Hört auf mit den Diätkomplimenten!

Warum wir Frauen uns Bemerkungen zum Gewichtsverlust der anderen künftig verkneifen sollten – unseren Töchtern zuliebe.

Schluss mit diesem ewigen Bewerten: Wir sollten den weiblichen Körper endlich mal in Ruhe lassen. Foto: iStock

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Genauso steht es um Komplimente zum Gewichtsverlust. Neulich in der Badi trafen meine Töchter und ich unsere ehemalige Nachbarin. Sie begrüsste uns mit einem: «Oh Wahnsinn, du hast ja toll abgenommen! Wie viele Kilo? Welche Diät hast du gemacht?» Meine Töchter hörten mit grossen Augen zu.

Ich hatte während meiner beiden Schwangerschaften rund 20 Kilogramm zugenommen. Eine an sich völlig normale Sache. Denn jeder weibliche Körper reagiert anders auf die hormonellen Umstellungen, Stress und Schlafentzug. Letzteres war bei mir wohl ausschlaggebend. Denn ungefähr ab dem Zeitpunkt, als meine Jüngste (und somit auch ich) anfing, nachts mehrere Stunden am Stück durchzuschlafen, ging es auch mit meinen Kilos runter. Und innerhalb eines Jahres hatte ich plus/minus mein ursprüngliches Gewicht wieder. Was meinen Mitmenschen oft viel Gesprächsstoff bot.

Habe ich früher also schlecht ausgesehen?

Komplimente zum Gewichtsverlust finde ich aus mehreren Gründen problematisch. Erstens sind diese «Komplimente» schlicht verletzend. Mein Zustand vorher war somit nicht ganz wünschenswert. Denn damals hat ja keiner was gesagt. Die indirekte Botschaft hinter «Du siehst jetzt so toll aus!» ist nämlich: «Du hast früher schlecht(er) ausgesehen».

Zweitens wird mit solchen Komplimenten das – in meinen Augen – längst tradierte Bild eines Körperideals wiedergezeichnet: Gut ist nur, wer schlank ist. Diese Komplimente fühlen sich für mich an wie ein: «Bravo, Ellen, jetzt entsprichst auch du wieder dem gängigen Schönheitsideal.» Erwartungen erfüllt. Schublädchen auf. Schublädchen zu.

Drittens kann ein Gewichtsverlust auch eine nicht willkommene Nebenwirkung sein. Es kann sein, dass die Person eine Essstörung hat und deshalb abgenommen hat. Oder zum Beispiel gerade eine Chemotherapie durchmacht. Es kann auch sein, dass die Person stark unter Stress steht, einen Todesfall in der Familie hatte oder an einer Depression leidet und deshalb stark abgenommen hat.

Bereits dreijährige Mädchen finden Dünnsein gut

Eine Umfrage (aus dem Jahr 2014) von 102 amerikanischen Mädchen im Alter zwischen 3 und 5 ergab, dass 3-jährige Mädchen das Dünnsein als etwas Positives assoziieren. Dreijährige. Eine weitere Umfrage (Jahr 2005) zeigte, dass 5- bis 8-jährige britische Mädchen mit ihrem Körper unzufrieden sind und schon wissen, was eine Diät ist. Fünfjährige.

Und somit kommen wir zum vierten Grund, der gegen Gewichtsverlustkomplimente spricht. Wenn unsere Mädchen dauernd hören, was für hübsche Frisuren sie selber tragen und wie toll ihre Mütter doch abgenommen haben, werden sie schnell daraus schliessen, dass unser Aussehen als allererstes wahrgenommen wird. Und nicht wer wir sind oder was wir zu sagen haben.

Vielleicht sollten wir sowas wie eine Body-Neutral-Bewegung starten.

Muss auch die nächste Generation in einer Welt aufwachsen, die vom Aussehen besessen ist? In der Mädchen weiterhin dünn, schön und rosa gekleidet sein müssen? Jungs aber stark, wild und nicht-weinend? Haben wir diese Zeiten nicht längst hinter uns?

Mir ist meine eigene Gesundheit und die Gesundheit meiner Mädchen wichtig. Wir schnippeln gemeinsam Gemüse und Obst. Sie üben sich zusammen mit ihrem Vater an der Klimmzugstange und an ihrem kleinen Boxsack für Kinder. Sie kriegen mit, wie energiegeladen und glücklich ich vom Joggen oder Yoga nach Hause komme. Wir reden davon, wie es von Natur aus viele verschiedene Körperformen und -grössen gibt. Und dass jeder Mensch auf seine Art und Weise schön sein kann. Ich sage ihnen, dass es einzig darum geht, dass der Mensch sich selbst damit wohl fühlt, sich selbst schön findet. Dass es nicht an uns ist, zu sagen, ob jemand dick oder nicht dick wäre.

Ich weiss aber nicht, ob das reicht.

Komplimente machen 2.0

Versteht mich nicht falsch: Ich freue mich, dass ich wieder in meine alte Jeans passe. Und es ist etwas anderes, wenn mich eine andere Mutter ganz diskret fragt, wie es denn bei mir so ablief, weil sie selbst gerade an ihrem neuen «Hüftgold» leiden würde. Es gibt eben Komplimente und Komplimente.

Was soll man also sagen, wenn eine Freundin sehr viel Gewicht verloren hat und man selber sie nun mal viel attraktiver findet? Mein Vorschlag wäre: Nichts. Beisst euch auf die Zunge.

Wir müssen aufhören, den weiblichen Körper zu kommentieren, zu bewerten, zu vermessen. Lassen wir ihn doch einfach in Ruhe. Genauso wenig wie wir Body-Positive-Influencer brauchen, die uns zurufen, wir sollen unsere Körper gefälligst lieben, brauchen wir Leute, die uns zu unserem Gewichtsverlust gratulieren. Vielleicht sollten wir sowas wie eine Body-Neutral-Bewegung starten.

Und wer mit Zungenbeissen nicht viel anfangen kann: Vielleicht könnt ihr ja sowas sagen wie: Du strahlst ja richtig! Du siehst glücklich aus. Dein Lachen ist so ansteckend! Du siehst erholt aus. Ich hab dich lieb! Du siehst erfüllt aus.

Oder ganz einfach ein gutes altes: Es ist immer wieder eine Freude, dich zu sehen!

Teile aus diesem Text erschienen zuerst auf Ellen Girods Instagram @chezmamapoule

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35 Kommentare zu «Hört auf mit den Diätkomplimenten!»

  • Dominique sagt:

    Grundsätzlich bin ich mit der Konklusion des Artikels einverstanden, die Stereotypen dünn/rosa und stark/wild braucht es nicht mehr. Genauso wenig wie die Rollenbilder mit Mama schneide ich gesundes Gemüse und mit Papa mache ich coole Klimmzug-Übungen…. könnte ja auch umgekehrt sein. Und wir können definitiv mehr zum Beispiel unsere Töchter für ihr Durchsetzungsvermögen und unsere Söhne für Ihr Mitgefühl loben als für ihr Aussehen – sie sollen ja mit sich als Person gesamthaft zufrieden respektive auf sich stolz sein können, Aussehen inklusive so wie wir Erwachsenen auch.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Übergewicht ist nunmal ungesund, für die betroffene Person für die Lebensqualität störend und sieht nicht schön aus. Der einzige Grund für Übergewicht ist, es aus welchen Gründen auch immer nicht zu schaffen abzunehmen. Alles andere ist schlicht eine Lüge. Als eine Person, die vor vielen Jahren auch dick war, bin ich froh, es geschafft zu haben, wieder schlank zu werden und zu bleiben. Dicke welche behaupten sich wohlzufühlen, lügen sich selber an, um sich zu schützen.

  • Bettina Fischer sagt:

    Schön, dass die Autorin von der Natur so begünstigt worden ist, dass ihre 20 Kilos von selber purzelten. Abnehmen ist ein Chrampf. Vielleicht wäre das mal eine Überlegung wert? Frauen, die abgenommen haben, aus eigener Kraft, nicht weil die Pfunde eben so nebenbei purzelten, bekommen leider selten Komplimente. Neid?? Ich mache immer extra Komplimente. Denn Übergewicht fägt einfach nicht. Und langfristig ist es eine Qual (Gelenke, Diabetes, Herz-Kreislauf). Mir wäre es aber noch nie in den Sinn gekommen, ein Kompliment einfach so rauszuposaunen. Ich äussere es in einem ruhigen Moment, denn die oder derjenige, der abgenommen hat, berichtet nämlich gerne darüber. Es ist Lob und Anerkennung für die Mühen der vergangenen Monate, wenn nicht Jahre, das Durchhalten, die Hänger, die Rückschläge.

  • Asta Amman sagt:

    Hey! Du hat ja ein richtiges Sixpack! Kompliment! Mit einer solchen Aussage stürzt man auch jeden Mann ins Elend. War ich den vorher … speckig? Oder evtl. ein „halbes Hemd“? Der so Angesprochene wird ganze Nächte brüten. Denkt mal drüber nach!

    Irgendwie fehlen mir die Mamablogautorinnen wie Binswanger, Fischer und Co.

  • Niklas Meier sagt:

    „Werden sie schnell daraus schliessen, dass unser Aussehen als allererstes wahrgenommen wird. Und nicht wer wir sind oder was wir zu sagen haben.“
    Was auch absolut korrekt ist. Niemand sie auf den ersten Blick wie toll eine Person Geige spielen kann, oder wie emphatisch jemand ist…Der erste Blick ist nun mal auf die Optik limitiert.

    Übergewichtig sein ist ungesund. Wenn eine durchschnittliche Frau 20kg an Gewicht zulegt sind das oftmals an die 30%. Das IST nicht gewöhnlich und gut.
    Übrigens werden Jungen/Männer genauso, wenn nicht noch mehr, auf den Körper getrimmt. Warum gibt es wohl ein Problem mit fitnesssüchtigen Jugendlichen?
    Und wer hat (egal ob der Spruch von Mann oder Frau kommt) „du hast auch einen Bauch bekommen“ gegenüber einem Mann?

  • Werner Graf sagt:

    Die überragende Epidemie weltweit mit riesigen Opferzahlen ist das Übergewicht. Magersucht, auch schlimm aber nur ein Bruchteil dessen was Fettsucht anrichtet.
    Alle Ärzte sind sich einig, Herz/Kreislauf, Gelenke, Stoffwechsel (Diabetes, Cholesterin etc) profitieren von einem fit-schlanken (nicht magersüchtigen) Körper.
    Bodypositivity bei Fettsucht ist erbärmlicher Selbstbetrug.

    • Esther sagt:

      @WG : Ein Schweizer welcher seine Karriere in den USA gemacht hat kommt in die Schweiz zurück : er erträge vieles nicht mehr dort und i.b. die ungeheure Obesität der Amerikaner. Die Schweizer sind noch alle schlank gegenüber Amerikaner. Auch ist bei uns das Essen und trinken viel gesünder.

      • Anya Meyer sagt:

        „Es könnte noch schlimmer sein“ ist ein schlechter Ratgeber. Wir sollten schauen, was für uns stimmt, statt einfach zu sagen, „bei denen ist es noch viel schlimmer“.

      • Werner Graf sagt:

        Ganz einfach mal beim Tagi nachschauen:
        „https://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/3555/ueber-25-millionen-schweizer-sind-angeblich-uebergewichtig„
        Auch bei uns gehts aufwärts, mit allen damit verbundenen Problemen und Kosten.
        Und 10% Fettleibigkeit sind immerhin ca 800’000 Menschen.

  • Bettina Koller sagt:

    Allen denen die dieses Thema vertiefen möchten, empfehle ich das Buch Size Zero von Dagmar Pauli. Für die Prävention von Essstörungen gibt die Autorin , Jugendpsychiaterin und Expertin in Zürich, wichtige Hinweise. Sie beleuchtet sehr verständlich die komplexen Zusammenhänge.

  • tststs sagt:

    „Muss auch die nächste Generation in einer Welt aufwachsen, die vom Aussehen besessen ist?“ Insofern wir keine Generation von Blinden wollen, müssen wir wohl damit leben. Der visuelle Reiz ist nun mal einer der einschlägigsten beim Menschen. Aber es ist gut zu wissen, dass wir hier doch etwas flexibel sind: Sobald wir jemanden wirklich gut riechen können, wird auch dies zweitrangig (resp. was für jeden anderen Betrachter Durchschnitt wäre, ist für den olfaktorisch Verliebten die Schönheit in persona).

    „Ich sage ihnen, dass es einzig darum geht, dass der Mensch sich selbst damit wohl fühlt, sich selbst schön findet.“ Natürlich muss man mit sich selbst zufrieden sein (nein, man muss sich selber nicht schön finden!), aber die menschliche Psyche verlangt nach Feedback!

    • PhunkyMonkey sagt:

      Olfaktorisch Verliebt? Was genau meinen Sie? Ich habe berufsbedingt mit olfaktorischer Wahrnemmung zu tun. Dies hat aber mit dem Geruchssinn zu tun. Bitte klären Sie mich auf.

  • Rick D sagt:

    Liebe Autorin, dein Problem ist, dass du mit deinem Körper nicht zufrieden bist. Darum siehst du sogar in einem Kompliment noch Kritik an deiner alten, ehemaligen Figur. Body Positivity bedeutet sich und seinen Körper selbstbewusst so anzunehmen, wie er eben ist und die Positivity auch auzustrahlen. Dann kommts auch nicht auf das letzte Kilo an.

    Generell ist es so, dass Gesundheit bei den meisten Leuten positiver assoziert wird wie Krankheit. Ein fitter, schlanker Körper steht eben für Gesundheit und Lebensenergie und wird daher in aller Regel positiv assoziert.

  • 13 sagt:

    Wenn merken die Menschen endlich, dass es gar nicht so drauf ankommt, was wir zu unseren Kindern sagen, sondern in erster Linie, was wir tun. Eine Mutter hat innert eines Jahres 20 kg abgenommen. Denkt sie wirklich, das sieht die Tochter nicht oder bekommt das nicht mit, wenn keine Nachbarin die Mutter darauf anspricht? Es ist eine Leistung, keine Frage, das darf auch angesprochen werden. Schliesslich sorgte diese Gewichtsabnahme dafür, dass sie die Mutter wieder wohler fühlt, wie sie ja selber festhält. Vor dem Kind Diät zu halten und dabei zu predigen, Gewicht spiele gar keine Rolle, ist wie Wasser predigen, aber Wein trinken. Dient dem guten Gewissen, ist aber sinnbefreit.

    • 13 sagt:

      Um dem Kind beizubringen, dass es sich in seiner Haut wohl fühlen darf, sollte man dies vorleben. Und warum nicht auch, dass man etwas ändern kann, wenn man sich gerade nicht mehr wohlfühlt.

  • Maike sagt:

    Grau liebe Ellen ist jede Theorie ! In den Hirnen der Männer und in der meist von ihnen betriebenen Schönheitsindustrie (z.B. wie viele Schönheitschiruginnen gegenüber Chirurgen kennen Sie?) existiert doch ein Idealbild der Frau, das uns überall begegnet: stets schlank, in jeder Lage und zu jeder Zeit ihres Lebens gutaussehend, selbst an den Tagen ihre Tage munter lustig belastbar gutaussehend..
    Dagegen mental anzugehen bedarf schon einer gehörigen Portion Energie und Selbstbewusstsein.
    Auf der anderen Seite ist natürlich ein schlanker Körper – so schlank wie wir nun mal auf die Welt gekommen sind – auch gesünder.

    • Florian sagt:

      Das wird jetzt lustig. Die Mehrheit der Chirugen ist nun mal männlich. Der Job ist nämlich knochenhart (auch im übertragenen Sinn) und sehr lukrativ.
      Die Schönheitsindustrie lebt von den Hirnen der Frauen: Frauen wollen schön sein und kaufen deshalb Unmengen an Cremen, Salben etc. Frauen sind denkende Bürger: Es steht ihnen frei, diese Sachen zu kaufen oder auch nicht. Die Männerwelt kann in einer freien Gesellschaft keinen Zwang ausüben.

    • Carolina sagt:

      In den Hirnen der Männer? Hmm, ich bin aber dezidiert der Meinung, dass wir Frauen untereinander die schlimmsten Feinde sind. Ich habe wirklich noch nie von einem Mann gehört, der der Nachbarin/Freundin der Frau ein Kompliment dafür gemacht hat, dass sie abgenommen hat. Sie?
      Ihr letzter Satz beweist meiner Ansicht nach genau das: ein schlanker Körper ist eine Idealvorstellung, es herrschen viele Vorurteile und Missverständnisse darüber, was genau einen schlanken Körper ausmacht. BMI ist eine künstlich geschaffene – und immer mal wieder neu erschaffene – Bewertungsgrenze, die aber sehr wenig über die aktuelle Gesundheit und Fitness eines Körpers aussagt. Was schlank ist, bestimmen wir letztlich selber, haben aber selten den Mut, dazu zu stehen – und belehren dann andere Frauen!

    • andere Tina sagt:

      @Maike: Meiner Meinung nach setzen sich Frauen stark unter Druck. Klar gibt es den idealisierten und abwertenden Blick auf weibliche Körper, aber viele Frauen haben sich den angeeignet. Man sollte nicht vergessen, dass Modezeitschriften oft eine Frau an der Spitze haben, die bestimmt, was ins Heft kommt. Die britische „Vogue“ zeigt sehr viel authentischere Frauen, seit ein Mann Chefredakteur ist. Das ist interessant, aber v. a. traurig, weil das auch seine Vorgängerin hätte machen können. Als Frau wünschte ich, Frauen hätten ein vielfältigeres und gutes Bild von sich und anderen Frauen. Vor allem auch, damit junge Mädchen sich und andere in einem besseren Licht sehen. Den überkritischen Blick wird es immer geben, aber je mehr Frauen ihn ablegen, desto mehr stärken sie sich und andere.

      • Carolina sagt:

        Andere Tina: dem stimme ich zu! Nur noch ein Zusatz: es wäre, wie bei vielen Themen, auch schön, wenn Frauen generell etwas gelassener würden. Dazu gehört auch, nicht alles auf sich selber zu beziehen, sich nicht jede Bemerkung zu eigen zu machen und zu akzeptieren, dass jeder Mensch (!) seine eigenen Vorstellungen von Schönheit und Aussehen hat – Mainstream bzw das, was in den einschlägigen social media als Mainstream verkauft wird, heisst noch lange nicht, dass man sich daran orientieren muss als Frau.
        Und wie tsts oben bemerkt hat: ob wir wollen oder nicht, wir müssen wohl damit leben, dass das Visuelle in der Beurteilung bzw Evaluierung des Gegenübers eine grosse Rolle spielt. Deshalb wäre ein etwas dickeres Fell wünschenswert.

  • Esther sagt:

    Man sollte nie dazwischen essen sondern nur an hauptmahlzeiten. Und auche keine Mineralwasser voll von zucker drinken !

    Dann sollte alles gut gehen.

  • Lady Shorley sagt:

    „dass unser Aussehen als allererstes wahrgenommen wird“
    ähm…. ja, das ist halt nun mal so! Es springen einem halt nicht als erstes die inneren Werte ins Auge.
    Ich bin auch sonst nicht ganz einig mit dem gesamten Text.
    Wenn ich weiss, dass meine Freundin unter ihren Schwangerschaftskilos leidet und diese endlich wieder abgenommen hat, dann mach ich ihr ein entsprechendes Kompliment. Und sie freut sich drüber, weil sich ihre Anstrengungen offensichtlich gelohnt haben.
    Weiter finde ich es nicht in Ordnung, „dick“ als „normal“ zu propagieren. Ich spreche nicht von ein paar Pfunden oder kurvigen Körperformen, aber ab einem gewissen Mass ist Übergewicht ungesund (wobei ich aber davon absehe, diese Personen zu verurteilen!).

  • Sportpapi sagt:

    Man sieht’s, nur sagen soll man nichts? Und bei Männern ist das etwas anderes?

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    wenn frau darauf achtet, sich auch in der ehe nicht „komplett gehen zu lassen,“ und auf eine ansehnliche figur achtet, ist das thema eh‘ müssig.

    • seidenspinner sagt:

      Und wie stehts mit den Männern, Bierbauch etc in der Ehe sind OK?

    • Esther sagt:

      @Philipp : sogar meine Coiffeuse hat gemerkt dass sobald die Frauen heiraten sie die Haare kurz schneiden lassen und Birkenstock tragen und kein Make-up mehr ! Es ist schade. Kaum verheiratet ist ihnen denn alles „wurst“.

      • sonic sagt:

        @esther: Hatte auch vor meiner Heirat kurze Haare und kein Make-up und habe trotzdem einen schlanken, gutaussehenden Mann abgekriegt 😉 wurst ist es mir immer noch..

      • Maike sagt:

        Sorry liebe Esther, das sind für mich nur vorgeschobenen Argumente. Aber ich habe mich geschminkt, nette Dessous und HighHeels vor meine Ehe getragen und nach der Geburt meiner Töchter alles dran gesetzt, um das alles wieder machen und tragen zu können. Und gleiches gilt für meinen Mann. Er weiss, das ein Bierbauch der Liebestörer ersten Ranges ist.

  • Eva D sagt:

    Das meiste, was Sie in diesem Text schreiben, würde ich unterzeichnen. Was mich stört ist hingegen das „solange man sich selbst gut findet“. Kaum eine übergewichtige Frau in unserem Kulturkreis wird das Übergewicht gut finden. Deshalb finde den Ansatz von A Mighty Girl besser, der besagt, man solle seinen Körper für das lieben, was er kann und nicht dafür, wie er aussieht. Dann macht man sich nämlich von jeglichen Schönheitsidealen – auch von der Jugend – unabhängig.

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