Wie bloss nennen wir das Kind?

Wie findet man den richtigen Namen, wenn alle schon vergeben sind? Ein realer Dialog.

Ein realer Dialog von Claudia Schmid*

«Was hältst du von Gina?»
«Erinnert mich an Vagina. Die wird sicher gehänselt.»
«Da wäre ich nie drauf gekommen. Du hast immer Hintergedanken. Gina klingt doch elegant!»
«So elegant wie die überschminkte italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida? C’mon. Gina ist schlecht.»
«Weisst du was Besseres?»
«Ben, wenn es ein Junge wird. Kann man in jeder Sprache brauchen. Ist kurz. Das ist wichtig. Oder willst du ein Leben lang VALENTINA schreien?»
«Ben ist aber einer der beliebtesten Name der Welt und in den Top Ten in der Schweiz
«Shit. Omar?»
«Omar wie der Drogenhändler in der Serie ‹The Wire›?»
«Ja, Seriennamen sind doch geil. Streetsmart. Als Omar wird man wenigstens nicht vermöbelt als Schweizer.»
«Omar Schmid, das ist aber nicht dein Ernst?»
«Okay, das klingt etwas fies. Als zweiten Namen fänd ichs aber geil. Luis, Luca?»
«Vollkommerz, sorry. Louis, Luis, Leo, Luca, alle L-Trend-Jungennamen gehen nicht. So wie du Claudia heisst und nie alleine warst in einer Klasse als Claudia, wird auch Luca nie alleine sein.»
«Nora?»
«So heisst eine enge Freundin, lieber nicht.»
«Mann, warum sind alle guten Namen schon besetzt? Wir sind viel zu spät dran. Max wäre gut gewesen. Aber dein Neffe heisst Maxim. Luzius ist schön, aber so heisst der Sohn deiner Cousine.»
«Ist doch egal. Nennen wir ihn trotzdem Max.»
«Nein, das ist nicht egal. In deiner Familie gibt es zwei Salomés – Tante und Nichte. Da wusste man nie, von welcher man sprach.»«Ich glaube, wir müssen auf den jüdischen Friedhof. Ist ein Tipp einer Freundin, man finde dort offenbar viele schöne jüdische Namen.»
«Warum stehst du eigentlich so auf hebräische Namen? Nur weil du die Männer in Tel Aviv so scharf findest?»
«Diese Namen verleiden wenigstens nicht so schnell und klingen bildungsbürgerlich. Elias, Janif, Uriel…»
«Sorry, das sind Nerd-Namen. Und vergiss nicht deinen Familiennamen. Mit Schmid klingt alles langweilig. Die heissen dann nicht Elias Mandelbaum oder Rosenstock oder so.»
«Wer sagt denn, dass das Kind nach mir heisst?»
«Weil du die Frau bist und Kinder nach der Frau benannt werden, wenn man nicht verheiratet ist.»
«Da bin ich bis heute sehr froh drum, dass wir nicht verheiratet sind. Aber kann man den Nachnamen für das Kind nicht einfach bestimmen, auch wenn man nicht verheiratet ist?»
«Keine Ahnung. Müssen wir mal googeln. Findest du Bühler, meinen Familiennamen, denn besser?»
«Läuft schon ein wenig besser, Schmid ist so bäm, so hart, so eine Silbe.»
«Dann also etwas mit Bühler. Brunhild Bühler, BB?»
«Natürlich, die altdeutschen Namen! Da gibt es geile Sachen: Witolf, Wittekind, Winfrieda, Kunigunde, Kunibald. Sind sicher bald wieder in. Oder hättest du je geglaubt, dass Ida, Ada und Uma wieder kommen? Ah, diese Namen sind so 2014! Ich stehe ja als halbe Romande auf französische Namen…»
«No way! Die Zürcher können kein Französisch. Ein Jean-Pierre wird zum ‹Schopier›, und Julie, eine Freundin, hat mir tatsächlich erzählt, ihr Name sei schon als ‹Schüli› geschrieben worden.»
«Schade, ich fände eben Pauline noch gut.»
«Die wird dann zu ‹Polin›, die Zürcher können doch dieses helle, französische a nicht aussprechen.»
«Pierrette?»
«Wie diese Gumsel aus unserem französischen Schulhassbuch ‹Bonne Chance›? Nein. Warum nicht Fritz oder Peter? Keep it simple.»
«Warum schlägst du eigentlich immer Männernamen vor? Glaubst du denn, es wird ein Bub, nur weil du selbst einer bist?»
«Okay, dann sagen wir – Sonngard? Wir können ja noch ein wenig drüber nachdenken.»

Claudia Schmid, foto: bruno schlatter

* Claudia Schmid ist Redaktorin bei der «SonntagsZeitung». Sie bloggt auch für den Kunst-Blog Private View.

90 Kommentare zu «Wie bloss nennen wir das Kind?»

  • Hans Koller sagt:

    Unser erstes Kinde wird Ping und das zweite Pong, wir lieben chinesische Namen. Ladron ist auch ein schöner Name, den habe ich im Kaufhaus in Spanien gehört. Eine Kassiererin rief dem Kunden Ladron nach.

  • Flo sagt:

    Danke für die Aufklärung/Verichtigung – das wusste ich wirklich nicht – ich fand das, als ich es gelesen habe einfach nur spassig – tut mir leid, sorry!
    Dummheit schütz vor Blamage nicht

  • Flo sagt:

    ich würde, wenn es den noch möglich wäre, mein nächstes Kind Amerika oder russlandia nennen – diese chance habe ich aber leider verpasst. aber vielleicht könnte ich mir im Ausland noch ein paar befruchtete Eizellen einsetzen lassen und der 65 jähr. Vierfach, resp. 17fach Mutter Konkurenz machen

  • Stranger sagt:

    Tre bimbi all’asilo. „Mi chiamo Rosa, perché quando sono nata,è caduto un petalo di rosa sulla mia testa.“ „Io mi chiamo Viola, quando sono nata è caduto un petalo di una viola sulla mia testa. E tu come ti chiami?“ „Io mi chiamo Pino.“

  • für alle die wissen wollen, wie viele von dem gewählten Namen es z. B. in Zürich schon gibt.
    hier gibt es den Vornamen Generator. https://www.stadt-zuerich.ch/vornamen

    🙂
    Viel Glück

  • Thomas sagt:

    Schaut euch mal rätoromanische Vornamen an. Heimatgefühl und doch was spezielles und haben sich die Leute mal dran gewöhnt wird auch nichts verhunzt.

  • Dani sagt:

    Meine Kinder werden Mal Lavalampe oder Drehstuhl heissen.

  • Roger sagt:

    Ich bin der Meinung, dass die Namensgebung von den meisten hier im Blog völlig überbewertet wird.
    Wie schon Goethe schrieb: ‚Name ist Schall und Rauch‘.

  • Flo sagt:

    ausserordentlich toll finde auch die Idee, vieler Promis, seine Kinder nach dem Ort wo sie gezeugt worden sind zu benennen.
    Was aber mache ich wenn mein Kind „nur“im Bett gezeugt wurde – nenn ich es dann Boxspringbethli? Oder Himmelbettler? Oder gar Sofala, Bärenfelline wäre auch noch eine amüsante Variante!

    • Franz Vontobel sagt:

      Tabula Rasa (Küchentisch), Toiletta, Insula Werda, Ashley Madison…

    • Sakko sagt:

      Fürwahr ein interessanter Gedanke…. Da kommen noch viele gute Namen heraus.. Eignet sich aber auch nicht jede Stadt… Wer will schon Zürich-Niederdorf oder St.Gallen-Klosterviertel heissen?!
      Dann muss ich halt doch extra nach Paris oder sonstwo hin fliegen…

      • Cybot sagt:

        Nach Paris fliegen ist überflüssig. Du kannst deine Söhne auch einfach nach trojanischen Prinzen benennen, dann hast du auch einen Paris. Wobei ich allerdings Hektor bevorzugen würde.

      • Lichtblau sagt:

        „Marzili“ für ein Berner Modi hört sich aber recht hübsch an. Marzili de Meuron, das hat doch Klasse.

    • plop sagt:

      Nun, dieser Trend scheint mir aber ein bisschen passé – mit „North West“ ist man einen Schritt weiter…

      Ob man ganz von selbst ein sehr ausserordentlich interessanter Mensch wird, wenn man so ein Name hat? Und was ist, wenn sich hinter so einem Namen dann ein Langweiler verbirgt? Ist man da denn nicht ein bisschen entäuscht?

      Ich schreib das hier nun wohl schon zum x-ten mal: ein Mädchen würde bei mir Meta Elektra Joan heissen. Ich werde die Welt aber hoffentlich nicht mehr damit „beehren“…

  • Flo sagt:

    Also ich bin der Ansicht, dass ein Vornameauch zum Nachnamen passen sollte. Es ist eher lächerlich eine Schakira Bünzli, eine Xhafer Brunner oder gar eine Schanette Hoch i de Familie zu haben.
    eltern sollten sich mal in die Lage des/der Kinder zu versetzen – und sich die Folgen und ihre persönlichen vorlieben von exotischen Vornamen gut überlegen.
    Dazu kommt noch oft die Phantasie und/oder das Unvermögen einiger eltern dazu, die nicht mal genau wissen wie man gewisse exotische Namen schreibt und wenn dann solche Namen wie oben beschrieben herauskommen – dann möchte ich nicht das Kid sein.

    • Sakko sagt:

      Es besteht die Möglichkeit dem Kind mehr als nur einen Vornamen zu geben. Somit könnte man den „exotischen“ (wird vielleicht von der Schwiegereltern-Seite gwünscht) an zweiter Stelle nehmen.
      Unsere Tochter hat 3 Namen, wo von aber auch nur der Rufname benutzt wird, der 2te war im Klang an dern ersten sehr schön und beim 3ten ging es rein um eine Bedeutung. Sollte sie aber irgendwann den Drang verspüren diesen als Rufnamen zu verwenden, na dann ist sie alt genug und muss auch mit der Entscheidung leben können.

    • Cybot sagt:

      Das bringt gerade bei der Schakira und der Schanett eh nichts, wahrscheinlich heiratet sie ja irgendwann und heisst dann den grössten Teil ihres Lebens doch ganz anders.

  • Hotel Papa sagt:

    Mir hätte eine Tamar gefallen. Aber was, wenn die „Palme“ dann ‚vertically challenged‘ heraskommt?

  • Martin sagt:

    Meet the Fockers:
    Gay Lord Focker
    Martha Focker

  • Natalie sagt:

    Auch schwierig: „zweidialektische“ Beziehungen. Eine Freundin, Zürcherin und Halb-Italienerin, ihr Mann: Ostschweizer. Da fallen alle Namen mit „r“ drin schon mal weg, will man die italienische und zürcherische Verwandtschaft nicht brüskieren. Noch blöder: Hat man sich auf zwei Namen geeinigt und verrät man nach der Geburt des Kindes (wohl noch etwas verwirrt ob der ganzen Glückseeligkeit) dann den nichtgewählten Namen des anderen Geschlechts, hat man für das zweite Kind dann wieder zwei neue Namen zu suchen. Bis zur Geburt des dritten Kindes im Februar ist glücklicherweise noch etwas Zeit! 😉

      • Stranger sagt:

        Meine Mutter ist Appenzellerin, also Ostschweizerin, mein Vater Italiener, und ich bin im Raum Züri aufgewachsen. Und habe ein r im Vornamen („StrangeR“). Was hierbei ein Problem sein könnte, entziet sich mir leider…

      • Elisabeth sagt:

        Weil die St. Galler und Thurgauer nicht nur ein helles -a-, sondern auch ein spitzes hinteres -r- brauchen? Gilt ¨brigens auch fürs das Zürcher -ä-, wenn auf Basler oder St. Galler Art ausgesprochen. Da wird das Rägi zum Regi. Ob man die Zürcher Abkürzung mag, ist eine andere Sache…

  • Aisa sagt:

    Korrektur es war seit der 01 Januar 2013!!!!

  • Aisa sagt:

    Schöne Artikel! Wir hatten auch solche Gespräche. Nur eine kleine Information seit 01 Januar 2015 Kinder können nach der Papi Familienahme benannt werden auch bei nicht verheiratete Eltern (und so haben wir es gemacht) . Grüsse.

  • Widerspenstige sagt:

    Und nicht zu vergessen natürlich die Vornamen relevanter Persönlichkeiten durchgehen, die einem etwas sagen. Wer sich für Klassische Musik interessiert, dem dürfte ein Amadeus viel bedeuten. Wer sich für Frauenrechte stark macht, achtet gerne auf Vorname von Vorkämpferinnen. Einfaltslos halte ich Vornamen von Sitcomdarstellern oder Reality-TV. Hingegen können Filmschauspielervornamen die Vorliebe für besagtes Genre kennzeichnen und durchs Leben begleiten. Für mich war klar eine Geschichte hinter dem Vornamen massgebend und begleitet meine Kinder durch ihre Lebensader.

  • Elisabeth sagt:

    Den Dialog kenne. Herrlich. Es hilft, sich auf einen gewissen Rahmen (i.S. der Liste von Sakko) zu einigen. Bei uns waren das noch: 1) muss in verschiedenen Sprachen aussprechbar sein, 2) es soll da, wo sich das Kind zunächst mal bewegen wird, klar sein, ob Bub oder Mädchen, 3) nichts, was völlig aus den sprachlichen Rahmen der Eltern fällt. 4), ganz wichtig: der lieben Verwandtschaft nicht vorher sagen, welche Namen man diskutiert!

  • Heidi K. sagt:

    Die Namengebung ist eine Frage des Geschmacks. Und darüber lässt sich nicht streiten. Wir leben ja in einer freien Gesellschaft. Dennoch frage ich mich sehr oft, weshalb (fast) alle Kinder gleich heissen müssen. In unserem Bekanntenkreis gibt es 30 Noahs. Wieso? Das verstehe ich jetzt echt nicht…. Wirklich schade diese Einfaltslosigkeit…. Dann sind mir die ausgefallenen kreativeren Namen schon viel lieber.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Hitlisten der Namenshäufigkeiten werden veröffentlich und daraus beziehen nicht nur viele Eltern ihre Ideen. Bei Mädchen dominieren seit Jahren Namen, die 2- silbig sind, mit ‚L‘ beginnen und mit ‚a‘ enden.

      Wenn jetzt ein 3.- Klass- Drehbuchschreiber eine Telenovela in die Tastatur hustet, wird er sich an die Regel halten, und die weibliche Hauptrolle der Mittelgeneration Lisa oder Lara nennen. Damit wieder wird der Name bestätigt und kommt auch im nächsten Jahr in die Hitliste. Usw. usf..

      Ich heisse ja in Wirklichkeit Hans, aber mit dem Namen hätte ich nie eine attraktive Frau bekommen.

      • Flo sagt:

        und Muttis Lieblinge; hast du dich auch als solcher deiner Frau vorgestellt? Armer Hans – ich finde hans gar nicht so übel – kommt immer darauf an was dahinter steckt!

      • Ralf Schrader sagt:

        Nein, mit 18 kann man ja zum Einwohneramt gehen und den Vornamen ändern lassen.

      • Cybot sagt:

        @Ralf: Kann man, muss man aber nicht. Meist reicht es ja schon, wenn man sich einfach einen Spitznamen zulegt und sich überall mit diesem vorstellt. Was im Pass steht ist ja nur für offizielle Angelegenheiten relevant.

    • tina sagt:

      heidi, daran ist der zeitgeist schuld. eines meiner kinder bekam einen schönen namen. er hat mit der herkunft des vaters zu tun, aber ich selber kannte nur jemanden mit dem namen und zwar aus meiner kindergärtnerzeit, das war zu geburt meines kindes immerhin ein vierteljahrhundert her. ich hatte ja keine ahnung, dass der name gerade boomt! heute gibts kinder mit diesem namen wie sand am meer. ich schwörs, mir war das absolut nicht bewusst!

  • Cybot sagt:

    Ja, es ist nicht einfach. Aber wozu eigentlich all der Aufwand? Gerade bei Jungen – in der Schule wird aus dem Sohn der Bühlers sowieso der Bühli oder er kriegt sonst einen Spitznamen, in der Pfadi bekommt er einen Pfadinamen, als Student dann vielleicht einen Verbindungsvulgo, im Militär interessiert auch nur der Nachname, am Ende braucht man den offiziellen Vornamen noch am wenigsten. Mich nennt ausser meinen Eltern kaum jemand beim Vornamen. Da kann man sich den ganzen Aufwand doch eigentlich auch schenken, das Kind wird schon einen Namen finden, der ihm gefällt, egal was im Pass steht.

    • Sama sagt:

      Genauso sehe ich das auch – Namen sind unwichtig und spiegeln nichts als die Eitelkeit der Eltern. Mit dem Menschen, der den Namen trägt hat ein Name nichts zu tun.
      Es ist schlussendlich komplett egal, wie jemand heisst

  • gabi sagt:

    Irgendwas ist doch immer.

    Sollte es an einer persönlichen Assoziation fehlen, finder sich dennoch immer eine Sprache, in welcher ein Name auf gedankliche Abwege führt.So habe ich mir von einer Kiewerin erklären lassen, dass selbst „Sissi“ da, wo sie her kommt, „Muschi“ bedeutet…

  • René Hofstetter sagt:

    Ach, wenn ich mir als Lehrer etwas wünschen dürfte: Bitte nicht einen häufigen Namen mit vielen Schreibweisen, z.B. Selin, Seline, Séline, Celine, Céline. … und wenn Sie dem Kind einen Gefallen tun möchten, dann auch keine exotische Schreibweise, nur um sich zu differenzieren, also beispielsweise nicht Agathé, Marthina, Zimone, Rebekca, Fillippe, Paúl, etc.

    • Flo sagt:

      die Variante der Zimone gefällt mir – ist vergleichbar zu dem von mir zuletzt entdeckten Xhafer – einfach toll! Aber arme Kinder!

      • Hugo Bosshard sagt:

        Xhafer, sprich Dschafer, ist ein albanischer Name und wohl nicht einfach eine exotische Schreibweise von Xaver.

  • Widerspenstige sagt:

    Ein Vorname ist wie ein Amulett oder Talisman – ein Glücksbringer. Entsprechend sollte er gewählt werden. Mit Bedacht. Also keine Phantasienamen ohne Geschichte dahinter. Schliesslich ist jeder Mensch einzigartig. Da kommt die Ahnengalerie zum Tragen, da können zwei bis drei Vornamen herhalten. Schön finde ich immer noch Vornamen mit wohlklingenden Silben wie Jana, Klara, Sonrisa. Endung der letzten Silbe mit a. Das klingt gut beim Rufen und wird vom Kind deutlich gehört. Eine Endung auf i verhallt im Nichts. Wem Numerologie etwas sagt, wählt mit Bedacht den entsprechenden Zahlennamen… 😀

    • tina sagt:

      kla ra son ri sa finde ich ebenso wohlklingend wie horst oder fritz. lustig.
      und dass ein kind den namen gut hören können muss wenn man es ruft: das argument zähle ich eher zu den hundenamenargumenten 🙂

  • Sakko sagt:

    Das altbekannte Problem mit den Namen. Meiner Meinung nach sollte man 3 Kriterien beachten:

    1) Der Name sollte nicht verhunzt, oder verniedlicht werden können. (Kinder sind grausam)
    2) Unbedingt darauf schauen, dass er auch zum Nachnamen passt. (Kann sonst unfreiwillig komisch werden)
    3) Kein komplizierter aber trotzdem moderner Name. Aber auch keiner wie jeder 2te heissen könnte.

    Ist unheimlich schwer, alle 3 Bedingungen zu erfüllen, aber mit Zeit und Geduld machbar.

    Funktioniert auch nicht bei beiden Geschlechtern gleich gut.. 🙂

    • Marcel sagt:

      Zu Punkt 2: Ich kenne einen Ernst Hässig, da passt der Vorname auch zum Nachnamen 🙂

      • Papperlapapi sagt:

        Jeder Name lässt sich verhunzen, die Berner sind darin spitze (Ernst= Aschi; Peter=Päsche….Hallo?). Wir haben uns bei den Namen bei meinen zahlreichen Cousins bedient: Weit genug entfernt verwandt, dass es nicht häufig zu Verwechslungen kommt, geringe Gefahr einem Modetrend aufzusitzen.
        Ich selbst habe den allergewöhnlichsten Namen, den es in meiner Generation gibt, voll der damalige Modenamen. War nie der einzige in der SChule…..

    • Cybot sagt:

      Zu 1: JEDER Name kann verhunzt werden (und wird es auch werden), machen sie sich da keine Illusionen.

      • Sakko sagt:

        Da stimme ich zu, jedoch gibt es solche bei welchen man ein wenig länger nachdenken muss. Und da Kinder nicht sehr viel Geduld haben, lassen sie es bei solchen dann eher sein. Ganz ausschliessen kann man es aber wirklich nicht.

    • Sama sagt:

      Was soll das Problem an Spitznamen sein? Das nervt meist die Eltern, aber selten die betreffende Person.

  • Alpöhi sagt:

    Gebt dem Kind um Himmels Willen Vornamen, die man hieezulande aussprechen und schreiben kann ohne 3x nachzufragen! Namensgebung ist nicht der Platz für Extravaganz -> „Hä? Wie schreibt man das? Kannst du das buchtabieren?!?“ Das Kind muss das dann ein ganzes Leben lang ertragen.

    • barbara sagt:

      Genau. Mein Kind kann beim Vor- und Nachnamen ein Lied singen: der Vorname ist ein 0815, den man aber unterschiedlich schreiben kann. Daran haben wir nicht gedacht, als wir den Namen aussuchten. Und der Nachname ist mit Umlaut (ACHTUNG: Bühler ist mit ausländischer Karriere schwierig). Da freut sich das „Kind“ mässig, wenn es Flüge buchen muss oder im Ausland vorstellen muss.

      • Lichtblau sagt:

        @Ralf Schrader: Und dann gibt’s noch die Sahra Wagenknecht (DDR-Schreibweise?). Ist mir immer ein bisschen peinlich, wenn ich deren Vornamen in der Zeitung lese.

      • Sama sagt:

        @lichtblau – Sahra ist persisch – und da ihr Vater Perser war, ist an dem Namen nichts auszusetzen.

    • 13 sagt:

      Alpöhi
      Unser Sohn hat einen Namen aus der Top 10 Liste und die Hebamme hat es beim Anschreiben des Babybettchens geschafft gleich drei Fehler einzubauen. Die allermeisten Namen, gerade die international bekannten Namen, haben verschiedene Schreibweisen. Hanna? Hannah? Hana? Sara? Sarah? etc. Wir haben diese gewählt, die zum (ausländischen) Nachnamen passt, auch wenn bei zwei von drei in der Schweiz eine andere häufiger wäre.

      • Ralf Schrader sagt:

        Hannah und Sarah sind hebräisch, deshalb haben die dem nicht so zugewandten Deutschen das ‚h‘ weggelassen. Das zieht sich bis in die verschiedenen Bibelübersetzungen.

      • 13 sagt:

        Das ist eben die Frage, Herr Schrader. Was ist richtig und sinnvoll? Die Schreibweise der Originalherkunftssprache des Namens oder der Umgangssprache, wo sich das Kind bewegt?

      • mila sagt:

        Spielt doch keine Rolle – eher schon, welche Schreibweise einem selbst besser gefällt. 😉

    • tina sagt:

      und dann zieht das kind mit 20 in ein land, in dem kein mensch alphöhi kennt, und muss die restlichen 65 lebensjahre lang buchstabieren 😉

  • fabian sagt:

    Erste Welt Probleme!

  • Nala Rubischon sagt:

    Ohje ja das Problem kenn ich. So schwierig, den richtigen Namen zu finden. Und man weiss ja auch sogar nicht, wie das Kind wird. Passt der Name dann überhaupt noch? Ich selber hatte als Geburtsname einen nicht zu mir passenden Namen. Mit über 30 hab ich den dann ändern lassen, in den zu mir passenden. Bühler ist übrigens dafür internet-/welttechnisch gesehen ein schwieriger Name wegen dem Umlaut 🙂
    Passend zu Schmid und Bühler fänd ich z.B. Helen(e/a), Sandra oder Manuela. Für Jungs irgendwie Anton, Lukas (nur Bühler, Schmid stolpert man) oder Philip(p/e).
    Viel Glück bei der Namensfindung!

  • Dexter sagt:

    Wenn dieser Dialog wirklich „real“ ist, dann gutnacht. „c’mon, geil, vollkommerz“ – anscheinend versuchen die Dialogpartner verbissen an ihrem Teenie-Lebensgefühl festzuhalten anstatt mal richtig erwachsen zu werden. Seid ihr sicher, dass ihr wirklich ein KInd wollt? Wenn es denn unbedingt sein muss hätte ich zwei Namen, die prächtig zum Familienbild passen, das ihr in ein paar Jahren mal abgeben werdet: Saskia, Sandro. Zusammen mit eurem Nachnahmen wäre das dann wenigstens ne Marke.

    • Caro sagt:

      Halloo?! Dieser Dialog ist köstlich, grosser Unterhaltungswert…

    • Thomas Müller sagt:

      Sehe ich genau so. All diese C’mon, keep it simple und no way… Die Zeit, in der man sich mit ach so tollen Anlizismen schmückte und dabei dachte, ein Mann von Welt zu sein, sind zum Glück vorbei… Ich nehme an auch in Zürich?

    • Kurt sagt:

      Nun bei uns ist dieser Dialog seeeeehr „real“!
      Man ist versucht, alle jemals irgendwie bekannten Personen und das ganze Weltbild in sechs Buchstaben zu verpacken. Oder soch sieben? Und das mit dem erwachsen werden, überlassen wir dann unserem Kind 🙂

    • isa sagt:

      Schrecklich, diese Angewohnheit, Blogs mit englischen Modewörten aufzupeppen! Wirkt rreichlich kindisch und und bisschen peinlich. Schade. Wo doch ein realer Blog in deutsch zu diesem Thema ganz gewesen wäre…

    • alam sagt:

      Aber wenn die wirklich so reden? Dann ist es doch einfach nur ehrlich.

      • san sagt:

        also ich red so. und nur weil anglizismen nicht mehr hip sind heisst das noch lange nicht, dass sie aus dem Sprachgebrauch verschwunden sind. wenn man den dialog auf schweizerdeutsch übersetzt ist er sogar sehr real.

        und ich bin über dreissig und habe zwei kinder, sprachgebrauch und „erwachsen werden“ haben wenig mit alter und kindern zu tun.

      • Dexter sagt:

        Ich hab ja nicht die Anglizismen an und für sich gemeint, sondern allgemein das unreflektiert exaltierte Dahinreden. Eben als Zeichen einer überreizten Infantilität.
        @ san. „Sprachgebrauch und erwachsen werden haben wenig mit alter und kindern zu tun“. Leider Gottes, genau das meine ich.

  • dres sagt:

    Kommt mir sehr bekannt vor. Nach zähesten diplomatischen Verhandlungen kam mir dann ein Geistesblitz, der am Tag vor der Geburt gar auf Begeisterung stiess. Nun habe ich das Problem, dass ich den Namen spätestens nach dem fünften Bier kaum mehr aussprechen kann…

    • Stranger sagt:

      Womit wir schon einen gewichtigen Vorteil von seltenen Vornamen für Kinder haben: Sie wirken der Alkoholsucht entgegen.

      • dres sagt:

        Kaum. Die nächsten Kinder werden Schneider Weisse, Quöllfrisch, Sagres und Bärner Müntschi heissen. Das geht immer.

      • plop sagt:

        Becks wäre sogar noch ein toller Name – oder Ichnusa für ein Mädchen…

        Wir haben für die Namensfindung beim ersten Kind das Programmheft vom Zürcher Filmfestival bei einer kleinen Seerundfahrt durchgelesen und passendes gefunden – das zweite Kind hat den Namen vom Tourismusverantwortlichen von Kandersteg, Zeitung lesen bringts auch…

      • Sakko sagt:

        Johnnie (Walker) und Jack (Daniels) wären auch noch Alternativen.. für Mädchen wäre dann vielleicht Bailey oder Corona..

      • René Hofstetter sagt:

        Oder vielleicht etwas klangvoller: Kirin, Tui, Kingfisher

    • dres sagt:

      Warum jetzt wieder beim Angelsachsen abkupfern? Pflümli für den Bub, Zwätschge für die Tochter. So, das wäre geritzt, der nächste Nachwuchs kann kommen.

      • Lichtblau sagt:

        Schön bodenständig, gefällt mir. Für Väter namens Heinrich oder Heinz ein etwas internationalerer Bubennamen-Tipp: Heineken (kleiner Heinrich). Klingt nach Familientradition und deshalb seriös. Heineken Hunziker – warum nicht?

      • Flo sagt:

        Lichtblau , nicht Leichtblau – so hätte ich gerne geheissen, würde zu meinen Augen passen – aber meine Eltern hatten offenbar nicht genügend Phantasie – schade!

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