Wie viel ist Ihnen die Kinderbetreuung wert?

Tagesmutter auf einem Spielplatz im Kanton Bern. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Für sie gibt es keinen Mindestlohn: Tagesmutter auf einem Spielplatz im Kanton Bern. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Das Thema Fremdbetreuung ist eines, das berufstätige Eltern früher oder später zwangsläufig beschäftigt. So mussten sich auch FDP-Nationalrat Andrea Caroni und seine Frau damit auseinandersetzen. Sie wollten ihr Kind nicht in eine Krippe bringen, sondern es von einer Nanny im eigenen Zuhause betreuen lassen. Als Caroni sich jedoch genauer informierte, beschloss er, auf das Modell Tagesmutter umzuschwenken. Der Grund: Nannys sind dem sogenannten Normalarbeitsvertrag (NAV) für Hauswirtschaft unterstellt und müssen deshalb einen Mindestlohn von 18.55 Franken pro Stunde beziehungsweise 160 Franken pro Tag erhalten. Der NAV gilt nämlich für alle Personen, die Arbeiten wie Putzen, Waschen, Kochen erledigen und sich um die Betreuung von Kindern, Betagten oder Kranken kümmern – vorausgesetzt, sie tun dies während mehr als fünf Stunden pro Woche.

Tagesmütter hingegen, die fremde Kinder bei sich zu Hause betreuen, gelten als Selbständigerwerbende. Einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn gibt es für sie nicht, empfohlen werden Stundenlöhne von rund 8 Franken pro betreutes Kind.

Caroni hält es laut dem «Tages-Anzeiger» für «widersinnig, dass der Ort der Betreuung für den Preis ausschlaggebend» sei. Er verlangt deshalb in einer Motion, dass die Betreuung von Kindern (und allenfalls auch Betagten und Kranken) vom Normalarbeitsvertrag ausgenommen werde. Weil «solche Regulierungen die Kinderbetreuung verteuerten und ein Hindernis für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie» seien.

Ich gehe mit Caroni einig, dass die Fremdbetreuungskosten in der Schweiz zu hoch sind. Es ist absurd, dass Mütter zu Hause bleiben, nur weil sie es sich finanziell nicht leisten können, arbeiten zu gehen. Bloss: Die Nannys oder das Krippenpersonal schlechter zu bezahlen, ist ganz bestimmt nicht die Lösung.

Zugegeben, der Unterschied zwischen dem Lohn einer Tagesmutter und dem einer Nanny ist frappant. Die zwei Jobs sind aber nicht miteinander zu vergleichen. Die Tagesmutter ist in der Regel eine Mutter und Hausfrau, die zusätzlich ein fremdes Kind betreut. Sie stellt kein spezielles Programm auf die Beine für das ihr anvertraute Kind, sondern lebt ihren gewohnten Tagesablauf mit ihrer Familie. Eben mit dem einzigen Unterschied, dass sie noch zu einem weiteren Kind schaut.

Die Nanny hingegen steht am Morgen früh vor der Haustüre ihres Arbeitgebers, um das Kind zu übernehmen. Sie verbringt den Tag im fremden Zuhause, wo sie nicht selten auch noch gewisse Haushaltsarbeiten erledigt. All das rechtfertigt die höheren Kosten durchaus.

Gerade von einem Vater sollte man erwarten können, dass er versteht, was für eine wichtige Arbeit gute Kinderbetreuerinnen und Nannys leisten. Immerhin erziehen sie unseren Nachwuchs bis zu einem gewissen Grad mit und sind wichtige Bezugspersonen für unsere Kinder. Für diese Arbeit haben sie nicht nur Anerkennung verdient, sondern auch einen anständigen Lohn.

275 Kommentare zu «Wie viel ist Ihnen die Kinderbetreuung wert?»

  • Eine öffentliche Diskussion über die Wichtigkeit und den Wert von familienergänzender Kinderbetreuung ist wichtig und begrüssen wir sehr. Die Stiftung GFZ (Gemeinnützige Frauen Zürich) setzt sich seit 1885 für die Anliegen von Frauen, Kindern und Familien ein. Wir führen 13 Kindertagesstätten, haben über 100 Tagesfamilien in der Stadt Zürich angestellt und führten ein Nanny-Projekt.
    Es ist sehr bedauerlich, wie die wichtige Arbeit einer Tagesmutter in dem Vergleich zur Nanny-Arbeit in diesem Blog-Beitrag stark abgewertet wird. Wir finden es äusserst heikel in einer wichtigen gesellschaftlichen Diskussion einzelne Betreuungsformen so gegeneinander auszuspielen.
    Die beiden Betreuungsformen Tagesfamilie und Nanny werden hier unzulässig verglichen. Folgende Punkte möchten wir richtig stellten:

    Ein sehr grosser Teil der Tagesmütter sind – wie bei GFZ – Angestellte.
    Der Stundenlohn einer Tagesmutter ist nicht 8 Franken. Die Entschädigung ist pro Kind und Stunde geregelt. Das heisst, der Stundenlohn einer Tagesmutter variiert, je nachdem wie viele Kinder sie betreut. Betreut sie drei Tageskinder gleichzeitig ist ihr Stundenlohn rund 24 Franken.
    Die beiden Jobs sind sehr wohl miteinander vergleichbar: Die Aufgaben und Anforderungen an die Tätigkeit der Nanny und der Tagesmutter sind sehr ähnlich, der grosse Unterschied ist, dass der Arbeitsort verschieden ist.

    Wir bedauern es ausserordentlich, dass die Arbeit der Tagesfamilien hier so schlecht dargestellt wird. Tagesfamilien leisten sehr viel und verdienen die öffentliche Anerkennung dafür!

  • Hans Koller sagt:

    Wir zahlen 30Fr. für den Tag, es gibt viele Ausländerinnen die eingewandert sind und schlicht kein Deutsch können, sie haben keine andere Wahl als schwarz zu arbeiten. Ist cool wenn man Fremdsprachen kann. 😉

  • Petra Moldaschl sagt:

    ….anscheinend ist Ihre Zeitung bzw. die Journalisten NICHT informiert was eine “ nur Tagesmutter “ wirklich macht – an Ihrer Stelle würd ich mich mal informieren – denn wir Tagesmütter sind nicht nur “ so irgendwas “ – also nehmen Sie Ihre Aufgaben ernst – so ernst wie wir Tagesmütter dann können Sie auch guten und ehrlichen Journalismus machen.

    Eine Tagesmutter

  • Susi sagt:

    Vielleicht könnte man den Tagesmutter-Ansatz auch so rechnen: Eine Frau, die mit ihren zwei Kindern zuhause bleibt, spart schon mal Fr. 16.-, die sie bei einer Fremdbetreuung pro Stunde abgeben müsste. Nimmt sie noch ein weiteres Kind auf, macht sie 24.- pro Stunde vorwärts.

    • Sportpapi sagt:

      So könnte man nicht nur, so muss man rechnen. Ist quasi wie der Eigenmietwert…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Der Eigenmietwert ist aber ein fiktives Einkommen und nicht real, sportpapi. Zudem macht er keinen Sinn- genau so wenig wie der Schuldzinsabzug bei den Steuern. Ob, sorry, schweizer Frauen in der Lage sind, mehr als ihre eigenen Kinder gut genug zu betreuen, wage ich zu bezweifeln, zumindest im Regelfall. Wenn ich da so die Haltung ggü. Kindern und die Gefühlsebene von Frauen aus kinderreichen Kulturen mit unseren Verhältnissen vergleiche… Aber das lässt sich gar nicht vergleichen. Das war ja auch schon ein Thema hier im Mamblog, mit einem Beitrag aus Israel, wenn’s mir recht ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Das Problem ist vermutlich, dass man sich in der Schweiz viel mehr mit „gut genug“ beschäftigt als in anderen Ländern. Andererseits: Die vielen Tagesmütter, die real existieren, zeigen ja, dass es geht. Auch in der Schweiz. Und ja, eben, der eingesetzte Betrag für die Betreuung der eigenen Kinder ist auch fiktiv. Weil es um Opportunitätskosten geht.

  • Martina Müller sagt:

    Die Betreuung sollte zukünftig noch mehr kosten. Wenn ich sehe, dass die sehr gut verdienenden Eltern die gleichen Beiträge wie die schlechterverdienenden Eltern zahlen, ist das nicht gerechtfertigt. Ausgebildetes Personal, dass immer mehr Kinder zu betreuen hat, sollte auch entsprechend bezahlt werden, aber bitte nicht für einen Hungerlohn. Die Eltern, die sich das leisten können, sollten mal definitiv auch mehr bezahlen. Das ausgebildete Personal deckt längst nicht nur die Betreuung ab, sondern muss sich auch immer mehr mit Fehlern in der Erziehung auseinandersetzen.

  • Tagesmami Anke (BRD) sagt:

    Ein trauriges Bild, das in der Schweiz von der Tagespflege gezeichnet wird.
    Ich bin – wie etliche andere Tagesmütter in der BRD ebenfalls – keine “Hausfrau und Mutter“, die ihren normalen Tagesablauf lebt mit dem “einzigen Unterschied, dass sie nach einem weiteren Kind schaut“.
    Ich habe ein Beschäftigungsverhältnis aufgegeben, um mich den Kindern zu widmen.
    Den Lohn eine Angestellten mit der Vergütung eines Selbständigen zu vergleichen, ist – jedenfalls hier in der BRD – etwas merkwürdig.
    Kranken- u. Rentenversicherung sowie Steuern müssen gezahlt werden. 50 Std-Woche und mehr ist normal.

    • Muttis Liebling sagt:

      Man muss eine Weile in diesem Land leben, um die Logik der Schweizer zu verstehen. Hier wird jedes Thema ausschliesslich über Geld gedacht. Die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche, Gesundheit, Soziales, Bildung inbegriffen, ist viel weiter fortgeschritten als z.B. in der BRD oder in Frankreich. Vergleichbar zur Schweiz sind nur die USA und GB. Wie in diesen beiden Staaten ist in CH Dissozialität Teil der Staatsräson.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Natürlich, ML: Dafür haben wir unsere Staatsfinanzen im Griff, einen Handelsbilanzüberschuss, eine vergleichsweise niedrige Staatsquote, selbst bei Frauen eine hohe Beschäftigung, rundum zufriedene Menschen (UNO-Glücksstudie) und keine asozialen (Spitzen)Steuersätze. Das wissen auch sehr viele Deutsche zu schätzen und ziehen deshalb in die Schweiz.

      • Martin Frey sagt:

        Wenn Ihnen in diesem Land hochgehaltenen Werte wie Selbstverantwortung, Entscheidungsgfreiheit, Kostenwahrheit und Verursacherprinzip ein Graus sind, dann ist Ihnen und anderen dies unbenommen ML. Sie können auch gerne anderen, desolateren sozialen und politischen Systemen nachtrauern. Aber hören Sie auf, die hiesigen Werte dissozial zu nennen. Denn nicht zum ersten Mal verwenden Sie diesen Begriff einfach nur falsch, und zwar hinsichtlich der Begriffsbedeutung wie auch bezüglich des Sachverhalts.

      • Muttis Liebling sagt:

        @MF, ‚Werte wie Selbstverantwortung, Entscheidungsgfreiheit, Kostenwahrheit und Verursacherprinzip‘ sind nur eine beschönigende Umschreibung von Dissozialität = gestörte Sozialität.

        In einem funktionierenden Sozialsystem verschwindet Individualität schrittweise. In einem funktionierenden politische System, auch Gesellschaft genannt, ist das Individuum vollständig verschwunden.

      • Martin Frey sagt:

        @ML: Eine freiheitliche, individuenbezogene Gesellschaftsordnung ist i.a.R. sozialer als eine normierte, uniformierte, das Individuum und seine Regungen, Empfindungen nivellierende (bzw. unterdrückende) Gesellschaftsordung.
        Unsozial ist, wenn man sich nicht aus eigenem Antrieb um die Bedürfnisse anderer kümmert sondern dies bequem an andere oder an ein System abdelegiert.
        Dissozial ist ein medizinisch besetzter Begriff.
        Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst, hat schon JFK korrekt festgehalten. Für die Antwort braucht es aber freie Individuen.

      • Muttis Liebling sagt:

        @MF, wie müssen das nicht weiter diskutieren weil die gegensätzlichen Sandpunkte bekannt sind. Nur eines, ‚Dissozialität‘ ist kein medizinischer Begriff, sondern ein politischer.

      • Marcel Zufferey sagt:

        ML: Dissoziation wird primär im medizinisch-psychiatrischen Bereich verwendet. So unterliegt z. B. die die dissoziative Identitätsstörung der International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD-10). Mit Verlaub: Aber es lässt sich nicht einfach alles politisch verwursten!

      • Ulrich Gassner sagt:

        Nicht zum ersten Mal frage ich mich, wie es der arme Ralf in diesem scheusslichen Land bloss aushält.

      • Martin Frey sagt:

        @UG: Da ML sich ja gerne auch mal selber als dissozial bezeichnet, scheint er sich unserem kalten Land doch recht wohl zu fühlen. Er ist unter seinesgleichen, sozusagen. 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        @Marcel Zufferey, das ist mein Beruf. ICD, CHOP und SwissDRG sind mein täglich Brot. Aber analog des Arbeitsbegriffs gibt es mehrere Definitionsbereiche und dann nimmt man den zeitlich ersten als primär an.

      • Martin Frey sagt:

        Ich weiss, Sie sind ein Codierer, ML. Aber Hr. Zufferey hat trotzdem (auch) recht. Wie ich Ihnen auch schon versucht habe zu erklären, findet der Begriff „dissozial“, der aus der Psychologie resp. der Soziologie und sicher nicht aus der Politik stammt, ausserhalb der Medizin (und Ihrem etwas inflationären Gebrauch) kaum mehr Verwendung. Einer polit. Verwendung des Begriffs Dissozialität sollte der historisch schlechte Beigeschmack im Wege stehen.
        Wir könnten also bestenfalls von einer Konnotation sprechen, entscheidend ist jedoch die hauptsächliche Verwendung. Und die ist medizinischer Natur.

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Gassner, für einen politisch Interessierten ist das Leben in der sich selbst als Sonderfall betrachtenden Schweiz sehr interessant. Diskussionen, wie die hier im MB geführten, sind in keinem der mir gut bekannten Staaten, D inklusive, nicht möglich. Hätte mir das jemand vorher erzählt, ich hätte es nicht geglaubt.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Entscheidendes Moment: Hierzulande betrachtet man Kinder als Privatsache und alle Formen der Fremdbetreuung werden, wie das Gassi führen eines Hundes durch eine Fremdperson, als Dienstleistung, also als Ware behandelt.
      Waren haben im Gegensatz zu einer hoheitlichen Leistung, wie wir es in D überwiegend betrachten, einen fixen Preis. Am Ende wird dann nur noch über diesen Preis diskutiert, was objektiv gesehen ausserordentlich abwegig, aber eben Indiz der grundsätzlich dissozialen Haltung gerade der Schweizer Mittelschicht ist.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, ML: Wenn ich mir auf der anderen Seite die Löhne der Betreuerinnen in Deutschland anschaue. Die vielfach verlotterte Infrastruktur. Es scheint so, als könne das Land das alles gar nicht bezahlen. Zumal die so gewonnene Arbeitskraft ja auch nicht immer produktiv eingesetzt wird, siehe Arbeitslosenquote. Und wie Zufferey schon sagt: Sind die Menschen damit glücklicher? Geht es ihnen besser?
        Zuletzt: was „hoheitlich“ ist und was nicht, das bestimmen die Leute doch immer noch selber, oder? Zumindest in der Schweiz…

    • 13 sagt:

      @ Tagesmami
      Ja, das System ist verschieden: Aus der Vergütung einer selbständig erwerbenden Person müssen die Renten- und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden, um sie mit dem Nettolohn einer angestellten Person zu vergleichen. Krankenversicherung und Steuern hingegen zahlen auch Angestellte aus ihrem Lohn, den sie ausbezahlt bekommen, daher macht es hier keinen Unterschied. 50-Std.-Woche gibt es bei beiden je nach Job.
      Und doch unsere Tagemutter, die nur ein Tageskind und zwei eigene hat, ändert ihren Tagesablauf nicht unbedingt wegen unserer Tochter, sie läuft mit, was schön ist.

  • tobias sagt:

    bin für eine faire bezahlung. nicht nur von nannys bzw. tagesmüttern.
    finde aber die wichtigere fragestellung.
    warum gehen so viele gut ausgebildete bzw gut bezahlte eltern zu soviellen prozent arbeiten,
    solange die kinder noch klein sind.
    sich für 2,3 jahre einschränken sollte drin sein. mit 120-140% werden die rechnungen auch bezahlt.
    natürlich nicht der status und die angst vor dem karriereverlust wird auch nicht gestoppt.
    gibt sicher viele, die arbeiten müssen, genausoviele die es aber machen wollen.

    • Martina Müller sagt:

      Da bin ich ganz ihrer Meinung, ich arbeite in der Schule und sehe wie viele Kinder den ganzen Tag in die Betreuung gegeben werden ohne Rücksicht auf Verluste. Die Kinder beklagen sich bei uns, dass es ihnen manchmal schon zu viel ist, weil die Eltern kaum Zeit haben. Ich möchte heute nicht mehr klein sein und das Gefühl erhalten, dass meine Eltern nicht mehrheitlich abschieben. Es nimmt langsam überhand, neuerdings werden auch kranke Kinder geschickt, weil es für einige Eltern die bequemste Lösung ist.

  • Janine M. sagt:

    Immerhin haben Arbeitslose diesbezüglich keine Probleme. Es braucht keine Fremdbetreuung, weil eine/r von beiden hat immer Zeit – für die Kinder. Ja, in F gibt es viele Arbeitslose, obwohl man schon wegen dem Einkommen, meist auf zwei Saläre angewiesen ist.
    Staatl. Minimumsalär ist dort ca. EUR 9.70/h brutto – wohlverstanden. Und viele bekommen nur das. Ca. 25% Sozialabzüge.

  • Dieter Neth sagt:

    Wir haben es mit unseren Drei so gemacht, dass meine Frau, nachdem sie ebenfalls ausgerechnet hatte, dass sie von ihrem Vollzeitjob als Importexport Sachbearbeiterin pro Jahr finanziell nichts hatte, ihre Töchter kaum je wach sah und überdies das Karriere-Leben in einem internationalen Grosskonzern nicht wirklich prickelnd fand. Deshalb hörte sie auf, als Lohnskla- ähm Angestellte weiterzuarbeiten und überliess dies dem treusorgenden Ehemann(also mir) Sie arbeitete dann zunächst Teilzeit, dann auf eigene Rechnung, mit vieeel weniger Wochenstunden, mehr Geld und ohne Fremdbetreuung

  • E.M. Heintzen sagt:

    Hallo, ich arbeite als Tagesmutter in Deutschland. Ich muss eine Qualifizierung nachweisen und bin gerlernte Krankenschwester (lies sich mit dem Job meines Mannes nicht vereinbaren). Ich bekomme pro Kind pro Stunde 5,50 Euro. Das Gehalt wird komplett versteuert und ich bezahle natürlich auch die vollen Sozialleistungen. Die Sozialleistungen werden mir aber zur Hälfte erstattet. Aber da ich hier mit Konzept arbeite und nicht nur nebenher mich um weitere Kinder (meine eigenen sind bereits schulpflichtig) kümmer bekomme ich hier vormittags nixhts privates erledigt. Meine Eltern möchten keine

    • E.M. Heintzen sagt:

      große Gruppe und so habe ich drei Kinder mit unterschiedlichen Stundenzahlen. Vorbereitungszeit und Nachbereitungszeit werden mir nicht bezahlt. Aktuell verdiene ich 1650€ im Moant und nach Abzug aller Kosten bleiben mir 870€ im Monat. Und das macht 290€ pro Kind. Und das finden Sie ein üppiges Gehalt?

  • Anna Halter sagt:

    160 Franken pro Tag ist doch für EIN Kind eine bessere KiTa oder für mehrere Kinder ein absolutes Schnäppchen! 3 Kinder betreut wissen, sie morgens nicht mal parat machen und vielleich sogar noch etwas Haushalt erleidgt kriegen für 160 Franken am Tag ist doch der absolute Wahnsinn. Tagesmütter, ob sie nun ihrem normalen Tagesablauf folgen und NUR noch nebenbei ein paar Kinder betreuen (grad mit Kleinkindern ist das, das Gegenteil von NUR) sollten so oder so viel mehr verdienen. Diese 8 Franken oder auch alles andere in dem Bereich sind eine Frechheit.

    • Martina Müller sagt:

      Für das Geld würde ich als studierte Person definitiv nicht arbeiten, damit wird unser Berufsbild im pädagogischen Bereich stark abgewertet

  • Manuela sagt:

    Kinderbetreuung kostet IMMER ein ganzes Gehalt: Meines oder das der Betreuerin. Einfache Rechnung. Mit Kleinkindern kann man keinen Gewinn erwirtschaften. Und mal so nebenbei, die meisten Städte subventionieren Eltern bei der Kinderbetreuung gehaltsabhängig.

    • 13 sagt:

      „Kinderbetreuung kostet IMMER ein ganzes Gehalt: Meines oder das der Betreuerin. Einfache Rechnung.“

      Wenn Sie 5 Kinder haben, dann ja. Bei 1-2 Kinder nur dann, wenn Sie den Anspruch haben, dass die Betreuerin (oder Sie) während dieser Zeit nur Ihre Kinder betreut, wie eben die Nanny, ansonsten nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Und dann ist es noch die Frage des EInkommens. Aber grundsätzlich hat Manuela eben schon recht.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Über die Höhe habe ich ja nichts gesagt. Wenn ich im Restaurant ein Café trinke und dafür 4.- bezahle, habe ich auch kein schlechtes Gewissen, weil ich davon ausgehe, dass der Wirt in dieser Stunde auch bei anderen 4.- für ein Café einzieht. Wenn ich hingegen einen Privatbutler habe, kann ich ihm nicht einfach 4.- pro Stunde bezahlen. Wenn ich ein Kind betreuen lasse, aber es für mich ok ist, wenn diese Person gleichzeitig noch 4 andere betreut, dann rechne ich damit, 1/5 ihres Stundenlohnes zu schulden (Tagesmutter/KITA). Will ich, dass sie nur meins betreut, schulde ich 100% (Nanny).

  • Raffaela sagt:

    Habe mich für die Krippe und Montessori Kindergarten entschieden. Der Spass kostet uns pro Kind, je nach Alter, 1200 – 1400 Franken im Monat, in Spitzenzeiten haben wir also 2800 Franken gezahlt (3-4 Tage / Woche). Es ist es wert: Ausgebildetes Personal, Essen mit Schweizer Fleisch und regionalem Gemüse wird vor Ort gekocht, Tochter und Sohn haben zusätzlich im Kindergarten noch Englisch gelernt sowie wurden dort 100e Sachen angeboten, die ich nicht bieten kann. Mein halber Lohn ging damals in die Kinderbetreuung, aber wenigstens war ich sicher, dass es den Kids dort gutging.

    • Daniela sagt:

      Für Essen mit Schweizer Fleisch und regionalem Gemüse muss es nicht Montessori sein. Unser Sohn geht in ein städtische Krippe. Die haben dort ihren eigenen Koch, der ausschliesslich Schweizer Produkte verarbeitet.

  • Christian Wegmüller sagt:

    Hat eine Tagesmutter 2 oder 3 Kinder verdoppelt sich der Lohn oder verdreifacht er sich.
    Daher vergleicht man hier Äpfel mit Birnen. Bürokratieabbau würde sicher auch die Betreuungskosten in dern KiTa’s um zweisstellige Prozenzahlen reduzieren.
    Im Kanton Zürich müssen Grosseltern der KESB melden, wenn Sie die Enkelkinder regelmässig (mehr als 3 Tage/Woche) betreuen. Die KESB muss das Pflegeverhältnis jährlich überprüfen. Auch hier würde ein Brüokratieabbau helfen, die Eigenverantwortung über die Kinder wieder den Eltern zurzückzugeben.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Es gibt in der CH sehr sehr viele reiche Doppelverdiener/AkademikeInnen. Dass sich diese immer hinter den “armen” Doppelverdiener (Prekariat) verstecken können, die sie für ihre Ziele ausnützen (Tagesmutter als Billigarbeitskraft), finde ich eine Unverschämtheit.Auch in diesem Bereich dürfte es keine Pauschale (8 Fr.) geben, sondern gemäss Einkommen & VERMÖGEN abgerechnet werden. Somit würden die Reichen auch die armen Doppelverdiener unterstützen und die Löhne der Tagesmutter könnten angehoben werden. Es kann nicht sein, dass einige sog. Elite AUF KOSTEN DER ANDEREN immer noch reicher werden!

    • 13 sagt:

      @ H.H.
      Genau dieses System wird in den meisten Tageselternvereinen gelebt. Bei uns erhalten alle Tagesmütter gleichviel, der Stundenansatz für die Eltern hängt aber von den Verhältnissen ab (Einkommen und Vermögen) und der Höchstansatz ist einiges höher als der Lohn der Tagesmutter, wodurch die tieferen quersubventioniert werden. Gleich wie bei Mamihase oben. Und eben nicht vergessen: 8.- sind kein Stundenlohn, sondern ein Stundenansatz pro Kind. Der Stundenlohn kann damit bis 40.- sein, einiges höher als viele Akademikerlöhne.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @13. Wow, für einen solchen brutto Stundenlohn müssen Sie 5 fremde Kleinkinder betreuen inkl. den eigenen. Sagen wir mal insgesamt 7 Kinder.7 Kleinkinder den ganzen Tag betreuen, nur damit man Leben kann (z.B. als AlleinerziehendeR)! Darunter leidet sicherlich die Qualität der Betreuung. Lieber einen anständigen Lohn zahlen, dafür nur 2 Pflegkinder, die auch wirklich gut betreut werden. Ich würde mein Kind sicherlich nicht zu einer solchen Tagesmutter bringen: die kleinen Erdbürger stecken ja alles in den Mund, sehen keine Gefahren…“Geiz ist geil“ ist hier sicherlich fehl am Platz!

      • 13 sagt:

        @ HH
        Die eigenen Kinder sind mitzuzählen. Wenn ich für 30.-/Stunde im Büro sitze, kann ich meine Kinder auch nicht mitnehmen, sondern muss die Betreuung bezahlen. Ansonsten: nein, das kann nicht jeder, ich könnte es auchnicHT, aber das ist bei vielen Jobs so. Jedem liegt etwas anderes. Warum sollte es bei Tamus anders sein?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @13: der Titel dieses Artikels müsste eigentlich heissen „wie viel sind uns unsere Kinde wert“. Ist es uns wichtig, dass sie gut betreut werden oder wollen wir sie einfach möglichst billig los haben, damit wir unser Ding machen können.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @13. Wie bereits gesagt, würde ich mir für so ein geringen Stundenlohn überhaupt überlegen, ob ich zusätzlich zu meinen eigenen Kindern noch fremde Kinder betreuen würde. Aber anscheinend gibt es genügend Menschen in ärmlichen Verhältnissen, die sich diesen Stress antun müssen für praktisch kein Geld (Ausnutzung einer Notlage?). Hauptsache die Doppelverdiener können 5x in die Ferien gehen (auf Kosten der Tagesmutter). Und ja, ich kenne tatsächlich mehrere solcher reichen Doppelverdiener, die bei der Tagesmutter/Nanny sparen und 5x in die Ferien gehen. Einfach nur dekadent.

      • Sportpapi sagt:

        @Hans Hintermeier: Es ist ein typisch schweizerischer Kompromiss. Zu Hause bei den Kindern bleiben, und doch etwas dazuverdienen. Ich finde das nicht falsch. Und wer nicht will und nicht muss, kann es ja bleiben lassen. Bei der früheren Tagesmutter unserer Kinder hat es jedenfalls ermöglicht, dass sie einen Tag weniger in der Ikea arbeiten musste – die zusätzlichen Kinder waren auf der anderen Seite ein überschaubarer Mehraufwand.
        Der Preis ist fix, das Angebot gegeben. Was meinen Sie: muss ich jetzt einen Bonus geben, damit ich fünf Wochen in die Ferien darf?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @SP: Haben Sie mal ihre Tagesmutter gefragt, wie zufrieden sie mit den 8 Fr./h ist? (Wahrscheinlich schreiben sie jetzt, dass sie sehr zufrieden und dankbar war…). Finden Sie diese Arbeit ist so wenig wert? Und ja: hoffentlich haben Sie der armen Frau von der Ikea-Kasse (Prekariat) auch mal einen Zustupf gegeben für ihre tolle Arbeit, das nennt man auch Wertschätzung, das andere nennt man Ausbeutung.

  • Mamihase sagt:

    Unsere zwei Kinder werden an zwei Vormittagen von einer Tagesmutter betreut. Wir bezahlen dem Verband 10.50 pro Std. und Kind, also total 21.- pro Std. Davon erhält die Tagesmutter 17.-. Die 4.- Differenz gehen an den Verband und subventionieren ärmere Familien. Wir als gutverdienendes Ehepaar kosten den Staat also keinen Rappen und subventionieren armere Familien doppelt, über höhere Tarife und höhere Steuern. Die Tagesmutter profitiert auch, weil sie unsere Kinder zusammen mit ihren zwei Kindern betreut. Am Mittag kommen noch weitere Kinder dazu. Ein Win-Win für alle Beteiligten!

    • Sandra sagt:

      Lieber Mamihase! Natürlich kosten Sie die Allgemeinheit oder machen Sie keine Abzüge für die Fremdbetreuung bei der Steuererklärung?

      • Mamihase sagt:

        Liebe Sandra
        Natürlich mache ich das. Ich mache die Abzüge von meinem Zweiteinkommen, dass ich dank Kinderbetreuung erwirtschaften kann. Auf diesem Zweiteinkommen zahle ich Steuern inkl Progression. Ich koste den Staat also nicht nur keinen Rappen, ich zahle ihm durch mein Zweiteinkommen auch noch mehr Steuern.
        Noch eine kleine Anmerkung: Der Fremdbetreuungsabzug ist auch noch kleiner als die effektiven Kosten!
        Und um den makroökonomischen Bogen abzurunden: Die Tagesmutter zahlt auch noch Steuern auf ihren Lohn, der Sie durch die Betreuung meiner Kinder erwirtschaftet.

  • Silvia sagt:

    Sorry, aber diese Stundenansätze sind zu tief. Mal wieder werden Frauen gnadenlos ausgebeutet. Männer machen ja diese Jobs nicht.

    • McWide sagt:

      Weil so viele Eltern hurra schreien wenn es ein Mann macht. (Pädo-Stempel)

    • 13 sagt:

      Gestern wurde das neue Lohnbuch veröffentlicht. Die Tiefstverdiener sind Taxifahrer mit rund CHF 3’200.00, eine typische Männerdomäne 😉 Ansonsten haben Sie recht, ein Thema welches bei der Lohnungleichheit-Diskussion zu berücksichtigen wäre, allerdings gäbe es da noch einige Branchen mehr mit tieferen Löhnen als die Nannys.

  • Hanna sagt:

    Ein Sparvorschlag der an der Wurzel ansetzt: Spart euch doch Kinder. Ein Paar, welches sich vorgeburtlich bereits grösste Sorgen macht, wie das Weggeben des Babys organisiert werden kann, sollte auf Kinder verzichten. Kind noch nicht mal da und schon soll es wieder weg? Das Ungeborene kriegt das haarklein mit, aber wer weiss das schon?

    • Regula Binswanger sagt:

      Ach Gott, wo leben sie eigentlich? Es gibt genügend Studien die zeigen, dass es den Kindern dann gut geht wenn es den Müttern, gut geht. Das bedeutet, dass es einem Kind gut geht, wenn die Mutter gerne bei ihm zuhause ist. Und genauso gut geht es einem Kind, das fremd betreut wird, weil die Mutter gerne arbeitet. Diese Kinder haben nachher keine Probleme und haben alle eine enge Bindung zu den Eltern Problematisch ist es für die Kinder, deren Mütter nicht das machen was sie wolle: zuhause sein, obwohl man gerne arbeiten würde, ist also schlecht fürs Kind.Daher ist echte Wahlfreiheit so wichtig

      • Hans Hintermeier sagt:

        @RB: sind das diese feministische Genderstudien, bei denen das Resultat bereits feststeht, bevor die Erhebungen gemacht wurden? Aber hey, Hauptsache Ihnen geht es gut. Schon ein spannender psychologischer Mechanismus, dass Sie sich dann auch einreden, dass es auch automatisch dem Kind gut geht. Damit ist dem Egoismus Tür und Tor offen (Ein Schelm, wer böses denkt). Gilt auch den Umkehrschluss, wenn es dem Kind gut geht, geht es der Mutter gut? Oder: Wenn es dem Mann gut geht, geht es auch der Frau gut?

      • Helmut Vangerow sagt:

        Schlimm genug, wenn es einer „Mutter“ nicht gut geht, wenn sie für ihr Kind da ist. Auch wenn Studien belegen, dass Klein(st)kinder sich weg gegeben besser fühlen, so darf das angezweifelt werden. Machen Sie sich kundig, was es mit „Studien“ auf sich hat. (gefälscht auf breiter Front)

    • Juliana sagt:

      Hanna: “ Das Ungeborene kriegt das haarklein mit, aber wer weiss das schon?“

      Aber SIE wissen das, ja?

    • 13 sagt:

      @ Hanna
      Genderkonform oder genderneutral?
      Ansonsten glaube ich nicht an Ihre These, aber bin gerade hochschwanger (zum dritten) und finde die Vorstellung eigentlich ganz schön, dass das Baby mitbekommt, wie gut wir prüfen, wo es betreut wird, wieviele Gedanken wir uns um die Zukunft mit dem Baby machen, das Stillen organisieren wollen, dass wir uns achten, dass es allen in der Familie gut geht oder auch die Stimme des Bruders, der erzählt, dass er sich freut, es in die KITA mitzunehmen und ihm alles zu zeigen. Doch, das gefällt mir.

  • Marcel Zufferey sagt:

    In Deutschland wurde soeben der flächendeckende Mindestlohn von EUR 8,50 pro Stunde verabschiedet. Also verdienen Tagesmütter hierzulande weniger, als in Deutschland. Das ist wirklich kaum zu fassen!

    • tina sagt:

      soviel ich weiss, gibt es keinen beruf „tagesmutter“. tagesmutter macht man, wenn man wegen eigenen kindern sowieso zuhause bleiben möchte und kann . man hat dann also schon keine fremdbetreuungskosten und wenn man 3 kinder aufnimmt, kann man einen lohn erzielen der den namen verdient hat. und sonst ists ein zustupf zum nichts-verdienen, wenn man sowieso zuhause ist

    • Juliana sagt:

      Aber Sie wissen schon, dass der Mindestlohn in der Schweiz höher ist als das, oder?

    • Susi sagt:

      @Zufferey: Ich hab jetzt mal nachgeschaut, was deutsche Tagesmütter so verdienen. Mehrere Quellen nennen 2 € pro Stunde für Frauen ohne Qualifikation, 4 € für Frauen mit pädagogischer Ausbildung u.ä.

      Irgendwie hinkt Ihr Vergleich etwas.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ja, im Land der Hartz IV-Regelsätze, Ich-AG’s, Scheinselbstständigen, ALG-I und ALG-II-Bezügern ist fast alles möglich, sobald die Menschen nicht mehr abhängig beschäftigt sind. Deutschland wird nicht ganz zu Unrecht als das Billiglohnparadies im Herzen Europas bezeichnet. Die sind schon stolz, wenn die Löhne 2015 wieder dasselbe Niveau erreicht haben, wie im Jahr 2000. Weniger als die Hälfte aller Lohnabschlüsse sind sog. Tarifverträge (analog GAV in der Schweiz). Gut, das Problem real stagnierender / sinkender Löhne haben eigentlich fast alle westlichen Industrienationen.

      • Susi sagt:

        E.M. Heintzen weiter unten sagt Genaueres über den Lohn von Tagesmüttern in Deutschland. Offenbar besteht da kein Zusammenhang mit dem Mindestlohn.

  • luna sagt:

    ich kenne eltern, die sich damit brüsten, wie wenig sie ihrer nanny/haushälterin oä. bezahlen – zum teil sogar noch in euro (je nach herkunftsland). für meine kinder und meinen haushalt ist es mir aber nicht recht einen ’sozialfall‘ zu ‚produzieren‘. bei uns verdient unsere haushälterin/nanny so, dass sie auch davon leben kann – was übrigens deutlich mehr ist, als was für den mindestlohn gefordert wird.

    • Rolando sagt:

      Finde ich schön von Ihnen!

    • Joe sagt:

      Naja, Sie scheinen sich’s auch leisten zu KÖNNEN. Das ist aber selbst in der Schweiz längst nicht allen gegeben.
      Als Ingenieur verdiene ich wirklich nicht schlecht. Aber wenn ich mein Budget genauer ansehe dann ist nach Miete, KK und Steuern nicht mehr so viel da. Einer Nanny dann noch einen anständigen Lohn plus Sozialleistungen bezahlen zu können liegt da gar nicht mehr drin bzw. würde den gesamten Lohn meine Frau vernichten. Spätestens wenn man die höhere Steuerprogression berücksichtigen würde.

      • Sportpapi sagt:

        Sie verdienen nicht schlecht. Aber einer Nanny einen anständigen Lohn zahlen liegt nicht drin, weil sonst der Zweitverdienst in Ihrer Familie zu klein wäre? Also lieber einen unanständigen Lohn, damit es Ihnen richtig gut geht?

  • Peter Kobelt sagt:

    Unglaublich! Was ist denn das für eine Diskussion, wieviel die Betreuung eines Kindes kosten darf? Jeden Tasg sterben um die 8’000 Kinder an Hunger, Millionen leben in bitterster Armut, werden versklavt und ausgebeutet, viele Paare wünschen sich sehnlichst Kinder und bekommen keine, unsere Kinder werden als ‚unsere Zukunft‘ tituliert, und trotzdem wird von vielen Selbstverwirklicher alles dafür gemacht, die Kinder möglichst günstig und zeitlich flexibel fremdzubetreuen. Hauptsache, die Eltern können weiterhin profitorientiert ihrer Selbstverwirklichung nachgehen!

    • Esther sagt:

      Zurück zum Start. Sind sie das erste Mal dabei in diesem Blog?

    • Daddy sagt:

      @Peter Kobelt: Wissen Sie eigentlich, um was es hier in diesem Blog geht? Das ist kein Die-Welt-ist-so-schlecht-Blog….

      • maia sagt:

        Ich finde, dieser Beitrag hat sehr viel mit dem Thema hier zu tun.

      • Peter Kobelt sagt:

        Keine Ahnung, ob ich mit Ihrer Weisheit gesegnet bin, Daddy, Ihren Grossmut teile ich aber nicht. Meinen leicht abstrahierten Beitrag haben Sie dahingehend richtig erfasst, dass ich die meisten in den Kommentaren geäusserten Ansichten nicht teile und mit der Grundhaltung, Kinderbetreuung ökonomisch zu betrachten, in keiner Weise übereinstimme.

      • Sandra sagt:

        @Peter: Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich, 34 kinderlos glücklich, werde immer wieder vor allem von Müttern, die die Kinder 4-5Tage pro Woche in die Krippe geben, gefragt, wann ich dann Kinder hätte? Das Bild Haus, 2 Kinder, 2 Autos (evt. 1 Hund) gehört heute einfach zum perfekten Paar/Familie. Viele haben nur Kinder, weil es normal ist, in einem gewissen Alter Kinder zu haben. Viele Kinder werden aber schlecht betreut bzw. geliebt! Man kann auch kinderlos glücklich sein, und Kinder trotzdem lieben, zum Beispiel Patenkind oder Kinder von Freunden gerne haben.

    • Moor sagt:

      Es gibt zwei solche ähnlichen Diskussionsansätze:

      Alles, was in Afrika gemacht wird, sollte hier auch gehen. (Beispiel: Frauen können doch hinter einem Gebüsch gebären, warum der ganze Aufwand mit Spital und so?)

      oder

      In Afrika ist alles so schlimm, was haben wir denn schon für Luxusprobleme hier? (Beispiel: Siehe oben)

      Nicht für zwanzig Rappen überlegen vor dem Schreiben, oder?

    • 13 sagt:

      Ja, Herr Kobelt. Was für ein Luxusproblem, sich zu überlegen, ob man die Kinder gut betreuen lässt oder sogar selber betreut. In vielen Gegenden der Welt wären die Eltern noch so dankbar, wenn sie einen bezahlten! Job hätten, der es ihnen ermöglichen würde, ihren Kindern täglich etwas zu essen auf den Tisch zu stellen oder ihnen anzuziehen zu kaufen, damit diese keinen Hunger und Kälte erleiden. Um das tun zu können, würden sie ihre Kinder noch so gerne von der Nachbarin betreuen lassen und ihr auch noch etwas bezahlen. Und niemand würde sich 1. Welt Frage stellen, ob sie sollen oder nicht…

      • maia sagt:

        Ich habe den Beitrag eher so verstanden, dass wir hier nicht so knausrig sein sollten. Obwohl es den meisten hier materiell sehr gut geht – wollen sie die Kinder möglichst günstig betreuen lassen nur um mehr Profit zu generieren. Ich denke, man/frau kann sich schon etwas Gedanken darüber machen, was uns wichtig ist.

      • Peter Kobelt sagt:

        @maia: Danke, haben Sie geantwortet, und erst noch im Sinn meines Kommentars.

  • Cybot sagt:

    Die Fr. 8.- „pro Kind“ zeigen doch ziemlich klar, wo der Unterschied liegt: Die Nanny betreut die Kinder einer Familie und bekommt dafür einen fixen Lohn. Die Tagesmutter hingegen kann Kinder mehrerer Familien betreuen, also auch die Fr. 8.- mehrfach kassieren. Und das muss sie wahrscheinlich auch, denn 8 Franken pro Stunde sind ja kein Lohn, da hab ich bei Ferienjobs als Teenager vor 25 Jahren schon mehr verdient. Das rentiert nur, wenn man die Fr. 8.- multiplizieren kann.

  • Anton Keller sagt:

    Wer für das eigene Kind eine „Kinderaufbewahrungsstätte“ sucht, soll ruhig das billigste Angebot nehmen. Ich persönlich würde an allem anderen sparen. Die Bildungs-Investitionen (Spiele, soziale Interaktionen, Erleben) im Vorschulalter sind die effektivsten für ein späteres schönes Leben.

  • Sportpapi sagt:

    Caroni original: „Das Problem liegt darin, dass die Mindestlöhne des NAV (CHF 18.55 – 22.40) für die Kinderbetreuung im Vergleich zum Marktpreis hoch sind (vgl. z.B. http://www.betreut24.ch, wo von einem Mindestlohn von CHF 15.- für einen volljährigen Babysitter und CHF 4.- für Tagesmütter ausgegangen wird).“ Es macht eben schon einen Unterschied, ob Babysitter (unter 18 Jahren), Tagesmutter (maximal 5 Kinder mit entsprechendem Ansatz) oder Kinderbetreuung im eigenen Haus (exklusiv!) geregelt wird. Ein Ansatz von 18.55 Franken finde ich jedenfalls klar zu tief!

    • franziska sagt:

      Und die Erfahrung von Tagesmüttern wird als 1.-/h „belohnt“ auf dieser Website, bei den Babysittern hingegen mit 2.-….
      Das sind doch reine Dumpinglöhne, ein passenderes Wort fällt mir da nicht ein!

  • Elisa sagt:

    Wir haben eine Nanny, die drei Tage pro Woche unsere Kinder bei uns zu Hause betreut. Das kostet – mehr als die Kinderkrippe, wo wir den Maximaltarif bezahlten. Die Kinder sind sehr gut betreut, auch wenn sie krank sind und auch während der Schulferien. Mein Mann und ich sind beide gut ausgebildet und wollen beruflich weiterkommen. Wir verdienen beide gut, sind aber auch nicht gerade absolute Spitzenverdiener. Unsere Fixkosten sind hoch, unter anderem auch wegen der Betreuungsvariante, die wir gewählt haben. Aber ja, das ist sie uns wert.

    • Susi sagt:

      @Elisa: „Das kostet – mehr als die Kinderkrippe, wo wir den Maximaltarif bezahlten.“

      Das interessiert mich jetzt aber wirklich genauer. Der Maximaltarif beträgt ja um die Fr. 125,-, das wäre für zwei Kinder Fr. 250.-
      Die Nanny kostet mehr als 250.- pro Tag?

      • Elisa sagt:

        @Susi: die Kita hat für drei Tage pro Woche monatlich 3000 gekostet. Ja, die Nanny verdient mehr als das (Pensum 80%).

  • Lisa sagt:

    Können wir endlich davon wegkommen, den Begriff „FREMDbetreuung“ zu verwenden? Es sind keine Fremden, die unsere Kinder betreuen, sondern Frauen (und Männer), die unsere Kinder meist mehrmals pro Woche sehen und ein enges Verhältnis zu ihnen haben.

    • Martin Frey sagt:

      Kennen Sie die Tagesmutter, die Nanny wirklich so gut, Lisa? Sehen Sie in deren Köpfe hinein, wissen Sie wie sie denken, handeln?
      Persönlich staune ich immer wieder wie wenig teilweise sich Eltern für die Personen interessieren, denen man nichts weniger als die eigenen Kinder anvertraut. Und wie wenig man von ihnen weiss.

      • Susi sagt:

        @Martin: Stimme völlig zu, ich persönlich fände es problematisch, mein Kind einer einzigen Betreuungsperson zu übergeben (fast hätte ich geschrieben „auszuliefern“), die ich nicht mal richtig kenne.

      • Martin Frey sagt:

        Es ist letztendlich ein „ausliefern“, Susi, zumindest für die paar Stunden untertags. Man sollte das Kind durchaus beim Namen nennen, finde ich.
        Eine gute Nanny ist was tolles, kann viel und hat eine immense Verantwortung. Wir haben selber zwar keine derartige „Fremdbetreuung“ für uns, aber ich würde, wenn überhaupt, eine solche nur mit sehr viel Bedacht wählen. Und diese Person selbstredend gut behandeln und bezahlen, das ist das mindeste. Insofern finde ich die Diskussion etwas schräg in der Landschaft, denn kaum jemand von uns würde irgendeine Tätigkeit für 18.55/h ausüben.

      • Lisa sagt:

        Nein, ich sehe nicht in die Köpfe der Betreuerinnen meiner Kinder hinein. Aber ich sehe eigentlich grundsätzlich nicht in die Köpfe anderer hinein.
        Auch in die Köpfe meiner Kinder sehe ich übrigens nicht hinein, aber ich sehe, wie es ihnen nach einem Tag in der Kita geht, ich sehe, wie sie mit Freude davon erzählen und ich sehe, dass sie morgens gerne hingehen. Das reicht mir.

      • Susi sagt:

        @Lisa: Jetzt reden Sie aber von Krippenbetreuerinnen, nicht von einer Tagesmutter. Und genau da machte ich ja den Unterschied.

      • Martin Frey sagt:

        Ich hab den gleichen Unterschied wie Susi gemacht, Lisa. Wobei ich auch in die Krippenbetreuerin nicht hineinsehe. Aber immerhin haben die Kitabetreuerinnen in aller Regel eine fundierte Ausbildung, und sind nicht alleine und unbeaufsichtigt für die Kinder verantwortlich.

    • Markus sagt:

      Das musste ja kommen. Das Wort fremd wird heute nur allzu gerne falsch verstanden, auch im Bezug auf fremde Richter.

      • Schlumpfine sagt:

        @Susi: Das hat was. Allerdings hätte ich auch Mühe damit, mein Kind in einer Einrichtung unterzubringen, in welcher die Betreuung zu weiten Teilen von sich abwechselnden PraktikantInnen geleistet wird. Ich arbeite als Sozialarbeiterin und habe wiederholt erlebt, wie Jugendliche aus instabilen familiären und persönlichen Verhältnissen Praktikas in KITAS absolvieren und hier teilweise als billige Arbeitskräfte, ohne realistische Aussicht auf eine entsprechende Ausbildung, ausgenutzt werden.

      • Stranger sagt:

        Kann schon sein. Meine Erfahrung ist umgekehrt. Unsere langjährige Babysitterin, die danach eine richtig gute Lehre abschloss, machte noch später ein Praktikum in unserer Kinderkrippe, weil sie es so gut mit Kindern kann. Ein super Mädchen. Wir nahmen sie vor zwölf Jahren oder so in die Ferien mit (bezahlt von uns), dort musste sie ein bisschen auf die Kinder aufpassen, konnte aber auch viel Ferien geniessen.

      • Susi sagt:

        @Schlumpfine: Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht. Unsere Tochter ging in eine integrative Krippe mit sehr gut ausgebildetem Personal. Ich erinnere mich an keine Praktikantinnen.
        Jetzt geht sie in den Hort, in welchem immer etwa 6 Leute anwesend sind, darunter auch zwei Männer. Finde ich eine super Sache.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @Lisa: Euphemismus in Reinkultur! Ist das „Neusprech“ (vgl. Orwell 1984)? Es ist sicherlich wichtig, dass wir dieses Unwort „Fremdbetreuung“ eliminieren, damit wir alle unser Gewissen beruhigen können und uns ungehindert/ vollumfänglich der Wirtschaft zur Verfügung stellen können. Der Staat hat sicherlich auch ein Interesse daran, es ist ja super, wenn 2 Einkommensteuer bezahlen. Moment mal, die Nanny würde ja auch noch Einkommensteuer bezahlen.

      • Lisa sagt:

        @Markus: Sie haben absolut recht, das Wort wir heute oft im falschen Zusammenhang verwendet, sei dies bei der Fremdbetreuung oder bei den fremden Richtern, beide sind nämlich nicht fremd.

      • Lisa sagt:

        @ Hans Hintermeier: Ich muss mein Gewissen nicht beruhigen und mich auch nicht vollumfänglich der Wirtschaft zur Verfügung stellen. Ist es eigentlich so absolut unvorstellbar, dass Kinder GERNE in die Kita oder zur Tagesmutter gehen? Dass sie es vielleicht interessanter und bereichernder finden als 7 Tage die Woche mit Mama zu verbringen? Weil sie dort mit anderen Kindern spielen können, weil sie dort Dinge tun können, die zuhause nicht möglich sind, weil sie dort Freundschaften schliessen, weil es einfach Spass macht?

  • Hans Hintermeier sagt:

    Die „Elite“ wird auf Kosten der Armen immer reicher:Reiche können noch mehr arbeiten gehen,weil durch Lohndumping jemand sehr sehr günstig ihre Kinder betreut.Die Armen werden aufgrund der Reichen immer ärmer,weil diese nicht bereit sind ihnen anständige Löhne zu zahlen,von denen sie leben können (z.B. für Kinderbetreuung).Das ist der neue Neo-Liberalismus (Caroni ist in der FDP),das neue Prekariat.Für die Reichen kann es nie genug sein,es muss immer mehr sein, die anderen sind ihnen egal,Hauptsache sie haben immer mehr!Für sie muss sich das Arbeitengehen lohnen,für die anderen jedoch nicht!

  • Sportpapi sagt:

    Noch zu den Tagesmüttern: Die sind tatsächlich in einer speziellen Situation, da sie meist noch eigene Kinder haben, die sie betreuen, und die zusätzlichen dann ohne viel Aufwand einfach mitlaufen. Trotzdem ist der Lohn sehr tief, wenn man bedenkt, dass auch die Infrastruktur (Wohnung) mitbenutzt wird.
    Auf der anderen Seite ist die Stabilität der Betreuung eher weniger gewährleistet, denn wenn die Tagesmutter oder eines ihrer Kinder krank ist, fällt die Betreuung weg. Tagesmütter nehmen aber eher Kinder für 1-2 Tage, im Gegensatz zu den Krippen.

    • Schlumpfine sagt:

      Lieber SP, ob die Tageskinder „ohne viel Aufwand nebenbei mitlaufen“ hängt m.E. sehr von deren Alter ab. Die zusätzliche Betreuung von Babys und Kleinkindern ist eine äusserst anspruchsvolle und anstrengende Arbeit, welche die volle Aufmerksamkeit der Betreuungsperson erfordert.

  • Sportpapi sagt:

    Da sind wir wieder beim Thema, das wir vor ein paar Tagen schon hatten. Das Problem ist doch, dass Kinderbetreuung von einigen nicht als Job gesehen wird, und schon gar nicht als einer, für den man Geld verdienen sollte. Entsprechend heisst es dann so schön, „Arbeit muss sich lohnen“, als ob die abgegebene, ausgelagerte Arbeit zu Hause keine Arbeit wäre.
    Kinderbetreuung kostet. Und die Betreuer/innen erhalten eher zu wenig als zu viel. Gespart werden kann meiner Meinung nach höchstens bei den Infrastrukturen. Und das, was es kostet, sollten Normalverdiener dann halt auch bezahlen.

    • fabian sagt:

      nur sehr fragwürdig wirds dann, wenn die kinderbetreuung ausgerechnet von jenen nicht hoch bezahlt werden will, welche selbst immer hohe bezahlung und anerkennung fürs hausfrau/mann-sein fordern. damit meine ich aber nicht den caroni. der hat schon längst erkannt, dass (wahl-)freiheit und empanzipation des einen mit tiefen dumpinglöhnen des anderen erkauft wird.

    • Bernhard sagt:

      @Sportpapi: „Das Problem ist doch, dass Kinderbetreuung von einigen nicht als Job gesehen wird, und schon gar nicht als einer, für den man Geld verdienen sollte. Entsprechend heisst es dann so schön, “Arbeit muss sich lohnen”, als ob die abgegebene, ausgelagerte Arbeit zu Hause keine Arbeit wäre.“

      Genau! Und bei der Bildung im Volksschulbereich sind wir ja auch auf diesem Weg, wie die Debatte rund ums Homeschooling zeigt: Auch Lehrperson kann scheinbar jede/r sein. Also ist auch dieser Job nicht mehr wert als ein Kinderbetreuungs-Job! Ich sehe da ein riesiges Sparpotenzial!! 😉 (Ironie off)

      • Sportpapi sagt:

        @Bernhard: Und wenn man dann noch in unsere Sparte, den Sport geht, dann darf das sowieso nichts kosten… (und jede Ausbildung ist zu viel, dafür reicht doch ein J+S-Kurs und gaaaaaanz viel Begeisterung…)

      • Bernhard sagt:

        @Sportpapi: Genau, ist ja nur Sport!! Und das kann nun wirklich jeder und jede!! Da sind sogar die J+S-Kosten rausgeschmissenes Geld!! 😀

        PS. Meine Schüler können jeweils kaum glauben, dass man dieses Fach tatsächlich studieren kann/muss… 😉

      • Susi sagt:

        @Bernhard: „Genau, ist ja nur Sport!! Und das kann nun wirklich jeder und jede!!“

        Stimmt, ich bin nämlich im Sport auch etwa gleich gut wie im Italienisch… *hust*

      • Stranger sagt:

        Allora d’ora in poi ci parleremo in italiano, va bene?

      • Susi sagt:

        @Stranger: No, purtroppo non va bene. Come il sport. 🙁

  • Ula sagt:

    Wieso eigentlich Kinder? Sie brauchen Zeit, Geld, machen Unordnung… Vielleicht sollte man nur dann Kinder haben, wenn man sich für sie interessiert, sie aufwachsen sehen will, ihre kleinen und grossen Sorgen teilen will. Outsourcing der Kinder finde ich irgenwie schräg.

    • Susi sagt:

      Und ich finde solche einfach gestrickten Kommentare irgendwie schräg.

    • 13 sagt:

      @ Ula
      Ich hoffe doch sehr, Sie sprechen mit ihrem Kommentar auch die rund 98% der erwerbstätigen Väter an, oder?

    • linus stamm sagt:

      Ula: Hier sind höchstens Sie schräg! Die Woche hat 7 Tage und 168 Stunden! Die Kinder für ein paar Stunden frembetreuen zu lassen ist weit weit weg von „Outsourcing“. Vielleicht sollten Sie einen Teil der Kosten Ihrer Ausbildung zurückzahlen, wenn Sie sich nicht für Erwerbsarbeit interessieren.

      • Marianne sagt:

        Ich arbeite seit 11 Jahren als Tagesmutter.. 8.- pro Stunde und Kind wäre schon Mehrwert. Haben wir doch einen Ansatz von 6.25!! Abzüglich AHV und ALV.. dazu müssen wir neuerdings diesen mikroverdienst auch noch versteuern.. da ist man als Hausfrau bestraft, schauten man doch zu den eigenen Sprösslingen, kostet den Staat also keinen Rappen in Sache kinderbetreungskosten, kann keine Steuer abziehen, nein, man bezahlt!!!

      • 13 sagt:

        @ Marianne
        Wo genau ist das Problem, wenn man Steuern auf einem Einkommen bezahlt, welches man Ende Monat wirklich in der Tasche hat, weil man keine Ausgaben hat, so gering es auch sein mag? Wieviele bezahlen die Steuern auf einem Einkommen, welches sie Ende Monat, der KITA oder der Tamu überweisen müssen, weil die Abzüge kaum die wirklichen Kosten decken? Da bleiben bei vielen keine 6.- brutto mehr übrig.

  • Mascha sagt:

    Erziehung , gerade von den Allerkleinsten, ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe – ganz abgesehen davon, dass Kinder das Wertvollste sind, was eine Gesellschaft hat und daher der Erzieherinnen-Beruf, ob in Form von Kita oder Tagesmami oder Nanny, eine viel höhere Anerkennung verdienen würde, auch finanziell.
    Herr Caoni, der den Steuerzahler wahrscheinlich Tausende von Franken kostet, ist schlicht dreist. Und dass er zu geizig ist, einen normalen Lohn zu zahlen, sagt sehr viel über seine menschlichen Qualitäten (bzw. deren Absenz). Peino!!

  • Georg sagt:

    Wie wär’s, wenn sich zwei oder mehrere Mütter (jaja, meinetwegen auch Väter), die teilzeitig erwerbstätig sind, zusammentäten, um die Kinder zu betreuen? Mit gutem Willen, etwas Fantasie und Intelligenz (von der die meisten behaupten, sie seien reichlich damit ausgestattet), wäre das in vielen (ich habe gesagt in vielen, nicht in allen) Fällen möglich, und man bräuchte sich keine Gedanken über die Stundenlöhne zu machen. – Die häufigste Antwort darauf: „Ich will an meinen Tagen zuhause nicht auch noch die Blagen anderer Leute hüten.“ Ok. Dann bezahlt halt…

    • tststs sagt:

      Läck, Georg, vielen Dank für diesen Tipp… ich wette, auf diese Idee ist bis jetzt noch niiiiieeeee jemand gekommen… 😉

      • Marcel sagt:

        Ihr Kommentar, Herr oder Frau „ts…“, ist genau der Kommentar, den man in solchen Diskussionen nicht braucht… Was Georg sagt, sagt er nicht für die, die seine Idee schon gehabt haben, sondern für die, die sie gleich in der ersten Sekunde verwerfen (weil sie nicht auf dem eigenen Mist gewachsen ist) oder die sie noch nicht gehabt haben. Sie sehen es ja an anderen Kommentaren hier: Man „traut“ den Leuten nicht, man „will“ nicht – na gut, dann sollen die, die anderen Müttern (die wohl ähnlich qualifiziert sind wie jede andere Mutter auch und die man ja übrigens kennenlernen kann) nicht…

      • Marcel sagt:

        Fortsetzung: … trauen, und die,die „nicht wollen“, doch weiter über „schlechte Betreuung“ heulen und schön saftig bezahlen, statt sich selbst zu helfen. Man KANN sich nämlich oft, sehr oft selbst helfen – und damit anderen, wenn man WILL und nicht verstockt und verbohrt ist. Und so kann man ein Netz aufbauen. Man kann ja mal damit anfangen, dass man die Blumen vom Nachbarn giessen lässt, wenn man in den Ferien ist… Oder man kann im vornherein denken, der Nachbar bringe die Blumen um – so wie im „Mütterkreis-Helf-Kreis“ das eigene Kind mit Sicherheit umgebracht wird.

    • Susi sagt:

      @Georg: Ich will mein Kind nicht einfach irgendeiner anderen Mutter abgeben, die zufällig in der Nähe wohnt und deren Arbeitspensum mit meinem zusammenpasst.

      Ich würde da nur mit Leuten zusammenspannen, die ich wirklich gut kenne und gerne mag, und wenn dann logistisch alles noch stimmen muss, dann wird die Auswahl eben winzig.

      Oder ich gebe meine Tochter in den Hort, wo ausgebildetes Personal arbeitet und sie vor allem nicht nur auf eine einzige Betreuungsperson zurückgeschmissen ist.

      • Markus sagt:

        Kann es sein dass sie zu hohe Ansprüche haben. Mich würde es nicht wundern, wenn sie für fremde Richter sind, aber den Menschen aus ihrer nächsten Umgebung misstrauen. Perverse Zeiten haben wir hier.

      • Stranger sagt:

        NEIN, Markus, es sind SIE, die das nicht durchgedacht haben! KrippenmitarbeiterInnen sind Profis, sie haben Ahnung, sind geschickt. In den seltensten Fällen sind sie nicht gut. Ausserdem hat es in einer Krippe mehrere davon, was den Einfluss von faulen Eiern minimiert. Privatleute hingegen arbeiten einzeln und haben als Amateure mit einiger Wahrscheinlichkeit weniger Ahnung von der Sache. Ausserdem sind meine Nachbarn ja auch „in meiner nächsten Umgebung“ nicht unbedingt mit mir besonders bekannt, oder? Ich kenne die Leute, die einen Stock unter mir wohnen, kaum.

      • Susi sagt:

        @Markus: Uiuiui, was für ein blöder Kommentar. Was soll das mit fremden Richtern zu tun haben?

        „aber den Menschen aus ihrer nächsten Umgebung misstrauen“. Trauen Sie also allen Menschen in Ihrer Siedlung (oder ihrem Quartier)?
        Sie haben meinen Beitrag gar nicht verstanden. Darum nochmal: Die Nachbarn gleich neben/unter/über uns kenne ich gut, aber leider trifft der Zufall nicht ein, dass sich grad alle arrangieren könnten/wollten. Darum müsste ich im weiteren Umfeld fragen. Nein, ich vertraue mein Kind nicht jedem blind an, der in meinem Quartier wohnt. Es ist mein Kind, nicht meine Pflanze.

      • Susi sagt:

        @Stranger: Danke, schliesse ich absolut an.

        (Mein anderer Kommentar wartet auf Freischaltung 😉 )

      • Susi sagt:

        schliesse „mich“ an, sollte es natürlich heissen…

      • Markus sagt:

        @Stranger. Der grosse Teil der Kinderbetreuung und Erziehung wird von in Erziehung und Betreuung gänzlich unausgebildeten Müttern und Vätern erbracht. In der Regel machen die das sehr gut. Wieso behaupten sie nur hoch Gebildete könnten Kinder betreuen? Ihrer Logik folgend müssten Eltern, die nicht entsprechende Ausbildung haben, die Kinder entzogen werden.

      • maia sagt:

        @Susi: Und die Krippen-/HortmitarbeiterInnen die kennen Sie alle? Also so richtig!

      • Susi sagt:

        @maia: Dann halt nochmal, auch wenn es oben schon steht: Das Krippen-/Hortpersonal kenne ich etwa so gut wie die Kindergärtnerinnen. Also sicher nicht besonders gut, es sind keine Freunde/Freundinnen von mir.
        ABER: Es sind Leute, die dort ihre Arbeit machen, die dafür ausgebildet wurden. (Oder glauben Sie, dass eine solche Ausbildung nichts wert ist?)
        Zudem kann ein Kind sich dort aussuchen, zu wem es gerade gehen möchte wegen eines Problems. Das kann es bei der Tagesmutter nicht, da gibt es keine Ausweichmöglichkeiten.

      • Susi sagt:

        @Markus: Es gibt genug gestörte Eltern, die ihre Neurosen auf die Kinder übertragen, darüber müssen wir gar nicht diskutieren. Genau solche Kinder würden von einer „Fremdbetreuung“ sehr profitieren.

        Was genau „hoch gebildet“ in Ihrer Welt bedeutet, ist etwas rätselhaft… Wir reden von ausgebildeten (Kleinkind-)Erzieher/innen.

        Was glauben Sie, wie oft ich beobachte, dass Kinder von ihren Müttern angeschrien oder geklappst werden? Und was meinen Sie, wie oft das in Hort/Krippe passiert?

      • Stranger sagt:

        Markus, verdrehen Sie meine Worte nicht. Ich habe nirgends behauptet, was Sie mir in den Mund legen. Sie pflegen eine zutiefst unfaire Argumentation.

    • 13 sagt:

      Ja, genau. Liebe erwerbstätige Frauen, arbeitet doch neben Eurem auswärtigen Pensum noch Zuhause ein zweites Pensum, damit wir ja ein System halten können, welches Hausfrauen ermöglicht, gar keine Erwerbstätigkeit auszuüben, weder auswärts noch zu Hause. Ja, ich bin so eine Frau: ich sitze an 4 Tagen pro Woche im Büro und will an den anderen drei nur meine Kinder betreuen. Warum genau ist das egoistischer, als die Frau, die für sich das Recht beansprucht, 7 Tage pro Woche nur ihre Kinder zu betreuen? Weil ich noch ein „Hobby“ namens Erwerbsarbeit habe?

      • Sportpapi sagt:

        Wo haben Sie jetzt das egoistisch wieder gelesen? Es geht um die Finanzierbarkeit, um Stundenlöhne. Man kann eine Leistung einkaufen, oder sie eintauschen. Georg bringt da eine Alternative ins Spiel, die früher weit verbreitet war, und die wir beispielsweise heute auch leben.
        Und es ist auch ein wichtiges Thema. Denn eines zeigen die Statistiken in der Schweiz meiner Meinung nach klar: Der massive Ausbau professioneller Fremdbetreuung hat nicht in entsprechendem Umfang zu einem Ausbau der Erwerbsarbeit geführt, sondern wohl eher private Initiative (Nachbarnhilfe) verdrängt.

      • Sportpapi sagt:

        Und das ist auch nicht schlecht, entlastet die Familien, nimmt etwas Stress weg. Aber es kostet halt, und bringt nicht den erwarteten Nutzen bei den Steuereinnahmen.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Wenn Sie nur die Steuereinnahmen anschauen, ist dies zu wenig. Was ist denn mit den Sozialversicherungen, der besseren Perspektiven, die dann neue Steuern generieren, dem kleineren Risiko von der Sozialhilfe abhängig zu werden, den Steuereinnahmen der Krippen und Tagesmüttern, den Output der Geschäfte, wo die Eltern tätig sind etc. etc.? Es mag ja eine Interpretation meinerseits sein, aber die Forderung, die Subventionen für familienergänzende Betreuung, einzudämmen, kommt doch meistens aus der Forderung, dass man das nicht mitfinanzieren will. D.h. es soll im eigenen Sack mehr Geld

      • 13 sagt:

        bleiben, wobei Sie sogar soweit gehen, zu sagen, dass dieses Geld für die Unterstützung Einverdienerfamilien bleiben soll. D.h. durch die Abnahme der Unterstützung eines Modells, soll ein anderes gefördert werden. Und genau das habe ich geschrieben: Die Forderung von Georg führt am Schluss dazu, dass die Doppelerwerbstätigen noch eine Zusatztätigkeit aufnehmen sollen (als Tageseltern), damit sich mehr leisten können, keiner Erwerbstätigkeit nachzugehen. Diese Forderung finde ich ehrlich gesagt unmöglich.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sie haben nicht verstanden, was ich gesagt habe. 1) Es hat nach meinem Wissen, nach meinem Studium der vorhandenen Statistiken kein grosser Anstieg der weiblichen Erwerbstätigkeit stattgefunden, der auch nur im geringsten dem Ausbau und der Inanspruchsnahme von externer Betreuung entsprechen würde. Also bleiben auch all die positiven Folgen, die Sie aufzählen, aus.
        2) Die Forderung von Georg heisst, am Tag, an dem Sie zu Hause sind, noch ein Kind oder mehr aufzunehmen. Reiner Tauschhandel statt der Betreuungskosten. Oder sie bezahlen halt, damit Sie am fünften Tag nur das eigene Kind habe

      • Sportpapi sagt:

        Es ist insofern auch gar keine Forderung, sondern eine Alternative. Und keine schlechte, wenn die Situation dafür günstig ist. Spart nämlich viel Geld – aber stresst vielleicht auch mal. Was ich gar nicht verstehe: Weshalb soll das dazu führen, dass die einen mehr arbeiten, damit andere gar nicht mehr müssen? Den Zusammenhang sehe ich nicht. Die Einverdienerfamilie ist davon ja überhaupt nicht betroffen.
        Und ja, ich bin nicht der Meinung, dass man das eine oder andere Modell finanziell unterstützen soll. Ausser, es geht um Familien, die Unterstützung nötig haben.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Wie oben beschrieben: Es gibt kein wertfrei. Die Abnahme der Unterstützung eines Modells, führt automatisch zur Förderung des anderen.
        zu 1. Ich kenne diese Statistik nicht, aber ich gehe kaum davon aus, dass die meisten Kinder betreut werden, während einer zu Hause sitzt.
        zu 2.: Ich habe nichts von Kosten geschrieben, sondern von einer Zusatztätigkeit, also Arbeit. Und sie werden mir ja recht geben, dass die Betreuung eines Kindes Arbeit ist. Also wer auswärts anstatt zu Hause arbeitet, soll nun noch mehr arbeiten. Für mich keine akzeptable Lösung, um den Staat zu entlasten.

      • Sportpapi sagt:

        „Die Abnahme der Unterstützung eines Modells, führt automatisch zur Förderung des anderen.“ Relativ gesehen stimmt das, sonst eher nicht. Werden aber Privilegien aufgehoben, führt das nur zu mehr Gerechtigkeit.
        Zu 1) Ich wiederhole: ersetzt wurde vermutlich im Wesentlichen die (partnerschaftliche) Nachbarschaftshilfe. Aber das ist ja nur meine These. Kann gerne widersprochen werden. Vielleicht hat der Anstieg aber auch stattgefunden, und ich habe die falschen Statistiken gesehen, oder falsch interpretiert?

      • Sportpapi sagt:

        Zu 2) Weshalb den Staat entlasten? Es geht um das eigenen Portemonnaie. Wenn Sie selber schon fünf Kinder betreuen, werden Sie eher nicht zu einer solchen Nachbarschaftshilfe greifen. Aber wenn Ihr Kind am Montag bei den Nachbarn isst und am Nachmittag spielt, am Freitag kommt dafür ein Kind zu Ihnen an den Tisch, dann ist das vielleicht gut machbar. Bei uns läuft das jedenfalls so. Das geht, weil man vielleicht am Kinderbetreuungstag noch Kapazität frei hat. Wenn man nicht will, zahlt man halt für die Leistung, die man in Anspruch nimmt. Ist doch nichts dabei.

  • Hans sagt:

    Die Kitabetreuung ist für arbeitende keine Alternative. Wer rechnen kann merkt es. All der Stress und die Kosten bringt kaum was. Kitas sind für Leute die Ihre Kinder für aus Integations- oder Sozialgründen abgeben können, und dann schwarz Putzen gehen.
    Die Leute die Arbeiten und Geld verdienen das auf dem Lohnausweis aufgeführt ist, zahlen sich dumm und dämlich. Diese Eltern zahlen dann die Integration der Schwarzarbeiter-Eltern! Ich bin der Meinung das sie „Integrationskinder“ aus dem Integrationstopf bezahlt werden sollte und nicht von den arbeitenden Eltern.

    • Sportpapi sagt:

      „Kitas sind für Leute die Ihre Kinder für aus Integations- oder Sozialgründen abgeben können, und dann schwarz Putzen gehen.“ Schön wärs. Offenbar sind es aber gerade die ärmsten Familien, die auf die subventionierten Kitas nicht zurückgreifen.

      • Hans sagt:

        Nein! Wer die Kostendeckenden „Privattarive“ zahlt dem vergeht das Lachen. Die Tarif begünstigen die ganz tiefen Einkommen. Wer gut verdient dem rate ich mal mit „Tax Me“ durch zu rechnen was das bringt. Sie werden Sehen Ihre Frau arbeitet den für 3-5 Sfr. pro Stunde Netto-Netto. Wer schwarz arbeitet hat eine tiefe steuerbare Lohnsumme auf den Lohnausweis und kann sein Kind zu einem Bruchteil der Kosten abgeben. Fragen Sie Ihre Kita nach der Sozial- und Integrationsquote! Damit die Kitas gesellschaftlich getragen werden wird vorgegaukelt die Kitas seinen für die arbeitenden Eltern.

      • Sportpapi sagt:

        @Hans: Und Sozialhilfe begünstigt auch nur die ganz tiefen Einkommen. Was für ein Skandal! 🙂

      • Bernhard sagt:

        @Hans: „Wer gut verdient dem rate ich mal mit “Tax Me” durch zu rechnen was das bringt. Sie werden Sehen Ihre Frau arbeitet den für 3-5 Sfr. pro Stunde Netto-Netto.“

        Ja, aber damit verdient sie eben doch noch 550.- bis 900.- NETTO pro Monat ZUSÄTZLICH zum Lohn des Mannes, der in einem solchen Fall ja entsprechend hoch ist! Was sollen denn da die ganzen Familien aus den Niedriglohn-Bereichen sagen? Da „lohnt“ sich nicht mal das Einkommen des Erstverdieners, da dieses Ende Monat weg ist und dennoch nicht mehr Luxus rausschaut, als wenn von Sozialhilfe gelebt würde!

    • tststs sagt:

      Geilo… „der Integrationstopf“… kann ich dort als Semi-Secondo Subventionen beantragen?!? 😉

      • Hans sagt:

        Wow 550.- als Ingeneur im Monat! Das sind ja 27.50 pro Tag! Würden Sie für das Einkommen überhaupt aufstehen? Was soll der Sarkasmus? Unser Sohn kostet für 50% Kita 1567.- Meine Frau versucht am Ball zu bleiben und verdient Netto 3.15 die Stunde. Der Rest geht für Steuer und Kita drauf.

      • maia sagt:

        @Hans: Schade, dass sie nichts an die Betreuung der Kinder und die Steuern beitragen. Als Familie sollte man/frau doch die Kosten gemeinsam tragen…..

      • Bernhard sagt:

        @Hans: Sie denken viel zu kurz. Natürlich würde ich für 500.- NETTO pro Monat arbeiten gehen. Wissen Sie warum? Weil ich…
        …1. trotz allem einen finanziellen Zustupf hätte.
        …2. ich am Ball bleiben und sich die Entwicklung meines Lohns in den Jahren rechnen würde.
        …3. ich Abwechslung von der eintönigen Betreuungs- und Hausarbeit daheim hätte.
        …4. ich meine Pensionskasse und damit meine Rente deutlich aufbessere (inkl. AHV)
        …5. ich sehr grossen Spass an meiner Arbeit habe und sie mir fehlen würde!

        Sie sehen: Es gibt genügend gute Gründe, selbst für wenig Geld arbeiten zu gehen!

      • Sportpapi sagt:

        @Hans: Am Ball bleiben und sogar noch Geld verdienen. Ist doch eine gute Investition, die sich später auszahlt. Andere machen eine Weiterbildung und zahlen dafür.
        Aber auch hier wieder: Sie gibt eine Arbeit ab, macht dafür einen anderen. Und bei diesem Jobwechsel gibt es sogar noch einen Mehrverdienst. Was ist daran auszusetzen?

      • maia sagt:

        @Hans: Ausserden – Sie gehen doch auch arbeiten. Jetzt rechnen Sie einmal aus, wieviel Sie für die Kinderbetreuung ausgeben und was Ihnen dann ende Monat für Sie selber bleibt. Rechnen Sie dann auch so? Kind kostet: KK, Miete, Essen, Kleider usw. usf. Betreuung (evt. duch Ihre Frau, dann aber auch hier: Miete, KK, Essen, Kleider usw. usf.).

    • franziska sagt:

      @Hans
      Wenn dir Kinder zu teuer sind, weshalb hast du welche?
      Und fairerweise müssten die Kita-Kosten für den Anteil der nichtpesönlichen Betreuung jeweils separat von den Lohnkosten für Vater und Mutter angerechnet werden. auf beide verfügbaren Einkommen angerechnet werden. Kinderbetreuung ist ja schliesslich nicht automatisch auf Mütter beschränkt.
      Dann verdient die Mutter plötzlich einiges mehr als 3.15 pro h…

      • Bernhard sagt:

        @Franziska: „Und fairerweise müssten die Kita-Kosten für den Anteil der nichtpesönlichen Betreuung jeweils separat von den Lohnkosten für Vater und Mutter angerechnet werden. auf beide verfügbaren Einkommen angerechnet werden.“

        Das verstehen viele Eltern nicht, wenn es um die Berechnung der Betreuungskosten geht. Für sie zählt nur das Hier und Jetzt: „Eine Person soll Mehrarbeit leisten und dafür nur so und so viel Franken pro Stunde erhalten. Ergo „lohnt“ es sich nicht!“

        Aber z.B. das Auto für 100k „lohnt“ sich dann immer! Doch damit wäre die Krippe für mehrere Jahre bezahlt!!! 😉

      • Hans sagt:

        Schöne Logik: Wer arm ist der soll profitieren, klar. Aber was ist wenn der edle Arme dann bescheisst und schwarz arbeiten geht. Die Kinder der ärmeren Leute sind logischerweise billiger.
        Ist Beschiss erst ab einem bestimmten Einkommen Beschiss? Wer gut verdient darf abgezockt werden, kein Problem der ist ja selber schuld!
        Der Staat finanziert sich durch Steuern. Auf der einen Seite profitieren wo es geht, zahlen aber ohne mich. Gell.
        Das Konstrukt Kita wie der Staat ist auch auf Steuerwahrheit auch der tiefen Löhne angewiesen. Oder kennt Steuerhinterziehung einen Mindestlohn

      • Eveline sagt:

        @Hans
        Interessant, wie Sie grundsätzlich davon ausgehen, das „Nicht-integrierte“ schwarz arbeiten gehen…

      • Sportpapi sagt:

        Interessant dass Sie glauben, dass Steuerbetrug vor allem bei armen Menschen üblich ist…

      • Bernhard sagt:

        @Hans: „Oder kennt Steuerhinterziehung einen Mindestlohn“

        Natürlich kennt sie das! Schwarzarbeit macht ja erst dann Sinn, wenn sie regulär versteuert einen Einfluss auf die Steuerrechnung hat. Auf Bundessteuer-Ebene zahlt die Familie mit 1 Kind erst ab einem steuerbaren Einkommen von 52k etwas. Bei 2 Kindern braucht es schon rund 63k. Also brutto rund 80k muss die Familie da schon verdienen. Auf Staatssteuer-Ebene (Kt. ZH) muss eine Familie mit 2 Kindern brutto rund 50k verdienen, damit sie effektiv Einkommenssteuern bezahlen muss! Darunter ist ein bisschen Schwarzarbeit faktisch irrelevant!

  • Hattori Hanzo sagt:

    Stimme völlig überein. Gut geschrieben, gut argumentiert.

    Caroni beweist sich einmal mehr als einer, der kein Unterscheidungsvermögen besitzt. Es leuchtet jedem ein, dass Tagesmutter und Nanny absolut nicht miteinander zu vergleichen sind.
    Es ist fast nicht zu glauben, dass ein Politiker nicht so weit denken kann. Aber schon mit seinem Vorstoss bezüglich Konkubinatspaaren hat er gezeigt, dass er nur auf kurze Distanz denkt.
    Man fragt sich dann immer: ist er jetzt wirklich so naiv oder ist das alles politisches Kalkül, um seinen Namen Präsenz zu verschaffen.

    • Martin Frey sagt:

      „Man fragt sich dann immer: ist er jetzt wirklich so naiv oder ist das alles politisches Kalkül, um seinen Namen Präsenz zu verschaffen.“
      Das frage ich mich bei Hr. Caroni schon lange. Auf jeden Fall bin ich überzeugt, dass er für 18.55/h nicht mal einen Kugelschreiber in die Hand nehmen würde. Jede Putzfrau verdient mehr, verstehe daher nicht, dass man den Leuten, denen man nichts weniger als die eigenen Kinder anvertraut, noch diesen an sich tiefen Lohn drücken möchte.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Vielleicht macht er ganz einfach Politik für sich selbst. D.h. immer dort, wo er denkt. „Ah so und so müsste ich weniger Steuern zahlen, hätte ich es ein wenig bequemer… etc. “ macht er ein politisches Traktandum, ohne auch nur eine 1 Sekunde daran zu denken, ob das überhaupt logisch ist, auf die Allgemeinheit gesehen Sinn macht, was die Kehrseite ist etc.
        Ganz im Sinne: lasst uns Gesetze machen, die zu 100% auf mich und meine Familie zugeschnitten sind.

        Erschreckend nur, dass jmd. wie er als Shooting Star gilt.

      • Martin Frey sagt:

        „Erschreckend nur, dass jmd. wie er als Shooting Star gilt.“
        Vielleicht ist er einfach nur telegen und deswegen für die Medien interessant? So ein bisschen wie der Finanzminister eines südosteuropäischen Landes?
        Frage mich auch, ob er mit seinen unüberlegten Partikularinteressenvorstössen in der für ihn richtigen Partei ist, aber dies nur nebenbei.

  • Pawel Silberring sagt:

    Ich finde, Herr Caroni kommt da noch viel zu gut weg. Es braucht eine gehörige Portion Arroganz um den ganzen Arbeitstag von jemandem zu beanspruchen, aber beim Lohn so zu geizen, dass diese Person davon nicht leben kann. Wer soll die Differenz zahlen, die die Nanny zum leben braucht? Ein Ehemann? Das Sozialamt? Herr Caroni verlangt für seine Arbeit als Anwalt bestimmt mehr als das 10-fache des Mindestlohns und befindet sich damit in Sphären einer abgehobenen Elite, für die nur ihre eigenen Bedürfnisse zählen.

    • fabian sagt:

      Pawel, nicht nur Caroni findet diese lumpigen Löhne zu hoch. Lesen Sie oben „Ich gehe mit Caroni einig, dass die Fremdbetreuungskosten in der Schweiz zu hoch sind.“ Selbst die Linken finden diese Dumping-Löhne zu hoch.
      Damit wäre dann auch die Frage schnell geklärt, wer das bezahlen soll: Der Staat oder das Sozialamt (wie originell. wer sonst?).

      • Martin Frey sagt:

        „Damit wäre dann auch die Frage schnell geklärt, wer das bezahlen soll: Der Staat oder das Sozialamt (wie originell. wer sonst?).“
        Letztendlich läuft es immer auf dasselbe hinaus. Nur mutet dieser Wunsch bei Hr. Caroni zugegebenermassen besonders absurd an.

    • Felix Stern sagt:

      @Pawel: Es ist Ihnen frei gestellt, Leute einzustellen und diesen so viel zu zahlen, damit es in Ihren Augen zum Leben reicht. Solange Sie dies nicht tun, sollten Sie sich mit Kritik an denjenigen zurückhalten, die immerhin anderen Leuten einen Job anbieten.

  • Muttis Liebling sagt:

    Tagesmütter in F:

    ‚Sie arbeiten als Tagesmütter, die in ihren Wohnungen eine Kleinkrippe mit zwei bis vier Kindern aus der Nachbarschaft betreiben. Oder sie kommen als Kinderfrauen in Haushalte der kinderreicheren Familien. Regelmäßig wird die Betreuungsbranche als »Zukunftssektor« gepriesen, der auch zum Jobwachstum beiträgt. Dieser Luxus ist sogar für einkommensschwache Haushalte erschwinglich. Denn die Eltern erhalten Zuschüsse für Gehalt und Sozialversicherung der Kinderfrauen. Dabei gilt die Regel, dass niemand mehr als zehn Prozent seines Einkommens für seine Kinder aufbringen soll.‘

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ dazu heisst es:

      ‚Entscheidend ist, dass Familie und Kinder nicht als Privatangelegenheit, sondern als öffentliche Aufgabe gelten. Deshalb wird das Geld nicht nur in die einzelnen Familien, sondern vor allem in die Struktur des öffentlichen Bildungswesens, in Schulen und in die Kinderbetreuung investiert. So macht es der Staat den Müttern leicht, ihrem Beruf weiter nachzugehen. Rund 80 Prozent der Frauen mit zwei Kindern stehen im Erwerbsleben. Und vor allem fällt auf, dass der Kinderwunsch mit zunehmender Bildung und gehobener Berufsposition nicht wie üblich sinkt, sondern steigt.‘

      • Sportpapi sagt:

        Und da unterscheiden wir uns wohl von den Franzosen. Wir haben keine Staatskinder und wollen auch keine. Und möglicherweise ist nicht einmal eine Mehrheit der Schweizer damit einverstanden, dass es erstrebenswert ist, eine möglichst hohe Doppelverdienerquote zu erreichen.
        Ich glaube übrigens auch nicht, dass es den Franzosen besser geht als den Schweizern, bzw. dass wir dort (und in Ostdeutschland) unbedingt Vorbilder suchen müssten.

      • Susi sagt:

        SP: „Und möglicherweise ist nicht einmal eine Mehrheit der Schweizer damit einverstanden, dass es erstrebenswert ist, eine möglichst hohe Doppelverdienerquote zu erreichen.“

        Hinter einer solchen Aussage kann jetzt aber sehr vieles stecken. Warum wären dann so viele dagegen? Weil sie finden, die Frau (natürlich) soll zuhause bleiben? Und aus welchen Gründen?

        Mich stört, dass das Wort „Doppelverdiener“ hier im Zentrum steht. Als würde es nur um den Verdienst gehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Ich habe Doppelverdiener geschrieben, um mich gar nicht auf irgendeine Geschlechterdiskussion einzulassen.

      • Mascha sagt:

        Hou Sportpapi, Frauen an Herd, gälled Sie?

      • Sportpapi sagt:

        Hou Mascha. Wenn Sie meinen…
        Mit meinen Aussagen hat das allerdings nichts zu tun, oder?

      • 13 sagt:

        Doch, SP. Genau das sagen Sie, ausser dass Sie sich hüten, direkt das Wort Frau zu benutzen, aber wenn wir die Verteilung der Erwerbstätigkeit in der Schweiz anschauen, kommen wir schnell darauf. Sie sprechen sich wieder einmal für ein System aus, in dem die Erwerbstätigkeit desjenigen, der weniger verdient, im Normalfall eben die Frau, als ein nettes Hobby zu betrachten ist, welches nicht rentabel sein soll, ja sogar zusätzlich kosten darf. Genau das war die Argumentation der Befürworter von Frauenlöhnen: diese sollen tiefer sein, denn eigentlich braucht die Familie sie ja gar nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das ist jetzt schlicht eine Unterstellung. Und Sie nach meinem Wissen das typische Beispiel dafür, dass das nicht so pauschal stimmt.
        Ich spreche mich ausschliesslich dagegen aus, dass eine Erwerbstätigkeit ausser Haus wertvoller sein soll als die Arbeit zu Hause. Und sie deshalb nicht nur besser entlöhnt werden soll (es muss ein Nettogewinn resultieren!), sondern im Zweifelsfall auch noch die Öffentlichkeit dies subventionieren soll. Auch wenn die Familie keinesfalls auf Sozialhilfe und öffentliche Unterstützung angewiesen ist.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Wir sind da aber eher eine Ausnahme, nicht der „Normalfall“. Ich sehe Wertschätzung nicht nur im Geld, sondern auch in anderen Bereichen, aber ja, in der Arbeitswelt, spielt Geld eben auch eine Rolle und das sollte sich lohnen. Ansonsten könnten wir hier auch weitergehen: Warum sollte denn jemand auf Sozialhilfe, Prämienverbilligungen und co. angewiesen sein? Wenn beide 100% arbeiten, braucht es das ja nicht. Sollen sie doch arbeiten gehen. Und das ist der Punkt: Was wollen wir mehr fördern? Ich bin lieber für die Ermöglichung der Erwerbstätigkeit anstatt Almosen, auch längerfristig.

      • mila sagt:

        @13: Ich bin auch der Meinung, dass externe Arbeit keine gemeinnützige Arbeit ist und sich lohnen soll. Aber was heisst: sich lohnen? Ganz sicher sollte niemand dafür draufzahlen. Auf der anderen Seite bin ich aber auch nicht bereit, eine Familie, die mit einem Doppelverdienst ganz gut über die Runden kommt, zusätzlich zu subventionieren – andere kommen auch mit zwei Gehältern mehr schlecht als recht über die Runden, erwirtschaften also zusammen keinen signifikanten Überschuss. Arbeit lohnt sich durchaus auch in dem Sinn, dass man in die eigene Zukunft, Pensionskasse etc. investiert /

      • mila sagt:

        hierher:

        mittel- und langfristig wird sich diese Investition also auch dann bezahlt machen, wenn man kurzfristig aufgrund der Kosten für die Fremdbetreuung unterm Strich keinen hohen finanziellen Mehrwert hat. Für mich ist die eigentliche Frage demnach nicht, ob subventioniert werden soll – sondern bis zu welchem Familieneinkommen. Ich habe es schon einmal gesagt, und ich sage es noch einmal: mich als Akademikerin nervt nichts mehr als Akademiker/innen, die nur dann externe Arbeit in Betracht ziehen, wenn diese spannend und einträglich ist – und sich ansonsten den Luxus leisten (können), /

      • mila sagt:

        zuhause zu bleiben. Mir scheint, dass andere weit mehr Abstriche in Bezug auf ‚Sinnhaftigkeit‘ der Arbeit und angemessener Entlöhnung machen müssen – und zwar lebenslang. Aber das wird irgendwie als selbstverständlich betrachtet, während eine höhere Bildung umgekehrt zwangsläufig zu einem ‚besseren‘ Leben berechtigen soll. Dazu sage ich klar nein, gerade weil wir Akademiker es vergleichsweise einfacher haben, uns dieses ‚bessere‘ Leben einzurichten. Und niemand hat gesagt (oder versprochen), dass dieses Unterfangen durch ein Studium zum ‚Selbstläufer‘ wird.

      • mila sagt:

        Und noch eins: mitunter blenden wir bequemerweise aus, dass unsere Ausbildungskosten von der Gemeinschaft getragen wurden. Wenn (schon) also jemand in der Bringschuld ist, dann sind das wir – anstatt auf weitere, wiederum von der Gemeinschaft getragene Privilegien zu pochen.

      • 13 sagt:

        @ mila
        Mit lohnen meine ich in erster Linie, dass unter dem Strich auch tatsächlich etwas übrig bleibt, es müssen ja nicht 3’000 sein, aber es sollte mehr sein, als wenn der weniger verdienende ganz zu Hause bleibt. Bei uns sind es geschätzt ca. 200-300.- bei 40-50%, was ich schon sagen muss, dass ich es als sehr wenig betrachte, aber es sich lohnt, arbeiten zu gehen. Dies aber nur dank Subventionen, ansonsten wären wir im Minus und da muss ich sagen, dass in dem Fall etwas am System nicht stimmen kann. Das kritisiere ich ganz stark.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wir waren vorübergehend mal im Minus. Langfristig sieht das natürlich anders aus. Zudem macht meine Frau, ebenso wie ich, ihren Job gerne und möchte mindestens einen Tag in der Woche darin arbeiten. Den Systemfehler mag ich immer noch nicht entdecken. Wir haben drei Kinder, die betreut werden müssen. Die Kosten dafür sind offensichtlich und klar. Wir sind nicht bedürftig, also nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Wieso sollte also irgendjemand uns einen Zuschuss geben, uns subventionieren? Und das nicht als Familie, sondern für unsere Lebensform – wenn wir Fremdbetreuung in Anspruch nehmen?

      • mila sagt:

        200-300 CHF Mehreinnahmen im Monat sind für sich benommen betrachtet wirklich wenig. Wie sieht es jedoch mit dem allgemeinen Lebensstandard aus – das würde mich in solchen Fällen auch interessieren. Ebenso wie die Frage, wie das (Ausgleichs-)Verhältnis von Erwerbsarbeit und Familienleben subjektiv wahrgenommen wird. Man kann zu zweit 200% verdienen und stark gestresst sein – ob man dann einen wirklichen Mehrwert von einem (allenfalls) höheren Haushaltsüberschuss hat, ist eine individuell zu beantwortende Frage. An irgendeinem Abstrich kommen die meisten Familien nicht vorbei, /

      • mila sagt:

        und dennoch würde ein Gros der Weltbevölkerung uns um unseren allgemeinen Lebensstandard – selbst bei geringem Haushaltseinkommen – beneiden. Wenn uns dieser zu niedrig scheint, sollten wir allgemein über eine fairere Lohnpolitik über alle Segmente hinweg nachdenken, aber das ist im Grunde kein familienpolitisches Thema. Sondern ein arbeitspolitisches.

      • 13 sagt:

        „Wieso sollte also irgendjemand uns einen Zuschuss geben, uns subventionieren? Und das nicht als Familie, sondern für unsere Lebensform – wenn wir Fremdbetreuung in Anspruch nehmen?“
        Wieso sollten wir einfach Steuerausfälle hinnehmen, weil Sie und ihre Frau sich dazu entschieden haben, dass Sie auf 80% ihres Lohnes verzichtet? Oder dass sie wenig (wenn nicht gar nichts) in die PK einzahlt? Oder riskiert, wenn Ihnen etwas passiert oder einer Scheidung auf Unterstützung angewiesen zu sein? Sehen Sie, ganz wertfrei geht es nicht, es wird immer eine Politik betrieben.

      • Sportpapi sagt:

        Ah, für meine Pensionskasse interessieren Sie sich auch noch? 🙂
        Steuern zahlt man nun einmal nur auf Einkommen. Sie sind ja auch nicht verpflichtet, bei dem Arbeitgeber zu arbeiten, der den höchsten Lohn zahlt. Oder das Studium zu absolvieren, das den meisten Ertrag bringt. Etc. Das sind eben Freiheiten. Und ja, mit den Konsequenzen seiner Handlungen sollte man dann auch leben können. Zumindest, solange kein Notfall eintritt.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Klar, die EL werden ja durch meine Steuern finanziert und wer kann schon nur von der AHV/IV-Rente leben? 😉
        „Steuern zahlt man nun einmal nur auf Einkommen.“
        Das ist eben falsch, wer durch Doppelerwerbstätigkeit ein Minus erwirtschaftet zahlt auch Steuern auf Einkommen, dass er oder sie, gar nicht hat, weil es eben vollumfänglich für die Kinderbetreuung draufgeht, die aber nur begrenzt abzugsberechtigt ist.
        Die Frage war doch: wer trägt das Risiko, dass ein Notfall eintritt und das sind wir alle. Ist für mich ok, wenn man auch andere Modelle „realistisch leben lässt“.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Bei einem kleinen Punkt gebe ich Ihnen recht: Fremdbestreuungskosten sollten vollumfänglich abgezogen werden können (bei der Umsetzung wird es dann aber wohl schwierig).

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Eigentlich nicht nur Betreuungskosten, sondern notwendige Berufskosten im Allgemeinen, sei es für die Betreuung, den Arbeitsweg, Berufskleidung, etc. Dann hätten wir nämlich Steuern, auf dem Gewinn, denn man wirklich in der Tasche hat. Ich habe vollstes Verständnis für jede Familie, die sagt, sie wolle das Einverdienermodell. Aber das allzu oft gezeichnete Bild, dass sich Doppelverdiener auf Kosten des Staates ein schönes Leben machen oder nur sich selbst verwirklichen, ist eben trotzdem ziemlich einseitig betrachtet. Es ist bei beiden ein Geben und ein Nehmen. Einfach eben anders.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich halte das aktuelle Modell für relativ gut austariert. Betreuung wird subventioniert, aber nicht zu sehr. Die verschiedenen Modelle haben Vor- und Nachteile, aber es findet keine übermässige Verzerrung statt. Gerade deshalb ärgert mich diese ständige Forderung nach immer mehr, während alles in den letzten Jahren aufgebaute gar nicht gewürdigt wird.
        Zu den Abzügen. Ein grosses Problem unseres Systems ist ja, dass viele gute gemeinte Abzüge dazu führen, dass gewisse Schlaumeier praktisch gar keine Steuern mehr zahlen. Deshalb sollte man da eher zurückhaltender sein und etwas reduzieren.

    • Sportpapi sagt:

      @ML: Haben Sie schon gehört, dass in Deutschland die KITA-Angestellten streiken möchten? Und mehr Lohn verlangen?

  • Stevens sagt:

    „Die Nannys oder das Krippenpersonal schlechter zu bezahlen, ist ganz bestimmt nicht die Lösung.“ Natürlich nicht. Mit 18.55CHF sind sie bestimmt nicht überbezahlt.
    Aber was ist denn die Lösung? Die einzige Antwort darauf kann eigentlich heissen „Subventionen durch den Staat“.
    Klar: Bei tiefen Einkommen ist es richtig, Fremdbetreuung zu unterstützen.
    Aber es kann doch nicht sein, dass der Staat die Krippenplätze von Gutverdienern unterstützt, nur weil die Fremdbetreuung angeblich „zu hoch“ ist.
    Kinderbetreuung ist in der Schweiz grundsätzlich Privatsache. Und das ist auch gut so.

    • Sportpapi sagt:

      Danke. Sehe ich genau so. Niemand hat etwas dagegen, vorübergehend die Fremdbetreuung von schlecht verdienenden zu subventionieren, im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe und im Idealfall als Investition in die Zukunft (Verbleib im Job). In einigen Fällen wäre es aber vielleicht auch angemessen, die Heimbetreuung zu unterstützen.
      Aber gut bis sehr gut verdienende zu subventionieren, nur damit sich die Erwerbsarbeit auch lohnt (und das muss sie ja, denn sie ist viel wertvoller als alles, was zu hause geleistet wird), das macht für mich keinen Sinn.

      • mila sagt:

        Was für Fälle wären das, in denen man die Heimbetreuung allenfalls unterstützen sollte? Respektive, mit welcher Begründung?

        Auf der einen Seite argumentieren Sie, dass Kinder Privatsache sind, und daher die Betreuungskosten grundsätzlich von den Eltern getragen werden sollten (externe Arbeit soll also gegenüber der Haus- und Erziehungsarbeit nicht bevorzugt behandelt werden). Wann aber soll die Gemeinschaft im umgekehrten Fall einspringen, womit Haus- und Erziehungsarbeit im Grunde bevorzugt behandelt würde? Sollten Paare nicht (nur) so viele Kinder bekommen, wie sie sich ‚leisten‘ können?

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wer Sozial- oder Ergänzungsleistungen bezieht, also von der Gesellschaft unterstützt wird, oder aber zumindest ein so tiefes Familieneinkommen hat, dass eine Subventionierung angemessen erscheint, der soll also Hilfe erhalten. Krippe ist dann sinnvoll, wenn es darum geht, im Job zu verbleiben, um bald wieder – z.B. wenn die Kinder in die Schule kommen – auf eigenen Beinen zu stehen. Bei der Putzfrau (und anderen Jobs, in denen man kein Knowhow verliert, nicht am Ball bleiben muss) wäre es aber sicher sinnvoll, ihnen auch die eigene Kinderbetreuung zu ermöglichen.

      • Sportpapi sagt:

        „Sollten Paare nicht (nur) so viele Kinder bekommen, wie sie sich ‘leisten’ können?“ Gute Frage. Die meisten Familien rechnen das jedenfalls schon durch. Andere bekommen sicher deutlich mehr Kinder, als sie sich leisten können. Aber haben Sie hier eine Lösung?

      • mila sagt:

        Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin sehr geneigt, Ihnen in Ihrer heutigen Argumentation zuzustimmen. Aber diesen Nebenexkurs bezüglich Unterstützung von Heimbetreuung verstehe ich (gerade) vor deren Hintergrund nicht.

      • mila sagt:

        Ich stelle fest: Wir sind uns hinsichtlich Subventionierung von Fremdbetreuung bei niedrigem Familieneinkommen einig. Auf die andere Frage habe ich keine Antwort, denn wie Sie sagen: die meisten Familien rechnen. Es gibt wenige, die es nicht tun, insofern halte ich es (noch) für sozial tragbar, dass auch diese Familien unterstützt werden. Umgekehrt würden aber vielleicht gerade die Kinder der Putzfrau von einer Kita profitieren, denn wer ist heute schon von Beruf (nicht: von Nebenverdienst) Putzfrau? Meist Frauen mit Migrationshintergrund. In solchen Fällen würde die Kita die Integration /

      • mila sagt:

        der Kinder unterstützen, und sei es nur im sprachlichen Bereich. Aber bevor man mir elitäres Denken gegenüber ‚Bildungsfernen‘ vorwirft: ich weiss ziemlich genau, wovon ich spreche. Meine Mutter hat lange Zeit abends oder frühmorgens Büros geputzt, respektive in Schichten gearbeitet – heute hat sie eine andere, befriedigendere Stelle, weil sie zwischenzeitlich mehrere Deutschkurse besucht hat (dafür hatte sie allerdings erst Zeit, als wir Kinder im Schulalter waren). Ich selbst habe erst im Kindergarten Deutsch gelernt und hatte keinen ‚Migrationsnachteil‘ – es kann aber auch anders kommen.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: “ Aber diesen Nebenexkurs bezüglich Unterstützung von Heimbetreuung verstehe ich (gerade) vor deren Hintergrund nicht.“ Ich verstehe nicht, weshalb die Putzfrau ihre Kinder abgeben muss (praktisch gratis, subventioniert), um dann ausser Haus zu putzen. Wenn es doch vielleicht klüger wäre, diese Subventionen ihr direkt auszuzahlen, so dass sie bei den Kindern zu Hause bleiben kann, solange dies nötig ist.

      • mila sagt:

        @SP: Leider gibt es Situationen, in denen Kinder mehr von einer (partiellen) professionellen Fremdbetreuung profitieren würden, als von der Rundum-Eigenbetreuung durch ihre Mütter. Das muss keineswegs immer mit Migrationshintergrund und/oder Bildungsferne zu tun haben, dennoch ist ein gewisser statistischer Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen. Sie als Lehrer können das vermutlich auch aus eigener Erfahrung bestätigen.

      • mila sagt:

        Fairerweise sollte ich anfügen, dass meine Mutter in ihrem Heimatland über einen Mittelschulabschluss verfügte, der sie zu einem Studium berechtigt hätte. Sie hat sich während unserer Kindheit zudem permanent mit Erziehungsliteratur auseinandergesetzt – neben dem teils anstrengenden Fabrik- oder Putzjob. Uns hat es also in der Erziehung an nichts gemangelt (ausser an der Landessprache), bei uns wurde gemalt, gebastelt, im Wald gespielt, vorgelesen etc. – wie in jedem mittelständischen Schweizer Haushalt. Ich will mich auch gar nicht dahingehend versteigen zu behaupten, /

      • mila sagt:

        dass eine Mutter ohne (höhere) Schulbildung dies alles nicht leisten könnte – es gibt auch so etwas wie eine Herzensbildung (und gesunden Menschenverstand). Und was wir damals sicherlich nicht waren, war Mittelstand – sondern das, was man herkunftshalber Bauern- und Arbeiterschicht nennen würde. Aber es war immer klar, dass beide Eltern Bildung als ein hohes Gut betrachtet haben und uns Kinder entsprechend förderten wie forderten. Wo dieses Element fehlt, wird ein Migrationshintergrund und/oder tiefer Bildungsstand tatsächlich zu einem kaum aufzuholenden Nachteil für die betroffenen Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie haben recht. Aber offenbar findet diese Integration nicht statt, weil gerade die Familien, die man eigentlich ansprechen wollte, auf die KITA-Angebote verzichten: http://www.netzwerk-kinderbetreuung.ch/Home/P46q1/?sesURLcheck=true&id=257C4F06-CC3E-416D-EADFFE388DFBA5DD&method=objectdata.detail&lang=de
        Das heisst: Entweder die Kinder sind während vieler Stunden nicht betreut. Oder die Familie lebt am Existenzminimum. Oder beides.

      • mila sagt:

        Es ist in der Tat vertrackt. Fakultativen oder obligatorischen sprachlichen Unterstützungsangeboten speziell für Kinder mit Migationshintergrund fehlt es unter Umständen am ’sozialisierenden‘ Element (da die soziale Durchmischung mit Schweizer Kindern nicht gegeben ist). Zur Nutzung der (kostenpflichtigen) Kita kann umgekehrt niemand verpflichtet werden. Insofern erhält der Kindergarten immer mehr die Funktion einer gesellschaftlichen ‚Integrationsstätte‘ – was eine zusätzliche Belastung für die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner darstellt. Und davon profitieren auch nur Kinder, /

      • mila sagt:

        die in der Schweiz geboren wurden oder im Vorschulalter zugezogen sind. Bei späteren Zuzügen dehnt sich das ‚integrative‘ Element auf die Schule aus – und das kann sie bisweilen nicht (mehr) leisten, weil bestimmte Verhaltensmuster bereits gelegt und gefestigt wurden. Abhilfe kann dann eigentlich nur noch geschaffen werden, wenn die Eltern gezielt in die Pflicht genommen werden können. Und wie schwierig das ist, beziehungsweise wie wenig Handhabe im Sinne greifender Mittel und Massnahmen der Schule (und dem Staat) dafür zur Verfügung steht, ist hinlänglich bekannt.

      • mila sagt:

        mittel- und langfristig wird sich diese Investition also auch dann bezahlt machen, wenn man kurzfristig aufgrund der Kosten für die Fremdbetreuung unterm Strich keinen hohen finanziellen Mehrwert hat. Für mich ist die eigentliche Frage demnach nicht, ob subventioniert werden soll – sondern bis zu welchem Familieneinkommen. Ich habe es schon einmal gesagt, und ich sage es noch einmal: mich als Akademikerin nervt nichts mehr als Akademiker/innen, die nur dann externe Arbeit in Betracht ziehen, wenn diese spannend und einträglich ist – und sich ansonsten den Luxus leisten (können), /

    • Marcel Zufferey sagt:

      Dass der Staat Krippenplätze von Gutverdienern quer subventionieren soll, stösst auch mir sauer auf. Allerdings muss man klar sehen, dass eben jene Gruppe ein grosses Bedürfnis nach Fremdbetreuungsangeboten hat- und dem sollte der Staat im Rahmen vom Sérvice public schon entsprechen. Die Nachfrage sinkt paralell zum Bildungsstand und dem Einkommen. Was wir brauchen, ist eine auf die realen Bedürfnisse aller Schichten ausgerichtete Familienpolitik. Wenn wir es schaffen, die Zielgruppen klar zu definieren, dann könnten wir ein besseres, effizienteres und billigeres System als in Schweden haben!

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ganz pragmatisch könnte das so aussehen: Einschulung, bzw. Kindergarten bereits ab drei oder vier Jahren (nicht wie bis jetzt erst mit sechs). Das ist in anderen Ländern gang und gäbe. Ferner Ganztagesschulen flächendeckend für die Primarschule in der ganzen Schweiz, aber dafür nur an vier ganzen Tagen die Woche, da zwei freie Nachmittage pro Woche entfallen. Oberstufe je nach Bedürfnis. Fremdbetreuungsangebote, die über das erw. Angebot hinaus gehen, sind voll zu bezahlen, ohne Anspruch auf staatliche Unterstützung, bzw. Subventionen, versteht sich. Diese wären also rein privat finanziert.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Wollen mal ausdifferenzieren: Oberschule je nach Bedürfnis, habe ich geschrieben. Ergänzend dazu wäre ein selbst zu bezahlender, nicht obligatorischer Mittagstisch, wie bis anhin, allerdings in der ganzen Schweiz. Dieses Angebot müsste der Staat stellen. So, der Mutterschaftsurlaub geht auf 4- 6 Monate hoch, kann aber zu gleichen Teilen von beiden Partnern freiwillig bezogen werden. Dafür müsste man über die Bücher mit den Kinderzulagen und den Krankenkassenprämien-Verbilligungen: Gratis ist das Ganze nicht zu haben! Die Gesamtsteuerbelastung darf einfach nicht so hoch sein, wie in Schweden!

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Also etwa so, wie es die Stadt Zürich vorhat. Und wie es in fast allen anderen Gemeinden und Städten der Schweiz wohl nicht mehrheitsfähig wäre, weil viele Familien keine obligatorischen Tagesschulen möchten. Genauso wie in mehreren Kantonen HARMOS vor allem am obligatorischen Kindergartenunterricht (zweijährig) gescheitert ist – ab drei jährig hätte es keine Chance!

      • Marcel Zufferey sagt:

        Wer sagt denn, dass Tagesschulen obligatorisch sein müssen? Hier liesse sich sicher eine Kompromisslösung finden!

      • Sportpapi sagt:

        Aus „Ganztagesschulen flächendeckend für die Primarschule in der ganzen Schweiz“ erkenne ich obligaorisch. Oder meinen Sie, es gäbe flächendeckend zwei verschiedene Systeme in der gleichen Gemeinde?
        Die Kompromisslösung gibt es schon längst. Sie heisst freiwilliger Mittagstisch der Gemeinde.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ja, wenn das so ist, wie Sie sagen, sportpapi (HARMOS etc.): Was sollte man den Ihrer Meinung nach tun? Für die von mir ins Feld geführten 21 Prozent (Anm. das ist der Anteil, der gem BfS sein Erwerbsverhalten ändern würde, wenn die Betreuungsfrage [Erwachsene und Kinder] gelöst wäre) ein teures Sonderprogramm aufziehen? Gut, andererseits: Den Volkswillen gilt es zu akzeptieren!

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ich kenne Gemeinden, die gar keinen freiwilligen Mittagstisch bieten. Und auch keine Fremdbetreuungsstrukturen. Aber nicht im Kanton Zürich. Zürich ist nicht gerade der schweizerische Regelfall, aber das ist Ihnen sicherlich bewusst.

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Im Kanton Zürich ist das gesetzlich geregelt. Mag sein, dass Zürich nicht der Regelfall ist. Dann halt Trendsetter.

    • Felix Stern sagt:

      Stevens: Da haben Sie recht. Erziehung ist in der Schweiz privatsache und das ist auch gut so. Das unterscheidet uns auch von den sozialistischen Lemmingen in den anderen EU Staaten wie eben Frankreich, wo 2/3 der Jugendlichen Beamte werden wollen, weil alle ein Leben lang an den Trögen des Staates hängen wollen. Da getraut sich ja keiner mehr, etwas Eigenständiges zu tun, weil er weiss, dass er dann aufs Blut ausgenommen wird.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Beim Konzept „Tagesmutter“ sollte zwischen „total Selbstständiger“
    und über einen Verein „Angestellter“ unterschieden werden, je nach Verein werden auch
    Weiterbildungen, Zusammenarbeit mit schon unterhaltenen Kitas, Supervisionen ua angeboten.

    Geschätzt von Tagesmutter (evtl gibst auch schon Tagesväter?)-Inanspruchnehmer werden die Flexibilität und Unabhängigkeit von fixen Betreuungsverträgen was die betreuten Zeiten/Wochentage betrifft.

  • soso sagt:

    ich finde, dass die Tagesmutter in den Normvertrag aufgenommen werden sollte. Um es billiger zu machen, könnte man mmit anderen famillien zusammenspannen und die Kinder gemeinsam betreuen lassen…

    • Carina Walder sagt:

      Würden die Tagesmütter das selbe verdienen wie Nannys, würden sehr schnell sehr viele Tagesmütter arbeitslos werde. So sehr ich den Service unserer Tagesmutter schätze, würde ich mir dies nicht mehr leisten, wenn ihr Lohn um mehr als das doppelte steigen würde. Ich mag meinen Job, aber wenn mehr als 2/3 des Lohns für die Betreuung draufgeht, würde ich es sein lassen.

      • Sportpapi sagt:

        2/3 des Lohnes. Ok. Sie verdienen also vermutlich gut oder haben nur ein Kind. Aber wie auch immer: Dann lassen Sie es halt.

      • Markus sagt:

        In dem Fall wäre es auf jeden Fall besser sie würden zuhause arbeiten. Ihr Lohn ist offenbar zu tief, das liegt daran, dass zu viele Arbeitnehmer auf den Arbeitsmarkt drängen. Das ist der Grund wieso Kapitalisten Fremdbetreuung lieben, solange sie finanziell nicht für Fremdbetreuung aufkommen müssen. Nur schon ihr Arbeitsweg ist ökologisch sinnlos, wenn sie zuhause arbeiten könnten, ich würde sagen ihre Arbeit auswärts lohnt sich nicht, wenn sie den Arbeitsweg mit einberechnen.

      • maia sagt:

        @Carina Walder: Wieviel bezahlt denn der Vater des Kindes an die Betreuung? Rechnet er auch so wie Sie? und überlegt sich, evt. nicht mehr arbeiten zu gehen?

      • Carina Walder sagt:

        Ich arbeite teilweise von zu Hause und mein Mann hütet auch während ich auswärts arbeite. Natürlich kann ich es lassen zu arbeiten wenn der Lohn der Tagesmutter um mehr als das doppelte steigt, aber sehen sie (Sportpapi), ich arbeit noch recht gerne. Ausserdem würde es knapp werden Ende des Monats, wenn mein Verdienst ausfällt.

      • Sportpapi sagt:

        @Carina Walder: Also würden Sie es nicht sein lassen. Denn Sie machen es ja gerne, und brauchen das Geld, auch wenn es wenig ist.

  • Bernhard sagt:

    Ich habe meine liebe Mühe mit Politikern, die folgende Haltung vertreten: GAVs und NAVs sind eine sehr gute Sache, solange sie sich nicht negativ auf das eigene Budget auswirken!

    In jedem anderen Bereich wird laut für faire Löhne gekämpft. Durchaus berechtigt und auch mit Erfolg. Und nun will der gute Mann die Kosten auf dem Buckel der Angestellten herunterfahren, damit sich Fremdbetreuung wieder „lohnt“? Dabei sind Fr. 18.55 schon so ein Witz (ca. 3’500.- pro Monat bei einem 100%-Pensum!). Lebe ich in einer anderen Welt oder ist dieses Denken heute normal?

    • 13 sagt:

      Na, da die Mehrheit der Schweizer der Meinung ist, dass ein Lohn von brutto CHF 4’000.00 für eine Vollzeitstelle eines ungelernten viel zuviel ist, wird es wohl als angemessen erachtet. Aber damals hat sich niemand darüber aufgeregt, gell?

      • Sportpapi sagt:

        Niemand? Andererseits würde ich meine Kinder schon eher nicht einer ungelernten Hilfarbeiterin mit schlechten Sprachkenntnissen etc. zur Betreuung übergeben.

      • Martin Frey sagt:

        @13: Ich denke, es gibt in der CH Arbeitnehmer, die können sehr viel weniger als eine gute Nanny.

      • 13 sagt:

        @ SP / MF
        Das ist richtig. Darum sprechen wir hier vom MINDESTLohn. Ich kenne einige, die einer guten Nanny mit entsprechenden Sprachkenntnissen und dazu vielleicht einer Ausbildung oder Erfahrung einiges mehr bezahlen. Dies völlig zu recht. Zudem gilt dieser Lohn eben für Haushaltsangestellte, also auch solche ohne Betreuungspflichten, nicht explizit für Nannys.
        Wie hoch sollte denn Ihrer Meinung nach der Mindestlohn (nicht der Durchschnittslohn!) einer ungelernten und unerfahrenen Nanny liegen?

      • Martin Frey sagt:

        @13: Kommt, wie Sie selber sagen, sehr auf die Ausbildung, die Fähigkeiten usw. drauf an. Aber guten, gut ausgebildeten Leuten würde ich sowieso nicht weniger als 4000.- für ein 100% Pensum bezahlen, egal um was für eine Arbeit es sich handelt.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Da sind wir einer Meinung. Darum hinkte für mich einfach der Vergleich zwischen einem ungelernten, unerfahrenen Arbeiter ohne besondere Kenntnisse und vielleicht auch ohne Deutschkenntnisse mit einer guten Nanny, die diese Qualifikationen mitbringt. Diese verdient sowieso mehr als einen Mindestlohn, egal wie wir diesen ausgestalten, weil Ausbildung und Erfahrung entlöhnt werden sollen. Als Mindestlohn hingegen finde ich diese Zahl völlig vergleichbar mit anderen Branchen, wo eben das Stimmvolk dahinter steht. Also kein Grund für die Aufregung, obwohl ich ja gestimmt habe 😉

    • Felix Stern sagt:

      Der Politiker hat ja nicht gesagt, dass einer Nanny nicht CHF 18.55/std bezahlt werden soll. Es soll nur eben nicht gesetzlich vorgeschrieben sein. Wenn hier alle bereit sind, ihrer Nanny noch viel mehr zu zahlen, kommt ja ohnehin die Frage auf, ob es noch Nannies gibt, die einen geringeren Lohn akzeptieren würden. Aus den Foren-Beiträgen könnte man ja fast zum Schluss kommen, dass niemand lediglich einen Monatslohn von 3500.– für Fremdbetreuung ausgibt sondern sich aus noch viel mehr. Toll! Wenn das wahr wäre, dann spielt es ja keine Rolle, was im Gesetz steht.

      • Bernhard sagt:

        @Felix Stern: „Der Politiker hat ja nicht gesagt, dass einer Nanny nicht CHF 18.55/std bezahlt werden soll. Es soll nur eben nicht gesetzlich vorgeschrieben sein.“

        In Wahrheit hat der Politiker nämlich gesagt (oder vielmehr gedacht): „Seid ihr nur so blöd und bezahlt einer Nanny einen anständigen Lohn. Ich werde es bestimmt nicht tun, denn als NR und Anwalt verdiene ich zu wenig für solche Geschenke!“ 😉

        Als nächstes wird er in einer Motion verlangen, dass alle Dienstleistungen (ausser denjenigen der Anwälte) prinzipiell gratis sein sollen. Wer Lust hat, kann natürlich gerne bezahlen!! 😀

      • Felix Stern sagt:

        @Bernhard: Sie unterstellen dem Politiker ene Aussage, die er so nie gemacht hat. Eine Unterstellung ohne jeden Hintergrund. Aber egal, selbst wenn der Poltiker weniger für die Nanny zahlt, was soll’s? Wir scheinen ja von Gutmenschen ugeben zu sein, die gerne mehr bezahlen. Also sollte es für die Nannies mehr als genug Jobs geben, wo sie mehr als den Mindestlohn bekommen.

      • Bernhard sagt:

        @Felix Stern: Dann lesen Sie bitte nochmals folgenden Text: „Als Caroni sich jedoch genauer informierte, beschloss er, auf das Modell Tagesmutter umzuschwenken.“

        Denn er realisierte, dass er einer Nanny hätte 18.55/h bezahlen müssen, was ihm (NR/Anwalt…) als viel zu viel erschien! Weshalb er politisch erreichen möchte, dass man (er) einer Nanny diesen Lohn nicht mehr bezahlen muss! Er hat also das Gefühl, dieser Exklusiv-Job für seinen Nachwuchs und seine Hausarbeit sei diesen Betrag nicht wert! Ich denke, dies sagt genug über seine Denkensweise aus, die er natürlich besser für sich behält!

      • Bernhard sagt:

        @Stern zum 2.: Von einem gut verdienenden Volksvertreter erwarte ich, dass er nicht gegen die eigenen Wähler arbeitet! Dass er nicht – wie hier – geschaffene Mindeststdandards zum Wohl der Arbeitnehmer kippen möchte, nur um weniger Geld ausgeben zu müssen! Wir könnten ja auch zum Wohle der reichen Konsumenten die zahlreichen Mindestlöhne in den GAVs verbieten lassen. Dann würden die Preise sicher fallen und nicht Betroffene hätten etwas davon! Es gäbe bestimmt ein paar soziale Arbeitgeber, die trotzdem faire Löhne bezahlen würden…sehen Sie die Problematik mit diesem kurzsichtigen Denken?

  • Dani Mey sagt:

    Würde ei Nationalrat nicht rund 20000 Franken Steuergelder pro Monat mit nach Hause nehmen, würde ich die Ansicht von Herrn Caroni durchaus verstehen… Aber so bleibt irgendwie ein fahler Nachgeschmack.

    • Muttis Liebling sagt:

      Richtig, deshalb darf ein Nationalrat sich auch nicht für Mietpreissenkungen einsetzen. Er kann hohe Mieten ja bezahlen und der Rest der Schweizer, seine Wähler inklusive, können ihm mal kreuzweise.

    • Felix Stern sagt:

      Und ich dachte, wir hätten ein Milizparlament…

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ich finde auch 8 Fr. für eine Tagesmutter klar zu wenig. Kinderbetreuung ist ein sehr anspruchsvoller Job mit viel Verantwortung. Wenn ich mir vorstelle wie viel ein Caroni und seine Frau verdienen, finde ich 8 Fr. eine Frechheit. 8 Fr. sagt viel über die Wertschätzung dieser Arbeit aus. Also ich wäre sicherlich nicht bereit für 8 Fr./h die Kinder der reichen Doppelverdiener zu betreuen (ja, es gibt auch DV in prekären Verhältnissen), damit sie 5 x im Jahr in die Ferien gehen können. Mich würde es nicht wundern, wenn es bald keine Tagesmütter mehr geben wird, weil dies ja eine Armutsfalle ist.

    • Daddy sagt:

      Herr Hintermeier, Sie vergessen, dass viele Tagesmütter oft mehr als nur 1 Kind betreuen. Wir lassen unsere Tochter während 2 Tagen die Woche von einer wunderbaren Tagesmutter betreuen. Neben unserer Tochter pflegt sie noch 2 andere Kinder. 24.-/Std verdient sie so mal 10 Stunden pro Tag = 240.-Fr/Tag x 8 im Monat = 1920.- Fr/Monat. Das ist gar nicht so schlecht finde ich. Ich glaube maximal darf sie 5 Kinder betreuen.

    • Marie sagt:

      Herr Hintermeier

      Viele Tagesmütter betreuen ja auch Kinder von weniger wohlhabenden Eltern, daher sollte man die grundsätzliche Problematik im Auge behalten. Eine Tagesmutter hat – im Gegensatz zur Nanny – keinen Arbeitsweg. Betreut eine Tagesmutter 3 Kinder, macht das einen Stundenlohn von CHF 24. Betreut sie nur eines, kann sie es locker in den Alltag mit einbinden, dh. Hausarbeit (im eigenen zuhause!!) erledigen, einkaufen gehen etc. Daher wäre ich nicht bereit, einer Tagesmutter densleben Lohn zu zahlen wie einer Nanny…

    • Marie sagt:

      Ausserdem: meistens arbeiten Mütter als Tagesmutter – ihnen ist dank dem „Zustupf“ die persönliche Kinderbetreuung möglich. Eine klassische Win-win-Situation, nicht?

    • Marie sagt:

      Ausserdem: meistens arbeiten Mütter als Tagesmutter – ihnen ist dank diesem „Zustupf“ möglich, ihr eigenes Kind selber zu betreuen. Eine Win-Win-Situation, oder?

    • Vater sagt:

      Herr Hintermaier, der Tagesmutterjob ist bei weitem keine Armutsfalle. In der Stadt Zürich darf eine Tagesmutter max. 5 Kinder betreuen. Macht sie das während 10 Stunden pro Tag an 5 Tagen die Woche, verdient die Tagesmutter so um die 8000.- pro Monat!

      • franziska sagt:

        @Vater und Daddy
        Wieviel Ahnung hast du von Kinderbetreuung?
        50h pro Woche mit 5 fremden Kindern?
        Das macht niemand in dieser Intensität, garantiert!
        Zudem, die monatlich theoretischen 8000.- sind der Bruttolohn, d.h., vor AHV (ca. 10% Abzug) sowie diversen Versicherungen, 2. Säule, inkl. Ferien und Feiertagsvergütung (auch ca. 10%) usw.
        Wenn da mehr als 6000.- bleiben am Monatsende, würde mich das wundern!

        Der Arzttermin wegen chronischer Überarbeitung hingegen, kann bereits im voraus gebucht werden in solch einer Konstellation….

        Weshalb wird Tagesmüttern nur ein Zustupf gegeönnt?

      • 13 sagt:

        @ Franziska
        Eine Betreuerin in der KITA macht genau das zu einem bedeutend kleineren Lohn. Mal davon abgesehen, dass es sehr viele intensive und anstrengende Arbeiten gibt, die locker 50 Stunden die Woche zu einem Bruchteil von CHF 8’000 verrichtet werden. Meist nach einer langen Ausbildung. Aber selbst bei 40 Stunden/Woche ist der Lohn noch 6’500.00.

      • Vater sagt:

        @Franziska: Die Gotte unserer Tochter arbeitet beim GFZ und ist dort zuständig für die Tagesmütter. Ich habe also eine sehr gute Ahnung von Kinderbetreuung! Ganz im Gegenteil von dir wie es scheint! Ich kann dir jetzt sofort mind. 4 Tagesmütter in der Stadt nennen, die genau das machen. Um 7 Uhr kommen die Kinder und gehen wieder um 17 Uhr und das 5x die Woche! Diese Tagesmütter kommen aus Afrika und wohnen alle in Schwammendingen! Die haben alle noch zusätzlich 2-3 eigene Kinder! Trotzdem machen die einen hervorragenden Job!

      • Nora sagt:

        @franziska: Als ich als AuPair in den USA war, hatte ich 4 Kinder (alle unter 6 Jahre alt) betreut und das 45h pro Woche für weniger als 200$ Wochenlohn. Ich habe das gerne gemacht uns es hat mir auch Spass gemacht. Natürlich war ich ab und zu ausgelaugt und habe am Wochenende auch mal ausgeschlafen, aber ich musste definitiv nie zum Arzt wegen „Überarbeitung“. Das machen auch noch heute tausende Aupairs und ich gehe davon aus, dass es 99% ohne BurnOut überleben.

      • Daddy sagt:

        @Franziska. Die Gotte unserer Tochter arbeitet beim GFZ und ist dort für die Tagesmütter verantwortlich. Ich habe sehr wohl eine Ahnung von Kinderbetreuung und ich kann Ihnen bestätigen, dass es viele Tagesmütter in der Stadt gibt, die das Maximum von 5 Kinder ausschöpfen und das 5 Tage die Woche. Gehen Sie mal in eine Krippe. Glauben Sie, dass es die Betreuerinnen dort mehr verdienen? Nene, wenn man als Tagesmutter geboren wurde, kann man da gutes Geld verdienen. Unsere Tagesmutter macht das schon seit 40 Jahren

      • Felix Stern sagt:

        @franziska: 8000 CHF brutto mag für Sie wenig Geld sein. Das ist es aber nicht. Es ist ein ordentlicher Verdienst. Den muss man erst einmal andersweitig erwirtschaften. Für die, die diesen Job machen, ist es wahrscheinlich der lukrativste Weg. Und ja, bei jedem Job gibt es irgendwie Nachteile, Stress und sonst irgendetwas. Wir können leider nicht alle auf dem Pony Hof arbeiten.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Leute, ist mir schon klar. Nur: damit man auf einen Stundenlohn von 24 Fr. kommt, muss man 3 zusätzliche Kinder betreuen. Wenn man selber noch 2 Kinder hat, sind das bereits 5 Kinder (Da ich sicherlich nicht unter 30 Fr. /h arbeiten würde wären es schon 4 Kinder, also insgesamt 6 Kinder). Ich finde 24 Fr. für diese Verantwortung ziemlich wenig, zumal man sich auch einschränken muss. Kinderbetreuung ist ein echter Knochenjob und deshalb finde ich es ziemlich dreist ihn so schlecht zu bezahlen. Viele dieser Eltern wären ja auch mit ihren eigenen Kindern zuhause überfordert und wissen das.

      • Sportpapi sagt:

        @Hans Hintermeier: Die Betreuung der eigenen Kinder muss man natürlich auch einrechnen. Gerade wenn schon so klar ist, was das kostet… (Sie können die natürlich auch jemand anderem abgeben, und dafür fünf Kinder aufnehmen…)

      • Hans Hintermeier sagt:

        @SP: Ich meine damit nur, dass ich mir für so wenig Kröten, diesen Knochenjob nicht antun würde und dann lieber keine zusätzlichen Kinder betreuen würde. Aber anscheinend gibt es genügend Menschen in ärmlichen Verhältnissen, die sich diesen Stress antun müssen für wenig Geld. Hauptsache die Doppelverdiener können 5x in die Ferien gehen (auf Kosten der Tagesmutter). Ich fände es nur mehr als anständig auch der Tagesmutter einen anständigen Lohn zu zahlen. Wie gesagt ist ja auch eine natürliche Grenze bei der Anzahl der Kinder gegeben, vor allem wenn sie noch eigene Kinder hat.

      • Susi sagt:

        @Hintermeier: Fünfmal im Jahr in die Ferien? Ein merkwürdiges Bild haben Sie da von „Doppelverdienern“. Eigentlich ist es eher so, dass viele Frauen gar keine Wahl haben, als zu arbeiten, weil der Lohn des Vaters nicht die ganze Familie durchbringt.
        Mit Luxus gesegnet sind vielmehr die Frauen, die es sich leisten können, zu wählen, ob sie arbeiten wollen oder nicht.

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Ach ja, die böse doppelverdienende Servicefachfrau, die CHF 22.- pro Stunde verdient, der Tagesmutter 16.- abgibt, noch 4.- weitere für den Arbeitsweg, die Arbeitskleidung und die Steuern ausgibt und sich dann tatsächlich wagt, mit ihren 2.- / Stunde 5 x pro Jahr Ferien zu machen. Geht ja gar nicht 😉 Bleiben wir doch realistisch.
        Dies auf Kosten der Tagesmutter, die von den 16.- netto noch vielleicht 12.- hat, dafür aber keine weiteren Ausgaben mehr hat….

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Susi: Ich meine Caronis und Konsorten. Es gibt in der CH sehr viele reiche Doppelverdiener/Akademiker_Innen. Dass sich diese immer hinter den „armen“ Doppelverdiener (Prekariat) verstecken können, die sie für ihre Ziele ausnützen, finde ich eine Unverschämtheit.Auch in diesem Bereich dürfte es keine Pauschale (8Fr.) geben, sondern gemäss Einkommen & VERMÖGEN abgerechnet werden. Somit würden die Reichen auch die armen Doppelverdiener unterstützen und die Löhne der Tagesmutter könnten angehoben werden. Es kann nicht sein, dass einige sog. Elite auf Kosten der anderen immer noch reicher werden.

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