Ich bin Mama und hochsensibel

Mamablog

Hochsensible Mütter haben eine äusserst enge Bindung zu ihren Kindern. (Foto: iStock)

Das Thema «Hochsensibilität» ist zurzeit in aller Munde. Vereinfacht gesagt, beschreibt dieser Ausdruck Menschen, die über eine sehr sensible Wahrnehmung und eine Feinfühligkeit der Sinne verfügen. Die Ausprägungen sind unterschiedlich. Ich bin Mama und hochsensibel.

Ein wichtiger Teil meines Lebens war immer der Rückzug. Ich brauchte viel Zeit für mich, um meine Gedanken und Gefühle zu ordnen und Eindrücke zu verarbeiten. Zusammen mit ausreichend Schlaf und Ruhe war dies essenziell, um mein inneres Gleichgewicht zu halten, Kraft zu schöpfen und gestärkt wieder in den Alltag zurückkehren.

Meine Schwangerschaft stellte mich in dieser Hinsicht vor eine grosse Herausforderung. Ich war fortan nicht mehr alleine – keine Sekunde mehr. Es war ein kompliziertes Gefühl, dass ich meinen Körper mit einem anderen Menschen teilte. Überdies nahm ich mein Baby sehr intensiv wahr: Seine Bewegungen, wie es ihm ging, ob es schlief usw. Je länger die Schwangerschaft dauerte, umso schwieriger wurde eine klare Selbstwahrnehmung und umso mehr sehnte ich mich danach, meinen Körper wieder für mich alleine zu haben.

Schlafmangel und Gewichtsverlust

Nach einer schwierigen Geburt war es mir mangels Milcheinschuss nicht möglich, mein Kind zu stillen. Wochenlange Versuche blieben erfolglos. Heute weiss ich, dass dies ein Ausdruck der Überforderung in der Schwangerschaft und Geburt gewesen ist. Ich war geistig, emotional und körperlich an meine Grenzen gestossen, und mein Körper wollte sich nur noch zurückziehen und erholen.

Zu Hause brauchte mein Kind von allem sehr viel – ausser Schlaf. Ich bewegte mich in einem Radius von 4 Metern um es herum. Einen grösseren Abstand liess es nicht zu. Und für mich war klar, dass ich meinem Kind alles geben würde, was ich zu geben hatte. Den lang ersehnten Rückzug, ja, ich hätte ihn gebraucht, um mich zu sammeln und die Schwangerschaft und Geburt zu verarbeiten. Aber jetzt war keine Zeit dafür. Es gab nun jemanden, der wichtiger war als ich. Ich schlief und ass wenig und hatte den Drang, alles richtig machen zu müssen. Beim ersten Kontrolltermin ermahnte mich die Gynäkologin aufgrund meines raschen Gewichtsverlustes, mehr zu essen. Ich war so sehr mit den Bedürfnissen meines Babys beschäftigt, dass ich meine eigenen vergass.

Das schlechte Gewissen als steter Begleiter

Erst nach drei Monaten realisierte ich, dass ich etwas ändern musste. Es war ein Nachmittag, an dem ich wie gewohnt mit meinem Baby zu Hause war. Ich erinnere mich, wie es schrie und ich es einfach nicht beruhigen konnte. Die Emotionen meines Kindes empfand ich so intensiv wie meine eigenen. Es gab keine Trennung zwischen Du und Ich. Irgendwann weinte ich nur noch. Ich wusste nicht mehr weiter und fühlte mich entkräftet. Am Abend sprach ich das erste Mal mit meinem Mann über meine Überforderung. Wir vereinbarten Auszeiten, die ich mir nehmen sollte, um wieder ein Gefühl für meine eigenen Bedürfnisse zu bekommen. Das Problem war, dass ich mir diese Auszeiten selten nahm. Mich plagte ein schlechtes Gewissen, und an mir nagte der Gedanke, keine gute Mutter zu sein.

Nach dem Mutterschaftsurlaub ging ich Teilzeit arbeiten. Die Trennung von meinem Kind tat mir unglaublich weh, sodass ich oft mit Tränen in den Augen im Zug zur Arbeit sass. Und doch muss ich rückblickend sagen, dass dies meine Rettung war. Ich war nun regelmässig für mehrere Stunden wieder eine eigenständige Person. Auch wenn ich immer noch unter dem Schlafmangel litt und die Anforderungen im Büro hoch waren, spürte ich langsam wieder, dass es mich immer noch gab. Meine Selbstwahrnehmung kehrte zurück.

Die eigenen Grenzen kennen

Heute ist mein Kind drei Jahre alt, und ich bin momentan Vollzeitmami. Die Verschmelzung von Du und Ich geschieht immer noch. Die Gefühle meines Kindes nehme ich oft so stark wie meine eigenen wahr. Das kann im Alltag problematisch und bei Erziehungsfragen hinderlich sein. Im Unterschied zu früher nehme ich mir heute den Raum und die Zeit für mich, die ich brauche. Oder zumindest versuche ich es. Ich habe gelernt, dass die Quittung sehr schnell kommt, wenn ich längere Zeit über meine eigenen Grenzen hinweggehe.

Manchmal reicht ein Tag, um wieder in die eigene Kraft zu kommen, manchmal braucht es mehr. Im Alltag sind Achtsamkeit und ein bis zwei Ankerpunkte wichtig, in denen ich ganz bei mir bin. Das können zehn Minuten sein, in denen ich Musik höre, einen Tee trinke und aus dem Fenster blicke. Oder das können zwei Minuten beim Spazieren sein, in denen ich bewusst die Sonne oder den Wind im Gesicht wahrnehme und mich einfach verbunden fühle.

Den Beitrag haben wir auf Wunsch der Autorin anonymisiert. Sie ist Juristin (36) und lebt mit Mann und Kind am Zürichsee. Sie schreibt seit kurzem auf Facebook den persönlichen Blog «Im Herz».

Lesen Sie zum Thema auch:

69 Kommentare zu «Ich bin Mama und hochsensibel»

  • Enrico sagt:

    Meine Ex Partnerin fühlte sich auch als Hochsensibel. Die Paartherapeutin sagte dazu lakonisch: rein Projektion des Eigenen auf Andere.
    Wie wahr !!!!!!

  • Dahlia Meier sagt:

    Naja, die einen stehen halt einfach dazu, dass Mutter werden nicht immer nur rosa und glückseelig ist, dass man eigene Erwartungen nicht erfüllen konnte und man es einfach streng fand, andere brauchen dazu en vogue Begriffe wie „Hochsensibel sein“.

  • Coco sagt:

    Schade, dass in diesem Blog soviel Unverständnis zum Thema Hochsensibilität herrscht. Wenn man nicht selber erfährt, wie es ist all die Reize ungefiltert wahrzunehmen und oft überstimuliert zu sein, ist es wohl auch schwierig nachzuvollziehen.
    Ein Extrem-Beispiel zur Erklärung: Das Schreien des eigenen Kindes oder der eigenen Kindern kann an einem Tag mit tieferem Energielevel und schlechterer Abgrenzung dazu führen, dass das Hirn völlig von den Reizen überflutet wird. Das kann sich sogar so anfühlen, dass man das Gefühl kriegt das eigene Ich verschwindet und existentielle Angst taucht auf.
    Eltern zu werden ist schon eine grosse Herausforderung, gepaart mit Hochsensibilität ist es noch schwieriger. Energiemanagement ist hier existentiell!

    • tina sagt:

      coco, es kann doch gar nicht anders sein! ihr hochsensiblen erzählt uns nicht-hochsensiblen, wie ihr euch fühlt. natürlich reagieren wir nicht hochsensibel, denn das sind wir ja nicht. aber warum reagiert ihr hochsensiblen darauf nicht sensibler? das ist mir wirklich nicht verständlich. kannst du mir das erklären?
      ich hatte als mutter von kleineren kindern auch das gefühl, mich gibts als person gar nicht mehr. aber unter diesem umstand habe ich einfach nicht so gelitten, da hatte ich konkretere probleme. dass ich keine arme bin deswegen musste ich förmlich verteidigen vor meiner vermutlich hochsensiblen schwester. „nein, mein leben ist gar nicht so grauenhaft, wirklich!“. ich emfand das als randvoll sinn. das wünschen sich viele leute

    • maia sagt:

      @Coco: Was Sie beschreiben, ist die Erfharung von vielen „gewöhnlich“ sensiblen Eltern. Was ist nun genau der Unterschied zu den Hochsensiblen?

  • Jänu sagt:

    Der Zusammenhang oder die Verbindung zur Hochsensibilität erschliesst sich mir nicht. Es ist nicht Hochsensibilität sondern eher Wochenbettdepression gepaart mit dem Scheitern an den sich selbst viel zu hoch gesteckten Ziele und Anforderungen.

  • Hans Stamm sagt:

    Wenn schon Mamma geschrieben wird, dann bitte richtig und zwar mit zwei M. Diese deutsche Unsitte ist unerträglich….wie die Pizza von Oetker: Casa di Mama……MAMMA heisst es und schreibt das bitte so, ober bleibt bei Mamy, Mutter Mam oder was auch immer

    • MaMa sagt:

      Da gibt ein sensibler Mensch Einblick in eine schwierige Gefühlslage, und sie zupfen nur die Rechtschreibung raus? Wenn ihnen Gefühle nicht wichtig sind, lassen sie das Kommentieren doch besser sein.
      Übrigens, laut Duden: Mamma = weibliche Brust, Euter / Mama = Mutter

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Im deutschsprachigen Raum ist Mama ein Synonym für Mutter (siehe Duden). Mamma ist italienisch. Mam ist ein Babyartikelhersteller – niemand nennt seine Mutter so. Wenn schon mum, aber das wäre dann Englisch.

  • Melanie sagt:

    Der ganz „normale“ Wahnsinn im Alltag mit Kindern.
    Ich habe vieles davon in der Anfangsphase genau so empfunden und bin wahrlich nicht hochsensibel. Wieso muss man auch immer ein Etikett drauf tun? Rechtfertigung oder will man eine Sonderbehandlung? Ja, der Alltag mit Kindern ist eine Herausforderung und keiner kann einem darauf vorbereiten, auch wenn es viele mit guten Ratschlägen versuchen.

  • maia sagt:

    „Den Beitrag haben wir auf Wunsch der Autorin anonymisiert.“ – Wenn das so ist, warum wurde der Wunsch nicht respektiert und ein Hinweis auf ihren Blog gegeben? Werbung?

  • Pauline sagt:

    Ein sehr schöner Text!Seien Sie stolz auf Ihre Sensibilität!Die harten Kommentare hier,zeigen noch mehr wie wertvoll Jemand ist,der über Ihre Feinfühligkeit verfügt.Ihr Kind kann sich glücklich schätzen Sie als Mutter zu haben!Auszeiten für sich selbsr braucht jeder,und je grösser die Kinder sind, desto einfacher wird es sich diese zu nehmen!Ubrigens habe ich auch eine sehr starke „Verbindung“zu meiner Tochter.Sie ist 18 und eine selbständige,tolle Frau geworden!Als Sie ein Baby war hatte ich sehr starke Gefühle,fühlte mit ihr.Mit der Zeit wurde es weniger,nicht so symbiotisch..Ich wünsche Ihnen alles Gute!

  • Sabine Schmid sagt:

    Ohne dass ich mehr oder weniger empfindliche und empfindsame Reaktionen auf und in der Schwangerschaft auf ein gleiches Niveau stellen möchte, sehe ich das kitschig überzuckerte Babyglück-Geschichtlein grundsätzlich als Problem. Dieses betrifft allerdings nicht nur die Züri-See-Juristin sondern evtl. auch ihre Putzfrau. Und es gibt viele weitere Beispiele: die Lehrerin ihres bereits schulpflichtigen Kindes, die Kassiererin im Volglädeli, die Kirchensiegristin, die Wirtin des Trendlokals am See. Es handelt sich um ein sehr ernstes Thema, aber nicht in jedem sozialen Milieu ist es der Frau gestattet, dies auch als Hochsensibilität zu bezeichnen. Dabei wäre genau dies sehr wichtig. Hoffen wir, dass der Beitrag der anonymen Autorin auch diesem Anliegen dient.

  • Murmur sagt:

    Jetzt muss ich ganz blöd fragen: Ist doch normal, die Emotionen seiner Kinder zu spüren?
    Also ich wäre super glücklich, wenn ich das nur bei meinen Kindern spüren würde, ehrlich! Ich spüre das bei JEDEM. Und das ist wirklich nicht so toll…

    • Damian Koller sagt:

      Ich kenne das. Bis ich merkte, es ist eine Illusion. Wir können nicht wahrnehmen, was JEDES Gegenüber fühlt. Ausser es handelt sich um Menschen, deren Gefühle wir aus Erfahrung erkennen. Aber nicht von JEDEM. Es ist unmöglich, Zugang zum Innenleben eines fremden Menschen zu haben. Das Gefühlt stammt aus einer anspruchsvollen Kindheit, wo man trainiert wurde, die Wünsche des Umfeldes zu antizipieren. Das führt zu einer Überforderung im sozialen Umgang. Das alles hat aber nichts mit Menschen zu tun, die generell auf alle Eindrücke empfindlich reagieren. Aber die Gefühle JEDES FREMDEN MENSCHEN zu spüren, ist objektiv nicht möglich. Man muss sich vor sich selber schützen und die Illusion bekämpfen, Grenzen ziehen und sich selber wichtig nehmen. Es tut sich eine neue, kraftvolle Welt auf.

  • hauser alex sagt:

    Tatsache ist dass es die Diagnose Hochsensibel gibt und Betroffene sozial und geschäftlich beeinträchtigt sind. Ich als Laie sehe starke Aehnlichkeiten mit ADS. Ein Spezialist erklärte es mal so:“Stellen Sie sich hundert Information vor die gleichzeitig in unser Hirn dringen. Fragen, Erkenntnisse, Audiovisuelles usw. Ein nicht betroffenes Hirn filtert auf natürliche Weise 90% der Informationen aus, weil unwichtig, zeitlich ungünstig usw. Beim Betroffenen knallen alle Infos voll rein und müssen verarbeitet werden. Das ist enorm kräftezehrend und mühsam.“ Sehr viel Erholung und Schlaf ist die Konsequenz. Mit 40+ ist man dann so erschöpft, dass der Burnout kommt. Liebe Autorin, suchen Sie unbedingt Hilfe VOR dem Burnout.

    • Jänu sagt:

      „Tatsache ist dass es die Diagnose Hochsensibel gibt“
      Tatsächlich? Es gibt aber keine Diagnose von Hochsensibilität. Es ist auch nicht im ICD-10 verzeichnet, der Internationalen Klassifikation der Krankheiten.

  • Zio Carlo sagt:

    Was mich noch interessieren würde: Von wem wird diese „Hochsensibilität“ eigentlich festgestellt. Gibt es entsprechende Untersuchungen durch den Neurologen? Oder ist es vielmehr so, dass sie sich jede/r einfach selber attestiert, der/m schon von klein auf verklickert wurde, etwas ganz besonderes und schlechthin das grosse Geschenk Gottes an die Welt zu sein? Genauso wüsste ich gerne, wie es sich eigentlich mit der sogenannten „Hochbegabung“ verhält. Ich kenne da nämlich einen 12-Jährigen, der begann plötzlich von rechts oben nach links unten zu schreiben und es dauerte seine Zeit, bis er sich eines Besseren belehren liess. Trotz allem gilt er als hochbegabt. Na, weshalb das denn bitte?

    • Gugus sagt:

      Hochbegabung wird mittels standardisiertem IQ-Test festgestellt, bei Kindern meist der HAWIK. Das machen meist SchulpsychologInnen oder Entwicklungspödiater. Bei einem IQ von über 130 spricht man von Hochbegabung (ca. 2% der Bevölkerung), an IQ 145 gilt man als höchstbegabt. Bei der Hochsensibilität ist die psycholog. Forschung glaube ich noch nicht so weit, aber das Thema wird im Moment breit diskutiert.

      • Zio Carlo sagt:

        @Gugus: Danke! Ja, dann – wenn EntwicklungspÖdiater zugange waren, gibt’s am Ergebnis wohl nichts mehr zu rütteln…

      • tina sagt:

        inzwischen weiss man allerdings dass man IQ tests besser abschneidet, wenn man 1. einen guten tag hat und 2. solche dinge schon mal machte. je mehr IQ tests, desto intelligenter ;-).
        hochsensibilität wird getestet, indem man hirnaktivität misst nach visuellen reizen. warum ausgerechnet visuelle reize ist mir allerdings schleierhaft

  • Hanspeter Fischer sagt:

    Was ich schon schrieb die Frau beschreibt nur Ihre Empfindungen und
    Gefühle. Und ja jeder Mensch empfindet anders da sind wir uns einig und jeder
    darf seine Meinung natürlich kundtun.
    Und ja 10- 15 % Menschen „ticken empfindlicher“. (Gehöre auch dazu)
    Ich bin über 40 Jahre verheiratet . meine Frau liebt mich und umgekehrt.
    Wenn wir mal Reibereien haben und sie mir die „Empfindlichkeit“ vorwirft,
    sage ich „Bitte lesen im Buch „Zart besaitet“ Tut sie aber nicht.
    Es kommt mir vor ,sie hat höllische Angst ein Persönlichkeits Anteil kennen
    zu lernen den sie nicht versteht. Ich akzeptiere das aber.

    • Lala sagt:

      Sie will mit Ihnen leben, nicht Sie durch und durch verstehen.
      Wenn Ihre Empfindlichkeit zu Streit führt, dann liegt es nicht an Ihr, Sie besser zu verstehen sondern an Ihnen, zu versuchen sich rationaler zu verhalten.

      Wenn ich vorstelle mit jemandem zu Streiten , ob Partner oder nicht ist total egal, Streit habe und der würde mir erklären, dass ich halt ein Buch über seine Empfindungen lesen soll, wäre das ganz sicher nicht förderlich für die Auseinandersetzung.

      • Lala sagt:

        Sie will mit Ihnen leben, nicht Sie durch und durch verstehen.
        Wenn Ihre Empfindlichkeit zu Streit führt, dann liegt es nicht an Ihr, Sie besser zu verstehen sondern an Ihnen, zu versuchen sich rationaler zu verhalten.

        Wenn ich mir vorstelle mit jemandem zu Streiten , ob Partner oder nicht ist total egal, und diese Person würde mir erklären, dass ich halt ein Buch über seine Empfindungen lesen soll, wäre das ganz sicher nicht förderlich für die Auseinandersetzung.

        Edit: So stimmt der Satz

      • Hanspeter Fischer sagt:

        Lala
        danke dass Sie sich einsetzen, Sie sehen die Sicht natürlich als Frau. Aber gerade das Buch hat mir geholfen mich rationaler zu verhalten.
        Das Buch ist für mich wie eine Betriebsanleitung.
        Dieser genannte andere Persönlichkeits Anteil ist so
        etwas Verwirrendes, als ich es zum ersten Mal las selber den Kopf schüttelte, je länger ich aber darüber nachdachte desto einleuchtender erschien es mir. Hat mir dadurch auch etwas wie eine Persönlichkeits Balance gebracht.

  • LB sagt:

    Es gibt Kinder, die brauchen einfach extrem viel Aufmerksamkeit, von der erste Sekunde an. Deshalb ist die Schuld nicht gleich bei der Mutter zu suchen. Aber sich abgrenzen muss jede Mutter irgendwann lernen. Nur, mMn, nicht schon mit einem Baby. Beim Baby darf sich die Mutter nicht allzusehr abgrenzen, später wohl eher. Und wenn das zu einer sogenannten postpartalen Depression, also dem Mama-burn-out, führen kann. Sich Hilfe holen – „ich bin überfordert“ – ist da fast ein Muss, anstatt bei sich selbst das Problem – „ich bin hochsensibel“ – zu suchen.

  • sepp z. sagt:

    Ich würds mal so sagen: Alle Menschen sind hochsensibel. Die einen allenfalls etwas mehr als die anderen. Insofern sehen sich diesbezüglich alle Menschen mit ähnlichen Themen konfrontiert.

  • Hanspeter Fischer sagt:

    Die Frau beschreibt einfach ihre Gefühle und Empfindungen.
    Man lese es oder lasse es sein. Aber immer den eigenen Senf noch dazugeben
    ist mühsam. Es gibt nun mal Menschen deren Inneres rauscht wie ein
    Meeresstrand und andere haben eine innere Einöde.
    Aber bitte es soll sich niemand beleidigt fühlen.

    • Lichtblau sagt:

      Dem gibt‘s kaum etwas hinzuzufügen. Schön formuliert, Herr Fischer.

      • tina sagt:

        andern unterstellen, sie hätten eine „innere einöde“ und das als keine beleidigung deklarieren dürfen nur hochsensible, die nicht-hochsensiblen stecken das schliesslich weg, die merken das gar nicht (?!?).
        aber gleichzeitig erwartet genau diese sorte leute, die anderen mangelndes weissdergeierwas vorwerfen, besondere rücksichtsnahme. sie selber fühlen sich aber legitimiert, besonders rücksichtslos zu sein, da sie wegen ihrer besonderheit ein so schwieriges leben haben und von niemandem verstanden werden (selbst wenn jeder 5. statistisch das selbe problem hat).

        in meinem umfeld habe ich leider einige (zu) nahestehende mit genau dieser haltung. sehr angenehm, danke.

  • Gerrit Gerritsen sagt:

    Nun ist ab zu klären ob „man“ hochsensibel ist oder einfach überempfindlich sobald es um sich selber geht.

  • Punix sagt:

    Ich halte mich für sensibel. Der obige Text trifft auf mich genauso zu.
    Gemäss dem Test im Internet bin ich eher mässig sensibel. Folgende Schlussfolgerungen:
    Der obige Text hat nichts mit Hochsensibilität zu tun sondern die Beschreibungen befinden sich im Normalbereich.
    Wenn man von 10% Hochsensiblen ausgeht, müsste ja jeder 10. deutlich sensibler sein als ich. Dann müssen die sich aber alle sehr gut verstellen…
    Ich finde es schwer vorstellbar, dass jemand bei diesem Test die erforderliche Punktzahl erreicht?!

  • Lisa sagt:

    Wäre es der Bericht einer Mutter, die ihr Leben beschreibt, dann würde ich das Beschriebene als relativ normal empfinden. Schlafmangel, Überforderung, sich selbst vernachlässigen, keine Kraft mehr – sind das nicht alles Dinge, die so oder so ähnlich viele Mütter erleben? Wohlgemerkt – ich möchte diese ganzen Belastungen der Autorin nicht verneinen und wünsche ihr, dass sie Hilfe bekommt und auch annimmt. Aber es erscheint mir, dass hier das Etikett „hochsensibel“ drauf geklebt wird, um eine Erklärung zu haben – und um sich (möglicherweise) dahinter verstecken zu können.

  • Kate sagt:

    Es tut mir leid, alle die kritischen und für mich wenig einfühlsamen Komentare zu lesen. Ich habe sehr viel Verständnis für sie. Die Anfangszeit mit einem Baby kann unendlich schwierig sein. Lassen Sie sich auf keinen Fall beirren von den Komentaren. Gehen Sie weiter ihren Weg, hören sie auf ihr Herz, das ihres Partners und das ihres Kindes. Leben sie das Leben welches zu ihnen als Familie passt. Es gibt so viele verschiedene Menschen und sie kommen noch mit vielen, ob sie wollen oder nicht, mit diesen Menschen im Kindergarten/Schule/Nachbarn in Kontakt. Bleiben Sie sich treu und lassen Sie sich nicht beirren. Von Herzen alles Gute.

  • reguell sagt:

    manchmal frage ich mich, ob sicht nicht hochsensible menschen irgendwie niedergemacht fühlen, wenn sie von hochsensiblen menschen lesen. hochsensibel ist nicht hochbegabt nur weil jemand hochsensibel ist, ist er nicht ‚besser‘. aber auch nicht schlechter. einfach überaus sensibel. wer sich angegriffen fühlt von so einem blog, weil er bei sich selbst keine hochsensibilität feststellen kann, tut mir leid. und wen das thema nicht interessiert: warum lesen sie den blogeintrag dann?

    • Carlita sagt:

      Und hochbegabt wäre dann aber besser, oder wie?

      • reguell sagt:

        @carlita naja, zumindest haben hochbegabte/ hochintelligente einen gemessen höheren iq als normal begabte und könnten bei entsprechender förderung mehr, bzw anderes leisten als normalbegabte. bei hochsensiblen gibt’s soweit ich weiss erst einen fragebogen, bei dem man schauen kann, wie viel zutrifft und noch keinen wissenschaftlich anerkannten standardtest wie beim iq. ‚besser‘ war ja auch in klammer, weil es nicht unbedingt das bestpassende wort war… aber das thema im blog ist die hochsensibilität. wer nicht hochsensibel ist muss einfach nicht das gefühl haben, dass er/sie ‚unsensibel‘ ist. im gegenteil, es gibt sehr viele menschen, die einfach normal sensibel sind und das ist perfekt. man stelle sich vor, alle wären hochsensibel!

    • tina sagt:

      jemand beschreibt sein empfinden als besonders. ich mache mir ernsthaft gedanken und stelle fest: geht mir eigentlich auch so, aber hielt das für normal. warum wird das dann als beleidigte reaktion empfunden von leuten wie dir, und warum fühlt ihr besonderen euch legitimiert, die normalen zu beleidigen? kann man sich nicht endlich bitte mal besonders fühlen ohne gleichzeitig besonders rücksichtslos zu sein? wenn man verstanden werden will, dann muss man versuchen, sich (besser) verständlich zu machen.

      • reguell sagt:

        @tina ich habe nie gesagt, dass ich hochsensibel sei und mich auch nicht unbedingt auf ihre aussage(n) bezogen. ich möchte auch gar nicht ihre selbstdiagnose in frage stellen. ich frage mich nur gerade, wo in meinem beitrag ich mich ‚legitimiert fühle, die normalen zu beleidigen‘. vielleicht erkenne ich es nicht, aber ich habe nicht das gefühl, beleidigend gewesen zu sein. bitte klären sie mich auf, ich lerne gerne.

  • Gabriel sagt:

    In Zeiten, in denen das Kind zum Lebensprojekt wird und jedes – sei es psychisch oder biologisch – ungeeignete Paar Kinder in die Welt stellen kann, hat man halt solche Diskussionen.
    Überforderte und psychisch angeschlagene Eltern werden zu «Hochsensiblen» erklärt, die in der Entwicklung fehlgeleiteten Kindern sind dann halt einfach «eigentlich Hochbegabte» oder werden mit Parma ruhiggestellt.
    Die Allgemeinheit darf sich dann unter den verzogenen, sozial inkompetenten und mit Ritalin vollgepumpten Kindern rumschlagen und das Burnout der überforderten Eltern auch gleich mitfinanzieren.

  • Marga sagt:

    „Einen grösseren Abstand als vier Meter liess mein Kind nicht zu.“ – Wissen Sie was, liebe Frau Juristin und Autorin? Meinetwegen lassen Sie sich von Ihrem Kind dominieren und tragen es immer mit sich, auch zur Arbeit, wenn Ihre Klienten und Ihr Arbeitgeber das dulden. Aber jammern SIe bitte nicht. Und achten Sie darauf, dass Ihr Kind lebensfähig und „sozialkompatibel“ wird. Ich bin nämlich auch hochsensibel oder so was und kann Blagen nicht ausstehen, die von ihrem Supersensibelmami verdorben worden sind und später mal meinen, sie könnten nicht nur Mamma, sondern alle Mitmenschen rundum belästigen. Vielen Dank und einen angenehmen Tag.

    • Anna sagt:

      Dieser Kommentar sagt viel mehr über Sie aus als über die Autorin. Verständlich bei so einer Tirade, dass sie anonym bleiben wollte.

    • reguell sagt:

      mir sind die von hochsensiblen müttern aufgezogenen teenager lieber als die rücksichtslosen, unempathischen, vielleicht sogar gewalttätigen ‚blagen‘ von menschen wie ihnen.

    • Marusca sagt:

      @Marga: Sie hätten es nicht besser auf den Punkt bringen können. Danke.

    • Rolf sagt:

      Frau Anna, auch Sie sind anonym, wenn ich nicht irre. Und Herr oder Frau Reguell, Marga spricht mir aus dem Herzen: Ich habe immer wieder mit Nachwuchs zu tun, der keine Sekunde aus den Augen gelassen worden ist, dem immer jede Forderung erfüllt worden ist . DAS sind die, die entgleisen, meine Liebe, denn sie haben von klein auf gelernt, ihren Terror durchzusetzen („Lässt keinen Abstand von mehr als vier Metern zu.“). Denken Sie mal darüber nach. Aber ich weiss: Es ist fruchtlos, mit „hochsensiblen Mammas“ zu sprechen. Sie sind die einzigen, die wissen, wie es ist.

      • reguell sagt:

        @rolf ich bin keine mutter, habe aber als lehrerin mit vielen jugendlichen zu tun. ich habe keine wissenschaftliche studie gemacht, nur erfahrungen.

      • Kathy sagt:

        Ihr wisst scho dass das bei Säuglingen normal ist? Ich kenne keine Eltern die sich viel weiter vom unbetreuten Baby entfernen würden.

      • tststs sagt:

        OMG, wir sprechen hier von einem Baby/Säugling. Wer davon ausgeht, dass ein mit körerplicher Nähe (zu sehr) versorgerter Säugling zu einem verzogenenen Mami-Titti wird, hat prinzipiell nichts von frühkindlicher Prägung verstanden…

      • Synn sagt:

        Bin voll bei Ihnen Marga, Marusca und Rolf.

    • Widerspenstige sagt:

      Marga, was hat denn dich so unsensibel gemacht, dass du so darüber dich auslassen musst hier? Ist es ein Missverständnis über den Unterschied zwischen hochsensiblem, zu verantwortungsbewusstem bis egozentrischem Verhalten? Da liegen in der Tat Welten dazwischen und bei letzterem würde ich mich auch aufregen. Aber hochsensibel zu sein ist alles andere als bewusst gewählte Eigenschaft und verhindert den gelassenen Mutteralltag einer Betroffenen immens. Dass die Autorin Juristin geworden ist, zeigt auf, wie ihr Gerechtigkeitssinn ausgeprägt vorhanden ist. Kinder sind übrigens keine ‚Blagen‘ (was ist das denn?), sondern wundervolle Wesen, wenn sie denn in einer verständnisvollen Welt aufwachsen dürfen.

      Einfach Vorurteile etwas zügeln und gut ist, Marga. Vielen Dank fürs Reflektieren.

  • Muttis Liebling sagt:

    Die österreichische Biochemikerin René Schroeder, nebenbei noch Frauenrechtlerin, schreibt in einem ihrer Bücher, zu den grossen Kulturleistungen der Menschheit gehöre es, Begriffe für Ideen zu finden, die es empirisch nicht gibt. Die auffälligsten unter denen sind ‚Gesundheit‘, ‚Glück‘, ‚Schönheit‘ und ‚Gerechtigkeit‘.

    Hochsensibel sein gehört grenzwertig auch dazu. Natürlich unterliegt alles beim Menschen Verteilungen und die haben Ränder. Aber Ränder rechtfertigen nur in der Ausnahme eine separate Kategorienbildung. Eine ist halt die Sensibelste im Dorf, aber deshalb ohne weitere Klassifikation von Hochsensibilität zu sprechen, ist als freie Erfindung analog der postpartalen Depression zu betrachten. Es gibt was in der Art, aber nicht als umschriebene Einzelkategorie.

    • reguell sagt:

      10-15% der menschen sind hochsensibel. da von einer randerscheinung zu sprechen finde ich ziemlich gewagt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wie kommen Sie auf diese absurd hohe Zahl? Welche Kriterien benutzen Sie, bzw. welche ist/ sind Ihre Quelle/n?

      • reguell sagt:

        @muttis liebling
        https://www.hochsensibilitaet.ch/hochsensibel/wissenschaft
        sie können sagen, frau aron hat keine ahnung. aber wenn ich die kriterien für hochsensibilität anschaue und mich in meinem umfeld umschaue, dann hat sie wohl ungefähr recht. aber man kann hochsensibilität auch einfach als wort und phänomen ablehnen. tun sie das, wenn es ihnen so besser geht.

      • Heinz Lauber sagt:

        @reguell: Hm, dann müsste es ja im Schnitt in fast jeder fünfköpfigen Familie einen Fall haben. Wers glaubt.

  • Maile sagt:

    Oh bitte nicht dieses auch noch ! Wer infiltriert Ihnen denn das Gefühl, keine gute Mutter zu sein ? Gut und Schlecht sind doch Massstäbe, die von aussen kommen. Wenn es Ihrem Kind gut geht, dann läuft doch alles bestens ! Die Anfangszeit mit einem Neugeborenen ist nun mal keine leichte Zeit, besonders für die Mutter nicht. Als Frau wird man auch wenig darauf vorbereitet, weil alle immer nur erzählen, wie toll es ist, Mutter zu werden und zu sein… Würde man mit gleicher Intensität darüber berichten, wie unangenehm eine Schwangerschaft sein kann – 6 Monate Übelkeit am Stück z.B. fieseste Wehen, Dammriss, ein Kind das alle 2 Stunden die Brust will, vielleicht nicht nach 7 Wochen durchschläft – ob dann noch so viele Kinder geboren werden würden ?

    • Victor Brunner sagt:

      Maile, ich vermute dass es einfach zuviele Leute gibt die nicht mehr ihre eigenen Biographien schreiben wollen. Sondern andere Biographien, Freunde/Freundoinnen, anschauen und dann unter Druck geraten, mit dem sie nicht umgehen können!

  • Rodolfo sagt:

    Bin ich allein mit dem Eindruck, dass nun der 2. Artikel „hochsensibel“ hier wieder mal Exponenten die sich als weitere Minderheit gefunden haben mit ihren Ansprüchen sich hochzelebrieren oder zelebriert werden? man kann sich für jedes Thema extrem wichtig nehmen, aber bitte im privaten bleiben – es ist eine stinknormale Schwangerschaft mit einem Kind, dessen Verhalten die meisten Mütter (und Väter) als normal ansehen. mit Kohler 07:09 so was von einig.

  • Jane Doe sagt:

    Naja, also das meiste oben Beschriebene machen wohl auch „normale“ Mütter durch: Anstrengende Schwangerschaft und Geburt, zu wenig Schlaf, Überforderung wenn das Baby oft schreit, das Bedürfnis nach Zeit für sich und dann trotzdem ein schlechtes Gewissen haben. Das kommt mir alles nur allzu bekannt vor. Vielleicht würde es manchmal helfen, sich selbst nicht immer so wahnsinnig wichtig und ernst zu nehmen.

  • karpfen sagt:

    eigentlich alles, was die autorin schreibt, kommt mir sehr bekannt vor. Ich selber bin aber nicht hochsensibel, jedenfalls hätten das weder ich noch sonst jemand bis jetzt festgestellt. aber themen wie „sich abgrenzen“, „die gefühle des kindes wie die eigenen empfinden“, „erschöpfung und keine zeit, das erlebte zu verarbeiten (nach schwangerschaft und geburt)“, „sich kleine auszeiten im alltag nehmen“, „wieder anfangen (ev.teilzeit) zu arbeiten und dadurch wieder zu sich selber finden“… das sind alles dinge, die ich genau so durchgemacht habe. ich denke, es ist innerhalb einer normalverteilung einfach – eben – normal.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Mir fehlt ein Hinweis auf Ihren persönlichen Umgang mit der Erkenntnis hochsensibel zu sein. Seit wann sind Sie sicher, dass es sich um Hochsensibilät handelt und haben, resp welche, Hilfe haben Sie in Anspruch genommen um diese Veranlagung mit dem Leben einigermassen in Einklang zu bringen?

    Die Rückziehmomente brauchen entsprechend veranlagte Persönlichkeitstypen ebenso, Hochsensibilität erfordert noch mehr Strategien, wie haben Sie sich diese erarbeiten können, resp wie sind Sie an das Wissen darüber gelangt?

    (Fachpersonen, Literatur (es gibt Bücher für hochsensible Mütter), anderes?)

    • tina sagt:

      ich denke eher, leute, die keine rückzugmöglichkeiten benötigen, sind sehr dünn gesäht. vorallem: man kann das dann plötzlich nicht mehr dann, wenn man es nötig hat, sondern nur noch dann, wenn man es sich mit unterstützung anderer organisiert hat…. das schlaucht die allermeisten mütter.
      diese form von hochsensibilität, dass man mit dem baby mitfühlt, ich dachte, das bringt halt mutterschaft mit sich. ich bin garantiert nicht hochsensibel, im gegenteil, aber das ging selbst mir so. das muss so sein, denke ich mir

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina

        eben, es ist mir ein bisschen zu sehr mit dem allgemeinen Empfinden/Erleben verwoben; ich stelle Hochsensibilität nicht in Abrede und habe mich auch schon damit auseinandergesetzt, da kommen schon noch ein paar Gewichte mehr auf die Waagschale die es auszubalancieren gilt.

  • Vreni sagt:

    Ich bin auch sehr sensibel aber hatte kein Problem nach der Geburt meiner Tochter. Ich finde dies ist eher neurotisch als von der sensibilität weg. Da wird ja selbst das Kind verunsichert und unruhig.
    Machen Sie einen Mittagsschlaf und eine Therapie, sie müssen sich ausdrücken können, so können sie nicht weitermachen.

  • Katharina Seidel sagt:

    Ich glaube, in diesem Fall ist nicht die Sensibilität ein Problem, sondern mangelndes Abgrenzungsvermögen. Ich bin auch Hochsensibel und habe trotzdem Zwillinge grossgezogen.

    • Martin Frey sagt:

      Mangelndes Abgrenzungsvermögen ist ein Kernelement hochsensibler Personen, Frau Seidel. Dass man trotzdem Kinder grossziehen kann, ist unbestritten, aber darum geht es hier auch nicht.

  • markus kohler sagt:

    Ich kenne die Neigung den Anderen alles recht machen zu wollen nur zu gut. Aber als nicht mehr junger einheimischer Mann fühle ich mich nicht der veganen, gendergerechten, politisch korrekten und achtsamen Gilde zugehörig. Hochsensibel ist für mich entweder eine Ausrede um knallhart egoistisch sein zu dürfen oder es handelt sich um Leute, die eben weniger stark sind als der Durchschnitt und in der Therapie gelernt haben ihre Schwäche umzudefinieren. Ich weiss, dass ich Defizite habe und mag sie nicht zelebrieren. Der beste Weg ist zu akzeptieren, dass andere ihr Leben weit besser im Griff haben und bereit sein von ihnen zu lernen, statt sich als „noli me tangere“ zu definieren.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.