Mehr Männer in die Kitas!

Praktikaten in der Kleinkindertagesstätte kita4you, Zürich, Kreis 4, 11.9.2014, © Dominique Meienberg

Eine Seltenheit: Männliche Praktikanten in einer Zürcher Kita. (Bild: Dominique Meienberg/TA)

Kinderbetreuung ist Frauensache. So scheint das zumindest in vielen Köpfen verankert zu sein, weshalb es immer wieder die Frauen sind, die sich in Sachen Karriere gefälligst zurückzunehmen haben, sobald die Kinder da sind. Und deshalb trifft man auch in Kitas und Schulhorten höchst selten auf Männer, die sich beruflich um die Kleinen kümmern.

Die Zürcher SP möchte das jetzt zumindest in den städtischen Betreuungseinrichtungen ändern und fordert eine Männerquote: Männer und Frauen sollen zu je mindestens 35 Prozent in solchen Einrichtungen vertreten sein.

Barbara Leimbacher, Leiterin Personalmanagement der Stiftung GFZ, hält es grundsätzlich für eine gute Idee, dass mehr Männer in der Kita arbeiten würden. «Die Frage ist einfach, woher die Männer nehmen, wenn nicht stehlen?» Die GFZ, die 13 Kitas in der Stadt Zürich führt und rund hundert Tagesmütter und -väter beschäftigt, hat insgesamt 27 männliche Angestellte in ihren Kindertagesstätten. Neun davon arbeiten allerdings im Bereich Haushalt und Kochen, der Rest ist im pädagogischen Bereich tätig. «Wir haben zurzeit vier ausgebildete Fachmänner Betreuung Fachrichtung Kinderbetreuung, vier Lernende, acht Mitarbeiter, die ein Praktikum absolvieren und elf Zivildienstleistende», erklärt Leimbacher.

Einer von ihnen ist Felix. Der ausgebildete Fachmann Kinderbetreuung wünscht sich zwar mehr Männer in den Kitas, «auch den Kindern zuliebe», ist aber gegen eine Quote. Hilfreicher wäre es seiner Meinung nach, die Löhne zu verbessern und das Image seines Berufs generell etwas aufzupolieren.

Dass er in der Kita arbeitet, hat in seinem persönlichen Umfeld nie für dumme Sprüche gesorgt. «Ich hatte ursprünglich Schreiner gelernt mit dem Ziel, später in einer Behindertenwerkstätte oder mit Jugendlichen zu arbeiten», sagt er. Deshalb sei es nicht so abwegig gewesen, sich irgendwann spontan für ein Kita-Praktikum zu bewerben. Er bekomme aber sehr wohl mit, dass die Gesellschaft männliche Kleinkind-Erzieher nicht ganz ernst nehme. Oder sie sogar unter Generalverdacht stelle. «Ist gerade wieder irgendein Pädophilie-Fall in den Medien, kommen von den Eltern sofort mehr Fragen zu meiner Person», sagt er. Persönlich nimmt Felix das nicht. «Ich versuche, diese Ängste entgegenzunehmen und sie vor allem ernst zu nehmen», sagt er. Meist sei es dann so, dass die Mütter und Väter nach einer Weile wieder das Gespräch suchen und sich fast dafür entschuldigen würden, dass sie ihm misstraut hätten.

Spezielle Verhaltensregeln für männliche Angestellte kennt die GFZ nicht. «Wir wählen unser gesamtes Personal sehr sorgfältig aus. In der täglichen Arbeit legen wir Wert darauf, dass alle unsere Mitarbeitenden sich an verbindliche Qualitätsstandards, Prozesse und Regeln halten», sagt Leimbacher, «so achten wir etwa darauf, dass niemand ohne Absprache mit einem oder mehreren Kindern allein ist. Das sorgt für einen sicheren Rahmen und schützt sowohl die Kinder, als auch die Fachkräfte vor missbräuchlichen Kontakten.» Gerade skeptische Eltern fühlten sich durch solche Regeln ernst genommen in ihren Befürchtungen.

Felix war besonders zu Beginn seiner Arbeit in der Kita dankbar für diese Regeln. «Skepsis kann einem ja nicht nur von den Eltern, sondern auch innerhalb des Teams entgegengebracht werden», sagt er. «Deshalb war ich anfangs umso glücklicher, dass zum Beispiel beim Wickeln jemand zuschaute und ich sozusagen beweisen konnte, dass ich nichts zu verbergen habe.»

Während die Erwachsenen bisweilen mit Bedenken auf männliche Mitarbeiter reagieren, sieht es bei den Kindern ganz anders aus. Die finden es meist grossartig, wenn ein Mann auf ihre Gruppe kommt. «Ein Mann spielt anders mit Puppen, er erzählt die Kinderbücher anders – das schätzen die Kinder sehr. Ich profitiere sozusagen vom Exotenbonus», sagt er lachend.

Für Leimbacher ist es nur logisch, dass die Kinder so begeistert auf männliche Betreuungspersonen zugehen. «Kinder brauchen beide Geschlechter. Gerade auf die emotionale Entwicklung der Knaben wirkt es sich sehr positiv aus, wenn sie vermehrt auch von Männern betreut werden.» Solange aber die Fachkräfte in der Kinderbetreuung so wenig gesellschaftliche Anerkennung und vergleichsweise tiefe Löhne bekommen, so lange werden ihrer Meinung nach die Männer fernbleiben. «Und zwar nicht nur den Kitas, sondern auch dem Kindergarten und den schulischen Einrichtungen.»

168 Kommentare zu «Mehr Männer in die Kitas!»

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Es ist endlich an der Zeit und dringend notwendig, diese Vorurteile, Ängste und Sorgen abzubauen und sich gegenüber Männern in Betreuungsberufen zu öffnen. Sie sollten die genau gleichen fairen und gerechten Chancen haben, ihren Traumberuf ohne unnötigen Schikanen, Hürden und Hintergedanken zu erlernen und auszuüben. Ich wünsche mir sehr, dass männliche Betreuer in Zukunft normal, selbstverständlich und die Regel statt die Ausnahme sein werden. Dank dem nötigen Vertrauen und der Einsicht, dass männliche Erzieher ein unverzichtbarer Gewinn für Kinder wie Eltern sind, sind wir auf dem richtigen Weg zur ausgeglichenen und ausgewogenen Fremd- bzw. Schulbetreuung – auch ohne Quoten!

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Ich bin Mutter zweier Kinder, die während 1 Jahr bzw. 2 Jahren total begeistert eine „gemischte“ Spielgruppe besuchten. Dass immer mehr Männer in Spielgruppen, Kitas, Kindergärten und Schulen arbeiten und sich um die Jüngsten kümmern, ist toll, eine grosse Bereicherung für alle Kinder und sollte nichts Aussergewöhnliches mehr sein! Gerade Kinder, insbesondere Jungs, die die ersten Lebensjahre vor allem und meistens um weibliche Betreuungspersonen (Mütter, Kita- und Spielgruppen-Leiterinnen, Kindergärtnerinnen sowie Lehrerinnen) sind, profitieren und lernen zusätzlich von den männlichen Betreuern enorm! Dass in einigen erwachsenen Köpfen leider immer noch das falsche Bild des Pädophilen steckt, ist bedauerlich.

  • Manuel Müller sagt:

    Nach dem Blog ‚der Pädophile von nebenan‘ jetzt also der Blog ‚Mehr Männer in Kitas‘. Damit das Thema ‚Männer unter Generalverdacht‘ schön lanciert ist. Kürzlich über diesen Artikel im Tagi gestolpert: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Der-gefallene-Pornoprinz/story/18635365
    Handelt von einem Pornodarsteller, der aufgrund Missbrauchsanschuldigungen über Twitter aus dem Beruf gemobbt wird. Die frühere Mama-Blog-Autorin B. findet das super, dass die Arbeitgeber auf die Anschuldigungen über Social Media ‚kompromisslos‘ reagiert hätten. Was hat das nun mit Kita-angestellten Männern zu tun? Pornodarsteller sind schliesslich per se verdächtige Berufsleute. So wie, äh, Männer in Kitas…

    • kurt denzler sagt:

      schön entlarvt. die vorverurteilung wegen des geschlechts kommt dabei von angeblich so fortschrittlichen feministischen frauen…

  • Ein Mann muß erst beweisen, daß er nicht pädophil ist. Viele würden vermutlich noch so gerne in der KiTa mit Kindern arbeiten, haben aber Angst vor der Anklage irgendeiner hysterischen Mutter oder dem durchgeknallten KESB, was Frauen, dank der Öffentlichkeitsarbeit von „Gleichstellungsbüro für Frauen“ (worin kein einziger Mann arbeitet) und Feminismus-Lobby an den Uni-Hochburgen sowie linker Berufspolitiker, nicht passieren kann, obwohl sexuelle Übergriffe geschlechtsspezifisch zu 50/50 vorkommen.

    Wer aufgrund seines Geschlechts von vornherein unter Generalverdacht steht, dem vergeht der Spaß an der KiTa.

    Carolus Magnus

  • Nora sagt:

    Wir haben zwei junge Männer in der Kita, und sie wurden sofort von allen Eltern akzeptiert. Die Kinder sind happy, denn die Männer gehen mit ihnen in den Wald, braten Würste usw. Unser Kleiner ist begeistert.
    Und die Männer nehmen vieles etwas lockerer („Heute ist er zwei Stufen runtergefallen, ist aber nichts passiert“), das ist erfrischend.
    Es sind ganz normale Jungs, die einfach auch gerne Kinder haben und keinen Bürojob wollen, man muss nicht gleich alles zerreissen. Und dass der Job schlecht bezahlt ist, ist OK, solange ihn Frauen machen…bei Männern ist das natürlich ein No-Go!

    • Manuel Müller sagt:

      nora, ich finde, da haben sie das thema verfehlt, wenn sie kita einfach als schlechtbezahlten und deshalb männerarmen beruf abstempeln wollen. allenfalls ist der beruf für männer zu schlecht bezahlt, weil das risiko, aus dem beruf gemobbt zu werden (stichwort pädo-vorwürfe), riesig ist.

  • Sportpapi sagt:

    „so achten wir etwa darauf, dass niemand ohne Absprache mit einem oder mehreren Kindern allein ist.“ Rechtfertigt das Risiko wirklich diesen logistischen Aufwand (der ja auch bezahlt werden muss)?

    • Hannes Müller sagt:

      Man sagt dem Generalverdacht.

    • Manuel Müller sagt:

      dann müssten ja immer zwei erwachsene mit dem kind aufs wc. oder war da eher gemeint „so achten wir etwa darauf, dass kein Mann mit einem oder mehreren Kindern allein ist.“
      besser könnte man einen generalverdacht wirklich nicht umschreiben.

  • Mimamuh sagt:

    Ich kann nur den Kopf schütteln. Ich arbeite schon viele Jahre als Betreuerin und habe nur positive Erfahrungen gemacht mit Männern im Team. Auch von Seiten der Kindern. Jaaaah, manche Kinder bevorzugen sogar die männliche Bezugsperson in der Kita, im Tagi oder sonst wo. Gerade auch solche denen eine männlich Bezugsperson zuhause fehlt. Aus Sicht der Kinder ist eine männliche Bezugsperson nur ein Gewinn.
    Fakt:
    Was ich erlebe, ist tatsächlich, dass männliche Betreuungspersonen belächelt werden und nicht ernst genommen werden. Halt Schubladen-Denken. Ja, bei manchen trifft es zu. Das Image ist nicht das Beste, leider.
    Und ja, Ihnen wird weniger Vertraut. Ich verstehe das.

  • Hannes Müller sagt:

    Quoten sind Quatsch.

  • angelina sagt:

    am besten aber frauen und noch besser, man bringt das kind erst gar nicht dorthin und zieht es selber gross. ansonsten braucht man keine kinder in die welt zu setzten. aber das ist ja nur meine meinung.

    • Alpöhi sagt:

      Ist leider nicht so einfach. Es geht ja nicht nur um Männer in den Kitas, sondern auch um Männer in Kindsgi, Schule, Pfadi, Sportverein… Suchen Sie sich was aus.

    • Alpöhi sagt:

      Ist leider nicht so einfach. Es geht ja nicht nur um Männer in den Kitas, sondern auch um Männer in Kindsgi, Schule, Pfadi, Sportverein… Suchen Sie sich was aus.

    • Christoph Bögli sagt:

      Kurz gesagt: Der Sinn von Kindern ist also, diese möglichst rund um die Uhr zu bemuttern. Und Ihr Lebenszweck somit genau dieses Bemuttern bzw. einzig für die Kind da zu sein? Ganz schön trist und langweilig..

  • Peter Meier sagt:

    Der Fachmann Kinderbetreuung bringt m.E. etwas Fundamentales auf den Tisch: die Löhne verbessern …
    Es herrscht eine skandalöse pekuniäre (und damit verbunden in weiteren Bereichen eine) Unterbewertung von enorm verantwortungsvollen und wichtigen Berufen: Kinderbetreuung, Kindergärtnerinnen, Pflegefachleute, Gastronomiefachleute, Detailhandelsangestellte, etc. Wer sich um unsere Zukunft (Kinder), Gesundheit, unsere Nahrung kümmert, bekommt wenig.
    Wer hingegen mit Finanzen jongliert, Leute (oft mit Chabis) berät, juristisch tätig ist, ein bisschen doziert oder im Gymnasium was diktiert, bekommt viel.
    Triftigen Grund dafür gibt es eigentlich keinen. Oder? …

  • Louis sagt:

    Für den Beruf eines Kita-Betreuers hätte ich ein genetisches, archetypisches Handicap. Ich bin eher Jäger – als Sammler. Also auch etwas zu ungeduldig.

  • fabian sagt:

    Da würde ich jedem Mann abraten, diesen Beruf zu wählen. Es reicht ein unbegründeter Missbrauchsanwurf einer Mutter oder eines Vaters, und der Beruf muss an den Nagel gehängt werden.

  • Leser sagt:

    Kinderbetreuung im Rekrutenoutfit (Tarnhose).Ja gehts noch?
    Scheint auch nicht weit zu denken diese Betreuer..

    • Hotel Papa sagt:

      Also Männer müssen sein in der KiTa, aber bitte nicht /zu/ männliche?

      • Ulrich sagt:

        Ja, vielleicht läuft der junge Mann immer in solchen Klamotten rum. Ich würde es jedenfalls nicht. Aber als Kita-Betreuer ev. mit Zinnsoldaten die Schlacht bei Waterloo nachspielen. Schon aus historischem Interesse. Das wird den Kindern später im Geschichtsunterricht auch helfen. Jedenfalls kennten sie schon den „Näpi“ …

      • Leser sagt:

        @HP: Öhmm und was ist jetzt männlich daran für jemand anderen zu töten?
        Der Artikel und seine Forderung kommt übrigens nicht von mir…

  • Mike Müller sagt:

    X Hunderttausende Alleierziehende Mütter (Dank Männerfeindlichem Scheidungsrecht sind die Kindern zu 97% bei den Frauen), im Kindergarten und Unterstufe ca 80-90% nur Frauen im Job. Systematische Schlechterstellung von Buben z.B. durch Unterbewertung von „Männlichen Fächer“ z.B. IT und Überbewertung von Mädchen Fächer wie z.B. Französisch. Und wenn ein Mann in einem Kindergarten arbeiten will, steht er permanent unter Generalverdacht.

    • tststs sagt:

      Läck ja, in dieser Welt wollte ich auch nicht leben…

      (Also mindestens in meiner Welt ist „französisch“ genauso Männeraufgabe *fg*)

    • Pat sagt:

      Mike Müller hat ganz recht! Die Feminisierung wird wirklich auf die Spitze getrieben. Heraus kommen verweichlichte effeminierte junge Männer. Aber die wollen die Frauen dann doch nicht zum Partner und geben sich zum Schluss doch lieber Macho-Typen aus fremden Kulturkreisen hin …..

    • Sportpapi sagt:

      Überbewertung von Kommunikation und Sprachfächern. Und das gilt tatsächlich eher als weibliche Stärke.

    • Mike Müller sagt:

      Ich muss immer lachen, wenn Frauen sagen sie setzen sich für Gleichstellung ein. Dabei aber kein Wort über Militärdienst für Frauen, Höheres AHV Alter für Frauen, Männerfeindliches Scheidungsrecht usw usw verlieren. Frauen meinen mit Gleichstellung immer nur höhere Löhne für Frauen alles andere wird nie erwähnt oder gar gefordert… Kein Wunder also nimmt das Gejammer der Frauen kein Mann mehr ernst.

      • 13 sagt:

        Gejammer der Frauen? Ich lese gerade heute: Buuh, wie stehen unter Generalverdacht. Buuh, die Jungs werden von bösen Feministinnen erzogen. Buuh, das unfaire Scheidungsrecht. Buuh, „unsere“ Frauen schlafen mit Ausländern. Nun bringen Sie noch zwei weitere Aspekte rein, was Anlass zum Klagen gibt und die Frauen jammern?
        Und ja, ich bin für die Gleichstellung: beim Lohn, AHV-Alter, MiIlitärdienstabschaffung für beide, im Scheidungsrecht, bei den Karrierechancen und gerne auch Vaterschaftsurlaub, aber warum die Emanzipation der Männer Frauenarbeit sein sollte, verstehe ich nicht ganz.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Der berühmte Arzt und Forscher Re.mo Lar.go hat es so ausgedrückt: „…Die Knaben reifen langsamer, sind weniger sprachbegabt und erzieherisch aufwendiger als die Mädchen. Sie werden heute in der Schule echt benachteiligt. […] Aber das (fehlende männliche Pädagogen) ist nicht das Grundproblem. Von den Jungen verlangt man auf eine Art zu lernen, die ihnen nicht behagt. Sobald die Jungen über praktische Erfahrungen lernen können, sind sie genauso gut wie die Mädchen. Stattdessen wird gepaukt und auswendig gelernt. Mädchen sind viel bereiter, dies zu machen. Es darf aber nicht sein, dass die Pädagogik die Jungen ausgrenzt, weil sie nicht so pflegeleicht sind.“

  • Martin sagt:

    Mein Hirni funktioniert immer noch sehr alt. Ein Mann in einer Kita, das passt fuer mich irgendwie einfach nicht. Ich gebe aber zu, es ist bestimmt falsch, alle unter Generalverdacht zu stellen. Die neue Gemeinde in die wir ziehen werden, will Betreuer einstellen, Tatsache.

  • Martin sagt:

    nur so, in Zuerich ist die Kita Ausbildung strenger geregelt als im Nachbarkanton AG. dh. man kann nicht aus als Quereinsteiger ploetzlich eine Kita eroeffnen und Personal einstellen. eine diesbezuegliche Lehre dauert 3 Jahre. Praktikum 2 Jahre.

  • dres sagt:

    Unser Älterer war in einer Kita, deren Chef plus ein Gruppenleiter Männer sind. Gerade für Väter, welche ihre Kinder regelmässig von der Kita abholen, ist das Gold wert. Das Debriefing ist deutlich kürzer und klarer… 😉 Und wer bei Männern in Kitas wieder nur Probleme sucht ist selber schuld.

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Das ist ja ganz einfach ! Quote einführen !
    Ich bin auch erschrocken, als ich letzhin eine Giesserei und ein Stahlwerk besichtigte. Es scheint immer noch in den Köpfen verankert zu sein, dass das dort Männerarbeit ist.

  • Hans Müller sagt:

    Achso, man will nur Männer in der Kita, damit die Löhne steigen. Tolle Begründung. Ich gehe davon aus, dass die SP, zur Durchsetzung ihrer Quote, kein Problem damit hätte, Männer zwangszurekrutieren. Ich meine, das ist ja nur zum Wohle aller!

  • Markus Meier sagt:

    Also ich würde mich nicht freiwillig in eine derartige Schlangengrube begeben. Die Kinder werden doch von den Heli-Eltern schon derart mit Ängsten geladen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis irgend eine fehlgeleitete Kinderfantasie das Karriereende einläutet.

  • Carolina sagt:

    Wenn man diese Frage mal umdreht, sieht man schnell, dass Frauen in Aussenseiterberufen auch viele Jahre lang kämpfen mussten, um sich durchzusetzen – z.T. mussten sie sich gegen üble Vorurteile und Anfeindungen wehren und so manche gab es auf. Wir alle kennen wahrscheinlich Frauen, die sich auch heute noch über eine gläserne Decke oder andere Benachteilungen beklagen.
    Ein Mann, der in einem ‚typischen Frauenberuf‘ arbeiten will, wird heute auch seine Probleme haben – ich finde es nur ehrlich zuzugeben, dass bei der Abwägung des Nutzen/Risikos für einen solchen Beruf auch einfliesst, dass es Hysterikerinnen gibt, die im schlimmsten Fall die Existenz eines Mannes gefährden.

    • Carolina sagt:

      /2 Ich habe übrigens noch vor ein Jahren in der Schulpflege unserer Gemeinde erlebt, dass ein junger Mann als Kinderbetreuer vor allem von den Frauen sofort als potenzielle Gefahr eingestuft wurde – und zugunsten einer Frau (die mMn einen wesentlich schlechteren Eindruck machte) abgelehnt wurde.

      Es hilft nichts: wir alle müssen unsere eigenen Gedanken hinterfragen; liebgewordene Stereotype, die immer wieder von diversen Medien gepflegt werden, ablegen; und vor allem den Mut haben, wenigstens im Kleinen etwas zu ändern.

      • Hans Hintermeier sagt:

        „Ein Mann, der in einem ‚typischen Frauenberuf‘ arbeiten will, wird heute auch seine Probleme“. Ich würde sagen, die Probleme sind beim Kita-Betreuer von ganz anderer Kategorie/Tragweite:
        Als Lokführerin usw. stehst du auch nicht mit 1 Bein bereits im Gefängnis! Der Preis/Risiko ist bei diesem gesellschaftlichen Klima einfach zu hoch für Männer. Man kann den Pioniergeist der Frauen in Männerberufen deshalb sicherlich nicht mit Männern in Kitas vergleichen.

      • Carolina sagt:

        Das hat Ihnen heute schon mal jemand gesagt, HH: Sie perpetuieren auf exakt dieselbe Weise Ihre persönliche Wahrheit, dass nämlich diese Gefahr überall lauert für Männer wie diejenigen, die Männer unter Generalverdacht stellen. Wie soll sich da jemals etwas ändern? Es braucht eben immer Menschen, die Courage genug haben, die Grenzen zu erweitern – die Ewig-Lamentierer sind das in der Regel nicht. Und mit Ihrer Haltung unterstützen Sie solche Menschen auch nicht, sondern waten immer nur weiter im selben Morast.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Carolina: uns Sie machen unzulässige Vereinfachungen und Vergleiche, unterschlagen wichtige Fakten/Entscheidungsgrundlagen. So kann man sich die Welt auch einfach erklären/ zurechtbiegen! So gleich/einfach, wie Sie das sehen, ist es eben nicht, auch wenn Sie das gerne so sehen wollen.

      • Carolina sagt:

        Hä? Ist das jetzt wieder HH’s übliche Taktik? Alles bis auf die kleinste Nuance herunterbrechen, bis auch der letzte Gutgläubige aufgibt?
        Sie gefallen mir besser, wenn Sie nicht auf dem Anti-Emanzen-Trip sind……

    • Hotel Papa sagt:

      Die Probleme sind nicht vergleichbar. Frau im Männerberuf braucht überdurchschnittliches Durchsetzugnsvermögen. Das kann sie selbst mitbringen.
      Mann im Frauenberuf steht mit einem Bein im Gefängnis. Darauf hat er selbst minimal Einfluss.

  • Lia sagt:

    und sobald Männer in einer KiTa arbeiten, werden sie von entsetzten Eltern davongetrieben, weil für Eltern Männer, die gern mit Kindern arbeiten, ja nur pädophil sein können. Kranke Welt.

  • Lala sagt:

    Schlecht verdienen und dazu noch ständig in Gefahr als Pädophil zu gelten bzw. in Verdacht zu geraten.

    Ahm… Wer soll sich so was bitte freiwillig antun? Um hier einen gescheiten Männeranteil zu erreichen, braucht es nicht eine Quote, es bräuchte Zwangsarbeit ;).

    • Louis sagt:

      Finde ich auch; wie beim Strassenbau, bei der Müllabfuhr oder der Kanalreinigung. Herzlich willkommen Mädels bei den Ratten unter der Erde.
      Weil, es gehört ebenso zu der Hochkultur, dass die ‚Scheisse‘ immer gut abläuft… (Sonst keine Hygiene).
      Logo?

  • Diana sagt:

    Ich geb’s zu, mir fehlt jetzt die Zeit den ganzen Artikel zu lesen (Entschuldigung, Frau Kuster), aber eines will ich hier sagen:
    Meine Tochter hat einen Kindergärtner, also einen Mann, und ja, da war ich anfangs auch ziemlich auf der Hut ABER der ist einfach super, liebt seinen Beruf und macht es auch bestens! Mehr Leute wie er wären wirklich auch für die Kinder eine Bereicherung.
    Meine Kleine hat auch während 3 Monate einen Mann als Betreuer gehabt. Der hat während der Probezeit aufgegeben. Da vertraue ich einfach der Kita (eine sehr gute Kita) sehr. Die schauen schon, und da arbeiten zur Zeit mindestens 2 männliche Betreuuer.
    So viel zu meiner Paranoia zur Thema Pädophilie.

  • Alpöhi sagt:

    Solange die Gesellschaft hysterisch ist, wird sich am Männermangel in den Kitas nichts ändern. Das Problem sind die Eltern. Und ich gebe zu: Ich mache mir auch meine Gedanken, wenn meine Tochter (16) vom Klavierlehrer zur Geburtstagsparty eingeladen wird. Oder wenn frau zum Frauenarzt muss. Oder… finde weitere lustige Beispiele.

    • Widerspenstige sagt:

      Alpöhi, halt! Das Problem sind mitnichten die Eltern! Das Problem wurde zu einem, weil zuviele Betreuende/Erziehende es mit dem Berühren von Kindern zu locker nahmen und deshalb ein Einschreiten und näher Hinsehen zur Pflicht wurde. Aber wie immer bei solchen Dingen, überborden ein paar Leute und reagieren übertrieben. Bitte nicht Ursache und Wirkung einfach munter miteinander vermixen und dann das entstandene Problem um 180° drehen. Es wird sich einpendeln, wie so Vieles diesbezüglich. Es war aber ein Aufruf nötig, gerade aus Frauenrechtskreisen, denn es betraf ja nicht nur Kinder, sondern auch diese selber.

      • Alpöhi sagt:

        WS: „Das Problem sind mitnichten die Eltern… Bitte nicht Ursache und Wirkung vermixen und dann das entstandene Problem um 180° drehen.“

        Also sind die Männer das Problem? Wollten Sie wirklich DAS sagen????

      • Carolina sagt:

        Betreuende/Erziehende nahmen …. es zu locker? Wieviele? Alle? Die Hysterie, die heute herrscht, die Vorverurteilungen und der Generalverdacht, der auf Männern liegt, stammt hauptsächlich von uns, von den Eltern. A hat sehr ehrlich zugegeben, dass auch er diese Gedanken hat, so wie wahrscheinlich die meisten von uns. Aber man sollte eigentlich von uns Erwachsenen erwarten dürfen, dass wir irgendwann mal wieder über Verhältnismässigkeit nachdenken. Und dazu gehört in erster Linie – wie P oben gesagt hat -, dass wir endlich damit anfangen, uns von Gedankengefängnissen wie ‚alle Männer…‘, ‚alle Frauen…‘ zu befreien und uns selber zur Ordnung zu rufen.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Das nennt sich dann Sippenhaftung. Und du würdest dich klar dagegen verwehren, wenn wir dich für das Verhalten einiger wenigen Frauen, mit denen du nichts zu tun hast, verantwortlich machen würden, oder?

      • 13 sagt:

        Es ist wie bei allen anderen Vorurteilen auch (z. Bsp. Ausländer): Schuld sind ein paar Täter, die sich etwas zuschulden kommen lassen, sowie eine Gruppe, die das Bild zementiert, es treffe auf alle zu. Und schon haben wir den Generalverdacht. Das Opfer sind immer die anderen Mitglieder der gleichen Gruppe wie die einzelnen Täter (Männer, Asylanten, Muslime etc.), die unschuldig in die gleiche Schublade gesteckt werden. Traurig wird es dann, wenn man es, wie Alpöhi als Vorteil erkennt und trotzdem daran festhält….

      • Widerspenstige sagt:

        Carolina, ich habe bewusst das Wort ‚zuviele‘ vor Betreuende/Erziehende gesetzt d.h. dass ich damit explizit NICHT alle damit meine. Soweit differenziert schreiben und es auch so lesen ist äusserst wichtig, gerade bei solchen Themen. Und leider ist es so, dass es in den letzten Jahrzehnten viele Berichte über unsittliches Berühren von Kindern gab. Wenn das jetzt verniedlicht werden sollte, dann ist das der falsche Weg. Ansonsten bin ich ganz Ihrer Meinung und es reicht nun mit populistischem Fingerzeig als medialer Aufhänger – von Frauen- wie von Männerseite. Ihr letzter Satz beantwortet gut die Frage an Alpöhi.

      • Alpöhi sagt:

        WS: Ach kommen Sie, Ihre dialektischen Winkelzüge machen es auch nicht besser. Das Problem ist, dass die Gesellschaft (insbesondere die Eltern (und da muss ich mich dazuzählen, ob mir das nun passt oder nicht)) ALLE Männer unter Generalverdacht stellen. Ich habe das nicht erfunden; ich beschreibe es nur…

        Ich für meinen Teil gehe so damit um: Hinsehen, Nachdenken, besonnen sein. Sowohl bei den Betreuern meiner Kinder – als auch _bei_mir_selber_ . Denn hier und da hat mann ja auch mit fremden Kindern zu tun.

      • Carolina sagt:

        Danke, A, für Ihre Ehrlichkeit. Genau das meinte ich….. Wie (fast) immer, fangen wir alle am besten erst mal in unserem eigenen Gärtlein an!

      • tststs sagt:

        „…dass die Gesellschaft (insbesondere die Eltern (und da muss ich mich dazuzählen, ob mir das nun passt oder nicht)) ALLE Männer unter Generalverdacht stellen.“
        Danke Alpöhi, Sie sind der erste hier, der sich getraut zuzugeben: Ja ich bin auch einer von diesen Unterstellern (also wenn ich Ihren Kommentar richtig verstanden habe).
        Nicht so toll finde ich allerdings, dass Sie automatisch davon ausgehen, ein Repräsentant DER Gesellschaft zu sein. (Denn wie gesagt, im Moment sind Sie der einzige, alle anderen scheinen kein Problem damit zu haben, wenn ihr Kind von einem Mann betreut wird.)

  • Pesche sagt:

    Statt über die hinterlistige feministische Weltverschwörung zu jammern, kann Mann auch banale, aber wirksame Zeichen setzen und seine Kinder jede Woche in der Kita abholen. Jede Woche mit ihnen auf den Spielplatz gehen, jedes Mal mit ihnen zum Arzt gehen und auch zum Kindergarten-Basteln. Das bewirkt in den Köpfen der Kleinen und der Grossen etwas, das verändert die Wahrnehmung der Welt und damit die Sicht auf diese Welt. Und irgendwann haben wir dann hoffentlich Buben, die Fachmann Betreuung werden wollen, neben all den Lokführerinnen und Pilotinnen. 🙂

    • tststs sagt:

      Treffer, versenkt!

    • Franz Pfister sagt:

      Und wenn Mann zwischenzeitlich am System Hetze zugrunde geht ist er halt einfach Kollateralschaden? Nein danke, ohne mich!
      Zudem: Ich für meinen Teil jammere nicht. Ich ziehe Konsequenzen die da heissen „Mann arbeite nicht mit Unmündigen wenn du keine Unschuldsbeweise bereit halten kannst“.

    • mila sagt:

      Hört, hört. 😉

    • Sportpapi sagt:

      @Pesche: All das mache ich durchaus auch. Ändert nichts daran, dass ich es mir als Mann eher nicht leisten kann oder will, Fachmann Betreuung zu werden, wenn ich an einem anderen Ort deutlich mehr verdienen kann. Oder in meinem Fall: Weshlab sollte ich auf der Primarsstufe unterrichten, wenn es für den gleichen Unterricht auf der Gymnasialstufe viel(!) mehr Geld gibt?

    • Georges sagt:

      @Pesche: Ich habe in meiner Freizeit mit unseren Kindern immer viel unternommen. Draussen Fussball u.a. gespielt, in die wilde Natur gegangen, gar mit dem Chemiekasten Experimente gemacht, Vorgelesen, am Computer herumgespielt, Plakte gemalt usw. – Nur, Fachmann Betreuung wäre nicht mein Ding gewesen. Man sollte sich auch seiner Talente bewusst sein. Aber warum nicht, wenn sich genug Männer dafür finden lassen …

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    warum soll ein mann sowas machen? ein weiterer schritt in richtung verweiblichung des starken geschlechts.

  • Franz Pfister sagt:

    Ich persönlich kann mir vorstellen in dem Beruf zu arbeiten wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:
    1. Das Salär muss es erlauben meine Familie anständig zu versorgen.
    2. Alles was rund um mich geschieht wird in Bild und Ton dokumentiert. Ich habe keine Lust auf besorgte (hetzende) Eltern, Mitarbeiter und Behörden bzw. Politiker.

    Filmtipp: Die Jagd (Thomas Vinterberg, 2012)

    • Sportpapi sagt:

      Filmtipp: Verdacht.

      • tststs sagt:

        Da würde ich noch Under Suspicion ins Rennen schicken…
        @ Hr.Pfister: Das ewige Dilemma: Sicherheit vs. Überwachung…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ich wundere mich ja immer, wieso eigentlich alle glauben, diese Überwachung sei gratis zu haben. Wenn der Arzt schreibt, es nehme bei heiklen Geschichten immer die Assistentin dazu, der Lehrer bei jedem Gespräch eine Zweitperson braucht, die Betreuer nicht mehr allein wickeln dürfen, etc., dann ist das unproduktive Arbeitszeit, und die kostet.

  • Markus sagt:

    Auch würde meinen Söhnen sehr davon abraten einen solchen Job zu erlernen. So offen sich Frau Kuster hier gibt, die Realität sieht doch völlig anders aus. Als Mann stehe ich doch bereits unter Generalverdacht, wenn ich mich nur schon für so einen Job interessiere. Und die internen KITA-Regeln unterstützen diesen Generalverdacht noch zusätzlich. So darf ein männlicher Mitarbeiter in der Regel die Kinder nicht alleine Wickeln oder beim Gang auf die Toilette begleiten. Wenn die Mitarbeiterin ein weinendes Kind tröstet in den Arm nimmt ist es kein Problem, wehe es macht der Mitarbeiter.

    • tststs sagt:

      „Als Mann stehe ich doch bereits unter Generalverdacht“
      Bei wem? Bei Ihnen selbst?
      Ich will ja gar nicht in Abrede stellen, dass es solche hysterischen Eltern (Mamis und Papis) gibt; aber dies ist IMHO kaum die Mehrheit, wenn überhaupt eine nennenswerte Minderheit.
      Aber vllt irre ich mich wirklich gewaltig in diesem Punkt. Machen wir doch eine informelle Umfrage hier drin: Wer würde seine Kinder von Männern betreuen lassen und wer nicht?

      • Carolina sagt:

        Ts, ich beschreibe unten, was ich noch vor ein paar Jahren auf einer Schulpflegesitzung erlebt habe. So ganz übel nehmen kann ich es keinem Mann, wenn er diesen Eindruck hat und sich lieber für etwas anderes entscheidet. Nicht jedem ist es gegeben, zu kämpfen – das ist ja bei Frauen, die in ‚Männerberufen‘ arbeiten, auch nicht anders.
        Statt uns über diese Leute aufzuregen, sollten wir uns alle wohl lieber fragen, welchen Anteil wir an diesen Haltungen haben.
        Und, tut mir leid, dass ich das sagen muss: aber im privaten Kreis ist eben auch so mancher Lehrer (männlich und weiblich) nicht so politisch korrekt, wie Sie sich das vielleicht wünschen.

      • mira sagt:

        In der Kita meiner Tochter gab es mal 2 Praktikanten. Meine Tochter mochte sie sehr gerne und mir waren sie auch sympathisch. Ich hätte also keine Probleme damit.

    • OLT sagt:

      Also das ist bei uns in der Kita überhaupt nicht so. Der männliche Lehrling macht genau das, was die weiblichen Lehrlinge auch tun. Meine Kinder mögen ihn sehr, und wir finden es super, dass dieser Frauentrupp auch mal noch einen Mann dabei hat. Er spielt halt anders als die Frauen.

  • 13 sagt:

    Quoten sind unsinnig, wenn es schlicht nicht genug Männer hat. Aber wünschenswert wäre es. In unserer Kita war gerade ein junger Mann zwei Wochen schnuppern. So strahlend habe ich meinen Sohn selten abgeholt, auch wenn es ihm auch sonst sehr gut gefällt. Er hat nur noch geschwärmt. Gleiches war bei meiner Tochter, als sie ein Jahr lang einen männlichen Schwimmlehrer hatte. Die Kinder haben ihn geliebt. Wäre schön, wenn es mehr hätte.

    • Sportpapi sagt:

      Ich war Sportlehrer auf der Primarstufe und habe das gleiche erlebt. Aber stimmt, man kann keine Quoten erfüllen, wenn es zu wenig Bewerber gibt. Vor allem, wenn es vor allem auch wegen Prestige/Einkommen zu wenige gibt. Hier wäre der Hebel. (und natürlich werden nun einige einwenden, Frauen arbeiten auch für das Geld – aber das ist vermutlich wirklich auch einem veralteten (?) Rollenbild geschuldet – jedenfalls kann man damit kaum eine Famile ernähren).

      • tststs sagt:

        „und natürlich werden nun einige einwenden, Frauen arbeiten auch für das Geld“ äch, ich bin auch versucht, jetzt daraus einen Strick zu drehen… aber ehrlich, in diesem Fall sollte man einfach die Hand auf- und die Klappe zuhalten 😉

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: gemeint war: arbeiten auch für so wenig Geld. Ansonsten verstehe ich Ihren Strick gerade nicht. Erklären Sie.

      • tststs sagt:

        So ähnlich meinte ich es auch, so im Stil von „Wieso soll es jetzt mehr Geld geben? Die Frauen haben es auch für weniger gemacht? So ein Sexismus…“
        Aber eben, das wäre IMHO päpstlicher als der Papst, deshalb: Mund halten und Hand auf für die Lohnerhöhung 😉

      • Sportpapi sagt:

        Welche Lohnerhöhung? Es wird doch jetzt gespart, da ist gar kein Platz dafür.
        In Zürich wurden jetzt offenbar Kindergärtner ohne Ausbildung angestellt, weil man zu wenig Lehrpersonen hat. Und das Problem wird sich noch verschärfen (und ist in anderen Kantonen noch akuter). Weshalb da bürgerliche Politiker nicht auf den Mark hören und den Lohn erhöhen ist mir ein Rätsel – stattdessen soll ja vielerorts bei den Lehrpersonen weiter gespart werden…

      • Sportpapi sagt:

        Mark heisst natürlich Markt. In Zeiten von Lehrermangel müsste man ja konsequenterweise die Anstellungsbedingungen verbessern und nicht das Gefühl haben, man könne noch über 13 Wochen Ferien lästern…

      • tststs sagt:

        So wohl im Blog als auch in den Kommentare kommte der Gedanke vor, ob höhere Löhne den Beruf für Männer attraktiver machen würde… Und ich gehe davon aus, dass wenn die Löhne erhöht würden, dass dann auch die Löhne der weiblichen Angestellten steigen würden… aber ja, ist natürlich an der momentanen Realität vorbeigezogen 😉

      • 13 sagt:

        Sie haben recht, SP. Und vielleicht sollte man eher darüber reden, als einen Generalverdacht vorzuschieben (ich sage nicht, dass es keinen gibt und das kein Problem darstellt, aber behaupte, die Arbeitsbedingungen sind ausschlaggebender). Aber wenn man das tut, wird man zugeben müssen, dass typische Frauenberufe halt immer noch lohnmässig sehr tief gehalten werden und ein guter Teil der Lohnungleichheit daher kommt, auch wenn vielen Männern die Opferposition besser gefällt…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich glaube nicht, dass „Frauenjob“ bewusst lohnmässig tiefgehalten werden. Sondern dass für schlecht(er) bezahlte Jobs sich meist nur Frauen melden, weil sie das EInkommen nicht so hoch gewichten, sondern einer Berufung nachkommen. (Berufswunsch: „etwas mit Kindern…“). Dafür kommen dann andere Prioritäten: Gerne jüngere Kinder (mehr Pädagogik als Stoffvermittlung?), gerne in einem Umfeld, in dem Teilzeitarbeit die Regel, nicht die Ausnahme ist und die unterrichtsfreie Zeit den Ferien der Kinder entspricht, usw.

      • Hotel Papa sagt:

        Stimmt mit der Lohndiskriminierung in den typischen Frauenberufen.
        Und warum kann sich so etwas halten? U.a. weil Frau nicht Haupternährerin sein muss. Sie kann, wenn sie in einem lukrativen Beruf arbeitet. Aber es wird nicht zur Voraussetzung gemacht, um eine Lebensbeziehung einzugehen.
        Dieses Privileg haben Männer nach wie vor nicht. Ob bewusst oder unbewusst, die Ertragskraft ist ein Hauptargument bei der weiblichen Partnerwahl, nach wie vor.
        Frau verbrämt das dann gern mit schönen Worten wie : „Ich will einen, der mit beiden Beinen im Leben steht.“
        Heisst am Schluss das Gleiche.

      • 13 sagt:

        @ HP
        Es scheint mir aber eine Wechselwirkung zu sein. Ich höre das von keine Frau, die einen existenzsichernden Job hat. Im Gegensatz kenne ich einige Paare, wo er viel weniger verdient als sie, aber diese Frauen arbeiten eben allesamt in Jobs, mit denen sie auch Hauptverdienerin sein könnten. Solange nun in den typischen Frauenberufen gar kein solcher Lohn erzielt werden kann, wird sich eine Frau mit Kinderwunsch logischerweise einen Partner suchen, der den Wunsch auch finanziell erfüllen kann, denn selber kann sie es nicht.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Auch hier die Wechselwirkung: arbeitet die Frau in einer Branche, mit der sie maximal einen Zuverdienst zum Familieneinkommen beitragen kann und nicht einen substantiellen Teil, verteilt das Paar logischerweise die Aufgaben so, dass sie dem Mann den Rücken freihält. Als Zuverdienerin sind dann die Prioritäten an den Job anders, er soll v.a. mit der Familie vereinbar sein….wie oft haben Sie den Satz: „Ist ja logisch, dass ich zurückstecken musste, mein Mann verdient viel mehr, das würde sich ja nicht rentieren“ gehört? Eben.

      • Hotel Papa sagt:

        „könnten“. Sind sie es auch? IDR heiraten doch auch Frauen in diesen Positionen „nach oben“. Die anderen Fälle, die Du erwähnst, sind doch Ausnahmen, stimmts?
        Wie gesagt: Ob bewusst, oder unbewusst: das Kriterium bleibt.
        Und dem Alleingebliebenen kanns Wurscht sein, ob er verschmäht wurde, weils konkret nicht gereicht hätte, oder weil ein archaischer Auswahlmechanismus halt doch noch in der überwiegenden Mehrzahl wirkt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Berufswahl erfolgt meist in einem Alter, in dem der spätere Partner noch weit und breit nirgends ist. Das ist also kein Argument. Und wie HP sagt: Die meisten gut ausgebildeten/verdienenden Frauen haben auch einen entsprechenden Partner. Wobei es sicher Ausnahmen gibt.

      • 13 sagt:

        Sind es wirklich Ausnahmen? In meinem engsten Freundeskreis sieht es zur Zeit so aus:
        1 Frau verdient massiv weniger als ihr Mann
        3 Frauen verdienen auf 100% gerechnet mehr als ihr Partner, davon arbeiten zwei auch ein grösseres Pensum als er, eine arbeitet trotzdem 20% weniger als ihr Mann.
        1 Frau verdient gleichviel, arbeitet aber auch ein kleineres Pensum.

        Klar, ist das nicht repräsentativ, aber sooooo „normal“ scheint das mir in meiner Generation (Jg 1981) nicht mehr sein, dass der Mann der Hauptverdiener ist.

        Aber eben nur die erste arbeitet in einem typischen Frauenberuf…die anderen 4 in Berufen mit rund 50% Frauenanteil.

      • 13 sagt:

        Nachtrag: in meinem Geschäft sind wir auch zu dritt auf der gleichen Position (zwei Frauen, ein Mann, alle 30-35 Jahre alt): Ich verdiene einiges mehr als mein Mann, die anderen zwei haben Partner, die gleichviel verdienen…also auch hier, nicht wirklich das „Frau orientiert sich gegen oben, Mann gegen unten“, und auch hier: kein typischer Frauenberuf, bei diesen sähe das anders aus…

      • Sportpapi sagt:

        @13: In meinem Bekanntenkreis kenne ich kein einziges Elternpaar, bei dem sie mehr arbeitet als er. Auch wenn das in einigen Fällen durchaus auch möglich oder sogar finanziell sinnvoll gewesen wäre. Aber: er möchte nicht so viel reduzieren, sie nicht so viel auswärts arbeiten. Mag sein, dass das ändert, wen die Kinder dann mal älter sind.

      • 13 sagt:

        Das ist interessant…ob sich doch Gleiches gerne zum Gleichen gesellt? Wer weis….;-)

    • Valentina sagt:

      @Sportpapi: Sobald mehr Frauen in einem Beruf nachziehen, gehen viele Männer. Einerseits, weil der Beruf mit der Zeit an Prestige verliert, und andererseits, weil die Löhne sinken. Das Prestige geht, weil viele Menschen immer noch meinen, dass, wenn eine Frau den Beruf ausüben kann, er nicht so anspruchsvoll ist. Darüberhinaus können manche Männer nicht mehr erzählen, wie schwierig alles im Job ist und wie wichtig man selber in genau dieser Position ist. Und die Löhne sinken, weil viele Frauen besonders hier in der Schweiz Hemmungen haben, beim Arbeitgeber den gleichen Lohn wie Männer zu fordern, obwohl sie es könnten.

      • Sportpapi sagt:

        @Valentina: Ich habe das Problem gerade vor kurzem von einer anderen Seite geschildert erhalten. Jedenfalls ist es ja bei den Lehrern nicht so, dass die Primarschullehrer oder Kindergärtnerinnen heute weniger verdienen als früher. DAS erklärt den Ausstieg der Männer nicht. Hingegen steigt das Bewusstsein an, dass die Lohnunterschiede der verschiedenen Schulstufen nur schwer zu rechtfertigen sind. Und deshalb kommt es heute zu Lohnklagen. Allerdings gibt es halt doch noch viele Frauen, die sich für wenig Geld anstellen lassen. Weil sie es halt sonst irgendwie toll finden (Berufung!). Leider machen sie so den Markt kaputt.

  • Kurt Oertli sagt:

    Das wäre sicher wünschenswert, aber ein Hochrisiko-Spiel. Wenn ein falsches Gerücht in die Welt gesetzt wird, bleibt am Mann immer etwas hängen. Verantwortlich dafür ist jener Teil unter den Feministinnen, die im Mann ein Feindbild zu erkennen glauben.

    • tststs sagt:

      Nein, es sind immer Individuen, die für einen solchen Schaden verantwortlich sind. Und solche Falschbeschuldigungen haben so gut wie gar nichts mit der gesellschaftlichen, politischen oder moralischen Einstellung zu tun…

  • Rahel sagt:

    Schade, dass Maenner unter Generalverdacht stehen. Kenne auch Eltern, die es gar nicht gerne sahen, dass es einen Betreuer hatte im Tagesheim. Dabei waere es extrem wichtig fuer die Kinder nich nur Frauen um sich zu haben im Alltag. Sie brauchen auch maennliche Vorbilder. Aus der Erfahrung mit meinen Kindern kann ich sagen, dass die wenigen Maenner/ Jugendlichen, die sie in der Betreuung antrafen immer heiss geliebt, verehrt und geschaetzt wurden.

    • tommaso sagt:

      Es ist nicht schade, es hat System. Es ist das Spiegelbild der – gewollten und geförderten – Benachteiligung der Jungs in der Primarschulstufe…

      • Hans Hintermeier sagt:

        Es ist auch das Resultat einer einseitigen feministischen Sicht der Dinge vor allem in den Medien, indem die Männer z.B. ständig als Verg.ewa.ltiger, ag.gres.siv und gefährlich usw. dargestellt werden. Ich habe bereits einige Frauen getroffen, die grosse Angst vor Männern haben und deshalb z.B. wollen, dass die Eingangstüre zu den Büros abgeschlossen wird, weil sie Angst haben ve.erge.waltigt zu werden. Gefördert wird diese Hys.terie z.B. durch Kampagnen „Yes means Yes“ wo jeder Mann a priori ein Ve.rgew.altiger ist.

      • tststs sagt:

        Läck ehrlich… DAS ist der einzige Grund?!
        Es gab eine Zeit, da war der Beruf eines Erziehers mit gutem Geld und einigem Prestige verbunden, da war der Beruf fest in Männerhand…

        Und manchmal frage ich mich schon, wie viele von diesen „ich kenne jemanden“ Geschichten wahr sind….

      • tommaso sagt:

        Du verstehst aber schon, dass ich keine Namen nenne, oder…?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tststs: Bin beruflich und privat gut vernetzt und habe einiges an Lebenserfahrung! Noch ein interessanter Artikel für Sie: http://derstandard.at/2000009679375/Dunkelmaenner-Pfefferspray-und-seltsame-Gesellinnen

      • 13 sagt:

        Und genau damit wird das zu 100% wahr, was tststs oben geschrieben hat: zuerst Männern abraten in der Kita zu arbeiten oder einen ähnlich gelagerten Beruf zu erlernen und dann jammern, dass die Frauen (Kitabetreuerinnen, Kindergärtnerinnen, Primarschullehrerinnen) die Jungs benachteiligen und nicht zu „Männern“ erziehen….

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das löst aber das Problem nicht. Wenn unsere Kindergärtnerin keine Väter zum Schwimmen mitnehmen will (liegt ja auf der Hand, denn die Kinder müssen sich umziehen…), dann wird sie wohl schon gar keine Freude haben, wenn die Kindergartenlehrperson im Nebenzimmer ein Mann ist. Und es gibt durchaus Eltern, die das ähnlich sehen. Nur glaube ich nicht, dass sie in der Mehrheit sind. Leider aber gehen viele Leute heute Konflikten lieber aus dem Weg, statt die Diskussion mal ernsthaft zu führen. Aber dass es den Kindern vielfach gut tun würde, auch mal mehr Männer in ihrem Alltag anzutreffen, das ist für mich klar.

      • tststs sagt:

        Was wollen Sie mir mit diesem Zeitungsausschnitt sagen, Herr Hintermeier? Dass eine Spinnerin reicht, um das ganze weibliche Geschlecht zu diskreditieren?!?
        Ernsthaft?!?
        Sorry, Sie sind genau, wie diese hysterischen Eltern, die Männer unter Pädo-Generalverdacht stellen!
        Und das von mir aus mit jahrelanger beruflicher und privater Erfahrung.

        @SP: Ich glaub eben auch, es ist ein verschwindend geringer Teil, der tatsächlich solche Gedanken hegt und deshalb keine Männer in der Kinderbetreuung will. Die erdrückende Mehrheit findet, wie Sie und ich, dass Männer (resp. ein ausgeglichenes Verhältnis) gut wären.

      • Franz Pfister sagt:

        @Sportpapi:
        Mütter dürfen aber mitgehen und den Kindern beim Umziehen zusehen? Auch den ihnen fremden Jungs? Dürfen Sie evtl. sogar noch helfend Hand anlegen?
        Wenn ja, würde ich dieser Kindergärtnerin den Kopf mal gehörig waschen!

      • Sportpapi sagt:

        So ist es, Herr Pfister. Und übrigens finden das auch manche Väter…

      • 13 sagt:

        @ SP
        „Leider aber gehen viele Leute heute Konflikten lieber aus dem Weg, statt die Diskussion mal ernsthaft zu führen. “

        Richtig, aber damit sagen Sie ja gerade, dass das Problem genauso angegangen werden MUSS! Es braucht, wie bei allem Vorreiter, Eltern die sich gegen diese Ungleichbehandlung wehren. Und wo ist da die Schulleitung?

        PS: wie geschrieben, hatten wir in der Schwimmschule einen Schwimmlehrer, der natürlich auch die Kinder berühren musste, um ihnen die Haltung zu zeigen. Er war sehr beliebt, bei den Kindern und den Eltern. Ich weiss nicht, ob das wirklich für viele ein solches Problem ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn der Schwimmlehrer mit in die Garderobe geht, könnte es zu einem Problem werden.
        Zum anderen: Ich habe das gerade diese Woche wieder erlebt mit dem Rechtsdienst meines Arbeitgebers. Da werden weitgehende Weisungen erlassen mit dem Hinweis, jegliches Reputationsrisiko zu beseitigen. Es reicht nur schon die Gefahr, dass sich alle paar Jahre eine/r gestört fühlt und vielleicht mal ein Verfahren einreicht (aussichtlos, aber trotzdem).

      • mila sagt:

        Wichtiger Punkt aus meiner Sicht: es sind nicht (primär) hysterische Mütter, die Männer in Erziehungsberufen hinterfragen, sondern (allgemein) hysterische Eltern. Genauso wie es die (Jung-)Väter von Töchtern sind, die (mehr oder weniger durchs Band!) sagen, dass sie ihre Töchter im Teenageralter in die Klosterschule sperren wollen… Kein Witz! Von einer Mutter habe ich einen solchen Spruch noch nie gehört, mir käme er nie in den Sinn. Aber die mittlerweile gehörte ‚Häufung‘ gibt mir doch zu denken – und zwar hinsichtlich des Geschlechts-Selbstbilds von (anderen) Männern.

      • mila sagt:

        Die Frauen, die hinter jedem Mann einen potentiellen Vergewaltiger vermuten, scheinen mir hingegen eine ‚aussterbende‘ Masse zu sein – falls es sie als ‚breite‘ Masse abseits von Emma-Kolumnen und radikal-feministischen Publikationen tatsächlich je gegeben hat. Im normalen Alltag.

      • Sportpapi sagt:

        „Die Frauen, die hinter jedem Mann einen potentiellen Vergewaltiger vermuten, scheinen mir hingegen eine ‚aussterbende‘ Masse zu sein“. Das stimmt. Trotzdem wird ständig zur Wachsamkeit aufgerufen, trotzdem fühlt man sich genötigt, bei einem männlichen Erzieher genauer hinzuschauen (wie hier einige beschreiben, obwohl ihr Grundtenor positiv ist), trotzdem gibt es sofort Ängste genau in die Richtung, sobald das Kind mal ein paar Minuten überfällig ist (wie hier letztens wieder beschrieben). Die Eltern nennen es dann selber irrational, aber können es nicht ändern und werden so natürlich selbst zum Teil des Problems.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Da es sich um ein kleines Privatbad handelt, gab es eh nur zwei Garderoben: eine für Männer und eine für Frauen. War aber nie ein Problem. Allerdings war das nicht von der Schule aus, sondern privat, so dass die Eltern eh da waren. Wenn es in der Schule ein Problem ist, sollte es wenn schon auch bei Frauen eins sein, wobei ich denke, dass das ganz einfach gelöst werden könnte, indem man erst ab der 1. Klasse schwimmen gehen würde, wenn sich alle Kinder alleine duschen und anziehen könnten.

      • mila sagt:

        „Die Eltern nennen es dann selber irrational, aber können es nicht ändern und werden so natürlich selbst zum Teil des Problems.“ – Da haben Sie völlig Recht, SP. Carolina hat weiter unten schon ausgeführt, dass wir insofern – als Eltern wie Individuen – selbst in der Pflicht sind. So etwas wie ‚gesellschaftliche Verantwortung‘ gibt es nämlich nicht, diese tragen ausschliesslich die einzelnen Mitglieder einer Gesellschaft.

        Für meinen Teil kann ich sagen: Hätte ich ein Problem damit, dass ein Kita-Angestellter mein Kind wickelt? Jein, allerdings kein grösseres, als wenn es eine Kita-Angestellte täte… Und das noch nicht einmal wegen Missbrauchsbedenken.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ja, so könnte man es lösen. Allerdings investiert die Schule bewusst und freiwillig viel Geld in diesen Schwimmunterricht in der Vorschule, um frühzeitige Wassergewöhnung zu erreichen, um dann einigermassen gute Voraussetzungen für den „richtigen“ Schwimmunterricht zu haben. So etwas ist eigentlich sehr lobenswert.

      • mila sagt:

        Sondern weil ich selbst ein Mensch bin, für den die körperliche Sphäre ‚heilig‘ ist und ich nur im Ernst- oder Notfall bereit bin, sie durch andere und insbesondere Fremde (beispielsweise Ärzte) ‚übertreten‘ zu lassen. Und damit meine ich noch nicht einmal nur den sogenannt spezifischen ‚Intimbereich‘. So unterschiedlich sind wir Menschen eben, und ein Stückweit ist das auch legitim. Solange es nicht zu (pauschal-)diskriminierenden Vor-Annahmen und Unterstellungen führt.

      • mila sagt:

        Würde mir ein Kind davon berichten, dass es von jemandem (Mann oder Frau) ‚komisch‘ angefasst wurde, würde ich selbstredend nachhaken, also die Äusserung als solche ernst nehmen (und nicht unter den Tisch kehren). Und in jedem Fall das Gespräch mit dieser Person suchen. Ich würde es jedoch vermeiden (wollen), mich vorab in eine paranoia-artige Misstrauensstimmung hineinzusteigern. Aber vielleicht ist das – je nach Gehalt dessen, was ein Kind sagt – vorab leichter gesagt, als in der konkreten Situation umgesetzt. Doch demonstriert es genau, weshalb die Pflicht beim Einzelnen liegt, und nicht an ‚die Gesellschaft‘ delegiert werden kann.

      • mila sagt:

        Ausser man will sich die eigene Paranoia bequemerweise glatt-reden.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        „So etwas ist eigentlich sehr lobenswert.“

        Darüber lässt sich streiten. Ich bin der Meinung, es gäbe viel wichtigeres, ist aber ein anderes Thema 😉

    • fabian sagt:

      ich kenne selbst einen kita-betreuer, ganz junger bursche, der mit solchen vorwürfen aus der kita gemobbt wurde. ein paar eltern hats nicht gepasst, dass da ein mann kinder betreute, und von da an dauerte es nicht mehr lange, bis er von selbst das weite suchte, oder suchen musste, je nach quelle.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Als Mann hat man es im Beruf dann aber aus weiteren Gründen auch nicht einfach: die Kolleginnen denken sicherlich, dass er mehr verdient, weil er ein Mann ist, überhaupt hat er anderen Frauen aufgrund seines männlichen Geschlechtes den Job weggeschnappt (kenne eine Kita-Betreuerin, die hat lange einen Job gesucht!). Ich habe mehrere Freunde, die in sozialen Berufen tätig sind und deshalb praktisch nur mit Frauen arbeiten: dies sei von der Teamdynamik her sehr schwierig: „ständig wird schlecht über andere gesprochen, gemeinsame geheime Absprachen unter „besten Freundinnen“ seien gang und gäbe, als Mann werde man nie richtig ins Team integriert…

    • Ich würde alle Männer warnen vor diesem Beruf. Heut zu Tage. Wehe, ein Kind meint, Mann hätte es hier oder da berührt- schwups ist Mann Job, Ruf und Ehre los. Ein Minenfeld, wie ich mitbekommen habe.

      • tommaso sagt:

        Kann ich nur unterstützen, kenne auch so einen Fall… Ich würde meinen Jungs auf jeden Fall abraten, in einer Kita zu arbeiten.

      • tststs sagt:

        Aber nachher wieder im Chörli jammern, dass männliche Bezugpersonen fehlen, die Jungs in der Schule verweiblicht werden und sowieso das ganze Tschendergschmäus…

      • Jeanette Kuster sagt:

        „Ein Kind meint, Mann hätte es berührt“ -das finde ich eine ziemlich seltsame Formulierung. In der Regel haben wir Erwachsenen solche Ängste und verdächtigen dadurch womöglich einen Unschuldigen. Wenn aber ein Kind so etwas erzählt, dann wohl nicht ohne Grund.

      • Sportpapi sagt:

        @JK: Es ist unglaublich schwierig, von einem Kleinkind klare Aussagen zu erhalten. Meistens stellt man Fragen, die dann mit ja/nein beantwortet werden können. Und zumindest mein 4jähriger erzählt da manchmal abenteuerliche Geschichten.

      • Martin Frey sagt:

        „Wenn aber ein Kind so etwas erzählt, dann wohl nicht ohne Grund.“
        Das stimmt so natürlich nicht, Fr. Kuster. Bekanntermassen sind Kindern bis ins Schulalter sehr stark manipulierbar, haben daher oft Mühe Fantasie von Realität sowie Eingeflüstertem zu trennen.

      • Alpöhi sagt:

        Mein Neffe wollte Kleinkindererzieher werden. Ich musste ihm dringend abraten. Viel zu gefährlich.

      • 13 sagt:

        @ Alpöhi/tomasso
        Ach, wenn sich die Frauen davon hätten entmutigen lassen, hätten wir heute weder Ärztinnen, noch Professorinnen oder Rechtsanwältinnen. Nur jammern, wie ungerecht alles ist, reicht nicht. Man sollte auch selber zu Taten bereit sein. Der Generalverdacht gegenüber Männern ist unfair, um ihn zu beseitigen, braucht es aber auch Männer, die bereit sind, sich dagegen zu wehren.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Was halten Sie eigentlich von diesem Bieler Fall, der wieder durch alle Medien gezogen wird?

      • mila sagt:

        Was ist denn davon zu halten, SP? Wissen Sie etwas, über das die Medien nicht (lautstark) berichtet haben?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @13: Als Lokführerin usw. stehst du auch nicht mit 1 Bein bereits im Gefängnis! Der Preis/Risiko ist einfach zu hoch für Männer bei diesem gesellschaftlichen Klima. Man kann den Pioniergeist der Frauen in Männerberufen deshalb sicherlich nicht mit Männern in Kitas vergleichen.

      • Sportpapi sagt:

        im Gegenteil, mila. Ich wundere mich eher über die Berichterstattung. Man weiss eigentlich nichts, ausser dass nichts Strafbares, nichts Schlimmes passiert ist. Und trotzdem wird so berichtet. Und trotzdem gibt es so heftige Kommentare dazu.

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Als Lokführerin kaum. Es gab jedoch eine Zeit, da wurden Ärztinnen als Hexen verfolgt, also nochmals schlimmer als die heutige Situation. Nichtsdestotrotz wurde und wird Frauen in den „Männerberufen“ immer besonders auf die Finger geschaut, im Erwarten dass sie einen Fehler machen. So anders ist das hier nicht, ausser dass es Männer trifft. Und mal ganz ehrlich: Wieviele männliche Kinderbetreuer (egal welche Stufe) landen tatsächlich unschuldig im Gefängnis? Also mal auf dem Teppich bleiben.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich gebe nicht viel auf einzelne Fälle. Es ist ja nicht so, als gäbe es gar keine männlichen Kinderbetreuer und in der grossen Mehrheit der Fälle ist das auch kein Problem.

      • mila sagt:

        Das hat mich, zugegeben, bislang auch ziemlich verwundert – bislang habe ich keine(rlei) Details zu den (neuen) Vorwürfen gelesen, die das Ausmass der Empörungswelle in irgendeiner Weise erklären oder nachvollziehbar untermauern könnten. Ich hoffte daher, Sie wüssten besser Bescheid…

      • mila sagt:

        Schliesse mich Carolina an: pauschales (geschlechtsorientiertes) Kammscheren hat noch nie etwas gebracht. Weder den Frauen, noch den Männern, und ihren jeweiligen Anliegen. Meine sehr persönliche Erfahrung, in jedweden (Arbeits-)Kontext, ist tatsächlich die: durch die Art und Weise, wie man anderen begegnet und sich selbst einbringt, hängt die Erfahrung, die man innerhalb dieses Kontexts macht, wesentlich stärker ab, als von dem, was ‚die anderen‘ tun. Und das hat sehr viel mit der (Eigen-)Kompetenz zu tun, eigene (Vor-)Einstellungen zu reflektieren und – bei erkanntem Bedarf – beiseite schieben zu können.

      • mila sagt:

        Ferner auch mit der Fähigkeit, andere in ihrer Andersartigkeit akzeptieren zu können, und sich auch auf ihre Andersartigkeit einzulassen. Wenn Sie also sagen, dass Sie Männer kennen, deren Erfahrung in ‚weiblich dominierten‘ Studien- oder Arbeitskreisen eine leidvolle war, dann kann ich dem entgegensetzen, dass ich meinerseits sehr wohl Männer kenne, die als Kindergärtner oder aber auch als Teammitglieder oder -manager von stark weiblich besetzten Teams nur Gutes zu berichten hatten. So divergieren individuelle Erfahrungswelten.

      • mila sagt:

        Die letzten beiden Kommentare z.Hd. Herrn Hintermeier gehören eigentlich an eine andere Stelle…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @13: zu den Hexen: wir sprechen hier über das Jahr 2015.
        Zum Rest: „So anders ist das hier nicht“. Doch es ist was ganz anderes! Die Konsequenzen für einen Kita-Betreuer entsprechen einer fundamental anderen Kategorie, als diejenigen, die Sie beschrieben haben: Gefängnis & sozialer Tod!

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Das Gefängnis lasse ich nicht gelten. Wenn ich sehe, wieviele Fälle von Missbrauch eingestellt werden aus Mangel an Beweisen kann ich mir nicht vorstellen, dass es viele sind, die unschuldig im Gefängnis enden. Nicht 2015 in der Schweiz. Sozialer Tod schon eher, wobei wir ja (zum Glück) kein nationales Register etc. haben. Aber ja, 2015 trifft es die Männer bei der Kinderbetreuung. Anfangs 19. JH die Frauen, die heilen wollten. Das Misstrauen ist das Gleiche und doch bin froh um diejenigen, die sich davon nicht unterkriegen liessen. Und ich hoffe doch sehr, dass bis Ende Jahrhundert auch Männer in der Kita üblich sind.

    • tina sagt:

      im gegenteil, männliche kollegen werden sehr geschätzt in berufen, in denen man fast nur frauen findet. als mann hat mans gut unter frauen. wie als frau unter männern. und als frau unter männern sieht man auch, was da an konkurrenzkampf und spielchen läuft. muss immer grinsen. ich arbeite sowohl in frauengruppen als auch in männergruppen und habe darum schon einen vergleich

      • tina sagt:

        mir scheint auch, dass sich da die umstände geändert haben: frauen haben heute einen härteren umgangston und sind auch härter im nehmen, eher die männlichere art, während männer geschwätziger und empfindlicher wurden. und natürlich gibt es ebenso männergespanne wie frauengespanne, die es anderen schwer machen in einem team

      • Hans Hintermeier sagt:

        Es wird eben zu viel „romantisiert/verklärt“ weil man eine ide.ologisc.he Quote erreichen möchte. Wie gesagt, den Männern geht es in Frauenteams oft nicht gut, weil der Gener.alve.rdacht vorherrscht, sie seien als Mann (wie sowieso immer und überall) übervorteilt. Die fe.ministische Pro.pa.ganda zeigt eben langsam ihre Wirkung. Von Frauen habe ich auch schon oft gehört, dass sie es in Männerteams gut haben und sich wohl fühlen, umgekehrt praktisch nie.

      • tststs sagt:

        Sehr geehrter Herr Hintermeier. Anstatt ständig DIE Frauenteams zu kritisieren, würde ich mal hinterfragen, mit welchen Frauenteams Sie es zu tun haben. Und weshalb ausgerechnet immer Sie an solche Gruppierungen geraten.
        Mir geht es nämlich ähnlich/gleich wie tina, ich habe schon in männerdominierten, frauendominierten und gemischten Gruppen gearbeitet. Und überall gab es ein A****, aber von Geschlechtergrabenkämpfen war nie die Rede…

      • tina sagt:

        herr hintermeier: männer in frauenteams sind aber tatsächlich oft besser bezahlt oder kriegen die besseren jobs, führungspositionen. an wem auch immer es liegen mag (schon klar, was Sie für eine haltung dazu vertreten)

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tststs: Es ist natürlich einfach gesellschaftliche Probleme zu individualisieren! Sie können beruhigt sein, beruflich lasse ich mich sicherlich nicht auf „Geschlechtergrabenkämpfe“ ein, für etwas habe ich ja Sie und den Mamablog, der das ja fördert! 😉
        E.g. „Es gab eine Zeit, da war der Beruf eines Erziehers mit gutem Geld und einigem Prestige verbunden, da war der Beruf fest in Männerhand“.
        Wirklich? Quod erat demonstrandum

      • tststs sagt:

        „Wirklich? Quod erat demonstrandum“
        Das verstehe ich jetzt nicht… Sind Sie gegenteiliger Meinung („wirklich?“) oder teilen Sie meine Auffassung („q.e.d.“)?
        Und noch einmal: Ja, Herr Hintermeier, es scheint mir hier ein individuelles, persönliches Problem und nicht ein gesellschaftliches zu sein (wie gesagt, die meisten machen NICHT dieselben Erfahrungen wie Sie).

      • mila sagt:

        Herr Hintermeier, ich sags ungern, aber: Sie scheinen in einer (Nach-)Welt der (publizistischen) Grabenkämpfe der 80er-Jahre zu leben. Zumal die Erfahrungen, von denen Sie berichten, meiner Generation fremd sind – und zwar Männern wie Frauen. Ich selbst schliesse mich tina und anderen an: ich habe in durchmischten und weniger durchmischten Teams gearbeitet, und nie waren Geschlechtsspezifika dabei ein Problem. Sondern einzelne Individuen.

      • Carolina sagt:

        HH: ‚….Anstatt ständig DIE Frauenteams zu kritisieren, würde ich mal hinterfragen, mit welchen Frauenteams Sie es zu tun haben….‘ (Ts)
        Das nenne ich mal einen Treffer! Spieglein, Spieglein an der Wand… 😉

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ich habe auch nirgends von Grabenkämpfen geschrieben, dies hat mir ts in den Mund gelegt. Ich habe lediglich davon geschrieben, dass es Männer in Frauenteams auch nicht so schön haben, wie man sich das vorstellt: die Frau als soziale Wesen, die alle integrieren. Da habe ich einfach schon von einigen Männern anderes gehört. Gehen Sie z.B. an eine Hochschule für Psychologie/Pädagogik oder Soziale Arbeit, auch im Berufsfeld: Frauen bilden Frauengruppen, die weniger Männer sind isoliert. Schon mehrmals gesehen und gehört. Aber natürlich muss da der Mann selber schuld sein. Und nein, das war nicht in den 80er Jahren.

      • Carolina sagt:

        Vielleicht weil es in Ihre Ideologie passt, verwechseln Sie Schuld mit Verantwortung: so wie Sie sich ständige Klagen von Frauen verbitten würden, dass sie an gläserne Decken stossen, dass sie in Männerteams unter Umständen ausgeschlossen werden und ihnen sagen würden, sie müssten die entsprechende Haltung und den Anpassungswillen schon selber mitbringen, ist es auch umgekehrt: die Verantwortung dafür, sich in Situationen zurechtzufinden, sie abzuschätzen, sich anzupassen oder dagegen anzukämpfen, tragen Frau und Mann letztlich selber. Mit Schuld hat das überhaupt nichts zu tun, sondern mit Ursache und Wirkung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hans Hintermeier

        naja, Ma rtin Suter’s „Business Class“-Reihe bringt das Ganze dann wieder ein bisschen auf den Boden, so unbedarft in Sachen Intrigen, Manipulationen und weiteren unschönen Dingen ist die andere Hälfte der Gesch lechter welt nun auch wieder nicht…

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ respektive, um Ihre Worte aufzugreifen, Mann kanns auch im Männerteam ganz schön mies haben…

      • mila sagt:

        @Herr Hintermeier: Zwei Kommentare von mir weiter oben hätten eigentlich hierher gehört… Ich unterlasse mit diesem Hinweis das nochmalige Runter-Kopieren.

    • Marco sagt:

      Jeanette Kuster, Sie merken schon, dass Sie damit genau das erwähnte „Minenfeld“ bestätigen. Der Fall, dass ein Kind meint, dass es von einer Frau „berührt“ wurde ist für Sie vermutlich in Ordnung, da im täglichen Leben Körperkontakt vorkommen kann. Ein Mann hat die Kinder fernzusteuern und jeglichem Körperkontakt auszuweichen.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Nein Marco, sicher hat er das nicht. (Ich habe mich oben evt etwas missverständlich ausgedrückt, habe das vorher noch präzisiert.) Meine Tochter hatte übrigens eine Zeit lang einen männlichen Betreuer in der Kita und ist (wie alle anderen Kinder) jeweils richtig auf ihn losgestürmt. Das ging unmöglich ohne Körperkontakt. Es muss natürlich Regeln geben, aber die sollen für beide Geschlechter gelten – so wie das in GFZ-Kitas gehandhabt wird.

      • fabian sagt:

        marco, habe mir dasselbe gedacht. und gleich noch hinterherschieben, dass mann halt schon verdächtig sei, wenn schon der verdacht aufkommt.
        männer, finger weg von kinderbetreuungsjob. in eurem eigenen interesse.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Vielleicht kann hier sogar Schweden etwas von uns lernen: Dort machen Männer in Kitas durchschnittlich gerade mal 5% der Belegschaft aus… Spass beiseite: Man sollte zuerst einmal die (akademische) Gender-Parallelwelt verlassen und sich mit der Wirklichkeit befassen, bevor man sich solche Ziele setzt- sonst verliert man am Ende noch jede Glaubwürdigkeit und gibt sich der Lächerlichkeit preis.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Aber wenn doch Quoten gerade der Renner sind, dann ist es nur konsequent, es auch mal umgekehrt zu verlangen. Zumal es hier wirklich wichtig und richtig wäre.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Wenn selbst Schweden das mit seiner umfangreichen Gleichberechtigungs- und Gendermaschine nicht schafft? So einer Forderung müsste doch ein tiefgehender Bewusstseinswandel voraus gehen- und genau darauf ist die schwedische Genderpolitik ausgerichtet! Wünschenswert wäre noch vieles- aber offenbar wollen sich die Menschen partout nicht so verhalten, wie sich das gewisse „Gesellschaftsentwickler“ vorstellen…

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