste Grüsse
    O.R.

  • Anh Toàn sagt:

    Das hat nichts mit Smartphones zu tun, sondern ist Klimabedingt: Die meiste Zeit des Jahres gehen, nahezu rennen wir im öffentlichen Raum (Vor der Smartphonezeit sagte man dafür „draussen“) mit den Händen tief in den Taschen, Kinn und Hals in den Kragen gezogen, Mund und Augen zusammengekniffen, der ganze Körper in einer leicht gebeugten, verschlossenen Haltung, etwa so, als müssten wir gleich ganz dringend. Warum? Das Wetter ist kalt und unfreundlich, wir verschanzen, verrammeln uns vor dem unfreundlichen draussen.

    Sobald der Sommer kommt, oder wir in den Bergen über dem Nebel auch während der anderen 9 Monate des Jahres mal Sonnenschein bekommen, kommen Hände aus Taschen, Hälse aus Kragen, Zähne werden sichtbar im Mund (Lächeln), der Blick geht geradeaus statt vor die Füsse.

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