Wenn der Sohn ein Röckchen tragen will

Sollen Eltern ihren Kindern die Kleiderwahl selbst überlassen, trotz möglicher Hänseleien? Eine Frage an Erziehungsberaterin Daniela Melone.

 

«Bullying» im Kindergarten: Trägt ein Junge «Meitlikleider», bleibt dies bestimmt nicht unkommentiert. Illustration: Benjamin Hermann

Mein Junge (6) wollte diese Woche mit einem Röckchen in den Kindergarten. Ich selbst habe damit kein Problem, mache mir aber Sorgen, dass er gehänselt werden könnte. Was soll ich – nach den Sommerferien – tun? Barbara

Liebe Barbara, ich kann gut nachvollziehen, weshalb Ihr Sohn ein Röckchen anziehen möchte. Es gibt so schöne davon und Mädchen tragen schliesslich auch beides! Ich verstehe auch Ihre Sorge, dass Ihr Bub verletzt werden könnte, wenn ihn andere Kinder wegen des Röckchens hänseln.

Ab dem Kindergarten nimmt der Einfluss von Gleichaltrigen für die Kinder an Bedeutung zu. Das macht sie auch verletzlicher. Untersuchungen haben gezeigt, dass Buben diesbezüglich mehr Druck erleben. Sie achten zudem ab der Pubertät mehr als Mädchen darauf, sich geschlechterkonform zu verhalten.

Das Geschlechterkonzept unserer Kultur prägt die Verhaltensweisen, Rollen, Beschäftigungen und Eigenschaften von Buben und Männern beziehungsweise Mädchen und Frauen. Die meisten kleinen Kinder sind sich bereits zwischen 2.5 und ca. 5 Jahren im Klaren darüber, dass sie einem bestimmten Geschlecht angehören. Sie übertragen das für sie geschlechtsspezifische Verhalten auf sich selbst. Ungefähr ab der Mitte des 5. Lebensjahres wissen die Kinder dann, dass es keinen Einfluss auf ihr Geschlecht hat, wenn sie sich anders anziehen: Ihr Sohn weiss also, dass er ein Junge ist, auch mit Röckchen.

Dass andere Kinder Ihren Sohn hänseln und «Du siehst ja aus wie ein Meitli!» rufen, können Sie nicht verhindern. Die Ursache dafür dürfte hauptsächlich darin liegen, dass Kinder befolgen, was ihre Autoritätspersonen als richtig oder falsch erachten. Sie haben es so gelernt und andere haben das gefälligst auch zu beachten.

Ihr Sohn muss den möglichen Hänseleien jedoch nicht hilflos ausgeliefert sein. Die Heftigkeit der Verletzung durch allfällige Hänseleien können Sie zumindest abmildern und Sie können sich und ihren Sohn darauf vorbereiten. Hier ein paar Anregungen dazu:

  • Eigene Selbstreflexion: Welche eigenen Erfahrungen haben Sie mit «gehänselt werden»? Welche Tipps hätten Sie sich da gewünscht? Welches Vorbild möchten Sie für Ihren Sohn sein? Was möchten Sie Ihrem Sohn so oder so vermitteln?
  • Absprache mit dem Vater: Wie steht er zum Thema? Wie weit ist er bereit, den Wunsch des Sohnes mitzutragen? Wo sind seine Grenzen?
  • Mit dem Kind reden: «Was machst du, wenn die anderen dich auslachen?» Dies kann ein vorbereitendes Gespräch werden. Hat er vielleicht auch schon Erfahrungen mit Hänseleien gemacht? Falls ja, was hat ihm geholfen? Haben Sie selbst ein eigenes Beispiel zur Hand? So hätte er Strategien, die er, falls er ausgelacht werden sollte, nutzen kann. Das stärkt sein Selbstvertrauen. Doch: Wenn Ihr Sohn nicht darüber sprechen will, dann lassen Sie es gut sein.
  • Sich selbst vorbereiten: Auf welche Weise würden Sie, falls nötig, Ihren Sohn trösten wollen? Was tröstet ihn? Wie können Sie miteinander überlegen, warum die anderen Kinder ihn gehänselt haben? Was tun Sie, falls Sie von anderen Eltern oder Erwachsenen angegriffen werden?
  • Mit der Kindergartenlehrperson sprechen: Sie hat Erfahrung mit dem Thema und bestimmt viele Ideen dazu. In manchen Kindergärten gibt es eine «Kleiderecke», wo die Kinder andere Kleider anziehen können. Vielleicht kann sie so das Thema aufgreifen?

Schlussendlich gilt es auch dies zu bedenken: Vielleicht wird ihr Sohn ausgelacht und verletzt werden. Demgegenüber stehen so viele andere wertvolle Erfahrungen, die er, Sie und vielleicht einige andere Kinder und ihre Eltern miteinander machen können.

So, und jetzt: Schöne Ferien!

Daniela

 

 

 

71 Kommentare zu «Wenn der Sohn ein Röckchen tragen will»

  • Michael Baumann sagt:

    Es wäre ganz einfach, würden die zeitgeistige Elite mit ihrer Hypermoral anerkennen, dass es einfach biologisch an und für sich zwei Geschlechter gibt. Schon klar, es kann Verschiebungen geben und Ausnahmen. Dafür ist die Toleranz da. Die ganze restliche Mehrheit betrifft das nicht. Man tut einem Kind nichts Gutes, alles zu ermöglichen, was das Kind will. Man würde auch einschreiten, wenn es Käfer zerstampft. Also soll man dem Kind auch Orientierungswissen vermitteln und ihm den kulturell approbierten Comment mitgeben. Röcken sind schön, aber halt den Mädchen vorbehalten. Punkt. Ihr Sohn wird es Ihnen danken.

  • Sonusfaber sagt:

    Teil 2 – Und gerne würde ich mit meinem Sohn das Thema vertiefen bzw. länger darüber reden, falls er es möchte. Ich möche ihn jedenfalls darauf aufmerksam machen, dass Mitmenschen bisweilen völlig irrational auf das, was sie erleben bzw. sehen bzw. hören, reagieren, Dinge verachten, die gar nicht verachtenswert sind – und umgekehrt. Und dass es gefährlich sein könnte, sich so zu verhalten, als ob es diese Irrationalität nicht gäbe. Bevor man sich dem Risiko von Hänseleien und Mobbing und Ausgrenzung aussetzt, sollte man eingehend prüfen, ob man in der Lage ist, so was unbeschadet auszuhalten. Nicht jeder kann das. Nicht meisten nicht.

  • Sonusfaber sagt:

    Teil 1 – Ich würde meinem Sohn erklären, dass ein bestimmtes Outfit an bestimmten Orten zu unerfreulichen Reaktionen führen kann bzw. verpönt ist, obwohl es an sich kein gutes und kein schlechtes Outfit gibt: So darf man ruhig nackt laufen am Strand eines FKK-Geländes oder zu Hause, nicht aberwährend des Schulunterrichts. Ebenso ruhig darf ein Mann, der am Schalter einer Bank arbeitet und in der Freizeit Schauspielunterricht besucht, eine Frauenrolle übernehmen auf der Bühne, keinen Rock und kein BH tragen hingegen innerhalb der Bank. Ich werde ihm sagen, dass er deswegen gerne einen Rock zu Hause tragen kann, nicht aber im Kindergarten – zu seinem Schutz und auch weil ich selber keine Lust und keine Zeit habe, mich mit verständnislosen Eltern auseinanderzusetzen. Punkt.

  • Peter Herzog sagt:

    Schade müssen sich solche freigeistige Kinder mit Kindern abgeben, deren Eltern Röcke für Buben als „Schnapsidee“ und Ähnliches bezeichnen.

    Würden solche Eltern ihren Kindern nicht so enge Moral- und Geschlechtervorstellungen aufzwingen, würde nämlich auch niemand gehänselt.

    Warum haben gewisse Menschen das Gefühl, sie müssten ihrer Umwelt ihre Einstellung aufzwingen? Warum kann man Leute, die sich etwas von der Norm unterscheiden, nicht einfach machen lassen? Was würde man dabei verlieren? Werde ich nie verstehen…

  • Anh Toàn sagt:

    Hier werden zwei unterschiedliche Dinge vermischt: Kleiderwahl und Geschlechterstereotypen: Darf der 6 Jährige im Rock in den Kindsgi, darf er dann auch in der Badehose oder Batmankostüm oder nackig? Freie Kleiderwahl ist nur, wenn auch Totalerzicht gewählt werden darf. Nein also so weit geht die freie Kleiderwahl dann doch nicht, vermute ich für die meisten, welche voller Inbrunst die Rockwahl verteidigen. Es geht beim Text nicht um freie Kleiderwahl.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es geht in solchen Gedankenspielen immer nur um angebliche Geschlechterstereotypen. Es geht darum, das Gebot der sozialen und politischen Gleichstellung auch auf der Ebene Individualität, also wo es definitiv nicht hingehört, ’sichtbar‘ zu machen. ‚Sichtbar machen‘ ist einer der mir liebsten Dumpfbackenbegriffe. Kommt gleich nach Denkmäler schleifen und Buchtexte aus dem Mittelalter politisch korrekt umzuschreiben.

      Da es viele Frauen vorziehen, Männerkleidung und -frisuren zu tragen, möchte man das Phänomen via Kind wohl umkehrinstallieren. Freie Kleiderwahl gibt es selbstverständlich nirgends und wird es nie geben. Gerade Frauen neigen ja eher zu Uniformierung, täuschend mit dem Wort ‚Mode‘ umschrieben.

    • 13 sagt:

      @ Anh
      Was spricht gegen das Batmankostüm? Kalt, unhygienisch und der Schutz des Kindes vor Übergriffen sind aber objektive Gründe. „Eigentlich spricht nichts dagegen, aber ich bin in meinen Stereotypen gefangen, gehe davon aus, dass das andere auch sind und will es darum nicht, weshalb du es dann auch nicht darfst, denn ich bestimme“ ist keiner. Die Frage an die Verweigerer ist doch eher: Dürfte die Tochter ein Röckli anziehen? Und wenn man beide Geschlechter zu Hause hat: Wie erklärt man diesen die unterschiedliche Regel?

      • Anh Toàn sagt:

        Unserer dürfte auch das Batmankostüm, und den Rock auch, und sogar in der Badehose mit Taucherbrille Flossen und Schnorchel, von mir aus zumindest.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Schutz des Kindes ist ein objektiver Grund. Das gilt beim Batmankostüm genauso wie beim Mädchenkostüm.
        Und ja, ich würde auch meine Tochter lieber in praktischen Hosen sehen beim Spielen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Meine Tochter trägt gerade Leggins und Röckchen, weil sie darin mehr Bewegungsfreiheit als in steifen Jeans hat (Trainerhosen sind ja nicht erlaubt). Und bei Hitze kann sie die Leggins ausziehen und ist immer nicht angezogen. Praktischer geht eigentlich gar nicht. Und gerade diese Lösung hat mir bei meinem Sohn oft gefehlt. Wobei Jungs erstens den Vorteil haben, weniger zu frieren, da gehen morgens eher bereits kurze Hosen. Zweitens sind Jungsschnitte lockere und bewegungsfreudiger (und jeder der nun findet, man kann ihnen ja Jungsmodelle kaufen, merkt hoffentlich die Absurdität dieser Argumentation selber).

      • sportpapi sagt:

        @13: warum Trainerhosen verboten sind, ist ja auch unklar. Dafür Leggins erlaubt.
        Und Rock über Leggins? Das muss ich ja nicht verstehen.
        Und nein, unpraktische Kleidung unpraktisch zu nennen ist keine Abwertung. Sie sind dafür hübsch… Dass Hosen für Frauen immer da Aufschwung hatten, wo Frauen zb im Krieg Männerarbeit zu leisten hatten, spricht für sich. Und nein, deine Mädchen brauchen keine Jungshosen, sondern einfach bequeme.

  • Coco sagt:

    Machen lassen! Mein Sohn hatte auch gerne Glitzer, Gold, pink, lackierte Fingernägel. Zeitweise glaubte er dann, dass dürfen nur Mädchen und dann verabscheute er diese Farben und Sachen. Langsam merkt er, dass viele Kinder und Eltern in seinem Umfeld das nicht so sehen. Er wird drum wieder offener, hat aber selber doch keine Lust mehr, sich so zu kleiden und schminken.
    Wenn man als Eltern solche Sachen verbietet, macht man eigentlich genau das, wovor man Angst hat, dass es andere Kinder/ Menschen tun könnten: man gibt ihm das Gefühl, er sei nicht richtig wie er ist. Ich denke, das sollte man sich bewusst sein, bevor man Verbote ausspricht. Und das gilt generell bei sogenannten Wertekonflikten.

  • Karina sagt:

    Unser 5-jähriger rennt dauernd im Rock herum.

    Gehänselt wurde er deswegen noch nie.

  • Pit sagt:

    „Sie achten zudem ab der Pubertät mehr als Mädchen darauf, sich geschlechterkonform zu verhalten“…. eigentlich ein schöner Text, bis auf solche Passagen die offenlegen, dass es der Autorin an einer gewissen Objektivität mangelt, oder sie ihre höchst subjektive Sicht als Fakt verkaufen will. Habe ich komplett anders in Errinnerung 🙂

  • Mercedes Dantes sagt:

    Mein Sohn wollte zwar nie einen Rock tragen, aber er hat sehr, sehr lange Haare und trägt mit Vorliebe Pastellfarben wie Türkis oder Vanille (definitiv nicht meine Wahl). Weder im Kindergarten noch in der Schule gab es deswegen je Probleme mit anderen Kindern. Da er selber völlig überzeugt von seiner Frisur- und Kleiderwahl ist, fällt ihm gar nicht auf, wenn andere sich darüber wundern. Und dies führt wiederum dazu, dass es für die anderen Kinder innert kürzester Zeit ebenfalls normal ist.
    Falls sich mein jüngerer Sohn noch zu einem Rockliebhaber entwickeln sollte, würde ich ihn deshalb einfach machen lassen. Ein Kindergärtner wird ja kaum auf Lebzeiten diskreditiert werden wegen so etwas.

  • Sonia sagt:

    Sie können alles „richtig“ machen und trotzdem ein Kind haben welches sich nicht wohl fühlt in seinem „Gender“ und das auch später unbedingt eine Junge sein will oder ein Mädchen. Da können Sie nichts dafür „das kommt in den besten Familien vor“. Leider viel öfter als früher.

    • Peter sagt:

      Sonia, Sie haben völlig recht. Aber nur weil ein Kind ein Kleidungsstück anziehen will, das in unserer Kultur traditionell dem anderen Geschlecht zugeordnet wird, ist es ja noch lange nicht transidentitär.

    • AndreA sagt:

      Was heisst denn hier „leider“ und „alles richtig machen“? Bin grad sehr irritiert ob dieser Aussage…

      • Sarah Meier sagt:

        Lasst die Kinder die rigiden Geschlechter Stereotypen durchbrechen! Lasst Jungs Röcke tragen (diverse Designer haben sich ja schon an dem Rock für den Mann probiert) , lange Haare haben und mit Puppen spielen, lasst sie Nagellack und Schminke tragen (war in den 70’und 80′ bei den Pop und Rockstars ja ganz normal) Pfeift auf Pink und Blau!

        Wir tun unseren Kindern und uns einen Gefallen, wenn diese Stereotypen endlich durchbrochen werden und das Mädchen / Junge, Mann/Frau sein, nicht daran festgemacht wird.

  • Otto sagt:

    Erstaunlicher und guter Rat. Den werden viele nicht verstehen. Die Kleiderordnung wie vieles andere ist reine Konvention. Auch dem sechsjährigen wird gesagt, wir haben alle dieselben Rechte, was aber nicht stimmt. Männer oben ohne geht, bei Frauen nicht. Lackierte Fingernägel bei Männern? Vor nicht all zu langer Zeit waren langhaarige Männer vermutlich drogenabgängig.
    Ich wünsche dem Jungen viel Mut. Vielleicht hilft er etwas zu verändern.

  • Esther sagt:

    Es ist sexistisch und diskriminierend, wenn wir den Knaben vorschreiben, wie sie sich zu kleiden haben. Wieder einmal werden die Mädchen bevorzugt: sie dürfen alles tragen, was sie wollen. Für die Knaben gilt: sie dürfen nur Hosen tragen. Wie steht es denn hier mit der Gleichstellung?

    • 13 sagt:

      @ Esther
      Grundsätzlich richtig, wobei jedoch dies gerade aus einer misogynen Weltanschauung hervorgeht. Wie Tanja auch richtig darauf hinweist: Wenn wir davon ausgehen, dass Mädchen einen tieferen Status haben, dann ist es absolut nachvollziehbar, dass sie sich gegen oben orientieren und mitziehen wollen. Und weil wir immerhin mit der Gleichberechtigung soweit gekommen sind, dass wir ihnen das nicht direkt verwehren, dürfen Sie das auch. Bei einem Junge, der bereits von Geburts wegen einen höheren Status hat, ist jedoch absolut nicht nachvollziehbar, warum er sich nach unten orientieren sollte. Es sei denn natürlich, er gehöre tatsächlich auf den tieferen Rang (=ist homosexuell). Eine sehr fragwürdige Ansicht, die Mädchen und Jungs genau gleich diskriminieren kann.

      • Martina sagt:

        Homosexuelle hättwn einen tieferen rang als heterosexuelle?! Bitte was!?

      • 13 sagt:

        @ Martina
        Lesen Sie richtig. Das ist nicht meine Meinung. Das ist die Werthaltung, die der Meinung, dass Jungs, die „Mädchenzeugs“ (Puppen, Röcke, Nagellack etc.) mögen, bestimmt einfach schwul sind (oder gar werden), zugrunde liegt. Anders scheint man sich dieses Phänomen nicht erklären zu können. Diese Werthaltung ist in erster Linie frauenfeindlich und homophob, aber diskriminiert dabei eben auch die Jungs/Männer, da sie in eine Schublade gesteckt werden, die ihnen vielleicht nicht entspricht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Aktuell werden Frauen und Homosexuelle kulturell und gesellschaftlich bevorzugt. Bekanntlich pflegen Länder wie die Schweiz derzeit zwei Kulturen. Eine von oben oktroyierte ohne Chance, je in der Bevölkerung anzukommen, und die der Strasse, des gewöhnlichen Lebens.

        Von oben sieht man Frauen und Homosexuelle auch dann noch benachteiligt, wenn die allen öffentlichen Räume von Sprache bis Rollenbesetzungen dominieren, so wie es derzeit überwiegend der Fall ist.

        Real auf der Strasse schert sich kein Mensch um Geschlecht und Sexualität. Niemand muss Menschliches von Menschen wissen, mit denen er nicht in direkter Linie verwandt ist. Mich mit Menschlichem im öffentlichen Raum zu belästigen ist übergriffig und dagegen verwahre ich mich angemessen.

      • Tanja sagt:

        @Martina
        Es gibt Menschengruppen, die haben in unserer Gesellschaft (leider) einen tieferen Status als andere. Nicht rechtlich natürlich, sondern in den Augen gewisser Mitmenschen. Aggressionen von statushöheren Gruppen richten sich an statustiefere Gruppen, z.B. wenn junge, heterosexuelle Männer (statushoch) Schwule anpöbeln, Obdachlose zusammenschlagen oder frauenfeindliche Witze reissen (statustief). Die Richtung der Gewalt geht dabei von Statushöhere auf Statustiefere. Daher möchte auch kein „richtiger Mann“ als schwul dastehen, weil schwul-Sein in unserer Gesellschaft nach wie vor mit tieferem Status verbunden ist als nicht-schwul-Sein. Und daher wollen viele Jungs auch keinen Rock tragen, weil „wäh, ich bin doch kein (statustieferes) Mädchen“.

      • 13 sagt:

        Wieder mal selektive Veröffentlichung? Gut dann nochmals: @ Martina
        Das habe ich so nicht geschrieben und entspricht nicht meiner Wertvorstellung. Ich sagen nur, dass ein solchen Gedankengut zugrunde liegt, wenn man zwar den Mädchen die Wahl zwischen Mädchen- und Jungensachen lässt, aber den Jungs verweigert oder einschränkt.

      • Meieriesli sagt:

        „Wenn wir davon ausgehen…“
        Genau da liegt Ihr Fehler.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wer geht davon aus, dass Mädchen einen tieferen Status haben?
        Nicht alles hat immer mit Status und Macht zu tun.
        Und nur weil Frauen auch Hosen anhaben, kleiden sie sich doch dennoch nicht wie Männer.

  • 13 sagt:

    Ich frage mich, ob es wirklich nötig ist, so einen Wirbel darum zu machen. Natürlich, wenn das Ziel sein sollte, das Kind davon abzubringen, dann kann man das so tun und ihm deutlich machen, dass das falsch ist. Ehrlicher wäre es dann das einfach so sagen, dass man das nicht möchte, anstatt unter dem Vorwand der Sorge um das Kind, ihm weiszumachen, dass es eigentlich völlig falsch ist, aber man ihn eigentlich unterstützen würde, was man letztlich doch nicht tut.
    Das Kind ist ja nicht erst ab gestern im Kindergarten. Es mit 6 Jahren um die Geschlechterrollen und dass die anderen Jungs keine Röckchen tragen, will es aber trotzdem. Na und? Dann soll er so gehen. Allerhöchstens könnte man die Kindergartenlehrperson informieren. Vorausgesetzt sie ist dafür offen.

  • K.A. Barett sagt:

    Wir driften langsam in einen Bereich ab, der, positiv ausgedrückt, mit „bizarr“ beschrieben werden kann. Offensichtlich geht es uns zu gut. Und offensichtlich sind nicht wenige Leute weit von jenem Punkt entfernt, den man man „Existenzkampf“ nennt.
    Als Vater würde ich meinem Sohn die Idee mit erklärenden Worten ausreden und ihm gegebenenfalls anbieten, in den Ferien mit der ganzen Familie nach Schottland zu fahren. Dort tragen die Männer zu besonderen Gelegenheiten ihren Kilt. Sieht lustig, aber nicht sexy aus. Zudem ist das in Schottland Tradition.

    • Tanja sagt:

      Und welche (er)klärenden Worte wären denn das? Sei kein Weichei, kein Sissy-Boy, keine Schw***, kein Mädchen, keine T***? Echte Buben tragen keine Röcke? Du würdest dich lächerlich machen, denn Röcke ist etwas für statustiefere Menschen?
      Ich finde eher das etwas „bizarr“.

      • K.A. Barett sagt:

        Grundsätzlich kann jeder und jede das tragen, was er/sie will.
        Aber ich bin es meinen eigenen Kindern schuldig, die Welt zu reflektieren. Ich nehme mir auch das Recht heraus, mit meinen Kindern jene Gespräche zu führen, die mir wichtig erscheinen.
        Sie haben Ihre Meinung, erziehen aber meine Kinder nicht.

    • P Glotz sagt:

      Sieht lustig aus aber nicht sexy.
      Damit stülpen sie ihrem Kind bereits ihre eigene Sicht über den Kopf.
      Vielleicht sollten sie mal versuchen ihr Kind selber entscheiden zu lassen was es als lustig und sexy empfindet.
      Sich immer dem Wertideal der Eltern zu unterwerfen ist öde und nicht kreativ für das Kind.

    • tststs sagt:

      Oder Sie erzählen im von den zig Kulturen, in denen Männer hier und heute Röcke/Kleider tragen.
      Oder davon, dass es auch bei den Mädchen mutige Vorkämpferinnen gab, die Hosen trugen.

    • Nick Mena sagt:

      Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
      Als Schotte weiss ich, es gibt natürlich kein eleganteres Kleidungsstück als ein Kilt mit allem drum und dran. Wenn ein Mann im Kilt lustig wirkt, sieht er auch in Anzug oder Jeans lustig aus.
      Abgesehen vom optischen, ist ein Kilt auch einfach wirklich bequem.

      • K.A. Barett sagt:

        Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich finde die Schotten cool und sympathisch und Schottland unglaublich attraktiv.
        Das mit dem Kilt musste ich einfach loswerden. Es wird unglaublich viel Schwachsinn geschrieben und geredet. Dies insbesondere bei derartigen Themen.

      • Nick Mena sagt:

        Habe Sie nicht falsch verstanden 🙂
        Ich finde viele Schotten auch cool und sympathisch. Einige eher nicht so.
        Sie müssten mal nach Kilt und elegant auf der Suchmaschine Ihrer Wahl suchen und dann schicke Schotten in Röcken abchecken.
        Aber ich finde eine festliche indische, Appenzeller, afrikanische oder japanische Robe (fast ;)) genau so edel.

    • Coco sagt:

      Wenn Ihre Erklärung aussagt, dass Jungs so etwas NICHT anziehen, weil sie halt nun mal Jungs sind, dann vermitteln Sie ihm, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und dass sie ihn ablehnen, so wie er ist. Damit machen Sie eigentlich genau das, wovor sie ihn wahrscheinlich schützen wollen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Relativ einfach: Wenn er unbedingt will, darf er.
    Hänseleien muss man ertragen können. Erst recht, wenn man aussergewöhnliche Auftritte hinlegt. Es braucht eine Portion Selbstbewusstsein um als Bub mit Röcklein in den Kindsgi zu gehen.
    Wenn das vorhanden ist, sind die Hänseleien vielleicht geringer als erwartet.

    • tststs sagt:

      Es könnte auch schlicht sein, dass Hänseleien weniger Leidensdruck als elterliche Kleiservorschriften bedeuten…

  • marco sagt:

    Man kann dem Kind auch einfach sagen, dass das eine Schnapsidee ist. Gibt halt keine wokeness Punkte für die Eltern aber dafür hilft es komplett unnötigen Ärger im Kindergarten zu vermeiden.

    • P Glotz sagt:

      Wieso Ärger. Das ist ihre Sicht.
      Das Kind hat vielleicht keinen Stress, dann muss man es ihm ja auch nicht einreden. Vielleicht ist es für das Kind Freiheit das zu tun. Und wenn alle Eltern etwas gelassener erziehen würden gibts auch keine Hänseleien.

    • Stefan sagt:

      Die Mutter soll den Buben mit Röckchen gehen lassen. Es wird eh das erste und das letzte Mal gewesen sein.

    • Nick Mena sagt:

      Es sind selten die Angepassten, die glücklich sind, sondern diejenigen, die machen was für sie stimmt.
      Es gibt nichts Schlimmeres, als am Ende des Lebens feststellen zu müssen, man habe ja gar nicht sein Leben geführt, sondern immer nur das gemacht was die anderen erwartet haben, um bloss keinen Ärger zu haben.
      Das wollen Sie Ihrem Sohn wirklich beibringen?
      Damit er ein konformer, braver und charakterloser Opportunist wird?
      Denken Sie nochmal darüber nach.

  • Anh Toàn sagt:

    Noch etwas stört mich hier: Wird der Sohn gehänselt, weil er ein Röckchen tragen will, hat er es verdient, es ist sein Entscheid, vielleicht will er auch auffallen mit dem Röckchen: Stört ihn das hänseln, zieht er halt kein Röckchen mehr an. Ganz anders ist, wenn ein Kind gehänselt wird, weil es ist, wie es ist. Selbstverständlich darf man „hänseln“ gegen das Tun Anderer, das ist eigentlich Kritik, die muss man ertragen an seinen Taten, es ist verwerflich (und schwer verletzend) zu hänseln gegen das Sein Anderer: Kritik an seiner Hautfarbe oder Schuhgrösse sollte niemand ertragen müssen.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Das ist ein guter Punkt. Anh Toin.

      Ich bin ja sehr für Diversity, aber heute besteht die Tendenz, dass man jedes Verhalten quasi als „born like that“ zum unvermeidlichen Bestandteil des Seins erklärt. Und dass deshalb nichts davon kritisiert oder in Frage gestellt werden darf.

      Das ist eine sehr ungesunde Entwicklung.

    • 13 sagt:

      @ Anh
      Nicht, dass es ganz falsch ist, was Sie sagen. Es besteht ein grosser Unterschied zwischen Kritik an Taten und Kritik an Menschen.
      Andererseits möchte ich zu bedenken geben, dass Kinder gerade darum gehänselt werden, weil man ihnen zu Hause beibringt, dass die anderen es verdient haben…..sehr traurig.

  • Sportpapi sagt:

    „Demgegenüber stehen so viele andere wertvolle Erfahrungen, die er, Sie und vielleicht einige andere Kinder und ihre Eltern miteinander machen können.“
    Was für Erfahrungen können das denn sein?
    Am einen Tag diskutieren wir, wie schlimm Kinderbilder im Internet sind, auch wenn das Kind von der besten Seite gezeigt wird, am anderen Tag lassen wir einen Jungen im Rock in den Kindergarten, weil das ja politisch korrekt ist und wir (auf seinem Rücken) die Welt verändern wollen?
    Ich würde es als Vater nicht zulassen. Zum Schutz meines Kindes. Ausser der Wunsch wäre beständig, und der Charakter des Kindes so, dass es mit dem Gegenwind souverän umgehen kann.

    • 13 sagt:

      „weil das ja politisch korrekt ist und wir (auf seinem Rücken) die Welt verändern wollen?“

      Hier wäre die richtige Frage eher: Wollen wir wirklich auf seinem Rücken unsinnige Traditionen beibehalten? Oder gibt es einen ganz objektiven vernünftigen Grund gegen einen Rock?Ich meine natürlich ausser: es entspricht nicht unseren Gepflogenheiten. Denn dieses Argument galt wohl schon, als die ersten Frauen anfingen Hosen zu tragen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Gibt es einen objektiv vernünftigen Grund FÜR einen Rock bei spielenden Kindern?
        Es geht nicht darum, wie wir das bewerten, sondern ob wir unser Kind dabei unterstützen wollen, sich aktiv zum Aussenseiter zu machen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Der Wunsch des Kindes? Ich finde, dass die Kleiderwahl etwas höchstpersönliches ist und darum auch der Wille der Person nicht unwichtig ist.
        Ich glaube auch, dass die Angst vor dem Aussenseiterdasein höher gewertet wird, als sie tatsächlich vorhanden wäre. V.a. im Kindergarten. Da wird sicher mal ein Kind nachfragen oder einen dummen Spruch lancieren, aber danach wird es ziemlich normal. Die anderen Kinder sind ja auch erst 4-7 Jahre alt und in einer Findungsphase, flexibel und einiges weniger vorbelastet als wir Erwachsene.

      • 13 sagt:

        Ein Junge aus unserem Umfeld hat sich in der Mittelstufe die Haare knallpink gefärbt. Da kam auch das eine oder andere, danach war es gut, zumal die Mitschüler*innen ja nicht erst seither kennen, sondern schon wissen, dass er nett ist, Haare hin oder her. Inzwischen sind sie wieder braun. Nicht etwa wegen Hänseleien, sondern weil es so viele Nachahmungstäter gab, dass es gar nicht mehr auffiel.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Letztlich muss die Situation immer individuell beurteilt werden. Wie stark ist das Kind, wie gut ist es in der Klasse eingebettet, wie ist das Umfeld da.
        Der Wunsch des Kindes ist sicher zu berücksichtigen, vor allem wenn er beständig ist. Aber wie an anderer Stelle gesagt, hätten meine Jungs früher ganz andere Kostüme gerne getragen, die wir (und auch die Schule) verbieten mussten (?) Warum sollte das hier anders sein?

      • 13 sagt:

        @ sp
        Weil das Kostüme tragen wenn überhaupt ALLEN verboten wird, nicht einfach einzelnen wegen des Geschlechts. Alle hier würden es nicht einfach hinnehmen, wenn es Mädchen verboten wäre, blau zu tragen. Oder nur weisse Kinder Jeans tragen dürften. Warum? Nun, das erkläre ich ja oben. Es hat eben doch mit Status und Machtverhältnissen zu tun. Durch Aussagen wie „sind eh unpraktisch“, „warum tragen Mädchen Röckchen“ kommt natürlich die Herabsetzung dessen, was als weiblich gilt, klar hervor. Aber wir können den Elefanten im Raum auch ignorieren und Rechtfertigungen suchen.

  • Anh Toàn sagt:

    „Das Geschlechterkonzept unserer Kultur prägt die Verhaltensweisen, Rollen, Beschäftigungen und Eigenschaften von Buben und Männern beziehungsweise Mädchen und Frauen.“

    Ist aber eine sehr steile Behauptung: Also eigentlich gäbe es gar keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, das zeigt sich in Kulturen, welche kein Geschlechterkonzept kennen, ich kenne einfach keine solche menschliche Kultur in der Geschichte.

    Mit den 1 Jährigen oder noch kleiner, woll(t)en vor allem Mädchen (so 5-8 Jahre) spielen, grössere Jungs interessieren sich kaum für Babys: Ist das wegen dem „Geschlechterkonzept unserer Kultur“?

    • Reincarnation of XY sagt:

      Anh Toin – es ist sowohl als auch.
      Natürlich prägt die Kultur. Die Kultur prägt alles, auch das Geschlechterkonzept.

      Aber die Kultur hat die Geschlechter nicht erfunden. Männlich und weiblich entwickelte sich Mio von Jahren vor dem Homo Sapiens und seiner Kultur.

      Unsere Kultur ist wandelbar und kann immer in Frage gestellt werden. Die Geschlechter an sich in Frage zu stellen, wie das heute bei gewissen Aktivisten Mode ist, ist Unsinn.
      Das Thema ist komplex. Aber wichtig ist der Grundsatz „sowohl, als auch“.
      Gewisse Aktivisten sagen „ALLES Kultur“ und beim kleinsten Widerspruch entgegen sie. Du glaubst wohl es sei ALLES Natur.
      Nein – sowohl das eine, wie das andere sind einfach unleugbare und sehr relevante Konstanten.

    • 13 sagt:

      Hmmmm, wer soll denn mit dem Baby spielen? Aus der Sicht eines Kindes eine lebendige Puppe? Die Mädchen, denen schon zu Geburt ein naturechtes Bäbi geschenkt wurde, die im Kindergarten im „Bäbi-Egge“ sind und deren Zimmern einer kleinen Familienwohnung gleichen inkl. Bäbi-Bettchen, Kinderwagen etc. oder die Jungs, denen ein Ball angeboten wurde, kaum konnten sie aufrecht stehen und die seither fleissig mit Duplos versorgt wurden. Nein, mit unserem kulturellem Geschlechterkonzept hat das natürlich gaaaaaar nichts zu tun. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ob deine Beschreibung wirklich auf die Realität passt? Ich weiss, das ist die Theorie. Aber ich kenne so viele Eltern, die genau anders handeln, mit doch relativ bescheidenem „Erfolg“.

      • Hans Meier sagt:

        „Nein, mit unserem kulturellem Geschlechterkonzept hat das natürlich gaaaaaar nichts zu tun.“
        Kulturelle Geschlechterkonzepte sind nichts weiter als eine Fortsetzung biologischer Geschlechterkonzepte, einfach dass erstere nicht in den Genen eingepflanzt sind, aber den gleichen Zweck erfüllen. Der Mensch hat viele Funktionen, die bei anderen Tieren direkt über die Gene gesteuert werden, „auslagern“ können (in die „Kultur“ – das Hirn also), weil er eben ein leistungsfähigeres Hirn hat, das zu abstraktem Denken fähig ist. Zu behaupten, dass „kulturelle Geschlechterkonzepte“ deswegen rein „menschengemacht“ sind und nicht im Zusammenhang mit der Biologie und Natur stehen, ist aber absoluter Schwachsinn. Passt aber natürlich bestens ins völlig unwissenschaftliche woke’sche Narrativ.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Da ist dann eher die Frage des Einflusses des Elternhauses. Ich nehme mal nicht an, dass diese Kinder völlig losgelöst von der sonstigen Gesellschaft aufwachsen, oder?

        @ H.M:
        Natürlich. Darum unterscheiden sich so manche Dinge ja auch je nach Ort und Zeitepoche….Roxy hat natürlich recht mit „sowohl auch“. Es ist nie rein biologisch oder rein kulturell. Allerdings darf die Frage, was welchen Anteil hat, durchaus gestellt werden.

      • Anh Toàn sagt:

        @13 Gibt es keine Unterschiede im Sein zwischen Männern und Frauen, gibt es keine Transgender. Wenn Männer und Frauen gleich sind, gibt es keine Frauen in Männerkörpern oder umgekehrt.

        Ich find‘ absurd, einerseits Transrechte zu verteidigen und andererseits biologische Unterschiede zu negieren.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Diese Argumentation bedeutet einfach, was immer wir versuchen und untersuchen – wenn nicht das gewünschte Resultat herauskommt, dann haben wir einfach noch zu wenig genau gesucht.
        Natürlich hat auch das Umfeld einen Einfluss. Aber dort gibt es auch viele Eltern und Kinder, die „modern“ erzogen werden.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Nein, das bedeutet, dass bei Untersuchungen alle Faktoren einbezogen werden sollen uns nicht nur diejenigen die das zuvor gewünschte Resultat liefern, v.a. wenn sie so offensichtlich auf der Hand liegen. Insbesondere sei zu bemerken, dass selbst in diesen angeblich so modernen Elternhäusern, den Jungs zwar auch eine Puppe geschenkt wird, aber praktisch ausschliesslich die Mutter die Windeln der jüngeren Schwester wechselt oder sich um sie kümmert. Kinder sind doch nicht zu dumm, das zu erkennen. Es reicht nicht in der direkten Erziehung modern zu sein, wenn man es nicht vorlebt. Das ist als würde ich, bevor ich meinen Kindern jeden Tag, bevor ich ins Büro fahre beim Frühstückstisch erklären, dass Frauen zu Hause an den Herd gehören. Sehr authentisch wäre das nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „aber praktisch ausschliesslich die Mutter die Windeln der jüngeren Schwester wechselt“. Bist du sicher? In meinem Umfeld haben die Väter eher häufiger Windeln gewechselt, wenn sie da waren. Aber ja, die meisten waren viel seltener da.

      • Anh Toàn sagt:

        @13 „Hmmmm, wer soll denn mit dem Baby spielen?….bis Duplos.“

        Also bei uns wurde das Mädchen in ein Spielzimmer voller Feuerwehrautos, Bagger und Krane geboren, der Bruder ist älter. Also wird dieses Mädchen kaum Interesse an Puppen zeigen, ihr Bruder ist ihr wichtigster „Peer“ in den ersten Lebensjahren, sie wird bestimmt Ingeniörin werden. Und wenn der Junge das zweite Kind ist, wird das Spielzimmer voller Puppen sein, er wird dann Bäbele, und mal Kindergartenlehrperson werden wollen.

        Das glaube ich nicht!

        Wir sind nicht nur das Produkt unserer Umwelt.

    • Anh Toàn sagt:

      @Roxy und 13: Hätte am zitierten Satz ganz am Schluss noch ein „mit“ gestanden, hätte ich nichts zu kritisieren gehabt.

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