Elternblog? Nein, Mamablog!

Happy Birthday, Mamablog! In folgendem Video blicken fünf Blogger auf zehn Jahre Mamablog zurück. Sie erzählen welche Texte für sie persönlich wichtig waren, wofür der Mamablog steht und wie sie mit den Kommentaren umgehen. Viel Vergnügen!

«Die Kommentare sind bereichernd – meistens!» Gabriela Braun, Jeanette Kuster, Michèle Binswanger, Nicole Althaus und Markus Tschannen im Video. 

 

«Geschätztes Mamablog-Team, warum heisst der Mamablog eigentlich nicht Elternblog? Das würde ich als Vater zeitgemässer finden.» Immer wieder bekomme ich diese Frage in Mails, Kommentaren und Gesprächen gestellt. Meist sind es Männer, die sich am Namen stören, sie finden ihn ungerecht, diskriminierend gar. Wie nur könnten wir fast wöchentlich Gleichberechtigung predigen, fragen sie, aber den Vätern im Mamablog nur begrenzt Platz einräumen? «Handelt es sich um Wasser predigen und Wein trinken?», schrieb unlängst ein Leser. «Schön wäre es, wenn man den Vätern anlässlich des zehnten Geburtstags ein Geschenk machen würde!»

Solche Rückmeldungen sind erfreulich, zeigen sie doch, welche Stellung der Mamablog nach zehnjährigem Bestehen auch bei männlichen Lesern hat. Der Blog wird von unseren Leserinnen und Lesern ernst genommen. Auch Männer wollen sich sowohl thematisch als auch im Blognamen wiederfinden.

Den Mamablog umbenennen?

Das Anliegen des Lesers ist berechtigt. Aber den Mamablog kurzerhand in Elternzeit oder Mama- & Papablog umtaufen, zumal Papas seit acht Jahren munter mitbloggen? Unser Mamablog ist eine Marke, ein «Brand». Der Blog ist über die Landesgrenzen hinweg bekannt und quasi die Mutter aller deutschsprachigen Mama- und Elternblogs.

Wichtig ist aber etwas anderes: In neun von zehn Familien betreuen immer noch hauptsächlich die Frauen die Kinder. In den meisten Familien dominiert noch die klassische Rollenverteilung. Die Hausarbeit bleibt in weiten Teilen an den Frauen hängen; Kochen ist nach wie vor Frauensache. Doch ein Leben ohne Erwerbstätigkeit kann oder will sich heute kaum noch eine Frau vorstellen. Tatsache ist, dass die meisten Frauen immer noch Hausfrauen sind, nur stemmen sie daneben einen Teilzeitjob.

Machen wir uns nichts vor …

Weil wir es als unsere Aufgabe ansehen, die Realität im Mamablog abzubilden und zu thematisieren, ist nicht einzusehen, weshalb wir uns und Ihnen etwas vormachen sollten: Warum beschönigen und mit der Namenswahl politisch korrekt und genderneutral sein, wenn es im Alltag ja doch anders ist? Frauen werden aufgrund ihrer Mutterschaft noch immer diskriminiert, indem sie ihre Jobs nach der Babypause verlieren. Wir haben einen Mutterschafts«urlaub», aber keine Elternzeit; eine solche jedoch wäre elementar, um Väter schon von Anfang an in die Familien- und Betreuungsarbeit miteinzubeziehen. Die vielfach geäusserte Begründung, die Schweizer Wirtschaft könne sich keine Elternzeit leisten, ist blanker Hohn. 

Es ist nur ehrlich, wenn Mütter im Mamablog die Hauptrolle spielen und das Sagen haben. Bloggende Väter sind weiterhin willkommen. Wobei anzumerken ist, dass es nicht einfach ist, Männer zu finden für Eltern- und Väterthemen. Interessierte dürfen sich gerne bei uns melden (siehe unten).

Der Namenwechsel als ein Ziel

Die abschliessende Antwort auf die eingangs gestellte Frage lautet deshalb: Ja, wir halten den Namen Mamablog noch immer für angebracht, leider. Gerade auch weil er politisch nicht ganz korrekt ist. Solange die Schweizer Nachrichtenseiten noch immer männlich geprägt sind, geben wir im Mamablog jenen Frauen- und Mütterthemen Platz, die sonst in der Medienlandschaft nicht stattfinden. Sollten sich die Rahmenbedingungen und Realitäten ändern, so wird sich die Redaktionsleitung ernsthaft mit dem Namen befassen müssen.

Bis dahin werden wir weiterhin unseren Job machen: Ungeschminkt über Mütter-, Eltern- und Gesellschaftsthemen schreiben und die Finger auf jene Stellen drücken, wos wehtut. Vielleicht – ja, hoffentlich! – wird ein Namenswechsel bald schon wieder Thema sein. 

Was sind Ihre Wünsche für den Mamablog – und welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Für Input, Themenvorschläge (auch von Männern) und Texte melden Sie sich direkt bei der Blogredaktion: blogs@tamedia.ch

Und: Folgen Sie uns auf Facebook, so bleiben Sie laufend informiert. 

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180 Kommentare zu «Elternblog? Nein, Mamablog!»

  • Sportpapi sagt:

    @Aquila Chrysaetos: Nachtrag an dieser Stelle: „Am 8. April haben Sie noch gepostet „Wo finden wir denn nicht nur modernere, sondern auch bessere Schulsysteme als in der Schweiz?“ und heute kommen Sie dann doch zur Erkenntnis „Haben wir doch auch“ und „Wie bei uns. Oder?“. Es freut mich ehrlich sehr, dass ich Ihren Horizont mit meinen Erfahrungen etwas erweitern durfte!“
    Ganz ehrlich? Ich zweifle etwas an Ihrem Textverständnis. a) Ist die Frage, wo es modernere und bessere Schulsystem gibt NICHT die Behauptung, das Schweizerische sei das beste. Und b) ist die Erkenntnis, dass viele Ihrer mehr oder weniger relevanten Punkte in der Schweiz genauso umgesetzt werden doch keinerlei Horizonterweiterung. Viel mehr frage ich mich, was Sie damit zeigen wollten.

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      Ich will ja kein semantischer „Tüpflischisser“ sein, aber die Aussage „Wo finden wir denn nicht nur modernere, sondern auch bessere Schulsysteme als in der Schweiz?“ lässt ja eigentlich nur folgende Interpretationen zu:
      a) es ist rhetorisch gemeint
      b) es ist als ernsthafte Frage gemeint weil Sie es echt nicht wissen.

      In beiden Fällen sind Sie wegen meinen Ausführungen zum Schluss gekommen: das ist ja wie bei uns.

      Also konnten Sie in dem Sinne einen Erkenntnisgewinn erzielen, dass Sie im Fall a) falsch lagen und im Fall b) gelernt haben, dass es im Ausland durchaus auch gute Schulsysteme gibt wie bei uns.

      Aber ich glaube, nun sollten wir es mal gut sein lassen, oder?
      P.S. die Tagesschule fand vor allem unser Kind gut.

      • Sportpapi sagt:

        @Aquila Chrysaetos: Doch, auf genaues Lesen lege ich sehr wert. Meine Frage “ „Wo finden wir denn nicht nur modernere, sondern auch bessere Schulsysteme als in der Schweiz?““ muss nicht interpretiert werden, sondern nur beantwortet. Sie haben ein Beispiel gebracht, ohne das Land zu nennen (also nicht überprüfbar), das in einigen Punkten gleich gut funktioniert wie die Schweiz. Das belegt was?
        Nie habe ich in Frage gestellt, dass es auch ausserhalb der Schweiz gute Schulsysteme gibt. Aber bessere? Das wäre eine Frage der Perspektive, wenn überhaupt.
        Und ohne die verschiedenen Kritierien zu bewerten und aufzurechnen, ist gar kein ganzheitlicher Vergleich möglich. Ob ich falsch lag, ist also offen. Zumal ich ja gar keine Behauptung aufgestellt hatte…

      • Sportpapi sagt:

        Aber jetzt grundsätzlich, und um das abzuschliessen. Ich würde wirklich begrüssen, wenn Sie mit mir wirklich nur über Argumente und Behauptungen diskutieren, die wirklich von mir stammen und so da stehen. Wenn Sie interpretieren möchten, und nicht ganz klar sind, was ich gemeint haben könnte, gäbe es ja immer noch die Möglichkeit, freundlich nachzufragen. Statt mir irgendwelche Behauptungen zu unterstellen.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Ob ich das Land nenne oder nicht, spielt keine Rolle. Sie können es so oder so nicht überprüfen. Dafür müssten Sie vor Ort gewesen sein als Teil des Geschehens (als Schüler, Eltern oder Lehrer). Dass ich das Land nicht nenne, verhindert auch, dass Sie sich allenfalls von Vorurteilen leiten lassen.
        Sie können aber davon ausgehen, dass alles zutrifft was ich geschrieben habe.
        Nichts für ungut.

      • Sportpapi sagt:

        @Aquila Chrysaetos: „Sie können aber davon ausgehen, dass alles zutrifft was ich geschrieben habe.“
        Davon gehe ich aus. Und ich wiederhole noch einmal: Ich bezweifle nicht, dass es auch im Ausland gute Schulen und gute Schulsysteme gibt.

  • Alam sagt:

    An alle beleidigten und/oder benachteiligten Papas: Schaut mal andernorts, beispielsweise beim Kaufmännischen Verband, der inzwischen mehrheitlich aus Kauffrauen besteht, die sich immerhin nicht mehr automatisch als Sekretärinnen bezeichnen lassen müssen… aber der Kampf war lang und am Ziel sind wir noch lange nicht.

    • Sportpapi sagt:

      Ich bin zwar in keiner Art beleidigt (und habe auch keine beleidigten Männer gelesen hier. Nur etwas irritierte). Aber: Was wollen Sie uns sagen? Dass man ruhig an überkommenen Bezeichnungen festhalten darf, auch wenn man sich andernorts genau darüber ärgert?

  • Martin sagt:

    Gute Argumentation. Weils schon immer so war, weils noch heute so ist, belassen wirs auch so und ändern nichts solange sich nicht von alleine was ändert.

  • Lisa sagt:

    Schade. Ich hätte eine Umbenennung in „Elternblog“ oder ähnliches gerne gesehen. Und zwar aus dem Grund, dass ich hier gerne mehr Männer lesen würde – sowohl als Blogger als auch als Kommentatoren. Doch Männer erwischt man als Zielgruppe kaum mit dem Brand „Mamablog“. Die Männer in meinem Umfeld, die den Blog lesen, mussten regelrecht draufgelupft werden. Von alleine hätten die den Blog nie angeklickt. Deshalb, jenseits von Gender, Feminismus und Co: welche Zielgruppe soll erreicht werden?

  • Patrick Hersiczky sagt:

    Schade, dass sich die Diskussion in diesen Kommentarspalten fast nur um die Namensgebung (und Genderdebatte) des Mamablogs dreht.

    Gewiss, die Reaktionen aus meinem Freundeskreis auf einen Gastbeitrag von mir im Papablog fielen zuerst auch etwas belächelnd aus, weil sich gewisse Leute unter dem Mamablog etwas ganz anderes vorstellten. Überspitzt ausgedrückt: Richtige Kerle schreiben nicht für Frauenzeitschriften. 🙂 Vergebt mir Nils Pickert und Markus Tschannen… Aber es gibt sie noch; die Männer vom Stammtisch!

    Aber letztlich geht es doch um Inhalte und die Leser dieses Blogs. Ob der nun Mama-, Polit- oder Papablog heisst, ist doch ziemlich egal. Happy Birthday, Mamablog!

    • Rahel Umbach sagt:

      Aber logisch, dass sich die Kommentarspalte hauptsächlich um Namensgebung und Genderdebatte dreht, das war ja auch das hauptsächliche Thema im schriftlichen Teil des Blogs.

      Und einverstanden, dass der Name eigentlich nicht so wichtig ist, im Gegensatz zum Inhalt. Aber wenn er von der Autorin so thematisiert wird und dann eben argumentativ dermassen schwach unterlegt wird, ist ja klar, dass die Kommentare dementsprechend ausfallen.

      • Patrick Hersiczky sagt:

        Ich glaube eher, es ist die Richtung/Tonalität der einzelnen Kommentare, welche in eine Genderdebatte geführt hat. Zu Beginn hiess es noch etwas von Brand bzw. Bekanntheit des Blognamens. Das habe ich sehr spannend gefunden.

        Dann ging es aber plötzlich darum, ob es „der“ oder evlt. sogar „das“ Mamablog heissen sollte. Aber: Nichts gegen so eine Diskussion, aber irgendwann werden auch diese (wiederholenden) Argumente schwach und nützen sich ab.

    • Hans Meier sagt:

      Um was soll sich die Diskussion denn sonst drehen, wenn es im Blog um den Namen geht?
      Dass der Mamablog Mamablog heisst, kratzt eigentlich niemand. Aber die Argumentation der Begründung ist wieder einmal einfach nur fadenscheinig und darauf ausgerichtet, Polemik zu erzeugen. Von Polemik leben schliesslich die meisten Blogs. Und von den damit erzeugten Kommentaren. Der behauptete Satz „Solange die Schweizer Nachrichtenseiten noch immer männlich geprägt sind, geben wir im Mamablog jenen Frauen- und Mütterthemen Platz, die sonst in der Medienlandschaft nicht stattfinden.“ ist ein schönes Beispiel für diese Art von selbstgefälliger Polemik.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Mama-Blog als Brand. Das ist die einzig vernünftige Erklärung.
    Und liebe Frauen nehmt euch mal ein Vorbild an uns Männern, die wir damit total locker damit umgehen können.
    Solange uns niemand Mensplaining an den Kopf wirft und uns aufgrund unseres Geschlechts für unfähig erklärt, mitzureden, reden wir sogar in einem Mütter-Forum mit. So geht Emanzipation.
    Das mit Sprache kommt dann schon irgendwie richtig. Wer aber am liebsten bei jedem Wort über Sprache streitet, dem geht es wohl eher ums streiten, als darum gemeinsam einen Weg zu finden.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Jaaa es gibt auch noch Männer die nicht damit umgehen können. Aber wollt ihr die wirklich zum Vorbild nehmen?

      • tina sagt:

        hahaha das muss man auch erstmal hinkriegen: die verpackung preist emanzipation an und der hinhalt ist dann „wir männer“ gegen „ihr frauen“ (nehmt euch mal ein beispiel an uns männern WEIL WIR SO VIEL BESSER SIND) :DDD
        und das ganze garniert mit einem rhetorischen kindergartentrick.
        „so geht das“ <— aber man darf ja nicht mensplaining vorwerfen gäll 🙂
        roxy gewinnt den hauptpreis für den kürzesten beitrag mit den meisten widersprüchen in der geschichte des mamablogs. gratuliere!

  • Viola sagt:

    Artikel ist ja gut und der Name ist auch nicht so wichtig, aber hier bin ich dann doch ordentlich gestolpert:

    „Solange die Schweizer Nachrichtenseiten noch immer männlich geprägt sind, geben wir im Mamablog jenen Frauen- und Mütterthemen Platz…“

    Es mag viele Männer im Medienbereich geben, aber Frauen- und Mütterthemen bekommen mehr als genug Platz. Was kaum Platzt bekommt sind Männerthemen. Wie ich schon sagte: Würden Frauen später in Rente gehen und ins Militär würden wir jede Woche davon hören wie ungerecht das ist. Da es aber die Männer betrifft kommt sporadisch alle paar Monate mal einen Artikel, der dann aber oft noch gleichzeitig darauf hinweisst wie diskriminiert Frauen sind. Sorry aber das sind einfach die Fakten.

    • Maike sagt:

      Also wenn es ebensoviele Themen bei den Männern geben würde wie bei den Frauen liebe Viola, da kannst Du sicher sein, es würden diesbezühlich ganz ganz viele Zeitschriften dazu geben. Das Geschäft würden sie die Medien auf keinen Fall entgehen lassen.
      Aber mal in die Schublade gegriffe, über was reden Männer gerne ? Sport ! Und Autos. Und Frauen. Haben sie Probleme mit ihrem Ego ? Nur sehr sehr selten. Brauchen sie Koch- oder Strickanweisungen ? Beileibe nicht. Sprechen Männer gerne und lang über ihrer inneren Gefühle wie wir Frauen ? Ich kenne da kein einziges Exemplar.
      Ich werfe das den Männern nicht vor – so sind sie halt. Aber jetzt daraus abzuleiten, das Männerthemen kaum Platz finden, ist falsch. Du musst nur die richtigen Zeitungen lesen…

      • Viola sagt:

        „ebensoviele Themen bei den Männern geben würde“

        Würde? Die staatlichen Diskriminierungen sind zahlreich. es gibt sie, schauen sie in das Gesetzbuch.

        „Aber jetzt daraus abzuleiten, das Männerthemen kaum Platz finden, ist falsch.“

        Wo leite ich es daraus ab? Ich lese den tagesanzeiger, nzz, watson etc. In diesen allen sehe ich fast ausschliesslich die diskriminierung von Frauen angeprangert. Ich ziehe es also einfach aus den vorliegenden daten.

        „Du musst nur die richtigen Zeitungen lesen“

        Bei welcher Zeitung werden denn diskriminierungen (politische, gesellschaftliche. nicht irgendwelche themen wie autos, stricken) von Männern und Frauen ungefähr gleich oft behandelt. Ich bin ernsthaft gespannt…

    • andere Tina sagt:

      @Viola: Dann müsste es doch Sache von Männern sein, Blogs mit Männerthemen für Männer zu schreiben. Ich verstehe nicht, warum das etwas für Mama-/Frauenblogs sein sollte. Tut mir leid, aber Ihr Kommentar kommt bei mir so an, als läge es in der Verantwortung von Frauen spezifisch für Männer zu schreiben. Meiner Erfahrung nach melden sich viele Männer erst dann, wenn eine Frau etwas schreibt, das kritisch ist. Dann kommen plötzlich so Themen wie „Militär für alle“ oder „gleiches Alter bei AHV“. Ich frage mich, wo waren denn diese Männer vorher, also bevor Frauen über Themen schrieben, die als frauenspezifisch gelten. Warum hat es sie vorher nicht genug interessiert, um darüber zu schreiben? Oder sogar etwas gegen das zu machen, womit sie unzufrieden sind?

      • Viola sagt:

        “ als läge es in der Verantwortung von Frauen spezifisch für Männer zu schreiben.“

        Also zunächst einmal kann man sich auch ganz gut für das andere Geschlecht einsetzen, ich bin ja das beste Bespiel. Ob es in der Verantwortung der Frauen liegt, das ist die völlig falsche Frage. Es wäre auf jeden fall sehr klug sich auch für viele Männeranliegen stark zu machen, weil es dann dem Feminismus mehr glaubwürdigkeit verschafft. Aber wenn wir so streng sind und sich Frauen um diskriminierungen von Männer nicht zu kümmern haben: Würden sie auch das umgekehrte unterschreiben? Das es nicht in der Verantwortung von Männern liegt für Frauen zu schreiben und die mal schön für sich kämpfen sollen?

      • Viola sagt:

        „Ich frage mich, wo waren denn diese Männer vorher, also bevor Frauen über Themen schrieben, die als frauenspezifisch gelten. “

        Wann vorher? Es gibt ja kaum artikel die Männerdiskriminierung bemängeln, also kann man(n) da auch nicht seine kommentare daruntersetzen. Ich kann für diese Männer nicht sprechen, aber was ich stossend finde ist die einseitige berichterstattung. manchmal werden einem sachen auch erst später bewusst und das gerae viel über gleichberechtigung diskutiert wird ist es doch klar das diese themen hochkommen, nicht? Darüber hinaus nervt es mich persönlich, dass die Frau oft als opfer dargestellt wird dem sowieso nichts anderes übrig bleibt. So sehe ich mich selbst und mein umfeld einfach nicht.

  • asouka sagt:

    @G. Braun. Ich finde die Argumentation extrem schwach. Dass der Name Mamablog weitherum bekannt ist und deshalb nicht geändert werden soll/ kann halte ich für eine Ausrede (wofür auch immer). Namensänderungen haben schon Firmen oder Promis schadlos überstanden. Mit der richtigen PR gelänge das wohl auch dem Mamablog. Ihr Argument, dass der Name Mamablog die Realität abbilde, beisst sich in den eigenen Schwanz.Die Papas, welche hier kommentieren gehören wohl zu den 10% welche sich an der Kindererziehung beteiligen. Wenn Sie schon Realitäten abbilden wollen, dann wäre sie eben das. Es gibt die aktiven Väter.Diese könnte man jetzt ja auch honorieren, oder? Für Gleichberechtigung kämpfen kann man nur, wenn man die unterstützt, welche es Leben. Ihnen eins ans Schienbein geben, hilft wohl nicht!

  • Niklas Meier sagt:

    13, mir ist es so lange wie breit, ob das Mamablog und Hebamme heisst.
    Und ja, mir ist durchaus klar, dass es den Begriff „Hebammer“ nicht gibt, danke.
    Es gibt allerdings Lehrerinnen, die Kinder darauf hinweisen, dass es „die Elefantin“ heisst.

  • Viola sagt:

    Artikel ist ja gut und der Name ist auch nicht so wichtig, aber hier bin ich dann doch ordentlich gestolpert:

    „Solange die Schweizer Nachrichtenseiten noch immer männlich geprägt sind, geben wir im Mamablog jenen Frauen- und Mütterthemen Platz…“

    Es mag viele Männer im Medienbereich geben, aber Frauen- und Mütterthemen bekommen mehr als genug Platz. Was kaum Platzt bekommt sind Männerthemen. Wie ich schon sagte: Würden Frauen später in Rente gehen und ins Militär würden wir jede Woche davon hören wie ungerecht das ist. Da es aber die Männer betrifft kommt sporadisch alle paar Monate mal einen Artikel, der dann aber oft noch gleichzeitig darauf hinweisst wie diskriminiert Frauen sind. Sorry aber wer was anderes behauptet macht sich lächerlich, das sind einfach die Fakten.

  • Flo sagt:

    Das Argument „wir schliessen euch aus, weil ihr nicht mitmacht“ finde ich eher kontraproduktiv. Persönlich habe ich mich als Papi aber nie am Namen ‚Mamablog‘ gestört, sondern mich eher selbst ein bisschen in den Kreis der Mamis aufgenommen gefühlt. Wenn ihr Papis sucht, würde ich mich gerne bereit erklären für den Mamablog zu schreiben über meine Zeit als stay-home dad im ersten Lebensjahr meiner Tochter, während meine Frau zu 100% gearbeitet hat, und unterdessen geteilter Kinderbetreuung während wir beide 100% arbeiten. Wenn das ohne jeglichen journalistischen Leistungsausweis möglich ist.

    • seidenspinner sagt:

      Das würde mich sehr interessieren!! Unser Modell sieht in Kürze gleich aus.

      • Flo sagt:

        Gleich wie, Sie bleiben zu Hause mit Ihrem Kind während Ihre Partnerin zu 100 % arbeitet, oder Sie arbeiten in Kürze beide 100 %? In jedem Fall kommt eine anstrengende, aber schöne Zeit auf Sie zu. Herzlichen Glückwunsch!

  • Jan Holler sagt:

    Happy Birthday!
    Bin eine Mama, eine männliche, entsprechend der Rollenzuteilung, und habe mit der Bezeichnung keine Probleme und mit der Rolle auch nicht. Viele Blogbeiträge zielen gar nicht explizit auf die Mutterrolle, sondern auf die eigene Position, die eigene Herausforderung durch den Alltag. Manchmal wird dabei etwas zu viel projiziert und es wird zu viel von der Umwelt erwartet, die Ansprüche sind gross. Umgekehrt macht es aber auch genau das interessant, kann man doch die eigene Situation in Bezug setzen.
    Finde das Projekt gelungen. Es steht und fällt mit der Qualität der Beiträge. Ich wünschte mir allerdings, dass die Beiträge der männlichen Mamas etwas mehr Biss hätten, mehr die männliche Position vertretend, etwas ernster diese einbringend, mit weniger Unsicherheit behaftet.

    • Anh Toàn sagt:

      Dann schreiben in Papablog als Autoren auch Mamas. Der Tschannen und der Pickert sind so betrachtet auch Mamas. (Ich bezweifle, dass die sich so sehen).

      Dann braucht es aber endlich einen echten Papablog. (Da dürfen dafür auch alle mindestens zu 80% erwerbstätigen Mütter schreiben)

      • 13 sagt:

        @ Anh Toàn
        Es gab diese Sendung des SRF „Achtung Mütter“. Sofort kam zu recht der Aufschrei, wo denn die Väter waren. Nun macht SRF die Sendung „Achtung Väter“ uns hat Mühe, Väter zu finden. Mein letzter Stand war, dass ihnen ein vollzeitarbeitender Vater fehlt, obwohl das doch die Mehrzahl der Väter ist. Ich schätze mal, dass das im Mamablog nicht viel anders ist. Die Väter mit klassischeren Familienansichten interessieren sich evtl. nicht genug um Kinderthemen, da es sie weniger angeht und mögen nicht darüber diskutieren (was nicht heissen soll, dass sie nicht zu den Kindern schauen!) oder haben mehr Hemmungen, sich zu präsentieren. Das auf jeden Fall mein Erklärungsversuch.

      • Anh Toàn sagt:

        „vollzeitarbeitende Väter“ die auch noch Vater sein wollen, haben keine Zeit dafür irgendwo zu zeigen, wie man Vater ist.

        „vollzeitarbeitende Väter“ sind nicht zwingend schlechte Väter, oder keine Väter. Ich habe einen Freund, der spielt jetzt nur noch Golf. Aber als er noch arbeitete und sein kleiner Sohn gefragt wurde, was er mal werden wolle, hat der gesagt „a travelling man, like my daddy!“ (Sonntag abend ins Flugzeug, irgendwann im Laufe des Samstags zurück) Ich verstehe meine Rolle als Vater anders, aber ich würde nie behaupten, der bessere Vater zu sein.

      • Anh Toàn sagt:

        Die Frau da war tatsächlich „Familienmanagerin“): Zieht man als Familie alle paar Jahre in ein anderes Land, gibt es eine Menge zu managen: Haus suchen fürs Budget das die Firma des Mannes gibt, Umzug organisieren, neue Schulen suchen, neue Ärzte, Akten bei den bestehenden einverlangen und und und….

        Manche Singles sind schon gestresst, wenn sie innerhalb einer Stadt alleine umziehen.

      • Anh Toàn sagt:

        ..und selbstverständlich sind vollzeitarbeitende Mütter auch nicht schlechte Mamas.

      • 13 sagt:

        @ Anh
        Nein, als schlechtere Väter/Mütter würde ich sie nie bezeichnen. Darum auch meine sehr wichtige Klammerbemerkung. Ich habe das lediglich als Erklärung dafür, weshalb nur eine bestimmte Art Väter hier mitschreiben und auch nicht unbedingt diejenige, die als Paradebeispiel für den Schweizer Vater herhalten würden.
        Über die Qualität eines Elternteils sagt das Arbeitspensum ohnehin nicht viel aus. Es gibt auch Hausfrauen, die man tatsächlich als schlechte Mütter bezeichnen müsste…

    • Zu den Papabloggern: Ich verstehe Ihren Eindruck und Wunsch. Die Beiträge ergeben sich bei einem Blog halt aus der Persönlichkeit und der Welt der Autoren. Und nun sind Nils Pickert und ich keine besonders diverse Auswahl. Keiner von uns ist ein von Gerichten gebeutelter geschiedener Vater. Wir beide verstehen unter „Männerrechten“, ein vollwertiger Elternteil zu sein und wir verspüren beide wenig Lust, zum Beispiel gegen den Feminismus ins Feld zu ziehen. Für mich gehört es zur väterlichen Emanzipation , in einem Blog genauso wie Mütter über Erziehungs- und Haushaltsthemen schreiben zu können und nicht einfach (klassische) Männerthemen vertreten zu müssen. Was ich allerdings nicht ganz verstehe: Wo sehen Sie Unsicherheit?

      • Viola sagt:

        @MT „Wir beide verstehen unter „Männerrechten“, ….“

        Aber das ist doch hoffentlich nicht das einzige was sie unter Männerrechten verstehen, oder? Und mehr über benachteiligungen von männer zu schreiben heisst nicht gegen Feminismus ins Feld zu ziehen. Im gegenteil: Benachteiligung von Männer so wie es heute hier passiert grösstenteils unter den tisch fallen zu lassen, DASS ist antifeministisch (der ursprünglichen wortbedeutung nach)

        „Und nun sind Nils Pickert und ich keine besonders diverse Auswahl.“

        Erkenntnis ist auf jeden Fall mal der erste Schritt zur besserung. Von gerichten gebeutelte Väter gehören nämlich definitiv auch unter die Rubrik „Männerrechte“ und „Gleichberechtigung“, mindestens wenn nicht mehr genau wie Männer die gleichgestellt über erziehung bloggen.

      • @Viola: Nein, das schon nicht das Einzige, was wir unter Männerrechten verstehen, aber für uns in unserer Lebenssituation und im Kontext des Mamablogs vielleicht das Relevanteste. (Langsam muss ich aber aufhören, ungefragt für Nils Pickert zu sprechen.)

        Erkenntnis ist in diesem Fall leider nicht der erste Schritt zur Besserung. Ich ziehe mich hier einfach mehr oder weniger elegant aus der Verantwortung und sage, die Redaktion muss für Männerrechtsthemen wie Sie sie sich vorstellen vermutlich andere Männer auftreiben. Ich werde meine Themenwahl und meine Schwerpunkte nicht einfach so ändern können. Aber machen Sie ruhig mal ein paar Vorschläge, welche „männlichen Positionen“ Sie sich wünschen. Vielleicht ist ja etwas dabei, das ich abhandeln kann.

      • Viola sagt:

        Danke ersmal für ihre ihre Rückmeldung

        „Ich ziehe mich hier einfach mehr oder weniger elegant aus der Verantwortung“

        Weniger elegant eher 😉 Na ja, aber hand aufs herz, da könnten sie auch schon mal auf die Redaktion einwirken, zumindest wenn ihnen irgendetwas daran liegt. Das sie selber nicht darüber schreiben wenn sie die Erfahrung von Scheidung etc. nicht gemacht haben ist natürlich verständlich und sinnvoll. Aber evtl kennen sie ja auch jemanden der das erlebt hat. Denn könnte man interviewen und einen Artikel daraus schreiben.

        „Aber machen Sie ruhig mal ein paar Vorschläge, welche „männlichen Positionen“ Sie sich wünschen.“

        Gerne.

        – auf jeden Fall schon einmal ein paar Berichte über Scheidungsfälle, Unterhaltsrecht zu ungunsten der Männer

      • Jan Holler sagt:

        Unsicherheit sehe ich in der Art der Wahl der Themen und ihrer Behandlung. Während Frauen mehr fordern, erzählen Männer mehr – während Frauen eher ihre Schwierigkeiten im Leben ausbreiten, mit denen sie konfrontiert sind, beschäftigen sich Männer mit Oberflächlicherem. Das trifft man aber nicht nur in diesem Blog so an. Wenn Männer sich weniger persönlich äussern, könnte man auch einmal über einen Mann (oder Väter) schreiben, der sich beispielsweise in der Situation befindet. Ü40, länger arbeitslos, Partnerin muss 100% arbeiten. Das Familieneinkommen ist tief. Wie geht er mit der ungewollten Situation um, wie sieht er seine Zukunft? Oder den Vater, der zur Mama werden muss, weil seine Frau ihn und die Kinder verlassen hat?

      • Viola sagt:

        – hier wird ja auch häufig über Geschlechterrollen gesprochen, was ich an sich sehr gut und sinnvoll finde. Hierbei müsste aber viel mehr darüber geschrieben werden wie der Staat in der Schweiz nach Geschlecht diskriminiert. Bestes Besipiel ist die Militärdienstpflicht: Was bringt es wenn man einem jungen Mann Gleichberechtigung predigt und er dann sieht das er vom Staat komplett anders behandelt wird? Ich käme mir als junger Mann das ziemlich ver…. vor. Warum ich das wichtig finde und das scheinen viele Falsch zu verstehen: Wenn sich feministen in einem ganz konkreten Fall, auch wenn es Frauen nichts nützt, auch für Männer (gerade für Junge!) einsetzen, wird das dem Feminismus neue Glaubwürdikeit schenken.

      • Viola sagt:

        „..wird das dem Feminismus neue Glaubwürdikeit schenken.“

        Oh und er würde seiner Wortbedeutung gerecht.
        Sehen sie, ich arbeite mit vielen Männer zusammen und sie beklagen sich bei politischen diskussion zum thema Frauenrechte und Gleichberechtigung oft über dinge wie Rentenalter, Militärdienstpflicht, Witwenrente. Und man kann diese Argumente eben auch nicht vorn der Hand weisen, sie haben ja recht, nur sollte man sich eben um Diskriminierungen auf beiden seiten kümmern. Deshalb glaube ich das wir viel mehr über solche punkte reden und staatliche diskriminierungen bekämpfen müssen und das dies wie schon gesagt auch Frauenrechten mehr gewicht verleiht. Das sehe ich nicht als antifeministisch sondern als wichtigen, integralen bestandteil des Feminismus.

      • @Jan Holler: Natürlich könnte ich raus gehen und über andere Männer berichten. Vielleicht mache ich das auch mal. Finde ich allerdings eher ein journalistisches Format und nicht dem Wesen des Blogs entsprechend. In einem Blog würde ich erwarten, dass diese Männer direkt selber aus ihrer Sicht schreiben.

        Ob männer eher oberflächlich und erzählend berichten. Ich weiss nicht. Vielleicht. Mein persönlicher Stil ist sicher eher flockig. Aber sowohl Nils Pickert und ich schwimmen durchaus auch mal mit ernsten Themen gegen den Strom. Dass ich wenig Schwierigkeiten aus meinem Leben ausbreite liegt ganz ehrlich schon daran, dass ich ein durchaus privilegiertes Leben führe und persönliche Probleme ein Jammern auf hohem Niveau wären.

      • @Viola: Militärdienst und Rentenalter finde ich auch unsauber, um es milde auszudrücken. Sind aber nur beschränkt Themen für den Mamablog. Ausserdem halte ich es auch nicht für sonderlich spannend als Diskussionsbeitrag. Gibt einen Einzeiler: „Militärdienst nur für Männer ist doof.“

        Wenn ich aber schreibe, dass die Gesellschaft Männer als vollwertige Elternteile betrachten sollte, dass sich Männer mit Stolz und Freude dem Haushalt widmen sollen, dann empfinden das viele nicht als Männerrechtsthemen sondern als „den Frauen nach dem Mund geredet“. Für mich ist „Männerrecht“ halt auch, dass ich als Mann nicht ein steinzeitliches Männerklischee erfüllen muss.

      • Viola sagt:

        „@Viola: Militärdienst und Rentenalter finde ich auch unsauber, um es milde auszudrücken. Sind aber nur beschränkt Themen für den Mamablog.“

        Stimmt zwar generell, aber kommt schon auf den Artikel an. Wenn es einer über Geschlechterrollen ist kann das da schon reingehören meiner Meinung nach. Muss ja auch nicht das hauptargument sein, aber man könne mal öfters daran erinnern.

        „Gibt einen Einzeiler: „Militärdienst nur für Männer ist doof.““

        Das geht auch anders: Letzens war hier im Mamablog ein Interview mit einer Frau die sagte „Wir können keine gleichberechtigte Gesellschaft fordern ohne auch hier (beim Militär) gleichberechtigung anzustreben“
        Ausserdem finde ich es wichtig immer wieder daran zu erinnern das auch Männer diskriminiert werden auch systematisch.

      • Viola sagt:

        „Für mich ist „Männerrecht“ halt auch, dass ich als Mann nicht ein steinzeitliches Männerklischee erfüllen muss.“

        Das finde ich erst mal eine tolle und gesunde meinung. Aber dann frage ich mich: Da stört es sie nicht wenn der Staat das anders sieht, gerade im bezug auf ihren sohn?
        Ich meine sie schreiben ja ganze Artikel darüber das Männer sich dem Haushalt widmen sollen schön und gut. Aber dann könnten sie doch auch einen Artikel schreiben in dem sie dazu aufrufen gegen ungleiches Rentenalter etc. auf die Strasse zu gehen oder sich anderwertig zu engagieren. Ich meine mit beiden Artikeln können sie ja nur hoffen das Männer ihnen zuhören, erzwingen können sie sowieso nichts 😉

      • Hans Meier sagt:

        “ Und nun sind Nils Pickert und ich keine besonders diverse Auswahl.“
        Wahre Worte. Ihr lasst Euch hauptsächlich durch Frauen für Frauenthemen und für Frauenanliegen einspannen, tut aber gerne so, als würdet Ihr Euch für „Männerrechte“ einsetzen. Macht Euch nichts vor: Das tut Ihr nicht. Ihr lebt beruflich davon, Euch für Frauenanliegen im Männerkostüm einspannen zu lassen.

      • @Hans Meier: „Frauenthemen“ und „Frauenanliegen“ … nun, ich sehe die Welt etwas anders als Sie. Diskriminierung – egal von wem – als Anlass für einen Geschlechter-Grabenkampf zu nehmen, wird uns nie weiter bringen. Es gilt die Diskriminierung zu bekämpfen, nicht das andere Geschlecht.

        Wann lasse ich mich denn für „Frauenanliegen“ einspannen? Wenn ich sage, dass Männer um das Recht kämpfen sollen, ein gleichwertiger Elternteil zu sein? Glauben Sie mir, ich meine das durchaus auch aus Vaterperspektive. Vergessen Sie das mit der geheimen Agenda. Ich erhalte mein Honorar, egal worüber ich schreibe und ausserdem: Fürs Geld mache ich das hier nicht.

      • Hans Meier sagt:

        @ Tschannen: Sorry, mein Fehler. Ich habe Sie mit Markus Theunert verwechselt. Leider ein unverzeihlicher Fehler, wofür ich mich in aller Form entschuldige.
        „Diskriminierung – egal von wem – als Anlass für einen Geschlechter-Grabenkampf zu nehmen, wird uns nie weiter bringen.“ – Da haben Sie natürlich vollkommen recht, aber dieser Geschlechter-Grabenkampf wird von feministischer Seite geführt, da müssen Sie den Ball nicht mir zuspielen. Abgesehen davon, dass man noch unterscheiden muss zwischen tatsächlicher Diskriminierung und rein behaupteter Diskriminierung, die einzig dem Lobbying der eigenen Interessengruppen dient. Eine Frauenquote für Verwaltungsräte beispielsweise dient lediglich den Partikularinteresse einiger Politikerinnen. Einer Migros-Verkäuferin nützt sowas nichts.

  • Sportpapi sagt:

    Es ist absolut einsichtig, dass man den gut eingeführten Namen behalten möchte. Ein Namenswechsel wäre allerdings auch ein Zeichen gewesen, dass sich der Blog (auch) im politischen Bereich weg von der feministischen Nabelschau, hin zu einer ausgewogenen Gesamtbetrachtung bewegen würde. Insofern ist auch die nachgelieferte Begründung eher ein Eigentor. Vielmehr sollte eigentlich die Frage im Raum stehen, ob denn die verbreitete „klassische“ Rollenteilung wirklich gegen den Willen der Mütter ist und sie benachteiligt. Oder ob nicht die Fronten eher an einem anderen Ort verlaufen müssten, statt dem überholten „wir Opfer, ihr Privielegierte“. Aktuell stösst man ja eher die Leute vor den Kopf, die eigentlich durchaus in die gleiche Richtung ziehen würden.

    • Maike sagt:

      Das mit der feministischen Nabelschau hätte ich dann doch gerne etwas genauer von Ihnen erklärt ! Oder sind das eben Themen, die Frauen bewegen und es somit schwierig ist für einen Mann, das zu verstehen ??

      • Viola sagt:

        „Oder sind das eben Themen, die Frauen bewegen“

        Wieso Frauen? Manche Frauen, vor allem ideologisch feministisch (im heutigen nicht im klassisch liberalen sinn) denkende vielleicht, aber sorry wir sind keine entität die mit einer stimme spricht, wie man ja hier im Forum auch sieht.

        Und was gibt es an einer ausgewogenen, wissenschaftlich fundierten Gesamtbetrachtung auszusetzen, wenn man sich für Gleichberechtigung einsetzen will?

  • Maike sagt:

    Summa summarum – ich wünsche mir, das das Mama-Blog weiterhin so heisst wie es heisst. Und das es hier vorrangig Diskussionen geben soll, die Mamas und Frauen bewegen.
    Das mag gerne verächtlich von Männern als feministisch betitelt werden, wenn sie das so für ihr Ego brauchen, macht man zu !
    Ein kleines Schmankerl zum Schluss – kennt jemand, so aus dem Stehgreif und nicht mit google ermittelt – das Gegenteil zum Feminismus ?

    • Muttis Liebling sagt:

      Es gibt verschiedene Gegenteile, ausschliessende und nicht ausschliessende, vollständige und inkomplette.

      Ausschliessend wäre Non- Feminismus, nicht ausschliessend eine Art Panfeminismus. Vollständig ist Anti- Feminismus und inkomplett fällt mir nichts ein. Auf jeden Fall, da Mann nicht das Gegenteil von Frau ist, kann irgend eine Männerbewegung nicht das Komplementär zu irgend einer Frauenbewegung sein.

  • F S sagt:

    Wieso ist es eigentlich DER Mamablog?! Ich finde ER sollte schleunigst in DIE Mamablogin umbenannt werden, um die Realitaet noch besser darzustellen.

  • Sportpapi sagt:

    Lustigerweise lag schon vor über 30 Jahren jeweils das „Wir Eltern“ bei uns auf dem Familientisch.
    Aber heute ist es wichtig, dass ein Blog explizit Mamablog heisst…

    • Maike sagt:

      Vor dreissig Jahren gab es auch nur eine Computerzeitschrift – heute gibt es Zeitschriften zu LINUX, Windows, Mac, Raspberry-Pi lieber Sportpapi. Oder eher was für Dich – da gab es nur den Kicker – jetzt hat jeder Bundesligaverein seine eigene Zeitschrift.
      Die Interessen werden eben vielfältiger…

      • Sportpapi sagt:

        Den Kicker?
        In der Schweiz gab es noch den „SPORT“!
        Ansonsten: Kann man so sehen, muss man aber eher nicht.

      • Dumeng sagt:

        Maike … ihre Beispiele hinken ganz gewaltig. Computerzeitschriften sind Gender-neutral.
        wenn aber im Bereich Elternschaft nur Mama genannt wird, ist das diskriminierend.

  • Adina sagt:

    Selbstbewusster, weniger Zickenkrieg, mutiger und reflektierter trotz angemessenen Selbstzweifel (Ihre Schüchternheit steht Ihnen noch ganz gut, liebe Frau Kuster, ich wusste nicht dass Sie so sympathisch sind in der Realität!) – Ich gratuliere ganz herzlich zum Jubiläum, Mamablog!

  • markus kohler sagt:

    Der Mammablog ist wie bereits von anderer Seite erwähnt wurde ein Feminismus-Blog. Der Name soll suggerieren, dass alle Frauen, auch alle Mütter automatisch Feministinnen sind.
    Ich bin sehr dankbar um den Blog, denn so kenne ich die das Argumentarium der Feministinnen bestens und kann ihnen problemlos ihre eigene Rhetorik entgegenhalten.
    Eine Namensänderung wäre unpassend, schliesslich heisst „Emma“ immer noch so und nicht z.B. „Leonie und Leo“.

    • Vierauge sagt:

      sind Sie sicher, dass Sie diesen Mamablog hier beim Tagi meinen? Also ich habe hier immer viel mehr als nur „das Argumentarium der Feministinnen“ gelesen – von daher verstehe ich Ihren Beitrag nicht.

  • Maike sagt:

    Ich hoffe, das dieser Genderunsinn jetzt nicht auch noch dazu führt, für diesen Blog – den Mama-Blog – einen anderen Namen zu wählen. Frauen sind und bleiben nun mal eine Mama – da kann ein Genderfanatiker sich noch so die Zähne ausbeissen. Es ist absolut zweitrangig, ob sie oder der Partner -In die Hauptperson in der Kindesbetreuung ist oder nicht.
    Und das in den Väter-Blogs nicht so viel passiert ist doch absolut nachvollziehbar ! Seit jeher wird über uns Frauen doch von der Männerwelt diesbezüglich hergezogen: Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch zum Beispiel.
    Sollen die Betreiber der Männerblogs sich was ausdenken, um mehr Männer zum Schreiben zu bewegen, wenn sie es den für nötig erhalten. Nicht unser Bier. Wir Mamas sind hier mehr als zufrieden ! Stay tuned !

    • Anh Toàn sagt:

      „Frauen sind und bleiben nun mal eine Mama …“

      Genau, und Frauen, die nicht Mama werden wollen, sind keine richtigen Frauen!

      „Ich hab‘ keine Lust meine Pflicht als Frau zu erfüll’n
      Für dich nicht, für mich nicht, ich hab‘ keine Pflicht.“

      • Maike sagt:

        Was ist Ihnen denn über die Leber gelaufen ? Wer sagt den etwas, das Frau nur eine Frau ist wenn sie Kinder auf die Welt bringt ??? Offensichtlich sind Sie mit Ihrem Weltbild im 19. Jahrhundert stecken geblieben. Es lohnt sich, das mal zu überarbeiten !

      • Anh Toàn sagt:

        @Maike „Wer sagt den etwas, das Frau nur eine Frau ist wenn sie Kinder auf die Welt bringt ??? “

        Sie, liebe Maike, wenn Sie schreiben, Frauen sind nun mal eine Mama.

        Hätten Sie geschrieben, Mamas sind nun mal Frauen hätte mich nichts daran gestört.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn man nicht so platt an der Sprache klebt, wie die Genderfraktion, kann man ‚Mama‘ als Meta- Wort für Eltern auffassen. Das Wort ‚Mama‘ gibt es in allen mir bekannten Sprachen.

      Im Mandarin schreibt man Mama in der Kombination erst des Radikals für Frau und dann das von Kind. Umgekehrt, erst das Kind-, dann das Frau- Radikal geschrieben, ergibt es das Hauptwort für Kind. Mama und Kind sind schriftsprachlich symmetrisch angelegt.

      Den ‚Baba‘ gibt es im Mandarin auch, aber ‚Baba‘ und ‚Mama‘ bewegen sich nicht auf dem gleichen Meta- Niveau.

      • Martin Leigh sagt:

        Das stimmt nicht. Die Kombination der Radikale Frau und Kind in einem Zeichen wäre „hao“, als „gut“ (woraus wiederum manche im Westen versuchen, irgendeinen oftmals fragwürdigen Sinn abzuleiten). Das „Ma“ von Mama ist die Kombination aus den Radikalen für Frau und für Pferd (da sich das Wort für Pferd ähnlich anhört). Bei „Baba“ ist es ähnlich – eine Kombination aus dem Radikal für Vater und einem phonetischen Radikal. Ein Zeichen mit zuerst Kind und dann Frau wäre mir nicht bekannt. Ich sehe jedenfalls nicht, dass in der chinesischen Schrift die besondere Stellung der Mutter-Kind-Beziehung irgendwie speziell morphologisch verewigt wäre.

  • Röschu sagt:

    „Es ist nur ehrlich, wenn Mütter im Mamablog die Hauptrolle spielen und das Sagen haben. Bloggende Väter sind weiterhin willkommen.“
    Mit diesem Argument betreten wir mMn ganz dünnes Eis…

    – Es ist nur ehrlich, wenn Männer in Politik und Wirtschaft weiterhin die Hauptrolle spielen und das Sagen haben. Unterstützende Frauen sind weiterhin willkommen…

    • Maike sagt:

      Da vergleichen Sie aber Äpfel mit Birnen mein Lieber. In der Politik kann jedes Thema unabhängig vom Geschlecht angegangen werden – AKW neindanke, Dieselabgase oder Steuererhöhung.
      Aber wie eine Frau sich nach der Geburt eines Kindes fühlt, das kann und wird nie ein Mann nachvollziehen können !

      • Sportpapi sagt:

        @Maike: „Aber wie eine Frau sich nach der Geburt eines Kindes fühlt, das kann und wird nie ein Mann nachvollziehen können !“ Absolut richtig. Nur solche Themen sind ja im Mamablog eher die Ausnahme als die Regel.
        Politische Aussagen wie: „Frauen werden aufgrund ihrer Mutterschaft noch immer diskriminiert, indem sie ihre Jobs nach der Babypause verlieren.“ sind aber auf einem anderen Niveau (und genauer zu überprüfen, nebenbei). Und „In neun von zehn Familien betreuen immer noch hauptsächlich die Frauen die Kinder.“ ist ein absolutes Elternthema. Nur dürfte man dann wohl nicht einseitig die Sichtweise der Frau anführen, sondern auch: „Nach wie vor wird die finanzielle Versorgung der Famillie meist dem Mann überlassen.“

    • maia sagt:

      “ Die Hausarbeit bleibt in weiten Teilen an den Frauen hängen; Kochen ist nach wie vor Frauensache…“ – Die Erwerbsarbeit bleibt in weiten Teilen an den Männern hängen; den Lebensunterhalt für die Familien zu verdienen ist nach wie vor Männersacher……

    • Tom Gardner sagt:

      Oder auch:
      „Es ist nur ehrlich wenn die Mütter in der Erziehung die Hauptrolle spielen und das Sagen haben.
      Miterziehende Väter sind weiterhin willkommen.“

  • Sabine sagt:

    Was meint denn Frau Tschannen als Sprachwissenschaftlerin zu dieser Namensgebung? Mich würde Ihre Expertenmeinung sehr interessieren.

    • Frau Tschannen sagt:

      Danke für Ihr Interesse. Im Artikel werden verschiedene Argumente genannt. Das Argument, dass Sprache nunmal einfach die Realität abbildet, sehe ich kritisch, denn es wird in vielen Diskursen als Entschuldigung/Erklärung dafür benutzt, etwas nicht zu ändern. Dieses Argument wirft ein sehr einseitiges Bild auf Sprache, denn Sprache schafft Realität. Sie bildet ab, was wir denken, aber sie formt unser Denken (und Handeln) eben auch und schafft eine Norm.

  • Sabine sagt:

    Liebe Mamablog-Autorinnen, bitte verpasst nicht den Wandel in der Gesellschaft und werdet zu „alten weisse Frauen“. Dafür schätze ich euch viel zu sehr. In den jungen, vor allem urbanen Familien tut sich viel. In meinem Freundeskreis zumindest dominiert das 50:50 Modell bereits.

    • Christina sagt:

      Das freut mich sehr für Sie und Ihre Familie, dass Sie es schaffen, das 50:50-Modell zu leben. Schweizweit sind Sie allerdings eine kleine Minderheit: das Familienmodell „Teilzeit/Teilzeit“ macht erst 7% aus (siehe aktuelle Zahlen Bundesamt für Statistik). Zudem bedeutet die Kategorie „Teilzeit/Teilzeit“ im Fragebogen nicht, dass beide Elternteile exakt das gleiche Erwerbspensum haben (oft Vater 80% und Mutter 60%) und es bedeutet auch nicht, dass sich beide die Haus- und Familienarbeit sowie die Familienorganisation fifty/fifty teilen. Daher ist der Anteil der Familien, die wirklich das 50:50 Modell leben, noch kleiner als 7%.

      • Sportpapi sagt:

        @Christina: Und doch wird gerade dieses Modell immer wieder als anzustrebendes Ideal vorgestellt. Erstaunlich.

      • Christina sagt:

        @Sportpapi
        Danke, ich kenne Ihre Ansicht zur genüge. Und Sie die meinige auch.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, da wäre ich aber gespannt. Dass Sie meine Ansichten gelesen habe, glaube ich, dass Sie sie korrekt wiedergeben zweifle ich.
        Und Ihre Ansichten kenne ich nicht.

      • Hans Meier sagt:

        Hängt wohl eng damit zusammen, dass Männer nach wie vor gut zwei Drittel des Haushalteinkommens beisteuern. Selbst wenn keine Kinder da sind, steuert die Frau weniger bei. Und: „Bei knapp einem Fünftel der Paare leistet die Frau gemäss der Erhebung des BFS keinen Beitrag zum Arbeitseinkommen, egal ob Kinder da sind oder nicht. Dieser Anteil blieb zwischen 2007 und 2015 ebenfalls stabil.“ Bei den Ausgaben sieht das wohl etwas anders aus.

      • Enrico sagt:

        @Meier
        Das übersteigt halt die durchschnittliche Reflektierfähigkeit einer Mamabloggerin.

  • Kerstin Moser sagt:

    Danke für das Jubiläumsvideo.
    Normalerweise nerve ich mich über Videos im Tagi: Video schauen statt einen guten Artikel lesen. Dieses hier aber habe ich genossen, da die Blogger mal animiert zur Sprache kamen, was ich spannend fand.
    Alles Gute dem ganzen Team!

  • Sabine sagt:

    Die ehemaligen Verfechter von Gleichstellung sind heute die Bewahrer von Diskriminierung.

    Lucas Schoppe hat eine ganz interessante Geschichte des Feminismus geschrieben, in unterdessen 3 Beiträgen, der erste hier:
    https://man-tau.com/2019/03/28/feminismus-gleichberechtigung-flugbahn/

  • Anh Toàn sagt:

    Das ist ja hier auch nicht primär ein Elternblog, sondern ein Feministinnenblog: Es gibt mehr Artikel darüber, wie sehr doch Frauen benachteiligt sind: Auch hier wieder: „in neun von zehn Haushalten…“ haben die Frauen die Kinder und die Hausarbeit am Hals, und das ist natürlich nur so, weil sie von den bösen Männern dazu verdonnert werden.

    Und kommentieren tun hier auch kaum erzieherisch noch aktive Personen, sondern Omis und Opis deren Kinder längst erwachsen sind: Die Omis mit veraltenen feministischen Positionen, die Opis mit verhaltenden Argumenten gegen veraltene feministische Positionen:

    Kurz: Hier geht’s nicht um Elternschaft, hier geht’s zu ca. 75% um Frau gegen Mann.

    • Anh Toàn sagt:

      „Es ist nur ehrlich, wenn Mütter im Mamablog die Hauptrolle spielen und das Sagen haben“

      Ja, im Mamablog!

      Väter, kündigt kurz vor der Geburt Euren Job auf das Ende des Mutterschaftsurlaub, bevor die Frau kündigt oder das Pensum reduziert und Eröffnet der Mutter, dass ihr ab sofort 100% zu Hause bleibt und sie entweder arbeiten geht und Kohle heranschafft oder es wird vom Sozialamt gelebt:

      Die Mamas bekommen das alleine nicht auf die Reihe und für etwas habt ihr ja eine Frau mit guter Ausbildung geheiratet.

  • Samuel Keller sagt:

    Mit einer solchen „dann-diskriminieren-wir-eben-zurück“-Haltung stossen Sie genau den Vätern vor den Kopf, die mit gutem Beispiel voran gehen. Daher auch von mir ein herzliches auf (nimmer-)wiedersehen.

  • 13 sagt:

    Herr Schnyder,
    Sie haben recht. Seit rund 50 Jahren besteht die „Forderungen nach sprachlicher Gleichstellung“. Wie jedoch bei vielen Punkten der Frauenbewegung ist das Wort „Forderung“ keinesfalls mit „Realität“ gleichzusetzen, auch nicht nach 50 Jahren. Noch heute dürfen sich Frauen Tag für Tag anhören, dass sie eben „mitgemeint“ sind, dass sie „sich nicht so anstellen sollen“, dass das erwähnen der weiblichen Form „unlesbar“ wäre oder „sehr kompliziert“ bis hin zu irgendwelchen Konstruktionen, wie dass Ausdrücke wie „Lehrer“ oder „Arzt“ nur Rollen sind und von beiden Geschlechtern ausgeübt werden können (Ärztin und Lehrerin sind hingegen wohl keine Rollen?).

    • 13 sagt:

      Sogar Gerichte bestimmen, dass das Wort „Kunden“ Frauen mitmeint. Und trotzdem ist der „Mamablog“ ein Problem?
      Ich habe vollstes Verständnis für die Forderung nach Sichtbarkeit der Väter und nach sprachlicher Genauigkeit. Trotzdem täte es manchmal gut, etwas die Relationen walten zu lassen. In sprachlicher Hinsicht werden Männer immer wieder bevorzugt. Aus dieser Position heraus sollte es eigentlich nicht wehtun, es einfach mal gut sein zu lassen. Wenn in 10 Jahren tatsächlich die sprachliche Gleichstellung erreicht sein sollte, dann kann man gerne darüber sprechen.

      • Röschu sagt:

        @13
        „In sprachlicher Hinsicht werden Männer immer wieder bevorzugt.“
        Stimmt. Und gemäss heutigem Blogeintrag muss daran auch nichts geändert werden, denn es entspricht ja offenbar der Realität…

      • Anh Toàn sagt:

        Sagen wir doch einfach ab sofort „das Lehrer“ und „das Polizist“ und auch „das Mama“ und „das Papa“: Dann ist „das Mama“ der Elternteil, der sich mehr um Kinder und Hausarbeit kümmert, und „das Papa“, wer sich mehr des Heranschaffens von Kohle widmet unabhängig vom Geschlecht.

      • Pauline sagt:

        MAPA-Blog wär doch super und zeitgemäss!Wo ist das Problem?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Anh Toàn

        Die Artikel ‚der‘, ‚die‘, ‚das‘ haben im Deutschen keine Bedeutung für das generische Geschlecht und andere Sprachen kennen die gar nicht erst.

        Man kann hinterher die offensichtliche und singuläre Fehlentwicklung in der deutschen Sprache hin zu einem funktionslosen grammatikalischen Geschlecht nicht mehr rückgängig machen. Es bleibt nur zu lernen, ‚das Kind‘ zu sagen, obwohl ein Mensch und kein Gegenstand benannt ist. Man sagt ‚die Person‘, meint aber auch Männer und sonstige Nicht- Frauen damit. Schwer zu verstehen ist das nun wirklich nicht. Nur eine historische Fehlentwicklung.

      • 13 sagt:

        @ Röschu
        Welcher Realität? Z. Bsp. dass man von „Lehrer“ spricht, obwohl 80-90% der Lehrpersonen Frauen sind?
        Ich persönlich bin durchaus G.B.’s Meinung, dass die Frauen gesamtschweizerisch mehrheitlich die Carearbeit rund um die Kinder und Haushalt erledigen (nicht unbedingt in jeder einzelnen Familie!). Nicht einverstanden bin ich mit dem Schluss, dass das die Begründung für den Namen sein soll. Aber vom hohem Ross runter „Diskriminierung“ zu schreien, finde ich in dieser Hinsicht etwas sehr übertrieben.

      • Anh Toàn sagt:

        @ML „Die Artikel ‚der‘, ‚die‘, ‚das‘ haben im Deutschen keine Bedeutung für das generische Geschlecht…“

        Ja, also ist das grammatikalische Geschlecht völlig bedeutungslos. Aber dann kann man es ja auch weglassen, sonst kommen immer irgendwelche auf die Idee, es hätte eine Bedeutung.

      • @Pauline Oder „Pampablog“ und dann mehr auf die Themen fokussieren, die Eltern in ruralen Regionen beschäftigen.

        (Aber ernsthaft, „MAPA-Blog“ ist ein fürchterlich seelenloser Name.)

      • 13 sagt:

        @ MAPA-Blog
        Ich sehe den Aufschrei, dass das MA vor dem PA steht, schon bildlich vor mir.
        Wenn schon wäre das Wort „Familie“ der richtige Ausgangspunkt. Damit kann man dann spielen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es steht ausser Frage, dass die Frauen gesamtschweizerisch mehrheitlich die Carearbeit rund um die Kinder und Haushalt erledigen (nicht unbedingt in jeder einzelnen Familie!).
        Fraglich ist nur, ob sie das widerwillig tun. Und ob sie damit in der schlechteren Position sind als die Männer, auf denen in den meisten Familien ein wesentlicher Teil der Erwerbsverantwortung lastet.

      • Martin Leuenberger sagt:

        Finde ich nicht. Da wo es wirklich wichtig ist, werden ja recht konsistent beide Formen genannt. Jede Stelle für eine/n Spengler/in EFZ in Hinterfultigen wird mit männlicher und weiblicher Bezeichnung inseriert. Hingegen erlaubt es sich die grösste schweizerische Mediengruppe, einen Elternblog mit nur einem Geschlecht im Namen zu publizieren. Man muss nicht das eine gegen das andere ausspielen.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        „Fraglich ist nur, ob sie das widerwillig tun. Und ob sie damit in der schlechteren Position sind als die Männer, auf denen in den meisten Familien ein wesentlicher Teil der Erwerbsverantwortung lastet.“
        Habe ich dazu heute irgendetwas getan?
        Ich bin und war zu der Frage immer der Meinung, dass
        a) Paare gemeinsam ihr Modell wählen, hoffentlich unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder,
        b) die Wahl/Präferenz des einen sehr von der Wahl/Präferenz des anderen abhängen, so dass eine gegenseitige Beeinflussung besteht und
        c) die Festlegung des Rollenmodells der eigenen Familie auch zu einem nicht unwichtigen Teil von ausserfamiliären Faktoren in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft abhängen.

        Hier sprach ich ausdrücklich von „sprachlich bevorzugt“. Nichts anderes.

      • Viola sagt:

        „In sprachlicher Hinsicht werden Männer immer wieder bevorzugt“

        So kann man nur denken wenn man unsere Grammatik nicht versteht.

        Und übrigens: Ich bin der Meinung das hier Sprache soweieso relativ unwichtig ist. Nicht Sprache schafft Realität, Realität schaft Realität. Beispiele gefällig? im englischen ist „enigneer“ geschlechtsneutral, ist deswegen der anteil von weiblichen ingeneuren enorm hoch? Nope! Gilt sogar bei gesetzen: In der Schweiz sind Männer und Frauen gleichgestellt, Männer werden vom Staat dennoch diskriminiert. Also: Die sprache ist unwichtig die Realität bestimmt was sache ist.

      • Viola sagt:

        „Welcher Realität? Z. Bsp. dass man von „Lehrer“ spricht, obwohl 80-90% der Lehrpersonen Frauen sind?“

        Genus IST NICHT Sexus

      • 13 sagt:

        Ach, Viola.
        Wieder mal als radikale Männerrechtlerin unterwegs? (oder ist das schon störend und ich sollte Männerrechtler sagen?)
        Ich sprach von sprachlicher Diskriminierung, die wie ich auch geschrieben habe, in erster Linie durch das immer noch sehr verbreitete generische Maskulinum entsteht. Oder kennen Sie tatsächlich ein generisches Femininum? Dies nur neben den Beleidigungen wie „Zicken“ oder „Schlampen“ ohne entsprechendes männliches Pendant. Sprache schafft Sichtbarkeit, sie kann zu einem Umdenken führen, aber wird es logischerweise nicht alleine können. Da braucht es etwas mehr.

      • Viola sagt:

        „Ach, Viola.
        Wieder mal als radikale Männerrechtlerin unterwegs?“

        Mit ad hominems beissen sie bei mir auf granit. das erweckt bei mir und beim geneigten mitleser höchstens den eindruck das sie argumentativ nicht mehr weiterwissen. das wollen sie sicher nicht.

        Aber eine Sache interessiert mich wirklich: Was genau macht mich den zur radikalen Männerrechtlerin? Welches Argument zb?

      • 13 sagt:

        Gegenfrage: Wozu? Bisher durfte ich mir anhören, die Grammatik der deutschen Sprache nicht verstanden zu haben und im Allgemeinen wenig Argumentatives beitragen zu können, also weshalb sollte also meine Meinung für Sie entscheidend sein?
        PS, da Sie mich auf sprachliche Feinheiten aufmerksam machen: Ich habe nie geschrieben, Sie seien eine radikale Männerrechtlerin, sondern Sie sind als eine solche unterwegs. Das ist ein Unterschied, denn ich glaube wirklich, dass das eine Rolle ist, die Sie gerne spielen.
        Meine Argumentation zum Thema selber hingegen finden Sie im zweiten Absatz meines vorangegangenen Absatzes sowie dem Eingangsposting. Sie müssen nur lesen. Wiederholen mag ich mich nicht.

      • Viola sagt:

        „Gegenfrage: Wozu?“

        Schade wieder nur ein ausweichen von ihnen.

        “ Bisher durfte ich mir anhören,… im Allgemeinen wenig Argumentatives beitragen zu können“

        Ja das ist leider zu oft (nicht immer) so, sie gehen oft nicht auf meine posts ein und weichen aus, letzes beispiel siehe oben.

        „sondern Sie sind als eine solche unterwegs“

        Mhh ja gut, aber dann bleibt die Frage schon im kern die selbe: Welche argumente lassen sie denn annehmen das ich als eine solche unterwegs bin? Welche meiner Argumente sind denn nun radikal? Gleiches rentenalter? Militärdienstpflicht für alle? Angemessene Thematisierung von Männerdiskriminierungen in den Medien? Oder etwas anderes?

      • Viola sagt:

        @13 „Das ist ein Unterschied, denn ich glaube wirklich, dass das eine Rolle ist, die Sie gerne spielen.“

        Glauben dürfen sie was sie wollen. Aber inwiefern ist das Relevant für die Diskussion hier und was hat das für eine Auswirkung auf meine Argumente, insbesondere auf ihre Validität? So wie ich das sehe gar keine.

      • 13 sagt:

        Pick your battles ist die Devise, Viola.
        Jeder, der mich kennt und liest, weiss dass ich guten Diskussionen nicht ausweiche. Aber bei Ihnen geht es nie ums Thema, sondern um mich. Darum habe, neben den Hinweis, wo die Antwort auf Ihre Fragen zu finden ist, nachgefragt, um zu prüfen, ob die Diskussion etwas bringen wird. Die Antwort darauf ist offensichtlich. Deshalb wünsche ich einen schönen Abend.

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Ärztin und Lehrerin sind hingegen wohl keine Rollen?‘

      Nein, das sind keine Rollen. Ärztin und Lehrerin sind Frauen in den Rollen Arzt und Lehrer.

      Aber es gibt die Rollen Soldatin oder Polizistin. Weil für diese partiell andere Dienstvorschriften gelten, als für Soldaten und Polizisten. Eine Rolle Lehrerin würde sich in keinem Merkmal von der Rolle Lehrer unterscheiden Deshalb bleibt man bei der einen geschlechts-, und genderneutralen Rolle Lehrer.

      • 13 sagt:

        @ ML
        Wie geschrieben: sprachliche, unsinnige Konstruktionen, um die sprachliche Diskriminierung zu rechtfertigen. Nicht mehr und nicht weniger.

      • Viola sagt:

        „sprachliche Diskriminierung zu rechtfertigen“

        Genus ist nicht Sexus. Was ist daran so schwer zu verstehen? Woher überhaupt dieses Bedürfnis dem Genus eine Bedeutung zu geben die er gar nicht hat?
        Und sprache ändert an sich überhaupt nichts: Im Englischen sind viele Begriffe Geschlechtsneutral (zb engineer). Gibt es dort mehr weibleiche ingeneure? Nein! Hören wir das trotzdem die selben Geschichten von Diskriminierung wie hier im deutschsprachigen raum? Ja! There you go: Der Beweis das Sprache irgend was ändert und die welt geschlechtsgerechter macht findet sich in den daten einfach nicht wieder.

    • Maike sagt:

      Ernshaft, nachdem ich mir hier die Beiträge durchgelesen habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, das auch nur ein Jota an Energie für eine sprachliche Gleichstellung aufzuwenden eine Verschwendung wäre. Wie wäre denn dannn zum Beispiel mit dem Begriff – die Polizei – umzugehen ? Verlieren männliche Polizisten, die in Gruppen auftreten plötzlich ihre Geschlechterrolle ?
      Vielmehr komme ich zu der Auffassung, das mit diesem herbeigeredeten Problem von den eigentlichen Gleichstellungsproblemen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Frauen in gehobenen Positionen etc. abgelenkt werden soll.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das erledigt sich mit dem einem Satz, welcher jeder 12- Jährigen im Deutschunterricht erlernt: Das grammatikalische gibt keinen Hinweis auf das generische Geschlecht. Damit ist das ganze Thema vom Tisch.

        Gendern bedeutet im Strassendeutsch: Ich nicht sprechen deutsch und ich sein stolz darauf. Wer richtig sprechen, der böse Elite.

        Oder richtig ist, was sich gut anfühlt, auch wenn es gegen elementare Regeln verstösst. Aber was ist der Duden, wenn man sich von korrekter Sprache emotional verstört sieht.

      • Niklas Meier sagt:

        Wobei diese „eigentlichen Gleichstellungsproblemen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Frauen in gehobenen Positionen etc.“ keine sind. Was schon des Langen und des Breiten immer und immer wieder erklärt und belegt wurde. Und trotzdem immer und immer wieder zum Thema im Blog gemacht wird.

    • Maja Brand sagt:

      Wenn ich ihn und andere Männer und auch Frauen hier richtig verstanden habe, stören sie sich ja gar nicht an dem Namen Mamablog an sich, sondern nur an der Begründung. Das kann ich verstehen. Wenn mich jemand als „Mathematiker“ bezeichnet, weil er/sie z.B. nicht in jedem Nebensatz noch mal beide Geschlechter inkl Pronomen und Adjektivflexionen nennen will, habe ich dafür Verständnis und fühle mich dann eben mitgemeint. Wenn aber jemand sagen würde, er verwende die weibliche Form nicht, weil Mathematiker ja sowieso mehrheitlich Männer seien, und man könne sich das Thema wieder anschauen, wenn wir einen Frauenanteil von 50% erreicht hätten, würde ich wohl auch einen Schreikrampf bekommen.

    • Viola sagt:

      „Noch heute dürfen sich Frauen Tag für Tag anhören, dass sie eben „mitgemeint“ sind, dass sie „sich nicht so anstellen sollen“,

      Nein Frauen sind nicht „mitgemeint“ sie sind GEMEINT. Wer so ein Argument bringt hat unsere Grammatik nicht verstanden. Der Genus hat nichts mit dem Sexus zu tun und dem Genus wird mit dieser Diskussion eine Bedeutung gegeben die er einfach nicht hat. Dies nur damit man sich im sprachlichen bereicht auch noch diskriminiert fühlen darf als Frau.

    • Viola sagt:

      „Sogar Gerichte bestimmen, dass das Wort „Kunden“ Frauen mitmeint. Und trotzdem ist der „Mamablog“ ein Problem?“

      Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Mama ist eindeutig eine Frau, Kunde kann alles sein (m/w/d), siehe meinen Genus, Sexus post.
      Das der mamablog so heisst ist nur deswegen schlecht weil man hier selbst gleichstellung predigt aber es dann selbst nicht tut. Dies unter dem Argument das es einfach nicht der Realität entspricht. Dann kommt aber auch oft das Argument das Sprache realität schafft (zb von Frau Tschannen). Ja was denn nun? Man will mehr gleichstellung und sagt das gleichstellung sprache zu mehr gleichstellung in relität führt, sagt dann aber das man die sprache nicht ändern will weil es nicht der Realität entspricht. Ein Teufelskreis.

      • 13 sagt:

        „Das der mamablog so heisst ist nur deswegen schlecht weil man hier selbst gleichstellung predigt aber es dann selbst nicht tut. Dies unter dem Argument das es einfach nicht der Realität entspricht. Dann kommt aber auch oft das Argument das Sprache realität schafft (zb von Frau Tschannen). Ja was denn nun?“
        Hmmm, es könnte natürlich auch sein, dass es sich bei Frau Braun und Frau Tschannen um zwei Frauen, aber doch verschiedene Individuen handelt, die verschiedene Meinungen vertreten….ist jetzt nur eine Vermutung.

      • Viola sagt:

        „aber doch verschiedene Individuen handelt, die verschiedene Meinungen vertreten….ist jetzt nur eine Vermutung.“

        Klever, aber des dritten Welle nach und auch nach ihnen geht es doch um die Gruppenzugehörigkeit, oder etwa nicht?

      • Viola sagt:

        „Hmmm, es könnte natürlich auch sein,“

        Hmmm aber was ist denn nun ihre ganz persönliche Meinung? Finden sie inklusive Sprache ist wichtig, weil sie Realitäten schafft? Gut dann sollten sie wenn sie mehr Männer in der Betreuung wollen der Prämisse des Artikels wiedersprechen und umgehend für eine Änderung plädieren. Schliesslich wollen sie ja andere Realitäten schaffen.
        Wenn sie der Meinung sind das Sprache nicht so wichtig ist, dann sollte ihnen das auch woanders nicht so wichtig sein.

      • 13 sagt:

        Hmm, offenbar fehlt mir tatsächlich die Intelligenz jeden Ihrer Beiträge zu verstehen. Was das hier „des dritten Welle nach und auch nach ihnen geht es doch um die Gruppenzugehörigkeit“ bedeuten soll, weiss ich beim besten Willen nicht.
        Meine persönliche Meinung ist näher an derjenigen von Frau Tschannen als an Frau Braun. Ich kann das Branding-Argument verstehen, auch wenn es mich nicht ganz überzeugt. Ich finde NICHT, dass nur weil die Realität so aussieht, dass Frauen den grösseren Anteil der Betreuungsarbeit (inkl. Mental load) leisten, der Name gerechtfertigt ist, gerade weil mehrheitlich nicht das gleiche ist wie ausschliesslich. Aber angesichts anderer bedeutender sprachlicher Diskriminierung finde ich den Namen des MBs nicht das prioritäre Problem.

      • 13 sagt:

        Und ja, es ist eine Sache, die ich immer wieder bemängle: Während Männeranliegen, auch wenn sie berechtigt sind, in den Augen einiger gleich und sofort und am Besten gestern geändert werden sollen, brauchte es historisch für sämtliche wichtige Änderungen jahrzehntelangen Kampf der Frauen (Stimmrecht, Fristenlösung, Mutterschaftsurlaub etc., wobei letzteres ja bereits jetzt, kurze Zeit nach der Einführung von männerdominierten Parteien in Frage gestellt wird) und andere Anliegen werden sogar verneint oder verharmlost (Lohngleichheit, sexuelle Gewalt).
        Das ist für mich auch der Grund, warum ich zwischendurch mal sage: Liebe Männer, ihr habt ja recht, aber wartet doch ein bisschen. Ihr kommt schon noch an die Reihe.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Der Punkt ist ja: Man könnte ja nach jahrelangem Kampf mal zurücklehnen und sagen: Gut ist. Es ist zwar nicht alles perfekt, aber im Grossen und Ganzen sind Männer und Frauen heute gleichberechtigt.
        So ist es aber nicht. Täglich hören und lesen wir wieder, wie privilegiert wir Männer (alle!) sind, wie benachteiligt die Frauen (alle!). Wie sich angeblich seit Jahrzehnten nichts geändert habe, wie rückständig die Schweiz doch sei, usw.
        Und irgendwann wird es auch dem gutmütigsten Mann mal zu bunt, und er beginnt (auf-) zu rechnen, und mit Zahlen und Fakten verschobene Wahrnehmungen zurecht zu rücken. Und sich zu wehren, wenn z.B. jede einvernehmliche Aufgabenteilung als Diskriminierung bezeichnet wird.
        Bis er ernsthaft Forderungen stellt, kann es allerdings noch dauern.

      • Viola sagt:

        „Das ist für mich auch der Grund, warum ich zwischendurch mal sage: Liebe Männer, ihr habt ja recht, aber wartet doch ein bisschen. Ihr kommt schon noch an die Reihe.“

        Aber gerade dann wäre es doch eben höchste Zeit jetzt erst mal auf die Männer zu schauen: Bei Frauen hat sich ja viel verbessert, das geben sie ja selber zu. Dann wäre es doch schon gerecht jetzt erst mal zu schauen das die Männer den Frauen zunächst wenigstens mal vom gesetz her rechtlich gleichgestellt sind.
        Warum warten die Frauen denn nicht noch ein bischen? Da kann man doch genau so gut auch umgekehrt argumentieren, oder eher gesagt noch besser. Denn da hat sich schon viel getan.

      • Viola sagt:

        “ in den Augen einiger gleich und sofort und am Besten gestern geändert werden sollen, brauchte es historisch für sämtliche wichtige Änderungen jahrzehntelangen Kampf der Frauen “

        Natürlich ist sofort am besten. Glauben sie denn ernsthaft die Frauen haben damals gesagt „Yoah, Frauenwahlrecht wollen wir schon, muss aber nicht sofort sein und ist schon längst überfällig“

        Und war ihr argument bei der militärdienstpflicht nicht mal „wenn sich mein eines kind ein bein bricht, muss ich dem anderen aus gerechtikeit nicht auch eins brechen“? Warum wäre es dann ok wenn männer warten müssen nur weil es die Frauen auch mussten? Das macht doch keinen Sinn.

      • Viola sagt:

        „Und irgendwann wird es auch dem gutmütigsten Mann mal zu bunt, und er beginnt (auf-) zu rechnen, und mit Zahlen und Fakten verschobene Wahrnehmungen zurecht zu rücken. “

        Und dann wird es sehr interessant. Erzwungenermassen verlorene Lebens-, Renten und Berufsjahre aufgrund Dienstpflicht und geringerer Lebenserwartung (nein die ist auch rein biologisch und nicht nur durch ungesunden lebenswandel bestimmt) werden dann sehr teuer. Und wenn wir dann das rentenalter an die lebenserwartung koppeln, wird wohl automatisch die frage aufkommen warum frauen ein niedriegeres und um keine 5 Jahre höheres Renteneintrittsalter haben.

      • Viola sagt:

        „des dritten Welle nach und auch nach ihnen geht es doch um die Gruppenzugehörigkeit“ bedeuten soll, weiss ich beim besten Willen nicht.“

        die dritte welle des feminismus setzt voll auf identitätspolitik anstatt auf das individuum zu schauen. Gruppenzugehörigkeit ist alles, jeder mann ist automatisch priviligiert, jede frau (durch ihr Frau sein) diskriminiert. Diese meinung blitzt auch bei ihnen sehr oft durch. Ich denke sie verstehen was ich meine, zumindest nach der Erklärung.

      • Viola sagt:

        “ Anliegen werden sogar verneint oder verharmlost (Lohngleichheit…“

        Selbst wenn ich ihnen bei lohngleichheit zustimmen würden, würden sie immer noch Frauenthemen mehr gewichten, da würde sich wohl nichts ändern. Zumal: Sie sind oft auf Posts, Studien und Statistiken zu dem Thema einfach nicht eingegangen, was sollen wir denn dann machen? Und was ist überhaupt ihr Argument? Weil andere ihnen ihre Argumente nicht Abnehmen können die Männer ruhig noch was länger auf ihre Rechte warten?

        „männerdominierten Parteien in Frage gestellt wird“

        Die aber auch oft genug von Frauen gewählt werden. Wieder: Identitätspolitik. Der Vertreter ist egal solange der Inhalt stimmt! Und wenn die bevölkerung dagegen ist kann die partei noch so männlich dominiert sein, würde nichts helfen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Im Recht heisst es: wo kein Kläger, da kein Richter. Und in der Politik ist es das Gleiche. Wer es unterlässt, Forderungen zu stellen, kann dann auch nicht jammern, wenn sie nicht erfüllt werden. Und erst recht nicht kann er den Frust über die eigene Untätigkeit auf diejenigen lenken, die Forderungen in ihrem Sinne stellen. Warum die Männer es nicht tun, wäre zu diskutieren. Sozialisierung ist eine Begründung. MF hat mal geschrieben, Männer seien es nicht gewohnt auf die Strasse zu gehen. Und damit hat er sicher nicht unrecht. Eine andere These ist, dass der Leidensdruck eben doch nicht gleich hoch sind, weil an Privilegien etwas dran ist. So oder so, warum sollte ein 40j Kampf für Lohngleichheit einfach abgebrochen werden? Es ist ja immer noch ein Thema!

      • Viola sagt:

        @13 „Und erst recht nicht kann er den Frust über die eigene Untätigkeit auf diejenigen lenken, die Forderungen in ihrem Sinne stellen.“

        Gut, würden sie wenigstens mit mir übereinstimmen, völlig losgelöst von den meinungen (zu Lohngleichheit, Sexueller Gewalt) von mir und den anderen hier diskutierenden, das es für den Feminismus sinnvoll wäre, wenn er sich an seine Wortbedeutung halten und sich auch für die Rechte der männer, zb was militär angeht einsetzen würde? einfach nur weil es dann logisch konsistent ist und vor allem weil man zusammen stärker ist als allein?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Politik findet im Wesentlichen nicht in den Kommentarspalten eines Blogs statt. Sondern da, wo sich Männer immer schon engagiert haben, und sich Frauen nach wie vor schwer tun, sich nur schon zu interessieren.
        Und es stimmt nicht, dass Männer nicht auf die Strasse gehen. Das haben sie schon immer gemacht. Aber ihre Sozialisierung heisst eben auch, dass es für sie normal ist, sich für die Familie aufzuopfern – „Frauen und Kinder zuerst!“. Nach wie vor finden es die meisten Männer richtig, dass die Männer die gefährlichen Jobs machen. Und zur Sozialisierung gehört eben auch, sich nicht als Opfer zu bezeichnen, nicht ständig zu jammern und zu nörgeln.
        Aber das ändert eben, und das ständige Jammern der Gegenseite löst früher oder später eine Reaktion aus.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Und es stimmt nicht, dass Männer nicht auf die Strasse gehen. Das haben sie schon immer gemacht.“
        Wo denn, wann denn? Ausserhalb von gewerkschaftlich orchestriertem Fahnenschwingen?
        Auch wenn es stereotyp klingen mag, aber wenn Männer existenzielle Aengste haben, die Kontrolle verlieren, benachteiligt werden oder ihnen das Schicksal sonstwie übel mitspielt, dann werden sie weder mit Trillerpfeifen durch die Strassen ziehen, darüber bloggen, noch sich zu irgendwelchen Selbsthilfegruppen zusammenschliessen. Männer, die sich ja oft auch gesundheitlich nicht spüren, greifen dafür überproportional zu inadäquaten, oft (selbst-)zerstörerischen Mitteln: von Gewalt über Drogen/Alkohol bis hin zu Suizid und Amoklauf.
        13 hat hier einen interessanten Punkt aufgegriffen finde ich.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich finde eigentlich, dass Politik überall stattfindet. In einer (direkten) Demokratie sowieso, weil die Meinungsbildung der Bevölkerung direkten Einfluss auf den politischen Prozess hat. Männer haben sich schon immer politisch engagiert, nur nicht in den Themen, die Du hier oftmals zurecht als „Männeranliegen“ bezeichnest (AHV-Alter, Rente, Dienstpflicht). Da fehlt eigentlich praktisch jegliches Engagement. Im Gegensatz gerade zu den Frauenanliegen, die immer wieder vorgebracht werden (meistens gegen massiven v.a. männlichen Widerstand).
        Den Rest kann ich ehrlich nicht ganz ernst nehmen. Die Männer als Märtyrer? Ist das wirklich dein Ernst? Und wie MF zurecht sagt, sehe ich weder Männermärsche noch -streik oder was auch immer. Wo ist denn dieses Engagement?

      • Viola sagt:

        „Männer, die sich ja oft auch gesundheitlich nicht spüren, greifen dafür überproportional zu inadäquaten, oft (selbst-)zerstörerischen Mitteln: von Gewalt über Drogen/Alkohol bis hin zu Suizid und Amoklauf.
        13 hat hier einen interessanten Punkt aufgegriffen finde ich.“

        Absolut, sehe ich auch so. Und das die Gesellschaft hier keine oder viele zu wenige stützen anbietet, ist eine absolute Schande.
        Aber sehr wahrscheinlich denke ich nur so weil ich so gerne „radikale Männerrechtlerin“ spiele.

      • Sportpapi sagt:

        @MF: Alle Revolutionen fanden auf der Strasse statt, die grossen Streiks, die Studentenproteste, usw. Aber wenn das alles natürlich nur gewerkschaftliche Folklore ist… (klar, dass nicht in erster Linie die protestieren, die für die Zustände verantwortlich sind…)
        @13: Wie kommst du auf Märtyrer? Es ist nun mal die männliche Rolle, die Familie zu beschützen. Und die genannten Männeranliegen wurden von Männern eingeführt in einer anderen Zeit, als eben diese Rollen auch noch hochgehalten wurden. Und Diskriminierung im Wortsinn durchaus gewollt war. Nur gerät dieses Gleichgewicht zunehmend ins Wanken, und Forderungen nach absoluter Gleichstellung (um nicht zu sagen Gleichmacherei) führen zwangsläufig zur Gegenforderung, dabei auch konsequent zu sein, auch zum eigenen Nachteil.

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, noch zur Politik: Die grossen Frauenmärsche blieben bisher ja auch mehrheitlich aus. Der letzte „Frauenstreik“ war zu meiner Schulzeit. Man beschränkt sich aufs Blogen. Aber dort wo die Politik gemacht wird, wo es Mitsprachemöglichkeiten gäbe, dort sind die Frauen, leider, nach wie vor nicht präsent und meist auch nicht interessiert. Und, wie ich schon erlebt habe, erstmals an eine Gemeindeversammlung zu gehen, und nach dem Traktandum „Ausbau Kinderbetreuung“ kollektiv den Saal zu verlassen, hilft auch nicht, um wirklich ernst genommen zu werden.
        Wo sind denn die Frauen, die politisch handeln möchten?

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Das mag letztendlich auch der Grund sein, dass für gewisse Medienformate wie von Dir erwähnt sich kaum Männer finden lassen. Oder anders gesagt: über die üblichen „Verdächtigen“ hinaus repräsentative Männer.
        Wo ich SP ein Stück weit beipflichte: Männer engagieren sich sehr wohl, aber gerne aus einer Position der Stärke (was ja durchaus eine „männliche Tugend“ darstellt wenn man so will). Ihre Verletzlichkeit und Schwächen machen sie jedoch zumeist mit sich aus. Wenn überhaupt.
        Daher greift es eben auch etwas zu kurz, einfach zu sagen: „Müsst Euch halt etwas mehr engagieren, Männer!“ So nach dem Motto „macht es der Frauenbewegung nach.“
        So blöd es tönen mag, aber in vielerlei Hinsicht brauchen die Männer Verständnis und ja, auch Hilfe. Gerade eben auf ungewohntem Terrain.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        „Es ist nun mal die männliche Rolle, die Familie zu beschützen.“ Ui, okay….was soll man auf eine solche Ansicht noch antworten?
        „Forderungen nach absoluter Gleichstellung (um nicht zu sagen Gleichmacherei) führen zwangsläufig zur Gegenforderung, dabei auch konsequent zu sein, auch zum eigenen Nachteil.“
        Damit führen wir wieder einmal die Unterstützung oder Aktivismus -Debatte. Wie gesagt kenne und lese ich sehr viele Feministinnen, die Unterstützung bieten würden. Aber den Stein anstossen müssten schon die Betroffenen. Das wird aber nicht gemacht. Man lehnt sich zurück und jammert, weil Frauen das nicht von sich aus anstossen. Ich finde es schon bezeichnend, dass G.B. hier eine Frage an die Männer gestellt hat und die einzige Antwort, die sie bekam, kam von Viola. Warum?

      • 13 sagt:

        @ SP
        „Die grossen Frauenmärsche blieben bisher ja auch mehrheitlich aus.“
        Frauenmärsche finden international seit mehr als 100 Jahren statt, in der Schweiz seit 50. Google hilft oder einfach die Augen offen halten. https://www.blick.ch/news/schweiz/frauenrechte-frauenmarsch-in-zuerich-pinkfarbene-pussyhats-im-regen-id6390513.html

        „Der letzte „Frauenstreik“ war zu meiner Schulzeit.“
        Und der nächste findet am 14.06.2019 statt. Da geht was.
        „Wo sind denn die Frauen, die politisch handeln möchten?“
        https://www.helvetia-ruft.ch/
        2019 soll ja politisch das Frauenjahr werden und bisher lief es alles andere als schlecht an.
        Aber lautet nun Dein Vorwurf, dass Frauen zu wenig tun? Oder zu viel? Irgendwie verstehe ich es nicht ganz.

      • 13 sagt:

        @ Martin
        Siehe mein Votum zu Unterstützung und Aktivismus. Es sträubt sich ja niemand gegen die Hilfe, nur dagegen, dass die Verantwortung bei den Frauen liegen soll und wir auch noch schuld sein sollen, wenn sich nichts tut!

      • Sportpapi sagt:

        @13: „„Es ist nun mal die männliche Rolle, die Familie zu beschützen.“ Ui, okay….was soll man auf eine solche Ansicht noch antworten?“ Nichts. Zur Kenntnis nehmen, bestätigend nicken.
        „Man lehnt sich zurück und jammert, weil Frauen das nicht von sich aus anstossen.“ Du hast mich (und wohl auch meine „Mitstreiter“) definitiv noch nie jammern gehört/gelesen. Und auch die Forderung, dass Frauen für die Männer aktiv werden sollen, hast du von mir noch nie gelesen. Ich weiss also nicht, warum du mir das immer wieder vorhältst.
        Aber: Von einer von uns allen bezahlten Gleichstellungsstelle erwartet ich das. Und von einer Bewegung, die von sich behauptet, sich grundsätzlich für Gleichberechtigung einzusetzen ebenfalls. Ansonsten bleibt „Feminismus“ halt eine Frauenbewegung, und gut ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Zur Politik: Meiner Meinung nach beginnt die Politik mit Interesse dafür. Und wer etwas bewegen will, sollte vielleicht mal in eine Partei eintreten oder wenigstens an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen. Wäre schön, wenn Frauen hier engagierter wären – beim Interesse beginnt es.
        Da hilft es auch nicht, wenn ein paar Frauen jährlich zu Frauenmarsch antreten. Und es ist auch Unfug in meinen Augen, wenn Frauen gleich für den Nationalrat rekrutiert werden sollen, statt für die Ortsparteien. Zudem ist Helvetia ruft nicht die erst Aktion in diese Richtung, und wie der Blick schreibt, offenbar praktisch mittellos.
        Einen Vorwurf gibt es dazu übrigens nicht. Nur der wiederholte Hinweis, dass Politik nicht in Blogs gemacht wird, sondern in den Parteien.

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, noch zum Frauenstreik. „Wenn Frau will, steht die Schweiz still“ hiess es zuletzt. Das habe ich so nicht mitbekommen, aber ok. Schauen wir mal, ob tatsächlich wieder gestreikt wird, und ob man sich denn letztlich wirklich auf ein oder ein paar wenige Anliegen einigen kann.
        Aber eins ist klar: Stillstehen wird die Schweiz deswegen nicht.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Zur Kenntnis genommen, tiefer Seufzer, Augen verdreht, Kopf geschüttelt….
        „Und von einer Bewegung, die von sich behauptet, sich grundsätzlich für Gleichberechtigung einzusetzen ebenfalls. Ansonsten bleibt „Feminismus“ halt eine Frauenbewegung, und gut ist.“
        Sage ich doch. Von einer Bewegung, bei der Du und andere nicht mitmachen wollte, erwartet ihr, eure Interessen zu vertreten. Im Übrigen glaube ich schon, dass die Bekämpfung der starren, konservativen Strukturen beiden Parteien nutzt. Oder glaubst Du wirklich, dass Veränderung wie das gemeinsame Sorgerecht ohne diese Bewegungen zustande gekommen wäre? Es geht halt auch darum mit alten Mustern aufzuräumen. Von Gleichstellungsstellen erwarte ich, das zu vertreten, was an sie herangetragen wird.

      • 13 sagt:

        Ja, Politik findet auch in den Parteien statt. Wie Du weisst gehöre ich zu der Partei mit mind. 50% Frauenanteil, also da sind die Frauen, die sich interessieren. Nur ist es eher schwierig, wenn Ewiggestrige sagen, sie seien nicht Nationalrats geeignet. Bundesrat wohl noch weniger? Aber zum Stricken im Frauenverein reicht es? Spielt unter dem Strich aber eh keine Rolle, denn es ist ja egal, was Frauen machen. Die Welt dreht sich weiter, oder? Sie sind wohl nur manchmal lästig.
        „Zudem ist Helvetia ruft nicht die erst Aktion in diese Richtung, und wie der Blick schreibt, offenbar praktisch mittellos.“
        Nun, Frauen verfügen seltener über opulente Verwaltungsratshonorare und ähnliches. Was das aber mit mangelndem Interesse zu tun haben soll, weiss ich nicht.

      • 13 sagt:

        Ganz ehrlich, SP. Diese herablassende Wortwahl gegenüber den Frauen, das Belächeln und nicht Ernst nehmen, steht für mich einfach in einem klaren Widerspruch zu der Erwartungshaltung, man möge sich mehr für Männer einsetzen. Und auch im Widerspruch zur Überzeugung, dass Frauen letztlich alles bestimmen und den Ton angeben. Ja, was denn nun? Ist es das schwache Geschlecht, das beschützt werden muss, oder ist es eher das dominante Geschlecht, vor dem es Schutz braucht?

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Von einer Bewegung, bei der Du und andere nicht mitmachen wollte, erwartet ihr, eure Interessen zu vertreten.“ Im Gegenteil. Ich erwarte, dass sie mit dem Etiquettenschwindel aufhören, und klar deklarieren, dass sie Partei der Frauen ist. Ausserdem habe ich feministische Frauen beim gemeinsamen Sorgerecht und weiter gehenden Anliegen eigentlich immer als vehemente Gegner gesehen. Bist du sicher, dass ich mich da nicht täusche?
        „Von Gleichstellungsstellen erwarte ich, das zu vertreten, was an sie herangetragen wird.“ Seltsame Sichtweise. Nun dann müssen sie sich allerdings auch nicht wundern, dass ständig ihre Abschaffung beantragt wird. Irgendwann vermutlich erfolgreich.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Zu deinem zweiten Beitrag kann ich wenig sagen. Ausser wiederholen, dass die politische Karriere normalerweise nicht im Nationalrat beginnt, auch wenn es zunehmend Ausnahmen gibt. Ansonsten wird es wohl Ewiggestrige geben, hüben wie drüben, aber die politische Mehrheit sind sie nicht. Frauen in der Politik haben heute doch sicherlich nicht weniger Chancen, gewählt zu werden, bei vergleichbarer Eignung.
        Der Blick titelt: „Beim Portemonnaie hört der Feminismus auf.“ Es fehlen die Spenden. Ob das, in der Grössenordnung, mit opulenten Verwaltungsratshonoraren zu tun hat? Aber du hast recht, gehört nicht wirklich zum Thema.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ganz ehrlich: Bei deinem dritten Beitrag verstehe ich gar nichts. Wo und wer hat eine herablassende Wortwahl gegenüber den Frauen? Und wieder konstruierst du Widersprüche am Thema vorbei. Die Erwartungshaltung ist, dass Männer und Frauen glaubwürdig auftreten, und dass ihre deklarierten Interessen und Ziele mit den Handlungen übereinstimmen. Und, hier, dass letztlich eine nationalen Zeitung nicht nur politisch, sondern auch in Geschlechterfragen eine neutrale, objektive Position einnimmt.
        Wer hat die Überzeugung, dass Frauen letztlich ALLES bestimmen? Wie so oft musst du meine/unsere Aussagen erst massiv übertreiben, um irgendwie deine Empörung am Leben zu erhalten. Fair ist das nicht.
        Den letzten Abschnitt verstehe ich gar nicht.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich bin nicht empört. Aber wenn Du schreibst, dass Frauen sich nicht für die Politik interessieren, aber gleichzeitig festhältst, sie seien noch nicht soweit für den Nationalrat, ist das für mich schon ein Belächeln. Wenn ich einen Link poste mit 10’000 Teilnehmer und Du sagst „ein paar Frauen“, dann ist es für mich schon ein Belächeln. Wie gesagt, ich verstehe es nicht. Einerseits lese ich hier fast täglich, wo Männer diskriminiert werden und dass das geändert werden muss. Andererseits besteht offensichtlich kein Grund, da aktiv zu werden. Warum? Politik lebt in den Räten, aber Bewegungen leben von ihren Mitgliedern. Und wenn sich eine Gruppe raushält, obwohl sie herzlich eingeladen wäre, dann wird sie eben weniger gehört. Das ist dann nicht das Versäumnis der Bewegung.

      • 13 sagt:

        Das möchte ich noch richtigstellen:
        „Ausserdem habe ich feministische Frauen beim gemeinsamen Sorgerecht und weiter gehenden Anliegen eigentlich immer als vehemente Gegner gesehen. Bist du sicher, dass ich mich da nicht täusche?“
        Du hast absolut recht, dass die Stellung und die Rechte der Väter eine Kontroverse im Feminismus darstellt, bei der sich die Einzelnen nicht einig sind. Wo ich stehe, weiss Du ja. Aber ich wollte auf etwas anderes hinaus: Ohne das Aufbrechen der Strukturen mit klarer Verteilung (Frau zu Haus, Mann bei der Arbeit), die u.a. der Frauenbewegung zuzuschreiben ist, wäre das Thema gar nie zum Thema geworden, da klar gewesen wäre: Kinder gehören zur Mutter.

      • 13 sagt:

        Wenn aber im Familienrecht eine Bilanz der letzten Änderungen gezogen werden müsste, würde diese so aussehen (alles gemäss der „üblichen Rollenverteilung“, im Einzelfall kann es auch umgekehrt sein):

        Zugunsten der Frauen:
        – Betreuungsunterhalt auch für nicht-verheiratete Frauen
        – Sozialhilfe für Kinder muss nicht zurückbezahlt werden

        Zugunsten der Männer:
        – gemeinsames Sorgerecht
        – Förderung alternierender Obhut (wenn auch noch in der Kinderschuhen)
        – Alimente werden für eine kürzere Dauer bezahlt, da Frauen schneller wieder ein Erwerb angerechnet wird
        – der Stichtag für die Pensionskassenteilung wurde vorgezogen

        (Dies etwas OT, aber als Antwort darauf, dass Veränderungen nur zugunsten von Frauen vorgenommen werden)

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Aber wenn Du schreibst, dass Frauen sich nicht für die Politik interessieren“ – ich glaube, als Tendenz ist das wohl unbestritten. Übrigens ja auch der Grund, warum man neben den „ernsten Themen“ in der Zeitung noch diese Blogs braucht – „aber gleichzeitig festhältst, sie seien noch nicht soweit für den Nationalrat“ – das war nicht meine Aussage. Es gibt viele Frauen, die bestens für den Nationalrat gerüstet sind. Die Aussage war, dass die politische Karriere in der Regel nicht im Nationalrat beginnt. Und die Anwerbung entsprechend in den Gemeinden ansetzen sollte –
        „ist das für mich schon ein Belächeln.“
        Ja, wenn man mir zwei Mal das Wort im Mund umdreht, kommt man am Schluss zum gewünschten Resultat.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Und wieder: Du liest täglich von den Benachteiligungen von Männern in den Kommentarzeilen. Als Antwort auf die täglichen redaktionellen Berichte über Benachteiligungen von Frauen. Eben, Reaktion nicht Aktion.
        Zu deinen Richtigstellungen: „Du hast absolut recht, dass die Stellung und die Rechte der Väter eine Kontroverse im Feminismus darstellt, bei der sich die Einzelnen nicht einig sind.“ Eben. Wenn es um Gleichberechtigung von Männern geht, kommt regelmässig grösster Widerstand von genau den Frauen, die ansonsten von sich behaupten, genau diese Gleichberechtigung anzustreben. Und plötzlich entdeckt man doch wieder die Biologie, und die „tatsächlichen Verhältnisse“ die man ansonsten immer ausblendet. Wieder: glaubwürdig ist anders.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Ohne das Aufbrechen der Strukturen mit klarer Verteilung (Frau zu Haus, Mann bei der Arbeit), die u.a. der Frauenbewegung zuzuschreiben ist, wäre das Thema gar nie zum Thema geworden, da klar gewesen wäre: Kinder gehören zur Mutter.“ Kann man so sehen. Man könnte auch noch einen Schritt zurück gehen und sagen, die Mutter gehörte davor zum Vater, und eine Scheidung war gar kein Thema… Aber der Aussage „unter anderem der Frauenbewegung“ kann ich durchaus zustimmen.
        Auch die Bilanz bezüglich Familienrecht stimmt vermutlich. Ändert nichts daran, dass es den gesellschaftlichen Realitäten weit hinterherhinkt, und nicht nur konservative Männer der Entwicklung im Wege stehen, sondern wieder gerade auch „moderne“ Frauen.

  • Sarah sagt:

    Sehr berührendes Video – merci vielmals!

  • Samuel Keller sagt:

    Bravo! Dem ist nichts beizufügen!

  • Rahel Umbach sagt:

    Dass der Mamablog ein Brand ist, der unter diesem Namen bekannt ist und geschätzt wird, kann ich als Argument nachvollziehen.
    Das „Beschönigungsargument“ finde ich schwach. Wieso soll denn in anderen Bereichen genderneutrale Sprache verwendet werden, wenn die Realität eine andere ist? Reden wir doch weiterhin von Ärzten und Krankenpflegerinnen, Chefs und Sekretärinnen etc. etc. solange sich an der Realität nichts ändert…?!

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn man einem homosexuellen Männerpaar zugesteht, Eltern zu sein, ist einer von beiden die Mama.

      Mama ist in einem gewissen Sinn eine geschlechtsneutrale Genderrolle. Ein funktionales, vom biologischen unabhängiges Geschlecht, eben das, was man gemeinhin unter Gender versteht.

      • Rahel Umbach sagt:

        „Wenn man einem homosexuellen Männerpaar zugesteht, Eltern zu sein, ist einer von beiden die Mama.“
        Hä? Wo haben Sie denn das her, das ist doch Quatsch…?! Oder ist das Ironie auf einem Level, dass meinen Humor übersteigt? Ein solches Kind hat zwei Papas. Mama ist keine Rolle, sondern ein weiblicher Elternteil. Ich kenne zwar keine Kinder homosexueller Männerpaare (nur eines, welches mit zwei Mamas aufgewachsen ist, und stellen Sie sich vor, da war auch niemand der Papa…), aber dafür etliche Kinder, deren Mutter 100% arbeitet und der Vater mehrheitlich den Haushalt schmeisst und in einem Teilpensum zusätzlich arbeitet. Und da ist trotzdem die Mutter die Mama und der Vater der Papa.

    • Martin Frey sagt:

      Dem Votum schliesse ich mich an, Frau Umbach. Wie früher bereits festgehalten, finde ich das Brandargument völlig schlüssig, und habe auch als Mann kein Problem damit, wenn der Mamablog weiterhin so genannt wird. Weshalb auch?
      Der Rest der Begründung, die es eigentlich ja gar nicht bräuche, läuft jedoch eher unter „peinlich“, spricht inkonsequent und widersprüchlich.

  • Christoph Schnyder sagt:

    Es mag gute Gründe geben, den Mamablog nicht umzubenennen (z.B. Branding). Aber die Argumentation, dass das angebracht sei, weil in 90% der Familien mehrheitlich die Mütter die Kinder betreuen ist nach 50 Jahren Forderungen nach sprachlicher Gleichstellung lächerlich und sexistisch. Die gleiche Argumentation würde als zutiefst arrogant und sexistisch empfunden, wenn es z.B. darum ginge, Berufe alle nur nach männlichen Bezeichnungen zu bennenen, nur weil es in 90% der Haushalte Männer sind, die die Haupterwerbsarbeit leisten („Warum politisch korrekt sein, wenn es am Ende doch anders ist?“, „nur die Realität abbilden“). Bei so viel Mütter-Chauvinismus ist eigentlich nur eines angebracht – abstimmen mit den Füssen und aufhören zu lesen. Ich ziehe mich in dem Fall zurück. Auf wiedersehen!

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Berufe alle nur nach männlichen Bezeichnungen zu benennen‘

      Berufe haben weder männliche, noch weibliche Bezeichnungen. Berufsbezeichner haben zwar ein grammatikalisches, aber kein generisches Geschlecht.

      • Rahel Umbach sagt:

        Einverstanden. In der Anwendung dieses Grundsatzes sind wir aber überhaupt nicht konsequent. Je nach Beruf, von dem die Rede ist, wird er eben durchaus in eine weibliche Form gebracht, und das prägt die Wahrnehmung. Der Polizist, die Kindergärtnerin, der Arzt, die Sachbearbeiterin, etc. etc. Wenn schon, müssten man hier konsequent nur eine Form verwenden. Oder man erfindet eben genderneutrale Bezeichnungen. Feuerwehrleute (was ist eigentlich die Einzahl davon…?), Lehrende, …
        Ich gebe Herrn Schnyder absolut Recht, meine Gedanken waren dieselben. Nur die Strategie „Rückzug“ halte ich für verfehlt.

      • Niklas Meier sagt:

        ML, sagen Sie das denen die Lehrerinnen und Lehrer schreiben (oder noch besser, „Lehrende“), Polizistinnen und Polizisten, Hebaminnen und Hebammer usw..
        Nach politischer Gerechtigkeit wird nur geschrien wenn es gerade passt, sonst ist es lästig und wird mit fadenscheinigen Argumenten ignoriert.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es gibt das Berufsbild der Polizistin und das Berufsbild des Polizisten. Die beiden sind nicht identisch, bis hinunter zu den Uniformteilen.

        Lehrer hingegen ist ein Beruf, den man mit jedem biologischen Geschlecht und jedem Gender ausführen kann. ‚Lehrer‘ ist ein geschlechts- und genderneutraler Kategorial-, oder Rollenbezeichner, ‚Polizist‘ und ‚Hebamme‘ sind das nicht. Der Artenbezeichner ‚Katze‘ wiederum ist geschlechtsneutral und kennt keine Gender- Ausdeutung.

        Das grammatikalische Geschlecht im Deutschen, im Gegensatz zu slawischen Sprachen, hat nur Girlandenfunktion. Es vererbt nicht und erlaubt keine Rückschlüsse auf das generische Geschlecht. Deshalb ist die Schweiz eine Sache, keine Frau und somit Hüter, nicht Hüterin der Neutralität.

      • 13 sagt:

        @ Niklas
        Es heisst in den meisten Fällen nicht „Lehrende“ sondern „Lehrpersonen“. Und erst recht heisst es nicht Hebaminnen und Hebammer, sondern Hebamme und „Geburtshelfer“ oder „Entbindungshelfer“, Begriffe die für eine Handvoll Männer eingeführt wurden, weil ihnen nicht zugemutet werden kann, sich dem weiblichen Begriff „Hebamme“ zuzuordnen.
        „Nach politischer Gerechtigkeit wird nur geschrien wenn es gerade passt, sonst ist es lästig und wird mit fadenscheinigen Argumenten ignoriert.“
        Genau. Darum ist der „Mama“blog für viele ein Problem, aber umgekehrt kann man etwas von „genderneutralen Berufsbezeichnungen“ faseln. Sehr fadenscheinig, da gebe ich Ihnen recht.

      • Martin Frey sagt:

        Was für eine Scheindebatte. Vorab, wem tut es hier wirklich substantiell weh, wenn der Blog weiterhin aus durchaus guten, nachvollziehbaren Gründen (das Argument mit der abgebildeten Realität fällt hingegen bei gar niemandem auf fruchtbaren Boden) weiterhin Mamablog heisst, und Männer/Väter für einmal mitgemeint, aber trotzdem willkommen sind? Es zählen doch die Inhalte, und nicht, was auf der Verpackung drauf steht.
        Apropos semantische Diskussionen in der Endlosschlaufe: Eine Tüpflischisser-Korrektur habe ich schon noch @13: Der Begriff „Geburtshelfer“ ist primär und auch historisch gesehen für das ärztliche Personal reserviert, welches Geburtshilfe ausübt: Frauen und Männer (ML würde sagen, eine Rollenbezeichnung), und zwar sehr lange, bevor der erste Quotenmann Hebamme wurde.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich habe kürzlich die vielleicht einzige männliche Hebamme der Schweiz kennengelernt. Und der hat sich mir als Hebamme vorgestellt.
        Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen geschlechtsneutralen Berufsbezeichnungen und solchen, die eindeutig ein Geschlecht bezeichnen.

      • Muttis Liebling sagt:

        In Hebamme steckt die Amme, also eine Stillende Frau. Der Begriff Hebamme ist im Mittelalter entstanden, als es üblich war, nur eine Tochter überleben zu lassen. Die Amme hat nach der Geburt den Säugling zum Vater gehoben (deshalb Heb- Amme) und der hat genickt oder mit dem Kopf geschüttelt. Nach dem Nicken wurde das Kind versorgt, nach dem Kopfschütteln in die Jauchegrube geworfen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Will sagen, Hebamme ist keine geschlechtsneutrale Berufsbezeichnung, weil den Beruf, wie klassisch entstanden, nur Frauen ausüben können. Die ersten Hebammen waren Frauen, deren Kind unter der Geburt oder danach gestorben waren und die den manchmal sehr geschwächten Müttern in den ersten Tagen das Stillen abnehmen konnten.

        Als die ersten Apotheken entstanden, waren die auch schon Tauschbörsen für Muttermilch. Die Säuglings- und die Müttersterblichkeit war hoch, da bot es sich an, dass die Einen das gaben, was sie überflüssig hatten, die Anderen es nahmen, weil sie es wegen Tod nicht mehr hatten.

        Es gibt schon einen essentiellen Geschlechtsbezug für viele Kategorien im Deutschen, aber eben nur bei wenigen. Nur nicht bei modernen Berufen, wie Lehrer.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Meines Wissens gibt es mehrere und ja, ich habe auch schon gelesen, dass es dem einen oder anderen egal ist, sich Hebamme zu nennen. In Deutschland hingegen wurde die Debatte jedoch geführt.
        Aber danke. Ich habe aber nun gelernt, dass es genderneutrale Berufsbezeichnungen gibt und solche, die ausdrücklich einem Geschlecht zugeschrieben werden. Und ganz zufällig und ohne irgendwelche diskriminierende Absicht, fallen alle weiblichen Bezeichnungen (Hebamme, Kindergärtnerin, und auch Mama) in die zweite Gruppe und die meisten männlichen (Lehrer, Arzt, Bauarbeiter) in die erste. Alles klar 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        @13

        Das ist schon wieder falsch. Das Wort ‚Geburtshelfer‘ ist geschlechtsneutral, ‚Hebamme‘ ist es nicht. Genderneutral sind aber beide, denn auch eine biologische Frau kann sozial die Männerrolle einnehmen. Worte sind etwas anderes, als das, was sie meinen. Sprache ist keine 1:1 Abbildung von Realität. ‚Hebamme‘ ist nicht Hebamme. Wörter sind nur Bilder von Realität.

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