Gamen um der Freunde willen

GAMEN2

Die Kinder bekommen das iPad ohne Zeitbeschränkung und dürfen auf dem Smartphone der Mutter herumspielen, wenn sie keine Lust zum «Bäbele» haben: Junge und Mädchen mit Spielkonsolen.

Hat Ihr Kind zu Weihnachten eine Gamekonsole bekommen? Oder einen dieser Kinder-Fotoapparate mit integrierten Computerspielen? Dann hat es neben viel Freude vermutlich auch einige Diskussionen gegeben (Lesen Sie hier die Tipps des Experten zum Thema Kinder und Internet).

Bei uns ist das Thema «Wie viel Gamen ist genug?» schon kurz vor den Feiertagen aufgepoppt, als unsere fünfjährige Tochter mit ihren Freundinnen, alle zwischen fünf und sieben Jahre alt, bei den Nachbarn spielen gehen wollte. Die vier sagten, sie wollten «mit diesem weissen Brett» spielen. Man könne sich da draufstellen, zu der Person auf dem Bildschirm hingehen und «öppis reserviere». Da wurde mir plötzlich klar, dass es sich hier nicht um ein Brettspiel handelt, sondern um ein Computergame auf der Nintendo Wii.

Die Idee gefiel mir gar nicht. Ich sagte ihnen, dass sie jetzt – da sie zu viert seien – doch besser etwas spielen sollten, für das es mehr Leute benötige. Ein Gesellschaftsspiel zum Beispiel. Ich lud sie auch gleich ein, bei uns zu bleiben und etwas aus unserer Spielesammlung auszusuchen. Meine Tochter konnte ich halbwegs überzeugen, aber die anderen verneinten, das weisse Brett sei «viel lässiger». Also zogen die drei ab, während meine Tochter zu Hause bleiben musste, weil ich ihr das Gamen nicht erlaubte. Sie war zum Glück nur kurz enttäuscht, stellte danach die Musik an und tanzte zufrieden durchs Wohnzimmer.

Mich beschäftigte die Sache weiter. Ich zweifelte nicht an meiner Entscheidung. Aber mir gefiel ganz und gar nicht, dass unsere Tochter deswegen ausgeschlossen wurde.

Mein Mann und ich sind uns einig, dass man mit fünf Jahren noch keine Computerspiele auf der Konsole zu spielen braucht und überhaupt noch nicht zu exzessiv vor Fernseher, iPad und Co sitzen sollte. Was nicht heissen soll, dass wir die digitalen Medien ganz verbieten oder gar verteufeln. Ich lasse die Grosse am Mittag jeweils zehn Minuten am iPad mit Kinder-Apps spielen. Und nach dem Abendessen dürfen beide Kinder eine oder zwei kurze Geschichten am Fernsehen schauen, etwa «Caillou» oder «Barbapapa». Mehr «Stromzeit», wie es eine Kollegin nennt, braucht es nicht und soll es nicht sein.

Viele unserer Bekannten sehen das weniger eng. Da läuft auch tagsüber gerne mal der Fernseher, die Kinder bekommen das iPad ohne Zeitbeschränkung und dürfen auf dem Smartphone der Mutter herumspielen, wenn sie keine Lust zum «Bäbele» haben. Bisher gab ich meiner Tochter klare Regeln mit auf den Weg, wenn sie bei diesen Familien spielen ging: «Kein TV, kein iPad, kein Smartphone. Und wenn die Freundin nichts anderes spielen möchte, kommst du wieder nach Hause.» Meist hat sie sich daran gehalten, und wenn nicht, hat sie es mir danach zumindest erzählt. Alles in Ordnung also, ein einzelner «Stromzeit»-Ausrutscher ist ja noch kein Desaster.

Dass sie nun aber nicht mit ihren Freundinnen spielen konnte, weil mein Mann und ich als einzige Eltern in der Runde ein Problem mit dem Gamen hatten, hat bei mir die Frage aufkommen lassen, ob wir unsere Überzeugung wirklich so konsequent durchsetzen können, oder hier vielleicht vermehrt Kompromisse eingehen werden müssen?

Nicht dass meine Tochter jetzt der absolute Aussenseiter wäre. Eine halbe Stunde später standen die Mädchen bereits wieder vor der Türe und wollten sie abholen, weil sie fertig mit der Wii gespielt hatten. Trotzdem habe ich mir überlegt, ob ich sie ein anderes Mal gehen lassen müsste, sollte das Game-Thema nun regelmässig aufs Parkett kommen. Wir könnten zum Beispiel ein Nintendo-Spiel gegen eine iPad-Session austauschen. Und die Mädchen anregen, das nächste Mal lieber Tennis auf der Wii zu spielen, damit sie sich wenigstens etwas bewegen, wenn es schon unbedingt ein Computerspiel sein muss.

Ab welchem Alter haben Sie Ihrem Kind wie viel «Stromzeit» erlaubt? Machen Sie einen Unterschied zwischen iPad, TV und Gamekonsole? Und wie gehen Sie damit um, wenn das Kind bei Freunden ununterbrochen mit all diesen digitalen Verlockungen konfrontiert ist?

325 Kommentare zu «Gamen um der Freunde willen»

  • Ned sagt:

    Ein echt gute seite !

  • digital dani sagt:

    Nicht das Medium auf und mit welchem gespielt wird ist ausschlaggebend sondern der Inhalt des Spiels. Es gibt heute keinen Unterschied mehr ob ein Spiel Virtuell auf einem Monitor, Real auf dem Küchentisch gespielt wird oder eine Verschmelzung von beidem.
    Euer Umgang mit digitalen Medien lässt auf eine Überforderung schliessen. Nach dem Motto besser ignorieren, ansonsten müsste man sich ja damit auseinandersetzen. Deine Grosse als digital native wird dich sehr bald abhängen und du wirst die Kontrolle verlieren und wirst es noch nicht einmal merken.

  • AvSalis sagt:

    Wir sollten eines nicht vergessen: Es gibt nicht DAS Kind und damit auch nicht DIE Regel.
    Das Wichtigest ist wohl als Elternteil einfach DABEI zu sein, zu beobachten, selber mitzugehen um dann, wenn man auch selber aus erster Hand weiss worum es geht, intuitiv und natürlich Rahmenbedingungen zu setzen die nicht irgendwo angelesen sind sondern zum eigenen Setting passt.

  • AvSalis sagt:

    Wir machen es anders rum.
    Wir definieren keine Stormzeiten sondern minimale Lernzeiten, Sport-, Musik- und Schulresultate und wieviel pro Woche für „Abmachen“ und „Draussensein“ draufgehen soll. Wir ALLE halten unsere „Pflicht-„Zeiten in einer gemeinsamen Agenda fest die wöchentlich „kontrolliert“ wird.
    Was die Kids dann mit der Restzeit anfangen, ist ihnen dann weitgehend allein überlassen. Irgendwo müssen sie ja beweisen können, dass sie mit Vertrauen und Freiraum umzugehen wissen.
    Bezüglich Games behalten aber immer noch wir Eltern die alleinige Kontrolle über Apps und InApp-Käufe.

  • AvSalis sagt:

    Wir machen es anders rum.
    Wir definieren keine Stormzeiten sondern minimale Lernzeiten, Sport-, Musik- und Schulresultate und wieviel pro Woche für „Abmachen“ und „Draussensein“ draufgehen soll. Wir ALLE halten unsere „Pflicht-„Zeiten in einer gemeinsamen Agenda fest die wöchentlich „kontrolliert“ wird.
    Was die Kids dann mit der Restzeit anfangen, ist ihnen dann weitgehend allein überlassen. Irgendwo müssen sie ja beweisen können, dass sie mit Vertrauen und Freiraum umzugehen wissen.
    Bezüglich Games behalten aber immer noch wir Eltern die alleinige Kontrolle über Apps und InApp-Käufe.

  • AvSalis sagt:

    Wir machen es anders rum.
    Wir definieren keine Stormzeiten sondern minimale Lernzeiten, Sport-, Musik- und Schulresultate und wieviel pro Woche für „Abmachen“ und „Draussensein“ draufgehen soll. Wir ALLE halten unsere „Pflicht-„Zeiten in einer gemeinsamen Agenda fest die wöchentlich „kontrolliert“ wird.
    Was die Kids dann mit der Restzeit anfangen, ist ihnen dann weitgehend allein überlassen. Irgendwo müssen sie ja beweisen können, dass sie mit Vertrauen und Freiraum umzugehen wissen.
    Bezüglich Games behalten aber immer noch wir Eltern die alleinige Kontrolle über Apps und InApp-Käufe.

  • Franz Vontobel sagt:

    Nintendo – nur wegen dem strangen Rechtschreib-Na_zi…

  • Hans Weder sagt:

    Man sollte Video Games nicht verteufeln – denn das wäre in etwa so lächerlich, wie wenn man sich gegen Impfungen, Flugzeuge oder gegen das Internet auflehnen würde. Aber man sollte schon darauf achten, was gespielt wird. Zum Beispiel ist Nintendo generell uncool – das dürfen vielleicht Mädchen spielen, Jungs werden dafür verprügelt. Es sollte schon eine PS4, im Notfall auch eine Xbox One sein. Bunte Fantasy-Games mit Einhörnern und Elfen sollten vermieden werden, knallharter Realismus ist Trumpf – das gilt insbesondere für Shooter. Drei Stunden täglich halten den Aggressionspegel bei Laune.

  • zimy sagt:

    ich würde das nicht so eng sehen. Meine Schwester und ich haben auch schon sehr jung (ich ab 6 und sie ab 3) am PC spielen dürfen, wenn der Vater ihn am Wochenende nicht brauchte. Mit 7 wusste ich dann schon, wie man den PC startet, welches die Spielediskette ist und wie man die Spiele aufruft (damals noch unter MS-DOS). Geschadet hat uns das nicht, ich glaube sogar eher, dass wir davon profitiert haben. Wichtig ist nur, dass die Zeit begrenzt wird, noch genug andere Spiele zur Verfügug stehen, und dass man die Kinder mit dem Gerät nicht unbeaufsichtigt spielen lässt.

  • Ashiro Moto sagt:

    ich verstehe nicht ganz, wesshalb Computerspiele und Fernsehen schlecht sein sollen? Schliesslich entscheidet doch der Inhalt. Natürlich sollte eine einseitige Fokussierung auf die digitale Welt vermieden werden. Jedoch nicht weil diese schlecht wäre, sondern weil es noch andere Welten gibt, in denen wir Menschen uns zurechtfinden müssen.

  • Hermann sagt:

    Fragt meine Frau (die Videospiele hasst) die Kinderärztin: Wie viel Videospielzeit sollen die Kinder haben. Antwort: Eine Stunde pro Tag, bei den kleinen Bildschirmen machen sie sich die Augen kaputt. Papa: Geht in den Laden und kauft grosse Monitoren. Und nun können sie zwei Stunden spielen….

    • Arsene sagt:

      Standardantwort der Ärzte denn niemand will für die Konsequenzen verantwortlich sein. Unsinnig. Es soll Tage geben, an dem die Sonne scheint und kein elektronisches Gerät benötigt wird und halt andere, an dem eventuell ein 2 Stundenfilm geschaut wird. Das Kind soll sich auf eine Tätigkeit konzentrieren können und wenn es halt ein Film oder ein Spiel ist, ist es unsinnig, seine Entwicklung und Begeisterung nach einer Stunde zu stoppen.

      Jedoch bin ich einverstanden, dass unbeaufsichtigtes Handeln (Spielen / TV schauen) nicht optimal ist.

    • Pascal Spillmann sagt:

      Guten Tag. Es ist nicht erwisen das ein zu langer Konsum mit Bildschirmen,Medien oder sonstigen die Augen schädigen kann und eine Stunde am Tag ist extrem wenig vorallem soll „Gamen“ die Reflexe aufbauen/verbessern. Solange ihr Kind noch soziale Kontakte/Hobbies und sonstiges hat muss man die Medienzeit nicht auf so wenig beschrenken (nicht auf Rechtschreibung achten ^^)

  • Reto2 sagt:

    Wir lassen unseren Kindern (wohl zu) grossen Spielraum mit elektronischen medien (Tochter, 11 Jahre: musiclips auf youtube, sohn, 9 Jahre: gamen auf iPad).

    Die Gefahr bei zu starken Regeln/Einschränkungen: Es macht es nur noch begehrenswerter. Gilt auch für Fluchwörter, Süssigkeiten, … . Oder dass das Kind einen Stempel erhält wegen den Eltern und nicht wegen seines persönlichen Charakters.

    Eltern sollten meiner Meinung nach einschreiten, wenn keine analogen Spiele gespielt werden, kein Buch gelesen wird und die Kommunikation in der Familie gestört wird – auch durch Geräte der Eltern!

  • Carlito sagt:

    Ich finde die Haltung übertrieben. Die Zeiten haben dich geändert. Was bitte will denn mit solchen Einschränkungen erreicht werden? Meine Kids, alle im Vorschulalter, dürfen (fast) soviel TV schauen oder gamen wie sie möchten. Und wenn ihnen Caillou (verständlicherweise) zu doof ist, darf auch mal eine Episode Starwars sein. Vielleicht liegt es gerade an unserer liberalen Haltung, dass das Gerät meist nach max. einer halben Stunde nicht mehr interessant ist und freiwillig ausgemacht wird. Sie spielen lieber draussen.

  • plop sagt:

    Hui, mein armer 5-jähriger, so ziemlich medienkonsumfrei bis anhin – deswegen weder ausgeschlossen noch sonst inkompetent. Aber ja, der Wunsch nach Filmen ist nun auch da und wird in jeden Schulferien auch erfüllt (es gäbe ja auch gute Filme, wären dann nicht Planes etc gewünscht…), irgendwann wird es häufiger sein, irgendwann kommen die Games dazu, das eigene Smartphone und ich werde die Zeit ohne die Geräte hoffentlich genossen haben.

    (Ich selber kann übrigens NICHT Gamen, kanns einfach nicht… (obwohl „Digital Native“) Ojeoje!)

    • Ashiro Moto sagt:

      Was ist schlecht an ?

      • Arsene sagt:

        Unverständlich! Ich bin 36 Jahre alt & habe 3 Töchter. Ich war früher ein Gamer & kenne fast jeden Film. Zusätzlich war ich ein sehr guter Sportler & habe mich hoch gearbeitet, bin sozial gefestigt & respektiere die Gesellschaft. Meine Kids dürfen regelmässig pro Woche mit der Konsole spielen oder einen Film schauen. Ich bin stets dabei & erkläre soviel wie nötig, damit sie den Hintergrund verstehen & auf die Informationsflut reagieren können. Abgesehen davon, dass es erwiesen ist, das Spiele die Reflexe & das vernetzte Denken fördern, finde ich es sinnvoll, dass Kids mit der Zeit aufwachsen.

  • rogi sagt:

    Unproblematisch ist der Umgang mit den elektronischen Spielen nicht. Unser jüngster Sohn hatte dieses Suchtproblem und verpasste deswegen eine bessere Schulische Laufbahn. Wir haben uns erst sehr spät entschieden die Notbremse zu ziehen. Bei de beiden älteren Brüdern hatten wir dieses Problem nicht. Sie hatten beide auch eine Phase in der sie sehr intensiv mit den Games zu Werke waren. Das legte sich aber jewils von selbst und ohne unser Zutun. Nur eben beim jüngsten nicht. Verbieten ist nicht immer die beste Lösung. Aber hinschauen und eingreifen wenn’s ausartet schon.

  • Lea sagt:

    Teil1. Neue Medien wurden schon immer als schlecht angeschaut, vorallem für junge die davon besonders fasziniert waren und sind. Egal ob dekadente Würfelspiele bei den Römern, ketzerische Bücher, unzüchtige Musik, augenschädigende Comics/TVs/PCs, asoziale Netzwerke oder Spielkonsolen welche wahlweise zu Vereinsamung oder Bewegungsarmut führen (Was von Büchern niemand mehr behauptet).

    • Lea sagt:

      Dass alleine tanzen besser sei als mit FreundInnen Wii zu spielen und dass Bäbele (vorbereitung auf ihre zukünftige Mutterrolle?) besser als Stromzeit ist, sehe ich nicht so, eher im Gegenteil. Statt einzelne Medien/Geräte zu vergöttern/verteufeln, finde ich den Blick auf den Inhalt spannender. Leiterlispiel oder Eile mit Weile, mein Krampf (Hiter) oder Kritik der reinen Vernunft (Kant), Harz IV TV oder MTW, 20 Minuten oder A Bullitin…

  • Papperlapapi sagt:

    Unsere Kinder dürfen von 19:00 Uhr-20:00 Uhr fernsehen, sofern sie im Pijama sind und die Zähne geputzt haben. Die Grössere macht das fast jeden Tag, der Kleinere spielt oft lieber im Zimmer und muss dann kurz vor 8 angehalten werden, sich nun bettfertig zu machen.Smartphone, Tablets, Konsolen gibts in unserem Haushalt (noch) nicht. Schauen die Grosseltern mit ihren Smartphones zu den Kindern, dürfen sie spielen, solange es die Grosseltern erlauben. Und wenn sie bei KollegInnen sind, sind sie bei KollegInnen, da spielen sie halt, was sie dort spielen.

    • mutti2 sagt:

      War bei uns etwa auch so. Inzwischen sind sie erwachsen und soweit normal… Als ich mich mal über einen Egoshooter aufregte, meinte mein Sohn liebevoll: Aber gell Mama, du weisst, dass da keine wirklichen Menschen in der Konsole drinn sind? Weisst du, das sind nur Pixel…

  • Marco sagt:

    Oh Gott, spiessiger geht es wohl kaum noch? Alle anderen Girls dürfen gamen nur die eigene nicht. Naja…..
    Man kann das Ganze ja auch mit ein wenig gesundem Menschenverstand handhaben.

  • Dani sagt:

    „Die Idee gefiel mir gar nicht. Ich sagte ihnen, dass sie jetzt – da sie zu viert seien – doch besser etwas spielen sollten, für das es mehr Leute benötige. Ein Gesellschaftsspiel zum Beispiel.“ Also solange die Kinder gemeinsam etwas spielen und nicht nur online (alleine gegen/mit anderen), dann ist das doch ein GESELLSCHAFTSSPIEL!! Wie viele Leuten sollten denn bei einem Monoply mitspielen? 4 Leute ist doch ideal. PS: Schon mal daran gedacht mit den Kindern zu gamen anstatt sie zu Freunden gehen zu lassen, oder fühlen sie sich zu gut dafür?

    • Susi sagt:

      Wie schon mehrfach gesagt wurde: Es gibt relevante Unterschiede zwischen analogen und digitalen Spielen. Analog spielt beispielsweise auch die Kommunikation über Gestik und Mimik eine Rolle.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wenn ich drei Kumpels allmonatlich zum Fussball auf der Playstation einlade, so gibt’s da jeweils ein x-faches an Kommunikation über Gestik und Mimik als bei manchem öden Brettspiel wie z.B. Monopoly…

      • Susi sagt:

        Ich weiss nicht so recht. Eine gute Freundin meines Mannes hatte mal einen sehr viel jüngeren Partner. Mein Mann und ich waren bei ihnen zu Besuch für einen Spieleabend und es gab auch eine Wii-Spielkonsole. Wir Alten (Anfang 40) wollten „Walter“ spielen, mit Kärtchen, Zetteln und so, und der Junge (Mitte 20) spielte ständig nur Wii und wollte, dass wir bei ihm mitmachen. Eine blöde Situation. Da wir in der Mehrheit waren, spielten wir am Ende doch Walter. Ich finde Wii extrem viel weniger sozial als ein analoges Spiel. (Und nein, jene Beziehung hat nicht sooo lange gehalten…)

      • Franz Vontobel sagt:

        Wir sind eine Altherrenrunde (+/- 50) und es wird jeweils sehr lustig… und laut… 😀

      • Franz Vontobel sagt:

        Aber ich denke schon, dass die „grossen“ Games etwas ansprechen, das v.a. auf dem Y-Chromosom liegt…

        Die „kleinen“ Sachen (Candy Crush, Solitaire usw.) werden dafür meiner Erfahrung nach eher von Frauen und auf dem Smartphone gespielt. Und, lustigerweise, von denen oft nicht als „gaming“ erkannt…

      • mila sagt:

        Ahhh, Walter… Ein weiteres meiner Lieblingsspiele. 😉

        Wobei wir es zu viert auch schon lustig hatten mit der PS und Guitar Hero (für PS4 leider noch nicht erhältlich).

      • Bernhard sagt:

        @FV: „Wenn ich drei Kumpels allmonatlich zum Fussball auf der Playstation einlade…“

        Ui Franz, ich glaube wir alle (inkl. Frau Kuster) würden SOFORT unterschreiben, wenn unsere Kinder allmonatlich mit ihren Gspändlis zockten… 😀

        @Susi: Mir sagt ein „Brettspiel“ auch viel mehr zu als ein Konsolen-Game. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache. Wir haben es auf PS2 mit Monopoly, Buzz! oder Trivial Pursuit und auf der Wii mit Activity oder sonstigen Quiz-Spielen probiert. Aber irgendwie kam das nicht an die gemütliche Runde um den Tisch heran. Keine Ahnung, warum…

      • Franz Vontobel sagt:

        Keine Ahnung, warum…

        Das kann ich ihnen genau sagen: es ist schwieriger das Bier und die Knabbereien so aufzustellen, dass a) jeder sein Zeugs in Griffweite hat b) niemand darüberstolpert.
        Mit etwas Planung und Umsicht lässt sich dieses Problem allerdings in den Griff bekommen… 😀

      • Bernhard sagt:

        @FV: 😀

  • Martin sagt:

    In meinem familiaeren Umfeld sind die Smartphones und Tablets enorm verbereitet. Wenn einige CousInnen meiner Tochter (17 Mt) kommen wird bei jedem Unterbruch weitergedaddelt (clash of …, candy c… usw), staendig piepsen dann Meldungen von What… Ich denke irgendwann muss ich meiner Tochter ebenfalls diese Stromstunde taeglich zugestehen, aber wenn ich die anderen so sehe wuerde ich die gleich wieder vor die Tuere setzen. Ich komme noch von der C64/Amiga500er Zeit. Ich gedenke ihr zuerst mal einige Routinen beizubringen. Ich finde Kids sollten die Zeit mit den Geraeten vernuenftiger verbr.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Na ja, wir haben nun mal die Eltern die wir haben. In Ihrem Fall, Frau Kuster hat die Tochter das Plus, dass Sie sich um erzihung kümmern, wohl auf Ernährung achten und Ihr viel Zeit widmen. Als Nachteil hat sie, dass Sie der antiquierten Meinung sind, Games seien schädlich (nachweislich belegt, dass Gamen < 1h täglich förderlich ist). Im grossen Ganzen hat sie wohl aber Glück gehabt mit der Mutter.

    • Dani sagt:

      Die Frau kommt aus den 70er Jahren, aber benimmt sich wie eine Frau aus den 60er Jahren. Ich weiss nicht genau ob das Kind wirklich so viel Glück hatte, denn es gibt nichts schlimmeres als einen Elternteil zu haben, der für ein Thema komplettes oder nur negatives Interesse hat, aber dennoch denkt er wisse alles besser und versucht es dann zu verbieten oder stets zu sabotieren. Frau Kuster rate ich DRINGEND mal etwas aktiver zu werden im Gamen und einfach selber Hand anzulegen. Wie heisst es so schön? Es einfach mal SELBST tun und die Lust für sich finden. (das gilt wohl für mehrere Bereiche)

  • Lia sagt:

    sorry, aber inwiefern zeigt es mehr soziale Interaktionn, mit 3 Freundinnen vor sich herzuwürfeln bei einem Eile mit Weile, als zu viert ein Game auf einer Konsole zu spielen, wo sie auch miteinander kommunizieren? Schlimmer wäre es, jede hätte ein Pad für sich und keiner würde miteinander reden.

    • Widerspenstige sagt:

      Da sehe ich keinen Unterschied, Lia, ausser, dass die Augen mehr verarbeiten müssen sprich die Gehirnströme anders beansprucht werden. Wer von klein auf – wie unser jüngster Sohn schon ab 3 Jahren! – mehr Zeit vor einem Bildschirm verbringt als draussen spielen will, hat früher eine Brille auf der Nase als gewollt. Dazu gibt es bereits Statistiken aus Asien und USA und hier wurde ein Link dazu reingestellt. Also ob analoge oder digitale Beanspruchung der Augennerven ist doch nicht so irrelevant für das Sehvermögen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Unfug – die Myopie ist kein Problem von Analog/Digital, sondern von konzentrierter Naharbeit. Wenn sie permanent feinste Stickarbeiten leisten, bekommen sie dieselben Probleme.

      • Marc sagt:

        Es ist schon lange klar, dass Sehschwäche altersbedingt ist, und nicht von der Technik abhängt. Da die Genetik bekannterweise nicht bei allen gleich ist, setzt das Sehprobleem auch nicht bei allen Leuten zur gleichen Zeit ein. Gibt ein paar gute Berichte, wie auch komischerweise Kinder in der dritten Welt unter Sehschwäche leiden, obwohl sie keinen Fernseher und Computer haben. Komisch, woher das wohl kommt? Sie denken damals in ihrer Zeit gab es noch weniger Leute mit einer Brille? Irrtum, nur weniger die dahin gehen konnten/wollten und kleinere Abweichungen nicht erkennbar waren.

      • Widerspenstige sagt:

        Ach ja? Unfug? Dann sind all die BrillenträgerInnen bereits ab Grundstufe alles nur Zufälle…. 😡

      • Franz Vontobel sagt:

        Die kleinen BrillenträgerInnen ab Grundstufe haben Brillen, weil man heute jedem sofort eine Brille verpasst, was früher nicht so war…

      • Widerspenstige sagt:

        Ist das Ihr Ernst, mir so eine lapidare Erklärung dazu abzugeben, Franz? Ich erwarte von Ihnen mehr und bitte…..lesen Sie den Link von @Peter Steiner doch genauer durch, wieso in Südkorea knapp 96,5% der Rekruten als Kurzsichtige eingestuft werden mussten u man da bereits von einer Epidemie spricht. Wie erklären Sie mir das?

      • Widerspenstige sagt:

        96,5 Prozent der jungen Männer waren kurzsichtig. Beinahe eine ganze südkoreanische Generation konnte nicht mehr richtig in die Ferne sehen.

        Die südkoreanischen Ärzte hatten damit jede andere ihnen bekannte epidemiologische Studie zur Verbreitung dieser Sehschwäche, in der Fachsprache Myopie genannt, übertroffen. Die Rekruten hatten jeweils eine Fehlsichtigkeit von mindestens minus 0,5 Dioptrien. Jeder fünfte der jungen Männer wurde von den Ärzten als hochkurzsichtig eingestuft, hatte eine Fehlsichtigkeit von minus 6 Dioptrien oder mehr..‘

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:

        da würde mich noch der Bezug zu anderen Ländern mit Schriftzeichen/frühes Erlernen müssen derselben, interessieren. Und ob im Vergleich zu früheren Generationen, wenn diese im selben Alter (falls erfasst worden) signifikant weniger Augenprobleme aufwiesen, frühes Schulstoffpensum aufgestockt worden ist.
        Frühes stundenlanges über Blättern brüten und Zeichen bis zur Perfektion üben stelle ich mir fast noch weniger sehkraft-förderlich als gamen vor…

  • Hermann sagt:

    Mein 7 Jähriger spielt gerne Mario auf Nintendo (ja, das alte von 1985). Er heult manchmal und flucht, wenn er nicht weiter kommt. Das Spiel ist schonungslos. Macht er einen Fehler, ist es game over. Also nicht wie die Mamma, die ihm alles durchgehen lässt. Somit eine positive Erfahrung. Eine Stunde pro Tag ist sowieso alles, was er will, oder verdauen kann.

    • Peter Steiner sagt:

      Sie lagern Ihre Erziehung also an Super Mario aus ?

      • Christoph Bögli sagt:

        Was heisst auslagern, „Erziehung“ bzw. die „Schule des Lebens“ findet halt nicht nur durch die Eltern statt. Auch wenn das manche offenbar nicht gerne wahrhaben wollen. Viele Fähigkeiten kann oder muss ein Kind ausserhalb des behüteten Heims erlernen. Spielt es dabei prinzipiell eine Rolle, ob das nun beim Fussballtrainer ist oder bei „Mario“? Ausser dass man sich halt über letzteres bequem lustig machen kann?

      • Martin sagt:

        Ich glaube er hat ein vernuenftiges Mass fuer sein Kind fuer das Gamen gefunden.

      • Susi sagt:

        Ein 7jähriger spielt jeden Tag eine Stunde auf der 1985-Nintendo, und das ist ein vernünftiges Mass???

        Ich hab auch schon mal eine Phase gehabt, wo ich regelmässig Supermario spielte, allerdings auf Nintendo 64. Die Konsole am liebsten in den Bildschirm geschmettert hätte, wenn’s wieder nicht geklappt hat. Man fühlt sich danach furchtbar leer.

      • Stranger sagt:

        Nintendo 64 ist verglichen mit dem NES einen Riesensprung voraus. Die heutigen Konsolen sind der Nintendo 64 deutlich ähnlicher. Jene konnte schon 3D, was die NES natürlich nicht drauf hatte.

    • Hermann sagt:

      Falls sie das interessiert: Das 1985 Nintendo stammt von meinem zweiten Sohn, der 25 Jahre älter ist als mein Jüngster. Er spielte als 4 Jähriger Nintendo soviel er wollte. Er lernte schnell zu reagieren und unbekannte Wege einzuschlagen. Er spielte jahrelang so ziemlich alles was auf den Markt kam. Als er an die Uni ging, merkte er, dass er die Mathematik der Algorithmen besonders gut verstand. Heute unterrichtet er das als ordentlicher Professor für Mathematik an einer amerikanischen Universität. Frage ist, war das eine besondere Begabung oder eher frühes Training. Interessant, nicht?

  • tststs sagt:

    Sie sind genauso ein Medien-Despot wie meine Mama… ouhhh gab das manchmal Zoff…bis hin zu Tränen…heute bin ich meiner Mutter mehr als nur dankbar 😉

    • Adrian Wehrli sagt:

      Klar sind wir den Müttern immer dankbar, wobei es völlig wurst ist was die damals gemacht haben. Das nennt man den Mama-retrospektiv-Effekt.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wofür genau dankbar? Denken Sie effektiv, Ihr Leben wäre anders, d.h. verkorkster geraten, wenn Ihre Mutter etwas lockerer beim Medienkonsum gewesen wäre? Wenn man mit seinem Leben mehr oder weniger zufrieden ist, fällt es natürlich leicht, rückblickend alles für gut zu befinden, erst recht wenn da der nostalgische Weichzeichner einsetzt. Das heisst noch lange nicht, dass man schlechter dran wäre, wenn einige Dinge anders gelaufen wären..

  • Widerspenstige sagt:

    Früh übt, wer eine Meisterin werden will. Bei sämtlichen Gameevents sind männliche Gamer in der Überzahl. Sie vergessen alles um sich herum u schlafen aus Übermüdung sogar vor dem PC ein. Ganz zu schweigen vom Chaos auf, neben und unter dem Gametisch. ABER: ist das erstrebenswert? Es ist nur mit frühen Regeln des Konsums einigermassen aus Elternsicht in den Griff zu bekommen. Wer zuviel verbietet, wird sein blaues Wunder erleben. Wer es masslos zulässt, ebenso. Also ich bin ziemlich ernüchtert, was Gamen anbelangt. Aber immer noch besser als dieser Schrott, der sich Reality-TV nennt 😯

    • Franz Vontobel sagt:

      Sie sollten sich ihr Bild vom Gamer nicht bloss aus Hollywoodfilme zusammenbasteln, WS… es könnte klischiert herauskommen…

    • Widerspenstige sagt:

      Haben Sie demnach die Doku nicht verfolgt, wo es um Südkorea ging u wie dort ganze Fussballstadien gefüllt werden mit Gameverrückten, wenn es öffentliche Schaugamekämpfe gibt wie LoL. Unglaublich, was da abgeht u weltweit Gamer via Internet/TV anlockt u für Traumquoten sorgt. Auch will der Gründer v WoW Games olympiareif erklären lassen….Naja, ich habe einen WoW-Gamer Zuhause….noch Fragen, Franz?! Da ist nichts klischiert, aber das Thema ist ja die Früherkennung u wie es Eltern handhaben sollen. Ich bin mir nicht mehr sicher, was besser ist: Teufel oder Pelzebub!

      • Franz Vontobel sagt:

        Und sie glauben wirklich, dass man an einem solchen Wettkampf weit kommt, wenn man sich schlecht ernährt, nicht genug schläft und so ein klischierter, verfetteter Hollywood-Gamer ist?

        btw: Belzebub – der hat nichts mit Pelzen zu tun…

    • Widerspenstige sagt:

      Habe ich etwas von verfettet und Hollywoodgamer geschrieben, Franz? Das haben Sie meinen Zeilen unterstellt….mein jüngster Sohn vergisst eher zu essen und ist entsprechend schlank. Und ja klar, heute scheint der Tag der Wort-/Textkorrektoraten zu sein hier im MB? 😀

      Aber zurück zum Thema: Sie schreiben ja selber, dass das der Untergang für Sie selber gewesen wäre, wenn Sie solche Spiele früher kennen gelernt hätten oder irre ich mich jetzt das gelesen zu haben? Diese Games sind eine Droge, davon bin ich inzwischen überzeugt. Aber Gamer sind harmloser als Komasaufer etc.

      • Franz Vontobel sagt:

        Alles kann eine Droge sein – dieser Ansatz führt die Diskussion bloss im Kreis. Ja, für mich wären solche Games, die eine ganze Gegenwelt schaffen in die komplett eintauchen kann, eine extreme Versuchung gewesen – für mich! Für andere nicht.
        Es gibt ihn nicht, den Gamer, wie sie ihn hier schildern – wie es btw. auch ganz verschiedene Game-Genres gibt, und kaum ein Gamer in allen Genres zuhause ist.
        Worauf ich hinaus will: setzt euch mit euren Gofen hin, und spielt mit ihnen. Damit ihr wirklich wisst, um was es geht!

      • Michael Steiner sagt:

        Games sind ein Zeitvertreib wie alles andere auch. Wie viel Zeit wird auf dem Fussballplatz verschwendet. Anstatt das Runde in das Eckige zu kicken hätte er eine neu Sprache lernen können. Aber was verschwendet er seine Zeit mit neuen Sprachen lernen – in dieser Zeit hätte er auch ein Studium der Humanmedizin abschliessen können. Aber was verschwendet er seine Zeit mit Medizin…… merken sie was?

        Wenigstens verschwendet er seine Zeit mit etwas das ihm Spass macht – anstatt zu etwas gezwungen zu werden das ihm nicht gefällt.

      • Widerspenstige sagt:

        Sie beide verharmlosen das aber ziemlich bedenkenlos….wieso wundert mich das jetzt nicht wirklich? Franz, so habe ich das kaum verallgemeinert geschrieben. Natürlich gibt es auch da Graustufen und nicht nur weiss oder schwarz. Mein jüngster Sohn wurde übrigens am wenigsten fremdbetreut als Kleinkind u vielleicht war das für seinen Charakter kontraproduktiv. Seine älteren beiden Geschwister sind weniger von einer Gamesucht betroffen da durch mehrere familienergänzende Betreuungen gegangen u sind inzwischen in längeren Beziehungen lebend u voll berufstätig. Vielleicht war’s ja das….

      • Maik Schaerer sagt:

        Widerspenstige, ich folge selber solchen Anlässen (Hauptsächlich Starcraft 2), die sie beschreiben, und bin interessierter Gamer. Ich bin auch Vater zweier Kinder. Was Sie in Ihren Kommentaren beschreiben, ist ziemlich wirr und voller Vorurteile. Berufsspieler müssen eine gewisse körperliche Fitness mitbringen und müssen vorallem mental topfit sein. Spiele wie Starcraft 2 sind intellektuell ansprechend wie Schach. Nur mit ein bisschen rumdaddeln gewinnt man keinen Blumentopf. Einschlafen vor dem PC tun die Leute höchstens an LAN-Parties, und die besucht man nicht jedes Wochenende.

      • Maik Schaerer sagt:

        „Seine älteren beiden Geschwister sind weniger von einer Gamesucht betroffen da durch mehrere familienergänzende Betreuungen gegangen u sind inzwischen in längeren Beziehungen lebend u voll berufstätig. Vielleicht war’s ja das….“

        Jetzt weiss ich endlich, weshalb ich Gamer geworden bin! Weil ich nie fremdbetreut wurde!

        So ein Schmarrn..

  • Michael Steiner sagt:

    Der unterschied zwischen dem bösen Computerspiel und dem harmlosen Brettspiel muss mir auch noch jemand erklären. Abgesehen davon das bei Computerspielen meistens die Hand-Augen-Koordination und das räumliche Vorstellungsvermögen verbessert wird.

    Und jetzt kommt mir nicht mit den Gewaltspielen – die sind nicht für Kinder. Es gibt auch genügend Brettspiele die man Kindern nicht geben sollte.

    • tina sagt:

      aber schach zum beispiel ist doch wirklich ein nützliches spiel, es trainiert das gehirn für strategisches denken. allerdings, genau, schach ist ein kriegsspiel.
      und genau das, strategie trainieren, kommunizieren, oder wie es meine ähm durchschnittlich 14jährigen söhne nennen: resourcenmanagement, englisch, schnell denken und handeln (nicht wie ihre mutter die nichtmal bei einem autorennen schnell genug entscheiden kann ob links oder rechts und darum frontal den pfosten rammt)

      • Susi sagt:

        Schach ist ein super Beispiel!

      • tina sagt:

        ähm genau das, was ich im 2. abschnitt erwähnte, trainieren eben viele computerspiele oder konsolenspiele. auch wenn sie kriegsspiele sind. wie schach.
        aber für unter 12 jährige fände ich es auch nicht gut, solche spiele zu spielen

      • Franz Vontobel sagt:

        Naja, ob ich nun ein sehr abstrahiertes Kriegsspiel wie Schach spiele oder in „Call of Duty“ photorealistische (die Zeit der Pixelhaufen ist schon länger vorbei…) Feinde wegpuste ist dann schon nicht ganz dasselbe…

        (nur der Vollständigkeit halber: photorealistische Feinde wegpusten lässt viel mehr Adrenalin fliessen und macht bedeutend mehr Spass!)

      • tina sagt:

        meine jungs finden call of duty total stupide. spielen sie nicht

      • mila sagt:

        Es muss ja nicht immer ein rigoroser Adrenalinkick sein, manchmal tut’s auch der gute alte Serotoninrausch… Den hat man am ehesten an Gesellschaftsspieleabenden unter Freunden. Mein absolutes Lieblingsspiel seit Teenagerzeiten: Meier (für die deutschen Kollegen hier: Mäxchen). Da bleibt allerdings auch das Adrenalin nicht aus… 😉

      • Stranger sagt:

        Gewisse Spiele, die Erwachsene so spielen, wenn die Kids schlafen, sollen auch ganz nett sein.

      • Susi sagt:

        „Werwolf“ ist auch sehr toll, vor allem mit erfahrenen Spielern. Das kann man bis in die frühen Morgenstunden spielen und es wird nie langweilig!

      • Maik Schaerer sagt:

        @Vontobel Call of Duty hat eine USK 18 Wertung, wer das die 12-jährigen spielen lässt, muss sich selber an der Nase nehmen und nicht über die Spiele schimpfen (schliesslich lässt man 12-jährige auch keine Pornofilme schauen…)

        @tina, sie meinen vermutlich Spiele wie dota 2, League of Legends oder Starcraft 2. Ersteres sind „Moba“ („Multiplayer online battle arena“), Letzteres ist ein Echtzeitstrategiespiel. Diese Spiele werden auch professionell gespielt (Internationale Turniere mit Preisgeldern, Sponsoren, und natürlich Berufsspielern).

  • Norma sagt:

    Ich finde Sie machen es richtig Frau Kuster. Es gibt viele Kinder in mein Bekanntenkreis, und es erschreckt mich wenn ich sehe wie sie stundenlang mit dem ipad spielen dürfen – selbst die ganz kleinen. Bei meine Kinder war Fernsehen, und auch die erste Computerspiele, immer zeitlich begrenzt.

    • Reto sagt:

      Es sind eben alle so stolz, wenn sie sehen, dass ihre Kinder schon mit dem Tablet umgehen können.
      Es ist ja auch mega kompliziert, mit dem Finger über einen Bildschirm zu streichen und Bildli anzuklicken…

      Da würde ich eher drauf setzen, den Kindern den Umgang mit dem Computer beizubringen, sobald sie einigermassen lesen können. Das bringt wahrscheinlich mehr.

    • Christoph Bögli sagt:

      „Stundenlang“ und unkontrolliert ist sicher problematisch, sofern das zutrifft (ich bezweifle, dass Sie fremde Kinder über Stunden permanent beobachten). Allerdings stellt sich die Frage: Würden Sie auch so schreiben, wenn Eltern ihre Kinder stundenlang mit Lego oder Puppen spielen lassen? Worin unterscheidet sich die Aktivität des analogen und digitalen Spiels so grundlegend, ausser dass letzteres in einem diffusen Gefühl als minderwertig bis schlecht wahrgenommen wird? Was zählt ist doch der konkrete Inhalt und die Abwechslung, digital/analog ist hingegen nebensächlich..

      • AvSalis sagt:

        2D und 3D Wahrnehmung ist nicht dasselbe. Auch die Feinmotorik und Körper/Auge-Koordination bleiben auf der Strecke. Ein Verharren in der gleichen Haltung ist gerade für die Jüngsten suboptimal geht sie doch oft einher mit falscher oder mindestens flacher Atmung, einem unterforderten Stoffwechsel etc.
        All dies kann durch Sport und Bewegung kompensiert werden. Problematisch wird es dort, wo Kinder ihre GANZE Freizeit nur noch am Bildschirm verbringen.

  • Chris Wolf sagt:

    Lustig, wo liegt genau der Unterschied wenn die Mädchen ein Brettspiel anstatt ein Digitales Spiel ZUSAMMEN spielen? Ist das starren auf ein Kartonbrett pädagogisch wertvoller als das starren auf eine Glasscheibe?

    Meist sind die Games auf der Konsole gar noch einiges anspruchsvoller als ein einfaches Leiterlispiel.

    • AvSalis sagt:

      gerade bei den Jüngsten ist die haptische Komponente wichtig. Dinge sollen zuerst auch mal im wörtlichen Sinne „BEGRIFFEN“ werden bevor man sich mit ihrer virtuellen Repräsentation befasst.
      Auch für die Entwicklung der Augen/Hirn macht es einen Unterschied ob sich dieses System auf eine 2D oder 3D Welt hin einstellt und optimiert.

  • Franz Vontobel sagt:

    Wer hier mit C64-Romantik aufkreuzt (ich gehöre auch der Generation an) hat vermutlich noch nie ein Game auf dem letzten Stand der Technik gesehen – mit Space Invaders hat das ungefähr noch soviel zu tun wie ein Daumenkino mit einem 3D-Film.
    Und als jemand, der durchaus auch zu Eskapismus neigt muss ich zugeben, dass es für mich verheerend gewesen wäre, hätte es diese Spiele zu meiner Zeit bereits gegeben…

    • Bernhard sagt:

      @FV: Sie haben schon recht. Ich habe mir vor einiger Zeit mal einen Arcade-Spielkasten aus den 80ern in den Keller gestellt. Nach einer intensiven Game-Nacht habe ich ihn wieder verkauft, weil die Spiele dermassen langweilig waren. Ich habe mich umso mehr gefragt, wie es sein konnte, dass ich als Kind/Jugendlicher ganze Ferien und Wochenenden an so stupide Spiele verschwenden konnte! Ich glaube Ihnen sofort, dass die neuste Game-Generation unglaublich viel zu bieten hat! Ich bin bei der PS2 und der Wii stehen geblieben…ist aber absolut ok so! 😉

  • C. Achermann sagt:

    Bei unseren Kindern (4/6) ist Gamen kein Thema. Auch der Wunsch nach Fernsehen kommt selten auf. Aber wenn sie fragen, dann dürfen sie auch meistens. Ganz sicher würde ich aber nie einen Spielbesuch verbieten, wei dort gegamet wird (vorausgesetzt, es ind einigermassen altersentsprechende Spiele). Die 30 Minuten Gamen hätten dem Mädchen sicher weniger geschadet als der Aussenseiter sein zu müssen. Das nächste Mal sagen sie einfach, wir spielen Uno….

  • Heidi K. sagt:

    Ich bin Mutter von 4 Kids. Und es war bei allen das gleiche. Das Verbotene ist verlockend. Erlaubtes hingegen verliert an Attraktivität. Also haben wir keine Limiten gesetzt mit dem Resultat, dass keines unserer Kinder süchtig und/oder übergewichtig ist. Alle haben’s drauf mit IT, lesen aber auch Bücher und alle sind im Gymi. Wir haben keine Zeitlimiten gesetzt und sie einfach austoben lassen. Nach einigen Monaten hat es den Reiz verloren und sie haben sich wieder anderen Freizeitbeschäftigungen zugewendet. Mit der bünzligen Haltung richtet man nur Schaden an.

    • Manni Mann sagt:

      Genau das ist auch meine Beobachtung – wobei ganz ohne Leitplanken geht es nicht. (Bei uns gibt’s schon auch Regeln.)
      Aber ich finds gut, dass man sie auch mal „bis zur Verblödung“ fernsehen lässt. Dann merken sie von selbst, dass sie sich danach schlecht fühlen. Und richtig cool ist es, zu beobachten, wie sie selbst den Ausknopf drücken und sagen: „komm jetzt spielen wir etwas.“

      • Mutter von 3 Buben sagt:

        Genau so sehe ich das auch Heidi K.! bzw. habe ich es auch gemacht. Der Mittlere (jetzt 12) hat einen Durchschnitt von über 5,5 – obwohl er wettkampfmässig Sport betreibt (über 12 Std.pro Woche). Wenn er dann abends vor dem Fernsehen noch Chillen will, warum nicht? Der Älteste (heute 14), schaut kaum fernsehen, ausser ab und zu mal einen Film. Der Kleinste (Kita) ist zugegebenermassen noch etwas fernsehsüchtig, obwohl er soviel spielt wie keiner der Grossen. Aber sobald er mit einer Aktivität, Sport, Instrument etc. anfängt. legt sich das…

  • Stefan W. sagt:

    Wieder mal der Untergang des Abendlandes. Meine Schwester hat sich vor ca. 40 Jahren eine Barbie-Puppe gewünscht, das war damals auch der Untergang des Abendlandes. Aber um mit den Freundinnen mithalten zu können, musste das sein. Und meine Eltern fanden es so schrecklich, wie die Kinder stundenlang mit diesem dümmlichen Mist spielten. Nicht wenige Leute prophezeiten eine ganz düstere Zukunft für Kinder, die nicht mehr mit „richtigen“ Spielsachen spielen.
    Naja, heute ist meine Schwester eine ziemlich gute Juristin.
    Ziemlich sicher kommt es auch mit Ihrer Tochter trotz Spielkonsolen gut.

  • Mutter von 3 Buben sagt:

    Ich stelle immer wieder fest, wie engstirnig das Thema fernsehen/gamen in der Schweiz betrachtet wird. Stellt man als Mutter nicht klare Zeitlimiten auf, gilt man als Rabenmutter. Ich (Schweizerin) habe 15 Jahre im Ausland gelebt und in anderen Kulturen kennt man diese strikten Zeitlimiten überhaupt nicht, in manchen läuft der Fernseher während des ganzen Tages (und das nicht nur bei den Amis). Obwohl ich mir letzteres überhaupt nicht vorstellen kann, will ich damit einfach sagen, sind diese Menschen als Erwachsene deswegen schlechter? Weniger kreativ? Weniger erfolgreich? Relax!

    • Brunhild Steiner sagt:

      … vielleicht nicht weniger diesbezüglich,
      aber mehr in Punkto Energie/Ressourcenverbrauch wenn in fast allen Räumlichkeiten der laufende TV als lebensnotwendig betrachtet wird, ein mir nicht ganz unwichtiger Gesichtspunkt unbesehen was ich über die transportierten Inhalte denke….

    • jeanette kuster sagt:

      Ich verstehe nicht, weshalb es falsch sein soll, beim Umgang mit TV&Games Regeln festzulegen? Wir legen als Eltern doch für die meisten Bereiche Regeln fest: Süssigkeitenkonsum, Schlafenszeiten…. Warum also nicht bei digitalen Medien?

      • Reto sagt:

        Ich bin da ganz Ihrer Meinung.

        Meine Frau ist da auch noch etwas strenger und ich versuche jeweils, ihr zu erklären, dass ein absolutes Verbot (sie ist vor allem gegen das Zocken und die Verblödung durch Tablets und Handys – Fernsehen findet sie weniger schlimm) eher kontraproduktiv sein könnte.

        Alles dosiert und bei Hudelwetter mal ein Game-Nachmittag mit einem dem Alter entsprechenden Spiel darf meiner Meinung nach aber schon auch sein.

        Der Tag wird aber kommen, wo sich unsere Jungs (8,6,4) beschweren, dass sie nur Mario Kart spielen können und kompliziertere Sachen gar nicht gewöhnt sind

      • Christoph Bögli sagt:

        Regeln zu haben ist gut, die Frage wäre eher, wie die Regeln gestaltet sind. Ihre scheinen mir dabei übermässig strikt, wenn nicht gar etwas vorgestrig. Die ach so böse „Stromzeit“ klingt als wäre man bei den Amischen gelandet. Ich finds ja gut, wenn ein Kind nicht stundenlang am iPad oder TV ruhig gestellt wird, aber das andere Extrem ist auch nicht gut. V.a. verstehe ich nicht, wie sich zusammen an einem Wii-Brett oder mit einem Brettspiel spielen unterscheidet. Beides ist kollektives Spiel zum Spass. Nur weil das eine „Strom“ braucht ist es pfui?

      • Jana sagt:

        Die meisten hier gehören noch zu einer Generation, die ihre Kindheit völlig ohne Konsolen oder Computer verbracht haben. Evtl hatten einige einen Gameboy? (Damals gabs übrigens die gleichen Diskussionen…). Als Kind sieht man das anders: Ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel…. ob man nun zusammen Lego oder Minecraft spielt macht für ein Kind insofern keinen Unterschied…. es hat nur andere „Steinli“. Ob man ein Buch liest oder ein TKKG Dedektiv-adventure durchspielt… Jesses. Wenn man schon im Haus spielen soll, dann macht es keinen Unterschied, ob Analog oder Digital.

      • tststs sagt:

        Naja, es gibt schon noch einen kleinen Unterschied zwischen analog und digital.. nämlich in der Verarbeitung im Gehirn…

      • Franz Vontobel sagt:

        es gibt schon noch einen kleinen Unterschied zwischen analog und digital.. nämlich in der Verarbeitung im Gehirn

        Das müssen sie mir erklären tststs – wenn ich ein Buch, gedruckt auf totem Wald lese, so ist das nicht dasselbe, wie wenn ich es als eBook konsumiere? Ein Film ab (analoger) Filmrolle wirkt irgendwie anders als ab (digitaler) DVD? Oder was wollen sie mit dieser Aussage ausdrücken?

      • Christoph Bögli sagt:

        Ich sehe effektiv auch nicht, wie es im Gehirn irgendeinen Unterschied machen sollte, ob etwas analog oder digital ist, gleicher Inhalt vorausgesetzt natürlich. Der einzige potentielle Faktor sind koordinative Leistungen, wo diese notwendig sind, aber auch da ist nicht das eine Medium schlechter als das andere, sondern nur anders. Der Rest ist letztlich paranoider Quatsch, der da so von ein paar (zu) bekannten Angstmachern gestreut wird..

      • Stranger sagt:

        Die menschlichen Sinne nehmen ja eh analog wahr. Allerdings habe ich in der Tat den Eindruck, dass man ein Buch auf totem Wald anders, intensiver, liest, als eines auf dem Kindle.

    • Stranger sagt:

      Moment, Mutter von 3 Buben. Die „mutter von 4 kids“ erscheint viel kompetenter (da 4>3). Ich habe nur 2 Mädchen, kann also nicht wirklich mitreden.

    • Fabio sagt:

      In der Schweiz schwingt bei Eltern oft die Vermutung mit, dass zuviel elektronische Medien zu einer Entwicklungsstörung führen oder sonst irgendwelche negativen Effekte zu befürchten sind.

      Weshalb es besser sein soll, wenn vier Kinder zusammen ein Brettspiel spielen als wenn sie zusammen an der Playstation spielen erschliesst sich mir nicht. Der einzige Unterschied ist, dass das eine Brett aus Karton ist und beim anderen ein Fernseher benutzt wird. Ich vermute, es geht mal wieder um ein Generationenproblem. Was man selber nicht (gut) kennt, wird grundsätzlich abgelehnt.

  • Michael Steiner sagt:

    Naja wenn die kids etwas daraus gelernt haben – dann das man der mami einfach nicht mehr sagen sollte was man genau macht.

    • Stranger sagt:

      So ist es, und das können Sie ja nicht wollen, Frau K.

    • jeanette kuster sagt:

      Lesen Sie doch bitte genau: Meine Tochter fands gar nicht so tragisch. Und sie erzählt es mir jeweils, wenn sie auswärts TV geschaut oder iPad gespielt hat. Und ich erklär ihr dann, weshalb ich das nicht toll finde. Wir reden tatsächlich offen miteinander, auch wenn das viele hier überrascht.

      • mutter von 4 kids sagt:

        @ j. kuster
        ihre tochter ist erst 5 jahre alt, wenn ich richtig gelesen habe. das mit dem lügen oder verschweigen oder beides kommt also erst noch. wenn sie in der schule ist, wird vieles anders werden, glauben sie mir. Ich bin absolut nicht gegen Regeln, diese sind wichtig! Zum Beispiel haben sie ja schon die Regel, das bei Ihnen zu Hause kein Computergame gespielt werden darf/kann. Andere Eltern haben halt andere Regeln/Prioritäten oder auch keine. Wir haben hier bei uns auch laisser faire Eltern mit Schnuddergoofen die alles dürfen oder treten wen sie wollen. Tja, so ist das nunmal.

      • Michael Steiner sagt:

        Ja – aber die anderen Kinder werden es ihr vielleicht beibringen. Denn sie wollen ja mit ihr spielen.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Oh, ich will nicht ausschliessen, dass meine Tochter mich irgendwann einmal anlügen oder mir etwas verschweigen wird. Wäre ja seltsam, wenn sie das nie tun würde. Und einfach damit das mal gesagt ist: Ich bin nicht per se gegen Computergames und Spielkonsolen, ich finde meine Tochter bloss noch zu jung dafür. Und ich bin der Meinung, dass es auch bei älteren Kindern diesbezüglich gewisse Regeln (z.B. erst nach den Hausaufgaben, Zeitlimite…) braucht.

  • mutter von 4 kids sagt:

    also unsere 2 ältesten mädels sind auch in dem alter jedoch absolut uninteressiert was so games anbelangt obwohl unsere älteste ein tablet besitzt auf dem sie lernprogramme hat. es wird aber eher selten bis nie benutzt und das geht bei unseren mit allen elektronischen spielsachen so, sie malen gerne und sind draussen oder lesen und natürlich ab und zu mal tv . ansonsten haben sie keinerlei interesse an spielzeug, sei es jetzt gamekonsole welche sie bei kollegen kennengelernt haben oder sonstige game spiele. gut ich muss auch dazu sagen das ich sowas wie ne gamekonsole auch nie erlauben würde.

    • mutter von 4 kids sagt:

      …. wenn sie bei kollegen spielen, dann sollen sie das tun aber bei uns gibts keine. sie wollten aber auch noch nie eine. vielleicht liegts auch am vorleben von uns eltern, ich denke das spielt schon eine grosse rolle. wir gamen beide nie, (interessiert uns einfach nicht) wir kucken auch eher selten tv, und wenn dann was informatifes wie dokumentationen, reportagen, nachrichten etc. sowas kucken unsere kids auch sehr gerne, also die dokus meine ich. wir rauchen und trinken nicht ( ich hoffe das nehmen sich unser kids auch mal zum vorbild 😉 ).

      • Stranger sagt:

        Also, wie gesagt, ich hoffe, dass sie sich Deinen Gebrauch von Satzstrukturierungsmitteln nicht zum Vorbild nehmen.

      • mutter von 4 kids sagt:

        Wenn das Alles ist, was DEINE KINDER von DIR lernen können, sind sie aber ziemlich Knapp fürs leben da Draussen ausgestattet. 😛

      • Susi sagt:

        Bitte die Wichtigkeit von Kommas nicht unterschätzen, die können Leben retten!

        Wir essen jetzt, Opa!

        oder Ihre Version:

        Wir essen jetzt Opa!

      • Franz Vontobel sagt:

        Haha, der ist nicht schlecht, Susi. Kannte bis anhin nur den Klassiker:

        Begnadige, nicht hinrichten!

        Begnadige nicht, hinrichten!

      • Susi sagt:

        hihi, ja, in Bezug auf Komma-Verzicht (im Gegensatz zum falsch Platzieren, da passt das mit dem Begnadigen besser) ist die Opa-Version super!

      • mutter von 4 kids sagt:

        @Susi : hahaha! ok. 1:0 für Sie! 😉

      • Stranger sagt:

        mutter von 4 kids, Du scheinst mir etwas wenig humorbegabt. Nimm’s nicht zu krumm bitte. Wenn in Deinem Statement halt grad mal ein Drittel aller nötigen Kommas steht, dann muss ich mich hindurchbeissen. Und wenn ich das tue, dann sei froh… 🙂

      • Susi sagt:

        @Stranger: Wenn mir jemand sagen würde, dass meine Denke wegen ein paar Kommafehlern nichts wert ist, dann wäre mit meinem Humor auch nicht mehr so weit her.

      • Susi sagt:

        oh. ich hab noch ein Wort vergessen: es. Dann wäre ES … nicht mehr so weit her. (Dadurch wird mein Kommentar jetzt wohl wertlos…)

      • Franz Vontobel sagt:

        Tja, Susi, jetzt haben sie’s versifft – von jetzt an kann ich ihre Kommentare leider nicht mehr ernst nehmen, das ist leider nicht mehr gut zu machen.

        Nebenbei: Leider greift der Umkehrschluss, dass hinter einer korrekten Rechtschreibung eine schlauer Gedanke steht, nicht… strange, isn’t it?

      • Susi sagt:

        @Franz: 😀

      • Stranger sagt:

        da ist einer meiner Kommentare gefressen worden, sorry. Nur kurz: Die Form beeinflusst die Wahrnehmung des Inhalts, im Positiven und im Negativen.

      • mutter von 4 kids sagt:

        @stranger

        ich denke das hier drin viele kommentare nicht so ernst gemeint sind bezw. man nicht ernst nehmen kann. daher nehmen sie’s mir nicht übel aber ich klinke mich bei dieser satzzeichen-diskussion nun aus. es gibt wichtigeres bezw. es ist mir zu blöd. ciao, ciao, baby!

      • Carolina sagt:

        Stranger, das ‚Baby‘ hast Du Dir jetzt aber redlich verdient 😉

      • Stranger sagt:

        Susi, das war nicht so direkt an sie gerichtet sondern nur indirekt. Ich will niemanden beleidigen.

      • Stranger sagt:

        Carolina, Du weisst, wie empfindlich ich bin. Gar nicht nämlich. Wer mir Baby sagen will, henusode…

  • Peter Steiner sagt:

    Wer früh seine Kinder an Bildschirme gewöhnt, wird auch früh seinen Augenoptiker kennenlernen (s. z.B. hier: http://www.welt.de/gesundheit/article131798051/Spielen-am-Bildschirm-macht-viele-Kinder-kurzsichtig.html).

    Generell bin ich erstaunt, wie hier viele Eltern naiv auf diese neuen Gadgets reagieren. Es ist nicht immer alles gut, was neu ist. Ihr Laissez-faire bringt andere Eltern in Zugzwang.

  • Manni Mann sagt:

    Der Tochter verbieten, dass sie mit Freundinnen Wii gamt? Finde ich voll Neo-Puritanisch.
    Was soll das? Die Mädchen sind zusammen und haben Spass. Ob das Gehirn bei 2 Stunden Eile mit Weile mehr lernen würde, ist mehr als fragwürdig.
    Wenn sie geschrieben hätten: sie war den ganzen Tag dort und am nächsten Tag wieder … 5 Stunden am Stück. …. Aber nein, sie schreiben von einem Total-Verbot. Total unsinnig.
    Abwechslung ist wichtig. Gamen, lesen, rumspringen, Sport, frische Luft. Verbote und Tabus…. da sträuben sich die Nackenhaare.

    • Susi sagt:

      „Ob das Gehirn bei 2 Stunden Eile mit Weile mehr lernen würde, ist mehr als fragwürdig.“

      Wahrscheinlich würde das Gehirn nicht mehr lernen, aber es würde auch keinen Schaden nehmen. Es gibt mittlerweile doch schon genügend Studien rund ums Thema, dass digitale Medien unsere Gehirnstrukturen verändern, und das nicht im positiven Sinn. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wäre da vielleicht doch etwas Zurückhaltung angebracht, nicht?

      Dazu kommt: Werden schon im Kindesalter neuronale Suchtregionen aktiviert, entwickelt man später mit viel höherer Wahrscheinlichkeit auch andere Süchte.

    • Manni Mann sagt:

      Ja Susi, und früher wars der TV, davor die Comics, die Dampflokomotive etc.
      Haben sie überhaupt gelesen, was ich sagte? Wenn sie jeden Tag stundenlang gegamt hätten…. aber Frau K. verbot gleich beim ersten Mal.
      Und das von der Abwechslung schrieb ich auch.
      Bezüglich Suchtverhalten:
      Ich habe einige Menschen mit Suchtverhalten kennengelernt, die aus sehr enhaltsamen Elternhäusern kamen, kein Fernsehen etc.
      diese Kids haben eben nicht einen vernünftigen Umgang gelernt, mit all den Dingen, die uns den Alltag versüssen können.
      Es gibt nichts schlimmeres als fehlende Ausgewogenheit.

      • Susi sagt:

        Ja, ich hab schon gelesen, was Sie geschrieben haben. Über stundenlanges gamen muss man wohl nicht diskutieren, aber 2 Stunden sind für ein 5 jähriges Kind (wie das von Kuster) auch schon sehr viel.

        Offenbar haben Sie aber nicht gelesen, was Kuster schreibt: Immerhin zieht sie in Betracht, eine iPad-Session mit der Möglichkeit eines Nintendo-Spiels auszutauschen; das ist kein kategorisches Ablehnen oder Tabuisieren.

        Seit 15 Jahren habe ich immer wieder mit gamesüchtigen Jugendlichen zu tun; in aller Regel kommen die aber nicht aus einem restriktiven Elternhaus, so wie Sie es darstellen.

      • mila sagt:

        Ganz bei Ihnen, Manni Mann: der ‚gesunde‘ Umgang mit potentiellen Suchtmitteln will (altersbedingt) gelernt sein – ob das nun TV ist, oder die Spielkonsole, oder der Alkohol (Auflistung beliebig weiterzuführen). Ich habe bezüglich ‚Enthaltsamkeit‘ insofern die gleichen Beobachtungen wie Sie gemacht. Dazu kommt, dass es genetisch bedingte Suchtanfälligkeit gibt, die – je nach Lebensumständen – zu höherer Vulnerabilität führen kann. Nicht jedes Kind ist gleich gefährdet.

      • Manni Mann sagt:

        Susi – das ist ja gerade der totale Nonsense. Man verbietet ein Wii Spiel mit anderen Kindern und bietet als alternative ein Solo-IPad an.
        Das erste ist ein interaktives Spiel, inklusive Bewegung – Zusammenarbeit etc – wahrscheinlich kennen sie das gar nicht – dass Kinder zusammen spielen ist wichtig!

        2 Stunden in den Ferien? und dann noch einmalig? Ich bitte sie. Das schadet so wenig wie ein Glas Sirup.
        Selbst sehr kritische Studien reden erst von Schäden – wenn die Kinder mehr als 2 Stunden TÄGLICH gamen.
        Unausgeglichene Eltern sind weit schädlicher.

      • Susi sagt:

        @MM:

        Nochmals: Kuster ersetzt nicht das Wii mit dem iPad, sondern umgekehrt.

        Es geht in dieser Diskussion nicht um einmalige 2 Stunden in den Ferien, das sollte glaub klar sein, nicht? Der Punkt ist ja gerade der, dass viele Kinder und vor allem Jugendliche weit mehr als 2 Stunden täglich gamen. Und was die Ferien betrifft: 40 Stunden am Stück sind da leider nicht mal Einzelfälle. In Kusters Artikel geht es um die Haltung „wehret den Anfängen“, damit es eben nicht so weit kommt. Ob diese Einstellung nützt, bleibt offen.

        „Unausgeglichene Eltern sind weit schädlicher.“
        Redundant. Es gibt immer Schlimmeres.

      • Susi sagt:

        Und ja, natürlich kenne ich Wii, wer nicht. Aber danke für die Erklärung.

      • Manni Mann sagt:

        ??? seltsam, in dem Artikel ging es ausschliesslich darum, dass die Tochter nciht mit ihren Freundinnen mitdurfte, weil die kein Brettspiel sondern Wii spielten.
        Nichts davon, dass sie am 5. Tag fragte, nachdem sie nun schon 5 mal 5 Stunden dort war etc.
        Und genau darum, kommt hier auch der Widerspruch.
        Würde man von diesen Exzessen reden, von denen sie sprechen, wären wohl praktisch alle – inklusive mir – mit Frau K. einverstanden.

      • Susi sagt:

        Irgendwie komm ich einfach nicht drum herum, die von Kuster geschilderte Situation bzw. den für 5jährige doch eher frühen Kontakt mit Gamen als eine Art „Einstiegsdroge“ zu sehen. Natürlich schaden einmalige 2 Stunden nicht, aber dabei bleibt es dann wahrscheinlich nicht, und darum geht es doch eigentlich.
        Vielleicht sehe ich das ja falsch oder male den Teufel an die Wand. Aber ich hab halt schon zu oft erlebt, was eine Spielsucht mit Jugendlichen machen kann. Ich glaube, dass man, um das Gameverhalten im Griff zu haben, schon recht diszipliniert sein muss.

      • Bernhard sagt:

        @MM: Ist es nicht gerade so, dass der Exzess als Horrorszenario eben genau vermieden werden möchte mit der von Frau Kuster beschriebenen Haltung? Das ist doch der Grund, warum man überhaupt auf die Idee eines Verbots kommt. Deshalb stellt sich Autorin ja auch die Frage: Handle ich richtig/vernünftig mit meinem Regime? Und da kommt die eigene Erfahrung ins Spiel: Wer Gamen als toll und bereichernd erlebt(e), wird es forcieren, wer es als negativ empfand, wird es verbieten/einschränken, und wer keine Erfahrung hat, hängt im luftleeren Raum und ist froh um konstruktives Feedback! So sehe ich das!

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Das mit der Einstiegsdroge finde ich sehr treffend! Je nach Haltung/Meinung kann man Gamen durchaus als Droge betrachten. Und keiner von uns käme auf die Idee, unsere Kinder mit Tabak, Alkohol oder anderen Substanzen anzufixen! Da würden wir wohl auch kein „im Mass“ tolerieren! Daher sollte man die Befürchtungen und Ängste der Eltern (die durchaus begründet sind) in jedem Fall ernst nehmen, auch wenn man selber das Gamen nie und nimmer als Droge betrachten würde und davon ausgeht, jederzeit und problemlos den Riegel schieben zu können, wenn es dann doch wider Erwarten ausarten sollte

      • Franz Vontobel sagt:

        Susi & Bernhard, weiter vorne erklären sie beide, dass sie beide keine Ahnung haben, was denn gerade so gespielt wird – trotzdem benutzen sie Begriffe wie „Einstiegsdroge“. Sorry, aber das kommt mir ähnlich vor, wie wenn die ÄssVauPe von „Haschischfixern“ redet.

        Wenn man mit den Jugendlichen wirklich ernsthaft über Games reden will, so kommt man halt nicht drum herum mit ihnen auch mal so ein Spiel zu spielen. Sie diskutieren ja auch nicht mit jemandem über Filme, der sich nie welche ansieht, oder?

      • Bernhard sagt:

        @FV: Richtig. Deshalb würde ich das Gamen nicht verbieten. Aber ich würde es einschränken, weil ich die Folgen abschätzen kann, auch ohne es selber zu spielen. Ich habe z.B. noch nie Koks genommen. Trotzdem nehme ich mir das Recht, diese Substanz als Droge zu bezeichnen und Gegensteuer zu geben, wenn meine Tochter mal damit anfängt. Nur, weil es in Zürich „in“ ist und selbst sehr erfolgreiche Menschen es konsumieren, muss ich es nicht verharmlosen, nur, weil ich „keine Ahnung“ habe! Btw.: Wenn schon ein C64-Gepixel Sucht bei mir auslösen konnte; wie wird das erst bei Spektakel-Games sein?

      • Franz Vontobel sagt:

        Natürlich soll die Sache reglementiert sein, je jünger die Kinder umso mehr – ist ja bei Süssigkeiten, Fernsehen und vielem anderem auch so.

        Mit Koks haben die Games tatsächlich etwas gemeinsam – die wenigstens, die sich hier darüber äussern kennen die aktuellen Pausenhof-Gespräch-Games auch nur beim Namen. Es wird hier ein Medium diskutiert, dessen Inhalte praktisch niemand hier wirklich kennt (lustigerweise weder die Pro- noch die Kontra-Seite).

        Wie wenn Eunuchen über Segs debattieren… 😀

      • Stranger sagt:

        Naja, die Sucht, die ein FPS auslöst ist sicher nicht ganz gleich wie die eines Pacman oder Donkey Kong. Aber der Unterschied ist nicht wirklich riesig.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach ja, Stranger? Sich schon mal in einem Spiel wie Skyrim, DragonAge oder FarCry 4 verloren? Wohl eher nicht, ansonsten würden sie wissen, wie lächerlich der Vergleich mit Donkey Kong ist!

      • Stranger sagt:

        Der Unterschied im Spiel ist natürlich ein himmelweiter, logisch. Ich sprach vom psychologischen Unterschied in Bezug aufs Suchtpotenzial.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich auch.

      • Bernhard sagt:

        @FV: Verstehe ich Sie richtig: Wir Eltern sollten alles, was wir nicht selber kennen, einfach vorbehaltlos erlauben? Ist das nicht etwas fahrlässig? Es geht ja nicht um die Sinnfrage. Da glaube ich sehr wohl, dass diese Spiele enorm viel bieten können. Es geht vielmehr um Suchtfaktoren, vor denen wir unsere Kinder bewahren wollen. Ist es garantiert, dass eine Suchtmöglichkeit bei den neusten Games nicht existiert? Ist es garantiert, dass es einfacher/angenehmer ist, das Kind von der Konsole wegzubringen, als es überhaupt erst hinzulassen? Wenn nicht, halte ich nichts von einer „Game-Flatrate“.

      • Susi sagt:

        Ich schliesse mich Bernhard wieder mal völlig an (und das hat nichts mit seiner Barbapapa-Prägung zu tun!)

        Wir müssen doch diese Spiele nicht detailliert kennen (oder gar selbst spielen), um etwas über das Suchtpotenzial sagen zu können. Mir reicht ehrlich gesagt die Info, die ich jeweils bei Spielsuchtweiterbildungen bekomme, um ein Urteil zu bilden. Zudem haben wir die älteren Spiele gespielt und gesehen, wie leicht es einen da „reinziehen“ kann; die heutigen Games sind offenbar um Längen attraktiver.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nein, Bernhard, umgekehrt! Wir sollten uns damit auseinandersetzen, damit wir wissen, was wir reglementieren.

      • Franz Vontobel sagt:

        Meine Güte, ihr hört euch an wie unsere Eltern damals… 😀

        Wie gesagt: süchtig kann alles machen – Schokolade, Fernsehen, Games. Praktisch 100% der heutigen Jugendlichen haben Erfahrungen mit Games – wie viele davon sind süchtig?

        Warum soll etwas, das sonst völlig verpönt ist – Urteile aus zweiter oder Dritter Hand zu fällen – hier erlaubt sein? Das sehe ich echt nicht ein.

      • Susi sagt:

        @Franz: Ihre Logik hinkt dennoch, wir fällen keine Urteile aus dritter Hand, denn wir hatten immerhin schon etliche Male mit süchtigen Jugendlichen zu tun. Und ich greife hier nochmals auf Bernhards Koksbeispiel zurück: Muss man alles mal konsumiert haben, um ein Urteil zu fällen, oder reicht es ev. auch, mitzubekommen, welche Wirkung etwas auf gewisse Konsumenten hat und wie diese daran zugrunde gehen?

        Nein, man redet nicht mit jemandem, der keine Filme schaut, über Filminhalte. Vielleicht aber doch über Filmkonsum, das ist ein Unterschied.

      • Bernhard sagt:

        @FV: Das ist ein schöner Ansatz, sich mit den „Versuchungen“ der eigenen Kinder auseinanderzusetzen. Aber geht das immer? Mit allem, was unsere Kids machen, bis sie 18 sind? Wie gesagt: Koksen/Kiffen Sie mit? Gehen Sie mit in den Club, um die Deadline festsetzen zu können? Machen Sie mit bei der Pyjamaparty, um herauszufinden, wie schlüpfrig das Ganze effektiv wird etc… 😉 Wie gesagt: Ich finde Ihren Ansatz toll. Und ich versuche es auch, wo es für mich Sinn macht. Aber in gewissen Bereichen macht ein „Ausprobieren“ keinen Sinn. Was ändert es, wenn ich es auch „toll“ finde? Oder halt nicht?

      • Susi sagt:

        Ou, ja, ich mach einen auf coole Mutter (Typ „ich verstehe mich eigentlich mehr als Freundin meiner Tochter“) und gehe mit in den Club und an die Pyjama-Party! Hahaha, die Vorstellung ist supi!

      • Franz Vontobel sagt:

        Games sind eine eigene Kunstform, „grosse“ Games haben unterdessen Budgets wie Hollywood-Blockbuster, es gibt eine sehr lebendige Independent Game Szene.
        Wer sich dem vollkommen verschliesst und das ganze auf „Games = Drogen“ reduziert bewegt sich argumentativ auf demselben Niveau wie die „Experten“, die damals „Comicsleser=zukünftiger Verbrecher“ postulierten.

      • Franz Vontobel sagt:

        Da wartet noch der 1. Teil auf Freischaltung…

      • Susi sagt:

        Ich glaube nicht, dass wir Games auf „Drogen“ reduzieren. Aber man darf diese – sehr wichtige – Komponente nicht ausser Acht lassen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und an die denken sie hoffentlich auch immer, wenn sie Schokolade essen, fernsehen, joggen (Endorphin-Junkies!), Sex haben (Sex-Sucht!), Lesen (Lesesucht! Ein grosses Thema im 18. Jahrhundert) und, und, und..?

      • Susi sagt:

        @Franz: Ja, irgendwie tu ich das hin und wieder sogar. Finde es eigentlich leichter, ganz auf Schokolade zu verzichten, als nur ein kleines Stücklein zu naschen.
        Joggen/Segs haben ja wenigstens den netten Nebeneffekt, dass diese Tätigkeiten in aller Regel ganz gesund sind.

        Ja, exzessives Fernsehen und Lesen kenne ich auch, und das muss man nicht mal unbedingt schönreden.

      • Stranger sagt:

        Susi, kleinere independent games sind wirklich empfehlenswert. Manche davon sind sehr simpel und billig. Und es geht meist nicht ums stupide Ballern sondern um irgendein anderes unterhaltsames Ziel, etwa das Aufbauen von Strukturen. Ein Beispiel: World of Goo

  • Hans Müller sagt:

    Teil 3: Uebrigens Jeanette, auch Du kannst Dich sicher noch an die Eltern von Kindern erinnern, denen alles verboten wurde… Weisst Du auch, wie Du und die anderen Kindern damals reagiert haben? Genau mied diese Kinder..

    Und den anderen Eltern fällt das auch auf, dass solche Kinder sehr häufig betteln. Wir erleben das immer zB mit Schokolade. Kinder, die keine kriegen, betteln hier die ganze Zeit für Süsses.

    Vier Kinder wollten etwas spielen und du hast das verhindert. Schade, dass Du Deiner Tochter wenig zutraust. DU bist die Schuldige hier und Deine Tochter das Opfer. Gratulation

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Hans Müller

      nana, brechen Sie mal den Stab nicht zu früh,
      Sie Silicon-Valley superduper Hengst mit technikversierten, outdoorliebenden
      und nicht um Schoggi bettelnden Kindern…

    • Susi sagt:

      „Vier Kinder wollten etwas spielen und du hast das verhindert. Schade, dass Du Deiner Tochter wenig zutraust. DU bist die Schuldige hier und Deine Tochter das Opfer.“

      Das ist doch etwas zu viel der Dramatik. Und: Was genau traut Kuster denn ihrer Tochter nicht zu?

      P.S. Schön, dass Sie nebst alldem auch noch die Fähigkeit haben, so messerscharf zu analysieren, was Kusters Ängste und Motivationen sind.

  • Hans Müller sagt:

    Teil 2: Wir erinnern uns alle an die Kinder in der Nachbarschaft, die etwas irgendwie nie durften… Und wir können uns auch alle daran erinnern, dass diese Kinder dann heimlich bei den Nachbarn dass nachgeholt haben… Tja, darunter wird dann die Beziehung zum Kind leiden.

    Ich bin froh, dass uns der Commodore 64 nicht verboten wurde. Mein Bruder und ich sind beide PhD, arbeiten im Silicon Valley und verdienen uns dumm und dämlich.. Und das beste? Wir haben normale Kinder, die zwischendurch gamen aber auch viel outdoor aktiv sind!

    Jeanette, komm vom intellektuellen Ross runter!

    • Franz Vontobel sagt:

      Mein Bruder und ich sind beide PhD, arbeiten im Silicon Valley und verdienen uns dumm und dämlich.. Und das beste? Wir haben normale Kinder…

      Naja, ich weiss jetzt nicht, ob es so normal ist, dass sie mit ihrem Bruder zusammen Kinder haben… aber vermutlich bin ich da etwas altmodisch…

    • Bernhard sagt:

      @Hans Müller: Nicht alle, die etwas Bestimmtes exzessiv ausüben, können später deswegen (gut) davon leben. Ich gratuliere Ihnen, dass Sie es geschafft haben. Ich habe auch wie blöd mit dem C64 gespielt. Aber mir fehlte das Flair und das Talent, „dahinter“ zu blicken. Ausser vergeudeter Zeit (Monate meines Lebens, die ich mit Sinnvollerem hätte verbringen können) hat mir das exzessive und isolierte Gamen nichts gebracht! Daher können Sie nicht von sich auf die Allgemeinheit schliessen. Sie hatten Glück! Eine Einschränkung macht also durchaus Sinn. Ein striktes Verbot eher weniger!

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Das kann ich nur bestätigen. Nach ein paar Stunden Nintendo 64 fühlte ich mich nicht nur total leer, sondern hatte auch einen wirren Kopf. Zeit kann man nicht nur viel sinnvoller verbringen, sondern auch gesünder.

      • tina sagt:

        bernhard, heute spielt man eben nicht mehr isoliert. das muss uns alten säcken schon klar sein

      • Stranger sagt:

        Susi, ich bin voll Fan von Wordhero auf dem Telefon. Dieses Game spielt mein Hirn manchmall auch ohne Telefon weiter, süchtigmachend galore.

    • Susi sagt:

      „Jeanette, komm vom intellektuellen Ross runter!“

      Hmm, dazu kann man nur sagen: Nette Projektion.

  • Hans Müller sagt:

    Jeanette gibt ihrer Tochter weiter, was sie von ihren Eltern und der damaligen Gesellschaft gelernt hat. Leider hat sie die letzten 20 Jahre verschlafen und nicht gemerkt, dass sich die Welt weiterdreht. Meinen Eltern wurde das Micky Mouse Heftchen damals auch verboten und sie wollten das irgendwie uns mitgeben.

    Es ist halt die Angst vor dem Unbekannten, die Jeanette hier hat. Sie ist bereits jetzt masslos überfordert mit den Veränderungen, die Internet und PC mitgebracht haben. Wie wird sie wohl reagieren, wenn sie lernt, dass Kinder bereits ab 1. Klasse regelmässig am PC sitzen.

    • Stranger sagt:

      Ja, meine Mutter musste über sich hinauswachsen, als sie uns Micky Maus erlaubte. Aber sie tat es und es tat uns überhaupt nicht schlecht. Als ich 15 war gab es kein Youtube, heute ist meine Tochter grosser Youtube-Fan. Sie geht auch offline an die Konzerte der Youtuber und trifft dort junge Leute aus der ganzen Schweiz. Mit grossem Gewinn.

  • Stefan Rüegger sagt:

    Medienkompetenz erlernt nicht, wer ausschliesslich vorgegebene Inhalte während einem ebenso vorgegebenen (und dazu noch lächerlich kleinen) Zeitfenster konsumieren kann. Medienkompetenz erlernt, wer frei entdecken und ausprobieren kann – und dabei begleitet wird.

    Der restriktive Ansatz der Autorin scheint mir doch reichlich ungeeignet, Medienkompetenz zu fördern. Und er zeugt zumindest von einer grundsätzlich ablehnenden Haltung gegenüber Videospielen. Fehlt es den Eltern am Ende selber an der Kompetenz im Umgang mit ebendiesen?

    • jeanette kuster sagt:

      Es geht doch hier va ums Alter. Später werde ich meine Tochter auch alleine durchs Web surfen lassen etc, aber mit 5 ist es mMn zu früh, um „frei zu entdecken“.

    • Susi sagt:

      „Medienkompetenz erlernt, wer frei entdecken und ausprobieren kann – und dabei begleitet wird.“

      Darin steckt doch ein gewisser Widerspruch.

      „Der restriktive Ansatz der Autorin scheint mir doch reichlich ungeeignet, Medienkompetenz zu fördern. Und er zeugt zumindest von einer grundsätzlich ablehnenden Haltung gegenüber Videospielen. Fehlt es den Eltern am Ende selber an der Kompetenz im Umgang mit ebendiesen?“

      Frage: Was genau verstehen Sie unter einer Kompetenz im Umgang mit Videospielen? Meinen Sie Was genau hat Medienkompetenz mit Videospielen zu tun?

      • Stranger sagt:

        Hm, Videospiele sind Medien, und darum ist Videospielkompetenz ein Teilgebiet von Medienkompetenz. Und dass zwischen freiem Entdecken und Begleitung ein Widerspruch besteht ist klar, aber das ist halt ein Spannungsfeld, wo man sich drin bewegen muss und wo Extrempositionen mir ungeeignet scheinen.

      • Susi sagt:

        Das heisst also, wer gut im Gamen ist, verfügt über Medienkompetenz? *am-Kopf-kratz*

      • Maik Schaerer sagt:

        @Susi, Sie verdrehen ihm die Worte im Mund. Videospiele sind Medien, also gehören zur Medienkompetenz Videospiele genauso wie z.B. Bücher, Fernsehen und Musik. Stranger sagt, dass die Videospielkompetenz zur Medienkompetenz gehört, das hat nichts damit zu tun, dass man in den Spielen gut ist.

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Das heisst also, wer gut im Gamen ist, verfügt über Medienkompetenz? *am-Kopf-kratz*“

        Ou ja, das wäre toll!! Wir haben nächstes Semester Medienkompetenz im Lehrplan. Dann könnte ich auf Staatskosten die neusten Konsolen und ein paar Games besorgen und dann drei Wochen lang mit den Lehrlingen zocken…Hammer!!! 😉

      • Susi sagt:

        @Maik: Im Originalkommentar steht in Bezug auf Videospiele: „Fehlt es den Eltern am Ende selber an der Kompetenz im Umgang mit ebendiesen?“ Mir ist noch immer nicht klar, was genau damit gemeint ist, ohne jemandem die Worte im Mund umzudrehen. Stranger sagt, Videospielkompetenz habe mit Medienkompetenz zu tun. M. E. wäre es eher so, dass die Kenntnisse von Videospielen und dem, was damit zusammenhängt, mit Medienkompetenz zu tun hat. Aber irgendwie tönt das, was hier geschrieben wird, anders.

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Ja, cool, die Idee ist super! Nächstes Jahr unterrichte ich auch wieder Medienkunde, da könnten wir doch ein paar Lektionen MMORPGs-Spielen einbauen, juhui!

      • Franz Vontobel sagt:

        @Stranger – wenn sie sich hier als Game-Experte gebärden, so würde ich doch gerne mal wissen, was für Spiele sie in letzter Zeit gezockt haben?

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Könnten wir dann bitte zusammen einkaufen gehen? Es scheint mir, als hätten Sie mehr Ahnung als ich, was gerade „in“ ist! 🙂

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Ich habe eben auch NULL Ahnung davon. Volle Medieninkompetenz!

      • Stranger sagt:

        Susi, Maik sah das wohl richtig. Wer gut gamen kann, ist noch lange nicht kompetent. Kompetenz ermisst sich am kulturellen Hintergrundwissen. Am Einordnen, auch ausserhalb der Sparte. Wer weiss, dass Assassin’s Creed eine andere Art von Game ist wie Halo oder Elite, weiss noch nicht unbedingt viel. Wer Assassin’s Creed historisch einordnen kann, der weiss schon viel mehr. Wer weiss, welches Spiel warum wie bei wem wirkt, der hat grosses Wissen. Dabei muss man nicht mal gut gamen. Ich zum Beispiel game sehr selten, und bin auch bei komplexeren Spielen untauglich. Ich spiele nur Mario Kart.

      • Susi sagt:

        @Stranger: Ich spiele Quizduell, da ist es auch nicht schlecht, wenn man eine gewisse Ahnung von Computergames hat.
        🙂

      • Susi sagt:

        (Computerspiele ist mit Abstand meine schlechteste Sparte, hab jetzt grad nachgeschaut, dort hab ich einen Anteil von nur 33% richtiger Antworten. Ohjemine.)

      • Franz Vontobel sagt:

        Quizduell ist auch ein Game – wie oft spielen sie denn da?

      • Carolina sagt:

        Gamen hat etwas mit Medienkompetenz zu tun? Aha! Na, dann bin ich so ziemlich das inkompetenteste Wesen, das frei herumläuft. Meine Kompetenz beschränkt sich auf Solitaire (darin bin ich aber richtig gut;-) und Quizduell, wobei man mich da in der Kategorie ‚Games‘ so richtig schön ins Messer laufen lassen kann…… Susi, ich weiss nicht mal ansatzweise, was diese Abkürzungen bedeuten – bin bei C64 stehengeblieben!
        Ich stehe dazu, dass in unserem Haushalt mein Mann für die Game-Kompetenz zuständig ist, ich kümmere mich um die Medienkompetenz 😉

      • Susi sagt:

        @Franz: Meine Antwort wurde gesperrt, keine Ahnung, warum. Summa summarum: Ich spiele nicht so oft Quizduell, aber dafür Candy Crush. Absolute Zeitverschwendung, aber eben. Ich hab mein Spielverhalten nicht mal da im Griff, würde ich Online Games spielen, wäre es wohl um mich geschehen. Und das kann ich mir schlicht nicht leisten.

        @Carolina: Bei uns zuhause ist es genau gleich! 😀

      • Susi sagt:

        @Carolina: „MMORPG“ steht für „Massive(ly) Multiplayer Online Role-Playing Game“. Im Jugendroman „Erebos“ steht ein solches Spiel im Zentrum und zeigt auch sehr eindrücklich das Suchtpotenzial auf. Ich lese den Roman mit Klassen des 8. Schuljahres, die 500 Seiten werden jeweils geradezu gefressen…

      • Franz Vontobel sagt:

        MMORPGs sind übrigens sehr beliebt bei Frauen – ob das damit zusammenhängt, dass man dort die Freundinnen treffen und mit ihnen schwatzen kann..? 😀

      • Carolina sagt:

        Ach was, Franz, dafür haben wir doch den Mamablog 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Ah, aber der Mamablog IST ein MMORPG – frag mal ML… 😉

      • Carolina sagt:

        Stimmt, vor allem das ‚Role-Playing‘. Müsste allerdings erst mal auf Russisch übersetzt werden, mit dem Englischen hat er’s nicht so….. 😉

      • Susi sagt:

        Ja, wo bleibt eigentlich ML? Lange nichts gelesen. Oder er hat ein drittes Pseudonym…

      • Carolina sagt:

        Ja, ich vermisse die Frühmorgenkommentare der beiden auch 🙂

      • Susi sagt:

        ghihi!

      • Stranger sagt:

        Seklehrerin Deutsch, Susi? Gimme five.

    • Sportpapi sagt:

      Was gamen mit Medienkompetenz zu tun hat, entgeht mir völlig.

  • Nuria Izard sagt:

    Ich habe keine Kinder, aber ich war ein Kind, das solche Probleme hatte – ich durfte/konnte als Einzige in der Klasse nie fernsehen. Heute verstehe ich es und denke, ich wäre sicher nicht so belesen, wenn wir einen Fernseher gehabt hätten. Aber als Kind litt ich darunter, dass ich die Einzige war, die nie wusste, was gerade im TV gelaufen ist. Daher rate ich den Eltern, nicht zu streng zu sein. Mitmachen ist wichtiger als Konsequenz. Man kann ja seinem Kind trotzdem noch Alternativen zum Spielen vorschlagen, die meist attraktiver sind, wenn sie aktives Handeln vom Kind verlangen und fördern.

    • Yves sagt:

      Wir hatten einen Fernseher zuhause und ich durfte auch Sendungen anschauen und trotzdem bin ich sehr belesen. Das einte hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun, auch wenn uns das viele Fernsehhasser so glaubhaft machen wollen.

      • Schlumpfine sagt:

        Tja, ich habe als Teenie-Girl eine Nintendo-Konsole besessen, leidenschaftlich Super Mario und Donkey Kong gespielt und nebenbei stapelweise Bücher verschlungen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir meine Eltern bzgl. Gamen zeitliche Limiten auferlegt hätten. Allerdings habe ich auch nie bis in die Nacht gespielt. Es war viel mehr das Lesen zu später Stunde, welches mich am Morgen mit bleichem Gesicht und dunklen Augenringen den Weg zur Schule antreten liess. 🙂

      • Stranger sagt:

        Ich war zu alt für eine NES, aber mit gut 16 hatte ich einen C128. Dort spielte ich geknackte 64er-Spiele bis zum Abwinken.

  • Oliver van der Waerden sagt:

    Ginge es darum, 5jährigen Alkohol zu geben (was auch sehr entspannend wäre für die Eltern), oder sie zu schlagen (was beides mal Mode war), dann hätte man es heute leichter mit seinen „weltfremden extremen Ansichten“. Als PC-Skeptischer „Pionier“ fühlt man sich mit seinen Gewissheiten dagegen schnell alleine.
    Nach meiner Erfahrung verlangt es drei Sachen von den Eltern: 1. Vorbild sein – in Gebrauch und Verzicht 2. Sinnvolle und praktikable Verbote 3. Gute Alternativen anbieten, und sich Zeit dafür nehmen. Das 3. ist bei mir oft das Schwierigste.

    • Daniel Klooser sagt:

      Genau Herr van der Waerde. Und dann werden Ihre Kinder wie die unserer Nachbarn. Zwei typische „Birkenstock-Lehrer.“ Kein TV, kein Smartphone, kein Tablet. Nur ein Mac zuhause. Wenn ihre 2 Kinder jeweils bei uns sind, wollen die nichts anderes als TV schauen oder gamen. Egal was die Eltern sagen. Die Kids sagen teilweise ihren Eltern nicht mal, dass sie bei uns sind. Ihre Eltern erfüllen vielleicht Punkt 1 aber bei Punkt 2 funktioniert es dann schon nicht mehr. Was sollen den praktikable Verbote sein und dazu noch sinnvoll? Was bringen Verbote da? Wollen Sie die Kinder 24 Std dauerüberwachen?

  • Mala Suess sagt:

    Als Medienpädagogin sehe ich es nicht so eng. Meiner Meinung nach sind Games wo Kinder miteinander aktiv agieren dem TV wo nur passiv geglotzt wird vorzuziehen. Es muss auf die Qualität des Mediums geachtet werden: es gibt sehr dämliche Kinderbücher, aber auch sehr intelligente Games. Die Auseinandersetzung mit den Medien schärft die Medienkompetenz und den Sinn. Über jedes Medium werden Geschichten erzählt und als Eltern kann ich diese regulieren. Ich bin selbst Gamerin und Mutter und in einem Gamerhaushalt achten wir sehr genau auf die Qualität und Quantität der Spiele die unser Sohn spielt.

    • Peter Steiner sagt:

      Und was würden Sie vorziehen: Intelligente Kinderbücher, Bewegung im Freien oder intelligente Games ?

      • Maik Schaerer sagt:

        Ich ziehe für mich persönlich intelligente Spiele den intelligenten büchern vor, weil wirklich gut gemachte Spiele aufgrund der Interaktivität mit mir Sachen machen können, die Bücher oder Filme nicht können. Bei den Kindern ist das was anderes. Dort trägt das Vor- und Selberlesen viel zur sprachlichen Entwicklung bei, daher würde ich das den Spielen bevorzugen. Das Spielen im Freien ist davon losgelöst und findet sowieso statt.

      • mila sagt:

        Nun ja. Mich entführen intelligente (und bisweilen auch nicht-ganz-so-intelligente) Bücher seit früher Kindheit in fremde (Denk-)Welten. Es geht nicht nur um die Entwicklung von Sprache, sondern auch um die Entwicklung von Vorstellungs- und nicht zuletzt Einfühlungsvermögen. Ein Game vermochte dies bei mir nie zu erreichen, auch wenn ich durchaus gerne spiele.

      • Maik Schaerer sagt:

        @Mila, beim Vorstellungsvermögen gebe ich Ihnen recht, bücher und Hörspiele können das Vorstellungsvermögen auf eine Art fördern, wie es Filme und Spiele nicht können. Aber beim Einfühlungsvermögen widerspreche ich Ihnen, das ist mit Spielen ebenfalls möglich. Es gibt sehr viele gut erzählte Geschichten in Spielen, und im Gegensatz zum Buch ist man selber aktiv in der Geschichte und liest nicht nur passiv mit.

      • mila sagt:

        Na ja, Lesen würde ich nicht als ‚passive‘ Aktivität bezeichnen… Mit guten Romanfiguren lebt, liebt und leidet man mit – zumindest mir geht das so. Für diese Art von ‚Erlebnisqualität‘ brauche ich also nicht in einen Avatar zu schlüpfen, aber wie so oft gilt: jedem das Seine. 😉

      • Carlito sagt:

        Alle drei, in beliebiger Reihenfolge. Abwechslung macht das Leben süss.

    • Stranger sagt:

      Medienpädagogin? Pädagogin??? Bleiben Sie mir fern mit diesen Experten!! Ich habe meine vorgefasste Meinung und dabeibleibtsjawoll!

  • baur sagt:

    Ja, bei unsern beiden ältesten gab’s das Bedürfnis wenig, da gab’s auch weniger solche Spiele. Nr. 3 und 4 sehen die grossen mit Smart Phone und Computer umgehen und da ist es viel schwieriger, die Zeit einzugrenzen. Ist denn chatten schon Elektronikkonsum? Besser als League of Legends, weil man sich Nachrichten schreibt? TV hatten wir über 10 Jahre nicht. Und jetzt doch. Und ich finde die Werbung im TV schlimmer als wenn die Kleine einen DVD auf dem Computer oder dem TV anschaut.
    Übrigens hat sie am Anfang nicht verstanden, warum man beim TV nicht vorwärts und rückwärts spulen kann…

    • Lala sagt:

      Hihi, das kann man ja inzwischen auch;-)
      Übrigens wir schauen wenig TV, das ich die Werbung überspringen kann finde ich toll.

      • baur sagt:

        wir haben entweder ein einfaches TV-Modell oder ich habe das nicht geschnallt 😉
        wir können Pause machen und dann die Sendung später schauen (mit überspringen bei Bedarf).
        Aber selber schaue ich eigentlich nicht.

  • Ylene sagt:

    Die Welt wird immer technischer, ob wir wollen oder nicht. Davon die Kinder ausschliessen zu wollen und deswegen nicht zu den Nachbarn zu schicken, ist einfach nur bireweich. Mit PS Move / Wii bewegen sich die Kinder auch bei Schmuddelwetter. Machen Sie sich lieber mal schlau, welche (guten) Spiele es in der Altersklasse Ihrer Kinder so gibt. Wenn sie bereits lesen können, ware das kooperative Child of Light etwas. Und ja, klare Bedingungen (Hausaufgaben gemacht, Zimmer aufgeräumt) und eine vernünftige Zeitlimite sind sicher sinnvoll – 10 min. finde ich gar mikrig, aber was solls.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ylene

      „bewegen sich die Kinder auch bei Schmuddelwetter.“

      für Ausnahmen okay, aber grundsätzlich gibts kein Schmuddelwetter sondern eher die unpassende Kleidung wird zur Haltung „wääk, ich will nicht raus!“ führen…, plus „bewegen indoor“ werden sich die meisten auch ohne Games können.

      • Yves sagt:

        @Ylene, bin grundsätzlich einverstanden mit Ihrem Kommentar. Ausser das mit dem Schmuddelwetter. Wir haben gute Regenkleider gekauft für die Tochter und gehen bei jedem Wetter raus. Und wenn es nur für 30 Min. ist. Wir haben noch das Glück im Umkreis von 10 km zwei Spielhallen zu haben und sind dort auch bei schlechtem Wetter.

    • Franz Vontobel sagt:

      das kooperative Child of Light

      Naja… mit der Kooperation ist’s da dann doch nicht so weit her – die Rolle des „Glühwurms“ ist ja doch relativ beschränkt (den will niemand freiwillig spielen)…
      Viel schlimmer sind allerdings die herbeigequälten Reime, mit denen die Geschichte erzählt wird – ächz. Aber als Einführung in anspruchsvollere RPGs geht das Spiel schon in Ordnung.

  • Susi sagt:

    Meine Tochter ist bald 6 und hat noch nie eine Spielkonsole in der Hand gehabt; Gott sei Dank handhaben das unsere Freunde/Bekannten/Nachbarn mit ihren Kindern gleich. Das Problem kommt aber sicher früher oder später, bis jetzt bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie ich damit dann umgehen werde – kommt Zeit, kommt Rat.

    TV finde ich allerdings etwas anderes. Wenn hier nicht nur Ödes/Oberflächliches/Kurzlebiges im Übermass konsumiert wird, finde ich es in Ordnung. Ich unterrichte auch Medienkunde/Filmanalyse und habe darum sicher eine Affinität für sowas.

    • Susi sagt:

      Und an Frau Kuster: Haben Sie sich selbst schon einmal ein paar Barbapapa-Folgen angeschaut? Falls nicht: Tun Sie das doch bitte und überlegen Sie sich, ob Sie ihren Kindern in diesem Alter weiterhin einen solchen Schmarren auftischen wollen.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Natürlich habe ich mir die angeschaut (ich schaue meist mit) und ich finde Barbapapa toll. Was soll denn daran so schlimm oder doof sein?

      • Susi sagt:

        Die Idee der knetmassenähnlichen Figuren ist grundsätzlich toll, aber die Geschichten sind furchtbar banal und vor allem einfach nicht mehr zeitgemäss. Dazu kommt die unangenehme Erzählstimme, die in den frühen Folgen sämtliche Figurentexte spricht. Das alles wäre noch erträglich, wären die Figuren nicht nach übelsten Klischees der Heteronormativität ausgerichtet. Genau so wird das Weltbild der kleinsten Zuschauer geprägt.
        Andere Formate für diese Altersgruppe (allen voran „Der kleine Maulwurf“) bringen das viel besser hin.

      • mutter von 4 kids sagt:

        @jeannette kuster.
        ich kann sie verstehen, ich war vor ein paar jahren auch noch so wie sie. im tv nur winnie pooh oder bambi etc. hauptsache komplett gewaltfrei. daher verstehe ich ihr barbapapa. jedoch werden die kids irgendwann mit gewalt konfrontiert. evtl. in der schule oder wenn sie lesen können die zeitung (krieg) etc. alles kann man nicht verbergen und ich meine jetzt nicht das sie die kriegsnachrichten sehen dürfen etc. sowas gibts bei uns auch nicht. klar ballergames möcht ich jetzt auch nicht das sie die spielen aber wenn sie halt bei kollegen sind kann ichs auch nicht kontrolliere

      • mutter von 4 kids sagt:

        das sie aber deshalb nicht zu ihren kollegen dürfen find ich jetzt aber auch übertrieben. wie gesagt. gamekonsolen wirds bei uns nie geben und wir lebens auch so vor und sie haben bisher nie interesse bekundet. wenn man aber alles rigoros verbietet und sie deswegen auch nicht zu ihren gspändli lässt kann der schuss auch nach hinten los gehen. wie gesagt ich verstehe ihre überlegung aber man muss die zügel auch mal etwas lockern. sie sollen doch auch selbständig werden und dazu gehört auch selbständig zu entscheiden. sie können nicht alles kontrollieren. vorleben ist wichtig.

      • mila sagt:

        Also, ich kann mich nicht erinnern, von Barbapapa einen bleibenden Heteronormativitäts-Schaden davongetragen zu haben… Das kindliche ‚Weltbild‘ wird sicher nicht durch eine einzelne Serie (wesentlich) geprägt – wobei ich bei den minderbemittelten Teletubbies doch so meine Zweifel hatte, aber die sind glücklicherweise zwischenzeitlich wieder von den Fernsehbildschirmen verschwunden.

      • Stranger sagt:

        mutter von 4 kids zu sein hat anscheinend eine negative Auswirkung auf den Gebrauch von Satzzeichen.

      • Susi sagt:

        „mutter von 4 kids zu sein hat anscheinend eine negative Auswirkung auf den Gebrauch von Satzzeichen.“

        ev. meint sie halt immer noch, das Komma auf ihren Handy-Touchscreen sei verschwunden…

      • Susi sagt:

        @Mila: Heteronormativitätsschäden bleiben manchmal auch unbemerkt 😀

      • mila sagt:

        Nun ja. Ich denke, ich habe während des Studiums genug Foucault, Derrida, Butler und dergleichen gelesen, um mir eine einigermassen zuverlässige ‚Selbstdiagnose‘ stellen zu können… 😛

      • Susi sagt:

        @Mila: Foucault, Derrida, Butler? Da haben wir ja noch was gemeinsam! (Lacan?)

      • Bernhard sagt:

        @mila: „Also, ich kann mich nicht erinnern, von Barbapapa einen bleibenden Heteronormativitäts-Schaden davongetragen zu haben…“

        Also ich stehe extrem auf Frauen mit üppigen Kurven und Rundungen. Und ich habe als Kind sehr viel Barbapapa geschaut und kann das Titellied noch heute auswendig singen. Ob das wohl einen Zusammenhang hat? 😀

      • Franz Vontobel sagt:

        Susi und mila: Germanistinnen beim Namedropping in freier Wildbahn! Immer wieder ein erhabener Anblick!

      • Susi sagt:

        @Franz: Ja, da haben wir Germanistinnen uns wieder mal gehen lassen…

        @Bernhard: Sie werden mir immer sympathischer!

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Jetzt sagen Sie bloss, die erwähnten Attribute träfen auf Sie zu? Mein Blut geriete in Wallung… 😉

      • mila sagt:

        @Vontobel: Da haben Sie sich bei mir leider ver-tippt (und nein, ich bin auch keine Anglistin, Romanistin etc.). 😉

        @Susi: Lacan, brrr. Angelesen und gleich in die Ecke geworfen…

      • Susi sagt:

        @Bernhard: dochdoch, voll der Kurvenrausch! 🙂

      • mila sagt:

        Und nicht zuletzt @Bernhard: Ihr Barbapapa-Schaden ist hiermit offiziell attestiert. 🙂

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Wow!!!!!!!!! 😀

      • Stranger sagt:

        Naja, ich mag lieber schlanke Gamerinnen… aber whatever makes you happy gell…

      • Susi sagt:

        @Bernhard: 😀 😀 😀

        @Stranger: tja. allen Männern recht getan, ist eine Kunst, die auch ich kaum kann.

      • Stranger sagt:

        Nicht schlimm, Susi.

    • Stranger sagt:

      „Problem“? Das Problem bist Du, Susi, wenn Du das als Problem siehst. Sieh es als Herausforderung. der Du unbedingt begegnen musst.

      • Susi sagt:

        Ja, Stranger, wir können die Unterhaltung jetzt auch auf semantische Finessen lenken und ein paar Euphemismen einstreuen, kein „Problem“…

      • mutter von 4 kids sagt:

        danke für ihre beamtenhafte zurechtweisung in bezug auf meine fehlenden satzzeichen. jedoch spielt mir die korrekte rechtschreibung beim kommentar abgeben oder sms-len etc. keine grosse rolle. sie konnten es ja lesen, oder?! also!
        ausserdem sehe ich den zusammenhang zwischen meinen 4 kindern und den korrekten gebrauch von satzzeichen nicht so ganz….tststs!

      • Stranger sagt:

        Sehen Sie’s so: Wenn die Rechtschreibung fehlerhaft ist, ist (zumindest im Gefühl) auch die Denke schlampig. Und auch wenn jene gut ist, wenn die Form nicht stimmt, ist der Inhalt halt befleckt. Ein schönes Weihnachtsgeschenk packst Du ja auch nicht in ein paar Fetzen Zeitungspapier ein.

        Diese Überlegung ist übrigens definitiv nicht beamtenhaft. Und zurechtweisen will ich eh niemanden, ich wollte nur einen kleinen Witz machen hier.

        Und Susi: Das ist nicht nur ein bisschen Semantik. „Problem“ ist für mich definitiv ein unpassendes Wort.

      • Susi sagt:

        „Wenn die Rechtschreibung fehlerhaft ist, ist (zumindest im Gefühl) auch die Denke schlampig. Und auch wenn jene gut ist, wenn die Form nicht stimmt, ist der Inhalt halt befleckt.“

        Das trifft manchmal sicherlich zu, aber Sprachgebrauch/-stil ist m. E. wichtiger als Rechtschreibung. Oft geht das allerdings Hand in Hand.

      • Stranger sagt:

        Naja. Ich will beides sorgsam behandelt sehen.

  • Lala sagt:

    Mich erstaunt, dass es negativ sein soll mit Freundinnen gemeinsam an einer Wii zu spielen, hingegen ok alleine täglich am Ipad? Ich finde bei der Wii Konsole sind die meisten Spiele für Kids lustig wenn sie gemeinsam gespielt werden. Unsere sind viel draussen an der Luft, kreativ mit malen, lesen usw. Trotzdem gab es schon manch lustigen Nachmittag mit der Konsole. Da wird gemeinsam gelacht, gehüpft und gespielt.

  • Stranger sagt:

    Ich finde Ihre Haltung unbrauchbar, Frau K. Ob vier Kinder zusammen auf der Wii spielen oder ob sie Eile mit Weile machen, ist kein prinzipieller Unterschied. Oder, finden Sie das? Ich finde nur einen graduellen: die Wii-Spiele sind oft schwieriger als die echten und damit hat man auch etwas Schwierigeres zu tun. Also: Ich bin ein ziemlich klarer Verfechter des Computergamens. Brutalospiele sollen bei zu jungen Jugendlichen vermieden werden, das schon, aber die meisten Spiele sollen für alle Kinder und Jugendlichen zugänglich sein.

    • Stranger sagt:

      Oder haben Sie das Gefühl, Computerspiele seien ganz prinzipiell etwas Dummes? Tja, diese Haltung kann man schon haben, aber sie hat keine Fundation. Man kann mit dem gleichen Argument gegen Hollywoodfilme sein, gegen das Internet und gegen das Fernsehen. Das kann man, man schliesst sich damit einfach aus von der Moderne.

      Frau K, die Gründerin der Schweizer Amish? Nicht, oder?

      • Ylene sagt:

        Gamer haben halt keine Lobby. Selbst Angry Birds ist geistig wahrscheinlich anspruchvoller als so ein doofes Leiterlispiel, aber äbe. Es gäbe genügend unterhaltsame, kooperative Games für jedes Alter, bei denen man sich noch etwas überlegen muss. Man müsste sich als Eltern halt die Mühe machen, die zu finden statt pauschal alles zu verteufeln.

      • Susi sagt:

        Es geht ja nicht nur um den Anspruch, sondern auch ums Suchtverhalten. Hab das selbst am eigenen Leib erfahren, als ich damals „Myst“ spielte und jeweils bis zum Morgengrauen nicht mehr aufhören konnte.
        Heutzutage bei den MMORPGs ist das Suchtpotenzial um ein Vielfaches höher.

    • Susi sagt:

      “ Ich bin ein ziemlich klarer Verfechter des Computergamens.“

      Das ist doch eine etwas merkwürdig oberflächliche und generalisierende Haltung. (Schon mal davon gehört, dass zig Schüler ihre Laufbahn durch eine Eile-mit-Weile-Sucht versauen? Eben.)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        „Schon mal davon gehört, dass zig Schüler ihre Laufbahn durch eine Eile-mit-Weile-Sucht versauen?“

        🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        “Schon mal davon gehört, dass zig Schüler ihre Laufbahn durch eine Eile-mit-Weile-Sucht v e r s a u e n?”

        🙂

        (und einmal mehr hab ich übersehn, dass ungeh örige W’er in Warteraum führen…)

      • Susi sagt:

        @Brunhild: Ja, meine Kommentare von gestern Abend brauchten glaub auch bis heute morgen, um freigeschaltet zu werden 😀

      • Stranger sagt:

        Eine generalisierende Haltung? Naja, ich bin in der Tat GENERELL für Computerspiele und nur PUNkTUELL für eine Einschränkung. Das ist für sich eine klare Haltung, kein oberflächliches Wischiwaschi.

        Schon mal davon gehört, dass zig Schüler sich ihre Laufbahn durch viel Halo-Zocken ver sa u en? Ich jedenfalls nicht.

      • Susi sagt:

        @Stranger: Noch nie gehört, soso. Das könnte unter Umständen ja auch daran liegen, dass Sie diesbezüglich wahrscheinlich nicht sehr viele Berührungspunkte haben.

      • Bernhard sagt:

        @Stranger: Ja, ich erlebe leider immer wieder, dass Schüler ihre Lehre gefährden, weil sie – statt zu lernen – die ganze Nacht gezockt haben. Sie schreiben dann schlechte Prüfungen und sind für den neuen Stoff nicht aufnahmebereit. Erst kurz vor dem Rausschmiss ändern sie ihr Verhalten. Es gibt aber auch immer wieder Fälle, wo ein Lehrabbruch daraus resultiert. In diesen Fällen ist die Laufbahn ganz bestimmt (vlt. auch nur vorübergehend) v e r s a u t. Daher habe ich mit uneingeschränktem Konsum meine liebe Mühe!! Das gilt aber für Konsum jeglicher Art! Denn alles, was „zuviel“ ist, schadet!

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Ja, ich erlebe sogar eher selten, dass solche Schüler ihr Suchtverhalten ändern (können). Die gymnasiale Laufbahn ist dann schon mal v e r s a u t und in so Fällen ist es mehr als fraglich, ob es dann mit einer Lehrstelle klappen wird.

      • Stranger sagt:

        Die Frage ist aber wirklich, ob das anders gekommen wäre, wenn sie als jüngere Jugendliche wenig oder gar nicht hätten spielen dürfen. Überdies meinte ich Schüler und nicht Lehrlinge.

        Ich streite nicht ab, dass es hier ein Spannungsfeld Wirtschaft/Gamen gibt. Solche Felder gibt es aber viele und Stolpersteine auf dem Weg zur geglückten Karriere gibt es zuhauf.

      • Bernhard sagt:

        @Stranger: Das Problem ist halt, dass uneingeschränkter Game-Konsum dazu führen wird, dass lieber „gegamet“ als gelernt oder geschlafen wird. Sie gehen sicher mit Susi und mir einig, dass ein solches Verhalten auf jeder Schulstufe ein schlechtes Lern- und Leistungsverhalten zur Folge hat! Dass somit die berufliche (weil schulische) Laufbahn bereits früh ruiniert ist, leuchtet doch ein. Unter diesem Aspekt kann niemand ernsthaft für uneingeschränkten G-Konsum sein. Aber genau das meine ich bei Ihnen herausgelesen zu haben. Oder kommen für Sie in solchen Fällen Einschränkungen trotzdem infrage?

      • Susi sagt:

        Ich glaube, Stranger will einfach ein bitzeli provozieren, wenn er die Existenz eines mit Gamen verbundenen Problems grunsätzlich leugnet. Gell, Stranger.

      • Stranger sagt:

        Naja, eigentlich leugne ich es nicht. Ich halte nur fest, dass die allermeisten modernen Verhaltensweisen Probleme aufweisen. Und auch lange nicht alle Hobbies der Jugendlichen problemlos sind.

        Allerdings macht der Volleyballclub und das Jugendorchester ja nicht süchtig. Und es sind soziale Freizeitbeschäftgungen. Von daher muss man mit dem Gamen sicher etwas aufpassen. Allerdings nicht so stark, wie es hier so empfohlen wird.

    • Bernhard sagt:

      @Susi: Oh ja! Myst war toll und machte mich auch süchtig! 🙂 Aber hatte man diese Games nicht innert weniger Tagen durchgespielt? Da sind „never-ending-games“ schon etwas problematischer!!

      Einen kleine Anmerkung möchte ich aber noch machen: Es spielt sehr wohl eine Rolle, ob wir ein Spiel auf der Konsole oder „in echt“ spielen! Scheinbare Kleinigkeiten wie Würfeln, zählen, sich mit Regeln auseinandersetzen (Anleitung lesen und interpretieren), schummeln, um Richtigkeit streiten etc. fallen im virtuellen Spiel weg. Dabei sind dies m.M.n. gerade für Kinder schon noch wichtige Elemente!!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Bernhard

        „Es spielt sehr wohl eine Rolle, ob wir ein Spiel auf der Konsole oder “in echt” spielen! Scheinbare Kleinigkeiten wie Würfeln, zählen, sich mit Regeln auseinandersetzen (Anleitung lesen und interpretieren), schummeln, um Richtigkeit streiten…“

        Ganz einfach gesagt werden über bildschirmfreie Aktivitäten viel mehr Sinne angesprochen als vor dem Bildschirm,
        in der Entwicklungsphase halte ich es deshalb für äusserst wichtig auf ein ausgewogenes Verhältnis zu achten.

      • Bernhard sagt:

        @Brunhild Steiner: „In der Entwicklungsphase halte ich es deshalb für äusserst wichtig auf ein ausgewogenes Verhältnis zu achten.“

        Das ist genau auf den Punkt gebracht. Danke. Verbote in diesen Belangen sind kontraproduktiv und haben noch selten wirklich etwas gebracht. Wenn auf das Verhältnis geachtet wird, ist wirklich nichts gegen Gamen und Co. einzuwenden (solange auf altersgerechte Spiele, Videos etc. geachtet wird).

      • Stranger sagt:

        Bernhard, in guten Computerspielen gibt es vieles, was auch nicht so total festgelegt ist sondern man bewegt sich zunehmend in einer freien Welt, die sehr weit gehende Entscheidungen verlangt. Und von wegen schummeln: Das gibt es in Computerspielen natürlich auch, seit Jahrzehnten, schon mal von Cheats gehört?

      • Stranger sagt:

        Gegen Brettspiele habe ich gar nichts. Gestern habe ich Malefiz gespielt, kennt das jemand? Tatsache ist aber, dass sich Kinder und Jugendliche von Brettspielen nicht so leicht faszinieren lassen wie von Computerspielen.

      • Susi sagt:

        „Tatsache ist aber, dass sich Kinder und Jugendliche von Brettspielen nicht so leicht faszinieren lassen wie von Computerspielen.“

        Klar. Gemüse ist für Kinder auch weniger toll als Schokolade. Dennoch sollten sie unter dem Strich etwas mehr Gemüse als Schokolade essen.

  • thinky sagt:

    In unserer Familie halten wir nicht viel von zeitlichen Einschränkungen was TV, Tablet etc angeht. Viel wichtiger ist die Kontrolle, was die Kinder genau schauen oder spielen. Zudem versuchen wir auch immer wieder (analoge) Alternativen aufzuzeigen (empfehlenswert sind die verschiedenen Tiptoi-Produkte von Ravensburger). In diesen Weihnachtsferien stellte ich am Morgen nach dem Aufwachen jeweils die Frage, ob die Kinder lieber ein Video schauen möchten oder ob ich eine Geschichte vorlesen soll: sie haben sich immer für die Geschichte entschieden…

  • Cybot sagt:

    Ein 5-jähriges Kind braucht keine Spielkonsole, soweit bin ich durchaus einverstanden. Aber den Kindern auch zu verbieten, bei anderen Kindern zu spielen, ist schon sehr extremistisch. Früher oder später werden sie es dann einfach hinter dem Rücken der Eltern machen – vielleicht noch nicht mit 5, aber irgendwann. Da spiele ich lieber selber mit meinen Kindern an meinem Computer – dann kann ich auch beeinflussen, welche Spiele sie spielen und wie sie damit umgehen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich verbiete meiner Tochter doch nicht, bei anderen zu spielen. Ich lasse sie bisher bloss nicht mitgehen, wenn die Kinder explizit vorhaben, auf der Gamekonsole zu spielen.
      Und sie hat auch schon auswärts TV geschaut und auf dem iPad gespielt, obwohl ich das nicht so toll finde. Aber sie sagt es mir nachher und ich erkläre ihr dann, weshalb ich nicht möchte, dass es zur Gewohnheit wird.

      • Maik Schaerer sagt:

        Was ist denn so gefährlich an der Spielkonsole und was ist am iPad besser? Ich kann das (selber Vater von einer 5- und einem 3-jährigen) überhaupt nicht nachvollziehen. Ich bin in den 80er-Jahren mit Nintendo und Computer aufgewachsen und spiele heute noch. Ich erinnere mit gut, wie ich mich mit meinen Kumpels um die Konsole oder um den PC geschart habe und wir nach- und miteinander gezockt und geholfen haben. Meine Tochter spielt bisher nur selten auf dem iPad, aufgrund meiner Erfahrungen dürfte sie aber jederzeit mit den Nachbarskindern gelegentlich vor die Konsole.

      • Sama sagt:

        Und was soll ihre Tochter machen, wenn irgendwo die Konsole ausgepackt wird? Soll sie sagen „Meine Mamma hats verboten“ und dann heimgehen? Das ist eigentlich recht grausam.
        Innerhalb kürzester Zeit wird ihre Tochter in ein Dilemma geraten (Spielen mit Freunden oder es der Mutter recht machen) und wenn sie ein vernünftiges Kind ist, Ihnen einfach nicht mehr erzählen. So ganz klar seh ich übrigens den Unterschied zwischen einem Brettspiel und einem Multiplayer-Game auch nicht: Man vergnügt sich mit Freunden in der guten Stube und einer muss gewinnen…

  • Patrick sagt:

    Das Gaming-Thema ist zu einem gewissen Grad eine Qual.

    Beim ersten können sie das noch relativ einfach regulieren, bei den weiteren wird’s noch etwas schwieriger.

    Am Einfachsten wärs gewesen, ihnen so was nie zu zeigen…

    Aber das verhinderte schon nur der 13-jährige Göttibueb.

    In anderen Worten: wir kennen die Lösung leider nicht, nur das Problem.

  • Stella3 sagt:

    Also ich finde 5 Jahre schon auch noch etwas früh mit unbeschränktem Gamen. Aber die Mädels sind ja gleich wieder gekommen und haben sich nicht den ganzen Nachmittag irgendwo in einer Garage herumgetrieben. Wenns meine Tochter gewesen wäre, hätte ich sie mitziehen lassen. (Allerdings bin ich erst jetzt so locker, früher als die Kinder kleiner waren, hätte ich wie Sie reagiert Frau Kuster;)) Wichtig finde ich, dass die Kinder miteinander sozialisieren, bei meinen war es oft dann so, dass die Gamerei nicht so interessant war, wie die Gspänli und die Gamestatipn schnell wieder vergessen war.

  • Thomas Jordi sagt:

    So sehr ich Sie begreife, Frau Kuster, so hoffnungslos ist die Sache. Mehr als Vorbild sein und seine Überzeugungen die Kinder spüren zu lassen, liegt nicht drin. Ich durfte mal, lang ist’s her, das NES eines Kollegen „borgen“. Seine Eltern verboten es ihm und bevor sie es konfiszieren konnten, lagerte er es zu mir aus. Hab Castlevania durchgezockt, damals. Was ich sagen will: Einfach verbieten bringt wohl nicht in jedem Fall viel. Darzulegen, dass es nicht nur Wii etc. gibt, wohl schon mehr. Auf der Autofahrt in die Ferien darf unsere Kleine hemmungslos mit dem Tablet zocken. Ein Segen!

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