Ich hab meine Tage. Na und?

(Bild: Clara Henry)

Ihr Buch über die Menstruation stürmt die Bestsellerlisten: Autorin Clara Henry. (Bild: PD)

«Würde man eine Untersuchung machen, welcher Ausdruck im Gymnasium wohl am häufigsten benutzt wird, hat der Satz ‹Haste deine Tage, oder was?› richtig gute Chancen, die Nummer 1 zu werden», schreibt Clara Henry in ihrem neuen Buch. Sie erzählt an anderer Stelle aber auch, dass sie so gut wie gar nichts über die Menstruation gelernt habe in der Schule: «Das Schulamt hatte beschlossen, dass eine Viertelstunde völlig ausreicht, um allen Zehnjährigen im Besitz einer Gebärmutter zu erklären, was sie im Laufe ihres Lebens etwa 450-mal am eigenen Körper erfahren werden.» Nach der Blitz-Aufklärung seien sie im Klassenzimmer gesessen und hätten nichts verstanden, «ausser dass wir in ein paar Jahren dort unten bluten würden und das alles saugeheim war».

Heute ist Clara Henry 21 und die bekannteste Youtuberin Skandinaviens mit mehreren 100’000 Abonnenten. 2015 hat sie ihr Buch «Ja, ich habe meine Tage – so what?» herausgebracht, das sofort die Bestsellerlisten stürmte und in Schweden sogar als «Buch des Jahres» ausgezeichnet wurde. Jetzt gibt es ihr Werk auch auf Deutsch und ich empfehle es jedem, der eine Teenie-Tochter zu Hause hat.

Von Freundin zu Freundin

Henry geht das Thema nämlich ganz anders und vor allem viel unverkrampfter an, als man sich das von klassischen Aufklärungsbüchern gewohnt ist. Sie liefert zwar auch ganz viele Facts, schreibt über die Geschichte der Menstruation und die Vorgänge im Körper der Frau. Dabei tut sie das aber nie belehrend, sondern erzählt alles so, wie das eine junge Frau ihrer besten Freundin erzählen würde.

Was das Buch neben Henrys Schreibstil und ihren mal witzigen, mal empörten Bemerkungen vor allem ausmacht, ist die Tatsache, dass sie ganz offen über alles rund um die Menstruation redet, inklusive Probleme beim ersten Hantieren mit dem Tampon oder der gerade bei jungen Mädchen verbreiteten, panischen Angst, die Binde zu spät zu wechseln und eine durchblutete Hose zu haben. Beispiel gefällig? «Meine Tage sind seit vorgestern vorbei. Am letzten Tag habe ich einen falschen Tampon benutzt, ‹normal› statt ‹mini›, und als Rache für meinen null Bock, in die Eiseskälte rauszugehen, um mir eine neue Packung zu kaufen, habe ich jetzt eine Muschi, die so trocken ist wie die Füsse meiner Oma. Es juckt wie der Teufel.»

Hasskommentare wegen Mens

Mit ihrer Offenheit will sie dagegen ankämpfen, dass so etwas Normales und Natürliches wie die Menstruation tabuisiert wird. «Als ich die Tage zu meinem Lieblingsthema gemacht habe, fühlte ich mich am Anfang ein bisschen wie eine Vorkämpferin. Ich habe nämlich nicht nur zahlreiche Videos gepostet, in denen es um die Tage ging. In meinem Offline-Leben bin ich auch schon mal mit einem Tampon sichtbar in der Hand aufs Klo gegangen», sagt Henry. Dabei sei sie eigentlich per Zufall zur «Tage-Clara» geworden: Sie hat zu Beginn nur zwei Videos zum Thema gepostet und die Leute seien fast durchgedreht, dass sie so offen über ihre Tage redete. «Ich bekam Hasskommentare, die meinten, ich solle still sein und mich in die Küche stellen, wenn ich nur über diesen Scheiss sprechen kann. Und gleichzeitig wurde ich überschwemmt von Liebesmails junger Mädchen, die noch mehr von mir hören wollten.»

Ob Clara Henry im Grossen etwas bewirken und die Tage enttabuisieren kann? Im Alleingang vermutlich nicht. Aber wir Eltern können uns ein Beispiel an ihr nehmen und in der Familie zu einem entspannteren Umgang mit der Menstruation beitragen, indem wir offen darüber reden. Erfahrungsgemäss haben nämlich schon kleine Kinder ganz viele Fragen, wenn Mama plötzlich blutet, wenn sie zur Toilette geht oder eine Schnur aus ihr rausschaut. Spricht man dann ganz normal über das Thema, ist der Umgang mit den Tagen auch im Teenie-Alter weniger verkrampft.

Zudem darf der Tag, an dem die erste Mens kommt, ruhig auch als das gefeiert werden, was er ist: ein grosser Schritt auf dem Weg zur Frau. Es muss ja nicht gleich eine Party steigen, aber etwas Freude statt verschämter Verkrampftheit wäre durchaus angebracht. Nicht so wie bei Clara Henry damals: ««Alsooo,… ich glaube, ich habe meine Tage bekommen.» Mama seufzte nur «Oje», nahm mich mit auf die Toilette und zeigte mir ihr geheimes Versteck mit hundertfünfzig verschiedenen Slipeinlagen, Binden und Tampons. Dann umarmte sie mich und ging zurück in die Küche.»

121 Kommentare zu «Ich hab meine Tage. Na und?»

  • Ernst Jacob sagt:

    > So wie das Geschriebene klingt, haben alle 10jährigen Mädchen in Schweden einen Viertelstündlichen Spezialunterricht bekommen

    und das ganze Theater doch wohl nur, weil die allerwenigsten Mütter dieser Welt überhaupt den Mut aufbringen, mit ihren eigenen Töchtern über etwas zu reden, was sich unterhalb der Gürtllinie befindet.

    Dann aber die Schulleitung dafür schuld zu geben, passt doch ganz genau.
    Irgendwer muss ja schliesslich schuld sein. Und sowas nennt man dann auch noch emanzipiert, matur, aufgeschlossen, und modern dazu.

    Einfach, um es noch anzumerken.

  • Franziska sagt:

    Dass dieser Blog die Gemüter so erhitzt ist eigentlich Zeichen genug, dass das Thema Menstruation nicht ausreichend diskutiert wird und daher immer noch ein Tabu ist. Wenn Menstruation kein Tabuthema wäre müsste man es auch nicht so ausgiebig diskutieren. Denn dann wüssten schon alle, dass es eine normale biologische Funktion ist, welche immerhin rund die Hälfte aller Erdbewohner direkt betrifft. Und die andere Hälfte mindestens indirekt; es wissen ja vermutlich alle (zumindest diejenigen, welche Bio in der Schule hatten. .), dass wir nur dank einer Vagina auf dieser Welt sind.
    Und ja liebe Leute welche sich so an diesem Blog anstossen, lest doch das nächste Mal einfach weiter als eure Energie auf gehässige Kommentare zu verschwenden.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Ja, das Thema Mens… Also ich beneide keine Frau um ihre monatlichen Blutungen. Ich finde allerdings, dass man die ganze Problematik weg von der rein vaginalen Betrachtung- und mehr auf die psychologischen Begleiterscheinungen der Menstruation lenken sollte: Vagina-Monologe gibt es eigentlich langsam genug, finde ich. Wichtiger scheint mir, sich in der Öffentlichkeit mehr mit PMS am Anfang- und der Meno-Pause am Schluss des weiblichen Zyklus zu beschäftigen- auch und vor allem für Partner männlichen Geschlechts! Das sind nämlich die wahren Tabus, vor allem in einer Zeit, in der man auf allen Ebenen versucht, das schöne Geschlecht zum wahren Überflieger der Evolution zu (v)erklären: Frauen sollten doch endlich auch Gefühle zeigen dürfen und dazu stehen können, Schwächen zu haben!

    • Paul Costello sagt:

      Uuuugggh. Und die Bindestriche sind grössenteils falsch gesetzt.

      • Zufferey Marcel sagt:

        WOW, Binde-striche: Sie sind sicher auch ein Meister im Bett..!

      • Zufferey Marcel sagt:

        Lassen Sie mich raten: Sie sind so eine Art von feministischem Winkelried, der sich heldenhaft vor das arme, schwache Geschlecht wirft, um es, selbstlos, wie er nun einmal ist, gegen all die anderen Männer zu verteidigen…

        Ihnen werden die Herzen der Frauen förmlich zufliegen,

        Sie alter Heuchler. Haben Sie auch sachlich etwas beizutragen? Oder überhöhen Sie sich lieber selbst auf Kosten anderer?

    • Schlumpfine sagt:

      Sie haben die Sache auf den Punkt gebracht. Danke.

  • Adina sagt:

    „Es muss ja nicht gleich eine Party steigen, aber etwas Freude statt verschämter Verkrampftheit wäre durchaus angebracht.“
    Sehe ich genau so, Frau Kuster.

    „Mama seufzte nur «Oje», nahm mich mit auf die Toilette und zeigte mir ihr geheimes Versteck mit hundertfünfzig verschiedenen Slipeinlagen, Binden und Tampons. Dann umarmte sie mich und ging zurück in die Küche.“
    Liebe Clara Henry, es gibt wohl schlimmeres, siehe hier zB:
    http://www.narzissmus.org/pubert%C3%A4t-sexualit%C3%A4t/

    Btw, ein Blog namens Mutter&Tochter wäre schon was tolles. Ein reines Frauen-Klub wär’s auch 😉

    • Lichtblau sagt:

      @Adina: Mutter-Tochter-Themen interessieren mich naturgemäss auch. Aber ein Mama-Blog ohne männliche Kommentatoren – da würde mir gewaltig was fehlen!

      • Adina sagt:

        Mir würden die lieben Männer auch bei einem Mutter&Tochter Blog gewaltig fehlen, überhaupt könnte ich mir unsere schöne Welt ohne die Männer nicht vorstellen! Langweilig wär’s, total!
        Man könnte als Frau eigentlich Bände darüber schreiben, warum dass das so ist, aber die Zeit dazu muss man auch noch haben 🙂

      • Flo sagt:

        … und ich w i l l mir eine Welt ohne Männer nicht vorstellen!

  • Paul Costello sagt:

    Man(n) muss sich für die wahrlich selbstbezogenen und ignoranten Kommentare der meisten Männer hier schämen. Es würde sicher nicht schaden, wenn ein paar Kerle sich das Büch zur Gemüte führten. Anstatt hier über dummes Zeug wie Schnittwunden beim Rasieren und Gemütsschwankungen zu winseln.

  • Andy Maeder sagt:

    Mir hat auch schon eine gute Freundin bei einem Ausflug gesagt, dass sie wegen ihrer Mens heute lieber nicht irgendwo hin gehe, wo es keine Toiletten habe. Ich wüsste nicht, was daran tabu oder peinlich sein sollte. Dass sie die einmal im Monat hat, weiss ich ja ohnehin und wenn man mir etwas sagt, kann ich auch darauf Rücksicht nehmen. Genauso, wie bei x anderen Themen auch.

  • Frank sagt:

    Aufgeschlossen finde ich Frauen, die wenn sie die Mens haben, von sich aus AnaIverkehr anbieten.

    • Lisa Kuster sagt:

      @ Frank: Aufgeschlossen sind jene Männer, die, wenn ich die Mens habe, von sich aus anbieten, mich oral zu befriedigen. #provozieren?kannichauch

    • Tina Balmer sagt:

      Wie war das nochmal? In der Regel haben die Germanen rote Bärte?

      • anja dräger sagt:

        frank: sie sind aber ein herziger kleiner soldat. angst vor blut und dann auch noch so unausgesprochene wünsche, die niemand befriedigen will. jööö.

  • Christian Bamert sagt:

    Also ich als Mann kann Euch Frauen berichten dass sich das tägliche (!) rasieren auch verschissen anfühlt. Seit Bart in ist ists ein bischen besser aber es werden wieder andere Zeiten kommen.. Nach dem rasieren fühlt sich die Haut im Gesicht nicht so toll an, ist gereizt und manchmal holt man sich sogar einen schmerzenden Schnitt. So, jetzt habe ich Euch genug belästigt mit Uninteressantem. Warum eigentlich meint Ihr das uns Eure individuellen Mens Probleme interessieren? So ein Artikel gehört doch wohl in eine Frauenzeitschrift und nicht in eine Tageszeitung!

    • Blog-Redaktion sagt:

      Willkommen im Mamablog, Christian Bamert. In diesem Blog behandeln wir meist Frauenthemen. Und dass Sie beim Rasieren bluten… Nun, das ist in der Tat ein Problem. Mein Tipp: Nehmen Sie Super-Tampons oder dicke XL-Binden, sie sind am Saugfähigsten. / G. Braun

      • Lichtblau sagt:

        Na ja, das praktisch tägliche Rasieren der diversen Zonen im Sommer empfinde ich als Frau auch als ziemlich aufreibend. Und dank der Jahrhundert-Erfindung der Tampons (was anderes kommt mir nicht ins Haus) ist die monatliche Heimsuchung auch nicht für alle Frauen der GAU.

      • Lichtblau sagt:

        Für mich gab’s immer auch Zeiten, zu denen das Eintreffen der Mens hochwillkommen war. Als Teenager trotz Pille (Yeah! Nichts passiert!) und später bei der „Familienplanung (so schön -eingeschlagen!).

      • Adina sagt:

        Liebe Frau G. Braun, nur so ein Gedanke: Es heisst zwar Mamablog aber es ist offenbar ein Elternblog. Ich hab oftmals gedacht das hier sei ein Elternblog und nicht nur ein Mamablog.
        Das mit Mutter&Tochter oder auch Vater&Sohn wären als Rubriken (wie zB Gesellchaft oder Job oder Sex&Liebe) eigentlich auch gut geeignet…nur so ein Gedanke. Wäre sicher auch interessant.

    • anja dräger sagt:

      ‚uns‘? wer ist denn bitte ‚uns‘, christian bamert? eine tageszeitung richtet sich an die bevölkerung. das thema betrifft 50% davon direkt, ein bona fide massenphänomen also, und hat somit relevanz für die ganze gesellschaft. für den uninformierten rest ist das eine mediale informationsleistung, ganz im sinne des auftrags einer tageszeitung.

  • tststs sagt:

    Tabu ist evtl. ein zu starkes Wort, aber Unkenntnis/Halbwissen ist stark verbreitet.
    Ich fände es super, wenn die Schule da einspringen würde; und zwar für Mädchen UND Jungs (also beiden Geschlechtern werden beide Körper erklärt). Wer den Zyklus einer Frau kennt, läuft nicht Gefahr, ungewollt ein Kind untergeschoben zu kriegen; wer den Körper eines Mannes kennt, weiss, dass der männliche „Sexualkörper“ nicht nur aus Penis besteht…

  • Markus Schneider sagt:

    Seit ich denken kann machen Frauen in den Medien ein Wesen um die Menstruation. Ich kanntes oagr eine, die dringend ihre „Kunst“ mit blutigen Tampons und blutigen Scheiden aus Papiermaché machen wollte. Dass es auch zwölfjährige Buben gibt, davon habe ich kaum je in meinem Leben etwas gehört. Mädchen und Frauen verdienen Aufmerksamkeit und Rücksicht. Buben und Männer gar nichts. So kann man wenigstens sicher sein, dass sich Männer und Frauen gottseidank bis in alle Ewiggkeit unterscheiden werden.

    • Lisa Kuster sagt:

      Sie scheinen sich wahnsinnig für das Thema Menstruation zu interessieren. Ja sie müssen eine regelrechte Fixierung darauf haben, anders lässt sich ihre verzerrte Wahrnehmung gar nicht erklären.

      • Markus Schneider sagt:

        Nun übertreiben Sie mal nicht. Ich weiss ja gar nicht, was Menstruation für die Betroffenen wirklich bedeutet. Anhand von Antworten wie der Ihren kann ich es nur erahnen.

    • tststs sagt:

      Oje, kommt nach dem Penisneid jetzt der Menstruationsneid?
      Aber ich bin insofern bei Ihnen, dass auch Jungs darüber aufgeklärt werden sollten (und umgekehrt die Mädels über die Vorgänge im männlichen Körper)…

  • Sven Örensohn sagt:

    Das Thema Menstruation und Sexualkunde gehört nicht in die Schule, also wenn 12Jährige Mädchen noch nie was von Menstruation gehört haben tun sie mir leid. Gemäss neuem Lehrplan 21 darf man von Mädchen erwarten das sie Googeln können und die nötigen Kompetenzen erhalten haben um sich zu informieren. Wir leben nicht mehr im letzten Jahrhundert mit Tabus und ohne Googeln.

    • Lisa Kuster sagt:

      @Öhrensohn: Es gibt genug Erwachsene, die keine Ahnung von den komplexen biologischen Zusammenhängen, zB dem Zusammenspiel der Hormone, dem Aufbau der GM-Schleimhaut und dem Eisprung haben. Wie sollen es dann 12-jährige Mädchen und Jungen wissen? Mit ihrer Argumentation bräuchte es ja gar keine Schule mehr, denn heute kann man sich ja alles ergoogeln und sich ein Tutorial reinziehen. *kopfschüttel*

    • 13 sagt:

      Die Schule ist dafür da, ein Allgemeinwissen zu vermitteln. Selbstverständlich gehört da auch Biologie dazu. Googeln kann man praktisch alles, nach dieser Logik bräuchte es also nur die ersten zwei Schuljahre, um das Tippen und das Lesen zu erlernen. Wer aber davon ausgeht, dass man dadurch immer zu den besten und v.a. richtigen Informationen ist reichlich naiv.

      • Peter sagt:

        Wie kommen Sie zur ultimativen Feststellung, Menstruation und Sexualkunde gehörten nicht in die Schule? Mathematik dagegen schon, weil wir ja durch Math Kinder bekommen können, oder wie oder was?
        Sexualkunde ist ein elementares Thema für die Schule. Mehr denn je, um wenigstens ansatzweise die häufig verqueren Bilder davon in PR und „sozialen Medien“ zu relativieren.

      • Peter sagt:

        (sorry, 13, der war für Sven)

    • Christoph Bögli sagt:

      Natürlich gehört grundlegende Biologie in den Schulunterricht. Für was wenn nicht so etwas braucht es sonst überhaupt noch die Schule?

      Im übrigen sieht man ja u.a. auch in den Tagi-Kommentaren täglich, wohin es führt, wenn zu viele meinen, es würde reichen, einfach irgendwas zu googeln um informiert zu sein. Das Internet ist voll mit Halbwahrheiten und absolutem Mist, entsprechend ist es nicht damit getan, irgendwas in ein Suchfeld tippen zu können. Im Gegenteil, bei manchen führt das eher direkt in einen Abgrund aus Desinformation und ideologischen Filterblasen..

    • Katharina sagt:

      Sven. also das mit googlen könnte backfire. Stellen Sie sich die junge Maiden vor, die dann als Resultate zu Mens Tattoos und anderes NSFW erhält.

  • Carolina sagt:

    Ich finde schon, dass das Thema ein wichtiges ist. Die unterschiedlichen Erfahrungen, die Mädchen und Frauen damit machen und gemacht haben, sind jedoch immer individuell – ich glaube kaum, dass das Thema immer noch ein Tabu darstellt. Meine Mutter (Gynäkologin!) hat meiner Schwester und mir eine Art Familienessen als Proklamation dafür, dass wir jetzt dann Frauen seien, zugemutet; wir haben das gehasst. Eine Tante unserer Mutter hat uns dann mal Jahre später erzählt, dass sie sich seit Einsetzen der Mens immer klammheimlich erlaube, sich ein wenig zu verwöhnen, ein bisschen weniger streng mit sich selber zu sein. Und der Satz, den ich meinen eigenen Töchtern gesagt habe, war, dass die Mens ganz sicher ein überflüssiges Uebel sein muss, sondern jeden Monat ein Hinweis darauf ist,

    • Carolina sagt:

      Natürlich muss es heissen: Kein körperliches Uebel (ich hoffe, Freud lässt nicht grüssen!)…..

      …. dass der Körper funktioniert und dass ein regelmässiges Kennenlernen und Hineinhorchen in das, was den eigenen Körper ausmacht, etwas wirklich Schönes sein kann. Meine Mutter hält das für esoterischen Blödsinn, aber meine Töchter haben es mir mit grosser Offenheit und – so hoffe ich zumindest – Wohlwollen gegenüber der Monatsblutung ‚gedankt‘.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        schöne Sichtweise an der ich selbst immer wieder mal gescheitert bin, im Bewusstsein dass ich da grad in Bezug auf meine Tochter viel positiver sein müsste…, hab die Mens nun schon (op-bedingt) seit Jahren nicht mehr u vermisse gar nichts, ausser dass ich nun überhaupt keine Ahnung mehr hab wo in diesem endlosen Hormon-Hin-und-Her ich mich grad befinde. Dieser Aspekt (macht MZ ja auch deutlich) wiegt mindestens so schwer u finde ich herausfordernd, eine Gratwanderung, versuchen „einzigartiges auskosten“ ohne „lästiges schönzureden“, toll dass es bei Ihren Töchtern so geklappt hat 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Wünsch mir für mich/uns natürlich dasselbe, darf aber ruhig noch bisschen warten- muss wohl dieses Buch zulegen, sowas hätte ich damals enorm geschätzt! Kann ich mich da, @13, nur anschliessen!

  • Katharina sagt:

    Die Integration von Menschen mit Menstruationshintergrund in das Patriarchat ist eine widerspenstige Angelegenheit.

    Die Holzpresse hat zu diesem Thema noch Arbeit vor sich.

    • Sven Örensohn sagt:

      🙂

    • Markus Schneider sagt:

      Zu Zeiten des Patriarchats wurde tatsächlich bloss im Hintergrund menstruiert. Dem feministischen Fortschritt sei Dank finden solche und andere Tätigkeiten inzwischen in der hellen Öffentlichkeit statt und werden nicht nur mit Genuss breitgetreten, besprochen und problematisiert, sondern auch künstlerisch verarbeitet. Leuchtendes Vorbild der Feministinnen scheint einmal mehr Diogenes zu sein, der in aller Öffentlichkeit zu masturbieren beliebte (menstruieren konnte der Arme ja nicht, aber so waren die ungerechten Zeiten des Patriarchats eben, heute würde er sich bestimmt per Krankenkasse die Menstruationsfähigkeit anoperieren lassen).

      • Katharina sagt:

        Patriarchen haben dermassen Angst vor Menschen mit Menstruationshintergrund, dass sie sich mit den klassischen misogynistischen Argumenten gegen das Betreten und Führen des Weissen Hauses wehren. So sehr, dass sie lieber einen ‚Machen wir Amerika wieder weiss‘ einlassen als dass das weisse Haus purpur wird.

      • Markus Schneider sagt:

        Naja, „Purpur“. Wenn ich mir die Kunstwerke diverser Künstlerinnen mit Menstruationsuntergrund ansehe, so sehe ich eigentlich eher Braun und keinerlei Purpur. Wollen Sie wirklich, dass das Weisse Haus braun wird? Da könnten die Linken dann wahrlich sagen, sie hätten es ja schon immer gewusst.

        Immerhin bringt der nächste Insasse des Weissen Hauses eine (die dritte) Ehefrau samt mehreren Töchtern und ihren monatlichen Beschwerden mit, er ist also eine Art Superpatriarch, wenn er das alles sogar selber herzustellen UND zu ertragen vermag.

        Vielleicht ist das alles Käse. Ganz sicher aber bin ich, Menstruation überhaupt nichts mit Purpur zu tun hat. Purpur ist ganz im Gegenteil die Farbe höchst potenter Patriarchen, soviel lassen Sie sich gesagt sein, und das hat seinen guten Grund.

      • Katharina sagt:

        MF: die kurze Antwort: Nein. Ich halte auch wenig von den Analysen, die zur Zeit herumgereicht werden. Dies, weil die Zahlen, die dazu genommen werden, aus Befragungen der Frühwähler kommen, und die sind nicht repräsentativ. Stichworte wären ‚whitewashing, whitesplaining‘ und auch ‚eurosplaining‘.

        Zur langen Antwort ist dies nicht der Ort (themenfremd) und auch im begrenzten Zeichenraum schwierig.

        Auf meinem Facebook habe ich dazu und zu meiner Meinung mehr gepostet.

      • Katharina sagt:

        (Eine Antwort an MS wartet)

      • Katharina sagt:

        MS: Purpur war eine Referenz auf die Symbolik der Kleidung anlässlich H. Clinton’s Ansprache betr. ihrer Nicht-Wahl. Suffrageten benuzten purpur als Symbolfarbe.

      • Katharina sagt:

        Ihr Bezug zur Farbe b ist daher falsch.

        mMn hat aber der neu gewählte bezüge zu politischer gesinnung, die der farbe zugeordnet werden. Auch wenn er sich nun etwas zahmer gibt.

      • Martin Frey sagt:

        Ihre Meinung dazu würde mich schon noch interessieren, Katharina, auch wenn es hier themenfremd ist. Daher, wie kommt man auf Ihre FB-Seite?

      • Katharina sagt:

        MF: Dieser Link beschreibt gut, wie ich diese Wahlkampagnen erlebte. Ein Eindruck, den ich schon seit dem Sommer habe.

        http://www.feministcurrent.com/2016/11/14/progressives-let-trump-win-wont-get-solidarity/

  • maia sagt:

    Offenbar bin ich ganz woanders aufgewachsen – oder vielleicht war das früher wirklich besser (gehe schon gegen die 60ig zu). Aber bei uns war „die Tage“ einfach etwas ganz Normales. Das gehörte einfach zum Leben dazu, wie das Älterwerden, das Zahnen usw. usf. – Bin aber auch auf die Welt gekommen, als ich in einem Forum auf die „Mens-Tasse“ gestossen bin, mir eine zugetan habe und dann darüber geschwärmt habe. Heute sprich man offenbar entweder nicht darüber oder macht eine riesen Geschichte daraus. Einfach als etwas Normales hinnehmen, geht offenbar nicht.

    • Andrea sagt:

      Wow, wie haben Sie das hinbekommen, dass sie mit 60 noch nicht in der Menopause sind. Ich bin Mitte 40 und frühzeitig in der eben Menopause (ja, es geht hier ja darum Frauenthemen zu enttabuisieren).

      • maia sagt:

        Das ist jetzt ein Missverständnis: Das mit der Mens-Tasse war vor ca. 7 Jahren und ich war wirklich sehr begeister davon. Leider konnte ich sie dann nur noch knapp 2 Jahre nutzen. Wenn ich davon schon früher gewusste hätte, hätte ich einige Probleme weniger gehabt und erst noch sehr viel Geld sparen können.

      • Andrea sagt:

        Danke, Maia. Ich hätte diese vermutlich auch benutzt, weil die Watteprodukte eben teuer sind. Aber eben man braucht sie (bzw. hatte sie mal gebraucht). Ich hätte gerne meinen Alterungsprozess hinaus geschoben, aber eben, der Körper reagiert, so wie es vorprogrammiert ist.

    • Marie sagt:

      … ich finde den Moon-Cup grundsätzlich ja toll, bloss: bei mir ist das alles andere als dicht.
      Was mach ich falsch?

      • 13 sagt:

        @ Marie
        Wenn er nicht dicht ist, bedeutet das, dass das Vakuum nicht gemacht wird. Das kann an der Anwendung, diese braucht etwas Übung, oder auch am falschen Modell, falsche Grösse liegen. Gerade bei der Grösse gehen viele Frauen fälschlicherweise davon, dass diese wie beim Tampon von der Blutmenge abhängt, dabei sind Faktoren wie das Alter, körperliche Statur und vaginale Geburten viel wichtiger. Versuchen Sie doch einen anderen Cup oder melden Sie sich bei einer Beraterin (auch telefonisch).

      • Tina sagt:

        Ach, davon kann ich ein Lied singen. Das erste halbe Jahr mit Mooncup war eine blutige Angelegenheit, weil er immer wieder ausgelaufen ist. Irgendwann habe ich dann die Falt-Technik geändert und ein Gespür dafür entwickelt, wie es sich anfühlt und anhört, wenn das Vakuum genau richtig ist (zu stark darf es nämlich auch nicht sein!). Und seither würde ich meine Menstruationstasse nie wieder hergeben und verstehe nicht, wie ich so lange Jahre habe Tampons benutzen können!

        Einfach weiterüben. Und mit Slipeinlagen vor Dramen schützen. Und wenn man die Nase mal vollhat, einfach einige Monate weglegen und es dann wieder versuchen. Früher oder später klappts – zumindest, wenn man den Becher in der richtigen Grösse gewählt hat.

  • Jeanette Kuster sagt:

    Interessant, dass vor allem Männer sich lustig machen darüber, dass das Thema überhaupt ein ganzes Buch wert ist. Für junge Mädchen ist die Menstruation ein grosses Thema, Punkt. Und weil man eben immer noch nicht offen darüber redet, haben sie ganz viele Fragen dazu. Darum hat das Buch sehr wohl seine Berechtigung, genau wie der Blogpost darüber.

    • Andrea sagt:

      Als ich jung war, war es ein sehr grosses Thema. Plötzlich war man eher Frau als Mädchen, konnte Kinder bekommen (theoretisch zumindest, natürlich nicht in dem Alter), sah die nächsten 20 Jahre vor sich. Man entdeckt die Jungs, die Sexualität, muss mit all diesem Blut jeden Monat klar kommen und in das tägliche Leben integrieren. Das ist sehr, sehr intensiv wenn man 12-14 ist.

    • 13 sagt:

      Das sehe ich genau gleich. Es ist ein Thema und zwar eins über das man tatsächlich selten ganz offen sprechen kann, mit der Mutter ist es oft zu peinlich und die Freudinnen verfügen über das Gleiche Halbwissen, wie man selber auch. Ein Buch ist perfekt. Übrigens macht es der Umstand, dass die Menstruation immer früher einsetzt das Ganze nicht einfacher, wenn die psychische Reife fehlt…

    • Sven Örensohn sagt:

      Nun das man nicht täglich darüber redet liegt doch doch daran, dass sich die Frauen schämen und es mir als Mann sowas von scheiss egal ist. Immer wenn ich Frauen Themen anspreche mit den Frauen werden die Köpfe rot, Thema Haarenfernung und andere Sachen. Eigentlich bin ich doch der Prüde konservative Wixer, die Realität sieht aber anderst aus, da fehlt dann doch die Offenheit. Viele empfinden zum Beispiel Homosexualität als normal, fragt man die Person direkt ob sie das auch praktiziert, dann öffnet sich der Mund und die Augen werden gross. Ich habe auch nichts gegen meinsame Toiletten, finde das sogar Sexy, schämen tun sich die Frauen. 🙂

      • Jane Bissig sagt:

        Wenn eine Frau nicht mit Ihnen über ihre Mens oder über Haarentfernung sprechen möchte, heisst das nicht, dass sie prüde ist. Vielleicht will sie, warum auch immer, vielleicht weil Sie ein Mann sind, vielleicht weil Sie sich zuwenig nah sind dafürt, nicht mit IHNEN darüber sprechen.

  • 13 sagt:

    Diesen komischen Unterricht und das Tabuisieren habe ich genau so erlebt, musste gerade lachen, wenn ich mir erinnere, welchen Blödsinn unser Biolehrer da von sich gegeben hat.

    Was mich aber wundert: Da wird offen über Menstruation gesprochen, aber Tampons immer noch als das Nonplusultra vermarket?

    • Karl von Bruck sagt:

      Als nicht – direkt – betroffener Mann bleibe ich da mal ganz bescheiden. Gestatte mir aber zu bemerken, dass halt vele Tampons fuer die Hersteller viel gewinntraechtiger sind, als eine Menstruationstasse fuer ein ganzes Leben. Je gewinnbringender etwas ist, umso penetranter wird es vermarktet. Nicht nur Tampons….

      • 13 sagt:

        Dann glauben Sie Clara Henry wird von o.b. o.ä. gesponsert? Interessanter Gedanke. Da sie aber nun vom Buchverkauf sicher ganz gut leben kann, dürfte sie doch auch anders informieren…

      • tststs sagt:

        Naja, auf öffentlichen Toiletten sind Tampons etc immer noch angenehmer…

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Die Menstasse muss so selten geleert werden, dass man es gut zu Hause machen kann. Meistens reicht morgens und abends, evtl. an den ersten Tagen noch mittags, je nachdem wie stark die Blutung ist. Ich mache das genau einmal pro Monat auswärts, nämlich am ersten Tag und dann normalerweise im Büro und nicht auf einer öffentlichen Toilette. Aber da leider ein Abfalleimer, evtl. sogar mit Sack, nicht immer zum Standard der öffentlichen Toiletten gehört, ist mir die Tasse auch da lieber. Dazu entfallen noch die Schreckmomente, wo ich feststellen musste, dass ich (wieder einmal) keinen Ersatztampon dabei habe.

    • Jane Bissig sagt:

      Binden. Nur Binden. Free the p., fliessen lassen! (Bin unsportlich)

  • Andrea sagt:

    Die Mens als solches ist kein Tabu. Das man darüber offen spricht, ist sehr wohl eines. Dasselbe mit der Menopause. Es bestätigt zudem, dass Männer entweder in Bio aufgepasst haben, oder aber gerne einfach so daher schwatzen über ein Thema, dass sie weder betrifft noch nachvollziehen können. Wir Frauen können ja auch nicht wirklich nachvollziehen, was in einem Mann vorgeht, wenn er am Morgen unter der Dusche ist oder eine „heisse“ Frau sieht, die er unbedingt haben will.

    Ich denke, wir brauchen grundsätzlich einen offenen Umgang mit welchen Körperflüssigkeiten auch immer.

  • E. Schneider sagt:

    Sozusagen das Umkehrtabu, Tabu ist ja eine Art Konsensmesser, zu all den ‚Wahrheiten‘ rund um den weiblichen Körper, ist z.b. die Meinung, dass diese 28-Tage-Taktung garnicht das Mass aller Frauen ist, im Extrem existiert sogar die Auffassung, dass die Menstruation nicht ’nötig‘ oder ’natürlich‘ ist, resp. sogar die Folge von Unterdrückung, Kontrolle ist. Wie auch immer, sehens- und lesenswert dazu:

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/nov/09/google-autocomplete-how-does-pill-work

  • Dani sagt:

    Ihr habt eure Tage? Na und? Nicht die Blutungen ist das Problem, sondern die explosivartigen Stimmungsschwankungen und die Menstruationsbeschwerden, die ich keinem Menschen monatlich wünsche. Ich habe viel weniger ein Problem wenn eine Frau offen sagt, dass sie die Tage hat und deswegen etwas sensibler ist, anstatt andauernd wegen den kleinsten Dingen aus der Haut fährt, oder total genervt ist, aber die Umgebung nur mutmassen kann, dass es wegen der Tage ist. Das Problem ist hier in vielen Bereichen nicht die Umwelt, sondern die Frauen selber, die daraus ein Tabuthema machen, weil man ab dem Zeitpunkt offen zugeben muss, dass es einem gerade nicht so gut geht. Und „dass es einem nicht so gut geht“ ist eine Aussage, die sowieso ein Tabu ist, weil das niemand hören will heutzutage.

    • Tina Balmer sagt:

      Die Sache ist halt, dass Frau mit Menstruationsbeschwerden beim Gynäkologen zu 95% mit der Pille abgespiesen werden und das ist eben – ausser bei Endometriose – nicht wirklich eine gute Lösung. Das Problem ist aber, dass die Alternativen viel Eigeninitiative benötigen und damit niemand gross Geld verdient, im Gegensatz zur Hormonlösung. Ich hatte früher krasse Krämpfe, bekam die Pille und war von da an ein emotionales Wrack, bloss wird solches Verhalten oft als „einfach typisch weiblich“ abgetan. Seit ich mich intensiver mit Ernährung befasst und irgendwann die Pille abgesetzt habe, bin ich ein anderer Mensch und die Beschwerden sind auch weniger geworden. Lieber 1x pro Monat Ibuprofen und Magnesium statt das ganze Jahr Hormone!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Aber es ist schon einigermassen lächerlich, wenn Männer hier darüber sprechen, wie und was Frauen während der Tage machen sollten, was sie darüber zu interessieren hat (Buch), und was sie kommunizieren sollten. Das sehen Sie schon ein, Dani?
        Ansonsten haben Sie recht, dass in unserer Gesellschaft „mir geht es nicht so gut“ nicht wirklich das ist, was man hören will.
        Wir Männer haben manchmal auch so unsere eher gereizten Tage – aber das kündigen wir ja dann auch nicht jedesmal an, wenn wir ein Büro betreten.
        Zudem können Stimmungsschwankungen sehr akut und selbst für die Betroffene überraschend sein.
        Zudem: es geht nicht immer die ganze Welt etwas an, warum wir „unter Druck o.ä.“ sind.

    • Jane Bissig sagt:

      Nur so zur Ergänzung, vielleicht hilfreich gegen Ihre Erwartung an Frauen, zu sagen, dass sie PMS haben: Meine Mens ist unregelmässig. Etwa einmal alle zwei Monate sitze ich nach einem Streit heulend (gegenüber der Toberei davor ein Fortschritt, eine Entspannung) auf dem Klo und stelle fest, dass ich die Mens habe. Und dann kann man reden.

  • Sportpapi sagt:

    Ach wie gut, dass hier ein weiteres Tabu gebrochen werden kann. Und es gibt noch so viel mehr zu tun!

    • Andrea sagt:

      Genau. Was sind das denn für weitere Themen, according to the world of SP?

      • Sportpapi sagt:

        Fusspilz und die Auswirkungen auf das Sexualleben!

      • Andrea sagt:

        Ha, ha. Der Brüller. Ich bin für Sport als Ersatz, wenn einem die Frau nicht mehr ranlässt. Die eigene oder andere, weil man als Mann irgendwo jenseits der Jugendgrenze sich befindet, zB ab 50. Ich würde nie, wirklich nie, mit einem Mann in die Kiste hüpfen, wenn er Fusspilz hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Sehen Sie, darum behalte ich immer die Socken an. Aber ich weiss nicht, was ich sagen soll, wenn ich gefragt werden, warum. Darüber spricht man doch nicht! Das mit den kalten Füssen glaubt man mir langsam nicht mehr… Haben Sie mir einen Rat? 🙂

      • Andrea sagt:

        Fusspilz ist eben ansteckend. Das ist genau das Problem. Wobei nicht jede Ansteckung zum Ausbruch von Fusspilz führt. Die Socken sollten separat gewaschen werden, bei mind. 60 Grad. Oder so ähnlich, habe ich es gehört. Sie wissen sicher viel besser bescheid was Fusspilz angeht. Bezüglich der Partnerin: setzen sie auf deren Verständnis und offene Kommunikation – Problem gelöst.

    • 13 sagt:

      Sie sind ja ein echter Scherzkeks, Sportpapi. Schade, dass man Fragen und Probleme anderer nicht ernsthaft angehen kann, sondern es offenbar auch erwachsene Männer nötig haben, solche Dinge ins Lächerliche zu ziehen. Ich hoffe jedoch, Sie setzen bei Ihren Jungs doch auf etwas ernsthaftere Aufklärung und sorgen dafür, dass es nicht sie sind, die ein Mädchen auslachen und fertigmachen, wenn ein Tamponfaden aus dem Bikini hängt, eine Binde aus dem Rucksack fällt oder sie einen Blutfleck auf der Hose hat.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sie können von mir aus über alles reden. Aber dass hier immer wieder das Stilmittel „Tabu“ benutzt wird, um die Bedeutung eines Themas aufzuwerten, geht mir langsam auf den Geist.
        Ansonsten wüsste ich nicht, weshalb ich oder meine Jungs oder irgendwer jemanden auslachen oder gar fertigmachen sollten. Für was auch immer. Und mit Mädchen und ihren Tagen habe ich als Sportlehrer und -trainer genügend zu tun – lustigerweise scheint es hier kein Tabu zu sein, die Mens oder Mensbeschwerden anzugeben, wenn man sich vor dem Sport drücken will…

      • 13 sagt:

        @ Sportpapi
        Aber zwischen dem Erwähnen, dass man seine Tage hat oder zu sagen, dass man wegen der Tage Bauchschmerzen hat und wirklich darüber sprechen, bestehen doch meilenweite Unterschiede. Ich habe viele Lager mit Jugendlichen geleitet und einmal pro Monat ging es ins Hallenbad, wobei es immer eine Gruppe von 3-5 Mädchen gab, die nicht mitwollten. Also wusste spätestens nach dem Tag jeder, wer gerade seine Tage hat und das war nie ein Problem. Aber die Fragen, die wirklich interessierten, kamen dann trotzdem irgendwann abends im Bett, wenn alles dunkel ist und man unter sich ist. Dabei wäre gerade das eine oder andere auch für die anderen Kinder/Jugendliche, inkl. Jungs, sehr interessant gewesen.

      • Sportpapi sagt:

        „Dabei wäre gerade das eine oder andere auch für die anderen Kinder/Jugendliche, inkl. Jungs, sehr interessant gewesen.“
        So interessant, dass sie gerne darüber ein Buch gelesen hätten? Eher nicht. Und sonst hätten sie halt mal gefragt. Aber noch einmal: Sie sehen da ein Tabu?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ja, ich hätte gerne ein Buch darüber gelesen. Ich hätte gerne mehr erfahren, als den Satz meiner Mutter, die Binden stehen auf dem Schrank, ich soll halt einen Hocker nehmen, wenn ich nicht raufkomme und ihr unbedingt sagen, wann sie alle sind. Ich hätte mich gerne informiert. Die Mädchen in den Lagern hätten sich gerne informiert, darum fragten sie ja. Die Jungs hätten wohl kaum ein ganzes Buch gelesen, aber würde offener damit umgegangen werden, so würden sie auch das eine oder andere erfahren. Ich halte nun mal Wissen und das Verständnis zwischen den Geschlechtern nie für verkehrt. Im Übrigen kann ich mich den etwas weniger emotionalen, kürzeren, aber zu 100% zutreffenden Worten von Jane Bissig anschliessen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sie merken schon, dass Sie meiner Hauptaussage – da ist kein Tabu – elegant ausweichen?
        Aber gut, sprechen Sie doch mal mit Ihrer Mutter. Ehrlich gesagt habe offenbar selbst ich als Mann zu Hause mehr mitbekommen. Und ja, Wissen ist gut. Spricht nichts dagegen, offen zu reden. Wenn Fragen da sind. Und natürlich die werdenden Frauen frühzeitig vorzubereiten, das halte ich für die Pflicht der Eltern!

      • 13 sagt:

        Blödsinn, ich weiche gar nicht aus. Ich definiere das Wort „Tabu“ einfach nicht so extrem wie Sie. Sachen sind für mich nicht einfach tabu oder nicht, es gibt auch noch einen Mittelweg. Darum sage ich nochmals, dass zwischen dem Erwähnen, dass man die Tage hat (kein Tabu) und wirklich darüber sprechen (oft ein Tabu) ein Unterschied besteht und ein offenerer Umgang oftmals wünschenswert wäre, insbesondere im Teeniealter, bei Erwachsenen ist es vermutlich weniger tabuisiert. Wobei ich auch da viele Männer kenne, die sich schlicht weigern, Tampons kaufen zu gehen. Also vielleicht doch ein Tabu?

        PS: Das Buch landete auf Bestsellerlisten, es soll demnach doch Leute geben, die ein ganzes Buch darüber lesen…

    • Jane Bissig sagt:

      Schlechter Vergleich. Die Mens betrifft einen schönen Teil der Bevölkerung mehrere Tage jeden Monat. Sie, SP betrifft er nicht direkt und das mag ich Ihnen gönnen. Das Thema deshalb als marginal und uninteressant verunglimpfen ist nicht nötig.

      • Sportpapi sagt:

        @Jane Bissig: Vielleicht können Sie mir ja noch zeigen, wo ich das Thema als marginal und uninteressant verunglimpft habe?
        Obwohl ich mir tatsächlich nicht vorstellen kann, auch als Frau, ob man darüber wirklich ein ganzes Buch lesen möchte. Aber ich verspreche, ich werde meine Frau heute fragen, wie sie das sieht. Und hoffe, dass sie mir diesen Tabubruch durchgehen lässt…

      • Katharina sagt:

        SP: vielleicht damit, Mens mit Fusspilz in Bezug zu bringen? Das ist misogynistisch.

      • Sportpapi sagt:

        Ein neues Wort gelernt, Katharina? Aber auch hier: Ich habe keinen solchen Vergleich angestellt.

      • Katharina sagt:

        SP: ‚Ein neues Wort gelernt‘ kann misogynistisch gelesen werden, da Du damit mir einen Mangel an Intelligenz unterstellst. Das sind typische Muster in Mann-Frau Kommunikation.

        Wenn Du zum Thema Mens und wahrgenommenes/vermeintliches Tabu Fusspilz herbeiziehst, dann ist das vielleicht ein Scherz, aber eine junge Frau im Alter um die Menarche herum liest das anders. Auch, was die Erwähnung vom Sportunterricht und davon entschuldigen betrifft: Mangel an Verständnis deren Situation.

        Und alles was Du dann bietest ist ich sei ein Dummchen.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Du brauchst den Begriff misogyn, den ich vor einiger Zeit erst mal nachschlagen musste (Dummchen, das ich bin), und für den es auch eine deutsche Entsprechung gäbe. Ausserdem glaube ich nicht, dass diese Hass-Keule in den meisten Fällen wirklich angemessen ist – ausser, wenn du jede Diskussion unterbinden möchtest.
        Was die Empfindlichkeit von jungen Frauen in der Menarche anbelangt, so gehe ich davon aus, dass diese hier nicht mitlesen.
        Und dass hier konsequent am Geschriebenen vorbeigelesen wird, weil man halt seinen eigenen Kontext hat, ist zwar nicht neu, aber immer noch ärgerlich.
        Insofern: Dummchen habe ich dich nie genannt. Aber deine Beiträge sind manchmal unverständlich, und manchmal, wie hier, einfach daneben.

  • Flo sagt:

    Ich steune immer wieder was für wunderbare und weltbewegende Themen von SchriftstellerInnen an’s Tageslicht gezerrt werden-und vor allem was für ein echo sie auslösen können.
    Als Frau ist es doch, für die meisten, ein allmonatliches Erlebnis, nichts weltbewegendes sondern ganz nantürlich. Den meisten von uns erlaubt es zudem Kinder auf die Welt zu bringen.Für einige von uns bringt das Schmerzen mit sich,die man heute aber mit homöopathischen und chemischen Mitteln in Grenzen halten kann.
    Vielleicht wäre es an der Zeit,gewisse Dinge einfach als Naturgegeben anzunehmen und nicht immer alles derart zu dramatisieren.
    Heute wollen Frauen das „Heft“ in der Hand haben,die taffen und coolen sein und trotzdem gefallen sich einige davon in der Rolle als Dulderin und unverstandenen Mysterium

    • Marie sagt:

      … jetzt bin ich ehrlich verwirrt. Entweder Sie sind ein Mann und wissen, wie das Leben mit Mens ist oder aber Sie sind eine Frau, die vergessen hat, dass die ersten Perioden doch sehr aufregend sind und haben ausserdem das Glück, keine Monatsschmerzen zu kennen.

      • maia sagt:

        @Marie: Ich bin eine Frau, und ich habe keineswegs die Monatsschmerzen (und auch die starken Kopfschmerzen vorher) nicht vergessen, aber ich kann Flo nur vorbehaltlos recht geben. Es handelt sich hier um einen völlig natürlichen Vorgang – und nein, die ersten Perioden war für mich nicht wirklich aufregend sondern schlicht und einfach normal.

      • Flo sagt:

        nein Maria, ich bin eine Frau und bin das sehr gerne. Habe jahrelang mit Schmerzen (Kopf-und Unterleib), meine Mens durchgestanden ohne jedes Mal einen Staatsakt daraus zu machen. Das war eine ganz natürlich Sache mit grossen Unannehmlichkeiten verbunden, die mir aber das Glück geschenkt hat ein Kind zu bekommen.

    • Jane Bissig sagt:

      Ja, es handelt sich um einen natürlichen und alltäglichen Vorgang. Aber gerade darum verbringen wir Frauen einen ansehnlichen Teil des Lebens damit und mit den praktischen, sozialen, körperlichen usw Aspekten davon. Das kann man doch zum Thema machen. Es zwingt Sie ja niemand, das Buch zu lesen, wenn Sie schon alles wissen dazu. (Beim Thema Schmerzmittel/Dulderin/Mysterium aber ganz bei Ihnen!)

  • Thyl STEINEMANN sagt:

    Mich hat es sehr gestört, dass eine Frau im Naturistencamp Sitzberg herumspazierte mit einer Schnur aus ihrer Muschi heraus hängend.
    Ich meine, dass diese Tamponschnur ohne weiteres zwischen die Schamlippen gedrückt werden kann, wo sie auch bleibt und gegen aussen nicht von Fremden sichtbar ist. Die Muschi ist ja feucht und die Schnur bleibt deshalb dort drin ohne Probleme. Bitte Frauen, ein wenig mehr Rücksicht !

    • Mia Maria sagt:

      Lieber Thyl. Was ist denn daran so schlimm, wenn man den Faden sieht? Ist vielleicht nicht besonders sexy, aber das muss es ja in dieser Situation auch nicht sein, oder? Es gehört halt einfach dazu. Ausserdem – wenn da ein Tampon drinn steckt, ist die Muschi eben nicht besonders feucht (ums mal in Ihren Worten zu umschreiben). Der Tampon ist nützlich, trocknet aber die Scheide auch stark aus. Also nix mit Faden reinkleben….

      • Sienna sagt:

        Deshalb verwende ich eine Menstruationstasse, damit habe ich 1. keinen Faden und 2. keine trockene Scheide 😀 Kanns jedem empfehlen!

    • 13 sagt:

      Im Naturistencamp haben Sie Probleme mit etwas so Natürlichem? Ist das ein Scherz? Und überhaupt, wie wäre es mit nicht so direkt hinschauen?

    • Marie sagt:

      Ist das Ironie? Oder Ihr Ernst?

      … mich stören dumme Menschen, die offenbar selbst mit sowas natürlichem wie der Menstruation ein Problem haben, weit mehr als irgendwelche türkisfarbenen Fäden …

      (Ausserdem ist die von Ihnen vorgeschlagene Lösung nicht erfolgreich).

    • tststs sagt:

      Alternative? Blutspur? Windeln? Menstruationshütte?

      • tina sagt:

        für in die badi schneide ich persönlich den faden halt ab. er muss ja nicht 10cm lang sein, damit man ihn noch erwischt. menstruationstassen funktionieren nämlich beim schwimmen schlecht, und die sogenannten sporttampons sind viel zu teuer

      • maia sagt:

        “ menstruationstassen funktionieren nämlich beim schwimmen schlecht…..“ das kann ich jetzt überhaupt nicht bestätigen – ganz im Gegenteil: Bei mir haben die bestens funktoniert.

      • tina sagt:

        oh 🙂 du hast recht maja. ich ging nur immer davon aus, dass das nicht möglich ist, aber das ist ja blödsinn. ich hatte nur kein vertrauen, dass es verhebet. allerdings auch nur am 2. menstag, wenn es am meisten blutete, ansonsten benutze ich jeweils auch die „tasse“

  • Peter Gruber sagt:

    Geht mir gleich wie tommaso. Aber heute kann man ja mit jedem offenbar enttabuisierenden Thema Kohle machen. Demnächst Schreibe ich ein Buch über meine Erlebnisse die ich bei meinen ersten, selbstständigen Stuhlgängen hatte und was für tiefenpsychologische Auswirkungen diese Erlebnisse auf mein späteres Leben hatten….. Das Buch wird weggehen wie warme Semmeln.

    • Mascha sagt:

      Ich gebe Ihnen völlig recht – wo sind wir eigentlich angekommen?

    • Laura Blau sagt:

      @ Gruber. Wenn Sie wirklich schreiben können, sollten Sie das tun.
      Dass Henrys Buch in den Beststellerlisten gelandet ist, hat wohl damit zu tun, dass sie authentisch ist, klug und witzig schreiben kann und ein Thema aufnimmt, über welches viele mehr erfahren möchten. Über Menstruation zu schreiben ist nicht nur „offenbar“ enttabuisierend. Was meinen sie, was los ist, wenn einem Mädchen in der Schule Blut durch die Hose drückt? Wenn sie da nicht selbstbewusst auftreten kann, wird die sofort fertig gemacht. Auch ein ewiges Thema war und ist der etwas andere Geruch währen der Mens. Glauben sie wirklich, dass das kein Tabuthema ist? Ich denke, das ist es sogar bei Erwachsenen noch!

    • fabian sagt:

      @Peter Gruber: Auf den Punkt gebracht.

    • tststs sagt:

      Das Buch über Ihren ersten Stuhlgang nicht (ausser evtl. bei den Freudianer).
      Aber ein Buch über unser gestörtes Verhältnis zu Ausscheidungen (5000 jahre hat der Mensch „öffentlich“ ohne Sitzgelegenheit gekackt, jetzt quetschen wir uns in eine kleine Kabine auf einen Sitz, der den ganzen Vorgang eher behindert als unterstützt) wäre sicher erfolgreich…

      • Jane Bissig sagt:

        Warum regen Sie sich so auf? Regen Sie sich auch auf, wenn jemand ein Buch schreibt über Wein, Frösche oder Modelleisenbahnen? Die Mens betrifft immerhin etwa die Hälfte der Menschheit und das einen schönen Teil der Lebenszeit. Da dürfte es ruhig noch ein paar Bücher mehr geben darüber. Sie müssen sie ja nicht lesen.

      • Jane Bissig sagt:

        Das wäre an Gruber gewesen…

  • Samira Maurer sagt:

    So wie das Geschriebene klingt, haben alle 10jährigen Mädchen in Schweden einen Viertelstündlichen Spezialunterricht bekommen – grundsätzlich eine gute Sache, aber offenbar im Fall der Autorin nicht ganz gelungen
    Was Sie erlebt haben war der normale Sexualkundeunterricht mit 14 oder 15. Das ist als Vorbereitung auf die Menstruation aber wohl ein wenig zu spät.

  • Muttis Liebling sagt:

    Zu den häufigsten im Boulevard oder im Feuilleton benutzen Worten gehört ‚Tabu‘, obwohl es seit den 1960′ ern keine Tabus mehr gibt.

  • tommaso sagt:

    Tut mir leid, aber ich glaube das alles nicht. 21, in Schweden aufgewachsen, in so einer verklemmten Atmosphäre? No way…
    Ich bin ein Mann, 50, auf dem Land in der Schweiz aufgewachsen, und habe im Dorfladen Binden für meine Mutter gekauft. Im Gymnasium habe ich als Pubertierender im Biologieunterricht Menstruation, Schwangerschaft und Geburt durchgenommen, samt Prüfung.

    • tststs sagt:

      Da sind Sie (resp. der Unterricht, den Sie erfahren durften) tatsächlich die Ausnahme von der – achtung Schenkelklopfer – Regel!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.