Müssen Kinderkleider Stil haben?

Mamablog

Dem Mädchen ist es wahrscheinlich egal, ob auf seinem Badekleidchen farbige Herzen oder trendige Ethno-Muster aufgedruckt sind. Foto: iStock

Mein Freund hat unserer Tochter vor ein paar Wochen ein neues Badekleid gekauft. Es ist hellgelb, hat Rüschen und ist mit einer Disney-Prinzessin bedruckt (nicht diese Eiskönigin, es gibt, wie ich mittlerweile erfahren habe, eine ganze Prinzessinnen-Familie).

Als meine Tochter das Teil das erste Mal trug, war ich geschockt. Das Problem war nicht die Prinzessin oder die Tatsache, dass dieses Badekleid nicht genderneutral ist – ab einem gewissen Alter ist die Gier nach Prinzessinnen bei kleinen Mädchen ja sowieso nicht mehr zu stoppen. Vielmehr war der Badeanzug in meinen Augen zu verspielt; nicht individuell genug und von minderer Qualität. Massenware halt.

Der Albtraum der modebewussten Mutter: Badekleid mit Prinzessinnen-Sujet. Foto: PD

Ich glaube auch gesehen zu haben, dass zwei gute Freundinnen, die beim ersten Auftritt meiner Zweijährigen im neuen Outfit dabei waren, etwas bleich wurden. Natürlich sagten sie nichts, aber sie waren wohl etwas irritiert, dass ich so etwas «durchgelassen» hatte.

Und ich realisierte, dass in der Blase urbaner Doppelverdiener-Familien, in der ich mich hauptsächlich bewege, kleine Mädchen keine solchen Badeanzüge tragen. Sie ziehen auch keine Crocs oder Schuhe an, die beim Laufen leuchten. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Never. Ungeschriebenes Gesetz.

Weil es irgendwie billig aussieht. Und nicht lässig wie die coolen skandinavischen und französischen Kinderlabels aus Bio-Baumwolle, die mit Prints und Mustern wie Palmen, Glacés oder Clowns verziert sind. Und auch nicht so hübsch wie die luftig geschnittenen Sommerröckchen in zurückhaltenden Farben wie altrosa, ocker oder dunkelblau.

Höchste Zeit, sich zu entspannen

Tatsächlich schämte ich mich mehrere Tage für das Prinzessinnen-Badkleid und entschuldigte mich sogar wiederholt dafür. Wie kürzlich, als ich eine Kollegin am Schwimmbecken traf und ihr sagte, meine Tochter sei das Kind bei der Rutschbahn in diesem hässlichen gelben Badkleid, das mein Freund gekauft habe. Sie lachte und sagte, sie habe sich noch gedacht, dass ich es nicht gekauft habe. Ich sei ja sonst recht modeaffin.

Nur: wer sagt denn, dass ich mit meinem persönlichen Geschmack recht haben muss? Dass ein in meinen Augen hässliches Prinzessinnenbadekleid nicht gut genug sein soll? Was sind das denn für Probleme?

Höchste Zeit, sich in Sachen Kinderkleider zu entspannen. Es spielt wirklich keine Rolle, ob meine Tochter Leggins in meiner Hassfarbe violett trägt oder ein kitschiges T-Shirt mit Glitzerherz. Ihr ist sowieso egal, was sie trägt. Am liebsten ist sie nämlich nackt.

Wie halten Sie es mit Kinderkleidern? Ist es Ihnen egal, was Ihre Kinder tragen?

Lesen Sie zu diesem Thema auch: «Knappe Mode für kleine Mädchen», «Warum meine Tochter keinen Bikini trägt» und «Keine zu klein, ein Girlie zu sein».

69 Kommentare zu «Müssen Kinderkleider Stil haben?»

  • Andina sagt:

    Mich stimmt dieser Artikel einfach nur traurig. Es ist schon wahnsinnig wichtig zu betonen, dass man einer ‚Doppelverdiener-Welt‘ angehört. Einer Welt wo anscheinend ungeschriebene Gesetze gelten was geht und was nicht. Anstatt dass man sich einfach freut, dass das Kind Freude hat am Badeanzug und Danke sagt dem Freund, der sich um einen Neuen gekümmert hat, schämt man sich in der Badi und rechtfertigt sich. Es gibt doch nur eine Welt in der wir alle leben, ganz egal ob Doppelverdiener oder nicht und ganz egal ob Massenware oder nicht. Hauptsache den Kindern geht’s gut, sie haben Freude und können gesund und zufrieden das Leben geniessen, dabei sind doch Labels total egal.

  • Grina sagt:

    Wieso ist es überhaupt wichtig, was andere denken? Dem einen ist die Qualität wichtig, der anderen das Sujet/der Schnitt, anderen der Preis etc. Muss doch wirklich jede/r für sich (oder eben sein Kind) entscheiden! Vergleichen und darüber diskutieren macht doch irgenwie keinen Sinn…

  • Synn sagt:

    Naja, ich sehe das etwas anders als die meisten hier. Bin einverstanden, dass es sicher nicht zwingend die Skandinavischen Labels etc. sein müssen, aber Stil ist auch keine Frage des Geldes. Was ich persönlich schon grauslig finde ist z.B. Leggings kombiniert mit einem kurzen T-Shirt, sieht meistens aus wie ein Pyjama. Oder Oberteile die nicht mal ansatzweise zu Hosen/Jupe passen. Sieht immer so aus, als hätte man von beiden „Sorten“ Kleidung jeweils einfach das oberste vom Stapel genommen. Vom Stil mal abgesehen, finde ich, solche Kombis sehen einfach auch lieblos aus. Und last but not least, darf man den Kleinen auch etwas Stil beibringen, in allen anderen Lebensbereichen bringt man ihnen ja auch Dinge bei.

  • Alexander Wetter sagt:

    als ich mit meiner knapp zwei jährigen Nichte zum ersten Mal in Cinque Terre Italien am Strand war, war die kleine innerhalb ein paar Sekunden schon …. nackt – für sie war der Strand, Sand, das Meer … eine grosse Badewanne und wusste wirklich nicht was sie mit ihrem „Mode Bikini“ anfagen soll – die Plastik-Sandalen behielt sie – ergo. guckt auf das Kind, er ist einiges pragmatischer als viele hochnäsige „Modebewusste“ Erwachsene und macht’s auch dementsprechend vor – neben bei : was ist denn das für ein Schwachsinn, Kinder mit „Bademode“ zu verunsichern ?

  • Deborah sagt:

    Ich finde diesen Artikel super. Denn genau so ist es bei mir auch. Meine kleine Tochter mag genau all das, was ich kitschig finde… aber hey, sie liebt es. Und wenn in diesen Hipsterläden die Verkäuferinnen finden: Oh nein also meine Kinder würden nie so rumlaufen und ich würde es nie kaufen.. denke ich: wenn meine Kleine Kleider braucht und sie beim Einkaufen dabei ist, soll sie es auswählen. Ich will ihr nicht meinen Stil aufdrücken… sie wird noch früh genug entdecken wie die Welt tickt. Soll sie doch bitte so lange wie sie will in ihrer rosa Prinzessinenwelt leben. Ich würde da gerne auch mal wieder reinhüpfen…

  • Hermann Klöti sagt:

    Mir ist nicht klar, warum Bademode für kleine Kinder überhaupt ein Thema sein muss – Unterhosen für Knaben und/oder Mädchen haben noch vor 50 Jahren durchaus genügt.

  • Jasmin sagt:

    Sprachlos und traurig macht mich so ein Quatsch!

    • mila sagt:

      Mich macht eher sprachlos, dass das einzige wichtige Kriterium nicht angesprochen wird: der UV Schutz des Badeanzugs…

      • Martin Frey sagt:

        Wahrscheinlich steht der UV-Schutz bei skandinavischen und französischen Kinderlabels aus Bio-Baumwolle einfach nicht drauf, mila. 😉
        Aber natürlich haben Sie recht. In dem Alter gab es für uns nur Hyphen, Zunblock u.ä.
        Diskussionen wie die heutige waren daher von vornherein ausgeschlossen.

  • k. miller sagt:

    Sich schämen für ein kitschiges Badekleid einer Zweijährigen? Sich rechtfertigen vor Freunden/Kollegen? Claudia, Sie müssen sich wirklich dringend entspannen 😉 Übergeben Sie doch einfach Ihrem Freund offiziell und generell die Hoheit über den Kleiderkauf für die Tochter.

  • Rahel S. sagt:

    Oh ja, diese himmlischen Kinderkleider von den skandinavischen und franzoesischen Labels… himmlisch teuer ebenfalls.
    Ich kaufe kaum Kleider fuer unsere Kinder- die meister Kleider sind getragen und werden auch weiter gegeben. Auch ich wuchs so auf.
    Zudem haben meine Kinder auch schon ihren individuellen Stil entwickelt, der sich nicht selten ziemlich von meinem Geschmack unterscheidet.
    Da muss ich halt durch- ebenso wie die z.T. graessliche Musik, die sie hoeren. Das ist ein Teil von ihrem Individualisierungs- Prozess, dem „sich-selbst-finden“, dem selbststaendig werden.
    Ich gebe aber auch zu: Kaufe ich dann doch einmal etwas, dann probiere ich schon etwas die Richtung zu bestimmen 🙂

  • tststs sagt:

    Haha, als ob sich die Krönung der Modeschöpfung am Schwimmbeckenrand treffen würde…

  • Lina Peeterbach sagt:

    Kinderkleider kaufe ich primär nach einem sehr wichtigen pragmatischen Gesichtspunkt: Meine knapp 4-jährige Tochter muss es am Ende auch anziehen. Das bedeutet häufig, dass es mir zwar überhaupt nicht gefällt, sie aber glücklich macht. Skandinavische Hipsterkleider liegen nur im Schrank, da weigert sie sich. Ist doch alles auch völlig egal, passt eh nur für kurze Zeit.
    Diese nach erwachsenen-Gesichtspunkten gestylten Kinder sind mir oft suspekter als diejenigen mit Prinzessinnenprint – Kinder haben nunmal einen anderen Geschmack und sind keine kleinen Erwachsenen.
    Ausserdem: Ich erinnere mich noch heute an die Glückseligkeit, als ich in meiner Kindheit völlig überraschend die rosa Glitzerjacke anstatt der vernünftigen Version bekommen habe. Auch dafür muss manchmal Platz sein.

  • 13 sagt:

    Ich würde ja vorschlagen mal die Blase zu wechseln. In meiner ebenfalls urbaner Doppelverdiener-Familien würde höchstens dieser Satz „ab einem gewissen Alter ist die Gier nach Prinzessinnen bei kleinen Mädchen ja sowieso nicht mehr zu stoppen.“ zu etwas fragenden Blicken führen. Aber das Prinzessinnenbadekleid wäre völlig ok. So lange es selbst gewählt und nicht aufgezwungen wird.
    Eine weitere Frage wäre vielleicht noch, warum ein Kind in dem Alter überhaupt ein Badekleid braucht und eine Badehose nicht reicht…

  • Mila sagt:

    Dieser Artikel schneidet ein Thema an welches sich in der Welt von Instagram besonders bemerkbar macht. Dort tragen Kinder oft sehr teure und farblich abgestimmte Outfits, selbstverständlich mit der entsprechenden Marken/Shopverlinkung. Das Perfide daran ist, dass diese Kleider für diese Blog-Mamas oft gesponsert sind und sie durch die Verlinkung nicht nur Standards vorgeben (Ihre Badekleid-Story zeigt das gut), sondern weitere Vorteile vom Anbieter erhalten- eine ausgeklügelte Werbemaschine. Meine Tochter (5) will sich ganz selber einkleiden. Ich habe wohl Einfluss was ich kaufe und was nicht, aber nicht wie sie was kombiniert. Aber hey, das Kinderleben soll bunt und frech sein!

  • Barbara Rina sagt:

    Man sollte viel eher mal darüber nachdenken, weshalb die Kleidung für Mädchen immer so knapp und auf Figur geschnitten sein muss. Es würde keiner Mutter in den Sinn kommen, einem Jungen Hotpants anzuziehen. Einem Mädchen aber schon. Bzw. man bekommt kaum Mädchenkleidung, die nicht auf Figur geschnitten ist….

    • tststs sagt:

      Sie können Ihrem Mädchen auch Shorts aus der „Jungenabteilung“ kaufen… gar kein Problem… so wie Buben vor wenigen Jahren noch in der Kinderversion der Speedo rumliefen…

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Man kann vieles. Aber einfach zu sagen, dass einem ja niemand daran hindert, in der „falschen“ Abteilung einzukaufen, würde die Werbebranche ganz in Frage stellen. Wir sind eben nur theoretisch ganz frei in unseren Entscheidungen. In der Praxis sind wir durchaus sehr beeinflusst.

        Meine Tochter wünscht sich z. Bsp. einen Bikini, der unten Pants und nicht Slip-Höschen hat, aber oben auch keine Triangel, sondern ein Top. Gibt es so kaum. Wer unten wenig zeigen will, soll es gefälligst oben tun und umgekehrt. Eine Frau, ups. Entschuldigung Mädchen, hat ja zu zeigen, was sie hat. Natürlich könnte ich nun zwei kaufen und anders zusammenstellen, nur bereits dass ich das tun muss, ist eine Botschaft, dass es so nicht vorgesehen ist…

    • Reincarnation of XY sagt:

      Sehen sie denn einen Mann in Hot Pants rumlaufen?
      Nein? Warum? Weil Männer darin eher lächerlich, als cool und sexy aussehen.
      Was bei Frauen cool aussieht, sieht bei Männern oft nicht so cool aus. Und cool (oder sexy) wollen alle aussehen (ausser diejenigen die innerlich bereits aufgegeben haben).
      Man muss die weibliche Sexualität nicht verteufeln oder verstecken. Diese mehrtausendjährig praktizierte Strategie hat bekanntlicherweise nichts ausser Elend gebracht.

      • Rahel S. sagt:

        Eine Frau, die Hot Pants tragen will, soll das tun. Wieso meine Maedchen ab etwa 4-5 Jahren nur noch Hot Pants tragen sollen, weil es nichs anderes im Angebot hat- das ist doch ein bisschen eine andere Frage, oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Rahel: Früher sagte man dem einfach kurze Hose. Scheint mir immer noch angemessener für den Spielplatz als die schwingenden Röcke, in denen die Mädchen immer ihre Unterhosen zeigen. Und letztlich ist beides nicht problematisch. Zumindest nicht für die Kinder.

      • Reincarnation of XY sagt:

        @Rahel – die Frage war: warum Mädchen und nicht Buben?
        Und das ist die Antwort.

        Wechseln Sie die Perspektive:
        Warum soll es stören, wenn Mädchen sich an der Frauenmode orientiert kleiden und es stört nicht, wenn Buben sich an Männermode orientiert sich kleiden?

      • tina sagt:

        falsch xy. junge männer mit gutem körperbau mögen auf figur geschnittene oberteile (manche auch hosen)

      • tststs sagt:

        Au contraire, mon frère… im urbanene Umfeld scheinen enge Badehosen (bis hin zur Speedo) wieder salonfähig zu sein. (Mehrfach beobachtet diesen Sommer… )

      • Rahel S sagt:

        Ich trage aber auch keine super kurzen Hosen… Dann waere es doch einfach toll, wenn Maedchenmode etwas mehr Auswahl bieten koennte- ganz kurze Hosen, kurze Hosen, knielange Hosen etc..
        Meine Maedchen trugen viel Roecke, als sie noch kleiner waren- damit kann man genau so gut herumturnen. Darunter koennen kurze Leggins getragen werden (ist bei und in Kindergarten und Schule sowieso Vorschrift)- dann ist auch Sandkasten und „Ich gseh dini Unterhose, hihihi“ kein Problem.

      • Reincarnation of XY sagt:

        tststs ma soeur – ich habe ebenfalls eine enge Badehose zum Schwimmen und …. mein Bub hat auch eine.

        …und falls mal für Männer Hot Pants Mode sein sollten, werden das auch die Jungen tragen.

        so einfach ist das

        Mädchen tragen Badekleider, weil das Frauen auch tragen. Buben tragen keine, weil Männer keine tragen. Würden auch Männer wieder Badekleider tragen, würde man sie auch bei Buben wieder sehen.
        Es geht nicht um die wandelbare Mode, sondern um das simple Prinzip: Buben, ähnlich wie Männer / Mädchen ähnlich wie Frauen.

        Wo also liegt genau das Problem?
        Siehe meine Antwort dazu oben.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Warst Du schon mal in einer Mädchenabteilung? Eine kurze Hose endet irgendwo kurz über dem Knie, bei einer Hotpants sieht man oft den Gesässansass resp. bei kleinen Mädchen dann die Windel. Das Gleiche ist das nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Nein, war ich nicht. Aber ich hatte zuvor mal gegoogelt, was es da alles gibt unter „Mädchen, kurze Hose“. ICH landete bei Shorts mit durchaus Beinlänge, ganz unterschiedlich.
        Offenbar gibt es das…
        Wobei eine Hose bis knapp zum Knie? Ist das die Definition von kurz – und zu den Hotpants gibt es gar nichts mehr dazwischen? Und das ist warum nötig bei Mädchen?

      • Eine Leserin sagt:

        Uh, das ist jetzt aber etwas gruusig, wenn Sie weibliche Sexualität mit Hotpanthöschen für kleine Mädchen assoziieren.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ja, gibt es, aber tatsächlich wenig. Nur als Beispiel (der oberste Link des Google-Suche):
        https://www.c-and-a.com/ch/de/shop/kinder-maedchen-bekleidung-hosen-jeans-shorts
        Da würden zwischen den Hosen und dem Knie locker noch ein zweites Paar dieser Hosen passen.
        Ironischerweise bekommt man aber dann von der Schule Zettel auf denen steht, dass Kinder anständig angezogen sein sollten, u.a. keine Hotpants.
        PS: Ja, meine Definition von kurz ist alles, was kürzer als 3/4-Länge ist. Worauf ich aber hinaus wollte: Wenn man früher von „kurzen Hosen“ sprach und heute von „Hotpants“, dann ist das nicht nur der Name, der sich geändert hat, sondern durchaus auch die Länge. Ich hatte als Kind etliche kurze Hosen, aber keine Hotpants.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Als Kind hatte ich im Wesentlichen Turnhosen. Kurz. Die Hosen im link sind kurz, aber doch nicht „hot“. Deshalb laufen sie auch unter Shorts. Aber ich bin ja modisch nicht up to date und weiss über die korrekten Bezeichnungen nicht Bescheid. Aber ich sehe bei dieser Länge keine Gesässbacken und keien Probleme.

    • Rahel S. sagt:

      Das hasse ich auch- am Anfang versuchte ich noch, irgendwo laengere Shorts zu finden- ohne Erfolg. Danach habe ich es aufgegeben.
      Der aeltesten Tochter (11) kaufe ich mittlerweile ab und zu Buben-shorts- die gibt es ja auch in tollen Farben, sie sind laenger und nicht alle sind „Buben-typisch“ geschnitten.

    • Margrith sagt:

      B. Rina: Sie sagen es! Es ist schwierig, Kleider für Mädchen zu finden, denn das, was man v.a. ab Größe 128 findet, sind Frauenkleider in Miniformat. Wie tststs erwähnt, lohnt es sich, in der Jungenabteilung zu schauen. Häufig sind die Schnitte viel besser/zweckmäßiger.

  • Vierauge sagt:

    unsere Jungs bekamen viele Klamotten aus dem Eltern-Kinderkleider-Circuit (eine sehr nachhaltige Art, Kleider zu beschaffen und weiterzureichen) oder aus KLeiderbörsen. Sie bevorzugen beide nach wie vor Schlammfarben oder schwarz, kaufen inzwischen aber seit Jahren ihre Sachen selbst.
    Für uns müssen die Sachen zweckmässig sein und den Kindern selbst gefallen. Was andere dazu sagen, ist uns (und den Jungs zu Glück auch) wurscht.

  • Cybot sagt:

    Prinzessinnen? Bei meiner Tochter muss mindestens ein Auto oder besser ein Bagger drauf sein, sonst mag sie es nicht.

    • Peter Schmucki sagt:

      Das kann sich ändern, sofern ihre Tochter noch nicht in der Pubertät ist bedeutet das noch gar nichts. Meine Tochter hat mit 3 Jahren den Lightning McQueen gegen Frozen eingetauscht, und jetzt mit 9 Jahren ist alles tussig was mit Prinzessinnen zu tun hat.

  • Reincarnation of XY sagt:

    So jetzt haben sie ihre Scham und ihre übles Nachreden gebeichtet. Es wird ihnen Absolution erteilt, mit der Aufgabe sich einmal über verschiedene Sachen Gedanken zu machen:
    – welche Menschen sind oberflächlicher: Disney Prinzesinnen Fans oder erwachsene Frauen, die beim Anblick einer 2 jährigen mit einem solchen Badekleid „erbleichen“?
    oder
    – was verrät ihnen ihr Freundeskreis über sich selbst?

    – Selbstbild/Selbstachtung – was tun sie alles, nur um anderen zu gefallen/beeindrucken?

    Ok aber eigentlich ist es normal, dass wir unseren 2 jährigen, die Kleider kaufen die uns gefallen. Das ist völlig legitim und darüber muss man sich keine grosse Gedanken machen. Sind die Kinder grösser, respektiert man selbstverständlich deren Geschmack, denn ihre Freude ist auch die unsere.

    • Martin Frey sagt:

      Kann mich nur anschliessen, RoXy. Zuerst dachte ich an Satire, aber eigentlich ist der Beitrag traurig. Wie unfrei muss man sein, wenn man mit der eigenen Wahlfreiheit derart wenig anfangen kann, frage ich mich? Mal vom „Missgriff“ des Partners abgesehen, der hier noch schnell im Vorbeigehen an den medialen Pranger gestellt wird, wie SP richtig festhält.
      Ungeschriebene Gesetze, wenn ich das nur schon höre, bei Zweijährigen notabene. Von denen gibt es später noch genug.
      Manchmal frage ich mich, ob solche bemühten Nonkonformisten, die sich blasenbedingt doch nur konformistisch zu verhalten wissen, nicht doch besser in einem übermächtigen, alles bestimmenden Gottesstaat aufgehoben sind, wo alles schön vorherbestimmt ist und man sich keine solch schwierigen Gedanken machen muss….

      • Reincarnation of XY sagt:

        MF richtig: die Nonkonformisten sind die grössten Konformisten überhaupt. Nach langjähriger Erfahrung kann ich das mit Sicherheit sagen.

        Und ja, die haben stets einen unsichtbaren Wächterrat: und wehe, jemand kleidet sich nicht konform und liest nicht die konformen Autoren und hört nicht die konformen Bands… der wird ihre Ablehnung sehr sublim und dennoch deutlich zu spüren bekommen.

      • tina sagt:

        ochja. ergänze mit „und wehe, er hat nicht die meinung der kernkommentierer und drückt sich nicht in deren stil aus“ 😉

    • Sportpapi sagt:

      „Ok aber eigentlich ist es normal, dass wir unseren 2 jährigen, die Kleider kaufen die uns gefallen.“
      Dumm nur, wenn der Freund keinen oder den falschen Geschmack hat. Oder einfach praktisch veranlagt ist…

      • 13 sagt:

        Weil das gelbe Prinzessinnenbadekleid bekanntlich ja viel praktischer ist als das blaue mit Palmen. 😉
        Ich finde durchaus, dass ein Elternteil den Kindern durchaus auch Kleider/Schuhe kaufen darf, die dem anderen nicht gefallen, aber immer dieser Seitenhieb ist schlicht unnötig.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Welcher Seitenhieb? Für mich ist das das zentrale Thema heute. SIE weiss, was richtig wäre. ER kauft irgendwelchen Schrott. Findet sie.
        MIR kommt diese Situation bekannt vor.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Wenn Du sagst: „Er ist praktisch veranlagt“ impliziert das sofort „Sie ist eben nicht praktisch veranlagt“, sonst bräuchte es die Bemerkung ja gar nicht.
        „Für mich ist das das zentrale Thema heute. SIE weiss, was richtig wäre. ER kauft irgendwelchen Schrott. Findet sie.“
        Mir kommt das auch bekannt vor, wie auch umgekehrt. Das hält weder den einen noch den anderen davon ab, Sachen für unsere Kinder zu kaufen. Warum sollte es? Sie brauchen ja schliesslich gewisse Dinge (wie ein Badekleid resp. Badehosen).

      • Sportpapi sagt:

        @13: Praktisch veranlagt heisst eben, dass nicht das äussere Erscheinungsbild Priorität hat. Das schliesst sich ja teilweise aus.

  • Sportpapi sagt:

    Der Freund wird kaum mehr etwas kaufen für das Mädchen…

    • Röschu sagt:

      Genau.
      Und in einem oder zwei Monaten folgt dann der Blog mit der Klage, dass der Freund dem Mädchen nichts kaufe…

      • Sportpapi sagt:

        Er hat drei Optionen: Er kauft dem Kind nichts mehr und überlässt diese (und andere) wichtige Versorgungsarbeiten der Mutter. Worauf diese wieder klagt…
        Oder er macht alles so, wie sie es möchte. Was ihn auf Dauer nicht spannender macht und auch kaum zufrieden.
        Oder er streitet regelmässig, um seine Position zu behaupten. Letztlich wegen Nichtigkeiten…
        Oder aber die Mutter kommt zur Besinnung.

      • 13 sagt:

        Option 4: Er macht es einfach. Ohne streiten, ohne diskutieren. Einfach tun. Braucht er denn ihre Absolution?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich präzisiere. Er streitet nicht. Er wehrt sich nur gegen die Vorwürfe…

      • 13 sagt:

        Warum Vorwürfe? Sie hat ihre Meinung. Die Sache ist aber eher die, dass es ja nicht sie ist, die entscheidet, das letzte Wort hat. Er braucht ja weder ihre Erlaubnis noch muss sie es gut finden.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sehr richtig.
        Ändert nichts daran, dass nicht immer alle einverstanden sind mit dem, was der Partner bezüglich der Kinder macht. Und da geht es nicht nur um die Bekleidung.

    • sottosopra sagt:

      Wäre doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung: Weniger ist mehr (https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/weniger-ist-mehr-so-geht-suffizienz). Bin kein Freund von solchen Geschenken. In der Regel handelt es sich um in China produziertem Mist, welches nach 2 Monaten entsorgt wird. Vielleicht überlegt sich der Freund beim nächsten Mal etwas mehr beim Schenken, wäre wünschenswert. Muss auch nicht immer etwas Materielles sein.

      • Sportpapi sagt:

        Ich glaube nicht, dass es ein Schenken ist, wenn der Vater das Kind einkleidet. Zumindest habe ich das so verstanden.
        Und ob es bei Kinderbadehosen wirklich solche Qualitätsunterschiede gibt?

      • Karl-Heinz sagt:

        Ich habe mir den Link angesehen. „Natalie verschwendet nichts“, also so sieht sie auch aus.
        Auch einige der anderen machen einen etwas freudlosen Eindruck.

    • tststs sagt:

      Naja, vllt ist er ja ein Guter… und die Meinung des Kindes interessiert ihn eher als die der Beckenrandlästerschwestern…

  • Chris sagt:

    Wir haben die Leuchtschuhe durchgehen lassen, weil unser Sohn sie so cool fand. Gestern in der Werbung gesehen, jetzt gibt es sie von Geox (und nicht mehr nur bei Vögele) und man kann die Leuchtschrift mit einer App personalisieren.

    Die Zeiten ändern sich. Ihre Tochter ist ein Trendsetterin, in ein paar Jahren sind die Disney-Prinzessinen dann bei Prada 😉

    • Chris Frey sagt:

      Nun – da Sie anscheinen Geox als Trendsetter warnehmen, ist es vielleicht besser Sie überlassen den Kleiderkauf Ihrem/r Partner/in.

  • Karl-Heinz sagt:

    Kinder sind sehr wohl der Meinung, dass ihre Kleidung Stil haben muss. Lassen sie doch einfach mal die Kinder auswählen. Mädchen nehmen zu 85% die rosa Schwimmnudel und den Badeanzug mit bunten Blumen.

  • Peter sagt:

    Was, wenn aus der urbanen Doppelverdiener-Blase mal die Luft raus ist? Willkommen in der Welt der Kleiderbörsen, Aldi und Lidls-Sonderaktionen….

  • Papperlapapi sagt:

    Meine Kinder tragen hello kitty Nachthemden, Crocs (oder Crocsimitate aus der Landi), Blinkschuhe, OVS-T-Shirts, C+A-Jeans, rosa Leggins….
    Niemand hat sich je daran gestört (zumindest hat es noch nie jemand laut ausgesprochen), am Wenigsten ich.
    Die Tochter wählt ihre Kleider selbst, Sohnemann ist froh, wenn Mami etwas heimbringt.
    Wir bewegen uns in der (aus Zürcher Sicht) peripheren Landeiergesellschaft.

  • mila sagt:

    Hmm, klar, kaufen Sie ruhig ausschliesslich im (hochpreisigen) skandinavisch/italienischen Biolabel-Segment… wenn Sie denn einen gestreamlinten Mode-Lemming züchten wollen. Persönlich denke ich, dass eine Palme oder ein Clown auf dem Shirt noch kein kinderfreundliches Outfit machen. Gedeckte Farben und Pastelltöne (auch im Kinderzimmer) lassen es, durchgängig durchgezogen, irgendwie an… Buntheit vermissen. Was nun keineswegs für blinkende Sneakers spricht. Aber wie so oft geht es um so etwas wie Augenmass – und Freiheit für die eigene (Geschmacks-)Entwicklung des Kindes.

  • Olivier Dohrau sagt:

    Relax, Claudia. Modeaffin seid ihr wohl beide: du und deine Tochter. Nur definiert deine Tochter es noch spontaner und natürlicher, als wir Erwachsene. Gut ist, was ihr gefällt. Wir alten verharren hier längst nicht mehr und überlegen uns dauernd, oh Gott was denken die Nachbarn darüber. Aber eigentlich versäumen wir nur unnötig Zeit. Unsere Töchter sind längst glücklich über ihre Wahl.
    Darum geht es doch letztendlich, nicht wahr?

  • Caroline sagt:

    Kinder in anderen Ländern haben kein Geld für Badesachen. Da sollte man vielleicht die eigenen Prioritäten überdenken und sich seinen Privilegien bewusst werden.

    • Sportpapi sagt:

      Dieses Kind möchte ja auch lieber ohne Badesachen…

    • Christoph Bögli sagt:

      Vielleicht sollte man in dem Fall doch einfach all unsere Kinder-Basesachen in diese Länder (welche eigentlich?) schicken, damit unsere Kinder endlich nackt und die andere irgendwo im Ausland endlich angezogen baden können. Win-win.

      Aber ernsthaft, der Vorsatz hört sich auf dem Papier ja immer nett an, aber hält sich die Caroline selber denn immer dran? Beim Einkaufen immer nur brav nach Privilegiertenbewusstsein? Wenn die Arbeit stresst und man nicht gut drauf ist – durchatmen und sich der Privilegien bewusst werden. Wenn das Auto liegen bleibt – Privilegien bewusst werden! Wenn eine unschöne Diagnose kommt – Privilegien (anderswo gibts noch nicht mal einen Arzt)! Wenn der Ehemann fremd geht – die Privilegien bleiben zum Glück (anderswo kann man sich nicht mal scheiden lassen)?

    • Maru sagt:

      Genau, und sich auch dessen bewusst sein, dass die Zeitgenossen der immer dekadenter werdenden westlichen Welt sich in nicht mehr allzu ferner Zukunft mit wesentlich härterem Tobak zu befassen haben werden, als mit Problemen dieser Art,

    • fufi sagt:

      Und Erwachsene in anderen Ländern haben wohl andere Sorgen, als sich in ihrer modeaffinen, urbanen Doppelverdiener-Blase wegen eines Kinderkleidchens zu blamieren!

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