Haben Sie noch Sex – oder schon Kinder?

2-sex_after_kidsEs war eine harmlose Frage, welche zum interessantesten Stoff  in der neuen annabelle geführt hatte. Sie wurde an einem Frauenabend vor ein paar Wochen gestellt. Und der lief etwa so ab: «Warum ist der Sex nach der Geburt ein Tabuthema? Ist er so schlecht?», warf eine Kollegin in die Runde. Sie hat keine Kinder. «Der Sex wird nicht tabuisiert», gab eine der Mütter am Tisch  prompt zurück. «Es gibt ihn einfach nicht mehr.» Ihre Tochter ist ungefähr jährig.  Stille. «So schlimm ist es nun auch wieder nicht», beruhigte eine dritte die Schwangere in der Runde. «Und irgendwann wirds auch wieder besser.» Ihre Kinder sind bereits eingeschult. «Was heisst nicht so schlimm in Zahlen?», wollte die Kollegin wissen, die das Thema angerissen hatte. Peinliche Stille.  «Dreimal in sechs Monaten»,  outete sich die Mutigste.   Betretene Stille. «Was so oft?» Lachen.  Das Tabu war gebrochen. «Und was passiert, wenn im Bett nichts mehr passiert?», wollte die Schwangere wissen. Das Thema ging ihr sichtlich nahe.

Der Abend dauerte lange, blieb monothematisch und endete mit dem Beschluss, Autorinnen und Autoren zu beauftragen, genau diese Frage schonungslos in der annabelle zu beantworten. Die Suche war nicht ganz einfach. Das Resultat ist dafür umso lesenswerter.

63 Kommentare zu «Haben Sie noch Sex – oder schon Kinder?»

  • stefan sagt:

    Bin 43 jahre alt geschieden mit 2 Kindern .Habe eine Freundin mit 3 Kindern bin mit ihr schon 2 jahre zusammen, zuerst lief der Sex sehr gut im laufe der Zeit wurde es immer wenniger das finde ich sehr enttäuschend mit ihr darüber reden kann mann nicht ,denn da kommt die Antwort du wielst ja bloß das eine. Wobei das ich sagen muss das sie früher im Kindesalter 3 mal sexuell genötigt wurde was ich nach vollziehen kann. momentan finde ich mich total von meiner Patnerin vernachlässigt und sehr gekränkt und verletzt.Habe schon die befürchtung ich bin sex süchtig (Krank) Wünschte mir mehr sex mit ihr

  • Pierre sagt:

    Jetzt kommt auch noch mein Senf dazu … nach der Geburt unserer Tochter war das Thema Sex nicht mehr so ‚wichtig‘ für uns … beide waren wir einfach nur fix und foxi und lagen – wenn Klein-Tina dann endlich schlief – einfach selig in den Daunen und waren um jede Stunde Schlaf einfach nur froh.
    Dem Thema Sex näherten wir uns auf zwei Weisen wieder an: 1. Wir besuchten ein … Paarseminar, bei dem es um Nähe und Intimität ging … und 2. Schenkte uns eine Freundin ein wunderbares Ding namens SexKiste der Liebe … mit dieser Kiste, die lauter Fragen auf Karten hat, kam das Gespräch über unser Liebesleben wieder neues Leben eingehaucht … nicht, dass wir nicht über uns und unsere Bedürfnisse gesprochen hätten … aber mit diesen zum Teil tiefgehenden Fragen, wurde uns schnell klar, wie sehr wir eigentlich beide Nähe und Intimität vermisst haben. Heute ist Sex immer noch nicht an erster Stelle. Aber die Kommmunikation darüber und vor allem die Nähe (auch körperlich!), die wieder zwischen uns entstanden ist, ist einfach nur wunderschön.

  • Emanzo sagt:

    @ Patrick Meier:

    Ich bin nicht Islamist, sondern Saeckularist („Jeder soll nach seiner Fasson selig werden!“) und verurteile die Androkratie gleichermassen wie die Gynokratie. Solange die Emanzipation der Frau nur auf Gleichstellung und noch nicht unter dem Deckmantel der „Geschlechtergerechtigkeit“ auf Mehrberechtigung und Entpflichtung sogar von freiwillig abgeschlossenen Vertraegen abzielte, war sie mir sympatisch. Abschauen tu ich (privat!) hoechstens bei denjenigen Budisten, die sich keine staatliche Macht anmassen.

    Anstatt den Staat endlich zu saeckularisieren und alle Religionen zu privatrechtlichen Vereinen ohne Sonderrechte und Sonderentpflichtungen zu downgraden wird religioes moralinsaure, gynokratische Theokratie praktiziert. Das ist wie bei weiland den Papisten gegen die Ketzer und Bigotten der Naehrboden fuer Religionskriege; zuerst virtuell, dann auf den Strassen und schliesslich auf den Schlachtfeldern! Strickte Saeckularisierung hingegen erzwingt den Religionsfrieden, wie Beispiele aus der Geschichte (budistische Staaten ausgenommen Tibet, Atatuerktuerkei und Frankreich nach der Entmachtung von Landadel und Klerus durch die Revolution der hungrigen Vermoegenslosen) beweisen.

  • Patrick Meier sagt:

    @Emanzo: ich finde es sehr gewagt, den muslimen etwas abzuschauen im Bezug auf die Behandlung der Geschlechter…. in fundamentalistischen muslimischen Gesellschaften werden Frauen brutal unterdrueckt.

    @Jasmina: falls es mal mit Deinem Mann nicht mehr klappt, lass es mich wissen 😉 In der Zwischenzeit begnuege ich mich damit, ihn zu beneiden…..

  • Emanzo sagt:

    @ Jasmina:

    O doch! Die natuerlichen Triebe von Mann und Frau sind auf die Maximierung der Reproduktion und nicht der ehelichen Harmonie ausgerichtet. In muslimischen Theokratien wird mehr auf die Beduerfnisse der Maenner, in papistischen mehr auf die der Frauen (mit einer offizioesen Toleranz fuer die der Maenner bis hin zur auf 3 Kinder begrenzten Alimentierung von „Zoelibataeren“-Kegeln) und in bigotten fast nur noch auf die der Frauen (mit brutaler Unterdrueckung der Grundbeduerfnisse der Maenner) Ruecksicht genommen.

    Aber die Natur schlaegt zurueck; nicht nur klimatisch!

  • Jasmina sagt:

    P.S. auch ich bin mit dem Kleinen dauermüde und oft am Rande des Nervenzusammenbruchs, wenn er wieder 3h am Stück schreit – aber genau deshalb empfinde ich diese Zärtlichkeit mit meinem Mann als erfrischend, als eine Erinnerung an die Zeit vor unserem Kind.
    Ich denke, so unterschiedlich sind Frauen und Männer gar nicht in ihren Bedürfnissen, nur wurde uns Frauen jahrzehntelang antrainiert, dass wir die Emotionellen und nicht die Körperlichen zu sein haben.

  • Jasmina sagt:

    Ich scheinen wohl eher eine Ausnahme zu sein. Mein Sohn ist knapp 2 Monate alt. Mein Mann und ich schlafen jeden Tag miteinander, und haben sogar Spass dabei – huch, und das als Mutter! Man muss sich die Zeit eben einteilen, aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und seit ich Mutter bin, geniesse ich es umso mehr. Wir zwei sind uns näher als je zuvor. Dass man keine Zeit mehr habe, ist meiner Ansicht nach doch eher eine faule Ausrede – die findet sich immer irgendwo, irgendwann, auch wenns halt nicht mehr stundenlang möglich ist. Erst recht, so lange der Nachwuchs noch nicht läuft und Türklinken drücken kann!

  • inga sagt:

    Ich finde mann muss als Paar höhen und tiefen zusammen durch machen ob jetzt frisch Mami und Papi
    es kommt drauf an ob mann miteinander sprechen kann über solche Probleme wenig Sex in der Schwangerschaft oder auch nachher muss nicht sein.

  • Lenya sagt:

    Ich habe es andersrum erlebt: Der Mann ging nur noch in der „stolzer-Papa-rolle“ auf und mit seiner Frau konnte er gar nichts mehr anfangen.
    Scheidungsgrund.

  • fido sagt:

    Gemeinschaft, Kuscheln – meine Frau sagt dem „Mülldelen“ – gehört doch zur Beziehung wie Regen zum April! Ausser während der Zeit, in der, meist ich, trotzte, schlafen wir kaum ein, ohne noch zu mülldelen. Dankbar bin ich, das wir auch von Zeit zu Zeit weiter gehen und eins werden. Ja, ja, ich bin gut 60 und schon mehr als 30 Jahren verheiratet. Vier erwachsene Kinder sind in der Zwischenzeit zu Freunden, resp. Freundinnen geworden. Wie sagte mein Vater: Liebe musst du pflegen wie eine Pflanze, möglichst regelmässig!

  • Mark sagt:

    @Erich, du tust mir wirklich leid. Wenn du wirklich so ein Narzist bist, dass du schönen Sex mit Selbstbefriegung verwechselt, dann hast du definitv etwas verpasst in deinem Leben. Es kann doch nicht nur darum gehen sich selbst zu dienen. Vielleicht solltest du mal die Erfahrung machen das es bei einer körperlichen Vereinigung nicht nur um den Austausch von Körperflüssigkeit geht sondern um das gemeinsame gegenseitige Glücklichmachen. Da sei mir die Frage erlaubt, ob deine Frau nicht deshalb auf dieses Kapitel freiwillig verzichtet. Aber bitte um Entschuldigung ich möchte eigentlich nicht persönlich werden. Oder bist du ein Troll?
    Aus eigener Erfahrung (30 Jahre zusammen und 4 Kinder) kann ich nur sagen, dass die Zeit mit Kleinkindern wirklich sehr schwierig ist. Wir haben jedoch stehts versucht trotzdem auch Zeit für uns zu nehmen was selbstverständlich nicht immer gelungen ist. Es ist aber schon wichtig, dass man als Mann und auch als Frau auf die gegenseitigen Bedürfnisse rücksicht nimmt. Wie hier schon oft weiter oben genannt erreicht man das aber nur mit gegenseitigem Gespräch und Rücksichtnahme. So sollte es möglich sein wieder eine für beide Seiten gute Sexualität aufzubauen. Wir haben das auf jeden Fall wieder geschafft und sind kein Supervorzeigeüberehepaar.

  • Ich merke in meinem Umfeld, dass viele Frauen, wenn sie Mutter geworden sind, sich „nur“ noch in dieser Rolle sehen und zum einen sich selber und ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen und zum anderen ihren Partner vernachlässigen. Der Partner, der ja der Vater des Kindes ist, wird oft ausgeschlossen aus dem Vertrauensverhältnis Mami-Kind und auch nicht miteinbezogen in die Gefühle, z.B. eben auch betreffend der zeitweiligen Sex-Unlust. Der Partner fühlt sich daher nicht nur ausgeschlossen, sondern eben auch nicht verstanden und orientiert sich leider nur allzu oft anderweitig, im besten Fall in die Richtung Arbeit, im schlechteren Fall in die Richtung einer anderen Frau. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass die Frauen schuld sind an Beziehungsproblemen nach Ankunft von Kindern, aber ich stelle oft fest, dass die Paare zu wenig miteinander reden und dass nach wie vor keine gemeinsame Aufgabenbewältigung vorgenommen wird. Wenn diese Punkte erfüllt sind, dann ist die Beziehung (wieder) besser, da bin ich überzeugt. Und zu einer guten Beziehung gehört in der Regel ja dann auch guter und regelmässiger Sex (wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so häufig wie früher).

  • eva sagt:

    Es wäre wirklich gut, besser informiert zu sein. Für die Männer um zu begreifen, dass die Frau nicht mehr 24 Stunden nur für sie verfügbar ist und für die Frauen um zu lernen, dass sie Hilfe einfordern und auch einmal nein sagen dürfen. Vermutlich ist das Bedürfnis der Männer wirklich grösser, aber das ist kein Grund, nicht einmal verzichten zu können ohne gleich beleidigt oder neidisch zu sein. Ich rede hier nicht von monatlichem, eher von täglichem Sex. Andererseits möchte manche Frau einfach etwas kuscheln, anlehnen, sich geborgen fühlen, ohne dass das als Aufforderung zum Beischlaf verstanden wird. Mit beidseitigem gutem Willen wäre/ist vieles möglich.

  • Markus sagt:

    Patrick, was erwartest Du von der Frau, Sex aus Mitleid für den armen getrieben Mann, am besten mit kompletten Anregungsrepertoire? Die Frau will eher kein Sex und damit müssen wir uns abfinden. Wir Männer verfügen über genügend Fantasie um ganz alleine, sogar ohne Fremdgehen, eine erfüllte Sexualität zu entwickeln. Dies hilft uns auch wenn wir praktisch unausweichlich wieder alleine sind, da unsere Frauen vom einem Übertrieb beseelt ständig den noch besseren Mann suchen. Rita, beachte bitte das in 9 von 10 Fällen die Frauen abdüsen.

  • Patrick sagt:

    Es haette mir geholfen, wenn mich jemand darauf vorbereitet haette, was in Sachen Sex zu erwarten ist, wenn die Kinder ersteinmal da sind. Meine Frau und ich hatten aehnliche Probleme, aber in der Zwischenzeit sind die Kinder aus dem schlimmsten heraus, und unser Sexualleben hat sich wieder entwickelt. Ich habe gelernt, dass Qualitaet wichtiger ist als Quantitaet, und heute kommen wir beide in dieser Hinsicht wieder voll auf unsere Kosten. Nicht mehr so oft wie frueher, aber dafuer umso besser.

    Ich denke dass ein Minimum an Sex zu einer gesunden Beziehung gehoert, und ich koennte mir nicht vorstellen, in einer sexlosen Beziehung langfristig gluecklich zu sein, auch wenn das fuer meine Frau vermutlich weniger ein Problem waere. Frauen, die ihren Mann lieben und behalten wollen, muessen verstehen, dass das maennliche Beduerfnis von innen heraus kommt und nicht so einfach abzustellen ist, selbst wenn mann das noch wollte.

    Persoenlich glaube ich an Monogamie, halte wenig von Seitenspruengen, und war meiner Frau nie untreu. Seit ich aber mehrere Jahre lang einen durch Kinder ausgeloesten sexuellen Notstand erlebt habe, werde ich mich hueten, Maenner zu verurteilen, die hie und da eine solche Gelegenheit wahrnehmen. Es heisst nicht, dass sie ihre Frauen nicht lieben. Aber seine Frau zu lieben, zu begehren, und staendig abgewiesen zu werden ist etwas, dass auf die Dauer schwer zu verdauen sein und einem auf Selbstbewusstsein schlagen kann.

  • Erich sagt:

    Ich bestätige die Aussage von Markus, seit meine Frau und ich (10 verheiratet und 2 Kinder) mit dem Sex aufgehört haben geht es mir zumindest sehr gut. Ich befriedige mich beinahe täglich selber und habe dabei eine Sexualität entwickelt die mir mehr Spass macht als alles was ich vorher mit Frauen gemacht habe. Ich glaube, dass den Frauen von den Medien den Wunsch nach Sex eingeredet bekommen. Sie sollten sich davon befreien und sich auf das „Kuscheln“ konzentrieren und ihre Männer ihr eigenes Ding machen lassen.

  • Rita sagt:

    So, ha! Da bleibt mir wenigstens der Trost, dass der Mann der mich verliess um dann mit einer Anderen gleich ein Kind zu zeugen hinterher mit ziemlicher Wahrscheinlichtkeit keinen Sex mehr hatte….YES!

  • gordini sagt:

    t ja giovanni……president solltest du sein…..hahaha..lach mich krumm…

    wer feiert denn heute noch? wo jede frau über dreissig und single noch ein persönlichkeitsberater und ein privater psychologe hat…….für was brauchts denn mann noch…..oder gar die liebe……für was denn trieb…wenn man ehutzutage alles per mausklick haben kann…mann muss nur dafür bezahlen…..somit werden die wahre gefühle unterdrückt…….schaut doch mal all diese frauen der grossstädte an……schaut denen in den augen…..dann werdet ihr sehen was ich meine…….

    der schlüssel gegen den misständen heisst: leidenschaft…….liebe……respekt….und verständniss…..

    ohne das…….ist alles nur ein krampf……

  • Giovanni sagt:

    Die Liebe muss tatsächlich ein unordentlicher Gedanke sein, wie Precht sagt.
    Jeder sollte das Recht auf sein Leben haben, Frau wie Mann. Partnerschaft ist nie Uneigennützig, also lass dich nicht verarschen und sei ein stolzer Krieger. Ist es dir trotzdem nicht mehr Wohl in deiner Haut, so warte nicht mehr all zu lange und nehme dein Leben wieder selbst in deine Hände, bleibe trotzdem verständnisvoll. Wir müssen uns die Entwicklung der Frau in den letzten 40 Jahren nochmals Revue passieren lassen, um zu begreifen. Wir mussten sehr viele Federn liegen lassen, mich frierts, wenn ich zurück denke. Einige flüchteten in die Arme fremdsprachiger Frauen, ich mag ihnen ihre Freude gönnen, Friede sei mit ihnen. Doch unsere Realität ist eine ganz andere, erst wollten sie uns zu feminilen Weichlingen machen, doch „all Zeit bereit“ ja schon auch. Erfolg- und Macho- Männlichkeit auf Abruf. Neuzeitlich nehmen Mitteleuropäische Frauen alles selbst in die Hand, sie wollen jetzt an die Macht, sie gleichen immer mehr uns vor fünfzig Jahren, schrecklich. Frauen waren schon immer Ehrgeiziger als Männer, sie wollen jetzt alles per Gedankenblitz, aus dem Internet, MultiKulti, Chrut und Rüebli. Ich befürchte, dass dies der traditionelle CH-Mann dies in seinem jetzigen Leben nicht mehr schafft. Die neue Mischung kann unsere Chance sein. Darum Männer, verliert keine Zeit, besinnt euch auf das Wesentliche und sucht bis ihr fündig werdet. Haut endlich ab, bevor es zu spät ist. Es macht keinen Sinn mehr, mindestens für diejenige, die das fünfzigste Lebensjahr erreicht haben.

  • Markus sagt:

    Frau und Mann haben nun mal eine unterschiedliche Sexualität. Gründe und Auswirkungen sind wohl bekannt. Es wäre für die Partnerschaft sehr förderlich diese Tatsache zu akzeptieren.. Somit würde die Frau ausgiebig gekuschelt und der Mann könnte im stillen Kämmerchen, ohne von seiner Partnerin ein schlechtes Gewissen eingeredet zu bekommen, zu mindest der Pornographie frönen. Unter diesen Umständen könnte durchaus eine platonische Beziehung gut funktionieren.

  • Andreas G. sagt:

    Die Geburt unseres zweiten Kindes leitete auch bei uns das dramatische Ende unserer ehemals sehr glücklichen Beziehung ein. Die Gründe: Unruhiger Schlaf beider Elternteile wegen des schreienden Babys, zuwenig Schlaf, weil mehrmals nach dem Baby geschaut werden musste, das Baby und auch das ältere Kind genossen immer häufiger Gastrecht im Ehebett an der Seite der Mutter. Nebst der allgemeinen Lustlosigkeit der Ehefrau war selbstverständlich Sex im Beisein der Kinder kein Thema. Ausserdem gehe ich davon aus, dass bei Müttern kleiner Kinder das Bedürfnis nach Körperkontakt (gemeint ist hier nicht etwa die Erotik!) genügend abgedeckt ist. Ohne den regelmässigen gegenseitigen Austausch von Streicheleinheiten und Liebkosungen – es ist nicht mal unbedingt der fehlende Sex – geraten Mann-Frau-Beziehungen recht schnell auf die rein sachliche Ebene und werden dadurch schnell anfällig für eine ungünstige Entwicklung. Nicht selten kommt es dann zum Rosenkrieg und am Ende bricht die Familie auseinander – paradoxerweise leiden dann die Kinder am meisten unter der Scheidung. Es liegt m.E. in der Verantwortung der Frauen, ihrem Ehemann bewusst mindestens den gleichen Stellenwert wie den Kindern einzuräumen und auch das ‚grosse Kind‘ gelegentlich in die Arme zu nehmen, der Familie und den Kindern zuliebe…

  • Susanne sagt:

    Also eins ist klar, es gibt so viele Varianten wie es Menschen gibt. Seid einfach ehrlich, dann findet ihr eure.

  • Skilehrer sagt:

    Hallo Peter
    ich war jahrelang in derselben situation wie du…. danach kam das fass zum ueberlaufen und wir hatten uns scheiden lassen. Ich fand eine (nicht europaeerin…!) wunderbare frau und wir erlebten den 2ten 3ten und 4ten fruehling, unfassbar was ich in den letzten 20 jahren verpasst hatte und jetzt wiedergefunden habe. Springt ueber euren schatten und macht die augen auf und vorallem: lebt wieder!
    Gruesse an alle von der skipiste
    Skilehrer

  • Markus grüner sagt:

    Ich wil definitiv keine Kinder mehr. Und ja, ich bin ein egoist aber es macht wenigstens Spass.

  • martin sagt:

    Hoi zäme,
    ich habe nun viele Meinungen durchgekämmt und finde, dass bei vielen eine gewisse nüchternheit, freudlosigkeit und unverständis durchdringt. Uebrigens ich bin Vater einer 10-jährigen Tochter und wir leben immernoch als Familie zusammen, obwohl immer wieder versprechungen, entschuldigungen etc serviert wurden. Es kam sogar soweit, dass jedesmal wenn unsrere Tochter auswärts geschlafen hat sich komischerweise irgend ein Uebel eingestellt hat. Kopfweh, Bauchweh etc. Nun muss dazu noch sagen, dass ich absolut verständis und respekthabe, dass es sichernicht einfach ist jeden Tag mit dem Kind zu verbringen. Nun engagiere mich sehr für meine Tochter, gehe alleine in ein Weekend mit Ihr, sodass meine Frau auch Zeit für sich alleine hat und uebrigens ich liebe es und finde es absolut spannend alleine mit meiner Tochter zusammen zu sein. So liebe Frauen zu Schluss nehmt euch den Beitarg von Hanna zu Herzen den finde ich eigentlich den besten vorallem wenn man Scheidungen verhindern möchte.

  • Michaela sagt:

    Die ganze Diskussion um Sex haben oder nicht mit Kindern ist eigendlich interessant. Das einzige das mich dabei stört ist, das fast alle Männer das Gefühl haben, das sie Anspruch auf Sex haben! Die Partnerin oder Frau ist kein Gebrauchsobjekt wie Bluewin TV, das man bezahlt hat und benutzen möchte!
    Das grösste Problem ist, das Männer das Kinder kriegen nicht am eigenen Leib erleben, denn dann würden Sie danach anders reagieren.
    Ich habe mit meinem Partner alle zwei bis drei Monate Sex, nur wenn beide wollen. Wir haben aber keine Kinder. Aber ansonsten eine schöne, zärliche Beziehung, Sex ist uns (beiden) einfach nicht so wichtig. Und bin glücklich dabei.

  • mapa sagt:

    Peter

    Ohne dir Ratschläge geben zu wollen da ich keine Ahnung von deiner Situtation haben möchte ich Dir meine Gedanken zu deinem Beitrag mitteilen. Du schreibst:“Gleichzeitig war spürbar, daß man sich dem Sex regelrecht entwöhnt.“ Genau darum muss man/frau zusammen regelmässig üben. Bei mir hats geholfen mit: zuerst eigene Erwartungen zurückschrauben, zusammen einen Konsens über Zeitpunkt und Häufigkeit finden und dann in kleinen Schritten von kleinen Vergnügen zum grösseren hocharbeiten. Darurch ist bei uns der Sex intensiver und schöner für beide geworden, besser als vor den Kindern. Mich hat der Zustand, dass wir uns nicht mehr richtig gegenseitig befriedigen konnten schwer frusttriert und wir hatten manchen Streit darüber oder deswegen. Wir waren gefangen in einem Rollenspiel: Ich der Lust hatte und wollte, sie die keine Lust hatte und mich abblitzen liess, je mehr ich versuchte umso mehr konnte sie nicht. Nach mehreren Anläufen fanden wir (über den Streit) dazu uns unsere Bedürfnisse besser mitteilen zu können. Dadurch , dass ich wirklich wartete ohne Druck und Vorwurfshaltung und sie selber auch aktiv wurde , konnte wir aus diesen für uns unbefriedigenden Rollen aussteigen und sind nun in einer positiv Spirale.
    Apropos Autoerotik: Sex mit sich selber ist gut, sollte vielleicht deine Frau auch ausprobieren (falls ihr dies möglich ist).

    mfg

    mapa

  • Peter sagt:

    Auch ich will gerne meinen Kommentar abgeben und in die Diskussion einsteigen. Viele hier gesagte Dinge treffen meiner Meinung nach zu, aber viele auch nicht. Ich halte es vor allem für überheblich, wenn Leute Regeln aufstellen, die angeblich auf alle zutreffen. Etwas „Wer vorher guten Sex hatte, hat auch später wieder guten Sex.“ Schön wär`s. Genauso fatal ist der Vorschlag, in so einem Fall den Partner zu verlassen. Na da wären aber viele geschieden. Es gibt ja neben Sex vielleicht noch anderes was einander verbindet. Übrigens sind viele Kommentare hier von Eltern von Babies, insofern dürfte meine Position aus der langfristigen Sicht mal interessant sein.

    Wir sind seit 16 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder, 11 und 14 Jahre alt. Sex findet mittlerweile nicht mehr statt. Wie kam es soweit? Das frage ich mich oft, denn ich liebe Sex, also versuchte ich immer wieder die Ursache rauszufinden und gegen sie anzukämpfen. Ich habe dabei einige Effekte beobachtet, wie sie oben bereits beschrieben wurden, in Kombination, angefangen von dem Aufgefressenwerden von den Kindern und der daraus folgenden Erschöpfung, über den Spagat zwischen Mutterrolle und Frau, die Unzufriedenheit mit dem neuen Körper, dann die Überlegung Zeit einzuplanen, um Sex zu haben, allerdings mit der emotionalen Blockade, daß man plötzlich nicht mehr spontan Sex hat sondern auf Kommando. Daraus resultiert der Frust, daß man gerade dann keine Lust hat, wenn man Zeit hätte. Dann ein paar mal der Effekt, daß man Sex hat und dabei von nachtwandelnden Kindern unterbrochen wird. Wenn man das Kind dann getröstet hat, ist natürlich an eine Weiterführung nicht mehr zu denken.

    Ich habe aber noch etwas hinzuzufügen, was hier glaube ich noch keiner im Detail angesprochen hat. Das Ende vorweg: Ich habe nach einem intensiveren Gespräche mit meiner Frau beschlossen, keinen Sex mehr zu haben. Warum? Ich habe in den letzten 14 Jahren alles versucht, um uns bei der Stange zu halten, um Kuscheln und auch Sex weiterhin irgendwie aufrechtzuerhalten, trotz der schwierigeren Umstände. Die oben genannten Frustfaktoren gesellten sich zu häufigen Ablehnungen seitens meiner Frau. 95 % aller Annäherungsversuche blockte sie ab, meist aus Müdigkeit oder einfach nur Unlust (sagte sie). Das heißt Sex hatten wir vielleicht zweimal im Jahr. Jedes mal wenn wir Sex hatten, keimte diese dumme Idee in mir auf, daß wir ihn bald mal wieder haben könnten, und meine Motivation, mich mehr um sie zu bemühen, und darum Sex zu haben, stieg. Die daraus resultierende Erwartungshaltung, daß wir tatsächlich wieder öfters Sex haben könnten, wurde dann wie auch schon vorher wieder frustriert. Wenn wir mal Zeit und Ruhe gehabt hätten, wurde ich wieder abgewiesen. Das Frustloch, in das man fällt, ist aber um so tiefer. Und da habe ich den Stecker gezogen, denn der Sex schadet mir mehr, als er nützt: Wenn ich mich damit abfinde, gar keinen Sex zu haben, werde ich auch nicht frustriert. Nichts ist schlimmer als ständig enttäuschte Hoffnung. Das ist ein Sisyphos-Problem des Sex. Wenn man weiß, man kommt nicht zum Ziel, warum soll man es überhaupt versuchen? Die Lösung ist suboptimal, und ich befriedige mich öfters selbst, damit kann ich leben. Meine Frau ist ob des „Sex-Boykotts“ auch nicht gerade glücklich, aber eine andere Lösung hat sie auch nicht gefunden.
    Wir hatten letztes Jahr einmal Sex, und es machte tatsächlich keinen Spaß.

    Gleichzeitig war spürbar, daß man sich dem Sex regelrecht entwöhnt. Jemand hat oben geschrieben, das ist wie ein Besuch an einem Jugendferienort. Nicht unzutreffend. So selten Sex zu haben verunsichert, dann, wenn man Sex hat, weiß man schon gar nicht mehr, wie es das letzte mal war, was der Partner möchte. Man fängt fast wieder bei Null an. Das nimmt dem Sex einiges an Freude.

    Wenn die Kinder irgendwann aus dem Haus sind, glaube ich, können wir einen Neuanfang wagen. Ansonsten haben wir eine prima Partnerschaft, halt rein platonisch. Gibt es andere Paare, die es ähnlich erleben?

  • mapa sagt:

    marc

    Ich bin mit dir in einem einverstanden, ja diese Unterhaltung dürfte es so nicht geben und ach werde erwachsen.
    In der Hoffnung, dass Du nie erwachst, weil dies sehr schmerzhaft sein würde
    mapa

  • Marc sagt:

    Ich habe das glücklicherweise etwas anders erlebt. Der Sex lief vorher und nachher auch gut.
    Es hat sich nie etwas geändert, denn wir hatten vorher gerne Sex und nachher auch.

    Ich habe bei etlichen Freunden und Bekannten jedoch etwas Lustiges beobachtet, und zwar:

    Frauen, die unbedingt ein Kind und einen sicheren Hafen wollen, suchen sich gut verdienende Männer, die nicht so grossen Erfolg bei Frauen haben. Der gehörnte Narr, denkt sich: Ui, Sex, toll. Was ihm dabei jedoch entgeht, ist die Tatsache, dass sie nicht immer und überall über ihn herfallen will, sondern nur 1-2 Mal die Woche Zuhause im Bett und wenn möglich ohne Licht und am Besten ohne Spass. Vielleicht kennt er es ja gar nicht anders…tja, arme Sau.

    Meine Frau ist vor und nach der Geburt über mich hergefallen und wir haben geheiratet und ein Kind gezeugt, weil wir uns gerne haben und weil der Sex spass macht.

    Ich hatte vor meiner Hochzeit, viele schöne Stunden mit vielen schönen Frauen, so 2-3 über Standard ;-), aber bei der Einen war alles ein bisschen besser und schöner… darum sind wir seit 10 Jahren zusammen und haben eine 8 Jahre alte Tochter. Was mich allerdings selbst überrascht hat, ist die Tatsache, dass ich seit 10 Jahren treu bin.

    An die Frauen: Gratuliere, dass ihr so eine mächtige Waffe, wie den SEX-Entzug, gefunden habt und dazu noch so viele Idioten, die sich versklaven lassen. Macht ihr toll Mädels. 😉

    An die Männer: Gottverflucht, wacht auf!!! Wenn ihr um Sex betteln müsst, dann stimmt doch was nicht. Wenn ihr noch feste Tage ausmacht, z.B. Sonntag und Mittwoch etc., oder ihr eine 1-2 Mal die Woche Übereinkunft trefft….flieht, um GOTTESWILLEN…LAUFT…das ist nicht normal!!! Kuba liefert nicht aus..los…geht!!! Fragt euch, wieso ihr geheiratet habt? Die Ehe ist kein Garant dafür, dass ihr ein geregeltes Sexualleben habt!! Wenn ihr ein geregeltes Sexualleben wollt, geht sonntags in den Puff, kommt sowieso billiger als die Ehe.
    Diese Unterhaltung dürfte es gar nicht geben. Entweder liebt ihr euch körperlich und geistig, oder ihr solltet nicht verheiratet sein und noch Kinder in die Welt setzen. Man respektiert sich und hat trotzt Familie noch spontanen Sex und führt nicht Agenda darüber. Ja, es kann täglich sein, oder auch einmal erst nach über einer Woche wieder, weil einer oder beide Stress oder aus sonst einem Grund keine Lust hatte. Ach.. werdet Erwachsen…

  • Denise sagt:

    Liebe Irène und natürlich auch alle Anderen hier:
    Also ich BIN eine Frau, und ich hoffe sehr, dass dies AUCH Männer lesen:
    Als 4-fache Mutter kenne ich, was die Mütter hier drin schreiben, auch ganz genau.
    Dass der jeweilige Partner sich dann wie als Trabant vorkommt, sozusagen auf der Reservebank, das hab ich auch schon vernommen. Stimmt sicher, ich möchte nicht an ihrer Stelle sein. Aber, wie Lukas richtig sagte: MITEINANDER REDEN ist hier wie dort sicher das Beste und Wichtigste. Die verschiedenen Bedürfnisse angeben und beraten.
    Als Trost oder weiss auch nicht was: Nach 4 Geburten kann Frau, v.a. nach 40, enormes Bedürfnis nach sexueller Vereinigung haben, eher noch stärker als vor den Kindern, jaaaaa, das ist wirklich wahr. Leider ist es auch wahr, dass dann, so nach 40, bei den Männern oft der Pfupf fehlt…
    Ob da was falsch läuft bei der „parallelen Entwicklung“ bei Frauen und Männern?
    Ich bin glücklich, ein männliches Gegenüber gefunden zu haben, mit dem das Alles einfach stimmt.
    Jawoll, und das wünsch ich Euch allen auch von Herzen!

  • mapa sagt:

    Männer die sexuell nach der Geburt nicht mehr auf ihre Kosten kommen sollen keine Zeit verschwenden und sich sofort eine neue Partnerin suchen.
    Ja liebe Eliane so einfach ist die Welt.

    Jetzt mal ernsthaft: Sex muss aus meiner Erfahrung in die wöchentliche Agenda eingetragen werden bzw. es muss irgendein Konsens des Paares darüber geben wann miteinander geschlafen wird. Im Familienalltag in dieser Sache auf Spontaniität hoffen ist ein sicherer Weg, dass beide unbefriedigt bleiben.

    Mit freundlichen Grüssen

    mapa

  • Eliane sagt:

    Aus eigener Erfahrung, mit Kenntnis von einigen befreundeten Paaren und Frauen: wenn das Paar- und Sexleben vorher stimmte, kommt’s auch nach Geburt wieder ins Lot (Axel hat’s weiter oben gut auf den Punkt gebracht). Frauen, die sich über das plötzliche nachgeburtliche Desinteresse ihres Partners wundern, sollten keine Zeit damit verschwenden, sich für ihn wieder begehrlich zu machen (kein Kerl hat sowas verdient) – sondern vielmehr den Partner austauschen.

  • Melanie sagt:

    P.S. Noch zum Verständnis: Vor der SS hatten wir mehrfach die Woche leidenschaftlichen und abwechslungsreichen Sex (und @ Remo, ich bin übrigens waschechte Schweizerin aus dem Emmental!). Ab Mitte SS hatte ich keine Lust mehr und er dafür Verständnis. Das käme dann wieder nach der Geburt. Und so ist es. Aber was ist bei ihm passiert?

  • Melanie sagt:

    Herzliche Gratulation zum Artikel! Ich war überrascht, dass es so viele Eltern gibt, die im Moment ohne Sex leben. Ich stille meine Tochter im 5. Monat, stille langsam ab, da ich wieder arbeiten gehe und auch weil ich meine Brüste wieder für mich und meinen Partner haben möchte. Dachte, bei all den anderen ist sicher alles so, wie immer, schliesslich kenn ich mehrere Mütter, die kurz nach dem ersten Baby wieder schwanger wurden… Also hatten die doch Sex!! Für mich gehört Sex zur Beziehung einfach dazu, vom Partner verwöhnt und begehrt zu werden und Komplimente zu kriegen. Sex ist einfach zu schön, um ihn nicht zu haben. Ich hatte nach der Geburt auch bald wieder Lust, mein Partner war zurückhaltend, ja sogar zurückweisend. Ich solle mich noch schonen und es „easy“ nehmen. Das tat weh, denn kuscheln wollte er auch nicht. Nur kuscheln, sagt er, ginge nicht, da könne er sich dann nicht zurückhalten und lasse es deshalb lieber ganz. Als wir’s einmal doch versuchten und dann auch weitergehen wollten, tat’s tatsächlich sehr weh und war überhaupt nicht romantisch. Zusätzlich wurden wir durch das Weinen unserer Tochter im Kinderbettchen in die Realität zurück geholt. Das magische Wort heisst wohl auch hier: Geduld. Bloss: Seit es nicht klappte und er mir nach wie vor keine der früheren Komplimente macht und mein Bauch noch schwabbelt, bin ich mehr und mehr mit meinem Körper und unserer Beziehung unzufrieden. Und wenn ich ihn frage, wann wir mal wieder zusammen ausgehen, sagt er immer nur „bald“.

  • Nico sagt:

    Spannender Diskurs!
    „Lustigerweise“ geht’s mir/uns gleich wie Simone und Ihrem Partner. Nach Monaten/Jahren der Flaute wurden wieder (erfolgreiche) Annäherungen gestartet, die dann gleich in einer weiteren und so nicht geplanten 3. Schwangerschaft endeten. Und es ist nicht so, dass wir nicht wüssten, wie’s geht, resp. wie das passieren kann… 😉
    Aber das Leben ist ja da, um Herausforderungen anzunehmen. Deshalb plädiere ich hiermit als testosteron-gesteuerter (und dennoch verständnisvoller) Familienvater ebenfalls für das Modell des sich gegenseitig Überwindens, das dann -auch nach Fehlschlägen- zum Erfolg, resp. zur erhofften Befriedigung führen kann. Eine kleine Anmerkung an das weibliche Geschlecht zum Schluss: weist Eure Partner nicht ohne entsprechende offene und verständliche Kommunikation ab. Sonst kann Frau es ihnen wirklich nicht verübeln, wenn Sie sich die Freude UND das Selbstwertgefühl ausserhalb der Beziehung suchen.

    PS:
    Hierbei würde mich interessieren, ob das betroffene Frauen kalkulierend in Kauf nehmen, und eine (fatalistische) Haltung vertreten: „was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss, resp. sauer“?

  • Katharina sagt:

    @Hanna – finde ich sehr schön, was Du sagst. Meine Mutter, Jahrg. 1941, vier Kinder, hat mich durch die Blume auch einmal wissen lassen, dass sich dranbleiben lohnt und man sich als Paar nicht durch einige Flauten – sagen wir während den gröbsten Kleinkinderzeiten – irritieren lassen soll. Mein Freund, dessen Libido sich nach der Geburt unserer Tochter übrigens sehr ähnlich entwickelt oder eben reduziert hat wie meine, sieht das ebenso – eher gelassener als ich. Mich belastet es eher und ich bedaure es, dass dieser Teil des Lebens etwas in den Hintergrund rückt. Dies eben nicht aus mangelnder Lust allein, sondern aus einer komplizierten Mischung aus fast allen obgenannten Gründen (Abgrenzungsbedürfnis, Übermüdung, körperlicher Veränderung… Ausser vielleicht, dass ich Schweizerin bin, lieber Remo – das hat mir bisher nicht merklich im Weg gestanden.)
    Grundsätzlich gehe ich sehr einig mit allen Voten, die zwischen Sex und sogenannter Penetration unterscheiden – ein bisschen Phantasie ist natürlich schon gefragt, wenn sich die Sexulaität während 9 turbulenten Monaten Schwangerschaft, Stillzeit und sogenannter ‚Rückbildung‘ (auf unbestimmte Zeit) einigermassen halten soll.

  • Robert sagt:

    Es macht mich etwas sprachlos, welche Themen hier noch so aufbranden…
    Deshalb noch dies: Die angesprochene Phase der Asexualität bietet auch die Chance, als Paar herauszufinden, was einen ausser Sex sonst noch verbindet. Es mag zwar ein Härtetest sein, wenn man jedoch gemeinsam da wieder rausfindet, wird man sich auch stärker verbunden fühlen in dem Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben.
    Und solche Dinge sind in einer Partnerschaft über die Jahre dann vielleicht auch wichtiger, als ob der Sex funktioniert.

  • MaFi sagt:

    @ Remo:
    Bitte verschon uns mit deinem „Schweizer Frauen haben ein Problem mit dem Sex“. Ich bin ein Mann und habe bisher mit jeder Freundin das Problem gehabt, dass sie mehr Sex als ich wollten.

  • Andreas Mahler sagt:

    Ich erlebte die Entfremdung nach der Geburt des ersten Kindes ebenfalls. Wir haben uns dann dazu entschieden, „hedonistische Inseln“ einzuführen: Bewusst geplante Zeit (in unserem Fall ein Abend pro Woche), in welcher die Partnerschaft und nicht das Eltern sein im Mittelpunkt steht. Das hat uns geholfen, uns wieder stärker als Paar und als Mann-Frau zu sehen. Zeitlich verzögert belebte sich dann unser Sexualleben auch wieder.

  • Mutter sagt:

    Nichts ist für mich schlimmer, als ständig mit dieser ‚Realität‘ konfrontiert zu werden.

    Ich bin zweifache Mutter und wäre sexuell sehr gerne aktiv. Habe ein gesundes Bedürfnis nach körperlicher Liebe – aber mein Mann mag nicht.
    Was dies bei mir als Frau (nicht Mutter!) auslöst, ist schwer zu verdauen.

  • Petra sagt:

    Ein Kind ändert vieles in einer Beziehung, aber nicht alles! Wenn der Sex in der „kinderlosen“ Zeit super war, dann wird es auch nachher so sein. Wenn es schon vorher im Bett nicht gestimmt hat, dann ist sicher nicht zu erwarten, dass es mit dem Kind besser sein wird.
    Nur, man(n) und Frau ¨müssen auch auch etwas tun, um das Sexleben lebendig zu halten. Sicher, 3-4 Mal Sex in der Woche liegt selten mehr drin. Frau oder auch Mann ist müde, die Kinder schlafen unruhig oder man ist einfach nicht in der Stimmung. Aber wenn beide es wollen, dann liegt mehrmals Sex in der Woche drin. Und manchmal ist es auch weniger, so what? Nur, wie macht man das?
    Mein Mann und ich mussten uns halt etwas umstellen. Wo steht geschrieben, dass man immer abends Sex haben muss? Und immer daheim im Ehebett? Flexibilität ist gefragt. Am Wochenende wenn die Kinder am Mittag schlafen? Oder es kommt ein Babysitter und man geht in den Ausgang und dann…Oder vielleicht nimmt die Omit einem mal die Kinder ab, eventuell das ganze Wochenende?
    Es gibt durchaus auch Frauen, die Freude am Sex haben. Es sind nicht nur immer die Männer, die wollen… Es ist doch für eine Frau wunderbar, wenn sie auch noch nach der Geburt von ihrem Mann begehrt wird. Und wenn der Körper der Frau nach der Geburt noch zu sensibel ist,dann gibit es auch andere Wege. Sex besteht nicht nur aus Penetration!
    Sicher, wir Frauen haben keinen Schalter, den man auf „Sex“ stellen kann. Aber mit der Einstellung und dem Willen und v.a. der Vorfreude kann auch eine Frau am Mittag oder sonst wo Sex haben! Und es fällt uns Frauen auch keinen Zacken aus der Krone, wenn Frau mit schönen Dessous dem Mann eine Freude macht, oder‘?
    Mein Mann und ich haben diese Situation immer wieder diskutiert. Klar, es gibt halt mehr Quickis und weniger hemmungslosen Sex, der den ganzen Abend dauert. Nur, wenn man sich liebt, dann findet man auch einen Weg, das Sexleben auch mit Kindern noch spannend, erotisch, und für beide zur Zufriedenheit zu gestalten!

  • Urs Haltiner sagt:

    Danke Frau Althaus für diesen Beitrag. Ihre Schilderungen sind für mich ein weiterer Grund, auf Kinder zu verzichten. Ich bin froh, habe ich als Mann die Verhütung selbst in der Hand …

  • Die Frage „Haben Sie noch Sex – oder schon Kinder?“ ist insofern an und für sich interessant, als sie sich nur in unserer modernen Zeit und in der „modernen“ Welt stellen lässt. Vor hundert Jahren und noch heute in grossen Teilen der Welt wäre die Antwort mit Kopfschütteln verbunden gewesen: „Wie meinen Sie das? Kann und darf ich denn Sex haben, ohne dabei Kinder zu zeugen?“

    Erst seit der Erfindung der Pille vor nicht allzulanger Zeit und seit Präservative wirklich verhütend wirken, ist es möglich geworden, Sex zu haben, ohne dabei Kinder zu kriegen.

    Die allermeisten Eltern haben dieselbe Erfahrung gemacht: nach dem ersten Kind schon ist die Frau verständlicherweise an Ruhe interessiert; da ihr die Natur auch die Säuge-Aufgabe auferlegte, gab sie ihr auch den Instikt der Priorisierung: zuerst muss das Kind überleben, Sex – und auch die Zuneigung – zum Mann – rücken in den Hintergrund. So gesehen, hat uns die natur den Sex und den Spass daran nur gegeben, um uns zu locken; ihr Ziel ist die Fortpflanzung! Wir haben dieses Naturgesetz durch die Verhütung „überrumpelt“, aber in unseren Genen und Trieben ist es tief verankert.

    In anderen Kulturen, wo noch 15 Kinder üblich sind, kann das nur funktionieren, weil der Nachwuchs schnell durch andere Familienmitglieder mitbetreut wird. Es gibt einen Spruch, der lautet: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“. Im modernen Mitteleuropa jedoch ist die Mutter oft ganz auf sich alleine gestellt und 24 Stunden um ein bis zwei Kinder besorgt.

    Das Phänomen also, dass eine junge Mutter ihrem Partner die kalte Schulter zeigt, mag gar nicht aus ihrem Willen heraus entstanden sein, sondern einer natürlichen Verhaltensweise im Interesse des Nachwuchses entsprechen. Glücklicherweise kehrt das Interesse am Mann und an Sex nach einer gewissen zeit – diese zeit ist jedoch entscheidend für die partnerschaft: geht es um Wochen und Monate, oder werden gar Jahre daraus?

    Amor Ben Hamida, geboren 1958 in Medenine (Süd-Tunesien), lebt und arbeitet in Zürich. Er wuchs im Kinderdorf Pestalozzi, Trogen, auf, wo er mit Kindern aus verschiedenen Nationen, Religionen und Sprachen zusammen gelebt und schöne Kindheitserinnerungen behalten hat. Sein Leben wurde durch diese Erfahrung von Toleranz und multikultureller Umgebung geprägt. Er gibt seine Erfahrungen mit Integration in Büchern, Referaten und Lesungen weiter.

    http://www.benhamida.ch

  • Remo sagt:

    Oftmals ein problem der Schweizer Frauen. Wer nach der Schwangerschaft in der Beziehung sexuelle Probleme hat, der hatte sie oftmals schon zuvor. Andere Kulturen haben eine unverklemmtere und unemanzipiertere Einstellung zum Sex. Für viele schweizer Frauen ist es ja schon viel 1 mal die Woche Sex zu haben und das noch ohne Kinder. Da fällt die Lust mit Kinder ja gleich auf null. Man kann während der Schwangerschaft und danach genauso Lustvoll und guten Sex haben wie danach…es liegt nicht an der Frau und nicht am Mann das es klappt sondern an beiden. Das sie sich einbringen und gegenseitig Überraschen und vor allem miteinander reden über Sex. Ort, Zeit, Position…abwechslung macht das Leben kurzweilig!

  • Franz Xaver sagt:

    Da scheinen einige Männlein und Weiblein nicht begriffen zu haben, was Leben eigentlich ist. Mutter ist kein 24h Job, die Kinder müssen auch an eine Nachtruhe gewöhnt werden. Als „Zweierkiste“ braucht es auch nach der Geburt, egal ob erstes, drittes oder x-tes Kind, Termine, die nur dem Ehepaar gehören, auch wenn der Babysitter etwas kosten sollte. Die Ehe muss noch funktionieren, wenn die Kinder ausgeflogen sind, deshalb muss sie auch während der Kleinkinderzeit gepflegt werden. Die Kinder sind „nur“ Gäste, der Ehepartner sollte kein LAP sein, wie heute leider üblich, sondern ein LP, Lebenspartner, vor, während und nach dem Kinderkriegen. Weiterhin viel Spass bei der ehelichen Zweisamkeit, egal, ob sich der Sex auf Penis und Vagina beschränkt oder mehr beinhaltet.

  • Simone sagt:

    Kann hier nicht alle Ansichten teilen! Vorallem bezüglich Frau hat was sie wollte!!! Pha, ich bin mittlerweilen 3-fache Mutter! Das verdanke ich dem letzten und einzigen Mal Sex in zwei Jahren! Soviel zum Thema Tabu – ich schweige es keineswegs tot! Wir hatten keinen Sex mehr, nach zwei Kindern hatten wir einfach andere Prioritäten (SCHLAF/RUHE). Die Lust war entweder nicht da, oder dann nur bei einem und dem anderen nicht. Als dann endlich einmal alles stimmte, war keine Verhütung da (wen wunderts, wenn Verhütung da gewesen wäre, so wäre wahrscheinlich das Verfalldatum abgelaufen…tsss). Und um der Ehe willen, haben wir auf Nebensächlichkeit wie Kondom verzichtet. Wie gesagt, nun bin ich 3-fache Mutter :-)!

    PS: Mein Mann hatte ebensowenig Lust wie ich! Nur um das auch einmal klarzustellen! Wir teilen uns Haushalt, Erziehung, Beruf und Weiterbildungen! Sind also mehr als 1000% ausgelastet!

  • Hanna sagt:

    Was ich nach 24 Jahren Ehe und 4 mittlerweile erwachsenen Kindern zu diesem Thema sagen kann: es lohnt sich, nicht aufzugeben! Die ersten Jahre sind extrem schwierig – vorallem für den Mann, was das Sexleben angeht. Wie schon von anderen gesagt hat man als Mutter oft einfach NULL Lust mehr auf Körperkontakt, im Gegenteil, man will seinen Körper nur noch für sich allein (insbesondere wenn man auch noch stillt). Aber es wird besser und wenn die Kinder mal ein bisschen älter sind, muss man sich wirklich die Freiräume schaffen, um zurück zur sexuellen Zweisamkeit zu finden. Da lohnt es sich auch, mal einen Babysitter zu engagieren (kann ja auch am Nachmittag sein) oder für ein Wochenende zu zweit in einem Hotel abzusteigen (kann auch ganz in der Nähe sein). Wenn die Partnerschaft nicht stimmt, stimmt irgendwann das ganze Familienleben nicht mehr. Mit dem Partner will man – hoffentlich – alt werden, die Kinder ziehen irgendwann – hoffentlich – aus. Männer sind anders als Frauen, das stimmt bestimmt. Wer sich liebt, will dass es dem anderen gut geht und darum müssen wir Frauen uns halt irgendwann einen kleinen „Schupf“ geben. Und plötzlich kommt man wieder auf den Geschmack…

  • Axel sagt:

    Paare, die vor dem Familienzuwachs ein erfülltes – heisst, ein auf Anziehung, Lust, Begierde, Zärtlichkeit, Wildheit, Spontanität und Zügellosigkeit aufgebautes – Sexleben hatten, werden nach der Geburt des/der Kindes/Kinder dazu zurückfinden. Alle anderen, bei denen vorher schon Ödnis vorherrschte, sollten nicht darüber erstaunt sein, dass das Sexleben gleich schlecht geblieben oder noch schlechter wie zuvor geworden ist.

  • Leo sagt:

    Während den Schwangerschaften mangelte es bei uns nie am Sex. Nach den Geburten waren dann aus meiner Sicht die Docks (vor allem die Haut) für geraume Zeit durchgehend belegt. Ich hatte keine Lust da noch zu drängeln. Alles hatte einen eigenen unverwechselbaren Geruch, der unsere Libido eher etwas neutralisierte. Schön waren diese Monate aber immer. Meine Frau hatte sich jeweils, wenn das Kind da war stark verändert. Ich denke, das ist der von der Natur vorgegebene Lauf der Dinge, das ist kein Notstand und auch kein Tabu.

  • Thom Dahinden sagt:

    Noch was @ Megan: So geht es auch Männern oft… nur mit dem Unterschied, dass Frauen dies offensichtlich nonchalent sagen dürfen (mit einem „tja liebe Männer, so ist das halt“), während Männer bei einer ähnlichen Aussage als hoffnungslose Chauvis hingestellt würden. Aber so ist nun mal unsere Gesellschaft mittlerweile – spätestens seit „Sex and the City“: Frauen dürfen ihre Phantasien zunehmend artikulieren und auch ausleben, während Gleiches den Männern zusehends übel genommen und versagt wird.

    Früher war es genau andersrum, und jetzt schlägt das Pendel halt in die andere Richtung aus.

  • Thom Dahinden sagt:

    Ich finde das Thema eigentlich insofern verfehlt, als dass ich nicht „Papi“ bin, und trotzdem schon seit Monaten, wenn nicht Jahren keinen Sex mehr hatte. Und es geht sehr gut ohne.

  • Diana sagt:

    Echt nachvollziehbar, was Lukas sagt. Denke, dass es für den Mann in der Phase „Mutation zum Papi“ eine grosse Umstellung bedeutet, seine Stellung bei seiner Partnerin zu verlieren. Er verliert auch die Priorität des „Number one’s“, die dann oft auswärts gesucht wird…Wahrscheinlich hat man dabei als Mann mehr zu knabbern, als es thematisiert wird. Was Lukas meint, dass es schwierig ist nur Verständnis aufzubringen ist auch klar. Trotzdem, manchmal beneide ich Männer, da sie keine körperlichen Veränderungen nach dem Kinderkriegen bewältigen müssen und bald wieder ins Büro gehen wie wenn nichts gewesen wäre…Zugfahrten, Mittagessen, Erwachsenengespräche, Kaffeepausen…:-) Während Frau den ganzen Tag keinen klaren Gedanken fassen kann. Kenne beide Seiten! Mindestens mir ergeht es tatsächlich so, dass, wenn mal Ruhe, ein Abendessen, eine Zeitschrift lesen oder PC-Arbeiten mich viel mehr „runterfahren“ als es ein Sex-Abend tun könnte. Und wie ebenfalls richtig bemerkt: Wer kann auf Kommando, wenn er noch die „Things to do-Liste“ im Kopf hat, auf Sex umschalten? Na eben, Frau halt nicht…
    Was mir auch auffällt: Die vielen Anforderungen, die Komplexität des Umfeldes wie Schulen, Aufgaben, uvm. landen so ganz nebenbei bei der Frau und Mutter Schönes Wohnen, nett aussehen, das Handy, den PC, die Digitalkamera managen, oft ein „muss für die Mutti. Die Anforderungen gegenüber vielleicht 50 Jahren sind unvergleichbar gestiegen. Irgendwann kann und will man nicht mehr ein Dienstapparat für alle sein.
    Übrigens find ich witzig, merkwürdig, irritierend…dass Männer ihr Sexleben in „wievielmal in“ ausdrücken. Kenn ich so von Frauen nicht. Die beklagen sich über Allgemeines wie mangelnde Aufmerksamkeit, Lieblosigkeit, Verständnislosigkei, Abwesenheit ihrer Männer. Ist das die Rationalität, des Mannes, das unfassbare Thema Sex zu definieren? 🙂
    Ansonsten Kompliment an die Männer, die sich hier Gedanken machen!

  • Diana sagt:

    Echt nachvollziehbar, was Lukas sagt. Denke, dass es für den Mann in der Phase „Mutation zum Papi“ eine grosse Umstellung bedeutet, seine Stellung bei seiner Partnerin zu verlieren. Er verliert auch die Priorität des „Number one’s“, die dann oft auswärts gesucht wird…Wahrscheinlich hat man dabei als Mann mehr zu knabbern, als es thematisiert wird. Was Lukas meint, dass es schwierig ist nur Verständnis aufzubringen ist auch klar. Trotzdem, manchmal beneide ich Männer, da sie keine körperlichen Veränderungen nach dem Kinderkriegen bewältigen müssen und bald wieder ins Büro gehen wie wenn nichts gewesen wäre…Zugfahrten, Mittagessen, Erwachsenengespräche, Kaffeepausen…:-) Während Frau den ganzen Tag keinen klaren Gedanken fassen kann. Kenne beide Seiten! Mindestens mir ergeht es tatsächlich so, dass, wenn mal Ruhe, ein Abendessen, eine Zeitschrift lesen oder PC-Arbeiten mich viel mehr „runterfahren“ als es ein Sex-Abend tun könnte. Und wie ebenfalls richtig bemerkt: Wer kann auf Kommando, wenn er noch die „Things to do-Liste“ im Kopf hat, auf Sex umschalten? Na eben, Frau halt nicht…
    Was mir auch auffällt: Die vielen Anforderungen, die Komplexität des Umfeldes wie Schulen, Aufgaben, uvm. landen so ganz nebenbei bei der Frau und Mutter Schönes Wohnen, nett aussehen, das Handy, den PC, die Digitalkamera managen, oft ein „muss für die Mutti. Die Anforderungen gegenüber vielleicht 50 Jahren sind unvergleichbar gestiegen. Irgendwann kann und will man nicht mehr ein Dienstapparat für alle sein.
    Übrigens find ich witzig, merkwürdig, irritierend…dass Männer ihr Sexleben in „wievielmal in“ ausdrücken. Kenn ich so von Frauen nicht. Die beklagen sich über Allgemeines wie mangelnde Aufmerksamkeit, Lieblosigkeit, Verständnislosigkei, Abwesenheit ihrer Männer. Ist das die Rationalität, des Mannes, das unfassbare Thema Sex zu definieren? 🙂

  • megan sagt:

    vielleicht hat das weniger mit dem kinderkriegen zu tun als viel mehr damit, dass frau das interesse am altbekannten verliert und sich insgeheim schon sex wünscht, aber nicht immer mit dem selben? es ist nämlich auch ein tabu, dass sich frauen auch nach oder mit kindern den wildesten sex wünschen. nur spielt sich der eben vor allem im kopf ab und dabei des öftern nicht mit dem eigenen partner.
    tja, liebe männer, so ist das halt.

  • Lukas sagt:

    Irène hat sicherlich schon auch recht bzgl der Schaffung dieser Freiräume. Das war und ist auch bei uns ab und zu noch ein Thema. Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass Frauen ein“Aufpäppeln“ brauchen. Ist es aber nicht so, dass selbst wenn die angesprochenen Freiräume geschaffen werden können und man als Paar mehr Zeit findet, meist die Frau auch dann nicht unbedingt sich die Kleider vom Leibe reisst und nur an „das eine“ denkt? Man(n) wünscht sich das vielleicht ab und zu, aber in aller Regel braucht es eben etwas Zeit und Atmosphäre. Was ich meinte geht eher in diese Richtung – Kinder aus dem Haus heisst nicht automatisch Frau im Bett (wenn ich das mal so sagen darf). Rückblickend empfand ich diesen Drahtseilakt als sehr schwierig; möglichst liebevoll zu Frau und Kinder zu sein, zu Hause anpacken, Verständnis aufbringen und dennoch wenig Sex. Gut, wenn ich die Grössenordnungen der Häufigkeit im Artikel lese habe ich gar nichts zu beklagen. Mich würde eigentlich auch die eine oder andere Meinung von Frauen interessieren – vielleicht hilft es uns (Männer) diese Prozesse (Geburt und Folgen) besser zu verstehen…

  • Irène sagt:

    Mein P.S. nehme ich zurück und stimme mit Diana im 2. Punkt überein.

  • Irène sagt:

    Nun – vielleicht sollte auch bedacht werden, dass Kinder gebären, stillen, 24h-Service etc.am Körper der Frau zehrt, dass Lust auf Schlaf-nachholen grösser ist als auf Sex, dass die Gelegenheiten für Sex zeitlich sehr eingeschränkt sind, dass das Bedürfnis nach Zärtlichkeit fast zu sehr durch das Kind/die Kinder abgedeckt wird, und Frau sich in einer ruhigen Minute einfach nur Zeit für sich alleine gönnen will – und das hat nichts mit Libido-Verlust zu tun oder damit, dass die Zeugung ja abgeschlossen sei. (Als Mutter von einjährigen Zwillingen weiss ich, wovon ich schreibe)

    Ich gehe mit Lukas überein, dass Sex integraler Bestandteil einer Beziehung ist. Aber es geht nicht nur um Verständnis, Geduld, Gespräche – als wären Frauen emotionale Wracks, die man wieder herstellen muss, sondern um die Schaffung kinderfreier Zeit und die Nutzung dieser zur Pflege der Beziehung Frau-Mann.

    P.S. Weshalb melden sich hier eigentlich nur Männer zu Wort?

  • Diana sagt:

    Na das ist ja typisch mönnliche Interpretation des „Problems“: Frau hat was sie wollte (Kind) und Mann braucht es nicht mehr! Grauslich…
    Bin 4-fache Mutter und kann dazu sagen, dass es 2 Hauptgründe gibt, die das Paar in diese Misere bringt:
    1: Das Körpergefühl der Frau verändert sich nach einer Geburt drastisch, man fühlt sich wie nach einer Kopfamputation. Was man vielleicht körperlich 30 Jahre lang gleich gefühlt und empfunden hat ist nicht mehr da oder anders oder sonst wie. Man braucht dafür Zeit, kommt sich mit seinen Empfindungen fremd vor und muss langsam „erspüren“, wo der Spass neu zu finden ist. Dinge, die einem vorher gefallen haben, sind völlig out und irritierend. Drängt nun der Mann noch oder hält eisern an üblichen Gepflogenheiten fest, beginnen die Missverständnisse. Jede Geburt hat diese Körpergefühle auf ein neues Verändert und als Frau muss man erst wieder zu sich selbst finden, ohne das Gefühl zu haben, der Wolf steht schon auf der Matte…
    Dazu kommt die ungeheure Belastung eines Kleinkindes. Mein komplexer, angesehener und gut bezahlter Beruf hat mich niemals so erschöpt, wie es die ganztägige Betreuung von kleinen Kindern tun kann. Tausend Hände grapschen den ganzen Tag nach Mami und alle wollen auf dem Arm sein und und..kommt nun der Mann am Abend dazu, auch noch das Händchen auszustrecken, ist einfach das Mass des „Gebens“ voll! Kommt der (männliche) Partner in die Situation der Kinderbetreuung, sind die gleichen Anzeichen beim Mann zu sehen…er will nur noch schlafen!
    Fazit: Drängelnde Männer mit dem Anspruch auf Sex helfen keiner Frau sich in der neuen Situation zurechtzufinden. Und Frauen, nehmt euch Auszeiten, denkt an euch und findet raus, was ihr möchtet, egal in welchem Lebensbereich und kommuniziert das auch.
    BE happY!

  • Lukas sagt:

    Finde ich recht spannend! Also etwas von dem gab es bei uns sicherlich auch und ist rein physiologisch wohl auch normal. Da braucht es für eine gewisse Zeit Verständnis von der Seite des Mannes. ABER: Sex dient bekanntlich nicht nur der Zeugung von Kindern und ist ein integraler Bestandteil einer Beziehung. Ich bin aber fast versucht zu sagen, dass es sehr vom Mann abhängt, ob und wie oft es auch nach dem Kinderkriegen dazu kommt. Da braucht es viel Verständnis, Offenheit, Geduld, Gespräch ect. Die ganze Palette, halt. Ich wage zu behaupten dass wenn die Frau spürt dass man(n) SEINE Frau begehrt und schätzt, sehr viele Probleme überwunden werden können. Ist nicht immer einfach, es lohnt sich aber diesen, oft etwas langen, Weg zu gehen. Lohnen nicht nur wegem Sex – aber auch….

  • Aldo Guerrino sagt:

    Habe den erwähnten Beitrag gelesen http://www.annabelle.ch/lieben-leben/partnerschaft-liebe/?newsid=5355

    Der letzte Beitrag darin kommt dem am nächsten was ich selber erlebe. Ein Problem besteht darin, dass sich Frau in ihrer neuen „Form“ akzeptiert die zwangläufig entsteht, wenn man 4 Kinder geboren hat. Da hilft gut zureden meistens nicht weiter weil die Frau unabhängig vom Partner mit ihrem Aussehen nicht mehr zufrieden ist.

    Bezogen auf den erwähnten Artikel ist allerdings auch zu sagen, das hier Sex = Geschlechtsverkehr ist, aber es gibt doch auch noch viele andere Möglichkeiten um sich gegenseitig zu befriedigen, das scheint hier völlig ausgeblendet worden zu sein.

    Die Zeit dazu, die nimmt Frau sich einfach wenn sie will, denn 24 Std. Hotel Mami war noch nie besonders hilfreich, vor allem nicht wenn die lieben Kleinen dann grösser werden und die gewohnheitsbedingten Ansprüche gleich bleiben…

    Was denn Mann betrifft; wir sind ja so einfach zufrieden zu stellen dass Geschlechtsverkehr gar nicht unbedingt nötig wäre. Was aber definitiv nicht verloren gehen darf, ist die (körperliche) Anziehung dem Partner gegenüber, sonst kann man eine „befriedigende“ Beziehung glatt vergessen.

  • Georg sagt:

    Interessantes Thema, muss endlich enttabuisiert werden. Dass Frauen, wenn sie Mütter geworden sind, oft von Sex kaum mehr etwas wissen wollen, ist in unserem Kulturkreis (in anderen nicht) eine Tatsache. Der Mann hat ja seine Pflicht getan und Kinderlein gezeugt, Sex ist jetzt nicht mehr nötig und verkommt allenfalls zur lästigen Pflicht… Und dann wundern sich die sexfeindlichen Hausmütterchen, wenn die Männer den Sex auswärts suchen. Mehr dazu bei Wilhelm Reich, Psychoanalytiker und schonungsloser Kritiker der bürgerlichen Familie.

  • Robert sagt:

    Das THEMA wird leider etwas tabuisiert. Man ist nicht darauf vorbereitet – so ist meine Erfahrung. Man bereitet sich so intensiv auf das Baby vor, aber dass man selbst und die Beziehung auch verändert wird – darauf war ich ganz und gar nicht vorbereitet. Und ich lese noch nicht mal die Annabelle…

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