Was Neu-Eltern nie mehr hören wollen

Vom Schlaf bis zum Sex: 13 Themen, die frischen Vätern und Müttern garantiert die Laune verderben.

Die Ratschläge der Freundinnen sind meist gut gemeint, aber manchmal deplatziert. Foto: iStock

Zur Geburt eines Kindes bekommt man nicht nur viele Geschenke, sondern mindestens genauso viele gut und schlecht gemeinte Ratschläge, Fragen und Kommentare um die Ohren gehauen. Falls Sie weiterhin mit den Neu-Eltern befreundet bleiben möchten, vermeiden Sie am besten folgende Sätze:

«Schläft das Baby durch?»
Glauben Sie mir, wenn das Kind durchschlafen würde, wüssten Sie es. Schlaue Eltern antworten auf diese Frage am besten einfach mit «Ja, klar!» und wechseln schnell das Thema. Erstens will der Fragende höchstwahrscheinlich das Rumgeheule über schlaflose Nächte nicht wirklich hören, und zweitens wollen die Eltern eh nicht darüber reden. Dazu sind sie viel zu müde.

«Vermisst du dein Kind nicht?»
«Nein, ich bin so froh, dass ich dieses kleine, süsse Gesichtchen den ganzen Tag nicht sehen muss.» Diese Frage tut weh. Mamas und – Newsflash! – auch Papas vermissen ihr Kind natürlich, und viele wären lieber daheim, als sich ihren Hintern auf einem Schreibtischstuhl platt zu sitzen. Ich habe schon Frauen weinend auf der Toilette angetroffen, die ihr Kind schrecklich vermisst haben. Aber irgendeiner muss die ganzen Pampers ja bezahlen, oder wie haben Sie sich das vorgestellt? Und falls sie ihr Kind tatsächlich nicht vermissen, sondern einfach total viel Bock auf ihren Job haben, ist das Letzte, was diese Neu-Eltern brauchen, ein Vibekiller, der ihnen ein schlechtes Gewissen macht.

«Wie läuft es mit dem Stillen?»
Stillen ist eine verdammt persönliche Angelegenheit. Wenn es mit dem Stillen nicht klappt, kann das für manche Neu-Mamas sehr belastend sein. Und wenn die Frau (Achtung, Skandal!) nicht stillen will, dann hat sie bestimmt keine Lust auf Ihr betretenes Gesicht, während sie das verkündet. Stillen ist ein bisschen wie die Sache mit den Rolling Stones und den Beatles – es gibt zwei Lager, und man wird sich wohl nie einig sein. Also lassen Sie es einfach. Ebenfalls eine Abmahnung gibt es für die Frage «Und, wie sehen deine Brüste jetzt aus?».

«Ich bin total müde!»
Klar, auch kinderlose Menschen sind aus diversen, vollkommen legitimen Gründen müde. Aber: Neu-Eltern haben nun mal das Gefühl, dass nur sie das Recht darauf haben, wirklich, wirklich erschöpft zu sein. Und ich spreche von einer Erschöpfung, die einen Dinge wie «meine Haare tun weh» sagen lässt. Monatelang gestörter Schlaf hinterlässt seine Spuren und kann ernste gesundheitliche Konsequenzen haben, ganz zu Schweigen von einer schockierenden Aggressionsbereitschaft. Wenn Sie also einfach müde sind, weil sie womöglich etwas zu viel gefeiert oder zu exzessiv Zumba getanzt haben – erzählen Sie es dem Nachbarn. Vorausgesetzt, der ist nicht gerade Vater geworden.

«Habt Ihr schon wieder Sex?»
Ist der Papst Moslem?

«Wie machst du das nur alles?»
Vielleicht ist diese Frage als Kompliment gemeint. Aber das Problem ist, dass da immer auch ein hässliches «Also ich würde mein Kind ja nie so oft allein lassen und so viel arbeiten wie du» mitschwingt. Oder ein Subtext wie: «Gib doch zu, dass das alles nur perfekte Fassade ist, dein Kind seit Monaten den gleichen vollgekackten Body trägt und dein Mann eine Affäre mit der Nanny hat.»

«Es dauert neun Monate, bis der Bauch weg ist.»
Langsam glaube ich, dass das wirklich die traurige Wahrheit ist. Aber selbst wenn dem so sein sollte, will das niemand wissen. Jede Frau hätte am liebsten, dass sie nach der Geburt gleich wieder aussähe wie zehn Monate zuvor. Auch wenn viele Frauen extra laut betonen, dass sie sich nun besonders feminin fühlten, gilt doch in den meisten Fällen: Wer vorher keinen Bauch hatte, will auch nachher keinen Bauch. Fakt ist, dass die Beziehung zum eigenen Körper nach der Schwangerschaft eine emotionale Sache ist. Es braucht Zeit, sich einzugestehen, dass man vielleicht nie mehr so aussehen wird wie früher. Nicht hören möchte man übrigens auch den Satz «Die letzten fünf Kilos gehen auch noch weg!». Er bedeutet nämlich, dass die letzten fünf Kilos offensichtlich eben noch nicht weg sind.

«Sie gleicht euch gar nicht!»
Es ist narzisstisch und idiotisch, sich ein Mini-Me zu wünschen, aber manchmal tun wirs eben trotzdem. Das mit der Eitelkeit ist eine perfide Sache. Irgendwie wünscht man sich doch, dass andere das eigene Baby süss finden. Deswegen empfehle ich auch folgenden Satz nicht: «Oh, euer Baby hat ja gar keine Haare!»

«Oh, ein Zähnchen! Fehlen nur noch 19!»
Wenn Sie keine Kinder haben, wissen Sie vielleicht nicht, welche Qual das Zahnen sein kann. Für das Kind und für die Eltern. Manchmal schreit das Baby wochenlang nur wegen eines lächerlichen Milchzahns. Zu erwähnen, dass eine Familie das in unmittelbarer Zukunft noch 19-mal durchmachen muss, könnte schwerwiegende Folgen haben. Zum Beispiel ein blaues Auge.

«Entspannte Eltern haben auch entspannte Babys.»
«Wir sind entspannt! Fuck off!»

«Warum trägst du Seide?»
«Nun, weil ich mich eh schon wie ein Zombie fühle, nach Babyspucke rieche und öfter Trockenshampoo als flüssiges Shampoo verwende, habe ich gedacht: Ich ziehe endlich mal was anderes als ein Stilltop an.» Wird man nun schon angefeindet, wenn man als Mutter zwischendurch mal nicht mitgenommen aussieht? Ich empfehle stattdessen ein Kompliment wie «Du siehst wahnsinnig schön aus in deiner neuen Bluse. Darf ich dein Baby halten, damit es statt dich mich anspuckt?»

«Am Anfang kannst du als Vater eh nicht viel machen.»
Eines der hartnäckigsten Klischees überhaupt. Die Wahrheit ist: Als Vater kann man alles machen, ausser genau einer Sache. Junge Väter regen sich also zu Recht über diesen Satz auf, weil er sie aussehen lässt wie ahnungslose Deppen, die nur danebensitzen, während die Mama ihre Brüste auspackt. Ausserdem: Stillen braucht am Anfang zwar viel Zeit, aber es ist trotzdem nur ein kleiner Teil der Arbeit, die getan werden muss. Glauben Sie mir!

«Wann kommt das Zweite?»
«Nie!!! Es wird nie kommen!!! Niemals!!!! Deal with it!» (Oder fragen Sie mich frühestens in zwei Jahren noch mal …)

82 Kommentare zu «Was Neu-Eltern nie mehr hören wollen»

  • Hans Minder sagt:

    Jammertirade umgekehrt:
    Durchschlafendes Neugeborenes? Ihm fehlten 1/2 der Mahlzeiten und körperliche/geistige Entwicklung wäre verlangsamt; im schlimmsten Falle wäre es in der Nacht am „Plötzlichen Kindstod“ verstorben!
    Keine vollgespuckte Bluse? Es fehlt dem Kind am Appetit/unwillkürlichen Reflex. Beides hindert die Entwicklung und könnte fatal sein!
    Das Kind vermissen? Sollte es an obigen Defiziten leiden oder gar früh verstorben sein, dann würde man das Kind jede Sekunde missen!
    Stillen? Hätte das Kind keine Lust zum Stillen wäre es schwer krank!
    Müde? Eltern die nicht auf dem Zahnfleisch gehen sind entweder abnormal (uninvolviert/emotionslos) oder verstorben!
    Schon Sex? Freuen wir uns am Erfolg des bisherigen Sex, schliesslich gibt es genügend unfreiwillig kinderlose!

    • Leila Taleb sagt:

      Also meine Tochter hat von Anfang an durchgeschlafen. Die körperliche und geistige Entwicklung ist alles andere als verlangsamt. Müde war ich daher nie (ganz im Gegenteil, ich konnte mich vom Arbeitstress etwas erholen). Ich empfinde mich weder als uninvolviert noch als abnormal noch bin ich tot. Das Stillen mochte mein Kind auch nicht. Es trank lieber aus einer Flasche. Ich finde, man kann nicht alles Verallgemeinern. Es kommt auf das Kind und die Umstände an. Es ist doch schön, wenn Kinderlose Interesse zeigen und nachfragen.

    • Leila Taleb sagt:

      Sex kann man 6 Wochen nach der Geburt wieder haben (aus medizinischer Sicht). So eine lange Zeit ist dies auch wieder nicht. Ich wurde dies Frage tatsächlich auch schon von einem jungen Mann gefragt, der bald Vater wird. Ich empfand die Frage nicht als unangenehm oder übergriffig, aber es kommt halt auf die Person an. Man könnte ja auch ausweichend auf zu intime Fragen antworten ohne gleich patzig-pseudo-lustig zu sein.

      • Hans Minder sagt:

        Danke Leila,

        ich wollte mit meiner „Satire“ bloss andeuten, dass man an den „gewöhnlichen“ Herausforderungen des Elternseins eigentlich Freude haben sollte, da dies in der Regel Zeichen einer gesunden Entwicklung des Kindes sind. Unsere ersten Kinder waren halt Zwillinge und da ging die Post am Anfang doch etwas ab….. Aber eben, wir waren froh, dass die Post ab ging, denn heute sind die Zwillinge 12 und voll drauf!

  • Romy sagt:

    Alles Klischees!
    Da freuen sich alle Mütter (und davon gibts einige, von denen hört man aber nichts, weil sie nicht jammern), bei denen das Stillen keine Probleme macht, die die kurz unterbrochenen Nächten gar nicht so schlimm finden, die keine Eitelkeits-Probleme mit der Gewichts-Zu- und Abnahme und (wahrscheinlich deswegen und wegen dem problemlosen Stillen) auch nach Ende des Wochenbetts bereits wieder Lust auf Sex haben und die neuen Erfahrungen mit dem Baby und den Zauber drum herum einfach geniessen können.
    Yes!!!

    • Leila Taleb sagt:

      @ Romy Da habe Sie völlig recht. Die Eltern (es sind mehrheitlich die Mütter, die sich lautstark über alles beklagen) haben kurze später schon das nächste Kind in Erwartung. Häufig folgt dann noch ein Drittes. Sooo schlimm kann es also nicht sein.

  • Aquila Chrysaetos sagt:

    Vor kurzem haben wir im Papablog gelernt, dass man Schwangere nicht auf ihre Schwangerschaft ansprechen darf. Jetzt wird uns nahegelegt, Neu-Eltern nicht nach ihrem Befinden zu fragen….

    Klar, die Autoren wollen etwas pointiertes schreiben, was ihnen auch gelungen ist.

    Wirklich witzig sind die Pro-Kommentatoren. Da gibt es also tatsächliche Menschen da draussen in unserem schönen Land, die sich darüber mokieren, dass man sie fragt wie die Nächte sind oder ob es ein Mädchen oder Junge wird. Eigentlich fast schon etwas bizarr.

  • Labskaus sagt:

    Ich verstehe diese Liste nicht. Niemand hat mir jemals diese Fragen einfach so gestellt: „Hallo, wie geht‘s? Habt ihr schon wieder Sex?“.
    Viele dieser Fragen kommen eher aus Interesse von anderen Neu-Eltern. In unserem Bekanntenkreis sind viele in den letzten paar Jahren Eltern geworden. Da tauscht man sich doch aus.
    „Was hat bei euch beim Durchschlafen geholfen?“ statt „Schläft es schon durch?“.
    „Was hat dir am Anfang bei wunden Brustwarzen geholfen?“ statt „Wie läuft es mit dem Stillen?“ usw.
    Gerade weil viele der genannten Themen selten direkt angesprochen werden, haben doch viele Neu-Eltern das Gefühl, sie sind alleine und Schuld, wenn es nicht gleich super klappt. Oder gehen mit total komischen Vorstellungen an die Sache (Wie? Echt? Der Bauch ist nicht gleich weg?)

  • nando widmer sagt:

    Musste schon lange nicht mehr so lachen, alle Punkte und die Antwort auf „Wann kommt das zweite?“. Jacqueline, you made my day!!!

  • Tom Meier sagt:

    Ah, Listen. Wer kennt sie nicht aus Maturazeitungen? Und aus Klatschheftchen.

  • 13 sagt:

    Menschen meinen es ja selten böse, wenn sie solche Dinge sagen, aber beim einen oder anderen frage ich mich schon, ob sie auch das Hirn anschalten, bevor sie etwas sagen. Am liebsten mag ich „Wie machst Du das alles?“, nicht nur als Neueltern auch später. Jäää, oftmals hat man ja eh keine Wahl mehr. Soll man nun nicht mehr aufstehen, wenn das Neugeborene nachts Hunger hat? Oder die Windeln nicht mehr wechseln? Nicht mehr arbeiten und die Miete nicht bezahlen? Natürlich, war es ein Entscheid, ein Kind zu bekommen, aber der ist ja gefällt. Also, was soll das?

    • tina sagt:

      wenn mich jemand fragte, wie ich das alles schaffe, dann war das einer der wenigen momente, wo ich kurz innehielt und dachte, wow, ich kann das. alles. allein. (mehr oder weniger gut). frag mich nicht wie, aber ich kann das alles. und das ist ziehmlich cool. da war ich jeweils schon einen moment stolz auf mich. und darum fragen die leute das glaube ich auch.

    • Sportpapi sagt:

      @13: Nun ja, es gibt eben Leute, die machen dann nicht mehr alles. Oder schaffen es schlicht nicht mehr.
      Entsprechend ist die Bewunderung doch am Platz. „Ich habe doch nur meinen Job gemacht…“ stimmt so nicht, weil man diesen ja ganz unterschiedlich, oder eben gar nicht ausführen kann.

    • Reincarnation of XY sagt:

      13 –
      Ich wurde auch schon gefragt „wie machst du das alles?“ und ich empfand diese Frage als Mitgefühl und Anerkennung.

      (Wenn wir ganz sachlich sein wollen. Doch wir haben immer eine Wahl. Wir können liegen bleiben, wir können davonlaufen, wir können ausflippen und laut rumschreien. Wir haben immer eine Wahl. Und es gibt Menschen, die bleiben auch liegen, die laufen davon, die flippen aus.)

      Die Frage drückt Anteilnahme und ein Stück weit Bewunderung aus. Sie drückt aus, dass uns unser Gegenüber zuhört und sich im Moment nicht vorstellen kann, wie es das alles schaffen könnte, wenn es in der selben Situation wäre wie wir.

    • 13 sagt:

      Nun, sicher kann man das je nach Situation anders verstehen. Meine Erfahrung ist eher die, dass gerade dann, wenn dieser schöne Spruch am häufigsten kommt, man selber nicht unbedingt das Gefühl hat, es zu schaffen. Man funktioniert, weil an keine Alternative sieht. Da wäre es allzu oft schöner zu hören: „Schaffst Du das? Brauchst Du Hilfe?“ oder gar „Ich sehe, es ist viel. Was kann ich tun?“ Ich habe einige Male sehr starke Personen zusammenbrechen gesehen, während das Umfeld bewundert da stand und dachte „Wow, wie er/sie alles schafft!“, bis man es eben nicht mehr schafft….

      • Sportpapi sagt:

        @13: Dann wäre die korrekte Antwort: „Eigentlich schaffe ich es nicht, bin gerade ziemlich am Anschlag.“ Und schon kann man auch Hilfe anbieten.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ja, aber ganz einfach ist es natürlich nicht, wenn die andere Seite derart bewundernd sich äussert. Sagen wir es so: Ich habe solche Sätze wie von Dir vorgeschlagen auch schon gesagt, jedoch gegenüber Menschen, die wohl nie „Super, wie Du das schaffst“ sagen würden, sondern eher „Wie geht es Dir? Schaffst Du das“ oder dann als Antwort auf den genannten Satz: „Es ist ja klar, dass nicht alles geht, aber schau mal, was Du geschafft hast.“ Aber natürlich ist dies wohl kaum wegen des einen Satzes, sondern weil das eh eher der Umgang miteinander ist, der mir entspricht und den ich entsprechend mit meinem Umfeld pflege.

  • Susanne Nicolini sagt:

    Teil 1
    Es eröffnet sich hier ein grosser Graben zwischen denen, die es witzig finden und sich wiedererkennen, und denen, die es daneben finden und sich fragen, wie man dann mit Neu-Eltern umgehen soll, resp. wie man mit solchen Menschen befreundet sein kann.
    Ein Erklärungsversuch von jemandem, der es witzig findet: selbstverständlich habe ich mich als Neu-Mutter über jeden Besuch und alle Fragen gefreut. Ich habe auch alles seriös beantwortet und darüber diskutiert, inklusive Stillthemen – auch wenn ich die Frage anstrengend / unpassend / doof fand. Vor allem, wenn sie von der Verwandtschaft kamen (Schwiegereltern!), die mir laufend ungebetene Ratschläge erteilten und vieles besser wussten. Easy, ich mag die Leute, auch wenn ich nicht alles von ihnen toll finde.

    • Susanne Nicolini sagt:

      Teil 2
      Aber damit ich auch beim 10. Mal noch gelassen erklären konnte, wie oft jetzt der Kleine in der Nacht kommt, und warum die erhaltenen Ratschläge nicht ganz so umgesetzt werden können, habe ich ein Ventil gebraucht, nämlich der bissige Humor, der Sarkasmus, das Übertreiben.
      Selbstverständlich habe ich niemals auf die Frage nach dem Sex gesagt «ist der Papst Muslim» – aber nach dem Besuch (mit meinem Mann) haben wir uns die besten möglichen Antworten ausgedacht, und da wäre diese Antwort sicher ganz oben gelandet. Das WC haben wir mit Enten-Comics von Brian Godron tapeziert, und wenn wir verzweifelt und müde waren, weil der Kleine schon wieder stundenlang durchgeschrieben hat und wir am Anschlag waren, hat uns dieser Humor durch diese Zeiten geholfen.

      • Susanne Nicolini sagt:

        Und nein, wir waren nicht die einzigen Neu-Eltern, die so waren. Unsere Kollegen haben uns verstanden (vor allem diejenigen mit Kindern), wir haben die Enten-Comics wie Panini-Bildli ausgetauscht und Bullshit-Bingos kreiert.

        Und ja, ich gehöre auch zu denen, die es auch bei anderen Themen so handhabt. Wenn ich braun gebrannt, strahlend und voller Elan von den Ferien zurückkomme, hasse ich auch die Frage «und, wie hat es Dir in den Ferien gefallen?». Vor allem nach dem fünften Mal.

  • Jenny sagt:

    Sie sind eine Heldin, danke!

  • PhunkyMonkey sagt:

    Ist der Papst Moslem? Wohl die speziellste Antwort auf eine normale Frage.
    Nach sieben Monaten noch kein Sex? Drum prüfe wer sich ewig bindet.

    • 13 sagt:

      Auch 10 Jahre nach der Geburt sollten Eltern keinen Sex haben, der andere irgendwie etwas angeht….

      • Röschu sagt:

        @13
        Einverstanden.
        .
        Die Phrase „Ist der Papst Moslem?“ bedeutet doch aber eben gerade nicht „es geht dich nichts an“ sondern schlicht „Nein“.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Eigentlich schade, oder?

      • PhunkyMonkey sagt:

        @13 vollkommen einverstanden. Dann wäre ein ehrliches „das geht dich (immer noch) nichts an“ die richtige Antwort…
        Die gegebene Antwort schreit aber nach einem „natürlich nicht“. Der MB unter der neuen Leiterin driftet in ein absurdes Comedycenter ab.

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 – meiner Erfahrung nach, braucht es sehr viel Vertrauen, bis wirklich ernsthaft(!) über Sex geredet wird.
        Es ist sehr schade, dass so wenig Vertrauen und Offenheit in „Freundschaften“ vorhanden ist, dass nicht mehr Raum dafür vorhanden ist.
        Wie gross die Verklemmtheit und Einsamkeit Punkto Sex ist, wird v.a. deutlich, wenn man sieht dass selbst bei sehr vielen Paaren keine Offenheit besteht. Zum grossen Schaden für alle Beteiligten.
        Mehr Ehrlichkeit und Offenheit würde allen gut tun.
        Aber der Grundtenor ist ja hier: „alles stört“, „nichts geht niemand etwas an“, „ich misstraue prinzipiell den Motiven hinter jeder Aussage“ – kein Wunder, bewegen wir uns immer mehr auf eine Single-Gesellschaft zu.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Was ist schade? Und wäre es dann richtig, wenn z. Bsp. die Frau mit einer Drittpersonen über das Sexualleben spricht oder ein Verrat am Sexualpartner?

        @ Roxy
        Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen den Sprechen über Sex und dem Sprechen über die eigene Sexualität. Ich habe einige FreundInnen, mit denen ich durchaus offen über Sex sprechen kann. Das ist nicht so schwierig. Über die eigene Sexualität wird seltener gesprochen und wenn dann nur am Rande. Aber die Frage ist: Ist das notwendig? Was wären denn die Vorzüge eines solchen Gesprächs? Geht man danach hin und sagt: Also, L. und P. haben auch noch keinen Sex und ihr Kind ist 2 Wochen älter als Rechtfertigung, um keinen zu haben? Hingegen ist ein Gespräch mit dem Partner/der Partnerin oftmals sehr sinnvoll.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Nein, man soll nicht die intimsten Geheimnisse breit treten, auch nicht bei der besten Freundin.
        Aber grundsätzlich sollte man schon mehr und offener über Sex sprechen. Und die Frage hier scheint mir jetzt nicht so am Thema vorbei.

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 – Kommunikation hilft uns, dass wir uns nicht mehr so alleine fühlen und wir im Austausch neue Perspektiven gewinnen.
        Die Menschen fühlen sich alleine, sie sind belastet, ob all der Dinge, die sie mit niemandem bereden können. Irgendwann geht man dann zum Therapeuten, zahlt 125.- bis 180.- Fr. die Stunde, nur damit man es mal einem realen Menschen gesagt hat.

        Ja, wir sollten auch über persönliche und intime Dinge reden, nicht um immer sofort ein Lösungskonzept zu bekommen (muss ich als Mann das jetzt einer Frau erklären?), sondern weil es uns gut tut und wir dadurch oft eine neue Perspektive gewinnen.

      • 13 sagt:

        @ Roxy
        Es scheint mir aber n diesem Zusammenhang völlig unlogisch, dass eine andere Person fragt, ob man nach der Geburt schon Sex hatte. Wenn man selber ein Problem hat, dann soll man sprechen, am liebsten zuerst mit Freunden. Aber wird das denn nicht getan? Also zumindest hier schon. Wenn es kein Problem gibt, dann kann man doch schweigen und geniessen. D.h. wenn eine Freundin zu mir kommen würde und sagen: „Wir hatten immer noch keinen Sex. Ich habe einfach immer noch überhaupt keinen Bock und ich glaube für T. ist es hart.“, dann wäre ich nicht überrascht, sondern würde mit ihr darüber sprechen. In so einem Kontext wäre ein „Wie war das bei Euch?“ auch ok, aber einfach so? Als Small Talk?

        @ SP
        Man soll ja darüber sprechen. Aber mehr? Warum denkst Du, besteht ein Missstand?

  • Röschu sagt:

    Ich lerne: Bloss keinen Smalltalk mit frischen Eltern betreiben, denn offenbar gibt es kein Themen, bei welchen sich die Eltern nicht angegriffen und/oder gekränkt fühlen? Grundsätzlich finde ich das super. Smalltalk ist ohnehin überbewertet. Bitte dann einfach niemals(!) mehr darüber klagen, dass den frischen Eltern und ihren Kindern kein/zu wenig Interesse entgegengebracht werde.

    • tina sagt:

      wenn ich alles meiden würde, bloss weils da von fettnäpfchen wimmelt, ich käme ja gar nicht mehr zum leben. man könnte sich ja vielleicht angewöhnen mitzuerwähnen, dass man vermutlich nun etwas gesagt habe, das schon eine million andere leute gesagt haben, so sorry.
      (dem nächsten, der sagt „das war der letzte schöne tag!“ drehe auch ich mal gerne ein bisschen den hals um)

    • Reincarnation of XY sagt:

      Lernen Sie das bloss nicht. Die Beiträge hier im MB sind nicht repräsentativ.
      Ich kenne keine jungen Eltern, die einem so mimosenhaft jede ehrliche Anteilnahme krumm nehmen.

      Und falls doch …. um so besser, wenn ich mich deswegen nicht verstellt habe. Denn dann werden sie uns künftig meiden und ich verschwende nicht länger meine Energie an negative Leute, die schlicht jede menschliche Nähe nervig finden und am liebsten Listen schreiben, wer alles zu den Doofis gehört.

      DAS nehm ich mir vom heutigen Blog mit: Lass dich nicht beeinflussen von negativen Menschen, lass dich nicht auf ihr Niveau hinunterziehen. Du kannst

  • Anna Moos sagt:

    Ok, einige Fragen sind daneben (aber wer fragt schon nach dem Sex, ausser man fragt die beste Freundin?). Aber ansonsten habe ich wieder das Gefühl, dass in der Schweiz alles intim ist und das eigene Leben niemanden was angeht, auch nicht den nähesten Personen.
    Warum, um Himmels willen, sollte das stillen was intimes sein? Aus dem gleichen Grund, warum man im Zug bitteschön nicht stillen sollte? Gerade als schwangere Frau (oder als Frau mit Kinderwunsch) interessiert mich das wirklich, damit ich selber was lernen kann, oder zumindest eine Bandbreite an verschiedenen Erfarungen zur Kenntnis nehme.

  • Lina Peeterbach sagt:

    „Zur Geburt eines Kindes bekommt man (…) viele gut und SCHLECHT gemeinte Ratschläge (…) um die Ohren gehauen.“ So ein Quatsch. Wer gibt denn schon schlecht gemeinte Ratschläge?! Auch wenn ich den einen oder anderen Punkt aus der obigen Liste entfernt nachvollziehen kann, ist doch auch heute wieder mal ein Versuch, lustig zu sein, ziemlich in die Hose gegangen. Schliesse mich auch einigen anderen Kommentierenden an: Worüber um Himmels Willen darf man denn überhaupt noch sprechen? Und warum darf das nur die eine Seite bestimmen? Und sich gleichzeitig über zu wenig Interesse beschweren? Ach ach… freut euch doch, dass die Menschen Interesse zeigen: heult ihnen die Ohren voll und zeigt ihnen dann 73 entzückende Babybilder 😉

  • Leila Taleb sagt:

    Eine Freundschaft, die aufgrund solcher Kleinigkeiten gekündigt wird, hatte sowieso nie Bestand. Daher ist es sehr gut, dass ein Schlussstrich gezogen wurde. Man muss dann einfach aufpassen, dass man am Ende nicht alleine da steht.

  • Mutter von vier sagt:

    Ich denke, von allen Fragen die hier genannt werden ist wohl die Frage / Festestellung „ah, du stillst dein Baby nicht. / Aber warum stillst du dein Baby nicht?“ Die Frage, die nicht gestellt werden darf und einfach nur weh tut. Ich glaube, jede Frau versucht ihr Baby zu stillen. Leider gibt es nur wenige Fachpersonen, z.B. meine Gynäkologin, die vorallem auf die Vorteile des Nichtstillens hinweisen. Die Entscheidung, wie eine Frau ihr Kind füttert, soll wirklich ihr allein überlassen werden und geht wirklich niemanden etwas an. Hauptsache, das Kind muss nicht hungern. Ich selber habe vier Kinder zwischen 1 1/2 und 1 Jahr gestillt und würde nun auf meine Gynäkologin hören und es nicht mehr tun.

    • Carolina sagt:

      Ihr Beispiel illustriert wunderbar, warum der heutige Blog eigentlich ein Schuss in den Ofen ist: Ihr Thema scheint das Stillen zu sein, Sie fühlen sich besonders angesprochen/betroffen. Mich hat es bei meinen vier Kindern nie interessiert, was andere mir dazu zu sagen hatten……
      Dito mit allen anderen Themen und Ratschlägen, die die Autorin nennt: jeder Mensch hat unterschiedliche Befindlichkeiten – man fragt sich wirklich, ob jede menschliche Interaktion in Zukunft unterbunden sein wird, weil sich immer, wirklich immer jemand auf die Füsse getreten fühlt. Das Leben ist nun mal so: die Dinge, von denen man sich besonders gestört fühlt, spiegeln einem etwas – und wenn es nach der Geburt eines Kindes ’nur‘ grosse Müdigkeit ist. Das hat nichts mit bösen Mitmenschen zu tun.

      • Lina Peeterbach sagt:

        Gute Analyse, Carolina!
        Wie Sie es sagen: wollen wir nun nicht mehr miteinander sprechen, um möglichst alle Minenfelder zu meiden – oder könnte man als Empfänger nicht auch einfach mal davon ausgehen, dass 99% der Fragen und Kommentare mit positiven Intentionen auf einen zukommen. Wenn dann jemand einen Nerv trifft, kann man dies ja auch als Aufhänger für ein tiefergehendes Gespräch nutzen, wie z.B. zum Thema Stillen. Oder man sagt einfach ganz offen, dass dieses Thema x ein belastendes Thema ist, worüber man nicht sprechen möchte, aber man alternativ sehr gerne 73 entzückende Babyfotos zeigen könnte 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Wir leben aber nun mal im Zeitalter der Befindlichkeiten, Carolina, sowie im Kult deren Störungen. Einzig die Befindlichkeit scheint noch ein Gradmesser für ein akzeptiertes, zunehmend inquisitorisch überwachtes soziales Miteinander zu sein, gepaart mit dem Anspruch an eine absolute Deutunghoheit durch die selbsternannten „Betroffenen“.
        Dass jemand vielleicht auch mal überzogen reagieren kann, vielleicht müde, überfordert, frustriert ob unerfüllter Vorstellung und Wünsche ist, scheint nicht mehr vorzukommen. Dieser Perspektive wird kein Platz eingeräumt. Dabei bleibt einiges an Menschlichkeit und Sozialkompetenz auf der Strecke, ja die Frage stellt sich, verlernen wir momentan in der Aera der Bubbles und Social Media gerade eine einigermassen gesunde menschliche Interaktion?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Die Frage stellt sich, ob dies wirklich so ist, MF.
        Ich kann mich nicht errinnern, mich je über Anteilnahme genervt zu haben und ich glaube so geht es ganz vielen.
        Aber während ich darüber nachdenke, warum gewisse Leute, die ewig gleichen Nerv-Listen so wahnsinnig lustig finden, muss ich an den Tratsch-Club unseres Dorfes denken. Das sind Menschen, welche stets über alle lästern, und kaum geht die Erste nach Hause, wird über diese gelästert. Und wenn die Zweite geht, dann über diese.

        Solche Menschen haben gar keine echten und vertrauensvolle Beziehungen. Ihr Element ist lästern und stets alles negativ zu deuten.
        Offensichtlich gehören hier einige Meinungsmacher zu dieser Sorte Leute.
        Nicht relevant für Menschen, welche echte Beziehungen haben.

      • Carolina sagt:

        Für mich geht diese gesamtgesellschaftliche Befindlichkeitsstörung so weit, dass wir – und seien wir ehrlich, wir Schweizer waren eh noch nie so toll im spontanen Kontakteknüpfen – eigentlich nur noch in Defensivhaltung herumlaufen. Man hat fast das Gefühl, dass wir Angst davor haben, verletzt/enttäuscht oder inkompetent zu erscheinen, dass wir lieber gar keinen Kontakt mehr machen. Irre ich mich, oder wird es immer schwieriger, spontan mit Menschen auf der Strasse zu sprechen? Und gerade bei jungen Müttern fällt mir das auf, das habe ich hier schon öfter gesagt: mit einem Baby im Supermarkt zu schäkern, ihm auch nur zuzulachen (nein, ich fasse NICHT an!), wird oft mit bösem Blick bestraft, eine Migros-Verkäuferin sagte mir neulich, sie versuche es schon gar nicht mehr. Warum?

      • Carolina sagt:

        RoXy: Ich glaube, wir hatten dieses Thema schon mal. Meine Meinung dazu kennen Sie vielleicht noch: ich glaube, hinter diesen zunehmenden Befindlichkeiten steht letztlich eine politische Korrektheit, die in der extremen Form heutzutage dazu führt, dass man einerseits alles auf sich bezieht, sich (und andere) ständig danach abklopft, ob und wie man alles ‚richtig‘ macht; andererseits aber auch eine Neigung, sich wegen dieser (gefühlt doch sehr gewachsenen) Ansprüche an einen selber ins Reduit zurückzuziehen versucht, in dem man heile Welt spielt. Das Mittelding, auch Alltag genannt, in dem man Schönes und weniger Schönes erlebt, Genehmes und Unangenehmes, hat da nur noch wenig Platz und somit steigt die Unzufriedenheit und negative und verurteilende Lebenssicht.

      • Martin Frey sagt:

        Gewisse Aspekte der menschlichen Natur bleiben sich gleich, RoXy. Dazu gehört selbstredend auch das Tratschen, Tuscheln, Besserwissen und mit Finger auf andere zeigen.
        Selbst wenn Mio. Menschen nicht so ticken, aber ein neuer Aspekt dünkt mich schon, dass viele Meinungsmacher, oder die, die sich dafür halten, in dieses Horn blasen. Der allgemeine Tenor in verschiedenen Aspekten unseres Lebens ist zunehmend intolerant, und wenig offen. Alles was einem gerade nicht in den Kram passt, wird negativ, und letztlich als Anmassung (neudeutsch „Uebergriff“) konnotiert. Man ist auf Abgrenzung bedacht und zieht sich in die Blase Gleichgesinnter zurück, wo (und hier schliesst sich der Bogen zu ihren Aussagen) man ausschliesslich auf Gleichgesinnte trifft die einem auf die Schultern klopfen.

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Dazu kommt, dass es heute eben in ist, über den wahnsinnig anstrengenden Job zu klagen, der einen Tag und Nacht auf Trab hält. Und die (Jung-) Elternschaft ist zumindest der „ganz normale Wahnsinn“, auf jeden Fall eine eigentlich unmenschliche Tortur, die kaum zu überstehen ist.
        Manchmal denke ich, es würde für die Beschreibung des Normalfalls auch eine Stufe realistischer, bodenständiger gehen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Caro/MF/SP
        Ich stimme mit euch allen überein. Jedoch frage ich mich immer, wie relevant denn diese Social Media Propheten wirklich sind.
        Vielleicht sind in Zürich auch die realen Menschen schon so distanziert (= unsicher, ohne Sozialkompetenz), aber wo ich wohne, erlebt man immer positives, wenn man mal spontan ist.

        Meine Frage: Ist das, was das Netz meint, wirklich Alltagsrealität? Die heutigen Rapper und Influencer kaufen sich selbst Likes und Streams und pushen sich selbst zum Hype.
        Deshalb sind sie auch nur unter denen bekannt, die meinen Social Media sei DIE Realität.
        So ist es auch mit diesen neuen Sprach- und Verhaltensknigges: im Alltag sind sie weniger relevant, wie sie im Netz hochgeschaukelt werden.

        Auch die Hippen Rapper und Influencer kauf

    • A. Rohr sagt:

      @Mutter von vier
      Das ist etwas, was mich am MamaBlog immer wieder stört: dieses von sich auf andere schliessen. Ich konnte meine Erstgeborene nach einer üblen Geschichte nicht stillen. Aber ich war froh, wenn mich die Leute, die es wirklich interessiert hat, danach gefragt haben, weil ich dann erläutern konnte, weshalb das so ist und auch meine Enttäuschung darüber aber auch die positiven Aspekte davon teilen konnte und es mir im Gespräch besser ging. Aber das ist MEINE Geschichte und ich gehe nicht davon aus, dass allen andern auch so geht. Es ist immer ok zu sagen, dass man über etwas nicht reden möchte, braucht halt manchmal Mut und Überwindung, ist aber besser als Wut und Empörung.

  • Leila Taleb sagt:

    Ich staune immer wieder wie gewisse Leute wegen harmlosen Fragen so auf den Schlips getreten fühlen können. Wie kleinkariert muss man denn sein? Ich gebe und gab immer gerne Auskunft in Bezug auf den Nachwuchs.

  • JesseJames sagt:

    Wunderbarer Text, musste einige Male schmunzeln, habe mich in vielem wiedererkannt..!! 🙂

  • Angie sagt:

    Sehr geehrte Frau Krause-Blouin
    Schon wieder so ein Artikel, der witzig sein soll aber auf mich gehässig wirkt. (So wie der Alkoholblog letzthin). Daher drehe ich dem Mamablog den Rücken zu. Mit so etwas möchte ich meine Zeit nicht mehr verschwenden.

    • Leila Taleb sagt:

      Auf die Idee, dass der Artikel witzig sein soll, bin ich gar nicht gekommen. Ich habe mal einen Artikel gelesen, dass die Einsamkeit unter jungen Müttern besonders gross sein soll. Nach diversen Beiträgen in diesem Blog (siehe auch „Was wird es denn? Ein Rollschinken“) erstaunt mich dies nicht mehr.

      • Nicole Vaute sagt:

        Hihi, geht mir genau gleich! Als Neu-Mutter hab ich mich echt über die vielen netten, hilfsbereiten und interessierten Mitmenschen gefreut, war ja aufgrund vieler Erfahrungsberichte aufs Gegenteil vorbereitet. Aber jetzt überleg ich mir, ob ich einfach den Subtext beim netten smalltalk nicht mitgekriegt habe, vielleicht lauerten da in Wahrheit lauter böse Unterstellungen..

    • balu sagt:

      gut so! auf solche Spassbremsen können wir verzichten!

    • Susanne Nicolini sagt:

      Sehr geehrte Frau Krause-Blouin
      Endlich wieder ein Artikel im Mamablog, der sich selber nicht so tierisch ernst nimmt. Und einen Anflug von schwarzem Humor aufweist, den Eltern manchmal entwickeln müssen, um den täglichen Wahnsinn zu überleben (ja, nicht alle Eltern machen das). Die letzten Jahre im Mamablog haben auf mich teilweise doch sehr dogmatisch gewirkt, mit sehr verbissenen Kommentaren und das akribische Auseinandernehmen und kritisieren von einzelnen Sätzen. Daher werde ich in Zukunft wieder vermehrt den Mamablog lesen; perfekte Abwechslung vom Alltag!

      • Lina Peeterbach sagt:

        Meiner Meinung nach ist dieser Beitrag kein schwarzer Humor (nicht im Ansatz!), sondern einfach ein eher lauwarmer Versuch lustig zu sein. Es ist ein Mimimi-Lied und ein merkwürdiger Rundumschlag, der allen Gesprächspartnern schlechte Absichten oder mangelnde Empathie vorwirft. Falls Selbstironie dabei wäre, käme am Schluss z.B. noch ein Kommentar, dass man sich aber unbedingt nach allen Einzelheiten des Stuhlgangs (bei Mama und Kind) erkundigen sollte, da einem sonst die Freundschaft gekündigt wird, oder irgendwas in der Art. So wie es dasteht finde ich es weder lustig noch ironisch noch schwarz.

    • Lichtblau sagt:

      Ich hingegen finde, der Mamablog nimmt gerade wieder etwas Fahrt auf. Mir gefallen Frau Krause-Blouins Beiträge gut, das gilt auch für den anonymen „Alkohol-Blog“, den viele in den falschen Hals bekommen haben.

      Trotzdem: Der Umgang mit jungen Eltern scheint langsam wirklich zum Eiertanz zu werden. Selbst ein eher distanzierter Mensch, würde ich viele der erwähnten Fragen gar nicht stellen. Umgekehrt haben sie mich aber wenig gestört. „Schläft es schon durch?“ konnte ich schon früh bejahen. Dann hat man sich mitgefreut und nicht gross insistiert („Stillst du etwa nicht?“). Früher war einfach weniger Ideologie.

  • Markus Keller sagt:

    Nein, so ist das bei uns nicht. Wir als Jungeltern gehen mit all diesen Fragen entspannt um. Unsere Freunde und Bekannte dürfen uns alles fragen, da geben wir gerne und sachlich Auskunft. Da ist keine Polemik nötig.

  • Christoph Bögli sagt:

    Dafür wollen alle anderen von Neu-Eltern nicht unbedingt hören, welche Konsistenz der Stuhl gerade so hat oder wie viel weiter entwickelt und schlauer ihr Baby ist verglichen mit allen anderen. Oder allgemeiner gesagt: ich erlebe eigentlich eher selten, dass Neu-Eltern mit Fragen traktiert werden, als vielmehr dass heutige Neu-Eltern dem ganzen Umfeld ungefragt sämtliche Details aufdrängen, und zwar als einziges und ständiges Thema. Aber wenn man es dann mal wagt, aus Höflichkeit dann doch mal eine Frage zum Exklusivthema zu stellen, ist das anscheinend auf einmal ganz daneben.. 😉

  • tststs sagt:

    Ähm, ja, ich glaube, die Kommentare werden bald massig auftauchen; und ich gehe davon aus, sie werden nicht sehr wohlwollend sein.
    Denn diese Liste hat ein grosses Problem: sämtliche Themen werden gerne und öfters von den (Neo-)Eltern angesprochen. (Ist natürlich meine persönliche Erfahrung, aber irgendwie habe ich heute das Gefühl, ich darf für die Allgemeinheit sprechen.)

    Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen: das ist völlig i.O.

    • Röschu sagt:

      @tststs
      „Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen: das ist völlig i.O.“
      Nein, ist es nicht.
      Eltern sollten mMn damit aufhören automatisch davon auszugehen, dass ihre Kinder für alle anderen genauso spannend und interessant sind, wie für Sie selbst.

      • tina sagt:

        ach. andere erzählen von ihrem tollen beruf, von den tollen ferien, vom tollen auto, erwähnen eine schlagzeile die jeder schon kennt und nichtzuletzt „DAS IST DER LETZTE SCHÖNE TAG“ oder wahlweise „ES REGNET DIE GANZE WOCHE, HABEN SIE GESAGT“ :D. wen interessierts. man weiss es nicht. den einen oder anderen. try and error

  • Sportpapi sagt:

    Wir waren als Neu-Eltern eigentlich froh um Freunde, die sich für uns interessiert haben. Und konnten auch mit Bekannten leben, die Fragen stellten, aus eigener Erfahrung oder Vermutung. Aber immer gut gemeint, und interessiert.
    Aber wir können auch auf Beziehungen verzichten und uns selber genügen. Und mit dem Umfeld nur noch über das Wetter sprechen.
    Und dann wieder klagen über das anonyme Umfeld, die zurückhaltenden Schweizer, die fehlende Unterstützung. Und fordern, dass es doch „ein Dorf braucht“, um Kinder zu erziehen, man aber die Dorfbewohner gar nicht haben möchte…
    Zudem: Kommen nicht auf der anderen Seite jeweils Klagen, Jung-Eltern sollen aufhören, alle mit ihren Kindergeschichten zu belästigen?
    Ein Minenfeld!

  • maia sagt:

    Ok – so langsam nimmt mich aber wundern, wie man/frau mit Schwangeren und frische Eltern sprechen soll? Hier bekomme ich den Eindruck: am besten über nichts!

  • Roxy sagt:

    Zum 1001. Mal. Jemand der sich an Anteilnahme stört. Ich verstehe nicht wie man so negativ sein kann. Ich glaube wirklich nicht, dass das an diesen Sätzen liegt. Einfach unmöglich. Dieser Ärger- sofern er denn nicht nur vorgespielter „Humor“ der oberbiederen Sorte ist, zum 1001.mal – zeigt viel mehr an, dass Sie eine tiefe Ablehnung gegenüber ihren Bekannten hegen, dass sie Ihnen Grundsätzlich auf den Sack gehen und sich von ihnen weder geliebt, noch respektiert fühlen.

    Oder anders: wer mir die Freundschaft kündigt, weil ich fragte ob das Baby durchschläft, der war nie wirklich mein Freund und ich bin froh, dass das endlich klar wurde.

    • Martin Frey sagt:

      @RoXy
      Wahrscheinlich werden wir als nächstes vernehmen, dass das doch alles humoristisch gemeint ist, und wir keinen Sinn für Ironie haben. 😉

    • tina sagt:

      man könnte das ja vorweg nehmen und ins repertoire der anteilnahme mit aufnehmen: „und, welche sätze hast du schon eine million mal gehört und findest du besonders blöd?“ 🙂

  • Doris Aerne sagt:

    Sie sprechen mir aus der Seele! Genau diese unnötigen Fragen und Bemerkungen kenne ich noch aus meiner Jungmutterzeit und auch noch später. Das Blödste: Aber euer Baby hat ja blaue Augen, und ihr Eltern habt doch braune. Mein Mann antwortete jeweils darauf, er sei halt als junger Mann öfters durch Schweden gereist.
    Besser fragen: Wie geht es euch, wie geht es dem Baby?

    • Leila Taleb sagt:

      @ Doris Aerne
      Mit Ihnen möchte ich nicht befreundet sein. Vielleicht bestand ja ein aufrichtiges Interesse an Ihren Nachwuchs (daher die Fragen). Nicht jeder weiss, dass sich die Augenfarbe erst nach etwa 6 Monaten vollständig entwickelt hat. Dann darauf mit pseudo-lustigen Antworten kontra geben, empfinde ich als nicht sehr freundlich. Achten Sie denn bei anderen Leuten mit oder ohne Kinder auch darauf, dass sie keine unnötigen Fragen/Bemerkungen äussern? Das Empfinden hierbei ist ja sehr subjektiv.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Und welche Antwort gibt man dann auf diese Frage?!
      „Es zahnt. Es schläft gut / schlecht. Ich bin müde. Ich bin traurig, dass ich noch dick bin. Mein Mann hätte gern Sex und ich mag noch nicht. Es zahnt. Ich bin müde. Und eigentlich will ich arbeiten gehen, andererseits vermisse ich dann aber mein Baby. Und ich bin so müde, dass meine Haare wehtun.“
      🙂

    • Mike Kern sagt:

      Der mit den blauen Augen verstehe ich nicht. Wenn schon hätten ja sie als Mutter durch Schweden reisen müssen, damit ihr Kind blaue Augen und blonde Haare hat.

    • 13 sagt:

      @ Doris
      Ganz genau. Eine offene Frage nach dem Befinden zeigt Anteilnahme und öffnet dem Gegenüber auch in der doch eher speziellen Situation die Möglichkeit, selber zu entscheiden, worüber man sprechen will oder doch lieber nicht.
      Beim Baby musste ich schmunzeln. Auch wir (beide dunkelbraune Haare und dunkle Augen) bekamen nach dem ersten ebenso dunklem Baby ein blondes mit blauen Augen und das 9 Monate nach unserem Schwedenurlaub….das führte zu einigen Lachern…

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