Erstklassig unterwegs als Schwangere

Schwangeren-Upgrade: Die BLS offeriert werdenden Müttern einen kostenlosen Klassenwechsel. (Foto: iStock)

Letzte Woche bekam ich ein Selfie von einer ehemaligen Arbeitskollegin mit Babybauch. «Kostenloses Upgrade für Schwangere!», stand darunter, gefolgt von einem Emoji mit Sonnenbrille. Das Foto zeigte die grinsende Kollegin im 1.-Klasse-Zugwagen.

Es stellte sich heraus: Die Frau im sechsten Monat ist stolze Besitzerin des Mami-Passes der BLS. Die kleine, grüne Schwester der SBB lässt seit Anfang Monat alle werdenden Mütter in Zügen und Schiffen der BLS ohne Aufpreis in der ersten Klasse reisen.

«Das Mami» fährt Zug

Zugegeben: Der Name ist doof. Ich sage das nicht deshalb, weil man darüber diskutieren könnte, ob eine Erstgebärende denn bereits als Schwangere als Mutter bezeichnet werden kann. Sondern weil ich selbst nicht als «Mami» bezeichnet werden möchte. Das Mami, dieses Neutrum, das als Frau irgendwie verschwindet und komplett in ihrer Mutterrolle aufgeht.

Aber «Pregnant plus» oder «Graviditäts-Pass» wären auch nicht wirklich gute Alternativen gewesen. Vielleicht «9-Monats-Pass»? Wie auch immer das Ding heisst, ich finde es eine tolle Sache! Besonders bei uns in der Schweiz, wo man als schwangere Frau absolut nicht damit rechnen kann, dass einem im öffentlichen Verkehr ein Sitzplatz angeboten wird. Es sei denn, man stöhnt mit schmerzverzerrtem Gesicht oder steht in einer Fruchtwasserlache.

Schwanger, nicht krank

Da kommt mir doch direkt der Mann in den Sinn, der mir auf meine Frage, ob er mir – ich war hochschwanger und kurzatmig – seinen Sitzplatz im Bus überlassen könne, in breitem Berndeutsch geantwortet hat: Nein, er habe ja selber auch einen fetten Ranzen. Ein anderes Mal, diesmal von einer Frau, hörte ich: Nein, sie würde erst Platz machen, wenn ich im Pensionsalter sei.

Da kommt so ein kostenloser Klassenwechsel für Schwangere gelegen: In der ersten Klasse muss man nicht fragen, ob man sitzen darf. Meist kann man einfach auswählen, wo man sitzen möchte. Ausserdem kommt es einem besonders im letzten Trimester entgegen, dass die Sitze breiter und die Beinfreiheit grösser sind. Es gibt in der ersten Klasse von allem ein bisschen mehr – ausser von den Mitreisenden. Auch das ist ein Luxus. Weniger Fahrgäste bedeuten auch weniger olfaktorische Belästigungen wie Schweiss oder Kebabgeruch. Schwangere, die oft eine empfindliche Nase haben, dürfte das freuen.

Nur gute PR?

So ein Mami-Pass ist also ganz nützlich für Frauen in Erwartung, die zur Arbeit pendeln oder mit den Kindern einen Ausflug in die Guetsli-Fabrik machen, der die BLS einen eigenen Zug gewidmet hat. Bevor ich hier noch mehr Werbung mache, stelle ich noch die Frage: Ist das nicht einfach eine gute PR-Aktion des Bahnunternehmens? Es tönt so nett und kostet wohl nicht wahnsinnig viel.

Gemäss Auskunft von Mediensprecher Stefan Dauner wurden bis am Dienstag erst 11 Mami-Pässe ausgestellt. Was aber zeigt, dass die BLS die Sache wirklich ernst meint: Die schwangeren Frauen dürfen mit dem Mami-Pass auch ihre bereits geborenen Kinder mit in die erste Klasse nehmen.

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81 Kommentare zu «Erstklassig unterwegs als Schwangere»

  • Christina sagt:

    Ich habe es ehrlich gesagt nicht ganz verstanden. Wieso genau kriegt man als Schwangere ein 1.-Klasse Billett? Weil es dort mehr freie Sitzplätze hat? Weil es dort ruhiger ist? Weil dort weniger Kinder rumquengeln? Wenn mir ein ruhiges Abteil zum Arbeiten wichtig ist, dann habe ich ja eh schon ein 1.-Klasse-GA, oder? Und falls ich mit dem Auto zur Arbeit fahre, dann brauche ich für die wenigen Zugfahrten, die ich vielleicht mal am Wochenende unternehme, doch auch keines, weil ich ja dann mit meinen Freunden oder dem Partner unterwegs bin, die nur ein 2. Klasse Billett haben. Und falls ich bei der Zugfahrt meine restlichen drei Kinder dabei habe, dann muss ich auch nicht unbedingt in die 1. Klasse, es sei denn ich habe Freude an der Provokation. Verstehe es wirklich nicht so ganz…

  • Senja sagt:

    Ohne die anderen Kommentare gelesen zu haben: Yeesss BLS finde ich super!! Hätte ich mir auch gewünscht! Als ich im 8,5 Monat von einer längeren Reise heimkam, mein Partner eh schon die grossen Taschen/Koffer trug, und es dann wegen diverser Zugausfällen keine (wirklich gar keine) Sitzplätze mehr gab – alle haben die Schwangere gekonnt ignoriert – hat mir ein junger Bursche aus Sri Lanka seinen Klappsitzplatz angeboten und ich bin schier in Tränen ausgebrochen, aus Dankbarkeit und einfach weil ich es in diesem einen Moment so sehr geschätzt habe!

    Und im Ernst: Ich habe ja auch einen fetten Ranzen? Das hat echt jemand gesagt, dass ist nicht erfunden?!!

    • Ruedi sagt:

      In solchen Situationen lohnt sich der Kauf eines 1. Klasse Tickets, oder nicht?

    • Fragezeichen sagt:

      ja, so ist es wenn frau schwanger ist; darf sie ohne Mehrpreis in der 1. Klasse sitzen, darf sicherlich ihre Kinderchen mitnehmen und vielleicht auch noch Papi, Mami oder Tante/Freundin, weil ihr ja vielleicht übel werden könnte oder sie die Kinderchen zu sehr beanspruchen -. tolle Idee der BLS – Chapeau!

    • Fragezeichen sagt:

      kann ich sehr gut nachvollziehen, deine Gefühle.
      aber seien wir mal ehrlich; als ich vor 50 Jahren schwanger die damaligen OeV benutzen musste, hatte ich keinerlei Probleme einen freien Platz zu bekommen – auch wenn Tram/Bus/Zug bumsvoll war. Da war man sich nicht zu fein, jemandem der es sichtlich gut gebrauchen konnte, seinen Sitzplatz anzubieten.
      Heute als alte Frau, mit seh- und gehbehinderung (Krücken), muss ich jedes Mal wenn ich OeV benutze weil ich zum Arzt/Therapie muss, unendlich dankbar sein, wenn mir irgend jemand Platz macht indem er/sie seine Tasche vom Nebenplatz wegnimmt oder zum Fenster rückt damit ich sitzen kann.
      Jedem der die tut bin ich genau, wie sie, unendlich dankbar!

    • tina sagt:

      senja, ich verstehe nur einfach nicht, wieso man nicht darum bitten kann, sitzen zu können. nicht alle schwangeren oder älteren menschen müssen sitzen können, nicht alle kinder können problemlos stehen. wenn man nett fragt, sagt doch keiner nein. manchmal bin ich auch relativ hirnlos und merke einfach nicht, dass ich jemandem hätte einen platz anbieten können oder irgendwas reintragen helfen. ich finde, das ist halt auch menschlich, das braucht man keinem übel zu nehmen

      • Senja sagt:

        Ja, gute Frage warum man nicht darum bitten kann. Aus Angst vor einem Nein, oder einem dummen Spruch? Aus Respekt gegenüber der Privatsphäre, ergo wenn jemand Musik hört, telefoniert oder auf sein Telefon starrt, nicht stören zu wollen… Oder einfach weil es die Situation nicht zulässt; zu viele Leute die gedrängt stehen und kein durchkommen zu den Sitzplätzen ist.. Ich erwarte nicht dass jedermann allzeit bereit ist und von seinem Sitz aufspringt, aber ab und zu ein bisschen Wertschätzung zu Erfahren tut jedem gut. Seit meiner Schwangerschaft, bin ich da viel achtsamer geworden (da war ich vorher sicher hirnloser unterwegs), und lasse Schwangere gerne den Vortritt auf der Toilette und frag nach ob man was helfen kann.

        So & jetzt sind wir heute im ÖV mal alle nett zueinander.

  • Sophie Nicolle sagt:

    Dann lohnt es sich nicht mehr ein so hoher Preis zu bezahlen für die 1. Klasse. Ich suche die Ruhe und Leute welche nicht ständig essen sobald sie im Zug sind !

    • Wolfgang sagt:

      Frau Sophie Nicolle, jetzt wollen wir es aber nicht übertreiben. Wahrscheinlich sind sie auch für ein Trinkverbot. Ich würde mit dem Auto verreisen

  • Henriette sagt:

    Ich hätte als Schwangere gerne im Parkhaus auf dem Behindertenfeld parkiert, jedenfalls in den letzten zwei Monaten. Es passierte mir nämlich mehrmals, dass ich zugeparkt wurde, bei einem zweitürigen Wagen leider keine Seltenheit. Das wäre ein Pendant zum Schwangeren-Upgrade der Bahn, da nicht alle ÖV nutzen.

  • P. Arbeiter sagt:

    Also, da lobe ich mir die Fahrt von Zürich nach Basel 1. Klasse im Ruheabteil. Dies geschieht bei mir, wenn ich zum Zahnartzt muss. Mich stören Kindergeschrei, deshalb zahle ich als Nicht-Schwangere auch mehr, bis anhin. Sind gewisse Mütter eigentlich auch mal erzogen worden?????? Letzthin passiert in der 1. Klasse, ein kleines Kind raste gröllend hin und her, die Mutter am Smartphon. Zum Glück kam der Kontolleur und wies die Frau zurecht. Was heisst heute Erziehung eigentlich? Wir lernten noch, älteren Menschen Platz zu machen.

    • Klärli Benz sagt:

      Es gibt ja Leute, die meinen, Ruhe sei ein Recht, das überall, auch im öffentlichen Raum und zu jeder Tageszeit gelte. Nun, das ist es nicht. Im Ruheabteil dürfen Sie Stille erwarten. Ein 1. Klasse Ticket muss sie aber nicht vor Kindern verschonen. Es ist eine ziemlich elitäre Meinung, junge Eltern sollen sich gefälligst kein 1. Klasse Ticket leisten können!

      • Ruedi sagt:

        Nein Klärli, keine elitäre Meinung, sondern Anstand!
        Und ja, es gibt einen gewissen Umgang – wie beschrieben – der geht eben gerade im öffentlichen Raum nicht.
        Würde die auditive Schmerzgrenze in den eigenen vier Wänden überschritten und niemand müsste sich das anhören – es wäre absolut egal.
        Zudem ist’s schon eine etwas eigenartige Auffassung, dass gerade junge Eltern ihre Kinder nicht kurzfristig zur Ruhe animieren können und sie selber während der Fahrt nicht auf’s Telefonino verzichten können.

  • Sissi sagt:

    „Erstklassig unterwegs als Schwangere“

    Das ist so schön und nett und alles, gäu, und dem Ungeborenen kann es ja eigentlich wurscht sein, wo ihm sein Mammi mit dem Smartfoun die Birne röstet.

    • Vierauge sagt:

      ein bisschen Physik schadet nicht: die Strahlung nimmt mit der 3. Potenz des Abstandes zur Strahlungsquelle ab. Also wird die „Birne“ des Fötus von der Strahlung des abgebildeten Phones praktisch gar nichts abbekommen.

      Aber „mit dem Smartfon die Birne rösten“ klingt natürlich viel besser, Facts hin oder her…

      • Jänu sagt:

        Die Energiedichte der Strahlung nimmt im Quadrat mit der Entfernung ab. Eine Verdoppelung der Entfernung ergibt dann nur noch einen Viertel der Strahlung.
        Aber das Fruchtwasser ist eine zusätzliche Abschirmung.

      • Ruedi sagt:

        Bei so viel Abschirmung scheinen auch die Rezeptoren im Grosshirn etwas isoliert da zustehen (…)

  • Hans Hasler sagt:

    Ich löse gelegentlich 1. Klasse einfach um Kleinkinder zu vermeiden. Werdende Mütter stören sicher nicht. Aber von der Idee, jetzt auch gleich noch jedes quengelnde Kind auch noch da zu haben, bin ich nun wirklich nicht begeistert. Das ist dann den Aufpreis wirklich nicht wert.

    • Felix Meyer sagt:

      Kleinkinder dürfen auch von zahlenden Fahrgästen gratis mitgenommen werden – auch in der 1. Klasse. Von daher hat sich in dieser Hinsicht eigentlich überhaupt nichts verändert.

    • Mona sagt:

      Was mache ich im 1. Klasse-Ruheabteil mit älteren schnarchenden Herren? Schnarchend ist wohl milde ausgedrückt, eher ‚Wälder absägend!

  • Samuel Müller sagt:

    Hmm…böse Zungen könnten jetzt behaupten, hier finde eine Männerdiskriminierung statt, weil Männer aufgrund biologischer Merkmale keine Chance auf ein Gratis-Upgrade haben.

    Andererseits verdienen ja Männer noch immer unbegründet mehr und haben so aufgrund biologischer Merkmale mehr Kohle für ein 1. Klass-Abo.

    Die Sache ist also gendermässig nicht ganz einfach zu beurteilen:-).

    • Jörg Hanspeter sagt:

      Ja genau, wo bleibt da der Aufschrei der Feministinnen. Frauen habe doch so eine Bevorzugung gar nicht nötig. Schwanger ist doch nicht krank, sagen die Frauen. Konsequenterweise müsste man dann eigentlich auch anderen Personen einen kostenlosen Upgrade gewähren. Kranken, Gehbehinderten, Migränegeplagten usw.

  • flori antha sagt:

    Super Idee. Übrigens sagen meine deutschen Kollegen „Die Mami“. Damit wäre dann auch das Neutrum erledigt – aber wieder einmal ein Helvetismus weniger ..

    • Ruedi sagt:

      Von 39 stimmberechtigten Mitgliedern des Rates für deutsche Rechtschreibung (RdR) kommen nebst anderen je 9 aus der Schweiz und Österreich, 18 Mitglieder stellt Deutschland.
      Sog. Helvetismen vor diesem Hintergrund als tradtionalistische Überbleibsel im Deutschen Sprachraum zu betrachten ist genauso kühn wie falsch.
      In diesem Sinne wird auch der Wortschatz des Duden entsprechend weitergeführt.

  • Alexander sagt:

    Das ist ja eine feine Sache; eine Alternative für die Situation, in der eine Schwangere in der vollen 2.Klasse um einen Sitzplatz bitten muss.
    Es stellt sich dann die Frage, was passiert, wenn der künftige Vater mitreist. Muss der in der 2.Klasse hocken bleiben? Muss er einen Aufpreis zahlen? Wäre dass dann nicht eine Diskrimination? Ohne die Männer ist ja bekanntlich keine Schwangerschaft möglich…

  • sepp z. sagt:

    In Indien gibts (wer mal Reisen dort gebucht hat, kennts) etwa 30 Kategorien von Privilegien, die man je nach Gruppe zu der man gehört, haben kann.
    Sei es als Militär oder Ex-Militär, als Blinde, als Senior, als Gehbehinderter, als Armer, als Kinderreiche, als Angehöriger einer Religiösen Minderheit…

    Wenn ich von solchen Privilegien für Minderheiten lese, dann muss ich jedesmal daran denken. Und dass Privilegien für die einen Diskriminierungen für die anderen sind.

  • Niklas Meier sagt:

    1. Ich stehe für Schwangere auf.
    2. Ich fahre nicht 1. Klasse.

    „Die schwangeren Frauen dürfen mit dem Mami-Pass auch ihre bereits geborenen Kinder mit in die erste Klasse nehmen.“ scheint mit aber etwas unpassend. Die anderen Gäste die notabene auch dafür bezahlen, bezahlen doch den Aufpreis um genau solchen Konstellationen aus dem Weg zu gehen.

    Warum eine Schwangere pauschal eine Spezialbehandlung benötigt ist mir nicht klar. Ja, es gibt die die nicht lange stehen können oder eine gewaltige Kugel mitschleppen. Da kann ich das nachvollziehen.
    Ich kenne aber auch Frauen die im 8.Monat noch wandern gingen und bis 2 Wochen vor der Geburt gearbeitet haben.

    • Ruedi sagt:

      Dem möchte ich beipflichten.
      Platz anbieten in der 2. Klasse Ja – UpGrade in die 1. Klasse eher Nein.
      Ich kann daher den PR Gag von BLS kaum nachvollziehen.
      Analog würde mir als 1.92m Mann auf langen Flügen auch kein kostenloser Platz in der Bussiness angeboten und die grösseren Auto’s sind auch für mich gleich teuer wie für eine 1.6m Frau die im Sitz versinkt.
      Jedesmal wenn wir mit unseren Freunden – sie 1.55m, er 1.76m – im ETR 610 der SBB nach Mailand fahren, frage ich mich, wieso ich gleich viel für mein Leiden bezahlen soll.
      Dass Frau in Schwangerschaft mit diversem Ungemach kämpft, davon hab ich schon gehört (…)
      Dass hier nun aber eine sehr partielle Bevorzugung gelten soll, find ich hanebüchen, inkonsequent – eine Ungleichbehandlung notabene.

  • d'oh! sagt:

    Klar ist es eine gute PR-Aktion des Unternehmens. Aber auch eine Nette. Somit doch alles super. Muss man hier am Namen rummäkeln? Vielleicht „für-Frauen-in-anderen-Umständen-die-sich-aber-nicht-zwingend-auf-ihre-zukünftige-zusätzliche-Rolle-reduzieren-lassen-wollen. Entspannen Sie sich! Die meisten Menschen leben verschiedene Rollen im Leben, Mami-Sein kann eine davon sein und muss frau nicht ins Neutrum-Dasein katapultieren.
    Bin mir unschlüssig, ob ich Ihre Bus-Geschichten (so 1:1) glauben soll.. mir wurde IMMER ein Platz angeboten, sogar im überfüllten Tram. Ich habe da wohl eine gegenteilige Erfahrung fürs Leben gemacht, hatte nämlich absolut keine Anspruchshaltung diesbezüglich und die Nettigkeit der Mitmenschen hat mich positiv überrascht.

    • sepp z. sagt:

      Man könnte bei den Busgeschichten auch so denken: Seit es Spezialplätze für Alte und Schwangere gibt, muss man auf den restlichen Plätzen nicht mehr Platz machen.

      • Angie sagt:

        Mir wurde hochschwanger weder im Bus noch im Tram Platz gemacht .
        Ich finde die BLS Idee spitze. Auch , dass die anderen Kinder mitgenommen werden dürfen. 1. Klasse ist nicht nur für Leute ohne Kinder!

      • mila sagt:

        Die Spezialplätze für Senioren, Schwangere, aber auch Abstellplätze für Velos und Kinderwagen werden leider nicht von allen Mitmenschen frag-los geräumt. Selbst wenn schon mehrere Velos und Kinderwagen den Eingang blockieren, wird so getan, als ob man die Situation nicht erblickt hätte. Und nein, es handelt sich idR nicht um Jugendliche und Migranten, die solches Verhalten an den Tag legen… Mich nervt weniges, aber das schon. Da kann ich auch mal etwas weniger konziliant werden im Nachdruck, diese reservierten Plätze zu räumen.

      • fabian sagt:

        @mila, aktuell boomt auf twitter gerade der hashtag #menaretrash. feministische schweizer politikerinnen verteidigen diesen mist lauthals.
        ich muss ehrlich sagen, wenn ich solchen feministischen hass auch noch in schweizer zeitungen lesen muss, dass vergeht mir die höflichkeit gegenüber frauen. da würde ich als zeichen des protests sitzen bleiben. mit genuss.

      • mila sagt:

        Ich wüsste jetzt gerade nicht, was Senioren, Velofahrer, Schwangere und Kinderwagenfahrende mit diesem Hashtag zu tun haben. Auch hielt ich Sippenhaft (egal unter welchen Vorzeichen) eigentlich noch nie für ein probates Mittel. Gilt übrigens auch für besagten Hashtag.

      • tina sagt:

        ja fabian, dann bleib doch sitzen. fühlst dich sicher besser wenn dus damit so einer sowieso feministischen schwangeren gezeigt hast. und ausserdem setzt es ein zeichen! das ist wichtig! dann ändert sich mal was! oder?

      • Martin Frey sagt:

        Ihr Kommentar ist erbärmlich, fabian. Auf demselben Niveau wie besagter Hashtag.

      • Ruedi sagt:

        @Tina & Frey; … Fabian liegt da konsequent, sicher nicht erbärmlich – nein, nicht erbàrmlich.
        Vielleicht frustriert, aber nicht erbärmlich.
        Und Frustration notabene ist über die Geschlechter gleichverteilt.

    • tina sagt:

      ich bin ja hauptsächlich per velo unterwegs und etwas vom geilsten was der tag so zu bieten hat, ist, grosskotzigen autofahrern, die mir den vortritt abklemmen wollen, mit dramatisch gönnerhafter geste den vortritt zu lassen. das ist für mein persönliches wohlbefinden viel besser als laut zu fluchen und ausserdem befördert man sich damit in eine überlegene position. und der andere sieht dann ganz mickrig aus. kann ich also nur empfehlen. ausserdem musst du noch lange grinsen nach so einer situation, während du, hättest du laut geflucht, noch eine weile nachköcheln würdest.
      übertragen kann man also als schwangere mit grossgönnerhafter geste den grad-zleid-sitzenbleibern den sitzplatz überlassen. „sie haben das ja viel nötiger als ich, nichtwahr“

      • mila sagt:

        Na ja, wenn der Rücken schnerzt, und die Beine, fällt einem die grossmännische Geste vermutlich nicht ganz so leicht. Oder wenn man mit dem eigenen Kinderwagen/Velo anderen den Ausgang versperrt, obwohl es anders ginge (zumal der Unmut dieser anderen sich nicht rechtmässig auf die falsch-parkierten Sitzenbleiber entlädt…). Sonst ganz bei Dir.

      • tina sagt:

        ja klar, ich kann überhaupt nicht glänzen mit viel erfahrung in der benützung von öv 🙂 und ausserdem war ich komplett beschwerdefrei schwanger. hatte aber sonst schon rückenschmerzen, daher fehlt mir wohl etwas das einfühlungsvermögen

  • Roland W. sagt:

    Mann, wenn ich meinen Bauch so anschaue … da müsste ich glatt als Schwangerer durchkommen.

  • fufi sagt:

    Und sobald sie entbunden haben, sind diese Mamis wieder zweitklassig?

  • P.Meier sagt:

    Und wie wird kontrolliert, ob die Frau wirklich Schwanger ist und nicht nur übergewichtig?

    • Maru sagt:

      Ha, ha, berechtigte Frage heutzutage. Und doch: Der Schwangerenbauch sieht eben doch etwas anders aus, als eine gewöhnliche fette Wampe.

      • fufi sagt:

        Naja, und ich gestehe:
        Ich hab den Babybauch auch mal nicht bemerkt,
        unter der Wampe einer Nachbarin.
        Und ehrlich gesagt, hab ich auch später nichts bemerkt, als die Kleine bereits im Babywagen sass.

      • sepp z. sagt:

        Maru, wollen Sie hier etwa eine Norm definieren, wie Schwangerenbäuche auszusehen haben? Der Shitstorm ist Ihnen gewiss.

    • Hans Kurz sagt:

      Der Kondukteur führt einen Urintest mit.

      • Maru sagt:

        @sepp z.
        Ob Sie es nun glauben oder nicht, sehr geehrter sepp z.: Der allenfalls ausbrechende Shitstorm geht mir an allem Vorstellbaren vorbei, oder anders ausgedrückt, er ist mir vollkommen und von ganzem Herzen egal.

  • Jänu sagt:

    Darf man als Frau schon ab dann in die erste Klasse, wenn der Schwangerschaftstest nach ein paar Wochen positiv anzeigt oder braucht es ein ärztliches Zeugnis oder das Vorweisen des Teststreifens, wenn man keinen Bauch hat?

  • Jo Mooth sagt:

    Da kann man so viel dagegen sagen, das gibt bestimmt viele Kommentare. 😉
    Wieso bekommen dann Betagte kein 1.-Klasse-Billet?
    Warum immer noch mehr Anreize fürs Kinderkriegen, obschon wir schon zu viele sind auf der Welt?
    Eine Schwangere, die nicht stehen kann, ist nicht mehr arbeitsfähig und soll daher zu Hause bleiben.
    Ich hätte noch mehr, will aber auch noch was den anderen übriglassen.

    • BeDa sagt:

      “ Eine Schwangere, die nicht stehen kann, ist nicht mehr arbeitsfähig und soll daher zu Hause bleiben.“ – Schwangere und Betagte sollten im ÖV sitzen, weil Stürze durch abrupte Fahrmanöver bei ihnen ungleich schwerere Folgen haben als bei körperlich fitten Menschen.
      Und auch wenn man krank geschrieben ist, muss und darf man zwischendurch aus dem Haus. Ich musste hochschwanger und arbeitsunfähig öfters mit dem Bus zum Arzt. Keiner hat mir je seinen Platz angeboten – sollte ich mir das Arztzeugnis auf die Stirn kleben?
      Warum bietet man nicht einfach den Menschen, die weniger fit sind als man selbst ist, seinen Platz an – und die können dann freundlich ablehnen, wenn sie es nicht nötig haben zu sitzen? Das wäre aus meiner sicht ein angenehmes Miteinander.

    • Michael sagt:

      Warum sollen Betagte ein 1. Klasse Ticket bekommen, wenn die Jüngeren einfach besseres Sozialverhalten zeigen könnten, indem sie den Älteren ihren Sitzplatz anbieten ?
      Wenn hier keine Kinder mehr zur Welt gebracht werden, was meinen Sie, wie es dann um Ihre Rente bestellt sein wird ?
      Und Schwangere können durchaus stehen, nur eben nicht so lange.
      Letztendlich – da hat sich jemand etwas nettes einfallen lassen, warum soll man dann da etwas degegen haben ? Aus Ihren Kommentare spüre ich doch etwas Neid. Gerecht ist diese Welt doch eh nicht.

      • Jo Mooth sagt:

        Selbstverständlich biete ich einer Schwangeren meinen Platz an. Gerade deswegen ist die 1.-Klasse-Privilegierung doch unnötig oder eben – mit Blick auf Betagte – ungerecht. Wenn ich 1. Klasse fahre, erlaube ich mir übrigens auch mal eine kleine und geruchlich nicht immer neutrale Zwischenmahlzeit. Allenfalls anwesende Schwangere müssen dann auch dort mitleiden.

    • 13 sagt:

      Mit der gleichen Logik könnte man sich fragen, warum es Anreize geben sollte, um möglichst ins Betagten-Alter zu kommen, wenn wir schon zu viele sind….
      Dass eine Schwangere, die nicht stehen kann, nicht mehr arbeitsfähig ist, bestreiten gerade sehr viele Krankentaggeldversicherungen sehr. Stattdessen zerren sie lieber Gynäkologen als Zeugen vors Gericht, wo diese die Krankschreibung rechtfertigen müssen. Dies hat letztlich zur Folge, dass diese keine ausstellen, sondern höchstens schreiben, man müsse eine sitzende Tätigkeit zuweisen. Und geben somit das Problem an den Arbeitgeber weiter, der dann an die Schwangere. Die Lösung wäre ja, anzuerkennen, dass voll arbeiten bis zur Geburt oftmals nicht geht. Aber das würde kosten und Sie würden sich als Erster gegen diese wehren…

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt Schwangere, die lassen sich schon sehr früh krank schreiben, und andere, die arbeiten eher zu lange.
        Dass eine Krankschreibung ebenso wie ein Invaliditätsgrad differenziert nach Tätigkeiten, finde ich sinnvoll.
        Gerade als Sportlehrer erlebt man ja die nicht erklärte und differenzierte 100-Sportunfähigkeit in Zeugnissen häufig.

      • Jo Mooth sagt:

        Wir driften etwas ab, aber dennoch: Betagte leben schon, zu Zeugende noch nicht. Dass wir zu lange und oft in den letzten Jahren trotz oder gerade wegen der Medizin nicht mehr würdig leben, ist auch bekannt. Ich bin denn auch Sterbehilfe gegenüber positiv eingestellt.
        Und wenn eine Schwangere nicht mehr stark genug ist, soll sie wie eine Kranke die Wohltat des „Krankenlohns“ bekommen. Wieso aber die vielen Fitten mit Kugelbauch ohne Aufpreis 1. Klasse fahren sollen, erschliesst sich mir nicht. Genügt es denn nicht, dass (auch) reiche Goldküstenfamilien in den Familienprogrammen der Supermärkte Discountpreise zahlen?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Was heisst „lässt sich krankschreiben“? Ist das der Fall, ist der Arzt unseriös und sollte gebüsst werden. Wenn sich aber Ärzte nicht mehr trauen, eine Krankschreibung auszustellen, obwohl Gründe vorhanden sind, dann stimmt etwas nicht.
        „Dass eine Krankschreibung ebenso wie ein Invaliditätsgrad differenziert nach Tätigkeiten, finde ich sinnvoll.“
        Genau das ist aber oftmals leider nicht der Fall. Das Gesetz sieht vor, dass ein Arbeitgeber verpflichtet ist, der Schwangeren, die zwar arbeiten kann, aber nicht in der eigentlichen Tätigkeit, eine andere Arbeit zuzuweisen. Das ist super, dort wo es geht. Aber gibt es vorwiegend sitzende Tätigkeiten im Gastgewerbe, Bau, Pflege etc.? Nein. Dann trägt er die Kosten, da ja grundsätzlich arbeitsfähig, und verübelt das meistens der AN.

      • 13 sagt:

        @ Jo
        Nun, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass nicht zwangsläufig die Geburtenrate, sondern die Lebenserwartung zur Überbevölkerung beiträgt. Ich persönlich finde eine Diskussion darüber, wer nun leben soll, furchtbar. Wenn Sie sie aber führen wollen (Anreize fürs Kinderkriegen trotz Überbevölkerung etc.), dann sollte auch die Frage Platz haben, wer denn dem Kollektiv mehr bringt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Was heisst „lässt sich krankschreiben“? Ist das der Fall, ist der Arzt unseriös und sollte gebüsst werden.“
        Kennst du einen Fall, indem eine solche Klage eingereicht wurde, bzw. sogar ein Arzt verurteilt wurde?
        Gefälligkeitszeugnisse scheinen mir Alltag zu sein. Sicherlich ist immer eine Einschränkung/Krankheit/Verletzung da. Aber ob das für 100%-Arbeitsunfähig reicht?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ich kenne Fälle, eben die oben angesprochenen, wo Krankentaggeldversicherungen sich weigerten zu bezahlen und dann in einem Gerichtsverfahren Ärzte vorladen lassen, die sich entsprechend rechtfertigen müssen. Gemäss Aussage meiner Gynäkologin, die u.a. im Spital arbeitet und damit im häufigen Austausch mit anderen steht, nehmen diese Fälle zu. Die Vorladungen hat sie mir im Rahmen einer Rechtsberatung auch gezeigt. Und da sie mich in zwei Schwangerschaften begleitete, weiss ich, dass sie es nicht leichtfertigt macht. Auch sind mir Fälle bekannt, wo der Arzt keine Krankschreibung vernehmen wollte, obwohl eine Arbeitsfähigkeit für den entsprechenden Beruf nicht gegeben war, aber halt sitzende, ruhige Arbeiten schon. Nur gibt es die halt nicht immer.

      • 13 sagt:

        Verstehe mich richtig: Ich verurteile Gefälligkeitszeugnisse durchaus. Nur, halt e ich halt die Lösung, dass dann der Arbeitgeber in der Verantwortung steht, andere Arbeiten zu finden oder die Mitarbeiterin freistellen muss (auf eigene Kosten) nicht wirklich sinnvoll. Letztlich endet das eben damit, dass er dann auf sie Druck macht, sie den Arzt anfleht, doch krankzuschreiben und dann sind wir bei diesen. Und ich finde, dass ein Mutterschutz halt einige Wochen (3-4?) vor der Geburt beginnen sollte, dann gäbe es schon weniger Fälle, weil es klar wäre. Die wenigsten können wirklich voll bis Ende arbeiten und wir sollten aufhören, davon auszugehen, dass alle es sich leisten können, unbezahlt zu nehmen. Aber eben, das kostet…

      • Jo Mooth sagt:

        @13: Wer der Gesellschaft mehr bringt, Greis oder Neugeborene, darf nicht entscheidend sein. Ausschlaggebend ist, dass das Töten eines bereits lebenden Menschen moralisch verwerflich ist, das Nichtzeugen eines weiteren möglichen Menschen hingegen nicht.

      • 13 sagt:

        @ Jo
        Das Nicht-Zeugen ist nicht moralisch verwerflich (ich gehöre wirklich nicht zu den katholischen Fundamentalisten, die Verhütungsmittel ablehnen), ein System zu bilden, in dem das Zeugen von Nachwuchs aber sehr unattraktiv bleibt, um diesen zu verhindern, halte ich hingegen für ziemlich verwerflich.
        Auch habe ich ganz sicher nie von Töten gesprochen, bestimmt nicht, aber das Altwerden unattraktiv machen, geht eben auch nicht.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        @Sportpapi: Ich denke nicht, dass Sportlehrer Krankschreibungen beurteilen können. Gehen Sie Medizin studieren wenn Sie dieses Wissen haben wollen. Sportlehrer haben andere Kompetenzen, Zeit stoppen zum Beispiel.

    • Stefan Hübscher sagt:

      Weil Betagte bereits genügend Privilegien haben. Und weil viele dann irgendwann auf die erste Klasse und damit ganz auf den ÖV verzichten, wenn nochmehr sog. Minderprivilegierte auf Kosten der Vielzahler reisen sollen (bei Schwangeren finde ich es in Ordnung). S. Oben: Privilegien für die einen sind Diskriminierungen für die anderen.

  • 13 sagt:

    Eine schöne Idee. Für Erstgebärende sehr praktisch. Oder für den Arbeitsweg. Mit grösseren Kindern würde ich mir die Bemerkungen und Blicke der anderen Reisenden, weil man es wagt mit einer potentiellen Lärmquelle, selbst wenn diese gerade ruhig ist, die erste Klasse zu betreten, nicht antun. Ich war ein einziges Mal mit einem schlafenden!! Baby im Ruheabteil. Nie wieder.

    • Reincarnation of XY sagt:

      ich finde es auch eine nette Idee

      und ich würde sie selbstverständlich auch nutzen

      Ich weiss ehrlich nicht, was das immer soll, mit diesen Blicken, die man erlebt hat etc. – Ich möchte nicht behaupten, dass es sie überhaupt nicht gibt, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie so allgegenwärtig sind, denn ich bemerke sie einfach nicht.
      Woran liegt es?
      – Ignoriere ich sie, weil sie mir am A. vorbei gehen?
      Oder
      – Sind sich Sie ihrer selbst nicht sicher genug, dass sie sich über die Massen angegriffen fühlen/bzw. verurteilen Sie sich unbewusst selbst und projizieren das dann auf ihr Umfeld?
      – Oder liegt die Realität irgendwo dazwischen?

      Eigentlich egal – ich finde, wir sollten uns nicht von missgünstigen I….. bestimmen lassen.

      • 13 sagt:

        Lustig, ein anderes Mal wird dann genau das als rücksichtslos und egoistisch ausgelegt.
        Aber nein, hier geht es in erster Linie um das eigene Erlebnis. Mir macht ein Ausflug mit meinen Kindern in einer, wenn auch vollen 2. Klasse mehr Spass als in der 1., wo ich bereits voraussehen kann, wer dann motzen kommt, wenn sie einen Ton von sich geben, was ja auch für die Kinder unangenehm ist. Wobei ich zugeben muss, dass ich auch ohne Kinder sehr selten 1. Klasse fahre, weil mir diese abgehobene „Wir sind etwas besseres“-Stimmung nicht zusagt, ob eingebildet oder real ist ja egal, wenn ich sie so empfinde. Die Mischung verschiedener Menschen ist das schöne am Zugfahren und mir geht es ja letztlich darum, eine schöne Fahrt zu haben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        schmunzel …. ja, das ist das leidige an diesem schriftlichen Dialog, wo weder Mimik, noch Tonfall, noch die Präsenz der Person klärend hinzukommen.
        Dennoch- durch meine Nachfrage und ihre Erklärung verstehe ich jetzt viel besser, was Sie meinen und kann das durchaus nachvollziehen.

        Ich ging eher davon aus, wenn es gar keine Sitzplätze mehr gibt in der 2. Klasse bzw. man als Einzelpersonen verteilt im ganzen Abteil verstreut ist.
        Aber auch sonst… ab und zu ein Hauch von Luxus – zur rechten Zeit – verschmähen wir nicht. (Wir denken aber auch nicht pauschal schlecht von Reichen, dass die irgendwie intoleranter sind als Arme.)

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Ich denke von Reichen nicht pauschal schlechtes. Es gibt in allen Einkommenssegementen tolle Menschen und I…. Es ist mehr die Einstellung, die wir hier auch lesen können: Wenn ich schon mehr bezahle, dann möchte ich auch….
        Ich verurteile das nicht einmal gross, ich musste allerdings feststellen, dass das schlicht nicht meine Welt ist.

    • Hans Hasler sagt:

      Babys gehören wirklich nicht in ein Ruheabteil! Telefonierer auch nicht und Nzz…Nzzz Hobby DJs auch nicht.
      Es gibt sehr wenige Ruheabteile – bitte nehmen Sie Rücksicht, der Rest des Zuges steht zu Ihrer Verfügung.
      Im Gegenzug verzichte ich auf das Rauchen im Nichtraucher. OK?

      • 13 sagt:

        @ HH
        Schlafende! Babys schätzen Ruhe. Hätte sie angefangen zu weinen, wäre ich selbstverständlich rausgegangen.
        Sie verwechseln aber die Tätigkeit mit Menschen:
        – Personen, die ein Telefon besitzen, dürfen ins Ruheabteil. Sie dürfen da nur nicht telefonieren.
        – DJs dürfen ins Ruheabteil, sie dürfen da nur nicht Musik hören.
        – Raucher dürfen ins Nicht-Raucher-Abteil, sie dürfen da nur nicht rauchen (und die anderen müssen mit den Ausdünstungen der Zigarette zuvor leben, soviel zur Rücksicht).

      • Hans Hasler sagt:

        13: Das das mit dem Ruheabteil nicht funktioniert hat ist ja bekannt und das Ruheabteil musste daher in der zweiten Klasse abgeschafft werden.
        Was Sie hier offensichlich nicht begeifen: Ein Baby wird wärend der Zugreise anfangen zu weinen. Natürlich würden Sie dann rausgehen. Trotzdem hat man das Weinen vom Kind. Multipliziert mal 5 Eltern/Kleinkindern bedeutet das auch, dass es die ganze Zeit im Ruheabeil weint.
        Gilt auch für das Telefon: Es ist nicht OK mit klingelndem Telefon im Ruheabeil zu sitzen – auch wenn man für das eigentliche Telefonat den Wagen verlässt.

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Sie haben recht: als Mutter von 3 Kindern mit entsprechender Erfahrung begreife ich das nicht. Ich begreife nicht, warum ein Baby, welches vielleicht 2 Stunden Mittagsschlaf hält, während 45-minütiger Zugfahrt aufwachen sollte…und auch nicht, warum es dann gleich weinen sollte. Taten meine nicht.
        Schade, wurden die Ruheabteile abgeschafft, ich habe sie gerade als Pendelstudentin sehr genossen. Und da immer wieder erlebt, wie Erwachsene anfingen zu schnarchen, einen Hustenanfall bekamen, vergassen, das Telefon abzustellen, oder schlicht in der Lage waren, das Schild zu lesen. Kinder kaum. Es ist da nicht die Lärmemission, die das Problem darstellt, sondern offensichtlich bereit der Anblick des Kindes. Das summiert man unter Kinderfeindlichkeit.

  • tststs sagt:

    „Ist das nicht einfach eine gute PR-Aktion des Bahnunternehmens?“

    Sicher… wie jede Aktion die auf Quersubventionierung beruht…

    Und ja: es spricht der pure Neid aus mir!

  • Ein Leser sagt:

    Der Name Mami-Pass ist doof, aber der Mama-Blog scheint kein Problem…

    • 13 sagt:

      „Das Mami, dieses Neutrum, das als Frau irgendwie verschwindet und komplett in ihrer Mutterrolle aufgeht.“

      DAS Mami, DIE Mama….

  • Ruedi sagt:

    Gegen den Vorteil für die (sichtbar) Schwangeren ist ja nichts einzuwenden – ist eine PR Aktion, aber ok.
    Dass dann aber noch die eigenen Kinder ohne Aufpreis mittdürfen, ist zumindest sehr fragwürdig.
    Die erste Klasse, beliebt unter anderem weil weniger Fahrgäste auch weniger olfaktorische und auditive Belästigungen wie Schweiss, Kebabgeruch, Telefongespräche und Kindergeschrei bedeuten.
    Dafür bezahlen Pendler und Ausflügler gerne doppelt.
    Es wird sich zeigen, ob die BLS Aktion letzlich bei der Mehrheit gut ankommt und kein Rohrkrepierer bleibt.

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