Was Müttern den Wiedereinstieg erschwert

Viele Mütter haben Angst, wichtige Entwicklungsschritte ihres Babys zu verpassen, wenn sie arbeiten gehen. Foto: iStock

Soll ich nach der Geburt wieder arbeiten gehen? Falls ja, ab wann? Und in welchem Pensum? Fragen, mit denen sich jede Schwangere auseinandersetzen muss und auf die es oft keine einfache Antwort gibt. Niemand weiss im Voraus, wie es sich anfühlt, wenn das Baby da ist, wie viel Energie man dann noch hat. Und ob man sich nicht eine intellektuell anspruchsvollere Beschäftigung wünscht – oder im Gegenteil das Kind am liebsten ununterbrochen um sich herum haben will.

Als ich zum ersten Mal schwanger war, vereinbarte ich mit meinem Arbeitgeber, nach einem halben Jahr in einem 60-Prozent-Pensum zurückzukommen. «Oh Gott, nur noch drei Tage die Woche in meinem geliebten Job», dachte ich damals. Ein halbes Jahr später gingen mir ganz andere Gedanken durch den Kopf: «Wie um alles in der Welt soll ich es übers Herz bringen, mein wundervolles Töchterchen jede Woche dreimal in die Kita zu bringen?» Es tat mir zu Beginn fast körperlich weh, sie für acht Stunden aus den Händen zu geben.

Vermutlich war der Trennungsschmerz noch intensiver, weil ich doch nicht wie geplant in meinen tollen Job zurückkehren konnte: Die Firma war unterdessen Konkurs gegangen, und ich verbrachte meine Zeit damit, Bewerbungen zu schreiben und das RAV zu besuchen. Nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.

Mütter haben Spass am Job

Drei von vier berufstätigen Müttern sagen, dass die «Freude an der Arbeit» sie zum Wiedereinstieg motiviert hat. Dies belegt eine aktuelle Studie, die am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Zürich durchgeführt wurde. Untersucht wurde, welche Faktoren eine erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützen, und welche den Wiedereinstieg erschweren. Der Mamablog hat seine Leserinnen letztes Jahr dazu aufgerufen, an der Studie mitzumachen.

84 Prozent der befragten Mütter kehrten nach dem Mutterschaftsurlaub an dieselbe Arbeitsstelle zurück wie vor der Geburt, mehr als die Hälfte allerdings zu einem tieferen Pensum. Sehr viele Mütter (84 Prozent) gaben an, dass sie im Job einen «Ausgleich zu den familiären Aufgaben» suchen, fast genauso viele (82 Prozent) wollen den «Anschluss behalten im Berufsleben». Mehr als jede Zweite sagte zudem, dass sie «aus finanziellen Gründen» wieder in die Arbeitswelt zurückgekehrt sei.

Erfreulich ist die Tatsache, dass es offenbar nur selten echte Konflikte gibt zwischen Arbeits- und Privatleben. Laut der Studie haben die meisten Mütter nämlich nur «gelegentlich» das Gefühl, dass ihre Berufstätigkeit das Familienleben beeinträchtigt – und umgekehrt. Ein Problem sind Schwierigkeiten mit dem Stillen: Mütter fühlen sich unter Zeitdruck beim Abpumpen und haben Angst, dass das Baby die Flasche verweigern könnte. Auch die ständige Müdigkeit im Büro ist für einige Mütter ein Thema. Wegen des Kindes können sie nicht durchschlafen.

Stillen wird zum Problem

Das am häufigsten genannte Problem beim Wiedereinstieg ist «der organisatorische Aufwand im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung». Die Öffnungszeiten der Krippe bedeuten, dass Mütter im Job nicht mehr so flexibel auftreten können. Auf Platz 2 landen die Emotionen: Die Angst, wichtige Entwicklungsschritte zu verpassen, sowie die Schwierigkeit, sich vom Baby zu trennen. Die dritthäufigste Herausforderung sind Vorgesetzte, die kein Verständnis zeigen für die Probleme junger Mütter.

Erst auf dem 9. Platz taucht das Thema «geringere Verantwortung aufgrund der Pensumsreduktion» auf. Da stellt sich die Frage, ob die meisten Mütter ihre vorherige Position behalten konnten. Oder ob es sie schlicht nicht stört, weniger Verantwortung zu tragen, weil ihnen der Job nun nicht mehr so wichtig ist. Die Studie zeigt nämlich auch, dass die Familie im Leben der meisten Wiedereinsteigerinnen eine grosse Bedeutung hat, während das auf die Arbeit wenig bis gar nicht zutrifft.

Was könnte man verbessern, damit der Wiedereinstieg den Mamas leichter fällt? Homeoffice ist in gewissen Branchen nicht umsetzbar. Der wichtigste Ratschlag der Studienautoren ist deshalb folgender: Die Mütter sollen weiterhin an Ihre beruflichen Fähigkeiten glauben. Und genauso auch auf Ihr Können als Mutter vertrauen.

Lesen Sie weiter zum Thema:

Ich arbeite, also impfe ich

«Gehst Du nach der Geburt wieder arbeiten?»

104 Kommentare zu «Was Müttern den Wiedereinstieg erschwert»

  • Max Demian sagt:

    Kultur! Die germanisch, angelsächsische Kultur ist mitunter einer der Hauptgründe warum Mütter unter dem gesellschaftlichen Druck der Mitmütter und Mitväter kollabieren und nicht oder nur in Minipensen arbeiten gehen und ein schlechtes Gewissen haben.

    • marsel sagt:

      Und warum gehen die meisten Mütter auch nach vollendetem 20 Altersjahr des jüngsten Kindes immer noch nur Teilzeit arbeiten? Weil sie nicht mehr wollen, ganz einfach.
      Wie gesagt, das gilt nicht für alle, aber die meisten. Wer wirklich und unbedingt arbeiten will findet Mittel und Wege, egal ob Mann oder Frau.

  • Regi sagt:

    Es ist unglaublich, wie kalt viele zu diesem Thema reagieren. Der Artikel beschreibt die Realität vieler Frauen. Sollen die Männer auch noch gebären für uns? Man kann nicht alles gaaaanz genau planen und das Leben programmieren. Gehts noch? Was ist mit Schicksalsschlägen? Jeder hat seine Gründe warum er was macht.
    Ich liebe meinen Sohn und meinen Job. Wenn ich im Job nicht zeigen dürfte und darüber reden wie stolz ich bin Mutter zu sein, dann wäre es der falsche Chef. Unsere Kinder haben immer Priorität. Wenn eine Frau ihr Kind der Fremdbetreuung nicht abgeben kann bzw. will oder es zu schwierig findet, dann ist es doch richtig zu Hause zu bleiben. Diese Mütter sollten Chancen bekommen auch nach längerer Pause einen Job zu bekommen wenn sie will!

  • marsel sagt:

    Mütter haben Angst, wichtige Entwicklungsschritte ihres Babys zu verpassen? Ja, oder dass ihnen jemand sagt, was sie zu tun haben (arbeiten!) und was sie lassen sollen (facebook/instagram/whatsapp). Das mögen moderne Frauen nicht so sehr, da bleiben sie lieber zu Hause, wo sie wahrhaft frei sind.

  • IMW sagt:

    Es gibt auch Hausmänner, die als Wiedereinsteiger ihr Glück versuchen. Interessant wäre auch deren Erfahrungen. Denn als Hausmann erlebe ich auf breiter Basis eine ablehnende Haltung potentieller Arbeitgeber. Mit dem Stigma eines mittelalterlichen Mannes mit Erwerbsunterbruch scheinen insbesondere weibliche Personalverantwortliche grosse Schwierigkeiten zu haben. Das Argument „Sie passen nicht ins Team“ hat einen diskriminierenden Charakter & zielt wohl darauf ab, dass mich die durch den Erwerbsunterbruch eingebrachten Rückschritte auf der „Karriereleiter“ hauptsächlich in weibliche Gefilde bringen. Wo die Akzeptanz eines männlichen Wiedereinsteigers sehr begrenzt ist. Ich bin offen. Wie steht es mit den Personalverantwortlichen? Nehme Meldungen für Bern gerne entgegen. imw@gmx.ch

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      Ich wünsche Ihnen viel Glück und weiss, dass die Situation zum wieder einsteigen schwierig sein kann.

      Aber vielleicht fängt das Problem an mit „Ich bin offen. Wie steht es mit den Personalverantwortlichen? Nehme Meldungen für Bern gerne entgegen.“…..

      Ich denke nicht, dass der Arbeitsmarkt so funktioniert.

      Trotzdem: viel Erfolg und gutes Gelingen!

  • Carmen sagt:

    Was ist jetzt so schlimm am Sekretärinnen-Beruf? Sind Frauen nur etwas wert, wenn sie studiert sind? Auch Sekretärinnen haben Kinder zu Hause und gehen einer ehrlichen Arbeit nach wie die „Intelligenten“. Sehr ärgerlich und hier will man nicht sexistisch sein. Hat jemand hier überhaupt eine Ahnung was Assistentinnen leisten? Und was es heisst Miss MoneyPeny und Sherlock Holmes gleichzeitig zu sein? Ohne gute Ausbildung lässt sich dieser Job nicht meistern. Also ehrlich ….

  • Tina sagt:

    Was ich einfach nicht verstehen kann: Ganz viele akademisch ausgebildete Frauen sind im Gymi und im Studium extrem ehrgeizig und ambitioniert. Sobald dann ein Kind da ist, lösen sich die ganzen Ambitionen in Luft auf. Frau überlegt sich dann maximal noch ob sie überhaupt „wiedereinsteigen“ möchte (schon dieses Wort – furchtbar) und falls ja mit wieviel Prozent. Dabei könnten sich ja Väter diese Gedanken auch machen? Und sowieso sind ja meistens zwei da, man kann sich ja abwechseln mit Nachts aufstehen und Kind in Kita bringen oder holen. Bleibt ja hoffentlich selten alles allein an der Mutter hängen, wenn sie arbeiten geht… Und sonst: Augen auf bei der Männerwahl. Wie auch bei der Berufswahl;)

    • Martin Frey sagt:

      Den Ball würde ich gerne aufnehmen, Tina, der zudem auch mal ein Thema für den MB wäre. Die Redaktion hat ja umlängst um Ideen gebeten…
      In der Tat ist es so, dass offenbar auch best ausgebildete, sich selber als modern betrachtende Frauen ab dem ersten Kind sich irgendwann auf ein sehr traditionelles Rollenverständnis berufen, und oft einseitig ihr Pensum dahingehend anpassen. Dies stellt nicht nur die Partner, sondern oft auch die Arbeitgeber vor vollendete Tatsachen. Was für letztere viel Planungsunsicherheit mit sich bringt.
      Wir könnten nun lange darüber spekulieren, weshalb das so ist. Fakt ist, dass in vielen hochspezialisierten Berufen Frauen dünner gesät sind, umso älter man und umso fortgeschrittener die Berufsplanung wird. Viele ziehen sich aus eigenen Stücken zurück.

      • Tina sagt:

        Richtig, genau so ist es. Wie ich bereits dem Sportpapi geschrieben habe, glaube ich dass es einerseits daran liegt, dass Frauen aufgrund des Mutterschaftsurlaubes von Anfang an in die Rolle der „Hauptbezugsperson“ kommen und dann darin bleiben möchten – oder denken, der Mann komme zu Hause nicht so gut klar – oder sich emotional nicht mehr vom Kind lösen können – oder keine Lust mehr auf die Berufswelt haben. Oder alles ein bisschen. Fakt ist, in vielen hochspezialisierten Berufen ist ein Pensum < 80% weder möglich noch sinnvoll, dazu kommen (bei mir) noch Nacht-/ Wochenenddienste, Kongresse und Kurse, oft im Ausland d.h. ohne Mann der zu Hause zeitweise die Hauptverantwortung übernimmt schlicht nicht machbar. Ich denke daran scheitert‘s dann auch (zumindest in meinem Umfeld – Medizin)

      • Martin Frey sagt:

        Wir haben dasselbe Umfeld Tina. Und gerade in unserer Branche sehe ich das beschriebene Phänomen an allen Orten, immer wieder. Persönlich bedaure ich das sehr, angesichts der langen, teuren Ausbildung und der Bedeutung des Berufes.
        „Oder alles ein bisschen.“
        Wahrscheinlich trifft es das am besten. Die Gründe mögen individuell und mannigfaltig sein. Nur eines ist dabei klar: das ultimative Commitment zum Beruf als Berufung liegt meist nicht vor. Was kein Vorwurf sein soll, sondern eine Feststellung.

      • Sportpapi sagt:

        @Tina und Martin Frey: Kommt noch dazu, dass z.B. bei Ärzteehepaaren keinerlei ökonomischer Druck da ist, um Vollzeit zu arbeiten. Entsprechend gehen auch all die Bemühungen mit subventionierten Betreuungsangeboten letztlich ins Leere. Wenn die Paare wollten, würden sie sich eine Kinderbetreuung ins Haus holen.

    • Sportpapi sagt:

      @Tina: Es dreht sich eben alles im Kreis herum. Wenn Frauen mit dem ersten Kind ihre Ambitionen (teilweise? vorübergehend?) fallen lassen, dann müssen sich die Väter eben diese Gedanken nicht machen. Bzw. noch mehr: Ihre Möglichkeiten sind eingeschränkt, denn irgendjemand muss ja die Familie auch finanziell versorgen.
      Also: Ich zweifle nicht daran, dass die ambitionierte Mutter, die wirklich auch im Beruf vorwärts kommen möchte, dafür Lösungen findet. Aber offenbar verschieben sich halt wirklich vielfach die Prioritäten.

      • Tina sagt:

        Ja, das denke ich auch. Und genau das finde ich schade. Vielleicht ist es so, dass viele Frauen ihren Partnern die Aufgabe der Kindererziehung nicht richtig zutrauen? (à la maternal gatekeeping). Weil sie von Anfang an in der Rolle der Hauptverantwortlichen sind aufgrund des fehlenden Vaterschaftsurlaubs? Die Umstellung bereitete mir damals zu Beginn auch etwas Schwierigkeiten. Ich war 6 Monate zu Hause und dann wieder Vollzeit arbeiten, mein Partner zu 60%. Ich war zu der Zeit mitten in meiner chirurgischen Assistenzarztzeit und musste noch den Facharzt fertig machen. Vielleicht hätte ich es sonst auch nicht so konsequent durchgezogen. Aber jetzt bin ich unendlich froh das gemacht zu haben. Denn wie in vielen Berufen hätte ich mir mit einer jahrelangen Pause praktisch alles verbaut.

      • Sportpapi sagt:

        @Tina: Ich weiss schon, der fehlende Vaterschaftsurlaub wird im Moment häufig als Erklärung angeführt. Ich glaube allerdings nicht daran, dass dies entscheidend ist.
        Ich selber war im Geburtshaus dabei, und habe das Handling mit den Babies im gleichen Moment gelernt wie meine Frau. Ist ja nicht so schwer.
        Aber wir können annehmen, dass bei den meisten Paaren die gelebte Aufgabenteilung den Wünschen beider Partner mehr oder weniger entspricht. Und es dazu weder Förder- noch Zwangsmassnahmen braucht, weil eine Veränderung gar nicht erwünscht ist.

      • Poison Ivy sagt:

        Wir können annehmen….. Wenn die Ist-Situation dem eigenen Weltbild entspricht, dann kann man das so annehmen, sicherlich.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Da die meisten Paare miteinander sprechen, und keiner Verfügungsgewalt über den anderen hat, und keiner in der Diskussion mehr Recht als der andere – ja, kann man annehmen, dass sich die Paare auf ein Modell einigen, und sie nicht dazu gezwungen werden.
        Sollten Sie andere Erkenntnisse oder Theorien haben, bitte einbringen und begründen.

      • Sportpapi sagt:

        Und ausserdem: Was für ein Weltbild? Tatsächlich glaube ich, dass es meistens schon eher so ist, wie es scheint, und man nicht unterstellen sollte, dass die Welt eigentlich ganz anders ist.
        Ich halte das für relativ pragmatisch, vs Ideologie.

      • Poison Ivy sagt:

        Begründen Sie doch mal warum Sie hier für alle sprechen (wir können annehmen).
        In meinem Umfeld gibt es mindestens 5 akademisch ausgebildete Mütter, die nicht in dem Masse Karriere machen wie sie gerne würden. Die Gründe sind mannigfaltig (Bereitschaft oder Möglichkeit der Männer zurückzustecken, fehlende Teilzeitjobs in einem Spezialgebiet der Medizin, fehlende Betreuungsplätze – ja, das gibts). Somit ist es in meiner Lebensrealität oftmals nicht so, dass die gelebte Aufgabenteilung mehr oder weniger den Wünschen beider Partner entspricht. Deswegen lassen diese Frauen sich nun nicht scheiden oder fallen in Depressionen. Aber so harmonisch wie von Ihnen dargestellt (oder erlebt) ist das Ganze in meiner Wahrnehmung nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: „Wir können annehmen“, weil es sich um einen logischen Schluss handelt. Aber auch hier wieder: Sie können dagegen argumentieren.
        Aber Sie haben recht, ich habe unsauber formuliert. Natürlich werden nicht alle Wünsche erfüllt, wir leben ja nicht im Paradies. Sondern die Paare entscheiden sich aus freien Stücken für ihre Lebensweise.
        Zu ihren Argumenten. Fünf Frauen, die nicht Karriere machen, wie sie eigentlich möchten. Reichen dazu Ihre Erklärungsansätze aus? Eigentlich nicht, oder? Keiner dieser Punkte ist für Männer letztlich ander als für Frauen. Kein Gesetz dieser Welt sagt, dass Männer entscheiden, und Frauen sich zu fügen haben. Und selbst 2x Karriere wäre machbar mit entsprechend eingekaufter Kinderbetreuung zu Hause. Wenn man wirklich wollte!

      • Poison Ivy sagt:

        „„Wir können annehmen“, weil es sich um einen logischen Schluss handelt“…… witzig, finde bloss die Logik nicht.

        „Zu ihren Argumenten. Fünf Frauen, die nicht Karriere machen, wie sie eigentlich möchten. Reichen dazu Ihre Erklärungsansätze aus?“ ….Immer noch besser als Ihr „wir können annehmen“.

        „Eigentlich nicht, oder?“…. ich brauche niemand, der mir vorgibt was ich zu finden habe – daher: nein, eigentlich nicht. In meinem Umfeld ist es halt nicht so wie bei Ihnen in Ihrer schönen Heim-und-Herd-s’Mami-möchte-lieber-zu -Hause-sein-Welt.

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Hm, jetzt braucht es nicht einmal mehr Argumente, dafür jetzt persönliche Angriffe? Woher wissen Sie, dass Sie in einem anderen Umfeld leben als ich? Persönlich würde ich das sehr bezweifeln.
        Ich stelle die Fragen also gerne noch einmal, denen sie ausweichen:
        A) Was unterscheidet die Männer von den Frauen in der Situation? Warum können sie unbeirrt ihrer Karriere nachgehen, die Frauen müssen zurückstecken? Wer bestimmt das?
        B) Warum geht 2x Karriere gleichzeitig gar nicht?
        C) Ist der Zeitpunkt richtig, Kinder zu bekommen, wenn beide Karriere machen wollen und gerade jetzt nicht zurückstecken können/wollen?

      • Poison Ivy sagt:

        Ich bezweifle sehr, dass wir das selbe Umfeld haben.

        Ein paar gute Statements von weiter unten als Antworten auf Ihre Fragen:

        „Aber beide so viel arbeiten – das ginge wahrscheinlich nur mit Nanny. Ich weiss nicht ob wir das gewollt hätten.“

        „Ich glaube in einer solchen Laufbahn wartet man vergeblich auf den „richtigen Zeitpunkt“. Viele Kolleginnen die auf bessere Zeiten gewartet haben blieben letztlich kinderlos.“

        „Staffeln der Karrieren wäre sicher sinnvoll wenn beide Ambitionen haben, oft aber schwierig, oder?“

        P.S. mir fällt auf, dass Sie ihren Gegenüber in Diskussionen immer wieder vorwerfen, diese hätten keine Argumente wenn sie andere Ansichten vertreten – ist irgendwie ein Muster bei Ihnen. Ist es so schwierig mal eine andere Ansicht zu akzeptieren?

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: Ich kann viele Ansichten und Meinungen akzeptieren. Aber Behauptungen und Thesen aufstellen und/oder widerlegen hat eben nichts mit glauben und meinen zu tun. Deshalb reicht ein „Du hast unrecht“ verbunden mit „du hast keine Ahnung“ nicht aus, um ein Argument zu widerlegen.
        Noch immer fehlt in Ihren Ausführungen jeder Hinweis darauf, warum Mütter in einer anderen Situation sind als die Väter, und warum ihre fünf Freundinnen alle zurückgesteckt haben, während die Karrieren ihrer Partner offenbar viel wichtiger waren. Und beim Zitieren von Tina haben Sie den wichtigsten Hinweis einer beruflich ambitionierten Person unterschlagen: Wenn beide nicht zurückstecken wollen, ist eben unter Umständen kein Platz für Kinder. Auch das ist eine Entscheidung.

    • fabian sagt:

      @tina: „Und sonst: Augen auf bei der Männerwahl.“

      Das müssen Sie den Frauen jetzt nicht extra erklären. Nicht umsonst daten Frauen nicht nach unten: Ein guter Job und guter familiärer Hintergrund des Partners sind immer noch die wichtigsten Kriterien bei der Partnerwahl der Frauen.

    • Tina sagt:

      Möglich, dass dem so ist. Für mich ist es gar kein Kriterium. Ich hab „nach unten“ geheiratet- obwohl ich die Aussage ziemlich dumm finde. Mein Partner begegnet mir auf Augenhöhe, auch ohne Studium und auch mit weniger Einkommen. Ich bin glücklich einen Mann zu haben der sich für die Familie engagiert. Wichtig ist doch viel eher dass man zufrieden ist im Beruf und im Leben – nicht wieviel man verdient oder ob man studiert hat!

      • Isa sagt:

        Tja, Tina, da hab ich wohl bei meinem Mann die A-Karte gezogen. Er hat sich weder nach der Geburt der Kinder, und auch später nicht um sie gekümmert. Ich hab 3 Tage nach Geburt den Haushalt alleine bewältigt. Er bestand sogar darauf, dass der Zmittag pünklich auf dem Tisch steht. Seine Arbeit war im stehts wichtiger. Er hat sich geweigert, sich um die Kinder zu kümmern, wenn ich einmal die Woche abends Chorprobe hatte. Und dass ich einer Erwerbstätigkeit (5%) ausserhalb des Landw. Betriebs nachgehe, war ihm ein Gräuel. Nach 4 Jahren Kampf und Frust hab ich aufgegeben, bin ausgezogen, habe nun 4 Teilzeitstellen. Die Kinder sind 50% bei ihm auf dem Hof. Gottlob kümmert sich seine Mutter noch um die Kids, auch wenn ich nicht verstehe, dass sie zu ihm putzen geht.

      • Lina Peeterbach sagt:

        LIebe Isa, genau das war gemeint mit dem Kommentar „Augen auf bei der Männerwahl“. So etwas klärt man doch, bevor man Kinder bekommt?!

      • Poison Ivy sagt:

        @ Tina: und was hätten Sie gemacht wenn Ihr Mann gleichzeitig mit Ihnen nach der Geburt seine Facharztausbildung hätte beenden wollen? In einem Gebiet, welches schlecht mit Teilzeit vereinbar ist? Wer hätte zurückgesteckt – Sie oder er? Es ist nicht immer so einfach, wie Sie und SP es darstellen, dass Frauen nach der Geburt keine Ambitionen mehr hätten und sich lieber ins wohlige Hausfrauen-Dasein zurückziehen. Ich kenne wie erwähnt mehrere Frauen, die ihre Ambitionen zurückstellen mussten, damit die Familie nicht auseinanderfällt. Gerade Frauen in Ihrer Branche.

      • Martin Frey sagt:

        @Poison Ivy
        „und was hätten Sie gemacht wenn Ihr Mann gleichzeitig mit Ihnen nach der Geburt seine Facharztausbildung hätte beenden wollen? In einem Gebiet, welches schlecht mit Teilzeit vereinbar ist? Wer hätte zurückgesteckt – Sie oder er?“
        Sagen Sie mir einen Grund, nur einen, weshalb Tina hätte zurückstecken sollen, wie Sie es nennen, respektive den Beruf gar an den Nagel hängen, wie es viele Aerztinnen irgendwann tun?

      • Sportpapi sagt:

        @Poison Ivy: „Wer hätte zurückgesteckt – Sie oder er?“ Gute Frage. Gibt es einen Grund, warum es automatisch und widerwillig die Frau sein sollte? Könnte man es allenfalls staffeln? Oder sich grundsätzlich überlegen, mit den Kindern noch zuzuwarten?!
        So wie Sie es darstellen, haben wir lauter egoistische Männer, die unbeirrt ihren (Karriere-) Weg gehen, und lauter verantwortungsbewusste Frauen, die sich für die Familie aufopfern. Ist es wirklich so einfach?
        Nebenbei: Meine Mutter hat auch Medizin studiert mit oder trotz kleinen Kindern, während der Vater in Vollzeit für das Familieneinkommen gesorgt hat. Die Familie ist deswegen nicht auseinandergefallen, nur etwas selbstständiger geworden.

      • Poison Ivy sagt:

        @ Martin Frei und Sportpapi: eigentlich interessiert mich ehrlicherweise die Antwort von Tina. Nicht Ihre Erklärungen als Unbeteiligte wie es bei ihr gewesen hätte sein können/müssen.

        Bei meinen Aerzte-Kolleginnen war es eben nicht so einfach wie bei ihr. Deswegen wäre es sehr spannend zu wissen, was sie gemacht hätte, wenn ihr Mann ebenfalls eine anspruchsvolle Facharztausbildung hätte absolvieren wollen. Wie hätte sie es gelöst? Jetzt hat sie es ja gemacht wie meine männlichen Aerzte-Kollegen, die mit Pflegefachfrauen verheiratet sind: diese arbeiteten sobald Kinder da sind maximal Teilzeit, damit er seine Facharztausbildung in vernünftiger Zeit hinter sich bringen kann.

      • Sportpapi sagt:

        Warum ist die Antwort von Tina aussagekräftiger als unsere, da sie doch genauso wenig tatsächlich in der Situation ist wie Martin Frey (der ja auch Arzt ist) und ich?
        Die Antwort ist ja direkt von ihrer Persönlichkeit, ihren Ambitionen und ihrer Belastbarkeit abhängig, und damit nicht verallgemeinerbar.
        Die Frage ist ja eher, ob Tina absichtlich einen Partner gewählt hat, der ihren Weg ermöglicht hat. Könnte ja auch sein und wäre vermutlich sinnvoll.

      • Tina sagt:

        Danke für diese spannende Diskussion @sportpapi, martin frey und poison ivy. Meinen Partner habe ich nicht bewusst so ausgesucht, damit ich diesen beruflichen Weg einschlagen kann. Allerdings hätten wir wohl keine Kinder bekommen, wenn er auch einen solchen Beruf hätte. Was natürlich sehr bedauernswert gewesen wäre, jetzt wo ich weiss wie das Leben mit Kindern ist. Aber beide so viel arbeiten – das ginge wahrscheinlich nur mit Nanny. Ich weiss nicht ob wir das gewollt hätten. Krippen finde ich grundsätzlich besser, weil die Kinder dort mit anderen Kindern in Kontakt sind. Jedoch bedingt dies eine gewisse Flexibilität zumindest eines Elternteils, wenn ein Kind kurzfristig krank wird etc. Staffeln der Karrieren wäre sicher sinnvoll wenn beide Ambitionen haben, oft aber schwierig, oder?

      • Tina sagt:

        Zuwarten ist in meinem Beruf sicher keine schlechte Idee, zumindest bis die Assitenzarztzeit vorbei ist – falls es das Alter zulässt. Die Dienste werden weniger, die Lernphasen für die Facharztprüfungen sind vorbei. Die Möglichkeit zur Pensumreduktion zumindest auf 80% besteht eher. Allerdings nimmt dann als Oberarzt die Verantwortung im Beruf auch zu, was das Arbeitsleben dann auch wieder intensiver macht. Ich glaube in einer solchen Laufbahn wartet man vergeblich auf den „richtigen Zeitpunkt“. Viele Kolleginnen die auf bessere Zeiten gewartet haben blieben letztlich kinderlos.

      • Poison Ivy sagt:

        @ Tina 19:24 und 19.37: besten Dank für Ihre interessanten Ausführungen!
        „Staffeln der Karrieren wäre sicher sinnvoll wenn beide Ambitionen haben, oft aber schwierig, oder?“
        Genau so ist es!
        Gerade weil ich im selben Metier tätig bin finde ich es super, dass Sie Ihre Ausbildung durchgezogen haben und weiss was sie geleistet haben. Es ging aber wie Sie selber schreiben vor allem, weil Ihr Mann Sie unterstützte. Ohne werden gewisse Dinge wie z.B. Auslandsaufenthalt unmöglich. Das da jemand u.U. seine eigenen beruflichen Ambitionen zurücksteckt liegt auf der Hand – deswegen ist der Partner doch kein Egoist, deswegen sind Sie doch keine Egoistin!!

      • Sportpapi sagt:

        @Tina: Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. Das „Staffeln“ habe ich übrigens mit Interesse bei Margrit Stamm gelesen, bei der das geklappt hat. Wobei sie schon auch auf das Risiko hingewiesen hat, dass es dann doch wieder anders kommt.
        Aber entscheidend für mich ist eigentlich Ihr Fazit als beruflich ambitionierte Ärztin: Wenn beide diesen Weg einschlagen, gibt es allenfalls halt keine Kinder. Weil die Prioritäten anders liegen.
        Wobei ich mir schon vorstellen könnte, dass dann die Option Nänny doch intensiv geprüft würde.

      • Tina sagt:

        @poison ivy: Schön dass Sie das so sehen! Es gibt schon viele Leute die das anders betrachten und mich als Egoistin sehen. Komisch ist auch, dass ich nicht selten gefragt werde wieso ich denn überhaupt Kinder hätte, wenn ich ja sowieso nur arbeite – diese Frage wird wohl einem Mann in der umgekehrten Situation kaum gestellt oder?
        Aber ja, ohne meinen Mann würde es schwierig werden. Das fängt schon an bei den unflexiblen Arbeitszeiten: Mein Arbeitstag beginnt um 6 Uhr. Kann ja schlecht die Kinder um 5 Uhr wecken um sie in die Kita zu bringen… Vielleicht müssten diesbezüglich die Strukturen in den Spitälern etwas zeitgemässer werden – dafür braucht es aber wohl noch eine neue Generation an Chefärzten. Hin oder her wird es wohl immer ein Beruf sein wo eine überdurchschnittliche Leistungs-

      • Tina sagt:

        bereitschaft gefragt ist

  • Anh Toàn sagt:

    Apropos Kita und Arbeit:

    Ich arbeite mehr, damit unserer in die Kita kann, ich sende ihn nicht in die Kita, damit ich arbeiten kann. Und darum muss ich (oder meine Frau) auch nicht mehr verdienen, als die Kita kostet. Ich halte Kita für nützlich für die Entwicklung von kleinen Kindern, die Frage ist allenfalls, wie häufig.

  • Barbara sagt:

    Ich finde die Auswertung der Umfrage zwar interessant, finde den Begriff „Wiedereinstieg“ aber in diesem Zusammenhang nicht ganz passend. Unter „Wiedereinstieg“ verstehe ich eher die Wiederaufnahme der Erwerbsarbeit nach längerem Unterbruch (und vielleicht mehr als einem Kind). Im Artikel scheint jedoch damit der Wiederantritt der Arbeit nach dem (verlängerten) Mutterschaftsurlaub gemeint zu sein.

  • Anja sagt:

    Schade, dass nicht unterschieden wird, ob es sich um das erste Kind oder ein weiteres handelt… Nach dem ersten Kind ging ich auch wieder zurück in den Job mit einem 50% Pensum. Nach dem zweiten Kind hätte sich das Arbeiten aufgrund der hohen Betreuungskosten, Wegkosten etc. einfach nicht mehr gelohnt. Ausser ich hätte in einem 80% Pensum gearbeitet… Da mein Mann mehr als 100% arbeitet und auch mehr verdient als ich, machte eine Pensumsreduktion seinerseits nicht wirklich Sinn.
    Nach 5 jähriger Pause fand ich nun wieder sofort einen Teilzeit-Job.

  • Jan Widmer sagt:

    Es fällt auf, dass in letzter Zeit extrem viel über berufstätige Mütter geschrieben wird. Und dass arbeitende Mütter sogar als grosse Errungenschaft, als Ideal, als Gleichberechtigung gefeiert werden.
    .
    Dabei müssten wir uns doch fragen: Warum wird es immer schwieriger, mit einem einzigen Lohn eine ganze Familie zu ernähren? Die Löhne stagnieren, die Lebenskosten steigen, der Mittelstand ist immer mehr unter Druck. Und das soll uns schön präsentiert als Gleichberechtigung – „Toll, dann dürfen jetzt auch die Ehefrauen arbeiten gehen“ – schmackhaft gemacht werden.

  • Synn sagt:

    Ich habe es bei ähnlichen Themen schon öfter geschrieben: Augen auf bei der Partnerwahl und ja ich meine das durchaus gegenseitig! Schon der Titel des Blogs ist unglücklich gewählt, denn er impliziert, dass nur die Mutter sich „neu einstellen“ muss auf dem Arbeitsmarkt. Wieso denn? Auch der Vater hat doch eine komplett veränderte Situation zuhause und ich werde nie verstehen, wieso so selten in Betracht gezogen wird, Familien- und Erwerbsarbeit gemeinsam neu aufzuteilen. „In meinem Job kann ich halt nicht reduzieren“ hmmm… aber fast jede Mutter schafft das?

    • sole sagt:

      Dem kann ich mich anschliessen! Ausserdem wird vom Mann auch weiterhin erwartet, dass er bei der Arbeit genau gleich verfügbar ist wie bisher. Ausfall wegen eines kranken Kinds oder früher nach Hause weil die Kita schliesst, geht nicht. Das bleibt dann alles an der Mutter hängen, die ohnehin nur Teilzeit arbeitet, wo also ein Tag Fehlzeit viel stärker ins Gewicht fällt. Und Mütter gelten dann als unzuverlässige Arbeitnehmerinnen…

      • Synn sagt:

        Genau so – leider. Es sind Babysteps, aber wenn öfter auch Väter zuhause bleiben und dann auch offiziell kommunizieren, dass es wegen dem kranken Kind ist, wäre schon mal viel erreicht in der Wahrnehmung von Arbeitgebern. Mich wollte man schon heimschicken von der Arbeit, als ich mal erwähnte, dass mein Kind krank ist obwohl ich im gleichen Satz gesagt habe, dass der Vater ja zuhause geblieben sei 😉

    • Max Demian sagt:

      Ja, sowohl meiner Frau und mir war klar, wie wir es als Familie managen. Sie sagt noch heute oft, dass sie mich deswegen gewählt hätte (lucky me).
      So gibt es bei uns auch keine Diskussion, weil klar ist, dass es 50/50 ist. Einzig bei „Krisen“ gibt es mal die Diskussion, wessen Agenda Oberhand haben soll, bis Plan B bzw. Plan C greift.

  • Lina Peeterbach sagt:

    3 Tipps, um den Wiedereinstieg erfolgreich zu gestalten:
    1. Vorausschauend bereits vor den Kindern eine gute Beziehung zum Arbeitgeber aufbauen. Sich einbringen. Flexibilität zeigen (um diese dann in den Kleinkindjahren auch einfordern zu können). Sich etwas aufbauen, damit man ein gewisses Mass an „Unersetzbarkeit“ vorweist.
    2. Mit dem Partner VORHER klären, dass man keine Lust auf Minipensum oder Hausfrauendasein hat. Nur wenn beide zu gleichen Teilen mitziehen, sich auf das Abenteuer Familie einlassen.
    3. Realitätssinn: Man kann nie alles haben oder alles geben. Während der ersten Jahre ist alles immer ein wenig Kompromiss (Elternsein und Job). Damit muss man leben lernen. Das macht einen nicht zum schlechten Mitarbeiter, aber vielleicht ein paar Jahre weniger *Superstarstatus*.

  • annetta tamburini sagt:

    Erschwerend ist der Wiedereinstieg sicher, wenn Frau keine familiäre Unterstützung bekommt und 6 Mt. Baby/Mutterpause müsste möglich sein. Diese Anfangszeit mit Baby und stillen geht so schnell vorbei und meist mit Brustentzündungen und anderen körperlichen Beschwerden der Mutter. Schön, wenns dann zur Mutter einen aktiven, verantwortungsvollen, liebevollen Vater gibt, der auch bereit ist sein Arbeitspensum zu reduzieren. Wünsche, Vorstellungen und Ziele müssen vor der Familienplanung miteinander besprochen werden, und nicht erst wenn der Bauch rund wird.

    • Lukas Baumann sagt:

      Da Frauen eher einfachere Arbeiten in der Wirtschaft haben und Teilzeit, ist arbeiten weniger ein Problem. Wobei es in Einzelfällen natürlich Unterschiede gibt. Sehr gern. Ich glaub jeder Mann würde Teilzeit arbeiten wollen. Da die Arbeiten, die männliche Personen tun müssen, meist nur noch körperliche sind. Trotz guter Ausbildung (da in Büros Personalverantwortliche (weibliche) meist nur Männer anstellen, die kompetent ,scheinen,).

  • Anh Toàn sagt:

    „Sehr viele Mütter (84 Prozent) gaben an, dass sie im Job einen «Ausgleich zu den familiären Aufgaben» suchen, fast genauso viele (82 Prozent) wollen den «Anschluss behalten im Berufsleben». Mehr als jede Zweite sagte zudem, dass sie «aus finanziellen Gründen» wieder in die Arbeitswelt zurückgekehrt sei.“

    Der dritte Grund, die Finanzbedürfnisse, rechtfertigen eine Anstellung aus Sicht des Arbeitgebers. Zu den ersten zwei würde ich als Arbeitgeber sagen:

    – Brauchst Du einen „Ausgleich zu den familiären Aufgaben“, geh‘ doch in einen Yoga oder Töpfer Kurs oder joggen oder reiten.
    – Du willst den „Anschluss behalten“. Also, du willst später mal wieder richtig arbeiten und jetzt brauchst du etwas für Deinen Lebenslauf.

    • tina sagt:

      witzbold. wenn ich arbeitgeber wäre, würde ich leute, die nur wegen dem lohn arbeiten, bestimmt nicht jenen vorziehen, die ein ausgeglichenes leben anstreben und auf dem laufenden bleiben wollen. man will den anschluss behalten im gegensatz zu berufstätigkeit an den nagel hängen, um sich 100% um familie und haushalt zu kümmern.
      auch wenn ich das geld brauchte, war mir der ausgleich zu haushalt und familie und dran bleiben auch wichtig. das ist schon richtig so.

    • Maike sagt:

      Ja klar – Männer gehen zur Arbeit weil sie die Arbeit an sich schon so super toll finden und nicht, weil sie sich damit bestens um die familiären Aufgaben drücken können.
      Und Männer planen auch nicht ihre Karriere durch zielstrebige Bewerbungen, sondern weil sie ihren Arbeitgeber so nett finden ?!?
      Netter Versuch, ist aber ziemlich in die Hose gegangen.

    • Martin Frey sagt:

      @Maike
      „Ja klar – Männer gehen zur Arbeit weil sie die Arbeit an sich schon so super toll finden und nicht, weil sie sich damit bestens um die familiären Aufgaben drücken können.“
      Die meisten Männer gehen primär arbeiten weil sie es müssen, weil irgendjemand die Hauptverantwortung für die Ernährung der Familie zu tragen hat. Und nicht etwa nur, um etwas «Ausgleich zu den familiären Aufgaben» (sprich etwas Abwechslung sprich Erholung vom doch oft überraschend anstrengenden Mütterdasein der ersten Monate) zu haben.
      Ihre Provokationen können Sie sich schenken, Maike, Ihr Sarkasmus fälllt bestenfalls auf Sie zurück.

      • tina sagt:

        ich habe meine familie auch ernährt herr frey, und trotzdem war für mich wichtig, dass ich ausgleich habe zum windelnwechseln (böse ausgedrückt). dass männer den ausgleich nicht brauchen, liegt daran, dass sie gar nie erst in die lage kommen, dass ihnen das zuviel wird, weil sie nie wochenlang allein mit den kindern waren. ausnamen bestätigen die regel

      • Jane Doe sagt:

        @Martin Frey! Das stört mich auch immer. Die Männer haben nicht die Wahl, ob sie arbeiten wollen, von denen wird erwartet, dass sie weiterhin den Zaster nach Hause bringen. Denn von den armen Müttern in der Schweiz darf man doch um Gottes willen nicht auch noch erwarten, dass sie finanzielle Verantwortung für die Familie übernehmen.

    • Anh Toàn sagt:

      Juristisch unterscheidet sich der Arbeitsvertrag (früher Dienstvertrag) von anderen Verträgen auf Arbeitsleistungen (insbesondere Werkvertrag und Auftrag) durch das Subordinationsverhältnis, Das Weisungsrecht des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer. Wer will Diener sein? „Sind Sie jemand oder nehmen Sie Lohn?“ Doch nur, wer Geld braucht oder will. Finanzielle Interessen sind der einzige Grund, überhaupt einen Arbeitsvertrag als Arbeitnehmer zu unterzeichnen. Man will „Karriere machen“, weil es dann mehr Geld für Arbeit gibt. Alles andere sind Gründe, bei welchem Arbeitgeber, für welchen Job, man sich bewirbt.

    • Anh Toàn sagt:

      Im Bewusstsein dass es generalisierend, vereinfachend ist und erstens nicht in jedem Fall stimmt, und damit auch keine Schuldzuweisungen gemeint sind, sondern eine reine Tatsachenfeststellung:

      Die Frauen gehen in den Mutterschaftsurlaub und dann kommen sie zurück. Aber es kommt nicht die gleiche Arbeitnehmerin zurück, ihre Prioritäten liegen woanders und das merkt man als Arbeitgeber.

      • Simone D. sagt:

        Das sehe ich nicht so. Ich habe 3 (alle unter 10) Kinder und arbeite flexibel 70%. Da ich fast ausschliesslich in Projekten in verschiedenen Firmen und mit immer anderen leuten arbeite, kennen die meine persönliche Situation eher nicht. In meinen Projekten bin ich zwar nicht immer vor Ort, aber grundsätzlich erreichbar, auch mal frühmorgens, abends oder am Wochenende. Wenn ich mal jemandem sage, dass ich Kinder habe, wären die nie von allein auf die Idee gekommen, weil ich ja meinen „Job so gut mache“. Wir sind top organisiert, die Kinder verbringen die meiste Zeit mit mir oder meinem Mann, werden 1 Tag fremd betreut und 1 Tag von den Grosseltern. ich bin in 10 Jahren 6x zuhause geblieben weil eines der Kinder krank war, mein Mann und ich wechseln uns da ab.

  • Maike sagt:

    Immer wieder erstaunlich, heutzutage lesen zu müssen, das kaum wenn das Kind da ist, die ganze Last der Betreuung scheinbar uns Müttern aufgebuckelt wird ! Was machen denn die Herren der Schöpfung derweilen ? Am Stammtisch damit prahlen, das ihr Kevin im Kindergarten schon alleine auf’s WC geht ? Oder ihre Chantalle schon mal die Pumps der Mutter angezogen hat ? Aber schenkt man den Beiträgen von ML Glauben, dann ist es natürlich die Schuld der Mutter durch die falsche Berufswahl, was den Wiedereinstieg gefährdet. Hätte sie einen Pflegeberuf bewählt – was einer Frau ja auch viel näher liegt als einem Mann den Chefsessel streitig zu machen – wäre der Wiedereinstieg kein Problem. Mir wird immer schlecht wenn ich sowas lese.

    • Brenner sagt:

      Wir Herren der Schöpfung gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Ein bescheidener Anteil zum Wohlergehen der Familie, ich weiss, aber immerhin ein Anfang…

      • K.M sagt:

        Was heisst hier bescheiden? Ich bin AE und mächtig stolz auf mich, das Geld nach Hause zu bringen (und die entsprechende Verantwortung/Sorgen zu haben und mehr oder weniger anständig zu meistern). Wieso sollten die „Herren der Schöpfung“ das nicht. Finde den finanziellen Aspekt ein wichtiger Teil der Familienarbeit.

      • Viola sagt:

        „Immer wieder erstaunlich, heutzutage lesen zu müssen, das kaum wenn das Kind da ist, die ganze Last der Betreuung scheinbar uns Müttern aufgebuckelt wird !“

        Das ist doch eine absolute unverschämtheit das einfach alles auf die Männer zu schieben! Im Artikel liest man doch ganz klar das sich Frauen oft nicht vom Kind trennen wollen. Maternal gatekeeping ist ein Begriff für sie. oder?

    • Anh Toàn sagt:

      @Maike „die ganze Last der Betreuung scheinbar uns Müttern aufgebuckelt wird “

      Trägt die Mutter die ganze „Last der Betreuung“ kann sie nicht arbeiten.

      Will die Mutter die Verantwortung für ihr Kind niemandem anders anvertrauen, kann sie auch nicht arbeiten.

      Wird es der Mutter aufgebuckelt, oder will es die Mutter nicht abgeben, ist die Frage. Dass die Mutter nicht abgeben will, halte ich für deutlich häufig zutreffend, als dass ihr aufgebuckelt wird. Mütter haben die Wahl, Väter nicht. Wobei die Wahlfreiheit der Mütter eingeschränkt ist. Viele können nicht anders, ihre mütterlichen Emotionen lassen es nicht zu, das kommt im Text auch durch: „Es tat mir zu Beginn fast körperlich weh, sie für acht Stunden aus den Händen zu geben.“

  • tststs sagt:

    Soll ich wieder arbeiten gehen? SOLL?
    Insofern ich nicht über einen massiven Lottogewinn, einen hieb- und stichfesten Ehevertrag oder einen Goldesel verfüge, lautet die Frage wohl kaum „ob“, sondern „wann“.
    Und da würde ich sagen: so rasch als möglich.
    Was den Müttern hilft?
    1. Sich als Eltern verstehen (sorry an die Alleinerziehenden).
    2. ein bisschen Realismus/Vernunft
    3. Organisationstalent (optimierend, nicht zwingend)

    • tina sagt:

      organisationstalent ist schon fast zwingend (wers nicht schon hat, der lernts jetzt), aber meist ist mit „das ist eine frage der organisation“ eigentlich gemeint, dass die eigenen eltern einspringen 😉

    • Jeanette Kuster sagt:

      Nun, ich kenne Mütter, für die sich das Arbeiten finanziell nicht lohnt, weil die Kita mehr kostet, als sie verdienen würden. Klar, da kommen dann die Faktoren „dranbleiben“ etc ins Spiel. Aber am Ende ist es eine persönliche Entscheidung und ich glaube, viele fragen sich durchaus, OB sie gleich wieder arbeiten SOLLEN.

      • tina sagt:

        das ist aber nur dann der fall, wenn „der mann“ sehr viel verdient. und in diesen fällen muss man die kitakosten aus psychologischen gründen von dessen einkommen abziehen

      • Simona Seiler sagt:

        Bitte auch die Einzahlungen in zweite und dritte Säule nicht vergessen. Selbst wenn der Lohn direkt an die Kita abgeführt werden muss, hat frau langfristig trotzdem was davon. Ganz abgesehen von langfristig tieferen Löhnen, je länger man nicht gearbeitet hat.

      • Synn sagt:

        Jeanette Kuster, wieso kostet die Kita mehr „als die Mutter verdient“? Trägt die Mutter die Kita Kosten alleine? Die Rechung müsste doch lauten: Lohn Mutter + Lohn Vater = Total Lohn Eltern. Und von DIESEM Betrag gehen die Kita Kosten weg. Ja ich weiss, rein monetär dasselbe Ergebnis, aber von der Betrachtungsweise ganz anders.

      • maia sagt:

        @Jeanette Kuster: Ich kenne Väter, für die sich das Arbeiten finanziell nicht lohnt, weil das gesamte Einkommen für die Familie benötigt wird…….

      • Martin Frey sagt:

        @Kuster
        „Nun, ich kenne Mütter, für die sich das Arbeiten finanziell nicht lohnt, weil die Kita mehr kostet, als sie verdienen würden.“
        Das kann nur dann der Fall sein, wenn die Mutter nur wenig zum Haushaltseinkommen beiträgt und dafür in hohem Masse vom Partner durch seinen offenbar sehr viel höheren Lohn quersubventioniert wird.
        Was in meinen Augen auch heute (notabene auch sonst im MB) zuwenig gewichtet wird, da offenbar für viele Mütter nicht wirklich prioritär: Die Altersvorsorge.
        Denn auch wenn ein Grossteil des Lohnes weggefressen werden sollte, sorgt man für sich selber für die Zukunft substantiell vor. Und das allein sollte die Frage nach dem OB eigentlich beantworten. Meine ich zumindest.

      • Max Demian sagt:

        Es ist eben sehr kurzfristig gedacht, wenn Müttern und Väter nur die laufenden Kitakosten im Auge halten. Hier geht es um viel mehr: Fachkompetenz, Pension, Vorbildfunktion, Scheidungsrisiko, etc etc

  • seidenspinner sagt:

    Was mir auffällt: nur die Mütter sind müde Arbeitsplatz, weil sie nicht durchschlafen können? Wie sieht es da mit den Vätern aus? Sind die einfach ‚härter im nehmen‘ oder schlafen sie durch?

    • Brenner sagt:

      Ich habe seit zwei Jahren nicht mehr durchgeschlafen, meinen Arbeitskollegen und Jungvätern geht es gleich. Aber ja, wir sind anscheinend einfach härter im Nehmen…

      • Andrea sagt:

        Da mache ich ganz andere Erfahrungen! Die Männer sind ab 1x aufstehen in der Nacht schon am Limit, während die Frauen 2 oder 3x locker wegstecken (beide arbeiten 100%).

      • Martin Frey sagt:

        Persönliche Einelbeispiele beweisen nichts, Andrea. Nur soviel, bei uns war es iaR umgekehrt.

    • Miriam sagt:

      Da v.a. die Mutter fürs Stillen zuständig ist, sind halt auch deren Nächte anstrengender. Damit wenigstens einer fit ist, schläft der Mann häufig in einem anderen Zimmer (persönliche Erfahrung und Erfahrungen aus dem nahen Umfeld).

    • sole sagt:

      Meine eigene Erfahrung: Ja, Mann schlief durch, während ich beim leisesten Schmatzgeräusch wach war und die Brust geben konnte, bevor das Baby richtig laut wurde. Arbeitsteilung in den Nächten geht halt echt nur mit Schoppen.

  • Livia sagt:

    Es braucht Wille und etwas Kampfgeist. Letzteres gegenüber der KiTa/Betreuung (nicht immer „bekommt“ man die Tage, die man für den Job bräuchte), dem Partner und dem Arbeitgeber (wenn das Kind (mal wieder) 40 Grad Fieber hat kann man nichts ändern). Bis letztere 2 Instanzen (und ja meistens bleibt die Organisation mehr an der Mutter hängen – sie hat ja „Zeit“ im MUTTERschaftsurlaub) besser mitmachen braucht es weitere Zeitungsartikel, Diskussionen und wohl noch ein paar Jahre Zeit.

  • Diana sagt:

    Die Wirtschaft soll den Eltern das Vertrauen entgegen bringen, dass trotz Krankheit der Kinder eine Betreuung gewährleistet ist. Eltern wollen arbeiten, haben eine riesige Motivation und sind Loyal. Deshalb bewerben sie sich auch. Sobald ein HR die Bewerbung überfliegt und Kinder auftauchen, kommt diese Bewerbung selten in die nächste Runde.
    Über die vermeintliche Flexibilität muss nicht gesprochen werden. Den diese wird nur von dem Arbeitnehmer/-in erwartet, seltenst wird diese vom Arbeitgeber vorgelebt bzw. ermöglicht.
    Nach langem Suchen bin ich nur durch Vitamin B auf meiner derzeitigen Arbeitsstelle gelandet und habe nun, glücklicherweise, den Fuss in der Tür zur Arbeitswelt.

  • simone marie sagt:

    und wenn wichtige medien wie der tagi solche bilder auswählt, hilft das dem thema halt auch nicht. frauen = sekretärinnen???

    • Martin Frey sagt:

      @simone marie
      Man muss doch als Tagi die Realität abbilden, haben wir doch erst neulich wieder vernommen? 😀
      Obwohl, nur weil man etwas auf den Kopierer legt, wird man deswegen noch nicht zwingend zur Sekretärin. Zumindest ich, der ich untertags auch ab und an etwas auf den Kopierer lege, habe das Bild nicht so wahrgenommen.
      Man muss sich an solcher Stelle immer wieder fragen: In wessen Köpfen sind jetzt schon wieder die stereotypen Bilder?

      • Caroline sagt:

        Ich habe das Bild ebenfalls nicht so wahrgenommen. Ich bin Marketingfachfrau und stehe täglich vor so einem Gerät (meistens zum Scannen). In meinen Augen ist es lediglich das Symbolbild einer Bürotätigkeit.

      • Muttis Liebling sagt:

        Stereotypien sind etwas ganz anderes als Prädiktionen. Die Tätigkeit Kopieren eines Dokuments ist prädiktiv für einen kaufmännischen Beruf, also einen Beruf, in dessen Wiedereinstieg die Chancen viel schlechter sind, als in einem pflegerischen, oder hoheitlichen (Polizistin).

        Das Foto zeigt, wir sprechen mit grosser Wahrscheinlichkeit, natürlich nicht sicher, wieder einmal von einer Kleingruppe Frauen, weil die im Mamablog im Gegensatz zur Wirklichkeit überrepräsentiert ist.

      • Viola sagt:

        „Man muss sich an solcher Stelle immer wieder fragen: In wessen Köpfen sind jetzt schon wieder die stereotypen Bilder?“

        🙂 Ja ist schon manchmal ein wenig entlarvend. Also ich stehe auch öfters mal vor dem Kopierer, ist jetzt wirklich nichts ungewöhnliches, weder für Männer noch für Frauen. Mit einem Sekretariatsjob hat das jetzt nicht zwingend was zu tun.

    • Yannick sagt:

      Einmal mehr ein sehr unpassendes Bild, da gebe ich ihnen recht. Aber traurigerweise wohl ein nicht ganz falsches Abbild der Realität. Frauen mit Kind(ern) können sich ihre Karriere an den Hut stecken, wogegen es bei den Männern nie ein Thema ist ob einer Familie hat oder nicht.

    • tina sagt:

      administrative assistentinnen meinst du, simone ;-). ich kopiere aber trotzdem selten etwas. das könnte aber genausogut eine architektin, lehrerin, anwältin, ärztin, ingenieurin usw sein

      • Schlumpfine sagt:

        Ich bin Sozialarbeiterin und wie meine KollegInnen fast ständig am kopieren, ausdrucken, Couverts einpacken usw. Das Delegieren solcher Arbeiten wäre mir viel zu aufwändig und kompliziert.

  • Stillförderung Schweiz sagt:

    Checklisten und Merkblätter „Weiterstillen bei Wiederaufnahme der Arbeit“ gibt es bei Stillförderung Schweiz.

  • Klärli Benz sagt:

    „Was könnte man verbessern, damit der Wiedereinstieg den Mamas leichter fällt?“ Da der organisatorische Aufwand der oberste Punkt der Liste ist: Es braucht gute Kitas mit viel längeren Öffnungszeiten und ohne geschlossene Tage. + Väter, die sich im selben Mass verantwortlich fühlen. Warum hier wieder nur die Mütter thematisiert werden, für die es emotional schwierig sein soll, ihre Kinder betreuen zu lassen, ist mir ein Rätsel. Ist es den Männern wurscht?

    • Muttis Liebling sagt:

      Am leichtesten wird der Wiedereinstig, bis hin, mit der Sänfte abgeholt zu werden, wenn man den richtigen Beruf hat. Alten- oder Krankenpflegerinnen haben keine Mühe, auch mit 54 wieder eingestellt zu werden, mit vorhergehenden kostenfreien Auffrischungskurs und Einmalgratifikation (Lockprämie).

      Aber wenn man, wie auf dem Foto, nur Fachkraft für Kopieren ist, dann … Jedes schweizerischen Spital oder Altenheim bekommt 3x mehr Bewerbungen für die wenigen KV- Ausbildungsstellen, aber immer zu wenige für die pflegerischen Berufe.

    • Frank sagt:

      @klärli, die Männer werden seit jeh von der Gesellschaft und den Müttern aus der Kinderbetreuung rausgehalten. Spätestens bei einer Trennung vor Gericht wird dem Vater klargemacht, was er ist: Der nützliche Zahlidiot.

      • Klärli Benz sagt:

        @Frank: Es gibt sicher viele Väter, die sich gerne mehr engagieren würden. Es gibt aber auch viele, die darauf vertrauen, dass die Mutter sich schon kümmert. Sie sind ein bisschen stolz und machen ein bisschen „guliguliguu“, aber für echte Care-Arbeit langt es dann doch nicht.

  • sophie sagt:

    Arbeit sei einen „Ausgleich zu den familiären Aufgaben“. Ja schon, aber dies braucht viel Organisation, besonders wenn der Weg zur Arbeit lange ist. 50% ist schon viel und sollte erst ab dem zweiten oder dritten Jahr getan werden. Diese frühe Jahren sind so kostbar für Mutter und Kind.
    Ich würde warten bis der Mann genug verdient sodass ich zu Hause bleiben könnte bevor Kinder zu haben.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Bei dieser klaren Rollenverteilung wird einem schlecht. Die Jahre sind auch kostbar für Papi und Kind!! Mann = Arbeit; Frau = Kinderbetreuung.
      Man kann davon ausgehen, dass im Jahr 2019 der Mann an der seinen Teil an der Erziehung beiträgt und die Frau an das Einkommen

      • sophie sagt:

        @Teilzeitpapi : wenn man von „Mutterinstinkt“ spricht, ist doch klar dass die Mutter welche das Kind 9 Monate getragen hat, die Hauptperson für das Kind ist. Der Papi ist aber auch wichtig und für ein harmonisches aufwachsen, braucht es beide. Jedoch die beiden ersten Jahre sollte wirklich die Mutter beim Kind sein.
        Sogar die Tiere halten sich an das obwohl manchmal der Vater hilft, oder auch das Essen findet.

      • Lina Peeterbach sagt:

        @Sophie, warum genau müssen Kinder 2 Jahre lang bei der Mutter bleiben?

    • Hanna Kern sagt:

      Sopie, die Tiere halten sich dran? Ja, am Spatzenpaar unter unserem First orientiere ich mich gerne. Da fliegen beide aus und suchen Futter für die Kleinen. Perfekte Rollenteilung. Wäre ich ein Mann und höre sie reden, nähme ich reissaus. Wer will schon Zahlpapi werden?

    • Vreni sagt:

      Mensch = säugetier ! Nichts zu tun mit Fischen usw.

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.