Männer an die Waschmaschine!

Das macht bei Ihnen die Frau? Schämen Sie sich! Foto: iStock

«Benutzen Sie Flüssigwaschmittel?», wurde meine Frau kürzlich von einer Dame angesprochen, die eine Umfrage durchführte. Ihre Antwort: «Keine Ahnung, mein Mann wäscht.» Die Dame sei entsetzt gewesen und habe es kaum glauben können.

Ich wiederum bin erstaunt über ihre Reaktion, schliesslich wasche ich meine T-Shirts, Hosen und Unterhöslein selber, seit ich etwa 13 Jahre alt war. Doch ein Blick in die Statistik rehabilitiert die erstaunte Dame: Waschen ist die Tätigkeit im Haushalt, die am seltensten von Männern übernommen wird. Nur in 4 Prozent der Paarhaushalte ist der Mann fürs Waschen zuständig.

Was sind die Gründe? Ich kann höchstens spekulieren: Die Frau gibt die Wäsche nicht aus der Hand, weil sie Angst um ihre Kleider hat? Möglich, aber vermutlich nicht die ganze Wahrheit. Genauso wahrscheinlich scheint mir, dass sich viele Männer nicht gerade um das Ämtli reissen.

Deshalb will ich Ihnen heute erzählen, warum ich mich gerne um die Wäsche kümmere. Meine Motivation mag bestimmt nicht jeden überzeugen, aber vielleicht entdeckt ja der eine oder andere Mann ebenfalls seine Faszination fürs Waschen.

Eine anspruchsvolle Aufgabe für stille Schaffer

Wie andere Aufgaben im Haushalt ist der Waschdienst eine wichtige Dienstleistung an der ganzen Familie. Der Wäscher ist dafür zuständig, dass stets in allen relevanten Kategorien saubere Kleider vorhanden sind. Die Lieblingsstücke müssen nicht nur hochverfügbar sein, sondern auch möglichst lange leben: Dafür benötigt man das richtige Waschmittel, die richtige Temperatur, schonendes Aufhängen, wenig UV-Licht, sanftes Bügeln und korrektes Falten. Geht entlang dieser Prozesskette etwas schief, äussert der Kunde Kritik. Dazu kommen ständige Sonderwünsche: «Morn bruchi imfall mini Glückssöckli. Es isch mer glich, wie du das machsch!»

Lob hingegen hört man selten. Lob ist etwas für Männer, die gerne kochen: «Schatz, säg, schmöckts der? I ha öppis Nöis usprobiert! Isch guet cho, gäll?» Naja, wers braucht. Der waschende Mann ist ein stiller Schaffer. Ein echter Arbeiter, der sich selbst motivieren kann.

Der perfekte Waschzeitpunkt – eine Funktion aus 750 Variabeln

Waschen ist ausserdem eine Aufgabe für Planer. In meinem Bürojob benötige ich ja selten Wissen aus dem Studium. Der Waschplan hingegen basiert grösstenteils auf meiner einstigen Lieblingsvorlesung «Advanced Planning and Scheduling II». Es ist alles eine Frage des Timings, ob man eine volle Waschladung zusammenbringt, ohne dass die Frau schon drei Tage auf dem letzten Schlüpfer läuft.

Überhaupt setzt Waschen viel Wissen voraus: Der waschende Mann von Welt weiss auf die Stunde genau, welche Pullis bei welchem Wetter wie lange trocknen. Wie ein guter Jasskönig hat er stets den Überblick, wer welche Hosen noch zur Hand hat und was schon gespielt wurde. Eine Herausforderung. Besonders bei Kindern, deren Ass ständig aus allem rauswächst. (Ja, auf dieses Wortspiel bin ich schon etwas stolz.)

9-Liter-Maschine mit 1600 U/Min

Dann wäre da noch die ganze Material- und Technikkunde: Färbt Muttis neue Strumpfhose ab? Überlebt Brechts Plüschregenwurm den Schleudergang? Aus welchen Hauptbestandteilen besteht Maximilian-Jasons Erbrochenes? Ui, Peperoni! Sofort handeln. Mit Öl, Zitronensaft oder der UV-Lampe?

Des Waschmanns Ehre fordert einen optimalen Ressourceneinsatz. Selbst Notfälle wie Maximilian-Jasons zehnminütiger Karussellritt sind keine Entschuldigung für halbvolle Maschinen.

Apropos Maschine: Wenn Sie wie ich Technik mögen, dann ran an den Waschvollautomaten, meine Herren. Ein Wunderwerk der Mechanik, Hydraulik und Elektronik, das korrekt bedient und gepflegt sein will. Gönnen Sie sich ruhig ein ordentliches Modell und sparen Sie andernorts. Faustregel: Das Fassungsvermögen Ihrer Waschmaschine sollte grösser sein als der Verbrauch Ihres Autos. Wäschetrockner wiederum sind eher etwas für Anfänger. Aber das muss jeder selber mit seinem Gewissen ausmachen.

Das Beste, liebe Väter: Wenn Sie waschen, leben Sie Ihren Kindern vor, dass das Geschlecht nicht darüber bestimmt, was man im Leben tut. Das ist ähnlich wirkungsvoll, wie wenn Ihre Frau Motorradrennfahrerin wird, aber weniger gefährlich. Obwohl …

PS: Ja, wir benutzen Flüssigwaschmittel.

299 Kommentare zu «Männer an die Waschmaschine!»

  • Michael sagt:

    Da frag ich mich doch, ob viele Männer von der einen Versorgungsanstalt (Elternhaus) gleich nahtlos in die andere (eigen Familie) gewechselt sind, und es nie Zeiten dazwischen gegeben hat, wo sie mal komplett alleine für sich sorgen mussten ? Oder sind sie mit ihrer schmutzigen Wäsche immer noch Sonntags bei Mutti vorbeigekommen ?
    Wenn jetzt zu hause die Frau das Wäschewaschen als ihre Aufgabe ansieht, warum soll ich als Mann da noch reinpfuschen ? Sollte es ihr mal zur Last werden, steht es ihr doch frei das dem Mann gegenüber zu kommunizieren. Und springt der Alte nicht drauf an, wird er schon sehen was er davon hat, wenn mal nicht gewaschen wird…..

  • Peter Huber sagt:

    Lächerlich… seit Jahren mache ich das selber…. alles in die Maschine… 30 oder 40 grad … fertig. Hat sich noch niemand beschwert…

  • Widerspenstige sagt:

    …. mache hier weiter …..
    Von Gleichstellung im Bereich Wehrpflicht kann dann Konsens gefunden werden, wenn Care-Arbeiten genügend Entlastung durch das Gemeinwohl in Form von ‚Zivildienst‘ erhalten. Gemäss BfSt wurden 400 Milliarden Franken pro Jahr dafür berechnet, welche nicht ausbezahlt werden an die vorwiegend von Frauen geleisteten Care-Arbeiten! Sie leisten somit bereits ‚Arbeiten für das Gemeinwohl‘, werden jedoch als Selbstverständlichkeiten/Privates angesehen. Ich gehe davon aus, dass kaum eine Frau sich gegen eine Bezahlung dieser Aufgaben stemmen würde, wenn diese wunderbarerweise als ‚Zivildienst‘ umbenannt werden. Haushaltshilfedienste leisten Frauen schon seit ewigen Zeiten neben familieninterner Betreuung von Kindern und betagten Eltern, Verwandten, Nachbarn …

    • Martin Frey sagt:

      Das, was die Leute gerne mit Care Arbeit bezeichnen, hat mit einem Dienst an der Allgemeinheit nichts zu tun. Care Arbeit dient immer gewissen Eigeninteressen und hat somit den Charakter eines Eigennutzes. Die Person wählt selber aus, zu welchen Zwecken und in welchem Umfang seine mehr oder weniger freiwillige Tätigkeit eingesetzt werden soll. Die Motivation allein ist iaR nicht so altruistisch wie gerne dargestellt.
      Bei einem Zivildienst bestimmt die Gesellschaft, wo welcher Bedarf besteht, und wo wessen Kapazitäten und Fähigkeiten am besten einzusetzen sind. Zum Wohle des Gemeinwesens, und nicht von Partikularinteressen.

    • Sportpapi sagt:

      @WS: Dann wird also künftig aus der Freiwilligenarbeit, zu der die Frauen offenbar genötigt werden, ein obligatorischer Zivildienst.
      Ich schätze die freiwillige Arbeit vieler Frauen (aber längst nicht aller, und immer weniger) sehr. Aber es ist und bleibt Freiwilligenarbeit, und nicht zu verwechseln mit einem obligatorischen Dienst.

    • Viola sagt:

      „Von Gleichstellung im Bereich Wehrpflicht kann dann Konsens gefunden werden,…“

      Nö, die Ungleichbehandlung muss jetzt sofort abgeschafft werden ohne Bedingung. Man kommt nicht weiter wenn man immer Bedingungen fordert bevor etwas erfüllt wird. Damit könnte man auch ein Gesetz zur Lohngleichheit ablehnen, weil ja erst die Ungleichheit bei der Dienstpflicht für Männer abgeschafft werden soll. Sorry aber so eine Argumentationslinie macht einfach keinen Sinn und führt zu nichts.

      Freiwiligenarbeit bitte nicht mit Pflichtdiensten verwechseln. Und ausserdem: Wird ein Mann der sich um Angehörige kümmert von der Wehrpflicht ausgenommen? Nein! Damit ist der Fall klar.

      • Viola sagt:

        @Widerspenstige „gehe davon aus, dass kaum eine Frau sich gegen eine Bezahlung dieser Aufgaben stemmen würde…“
        Wieso „würde“? Solche arbeiten sind bezahlt, nur nicht vom Staat oder von einem offiziellen Arbeitgeber. In welcher Ehe in der die Frau zuhause bleibt und der Mann arbeiten geht, muss die Frau selber für Miete, Essen, Kleidung und sonstige Auslagen aufkommen? Habe ich noch nie gehört. Auch wenn die Frau noch etwas arbeiten geht und sich mehr um Kinder/Haushalt kümmert habe ich noch nie von einem Mann gehört der seinen Mehrverdienst nicht teilt. Es gibt bestimmt Fälle aber die Regel ist es nicht. Probleme gibt natürlich bei der Rente, da muss man mit seinem Parten früh abklären das man gut abgesichert ist. Aber wir sind alle mündige Erwachsene, das kann man von erwarten.

    • Viola sagt:

      @Widerspenstige Nun noch zum Fall von einer Ehe in der beide voll Arbeiten und die Frau trotzdem einen Grossteil der Hausarbeit übernimmt. Ihr Argument ist nun: Weil es unsere Mitfrauen als Erwachsene nicht schaffen mit ihrem Partner im privaten eine faire Verteilung der häuslichen Lasten verhandeln, ist es ok vom Staat alle Männer zur Strafe zu einem Zwangsdienst zu verpflichten, weil die Frauen ja zuhause kostenlos arbeiten. Das ist ehrlich gesagt gewagt…

    • Widerspenstige sagt:

      Ich orientiere mich ausschliesslich an Ländern, wo Care-Arbeiten im BIP eingeschlossen sind und deshalb sich solche Fragen schon längst beantwortet haben. Dazu gehört die Schweiz leider noch lange nicht. Zum Beispiel Norwegen: da wurde eine Wehrpflicht für Frauen eingeführt, WEIL die strukturellen und auch finanziellen Anreize geschaffen wurden. Das ist weitsichtige Politik, damit Gleichberechtigung stattfinden kann. Es nützt wenig, wenn Frauen im gebärfähigen Alter zu einem Wehrdienst bzw. Zivildienst eingeteilt werden ein Jahr im voraus und dann ist die Frau schwanger und muss deshalb wieder ausgemustert werden wegen fehlender familienergänzender Betreuung des eigenen Kindes. Oder soll dann eine andere Zivildienstleistende so ein Kind betreuen? Wohl kaum.

      • Viola sagt:

        „Ich orientiere mich ausschliesslich an Ländern, wo Care-Arbeiten im BIP eingeschlossen sind “ Care-Arbeiten klingt fair aber wo ist damit der finanzielle Vorteil für die einzelne Frau?

        „da wurde eine Wehrpflicht für Frauen eingeführt, WEIL“ Eine allgemeine Wehrpflicht oder alternativ eine Dienstpflichtabschaffung sollte aber eingeführt werden weil es Falsch ist Männer zu diskriminieren. Andere Gründe muss es dafür nicht geben und braucht es auch nicht.

        „Es nützt wenig, wenn Frauen im gebärfähigen Alter zu einem Wehrdienst bzw. Zivildienst eingeteilt werden ein Jahr im voraus und dann ist die Frau schwanger…“ Ich denke die wenigsten Frauen werden mit 20 Schwanger. Für den Rest kann man ja eine Sonderlösung finden (Israel). Kann nicht der Mann in der Zeit das Kind betreuen?

      • Viola sagt:

        Und noch mal zurück zu meiner Frage: Warum schaffen es Frauen nicht mit ihren Partnern auszuhandeln wie die häusliche Arbeit aufgeteilt wird (ich habe es ja auch geschafft!) und warum ist es jetzt richtig das Männer kollektiv unter Nichtbeachtung persönlicher Härtefälle dafür bestraft werden?

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Das mit dem BIP hast du schon mehrfach angeführt. Ich verstehe allerdings nicht, was eine veränderte Berechung dieser Kennzahl irgendjemandem konkret bringen soll.
        Deine weitere Argumentation führt natürlich zu sehr kritischen Anschlussfragen.
        „Es nützt wenig, wenn Frauen im gebärfähigen Alter zu einem Wehrdienst bzw. Zivildienst eingeteilt werden ein Jahr im voraus und dann ist die Frau schwanger und muss deshalb wieder ausgemustert werden.“ Ensprechend sollte man Frauen im gebärfähigen Alter auch in der Wirtschaft nicht ausbilden und fördern, oder? Oder wie soll man dieses Argument verstehen?
        Und: Bekommt die Frau das Kind immer noch allein? Der Militärdienst des Mannes, der vielleicht mehrheitlich betreut, ist kein Problem?

      • Sportpapi sagt:

        Mit deiner Argumetation fällst du ein weiteres Mal allen Menschen, die Gleichberechtigung fordern in den Rücken.
        Wenn schon müssten ja Väter und Mütter vom Wehrdienst befreit werden. Was aus naheliegenden Gründen nicht sinnvoll ist.
        Kommt dazu, dass die meisten Frauen heute ihre Kinder sowieso erst nach 30 bekommen.

  • Synn sagt:

    Heute am Spiel ohne Grenzen der Primarschule: einige Kinder machen Weitsprung in den Socken. Kommentar eines jungen Helfers (allerhöchstens 25jährig): „zieht doch die Socken aus, sonst hat Mami keine Freude beim Waschen….“ Äääähm und ich habe gedacht die jüngere Generation sei weiter…

    Wir teilen das Waschen ca. 50/50, ist aber eher Zufall, gibt auch Bereiche die ich alleine mache, andere mein Mann – je nach Talent 😉

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Vielleicht liegt das einfach daran, dass sich die Väter über ein paar verdreckte, zerstörte Socken nicht so aufregen können wie die Mütter?
      Aber da ausserhalb dieses Blogs wohl immer noch mehrheitlich die Mütter die Wäsche waschen, hat der junge Helfer vermutlich einfach das nahe liegendste erwähnt…

  • Peter Kuster sagt:

    Bei uns zu hause koche ich und gehe einkaufen, meine Frau putzt und wäscht. Den Güselsack und die Grünabfuhr bringe ich nach draussen. Ich denke das ist doch eine gute Aufteilung. Als meine Frau schwanger war, habe ich auch die Wäsche gemacht mit dem Erfolg, dass plötzlich andere Männer im Haus auch die Wäsche machen mussten ……

  • Jürg Brechbühl sagt:

    Der Vorteil von selber waschen ist definitiv, dass ich bei der Arbeit die Hände an den Hosen abputzen darf, im Dreck wühlen, am Waldboden kriechen, von Kopf bis Fuss mit Laub und nasser Erde überzogen nachhause kommen. Als Diplombiologe weiss ich am Schluss besser Bescheid als alle meine lieben Kolleginnen, die ständig Frisur und Maskara in Ordnung halten müssen.

    Ich leistete mir ganz neu einen Waschroboter von V-Zug. Zur billigen Bauknecht vorher ist der Unterschied nicht vorzustellen. Die Wäsche wird trotz extrem hartem Wasser weich ohne Weichspüler. Für übel dreckige Sachen kann ich die Wäsche bis zu sechs Stunden einweichen lassen. Sogar die handgestrickten Wollpullover filzen nicht darin. Und wenn ich ein bisschen prahlen will, so kann diese Maschine sogar Hemden im Dampf glätten.

    • Jürg Brechbühl sagt:

      Kurzversion: Richtige Männer waschen selber!

      • Da muss ich Ihnen nun doch kurz unschön in den Rücken fallen: Männer, die nicht waschen, sind selbstverständlich ebenfalls richtige Männer. Überhaupt sind meines Wissens alle Männer richtige Männer. Aber genug der Klugscheisserei.

  • Daniel Grossen sagt:

    Wirklich sehr amüsant der Artikel wie die sehr zahlreichen männlichen Kommentare. Ich glaubte fast in irgendeiner Frauen Strick Diskussionsgruppe gelandet zu sein so inbrünstig und engagiert wie über etwas völlig banales und alltägliches geschrieben und diskutiert wird wird. Die Wäsche selbst zu machen wird dermassen hochstilisiert, als ginge es um die Bedeutung des Rades, oder Buchdruckes. Waschen muss nunmal sein und selbst ist der Mann, das ist die schlichte Realität wie ich sie sehe. Dafür gibts weder einen Preis noch ist das besonders erwähnenswert. So und nun genug gebabbelt, die Wäsche ist trocken und muss gebügelt werden. Von mir. 😉

  • Aber Hallo sagt:

    In die Maschine schmeissen, aufhängen und in den Korb zurück legen ist etwa 50:50 bei uns. Wäsche zusammenlegen und versorgen – das hasse ich und übernimmt meistens mein Mann. Der findet das auch irgendwie eine beruhigende Arbeit 🙂

  • Enrico sagt:

    Naja , Männer arbeiten ja doch einiges mehr als Frauen in einer Ehe. ( Auch laut Bundesamt für Statistik )
    Also sollte Frau zuerst dem Mann etwas abnehmen, dann kann sich der Mann ja zB auch dem Waschen widmen.
    Und warum so oft dieses zurück ziehen in diesen Bereichen, wie zB auch Kindererziehen ?
    Nach der 100sten Zurechtweisung besser die Hände davon lassen.
    Mann stelle sich vor, Männer würden Frauen in der Arbeitswelt immer derart belehren !

  • Jacqueline sagt:

    Vater und Mutter arbeiten je 80 %, 18 Jahre alter Maturand und 24 Jahre alter Student. Vater macht seine Wäsche und die Jungs ihre und meine. 30 oder 40 Grad alles, ausser es ist mal jemand krank, was äusserst selten vor kam, auch nicht bei der ältesten Tochter, die nicht mehr zu Hause wohnt. Wäsche trocknet im Heizungsraum oder an der Sonne, gebügelt wird nichts ausser mal die Hemden, wenn mal wieder einer unbedingt eins braucht, und dann bügelt er es selbst. Für die Socken (der Jüngste spielt 4x pro Woche Fussball und Schulsport) gibt es halt leider nichts anderes als das gemeinsame Aufhängen und danach ein intensives Memoryspiel. Einer der Jungs hat Socken der einen Sportmarke, der andere einer anderen.

  • Stephanie Burri sagt:

    Grossartiger Text! Sehr amüsant Herr Tschannen.

  • Lia sagt:

    ich frage mich, wie Männer, die weder kochen, putzen noch waschen können, ihre erwachsenen Singlejahre verbracht haben.

  • Christoph Bögli sagt:

    Also ich mache häufig (~50%) die Wäsche und das nicht ungern, allerdings ist meine Perspektive auf diese Aufgabe gerade das völlige Gegenteil: ein paar Minuten effektiver Aufwand reichen, damit die Maschine einem über mehrere Stunden das wohlige Gefühl vermittelt, gerade etwas zu leisten. Das ist wie bei der Arbeit als Programmierer wenn der Code gerade „compilen“ oder was komplexes durchlaufen muss, weshalb mit reinstem Gewissen die Füsse hochlagern und mit dem Kaffee in der Hand vor sich hinträumen kann. Waschen ist in der Hausarbeit also eine der Aufgaben, wo das Aufwand-Ertragsverhältnis am besten ist. Ausser natürlich, man macht es unnötig kompliziert und baut überflüssige Schritte wie „Bügeln“ ein, etwas, das in ca. >99% der Fälle getrost weggelassen werden kann.

    • Das Waschen selber ist nicht aufwändig. Einsammeln, sortieren, aufhängen, falten, bügeln, versorgen schon eher.

      Aber letztendlich ist ja keine einzelne Aufgabe im Haushalt für sich allein genommen sehr aufwändig. Klo putzen? 10 Minuten. Muss halt trotzdem gemacht sein und rechnet sich zusammen.

      • Dobi sagt:

        Nun, als ich das Waschen übernommen habe, für einen 6P Haushalt, wurden zuerst ein paar Tablare entfernt und ganz viele Kleiderbügeln gekauft.
        So werden die Kleider zum Trocknen direkt mit den Kleiderbügeln aufgehängt. Das spart Platz und Zeit.
        Ich hasste schon als Kind, dass die tollsten T-Shirts immer unten in der Kleiderbieg waren und so mein Kleiderkasten sehr schnell wie sau ausschaute ;).

  • Henriette sagt:

    Mein Mann weiss bestens, wie man Wäsche wäscht. Er hat sich vor 18 Jahren auch ein Laura-Star gekauft, weil ihm so das Bügeln damit besser von der Hand geht. Er putzt auch regelmässig das ganze Haus, weil wir seit zehn Jahren keine Putzfrau mehr haben.

  • Nala sagt:

    Also hier im Haushalt können auch alle Männer das Waschen übernehmen. Normalerweise machen das Mann und ich gemeinsam. Notfalls kanns aber auch der Sohn. Allerdings gibt es hier auch nur 30° oder 60°. Wobei 30° noch weiss und nicht weiss unterscheidet (und je nachdem muss dann halt weisses auch zu allem anderen, weil es nicht mal eine Sportwäsche ergäbe). Und 60° ist einfach Frotteetücher, Küchentücher, Putzlappen und Unterhosen. Alles andere reicht mit 30°. Und dann noch alles mit einem „Babywaschmittel“ – mit handelsüblichen Waschmitteln, duftet die Wäsche ja noch wochenlang intensiv nach Waschmittel. schrecklich.

  • Stefan sagt:

    Wie geht das mit der UV-Lampe? Wofür benutzt man die und wo bekommt man so eine?

    • UV-Licht hilft gegen gewisse Flecken – zum Beispiel Pepperoni. Das mit der UV-Lampe war hingegen eine Übertreibung. Würde bestimmt funktionieren, aber Sonnenlicht tut’s auch.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Bei weisser Wäsche nehme ich Zitronensaft, bei bunter Wäsche Gallseife gegen Flecken.

  • P.I. sagt:

    Ich mache 90% der Wäsche unserer 4 köpfigen Familie, sicher 50% des bügelns, idem für die restlichen Haushaltstätigkeiten, zudem die Steuererklärung, alle Reparaturen und erledige 90% der Rechnungung, zudem steuere ich 2/3 des Familieneinkommens bei. Erziehung ist so 50% / 50%.

  • Adriano sagt:

    wunderbar! ich musste so lachen, denn ich gehöre zu den 4% männlicher wäsche wascher. aber angeben will ich nicht, denn ich drücke mich vor anderer arbeit, wie zum beispiel putzen.
    bitte noch mehr solcher erheiternden artikel

  • Marek sagt:

    Wo in aller Welt hat es eine Hydraulik in einer Waschmaschine?

    • Und auf diesen Kommentar musste ich tatsächlich bis 16:07 warten? Wie lange dauert es wohl, bis endlich jemand merkt, dass ich das Fassungsvermögen fälschlicherweise in Litern statt Kilogramm angegeben habe?

      Anyway. Hydraulik je nach Modell. Meins hat eine Waschmittelhydraulik und mit etwas Grosszügigkeit könnte man auch Frischwasserzufuhr und Abwasserpumpe als Hydraulik bezeichnen. Hydraulik ist ja ein relativ weiter Begriff und umfasst nicht nur die technische Hydraulik zur Kraftübertragung.

      • Marek sagt:

        Aber Herr Tschannen, bitte erklären Sie doch genau, wo eine Waschmaschine eine Hydraulik hat. Informieren Sie sich doch zuerst, was eine Hydraulik ist, bevor sie versuchen andere der Lächerlichkeit preisgeben zu versuchen. Waschmittelhydraulik… ein von Ihnen erfundenes Wortspiel…

      • Die Waschmaschine pumpt Waschmittel aus einem Tank unter der Maschine in die Waschkammer. Mir ist wie gesagt bewusst, dass das nicht der Definition einer technischen Hydraulik zur Kraftübertragung entspricht. Hydraulik ist aber im weiteren Sinne die Lehre von der Strömung von Flüssigkeiten. Im Bauwesen spricht man gar von der Personenhydraulik, wenn es um Fussgängerströme geht. Man kann Begrifflich also durchaus auch Vorgänge in der Waschmaschine der Hydraulik zurechnen.

        Ich habe mitnichten versucht, Sie der Lächerlichkeit preiszugeben. Im Gegenteil, ich habe sogar noch einen Fehler im meinem Text eingestanden. Allerdings versuchen Sie gerade krampfhaft, mich als dumm hinzustellen und ich würde nur zu gern wissen, was das wahre Problem dahinter ist.

      • Marek sagt:

        Nein, nicht krampfhaft, mit ein wenig Recherche hätten Sie es selbst herausgefunden. Googeln sie doch einmal…

      • Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft auf dem weiteren Lebensweg.

  • Lisa sagt:

    Lieber Herr Tschannen – ich sehe schon meinen Mann und Sie über die Feinheiten des Wäschwaschens sinnieren. Nur eine kleine, schüchterne Frage: wer faltet bei Ihnen die Wäsche? Ich bin nämlich mit der Herausforderung konfrontiert, dass ich um 19 Uhr von der Arbeit nachhause komme und Berge frischgewaschener Wäsche vorfinde – die weder sortiert noch gefaltet noch um Kissen, Duvets und dergleichen drapiert ist. Ich hoffe also darauf, dass Sie nächstens eine motivierende Ode aufs Wäschezusammenlegen und -versorgen (am richtigen Ort und nicht hineingestopft) singen werden.

    • Im Prinzip mache ich das. Ab und zu hängt meine Frau die nasse Wäsche auf. Falten tu ich, aber da ich mit der eher chaotischen Schrankordnung meiner Frau nicht klar komme, muss sie ihre Wäsche selber versorgen.

  • Philippe sagt:

    Da hier gerade so viel Fachwissen vorhanden ist. Was spricht gegen ein Kombigerät, abgesehen vom Stromverbrauch des Trocknungsvorganges? Fassungsvermögen ist ein bisschen kleiner und man kann nicht Waschen und Trocknen gleichzeitig mit zwei Geräten. Ich möchte aber eh nur die Socken und so maschinell trocknen lassen.

    • Es spricht nichts in grossem Masse dagegen, aber Sie haben viele kleine Nachteile. Die Wesentlichsten liegen im Bereich der Effizienz und Sie haben sie schon angesprochen. Es sind halt Kompromissgeräte und der einzige wirkliche Vorteil ist die Platzersparnis. Wenn Sie den Platz haben, fahren Sie mit zwei Geräten vermutlich besser. Und wenn Sie ohnehin nur die Socken trocknen wollen, kommen Sie vielleicht auch ganz ohne Trockner aus.

  • champedissel sagt:

    Es leben die Clichés!
    Männer sind Vollidioten, die können nur Geld verdienen aber keine Wäsche waschen.
    Männer sind stinkfaul. Die arbeiten nur von morgens bis abends, haben dann keine Lust abends die Wäsche zu waschen.
    Mutti sitzt zu Hause und telefoniert mit ihrem Freundinnen für den nächsten Kaffeeklatsch.
    Noch mehr Clischés gefällig?

  • Nick sagt:

    Die Bedienung komplexer Maschinen und der Umgang mit giftigen Chemikalien ist traditionell Männersache. Daher verstehe ich absolut nicht was daran erwähnenswert sein soll, wenn ein Mann wäscht.

  • Olaf Pelx sagt:

    Naja, das Waschen ist ja nicht wirklich so eine Herausforderugn wie man es nach dem Lesen dieses Beitrags denken könnte. Unter dem Strihc ist es nur ein paar Köpfe drücken und dann hat man wider ca. 1h Ruhe und kann was anderes machen. Bügeln hingegen ist zeitintensiv und kann Kelider fast noch mehr ruinieren als einmal den falschen Waschgang genommen zu haben.

    • Karl Knapp sagt:

      Man ist oft und gerne geneigt, als Aussenstehender die Leistung anderer gering zu schätzen. Auch das korrekte Verfassen von Kommentaren wäre, also eigentlich und grundsätzlich, nur Knöpfe drücken. Und übrigens, ich selber habe einen Waschautomaten, der die Gänge selber wechselt.

      • marie sagt:

        Toll gekontert!

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Ohne auf den Inhalt seines Beitrags einzugehen: es ist ziemlich einfach sich über jemanden lustig zu machen der offenbar eine Schreibschwäche hat. Gut kontern geht anders.

  • Lars sagt:

    Waschen = 10 Minuten Ruhe vor den lieben Plagegeistern und dem lärmigen Familienenchaos. Warum sollte ich die meiner Frau gönnen?

  • Hermann Klöti sagt:

    Bei uns wäscht die Waschmaschine – von der Dame des Hauses bedient; immerhin trage ich meistens den Wäschekorb über zwei Stöcke nach unten/oben. Aber die Zeiten der Schwerarbeit sind vorbei: Ich kann mich an die 40er Jahre erinnern, als Vater am Samstag/Waschtag (5-Tagewoche war damals noch in weiter Ferne) um 6 Uhr früh den Waschkessel mit Holz beheizte und das schwere, heisse „Kochgut“ mittags um 12 Uhr in den „Schwinger“ liftete. Heute ist das alles elektrifiziert, dafür bleibt dann mehr Zeit für Diskussionen über’s Waschen…..

  • Barbara Feuchter sagt:

    Herrlich! Ich weiss gar nicht, was ich unterhaltsamer finde, den Blog oder die (meist) sehr heiteren und witzigen Kommentare! Super!

  • Lexi sagt:

    Hier ein paar Tipps von einem Miniteilzeit-Hausmann:
    – Für stark verschmutzte und weisse Wäsche Vollwaschmittelpulver verwenden. Flüsswaschmittel enthält keine Bleichmittel, sondern nur stark gewässerverschmutzende optische Aufheller. – Generell Pulverwaschmittel benutzen, da weniger Konservierungsstoffe und damit umweltfreundlicher. – Dosierung genau beachten und der Menge, dem Verschmutzungsrad und Wasserhärte anpassen. – Hartnäckige Flecken vor dem ersten Waschgang vorbehandeln, sind Sie einmal eingewaschen, gehen diese kaum mehr raus.
    – Bereits oft gewaschene Wäsche muss nicht zwingend pingelig nach Farbe, sondern einzig nach Temperatur sortiert werden. Dies spart Waschgänge und schont die Umwelt. Auf Weichspüler verzichten! Inhaltstoffe sind karzinogen. Ein Schuss Essig reicht.

    • Ja, Pulver hat tendenziell die bessere Waschwirkung als Flüssigwaschmittel, wenn man denn Bleichmittel überhaupt will. Optische Aufheller finden sich allerdings auch im Pulver.

      • Lina sagt:

        Pulver hat bedeutend weniger optische Aufheller und findet sich auch nur in Vollwaschmittel wieder (gleich wie bei Flüssigwaschmittel). Die bessere Wirkung ist denn auch hauptsächlich dem Bleichmittel geschuldet.

    • mila sagt:

      Und: bei dunkler Wäsche hinterlässt Pulver gerne Rückstände. Zumindest bei uns. Wir fahren rundum gut mit dem sensitiven Flüssigwaschmittel einer Öko-Marke – die auch einen Wäschespüler auf Zitronensäurebasis (statt Weichspüler) im Sortiment führt.

  • Viola sagt:

    „Das Beste, liebe Väter: Wenn Sie waschen, leben Sie Ihren Kindern vor, dass das Geschlecht nicht darüber bestimmt, was man im Leben tut.“

    Nette Idee Herr Taschannen. Kurze Frage nur ganz nebenbei: Wie erklären sie das dann ihrem Sohn wenn das Aufgebot zur Musterung kommt? Oder wenn er ein Jahr später in Rente gehen muss? Was ist wenn dann das ganze Konstrukt in sich zusammenbricht?

    • 13 sagt:

      Sie meinen wohl, wie erklärt Herr Tschannen seiner Tochter, warum sie für die gleiche Arbeit weniger bezahlt wird, warum sie im Ausgang belästigt wird und warum ihre Kleidung, egal wofür sie sich entscheidet, immer ein Politikum sein wird? Warum sie bei einem Vorstellungsgespräch gefragt wird, wie es um ihre Familienplanung aussieht und warum sie aufgrund Kindern oder auch nur möglicher Schwangerschaft bei Beförderungen übergangen wird? Wäre es anders rum, wäre es relativ einfach: In 60 Jahren wird es garantiert kein verschiedenes AHV-Alter geben. Den Wehrdienst in 20 vielleicht, aber da kann man relativ einfach sagen, dass diese paar Wochen ein guter Preis für lebenslange bessere Bezahlung darstellt. Aber wer was verändern will, muss den Kindern zeigen, wie es sein sollte.

      • Viola sagt:

        Aha, eine Diskriminierung rechtfertig also die andere! Ich habe es satt solch schlechte Argumente zu hören. Fast alle Dinge die sie beschreiben werden vom Staat geächtet, bei Nachweis und entsprechender Schwere sogar eine Straftat. Wehrpflicht wird vom Staat durchgeführt und gerechtfertigt, merken sie den gravierenden Unterschied?
        Und übrigens: Die Gender Pay Gap ist in der verbreiteten Form ein Mythos. Der Bund rechnet bei seinen Zahlen nicht ein mal verschiedene Branchen mit ein, und das wäre doch das Mindeste um vergleichbare Zahlen zu erhalten.

      • 13 sagt:

        @ Viola
        Nein, und das habe ich auch nie so gesagt. Aber wenn man von Diskriminierung spricht, sollte man auch alle Aspekte ansprechen und da sieht das Gesamtbild schon etwas anders aus. Der Satz „Fast alle Dinge die sie beschreiben werden vom Staat geächtet, bei Nachweis und entsprechender Schwere sogar eine Straftat.“ ist doch hoffentlich ein Scherz. Geächtet? Bei Nachweis? Und das in Fällen, wo teilweise der Staat selber den Nachweis verhindern (Lohnunterschiede) oder die Hürden sehr hoch setzt (Belästigung)?
        Betreffend Gender Pay Gap empfehle ich eine Lektüre der Verfassung. Da steht „gleichWERTIGE Arbeit“ und „der Staat sorgt für rechtliche und TATSÄCHLICHE Gleichstellung“. Geschehen ist bisher nichts. Und ich würde beides befürworten.

      • Fritz sagt:

        @13: Für Sie nochmals: der Gender Pay Gap existiert nicht, wenn er sauber gerechnet wird (also Erfahrung, Ausbildung, Arbeitsausfälle, etc. alles eingerechnet). Er ist dann noch bei 1 – 2% Differenz und dies ist auf statistische Gründe zurückzuführen. Aber zum Glück merken die Leute endlich, dass das GPG-Gerede nur Geschwurbel ist.

      • 13 sagt:

        @ Fritz
        Ob etwas existiert oder nicht, kann nicht gesagt werden, wenn es nicht sauber abgeklärt wird, was die Schweiz schlicht verweigert. Zur Zeit sind es schlicht „nicht erklärbare Lohnunterschiede“, die erheblich sind. Und „nicht erklärbar“ heisst eben „nicht erklärbar“ und nicht „die Statistiker des Bundes sind einfach zu blöd, Ausbildung und Erfahrung zu berücksichtigen“. Gehen Sie nur mal auf das Salarium, geben Sie ALLES ein, Erfahrung, Alter, Ausbildung, Position etc. und Sie werden zwei Zahlen erhalten. Ist eine Tatsache nicht genügend nachgewiesen, heisst das eben nicht, dass sie nicht wahr ist, sondern nur, dass der klare Beweis fehlt. Und da fiel die politische Entscheidung, einfach nicht weiterzusuchen. Man könnte ja etwas finden….

      • Viola sagt:

        @13 Zu „eine Diskriminierung rechtfertig eine andere“: „Nein, und das habe ich auch nie so gesagt.“
        Doch das haben sie: „Den Wehrdienst in 20 vielleicht, aber da kann man relativ einfach sagen, dass diese paar Wochen ein guter Preis für lebenslange bessere Bezahlung darstellt.“

        „ist doch hoffentlich ein Scherz.“
        Nein: Sexuelle Belästigung und ungleiche Bezahlung sind illegal, also geächtet. Nur weil der Staat nicht gleich die Gehälter in allen Firmen veröffentlich verhindert er einen Nachweis nicht. Einfach die Kollegen fragen, mache ich ja auch so. Hürden sehr Hochgesetzt? Sie meinen wohl „Im Zweifel für den Angeklagten“.
        Was ist gleichwertige Arbeit? Für mich ist das gleiches Unternehmen selbe Stelle (genau das, was die Statistik des Bundes nicht untersucht)

      • Viola sagt:

        „Ist eine Tatsache nicht genügend nachgewiesen, heisst das eben nicht, dass sie nicht wahr ist, sondern nur, dass der klare Beweis fehlt.“

        Korrekt, Problem ist: Das heisst aber eben auch nicht, das die Tatsache wahr ist. Genau davon gehen sie aber aus und benutzen dies als Argument. Logikfehler.
        So sehr wie das Thema gepusht wird wäre es wohl momentan eher auf feministischer Seite wünschenswert das nicht genauer untersucht wird. Was wäre denn, wenn man nichts findet?

        „Und „nicht erklärbar“ heisst eben „nicht erklärbar“ und nicht „die Statistiker des Bundes sind einfach zu blöd, Ausbildung und Erfahrung zu berücksichtigen““
        Sie finden also man müsste nicht nach Firma/Branche unterscheiden, oder wie soll ich das verstehen? Genau das wird nicht, getan schauen sie in die Statistik!

      • 13 sagt:

        @Viola
        Die Indizien sind stark genug, um es glaubhaft zu machen. Es reicht nicht für den Beweis im Enzelfall, da eben keine Untersuchung vorliegt. Nach Branchen wird durchaus unterschieden:
        https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit-erwerb/loehne-erwerbseinkommen-arbeitskosten/lohnniveau-schweiz/lohnunterschied.assetdetail.2118701.html
        Was ich meine ost, dass dringend auch die Frage gestellt werden muss, warum typische Frauenbranchen so häufig tiefere Branchenlöhne haben, trotz vergleichbarer Ausbildung.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn nun eine Untersuchung vorliegen würde – und jeder, der klagt, könnte ja eine solche auslösen – und in dessen Folge doch keine juristisch relevanten Verstösse gezeigt werden können, ist das Thema dann vom Tisch?
        Und ja, es ist ein Problem, dass Frauenberufe teilweise schlechter bezahlt werden. Ein Grund, solche Berufe nicht zu wählen. Ich sehe aber keine Möglichkeit, dass der Bund hier eingreift. Sonst müsse er ja all die unterklärlichen Lohnunterschiede zwischen den Branchen auch angehen. Unmöglich!
        Und zur Statistik. Gruppen wie „JuristenInnen, SozialwissenschaftlerInnen und Kulturberufe“ sind nun definitiv sehr gross und breit, und sicherlich kein einheitlicher Lohn zu erwarten!

      • Viola sagt:

        „Was ich meine ost, dass dringend auch die Frage gestellt werden muss, warum typische Frauenbranchen so häufig tiefere Branchenlöhne haben, trotz vergleichbarer Ausbildung.“

        Die Frage kann man Stellen ich bin nur sicher das hat nichts mit Frauen zu tun. Sorry aber zu glaube das sich nun die ganze Gesellschaft verschworen hat um Frauenbranchen niedrig zu bezahlen ist Quatsch und grenzt an eine Verschwörungstheorie.

        „Die Indizien sind stark genug, um es glaubhaft zu machen“
        Auslegungssache. Der GPG (jetzt mal zur Abwechslung der Unbereinigte) ist meiner Meinung nach einfach keine gutes Indiz für die Gleichstellung der Frau. Oder warum hat dann Italien einen niedrigeren als Schweden?

    • Das Aufgebot zur Aushebung und das unterschiedliche Rentenalter erkläre ich meinem Kind genauso wie die von 13 erwähnten Punkt damit, dass es Dinge gibt, die noch geändert gehören. Und selbstverständlich darf es gerne mithelfen, die Gesellschaft in seinem Sinne zu gestalten.

      • Viola sagt:

        Gut, vielen Dank Herr Tschannen, eine gute Antwort in der Tat. Nur als Diskussionsanregung: Es wird derzeit in Zeitungen viel über die Nachteile der Frauen diskutiert. Auch wenn das wichtig und richtig ist: Es ein ziemlich grosser Skandal das der Staat noch völlig ungestraft Männer und Söhne diskriminiert. Eben gerade weil es der Staat als offizielle Institution tut, wiegt es besonders schwer. Das sich auch in der Gesellschaft teils noch Sachen ändern müssen (bei einigen Punkten hat 13 ja recht), ist davon unabhängig natürlich auch klar.

      • 13 sagt:

        @ Viola
        Wir sind völlig einer Meinung, dass es geändert werden muss. Es trifft aber nicht zu, dass nur einseitig berichtet wird. Das AHV-Alter ist nach Ablehnung der Reform ein Thema und wird es bleiben, bis es zu einer Anpassung kommt. Über die Wehrpflicht wurde vor Kurzem abgestimmt, das Volk hat es verpasst, es zu ändern. Aber ob es schwerer wiegt, was der Staat konkret tut oder was er duldet, obwohl offensichtlich, ist letztlich Wortklauberei. Tatsache ist, dass Geschlechterdiskriminierungen, egal in welche Richtung, im Jahre 2018 kein Thema mehr sein sollten. Traurig, dass das leider noch nicht der Fall ist. Umso wichtiger ist es, die nachfolgende Generation zu sensibilisieren, dass manche Sachen, wie wer die Wäsche macht, nicht gott- oder naturgegeben sind.

      • Sportpapi sagt:

        Wann haben wir vor kurzem über die Wehrpflicht abgestimmt? Und auch dann – verfassungswidrig ist es trotzdem, dass sie nur Männer umfasst.
        Und natürlich ist es ein grosser Unterschied, wenn der Staat offensichtlich, objektiv und unwidersprochen massiv ein Geschlecht diskriminiert, während es auf der anderen Seite „nur“ darum geht, möglicherweise vorhandene Diskriminierungen nicht von sich aus mit viel Aufwand aufzuklären. Aber immerhin eine kaum genutzte Klagemöglichkeit einräumt.
        Und es ist klar, dass nun endlich einmal die Ungerechtigkeiten gegenüber Männer ein Thema werden müssten, wenn man Gleichberechtigung wirklich ernst nimmt. Sonst ist das eine Farce.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Vor knapp 5 Jahren nenne ich kürzlich und ich glaube nicht, dass die 73% Frauen waren. Und eine nicht realistische Klagemöglichkeit bringt faktisch gar nichts. Die dient nur, um dem Bürger das Gefühl zu geben, der Staat kümmert sich darum. Hat ja such bestens geklappt. Klar ist, dass Gleichberechtigungsbestreben von der männerdominierten Machtelite noch nie wirklich ernst genommen werden. Daran würde auch eine Gleichstellung der Männer nichts ändern, nur dass die Motivation von sehr klein auf nicht vorhanden sinken würde. Schau mal die Diskussion AHV-Alter vs Lohn. Das eine wird kommen, das andere noch lange nicht. Wozu auch, wenn die Männer (wieder mal) das bekommen, was sie wollen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Noch einmal: Das unterschiedliche AHV-Alter ist unbestritten Diskriminierung. Schlimm genug, dass ausgerechnet die SP und die Frauen, die sonst an allen Fronten für Gleichberechtigung kämpfen, offenbar die Behebung dieses Ärgernisses mit allen Mitteln verhindern wollen. Glaubwürdigkeit geht anders, und Partner bei anderen Anliegen schafft man sich so sicherlich auch nicht, im Gegenteil.
        Auf der anderen Seite stehen behauptete Lohnunterschiede, die sich aus grossflächigen Statistiken ergeben. Da, wo eine Diskriminierung wirklich vorliegt, kann geklagt werden. Warum passiert das nicht? Und warum nicht erfolgreich? Weil zwar viel geredet wird, aber bei näherem Hinsehen vielleicht doch nicht so viel dran ist?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Entschuldige, aber ich kann langsam wirklich nur lachen. Dialog ist dir völlig fremd, es macht keinen Sinn. Aber wenn du es wissen willst:
        1. Ich habe NIE die Ungleichheit des AHV-Alters bestritten oder sie verteidigt.
        2. Dass v.a. Frauen und die SP dagegen kämpft, ist Deine Erfindung und hat mit der Wahrheit nichts zu tun. Vergiss mal die Verschwörungstheorien, NIEMAND bestreitet, dass eine Anpassung sein muss. Über den Preis kann man reden.
        3. Wie oft hast Du hier erklärt, wie wichtig die Unschuldsvermutung ist und wie gefährlich es wäre, Klagen ohne eindeutige Beweise gutzuheissen? Und nun fragst Du, warum Klagen (die die einzelne Arbeitnehmerin nie beweisen kann!) nicht durchkommen? Komm schon, diese Intelligenz traue ich dir eigentlich zu.

      • 13 sagt:

        Und ich möchte nochmals den Vergleich zum Familienrecht ziehen, da Du ja dort eine Diskriminierung zugibst, auch wenn sie nicht gesetzlich verankert ist. Es besteht eine Klagemöglichkeit wegen Diskriminierung, direkt aufgrund der Verfassung. Warum wird diese nicht genutzt? Weil keine Diskriminierung vorliegt und es andere gute Kriterien gibt, so zu urteilen? Oder vielleicht, weil die Klage eines Einzelnen im bestehenden System keinen Sinn ergeben würde, da ein Beweis unmöglich wäre, auch wenn Diskriminierung vorliegt?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Position der SP ist: „Keine Reform auf Kosten der Frauen.“ Und: „Im Namen der Gleichstellung das Frauenrentenalter zu erhöhen, ist ein Hohn für alle Frauen.“ Entsprechend wird eine „substantielle Kompensation“ verlangt. Du hast dich schon gleich geäussert. Eben: „Über den Preis kann man reden.“ Das mag ja gutes Taktieren sein, untergräbt aber die Glaubwürdigkeit. Oder anders gesagt: Als Mann wäre ich schon lange nicht mehr in der SP.
        Den Punkt Unschuldsvermutung verstehe ich nicht. Erstens findet üblicherweise bezüglich Lohndiskriminierung eine Vorverurteilung statt. Und zweitens ist es Aufgabe eines Gerichtes, im Falle der Klage den Sachverhalt genau zu prüfen. Warum soll das nicht möglich sein im Einzelfall?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Weiter zum Familienrecht: Man kann Entscheide weiterziehen. Aber vermutlich ist es schwierig, gegen Gerichtsentscheide zu klagen. Aber sehr viel einfacher, gegen Firmen.
        Ausserdem sind ja die Entscheide der Gerichte in den seltensten Fällen diskriminierend, indem die falsche Person Sorgerecht und Obhut erhält (obwohl es das auch gibt). Das Problem ist dieses alles/fast nichts-Prinzip, das dafür sorgt, dass ein Elternteil praktisch ganz den Umgang mit den Kindern verlieren kann.
        Aber in den wenigen Fällen, da ein Gericht praktisch erklärt, der Umgang mit der Mutter sei per se für ein Kind wichtiger als der mit dem Vater, da würde ich tatsächlich eine Klage befürworten.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Die SP-Frauen hätten ja ein Ja befürwortet. Und richtig: über den Preis muss man reden. Wenn mir die Migrosverkäuferin sagt, ich bekäme kein Weggli ohne 1.- zu bezahlen, heisst das ja nicht, dass sie der Meinung ist, ich hätte kein Recht auf das Weggli!

        „Und zweitens ist es Aufgabe eines Gerichtes, im Falle der Klage den Sachverhalt genau zu prüfen. Warum soll das nicht möglich sein im Einzelfall?“
        Weil diese Aussage falsch ist. Das Gericht klärt in den allermeisten Fällen nichts ab, es würdigt lediglich die vorgebrachten Beweise. In strafrechtlichen Verfahren ist es die Staatsanwaltschaft, die abklärt. Und in zivilrechtlichen, wie bei einer arbeitsrechtlichen Klage, trägt der Kläger die Beweislast. Vollumfänglich!

      • Viola sagt:

        @13 Niemand behauptet das die ganzen 73% Frauen waren aber unschuldig sind wir nicht:
        https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/73-Prozent-sagen-Nein-zur-Abschaffung-der-Wehrpflicht/story/18152737
        Zitat Anton Schaller: „Vor allem Frauen zeigten in Gesprächen keine allzu grosse Bereitschaft, die obligatorische Wehrpflicht aufzugeben.“ Die Männer sagen danke!

        „Das eine (AHV) wird kommen, das andere (gleich Löhne) noch lange nicht.“
        Doch wird es:
        https://www.srf.ch/news/schweiz/gleiche-arbeit-gleicher-lohn-lohnanalyse-soll-fuer-gerechtigkeit-sorgen
        Es wird halt nicht nach ihrer seltsamen Definition Lohngleichheit herrschen, das das ganze auf Firmen und Stellenebene verglichen wird. Ich bin übrigens für das Gesetz da dann endlich etwas Klarheit herrscht.

      • 13 sagt:

        Familienrecht:
        Und da haben genau die Analogie. Das Gericht muss prüfen, welcher Umgang der richtige ist (ob alternierende Obhut), da schreibt ja das Gesetz nicht x oder y. Ein Weiterzug aufgrund Diskriminierung ist nicht schwerer als eine Klage gegen einen Arbeitgeber, erst recht nicht, wenn es ein grosse Firma ist.
        „Aber in den wenigen Fällen, da ein Gericht praktisch erklärt, der Umgang mit der Mutter sei per se für ein Kind wichtiger als der mit dem Vater, da würde ich tatsächlich eine Klage befürworten.“
        Ja, Ausnahmefälle, die es kaum geben wird. Oder um Sommaruga zu zitieren: „Keine Firma ist so blöd Frauen direkt zu diskriminieren!“

      • Viola sagt:

        „Dass v.a. Frauen und die SP dagegen kämpft, ist Deine Erfindung und hat mit der Wahrheit nichts zu tun.“
        Doch hat es:
        https://www.sp-ps.ch/de/publikationen/medienmitteilungen/akzeptabler-kompromiss-steuervorlage-17-mit-stabilisierung-der-ahv
        „Für uns ist das Thema Frauenrentenaltererhöhung damit vorerst gestorben“
        Bitte bei der Wahrheit bleiben. „NIEMAND bestreitet, dass eine Anpassung sein muss.“ hört sich anders an (Allaussagen sind sowieso fast immer falsch).

        „Wie oft hast Du hier erklärt, wie wichtig die Unschuldsvermutung ist und wie gefährlich es wäre, Klagen ohne eindeutige Beweise gutzuheissen?“
        Ähem, mit Verlaub ich glaube das mit der Unschuldsvermutung war ich, sie kommen ein wenig Durcheinander.

      • Viola sagt:

        @Markus Tschannen „Sportpapi, indem Sie diese Anliegen einfach als gelöst betrachten, setzten Sie sich schon etwas dagegen ein, finde ich.“

        Das denke ich nicht unbedingt (ich vertrete ja die selbe Position). Es gibt durchaus Sachen die man bei der Berechnung des GPG kritisieren kann. So eindeutig ist es eben nicht. Das heisst aber nicht das man den GPG auch noch abstreitet und auch verurteilt wenn sehr sauber gerechnet wurde (pro Firma/Selle). Bloß wird das eben einfach oft nicht gemacht. Daher bin ich auch für das neue Gesetz für Lohntransparenz, dann weiss man wenigstens wovon man spricht.
        Auf der anderen Seite steht die Diskriminierung von Männern schwarz auf weiss in der Verfassung. Da kann ich schon verstehen wenn Männer das als sehr stossend Empfinden.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „„Keine Firma ist so blöd Frauen direkt zu diskriminieren!““
        Wie denn? Indirekt?
        Geht es also nicht darum, dass die Arbeitskollegin nebenan, die bei vergleichbarer Ausbildung den gleichen Job macht, deutlich weniger verdient. Das, war wir landläufig unter Diskriminierung verstehen würden.
        Sondern darum, dass „Frauenbranchen“ schlechter bezahlt werden. Was nur geht, weil meist genügend Frauen trotz bekannt schlechter Bezahlung diese Berufsfelder wählen.
        Ich habe grosse Mühe, dies so allgemein als Geschlechter-Diskriminierung zu bezeichnen. Und die Lösung liegt sowieso darin, solche Jobs zu meiden, bis der Lohn ansteigt.

      • Viola sagt:

        @13 Das ist noch so eine Sache die mich aufregt:
        „Über den Preis kann man reden.“

        Es wird gerade in der Gesellschaft viel darüber geredet das Männer ihre Privilegien (welche das auch immer sein mögen) aufgeben sollen auch wenn es weh tut. Mit dieser Aufopferungsbereitschaft ist es aber wohl bei Privilegien bei uns Frauen nicht so weit her, oder? Das ist doch verlogen und hat nichts mit Gleichstellung zu tun!

      • Sportpapi sagt:

        @13: Noch zur Beweislast. Heisst es nicht im Gesetz: “ Art. 6 Beweislasterleichterung
        Bezüglich der Aufgabenzuteilung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Entlöhnung, Aus- und Weiterbildung, Beförderung und Entlassung wird eine Diskriminierung vermutet, wenn diese von der betroffenen Person glaubhaft gemacht wird.“
        Das tönt für mich ganz anders, als du es erklärt hast.

      • Martin Frey sagt:

        @Viola
        Besten Dank auch meinerseits für Ihre stringenten, fundierten und engagierten Voten. Ich sehe Punkt um Punkt für Sie, wie Sie zwar fair beide (@13) Seiten der Gleichberechtigungsdiskussion beleuchten, dabei jegliche Scheinargumente zerlegen.
        „Über den Preis kann man reden.“
        In der Tat ist das die Haltung, die viele Leute am meisten nervt. Ausgerechnet die Partei die ständig „sozial“, „gerecht“ und Gleichberechtigung im Munde führte, bewegt sich keinen Deut ausser man kauft sie kräftig genug. Wie auch aktuell beim AHV/Steuerkuhhandel schön zu beobachten ist.
        Nein, 13, Ihre Partei macht bei den echten grossen Gleichberechtigungsfragen auf Totalopposition und diskriminiert ganz bewusst weiterhin die Männer und unsere aller Söhne, im Namen irgendeiner ominösen Besitzstandwahrung.

      • Martin Frey sagt:

        / Wenn es einer Partei ernst wäre mit einer Beseitigung von Ungerechtigkeiten, würde Sie nämlich einfach Hand bieten für die Beseitigung, und nicht diese Ungerechtigkeiten noch als Faustpfand einsetzen.
        Das oft gehörte Argument zur Wehrpflicht „dann schaffen wir sie doch ab“ ist billig, wie auch schon gesagt. Denn Fakt ist, und wird noch eine Weile so sein, dass es keine Armeeabschaffung geben wird. Und solange es eine Dienstpflicht gibt, besteht im Jahr 2018 keinen Grund mehr, diese nicht auf Frauen auszudehnen, mit einer freien Wahl zwischen Militär-und Zivildienst. Die nordischen Länder, die sonst von linksfeministischer Seite noch so gerne zu jeder (un)passenden Gelegenheit als Vorbild herangezogen werden, machen es teils schon vor.
        Dito für das ungleiche Rentenalter, ein Unding.

      • 13 sagt:

        @ Viola
        Ich habe mit SP bereits mehrere solche Gespräche geführt, darum das mit der Unschuldsvermutung…aber ich finde es schön, dass Sie sich privilegiert fühlen (ich gehe davon aus, dass Sie eine Frau sind).

        @ SP
        Ja, indirekt und v.a. unbemerkt. Oder vereinfacht gesagt: keine Firma würde im Personalreglement zwei Lohntabellen abdrucken oder auf den Lohnausweis „Frauenlohn“ schreiben. Und ohne solche klaren Aussagen ist es für den Einzelnen kaum möglich, etwas zu beweisen. Und da reicht auch eine Erleichterung nicht auch, denn wo die Grenze des „Glaubhaftmachens“ gesteckt wird, ist wieder eine Auslegungsfrage. Es ist und bleibt ein Fakt, dass der Einzelne nie die gleichen Möglichkeiten hat, wie der Staat. Bei beiden Themen.

      • Sportpapi sagt:

        Richtig, viola. Wenn man privilegiert ist, und Privilegien immer nur abgibt, wenn man ein neues Privileg dafür bekommt, dann bleiben die Ungerechtigkeiten unter dem Strich immer erhalten. Aber vermutlich macht man halt so Interessenspolitik.

      • 13 sagt:

        „Wenn man privilegiert ist, und Privilegien immer nur abgibt, wenn man ein neues Privileg dafür bekommt, dann bleiben die Ungerechtigkeiten unter dem Strich immer erhalten.“

        Richtig, SP. Dem kann ich von Herzen zustimmen. Und genau das ist der Grund, warum nicht das eine ohne das andere verhandelt werden kann. Die Privilegien des ohnehin privilegierten Geschlecht auszubauen, würde die Gleichberechtigung nur rückwärts werfen. Wie gut erinnere ich mich an die Worte eines transsexuellen Mannes, den ich mal getroffen habe und der das Leben als Frau und als Mann kennt. Er sagte nämlich: „Jeder, der wirklich denkt, die Männer seien diskriminiert, soll für einen Tag sein Geschlecht ändern und sich in der Öffentlichkeit bewegen.“ Nun, für mich ist damit alles gesagt.

      • Viola sagt:

        „…habe mit SP bereits mehrere solche Gespräche geführt“ Klar das nicht jeder aus der SP die selbe Meinung hat. Was allerdings klar ist: Die offizielle Parteilinie. Und die ist ganz klar gegen die Rentenalterserhöhung. Das wurde in letzter Zeit auch in allem Medien mit dem Satz „damit ist die Erhöhung vorerst vom Tisch“ so kommuniziert. Wie sie das übersehen konnten ist mir schleierhaft, gerade weil sie sich ja für die Partei interessieren.
        „Es ist und bleibt ein Fakt, dass der Einzelne nie die gleichen Möglichkeiten hat, wie der Staat.“ Im Gegenteil: Wie soll der Staat bei jeder einzelnen Gehaltsentscheidung überblicken warum sie so ausgefallen ist? Je komplexer der Job desto mehr Möglichlichkeiten gibt es Herauszustechen und sich hoch zu verhandeln (eigene Erfahrung).

      • Viola sagt:

        @13 „Richtig, SP. Dem kann ich von Herzen zustimmen.“ Wohl nicht wirklich, lesen sie überhaupt was sie erst vor kurzem geschrieben haben? Da forderten sie eine Kompensation dafür das Frauen gleichberechtigt werden was das Rentenalter angeht (Zitat: „Über den Preis kann man reden.“)

        „Jeder, der wirklich denkt, die Männer seien diskriminiert, soll für einen Tag sein Geschlecht ändern und sich in der Öffentlichkeit bewegen.““
        Ah ha. Weil Frauen diskriminiert und blöd angemacht werden, kann es nicht sein das Männer diskriminiert werden (Schauen sie in die Verfassung!). Oder was wollen sie damit sagen? Einzig andere Erklärung: Sie relativieren mal wieder und wägen verschiedene Diskriminierungsformen gegeneinander auf. Hatten wir uns nicht darauf geeinigt das nicht zu tun?

      • Viola sagt:

        @13 „dass Sie sich privilegiert fühlen“
        In manchen Bereichen bin ich das als Frau, ja, das ist wie dargelegt offensichtlich. Vor allem fühle ich mich aber nicht diskriminiert, aber das passt wohl einfach nicht in ihr Weltbild. Eventuell hatte ich auch Glück, aber ich habe ein Männerdominiertes Studium belegt und arbeite auch gerade ausschliesslich mit Männern zusammen. Habe nie eine schlechte Erfahrung gemacht. Das heisst nicht natürlich nicht das Frauen nie schlechte Erfahrungen machen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Nun, für mich ist damit alles gesagt.“ Oh ja. Wofür auch argumentieren und Fakten überprüfen, wenn ich doch glauben, meinen und spüren kann. Und erst noch jemanden kenne, der das auch sagt.
        Oh ja, muss schlimm sein als Frau in unserer Gesellschaft.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Es ist und bleibt ein Fakt, dass der Einzelne nie die gleichen Möglichkeiten hat, wie der Staat.“
        Doch. Es ist der einzelne, der weiss, dass er/sie weniger verdient als der Büronachbar, als der Vorgänger oder der Nachfolger. Es sind solche Fälle, die zu verfolgen sind.
        Der Staat kann immer nur irgendwelche Zahlen prüfen, ohne im einzelnen wirklich zu erkennen, wie es zu den Unterschieden kommt, und wo es wirklich Diskriminierung ist. Entsprechend ist bei der staatlichen Überprüfung ja auch keine Bestrafung geplant. Weil gar nicht umsetzbar.
        Und natürlich gibt es doch einige Gleichstellungsklagen von Einzelpersonen. Bei denen, im Gegensatz zu deinen Aussagen, Beweislastumkehr gilt.
        https://www.gleichstellungsgesetz.ch/d102.html?stichwort_110=on&represet=1

      • Viola sagt:

        „Und das hat, im Gegensatz zu Wehrpflicht und anderen von Ihnen vorgebrachten Punkten, massive Auswirkungen nicht nur für uns…“ Da schreiben sie jetzt wohl arg aus der Perspektive einer Frau oder? Auf unsere Männer und Söhne hat die Wehrpflicht sehr wohl eine starke Auswirkung. Und auch wenn es nicht so wäre: Ungerecht ist es trotzdem und nicht zu rechtfertigen.

        „…sondern auf die umliegenden und auch weiter entfernteren Länder im Osten Europas.“ Wir reden aber über Geschlechtergerechtigkeit in der Schweiz nicht über Arbeitsmigration im Euroraum. Sag ich ja, Nebenschauplätze. Ihr Bias wir immer offensichtlicher.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Viola
        richtig, das ist ein offenes Forum (in dem Sie, falls Sie authentisch sind nicht lange mitgelesen haben, deshalb entgeht Ihnen einiges an schon bestehendem Informationsaustausch), somit kommen während einem Verlauf neue Punkte ins Spiel und Sie sollen nun die Autorität sein, welche befindet was „Nebenschauplatz“ (deshalb nicht zu beachten) „Bias“ etc sei?
        Ich habe mich eingeschaltet weil Ihr „Zivis in der Pflege sind super“ längerfristig keine Verbesserung bringt erstens, und zweitens „Zivi in der Pflege“ nur entstehen konnte weil das Personal fehlt. Und fehlen tut es aufgrund ua politischer Weichenstellungen.

      • Viola sagt:

        Da das heutige System bis auf die Geschlechtergerechtigkeit laut Brunhild Steiner ja nicht so schlecht funktioniert, schlage ich folgenden Kompromiss vor: Die Wehr/Dienstpflicht wird auf Frauen ausgeweitet, aber die totale Anzahl der Dienstpflichtigen bleibt gleich. Durch die Behörden wird sichergestellt das die hälfte der Dienstleistenden (Unabhängig ob sie in der Armee sind oder Ersatzdienst leisten) Frauen sind. Der Rest der nicht gebraucht wird oder nicht leisten will muss den Wehrpflichtersatz zahlen. Somit ist für die die es wichtig ist die Landesverteidigung gesichert und die Geschlechtergerechtigkeit ist auch erfüllt.

      • Viola sagt:

        „Und es ist allgemein eher unredlich, in einer Argumentationskette sogleich mit Unterstellungen zu operieren, wenn man (forcierte) Antworten nicht bekommt.“ Sie mögen dies als unredlich empfinden, das haben sie aber nicht zu bestimmen. Klingt hart, ist aber so, tut mir leid.

        „von meiner Warte aus gesprochen“
        In ihren Worten: Von meiner Warte aus gesprochen ist es sehr wichtig klar offen darzulegen zu welchem Zweck man ein Argument vorbringt. Mir ist Transparenz und Ehrlichkeit in einer Diskussion sehr wichtig.
        Ansonsten wurde nun schon hinreichend begründet warum es wichtig ist das wir die Meinung von Brunhild zu Wehrgerechtigkeit hören. Ich verstehe wirklich nicht was so schwer daran ist,die eigene Meinung hier kund zu, ist ja nicht so das es irgendwelche Konsequenzen hätte.

      • mila sagt:

        PS, es ist kein Geheimnis, dass wir beide dann und wann auf semantische Differenzen stossen. Ich denke aber, dass MF den gemeinsprachlichen Wink mit dem Zaunpfahl verstehen wird. Es wäre mE ein guter Zeitpunkt, um kurz innezuhalten, und zu reflektieren. Wenigstens, wenn der ‚Sache‘ gedient sein soll.

      • mila sagt:

        Nicht, dass wir uns missverstehen, SP: Brunhild ist durchaus patent genug, um ihre eigene Frau zu stehen. Das war kein Mediationsversuch (für eine solche Rolle wäre ich denkbar ungeeignet), sondern eine Abkanzelung (Moderation sieht anders aus). Nur, dass wir vom Gleichen sprechen. Es ist mir immer wieder schleierhaft, wie schnell Menschen sich zur Meute umfunktionieren lassen, alles Gekannte in den Wind schiessen, wenn nur der Anreiz stimmt, und die Windrichtung, in die gebellt werden soll. Nehmen Sie es also bitte persönlich. Für mich hat ein Zweck keine Mittelheiligungsberechtigung.

        Damit: Ab in die Badi!

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Passend zum Sonntag werde ich also noch abgekanzelt. Interessant.
        Eins mache ich allerdings ganz sicher nie: Eine Diskussion im MB persönlich nehmen. Und ich habe oft genug bewiesen, dass ich nicht mit der Meute heule, sondern meine eigene Meinung habe. Wie hier.

    • Max Herre sagt:

      Hand auf’s Herz. Militärdienst ist heutzutage in der Schweiz faktisch freiwillig. Und bezüglich Rente, bis ein heutiges Kind so alt ist, wird das Rentenalter schon längst angepasst sein.
      Übrigens, es geht darum seinen Kinder zu zeigen, dass ihr Geschlecht nicht bestimmt, was sie tun können oder nicht. Dass die Welt ungerecht ist, ist eine völlig andere Lektion.

      • Viola sagt:

        @Max Herre Hand aufs Herz: Nein ist er nicht. Woher nehmen sie bitte so etwas? (Mit Militärdienst ist natürlich auch ein Ersatzdienst gemeint).

        „Übrigens, es geht darum seinen Kinder zu zeigen, dass ihr Geschlecht nicht bestimmt, was sie tun können oder nicht.“ Ein junger Mann will gleich mit dem Studieren anfangen, kann er aber nicht weil ihn der Staat in einen Dienst einzieht.

        „Dass die Welt ungerecht ist, ist eine völlig andere Lektion“ Nicht wirklich, wir reden doch über Ungerechtigkeiten auf Grund des Geschlechtes bei Frauen und bei Männern oder nicht? Das ist doch genau die Lektion um die es hier geht.
        Ich weiss nicht warum Leute Ungerechtigkeiten gegen Männer relativieren müssen: Lasst uns doch lieber gemeinsam für Gerechtigkeit kämpfen, überall wo der Schuh drückt!

      • Viola sagt:

        @13 Der o-ton ihres ersten Kommentars hörte sich nicht danach an das alles unbedingt geändert werden muss („Kommt Männer, habt euch nicht so dafür verdient ihr ja später mehr“). Der Staat sollte aber die absolute Pflicht haben ALLE gleich zu behandeln. Bis auf die Tatsache der Wortklauberei stimme ich ihrem neuen Kommentar aber zu.
        Leider ist es eben mehr als nur Wortklauberei, der Staat sollte eine Vorbildfunktion haben, die er aber ausschliesslich bei den Frauenrechten erfüllt. Warum sollte also ein junger Mann nun an ein neues Männerbild leben wenn ihm der Staat ein altes Männerbild aufdrängt? Ich finde das schwer zu vermitteln. Auch um die Wehrpflicht geht es nicht wirklich: Schliesslich könnte man sie ja beibehalten aber geschlechtsneutral formulieren (siehe Schweden, trotz GPG).

      • 13 sagt:

        @ Viola
        Nun, wenn Sie sich einseitig äussern, müssen Sie damit rechnen, dass jemand anderes auch noch die andere Seite beleuchtet. Vorbildlich wäre, die Verfassung „schon“ nach 40 Jahren umzusetzen und die Frauen nicht 100 Jahre warten zu lassen, wie bei Stimmrecht oder 60 (?) wie beim Mutterschaftsurlaub. Das wäre doch was. Ich sehe da keine Tendenz, Frauenanliegen irgendwie effizienter zu behandeln, im Gegenteil. Wann wurde das AHV-Alter zuerst moniert und wann wurde abgestimmt?

      • 13 sagt:

        Und doch, um die Wehpflicht geht es: Doppelt so viele Dienstleistende = doppelt so viele Kosten. Und das obwohl in einem (in der CH sowieso nie eintreffenden) Ernstfall doch nur die Hälfte eingezogen werden können, da die anderen zu Hause die Stellung halten müssen. Das wäre schon rein wirtschaftlich völlig unsinnig.
        PS: Sollte die Schweiz (egal ob Stimmvolk oder Parlament) irgendwann tatsächlich dem Wahnsinn verfallen und beschliessen, dass eine geringfügige Erhöhung der EO-Beiträge für den Vaterschaftsurlaub nicht drin liegt, aber umgekehrt einer erheblichen Erhöhung zugunsten des Wehrdienstes der Frauen zustimmen, wandere ich sofort aus. Die Wahrscheinlichkeit ist aber wohl in etwa gleich hoch, wie dass unsere Söhne länger arbeiten als unsere Töchter, also bei ca. 0%.

      • Viola sagt:

        @ 13 „Vorbildlich wäre, die Verfassung „schon“ nach 40 Jahren umzusetzen“

        Die Verfassung IST umgesetzt, ausser was die Diskriminierung von Männern angeht. Der GPG ist so wie er veröffentlicht wird falsch, zum letzten mal! Die 7% als „unerklärbar“ zu titulieren, obwohl man nur nach Kaderposition und nicht auch nach Firma oder wenigstens Branche unterscheidet, grenzt an Betrug.

      • Viola sagt:

        „Und doch, um die Wehpflicht geht es: Doppelt so viele Dienstleistende = doppelt so viele Kosten.“

        Blödsinn, es können einfach mehr ausgemustert werden und dann Zivildienst leisten. Und Zivildienstleistende leisten einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft, das sollten Frauen auch müssen. Und bevor sie mir mit dem Kinder kriegen kommen: Lassen sie es gleich, das ist ein schlechtes Argument. Das macht Frau ausschließlich für sich selbst und nicht für die Gesellschaft. Ausserdem müssen Frauen keine Kinder bekommen es steht ihnen frei.

        „…, wandere ich sofort aus.“

        Uiii was für eine Drohung. Na dann bye, bye

      • 13 sagt:

        @ Viola
        „obwohl man nur nach Kaderposition und nicht auch nach Firma oder wenigstens Branche unterscheidet, grenzt an Betrug.“
        Und damit haben Sie gerade eindrücklich bewiesen, dass Sie keine Ahnung vom Unterschied zwischen „gleich“ und „gleichwertig“ haben, aber reden sie es sich weiterhin ein. Das männerdominierte System hat wieder einmal gute Arbeit geleistet…wäre es nicht so traurig, wäre ich beeindruckt.

        „Blödsinn, es können einfach mehr ausgemustert werden und dann Zivildienst leisten. “
        Ach, und Zivildienstleistende erhalten keine EO-Entschädigung und kosten nichts? Können Sie mir das Argument mal erklären?

      • Sportpapi sagt:

        Danke Viola. Es ist wirklich hanebüchen, wie immer relativiert wird.
        Ja, der Verfassungsartikel ist längst erfüllt. Was Benachteiligung von Frauen anbelangt. All die durch den Staat nach wie vor vorgeschriebenen Benachteiligungen von Männern müssten längst automatisch aufgehoben sein, wie das Frauenstimmrecht im Appenzell.
        Aber 13 hat natürlich recht. Eine Dienstpflicht für Frauen hat in der Schweiz keine Chance bei den Stimmberechtigten. Weil 90 Prozent der Frauen und ganz viele konservative Männer dagegen wären. Sind ja alles Gentlemen.
        Nur die ständigen Klagen der Frauen (nicht aller natürlich) mag ich langsam nicht mehr hören.

      • Warum nochmal spielen wir hier Ungerechtigkeiten gegeneinander aus?

      • Viola sagt:

        „Und damit haben Sie gerade eindrücklich bewiesen, dass Sie keine Ahnung vom Unterschied zwischen „gleich“ und „gleichwertig“ haben,…“
        Sorry was sie fordern ist Einfang unrealistisch und wird nie eintreten. Das müsste heissen das es keine Unterschiede zwischen der gleichen Position in verschiedenen Unternehmen haben dürfte. Anders bekommt man die Unterscheide nicht weg, da Frauen oft in Branchen arbeiten die schlechter zahlen. Branchenübergreifend gleicher Lohn: In einem freien Markt unmöglich und hat nichts mit Gleichstellung zu tun. Es wird lächerlich.
        Massen sie sich hier bitte auch nicht an zu bestimmen wie es in der Verfassung genau gemeint ist, gleichwertig wird dort nicht erläutert. Das kann auch heissen selber Job, also gleichwertig nach marktwirtschaftlicher Definition.

      • Viola sagt:

        @Markus Tschannen: Meine Rede: „Lasst uns doch lieber gemeinsam für Gerechtigkeit kämpfen, überall wo der Schuh drückt!“

        Aber leider gibt es immer wieder Leute die meinen man müsste Gewisse Ungerechtigkeiten relativieren. Und um das klarzustellen: Das gilt übrigens auch für einen allfälligen Gender Pay Gap. Allerdings muss man vorher schon korrekt bestimmen wie gross das Problem ist.

      • Viola sagt:

        „Das männerdominierte System hat wieder einmal gute Arbeit geleistet…wäre es nicht so traurig, wäre ich beeindruckt.“

        Logikbasiertes System.

        „Ach, und Zivildienstleistende erhalten keine EO-Entschädigung und kosten nichts? Können Sie mir das Argument mal erklären?“

        Gern ist auch gar nicht so schwer: Ich würde sagen der Durchschnittliche wirtschaftliche Gewinn durch einen Zivildienstleistenden (Einsparungen von Pflegekräften und sonstigen Stellen) überwiegt die Kosten bei weitem.

        Man merkt an ihren Argumenten auch einfach das sie eigentlich am Pflichtdienst für Männer festhalten wollen. Genug der Ausreden und mehr Ehrlichkeit bitte!

      • Sportpapi sagt:

        @13: Statt wieder mal vom „männerdominierten System“ zu schwatzen und auf die Frau zu spielen, würdest du besser sauber argumentieren. Viola hat ja durchaus recht, dass hier grosse Gruppen miteinander vergleichen werden, die kaum vergleichbar sind.
        Übrigens habe ich gerade auf der von dir angebebenen Homepage meinen Lohn rechnen lassen. Differenz ca 15 Prozent. Ich fühle mich gerade auch ziemlich diskriminiert!

      • Viola sagt:

        Vielen Dank für ihre Zustimmung, Sportpapi. Mich wundert es auch immer warum ihr Männer euch nicht mehr beklagt. Gäbe es eine solche staatliche Benachteiligung von Frauen wäre schon längst etwas passiert.

        „Eine Dienstpflicht für Frauen hat in der Schweiz keine Chance bei den Stimmberechtigten.“

        Noch nicht aber das heisst nicht das man nicht dafür kämpfen sollte. Oder eben für eine Abschaffung der Dienstpflicht, Hauptsache Gender neutral.

      • Sportpapi sagt:

        @Markus Tschannen: Machen wir das? Ich werde meine Jungs nie dazu erziehen, wegen Ungerechtigkeiten den Kopf einzuziehen. Und sie werden ihren Weg sicherlich gehen, auch wenn er vielleicht beschwerlicher ist, als er sein könnte.
        Aber wenn eine politische Diskussion geführt wird, sollte man schon mal Klartext sprechen. Und das heisst in diesem Fall, dass die verfassungsmässig garantierte Gleichberechtigung auch für Männer gelten sollte. Eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen. Und doch ist das offenbar nicht so.

      • Ich bin absolut mit Ihnen einig, Sportpapi. Der Gemeinschaftsdienst (sei das nun Wehr-, Zivil- oder sonstwas) gehört neu geregelt und zwar für beide Geschlechter gleich. Das AHV-Alter muss selbstverständlich identisch sein. Nur sehe ich nicht, wie man diese Punkte als Argument gegen die Anliegen zur Gleichstellung der Frau verwenden kann. Genauso wenig sehe ich, wie Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen den Militärdienst und das Rentenalter rechtfertigen sollen. Was man im Sinne der Gleichstellung beheben kann, gehört behoben. Es ist doch wirklich einfach.

      • 13 sagt:

        Ach, Viola, würde ich das wirklich schreiben, hätte ich nur die Verfassung gelesen? Ich bin Juristin und habe mich intensiv mit der Rechtsauslegung auseinandergesetzt. Aber wo ich relativiert haben soll, verstehe ich nicht. Muss ich vielleicht auch nicht, ich gehe jetzt lieber einigen Vätern zu ihrem Recht, ihre Kinder zu sehen, verhelfen. Denn ich erachte das Familienrechtssystem bei diesem Thema als ungerecht, obwohl es das nach euer Definition ja nicht ist, denn gemäss Gesetz sind die Eltern gleichgestellt und es gibt ja die Klagemöglichkeit. Aber mir reicht das nicht und aus Erfahrung weiss ich, dass das dann plötzlich gaaanz anders betrachtet wird. Nun, egal. Ich habe akzeptiert, dass zweierlei Mass bestehen, kämpfen kann man aber noch im Kleinen. Einen schönen Tag.

      • Sportpapi sagt:

        @Markus Tschannen: Ich, und niemand hier, setzt sich gegen „Anliegen zur Gleichstellung der Frau“ ein. Wir sind nur der Meinung, das Mögliche ist eigentlich getan, Gleichberechtigung herrscht längst. Zumindest da, wo der Gesetzgeber Einfluss hat. Und Einzelfälle, Verstösse, sind selbstverständlich zu verfolgen.
        Wir sind aber damit konfrontiert, dass ausgerechnet diese „Selbstverständlichkeiten“ von genau den Frauen bekämpft werden, die vorgeben, sich für Gleichberechtigung einzusetzen. Weil sie immer noch etwas finden, was auf ihrer Seite nicht ok ist. Weil sie glauben, Politik sei immer ein Tauschgeschäft und Kuhhandel und nicht auch mal Glaubwürdigkeit und Gradlinigkeit.
        Irgendwann fällt man damit aber auf die Nase, weil die Fronten verhärtet werden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Viola
        „Ich würde sagen der Durchschnittliche wirtschaftliche Gewinn durch einen Zivildienstleistenden (Einsparungen von Pflegekräften und sonstigen Stellen) überwiegt die Kosten bei weitem.“

        Ein eher übler Wind der da durch Ihre Argumentation weht- erstens mal ist da der Aufwand, den die Pflegenden zwecks Instruierung der Zivis aufgehalst wird, komplett ausgeblendet, zweitens: noch mehr Zivis in die Pflege damit noch mehr Kosten gespart werden können? Eben genau in so einem eher tiefer angesiedelten Lohnbereich WEIL dort vornehmlich Frauen beschäftigt sind.
        Na bravo, kann mich @13 nur anschliessen!

      • Sportpapi, indem Sie diese Anliegen einfach als gelöst betrachten, setzten Sie sich schon etwas dagegen ein, finde ich.

      • Sportpapi sagt:

        @Markus Tschannen: Das stimmt nicht. Man kann aber nicht gleichzeitig Diskriminierung sehen und keine Diskriminierung sehen. Man kann nur eine Position haben.
        Diskriminierung ist verboten. Wenn der Nachweis erbracht werden kann, dass irgendwo Diskriminierung herrscht, bin ich der erste, der umgehend Sanktionen befürwortet.
        Sollte doch angesichts der behaupteten klaren Indizien nicht so schwer sein, das konkret nachzuweisen.

      • 13 sagt:

        „Man merkt an ihren Argumenten auch einfach das sie eigentlich am Pflichtdienst für Männer festhalten wollen. Genug der Ausreden und mehr Ehrlichkeit bitte!“

        Dann lesen Sie falsch. Ich bin gegen Zwangsarbeit. Für beide Geschlechter. Ich halte den Wehrdienst (inkl. Zivildienst) für zu teuer, nicht zeit- und sachgerecht, denn Arbeit wie die Pflege soll anständig bezahlt werden, und zudem im grössten Masse familienfeindlich. Da mache ich keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, nur weil mir die Vorstellung noch mehr Geld da reinzubuttern missfällt. Hingegen fände ich eben den Vaterschaftsurlaub eine grosse Verbesserung der Gleichberechtigung. Zugunsten der Väter!

      • Viola sagt:

        „Ich bin Juristin und habe mich intensiv mit der Rechtsauslegung auseinandergesetzt.“
        Jetzt sind wir natürlich still und beeindruckt (nicht nachprüfbar allerdings). Im Ernst: Das sie keine Wirtschaftswissenschaftlerin sind haben wir schon früh gemerkt, ansonsten wüssten sie das ihre Art der Gleichstellung in einer freien Wirtschaft unmöglich ist. Nicht mal Island, definiert Gleichstellung so. Auch hier wird fairer Lohn auf Stellenebene pro Firma definiert.
        Juristen verdienen auch mehr als Angestellte in der Pflege auf selber Kaderebene nicht? Seien sie nicht so ungerecht und geben sie mal was von ihrem Lohn ab.
        „…wo ich relativiert haben soll, verstehe ich nicht“
        Hier die Gedankenstütze: „dass diese paar Wochen ein guter Preis für lebenslange bessere Bezahlung darstellt“

      • Viola sagt:

        @ Brunhild Steiner
        „Ein eher übler Wind der da durch Ihre Argumentation weht- erstens mal ist da der Aufwand, den die Pflegenden zwecks Instruierung der Zivis aufgehalst wird, komplett ausgeblendet,“

        Pseudoargument: Mein Mann hat in der Pflege gearbeitet das war überhaupt kein Problem. Die meisten sind hochmotiviert und interessiert.

        „…noch mehr Zivis in die Pflege damit noch mehr Kosten gespart werden können?“ Zweitens Pseudoargument. Warum sollte das die Löhne drücken? Ist dann nicht eher mehr Geld da weil jeder Bürger preisgünstig etwas zur Gesellschaft beiträgt.
        Zumal ja auch bei weitem nicht alle in der Pflege arbeiten müssen.

        Ich glaube sie wollen sich als Frau einfach nur vor staatsbürgerlichen Pflichten drücken. Peinlich!

      • Viola sagt:

        „Ich bin gegen Zwangsarbeit. Für beide Geschlechter. “ In Ordnung. Es hörte sich eben wie gesagt Stellenweise nicht so an (und wieder muss ich zitieren: „dass diese paar Wochen ein guter Preis für lebenslange bessere Bezahlung darstellt“. Eine unverzeihliche Argumentationslinie gerade für eine selbsterklärte Juristin. Zumal es sich um viel mehr als ein paar Wochen handelt!) Ihnen ist aber klar, dass eine Abschaffung der Wehrpflicht derzeitig faktisch unmöglich ist? Das liegt unter anderem auch daran das wir als Frauen nicht betroffen sind und daher keinen Grund sehen ihren billigen Schutz aufzugeben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Viola
        ich gehe nicht davon aus dass Sie über genügend Einsicht in meine Lebensgestaltung vefügen um Ihren Glauben diesbezüglich wirklich stabil gefüttert zu haben.
        Von Einzelerfahrungen sollten Sie nicht aufs Ganze schliessen und da die Stellenpläne ohnehin schon zu knapp bemessen sind, nicht nur auf die Personen, sondern auch möglichst tiefer qualifizierte, möglichst wenig höher qualifizierte, spielt es durchaus eine Rolle ob man zur Not noch auf Zivis Zugriff hat. Selbstverständlich nicht so deklariert, aber aus der Not so praktziert. Das sollte unter keinen Umständen noch ausgebaut werden.
        Das grosse Drama im Gesundheitswesen ist dass die Berufsverbleibezeit eher kurz ist; was den Arbeitsbedingungen, ua Lohn, geschuldet ist.

      • Viola sagt:

        „ich gehe nicht davon aus dass Sie über genügend Einsicht in meine Lebensgestaltung vefügen um Ihren Glauben diesbezüglich wirklich stabil gefüttert zu haben.“ Warum sollten gerade sie diese Einsicht mitbringen?

        „Das sollte unter keinen Umständen noch ausgebaut werden.“
        Gut. Es gibt auch noch viele andere Bereiche in denen man Zivildienstleistende ausbilden kann.
        Der Rest zahlt halt, Männer wie Frauen. Man kann den Betrag ja reduzieren wenn alle zahlen.

        Und ihre Argumente sind und bleiben Schutzbehauptungen und eine Frauenwehrpflicht irgendwie schlecht zu reden und den Status quo zu verfestigen. Wenn die Frauenwehrpflicht so schwer umzusetzen ist: Wie machen das dann Schweden/Norwegen? Gehen die Pleite? Bricht die Pflege zusammen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Viola
        ich habe Ihnen nicht, so wie Sie mir bezüglich „drücken wollen, peinlich!“ unterstellt, was genau wollen Sie mit Ihrer Antwort zum Ausdruck bringen?

        Zur Pflege, und bitte nicht mit Wehrdienstpflicht vermengen.
        Die tiefere Lohnlage hat tatsächlich mit der historischen Entwicklung zu tun, als Pflege (und Ausbildung dazu) vornehmlich diakonisch organisiert war. Die Professionalisierung, beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten, staatlich anerkannte (auch international gültig) etc waren dringend nötig; haben aber das grundsätzliche Problem von „die Arbeit am Bett/Menschen selbst, weiche Faktoren wie Zuwendung/Empathie/Zeit usw“ steht monetär gesehen auf einer tiefen Stufe, überhaupt nicht gelöst.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Und diesbezüglich hätte der Staat durchaus Möglichkeiten, denn er segnet auch, im Bereich der Krankenkassen, die entsprechenden Tarifpunkte/Bestimmungen/Regelwerke etc ab.

        Nur noch ein Hinweis zum Schluss, zunehmend erobern private 24h-Pflege-Anbieter den hiesigen „Markt“. Und längst nicht alle beschäftigen „einheimisches“ Personal zu entsprechenden Gehältern, sondern die (mehrheitlich) Frauen kommen aus Ländern mit noch prekäreren Bedingungen (und noch prekärerem Gesundheitswesen, dem dort die Arbeitskräfte an allen Ecken und Enden fehlen). Diese Entwicklung wird solange zunehmen, wie das Personal unseres Systems kurzgehalten, die Stellenschlüssel (auch in der Spitex!) tief gehalten und weiteres mehr im Argen liegt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/
        Und das hat, im Gegensatz zu Wehrpflicht und anderen von Ihnen vorgebrachten Punkten, massive Auswirkungen nicht nur für uns (wie erwähnt, die Verweildauer ist eher kurz und es liegt nicht an zu wenig Ausgebildeten, sondern die vielen Ausgebildeten steigen aufgrund der Belastungen aus), sondern auf die umliegenden und auch weiter entfernteren Länder im Osten Europas.

      • Martin Frey sagt:

        @Steiner
        Ich verstehe nicht ganz worauf Sie hinaus wollen. Vorab die diplomierten Pflegenden sind überhaupt nicht schlecht gestellt, gerade auch in Relation zur Ausbildung. Sie verdienen pro Stunde teils mehr als die Ärzte, mit denen sie gemeinsam die Patienten betreuen. Ein anderes Thema sind die „niedereren“ Pflegestufen die eingeführt wurden, um die Diplomierten von „niedereren“ Aufgaben zu entlasten.
        Zivis sind keine Konkurrenz sondern eine massive Entlastung, somit eine Ergänzung zur Pflege, die kein Zivi ersetzen kann. Zudem werden Zivis auch in vielen anderen Bereichen sehr sinnstiftend eingesetzt. Der Bedarf ist gross und wird zukünftig noch grösser. Eine allgemeine Dienstpflicht für Frauen und Männer mit Wahlfreiheit ist überfällig und würde helfen, viele Probleme zu lösen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey
        ich will auf „gar nichts hinaus“, zudem beziehe ich mich auf „Viola“.
        Aber wenn Sie sich schon einschalten, zur Entlastung eingesetzt?
        Ja, weshalb ist „Entlastung“ denn notwendig geworden? Da liegt einiges in Schieflage, ein gesundes Gesundheitswesen braucht keine „Entlastung“ bei Aufgaben, welche zur Pflege gehören! Doch mit geschickter Neubenennung und Umdefinitionen lässt sich natürlich viel sparen, indem man die Arbeit einfach auslagert.

      • Martin Frey sagt:

        Ich weiss, dass Sie sich an Viola gewandt haben. Trotzdem habe ich mir erlaubt, mich einzumischen.
        „Ja, weshalb ist „Entlastung“ denn notwendig geworden?“
        Das hat viele Gründe, nicht zuletzt auch die blanke Demographie. Wir werden immer älter, die Pflegebedürftigkeit nimmt stetig zu.
        „Da liegt einiges in Schieflage, ein gesundes Gesundheitswesen braucht keine „Entlastung“ bei Aufgaben, welche zur Pflege gehören!“
        Das ist eben nicht so einfach. Anspruchsvolle pflegerische Aufgaben kann wie gesagt kein Zivi ersetzen. Aber wer hilft beim Essen, Anziehen, wer begleitet von A nach B, hilft ggf im Haushalt usw.? Sind das pflegerische Aufgaben?
        Das sind Aufgaben die heute teils von Pflegenden übernommen werden, fälschlicherweise, weil niemand sonst es tut.
        Zivis würden die Pflege entlasten.

      • Sportpapi sagt:

        Brunhild Steiner hat in vielerlei Hinsicht schon bedenkenswerte Probleme aufgeworfen. Es ist die gleiche Diskussion zu führen wie bei staatlichen Beschäftigungs- und Eingliederungsprogrammen. Nämlich: Entsteht mit staatlicher Förderung eine Konkurrenz zum „Freien Markt“ oder werden wirklich nur Aufgaben erledigt, die sonst niemand machen würde. Die Abgrenzung ist ja gar nicht so einfach. In Zeiten der „Generation Praktika“ kommt ein weiteres dazu…
        Gleichzeitig ist die Frage erlaubt, ob man nicht klüger „richtiges“ Personal anstellt, als junge Männer für viel Geld aus ihrem Job freizukaufen. Käme vermutlich billiger. Nur müsste es aus einem anderen Topf bezahlt werden.

      • Viola sagt:

        @Brunhild Steiner „…was genau wollen Sie mit Ihrer Antwort zum Ausdruck bringen?“ Ich möchte damit ausdrücken das es für den geneigten Leser offensichtlich ist das sie mit irgendwelchen Pseudoargumenten und Nebenschauplätzen Versuchen eine Gleichberechtigung im Wehrdienstbereich schlecht zu reden. Auch meinte ich damit das sie einen Bias haben dem sie sich selber vielleicht gar nicht so bewusst sind.

        „Zur Pflege, und bitte nicht mit Wehrdienstpflicht vermengen“ Gut, mal angenommen kein Zivi würde in der Pflege arbeiten, dann wären sie doch immer noch nicht für eine allgemeine Dienstpflicht?
        „Die tiefere Lohnlage hat tatsächlich mit der historischen Entwicklung zu tun,…“ Gut stimmt alles aber hat nichts mit dem Thema zu tun. Genau das meine ich mit Nebenschauplätzen

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey
        jein, der demographische (und die zunehmende Multimorbidität denen Papierfallkostenpauschalen nirgendwo gerecht werden) bedingt angemessene Stellenschlüssel.
        Unterstützung im Haushalt fällt in den Spitexbereich, wäre mir nun neu dass dort ebenfalls Zivis eingesetzt werden.
        Innerhalb dem Pflegebereich gibt es ja schon heute Abstufungen, wären die entsprechenden „Niveaus“ ausreichend besetzt, bräuchte es nicht Hilfe von aussen.
        „Anziehen“ „Esseneingeben“ sind für mich nicht einfach anspruchslose Tätigkeiten, je nach Situation des Patienten bedingt das umfassende Kenntnisse und Einschätzenkönnen. Mit dieser Haltung wird die Grundvoraussetzung „ist nicht so wichtig, kann man gut auslagern u Kosten sparen“ am Leben erhalten.

      • Viola sagt:

        @Brunhild Steiner „Und längst nicht alle beschäftigen „einheimisches“ Personal zu entsprechenden Gehältern, sondern die (mehrheitlich) Frauen kommen aus Ländern mit noch prekäreren Bedingungen (und noch prekärerem Gesundheitswesen, dem dort die Arbeitskräfte an allen Ecken und Enden fehlen). Diese Entwicklung wird solange zunehmen, wie das Personal unseres Systems kurzgehalten,“ Würde sich dieses Problem nicht genau durch Zivildienstleistende stark abschwächen lassen? Dann hätten wir ja genug Personal.

      • Viola sagt:

        @Brunhild Steiner „Aber wenn Sie sich schon einschalten, zur Entlastung eingesetzt?
        Ja, weshalb ist „Entlastung“ denn notwendig geworden?“

        Schon wieder ein Nebenschauplatz. Warum das Notwendig geworden ist hat nichts mit der Wehrpflicht zu tun, schon gar nicht mit Wehrgerechtigkeit

        @Martin Frey: „Das ist eben nicht so einfach. Anspruchsvolle pflegerische Aufgaben kann wie gesagt kein Zivi ersetzen. Aber wer hilft beim Essen, Anziehen, wer begleitet von A nach B, hilft ggf im Haushalt usw.? Sind das pflegerische Aufgaben?“ Korrekt, kann mein Mann bestätigen. Es müssen viele Dinge übernommen werden für die man überqualifiziert ist.

      • Viola sagt:

        „Brunhild Steiner hat in vielerlei Hinsicht schon bedenkenswerte Probleme aufgeworfen.“

        Das stimmt zwar, dies darf jedoch nie als Argument gegen eine allgemeine Dienstpflicht gelten. Wie ich vorher ausgeführt habe kann man ja, sollte es negative Effekte geben, nur einige Zivis in der Pflege anstellen (was sicher nicht schadet) und der Rest arbeitet woanders, geht ins Militär (die die wollen) oder in den Zivilschutz oder zahlen.
        Persönlich bin ich zwar auch gegen Zwangsdienste, aber wenn schon dann für alle. Und leider wissen wir das eine Abschaffung der Wehrpflicht absolut Chancenlos ist vor dem Volk.

      • Viola sagt:

        „ich will auf „gar nichts hinaus“,…“

        Doch das wollen sie, sie wollen von der eigentlichen Diskussion um Wehr- und Geschlechtergerechtigkeit ablenken. Es gibt keine Rechtfertigung für staatliche Ungleichbehandlung. PUNKT und Schluss mit den Ausflüchten.

        „zudem beziehe ich mich auf „Viola“.
        Aber wenn Sie sich schon einschalten,“

        Natürlich darf er sich hier einschalten, das ist ein offenes Forum und er hat auch ihre Argumente sehr gut entkräftet (Demographie, ansteigende Pflegebedürftigkeit, Belastungen von gut ausgebildeten mit Tätigkeiten für die die überqualifiziert sind)

      • Martin Frey sagt:

        „Die tiefere Lohnlage hat tatsächlich mit der historischen Entwicklung zu tun,…“ Gut stimmt alles aber hat nichts mit dem Thema zu tun. Genau das meine ich mit Nebenschauplätzen“
        Das stimmt heute schon lange nicht mehr, wie gesagt verdienen diplomierte Pflegende relativ gut. Pflegekader verdienen wie ärztliche Kader.
        Aber klar, Frau Steiner hat teils richtige und wichtige Punkte angesprochen über die sich diskutieren lohnt. Die Nachwuchsprobleme in der Pflege beruhen aber auf anderen Dingen die der Pflege das Leben schwer machen, so zb eine zermürbende Bürokratie.
        Das „richtige“ Personal für die Aufgaben, SP, die auf uns zukommen werden, wäre sehr viel teurer als Zivis. Aber der Hauptpunkt ist, es ist nicht da. Daher wird es zusehends importiert, was m. E. nicht die Idee sein kann.

      • Sportpapi sagt:

        @Viola: „Das stimmt zwar, dies darf jedoch nie als Argument gegen eine allgemeine Dienstpflicht gelten.“
        War vielleicht auch nicht unbedingt so gemeint. Andererseits ist für mich klar, dass bei einer Dienstpflicht für beide Geschlechter sicherlich die wenigsten Frauen ins Militär gehen würden, sondern mehr in Pflege und Bildung. Und dort übernehmen sie Jobs, die andernfalls auch offizielle Arbeitsstellen sein könnten.
        Aber es bleibt dabei: Das ist kein Grund, nur die Männer zu belasten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Und nein, es ist gar keine gute Idee temporär Zivis abwechselnd so einzusetzen, dass ganze Stellen eingespart werden können. Ich finde es auch nicht richtig wichtige Aktivitäten des tgl Lebens so minderzuqualifizieren.
        Und der Bereich wo Fremdanbieter reinspielen (24h Pflege zuhause) ist übrigens noch gar nicht im Fokus der eigentlich Zuständigen, da kommen auch Zivis nicht ran… .
        Aber er konnte entstehen weil das Gesundheitswesen der gesellschaftlichen Entwicklung hinterherhinkt und die notwendigen personellen/finanziellen Mittel nicht gestellt werden!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        danke!

      • Martin Frey sagt:

        @Steiner
        „Unterstützung im Haushalt fällt in den Spitexbereich, wäre mir nun neu dass dort ebenfalls Zivis eingesetzt werden.“
        Eben nicht. Das (Haushaltshilfe genannt) sind keine pflegerischen Aufgaben obwohl sie heute von der Spitex erledigt wird. Was eben ein Unsinn ist. Pflegerische Aufgaben sind Wundkontrollen, Verbandswechsel, Medikamentenabgabe usw. Kein Wunder, läuft die Spitex am Rand der Belastbarkeit und explodieren die Pflegekosten, wenn man sie mit klassischen Zivi-Aufgaben (siehe zb Deutschland) überbelastet.
        Aber wie Viola richtig sagt, es geht hier nicht um den Pflegeberuf an sich. Das sind alles nur Nebelpetarden um das Grundproblem, dass Frauen anders als Männer nie in ihrem Leben jemals zu einem Dienst an der Gemeinschaft verpflichtet werden, zu verschleiern.

      • Viola sagt:

        „Sie sollen nun die Autorität sein, welche befindet was „Nebenschauplatz“ (deshalb nicht zu beachten) „Bias“ etc sei?“

        Es ging um Geschlechtergerechtigkeit was den Wehrdienst angeht, natürlich sind da Probleme in der Pflege ein Nebenschauplatz. Sie haben mehrere Posts darüber veröffentlich was alles in der Pflege schief läuft.
        Aber machen wir das objektiv und ich wiederhole meine Frage: Angenommen es würden keine Zivis in der Pflege angestellt und ein paar arbeiten woanders, gehen ins Militär und der grosse Rest zahlt. Wären sie dann für eine Gleichbehandlung? Wenn sie das mit ja beantworten nehme ich meinen Vorwurf des Bias selbstverständlich wieder zurück.

        Ich bitte um eine Antwort!

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Welches Personal meinen Sie? Ärzte werden importiert, weil die Schweiz aus finanziellen Gründen zu wenig ausbildet (und die ausgebildeten immer häufiger reduziert arbeiten). Interessenten wären genügend vorhanden.
        Wie es mit dem Pflegepersonal aussieht, weiss ich nicht. Ist es eine Frage des Lohnes, der Arbeitsbedingungen, der Anforderungen? Auf jeden Fall haben wir zu wenig. Und zusätzliche Angebote wie Animation, Begleitung, Training, usw. in Pflegeheimen ist ebenfalls ausbaufähig. Aber letztlich steigen die Kosten sowieso immer weiter an, da ist niemand interessiert, „unnötig“ auszubauen. Also lieber Zivis, die sind schon bezahlt…

      • Martin Frey sagt:

        „Aber er konnte entstehen weil das Gesundheitswesen der gesellschaftlichen Entwicklung hinterherhinkt und die notwendigen personellen/finanziellen Mittel nicht gestellt werden!“
        Das stimmt so einfach nicht, Frau Steiner, und es wird nicht wahrer wenn Sie es wiederholen. Reden Sie mal mit einem Personalverantwortlichen eines Pflegeheims. Bereits Spitäler haben grösste Mühe, gut qualifizierte Arbeitskräfte zu finden, und nochmals, es liegt nicht an der Entlöhnung! Die Leute sind nicht da! Und die unmotivierten, die es nur für Geld eine Zeit lang machen, sind die, auf die wir verzichten könnten.
        Nochmals, kein Zivi nimmt irgendeiner Pflegenden die Stelle weg.
        Aber ich wäre froh, wenn Sie ein Argument vorweisen könnten, weshalb Frauen nicht wie Männer ebenfalls Dienst leisten sollen?

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Die Spitex unterscheidet zwischen Pflege und Hauswirtschaft. Und es sind vielfach nicht die gleichen Personen, die in diesen Bereichen tätig sind.
        Aber auch die Hauswirtschaft ist ein Job, mit dem Leute ihr Geld verdienen.
        Ob es da wirklich sinnvoll ist, viel teurere „Zivis“ einzusetzen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey
        könnte es sein dass wir von verschiedenen Sachen sprechen?
        Die Spitex bietet nicht nur pflegerische Leistungen an sonder AUCH haushälterische, welche nicht von dipl Plegenden, sondern den Angestellten vom Hauswirtschaftsbereich erbracht, und dementsprechend verrechnet werden.
        Hier geht es darum für die zunehmende Anzahl von Menschen, welche zwar zuhause wohnen, aber aus gesundheitlichen Gründen den Haushalt nicht mehr alleine bewältigen können, das entsprechende Angebot verfügbar zu halten.
        Spitex bedeutet nicht einfach nur „Wunden auf nicht-Spital-Areal verbinden“, und das sollte Ihnen eigentlich bekannt sein?
        Das mit Nebelpetarden kleinzureden löst das schon jetzt vorhandene Problem nicht. Es ist hier als Nebenzweig ins Spiel gebracht worden, trotzdem wichtig.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Viola
        hoffe das landet nun am richtige Platz,
        richtig, ich habe mehrere Beiträge geschrieben, w e i l doppelpunkt: Sie die Zivis im Pflegebereich als gute Lösung präsentiert haben. Was ich persönlich sehr schlecht finde und nur aufgrund einer Fehlentwicklung überhaupt als „Lösung“ gesehen werden kann. Plus noch die Weiche zur Situation mit 24hZuhause-Pflege.
        Völlig unabhängig von meiner Nichtantwort zu Ihrer Frage sind das Probleme welche uns noch lange beschäftigen werden, resp allen die nichts mit Pflege (ob als Beruf oder Betroffener/Angehöriger) zu tun haben eher nicht bewusst sind. Haben nicht Sie mich auf das „freie Forum“ hingewiesen? Oder gilt die Freiheit nur in Ihrem Definitionsrahmen?

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        „Welches Personal meinen Sie? Ärzte werden importiert, weil die Schweiz aus finanziellen Gründen zu wenig ausbildet (und die ausgebildeten immer häufiger reduziert arbeiten). Interessenten wären genügend vorhanden.“
        Das ist unbestritten, Ihrer Analyse kann ich mich anschliessen. Wobei der Import weder bei der Pflege noch bei den Ärzten die Lösung sein kann.
        Bei der Pflege ist es nämlich ähnlich. Was mich stört, ist die Darstellung der Pflege als unterbezahlter Ausbeuterjob. Frau Steiner hat wohl noch das Bild der Diakonissen im Kopf, aber das ist sehr lange vorbei.
        Ich weiss, dass bei der Spitex verschiedene Aufgaben durch verschieden ausgebildete Leute ausgeführt werden. Nochmals, es geht aber gar nicht um die Spitex, oder um den Pflegeberuf. Es geht um Gleichstellung.

      • Martin Frey sagt:

        @steiner
        „Hier geht es darum für die zunehmende Anzahl von Menschen, welche zwar zuhause wohnen, aber aus gesundheitlichen Gründen den Haushalt nicht mehr alleine bewältigen können, das entsprechende Angebot verfügbar zu halten.“
        Genau. Als nur ein Beispiel einer demographischen Lawine die auf uns zukommen wird. Den Zivis übernehmen diverse Aufgaben, nicht nur in dem Bereich. Die künftigen Aufgaben werden gewaltig sein, und Zivis können verschiedentlich subsidiär eingesetzt werden, nicht nur, aber auch im sozialen und pflegerischen Bereich. Zivis sind nicht nur deutlich günstiger (aber um das Geld geht es mir nicht primär), sie wären die Lösung für ganz viele Probleme für die wir ansonsten keine Antwort haben. Aber va wäre der Gleichberechtigung endlich Genüge getan.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey
        kombiniert mit den ebenfalls nicht besonders attraktiven Bedinungen wie 24h-Betrieb/Schichtarbeit/körperlich und psychischer Belastung etc macht der Lohn sehr wohl etwas aus, resp er ermutigt nicht besonders zu einem „trotzdem“. Die Ausgebildeten sind schon da, sie melden sich bloss nicht mehr auf die entsprechenden Inserate… .

      • Viola sagt:

        Um auch wieder mal was zum eigentlichen Thema Gleichstellung zurückzukommen: Hier übrigens noch ein nettes Beispiel wie auch in einem komplett geschlechtsneutralen System Frauen weniger verdienen können, ganz ohne Bias und Gehaltsverhandlung

        http://www.spiegel.de/netzwelt/web/uber-studie-zeigt-gender-pay-gap-wieso-fahrerinnen-weniger-verdienen-a-1192463.html

        Ebenfalls genau 7% übrigens. Wie man sieht es ist nicht so einfach wie es oft dargestellt wird und gleich aus jeder Lücke Diskriminierung zu schliessen ist offenbar falsch.

      • Viola sagt:

        @Brunhild Steiner „Völlig unabhängig von meiner Nichtantwort zu Ihrer Frage…“

        Niemand kann sie hier zwingen zu antworten. Aber es ist Denke ich schon ein berechtigtes Anliegen bei einer Diskussion in der es um Gleichstellung geht von den anderen Diskussionsteilnehmern zu erwarten das sie ihre Meinung dazu offen und ehrlich kommunizieren. Ich wiederhole also meine Frage und weise auch auf meinen Kompromissvorschlag hin der leider auch weiter oben gelandet ist: Dienstpflicht für alle, totale Zahl der Dienstleistenden (Arme oder anderes) bleibt gleich aber davon sind 50% Frauen, nur die nötigsten Zivis in der Pflege, der grosse Rest der nicht Dienstleisten will oder kann muss Wehrpflichtersatz zahlen.

      • Martin Frey sagt:

        „Die Ausgebildeten sind schon da, sie melden sich bloss nicht mehr auf die entsprechenden Inserate…“
        Auf was sollen Sie sich denn sonst melden, Fr. Steiner? Oder wollen Sie mir sagen, dass die Schweiz voll von gut ausgebildeten Pflegenden ist die sich beruflich anderweitig orientieren?
        Nein, die Situation ist nicht unähnlich den Ärzten. Auch dort hat man die Ausbildung mehr ausgebaut, der Staat hat teils kräftig investiert, aber das geht nicht unbeschränkt. Bei den Ärzten liegt das Hauptproblem darin, dass ein Gros der Studiumabgängerinnen 10 Jahre später bestenfalls (!) nur noch Teilzeit arbeitet. Und in der Pflege ist es primär die Demographie, die, im Gegensatz zur Bürokratie, mit den Arbeitsbedingungen vorab nichts zu tun hat.
        Aber bitte, äussern Sie sich doch zur Gleichstellung.

      • mila sagt:

        Eine etwas seltsamer Gesprächsverlauf hier, in dem Teilnehmer zu einer ‚Offenlegung‘ genötigt werden sollen… Vorab, ich selbst bin für einen allgemeinen Gemeindienst, mit Option Wehrdienst, für beide Geschlechter. Aber Brunhild hat in meinen Augen recht mit ihrer Argumentation bezüglich Zivis in der Pflege – der Missstand dort sollte (dringend) anderweitig behoben werden. In diesem Forum gab es immer Platz für solche separat verhandelten Nebenschauplätze abseits der eigentlichen Diskussion – weshalb sollte das plötzlich nicht mehr gelten?

      • Viola sagt:

        „In diesem Forum gab es immer Platz für solche separat verhandelten Nebenschauplätze abseits der eigentlichen Diskussion – weshalb sollte das plötzlich nicht mehr gelten?“
        Das hat es auch jetzt noch, es gibt rund 26 Posts zu dem Thema Pflege, meine eigenen nicht eingerechnet, von „keinen Platz mehr“ kann also keine Rede sein.

        Definition Nötigung
        „Nötigung bezeichnet allgemein eine unzulässige Gewaltanwendung oder Drohung, die das Opfer zu einer Handlung zwingt, die dieses nicht wünscht.“

        Das Frau Steiner genötigt wird ist also eine masslose Übertreibung. Aber Teilnehmer sollten erwarten sich in einer Diskussion über Gleichstellung auch nach ihrer Meinung gefragt zu werden. Vielen Dank übrigens für ihr eintreten für eine allgemeine Dienstpflicht!

      • mila sagt:

        Es gibt noch weitere Nuancen für eine Begriffsverwendung als den buchstäblichen/lexikalischen/juristischen. Und ich an Brunhilds Stelle würde mich gemeinsprachlich genötigt fühlen durch das Geschehen hier. Aber sprechen kann ich selbstredend nicht für sie. In jedem Fall ist es – von meiner Warte aus gesprochen – keine Gepflogenheit in diesem Forum, andere wiederholt mit Fragen zu penetrieren, die sie offensichtlich, aus welchen Gründen auch immer, nicht beantworten wollen. Und es ist allgemein eher unredlich, in einer Argumentationskette sogleich mit Unterstellungen zu operieren, wenn man (forcierte) Antworten nicht bekommt.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wer sich zum Hauptthema nicht äussern mag, dafür auf einem Nebenaspekt herumreitet, muss sich aber schon den Vorwurf der Vernebelung gefallen lassen. Zumal wenn mehrfach rückgefragt wird.
        Der Begriff Nötigung ist aber in jeder Nuance fehl am Platz, weil ja keinerlei Sanktionen angedroht werden (können), die über einen Abbruch der Diskussion hinausgehen.

      • mila sagt:

        SP, wie lange kennen Sie Brunhild schon? Dann müssten zumindest Sie sehr genau wissen, dass Sie sich jedes Mal meldet, wenn das Thema Pflege angesprochen wird. Unabhängig davon, was sonst verhandelt wird. Ich kann insofern keine Vernebelung erkennen – zumal auch das Hauptthema in diesen Blog keineswegs die Wehrpflicht war… Aber ich verstehe, dass man sich in der Hitze des Moments auch mal kopflos hinreissen lassen kann.

      • Martin Frey sagt:

        @mila
        Das verstehe ich nun nicht ganz. Unser Hauptthema war ja die Gleichstellung von Mann und Frau, mit Ausgangspunkt der Diskriminierung der Männer (und unserer Söhne notabene) in Sachen Dienstpflicht. Was meines Erachtens mit dem Gleichstellungsartikel der Verfassung nicht kompatibel ist.
        Vom Thema Dienstpflicht kamen wir zu den Zivis, und von da zur Pflege und ihrer Situation.
        Wir können gerne auch tagelang über die Pflege reden, ein wichtiges Thema, zu dem ich gerne aus meiner Warte das eine oder andere beisteure. Aber wenn sich jemand so derart gegen die Zivis wehrt, und sich zum Ursprungsthema in Schweigen hüllt, ist die Frage doch legitim, wie es die Person mit der Gleichberechtigungsthematik hält? Und was konkret ihre Ansichten sind?

      • mila sagt:

        Oh, da ist uwischendurch etwas nach oben geutscht.

        @Viola: Ohne jede Härte, Sie definieren ebenfalls nicht, wie ein Diskussionsverlauf auszusehen hat. Das nennt sich Pluralismus, oder auch, je nach Sachverhalt, Demokratie.

        @MF, Sie kennen Brunhild noch nicht solange wie SP und ich. Die Beantwortung mancher Fragen verweigert sie – und es ist müssig, darüber zu spekulieren, weshalb sie es tut. Es ist ihr gutes Recht. Und unredlich, daraus per se Feststellungen abzuleiten (das nennt sich auch Unterstellung). Das einzige, was ich mit Sicherheit festhalten kann: Pflege war, und ist, ein Thema, zu dem sie sich immer sehr dezidiert äussert (geäussert hat). So auch hier. Ich staune ja, dass SP das entfallen zu sein scheint. Rumtäubelen im Sinne von ‚ich will aber, dass Du xy‘ /

      • mila sagt:

        halte ich jedenfalls für keine sachdienlich-stringente Argumentationsstrategie. Auf der Strecke des Egoabgleichs bleibt nämlich die Sache, und die finde ich doch auch ziemlich wichtig. Zu wichtig, um derart in den Nebel geschossen zu werden. Aber das ist nur meine persönliche Wahrnehmung nach x-Wortmeldungen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey
        Sie wollten mit dem Hinweis auf HR&Inserate bewiesen haben, dass es nicht ausreichend Pflegende gäbe. Ich hingegen sagte Ihnen, es gibt die Pflegenden sehr wohl, aber sie haben keine Lust mehr unter diesen Bedingungen angestellt zu werden und deshalb haben es die HR schwer auf entsprechende Inserate welche zu finden. Ja, und tatsächlich, viele haben die Sparte gewechselt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        😉
        jedenfalls j e d e s m a l,
        vorausgesetzt es ist mir nicht durch die Lappen gegangen, denn ich habe versucht mich ein bisschen zurückzuziehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Frey
        „ist die Frage doch legitim, wie es die Person mit der Gleichberechtigungsthematik hält? Und was konkret ihre Ansichten sind?“

        Seit ich hier mitschreibe (also schon mehrere Jahre) habe ich mich entschieden gegen „feministische hardcore Positionen“ gestellt und dafür auch Einiges einkassieren dürfen. Dass ich Zivis grundsätzlich ablehne ist nicht der Fall, aber im Zusammenhang von „damit lässt sich Stellenmangel elegant lösen“, für mich klang es sehr nach dieser Richtung und nach Jahrzehnten mitzusehen wie es der Pflege von politischer Seite her eigentlich nur schwer gemacht wird, schalte ich mich bei solchen Statements ein, inkl mich nur auf genau das zu beschränken.

      • Martin Frey sagt:

        @mila
        Ich schätze Brunhild Steiner sehr, nicht dass Sie mich falsch verstehen. Jede/r Kommentierende hat halt so seine Themen (andere haben oder sagen Trigger), und das ist völlig legitim. Nochmals, man kann gerne über Pflegethematiken reden. Aber wenn man nach einer grundsätzlichen Haltung zum Ursprungsthema fragt, ist dies nach meinem Empfinden noch keine Nötigung. Wenn jemand sich trotzdem über gewisse Dinge in Schweigen hüllt, dann gilt das zu akzeptieren.
        Womit ich etwas Mühe habe: selber habe ich damals, als ich das erste Mal mitkommentierte, ebenfalls Anfeindungen seitens gewisser „Arrivierter“ über mich ergehen lassen müssen. In meinen Augen gibt es aber keine Deutungshoheit „Arrivierter“ gegenüber anderen, zumindest ist das in einem offenen Diskurs kein gutes Argument.

      • Markus Frey sagt:

        @Steiner
        „Ich hingegen sagte Ihnen, es gibt die Pflegenden sehr wohl, aber sie haben keine Lust mehr unter diesen Bedingungen angestellt zu werden und deshalb haben es die HR schwer auf entsprechende Inserate welche zu finden“
        Das mag sein, das kann ich nicht schlüssig beurteilen. Ich würde Sie bei der Gelegenheit aber gerne fragen, worauf Sie sich bei dieser Annahme stützen?
        Selber kann ich Ihnen nur folgendes sagen: es gibt relativ viele medizinische Praxisassistentinnen die sich auf Pflege umschulen lassen. Und wissen Sie warum? Weil die Arbeitsbedingungen und Perspektiven signifikant besser sind. Ich habe daher mit Verlaub etwas Mühe mit dem Mantra der „schlecht gestellten, unterbezahlten Pflege“.
        Ich habe zulange mit der Pflege zu tun gehabt, um das nicht zu wissen. 😉

      • mila sagt:

        MF, ich möchte gar nicht bestreiten, dass es zu solchen Problemen zwischen Arrivierten und Neulingen kommen kann. Hier jedoch ist die Ausgangslage etwas anders gelagert: ich habe eine offene Frage gestellt, und wurde daraufhin belehrt, wie ein Forum auszusehen hat, wie eine Diskussion/Teilnahme zu erfolgen. Daraufhin habe ich spezifisch für Brunhild Partei ergriffen, deren Linie ich mittlerweile sehr gut kenne, und die meiner Meinung nach unfair behandelt wurde. Sie werden sich erinnern, dass ich es situativ bei SP, oder auch Ihnen, nicht anders hielt. Und ich scheine an wunde Punkte gerührt zu haben, Ihren Reaktionen zufolge – das genügt mir soweit. Insofern: ein wunderbar sonniges Wochenende allerseits!

      • mila sagt:

        Noch ein PS, falls das nicht klar genug ersichtlich war: es ging mir vorderhand um Sie und SP, Ihr Verhalten hat mich etwas befremdet. Ob Viola sich zu weiteren Themen äussern wird, bleibt abzuwarten, entsprechend liegt mein Fokus woanders. Ersetzen Sie den Begriff nötigen von mir aus gerne mit in die Ecke drängen. Irgendwie scheint mir das in einer community, wo man einander doch geläufig ist, ziemlich überzogen. Befremdlich eben (damit bin ich auch eingestiegen, stimmt, nicht mit der offenen Frage, die kam erst danach).

        Aber ja, kann sein, dass ich den community-Aspekt überbewerte. Dieses Problem hatte ich irgendwie schon immer.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Markus(?)/Martin Frey
        das mit den Praxisassistentinnen glaube ich Ihnen sofort, ich kenne auch Menschen die sich nach einer 1jährig Ausbildung (noch im alten System) nun am hocharbeiten sind und für die Verbesserung „zu vorher“ gegeben ist.
        Ich stütze mich einerseits auf persönlichen Erfahrungen der „Ex-Kolleginnen/ihrem Umfeld“, darunter auch welche in leitenden Positionen die die Entwicklung miterleben (inkl Werbemassnahmen wie Bonuszahlungen fürs „ködern“) und Berichten über die Berufsverweildauer/Ausstiegsquoten in diversen Medien (Zeitung, Radio, Berufsfachschrift), aber habe keine links dazu. Bloss noch Stichwort „Pflegeinitiative“ (okay, vielleicht eher ein rotes Tuch für Sie?), weil die Unzufriedenheit hoch ist.
        Jedenfalls auch noch von mir: wunderschönes Woe!

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie sind hier weder Moderatorin noch Mediatorin. Sie dürfen befremdet sein und es gar als Nötigung empfinden, wenn verschiedene Leute rückfragen und wünschen, dass sich eine Diskussionsteilnehmerin nicht nur zu Nebenaspekten, sondern auch zum Hauptthema äussert. So wie wir befremdet sind, dass sie es gerade nicht tut.
        Und getreu dem Motto, man kann nicht nicht kommunizieren, dürfen wir uns unsere eigenen Gedanken machen – wer soll uns das verbieten.
        Ich nehme für meinen Teil aus der Diskussion, was mir längst klar war – dass nämlich die Anzahl sinnvoller Zivildienst-Stellen begrenzt ist und man sich gut überlegen muss, was man dort anbietet. Das ist der Rahmen, entsprechend müssen Lösungen gesucht werden, die dennoch der Gleichberechtigung und der Verfassung entsprechen.

      • Viola sagt:

        @mila „…Sie definieren ebenfalls nicht, wie ein Diskussionsverlauf auszusehen hat.“

        Stimmt, wäre mir auch nicht bewusst das ich diese Superkraft hätte. Wünsche äussern und Vermutungen anstellen dürfen wir aber alle.

        Ansonsten Denke ich haben Sportpappi und Martin Frey hier einige gute Argumenten vorgebracht. Hätte es oft nicht besser ausdrücken können!

        Eins zum Schluss noch: Ich denke viele Leute (auch ich) sind es Leid bei jeder Diskussion um Wehrgerechtigkeit zig Gründe zu hören warum das nicht klappen kann und dann in irgendwelche langwierigen Nebendiskussionen verwickelt zu werden (die für sich genommen aber wichtig und richtig sein können so wie hier). Das dies den Leuten inzwischen sauer Aufstösst ist eine gute Entwicklung und lässt hoffen. Euch auch ein schönes WE

      • Martin Frey sagt:

        Ebenfalls meinerseits allen ein schönes, sonniges Wochenende! 🙂

      • mila sagt:

        Ups, sorry, da ist nochmals etwas hochgerutscht. Die Tücken des Handytippens…

        @Viola: Wissens Sie, bei aller inhaltlichen Unterstützung für Ihre Sache missfällt mir (persönlich) die Tonart. Ich denke nicht, dass man damit die Mitte gewinnt – dies als Tipp für den Fall, dass sie entsprechend politisch engagiert sind. Ein Eindruck, der sich zumindest anbietet, angesichts Ihres Auftritts hier.

      • Sportpapi sagt:

        @viola: Immerhin haben wir bei den zig Gründen erstaunlicherweise noch nicht gehört, dass Frauen nicht Dienst leisten können, weil sie ja Kinder bekommen. Und jemand zu denen schauen muss…

      • Viola sagt:

        @Sportpappi: Ja das ist in der Tat interessant, auch ich hätte das erwartet und wollte das Argument schon im Voraus in einer Antwort auf @13 entkräften:
        „Und bevor sie mir mit dem Kinder kriegen kommen: Lassen sie es gleich, das ist ein schlechtes Argument. Das macht Frau ausschließlich für sich selbst und nicht für die Gesellschaft. Ausserdem müssen Frauen keine Kinder bekommen es steht ihnen frei.“

  • Hitch sagt:

    bin wie immer ganz nah bei ihnen, herr tschannen..

    PS: natürlich waschpulver…

  • thomas sagt:

    Offenbar gehöre ich auch zu der waschenden männlichen Minderheit. Ich wasche ca. 90% der Wäsche. Dafür ist das Zusammenlegen der Wäsche Frauensache. 🙂

  • Linus sagt:

    Bügeln vor dem TV ist bei mir schon fast eine Freizeitbeschäftigung. Manchmal bin ich richtig traurig, dass wieder eine Woche keine verknitterte (oder zerknitterte?) Wäsche herumliegt.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Die Wäsche würde ich nie von (m)einem Mann waschen lassen. Ich bin sehr pingelig, die Wäsche muss millimetergenau an die Leine oder den Bügel gehängt werden, so dass man fast nichts bügeln muss. Nur seine Socken dürfte mein Mann gerne selber waschen. Es sind jeweils etwa 50 Paare und ich benötige immens viel,Zeit, diese zu päärlen, schütteln, ziehen und aufhängen.

    • Vierauge sagt:

      Socken ziehen und aufhängen – echt?
      Ansonsten ist das Sockenpuzzle ein netter Zeitvertreib für mich, während ich nebenher NCIS L.A. gucke.

    • sottosopra sagt:

      Führt Ihr Mann einen Schuhladen und recycelt die „Probiersocken“? Ist er Profifussballer und trainiert 10 Mal pro Woche? Wofür zum Teufel benötigt ein Mensch 50 paar Socken pro Woche(?).

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Vierauge

        Ich liebe Wäsche aufhängen und zusammenlegen. Nur bei Socken hasse ich das, besonders jene von meinem Mann, weil es soviele sind.

        @sottosopra

        Mein Mann schwitzt sehr stark an den Füssen und wechselt seine Socke 2-3 Mal täglich. Zudem sind seine Socken oft mit Heu/Strohschnippseln (Landwirtschaft) voll. Deswegen wasche ich seine Socken separat 60° (Vor und Hauptgang), während ich die der übrigen Familienmitglieder zusammen mit der 40° Wäsche, ausser wenn diese auch voll Heu sind.

      • 13 sagt:

        @ Tamar
        Alle wegwerfen. 5 neue Packs à 10 Socken kaufen, wobei auch 3/Tag nur 21/Woche ergeben und somit vermutlich auch 2-3 Packs reichen würden, diese in den Trockner geben und das sortieren erübrigt sich, wenn alle gleich sind…man sollte allgemein möglichst wenig Zeit in unbequeme und nicht wahnsinnig wichtige Arbeiten aufwenden! Es ist kein Verbrechen, es sich einfach zu machen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ 13

        Ist das jetzt Ihr Ernst, dass ich alle drei Wochen neue Socken kaufen soll? Ist das Ihr Verständnis von Resourcen schonen? Zudem muss man ja die neuen Socken auch erst waschen und aufhängen, bevor man diese tragen kann.

      • Sportpapi sagt:

        @tamar: 13 hat recht. 50 identische Socken, und das Problem ist gelöst. Mache ich bei meinen 10 auch mehr oder weniger so…

      • mila sagt:

        Also, der Sockenarmada meines Mannes komme ich mit dem Tumbler bei… Kann sein, dass die Socken etwas früher ersetzt werden müssen, als wenn man sie aufhängt. Aber die Zeitersparnis ist es das allemal wert. Und er freut sich jeweils über geschenkte Socken wie ein Kleinkind…

      • 13 sagt:

        Warum alle 3 Wochen? Ich meinte eigentlich einmal und dann wieder wenn sie wirklich kaputt sind. Das dauert aber doch einige Zeit.

    • Lisa sagt:

      Ich werde mir erst jetzt bewusst, dass die Massensockenhaltung ein derart männliches und nicht individuelles Phänomen ist! Dachte bislang, mein Mann sei da ganz besonders (also, besonders ist er ja, aber ich habe halt keine Brüder und nur Töchter und die Socken meines Vaters sind schon zu lange her). Mein Mann wartet jeweils, bis wir Waschküchenzugang haben (alle 10 Tage), um dann VIELE Socken zu waschen und zu tumblern. Ich wasche zwischendurch in unserer kleinen Maschine und hänge die Dinger dann auf die Leine, wo sie sehr langsam vor sich hin trocknen. Nach Lektüre Ihrer Kommentare bin ich jetzt zum Schluss gekommen, dass die deshalb gelegentlich ausbrechenden Kräche schlicht den Chromosomen geschuldet sind! Danke für die Erkenntnis!!

  • Marco Meyer sagt:

    Wäsche ist bei uns Männeraufgabe. Alles 40°, funktioniert perfekt. Warum daraus eine Wissenschaft nachen?

    • Seeländer sagt:

      Genau!
      40°C mit Quick-Programm dauert knapp 1h
      da bringt man die ganze Wochenwäsche an einem Hausarbeitstag durch.
      Warum sollte man die Kleider auch 2.5h und länger in der Trommel rühren…

      • Die Kurzprogramme sind in der Regel weniger ökologisch und weniger Wirkungsvoll als die richtig langen Programme. Wenn man vor der Waschmaschine auf die Wäsche wartet, kommen einem zweieinhalb Stunden aber schon sehr lange vor. Da würde ich auch ein Kurzprogramm wählen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      40° ist nicht hygienisch für Küchentücher, Bettwäsche, Frottee, Unterwäsche ect

      • Robert Bührer sagt:

        40°C reicht vollkommen aus, wenn man 50 paar Socken besitzt sowieso, da kann man so alle 3 Std. wechseln.

      • maia sagt:

        @Tamar von Siebenthal: Was machen Sie denn mit ihren Küchentüchern, Bettwäche, Frotee, Unterwäsche etc. dass 40° nicht reichen? Und was heist „hygienisch“?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        40° reicht nicht aus, um Bakterien abzutöten.

        Meiner Erfahrung nach benutzen Leute, welche Wäsche kalt waschen auch dieselben Lappen für WC und Küche. Mmmmh fein….

      • maia sagt:

        Warum muss die Wäsche bakterienfrei sein? Also wenn NICHT ein wirklich akkuter Krankheitsfall vorliegt?

  • Lucy sagt:

    Bei uns macht alles die Frau. Liegt aber wohl an unserer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft 😉

    • Hannes sagt:

      Aus dem Grund macht bei uns alles der Mann. Aber Wäsche ist eine der wenigen Sachen, die ich meistens mache. Mein Mann putzt freiwillig, weil er bei mir eh nachputzen würde.

  • Hotel Papa sagt:

    Beim Waschen bin ich knallharter Darwinist. Was 60° Normalwaschgang nicht überlebt, hat keine Daseinsberechtigung. (OK, bei Wolle und Seide mache ich eine Ausnahme.)
    Die Pflegeettiketten sind ohnehin unbrauchbar. Kleidungsstück aus weisser Baumwolle: Angabe: „bei 30° separat waschen, um Verfärben anderer Kleidungsstücke zu vermeiden“… Reine CYA Dokumente (cover your ass; im Zweifelsfall hat der Anwender den Fehler gemacht, weil er den Anweisungen nicht gefolgt ist.)
    Als Hemdenträger, aber Bügelmuffel, gravitiere ich zu Designs, die auch mal zerknittert getragen werden können. Nichts geht über ein Oxford-Hemd! Erschwerend kommt bei Bürokleidung dazu, dass die den Transport auf dem Velo überstehen muss.

    • Das nennt man „Methode von oben“: Was 60° nicht überlebt, wird künftig kälter gewaschen oder nicht mehr angeschafft. Die etwas ökologischere „Methode von unten“ besagt: Was nach 30° noch stinkt, wird künftig heisser gewaschen oder weggeworfen.

    • Fritz sagt:

      Ich bin ein Fast-Darwinist: Kinderkleider, Unterwäsche, Socken, Shirts wasch ich immer 60°. Wenn die Kleidungsstücke nicht überleben, tantpis.
      40° für Hemden (werden ungebügelt auf den Bügel gehängt, dan erledigt sich das Bügeln) und den Rest. Alles unter 40° kann meine Frau selbst waschen. Sonderprogramme rühr ich nicht an.
      PS: Baby- und Kinderkleider, die nicht 60° überleben, werden übrigens auch nicht verschenkt. Wär ja noch schöner, wenn ich den angehenden Eltern noch ein Ei legen täte.

      • Hotel Papa sagt:

        Trocknen am Bügel versteht sich von selbst. Zumindest die Knopfleiste und der Kragen wollen aber je nach Verwendetem Stoff trotzdem ein Bügeleisen sehen.

  • CoffeeToffee sagt:

    Sehe es wie sottosopra-
    Ich bin doch nicht wahnsinnig und geb das chilligste Aemtli freiwillig meinem Mann ab. Und bügeln erachten wir glücklicherweise beide als reine Zeitverschwendung. Gut nass ausschütteln unf aufhängen reicht- auch bei den Hemden. So sind wir beide nicht gänzlich faltenfrei aber who cares.

  • 13 sagt:

    Oh je, Herr Tschannen, den Wäschetrockner zur Gewissensfrage zu deklarieren, aber Weichspüler? Da gäbe es vielleicht noch etwas Verbesserungspotential 😉
    Ich persönlich finde das Waschen ja das Ideale „Ämtli“ für denjenigen Partner mit dem höheren Arbeitspensum. Maschine morgens beladen, auf den Nachmittag programmieren. Nach dem Heimkommen rausnehmen und aufhängen oder Trockner. Neue beladen und auf die frühen Morgenstunden programmieren, so dass sie schon fertig ist, wenn man aufsteht und die 10 Min zusammenlegen geht tiptop neben dem Morgenkaffee oder dem Abendwein. Putzen und kochen während ich abwesend bin, ist eher schwieriger. Daher perfekt. Und gebügelt werden nur Flicken an die Hosen und Bügelperlen 😉

    • Erwähnte ich Weichspüler? Ich benutze keinen, aber ich möchte hier ohnehin keinen Glaubenskrieg anzetteln. Wenn die Bauern hier auf dem Land güllen, wäre ich auch schon froh gewesen einen Wäschetrockner zu besitzen.

      Und ja, das Waschen lässt sich gut in den Alltag integrieren, auch deshalb mag ich es.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @13
      das funktioniert aber nur mit einer eigenen Waschmaschine, waschen in einer Mehrparteienwaschküche erfordert das einiges mehr an vorausschauender Planung und spontanem umstellen-können…

  • Wasch-Legasthetiker sagt:

    Der Hund liegt ganz wo anders begraben: Meine Waschregeln (weiss/farbig/Wolle getrennt) kommen bei weitem nicht an das Regelset meiner Frau heran, welches mehr Ausnahmen kennt als die finnische Grammatik. Nach wiederholten Nachschulungen haben wir uns deshalb so geeinigt: Sie macht sie mindestens die Vorsortierung (wir haben notfalls 7 Zeinen) und ich bin für das Zusammenlegen zuständig. Problem solved!

    • 13 sagt:

      Hihi, erinnert mich an meine Mutter, die jeweils eine Krise bekommt, wenn sie meine Sortierung sieht. Hier gibt es 60 Grad, 40 Grad trocknergeeignet, 40 Grad nicht trocknergeeignet und Feinwäsche. Und wird eine Ladung nicht voll, wird es halt mit einer andere gefüllt. Nach Farben sortieren? Wofür gibt es Colorwaschmittel?

      • Regula Habig sagt:

        Vor Lachen über Wasch-Legasthetiker habe ich Espresso auf das weisse T’Shirt gekippt (nur bei 30° waschbar); ich habe sogar 9 getrennte Körbe für Schmutzwäsche. Aber @13: meine Tochter hat in ihrem Schottland-Jahr gemerkt, dass ein Jahr lang dunkelblau und hellgrün zusammen waschen eben doch am Schluss zwei Mal grau gibt, Colorwaschmittel hin oder her. Ich vertraue den Dingern auch nicht, ebenso nicht meinem Mann: der würde nämlich die halbleere Weisswäsche auch glatt noch mit hellgrau auffüllen. Fröhliches Waschen noch! 🙂

      • Hotel Papa sagt:

        Nach Farben sortieren: Wer Goths oder ähnlich modisch Geneigte im Haushalt hat, wäscht zumindest Schwarz separat mit dem dafür geeigneten Spezialwaschmittel.
        Bei starker Verschmutzung auch noch Weisses mit Bleichmittel extra.
        Und neu rot kommt bei mir auch nicht mehr mit Anderem in die Maschine.

    • Ich staune über solche Regeln und mir erschliesst sich der Sinn nicht so recht. Das ist doch viel zu starr um noch volle Maschinen in sinnvollen Waschzyklen hinzukriegen. Ich unterscheide nur zwischen Kaltwäsche (40°, 30° oder noch kälter) und Warmwäsche (60° oder leicht darunter). Die effektive Temperatur entscheidet sich dann im letzten Moment anhand der effektiv vorhandenen Wäschestücke und deren Verschmutzung. Manchmal müssen ein paar helle Stücke oder ein paar dunkle Stücke draussen bleiben und auf die nächste Runde warten.

  • sepp z. sagt:

    Ich bin immer etwas peinlich berührt, wenn Männer in Beziehungen Appelle an Ihresgleichen richten, wie Hausarbeit aufzuteilen oder auszuführen sei. Der Grundton ist immer derselbe: Männer würden zuwenig im Haushalt machen. Aber natürlich nur die andern, der Tschannen ist natürlich nicht so.

    ps. Wie bloss die alleinlebenden Männer das schaffen…

    • Tina sagt:

      Ja, bin ganz Ihrer Meinung, dass Männer generell zu wenig im Haushalt machen. Hier ist übrigens noch der ultimative Test dazu:
      http://www.maenner.ch/footprint

      • maia sagt:

        Meine Erfahrung: Wenn frau die Männer lässt, dann machen die enorm viel. Aber Frauen wollen Männern oft vorschreiben WIE sie etwas machen sollen. Verantwortung abgeben – und gut ist. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

      • Vierauge sagt:

        ha – mein „Fussabdruck“ beträgt 1,10.
        Wahrscheinlich stimmt das nicht so ganz…

      • Fritz sagt:

        Danke Maia. Muss ich meiner Frau auch manchmal ins Gedächtnis rufen mit der Frage: „Willst du es denn machen?“ – Dann ist die Diskussion meist erledigt.

      • Sportpapi sagt:

        Wer bringt die Kinder in die Schule? Ernsthaft?

      • Fieser Patriarch sagt:

        Danke für den LInk der beweist dass dieser „Männer“-Verband ein verlogenes U-Boot von Feministinnen und Co ist.

      • L.T. sagt:

        @ SP: ich – meist mit dem Auto direkt vorne dran ausladen/abholen, z.B. auf dem Weg zur Arbeit. Mein Beitrag anstatt Waschen.

    • Sepp, so möchte ich meinen Blogbeitrag nicht verstanden wissen. Wie sich Paare die Haus- und Erwerbsarbeit aufteilen, ist ihnen überlassen. Ich möchte hier nur die Liebe für die Wäsche wecken.

      Ich bin im Übrigen gar nicht der Meinung, dass Männer faul seien. Fast hätte ich einen Beitrag darüber geschrieben, wie sehr mich das Wort „Pascha“ im Zusammenhang mit der Rollenteilung ärgert.

  • Thomas Weber sagt:

    Aus eigener Erfahrung wage ich die Hypothese aufzustellen, dass Frauen in gemeinsamen Haushalten öfters mit der Wäsche betraut sind als Männer, weil 2/3 und mehr der Wäsche jeweils von ihnen selber ist. Männer haben vielfach ein mehrstufiges Konzept verinnerlicht was saubere Kleidung betrifft. 1. Sauber: gewaschene Kleider im Schrank; 2. Nochmals nutzbar: ein- bis mehrmal getragene Kleider aus dem Zwischenlager (Boden/Stuhl) die den Riechtest bestehen; 3. Für die Gartenarbeit, beim Kochen oder Sport oder so noch nutzbar: ein- bis mehrmals getragene Kleider aus dem ZwiLa, Flecken sind ok, riecht bereits ein wenig, landet nach Gebrauch definitiv in der Wäsche. 4. Jeans: 2 Wochen die gleichen Jeans? Ohne Flecken voll ok. Die Waschzuteilung ist also wohl eher eine Frage der Schmutztoleranz.

    • Seeländer sagt:

      Genauso Ist es!!!

    • Tina sagt:

      Ja, das mag bei Ihnen vielleicht so sein. Aber in diesem Blog geht es um Familien mit Kindern, schon vergessen? Und dort geht es um eine faire Aufteilung der anfallenden Hausarbeiten und nicht um individuelle Schmutztoleranz.

  • Vierauge sagt:

    also irgendwie rennen Sie hier offene Türen ein, Tschannen.
    In unserem Haushalt wasche ich seit langem, und der Grosse hängt die Wäsche dann auf. Dafür bügelt meine Frau alles, weil ich für ein Hemd 20 min bräuchte (alles schon probiert). Auch das nennt sich Partnerschaft, Gerhard!
    Zu den Planungsfaktoren kommt noch die Zeit, zu der es billigen Nachtstrom gibt, dazu.

    • … oder die Maximierung des Eigenverbrauchs von selber produziertem Solarstrom.

      Falls ich offene Türen einrenne, umso besser. Allerdings sind aufhängen und bügeln die aufwändigen Schritte beim Waschen. Also die Aufgaben, die Ihr Kind und Ihre Frau übernehmen. Einigen wir uns darauf, dass die Tür angelehnt ist?

  • Ulrich Gassner sagt:

    Waschen nervt.

  • Esmeralda Villa Lobos sagt:

    …selten so geschmunzelt. genauso ! genauso wichtig und gleichzeitig stiefmütterlich behandelt ist dieser job !

  • Christine sagt:

    Also ich habe das Ämtli Wäschewaschen an mich gerissen, weil ich dafür meinem Mann das Kochen und Einkaufen abschieben konnte. Und ja, ich finde es einfach schön, wenn die Wäsche frisch gewaschen und fein schmöckend an der Leine hängt. Da sieht man am Ende des Tages, was man gemacht hat und ist sehr zufrieden mit sich selbst. Manchmal machen sich die Nachbarn darüber lustig, dass ich die Wäsche immer mit zwei farblich passenden Wäscheklammern aufhänge. Da stehe ich aber sowas von drüber :-).

  • Christina Bachmann sagt:

    *huch* Brechts Plüschregenwurm in die Waschmaschine? Nicht bei uns. Seit der Kleine statt TV die Waschmaschine geschaut hat und dann seinen Plüschdrachen an der der Scheibe gesehen hat. 2 Stunden Geheul, bis ich die Maschine öffnen konnte und dann war er noch nass (haben sie schon mal ein Plüschvieh mit dem Haartrockner getrocknet????).

    Nein nein, seither nur Wäsche in der Maschine.

    • romeo sagt:

      Lösung: zwei Plüschmonster, damit man das eine (möglichst unbemerkt) waschen kann und die Kleinen trotzdem ihr Psychoanhängsel herzen können..

    • Der Brecht hat praktischerweise eine sadistische Ader und sieht seine Plüschtiere ganz gerne um Luft ringen.

      • Jürg Brechbühl sagt:

        Diese Diskussion kommt mir komisch vor. Nur überbehütende Gluckenmütter meine, Stofftiere müssten auch noch hygienisch sein. Mein Teddybär war aus Lammfell, der ist noch immer sauber wie neu vor mehr als 50 Jahren und die einzige Reparatur war, als meine grand’maman den Kopf neu annähen musste und dann konnte der Mutzli seinen Kopf nicht mehr drehen, aber das war jedenfalls nicht so schlimm wie ein geköpfter Mutzli.

      • Naja, mit der Argumentation könnte man ja auch darauf verzichten, Kleidung zu waschen. Ich denke die wenigsten Eltern waschen Plüschtiere regelmässig. Aber warum nicht ab und zu mal einen Waschgang, wenn Teddy in den Matsch gefallen ist oder der Hund mit Mutzli gespielt hat.?Die meisten Plüschtiere überstehen die Waschmaschine problemlos und sind erstaunlich schnell wieder trocken.

  • Marcello sagt:

    Es kann ja gar nicht sein, dass 96% Frauen Wäsche waschen in einem gemeinsamen Haushalt, wenn es eine seriöse Umfrage war und nicht auf Appenzell und Emmental beschränkt. Daher ist der ganze Beitrag für mich nicht lesenswert.

    • Kurti sagt:

      Augen zu, Ohren zu, Klappe halten. So besserts bestimmt.

    • Christine sagt:

      Vielleicht war es ja eine Umfrage in Familien, d.h. in Haushalten, wo Kinder vorhanden sind. Da ja 90% der Väter Vollzeit arbeiten, ist es schon möglich, dass die Zahlen stimmen.

      In einer Partnerschaft ohne Kinder wird die Aufteilung aber sicherlich anders aussehen.

    • Sophia sagt:

      Es wird schon stimmen…Reisegepäck für die Kinder vorbereiten wird wahrscheinlich auch vorallem von Müttern übernommen….

      • Lisa sagt:

        Liebe Sophia – wie recht sie doch haben (schreibt Sie nach 1 PfiLA, 2 Klassenlagern, 2 Sporttagen und vor 1 Schüeli, 1 Sprachaufenthalt und 1 Ferienkolonie). Der Rest ist Schweigen…

  • Sophia sagt:

    Männer,ran an die Wäsche!;-)

  • Anh Toàn sagt:

    Eine anständige Frau lässt keinen Mann an ihre Wäsche.

  • petzbox sagt:

    dem rittermann würd ich auch gern mal eine resp die wäsche wenn möglich (ver)waschen, macht spass und viiiiel weichspüler, weil ich eben auch ein weichling wie tschannen bin – meine damen im haushalt können eben nicht waschen, dafür können sie viel anderes wovon rittermann nicht mal sich traut zu träumen ;o)

  • Matthias Zeier sagt:

    Pfffffff Hausarbeit ufffffff…..
    Da möchte ich mal ganz ehrlich sein. Hausarbeit mag ich nicht.
    Nach jahrelangem diskutieren konnte ich mich endlich durchsetzen und eine Putzfrau engagieren (ja, voll versichert und fairer Lohn sogar Weihnachtsgeld erhält sie). Ach wie schön kann das Leben sein ohne Putzen 🙂 – sehr empfehlenswert für Leute die keine Herr Tschannen zu Hause haben :-).
    Beim Waschen halte ich es wie sottosopra. „Weiss“ und „Farbe“ trennen und rein damit (im Zweifelsfall 30 Grad) und gut ist. Doch zum Glück macht das zu 80% meine Frau. Vielleicht auch deswegen, weil ich ihr Kaschmir Kleid gewaschen habe (in diesem Fall funktionierte „im Zweifelsfall 30 Grad“ nicht). Hab was gelernt (Kaschmir = Handwäsche) und meine Frau ging einkaufen. Win-Win.

  • Evi Nussbaumer sagt:

    Letztlich beobachtete ich wieder einmal sonntags auf dem Parkplatz einer Migrolino-Tankstelle, wie Vater + 2 Söhne gemeinsam in liebevoller Hingabe und engagierter Präzision ihren BMW manuell innen wie aussen auf Hochglanz putzten. Der eine Sohn kniete tief am Boden und polierte selbstvergessen und kontemplativ die Innenseite der vorderen Felge. Es ist also nur die Frage, wie man diese reinigende Hingabe auf die Waschmaschine und andere Haushaltsarbeiten transferieren kann – vom Prinzip her ist es ja das Gleiche: lange geputzt, schnell wieder dreckig 😉

  • Brunhild Steiner sagt:

    Die hohe Kunst der richtigen Dosierung in der richtigen Schublade mit entsprechend korrekt gewähltem Programm haben Sie nun komplett unterschlagen :-D,
    wobei aus Ihren Zeilen zu vermuten ist dass Sie über Ihre private Waschanlage verfügen. Was nicht nur das advanced scheduling sehr erleichtert, Sie sind somit auch nicht damit konfrontiert allfälligen Falschbenutzern hinterherräumen zu müssen (resp es wären dann bloss die eigenen Rückstände welche es zu bearbeiten gälte) 😉

    Weiterhin allzeit fröhliches Waschen, ich meinerseits bin schon sehr froh drüber das nicht an einem Fliessgewässer zu erledigen gehen müssen… .

    • Die richtige Schublade hat man hoffentlich irgendwann raus. Ich muss gestehen, ich habe mir inzwischen eine Waschmaschine gegönnt, die selber dosiert. Jetzt muss ich beim Beladen nur noch die Wäsche parametrieren. Dafür gab’s letztes Jahr keine Ferien. Prioritäten sind wichtig.

      Aber klar, zuvor bin ich jahrelang in den Waschküchen-Kleinkrieg eingerückt. Der Höhepunkt waren 2 Waschmaschinen für 27 Wohnungen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die hohe Schule der Waschküchenbenutzung empfiehlt, immer nur eine Maschine und ganz ohne Waschmittel zu waschen. Auch im besten Wissen dosieren alle Hausfrauen Industrie- wie Haushaltswaschmaschinen, also doppelt soviel, als notwendig. Es sammeln sich dann soviel Waschmittelrückstände in der Maschine an, dass man immer eine Ladung pur und dennoch mit ausreichend Waschmittel ansetzen darf.

  • Seeländer sagt:

    Wie Sie Herr Tschannen habe ich auch schon früh (mit 15) von meiner Mutter das waschen (wie auch das kochen) gelernt bekommen, mit dem Hinweis, dass ich dann nicht meinen müsse meine zukünftige Ehefrau sei eine Haushälterin.
    Wohl weislich und voraussichtig war dieser Schachzug, denn meine Freundin, die dann auch zur verlobten und Ehefrau wurde, konnte in der Küche knapp Schinkengipfeli oder Chäschüechli backen.
    So konnte ich dann meinen (Koch)Trumpf von der Mama ausspielen und ihr dann schön das kochen beibringen. (das macht jetzt mehrheitlich Sie, jedoch Arbeitspensumbedingt). Beim Waschen ist meine Frau aber ein Ass (ohne Wortspiel, imfall! 🙂 und dieses Amt liess Sie sich auch nicht aus der Hand nehmen, vermutlich schon weil sies einfach „richtig“ gemacht haben will. Passt schon!

    • Sportpapi sagt:

      Schon vor fast 30 Jahren war es in meinem Umfeld so, dass die Jungs kochen und waschen konnten. Weil sie modern sein sollten.
      Und die Mädchen es nicht konnten. Weil auch das doch modern war.
      Verkehrte Welt.

  • Gerhard sagt:

    Bei uns waschen beide. Und das Gleiche gilt für Bügeln, Abwaschen, Staub saugen etc. Wir teilen uns die Hausarbeit. Für uns das Selbstverständlichste der Welt. Auch bekannt unter dem Namen PARTNERSCHAFT.

    • Wir teilen uns die Hausarbeit auch, allerdings nicht jede Aufgabe genau 50:50. Ich bin der Meinung, dass mehrere Köche die Wäsche verderben – sprich die Waschplanung weniger effizient wird. Aber das muss jeder so organisieren, wie es für ihn passt.

      • Karl Knapp sagt:

        Doch, genau 50:50, so muss das sein, Herr Tschannen. Für 3 Stunden Kochen meiner Frau wäsche ich 3 Stunden, und trockne auch noch gratis. DAS ist Advanced Job Scheduling !

      • Das ist dann aber falsch. Sie müssen nach 1,5 Stunden in die Küche grätschen und weiterkochen, was Ihre Frau angefangen hat, während sie die restlichen 1,5 Stunden ins Bullauge starrt.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    solange wir männer wie herr tschannen haben wundert es mich nicht, dass die jungen je länger je mehr zu weichbechern verkommen.

    • Evi Nussbaumer sagt:

      Haha! Hoffentlich BPA-free!

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Paps- Blogger sind alle geschlechtslose Wesen. Sonst würden die das nicht machen.

    • Natürlich, der Nachwuchs verweichlicht, weil Männer waschen. Am Ende waschen die Jungen plötzlich auch noch. Nicht auszudenken.

      Falls es Sie beruhigt: Ich wasche ab und zu auch mein Auto, erledige Reparaturen im Haushalt und gestern Abend habe ich sogar eine Kuhweide eingezäunt.

      • Marc Eibel sagt:

        Sie dürfen den Altherrn Rittermann nicht so ernst nehmen. In Wahrheit ist das nämlich Alice Schwarzer. Ihr geht halt langsam aber sicher der Stoff aus, drum hilft sie nach.

    • Annelise Meyer sagt:

      Echt jetzt? Sehe das eher umgekehrt. Leute welche Wäsche waschen als Frauenarbeit verstehen (oder ähnlich „interessanten“ Kommentar wie Sie hier abgeben) sind wohl mental im Teenie-Alter stecken geblieben. Mein 14-Jähriger meint auch, dass ein richtiger Mann nicht wäscht/bügelt und ähnliches. Die Argumentation hilft ihm allerdings nicht.

      • Dobi sagt:

        Gut ein „richtiger“ Mann hat auch keine Kleider, die gebügelt werden müssen. :)!
        Ja, auch ich habe das Waschen schon als Kind gelernt, weil ich es nie schaffte meine Kleider rechtzeitig in die Waschküche zu schaffen…

    • mila sagt:

      Welch zerbrechliche Männlichkeit, wenn sie sich von einer Ladung Wäsche bedroht sieht… oder einem Staubsaugergang. Da muss man(n) sich wohl hüten wie das allerzarteste Pflänzchen.

    • Michael sagt:

      Haha, Philipp ist damit überfordert, eine Waschmaschine zu bedienen!

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        nö. ich gebs zwar ungern zu, aber ich habe eine neue gekauft, die praktisch selbsterklärend ist. ich weichbecher, ich.

  • Muttis Liebling sagt:

    In 80% aller Männerhaushalt aller Männerhaushalte wäscht der Mann, nur in 20% die Putzfrau. Am Energie- und Waschmittelverbrauch kann man messen, wer das konkret ist. Frauen verbrauchen von beidem mehr, weil sie auf visuelle Sauberkeit waschen. Männer wissen, dass ein Fleck, der bei 40% Express nicht rausgeht, chemisch- physikalisch kein Fleck ist. Nur visuell und visuell ist egal.

    Männer die selbst waschen sind dennoch ökologisch zweifelhafte Subjekte. Theoretisch reichen 2 Unterhosen und 2 Paar Socken, eines trägt, das andere wäscht man. Nur wegen der Trommelgrösse der Waschmaschine besitzt man mehr Wäsche, als man braucht. Braucht man überhaupt einen Kleiderschrank. Der nächste konsequente Schritt ist Handwaschen. Damit beginnen ich morgen, Morgen wieder morgen …

    • Hotel Papa sagt:

      Doofer wurde nie argumentiert. Die Waschmaschine ist eine der wichtigsten technischen Errungenschaften der Zivilisationsgeschichte, befreite sie doch die bisher mit dem Waschen am Fluss betrauten von einer unsäglichen Knochenarbeit.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Muttis Liebling

        2 Paar? Da möchte ich nicht wissen, wie lange Sie Ihre Wäsche tragen…

    • Michael sagt:

      Das klingt verdammt nach Tigerunterwäsche…

  • sottosopra sagt:

    Eine Ode ans Waschen, eines der „chilligsten“ Ämtli die es gibt: Wäsche rein und die Maschine macht den Rest. Plus: als Mann stehst du auch noch gut da, weil du im Haushalt tatkräftig mithilfst. Das Zusammenlegen der Wäsche überlasse ich wiederum gerne anderen Familienmitgliedern 😉

    • Naja, wenn ich nur die Waschmaschine beladen würde, hätte ich mich hier kaum als Waschmann gebrüstet. Aufhängen, abhängen, falten, bügeln und vor dem Waschen der Dreckwäsche aller Familienmitglieder nachrennen – das sind die wahren Aufwandsposten.

      • Tina sagt:

        Zu Erwähnen vergessen haben Sie noch: Kaugummipapier und Papiertaschentücher aus den Hosensäcken klauben (manchmal auch den Kaugummi selber). Kugelschreiber vom Lieblingstiishi der Tochter entfernen. Pfadi-Hosen einweichen. Regenwürmer und Steinchen aus den Hosenaufschlägen entfernen. Und den Sandhaufen nachher zusammenwischen. Skisachen imprägnieren. Aber eben auch die ersten Liebesbriefchen der Kinder in den Taschen finden. Oder ein Zwangzigernötli.

      • sottosopra sagt:

        Der Wäsche nachrennen, die Wäsche aufhängen und abhängen, all diese Aktivitäten gehören selbstverständlich dazu. Bügeln, sofern gleichzeitig ein belangloses CL-Spiel im TV läuft, easy (muss ja auch nicht alles gebügelt werden). Aber das Falten: Nein. Sobald es dafür einen (funktionierenden) Roboter gibt wird er gekauft.
        PS: Stichwort Roboter im Haushalt: Wischen und Saugen übernimmt der Roboter, eine haarende Putzfrau ist heutzutage nicht mehr nötig (siehe Ihr Kommentar oben)

      • Frtz sagt:

        Richtig. Das Zusammenlegen ist des Teufels. Da zählt jedes Detail und der Wäscheberg hat leider die Tendenz nicht kleiner zu werden.
        Bügeln lass ich aus, die Geräte sind technisch zu anspruchlos.
        Beim Einsammeln wird der Familie einmal kommuniziert, dass gewaschen wird plus einmal durch die Wohnung laufen und dann ist halt eine Woche warten angesagt. Da mach ich kein Cabaret mehr. Die Dienstleistung Waschen muss so genügen. Eine Bringschuld gehört dazu.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.