Halten Sie Ihre Kinder von öffentlichen Toiletten fern!

Besonders schwierig: Kinder halten sich gern zwischen WC-Brille und dem Porzellanrand fest und scheuern ausserdem mit den Beinen die Vorderseite des Klos. Foto: iStock

Ich bin ja ein ganz gelassener Vater: Der Brecht klettert auf einen Hochspannungsmast? Easy. Er haut beim Einkaufen ab und sortiert ein Gestell neu? Kreativ. Er hat hohes Fieber und rote Flecken auf dem ganzen Körper? Haha, ein Fleck sieht aus wie Australien.

Das stimmt natürlich nicht ganz. Ich durchlebe dieselben emotionalen Höhenflüge und Abgründe wie alle Eltern. Das mit der Gelassenheit funktioniert aber immer besser. Ausser in einem Bereich: der Hygiene.

Normalerweise bin ich in Sachen Reinlichkeit ganz normal. Ich halte unsere Wohnung sauber, ohne zu übertreiben. Vor Bakterien fürchte ich mich nicht. Desinfektionsmittel gehören in Spitäler, nicht in Badezimmer. Ich sage dem Brecht nur selten, er soll sich die Hände waschen. Selbst wenn er im öffentlichen Sandkasten mit Heroinspritzen einen Zaun baut, verbuche ich das unter «härtet ab». Aber menschliche und tierische Ausscheidungen sind mein Kryptonit. Ich ekle mich sehr vor fremdem Gagi und Bisi – knapp unter der Schwelle zur Phobie. Als Auslöser vermute ich schlimme Kindheitserlebnisse mit unserer chronisch inkontinenten Familienkatze.

Das Gruselkabinett

Nun kann ich als erwachsener Mensch den Kontakt mit fremden Fäkalien gut kontrollieren. Ganz im Gegensatz zum Brecht. Stapft er im langen Gras neben dem Trottoir, sehe ich ihn ständig auf einem Hundehaufen ausrutschen. Am schlimmsten sind aber natürlich öffentliche Toiletten.

Manchmal wünsche ich mir den Windelbrecht zurück, den ich auf jeder sauberen Fläche wickeln konnte. Ruft heute die Natur, gibt es nur ein mögliches Ziel: das nächste Wasserklosett – wo Männer sich im Bogenstrahl üben und auch Frauen den direkten Schüsselkontakt meiden. Je grösser die Pipipfütze, desto weiter die Biseldistanz, desto grösser die Pipipfütze. Ein riesiger gelber Teufelskreis. Aber was erkläre ich Ihnen hier öffentliche WCs, Sie waren bestimmt auch schon mal auf einem.

Bei der Benutzung durch Kleinkinder kommen nebst Klobrille und Boden weitere Ekelstellen hinzu: die Lücke zwischen WC-Brille und Porzellanrand, in die der Brecht beim Abstützen seine Finger krallt. Ausserdem die Vorderseite der Schüssel. Selbst auf dem saubersten Klosett klebt dort immer ein angetrocknetes Pipirinnsal. Wenn der Brecht diese Stelle mit seiner Hose oder den nackten Beinen sauber scheuert, stirbt ein Teil von mir.

Operation «Hakle feucht»

In der Praxis läuft ein auswärtiger Klogang des Brechts ähnlich ab wie die Auslandsreise des US-Präsidenten. Sobald der Brecht sein Bedürfnis angekündigt hat, klärt der Sekret-Service die lokalen Begebenheiten ab und erstellt ein Sicherheitsdispositiv. Spezialisten – also ich – landen mit mehreren Packungen Feuchttüchern und bereiten die Lokalität gründlich vor. Danach erst kommt der Präsident und liefert seine Kacke ab. Währenddessen beobachtet der Sekret-Service die Situation. Ich achte auf jede Bewegung und bin jederzeit zum sofortigen Eingreifen bereit.

Ich überlege mir, ein Schulterpolster zum verdeckten Tragen einer Klobürste anzuschaffen. Allerdings beulen die Sprühflasche mit dem Badreiniger und die beiden Reserverollen meinen Anzug schon ziemlich aus. Man will auf Aussenstehende ja auch nicht merkwürdig wirken.

«Danke, Papa, hat sich erledigt»

Das Gute an meinem Vorgehen: Bis ich alles geputzt habe, muss der Brecht meistens gar nicht mehr. Überhaupt kommt es selten vor, dass der Brecht unterwegs Druck verspürt. Seine Speicherkapazitäten sind enorm. Gut so. Ich würde sonst vor Angst gelähmt kaum noch mit dem Kind das Haus verlassen.

Auf meine Fäkalaversion bin ich wahrlich nicht stolz. Aber ich freue mich schon, sie dem Brecht weiterzugeben. Sobald er dann alleine aufs Klo kann, gebe ich ihm die Packung Feuchttücher, zwinkere ihm wissend zu und warte entspannt vor der Tür.

Aber jetzt erzählen Sie mal: Wie halten Sie es mit kleinen Kindern und öffentlichen Toiletten? Gibt es irgendwelche Tricks, die ich noch nicht kenne? Oder sehen Sie es locker, wenn Ihr Kind dezent nach fremdem Bisi riecht?

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136 Kommentare zu «Halten Sie Ihre Kinder von öffentlichen Toiletten fern!»

  • Annette sagt:

    Als meine Tochter klein war, habe ich ihr immer gesagt, sie soll auf die Toilettenbrille steigen, habe sie festgehalten und soweit ich mich erinnere war es sowieso unterwegs nur Pipi. Das hat prima geklappt, denn Kinder hocken sich ja gerne hin und sind entsprechend beweglich.

  • Ana sagt:

    Bei mir funktionierte es mit Verdrängung und meine drei Kinder haben die Gänge auf öffentliche Toiletten allesamt schadlos überstanden. Aber ich habe selten so gelacht, Herr Tschannen. Was schreiben Sie grossartig witzig über ernste Themen.

    • Sportpapi sagt:

      Er schreibt definitiv witzig. Persönlich würde ich mir allerdings wünschen, dass der einzige Mann in der Runde auch mal ein ernstes Thema aufgreifen würde…

  • Moritz sagt:

    Ihr Unbehagen ist verständlich. Aber bitte schicken Sie Ihren Sohn nicht mit einer handfesten Phobie durchs Leben, in den Chindsgi, in die Schule und zur Arbeit.

    • marsel sagt:

      Zu spät. Der arme Junge wird bald mittags und abends nach Hause kommen und wie der Blitz ohne nach links oder rechts zu schaun WC rennen.

  • marsel sagt:

    Köstlich! Der Text und die Kommentare dazu würden mittlerweile ein herrliches Buch hergeben, mit dem Titel „Irrwitzige Neurosen des 21. Jahrhunderts – Band 1: Stuhlgang“.

  • milena sagt:

    Danke für diesen Text und vor allem für den Satz „… stirbt ein Teil von mir“ . Werde den Text in unserem Gäste-WC aufhängen.
    Ihre Antwort „bei Rot über die Ampel schubsen“ hat dazu geführt , dass mein Kind neben mir aufgewacht ist. „Warum lachst du so, Mami?“

  • res sagt:

    jetzt interessiert meinen kommentar sicher niemand mehr. aber gagi und bisi ist immer zum lachen, was ist das immer für eine freude, wenn meine tochter aufs klo muss. und die kleine fragt auch schon, wenn ich mal stehend muss (natürlich erst nach ihr): „was machtu?“
    meine frau sagt nur, bei ihr ginge töchterchen auf das wc in der apotheke, im spielzeugladen, in der bäckerei. mir gelingt das nicht: mit mir will sie immer aufs öffentliche.
    warum nur kommt mir der gute stille has in den sinn? „chotzbrockemässig isch das grusig himmutruurig mies potzttuusig… soustaumässig usebrunze…gagu vorem blindeheim… em beck zmitts ufe lade bräche…“ hier der link, ist lange her: http://www.songtexte.com/songtext/stiller-has/gruusig-53c68f91.html

  • Doris sagt:

    Ah zum glück bin ich nicht die einzige mit dieser aversion. Ich habe aber in meiner handtasche tatsächlich immer eine flasche desinfektionsmittel dabei. Auch heute noch obwohl die beiden jungs nicht mehr im kleinkinderalter sind zu der zeit als sie noch mit mir aufs damen wc mussten, habe ich immr vorher die wc-brille, sowie die vorderseite der schüssel mit dem mittel vollgespritzt und mit wc-papier gereinigt.
    Zudem habe ich die innenschüssel immer mit papier ausgelegt, damits beim kackplumps nicht das wasser hochspritzte.
    Und damit das kind ihre kleinen süssen händche nicht zwischen brille und wc-rand steckte, konnten sie sich an meinen händen festhalten. Was ihnen sogar behilflich war beim drücken beim grossen geschäft.

  • Lisa sagt:

    Ach jee. WC-Papier über die Brille verteilen, Kind von vorne halten (dann stützt es nicht ab) und nachher Hände waschen. Wenn kein Lavabo mit fliessendem Wasser da ist: Feuchttücher, Wasser aus Flasche, im Notfall Gras und, wenn alle Stricke reissen, Nastuch und eigener Speuz. Übrigens: Wenn es ganz schlimm ist, Brille hoch, Kind auf WC-Schüssel kauern lassen (und von vorne halten). Und selber Hände waschen nicht vergessen. Für alles andere auf die natürlichen Abwehrkräfte vertrauen…

  • Philippe sagt:

    Herrlicher Text: Sehe ich genauso. Mit meiner Tochter gehe ich mittlerweile immer auf das Damenklo. Ich hoffe die Frauen verzeihen mir dies. Seit ich das mache wünsche ich mir manchmal fast selber eine Frau zu sein. Männer sind Schweine. Aber in der Schweiz geht es ja noch: Nach einer Frankreichreise habe ich ein Trauma und gehe nie mehr mit Kindern nach Paris – wegen der Toiletten. Kann nicht verstehen wie ein Land, das so eine Kultur hervorgebracht hat in dem Bereich derart unkultiviert ist. Anstatt an den Eiffelturm kann ich mich nur an kotverschmierte WCs erinnern.

  • Mameli sagt:

    Dieser Text war der ober Hammer. Beim secret service konnte ich nicht mehr! Genau wie du bin ich aus der Klo-marines Truppe.

  • Mother of 2 sagt:

    Unseren 2 Kids müssen sich beim grossen Geschäft unten immer GANZ FREI machen, sonst geht nix. Dann wird im Schneidersitz auf der WC-Brille gesessen, zum Hochklettern hat es ja einen Rand. Der Grosse kann aber nur, wenn er ein Buch zum Lesen hat. Bis er Hosen etc. ausgezogen hat, wird das Buch beim offenen WC-Deckel angelehnt. Und dann wird eine halbe Stunde gelesen.
    Nun, ich habe keine grossen Probleme damit:
    Ich hab die Kinder so konditioniert, dass sie das grosse Geschäft nur zuhause machen.
    Wir haben 3 WCs und ich habe mein eigenes.
    Wir haben beim Storch zwei Jungs bestellt. Wenn sie unterwegs pinkeln müssen, dann suchen wir einen netten Baum.
    Die Bücher bringen wir wieder in die Bibliothek zurück.
    Wie sie es im Zug machen, weiss ich nicht. Da schicke ich immer meinen Mann.

  • Margrith sagt:

    Sekret-Service
    Hach Tschannen, ich weiss gar nich was ich mehr liebe, Ihre Texte oder die semi-empörten Besserwisser-Reaktionen darauf. Beides zum Schreien!

  • Henry Berger sagt:

    Auf den Griffen der Einkaufswägeli soll mehr Dreck vorhanden sein, als auf einer WC-Brille!

  • stefu sagt:

    Tschannen, Sie Spielverderber! Meine Kleine ist gerade seit 2 Tagen stubenrein und iich habe erst am Samstag unseren nächsten „öffentlichen Auftritt“ mit ihr… Hätten Sie mir die 3 weiteren „stolzen Tage“ nicht gönnen können, bis mich die Kehrseite de Medaille einholt?!?! 😉

  • Chalkie Zirkel sagt:

    Öffentliche WCs? In der Schweiz? Ha, ha. Scherzbold, Herr Tschannen!
    Aber im ernst: Wo’s keine Flecken drauf hat, kann man sich doch draufsetzen. Mach ich jedenfalls. Die Brille, sofern eben sauber, kommt doch höchstens mit ein paar massigen Pobacken in Kontakt, die sowieso grösstflächig nie mit Ausscheidungen beschmutzt werden. Da sind Hände wesentlich ekliger. Auch der Intimbereich wird nicht mit utopischen Krankheitserregern invasiert, wenn man sich richtig hinsetzt und den Druck nicht mit 100bar in die Schüssel pfeffert (weil sonst das WC-Wasser empor geschleudert wird). Den ganzen Hygienepriestern und Desinfektionsmittelverherrlichern sei ein kleiner wissenschaftlicher Fakt entgegenzuhalten: Urin ist ziemlich steril.

  • Frank Brunner sagt:

    Der Brecht? Berthold?
    Ich check die WC-Story, denn irgendwas muss ja geschrieben werden, aber der Brecht. Den check ich nicht.

    Mein Sohn heisst übrigens Ignatius 3, aber ich würde ihn nie als DEN Ignatius bezeichnen

    • „Der Brecht“ ist mein Kind. So wie „der Maximilian-Jason“ oder „die Lena-Joy-Marihuana“ die Kinder von anderen Eltern sind. Aber wie sie richtig feststellen ist ein Artikel vor Eigennamen natürlich freiwillig.

      Herzliche Grüsse,
      der Markus

  • Rémy sagt:

    Nie nie nie ins Ausland reisen. Denn schweizer Toiletten sind im internationalen Vergleich geradezu klinisch sauber!

  • Sportpapi sagt:

    Ihr habt schon Sorgen.
    Am einfachsten wäre es allerdings, wenn alle ihre Kinder von öffentlichen Toiletten fernhalten würden. Dann hätten es die anderen etwas sauberer…
    Ausserdem scheint mit, dass ausgerechnet die Leute, die sich am meisten um die Hygiene auf dem Ring sorgen, mit ihrem Verhalten (auf dem Ring kauern etc.) dafür sorgen, dass es auf dem Klo wirklich so aussieht wie befürchtet.
    Und wo holt man sich schon wieder die Krankheiten? Beim Sitzen?

  • Laura Fehlmann sagt:

    Um vom Sauberkeitswahn wegzukommen empfehle ich eine lange Bahnreise durch Süditalien, eventuell noch Marokko und Türkei. In diesen und anderen Ländern gibt es Stehklos, die zwar stinken, aber auch ein Kind kann sein Geschäft erledigen, ohne sich irgendwo festzuhalten – und sonst sind ja Mama oder Papa da. Feuchttücher sind immer hilfreich. Aber sonst: weder ich noch meine Kinder haben auf einem öffentlichen Klo jemals eine Krankheit aufgelesen.

  • Peter Freudig sagt:

    Wie haben wir das nur überlebt? Sorgen haben die Menschen. Kürzlich geäussert: Nicht wirklich überlebensfähig – würden in der Naur gefressen.

  • Pfunden sagt:

    Wenn ich meine Tochter begleiten muss, machen wir das so : Knie auf einen Arm Achseln auf den anderen, Hände von ihr um meinen Hals. Somit kommt Fudi nie mit Klo in Kontakt. Reinigung geht fix. Funktioniert eigentlich überall. die Technik funktioniert sogar auf dem Pissoir.

    • Wenn Sie das auch noch an einem Trapez können, dann würde ich dringend zu einer Karriere im Cirque du Soleil raten. Achten Sie einfach darauf, dass das Kind nichts ins Publikum kackt.

      • Rolf Hefti sagt:

        Man könnte im öffentlichen Raum gleich sauber scheissen wie bei sich Zuhause, oder etwa nicht ?

  • Andrea sagt:

    Exakter Beschrieb meiner Ängsten und Sorgen vor ein paar Jahren…
    Entspannt bleiben und darauf zählen, dass es tatsächlich besser wird ! Nämlich dann, wenn man denn mit jedem Male feststellt, dass der Brecht all diese für Dich (und mich damals – und ganz sicher auch viele andere…) schwer zu ertragenden Toilettengänge in den nächsten Jahren effektiv unbeschadet überstehen wird !
    Zur Beruhigung nebst Auslegen mit Klopapier, Feuchttüchli sowie Reise-Desinfektionsfläschli in der Tasche die Hosen/Unterhösli auch einmal früher waschen als geplant…

  • sol sagt:

    Suchen Sie mal „wc cover toilettenauflage“, vielleicht löst das Ihr Problem…

    • Gibt es die auch in einer Variante, mit der man den ganzen WC-Stall abdecken kann?

      • sol sagt:

        Leider nein. Das wär dann auch die Lösung für mein Problem, das momentan noch darin besteht, dass ich das Windelkind zwecks nicht alleine lassen mitnehmen muss in die Kabine, wenn ich mal muss. Dann könnte ich mir das ständige „Nichts anfassen!“ „NICHTS anfassen!“ „Nein, nicht das Lavabo abschlecken!!!“ sparen.

      • Cybot sagt:

        Gibt’s schon, nennt sich Leintuch. Oder wahlweise Zeltblache. Einfach in der Mitte ein Loch rausschneiden.

      • marsel sagt:

        Abdeckblachen aus dem Maler- und Gipserbedarf? Dort kriegt man auch Augen- und Mundschutz und Silikonhandschuhe.

  • Marek sagt:

    Eigenartiger Papi, vor Heroinspritzen, die mit allerhand kontaminiert sein können hat er keine Angst und lässt den Sohnemann auch noch damit Spielen… vor dem Rest schon. Vielleicht liebt er seinen Sohn gar nicht so fest wie er vorgiebt!

  • End lich sagt:

    Herrlich!!!! Geht mir genau gleich:-)

  • Poppy sagt:

    Ja, diese Körperflüssigkeiten! In einer deutschen Komödie an deren Namen ich mich gerade nicht erinnere, gab es eine unvergleichlich komische Szene: das Mami, gebildete Frau auf einem verbissenen Mutter- und Hausfrauentrip wie nur Deutsche das können, stillt ihren Sohn immer noch und hängt das gehörig heraus. Ein befreundetes Ehepaar ist zu Besuch. Als man beim Kaffee ist, sagt der Hausvater zum kinderlosen Besuchsmann, er habe ihm von der abgepumpten Muttermilch in den Kaffee getan. Ob er es gut meinte? Ist nich ganz klar… Auf jeden Fall spuckt der Besucher den Schluck, den er gerade im Mund hat, in hohem Bogen aus. Frage an Herrn Tschannen : DARF MAN DAS? Ich meine, wir alle kennen Frauen, die abpumpen…?!

    • Ist wohl individuell unterschiedlich. Ich mag schwarzen Kaffee nicht und fände es unhöflich, wenn man mir solchen serviert, nur weil gerade keine Kuhmilch im Haus ist.

      • Poppy sagt:

        Ich trinke ihn schwarz mit Zucker, habe daher nur Miniportionen Kuhmilch (wird schnell schlecht!) und diese scheusslichen UHT-Rahmportiönli im Haus sowie Soja- und Mandelmilch. Ich will Sie nicht aufs Glatteis führen, Herr Tschannen, aber darf ich Ihre Antwort jetzt so verstehen, dass Sie ohne Weiteres auch Muttermilch in ihren Kaffee nähmen, wenn gerade keine Milch da ist? Es interessiert mich einfach, wie ein Mann zu dieser Frage steht.

      • Ich finde den Gedanken Muttermilch zu trinken auch komisch. Ekel würde ich es nicht nennen und wenn mich jemand herausfordert, würde ich mir schon ein Schlückchen zumuten.

  • tststs sagt:

    „Manchmal wünsche ich mir den Windelbrecht zurück…“
    Also, verstehe ich das richtig: Fäkalien, eingetrocknet oder pfundweise mit wasserdichter Folie von Schritt bis Nacken ans Kind geklebt, sind kein Problem, solange sie aus Eigenzucht stammen?
    😉

    • tststs sagt:

      Und übrigens, falls Sie den Griff noch nicht kennen:
      Von hinten unter den Armen des Kindes durchgreifen und in den Kniekehlen festhalten (das Kind befindet sich in einer sitzenden Position). Funktioniert draussen genauso gut wie in der öffentlichen Toilette (Kind schaut halt an die Wand)

  • Lina Peeterbach sagt:

    Ich verstehe Sie sehr gut, Herr Tschannen. Optische Sauberkeit reicht mir für mein sonst eher entspanntes Hygienebedürfnis, aber sichtbare Spuren finde ich schrecklich. Bei mir kommt noch Speichel dazu. Es würgt mich regelrecht, wenn Jugendliche vor mir auf den Boden spucken. Und garantiert fällt dank Murphy genau dort dann der Nuggi des Kleinen hin: bäh!!!!
    Meine Strategie: wir haben eine ziemlich strikte Trennung von Draussenkleidern und Drinnenkleidern. Damit stelle ich zumindest sicher, dass die ganz grusligen Sachen vor der Tür bleiben… 😉

    • tststs sagt:

      OMG! Das ist Ihnen passiert?! Konnten Sie den Nuggi noch auflesen???
      Ich bin ziemlich ekelfrei, aber DAS… ich hätte den Nuggi wohl geopfert…

      • Marcus Ballmer sagt:

        Drinnenkleider und Draussenkleider…- Sie leiden aber an einer ziemlich fetten Mysophobie, Frau Peeterbach.

    • Henri Brunner sagt:

      Und vor betreten des hauses duschen! Ganz wichtig. Der Dreck ist ja bekanntlich überall.
      Ich empfehle den EInbau einer Hygieneschleuse mut Dampfdusche und Ultraschallreinigung.

  • Hitch sagt:

    gut gelacht, danke!

  • Xxx sagt:

    Nja, richtig schlimm wirds erst mit zwei Kindern. Man kann das zweite je nach Alter ja nicht alleine draussen stehen lassen. Nur was macht es dann in der Toilette? Es berührt mit Vorliebe alles, was eklig ist, während man sich um das zweite Kind auf dem Klo kümmert….da helfen wohl nur noch Desinfektionszelte, Vermeidungsstrategien oder Augen zu ;-))

    • Meine Vermeidungsstrategie ist Altersabstand. Erst wenn das alte Kind draussen vor der Tür warten und in Ruhe Borchert lesen kann, gönnen wir uns ein neues.

      • tststs sagt:

        Sie meinen doch wohl: sobald das grosse Geschwister genug alt ist um die WC-Begleitung zu übernehmen, wird ein zweites hinzugezogen…

      • 20 Jahre sind dann aber doch ein etwas grosser Abstand zwischen Geschwistern.

      • tststs sagt:

        Denke, das geht schon früher… immer unter der Prämisse, dass Ihr Motto „nur was ich sehe, stresst mich“ grundsätzlich gilt. Also einfach entspannt vor der Türe warten und Borchert lesen (okeee, entspannen und Borchert gleichzeitig ist…naja…)

  • Mike sagt:

    Bei mir auf der Arbeit gibt es ein, zwei Männer, die im stehen pinkeln und das mit der Sauberkeit nicht so genau nehmen. Ich weiss genau, um wen es sich handelt, weil die Toilette immer nur dann unsauber ist, wenn diese zwei Herren sich gerade nicht auf einem Business Trip oder in den Ferien befinden.

    Als 2m grosser Mann habe ich für mich das Problem relativ einfach gelöst: Ich seiche ins Lavabo. Hinterlässt keine Spuren und ich kann mir erst noch den Lümmel mit frischem Wasser erfrischen.
    Und wer das nun grusig findet: Solange Hans und Heiri auf den Ring pissen dürfen, darf ich ins Lavabo pissen. So einfach ist das.

    • Sowas eskaliert einfach leicht. In zwei, drei Monaten seichen Sie sich dann gegenseitig in die Kaffeetassen.

      • pat sagt:

        herrlich 🙂

        PS: meiner hat mal den urinstein in die hand genommen und damit gespielt als wäre es ein lego.
        am liebsten hätte ich ihm dannach die Hände mit „Cillit Bang“ sauber geätzt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Vom Pinkeln im Sitzen bekommt der Mann Prostata- Krebs, weil sich dabei die Blase (des Mannes, nicht der Frau) nicht vollständig entleeren kann. Da ist der gelbe Rand ein prädiktiver Kollateralschaden, welche auf die ausreichende krankheitsbezogene Sensibilität der Herren verweist.

      • Müller sagt:

        Als ob Krebs irgend etwas mit dem Entleeren der Blase zu tun hat. Weder Druck noch Urin sind karzinogen (bzw. mutagen). Man darf ja an den Osterhasen glauben, wenn man unbedingt will. Stimmen tut es trotzdem nicht.

      • tststs sagt:

        Natürlich ist die Kausalkette eeeetwas komplizierter, aber ML spricht insofern ein berechtigtes Thema an, als dass unsere westlichen Toiletten unserer Anatomie tatsächlich zuwiderlaufen. (Blasenentleerung eher bei Herren, Darmentleerung Damen und Herren)

      • Cybot sagt:

        ML verbreitet ja gern Urban Legends und Fake News, aber die Story ist echt uralt und wird mit der Reife auch nicht wahrer.

    • Müller sagt:

      Ach so und diejenigen, die sich hygienisch verhalten sind die vera…! Weil andere asozial sind, dürfen Sie es auch sein? Diese Rücksichtslosigkeit ist zum kotzen, die Begründung scheinheilig und verlogen arrogant.

      • Mike sagt:

        Jetzt mal ganz ehrlich, ins Lavabo seichen ist eine äusserst saubere Sache. Keine Rückstände, weder an den sanitären Anlagen, noch am Lümmel noch sonst wo.
        Also nehmen Sie sich bitte etwas zurück, wenn es darum geht, andere als asozial zu bezeichnen

  • Silke sagt:

    Es gibt Kinder-WC-Sitze für die Reise – sind sehr leicht, z.T. faltbar und passen in jeden Rucksack. Problem gelöst & Papier gespart

    • Schon, aber mein Problem ist in der Praxis eher die Hose. Die Klobrille ist ja schnell geputzt. Es ist aber ganz schön schwierig, die Hose von der Pfütze auf dem Boden und von der verpiselten Schüssel fernzuhalten.

      • Silke sagt:

        Nun Herr Tschannen, dann ziehen Sie dem Brecht halt einen Rock und High Heels an. Da landet keine Hose auf dem Boden und er kann locker im Stehen sein Geschäft über der Schüssel machen.

      • Das habe ich natürlich schon probiert. Eventuell klappt es mit einem Reifrock, den man komplett über die Szenerie stülpen kann. Ansonsten verlagert sich nur das Problem und der Rock mitsamt Gloschli hängt in die Schüssel.

        Ausser vielleicht, wenn man den Rock über dem Kopf zusammenschnürt, das könnte ich mal noch ausprobieren.

      • Cybot sagt:

        Man kann die Hose ja einfach ausziehen, das ist nun wirklich kein Problem.

      • Gute Idee. Im WC ist es dafür natürlich zu spät, wegen dem Pipisee am Boden. Das Kind am besten im Restaurant nackt ausziehen und es so auf die Toilette schicken. Danach in der Küche fragen, ob man es kurz in der Gastrospüle abduschen darf.

      • Henri Brunner sagt:

        Nehmen Sie für die Hosen doch Veloklammern – grins – wenns gegen Kettenschmiere hilft, wohl auch gegen Seich..
        Aber nicht vergessen, vor dem Verlassen des WCs die Klammern wieder wegnehmen – aus optischen Gründen.

  • Jane Doe sagt:

    Herr Tschannen, Sie müssen sich einfach immer wieder bewusst machen, dass fremdes Pipi zwar eklig ist, jedoch weder Sie noch der Brecht ca. 10-48 Stunden später davon beeinträchtigt werden, da Urin steril ist. Nein Horror ist eher, dass ein Vorgänger seine letzten Magen-Darm-Viren noch ausgeschieden und auf Toitettensitz, Türfallen oder Wasserhahn verteilt hat. Und die kann man nicht sehen.

    • Komischerweise bereiten mir trotz allem Wissen die Pipiflecken viel mehr Mühe als die unsichtbaren Bakterien. Vermutlich bin ich schlicht einfach gestrickt: Was ich nicht sehe, ekelt mich auch nicht.

  • Wenger Werner sagt:

    Mit der Hygiene kann man es auch übertreiben. Die eigenen Unsauberkeit bleibt ja auch in den Kleidern, die man nach ein zwei Tagen Tragzeit wäscht. Die Hände waschen und gut ist es. Mit solcher Methode bin ich 70 geworden, ein erster Teil von rund 20 Jahren auf einem Bauernbetrieb ohne weisses Bad oder WC – und lebe fast ohne Krankheiten!

  • Dani sagt:

    Komischerweise stört es mich nur, dass ein Kind auf der Toilette abgelichtet wird. Statist oder ist das ihr Kind? Alles andere wird ihr Kind nicht umbringen, und sie auch nicht. Also stay cool….. ach scheisse, das könnte ich mir beim Bild auch sagen. I’m cool now.

    • Das ist ein Werbekind, das seine Seele und seine Würde für zwei Schläckstängel einer Fotoplattform verkauft hat. Aber die Diskussion hatten wir hier ja auch schon mal.

      • Dani sagt:

        Korrekt Herr Tschannen, ich hätte sonst gleich wieder rumgemeckert, wenn das ihr Sohn gewesen wäre. Natürlich ihre Sache, aber das würde er in 20 Jahren anders sehen. ;o)

  • Maike sagt:

    Ich würde Herrn Tschannen raten, seinen Nachwuchs in ein Ganzkörperkondom mit einem integrierten System zur Aufnahme der Körperausscheidungen zu stecken, wenn er sich mit ihm vor die Tür begibt. Lauert draussen doch mörderische Baktierien und Viren, die es einzig und allen auf ihn abgesehen haben. Mir tut Ihr Nachwuchs echt leid.

  • Jasi sagt:

    Heute gibt es viele Toiletten, in denen ein Desinfektionsmittel zum Reinigen der Klobrille zur Verfügung steht. In solchen Toiletten ist es meist sauberer, weil sich nach dem Säubern auch Leute draufsetzen, die sonst in der Hocke ihr Geschäft weniger zielgerichtet verübt hätten. In allen anderen Toiletten gilt für mich und Kinder, die ich begleite: Nicht auf die Klobrille setzen. Wenn das Kind noch klein ist, hebe ich es hoch und halte es über das Klo. Ist vielleicht nicht die Bequemste Art, aber die mit dem geringsten Ekeleffekt für mich.
    Klopapier auf die Brille ist übrigens keine Option, denn erstens verrutscht es gerne und zweitens sind genau dort besonders viele Bakterien dran, die sich im Raum verteilt hatten.

  • C. Achermann sagt:

    Sind Sie froh, haben Sie einen Brecht und keine Berta! Das männliche Geschlecht ist auf öffentlichen Toiletten für das kleine Geschäft eindeutig im Vorteil. Hier darf mein Sohn ohne schlechtes Gewissen stehen was zu Hause streng verboten ist.

  • CoffeeToffee sagt:

    Meine Taktik: tief durchatmen und Augen zu, sobald das Kind einigermassen selber auf die Toilette gehen kann. Nicht die beste Methode, aber am ehesten die Relax Methode.
    Eine Toilette jedesmal einbandagieren- das wäre mir nun echt zu blöd. Einfach nicht draufsitzen, da lohnt sich etwas Beinmuskulatur.

  • jane marple sagt:

    punkt 1: mitgehen und dem kind assistieren. danach hände waschen und zwar mit warmen wasser (wenn möglich) UND SEIFE. Hände besser «an der Mutti» abwischen, als an einem gruusigen handtuch.
    punkt2: ein kind bis ins schulalter nicht alleine auf öffentliche WCs gehen lassen – egal wie beleidigt es sein mag. kleine kinder betätigen oft die spülung nicht, weil sie es vergessen oder sie erreichen.
    punkt3: strikte hygieneregeln auch zu hause einhalten, besonders was das anfassen von klobrillen, etc., und vor allem händewaschen angeht. denn was zuhause nicht geübt wird, klappt in der öffentlichkeit nicht. nur… dazu muss man eben als eltern DA sein.

  • Gerber sagt:

    Ich habe bei meinen Kindern, wenn sie mal mussten, die Klobrillen rundherum mit Klopapier ausgelegt.

    • marsel sagt:

      Den „Auslöser“ für die Spülung nicht vergessen, und die Türfallen, den Wasserhahn, usw usf…

  • S. Walfer sagt:

    Als Kind habe ich die meisten meiner Schulferien auf einem Bauernhof verbracht. Im Stall bekamen nicht nur die Wände Spritzer ab von den tierischen Liquiden! Im 2003 erlebte ich als Einwohner in einer 7 Millionen-Stadt den Ausbruch der SARS Epidemie. Summa Summarum: hurra ich lebe noch, was mich nicht umbringt macht mich stark!

    Hände RICHTIG waschen und nicht ignorieren: auf jedem öffentlichen (Stoff-) Sitz oder Türgriff leben möglicherweise mehr Fäkalbakterien als auf einer WC Brille.

  • Aber Hallo sagt:

    Wie kann ich mitfühlen! Geht mir genauso, obwohl ich mich bis jetzt bloss auf die Klobrille ohne Ritzen etc. fokussiert habe…ist schon Challenge genug. Wenn es ganz schlimm ist,halten sie sich an mir fest anstatt am Klo. Meist fehlt dann noch Seife und Wasser – was noch viel schlimmer ist. Bei Jungs war schon mehrmals eine leere Petflasche für das kleine Geschäft die Rettung. Ansonsten finde ich ein Händedesinfektionsmittel für unterwegs unersetzlich. Glücklicherweise funktioniert meistens die Beckenbodenmuskulatur hervorragend. Und es ist schön öfters vorgekommen, dass es die Kinder mehr geekelt hat als mich und es dann aufschieben konnten 🙂

  • Mama sagt:

    Mama
    Nun ja, es scheint also für den kleinen Brecht bei grossem Druck nicht in Ordnung zu sein schnell mal im Kaufhaus oder beim Nachbar aufs Klo zu gehen.
    Aber der Junge weiss wenn er grösser ist und momentan keine eigene Heroinspritze hat, darf er ganz klar die seines Kumpels ausleihen!
    Na prima und noch viel Spass mit Hepatitis, Aids und co. statt mit evtl. einer
    Magen-Darm Verstimmung.

    • Er darf jederzeit in die Heroinspritze pinkeln, wenn er dringend muss.

      Natürlich darf das Kind jederzeit nach eigenem Gutdünken auf jedes Klo. Es muss nur unterwegs fast nie. War schon immer so. Elefantenblase und gute Darmkontrolle.

      • Monica Walder sagt:

        @Mama
        Genau deshalb üben wir das schon seit dem Kindergarten daheim in der Familie. Wir teilen zwar das Heroin, aber jeder benutzt immer die eigene Spritze. Drum gab es bei Schuleintritt gleich zwei Etuis für den Schulthek.

  • Daniel Fässler sagt:

    Schon wieder ein 1. Weltproblem. Dann soll halt der Balg wildpinkeln. Meine Güte. Diese Probleme möchte ich haben.

  • Helene sagt:

    Im öffentlichen Sandkasten mit Heroinspritzen einen Zaun bauen? Herr Tschannen, einmal mehr, ich mag Sie. Trotz Ihrer kleinen Neurose.

  • Synn sagt:

    Ich. bin. genau. gleich.

  • Ernst Albrecht sagt:

    Falsch, man sollte den Kindern möglichst viel Gelegenheit geben sich in unsauberen Umgebungen der Stärkung ihres Immunsystems hinzugeben und ihnen beibringen die Hände zu waschen!
    Ein Artikel mehr, der Eltern dazu bringt ihren Kindern bei der Entwicklung von Allergien und Krankheiten zu helfen, anstatt sie dagegen abzuhärten! Die Industrie wird’s freuen, können sie noch mehr von ihren Desinfizierungsmitteln verkaufen und bringen der Ärzteschaft noch mehr neue Kunden um Therapien und Medikamente zu verkaufen!

    • Es geht mir ja gerade nicht um Mikroorganismen, sondern einfach um eklige Pipireste. Ich bin ansonsten ein grosser Fan von unsauberen Umgebungen. Der Brecht darf erst ein Dessert, wenn er vorher mindestens drei Türgriffe abgeleckt hat.

      • Maike sagt:

        Und das ist jetzt eine witzige Antwort ? Sie sind natürlich die Ikone der Reinlichkeit Herr Tschannen oder ? Hinterlassen nirgends irgendwo auch nur ein Fünkchen Schmutz. Aber irgendwie müssen diese Pipireste ja zustande kommen. Nur komisch, das es niemand gewesen sein will…

      • Bestimmt hinterlasse ich Schmutz. Ich kritisiere ja auch nicht andere dafür, dass sie es tun. Und ich will hier überhaupt kein Advokat übertriebener Reinlichkeit sein. Wie ich oben schon schrieb: Abgesehen von Pipi und Kaka bin ich überhaupt kein Hygienefanatiker. Ich lebe gerne in einer sauberen Wohnung, brauche es aber überhaupt nicht keimfrei.

  • marsel sagt:

    Genau, je früher man dem Nachwuchs Angst vor fremden Toiletten macht, desto besser. Rhypophobie ist eine total gäbige Sache und sorgt zuverlässig dafür, dass man nie mehr weit weg von zu Hause geht – das Klima dankt.

  • Daniel sagt:

    Sorry, aber sollte es zutreffen dass sie ihren Sohn mit Spritzen spielen lassen, dann sollten sie sich mal ihre Gehirnwindungen untersuchen lassen. Zum Thema, wenn eine Toilette optisch sauber ist, dann ist sie in der Regel bedenkenlos zu benutzen. Auf Dingen des täglichen Gebrauchs wie Handy usw. findet man wesentlich mehr Keime. Und ehrlich gesagt, ich hab mehr Mühe mit dem Gedanken was in vielen Restaurants in der Küche abgeht.

    • Wie gesagt. Keime stören mich überhaupt nicht. Der Gedanke an fremde Pipireste, die auf meinem Kind kleben, der belastet mich. Es ist ein rein psychologisches Problem meinerseits.

      Bei den Spritzen im Sandkasten mache ich immer vorher die Nadel ab, dann sind sie ungefährlich.

  • doris sagt:

    Wenn unser Bub mal auswärts musste, habe ich stets den WC-Rand sorgfältig mit WC-Papier bekleidet, den Knirps behutsam darauf gesetzt, ihn beschworen, die Händchen wie zum Gebet zu falten, damit sie nicht zwischen Deckel und Rand herumwuseln. Allerdings habe ich als Mutter nie bedacht, dass die kleinen Beine vorne mit allerlei Rinnsalen in Berührung kommen. Aber aufgelesen hat nie jemand etwas.

  • Roger sagt:

    Ich hob meinen Sohn jeweils mit dem linken Arm vor dem Pissoir in die Luft und fixierte mit meinem rechten Arm seine Beine. Hat immer gut geklappt und er fand es jeweils lustig. Seine Trefferquote war erstaunlich gut. Ausserdem hat es ihn enorm Stolz gemacht, bereits wie die Männer ins Pissior zu bislä 😉

  • Stefan W. sagt:

    Einerseits kann ich das ein Stück weit nachvollziehen. Andererseits ist die Zahl der durch öffentliche Toiletten ausgelösten Epidemien hierzulande doch eher klein. Und da ich in meinen Jugendjahren oft und lang durch Länder mit höheren Temperaturen und niedrigeren Reinlichkeitsstandardards gereist bin, ohne je auch nur einen Reisedurchfall aufzulesen, bin ich da eher gelassen (Obwohl ich, zugegeben, vor der Verrichtung durch meine Kinder jeweils trotzdem ein Stück weit in die Rolle von Christo geschlüpft bin)

    Beim Zaun aus Heroinspritzen im Sandkasten wäre ich dagegen eher zu sehr hysterischen Reaktionen geneigt…

    • Muttis Liebling sagt:

      Infektionen werden ganz überwiegend durch Speichelärosolole und durch Händegeben übertragen. Die Toilette ist epidemiologisch bedeutungslos. Im Spital werden Privatpatienten öfter angesteckt, weil denen die blanke Hand, ohne Gummihandschuhe gegeben wird. Nicht privat versichert zu sein, ist in vielen Belangen ein wichtiges Prophylaxe- Prinzip.

      Andere Menschen nicht berühren, kein Umarmen, kein Händegeben, ist die beste Hygiene. Das haben andere Kulturen von sich aus entwickelt, ohne etwas von Mikroorganismen zu wissen.

  • Roxy sagt:

    Witzig und kreativ geschrieben. aber hängen Sie dem Brecht nicht ihre Phobie an. Das unterdrücken (aus Ekel) der Ausscheidungen kann sehr ungesund sein. Denken Sie bitte, dass eine Klobrille hygienischer ist als ein Smartphone.

    • Lucia sagt:

      Naja… Frauentoiletten sind schlimmer als die der Männer. Eine blutverschmierte und von Urin gekennzeichnete Klobrille diverser Frauen erachte ich nicht als hygienischer. Zumal man ja nie weiss, was für Krankheiten/Pilze manche Frauen mit sich herumschleppen. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher. Egal ob öffentliche Toilette oder im Geschäft (Grosskonzern). Den Aufwand erst mal alles zu reinigen bevor ich mich draufsetze, nehme ich liebend gerne in Kauf.
      Ich zumindest putze das Bildschirm meines Smarphones täglich.

      • Das perfide an Ekel ist halt, dass er sich nicht an epidemologischen Fakten orientiert. Ich habe mich noch nie vor meinem Handydisplay geekelt. Höchstens vor den Sachen, die mir darauf angezeigt wurden. Ja, ich spreche euch an, liebe WhatsApp-„Freunde“.

  • Marlis sagt:

    hihihih…. schulterpolster! ein grandioser fäkaltext!
    unsere zugkloroutine: kind auf klobrille stellen, es positioniert sich anschliessend in skifahrerhockstellung und mutti hält es an den händen, damit es nicht versehentlich schwerkrafttechnisch auf den zuggleisen landet. funktioniert jedoch nur beim grossen geschäft einwandfrei, beim flüssigen gelben riskiert man/frau, gezielt vom strahl angeschossen zu werden. ich bin jedoch gleicher meinung wie sie – lieber kinderpipi an mir, als fremdes pipi am kind :-).

    • Leo Schmidli sagt:

      Genau. Und die Nachfolger, die mit der Pisse auf dem Boden und am Rand konfrontiert werden müssen sie ja nicht interessieren!

      • Marlis sagt:

        herr schmidli, was denken sie, warum wir auf solche strategien aus“weichen“ müssen? dank der pisse auf dem wc-rand und der pisse am boden. ein einziger teufelskreis. oder setzt sich hier jemand ernsthaft auf ein zug-klo?

      • Sportpapi sagt:

        @Marlis: Klar.
        Mich erinnert die Diskussion an die Eltern, welche ihre Kinder mit dem schweren Panzer in die Schule fahren, weil der Schulweg doch so gefährlich ist, wegen der vielen Autos und so…

    • Meiden Sie mit dieser Strategie die letzten 3 Minuten vor der Bahnhofseinfahrt oder kleben Sie die Schuhe Ihres Kindes mit Heissleim an der Klobrille fest. Die Weichen können grausam sein.

      • Humpe sagt:

        Wahre Worte! Der Bahnhof Winterthur (bzw. das Gleisvorfeld auf beiden Seiten) ist wohl die Königsdisziplin, was den Klobesuch in öffentlichen Verkehrsmitteln angeht. Die SBB weiss um die Problematik und führt gemäss gut unterrichteten Quellen Tests mit Klettverschluss-bestückten Klobrillen durch.

    • Sila sagt:

      Ist dann im Fall im Zug Luzern-Meiringen per Verbotstafel verboten – kein Witz!

  • Lucia sagt:

    Teil 2 / ich kriege jetzt schon die Krise, wenn ich daran denke, dass mein Kind eines Tages in einer öffentlichen Toilette klein/gross muss. Zum Glück ist es aber noch nicht soweit.

    Ich verstehe Herr Tschannen absolut!

  • Lucia sagt:

    Teil 1 / Meine Mutter hat, als ich Kind war, die ganze Klobrille mit WC Papier abgedeckt.
    Mich festhalten durfte ich mich nur an ihr. Sonst nirgends. Je nach öff. Toilette, deckte sie zwar die ganze Klobrille ab, jedoch musste ich auf der Brille stehen und in der Hocke mein Geschäft erledigen.
    Ich verstehe meine Mutter vollkommen. Denn ich wuchs in einem Land der 3. Welt auf. Sie können sich vorstellen, wie eine solche öff. aussieht und riecht.
    Der Nachteil: heute bin ich ein extremer Hygienefreak. Bei öffentlichen Toiletten wasche ich mir dir Hand vorher und nachher. Die WC Türe, die Spühle und/oder Klobürste berühre ich nicht mit den blossen Händen, sondern immer mit einem Stück Papier.
    Meist versuche ich es auszuhalten, bis ich in den eigenen 4 Wänden bin 🙂

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