Ein Babyfoto als Profilbild?

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Mein Kind, das Mini-Me: Ist es das, was uns die Profilbilder sagen wollen? Foto: iStock

Zugegeben, meist achte ich gar nicht auf die Bilder. Vor kurzem aber suchte ich nach einem etwas älteren Chat und fing an, mich durch die Whatsapp-Profilbilder zu klicken. Und ich staunte, wie viele Babys und Kinder mir da entgegenlachten. Ab und zu entdeckte ich auch einen Hund, gelegentlich ganze Familien, alle bestens gelaunt natürlich.

Porträtfotos der Chattenden selber? Eine absolute Rarität, zumindest unter den Müttern. Man könnte das einfach als Zufall abtun und sich anderem widmen. Doch ich finde diese Häufung spannend und es tauchen in meinem Kopf sofort diverse Fragen auf.

Definieren sich Mütter nur über ihre Kinder?

Die Wahl des Profilbildes geschieht in der Regel nicht ganz unüberlegt. Man will darauf natürlich in erster Linie gut aussehen, aber indirekt eben auch etwas über sich selber und sein Leben aussagen. Sehr schön zu beobachten ist das bei den Teenies in der Verwandtschaft, die ziemlich plakativ auf sexy, cool oder intellektuell machen. Was also wollen all die Mütter und Väter der Welt mitteilen, die sich umringt von ihrer Familie bildlich darstellen? «Seht her, wir sind eine grosse, stets glückliche Familie»?

Oder posten sie womöglich ein Foto mit Kindern, um nicht in Verdacht zu geraten, sich zu wenig um den Nachwuchs zu kümmern? Sie wissen schon: «Als verantwortungsvoller Papa gehe ich am Samstag lieber mit dem Baby auf dem Rücken wandern, anstatt mit den Kumpels am Fussballmatch herumzugrölen.»

Und was ist mit jenen Eltern – es sind gemäss meiner kleinen Recherche vor allem Mütter –, die ein herziges Foto ihres Babys als Profilbild benutzen? Es kann nicht daran liegen, dass sie sich selber nicht im Internet zeigen wollen – dann würden sie das Gesicht ihres Kindes kaum so frischfröhlich posten. Fühlen sie sich so eins mit dem Nachwuchs, dass sie sein Bild als valablen Ersatz für ihr eigenes Konterfei sehen? Mein Kind, das Mini-Me?

Warum hat keiner Angst vor Whatsapp?

Sorgen um ihr zauberhaftes Kind machen sie sich dabei offenbar nicht. Auf Facebook sähe das ganz anders aus – wehe dem, der dort Bilder seiner Kinder postet! Offenbar kümmert es aber kaum jemanden, dass Whatsapp zu Facebook gehört und die Firma verlauten liess, dass sie in Zukunft noch enger mit anderen Facebook-Unternehmen zusammenarbeiten möchte. Zudem: Es ist auch auf Whatsapp ein Leichtes, ein fremdes Profilbild herunterzuladen.

Unterhalte ich mich mit einem Baby?

Ob es also richtig ist, sich so sorglos auf Whatsapp zu bewegen, sei dahingestellt. Ich selber plädiere zwar für einen sehr sorgsamen Umgang mit Kinderfotos im Netz, gehöre aber nicht zur «Zero Pictures»-Fraktion. Was mich allerdings irritiert, ist, dass man gerade auf Whatsapp so gerne seine Kinder abbildet.

Auf Facebook kann ich die Motivation viel besser nachvollziehen: Man teilt auf der Plattform Bilder mit Familie und Freunden, die man nicht so oft sieht. Ferienfotos, Bilder der eigenen Hochzeit und eben auch Kinderfotos. Auf Whatsapp hingegen dient das Profilbild in erster Linie der Erkennung. Und man nutzt die App hauptsächlich, um Gespräche unter vier Augen zu führen, also auch einmal etwas Privates zu besprechen. Da mutet es irgendwie seltsam an, wenn man mit einer engen Freundin diskutiert, beim Klick auf ihr Bild aber das Gefühl bekommt, man hätte sich die ganze Zeit mit einem 3-Monatigen unterhalten.

Oder wie sehen Sie das?

99 Kommentare zu «Ein Babyfoto als Profilbild?»

  • Hans Leuditz sagt:

    Ich finde es erfrischend die Babys und Kinder von Müttern in Whatsapp zu sehen. Es ist halt einfach mal was neues und sympathisches. Das heißt natürlich nicht, dass die Kinderbilder für immer als Profilbild drin bleiben sollten. Irgendwann sollte schon der eigentliche Besitzer der Handy-Nr. wieder zu sehen sein. Viel schlimmer finde ich wenn so Roulette-Süchtige ständig nur den Roulette-Kessel als Profilbild drin haben. Das gehört eher ins Casino wo man seine Freizeit auslebt.
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  • Helga Tränensack sagt:

    Wer Kinder in die Welt setzt, hat sie auch als Mutter als eigenes Individuum zu akzeptieren. Es ist kein Lifestyleprodukt, dazu sind Kinder aber inzwischen verkommen. Sie sind Lifestyleprodukte geworden. Frauen verlifestylen sich als Mutter. Mir tun die meisten Kinder leid. Sie können nichts dafür, dass ihre Eltern sie gezeugt haben. Sie können sich nicht wehren und sich hilflos ausgeliefert. Und den Müttern fällt heute nicht mehr ein, als sich selbst in den Mittelpunkt zu setzen (ICH, ICH bin die Mutter. Das ist MEIN Kind). Es ist eine traurige Welt geworden. Jede Mutter sollte sich selbst fragen, ob man als Kind sich selbst als Mutter haben wollte. Was ich so sehe, bestärkt mich in meiner Ansicht: In den meisten Fällen hätten die meisten Frauen nie Mutter werden sollen.

    • Wolfgang Kaufmann sagt:

      Danke. Dazu passt die mangelnde Erziehung zur Selbstständigkeit durch übertriebenes Helikoptern. Oft scheint die Erziehung gar nicht darauf angelegt, das Kind möglichst fit ins Leben zu entlassen.

      Möglicherweise handelt es sich oft um allein erziehende Mütter ohne Lebenspartner, so dass diese unsägliche Zweierbindung entsteht. Das Kind wird als billiger und jederzeit verfügbarer Partner missbraucht. Und das ist bequem, weil sich das Kind nicht wehren kann.

      Dazu passt die Zurschaustellung im Netz exzellent. »Mein Selfie – meine Likes – mein Kind« wird dann zum weiblichen Pendant von »Mein Haus – mein Auto – meine Frau«. Gegen letzteres hat sich der Feminismus zu Recht gewehrt. Wo bleibt die Sensibilität, wenn Kinder vereinnahmt werden? Auch auf Kindergarten- und Schul-Seiten!

  • Susanna sagt:

    Jesses, und dann sehen die Bilder noch so schrecklich aus – Kind mit Tomatensauce im Gesicht, findet wohl wirklich nur das Mami schön, aber Eltern kann man wirklich „tothauen“, die finden ihre Kinder IMMER supersüss und wunderschön.

  • Wolfgang Kaufmann sagt:

    Egal welches soziale Medium, egal welche andere Site (Schule, Kindergarten): Bilder von Minderjährigen gehören Null Komma Null ins Netz. Ende Gelände.

    Datentechnisch handelt es sich um Missbrauch, denn wer noch nicht volljährig ist, versteht die Tragweite nicht oder ist in der schwächeren Position.

    • Peter Aletsch sagt:

      Ach was. Auch noch das Gesicht, die Gesichter verhüllen beim Spaziergang?Denn jedermann kann inkognito filmen. Dann kommt ein Verbot für Schweizer, zu Trump zu reisen. Wir laufen auf eine neue Pruderie zu. In meiner Fotokiste vom Onkel finden sich Hunderte von Bildern von verwandten bis unbekannten Kindern. Könnte sein, dass noch ein Eintrag im Telephonbuch besteht und der Name am Briefkasten steht.

      • Wolfgang Kaufmann sagt:

        Schon mal was von automatischer Gesichts-Erkennung gehört? In den unendlichen Tiefen des Netzes habe ich keine Kontrolle mehr über meine Fotos, im Gegensatz zur Fotokiste. Das Netz vergisst nicht!

        Jedenfalls hier in Deutschland haben rund 20% der Jugendlichen einen Migrationshintergrund, meist nahöstlich. Wer weiß schon, welcher Geheimdienst sich für meine Kinder, Freunde, Schüler usw. interessiert. Manche haben auch noch Angehörige vor Ort. Den Rest überlasse ich Ihrer Phantasie.

    • Marie-Louise sagt:

      Bin ganz Deiner Meinung. Kinderbilder von Kindern (nicht Kinderbilder von Erwachsenen) gehören nicht ins Netz und nicht in die Reklame), sie gehören den Kindern.

  • Karin Arnold sagt:

    Ich hab auch ein Babyfoto als Profilbild, allerdings ist es ein Babybild von mir (also fast 50 Jahre alt….). Das war mal eine Challenge, und ich habs dann aus Faulheit drin gelassen.

  • Beda Acht sagt:

    Viele Menschen sind sich der Außenwirkung Ihrer Fotos schlicht nicht bewusst – was besonders dann bedenklich ist, wenn auch noch Dritte hineingezogen werden. Immer mehr bitten mich geschäftliche Kontakte, Whatsapp zur Kommunikation zu benutzen, sei es wegen den Fotos oder sei es wegen den Gratisanrufen. Wenn ich jetzt die Frau meines Malers mit Kind im Wochenbett oder die drei Bengel meines Kollegen mit dem Hund herumtollen sehe, erhalte ich – und viele andere – einen intimen Einblick in das Privatleben von Menschen, mit denen ich ausschließlich professionell zu tun habe und dies auch dabei belassen will. Sie verhalten sich für mich damit äußerst unprofessionell. Für die Zerstörung des Privaten braucht es gar nicht Whatsapp und Facebook…

    • tina sagt:

      das eigentlich unprofessionelle ist doch whatsapp für geschäftskontakte zu benutzen ;-). also selber schuld, wer auch immer

      • Felix Rothenbühler sagt:

        Die Sache war bei mir – u.a. aus selbem Grund – schnell erledigt: Whatsapp gelöscht.
        Wem ich das Geld für zumindest eine SMS/MMS nicht wert bin, soll’s einfach sein lassen.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Jein. Denn das ist das, was von Kunden immer häufiger gewünscht wird und kundenorientierte Unternehmen passen sich an. Es gibt noch so viele Menschen, die offenbar keine Scan-App haben und/oder nicht vom Handy aus mailen können und es schätzen, Unterlagen per WhatsApp zustellen zu können. Und dann gibt es auch immer mehr Personen, die ganz offensichtlich nicht schreiben können/wollen und die Sprachnachrichten-Funktion schätzen. Dass das auch per Mail ginge, wissen dann doch wieder die wenigsten. Was also soll der Maler, der auf die Aufträge angewiesen ist, sagen, wenn er gefragt wird, ob man ihn per WA erreichen kann?

      • tina sagt:

        was, jein. eben 13. selberschuld, unprofessionell, weil:
        wenn also der kunde sozusagen den profi zu whatsapp nötigt, dann muss der kunde halt ein unprofessionell-aber-persönliches profilbild hinnehmen, das möglicherweise gar nicht ein visitenkartentaugliches portrait des profis zeigt ;-).

  • Synn sagt:

    Danke danke danke! Vor einigen Tagen gingen mir genau die gleichen Gedanken durch den Kopf beim durchscrollen der Profile. Gehört für mich in diesselbe Kategorie wie Paare bei denen die Frau den E-mail Account vom Mann mitbenutzt *schauder*

  • Orwell sagt:

    Man kann nicht früh genug damit beginnen, die Kinderchen daran zu gewöhnen ihr Gesicht bei FB oder Whatsapp zu prostituieren. Was ein richtiger Influencer werden will muss da halt durch. Enden wird es dann halt wie in China. Wenn man dort bei Rot über die Strasse geht, wird man dank Bilderkennung durch einen Lautsprecher ermahnt. Mit Namen. Läuft erst an, wird aber in einigen Städten flächendeckend eingesetzt. Zugegeben, bei uns ist es (noch) nicht so mit der Ueberwachung. Aber die Technik dazu gibt es und wird garantiert auch eingesetzt werden. Viele „Freunde der Freiheit“ warten nur darauf, diese Technik einzusetzen. Zum Schutz des Einzelnen, nur für Gutes. Natürlich. Darum: weiter so! Alle und jeder mit Bild auf FB!

    • Widerspenstige sagt:

      ….und nicht vergessen die süssen BabyBildergalerien online – für jede/n gratis einsehbar – der Geburtsabteilungen der Spitäler mit Vornamen, Gewicht, Grösse als Anschauungsmaterial für diverse kommerzielle Interessen weltweit …

  • Matt Senn sagt:

    Diese Unsitte fängt nicht erst mit den Kinderfotos an, sondern bereits mit wenn die Leute einen Partner haben und dann ein Profilbild mit dem „Schatz“ hochladen.
    Hallo! Es ist dein Handy, dein Whats app Account und es sind deine Nachrichten.
    Es ist, als ob sie jeweils kein eigenständiges Indviduum mehr sind sondern nur noch Paar oder eben Familie.
    Für mich ehrlich gesagt unverständlich.

    • tststs sagt:

      Aber ein Foto des Haustieres, des Autos, des Palmenstrandes ist ok?
      Verstehe ich Sie richtig, nur das eigene Konterfei oder gar nichts?

      • Matt Senn sagt:

        Nein auch Haustier oder Auto ist für mich ein No-Go.
        Teilweise schreibt mir jemand dessen Kontaktdaten ich nicht gespeichert habe weil ich vielleicht nur kurz kontakt habe für irgend etwas (zBsp etwas über Ricardo gekauft oder verkauft oder sonst was)
        Wenn ich nun mehr als 3 solche im Chat-Verlauf habe, möchte ich nicht seinen Hund, Velo oder Auto sehen, da ich dann teilweise nicht mehr zuordnen kann wer nun wer ist.
        Ich finde es aber auch bei Freunden nicht nachvollziehbar. Wenn ich möchte das mein Umfeld Fotos von mir, meiner Frau oder meines neuen Autos sehen, dann gibts dafür FB, Insta, Snapchat, Vero etc.
        Wem das zu unsicher ist solls bleiben lassen und sich altmodisch ein Fotoalbum machen.

      • tststs sagt:

        Also verstehe ich es richtig: gar kein Foto/Bild/wie immer geartete Illustrierung?

    • tina sagt:

      herr senn, wollen sie das mit herrn orwell direkt über ihnen diskutieren? ich bin gespannt auf einen interessanten diskussionsverlauf

      • Matt Senn sagt:

        Hahaha, danke mein Bedarf hält sich in Grenzen.
        Ich gehe davon aus dass nicht einmal komplette Internetabstinenz ausreicht um die orwellsche Voraussagung zu verhindern. Aber darum gehts mir eigentlich nicht. Denn es ist mir egal wer über mich was weiss.
        Ich bin bloss ein kleiner Zwangsneurotiker den es nervt wenn die Leute ihren Hund, Auto, Partner oder Kind als Whatsapp Profilbild haben. Da ich kein FB und Insta- Account mehr besitze, können die Leute da von mir aus machen was sie wollen, da es mich nicht mehr tangiert;-)

      • tina sagt:

        mir absolut schleierhaft, wie man sich über sowas nerven kann. mich nervt beispielsweise, dass ich auf jedem einzelnen f…king arbeitweg etwa 10mal fast überfahren werde. also 20mal am tag. und die meisten autofahrer MERKEN nichtmal was davon, dass sie beinahe mein gehirn an den randstein geklebt hätten! DAS tangiert mich dann doch ein wenig. soviel zum tangieren so ansich.
        mein handy ist nur mein handy und mein account weissdergeierwo ist nur mein account. mein profilbild ist nur einfach hübsch und hat null mit mir zutun. wenn das dann jemanden tangieren sollte, nunja, tschuldigung

      • Matt Senn sagt:

        Ich kann nachvollziehen das man nicht so gerne überfahren wird und sich über Fastkollisionen gelinde gesagt nervt, tina. Da ich sowohl als auch mit Auto und Fahrrad unterwegs bin, kenne ich beide Seiten. Bei einigen Fahrradfahrern bin ich mir aber nicht wirklich sicher ob sie nicht suizidal veranlagt sind wenn sie nachts OHNE Licht diagonal über eine Kreuzung pfeifen und sich mir dabei fast auf die Motorhaube legen (mehrfach erlebt)
        Ich nerve mich ab und an auch noch über andere Sachen wenn der Tag lange ist. Aber da in diesem Artikel das Thema Whatsapp Profilbilder ist, beschränke ich mich auf das.

      • Sportpapi sagt:

        „Mein profilbild ist nur einfach hübsch und hat null mit mir zutun.“
        Wenn mein Profilbild hübsch wäre, würde ich mir allerdings schon wünschen, es hätte etwas mit mir zu tun.

      • tina sagt:

        ja, bei einigen fahrradfahrern bin ich mir da auch nicht sicher matt senn. ich fahre auch auto. allerdings werden mir velofahrer eher gefährlich wenn ich selber velofahre.
        ja genau, es geht ja gar nicht um überleben im verkehr, sondern nur um profilbilder in einem doofen chat tool! stimmt ja! ;-))
        das kannst du machen wie du willst sportpapi. ich habe allerdings nicht verstanden, was du sagen willst

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Ich versteh ihn auch nicht. Auch mein Profilbild ist hübsch (ein hübsches Bergpanorama). Es hat eigentlich auch nichts mit mir zu tun.
        In letzter Zeit hat sich sp darauf verlegt, andere Beiträge spitzfindig unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht ist es eine Form von Humor.

  • Marie Bornand sagt:

    Niemals würde ich ein Foto meines Kindes auf whatsup und auch nicht auf FB teilen. Man sollte sie schützen. Internet ist gefährlich.

  • Papperlapapi sagt:

    Viele wählen ein Bildli von etwas, worauf sie stolz sind, woran sie Freude haben, das ihnen gefällt. Wenn ich durch die Whatsapp-bildli meiner Kontakte gehe sehe ich Landschaften, Kaffeetasse, Rosen, einen Haifisch, Bastelarbeiten, einen Schrittbagger, Weihnachtsdekorationen, Liebespaare, Familienbilder, Kinderzeichnung, aufgeschnittene Zwetschgen. Nur vereinzelt ein Porträt des Kontakts. Ich persönlich zeige im Internet, auch auf Facebook keine Bilder, auf dem man das Gesicht meiner Kinder erkennen kann. Das liegt aber im Ermessen der Eltern. Weil ich es nicht tue, ist es nicht falsch es zu tun. Selbst zeige ich mich auch nur ungern. Drum sehen meine Kontakte unseren Hund.

  • Estrella sagt:

    Ist da die Elternpolizei? Die Eltern von heute können ja nur noch alles falsch machen… mehr Toleranz und wenige Kontrolle wäre doch gut für alle.

    • Sürmel sagt:

      Danke für die Stimme der Vernunft. Es nimmt unterdessen schon leicht beängstigende Züge an wie die Menschen sich gegenseitig immer vorschreiben wollen genau wie sie ihre Kinder zu erziehen haben. Ob jetzt schon ein harmloses Kinderbild in Whatsapp (deren Verbreitung ist üblicherweise deutlich kleiner als FB) so böese ist?
      Wenn ich meine Kinder zur Schule schicke werden sie schon auf dem Schulweg von zahlreichen Leuten gesehen…ganz ungefragt. Unerhört sowas.
      Nicht jeder verwendet Whatsapp wie Frau Kuster. Viele meiner Bekannten verwenden kein FB, daher ist Whatsapp hier viel besser geeignet, da viel weiter verbreitet. Wenn Sie dazu lieber FB verwendet ist das ihr überlassen. Man sollte es aber auch andern nicht vorschreiben wollen.

      • RoDo sagt:

        Es geht doch nicht um Elternpolizei. Ich verschicke Fotos von der ganzen Familie per What’sUp, aber das Profilbild zeigt mich, denn ICH bin der Kontakt, und nicht mein Kind und nicht mein Mann und nicht mein Hund. Es können gerne Ferienfotos sein, aber immer ein Foto, welches auch mein Chef sehen kann.

  • Sonnenschein sagt:

    Ja, endlich getraut sich jemand, dies auszusprechen!! In einer Welt, in der es nicht mehr natürlich/normal ist, Kinder zu haben (oder eben nicht), sondern man sich darüber definieren muss. Sind die Leute sich nicht selbst genug gut oder genug attraktiv? Oder zu alt und man will den Leuten zeigen – hey, schau, so toll wie mein Kind habe ich auch mal ausgesehen? Kommt mir vor wie meine Grossmutter, die jedem Wildfremden an der Haltestelle erzählen musste, was ich studiere. Und seien wir ehrlich, wir würden alles dafür geben, dass alte Bilder, die uns inzwischen peinlich sind (mein Gott, wie sah ich damals aus!) nicht elektronisch auftauchen. Nur weil wir unsere Kinder toll finden (ich hab selber 3), heisst das nicht, dass die Kinder keine Rechte haben.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Eigentlich ist völlig egal, wer welches Profilbild hat.

    Mamma ist ganz Baby? Ja, dann ist das halt so. Ihre Freude und ihr Herz… deshalb das Bild.
    Wenn man verliebt ist, ist nicht alles 100% Wasserdicht, was man tut. Und bei der Geburt eines Kindes ist man definitiv verliebt in das kleine Wunder. Und das ist auch irgendwie gut so.

    • Marcel sagt:

      Schwache Argumentation. Das ist ja fast so schlimm, wie wenn jemand sich damit entschuldigt, dass er am Vortag einen Filmriss hatte, weil er zu viel Getrunken hatte, und irgendwelche dumme Dinge getan hat. Bitte mehr Selbstverantwortung übernehmen, danke!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Also schwach finde ich Leute, die ihren „Freunden“ vorschreiben wollen, was für Profilbilder sie haben oder sich ärgern, wenn sie solche haben, welche sie nicht machen würden. (evt. wissen diese Leute gar nicht, was ein „Freund“ ist)

        Ich hatte nie ein Profilbild meines Kindes. Aber so ein Kleingeist, dass ich mich über andere echauffiere, die einen anders sind als ich, bin ich wirklich nicht.
        Und Liebe mit Betrunkensein gleich setzen, ist nun wirklich eine sehr pessimistische Lebenseinstellung. Liebe ist etwas positives und es ist gut für das Kind und die Mama, wenn Liebe und Freude vorhanden ist, in dieser anstrengenden Baby Zeit. (wer sich darüber nicht freuen kann, weiss evt. nicht was Liebe ist)

      • Marcel sagt:

        Nochmals, es geht hier nicht um SIE, es geht um das Kind. Es geht darum, dass sie (oder eine andere Person) jemanden ohne Zustimmung publik machen. Klar ist ein Profilbild doch nichts böses, es ändert sich dennoch nichts daran, dass Sie hier für jemanden handeln, der sich nicht wehren kann. Sie dürfen doch Bilder machen, aber die Bilder sind für sie selber, und nicht für andere oder um damit anzugeben. Ihre Liebe können Sie auch anders beweisen. Warum auf diese Art? Warum müssen sie es so zeigen? Warum nicht nur unter sich? Ich echauffiere mich nicht, ich find es nur schade, wie das Thema bagatellisiert wird. Man will es nicht ernst nehmen. Ich finde das schade.

      • 13 sagt:

        @ Marcel
        Das stimmt so schlicht nicht und es wird auch nicht wahr, nur weil man es wiederholt. Man macht nichts für jemanden, der sich nicht wehren kann, nicht selber zustimmen etc. Man macht etwas, für den man der gesetzliche Vertreter ist. D.h. es ist das Recht, nein eigentlich die Pflicht, für diesen Menschen, Entscheidungen zu treffen. Gleich wie man Entscheidungen fällt, ob das Kind geimpft, beschnitten, getauft wird, in die Schule geht etc. etc. etc., so fällt man eben auch diese. Das, wozu man verpflichtet ist, ist das Wohl des Kindes zu wahren. Nur wird das Wohl eines Kindes nicht durch ein normales Foto gefährdet. Anders sieht es natürlich bei pornografischen Bildern oder ähnlichem aus. D.h. es ist die Entscheidung der Eltern und keine Bagatellisierung.

      • Papperlapapi sagt:

        @Marcel: „es ändert sich dennoch nichts daran, dass Sie hier für jemanden handeln, der sich nicht wehren kann.“
        Das gehört zum Elternsein…. Das Baby ist darauf angewiesen, dass ich für es handle (es anziehe, wickle, füttere) Aber auch später bestimme ich, wo mein Kind wohnt, wo es in die Ferien geht, wann es zu Bett geht. Ich bestimme wieviel Minuten pro Tag es ans Smartphone darf, wann es was isst,….. Und eben auch, wem ich Föteli von ihm zugänglich mache. Nur dem Grosi und dem Götti oder der ganzen Welt….

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Man macht etwas, für den man der gesetzliche Vertreter ist. D.h. es ist das Recht, nein eigentlich die Pflicht, für diesen Menschen, Entscheidungen zu treffen. Gleich wie man Entscheidungen fällt, ob das Kind geimpft, beschnitten, getauft wird, in die Schule geht etc….“
        Da muss ich jetzt etwas differenzieren. Eltern sollten m. E. primär die Entscheide für Ihre Kinder fällen, die gefällt werden müssen, und bei denen ein Kind (je nach Alter) nicht mitreden kann. Impfungen, Einschulungen gehören dazu. Bei Beschneidungen oder Taufe kann man aber gestrost schon zweier Meinung sein. Es gibt deshalb Leute, die Taufen aufschieben bis das Kind selber mitentscheiden kann. Wobei Taufen reversibel sind, Beschneidungen jedoch nicht. Und ins Internet gesetzte Fotos/Filme ebenso wenig.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        /Selber gehöre ich eher zu den Mahnern in Sachen Fotos und Filme, sehe aber Whatsapp doch als weniger problematisch als zb. auf den MB gestellte Filme (eine frühere Diskussionsgrundlage) oder auf FB oder Twitter. Dies wohl darum, weil zumindest ich den Kreis der Leute, mit denen ich auf Whatsapp privat Kontakt habe, sehr eng halte. Aber trotzdem oder gerade deshalb bin ich froh um den Denkanstoss. Nicht wegen der Mami-Sicht der Autorin (eine persönliche Warte) sondern grundsätzlich. So oder so sind Whatsapp Bilder schon fast eine soziologische Studie, wenn man die Leute dahinter kennt. Ein weiterer Unterschied zu den teils tausenden „Freunden“ auf FB.
        Man soll das Thema und die Gefahren wohl nicht überdramatisieren, aber etwas mehr Bedacht ist sicher auch da nicht falsch.

      • Reincarnation of XY sagt:

        danke tststs – besser, als ich es hätte sagen können.

        Ich möchte noch hinzufügen Marcel, dass Intoleranz, meist mit einem dramatisierenden Weltbild gerechtfertigt wird – „nein, es geht mir nicht um Sie, sondern ich kämpfe für die hilflosen Kinder….“ „… um das Überleben des Abendlandes“ etc. etc.
        Aber bevor wir unsere Intoleranz im Namen einer selbstlosen Tugend rechtfertigen, sollten wir mal kritisch die Relevanz überprüfen.
        Die Wahrscheinlichkeit dass ein Mensch einen realen Schaden erlebt, weil seine Mutter ihn als Baby zeitweise als Profilbild hatte, liegt im homöopathischen Promillebereich, da sind 100 andere Sachen des Alltags potenter Schaden anzurichten.

      • tststs sagt:

        @RoXY: Yeah geil, fremde Federn… 🙂

      • 13 sagt:

        @ M.F.
        „Es gibt deshalb Leute, die Taufen aufschieben bis das Kind selber mitentscheiden kann.“
        Das halte ich für einen Trugschluss. Damit trifft man nämlich durchaus eine Entscheidung. Man tauft das Kind nicht als Baby, lässt es dann meistens auch nicht mit der Kirche aufwachsen etc. Sich später taufen zu lassen ist etwas komplett anderes. Auch Impfen könnte man das Meiste wohl als Erwachsener, aber eben, man entscheidet es dann. Dazu kommen Tausende Entscheidungen, die wir täglich treffen und rein theoretisch noch nicht getroffen werden müssten. Ich finde schon, dass man sich im Hinblick auf Fotos im Internet diese Gedanken machen muss, aber das Argument, dass man für das Kind entscheidet, halte ich für falsch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        ich gehe mit MF einig, denn bei einem Profilbild auf meinem persönichen Kommunikations-Kanal handelt es sich nicht um eine der vielen Entscheidungen welche man in Eigenschaft als Erziehungsverantwortlicher für das Kind zu treffen hat. Sondern um etwas das eigentlich ja vor allem nur mich selbst betrifft.
        Und da gewichte ich das Recht am eigenen Bild (und damit eben nicht drüber verfügen wenn es um digitale Medien geht) fürs Kind höher.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        ich denke dass die Konsequenzen von „impfen aufs Erwachsenenalter verschieben“ sehr viel destruktiver ausfallen können als „taufen aufs Erwachsenenleben verschieben“… .
        Zudem, woher nehmen Sie die Gewissheit dass Eltern, welche bewusst auf die Kindstaufe verzichten, auch alles andere damit verbundene aussen vor lassen? Falls tatsächlich so, ist es ja fast besser wenn darauf verzichtet worden ist, aber es handelt sich bei diesen Eltern ja eher um solche die mit Traditionen/Überlieferungen reflektiert umgehen.

        Eine „aufgeschobene“ Impfung kann sich da viel eher mit schlimmsten Folgen rächen… .

      • Reincarnation of XY sagt:

        🙂 tststs – mach ich doch gern

        aber natürlich gehören die Blumen 13 !

        also zweimal Blumen für die Damen

      • Marcel sagt:

        Nicht missverstehen, ich bin bei vielen euren Meinungen auch der gleichen Meinung, aber nicht wenn es um die Fotos/Filme von Dritten geht. Das hat nichts mit Eltern, Verantwortung oder gesetzliches Vertretung zu tun. Es gehört sich einfach nicht! Füllt euer Privates Familienalbum und das Kind kann später selber entscheiden wem es dieses öffnen will. Aber auf Facebook, Whats App etc, haben diese Bilder nichts zu suchen.

      • Martin Frey sagt:

        Danke, Frau Steiner, meine Worte.
        @13
        Aufgeschobene Taufen haben iaR keine Konsequenzen, im Ggt. halte ich einen solchen Entscheid hoch, obwohl wir das selber auch nicht so gehandhabt haben. Aufgeschobene Impfungen sind jedoch ein Spiel mit dem Feuer, in meinen Augen hochfahrlässig. Was man zumindest innerhalb der Vernunftfraktion wohl nicht weiter ausführen muss.
        Eigentlich gibt es wenig potentiell einschneidende Entscheide die wir über die Köpfe unserer Kinder hinweg fällen müssen. Bilder zu posten gehören definitiv nicht dazu. Rituelle Beschneidungen ebenso wenig. Dito Ohrläppchenstechen im Säuglingsalter.
        Mit der Taufe ist es ungefähr so wie mit dem Kopftuch. Als Erwachsene können dann ja alle betonen, wie freiwillig alles war. Wahr ist, dass so nie eine echte Wahl bestand.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Herzlichen Dank!

        @ Brunhild
        Natürlich, betreffend impfen sind wir ja auch einig. Ich möchte hier auch keine dieser Entscheidungen irgendwie werten oder eine religiöse Diskussion führen. Darum geht es mir nicht, sondern einfach um die Frage, ob man es entscheidet. Wenn ich das Bild meines Kindes in meinem Wohnzimmer aufgehängt habe und dann jeden Monat 3 Tupperware-Partys abhalte, wo ich fremde Leute einlade, dann betreffen diese Partys auch nur mich und trotzdem sieht man das Bild, aber niemand kommt auf die Idee, es zu werten. Das Kind auf dem Bild des Profils bei WA hat ja in erster Linie die Bedeutung, dass es sich um das Kind des Users handelt. Nur diese Rolle wird hervorgehoben, nicht zwangsläufig das Kind selbst. Ich sehe nicht, wo das Kind da verletzt wäre.

      • Sportpapi sagt:

        „Aufgeschobene Taufen haben iaR keine Konsequenzen.“
        Ach ja? Warum machen es denn nicht alle so?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        für mich liegt der Unterschied dass Sie bei der digitalen „Präsentation“ keinerlei Einflussnahme auf das danach haben.
        Im Gegensatz zum eigenen Wohnzimmer wo in aller Regel die Tupperwareteilnehmer nicht private Bilder ablichten.
        Alles was online verfügbar ist entzieht sich, ausser ich hätte mich gründlich mit den Sicherheitseinstellungen auseinandergesetzt, und selbst da sind die Möglichkeiten konzernseits für den Nutzer eingeschränkt, meinem Entscheid was ich wo haben will. Und ich denke MF, so wie ich auch, beschäftigt dass dies die meisten Nutzer nicht zu beschäftigen scheint.
        Das posten von Kinderbilder ist beim grossen Thema „gläserner Mensch dank gesammelter Daten“ bloss ein Detail; und da ein so „herziges“, sind Widerständler eher unbeliebt.

      • 13 sagt:

        @ brunhild
        Wie ich unten schrieb: wenn ich mit meinem Kind rausgehe, ist das Risiko, dass es fotografiert wird und das Bild kann verbreitet werden. Die Überzeugung, dass man darüber Kontrolle hat, ist ziemlich naiv. Die Frage, die ich dabei wichtiger finde, ist welche Bilder. Und da sollte tatsächlich mehr Sensibilisierung da sein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        meine Antwort ebenfalls weiter unten, für mich bei diesem Bsp interessant dass der ungewollt-Aufgenommene(und bspw hochgeladene) rechtlich gesehen davor eigentlich geschützt ist.

  • Dani sagt:

    Ich finde, die Familie gehört nichts ins Netz, außer sie Posten sich selber im Social Media. Ansonsten gehören solche Bilder in den persönlichen Geldbeutel oder in ein Privates Archiv auf dem Handy. Man kann es mal zücken und zeigen, aber dann ist auch gut. Alles andere soll doch der Wonneproppen später selber entscheiden wenn er genug alt ist. Ach ja: Familienfotos gehören auch nicht auf Facebook mit allen Freunden und Bekannten und deren Freunden. Macht man nicht, ist ein No Go. Es ist EURE Familie, schützt sie.
    Ich find es süss, wenn ihr Stolz auf euer Baby seid, aber es ist euer Kind und es sollte auch für euch bleiben, und nicht als Profil und Aushängeschild, was auch immer ihr mit dem Aushängeschild bezwecken wollt: Das bleibt dann euch überlassen. Ich würde es nicht tun.

  • M. Anderegg sagt:

    Dieser Artikel ist doch wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, dass man als Eltern eigentlich nichts machen kann, was nicht 1000x hinterfragt wird.
    Ich denke, die Mamis wählen einfach Bilder ihrer Kinder, weil sie an diesen Bildern am meisten Freude haben. Whatsapp ist ja nicht linkedin oder xing, sondern eben eher für private Kontakte. Ich habe jedenfalls auch immer Freude an den Kinder-Profilfotos meiner Freundinnen.

    • Seeländer sagt:

      Dann sollen Sie doch an diesen Bildern ihre eigene Freude haben, und sie zehn oder zwanzig mal am Tag für sich selber anschauen, aber nicht jedem Whatsappfreund aufs Auge drücken.
      I don’t care!

      • Dani sagt:

        Bzw. ich kann mir von jedem Profil oder Bild ein Printscreen machen und den beliebig sharen, und darüber haben SIE keine Kontrolle. Genau das ist ja das Problem. Wir zeigen etwas aus anderen Absichten, und sind dann erstaunt was andere damit anstellen. Sie dürfen doch so viele Bilder machen wie sie wollen von ihrem Kind, aber nicht für die Allgemeinheit, sondern für sich.

      • M. Anderegg sagt:

        @Seeländer: Also wenn Sie sich von den Babybildern Ihrer Whatsapp-Freunde belästigt fühlen haben Sie aber ein tiefergehendes Problem… 😉

      • Seeländer sagt:

        wer schreibt was von belästigt?
        Können Sie englisch?

      • 13 sagt:

        @ Dani
        Wenn ich mit meinem Kind aus dem Haus gehe, ins Migros, auf den Spielplatz, in die Badi, in den Zug etc. kann jeder, der ein Handy besitzt, mein Kind fotografieren und darüber habe ich keine Kontrolle. Soll ich es nun zu Hause einsperren? Es ist sicher gut, das Thema kritisch zu beäugen, aber dramatisieren sollte man nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        soviel mir bekannt ist, ist ein gezieltes (also nicht Bilder von „Ansammlungen“, sondern wie Sie sagen Ihr spezifisches Kind bspw auf dem Trottoir, aufnehmen von Menschen ohne deren Einwilligung gar nicht erlaubt, also finde ich den Vergleich nicht geglückt.

        Es kann zwar geschehen, richtig-
        aber der grosse Unterschied ist dass es offenbar von offizieller Seite, also den Datenschutzbefürwortern sozusagen, nicht zulässig ist einfach Menschen, ohne deren Einverständnis, abzulichten und irgendwo hochzuladen; im Gegensatz zu den Eltern die das alles uneingeschränkt tun können.

      • Martin Frey sagt:

        Auch hier pflichte ich Frau Steiner bei.
        „Wenn ich mit meinem Kind aus dem Haus gehe, ins Migros, auf den Spielplatz, in die Badi, in den Zug etc. kann jeder, der ein Handy besitzt, mein Kind fotografieren und darüber habe ich keine Kontrolle.“
        Diese Aussage ist nicht geglückt, und dass wissen Sie selber wohl auch, 13. Auch wenn die Kontrolle und das Verhindern einer solchen Aufnahme in der Realität schwierig sein kann, die Rechtslage dazu scheint klar. Ohne irgendetwas dramatisieren zu wollen. Aber wenn irgendein wildfremder Gert Fröbe (nur als Bsp. 😉 ) in langem Ledermantel beginnen würde, unsere Kinder in der Badi zu filmen, würden wir wohl alle einschreiten. Und hätten das Recht auf unserer Seite. Als gesetzlicher Vertreter unserer Kinder, wie Sie selber sagten.

      • 13 sagt:

        @ BS/MF
        Die Rechtslage ist auch klar, wenn ich ein What’s-App-Foto kopiere und ohne Einwilligung verbreite. Neben dem Recht am eigenen Bild, das damit verletzt wäre, gibt es auch noch das Urheberrecht. Auch wenn FB etc. dies in ihren AGBs teilweise ausser Kraft setzen, so gilt das nicht für einzelne User. Auch hier: nur weil es sehr einfach möglich ist, ist es noch lange nicht erlaubt. Nur wird das Durchsetzen dieses Rechts (Recht haben ist nicht Recht bekommen) eher schwer. In beiden Fällen. Daher halte ich den Vergleich für durchaus zutreffend.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Die Rechtslage ist auch klar, wenn ich ein What’s-App-Foto kopiere und ohne Einwilligung verbreite. Neben dem Recht am eigenen Bild, das damit verletzt wäre, gibt es auch noch das Urheberrecht.“
        Das ist doch der Punkt. Wenn das jemand anders mit Ihrem Whatsapp Profilfoto, oder mit Ihrem im Internet hochgeladenen Filmli macht, werden Sie das nie erfahren. Vor der Migros oder in der Badi haben Sie selber die Möglichkeit, einzuschreiten. Wenn Sie aber selber das Bild Ihres Nachwuchses hochladen und weiterverbreiten, treten Sie damit implizit die Rechte Ihres Nachwuchses, welche Sie als gesetzlicher Vertreter wahrzunehmen haben, mit Füssen. Auch wenn dann meist nichts passiert, wenn das Bild harmlos ist, usw undsofort. Alles richtig.
        Weil die Rechte an sich trotzdem gelten.

      • Sportpapi sagt:

        „Wenn Sie aber selber das Bild Ihres Nachwuchses hochladen und weiterverbreiten, treten Sie damit implizit die Rechte Ihres Nachwuchses, welche Sie als gesetzlicher Vertreter wahrzunehmen haben, mit Füssen.“
        Ja dann klagen Sie mal.
        Was, wenn sich das Kind heute und auch in Zukunft über veröffentlichte Bilder freut? Wenn wir für das Kind entscheiden müssen, dann so, wie wir es aus Sicht des Kindes und mit unserem Weitblick für richtig halten.
        Insofern gehen die Vorwürfe, andere würden die Rechte der Kinder nicht genügend wahrnehmen, schlicht ins Leere. Wenn es letztlich „nur“ um eine andere Grundhaltung geht.
        Nach wie vor ist es jedenfalls weder verboten, Bilder seiner Kinder zu machen, noch diese zu publizieren. Aus gutem Grund.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        Bilder zu machen ist nicht verboten, die Publikation ist schon eher in einem Graubereich. Wobei, wo kein Kläger auch kein Richter, insofern geht Ihre Argumentation sowieso ins Leere, denn das ist nicht der Diskussionspunkt.
        „Was, wenn sich das Kind heute und auch in Zukunft über veröffentlichte Bilder freut? Wenn wir für das Kind entscheiden müssen, dann so, wie wir es aus Sicht des Kindes und mit unserem Weitblick für richtig halten.“
        Ein ganz heikles Argument, welches auch locker auf Genitalverstümmelung, Uebergriffe jeglicher Art, Beschneidungen usw. angewandt werden könnte, und teils auch wird. Sie können das Kind auch aus der Volksschule rausnehmen und in eine Koranschule stecken. Vielleicht hat das Kind mal Freude daran? Reicht ja, wenn Ihr Weitblick das so sagt…

      • 13 sagt:

        @ MF
        „Vor der Migros oder in der Badi haben Sie selber die Möglichkeit, einzuschreiten.“
        Wenn ich es denn mitbekomme, was meistens kaum der Fall sein wird. Viel wahrscheinlicher ist es, dass ich es ebenfalls nie erfahren werde.
        „Wenn Sie aber selber das Bild Ihres Nachwuchses hochladen und weiterverbreiten, treten Sie damit implizit die Rechte Ihres Nachwuchses, welche Sie als gesetzlicher Vertreter wahrzunehmen haben, mit Füssen.“
        Eben nicht. Das Recht meines Kindes ist in erster Linie, dass sein Wohl geschützt wird. Meine Aufgabe ist es zu entscheiden, wo sein Wohl gewahrt bleibt oder wo es verletzt wird. Das Kindeswohl wird nicht automatisch durch jede Aufnahme und Verbreitung eines Fotos verletzt. Dazu braucht es mehr.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Das Kindeswohl wird nicht automatisch durch jede Aufnahme und Verbreitung eines Fotos verletzt. Dazu braucht es mehr.“
        Das stimmt auch, da pflichte ich Ihnen völlig bei. Daher auch meine Verwendung des Begriffes „implizit“. Trotzdem ist es ein Graubereich, finde ich.
        „Das Recht meines Kindes ist in erster Linie, dass sein Wohl geschützt wird.“ ..und seine Rechte durch die Eltern wahrgenommen werden, möchte ich hinzufügen. Die Bandbreite dessen, was man darunter versteht, ist naturgemäss riesig.
        Dass nicht wenige Menschen (so auch hier im MB präsente) offenbar üblicherweise über die Köpfe ihrer Kinder hinweg entscheiden ohne sich viel um deren Bedürfnisse zu scheren, ist aber leider Tatsache.
        Auch wenn etwas legal und üblich ist, darf man das trotzdem kritisch hinterfragen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Es gibt Bereiche, die sind aus gutem Grund verboten. Und andere, die sind es ebenfalls aus gutem Grund nicht. Da von „Graubereich“ zu sprechen ist völlig daneben.
        „Dass nicht wenige Menschen (so auch hier im MB präsente) offenbar üblicherweise über die Köpfe ihrer Kinder hinweg entscheiden ohne sich viel um deren Bedürfnisse zu scheren, ist aber leider Tatsache.“
        Woher kennen Sie die Bedürfnisse z.B. meiner Kinder? Kennen Sie die Ihrer? Und woher wissen Sie, dass wir Eltern uns nicht genau so viele Gedanken zu diesem in der Öffentlichkeit intensiv diskutierten Thema gemacht haben wie Sie, aber halt zu ganz anderen Schlüssen gekommen sind?

      • Sportpapi sagt:

        „Auch wenn etwas legal und üblich ist, darf man das trotzdem kritisch hinterfragen.“
        Darf man.
        Wenn die Antworten aber schon vorgegeben sind, würde ich das nicht hinterfragen nennen. Sondern Besserwisserei.

      • Martin Frey sagt:

        Wenn man dem Hund auf den Schwanz tritt, dann bellt er, SP. Sie müssen sich vielleicht die Frage stellen a) weshalb Sie sich überhaupt angesprochen fühlen und b) weshalb Sie sich so betupft fühlen. Und c) weshalb Sie dann derart geharnischt reagieren ob Dingen, über die man („Graubereich“) gut zweier Meinung sein kann.
        Erfahrungsgemäss sind Sie aber nicht der MB-Teilnehmer, der gerne bereit ist, sich und seine Ansichten immer wieder kritisch zu hinterfragen.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Natürlich gibt es vieles, was legal ist und nicht im Kindeswohl, von Körperstrafen angefangen. Aber doch besteht halt eine Bandbreite, wo man von erzieherischer Freiheit sprechen muss. Es ist manchmal schwer, diese zu akzeptieren, da es sich um Kinder handelt und wir ja auch so gepolt sind, dass wir sie schützen wollen (die meisten auf jeden Fall). Normale Fotos als WA-Profil hingegen sehe ich nicht als Grauzone, sondern als einen persönlichen Entscheid. Aber bereits der Umstand, dass wir das anders beurteilen (und vermutlich ja beide durchaus das Wohl unserer Kinder achten), zeigt eben, dass es nicht klar ist. Die Alternative wäre alle Kinder einzuziehen und nach staatlichen Vorgaben alle gleich zu erziehen. Aber das wird sich wohl keiner wünschen.

      • 13 sagt:

        „Und woher wissen Sie, dass wir Eltern uns nicht genau so viele Gedanken zu diesem in der Öffentlichkeit intensiv diskutierten Thema gemacht haben wie Sie, aber halt zu ganz anderen Schlüssen gekommen sind?“

        „„Auch wenn etwas legal und üblich ist, darf man das trotzdem kritisch hinterfragen.“
        Darf man.
        Wenn die Antworten aber schon vorgegeben sind, würde ich das nicht hinterfragen nennen. Sondern Besserwisserei.“

        Und da muss ich SP klar rechtgeben.

      • Martin Frey sagt:

        Besserwisserei verbitte ich mir, 13, bei Dingen bei denen es um Ansichtssachen geht. Das wäre dann der Fall, wenn ich tatsächlich den Leuten absolutistisch sagen wollte, was Sie zu tun haben. Sie und SP sind der Ansicht, dass (pauschal) „wir Eltern uns genau so viele Gedanken zu diesem in der Öffentlichkeit intensiv diskutierten Thema gemacht haben“. Was auf Sie, SP und ganz viele zutreffen mag. Aber wenn dem bei allen so wäre und „die Antworten schon vorgegeben sind“, hätte es den heutigen Blogbeitrag nicht gebraucht. Und wir würden nicht durchaus kontrovers darüber diskutieren. Ich meinerseits war heute froh um den Denkanstoss, und ich bin überzeugt, dass es vielen Lesern so ging. Wie Sie unschwer aus den Kommentaren entnehmen können, bei denen ich keine Einheitsmeinung erkenne.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Nein, aber Sie stellen es als Tatsache hin, dass viele sich überhaupt nicht Gedanken machen und das tönt eben schon absolutistisch im Sinne von „würden sie sich Gedanken machen, müssten sie ja zu einem anderen Schluss, nämlich meinem, kommen“. Das halte ich für falsch. Die Mehrheit der Kommentare zu diesem Thema zeigen mir persönlich ein anderes Bild. Ich lese da Menschen, die sich durchaus damit befasst haben und nicht einfach irgendetwas tun. Nur sind die Fazits, das sie aus ihren Überlegungen ziehen, halt ganz unterschiedlich, weil sie vermutlich Argumente anders bewerten.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Danke für die Antwort.
        Nur, habe ich meines Wissens nirgends in dem Sinne „würden sie sich Gedanken machen, müssten sie ja zu einem anderen Schluss, nämlich meinem, kommen“ gesagt. Weder sinngemäss noch wörtlich. Obwohl ich persönlich überzeugt davon bin, dass nicht alle Leute sich die Gedanken gemacht haben, wovon ich mich ja selber gar nicht ausnehme. Aber genauso sicher haben sich viele solche Gedanken bereits schon so gemacht, wie Sie offenbar, oder wie es SP von sich sagt.
        Wenn man aber gleichzeitig behauptet, dass „die Antworten aber schon vorgegeben sind“ und daher hinterfragen faktisch nicht akzeptiert, dafür den, der sich diese Fragen in einem Forum stellt, der Besserwisserei beschuldigt, empfinde ich das als anmassend. Respektive als das, was Sie mir vorwerfen.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Kleiner Nachtrag noch meinerseits:
        „Ich lese da Menschen, die sich durchaus damit befasst haben und nicht einfach irgendetwas tun.“
        Das lese ich auch. Aber erfahrungsgemäss werden die wenigsten Menschen, die von sich aus sich zu einem Thema äussern, es auch einräumen, wenn sie bis dato keinen Gedanken daran verschwendet haben. Sie werden ihre Meinung pointiert kundtun, was man wie gesagt aus den diversen unter dem Strich divergierenden Voten erkennen kann (wie es bei Dingen die Ansichtssache sind, üblich ist). Was aber noch lange nicht bedeutet, dass sich bereits vorgängig alle diese Gedanken gemacht haben. Deshalb fand ich den Blogbeitrag auch als wertvoll. Mehr wollte ich eigentlich gar nicht dazu sagen, denn wenn die Leute etwas sensibilisiert sind, ist das ja ausreichend.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Ich habe diesen Satz so interpretiert:
        „Dass nicht wenige Menschen (so auch hier im MB präsente) offenbar üblicherweise über die Köpfe ihrer Kinder hinweg entscheiden ohne sich viel um deren Bedürfnisse zu scheren, ist aber leider Tatsache.“
        Nicht, dass ich ihn pauschal bestreiten würde, hier bei diesem Thema und v.a. im Bezug auf die Leute in MB passte er für mich nicht,. Aber ok, ich sehe, dass es offenbar anders gemeint war.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ist das wieder mal das Spielchen „alles nicht so gemeint“? Obwohl Sie hinter schönen Worten versteckt ganz klar formulieren. Sie sind ja sprachbegabt genug, dass Sie ihre eigenen Haltungen so beschreiben könnten, dass Sie dabei nicht „implizit“ oder in einer „Grauzone“ anderen Leuten vorwerfen, verantwortungslos zu handeln oder eigene Bedürfnisse vor die der Kinder zu stellen. Wenn Sie das wollten.
        „Erfahrungsgemäss sind Sie aber nicht der MB-Teilnehmer, der gerne bereit ist, sich und seine Ansichten immer wieder kritisch zu hinterfragen.“
        Woher wissen Sie das?
        Ich würde mich jedenfalls zu solchen Aussagen nicht hinreissen lassen über Personen, die ich kaum kenne.
        Ich bin aber nicht der einzige, der hier bei seinen veröffentlichten Meinungen bleibt. Zum Glück.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Woher wissen Sie das?“
        Mit der Zeit nimmt jeder von uns gewisse Eigenschaften an anderen war, insbesondere wenn man seit Jahren die Krone des meistkommentierenden MB Teilnehmer für sich beanspruchen kann.
        „Ich würde mich jedenfalls zu solchen Aussagen nicht hinreissen lassen über Personen, die ich kaum kenne.“
        Doch tun Sie, auch in diesem Blog, und schon früher. Aber Sie sind sprachbegabt genug, dies oft etwas verklausuliert-unterstellend zu tun.
        Auf jeden Fall bestätigen Sie soeben wieder ein Stück weit meine Aussage, aber lassen wir das. Es führt zu nichts. Die Karawane zieht weiter.

      • Sportpapi sagt:

        „Auf jeden Fall bestätigen Sie soeben wieder ein Stück weit meine Aussage.“
        Das ist jetzt wieder diese lustige Geschichte, die hier ja gerne gebracht wird: Man wirft anderen fehlende Einsicht vor. Und wenn die tatsächlich nicht einsichtig sind, aus gutem Grund, dann bestätigt das nur das Gesagte…

  • tststs sagt:

    „Man teilt auf der Plattform Bilder mit Familie und Freunden, die man nicht so oft sieht.“
    Nope. Man teilt sie mit allen. Unabhängig davon, wann man sich zuletzt gesehen hat.
    Vllt posten deshalb so viele Leute Selfies… um ihre grenzdebilen Freunde, die offensichtlich über die Gedächnisleistung einer Eintagesfliege verfügen, daran zu erinnern, wie man aussieht…

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Man nutzt die App hauptsächlich, um Gespräche unter vier Augen zu führen, also auch einmal etwas Privates zu besprechen.“

    Da scheint mir das gewählte Profilbild noch das kleinste Problem zu sein wenn: „Offenbar kümmert es aber kaum jemanden, dass Whatsapp zu Facebook gehört und die Firma verlauten liess, dass sie in Zukunft noch enger mit anderen Facebook-Unternehmen zusammenarbeiten möchte. Ob es also richtig ist, sich so sorglos auf Whatsapp zu bewegen, sei dahingestellt.“

    • Muttis Liebling sagt:

      Mit FB und Geschwistern ist es so, wie Brecht es über Banken sagt. Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer?

      So sehr ein FB- Konto haben eine Person disqualifiziert, was ist das gegen die Existenz von sog. Sozialen Medien überhaupt? Was ist es für eine Kultur, die etwas wie erst Banken und dann FB überhaupt zulässt?

      • tststs sagt:

        Eine experimentierfreudige?
        Eine evolutioniär gewachsene?
        Eine duldsame?

      • Muttis Liebling sagt:

        @tststs

        Vor allem kurzatmig. Gott schreibt in sein Tagebuch: Die Banken und Facebook werden leider für mein Werk gebraucht, so wie ich, also Gott, den Teufel brauche. Zum Glück braucht man ausser mir, also Gott, nur den Teufel ewig. Menschen, Banken und Facebook braucht es nur ganz kurz.

        Ich, also nicht Gott, finde es schade, ausgerechnet zu der Zeit auf die Welt gekommen zu sein, in der es Banken und Facebook gibt. Die Wahrscheinlichkeit dafür war so gering, so gering wie ein Lottogewinn. Da hätte Gott mir gefälliger sein können.

        100 Jahre später geboren, das wäre es gewesen. Oder 200 Jahr früher, wäre auch noch passend. Nur nicht im 20. Jahrhundert, das finsterste der Menschheitsgeschichte.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Absolut richtig ML – im guten alten Mittelalter, als es noch die gute alte katholische Soziallehre gab, gab es das alles nicht.
        Und auch allen anderen Tand des Fortschritts nicht, die Leute starben noch anständig jung. Die Frauen bekamen noch vor 20 Kinder – auch gleich noch eine ordentlich Anzahl. Und über Schwimmbäder oder Bergtouren wurde auch nicht diskutiert. Das gemeine Volk wusste noch, dass sein Platz in der Gosse ist, und einige edle Herren (wie Sie) konnten noch echte Politik machen und Menschen – unabhängig von so etwas trivialem wie ihrer individuellen Befindlichkeit – nach belieben für politische Ziele eingesetzt werden.
        Ich meine, wer nicht einsieht, dass dies weitaus besser, als aller Fortschritt ist, der hat sich wirklich selbst disqualifiziert.

      • tststs sagt:

        „Da hätte Gott mir gefälliger sein können.“
        Naja, bei diesen Ansprüchen verstehe ich schon, weshalb Gott Sie zur Strafe in die Vorhölle namens 21.Jahrhundert geschickt hat…

        Nein, jetzt mal im Ernst: Whaaaat?

      • Carolina sagt:

        RoXy: Auch an Sie einen Blumenstrauss!

  • Seeländer sagt:

    Eeenndlich sagt das mal jemand.
    Jetzt bin ich aber gespannt auf all die Rechtfertigungen der Betroffenen…

    • Fabian sagt:

      Warum soll sich den überhaupt jemand rechtfertigen müssen?

    • 13 sagt:

      Rechtfertigungen der Betroffenen? Warum sollte man sich rechtfertigen, nur weil irgendjemand das falsch findet, was man macht? Ist doch spannend, dass diejenigen, die ganz laut nach Privatsphäre schreien, plötzlich denken, das Recht zu haben, zu erfahren, warum ein anderer etwas tut…

      • Seeländer sagt:

        Es muss niemand, es tun aber viele (man lese oben)
        Mein Kommentar war keine Aufforderung Anderer sich zu erklären, sondern dessen Prophezeihung.

      • 13 sagt:

        Also, ich habe bisher keine Rechtfertigung gelesen….aber der Tag ist noch jung. Allerdings sind es eben die, die andere einfach mal pauschal für etwas kritisieren auch die, die eben doch eine Erklärung wünschen. Obwohl es sie eigentlich nichts angeht.

      • Seeländer sagt:

        Dann scheint ihr Leseverständnis wohl etwas moderat zu sein…

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