Allein unter Frauen

Ein Papablog von Lukas Wyder*

Hausmann im Doppel: Ehepaat Jason How und Adrian Perez mit ihren Zwillingstöchtern auf dem Spielplatz. (Reuters/Lucy Nicholson)

Hausmänner gehören noch immer zu den Exoten: Ehepaar Jason Howe und Adrian Perez mit ihren Zwillingstöchtern auf dem Spielplatz. (Reuters/Lucy Nicholson)

Es ist mein wöchentliches Schicksal. Am Mittwoch bin ich, wie so oft, der einzige männliche Erwachsene auf dem Spielplatz. Beäugt von den anwesenden Müttern, die meine Präsenz mit einer Mischung aus Verwunderung und Neugier zur Kenntnis nehmen. Ist das ein Teilzeitmann, oder ein Lehrer? Hat der heute einfach frei? Oder ist dieser Mann gar arbeitslos?

Nun gut, solche Spekulationen können mir ziemlich egal sein. Ja, ich verstehe sie geradezu. Denn nach wie vor sind Väter unter der Woche in der überwältigenden Minderzahl. Kaum ein Mann ist auf dem Spielplatz oder im Quartiertreff. Und wenn man(n) sich doch einmal begegnet, geht man(n) unsicher aufeinander zu und stellt zuerst einmal klar, wieso man denn hier ist. Ob man gerade von der Schicht zurückkommt, doch Lehrer ist, und wie viele Prozente man arbeitet (Revier abstecken, typisch männlich halt).

Ziemlich schräg eigentlich – und ich frage mich, wieso trotz der ganzen Förder- und Unterstützungsprogramme für Teilzeitmänner kaum Teilzeitmänner da sind.

Hier 6 mögliche Erklärungen:
1. Männer mögen keine Spielplätze (und schon gar keine Quartiertreffs).
2. Männer sehen sich gegenseitig nicht, weil sie ständig den Müttern hinterherschauen.
3. Der Wandel braucht Zeit, in ein paar Jahren wird es von Teilzeitmännern nur so wimmeln.
4. Vergiss es. Es ist wider die Natur. Ernährer und Fürsorgerin und so. Keine Chance.
5. Männer arbeiten lieber Vollzeit, weil sie sich scheuen, Verantwortung für die Kinder zu übernehmen. Und Frauen wollen die Verantwortung nicht abgeben (oder das eine führt zum anderen).
6. Es lohnt sich finanziell nicht. Da die Löhne mit Erklimmen der Karriereleiter exponentiell steigen, zahlt es sich aus, wenn sich der eine (meist er) auf die Karriere konzentriert und jemand auf die Betreuung der Kinder (hier finden Sie einen unterhaltsamen Artikel, wieso das so ist – leider nur auf Englisch). Mit anderen Worten: Zwei, die sich in 80-Prozent-Pensen im unteren Kader abmühen, werden Ende des Monats in aller Regel weniger Geld nach Hause bringen, als wenn sich einer (eben wieder meist er) mit 100-Prozent-Pensum oder mehr auf der Karriereleiter weiter nach oben arbeitet und der andere (meist sie) eine 60-Prozent-Stelle als «normale» Angestellte annimmt.

Und weil Erfolg sexy macht, wird das Modell aus These 6 von zahlreichen Paaren gelebt. Das Schöne ist, dass die gesellschaftlichen Strukturen aufgeweicht sind. Je länger, je mehr haben Paare die Wahl, so sie denn nicht von finanziellen (oder anderen) Zwängen zu einem Modell verknurrt werden. Oder sind wir doch nicht so frei, wie wir meinen? Was meinen Sie?

Wyder150*Lukas Wyder lebt mit seiner Partnerin und dem gemeinsamen Sohn in Basel. Er arbeitet im Personalwesen. Die Eltern arbeiten beide mit einem 80-Prozent-Pensum und teilen sich die Kinderbetreuung. Der Kleine ist drei Tage in der Krippe.

236 Kommentare zu «Allein unter Frauen»

  • fgee sagt:

    Männer gehen nicht auf den Spielplatz. Männer gehen mit ihren Kindern in den Wald! Oder auf den Bahnhof. Oder ans Pistenende am Flughafen. Irgendwo wo man die Welt entdecken kann! 🙂

  • Tanja Kern sagt:

    Ich bin eine Vollzeit-Mama mit Teilzeit-Arbeitspensum und man trifft mich auch nicht (oder nur selten) mit anderen Müttern auf dem Spielplatz. Einfach weil ich keine Lust dazu habe mir den neusten Tratsch anzuhören welche Vollzeit-Mamas ohne Arbeitspensum geradeso austauschen.

  • David sagt:

    Bin jeweils Dienstags mit meiner Tochter auf dem Spielplatz oder beim Quartiertreff anzutreffen! 😉

  • Widerspenstige sagt:

    Hier noch ein Fernsehtipp für heute im SRF1 ‘Kulturplatz’ über Villa Monte um 22.25h. 😀

  • rita sagt:

    wieso wird eigentlich wenn von berufstätigen gesprochen wird immer wieder im gleichen satz kader erwähnt!es gibt sehr viele die nicht im kader sind geschweige denn dahin wollen!

    • maia sagt:

      Ich würde hier auch gerne einmal etwas über die Mehrzahl der Menschen lesen. Nämlich über die, welche wirklich arbeiten. Hier bekommt man das Gefühl, alle würde eigentlich Karriere machen. Tasache ist doch, dass es erstmal Menschen braucht, die tatsächlich arbeiten: die Strassen bauen, Gestelle füllen,Brot backen, Wände streichen, Abfall entsorgen, Gemüse/Früchte ernten, Jogurth herstellen, die Kranke / alte Menschen pflegen usw. usf. Es würde mich wirkich mal interessieren über solche Menschen – die sicher die Mehrzahl der Bevölkerung stellen, zu lesen.

      • maia sagt:

        2. Teil: Diese Menschen können wohl gar nicht daran denken, Teilzeit zu arbeiten, weil dann der Lohn wirklich kaum zum Leben reicht. Trotzdem erlebe ich diese Menschen als nicht so jammerig, wie die, die meinen, ihnen bliebe die Karriere nur versagt, weil sie eben Kinder hätten!

      • Widerspenstige sagt:

        ‚…die, welche wirklich arbeiten…‘ Glauben Sie, dass diese etwas bewirken können, wenn sie nicht mal Zeit finden um ein wenig mitzudiskutieren? Was sollte jetzt diese Aussage bewirken? An der Urne hätten solche Leute die Gelegenheit, ein JA jeweils dort anzukreuzen, wo es zB um 6 Wochen Ferien gegangen ist. Sie haben ein Nein angekreuzt u sich einschüchtern lassen vom AG. Dasselbe mit dem Mindestlohn etc. Ja wenn Sie der Ansicht sind, dass regelmässig hier bloggende wenig bis nichts erwirken können, dann tun Sie mir leid. Echt jetzt, maia. Ich habe über 30 Jahre hart gearbeitet, gell.

      • maia sagt:

        Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass hier in der Regel Fragen auf eine Art diskutiert werden, die nur einen kleinen Teil Bevölkerung auf diese Weise betrifft. Der grösste Teil der Bevölkerung hat mit anderen Herausforderungen zu tun. Deshalb sollten wir auch einmal reflektieren und merken, dass es uns hier extrem gut geht und evt. auch einmal zufrieden sein.

  • Rage sagt:

    Manchmal ist ein Zwang aber auch kein Zwang, sondern tut nur so. Das Pärchen, das 100%/60% arbeitet, und dabei deutlich mehr Geld heimbringt, als wenn es 80%/80% wären, wäre auf diese Mehreinnahmen in vielen Fällen nicht zwingend angewiesen. Die meisten dieser Paare würde wohl auch mit 80%/80% immer noch gut über die Runden kommen. Insofern ist es in vielen Fällen kein Sachzwang, sondern doch wieder eine Frage der persönlichen Prioritäten.

  • Nicolas Pidoula sagt:

    Musste grinsen. Habe das jahrelang erlebt. Man kommt sich nicht nur exotisch sondern irgendwie auch schräg vor zwischen all den mütterlichen Frauen. Worüber soll man reden, ohne dass man als „Baggerfahrer“ (sprich: anbaggern) wahrgenommen wird? Windelthema? Schoppen? Stillen oder abpumpen?? Es gibt dann ab einem gewissen Punkt merkwürdige Situationen, wo man merkt, alles hat Grenzen, auch die Gleichberechtigung… Es war eine interessante Erfahrung, aber ich habe mich irgendwann nach einem männlichen Mami gesehnt… 🙂

    • Stranger sagt:

      Hm. Die neuste Coop-Trophy? Die schönsten Kinderkleiderläden? Swingerclubbesuche?

    • Amy Berger sagt:

      Aaah Nicolas! Wie ich Sie verstehe! Geht mir als männliche Mami genauso. Wer will sich auf dem Spielplatz mit mir über Driften, Hubschrauber oder die politische Lage im Nahen Osten unterhalten?? Ich meine das im Fall ernst. Natürlich haben Windelthemen ihre Wichtigkeit und Berechtigung, aber irgendwann ist auch genug… Geschweige denn anti-Fertigsalat-Themen (hab mich vorhin grad krummgelacht). Ächz.

  • sandra sagt:

    Ich sehe immer Väter wenn ich auf dem Spielplatz bin.

  • Lea sagt:

    Ich bin Mitte 30, lebe in Bern und für mich bzw mein Umfeld sind Papis, die weniger als 100% arbeiten, keine Exoten, sondern das Normalste der Welt. Warum sich der Autor gelegentlich so „fehl am Platz“ vorkommt kann ich nicht ganz nachvollziehen. Finde zudem dass an den öffentlichen Plätzen in Bern (zb Spielplatz Dälhölzli, Marzili, Plattform, Längmauerspielplatz) die Eltern recht easy, tolerant und sympathisch drauf sind- keine Helikoptermamis oder Fundi-Mamis (anti Kita, anti Hausfrau, anti Fertigsalat etc etc). Auf dem Land ist das vielleicht anders.

    • Carolina sagt:

      Haha, anti Fertigsalat? Das ist mir jetzt noch nie begegnet. Aber mich hat mal eine Mutter angesprochen, ob ich nicht Interesse an einer Freikirche hätte….. Auf dem Spielplatz! Ich fürchte, ich bin ziemlich patzig geworden 😉

      • Stranger sagt:

        In dem Fall, Carolina, tut es mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihre Seele auf ewig im Höllenfeuer schmoren wird.

    • Felix Stern sagt:

      Lea, vergessen Sie Ihr Umfeld und gehen Sie an einem Wochentag ins Dälhölzli oder sonst zu einem Spielplatz und schauen Sie noch einmal, wie das Verhältnis der Mamis zu den Papis da ist. Das ist ja die Grundaussage im Artikel. Letztlich: nur weil Sie mit den anderen Mamis klar kommen, heisst das leider nicht, dass die entspannt oder tolerant sind. Sie sind einfach auf der eigenen Wellenlänge unterwegs und das ist ja auch in Ordnung. Trotzdem war die Beobachtung von dem Author, dass man ALS PAPI um diese Gruppe lieber einen Bogen macht. Auch wenn SIe es nicht verstehen.

      • Lea sagt:

        @Felix: irgendwie seltsam dass ich das offensichtlich so anders erlebe als Sie (sind Sie Berner?). Im Dälhölzli und auch an anderen Orten in Bern hat es auch immer Väter, nicht gerade im Verhältnis 1:1, aber 1:4? Und ja- ich bin vor allem unter der Woche dort! Und mein Mann an seinem freien Tag auch! Er findet es super dort. Warum einen Bogen um die Mütter machen? Ist eigentlich nur selten dass mich eine Mutter oder ein Vater anspricht. Wie gesagt- alles recht easy.
        @Carolina: ja, anti Fertigsalat gibt es! Und anti-Fertigpastasauce! Anti-zucker! (nur mit Honig süßen, so ein blödsinn)

  • Stranger sagt:

    Ich habe mich nie interessiert für schräge Blicke von irgend jemandem. Ich bin hier natürlich schon bevorteilt, denn mir sind die einfach egal, anderen geht es ganz anders, ich weiss, und die tun mir Leid. Nein, ich mach einfach mein Ding.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wir Soziopathen (Fremdbeurteilung) haben es tatsächlich sehr leicht. Ich kann mir Leute, die schräg bis verwundert schauen, nicht mal merken. Hornhaut auf der Seele tut gut.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich bin noch schlimmer als nur eine Soziopathin, ich bin eine Rabenmutter mit Hang zum Sarkasmus – je nach Wetterlage 😆

  • Stranger sagt:

    Hey Lukas, Du arbeitest in der Personalabteilung. Du hättest es grad im Griff, das mit Deinem Punkt 6. Genau Du. DU.

  • Martin sagt:

    Der finanzielle Grund ist leider tatsaechlich wahr. Wer bei bsp bei meiner Firma nur 80% arbeitet, bekommt nicht 80% des Bonus sondern nur 60%! Das wird noch schlechter bei weniger Arbeitspensum. Aber es gibt ja noch die Option mit dem Zuhause arbeiten. Nicht in der jetzigen Bude, aber bei frueheren Orten war das meoglich, einmal pro Woche (hatte dort aber noch kein Kind). Das waere echt gut, du haettest Zeit den Kindern etwas zu kochen, bei den Hausaufgaben zu helfen einfach bei ihnen sein.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ein weiterer Grund, weshalb Frauen in Teilzeit Karriere machen können und Männer nicht (siehe 1. Beitrag zu diesem Artikel), liegt darin, dass sie oft in Berufen arbeiten, die dies ermöglichen (z.B. öffentliche Verwaltungen). Die typischen Berufe von Männern schliessen Karriere und Teilzeit oft kategorisch aus. In Männerberufen wird praktisch immer ein 120% Pensum für die Karriere erwartet. Ein Mann muss sich deshalb gut überlegen, ob er Teilzeit arbeiten möchte. Was ist, wenn die Ehe/Beziehung nicht hält? Dann hat er beides verloren: Karriere und Frau.

    • Laurence sagt:

      Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Sie würden ja Teilzeit arbeiten, weil sie das wollen. mindestens in dieser Zeit verlieren sie ja nichts… Sie gewinnen Zeit für Kinder/Haushalt. Sie würden auch keine Karriere verlieren. Sie hätten sich dann ja schon vorher verzichtet.

  • 13 sagt:

    Die Antwort auf die Frage ist ganz einfach: Es gibt wenige Teilzeithausmänner (Was soll der Ausdruck Teilzeitmann? Ist man zu Hause kein Mann? ), weil wenige dieses Modell leben wollen. Das gilt für Männer wie auch für die Partnerinnen. Daran ist nichts wertend, aber alles andere sind nichts als faule Ausreden und Rechtfertigungen für etwas, für das man sich gar nicht rechtfertigen muss.

    Wer es wirklich will, der schafft es auch, ein partnerschaftliches Modell umzusetzen. Wer nicht, der soll einfach dazu stehen, wenn es für alle stimmt, ist es doch ok.

    • Carolina sagt:

      So ist es! Aber irgendwie ist genau das immer wieder das Problem, das Dazustehen, wie man sich sein Leben einrichtet. Die überwältigende Mehrheit der Familien spricht sich doch untereinander ab, trifft Entscheidungen gemeinsam – was soll dann dieses zwanghafte Herbeiführenwollen von Zuständen, die anscheinend gar nicht gewünscht sind? Sonst hätten wir sie doch längst…… Wenn ich am frühen Abend in die Beiz bei uns gehe, sitzen da vor allem männliche Handwerker – ist das jetzt ein Misstand oder ist es einfach so? Und oft sind auf Spielplätzen mehr Frauen – so what?

      • 13 sagt:

        „was soll dann dieses zwanghafte Herbeiführenwollen von Zuständen, die anscheinend gar nicht gewünscht sind? “

        Sehe ich genau so mit einer Ergänzung: Das zur Verfügung stellen von Strukturen, die diese Wahl ermöglichen, ist Aufgabe des Staates und der Gesellschaft. Ich denke da v.a. an Möglichkeiten für die Kinderbetreuung und auch Teilzeitstellen. Für die, die das wollen. Kein Zwang!

    • Widerspenstige sagt:

      Der ist wirklich gut und ich habe darüber Gelächelt, 13, gemerkt hat es bis zu Ihrem Post niemand. Wann ist ein Mann ein Teilzeitmann? Wann ist eine Frau eine Teilzeitfrau? Und ab wann ist es ein TeilzeitHAUSmann bzw. eine TeilzeitHAUSfrau? Daran krankt wohl das System, dass nicht mal diese Begriffe deutlich gemacht werden in einem Leitartikel. Jetzt kann man getrost darüber spekulieren, was das zu bedeuten hat…

      Bin ebenso der Meinung, dass das Ausreden sind zum grössten Teil u wer es wirklich will, es auch durchzieht. Also das Kriterium Karriere pro/contra ist obsolet.

  • Mark sagt:

    Ich bin selbständig und kann mir die Zeit selber einteilen. Ich bin oft mit meiner Tochter auf Spielplätzen oder in der Badi unterwegs. Dabei spreche ich auch immer mit anwesenden Müttern. Interessant was es zu hören gibt – viele Frauen wünschen sich, dass der Vater mehr Verantwortung übernimmt. Mittlerweile bin ich ein Frauenversteher! Zweimal hat sich auch ein Quicky ergeben. War super!

  • Markus sagt:

    Erfahrungsberichte meiner Frau….

  • Markus sagt:

    Ich behaupte jetzt mal, es gibt heute sehr viele Teilzeitmänner. In unserem Team sind es vier von acht (inkl. Chef) die ihre Kinder betreuen. Bei drei sind die Kinder mehr oder weniger Erwachsen (wie bei mir) und einer hat keine Kinder. Auch ich habe einen Tag pro Woche unsere Kinder betreut. Warum Sie nicht soviele Männer auf Spielplätzen und Quartiertreffs sehen? Ihr Punkt 1 dürfte so ziemlich die Top-Antwort sein, wie eine Kurzumfrage bei uns im Büro ergab. Weil die meisten Männer die Kinder anders Spielen lassen und dies die Damenwelt in ihren Grundfesten erschüttert.

    • Felix Stern sagt:

      Wenn man die Anekdoten aus dem eigenen Umfeld weglässt und die Statistiken anschaut, dann sieht man, dass es eben doch nicht ganz so viele Teilzeitmänner gibt. Jedenfalls deutlich weniger, als der ganze Wirbel um den Modernen Mann vermuten lassen sollte. Man kann durchaus sagen, dass der Prozess langsam verläuft. Man kann auch sagen, dass die Nachfrage nach Teilzeitmännern offenbar gedeckt ist und die anderen doch lieber Karriere machen.

      In einem Punkt haben Sie aber recht: man wil keinen Müttern auf einem Spielplatz begegnen. Den Ärger spart man sich lieber.

  • Luise sagt:

    Das war schon in den 80er-Jahren Thema. Geändert hat sich wenig. Mir als Teilzeitmutter graute es vor Spielplätzen.

    • Stranger sagt:

      Sie sind also Teilzeitmutter? Also nur zeitweise Mutter? Und in der restlichen Zeit sind Sie es nicht? Naja, natürlich auch. Aber bitte passen Sie auf die Sprache auf. Und bezeichnen sich als „teilzeit arbeitende Mutter“ oder ähnlich.

      • The American sagt:

        Hoppla, da nimmt es jemand aber sehr genau! Dann passen Sie aber auch auf, Stranger. „Teilzeit arbeitend“ sagt nicht, ob die Arbeit die Kinderbetreuung angeht oder nicht (Hausfrau sein ist auch „Arbeit“ in jeder Beziehung, ausser, meistens, die Bezahlung). Sie sehen, es kann sehr schnell sehr kompliziert werden und bevor wir alles mathematisch genau definieren hoffe ich, dass die meisten, wie z.B. ich selber, Luises Verwendung des Ausrucks „Teilzeitmutter“ richtig verstanden.

      • Stranger sagt:

        Ich ja auch. Ich bin genau, aber kein Tüpflischiisser und flexibel und tolerant bin ich eh.

      • Stranger sagt:

        Ich bin sogar soo tolerant, dass ich oben ja einen etwas weniger ungenauen aber immer noch nicht exakten Ausdruck empfohlen habe. Mit Absicht…

      • Peter Steiner sagt:

        Klugscheisser.

      • anna marusch sagt:

        ich musste auf den Stockzähnen lachen.. Sie fragen Luise, ob sie nur Zeit-weise Mutter ist …. ! Weiter unten schreibt jemand von „Teilzeitmann“.. Fragen Sie diese Person auch, ob Teilzeitmänner dann nur Zeit-weise Mann sind? Und in der restlichen Zeit, sind die Männer nicht Männer ….?. Stranger, man kann es auch zu genau nehmen mit dem korrigieren… und in Foren wirken „so etwas bloss lächerlich

  • Markus sagt:

    Ganz einfach: Ich war nie auf einem Spielplatz. Ich war mit meinen Kindern im Wald Zwerghäuser bauen, Bäche stauen, Feuer machen und Wurst bräteln mit Schlangenbrot, etc. Und genauso werde ich dereinst mit den Enkeln einen grossen Bogen um Spielplätze machen. Und warum? Weil mir das Gekeife und Einmischen der Helikoptermamis nervt!

    • Franz Vontobel sagt:

      Weil mir das Gekeife und Einmischen der Helikoptermamis nervt!

      Kann es sein, das es sich dabei um ein spezifisches Stadt-Zürcher-Problem handelt? – Ich war hin und wieder auf Spielplätzen, als unsere Kinder noch klein waren, aber diesen Keif- und Einmischmüttern bin ich glaubs nie begegnet…

      • Markus sagt:

        Nein, die gibts unterdessen auch in Bern, Thun und Spiez…..und sie erklären einem ganz genau was man falsch macht, wenn man seine Kinder einfach die Kletterwand hochklettern lässt ohne darunter zu stehen und ihn auffangen zu können. Und, dass ihr Kind im Fall jetzt dran ist mit Schaukeln, weil mein Kind jetzt schon fünf Minuten geschaukelt hat und es unverantwortlich ist das Kind bäuchlings die Rutsche runterzusausen zu lassen. Die anderen Kinder könnten es nachmachen!

    • Sportpapi sagt:

      Was Sie alles wissen über das Leben auf den Spielplätzen, die Sie doch gar noch nie besucht haben…

      • Franz Vontobel sagt:

        Hä? – Was sie alles über mich zu wissen scheinen..?

      • Sportpapi sagt:

        @Vontobel: Wenn ich Ihnen antworten wollte, würde ich Ihnen antworten. Dafür gibt es einen Knopf unten…

      • Franz Vontobel sagt:

        Man macht gemeinhin den Adre_ssaten einer Antwort deutlich, wenn schon andere Po_sts dazwischenliegen – verhindert unnötige Missverständnisse.

  • Nicolas sagt:

    Es ist klar, dass sichtbare Teilzeitväter in Zeiten des gesellschaftlichen Hardcore-Neobiedermeiers noch länger eine Ausnahme bleiben werden. Na und? Ich bin für mein Kind und mit meinem Kind auf dem Spielplatz, nicht für den Applaus der Eltern-/Müttermafia. „Be the change you want to see in the world.“ Dass man als Teilzeit-Vater oft eine Provokation für die Mütter ist, deren Freund/LAP/Gatte halt „leider“ 100% arbeitet, daran habe ich mich auch gewöhnt. Ich habe genügend Kollegen und brauche keine neuen, schon gar nicht auf der Basis von Windel- und Hochbegabungsgesprächen.

  • adi keller sagt:

    Ich bin seit 12 Jahren Hausmann und auf diversen Spielplätzen im Raum Bern zu finden.
    Anfangs war es wirklich nicht einfach… ist der Pädophil, pervers…? Dachte ich, dass dies die anwesenden Mütter denken.
    Dachten Sie eventuell auch…. was solls nach all den Jahren habe ich mich daran gewöhnt und es würde auch keine Rolle spielen.
    So wie Männer unter sich, sich durch eine Frau in ihrer Meinungsäußerung gestört fühlen können, ist es umgekehrt auch so… Ihr Revier unser Revier… da wird sich so schnell auch nichts ändern… ich habs versucht!

  • fabian sagt:

    „trotz der ganzen Förder- und Unterstützungsprogramme für Teilzeitmänner“
    Welche Förderprogramme gibt es für teilzeitarbeitende Männer? Ich kenne keins.

    • Sportpapi sagt:

      Ich glaube er meint solche Blogs und andere Medienberichte, die Vorzüge von männlicher Freizeitarbeit predigen. Mit Beispielen aus meist eher speziellen Berufen. Und die kaum Wirkung erzielen.

  • kim kim sagt:

    Beide Männer sind heute Mitte 30ig und die Kinder sind noch sehr klein. waren also noch keine Chefs als sie auf 80% wechselten. Kenne einige „junge“ Männer die auf 80% wechseln wenn sie Vater werden und trotz dem weiter aufsteigen. Es ist aber auch so, dass nicht alle Karriere machen wollen und es gibt auch Jobs bei denen man mit 80% nicht weiter kommt. Ihre Begründung mag ja bei Grosskonzernen Sinn ergeben aber bei KMU’s sieht das meiner Meinung nach anders aus, Frauenquoten spielen da keine Rolle.

  • Sarina sagt:

    Entweder lebe ich in einem komplett anderen Umfeld, als die meisten Mitschreiber/-innen die sich hier austauschen oder ich aber hier schreibt nur eine gewisse „Sparte“ von Leuten mit. Aktuell haben wir in unserem grösseren Umfeld neun Frauen die enteweder in diesem Jahr ein Kind bekommen haben oder ein sehr kleines Kind haben. Alle samt, wünschen sich, zuhausebleiben zu können und geht es total gegen den Strich bereits in den ersten Monaten das Kind abzugeben. So üben sie sich für 2-3 Jahre in Verzicht und meist ist konnte man doch bereits 10 Jahre sparen. Von dem kann man doch zehren.

    • Sportpapi sagt:

      @Sarina: Mir scheint das auch so. Und die Väter sind ebenfalls ganz zufrieden mit ihrer Rolle als Familienversorger. Allerdings sehe ich gar nicht so den Widerspruch zu dem, was andere hier sagen. Es ist eben auch üblich, dass die Mütter sich nach einigen Jahren wieder – meist teilzeit – beruflich engagieren.

    • 13 sagt:

      @ Sarina
      Ob man 10 Jahre sparen konnte, hängt in erster Linie von der Ausbildungsdauer ab, von der Frage, wann man Kinder hat und auch, wie früh man sein späteres Leben plant. Ich hatte mein erstes Kind mit 26 und damit ein Jahr vor Abschluss meiner Ausbildung, wann ich 10 Jahren hätte sparen sollen, ist mir unklar. Aber ja, das was Sie beschreiben, entspricht tatsächlich nicht meinem Umfeld. Vollzeithausfrauen habe ich zur Zeit keine im näheren und weiteren Umfeld, allerdings auch nicht soviele Männer mit 100%-Pensum. Die meisten sind bei 80%. Gleich und gleich gesellt sich halt gern;-)

  • Katharina sagt:

    Ein Personaler könnte eigentich ein paar Antworten geben, warum es so ist, wie es ist. Oder warum die Personaler sich anscheinend auch nicht bewegen.

    Ansonsten: Ein aufgewärmter Listicle. Und das mit den Zahlen wurde ja schon entlarvt.

  • Jay sagt:

    Meinem Mann geht es (am Freitag) genauso. Es gibt nicht wahnsinnig viele Teilzeitväter und dann noch solche, die an den selben Tagen zu Hause sind. Das ist wohl der Hauptgrund. Oder kennt jemand eine Plattform, wo sich Teilzeitväter finden können?

    • Markus sagt:

      Warum muss man sich immer finden? Ich soll mich ja mit den Kindern abgeben und nicht mit anderen Männern oder? Dafür gehe ich doch in den FC. Dass ist doch wieder so ein Frauending, dass man sich finden muss. Meine Kinder haben es jedenfalls genossen, nur mit dem Päpu unterwegs zu sein (auch die Tochter!) und herauszufinden, was alles unter einem Stück morscher Rinde so kreucht und fleucht, wer den grösseren Staudamm bauen kann und die heisse Schokolade mit Nidle zu Hause nach zwei Stunden Wald bei jedem Wetter, gabs auch nur bei Päpu.

    • 13 sagt:

      Ich hoffe doch sehr, dass es gar keine Teilzeitväter gibt. Teilzeithausmänner ja oder Teilzeitkinderbetreuer vielleicht, aber Teilzeitväter? Nach der Logik wären ja Männer, die Vollzeit erwerbstätig sind, gar keine Väter mehr….

  • Muttis Liebling sagt:

    Ich wage die Voraussage, dass der Teilzeitmann immer eine belächelte Ausnahme bleiben wird. Der Ansatz zäumt das Pferd vom falschen Ende aus, zementiert das Vorurteil, Beruf und Familie seinen nicht vereinbar und reduziert Fremdarbeit auf Lebenserwerb.
    Wir begreifen Arbeit aber zunehmend als Sinnerfüllung, welche gleichberechtigt neben der Familie steht. Um diese Zweiheit, Beruf + Familie muss man alle anderen Lebensumstände formieren, nicht in die Zweiheit eingreifen.
    Zuletzt misst man Fremdarbeit nicht in Zeit, sondern in Erfolgsmomenten. Ich arbeite x Probleme/ Monat, nicht y Zeit.

    • tina sagt:

      ML: teilzeitmann ist ein unwort. man kann einen beruf teilzeit ausüben, und sogar das bemisst sich ja nur an dieser doofen standard-vollpensum-woche, die man mal so willkürlich festlegte

      • Muttis Liebling sagt:

        Die aktuelle Sprache ist voller Unwörter, semantischer Fehlkonstruktionen und Implikativwendungen. Gegen so abstruse Begriffe wie ‚Arbeitgeber, – nehmer‘ kommt so schnell nichts an und mit den Präpositionen nimmt der Autor es auch nicht so genau:

        ‚Denn nach wie vor sind Väter unter der Woche …‘ Da frage ich mich, mit welchen akrobatischen Tricks man unter eine Zeiteinheit kriechen kann.

        Es wäre längst Zeit, eine Art LTI des Neusprech zu schreiben, allein der Mamablog bietet über die Jahre ausreichend Material.

      • Stranger sagt:

        So sieht’s aus, gell, nur weil sich schon jahrzehntelang nichts mehr getan hat bei der Arbeitszeit pro Woche. Dabei war die ja politisch sehr umstritten im letzten Jahrhundert.

      • Stranger sagt:

        Da wär ich dabei beim Neusprech. Geht mir eh oft „auf den Sack“ (sehr anschauliche neuere Wendung, finde ich), die moderne Art zu kommunizieren.

  • Mutter von 4 sagt:

    beide arbeiten 80% und der kleine ist 3 tage in der krippe. sorry aber der kleine tut mir echt leid. wir haben 4 kinder, leben von einem NORMALEN gehalt und es geht tiptop. man muss sich halt einschränken aber ich bin immer zu hause und meine kinder schätzen das sehr das immer jemand da ist. das ist doch ein halt fürs kind, ein fundament. ich versteh manche eltern nicht. sicher gibt es solche die müssen beide arbeiten aber ich denke es gibt auch viele die wollen ihre ansprüche einfach nicht runterschrauben und dem kind wird materiell verwöhnt. nur, zeit mit mama und papa wäre wichtiger.

    • Susi sagt:

      Das Kind tut Ihnen leid? Eigentlich ist der Bub privilegiert, denn er wird einerseits drei Tage pro Woche von Personen betreut, die dafür ausgebildet sind, darf Zeit in Gruppen mit anderen Kindern verbringen und seine Sozialkompetenzen verbessern, sieht ein wenig mehr als nur über den Tellerrand mit den eigenen Geschwistern und der Mutter und zudem verbringt er auch noch einen ganzen Tag unter der Woche mit seinem Vater!

      • mutter von 4 sagt:

        @katja,

        man kann sich auch zu hause wunderbar vertörlen. ich bin nebst dem haushalt auch noch damit beschäftigt von zu hause aus geld zu verdienen allerdings ohne druck.

        @susi

        ok, fragen sie mal den bub ob er lieber in die kita gehen will oder ob lieber z mami zu ihm schauen solle. was wird er wohl antworten. wissen sie, spielen mit anderen tun sie so oder so in kiga, schule, mit nachbarn etc. und die gut ausgebildeten kita betreuerinnen, darauf kann ich pfeiffen ehrlich gesagt. ich will ja nicht wissen was die so treiben wenn niemand zukuckt.

      • Susi sagt:

        mv4: “ die gut ausgebildeten kita betreuerinnen, darauf kann ich pfeiffen ehrlich gesagt. ich will ja nicht wissen was die so treiben wenn niemand zukuckt“
        Ja, das möchten sie wahrscheinlich auch von mir lieber nicht wissen… 🙂

        beim Lesen Ihrer Kommentare merke ich wieder mal zwei Dinge:
        1. Nicht Krippenkinder muss man bedauern, sondern solche, die auf eine einzige Bezugsperson mit rudimentärem Weltbild zurückgeschmissen sind.
        2. Nicht nur auf dem Spielplatz hat man Kontakt zu Leuten, mit denen man nie und nimmer ein Bier trinken gehen würde.

      • Bernhard sagt:

        @Mv4: „Fragen sie mal den bub ob er lieber in die kita gehen will oder ob lieber z mami zu ihm schauen solle. was wird er wohl antworten.“

        Ich wage zu bezweifeln, dass Sie wissen, was Susis Tochter auf diese Frage antworten würde. Meine ist aber erst letzthin mit dem Wunsch an mich gelangt, doch bitte in eine Spielgruppe gehen zu dürfen! Soll ich mich jetzt gegen diesen Wunsch wehren, weil es ja nicht sein kann/darf, dass ein Kind von sich aus eine Zeit lang ohne Eltern sein möchte? Natürlich werde ich ihr diesen Wunsch erfüllen. Ohne ein schlechtes Gewissen zu haben!

      • Susi sagt:

        mir ist es schon mehrmals passiert, dass meine Tochter, wenn ich auftauchte, noch nicht grad vom Hort heimkommen wollte, weil sie grad so schön mit ihren Freundinnen spielte.
        Essen tut sie allerdings lieber zuhause, anscheinend koche ich besser als der Hort. 😀

        Bernhard: Spielgruppen sind super.

      • Sportpapi sagt:

        Och, ich habe immer wieder weinende Kinder in die Spielgruppe abgegeben, und begeisterte wieder empfangen. Schräg, dass sich das immer wieder wiederholte…

      • mutter von 4 sagt:

        meine güte @ bernhard. ich rede doch von kita und nicht von spielgruppe. eine spielgruppe geht an höchstens 2 tagen pro woche 2 1/2 stunden und ist ne super vorbereitung auf den kindergarten. meine waren übrigens auch in der spielgruppe.

      • Bernhard sagt:

        @Mv4: Also das müssen Sie mir erklären: Warum soll 2.5 Stunden Spass und Freude haben (Spielgruppe) viel besser sein als den ganzen Tag durch (Kita)? Geht es darum, die Kinder nicht zu sehr an Freude und Spass zu gewöhnen oder ist es vielmehr die Angst, sie könnten auswärts mehr profitieren als daheim? 😉 Klären Sie mich bitte auf!

      • mutter von 4 sagt:

        anscheinden wurde da was falsch verstanden oder ich drück mich falsch aus. ich find nur nicht gut wenn kinder den GANZEN TAG WÄHREND 3-5 TAGEN PRO WOCHE fremdbetreut werden damit die eltern beide arbeiten gehen können. spielgruppe oder sonstige vorschulaktivitäten find ich super.

      • mutter von 4 sagt:

        @susi
        jep, geht mir genauso mit dem bier trinken gehen 😛

      • Stranger sagt:

        mutter von 4: meine kinder gingen gern in die Krippe und sie haben sehr sehr viel gelernt dort, Sachen, die sie zuhaus nie gelernt hätten. Ich WEISS das, ich bin da ganz sicher, ich lüge mich nicht in die Tasche. Krippen sich aus erzieherischer Sicht keine schlechte Sache. Revidieren Sie Ihren Abscheu!

      • Bernhard sagt:

        @Mv4: „ich find nur nicht gut wenn kinder den GANZEN TAG WÄHREND 3-5 TAGEN PRO WOCHE fremdbetreut werden damit die eltern beide arbeiten gehen können.“

        Warum? Man tut den Kindern nicht in jedem Fall einen Gefallen, wenn man sie daheim betreut! Nicht alle Eltern haben nämlich ein Flair (bzw. den Nerv) für Kindererziehung und -Betreuung. Deshalb ist es eine rein subjektive und persönliche Empfindung/Entscheidung, ob man das eine oder das andere für besser hält. Als Aussenstehende dürften wir eigentlich gar keine Wertung vornehmen, finde ich.

      • mila sagt:

        @Bernhard: relationale Perspektiven sind selten erwünscht, weder von den Pros noch von den Contras. Es haben nämlich, abhängig von der eigenen Position, absolute Wahrheiten (für alle) zu gelten. Unabhängig davon, wie Menschen individuell beschaffen sind.

        Schreiben Sie sich das doch endlich mal hinter die (liberalen) Ohren. 😉

      • mutter von 4 sagt:

        @bernhard

        dankeschön!!! jetzt haben sie es doch grad selber erklärt. „nicht jeder hat den NERV für die reine kindererziehung zu hause. “ deshalb den ganzen tag ab mit ihnen in die kita damit man seine ruhe hat, nicht wahr?! sagen sie, warum kriegen solche den kinder?! damit sie sich fortgeplanzt haben, um ihre gene zu sichern? warum?!
        die wenigsten gehen arbeiten wegen dem geld, den kita ist teuer.
        und bernhard, bei mir zu hause lernen sie auch was. aber auch meine gehen in spielgruppe, kindergarten schule und in diverse vereine.

      • mutter von 4 sagt:

        @bernhard.

        und abends wenns kind von der kita nach hause kommt ist noch grad mal kein nerv dafür da weil man nämlich müde von der arbeit ist und noch hausarbeit machen muss. und am wochenende ist wochenende.

      • mutter von 4 sagt:

        und noch was @bernhard.

        ein kind in dem alter will ich sehen, das den ganzen tag in der kita bleiben WILL. in dem alter zwischen 2-4 jahren sind die nach ner spielzeit von 2.5 stunden müde und wollen nach hause. in der regel brauchen sie auch noch viel präsenzzeit von mama und papa. viele weinen auch in der spielgruppe weil sie nach hause wollen und solche sollten also nun den ganzen tag weg von mama und papa sein?! denkt doch mal mehr ans kind. es sind noch kleine kinder. ich kenn sogar mütter die geben ihre babys stundenlang ab. find ich schlimm sowas!

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Eine rationale Perspektive wäre aber durchaus sinnvoll. Wer sagt, Elternbetreuung und Krippenbetreuung sei absolut gleichwertig (aber in der Krippe lernt man noch Sozialkompetenz…), der macht genauso eine Aussage wie Befürworter und Gegner der einen oder anderen Seite. Ausser er/sie weiss es wirklich.
        Es gibt schon einen Grund (und nicht nur das Geld), weshalb tatsächlich wenige Kinder jeden Tag fremdbetreut werden, während man 2-3 Tag für zumutbar (oder gar bereichernd) hält.

      • Bernhard sagt:

        @Mv4: Was ist Ihnen lieber für die Kinder, die nunmal da sind: Eltern, die den Nerv für die Kinderbetreuung nicht aufbringen und dem Kind mit ihrem Verhalten mehr schaden als nützen, weil sie sich den gesellschaftlichen Zwängen hingeben und das Kind selber betreuen, obwohl dies ihnen total widerstrebt. Oder Eltern, die ihre Kinder – durchaus auch aus Liebe – in „bessere“ Hände geben? Ich kenne zudem zwei Männer, die gänzlich ohne Eltern aufgewachsen sind, weil diese in einem fremden Land Geld verdienen mussten. Beide haben keinerlei negative Erinnerungen an ihre Kindheit!

      • Bernhard sagt:

        @Mv4: Ich finde es ohnehin unheimlich schwierig abschätzen zu können, was nun wirklich gut und was wirklich schlecht ist für das Kind. Jede Kultur und jede Generation hat andere Werte und Vorstellungen. Überall kommen die Kinder mehrheitlich gut raus. Und ob nun KIGA ab 2, „Traditionelles“ Familienmodell, mit TZ-Papa, ohne TZ-Papa, alleinerziehend od. nicht, mit Krippe, ohne Krippe, in einer Kommune, mit Geschwister, ohne Geschwister, mit Familienbett, ohne Familienbett, autoritär od. antiautoritär, mit od. ohne Basteln, Malen, Sport u. Musik etc. Kinder brauchen v.a. Liebe u. Verlässlichkeit!

      • Bernhard sagt:

        @mila: „Schreiben Sie sich das doch endlich mal hinter die (liberalen) Ohren.“

        Ich versuch’s!! (wird mir aber schwer fallen…) 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Bernhard: Also weshalb geben wir uns überhaupt noch Mühe…

      • Katharina sagt:

        mila: meinst Du relational oder rational?

      • Bernhard sagt:

        @SP: Weil jeder von uns das Gefühl hat ziemlich genau zu wissen, was für die eigenen Kinder das Beste ist! Und das ist auch gut so, denn stellen Sie sich mal vor, sie würden all die Lebenskompromisse umsonst eingehen…das wäre nicht gerade sehr vorteilhaft… 😉

        Insofern kann ich die Leute schon verstehen, die ihr Modell auf Biegen und Brechen verteidigen und als einzig Richtiges darstellen! Zu bitter wäre die Erkenntnis, dass all dies gar nicht nötig gewesen wäre… 🙂

      • Stranger sagt:

        aaah, klar, Kat, ich dachte schon, ich sei grenzblöd, weil ich mila nicht kapierte.

      • Widerspenstige sagt:

        Bernhard, oha….das wäre dann bitter, diese Erkenntnis und deshalb ziehe ich immer noch mein Entscheid vor. Ich liess meine Kinder vorwiegend anderweitig betreuen, denn ich hätte den Nerv nie und nimmer gehabt, 24/7 das ertragen zu müssen. Wer sich dafür geboren fühlt, darf das gerne machen. Aber bitte aufhören, von ‚abschieben‘ zu sprechen, wenn es um Kitas oder ähnliches geht.

      • Susi sagt:

        @mv4: „ein kind in dem alter will ich sehen, das den ganzen tag in der kita bleiben WILL. in dem alter zwischen 2-4 jahren sind die nach ner spielzeit von 2.5 stunden müde und wollen nach hause. in der regel brauchen sie auch noch viel präsenzzeit von mama und papa. viele weinen auch in der spielgruppe weil sie nach hause wollen und solche sollten also nun den ganzen tag weg von mama und papa sein?! denkt doch mal mehr ans kind. es sind noch kleine kinder. ich kenn sogar mütter die geben ihre babys stundenlang ab. find ich schlimm sowas!“

        Das ist genau die Art von Kommentar, die Carolina weiter oben zurecht kritisiert. Sie haben einerseits keine Ahnung, nehmen sich aber das Recht heraus, über andere zu Urteilen vom Standpunkt Ihrer kleinen Welt aus.

        Unsere Tochter war ein pflegeleichtes, sehr zufriedenes Baby. Bereits im Mutterschaftsurlaub gab ich sie für jeweils zwei Stunden ins Kinderparadies des Fitnesscenters, mit ein paar Monaten quietschte sie jeweils vergnügt, sobald sie den Ort erkannte. Sie ging ab dem Alter von 4 Monaten 1 Tag die Woche in die Krippe. Sie war dort immer sehr interessiert an den anderen Kindern, weinte praktisch nie. (Trotz Krippe stillte ich sie 14 Monate, knapp 7 Monate davon voll, ja, das geht…) Als sie alt genug war, um mit anderen Kindern spielen, wollte sie, wenn mein Mann sie am Abend abholte, jeweils weiter spielen und war fast nicht von den anderen Kindern wegzukriegen.

        Ihnen wurde in diesen Blogkommentaren nun mehrmals nahegelegt, Ihre Meinung zu Krippen zu revidieren und dann schreiben solche Traktätchen wie das von mir zitierte. Ich frage mich langsam, ob Ihre starre Haltung mit Nicht-Wollen oder mit Nicht-Können zusammenhängt…

      • Susi sagt:

        @Stranger: „ich dachte schon, ich sei grenzblöd, weil ich mila nicht kapierte.“

        Aber nein, du bist doch nicht grenzblöd. Nur sackprimitiv. (Das ist natürlich ein Kompliment).

      • Stranger sagt:

        Danke. Das Kompliment geb ich gern zurück. 😀

      • Susi sagt:

        Oh, danke, das ist lieb. (Die Art von Kompliment, die ich mag!)

      • mutter von 4 sagt:

        @susi

        danke, das geb ich gerne zurück. sie haben wohl auch sehr wenig ahnung. es gibt auch noch andere kinder und jedes ist anders. das es mit ihrem kind kein problem war , da hatten sie evtl. einfach glück. nicht jedes kind reagiert so wie ihres.
        ausserdem kritisieren sie meine haltung genau gleich wie ich ihre, also! am besten sein lassen, denn das führt zu gar nix.
        wenn sie es können, ihr kleines baby schon so früh abzugeben, bitteschön!
        ich habe 4 und jedes ist individuell. was bei meiner ältesten tochter kein problem war ist mit der jüngsten eins usw.

      • mutter von 4 sagt:

        @ susi
        ausserdem war ich auch schon im fitnesscenter und gab meine kinder dort für ne stunde ab allerdings im alter von 3 jahren. meine jüngste fand das gar nicht toll,die zwei älteren hatten kein problem damit aber es gab andere kinder die weinten. also, wenn sie von ahnungslos und kleine welt reden, kucken sie auch noch über ihren tellerrand hinweg, ihre welt scheint nämlich ziemlich klein zu sein.

        nochmals, nur weil mir gewisse leute hier nahelegen meine meinung über kitas zu überdenken, meine meinung bleibt immer noch dieselbe, egal was hier andere sagen.

      • mutter von 4 sagt:

        ….und die entwicklung unserer gesellschaft gibt mir recht!!!!!

      • Susi sagt:

        „es gibt auch noch andere kinder und jedes ist anders.“
        Ich habe auch nichts anderes behauptet, ich habe nur Ihre unsägliche Verallgemeinerung mit dem Beispiel meines Kindes widerlegt.

        „ausserdem kritisieren sie meine haltung genau gleich wie ich ihre“
        Tu ich nicht; ich kritisiere Ihre Rigidität. Ich bin durchaus der Meinung, dass es zahlreiche Vollzeit-Hausfrauen gibt, die ihren Kindern ein differenziertes Weltbild vermitteln können. Nur gehören Sie m.E. nicht zu denen.

        „wenn sie es können, ihr kleines baby schon so früh abzugeben, bitteschön!“
        Ich dachte eigentlich, es gehe in dieser Diskussion in erster Linie um das Wohl des Kindes, nicht um das Gewissen der Mutter. Aber da liegt wohl der Hund begraben…

        „kucken sie auch noch über ihren tellerrand hinweg, ihre welt scheint nämlich ziemlich klein zu sein.“
        Und um das zu sagen, müssen Sie genau meine Worte wiederholen? Bestätigt nur das Bild „mv4 und Ihr Biotop“.

        „meine meinung bleibt immer noch dieselbe, egal was hier andere sagen.“
        Respekt vor Ihrer Resistenz, das muss ich Ihnen lassen.

        „und die entwicklung unserer gesellschaft gibt mir recht!!!!!“
        Welche genau? Die Entwicklung, dass Krippenplätze je länger je begehrter sind? Dass im Gespräch ist, Krippe obligatorisch zu machen, um Kleinkinder besser sozialisieren zu können?

        So. Für mich genug der vergebenen Liebesmüh‘ für heute…

      • mutter von 4 sagt:

        @susi

        wie sie meinen!
        dann bin ich in ihren augen halt in meiner kleinen welt. hauptsache für unsere familie stimmts. ;P

      • Susi sagt:

        @mv4:

        Schön, wenn es für Sie und Ihre Familie stimmt. Hören Sie aber bitte mit dem Missionieren auf. Danke.

      • mutter von 4 sagt:

        @susi

        danke, gleichfalls! 😉

      • mila sagt:

        @Kat: Relational.

        @SP: Niemand hier behauptet, Eltern- und Krippenbetreuung seien absolut gleichwertig (hingegen gibt es zumindest eine, die Krippen – auf ziemlich dürftiger Argumentationsbasis – vollumfänglich ablehnt; dies die einzige Extremposition, die ich soweit erkennen kann). Ich lese auch von niemanden, dass er/sie die Kinder für fünf Tage in die Krippe gibt. Aber es gibt sicher Familien, bei denen beide Elternteile 100% arbeiten müssen (nicht: wollen). Auch dann ist jedoch das Kind meist nicht ganzwöchig in der Krippe, sondern oft noch bei den Grosseltern, bei der Kinderfrau etc.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Niemand? Dieses Mal hast du vielleicht sogar recht. Üblicherweise gibt es aber immer einige Stimmen, die in Fremdbetreuung sogar nur Vorteile sehen, quasi ein Recht der Kinder auf Fremdbetreuung postulieren. Aber es ist ja tatsächlich auffällig, wie in letzter Zeit eigentlich vernünftige Diskussionen geführt werden, weil die Extrempositionen etwas verschwunden sind (fast alle zumindest).

      • Katharina sagt:

        Mila: Wenn Du relational gemeint hast, ist mir Dein Votum eben nicht klar. Mit rational, also es gibt rationale Gründe für Spielgruppen, Kita’s und weitere rationale Gründe, dies dosiert zu machen, macht dein Votum für mich Sinn, auch als eher ironischer Beitrag. Aber relational?

        Item. Hier ging es im wesentlichen um Kommunikationsprobleme und die eine, etwas absolut geäusserte Ansicht zu kritisieren. In einer Form, die mir nicht gefiel. Susis Zusammenfassung des Ablaufs macht es wohl verständlich.

        Aber sich gegenseitig keine Ahnung vorzuwerfen, so mein Eindruck, ist schlechte Form.

      • mila sagt:

        Relational im Gegensatz zu absolut (nicht zu rational): es gibt für mich keine ‚absoluten‘ Gründe, die für ausschliessliche Eltern- bzw. Fremdbetreuung sprechen. In den meisten Familien wird, je nach beruflicher Situation der Eltern, eine Mischform praktiziert; selten ein Kind ist jedoch mehr als 2-3 Tage im Hort. Darin eine grundsätzliche Kindsschädigung zu sehen, halte ich für absurd (also irrational) – genauso wie es absurd ist zu sagen, dass einem Kind prinzipiell etwas vorenthalten wird, wenn es nicht in die Kita geht. Die individuelle Situation ist ausschlaggebend.

      • mila sagt:

        In diesem Sinne: ja, mein Beitrag war ein ironisches Statement zu (jedweden) ‚absolutistischen‘ Haltungen. Ich halte es hierbei wie Carolina, das Ausspielen des einen gegen das andere ist nicht (diskussions-)förderlich. Und mithin auch (durchaus) lächerlich.

    • mila sagt:

      Verraten Sie uns bitte noch, was ein ’normales‘ Gehalt ist? Damit wir unsere Vorstellungen diesbezüglich abgleichen können.

      Und in Ergänzung zu Susi: Klar schätzen Ihre Kinder Ihre Dauerpräsenz, sie kennen es auch nicht anders. Es soll aber auch tatsächlich Kinder geben, die gerne in die Krippe oder zur Tagesmutter gehen.

      • Susi sagt:

        Ja, das habe ich mich auch gefragt, was ist denn ein „normales“ Gehalt?

        Genau, unsere Tochter ging einen Tag die Woche in die Krippe und liebte es. Ich hätte ihr gerne zwei Tage gegönnt, war aber einfach zu teuer.

      • Stranger sagt:

        Normal ist alles ab 150 k obsi. Was, Ihr macht weniger? Is ja wieder n Pöbel hier.

    • Katja sagt:

      @Mutter von 4: es gibt durchaus Krippen, die einen tollen Job machen- allenfalls einen besseren sogar, als manch dauer-präsente Helikopter-Mutter, die es ja auch ab und an geben soll. Warum Ihnen der Kleine bei 3 Tagen KiTa leid tut, ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass die Eltern aber neben ihrer Erziehungs“arbeit“ auch einer für sie geistig fordernden Arbeit nachgehen wollen ist für mich sehr verständlich. Bei aller Liebe zu meinem Sohn u den vollen 2 Baby-Tagen, die ich mit meiner 60% Stelle sehr geniesse – NUR zuhause bei den Kindern sein würde mich geistig auf Dauer nicht befriedigen

      • mutter von 4 sagt:

        unser gehalt beträgt 5200.- netto.
        ich bin weder eine helikopter mutter noch sind meine kinder 24 stunden am tag um mich rum. sie gehen zur schule, (der schulweg beträgt bei uns 3 km den sie alleine bewältigen mit dem velo oder zu fuss durch den wald, sie sind im schwimmkurs, pfadi und karate und wir haben doch tatsächlich nachbarn mit dehnen sie auch spielen draussen und zwar ohne mich. zudem gehen sie zu gspändli, eigenständig mit dem velo. es ist mir wichtig, dass sie selbständig werden. jedoch bin ich zu hause!

      • mila sagt:

        Susi sprach von sozialer Interaktion im Vorschulter, @muttervon4. Darauf gehen Sie mit keinem Wort ein.

      • Maja Müller sagt:

        @Mutter von 4: Ich verstehe Sie sehr gut. Ich habe zwar noch keine Kinder, kann mir aber nicht vorstellen, diese in die Krippe zu geben und TZ zu arbeiten – liegt aber daran dass ich lieber Hausfrau bin als einer bezahlten Arbeit nachzugehen (alles was ich bisher gemacht habe hab ich überhaupt nicht gern gemacht). Dass sie mit diesem Lohn mit einer 6-köpfigen Familie über die Runden kommen beeindruckt mich und gibt mir Hoffnung für die Zukunft! Danke! Man darf allerdings die Lebensentwürfe anderer Familien nicht einfach so pauschal verurteilen. Die meisten haben ihre Gründe.

      • mutter von 4 sagt:

        @maja müller

        es geht sehr gut mit diesem lohn, wenn man bereit ist sich einzuschränken. aber nicht jeder kann so, das ist mir klar. wir wohnen sehr günstig, haben aber 2 autos die mein mann selber reparieren kann, kleidung für die kids gibts von der kleiderbörse und sonstiges spielzeug muss auch nicht immer neu sein, ausserdem sind meine was spielzeug anbelangt sehr bescheiden. sie malen gerne und sind gerne draussen oder lesen. playstation, oder sonstige elektronische spielzeuge interessieren sie kaum. ausserdem bin ich keine „shopping queen“ d.h. schuhe und taschen interessieren mich nicht.

      • mutter von 4 sagt:

        @ mila.
        wegen der sozialen interaktion im vorschulalter. meine gingen in die spielgruppe und ins eltern kind schwimmen sowie natürlich spielen mit den nachbarskindern auf spielplätzen UND bevor der kindergarten losging durften sie 1 mal im monat im kindergarten schnuppern gehen während eines halben jahres. wir wohnen auf dem land. hier toben sie sich aus und gehen zusammen in den wald, zum nachbarn bauern helfen etc. das sie soziale kontakte pflegen ist mir sehr wichtig. wir sind schliesslich keine einsiedler.

  • Petter sagt:

    Ich mag keine Spielplätze. Ausserdem nehm ich den Kleinen unter der Woche lieber mit auf irgendwelche Baustellen, zum Einkaufen oder er „hilft“ mir im Haushalt (Staubsauger, Besen und Waschmaschine sind halt faszinierend) und im Garten.
    Die Welt ausserhalb der Spielplätze ist grundsätzlich freier und spannender…
    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass ich nicht der Entertainer meines Sohnes sein und sich alles um ihn drehen muss und am Samstag und Sonntag ist dazu ab und an auch sonst noch genug Zeit für Kinderprogramm.

    • Susi sagt:

      Der Vorteil von Spielplätzen ist ja gerade der, dass man eben nicht „Entertainer“ sein muss…

      • Markus sagt:

        @Susi: Was den nun? Vaterzeit erleben und mit den Kindern abgeben oder die Kinder abgeben? Ich mag auch keine Spielplätze. Der Wald und die Natur allgemein ist spannender und lehrreicher!

      • Susi sagt:

        Vaterzeit erleben war in diesem Thread hier nicht das Thema, sondern, dass Petter Spielplätze meidet, weil er kein Entertainer sein will.

        Und ja: Wenn ich Mami-Zeit mit meinem Kind verbringen will, beschäftige ich mich mit ihr auf andere Weise, als dass ich auf den Spielplatz gehe. Dort bin ich, damit sie mit anderen Kindern spielen kann.

  • Stevens sagt:

    Ich glaube, der wichtigste Grund, weshalb es so wenige Teilzeitmänner gibt ist folgender: Die Arbeitswelt ist gar nicht so toll. Erwerbsarbeit ist heisst auch eine anstrengende Arbeit ausüben, häufig auch Ärger, unangenehme Entscheidungen.
    Wenn beide so viel arbeiten möchten, dass Karriere möglich ist, wird es kompliziert: Betreuung suchen und bezahlen, und wer bleibt daheim, wenn ein Kind krank ist? Das ist kompliziert und häufig mühsam. Da ist es häufig einfacher, einer arbeitet 100% und der andere 0 bis zB 50%.

    • Stevens sagt:

      PS: Um sicherzustellen, dass Mann und Frau im Arbeitsprozess bleiben und dass auch beide genug arbeiten, um Karriere zu machen, gibt es eigentlich nur folgende Lösung: Die Löhne müssen runter. Dann sind beide gezwungen zu arbeiten.

    • Mutter von 4 sagt:

      ehm, hausfrau und mutter zu sein ist auch anstrengender als sie vielleicht meinen. warum muss man immer karriere machen, immer der füfer us weggli ha?! es wäre sinnvoller es würden wieder mehr eltern den kindern beibringen das familie das höchste gut ist und man für etwas sparen muss und nicht alles haben kann. das wäre wichtiger als wie ein bekloppter karriere machen und die kinder zur krippe abschieben damit man sich JA alles leisten kann.

      • Kathy sagt:

        Eine neue Diva, oh weh. Ich jedenfalls bin froh, habe ich meine PK und AHV und trage zum Familieneinkommen bei. Die meisten Kinder empfinden es nicht als „abschieben“. Finde es voll ok, wenn die Mutter zu Hause bleibt, aber andere deswegen zu verteufeln ist nicht ok!!

      • Stevens sagt:

        @Mutter von 4: Ich weiss genau, wie streng es ist, Mutter und Hausfrau zu sein.
        Und genau deshalb fragen sich doch viele Paare, welchen Sinn es macht, sich neben der strengen Hausarbeit noch Karriere, rsp. eine zweite Erwerbsarbeit aufzuhalsen.

      • Saga sagt:

        Danke liebe Mutter von 4 – und auch Stevens. Ich glaube genau hier liegt der Hund begraben.

        Die Politik und die Wirtschaft möchten und fördern dass jedermann arbeiten geht und Einkommen erzielt. Sei es um den Konsum anzutreiben (Dinge, die man oft nicht braucht), Steuern und Gelder zu erhalten und Soziallöcher zu stopfen und der positive Nebeneffekt auch einen wesentlichen Einfluss auf die Zukunft von Morgen nehmen zu können.

        Da ist es nicht im Interesse, dass jeder selber den Kindern schaut und „gratis“ Arbeit verrichtet, welche man wiederum als „Fremdbetreuungs-„Wirtschaft abgeben könnte

      • Carolina sagt:

        Mv4: ich würde etwas darum geben, wenn Frauen endlich damit aufhören würden, ihre eigene Lebensweise als die ultimative, beste und einzig richtige darzustellen – und dann auch noch herablassenderweise Mitleid zu proklamieren. Ich würde auch etwas darum geben, wenn Frauen, die sich für eine ‚Karriere‘ (wieviele machen denn Karriere? Es sind ja in der Regel einfach Berufe) entschieden haben, aufhören würden, allen Hausfrauen zu unterstellen, sie wären unterbeschäftigt/-belichtet etc. Merken Sie etwas?
        Wir sind die erste Generation, die eine wirkliche Wahlfreiheit hat! Das darf aber nicht

      • mutter von 4 sagt:

        @kathy
        wer lesen kann ist ganz klar im vorteil. erstens bin ich bestimmt alles andere als eine diva, zweitens habe ich nie leute verteufelt, die tatsächlich ein zweites einkommen brauchen, ich sagte lediglich, das es viele gibt die arbeiten damit sie ihren lebensstandart halten können (sei es materiell, sei es urlaube etc.) und die kinder dann ein paar tage pro woche fremdbetreuen lassen. wenn man kinder will, dann sollte man sich halt auch einschränken können damit man auch was von ihnen hat. kinder brauchen das ganze materielle nicht, gemeinsame stunden sind viel wichtiger.

      • Carolina sagt:

        /2 zu dem Anspruch führen, wir hätten ein Recht darauf, dass uns alles offensteht. Jede von uns hat die Wahl, aber eben auch die Qual der Wahl und jede Entscheidung hat einen Preis. Jammern gilt einfach nicht, schon gar nicht hier in der Schweiz! Wenn Sie mit Ihrem Weg glücklich sind, warum genau müssen Sie dann besserwisserisch und herablassend hier auftreten? Seien Sie einfach glücklich und zwischendurch schauen Sie mal aus Ihrem Gärteli und stellen vielleicht fest, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen das auch sind.

      • mutter von 4 sagt:

        @carolina
        wissen sie, ich will alles andere als meine lebensweise als die ultimative darzustellen. so leben will nicht jeder, das ist mir auch klar aber ich finde einfach, es gehen immer mehr werte, welche wichtig wären, verloren in dieser gesellschaft. glauben sie mir ich sehe genug hier wo ich lebe, kinder werden materiell überhäuft aber zeit will man sich keine für sie nehmen, was so wichtig wäre. und es ist wichtig das kinder nach der schule nach HAUSE kommen können, dem mami oder papi von ihrem tag erzählen können. einfach das sie wissen, das ist mein zuhause und z mami ist da.

      • mila sagt:

        Diva ist eine Mitkommentierende im MB, die in etwa so auftritt wie Sie, @muttervon4. Eben mit der Haltung, dass das eigene Modell das einzig (kinder)seligmachende und werthaltende ist. Mithin genau das, was Carolina Ihnen (vergeblich) aufzuzeigen versucht.

      • 13 sagt:

        Danke, Carolina. Sehr schön formuliert.

        Ich denke mir bei diesen Extremmeinungen wie von Mv4 immer wieder, dass ich ja gar nicht wusste, was für eine furchtbare Kindheit ich mit Krippe und einer berufstätigen Mutter gehabt haben muss und frage mich, ob meine Gefühle und Erinnerungen derart fehlgeleitet waren, dass ich einfach nur glücklich war….

      • Carolina sagt:

        Mv4: Es hat keinen Sinn, oder? Ich bin in einer Kultur grossgeworden, in der Ganztagsschulen völlig normal sind, meine Eltern wirkliche Karrieren hatten und praktisch nie anwesend waren – aber würde ich deshalb predigen? Wie in jedem System gibt es Vor- und Nachteile und wie in jedem System muss man zu seinen Entscheidungen stehen können. Noch einmal: man kann tatsächlich die Entscheidung fällen, nicht über Mittag für das Kind da sein zu können – ohne eine Rabenmutter zu sein oder das Kind zu traumatisieren. Man setzt sie ja nicht im Wald aus……

      • Carolina sagt:

        Das Allerbeste an unserem Leben ist, dass wir die Wahl haben, dass wir Meinungen und Lebensumstände auch revidieren können, wenn wir merken, dass wir damit nicht leben wollen/können. Ich musste, obwohl ich das nie für möglich gehalten hätte, ein paar Jahre ‚Nur‘-Hausfrau und Mutter sein – es hat zwar eine Weile gedauert, aber schliesslich habe ich das genossen. Aber dann war auch wieder gut, ich wollte raus – aber mir wäre doch nicht im Traum eingefallen, Ihre sentimental-verklärte Weltsicht allen anderen als die einzig richtige verkaufen zu wollen.

      • mutter von 4 sagt:

        @carolina

        das mit dem : „es hat keinen sinn, oder?“ kann ich zurückgeben. lassen wirs doch einfach dabei, dass jeder seine eigene meinung hat und von dieser auch nicht abweicht. ich bin glücklich so, sie sind glücklich so und gut ist. auf einen nenner kommt man bei diesem thema sowieso nie.

      • Carolina sagt:

        Doch, Mv4, das ist genau das, was mich so nervt: man käme sehr wohl auf einen gemeinsamen Nenner, wenn Leute wie Sie endlich einsehen könnten, dass die allermeisten Menschen ihr Leben so führen, wie sie es für richtig halten und wir alle (und das gilt leider ganz besonders für Frauen!) kein Recht haben, darüber zu werten oder emotional-moralisch aufgeladenen ‚Argumente‘ ins Feld zu führen. Für mich ist das einzige Kriterium, dass Menschen ein (einigermassen) verantwortungsvolles Leben führen – und das tun die allermeisten, die Umstände sind meistens völlig egal.

      • mila sagt:

        Carolina: *Applaus* 😉

      • Stevens sagt:

        Ja, liebe Frauen. Egal, was ihr macht – ihr macht das falsche. Das ist das Fazit, welches man aus dieser Diskussion ziehen muss.
        Mein Gott, haltet doch zusammen. Ihr seid doch wohl fähig, euer Leben so zu organisieren, wie es passt. Und akzeptiert doch, dass dies für jede ein bisschen anders ist.

        Ist jetzt ein bisschen böse, aber: Wenn ihr die Energie, die ihr verwendet um aufeinander einzuhacken, konstruktiv einsetzen würdet, dann gäbe es diese Diskussion kaum mehr.
        Statt dessen würde Mutter für 4 für eine Person mehr kochen und Carolinas Kind über Mittag betreuen…

      • mutter von 4 sagt:

        @carolina

        wenn sie meinen kommentar verstehen würden, müssten wir hier auch nicht so diskuttieren. nochmal, es liegt mir fern, andere umzustimmen, das ginge gar nicht. jeder so wies ihm gefällt. meine ganz eigene meinung ist jedoch, das für die KINDER das konservative lebensmodell (ob jetzt vater oder mutter zu hause bleibt ist egal oder beide ein bisschen ohne fremdbetreuung) das allerbeste wäre.

      • Carolina sagt:

        …. Oder Stevens alle unsere Kinder mit auf den Spielplatz nehmen – ohne seltsame Blicke 😉 Sagte ich doch, oder nicht?

      • Stranger sagt:

        mutter von 4: Wirklich, es sind vielleicht noch 25% der Kinder, die in so einer Familie aufwachsen KÖNNTEN! Die anderen müssten wirklich empfindlich Lebensqualitätsreduktionen hinnehmen, und ich meine nicht den Luxus, alle vier Jahre zwischen dem Neukauf eines Cherokee oder eines 350 entscheiden zu müssen!

  • Susi sagt:

    Ich sehe an meinen „Kindertagen“ auch selten Männer.
    Was aber noch angenehm ist an solchen Spielplatzgesprächen: Männer sagen eigentlich nie Dinge wie „Min Jüngerä isch en typischä Widdär mit Aszendänt Schütz, und mit so vill Füür folget er halt ächli weniger als min Älterä, wo Fisch mit Aszendänt Zwilling isch.“

    😀

    • mila sagt:

      Einmal mehr ein Volltreffer, Susi. 😉

    • Martin Frey sagt:

      Das ist Punkt Nummer 7, Susi. Wahrscheinlich der wichtigste… 😀

    • Sportpapi sagt:

      Also das eine Klischee ergänzen wir gleich um das andere? Wobei da natürlich immer ein wahrer Kern da ist…

    • Bernhard sagt:

      @Susi: Genau wegen diesen Gesprächsthemen unterhalte ich mich sehr selten mit Frauen auf Spielplätzen. Ich bin offen für eine interessante Diskussion über Dinge, die mir wirklich etwas bringen. Von mir aus auch über Erziehungsthemen oder Kinderbekleidung. Aber eine Konversation, nur damit man etwas gesagt hat (oder sich wichtig gemacht hat), brauche ich nicht. Vielleicht ticken da Männer und Frauen einfach unterschiedlich.

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Für mich ist die Mehrzahl der Spielplatzgespräche ein wahrer Greuel. Immer geht es nur um die Kinder und das, was mit ihnen zusammenhängt, weil halt viele auch gar keine anderen Gesprächsthemen mehr haben. Sowas ödet mich furchtbar an.

      • tina sagt:

        so ein blödsinn.
        alles.
        als ob männer nur immer dinge sagen würden, die wichtig sind und hand und fuss haben. hahaha.

      • Susi sagt:

        Und P.S. : Wir würden uns sicher gut unterhalten!
        😀

      • tina sagt:

        susi, für mich waren gespräche über kinder wichtig und sie fehlen mir jetzt, nach der spielplatz zeit. das ist fachsimpeln. man braucht nicht alles immer alleine von vorne herauszufinden. ebenso wie ich mich über berufliche dinge austausche, über technik, kultur, politik und gesellschaft, tausche ich mich sehr gerne über kinder aus. mag damit zusammenhängen, dass ich das nicht abends mit einem partner machen kann. aber ich finde es bedeutend sinnvoller nicht nur mit dem partner über die eigenen kinder zu sprechen, sondern auch mit anderen menschen

      • Katja sagt:

        @Bernhard: nein, Männer und Frauen ticken da nicht grundsätzlich anders. Ich denke, das sind eher individuelle denn geschlechtsspezifische Unterschiede. Ich habe den Kontakt zu den Mit-Müttern meines Geburtsvorbereitungskurses auslaufen lassen, weil ich es nicht ertrage zum 300sten Mal über die dichteste Windel, die günstigsten Klamotten oder allfällige Rest-Schadstoffe in Bio-Baumwolle zu reden, wenn es sonst keine weiteren Themen gibt. Von „was Du schaffst schon wieder??“ ganz zu schweigen…

      • Susi sagt:

        @tina: klar ist es wichtig, über die Kinder zu sprechen, aber doch nicht stundenlang und auf Astrologie-Niveau. Und dann redet man häufig mit Müttern, mit denen man das Heu überhaupt nicht auf der gleichen Bühne hat und mit denen man ohne das Kinderumfeld niemals ein Bier trinken würde. Da kann ja auch nicht viel herausschauen bei solchen Gesprächen.
        Am liebsten treffe ich mich mit Freunden/innen mit Kindern, die ich auch schon früher kannte. Da kann man von mir aus auch gern über die Kinder reden, weil es sicher nicht monothematisch bleibt.

      • Susi sagt:

        @Katja: Kann ich voll unterschreiben.
        😀

      • 13 sagt:

        Hihihi

        Und wieder mal wird mir bewusst, warum ich als Absicherung immer meinen E-Book-Reader in der Tasche habe, wenn ich auf den Spielplatz gehe und das obwohl ich mich eher zu „Männerzeiten“ sprich am WE oder abends da sehen lassen. Am allerschlimmsten finde ich aber die detaillierten Geburtsschilderung, die manche Frauen loswerden müssen. Ich habe da eine einfach Regel: Kenne ich deinen Namen nicht, will ich auch nichts über deinen Damm oder deine Verdauung wissen. Punkt.

      • Bernhard sagt:

        @Tina: Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass alles, was Männer sagen, Hand und Fuss habe…ich mag halt einfach Gespräche, die mir einen Mehrwert bringen (ich hasse Smalltalk!). Das kann bisweilen durchaus ein sehr tiefes Niveau erreichen. 😉 Aber es muss mir etwas bringen. Sonst lasse ich es sein! „Ich mag Schoggi-Bananen!“ – „Wirklich? Ich überhaupt nicht. Dafür aber Zuckerwatte!“ – „Ach so!“. So eine Konversation bringt mir z.B. nichts. Egal, ob mit einem Mann oder einer Frau geführt! Und über meine Tochter spreche ich gerne mit Menschen, die mich und sie auch etwas kennen!

      • Carolina sagt:

        Hihi, Bernhard: mein Mann war bei unseren älteren Kindern eher der Spielplatzgeher – das mit dem Smalltalk geht ihm genauso. Er meinte immer, die (meistens) Frauen hielten ihn wahrscheinlich für einen Autisten (oder Schlimmeres), weil er auf Dinge wie ‚und welche Windel benutzen Sie‘ gar nicht einging (und wahrscheinlich nur grunzte!). Aber mir ging es nicht viel anders: ich sass nie im Sandkasten, bin also die volle Raben-/Nicht-Mitmach-/Natel-Mutter… Sie haben es alle überlebt!

      • Susi sagt:

        @Carolina: Ich halte das genauso. Natel, Zeitung, Buch und einen Kafi dabei, wirke wahrscheinlich voll autistisch, bis eine der wenigen Nachbarinnen der coolen Sorte auftaucht, dann blühe ich mit einem Schlag völlig auf.

      • tina sagt:

        das hier, im mamablog, das sind mir eben spielplatz-ersatzgespräche.
        und du bernhard, und du susi, ihr betreibt hier imfall nicht selten smalltalk. einfach weil ihrs lustig findet. völlig ohne hand und fuss und völlig sinn- und zwecklos. also spielplatzgespräche.
        ich für meinen teil vermisste eben genau das manchmal, als meine kinder klein waren: einfach mal ein bisschen ins blaue plaudern. ich lernte viele interessante leute kennen in der zeit. weil die welt so klein ist, trifft man sich auch wieder irgendwann und erinnert sich gern an die zeiten, als wir uns auf dem spielplatz trafen.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, die coole Susi. 🙂
        Richtig tina, sehe ich auch so.

      • tina sagt:

        deppengespräche kann man ja mit jeder sorte mensch an jedem ort führen – oder sein lassen. bernhard.
        neuerdings tausche ich gerne rezepte aus mit einem meiner lieblings-nerds, mit dem ich früher nur über technisches gesprochen habe. also ich finds ebenso cool.
        einen grossen bogen mache ich alleredings gern um leute, die finden, sie seien viel cooler als die anderen

      • Bernhard sagt:

        @Tina: Kommt ganz auf die Definition von Smalltalk an. Wenn das Gespräch Sie bereichert, ist es m.M.n. kein Smalltalk! Für mich ist ST eine Pflichterfüllung ohne eigentlichem Interesse am Gegenüber. Und das ist hier im Mamablog nicht der Fall. Mich interessiert die Meinung der KommentatorInnen. Sonst würde ich hier nicht mitschreiben. Ich beteilige mich gerne an spannenden Diskussionen. Auf dem Spielplatz weiss man im Voraus leider nicht, ob sich aus einem belanglosen Smalltalk eine bereicherndes Gespräch entwickelt. Im MB ist es meist umgekehrt: Aus der Diskussion entstehen die Scherze! 🙂

      • Susi sagt:

        @ina: „und du bernhard, und du susi, ihr betreibt hier imfall nicht selten smalltalk. einfach weil ihrs lustig findet. völlig ohne hand und fuss und völlig sinn- und zwecklos. also spielplatzgespräche.“

        Da hast du teilweise sicherlich recht; was mich aber an Spielplatzgesprächen so nervt, ist die Humorlosigkeit, verbunden mit Eintönigkeit.
        Würden Bernhard und viele andere von hier (du auch!) auf unserem Spielplatz verweilen, fänden sicher super Spielplatzegespräche statt! Supercoole Vorstellung, weisch wie oft würde ich dann da verweilen. (und um m4k einen Bogen machen).

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Würden Bernhard und viele andere von hier (du auch!) auf unserem Spielplatz verweilen, fänden sicher super Spielplatzegespräche statt!“

        😀 Das würde aber nur funktionieren, wenn wir alle mit Namenstäfeli oder anderem Erkennungszeichen herumlaufen würden, weil wir sonst gar nie miteinander ins Gespräch kämen…mist! Ich glaube, ich muss doch mit Smalltalk beginnen, um die wahren Perlen kennenzulernen!! 😉

      • Bernhard sagt:

        @Tina: wäre das nicht eine Idee für eine „Matching-App“, speziell für Eltern konzipiert? Da könnte man seine Gesprächsvorlieben definieren und wenn’s passt, kann man so richtig aus sich rauskommen! Dann gäbe es keine langweilige Spielplatz-Gespräche mehr!! 😉

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Oder alle müssten sich hier kurz beschreiben, wie bei einem Blind-Date: „Ich bin die mit den dunklen Haaren bis zum grossen Füdli runter“, oder so ähnlich, hahaha!

      • Sportpapi sagt:

        Ich bringe das Bier mit…

      • Susi sagt:

        @SP: Findi super. (Für mich ein Guinness, wenn’s geht)

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Meinen Sie sowas wie eine Single-Plattform, bei der die Kompatibilität geprüft wird? Sowas für Eltern wäre der Hammer!

      • Sportpapi sagt:

        C-Date? 🙂

      • Susi sagt:

        C steht für cool?

      • tina sagt:

        hihi
        ja sicher susi, wie erwähnt, ich habe viele gute leute auf spielplätzen kennengelernt (und es war auch immer lustig. trotz belanglosen themen).
        und deswegen, bernhard: also ich habe kein problem damit, mit fremden ins gespräch zu kommen. ausserdem sind die interessantesten gespräche doch die über dinge, die einem nicht bekannt sind. wenn du nicht zu cool tust, würde ich automatisch mit dir ins gespräch kommen. der haken ist nur: ich halte mich nicht mehr auf spielplätzen auf

      • Bernhard sagt:

        @SP: Sprechen Sie aus Erfahrung!!!! 😀

        @Susi: Genau. Wie eine Art Singlebörse. Wenn ich dann auf einem Spielplatz bin und ich Lust auf eine Konversation habe, öffne ich die App. Und wenn jemand in meiner Nähe ist mit gleichen Vorlieben und Gesprächsinteressen, geht der Alarm los! 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Die Frage bleibt: Weshalb soll ich auf den Spielplatz, wenn die Kinder mich nicht mehr benötigen? Und wenn sie mich benötigen – da bleibt doch nicht so viel Zeit für andere Eltern. Und für einen kurzen Schwatz muss der Inhalt wiederum nicht so hochstehend sein.

      • tina sagt:

        von sollen war ja keine rede SP.
        meine gründe: es hatte ein kafi für zwischenverpflegung. es war einfach cooler auf anderen spielplätzen als bei uns in der direkten umgebung. weil es nicht die direkte umgebung war, ging ich mit. als meine kinder klein waren, musste ich ein auge auf sie haben, aber nicht „bei fuss“ parat stehen. ein auge aufs kind haben ermöglicht einem trotzdem gespräche. ich spielte aber auch gern mit meinen kindern (von sollen ist keine rede).
        auch der schwatz muss nichts. es ergaben sich trotzdem widererwarten sehr interessante gespräche. natürlich nicht immer

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Zum Glück wohne ich neben dem Spiel-/Sportplatz unseres Schulhauses, so dass ich von der Terrasse alles im Blick habe (wo ich dann gemeinsam mit anderen Papis oder allenfalls Mamis ein Bier nehme, wenn die Kleinen noch am Spielen sind).

      • Sportpapi sagt:

        Andererseits bin ich natürlich auch viel drüben, denn es ist ja eben auch der Sportplatz. Dort wo gespielt wird. Wo die Jungs Fahrradfahren, Trotti, Inline, etc. gelernt haben.

      • Stranger sagt:

        „einen grossen bogen mache ich alleredings gern um leute, die finden, sie seien viel cooler als die anderen“ Like like like like like like

  • mila sagt:

    Die Aussage in Punkt 6 geht an der gesellschaftlichen Realität weitgehend vorbei: es dürften nur wenige sein, die mit 100% mehr verdienen als zwei mit 80%. Genauso wie die wenigsten eine (Kader-)Karriere im eigentlichen Sinn machen. Die allermeisten Menschen haben einfach einen Job, den sie mehr oder weniger gerne ausüben. Und ja, Mutterschaft bietet einer, die ihren Job lieber an den Nagel hängen möchte, u.U. die Möglichkeit dazu – jedoch längst nicht alle Paare können es sich leisten, dass die Mutter (mehrheitlich) zuhause bleibt

    Aber es ist fast schon ein wenig müssen, darauf hinzuweisen.

    • mila sagt:

      Kann es sein, dass hier in erster Linie eine (gehobene, gebildete) Mittelschicht unter sich schreibt/diskutiert (und nicht selten ideologisiert)? Mir stellt sich jedenfalls je länger je mehr der Eindruck ein, dass in der Arbeiterschicht quasi ’notgedrungen‘ paritätischere Einkommensmodelle herrschen. Aber ich kann mich auch täuschen.

    • Susi sagt:

      @mila: Punkt 6 lautet aber anders: Ein Paar verdient mehr mit einer Arbeitsverteilung von 100% und 60% im Vergleich mit zweimal 80%. Macht beide Male insgesamt 160 Stellenprozente. Ich glaube schon, dass das stimmt.

      • tina sagt:

        die rechnung geht aber nur auf, wenn alles planmässig läuft. ansonsten macht sichs noch schnell bezahlt, dass die frau auch mit einem höheren pensum als 20 odr 40% dabei bleibt

      • Susi sagt:

        Von 20% oder 40% ist aber gar nicht die Rede. Wenn ein Paar es so macht, wie in Punkt 6 beschrieben, arbeitet der Mann 100% und die Frau 60%. (Oder umgekehrt, falls die Frau mit 100% Karriere machen möchte).

      • Stranger sagt:

        ah ja susi, drück du auch mal auf das blaue „Stranger“.

      • Susi sagt:

        da sehe ich Katzen…

      • Stranger sagt:

        Ja schrecken Dich die ab, auf den Button darüber zu drücken? Naja, schad hä.

      • Susi sagt:

        Ah, dir mailen? Aber ich dachte, ich sei dir zu dick?
        😀

      • Stranger sagt:

        Woher soll ich denn das wissen, wenn ich Dich nicht sehe? Ich folgerte aus Hörensagen (von Dir notabene)…

        abgesehen davon: ist doch nicht wichtig, wie schwer Du bist, oder?

      • Susi sagt:

        war auch mehr ein Spasseli, das mit dem Dicksein! (So schlimm ist’s nicht) 😀

    • mila sagt:

      Oben sollte es natürlich mühsam heissen – die Tücken der Autokorrektur. 😉

    • mila sagt:

      Stimmt, Susi, das habe ich überlesen. Aber ich nehme an, dass 100:60 (vielfach auch 100:>60) eher ein Mittelschichtsphänomen ist (siehe 2. Kommentar). Ich kann mich jedoch wie gesagt täuschen.

      • Susi sagt:

        Ja, das kann sein. Und anscheinend sind die Paare, bei welchen beide nur Teilzeit arbeiten, total in der Minderzahl.

      • 13 sagt:

        @ mila
        Ich hätte es gerade umgekehrt gesagt. Ist es nicht so, dass gerade in den Berufen mit Lehrabschluss die Differenz zwischen den Löhnen der Frau und denjenigen des Mannes bzw. den typischen Frauenberufen und den typischen Männerberufen grösser ist als weiter oben? Ich gebe es zu, dass ein grosser Teil meines Umfeld Akademikerinnen sind und da verdient die Frau nicht zwangsläufig weniger, was heisst dass zweimal 80 gleichviel sein kann, teilweise sogar mehr als 100+60. Bei einem Bauarbeiter und einer Verkäuferin als Beispiel wird das kaum der Fall sein.

      • mila sagt:

        …aber der (normale) Bauarbeiter bringt die Familie nicht durch. Meine bisherige Erfahrung ist, dass zwei, die hundskomune Jobs ausüben, eher höherprozentig als 160 arbeiten.

      • mila sagt:

        Sie bekommen allerdings auch eher Krippensubvention(en). Das ist bei Akademikern vermutlich seltener der Fall – ausser, es sind beide auf Doktoratsstufe. 😉

    • Sportpapi sagt:

      Die Frage ist doch, ob das „lohnt es sich finanziell nicht“ mehr Ausrede als wirklich Grund ist? Und ob es denn stimmt, auf lange Sicht. Viele, die hier mitschreiben, werden vermutlich nicht zwingend darauf angewiesen sein, dass Familieneinkommen zu maximieren. Aber Doppelverdiener zu sein bedeutet eben auch Stress, unter anderem, wegen dem Organisationsaufwand, weil die Hausarbeit noch am Abend gemacht werden muss, etc.

      • Bernhard sagt:

        @SP: „Die Frage ist doch, ob das “lohnt es sich finanziell nicht” mehr Ausrede als wirklich Grund ist?“
        Natürlich ist es eine Ausrede! Fairer und ehrlicher wäre es zu sagen, dass einem die Kohle und die damit verbundenen Annehmlichkeiten halt einfach wichtiger sind als der eine Tag mit dem Kind! Das ist übrigens überhaupt nicht wertend gemeint und auch absolut legitim. Aber einfach ehrlich! Nicht allen ist es gleich wichtig, (viel) Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Und das sollte man auch akzeptieren. Ob es „besser“ oder „schlechter“ für das Kind ist, bleibt eine reine Glaubensfrage.

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Es geht aber nicht nur um die Kohle, sondern doch auch darum, nebst der Kinderbetreuung noch etwas anderes zu machen, etwas, das einen auf andere Art fordert, nicht?

      • Susi sagt:

        Erst als ich wieder arbeiten ging, merkte ich, dass ich während des Mutterschaftsurlaubs irgendwie latent depressiv gewesen war. Man ist in einer so merkwürdigen Einsamkeit drin, wenn man sich den grössten Teil des Tages nicht vernünftig mit jemandem unterhalten kann. Gleichzeitig hatte/habe ich natürlich extreme Glücksgefühle mit meinem Kind, aber ich brauch das andere einfach auch.

      • mila sagt:

        Exakt, auch ich sehe dies – aus verschiedenen Gründen – eher als ‚bequeme‘, respektive ‚akzeptable‘ Ausrede. Wem der Beruf halbwegs etwas wert ist, wird sicher nicht auf dieser Basis argumentieren. Und sonst lügt er (sie) sich etwas vor.

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Es geht aber nicht nur um die Kohle, sondern doch auch darum, nebst der Kinderbetreuung noch etwas anderes zu machen, etwas, das einen auf andere Art fordert, nicht?“

        Absolut einverstanden!! Dann soll das aber bitte genau so deklariert und nicht hinter dem Deckmantel des „sich finanziell nicht lohnens“ versteckt werden. Ich habe absolut nichts gegen eine solche Einstellung, weil es im Endeffekt positiver gestimmte Eltern bedeutet. Und davon profitieren die Kinder am meisten! Jede(r), wie es ihr (ihm) passt. Ich bin einfach für Ehrlichkeit! 🙂

    • Maja Müller sagt:

      Er schreibt ja dass die Frau sich dann mit einem 60%-Job begnügt. Also insgesamt immernoch 160%…

  • The American sagt:

    Wenn es dann 2 oder gar 3 Kinder sind wird es teuer mit der Krippe. Sehr teuer. Ich kann das gelabere „Männer übernehmen keine Verantwortung, weil sie keine Teilzeit arbeiten“ nicht mehr hören. So ein Schwachsinn. Die einzige Geldquelle in der Familie zu sein bedeuted auch Verantwortung zu übernehmen, ebenso wenn sich die Mutter wochentags um die Kinder kümmert. Kann es nicht auch sein, dass es vielen Paaren mit einer solchen Arbeitsteilung eigentlich ganz wohl ist? Ausserdem gibt es noch Abende, Wochenenden und Ferien wo sich Papa um die Kids kümmer kann. Zusammen mit Mama versteht sich.

    • Franz Vontobel sagt:

      Ausserdem gibt es noch Abende, Wochenenden und Ferien wo sich Papa um die Kids kümmer kann. Zusammen mit Mama versteht sich.

      Klar, zusammen mit Mama. Weil, allein wäre er ja total überfordert!

      • The American sagt:

        Och, Herr Vontobel, Sie sollten nicht von sich auf andere schliessen. Zusammen heisst nicht unbedingt gleichzeitig. Es ist eine weitverbreitete Vorstellung, dass wenn die Männer zu Hause sind, diese die Frau entlasten und den Haushalt schmeissen sollen. Dabei ist der Beruf des Mannes (in diesem Beispiel) genauso ein Job wie Hausfrau. Ist der Mann von seiner Erwerbstätigkeit zurück zu Hause haben beide Anspruch auf etwas Erholung. Die Kinderbetreuungszeit wenn beide zuhause sind darf also ruhig aufgeteilt werden, und nicht einfach die Kinder dem Mann überreicht werden. Das war gemeint.

  • Marcel Hunziker sagt:

    Das ist doch wieder typisch. Ach so progressiver Mann arbeitet Teilzeit, damit er am freien Tag für seine Kinder der tolle Super-Papi sein kann, mit dem man Spielen geht und Ausflüge macht.
    Wie wär’s mit Hausarbeit am freien Tag? Damit die Mama evtl. auch mal was andres machen kann?
    Irgendwie schon seltsam, was im 21. Jahrhundert als fortschrittlich und modern durchgeht

    • Willi sagt:

      Das ist doch wieder typischer Beissreflex. Wo steht in dem Artikel etwas darüber das der Verfasser keine Hausarbeit macht?

  • Sportpapi sagt:

    Offenbar sind die Themen nun wirklich langsam durch, so dass man immer wieder das gleiche aufwärmen muss. Aber es ist nun mal eine Tatsache, dass Männer am Tag auf den Spielplätzen in der Unterzahl sind. Aber es gibt sie, sie sind nicht exotisch, und sie werden auch nicht speziell angeschaut. Wenn ich an meinem Betreuungstag mit dem Kleinsten ins Singen gehe, sind da jeweils, gut integriert, 3-4 Väter unter 20 Frauen.

    • tina sagt:

      mag ja sein, dass es an solchen anlässen und auf öffentlichen plätzen so ist.
      als meine kinder noch babys/kleinkinder waren, traf ich mich jeweils mit bekannten familien mit ungefähr ebenso kleinen kindern. da war mal mann und mal frau dabei und manchmal auch beide. ich hielt das für normal. die leute kannte ich zum teil schon von früher aber zum teil lernte man sich auch kennen und traf sich automatisch wieder, in der badi oder im quartier. da kam sich kein mann exotisch vor, denke ich

    • Ulrich Gassner sagt:

      Familien- und kinderrelevante Themen gäbe es genug: die anstehende Abstimmung im März, die sich anbahnenden Änderungen im Unterhalts- und Sorgerecht, der Kindermord von Flaach, etc. etc. Auch internationale, wie das durch diverse Kriege verursachte Flüchtlingselend zum Beispiel, das gerade Familien und Kinder am härtesten trifft. Aber in diesem Blog widmet man sich lieber zum 543. Mal Vätern auf dem Spielplatz, zum 1034. Mal dem Stillen sowie anderen brennenden Themen wie ‚Gamen – ui nai‘, Kuchen in der Krippe, Basteln und Guetslen, und erstellt zum 13’425. Mal pseudolustige Listen.

      • Widerspenstige sagt:

        Es gäbe noch Themen wie Arzt-/Zahnarztbesuche – wer geht mit und wie wird das Kind darauf vorbereitet. Ebenso verhält es sich mit Spitalbesuchen, die hier kaum Beachtung finden u ziemlich dramatisch daher kommen können, wenn man als Mama/Papa nicht dort übernachten darf im selben Zimmer etc.

        Dann Themen über erste Liebelei des Jugendlichen u deren Folgen u was machen Eltern, wenn diese einfach überrumpelt werden wie zB Übernachtung Zuhause ohne vorherige Info an die Eltern oder auswärts etc.

      • Stranger sagt:

        ‘Gamen – ui nai’ 😀

    • Diana sagt:

      1/2
      Wollen Sie mal was neues? Ein Versuch:
      – Ein Papi singt auf dem Spielplatz lauthals eine blues’n’jazz Melodie während er seine Tochter schwungvoll schaukelt. Sie lacht glücklich! Ich bin kurz davor ‚Zugabe‘ zu rufen, so cool fand ich das! Sonst hasse ich Spielplätze, eher…
      – Es regnet plötzlich mit 60% Stellen auf dem Arbeitsmarkt! Neee, das war ein Witz 😉
      – Die Sales-Season fängt immer früher an, seit paar Jahren. Es gibt irgendwie auch mehr Sales. Oder scheint es mir nur? Seitdem ich kein eigenes Geld mehr verdiene besuche ich die Läden nur um unter Menschen zu sein, nicht mehr um

      • Diana sagt:

        2/2
        einzukaufen. Nur das nötigste, ich Saboteurin! Bin trotzdem dankbar und froh keine finanziellen Nöten zu leiden, wie in meiner (wohlgemerkt sonst glücklichen) Kindheit.
        – Frauen, die es versuchen sich selbstständig zu machen, scheitern leider oft, hiess es vor kurzem in einem Spiegel online Artikel. Schade. Trotzdem ein Versuch wert. Sonst der berufliche Umstieg, wenn meine Kinder fertig-getrotzt haben und beide in den KiGa kommen: gut halten! Hier kommt die strenge Mathe-Lehrerin aus dem Osten!
        – Die Wille ist nicht frei, SP. Zu dieser Erkenntnis war wohl auch Einstein gekommen 🙂

  • Daniel Erismann sagt:

    Der Kleine is 3 Tage in der Krippe und beide Elternteile arbeiten 80 %. Aber hallo! Und da hat dieser Herr noch den Anspruch, dass wenn er 1x wöchentlich auf den Spielplatz geht, dass sich dann die anderen Väternum ihn reissen. Ich vermut mal, dass er worklich mehr den Frauen in die Ausschnitte schielt. Als alleinerziehender Vater konnte ich mehrere, intensive Freundschaften mit anderen Vätern (und auch Müttern) aufbauen. Allerdings hatte ich nur eine Arbeit mit 50 Stellenprozenten angenommen. Man(n) muss sich halt entscheiden ob Karriere oder Kind wichtiger ist. Dieser Artikel ist schlecht.

    • Daniel Adler sagt:

      Das beste am Artikel oben ist der Link zum Forbes-Arkikel zur „Tournament Theory“ von Lazear and Rozen. Btw Ihre typische Aussage „Man(n) muss sich halt entscheiden ob Karriere oder Kind wichtiger ist“ ist etwas zu kurz gegriffen und auch beinahe gemein. Es kommt doch darauf an, welche Berufs- und Einkommensmöglichkeiten die Partnerin (Mutter) hat und wie hoch das Haushaltseinkommen der Familie sein muss, um ein angemessenes Leben zu führen. Zudem lassen sich Fremdbetreuungskosten nicht vollumfänglich von den Steuern abziehen, so dass Mutter „bestraft“ wird, wenn sie eigenes Geld verdient.

  • Stephan sagt:

    Ich stimme Hr. Hintermeier 100% NICHT zu: Ich kenn viele Papas die sagen, sie würden gerne Teilzeit arbeiten, aber aufgrund ihres Jobs nicht können. Wenn man dann nachfragt, ob sie denn den Chef oder das HR angefragt haben sagen alle „Nein, aber das geht in meinem Job eh nicht…“. Also Männer / Papas: bevor man sagt „…ich würde gerne…etc., etc…“ – zuerst mal anfragen. Vorher: Nicht jammern! Arbeite selber Teilzeit und wir haben 2 Kinder und bin glücklich einen Papi-Tag zu haben (weil mir das meine Partnerin zum Glück auch ermöglicht..). Übrigens: 80% Pensum geht in (fast) jedem Job!

    • tina sagt:

      als ich damals mutter wurde, musste ich gar nicht fragen, die branche war nicht auf teilzeit ausgelegt. ich habe die branche gewechselt. ja, danach war ich schlechter bezahlt, aber ich war sehr froh um die arbeitsbedingungen, die mir erlaubten, meine kinder grosszuziehen.
      frauen wechseln ihre berufe nicht selten, um ihren kindern schauen zu können. das lohnt sich schon, nur nicht finanziell. da kam niemand und sagte: da, teilzeitjob für frauen, nimm. ich musste schon selber aktiv werden und es hatte einen preis

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt halt nicht so viele alleinerziehende Väter, die ihren Job zwingend mit der Kinderbetreuung (am Tag) kombinieren müssen. Ansonsten wird der erwähnte „Preis“ nicht nur von den Vätern, sondern auch von ihren Partnerinnen vielfach ungern bezahlt.

      • tina sagt:

        ja, eben. wenn man den preis eben nicht zahlen will, ist das eine freie wahl

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ein Erklärung ist, dass Männer in Teilzeit keine Karriere machen können,Frauen hingegen schon.Für Frauen und Männer gelten nämlich heute unterschiedliche Massstäbe,dank der einseitigen Förderung von Frauen.Von einem Mann wird sozusagen erwartet, dass er 100und>% arbeitet für seine Karriere,von einer Frau nicht.Denn ein Unternehmen kann sich profilieren,wenn es mehr Frauen in Führungspositionen hat und gilt dann als modern,besonders,wenn es Karriere und Teilzeit bei Frauen fördert.Dass Männer betonen,dass sie keine Hausmänner sind, liegt auch an den Frauen. Viele finden Hausmänner extrem unsexy

    • kim kim sagt:

      Keine Ahnung wie Sie zu dieser Schlussfolgerung kommen… Ich kenne zwei Männer, beide arbeiten 80%, die sehr wohl „Karriere“ gemacht haben. Einer ist der Finanzleiter bei einem KMU und der andere ist in der GL einer kleineren Bank. Und die meisten Männer sind neidisch auf die Teilzeitmänner, da diese viel Zeit für Ihre Kinder haben. Und Frauen wie ich, die auch „Karriere“ machen, LIEBEN Männer die sie dabei unterstützen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Hab ja oben begründet, wie ich zur Schlussfolgerung komme und hab es auch schon von Betroffenen so gehört, die Frau und Karriere verloren haben. Eine Frage: Haben die Männer, die Sie nennen, mit 50, als sie bereits Chefs waren, in Teilzeit gewechselt? Ich spreche auch vom Normalfall/ Erwartungen und nicht von einigen wenigen Ausnahmen. Ich weiss, dass ich mit meinen Aussagen nicht politisch korrekt bin, es wird in der heutigen offiziellen Teilzeitpropaganda jedoch bewusst immer nur die Hälfte gesagt, respektive sehr einseitig geschrieben

      • kim kim sagt:

        Beide Männer sind heute Mitte 30ig und die Kinder sind noch sehr klein. waren also noch keine Chefs als sie auf 80% wechselten. Kenne einige “junge” Männer die auf 80% wechseln wenn sie Vater werden und trotz dem weiter aufsteigen. Es ist aber auch so, dass nicht alle Karriere machen wollen und es gibt auch Jobs bei denen man mit 80% nicht weiter kommt. Ihre Begründung mag ja bei Grosskonzernen Sinn ergeben aber bei KMU’s sieht das meiner Meinung nach anders aus, Frauenquoten spielen da keine Rolle.

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