Zum Elterntaxi gezwungen

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Ob ein Schulweg für ein Kind zumutbar ist oder nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander. (Foto: Keystone)

Der Schulstart ist mittlerweile ein paar Wochen her, einige Kinder meistern den Weg zur Schule oder in den Kindergarten bereits alleine, andere lassen sich noch ein Stück weit begleiten. Lena hingegen steigt jeden Morgen ins Auto und wird zum Kindergarten chauffiert. Nicht weil ihre Eltern zur Sorte gehören, die ihr Kind nicht loslassen können und ihm aus lauter Angst das Abenteuer Schulweg verwehren. Lenas Kindergartenweg ist 3,5 Kilometer lang. Eine Distanz, die die Vierjährige unmöglich alleine bewältigen kann.

Lenas Familie lebt etwas ab vom Schuss im Kanton Bern. Dass der Kindergartenweg zum Problem werden könnte, war den Eltern von vornherein klar, weshalb sie bereits im Mai erstmals Kontakt mit der Gemeinde aufgenommen haben. Bisher wurden die Kinder aus Lenas Umgebung nämlich stets von ihren Müttern und Vätern in den Kindergarten gefahren, ein offizieller Schulbus fehlt. Die Eltern organisierten Fahrdienste und wurden für die gefahrenen Kilometer von der Gemeinde entschädigt. Für Lenas Eltern keine Lösung: Die Mutter arbeitet Teilzeit und hat mittags keine Zeit, das Schülertaxi zu spielen. «Zudem muss ich mich als berufstätige und daher nicht so flexible Mutter zu 100 Prozent darauf verlassen können, dass Lena am Mittag abgeholt wird», sagt sie. Und bei solch privaten Fahrdiensten sei das leider nicht immer möglich.

Lenas Eltern fanden schnell andere Familien, die ihr Anliegen unterstützten und die diversen Briefe an die Behörde mit unterzeichneten. Passiert ist bisher dennoch nichts. Man hat die Eltern mit fragwürdigen Begründungen immer wieder auf später vertröstet, so dass den betroffenen Familien nach den Sommerferien nichts anderes übrig blieb, als ihre Kinder jeden Morgen ins Auto zu packen und selber zum Kindergarten zu fahren.

Rechtens ist das laut Fussverkehr Schweiz nicht. Der Fachverband schreibt in seinem Faktenblatt, dass «die Kantone und Gemeinden Abhilfe zu schaffen haben, wenn der Schulweg für die Kinder zu weit, zu beschwerlich oder mit unzumutbaren Gefahren verbunden ist». Die Eltern könnten nämlich nur dann die Verantwortung für den Schulweg tragen, wenn dieser zumutbar, also für das jeweilige Kind machbar sei.

Was noch zumutbar ist und was nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Allgemeingültige Regeln gibt es nicht, bloss einzelne Gerichtsurteile, die stark vom Alter des betroffenen Schülers, der Art und der Gefährlichkeit des Weges abhängig sind. Im Kanton Luzern zum Beispiel wurde 2012 entschieden dass die Überquerung einer stark befahrenen Strasse einem Kindergartenkind nicht zugemutet werden kann. Selbst dann nicht, wenn ein Fussgängerstreifen mit Mittelinsel vorhanden ist. Und das bernische Verwaltungsgericht hielt im selben Jahr fest, dass «die unbegleitete Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel 4- bis 6-jährigen Kindern nicht zugemutet werden kann».

Fussverkehr Schweiz sagt, dass 1,5 Kilometer lange Schulwege «in der Regel als zumutbar gelten». Für Kindergartenkinder sollten sie jedoch kürzer sein. Deutlich kürzer sogar, wenn es nach Meinung von Verkehrspsychologen geht: «Fachleute erachten Schulwege von über 500 Metern und die Überquerung von Strassen für Vier- bis Fünfjährige generell als unzumutbar», so Fussverkehr Schweiz.

Der Fall Lena ist aus Sicht des Fachverbands also klar: Ihr Kindergartenweg ist nicht zumutbar und es wäre an der Gemeinde, aktiv zu werden. Lenas Mutter hofft immer noch, dass dies bald geschehen wird. Bisher funktioniere es zwar einigermassen mit den Elterntaxis, «aber in den ersten Wochen ist es doch schon dreimal vorgekommen, dass plötzlich jemand ausgefallen ist und schnell eine andere Mutter einspringen musste». Zudem musste sie zusätzlich die Schwiegermutter einspannen, weil sie selber den ihr zugeteilten Mittagsfahrdienst kaum je leisten kann.

Ob es eines Tages einen offiziellen Schulbus geben wird oder die Gemeinde improvisiert und zum Beispiel einen Pensionär aus dem Ort mit einem Mini-Bus anstellt, ist ihr egal. «Ich will bloss, dass man uns Eltern endlich ernst nimmt, unsere Probleme und Sorgen respektiert und transparent informiert», sagt sie. Die Erziehungsdirektion habe ihr vor Monaten bestätigt, dass Eltern nicht dazu verpflichtet werden können, den Schülertransport zu organisieren. «Wenn das so ist, warum kann eine Gemeinde dann trotzdem eine solche Verweigerungshaltung einnehmen?»

Wie sieht der Schulweg Ihres Kindes aus? Absolut zumutbar oder eine Zumutung? Und haben Sie bei Problemen ähnliche Erfahrungen gemacht wie Lenas Familie?

262 Kommentare zu «Zum Elterntaxi gezwungen»

  • Willi Schellenberg sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass ein 3.5 km langer Kindergartenweg für 4-järige nicht zumutbar ist (für 1-Klässer ev. schon). Was ich allerdings nicht verstehe ist (ich weiss nicht, wo die betroffene Familie lebt und habe grosses Verständnis, wenn Die Mutter auch erwerbstätig sein will), dass aus Sicht der Eltern die Gemeinde für den Transport zum Kindergarten und zurück zuständig sein soll. Immerhin werden ja „Chauffeure“ für die gefahrenen Kilometer von der Gemeinde entschädigt. Ein bischen mehr Selbstverantwortung kann wohl nicht schaden, anstatt für alles die Allgemeinheit zu verantworten.

  • J J Baumann sagt:

    verweichlichte Eltern und dadurch Kinder.
    Dieser Eltern wollen daneben ganz zweifellos super gesund leben mit Bio und Elektroautomobil. Dieser Schulweg ist absolut umutbar. Aber eben auch in diesem Fall wird einfach verlangt, dass die Andern bezahlen.

  • Hans Gerber sagt:

    Das kennen wir doch nun schon zur Genüge: Idyllisch auf dem Land wohnen – den Kindern zu Liebe – aber das ganze Angebot des urbanen Raumes zur Verfügung gestellt haben wollen – den Kindern zu Liebe. Den Fünfer und das Weggli gab es fürher nie – Grün-Rot ist heute nahe dran es zu bekommen.

  • Roxxi sagt:

    Ausserdem, wenn der Staat schon will, dass 4-jährige bereits einen Kindergarten besuchen müssen, dann soll er gefälligst auch für deren Sicherheit und heiles Ankommen besorgt sein bzw. verpflichtet werden! Ich habe selbst keine Kinder, aber wenn ich an meine vierjährige Nichte denke, die eine solche Strecke bewältigen müsste, da sträuben sich mir die Nackenhaare!

    • Nick Schmid sagt:

      @Roxxi: Nicht der böse Staat will, dass die Kinder 2 Jahre KIGA absolvieren sollen, sondern das Stimmvolk.

      Und übrigens: Es gibt Regionen, wo die Kinder seit Jahrzehnten 2 KIGA-Jahre geniessen, das ist per se nichts Neues.

  • andi.z sagt:

    Auch hier, leider, ein Beispiel mehr dass die Schweiz keine Familienpolitik pflegt.. Traurig.

    • Sportpapi sagt:

      Wenn wir doch wüssten, was eigentlich Familienpolitik beinhaltet. Die SP und die SVP haben jedenfalls beide das Gefühl, sie würden Familienpolitik betreiben, die CVP sowieso…

  • Lukas sagt:

    In welch einer Gesellschaft leben wir? Kinder sind sehr wohl in der Lage solche Strecken zurückzulegen. Aber wenn der Kanton, bzw die Gemeinde dagegen ist, dann soll sie sich um den Fahrdienst kümmern. Die Eltern sollen nicht noch zusätzlich mit dieser Aufgabe belastet werden. Und ja es würde Steuergelder in Anspruch nehmen, nur dieser Betrag würde wäre nur Peanuts.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Natürlich sind Kinder dazu in der Lage einen 3.5 km langen Schulweg zu bewältigen, aber sicher nicht schon mit 4 Jahren.

  • Olivia Moone sagt:

    Ähnliches Problem auch in Basel. Ich wohne im einen Quartier wo es keinen Kinderkrippenplatz gab. Nun geht mein Sohn im Nachbarquartier in die Kita, es gefällt ihm dort und er hat Freunde. Nächstes Jahr kommt er in den Kindergarten. Die Nachmittagsbetreuung der Kita funktioniert mit zwei Kindergärten im Nachbarquartier. Der Kinderwagenweg wäre für ihn alleine unzumutbar, also fahren wir ihn entweder morgens in die Kita, von wo er dann in den Kindsgi kann oder direkt in den Kindsgi und er wird zum Zmittag und für den einen Nachmittag von der Kita abgeholt.

  • Leu sagt:

    Als Kindergartenweg deinitv zu lang. Mein Schulweg war aber während der Primarschule ebenfalls 3.5km: Im Sommer 4x und im Winter 2x pro Tag. Ich habs überlebt und fahre heute auch lieber zur Arbeit, als dass ich zu Fuss gehen würde.

  • Franz sagt:

    Ich habe Mühe mit dem Grundton der Geschichte: Man war sich von Anfang an Bewusst, dass wenn man „ab vom Schuss“ mit einem Kind im Kindergartenalter wohnt, das entsprechende Problem haben wird. Nun erwartet die betroffene Familie, dass die Gemeinde das Problem löst. Das ist eine Anspruchshaltung, die sich in unserer Gesellschaft immer mehr durchsetzt. Es wird immer mehr vergessen, dass irgendjemand für diese Dinge bezahlen muss. Oder anders gefragt: Habe ich ein Anrecht auf Abholdung der Schulkinder, wenn ich auf dem Gipfel des Matterhorns wohnen will?

    • housi sagt:

      Aber das gemüse und das fleisch vom bauern der ab vom schuss wohnen MUSS haben sie gerne oder?

      • René Glücki sagt:

        Ach bitte; nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! (Ob vom hiesigen Bauern oder aus dem Import ist eigentlich egal!)

      • Markus sagt:

        @housi: Nur macht der Bauer kein Theater wegen dem Schulweg. Die Kinder schwingen sich aufs Fahrrad und erledigt ist die Sache. Theater machen nur die Städter die genug vom Stadtstress haben und sich (und die Kinder) auf dem Land selbstverwirklichen wollen und dann an solchen Problemen scheitern, für welche die Landbevölkerung nur ein müdes Lächeln übrig hat.

    • alias sagt:

      Franz, es gibt für solche Fälle Regeln und Gesetze, und darauf kann sich der Bürger ja wohl verlassen dürfen, oder? Das darf man nicht wirklich „Anspruchshaltung“ schimpfen.

      Sachen ins Extrem ziehen ist gut und Recht, aber hier ist es nicht nützlich. Auf dem Matterhorn wohnt niemand, und das wird noch lange so sein.

    • Beatrix sagt:

      So ähnlich sehe ich es auch.
      Was mich beim Artikel jetzt etwas verwirrt hat;: ist in der Schweiz Kindergarten und Schule das Gleiche?
      Schule ist ja Pflicht, also sorgt der Staat auch mit dafür, dass die Kinder dorthin kommen. Aber kindergaren ist doch wohl noch keine Pflicht?

  • Martin Lüthi sagt:

    Vielleicht lohnt sich ein Blick ins linke Zulggebiet nach Homberg. Dort haben Kindergartenkinder Schulwege von bis zu 10 Kilometern und Höhendifferenzen von 400 Metern zu überwinden. Kein Kindergarten-Kind hat dort mehr als 30 Minuten Schulweg – ob zu Fuss, mit dem Schulbus oder dem ÖV. Dieses ist übrigens unbegleitet, aber der Chauffeur steigt an den Haltestellen jeweils aus und begleitet die Kinder über die Strasse. Auch bedenkenswert: Für die Oberstufe hat man den Schulbus abgeschafft. Die Jugendlichen wurden mit E-Bikes ausgerüstet.

  • Hotel Papa sagt:

    Chindsgi gab es für mich nur das erste halbe Jahr „kleiner“ Kindergarten, Weg far IIRC kurz, dann sind wir aufs Land gezogen, und da gab es solchen neumodischen Kram nicht. Dafür Wiesen, Bäöume zum Klettern, Wald, einen Bach und eine alte Mergelgrube…
    Primarschule war der Weg dann ca. 1 km. Dafür habe ich so ca. 1/2 h gebraucht. Weil: der war sooooo spannend! Bach. Mistkübel, Kuhställe…

    Ja, die Zeit ist heute anders. Aber in der beschriebenen Situation würde ich mir wirklich überlegen, ob eine Dispens von Kondergarten nicht drinliegt, bis das Kind mit dem Trotti gehen kann.

  • René Glücki sagt:

    Ja, dieser Weg ist unzumutbar. Aber ich möchte alle Kommentarschreiber daran erinnern, dass vor zwei Jahren die Berner – allen voran die Bevölkerung in der Peripherie – einer massiven Senkung der Motorfahrzeugsteuern zugestimmt haben. Die Steuerausfälle haben den Kanton Bern empfindlich getroffen. Wenn nun also die öffentliche Hand in diesem Fall abwinkt, dann hat man sich das vor allem mal selber zuzuschreiben! Ausserhalb wohnen, weniger Steuern bezahlen und dann noch einen Abholservice von der öffentlichen Hand zu verlangen, ist m.E. starker Tubak!

    • Anna sagt:

      Warum denn? Ich würde für die Sicherheit meiner Kinder sogar gerne mehr Steuern bezahlen…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Finde es eher starker Tubak, dass man Steuern senkt, aber gleichzeitig andere Kantone mittels NFA für die marode Finanzführung bezahlen lässt.

      • René Glücki sagt:

        Ich weiss zwar nicht, was der NFA direkt mit diesem Thema zu tun hat – aber bitte. Wenn andere Kantone die Zentrumslasten nicht selber übernehmen, dafür aber mit ungesund tiefen Steuern die „guten“ Steuerzahler angeln, finde ich es nur recht und billig, wenn mittels Ausgleich national ein Finanzgleichgewicht geschaffen wird. Zudem ist der Kanton Bern der einzige Kanton, der vom Jura über das Mittelland bis in die Hochalpen reicht. Nicht gerade billig, hier eine Infrastruktur aufrecht zu erhalten. „Marode“ Finanzführung macht sich im Übrigen auch in sog. „Spitzenkantonen“ langsam bemerkbar!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Rene Glücki

        Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich finde NFA absolut notwendig und solidarisch, aber finde, dass diese Gelder auch für die Gesellschaft eingesetzt werden müssen. Dass man einerseits Steuern senkt, aber nicht dazu in der Lage ist, einen nicht zumutbaren Schulweg für eine Kindergartenschülerin zu finanzieren geht bei mir nicht auf. Und wenn der Kanton Bern dermassen gross ist, sind auch viele Strassenkilometer zu finanzieren, also ist es ein Unding die Verkehrsabgaben zu senken.

  • Amanda sagt:

    Eines ist ja klar, solch einen Weg für ein Kiga-Kind ist unzumutbar.
    Ich finde auch dass es nicht Sache der Eltern sein sollte, die Fahrten zu organisieren. Es geht nicht nur darum,ob eine Mutter Teilzeitarbeitet oder nicht. Viellicht sind ja auch noch jüngere Geschwister im Hause, die müssten auch mitgenommen werden….die älteren Geschwister kommen nach Hause (weil die schon mit dem Fahhrad gehen können) gekocht sollte auch noch werden, da die am Nachmittag wieder Schule ist…..Also ich finde dass sind genug Argumente.

    • Roger Fankhauser sagt:

      Wenn zuhause noch jüngere Geschwister sind, die versorgt werden müssen, frage ich mich, wer denn zu denen schaut, wenn ja die Mutter teilzeitarbeitet….

      • Anna sagt:

        wie siehts mit Familien aus, die zb. gar kein Auto haben? Mal daran gedacht…. denn auch DAS gibt es noch!

      • alias sagt:

        Ja, aber nicht auf dem Land, wo man 3.5 km in die Schule hat. In der Stadt schon, aber da ist die Schule zweimal Umfallen entfernt.

      • fgee sagt:

        Familien ohne Auto ziehen nicht auf die Alp, sondern mitten ins Dorf, wo die nächste Bahn- oder Bushaltestelle um die Ecke liegt.

        Familien die 3.5km vom nächsten Kiga entfernt wohnen, brauchen möglicherweise sogar zwei Autos um ihre Mobilitätsbedürfnisse erfüllen zu können.

      • Markus sagt:

        Nächste öV-Haltestelle in ca. 2.5 Km, Schulhaus 5 Km, kein eigenes Auto aber ein Fahrrad zum öV und wenn wir wirklich Mal ein Auto benötigen, mit dem Fahrrad und dem öV 30 Min. zum nächsten grösseren öV-Standort mit Mobility.

        Und es funktioniert und wir leben noch……

  • Pedro sagt:

    Mit 4 Jahren in den Kindergarten? Wird durften „früher“ noch 6 Jahre alt werden, bevor das ganze „Tam Tam“ begann. Hoffentlich hat sie dort nicht schon „Frühenglisch“..

    • Ruedi Freiaemter sagt:

      Da müssen sie sich keine Sorgen machen. Bei uns im Aargau dürfen die Kindergartenkinder nicht mal mehr Hochdeutsch lernen.

    • René Glücki sagt:

      Tja, die rechtsnationalisten fangen bei den Kleinsten an, ihr Gedankengut zu säen! Wenn wir dem nicht langsam paroli bieten, gibt’s auf SRF 3 bald nur noch Ländler zu hören….!

  • James sagt:

    Vielleicht geht halt einfach nicht alles zusammen. Ganz ländlich wohnen, unflexible Arbeit und dann müssen auch noch die Kinder in den Kindergarten oder die Schule. Vielleicht sollte man in einem solchen Fall einfach eine ganz pragmatische Lösung suchen statt die Gemeinde vor ein Problem zu stellen. Zum Beispiel könnte man ja die anderen Eltern bitten, das eigene Kind trotzdem abzuholen. Und im Gegenzug dann vielleicht ein anderes Ämtli übernehmen…

    • housi sagt:

      Klar kann man das aber genau darum geht es ja – ist denn immer verlass auf die anderen? Wie geschrieben eben nicht und dann muss jede familie sich immer irgendwie organisieren

  • Roxxi sagt:

    Eine 4-jährige, die einen dreieinhalb bzw. sieben Kilometer langen Kindergartenweg alleine bewältigen soll, ist ja wohl nur noch ein schlechter Witz, oder?

  • Widerspenstige sagt:

    Also für eine Flugshow über zwei Wochenenden mit x Millionen Investition vom Steuerzahlenden(!) einfach so in die Luft verpufft gibt es kaum Negativstimmen. Aber wenn ein Kind auf seinem Weg zum Kindergarten einen subventionierten Schulbus oder Begleitdienst von der Gemeinde erhalten sollte, dann gibt es einfach kein Geld oder nur in bestimmten Regionen??!! Ich glaube, ich sitze im falschen HeimatFilm und mir sträuben sich sämtliche Nackenhaare. Wie hier @Claude sagt, gibt es sogar im grossen Kanton DE gratis öV bis 14 Jahre. Wie machen das diese Deutschen bloss? 😯

    • Sportpapi sagt:

      Die Flugshow hatte Hunderttausende Zuschauer…

      • Ursula sagt:

        @Widerspenstige

        Weil das Staatsverständnis weniger föderal und liberal ist und zwar unabhängig, ob Rot oder Schwarz regiert. (Zumindest gilt das für die Perspektive aus der Schweiz). Liberalismus (mit allen Vor- und Nachteilen) wird in keinem anderen Land der Welt so gross geschrieben wie bei uns und den USA.

    • blackball sagt:

      In Deutschland gibt es auch die Sharia-Polizei. Können wir mit den unsinnigen Vergleichen jetzt aufhören?

    • Auch ein Papi sagt:

      Liebe Widerspenstige

      Die Air14 wird einen einstelligen Millionenbetrag an die Bundeskasse abliefern, so wie dies bei der Air04 bereits der Fall war. Anders ausgedrückt: KEINE STEURGELDER unter dem Strich, im Gegenteil. Eintrittsgelder und Sponsoren machen es möglich.
      Woher beziehst du deine Information zur Finanzierung durch Steuergelder? Bitte um Quellenangabe. Meine Info kannst du beim OK Air14 nachprüfen.

      • hausmannus sagt:

        Hmmm. Und in Ihrer Rechnung, lieber „auch ein Papi“, sind die Kosten für die Flieger, die AdAs und deren Infrastruktur abgegolten oder fliegt da nicht doch das VBS gratis rsp. auf Staatskosten?

    • maia sagt:

      @widerspenstige. Können sie das belegen, dass der ÖV im grossen Kanton DE gratis ist bis 14 Jahre? Bin realtiv häufig bei Bekannten ind Deutschland und da müssen die Kinder ab 6 Jahren immer ein Ticket lösen…..

  • Ruedi Freiaemter sagt:

    Viele der Kommentare hier sind genau das, was mir in unserem Dorf im Aargau auch stark auf den Sack geht: nur weil es früher auch ging, heisst es noch lange nicht, dass es früher auch gut war. Genau solch ewiggesterige Meinungen verhindern einen Fortschritt.
    Das schlimmste daran: Meist jammern sie über die Kosten, sind aber genau diejenigen, welche einen Bruchteil der Steuern bezahlen, die Doppelverdiener abliefern.
    Wenn der Staat bestimmt, dass Kinder immer früher in den Kindergarten und in die Schule müssen, soll er sich auch darum kümmern, die Infrastruktur dementsprechend anzupassen.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ich möchte einmal all jene hier, die einen solchen KIGA-Weg zumutbar finden fragen, ob sie denn selber 3.5 km Arbeitsweg auch zu Fuss absolvieren und das 4 mal täglich.

    • fgee sagt:

      Wir sind halt nicht auf die Alp gezogen für die Brutpflege, sondern in Gehdistanz zu Kiga und Schulhaus. Ist auch für die übrigen täglichen Bedürfnisse praktischer. Und ja: Mein Arbeitsweg ist 4km, immer öfter lege ich den Heimweg abends zu Fuss zurück, weil mir die Bewegung gut tut.

      • Anna sagt:

        Auf eine Alp?!? Bitte bleiben wir bei der Realität!

      • Sportpapi sagt:

        @Anna: Es ist Realität, dass die gesetzlichen Vorgaben wohl nicht alles abdecken können. Tatsächlich können Kinder auf der Alp wohnen. Oder eben „nur“ 3.5km ausserhalb des Dorfes.

      • elderflower sagt:

        Gut gesagt fgee ;–) auch Ihr untenstehnder Kommentar „Kirchenturm“. Amüsierte mich grossartig!

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Ja genau, ich auch! Aber eben, es sind ja meistens die, die den Kiga/Schule gleich um die Ecke haben bzw für kurze Strecken das Auto nehmen, die einen langen Weg für zumutbar finden. Unser Kiga ist tatsächlich gleich um die Ecke ohne Strassenüberquerung. Doch auch so benötigen unsere Kinder gut mal 10 Minuten inkl. Trödeln, Träumen, mit anderen Kindern sprechen etc für den Weg. Wie lange ein Kind in dem Fall für 3,5 Km benötigt, kann ja wohl jeder in etwa ausrechnen. Jeder, der meint, 3,5 Km seien für 4 bis 6jährige Kiga-Kinder zumutbar, soll bitte zuerst vor der eigenen Haustüre wischen!

      • Sportpapi sagt:

        „Aber eben, es sind ja meistens die, die den Kiga/Schule gleich um die Ecke haben bzw für kurze Strecken das Auto nehmen, die einen langen Weg für zumutbar finden.“ Wie kommen Sie darauf? Das ist einfach mal eine Behauptung ohne Substanz.
        Klar können die Kinder das nicht zu fuss gehen. Aber mit den Eltern, mit dem Auto, Velo (-anhänger), usw. Darf ich das sagen, auch wenn wir kein Auto besitzen?

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Und so wie es scheint, lebt die Familie von Lena ja seit Generationen in dieser Ortschaft, ist dort verwurzelt und verankert, einfach „zu Hause“ und fühlt sich grundsätzlich wohl dort. Die sind in dem Fall also nicht „einfach so“ aus einer Laune heraus dorthin gezogen. Bei anderen Familien mit langem Kindergartenweg wiederum kann es auch sein, dass der näher gelegene Kindergarten aus Sparmassnahmen wegrationalisiert und geschlossen wurde und die Kinder nun deswegen in den weiter entfernten im nächsten Dorf gehen müssen. Es ist nicht immer alles so wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

      • Sportpapi sagt:

        Auf den ersten Blick scheint es aber so, als hätten Generationen von Familien das Problem irgendwie gelöst, als hätte die Gemeinde zudem eine bewährte Organisation mit Eltern, die sich absprechen beim Fahren und dafür von der Gemeinde entschädigt werden. Neu ist nur, dass eine Mutter den anderen Eltern nicht traut und selber nichts zu dieser Fahrgemeinschaft beitragen möchte (und offenbar der Vater auch nicht).

    • Anna sagt:

      ja Sportpapi aber in früheren Generationen herrschte wohl noch nicht das Problem mit dem Obligatorium der Kindersitze, die Mamis arbeiteten zT. gar nichts oder dort vielleicht auch im eigenen Betrieb mit… tönt doch alles biz einfacher oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Anna: Was hat das Kindersitzobligatorium damit zu tun? Und inwiefern ist die Berufstätigkeit der Eltern ein Grund, dass sie sich nicht um den Schulweg ihrer Kindern kümmen müssen?

  • sibelius sagt:

    bei uns beträgt die distanz zwischen kindergarten und mittagstisch/hort fast 1.5 km. lange habe mich meine mittagspause geopfert und habe meinen sohn mit dem auto zum mittagstisch gefahren, am nachmittag blieb er dann jeweils im hort. irgendwann haben wir uns mit ein paar anderen eltern zusammengetan und einen antrag auf transport durch die schule gestellt. und das mit erfolg, jetzt werden die kinder mit dem taxi (!) zwischen kindergarten und mittagstisch hin- und hergekarrt… die kosten bezahlen aber immer noch die eltern.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Finde ich nicht richtig. Die Kosten müssen von der Schule übernommen werden, bis die Kinder alt genug sind um diesen Weg zu Fuss oder mit Kicki/Velo zu bewältigen.

      • sibelius sagt:

        finde ich auch, v.a. in einer reichen zürichseegemeinde, in der wir wohnen. aber damals waren wir froh, dass sich überhaupt was tat. für kinder, die tatsächlich einen unzumutbaren schulweg hatten, hat die gemeinde brav bezahlt. für die hortkinder jedoch nicht… das führte zur paradoxen situation, dass die einen kinder im gleichen taxi von der gemeinde finanziert waren und die anderen nicht. die schule machte also sogar (ich sag mal unbewusst) vorwärts, indem sie bezahlende kinder mitfahren liess. fairerweise muss ich sagen, dass ich weiss, ob das für heute (ein jahr später) immer noch stimmt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Eine unheimliche Frechheit sowas. Vielleicht wäre das ja mal ein Leserbrief in der Zeitung wert. Glauben Sie mir: (Schul-) Behörden mögen es gar nicht, wenn man sie öffentlich an den Pranger stellt, da wird dann ganz schnell „einvernehmlich“ nach Lösungen gesucht. Habe selber schon so eine Schulrektorin zum weinen gebracht (das war nun wirklich nicht meine Absicht), aber vor dem Leserbrief war die Schulbehörde taub und ich habe sie ja vorgewarnt.

      • sibelius sagt:

        das sollte heissen: „fairerweise muss ich sagen, dass ich NICHT weiss, ob das für heute (ein jahr später) immer noch stimmt.“

  • Widerspenstige sagt:

    Und da wundert sich noch jemand, dass es immer weniger Kinder gibt in der ach so reichen Schweiz? Kaum wird ein Thema hier behandelt, wo es um familiengerechte Subventionen sprich Schultransporte, Tagesschulen, Kitaplätze etc geht, sind sie auf der Matte im MB. Was zum Kuckuck geht es die ewigen Privatsachelobbyisten an, sich hier auszutoben?! Lasst Euch das nicht mehr länger gefallen, liebe Eltern, und organisiert einen Taxidienst mit Rechnung an die Gemeinde. Langes lamentieren nützt da gar nichts, denn dort sitzen die bürgerlichen Traditionalisten, welche Hausfrauen bevorzugen! Alles klar?

    • Sportpapi sagt:

      Du bist ja auch jedes Mal wieder hier mit deinem unendlichen Forderungskatalog. Weshalb lässt du dich nicht mal in ein öffentliches Amt wählen und hilfst mit, dass die bürgerlichen Traditionalisten dort nicht immer alleine arbeiten müssen?

    • Widerspenstige sagt:

      Du fühlst Dich dabei ertappt, Sportpaps? Du wirst staunen, aber ich habe mich auf eine links-grüne Liste zum Kantonsrat setzen lassen und wurde angefragt für ein Schulratsamt. Aber erst, nachdem ich zusammen mit engagierten Eltern dafür gesorgt habe, dass ein Lernstudio für Hochbegabte entsteht und dass ein Mittagstisch eingeführt wird. Beides mit finanzieller Beteiligung meinerseits als KMUlerin. Es war aber selbst mir zuviel das mit dem Schulrat und habe dankend abgelehnt. Für den Kantonsrat hat es nicht gereicht u somit abgebucht. Als CVP oder FDP hätte ich gute Chancen gehabt. 😀

      • Sportpapi sagt:

        Ertappt bei was?

      • Sportpapi sagt:

        Ich wurde übrigens auch schon mehrfach für ein Amt als Gemeinderat oder Schulpfleger angefragt. Wesentlich ist aber, dass ich – wie du – abgelehnt habe, weshalb ich das natürlich unter meinen Engagements nicht aufführe… Listenfüller bei einer chancenlosen Partei war ich auch noch nie – aber auch das ist kein Engagement.

  • Christoffer sagt:

    Hm. Ich hatte einen Schulweg von über 4km. Natürlich ging ich erst mit 5 Jahren in den Kindergarten – aber das Einzige, was damals die Gemeinde empfahl, war, dass Kinder, die einen Schulweg über 2km haben, das Fahrrad nehmen sollen.
    Damals war das noch kein Problem… 😉

  • Patrick sagt:

    Ich habe gelernt, dass der Kindergartenweg meines Sohnes offenbar auch nicht zumutbar wäre, wobei ich dies in unserem Fall als etwas kleinlich erachte.

    3-4 km geht klar nicht. Stellt sich dennoch etwas die Frage, wo das Huhn und wo das Ei. Aber da man ja nicht irgendwo bauen darf, liegt es schon etwas an der Gemeinde, dass die Schulen irgendwie erreichbar sind.

    • alias sagt:

      Hm. Eine Gemeinde, die ein Baugebiet auftut in 2 km Entfernung vom Dorfzentrum, soll dort eine Schule bauen.

      • Sportpapi sagt:

        Welche Gemeinde macht denn solche Einzonungen ohne Konzept? Das kenne ich nicht. Hingegen gibt es für Bauern Aussiedlerregelungen, weshlab plötzlich grössere, moderne Höfe mit einigen Wohngebäuden auf dem Landwirtschaftsland entstehen.

  • alam sagt:

    Viele Gemeinden kriegen es problemlos auf die Reihe, einen Schultransport für Kinder mit unzumutbaren Schulwegen zu organisieren. Was fehlt, ist ein einheitlicher Massstab, nach dem sich alle richten können, und der gehört verbindlich ins Schulgesetz.

  • Mara sagt:

    Nach den Kommentaren hier wundere ich mich noch weniger, dass es mit der Berufstätigkeit von Müttern hapert…

    Ich brauche für die 3.5 km an den Bahnhof ca 25 min. Wie lange braucht wohl ein Kindergartenkind?
    Bei uns gehen die Kinder vom Hang ohne Kindergarten zu Fuss zu einem Sammelplatz. Dort werden sie dann vom Schulbus abgeholt. So haben sie beides, den Kindergartenweg alleine (was ich sehr wichtig finde!) und trotzdem kein unzumutbar langer Weg.

  • Lia sagt:

    wir haben den Kindergarten zum Glück gleich um die Ecke, einige Kinder müssen aber eine stark befahrene Strasse überqueren – dies wird aber von niemandem als unzumutbar betrachet, auch von den Eltern nicht. Sie warten halt einfach, bis jemand anhält, und das klappt gut. Ich frage mich aber auch, wieso man mit Kindern unbedingt dermassen weit aufs Land ziehen muss, wenn man weiss, dass der Kindsgiweg dann allein nicht zu bewältigen ist, bzw wieso man sich mit der Problematik des fehlenden Transports erst dann auseinander setzt, wenn das Kind ins Kiga-Alter kommt?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Liebe Lia, Lenas Familie wohnt seit Generationen am selben Ort. Es ist also nicht so, dass sie aus einer Laune heraus (oder wegen günstigeren Mieten) dorthin gezogen wären.

      • Sportpapi sagt:

        Wie sind denn die früheren Generationen in den Kindergarten und zur Schule?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Warum leben Sie nicht wie frühere Generationen in Höhlen und tragen Fellkleidung? ;.-)

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht mache ich das ja?
        Ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen, dass nicht jede Entwicklung ein Fortschritt ist? Und stellen Sie die steigende Anspruchshaltung an Papa Staat nicht fest, während die Bereitschaft, sich in der Gesellschaft zu engagieren, immer weiter abnimmt? Irgendwann geht das nicht mehr auf!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        War ja nur Spass 🙂

        Hier geht es doch einfach darum, dass wenn ein Schulweg von der Erziehungsdirektion als unzumutbar eingestuft wird, die Gemeine für einen sicheren Schulweg zu sorgen hat und sich diese Gemeinde weigert, dieser Aufgabe nachzukommen. Sie wissen ja nicht, ob der Vater dieses Kindes sich in der Feuerwehr oder sonst wo engagiert oder nicht und spielt in diesem Thema nun auch keine Rolle. Natürlich soll sich jeder engagieren, aber das ist hier ja heute nicht das Thema.

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: Solange wir keine Stellungnahme der Gemeinde haben, wissen wir gar nichts, und ist alles Spekulation. Es scheint so, dass sich die Eltern organisiert haben, und die Gemeinde finanziert, alles gesetzteskonform offenbar. Mir scheint das die sinnvollste Lösung. Und jetzt kommt halt jemand, und hat noch grössere Ansprüche an die Gemeinde..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und diese Ansprüche haben diese Eltern zurecht.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, und gemäss unserem Halbwissen lehnt die Gemeinde das zu recht ab…

      • alias sagt:

        Sportpapi, wegen den Beiträgen an den Staat: Ich wurde mehrmals ziemlich mies behandelt vom Staat. Wieso, wieso soll ich ihm meine Arbeitskraft widmen?

  • Reto sagt:

    Arbeiten gehen, im Ghetto draussen wohnen, wo man ja weiss, wo der Kindergarten steht und dann soll die Gemeinde alles organisieren?

    Lustige Wahrnehmung…

    • Annalena sagt:

      Wer scheidet die Bauzonen aus? Die Eltern oder die Gemeinde? Na also. Die Gemeindebehörden kenne doch die Gesetze, wissen also, was auf sie zukommt, wenn in der Pampa draussen familientaugliche Eifamilienhaus-Ghettos gebaut werden. Sie können nicht Probleme schaffen, Steuergelder kassieren und die Lösungen an Private auslagern.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Reto, die Familie besitzt das Haus seit Generationen, es handelt sich hier also nicht um eine Neubausiedlung. Deshalb ist für sie auch ein Umzug nur wegen des Kindergartenwegs keine Option.

      • Reto sagt:

        OK. Dann ist das nicht ganz so wild, wie wenn die erst dahin gezogen wären.

        Dann heisst es durchbeissen, bis die Kinder mit dem Velo gehen können. Wenn man schon umsonst ein Haus bekommt, muss man halt auch mit den Nachteilen leben können ;o)

      • Jeanette Kuster sagt:

        Naja, also von einem geschenkten Haus reden wir hier nicht, soweit ich weiss.

      • Annalena sagt:

        Umsonst Reto? Da ist eine Erbengemeinschaft auszuzahlen und der Gemeinde einen grossen Batzen Steuern abzuliefern. Da darf man erwarten, dass sich die Gemeinde gesetzeskonform verhält.

    • C.M. sagt:

      naja, in der Stadt kann eine Mittelstandsfamilie ja den Mietzins nicht mehr bezahlen.

  • Heidi sagt:

    Es liegt eben an den Eltern, sich um ihre Kids zu kümmern. Man kann doch nicht im Ernst, von jemand anderem eine Lösung erwarten? Nein, die Eltern sind gefragt. Im schlimmsten Falll, müssen sie halt umziehen. Wir haben 4 Kinder. Geholfen hat uns niemand, mein Mann und ich, wir sind berufstätig und Engpässe haben wir mit Hilfe von Freunden und Familie überwunden. Das würde ich jedem empfehlen und nicht erwarten, dass ein Politiker oder eine Gemeinde die Lösung serviert. Zudem haben wir auch Schülertaxi gespielt und fremde und eigene Kinder in der Gegend ins Schach, Schwimmen etc. rumkutschiert.

    • Jeff sagt:

      Das man in diesem Fall Selbstverantwortung übernehmen soll, stimme ich Ihnen nur bedingt zu. Für etwas sind ja die Politiker und die Gemeinde schliesslich da. Simmts oder habe ich recht?

  • WorkingMama sagt:

    Interessantes Thema! Ich wollte es jetzt wissen und mit meinem Chindsgi/Primar/Sekschulweg vergleichen. Im Chindsgi/Primar war der laengste ungefaehr Weg 850 Meter und wurde von den Kindern im Alleingang (in einer Gruppe) unternommen. Die Sekundarschule war genau 3.5 km entfernt und wdie meisten KInder gingen mit dem Velo (am Mittag nach Hause…). Ich bin ja sehr fuer Selbstaendigkeit im Bezug Schulweg aber ich finde 3.5km fuer ein Kindergaertler (und sogar Anfang Unterstufe) nicht zumutbar.

  • Emanuel Hausammann sagt:

    Die Frage war ja glaube ich, wie lange ist der Schulweg Ihres Kindes. Unsere Kinder hatten/ haben in der Unter- und Mittelstufe einen Schulweg von 1100 m mit einer Höhendifferenz von 60 m. Dabei ist die Hauptstrasse 3 x zu überqueren. Unsere Kinder bewältigen/bewältigten diesen Weg vom Kindergarten an selbständig. Ab der 3. Klasse allerdings mit dem Fahrrad. Die Oberstufe ist 5.7 km entfernt (160 Höhendifferenz) und wird hauptsächlich per Fahrrad erreicht.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Nein, das Thema ist, ob es für ein 4 jähriges Kindergartenkind zumutbar ist 3.5 km Schulweg alleine zu bewältigen und wenn nein, wer für die Fahrt in den Kindergarten (zeitlich und finanziell) aufzukommen hat.

      • Susi sagt:

        @Tamar: Doch, doch. Am Ende der meisten Blogs stehen jeweils einige offene Fragen an die Leserschaft. Diesmal lauten sie:

        „Wie sieht der Schulweg Ihres Kindes aus? Absolut zumutbar oder eine Zumutung? Und haben Sie bei Problemen ähnliche Erfahrungen gemacht wie Lenas Familie?“

  • Corinne Bucher sagt:

    Wo ist denn genau der Unterschied zwischen „transparent“ und „intransparent“ informieren? Ist das der gleiche wie zwischen „aktiv“ udn „pro-aktiv“?

  • Nick Schmid sagt:

    „Die Eltern organisierten Fahrdienste und wurden für die gefahrenen Kilometer von der Gemeinde entschädigt. Für Lenas Eltern keine Lösung: Die Mutter arbeitet Teilzeit und hat mittags keine Zeit, das Schülertaxi zu spielen.“

    Wo liegt das Problem? Route für alle Kinder austüfteln, privates Taxiunternehmen beauftragen, Kosten mit Gemeinde aufteilen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Wieso sollen die Eltern einen Teil der Kosten übernehmen müssen? Sie müssen ihr Kind ja in den Kindergarten schicken. Und: Gemäss Bundesverfassung ist der Grundschulunterricht unentgeltlich. Also sollte es doch auch der Weg dorthin sein.

      • Mario Klau sagt:

        Genau, billig Land kaufen und die Mehrkosten dann der Allgemeinheit aufhalsen…

      • Rolf sagt:

        Der Grundschulunterricht soll unentgeltlich sein? Ich wage die Behauptung, dass wir alle das via Steuern bezahlen.

      • Nick Schmid sagt:

        @J. Kuster: Der Grundschulunterricht schon, aber der Weg dorthin nicht. Wieso sollte er? Da würde ich sonst einige Dutzend Kinder kennen, die anstatt 2km Schulweg zu absolvieren gratis mit dem ÖV fahren dürften.

      • @Jeanette Kuster,
        Zwar ist Grundschulunterricht unentgeltlich, die Frage ist allerdings, ob damit auch der Kindergarten gemeint ist.

        Die Stimmbürgerinnen sollten halt zuerst ein bisschen selbständig denken, bevor sie an den Volksabstimmungen solche Kindergartenobligatorien annehmen. Nicht alles was der Staat einem aufzwingt ist deswegen gratis.

      • Rolf sagt:

        Und wie weit möchten sonst noch gehen, Frau Kuster? Mein Kind muss bei Regen in den Kingsi. Also soll der Staat eine Regenjacke finanzieren! Auf dem Weg in den Kindgsi hat sich mein Kind eine Erkätung geholt. Der Staat soll die Medikamente bezahlen und mir meine Betreuungszeit bezahlen!

    • Roger Fankhauser sagt:

      In unserer Gemeinde wurden eben erst die Steuern erhöht, weil die Schule ausgebaut werden muss. Wohlverstanden die Grundschule. Für höhere Bildung gibt es gar kein Angebot. Und natürlich müssen auch kinderlose Menschen mehr Steuern bezahlen. Ausserdem gilt fast überall bereits Tempo 30. Da gibt es also kaum Gefahren für Kinder.

  • 13 sagt:

    Die Schul-Finanz-Politik im Kt. Bern geht nicht auf. In den Städten platzen die Klassen aus allen Nähten, trotz sozialer Brennpunkte sitzen 25 Schüler in einer Klasse, dessen Raumgrösse zu klein ist und haben nur eine LP zur Verfügung, die gar nicht in der Lage ist, allen gerecht zu werden. In der Stadt Bern fehlt es völlig an Kindergärten, die nun prov. in irgendwelchen Wohnhäusern untergebracht werden. Und hier wird gejammert, wegen 5 Min. Autofahrt? Wer das Kind zu Fuss begleitet, hat meistens länger. Aber es sollen einmal mehr die kleinen Schulen mit wenigen Schülern unterstützt werden.

    • 13 sagt:

      Warum eigentlich? Ich bin nicht gegen Schulbusse, aber dann sollen auch die anderen Folgen davon eben in Kauf genommen werden und endlich vermehrt schulen zusammengeschlossen werden, damit man auch „normale“ Schülerzahlen kommt und dort mehr Schüler unterrichtet werden können, damit sich der Aufwand wieder lohnt. Aber das will man ja auch nicht, Lieber Schulen mit 12 Schülern (Emmental) und dann auch noch fordern, dass mind. 3 davon zur Schule gefahren werden. Sorry, ich bin sonst sehr sozial eingestellt, aber da hört es klar auf.

  • klaus marti sagt:

    also 1,5 km sind zumutbar ein Sonntagsspaziergang ist noch schnell 1,5 km lang, ich hatte 2 km in die schule 1km Dorfstr. 1 km Staatsstr.ein Schulbus für ein Kind ist nicht ökologisch, wie weit muss es laufen bis zum nächsten Kind, geht einmal auf den Längenberg schaut euch die Schulwege dort an mein Vater lief 500m talwärts dann 2000m bergwärts
    klAUS MARTI

  • Ora sagt:

    Ich finde die Anspruchshaltung der Autorin stark übertrieben. Es ist normal, das Eltern ihre Kinder in die Schule oder in den Kindergarten bringen. Nur weil es da theoretisch ein Gesetz gibt, das wahrscheinlich für irgendwelche Bergbauernkinder wie Heidi und Geissenpeter geschrieben wurde, ist das noch kein Grund, einfach diese Verantwortung auf den Staat abzuschieben. Ich finde die Beschwerde insbesondere deshalb lächerlich, weil ab 12h ja sowieso jemand zu Hause sein muss, um das Kind in Empfang zu nehmen. daher ist das mit „über Mittag ist niemand da“ sowieso nicht machbar.

    • Annalena sagt:

      @ Ora. Wir sind langsam im 21 Jahrhundert angekommen, wo tatsächlich die meisten Eltern (mindestens Teilzeit) arbeiten. Und Kinder nicht einfach vom Mami chauffiert werden können. Und Gemeinden, die im Juhee draussen Bauland einzonen, müssen sich bewusst sein, dass da sicher auch Kinder wohnen werden, die zur Schule gehen müssen. Gesetze sind nicht nur „theoretisch“, sondern real mit praktischen Auswirkungen. Die sollten Gemeindebehörden in die Entscheidung einbeziehen, bevor neues Bauland ausgeschieden wird. In diesem Sinn ist der Anspruch der betroffenen Eltern keinesfalls übertrieben.

      • 13 sagt:

        @ Annalena
        Wobei die Frage von Ora trotzdem gerechtfertigt ist: Was machen denn die Kinder, wenn sie heimkommen? Also in meinen Augen gibt es drei Möglichkeiten:

        1. Ein Elternteil ist mittags zu Hause -> dieses kann das Kind abholen
        2. Es gibt eine Mittagsbetreuung -> diese kann Kind abholen oder man sucht eine, die näher liegt.
        3. Kind ist alt genug, um mittags alleine zu sein -> dann ist es auch alt genug, um die 3,5 km mit dem Velo zu machen.

        Nr. 3 gilt natürlich nicht für Kindergarten- und Unterstufenkinder, sondern später.

        (und wir arbeiten auch beide;-))

      • Annalena sagt:

        @ 13 Es ist völlig hypothetisch, wer den Mittagstisch betreut. Und auch unwichtig. Es zählt nur, dass diese Person das Kind nicht abholen kann.

      • Rolf sagt:

        @ Annalena: warum genau kann eine Person, die über Mittag zu Hause ist, das Kind nicht abholren?

      • 13 sagt:

        Warum unwichtig, wenn dagegen von Staat gefordert wird, das zu übernehmen. Viele Kinder sind mit 4, 5 oder auch 6 Jahren auch nicht soweit, dass sie den Schulweg zu Fuss alleine machen. Weil es da eine Strasse gibt, einen Fluss oder einfach, weil es teils noch dunkel ist. Meine Tochter läuft mittags alleine zu Hause, weigert sich zur Zeit morgens in den Kindergarten zu laufen, obwohl der Weg zumutbar ist. Soll ich jetzt die Kindergärtnerin zwingen, sie abzuholen oder organisiere ich, dass sie jemand bringt? 3,5 km sind mit dem Auto knapp 5 Min. So ein Riesenaufwand ist das also nicht.

    • C.M. sagt:

      auch wenn jemand zu Hause ist, irgendwann wird gekocht, es gibt auch Geschwisterkinder; diese jedes Mal ein zu packen, aus dem Spielen (oder aus dem Schlaf) zu reissen, und das täglich….naja, nicht wirklich zu Ende gedacht.

      • Rolf sagt:

        Ich habe 3 Kinder und war jahrelang Hausmann. Das, was Sie, C.M., hier als Gründe aufführen, warum man sein Kind nicht aus dem Kindergarten holen kann, ist doch sehr an den Haaren herbeigezogen

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Rolf

        Und Sie haben zu Fuss 3.5 km Ihre Kinder in den KIGA begleitet, mit kranken Geschwisterkindern und dann noch pünktlich Mittagessen gekocht? Kann man Sie mieten?

      • Rolf sagt:

        Warum wollen Sie mich mieten? Können Sie nicht kochen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Doch, aber ich schaff es nicht 2 mal 7 km täglich mein Kind inkl kranken Gschwistern in den Kindergarten zu begleiten und dann noch pünktlich das Mittagessen auf den Tisch zu bringen.

      • Sportpapi sagt:

        Kranke Geschwister? Haben wir etwas verpasst?

      • Rolf sagt:

        Wie oft sind denn Ihre Kinder krank? 7/24 und das 52 Wochen im Jahr?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nein keine Sorge, Sie haben nichts verpasst, meine Kinder sind gesund. Aber meine Kinder hatten auch keinen 3.5 km langen Kindergartenweg und alle die hier gross rumposaunen, was für ein Klacks das ist auch nicht.

      • Rolf sagt:

        Ich bin absolut Ihrer Meinung. 3.5km sind ziemlich viel für einen Kindergärtner. Keine Frage. Aber als einzige Lösung den Staat / Schulbehörde / Gemeinde in die Pflicht nehmen zu wollen und zu argumentieren, wenn die Kinder schon in den Kindergarten müssen, dann soll der Staat gefälligs auch für den Transport sorgen finde ich nicht gut. Ist es das, was wir unseren Kindern vermitteln wollen; der Staat sorgt für dich, oder wollen und wünschen wir uns eher, dass sie selbstständig denken und handeln und ihr Leben in die eigenen Hände nehmen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Abend

      • 13 sagt:

        @ C.M.
        5 Min….es sind 5 Min. Ein Kind, das schläft, kann da auch zu Hause bleiben. Ein waches muss man nicht super anziehen, um es ins Auto zu setzen. Eine Decke tuts auch. Und das Mittagessen wird auch nicht nach 5 Minuten kalt. Es gibt ja Deckel. Ich finde hier wirklich, dass aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird, zumal sich die Gemeinde an den Kosten beteiligt.

  • Sina Schuster sagt:

    2/2 … ganz ehrlich! mich hat das ganze Reifer gmacht, der Schulweg war immer Spannend, ich hab viel erlebt und es war SUPER! ich liebte es! es hat mir persönlich gut getan. aber man muss doch auch ein bisschen individuell schauen. Meine Mutter hätte niemals die Möglichkeit gehabt, mich zu fahren, da sie arbeiten musste (alleinerziehend) und es war ganz klar, dass wir sie nach einer schweren Zeit, mit solchen kleinigkeiten Unterstützten…
    ich fands super, und finde auch, dass das wirklich zumutbar ist. aber, wie gesagt, es kommt ein bisschen auf das Kind, die Länge und das drumherum an.

  • Sina Schuster sagt:

    1/2 ich finde, man muss da einen ganz klaren Unterschied machen von Kindergarten zu Schule.
    ABER wie schon viele es hier sagen, ziehen viele Leute ins Juhe raus, ohne isch Gedanken, wo die nächste Schule oder der nächste Kindergarten ist.
    ich bin in der Stadt zürich aufgewachsen. in den Kindergarten wurde ich gebracht (ca. 1,5 km zu laufen) . als ich in die 1. klasse kam, ging ich ans andere Ende der Stadt in die Schule und musste jeden morgen eine halbe Stunde mit dem Tram fahren (mit Umsteigen), bin über den Mittag jeweils nach Hause (obwohl teilweise nur 1,5 Stunden mittag)… –>

  • Stefan W sagt:

    Unsere Kinder (ZH Weinland) fuhren mit dem öffentlichen Postauto in den Kindergarten im Nachbardorf. Die Kindergärtnerin holte sie an der Haltestelle dort ab und brachte sie mittags auch wieder hin. Hat eigentlich gut funktioniert. Und ist m.W. dort auch heute noch so geregelt.

  • Laura TI sagt:

    Einmal mehr ist das Tessin da vorbildlich. Wir haben Schulbusse, die die Kinder aus etwas entlegenen Häusern (Einzugsgebiet für die Oberstufe bis 25 km) einsammelt. Der Kanton und die Gemeinden haben sich da mit Busunternehmen zusammen geschlossen, die „mieten“ so zu sagen Bus samt Fahrer, sammeln die Schüler ein und bringen die zu den Schulen. in der „Stadt“ gibt es bei allen grösseren Strassen bewachte Übergänge, die von den Kindern benutzt werden können. Kindergarten ist hier ganztägig mit eigener Mensa. Eine weitere Mensa gibt es für die Hauptschulen, die Kinder sind also bestens versorgt.

    • Sportpapi sagt:

      Vorbildlich? Der Kindergarten ist hier ganztägig… Richtig ist: Die Kinder sind so versorgt.
      Eine Frage am Rande: Weshalb schneidet der Tessin bei Schuluntersuchungen eigentlich immer so schlecht ab?

      • Laura TI sagt:

        Wahrscheinlich weil es zu viele Eltern gibt, die die Amtssprache nicht beherrschen und die Kinder so sehr schlecht bei den Hausaufgaben unterstützen können :-). Scherz beiseite, mich interessiert das, wo schneidet das Tessin schlecht ab? Welche Art von Schuluntersuchungen sprechen Sie da an?

      • @sportpapi,
        Diese PISA Ranglisten werden immer wieder herumgeboten. Da wird pro Kanton ein Mittelwert angegeben, aber keine Standardabweichung dazu. Technisch gesehen muss man eine ANOVA machen und schauen, ob die Varianz zwischen den Gruppen grösser oder kleiner ist als innerhalb der Gruppen.

        Auf Deutsch: Wenn die Unterschiede zwischen guten und schlechten Schülern innerhalb der Kantone grösser ist als die Unterschiede zwischen den Kantonen, dann ist eine solche Rangfolge nicht nachgewiesen.

      • alias sagt:

        Es sind Levantiner, Sportpaps. Da ist alles etwas cooler als bei uns. Und noch was: Die getesteten Tessiner Kinder sind deutlich jünger als die Deutschschweizer und die Welschen (siehe im Bericht). Zum Dritten: Die Unterschiede sind nicht riesig.

  • Sportpapi sagt:

    Ich weiss nicht, ob man aus einem Einzelfall, zu dem man zudem nur eine Sichtweise, aber nicht die der Behörden erhält, eine Grundsatzfrage machen sollte. Ja, der Schul- und vor allem der Kindergartenweg sollte selbstständig bewältigt werden können. Da bin ich froh, dass in Zürich die Basisstufe nicht eingeführt wird, die auch die Quartierkindergärten in die Schulhäuser integriert hätten.
    Andererseits sehe ich auch Grenzen, wenn einzelne Familien so weit ab vom Schuss wohnen. Hier weit entfernt, der nächste auf einer Alp? Da sind schon auch die Eltern in der Verantwortung.

  • Der Kindergarten ab 4-jährig ist genau aus diesem Grund eine gemeingefährlich Untat. Für vierjährige sind oft schon 200m Weg zu kompliziert.

    Und nein, Kinder werden nicht selbständig, wenn sie dauernd von den Eltern und von professionellen Betreuern bewacht werden. Sie müssen in einer Umgebung leben, wo ein genug grosses sicheres Rayon einfach verfügbar ist.

    Leider haben im Kanton Bern die Stimmbürger die rot-grüne Regierungspropaganda vor der Abstimmung über den 2-jährigen Kindergarten geschluckt und genau diese Probleme ignoriert.

    • Das Problem kommt danach: Wir haben gar nicht genug Geld für Kindergärtnerinnen, also werden die Kleinen mit den Erst- und Zweitklässlern zusammen unterrichtet.

      Mir bleibt das Gesicht im Kopf haften vom Sportunterricht mit Postenlauf bei uns vor dem Haus: Die rotblonde vierjährige, bleich im Gesicht, panisch vor Angst keucht und versucht die anderen nicht zu verlieren.

      Sie war die kleinste, die letzte und Rücksicht genommen hat niemand. Das nur so von wegen „Sozialkompetenz“ schulen. So ein Blödsinn. Als einziges erwirbt sie die neurotische Angst, zurückgelassen zu werden.

      • 13 sagt:

        @ J.B.
        Im Kt. Bern besuchten bereits vor Harmos beinahe 90% aller Kinder den 2j. Kindergarten. Das Argument zieht nicht. Insbesondere dann nicht, wenn wie bei der letzten Abstimmung die rot-grüne Regierung den grösstenteils bürgerlichen Grossen Rat vergeblich davon zu überzeugen versuchte, dass die Sparmassnahmen im Bildungswesen übertrieben sind. Aber man hat ja leider den eindeutig falschen! Zahlen unserer (bürgerlichen) Finanzdirektorin geglaubt.

      • @13

        90%???? Es ist ein Unterschied, ob die Kinder freiwillig in den Kindergarten gehen oder aber von Staates wegen pädagogische Abenteuer erzwungen werden, die wir gar nicht finanzieren können.

        Eltern, die ihre Kinder freiwillig mit 4-jährig in die Schule schicken, die sind pardon selber verantwortlich und sollen nicht auch noch Forderungen stellen. Eltern, die dazu gezwungen werden, sollen ihre Forderungen auch anmelden.

        Was die „Sparpolitik“ betrifft. Der Kanton Bern spart überhaupt gar nichts. Er macht einfach ein bisschen weniger Defizit. Sparen ist, wenn man Ersparnisse anlegt.

      • 13 sagt:

        Ja, fast 90%. Wirkliche Mehrkosten entstanden durch die 10% nicht. Und die Schulpflicht besteht, ob diese nun mit 4 anfängt oder mit 5 ist dann auch kein grosser Unterschied. Man muss es aber dem Alter der Kinder anpassen und wenn nun jüngere Kinder kommen, heisst das, an diese anpassen. Dies kann man nur, wenn genügend Geld zur Verfügung steht. Aber genau da will der Grosse Rat ja nicht mitspielen. Lieber wird das Budget gekürzt und dafür die eigenen Löhne erhöht. Ich sage ja nicht, dass es keine Missstände gibt, aber Sie suchen die Schuldigen am falschen Ort. Die Basisstufe ist nicht falsch.

      • 13 sagt:

        Im Gegenteil entspricht es wohl kaum der Natur eines Kindes sich nur mit Gleichalterigen zu umgeben. Von jüngeren und älteren kann das Kin einiges mehr profitieren, aber das braucht eben eine zusätzliche Infrastruktur, wie mehr Lehrpersonen oder zumindest Hilfspersonen und mehr und grössere Räume. Etwas, das der Kt. Bern nicht leisten vermag, es aber könnte, wenn das Geld etwas anders verteilt werden würde.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Basiststufe kostet massiv mehr Geld ohne ausgewiesenen schulischen Mehrwert (nein, Jürg Brechbühl, sie ist keine Sparvariante!). Deshalb wurde sie zu recht in Zürich abgeschafft.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich stehe der Basisstufe ziemlich neutral gegenüber, kenne sie auch zu wenig. Ich bin einfach immer etwas skeptisch, dass es das richtige sein sollte, Kinder nur nach dem Jahrgang zu trennen. Kein schulischer Mehrwert muss ja nicht bedeuten, dass es gar keinen gibt. Im Kt. Bern gibt es sie auch nicht überall. Wir haben zum Beispiel keine nur Mehrjahrgangsklassen 1./2. oder 1.-3. u.s.w. Aber ich bin der Meinung, wenn man sie einführt, dann sollte man sich eben auch den Aufwand (finanziell, personell und räumlich) bewusst sein. Eine Basistufe in einem Klassenzimmer mit einer LP geht nicht.

      • Annalena sagt:

        Herr Brechbühl, nach den Erfahrungen, die mein 4 jähriger Enkel gerade machen muss, bin ich geneigt, Ihnen zuzustimmen. Die Kindergärtnerinnen sind mit den Kleinen völlig überfordert, es ist ein Erziehungsexperiment mit wahrscheinlich deprimierendem Ausgang. Dabei fand ich es in der Theorie so überzeugend… Ich habe mich wohl getäuscht.

      • 13 sagt:

        @ J.B.
        Und dann noch ein kleiner Nachtrag, den ich vergessen habe: Gerade der Kt. Bern gibt ja den Eltern die Möglichkeit, die Kinder völlig unbürokratisch und auf eigenen Wunsch zurückzustellen, wenn es ihnen zu früh ist.

    • Sportpapi sagt:

      @Brechbühl: Das ist jetzt widersprüchlich, unsinnig und zum Teil schlecht informiert.

      • @sportpapi

        Das Schulhaus ist 50m von meinem Wohnzimmer entfernt. Ich bin gut informiert. Dass es unsinnig ist, damit bin ich einverstanden.

        Ich bleibe dabei, dass Kinder am ersten zu selbstbestimmten, sich selber vertrauenden Personen heranwachsen, wenn sie selbständig ihre Umgebung entdecken und erobern.

        Die ganztägige Bewachung im Kindergarten dient einzig dazu, die Kinder zu verstaatlichen und die Eltern zu entmündigen. So kann man eine fremdbestimmte, revolutionäre Masse heranziehen.

  • Klicki sagt:

    Natürlich kann ein Kindergartenkind nicht 3,5 km Weg alleine bewältigen. Einigermassen befremdlich finde ich allerdings den Anspruch, dass die Gemeinde das Problem lösen soll. Am Anfang können sowieso die wenigsten Kindergärtler den Weg alleine zurücklegen und in den meisten Fällen ist es zumindest in stadtnahen oder städtischen Verhältnissen auch nachher noch nötig, sie wenigstens einen Teil des Wegs (bis über die nächste grössere Strasse, etc.) zu begleiten. Darauf muss man sich als Eltern einfach einstellen.

    • Katja Winkler sagt:

      Vielleicht habe ich Sie grad falsch verstanden? Sie meinen also wirklich, dass berufstätige Eltetn grundsätzlich ihren Job aufgeben sollen, damit sie ihre Kinder bringen können, nur weiles die Gemeinde nicht auf die Reihe bekommt ??????

      • Anna sagt:

        Richtig Sportpapi: gemeinsame Lösungen finden und die Eltern ernst nehmen! Genau um das gehts doch der Familie, oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Anna: Das weiss ich nicht. Wir wissen ja ganz wenig darüber. Unter anderem fehlt die Stellungnahme der Gemeinde. Aber offenbar gibt es ja eine bewährte Lösung. „Die Eltern organisierten Fahrdienste und wurden für die gefahrenen Kilometer von der Gemeinde entschädigt.“ Mir scheint das eigentlich das Naheliegendste. Und ich bin sicher, dass man sich als Eltern darauf verlassen kann, dass das jeden Tag funktioniert. Und dass man als Eltern in der Lage ist, einen gelegentlichen Einsatz dafür sicherzustellen oder sich freizukaufen.

      • Klicki sagt:

        Die Frage ist eher, warum es die Eltern „nicht auf die Reihe bekommen“. Schliesslich muss ja auch jemand da sein, wenn das Kind um 8 Uhr geht und um 12 Uhr kommt. Warum es dann nicht möglich sein soll, den Fahrdienst im Elternkreis zu organisieren, ist mir ein Rätsel. Da fehlt es wohl eher am Willen und Formulierungen wie dass „die Gemeinde es auf die Reihe bekommen soll“, sind genau der Ausdruck einer anmassenden Anspruchshaltung nach dem Motto „wenn ich schon Steuern bezahle, will ich auch das Maximum an Leistungen für mich persönlich herausholen“.

    • Katja Winkler sagt:

      Vielleicht habe ich Sie grad falsch verstanden? Sie meinen also wirklich, dass berufstätige Eltetn grundsätzlich ihren Job aufgeben sollen, damit sie ihre Kinder bringen können, nur weiles die Gemeinde nicht auf die Reihe bekommt ??????

      • Ursula sagt:

        Ja, Frau Winkler, ganz genau so ist das jeweils gedacht. Jeder ist seines Glückes Schmied, und wenn’s nicht geht, dann hat man sich zu organisieren; was absolut nicht geht, dass solche Angelegenheiten dem gebeutelten Staat aufgeladen werden.

      • Sportpapi sagt:

        Nö. Aber dass auch berufstätige Eltern in erster Linie selber dafür zuständig sind, dass die Kinder in Kindergarten/Schule kommen. Denn auch ein zumutbarer Schulweg heisst noch lange nicht, dass die Kinder das vom ersten Tag an alleine gehen.

      • alam sagt:

        @Sportpapi: aber 3,5 km werden sie auch nach 3 Jahren noch nicht alleine gehen.

      • Sportpapi sagt:

        @alam: Das stimmt. Und doch würde es mir gar nicht in den Sinn kommen, die Gemeinde dafür verantwortlich zu machen, dass mein Kind einen so langen Schulweg hat. Irgendwie müssen da gemeinsam Lösungen gefunden werden.

      • Annalena sagt:

        Ich nehme an Ursula, dass Ihr Ernährer in der Lage ist, Ihnen eine gehobene Existenz zu garantieren. Frei nach: Eine Männerkarriere bedeutet, mehr Geld zu verdienen, als eine Frau je ausgeben kann. Eine Frauenkarriere, einen solchen Mann zu finden. Nur gibt es Versagerinnen, die Handwerker, Angestellte und Dienstleistungsfachleute heiraten. Die müssen dann mitarbeiten, damit das Geld reicht. Die können halt nicht einfach zu Hause bleiben und die Erben versorgen, ausser die Sozialhilfe springt ein.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Annalena

        Warum sind Handwerker und Dienstleistungsangestellte Versager? Auch diese Menschen erfüllen ihren Beitrag zu einer funktionierenden Gesellschaft.

      • Anna sagt:

        Sportpapi: Fakt ist eben auch, dass mit dem HARMOS die Schulpflicht bereits mit dem KINDERGARTENalter obligatorisch wird und somit bereits knapp 4-jährige ihren Schulweg machen müssen. Ob dies den Eltern dann passt oder nicht; es ist neu obligatorisch. Und schon und genau auch deswegen, müssen die Gemeinden neue Regelungen treffen!

      • Sportpapi sagt:

        @Anna: Das stimmt. Und ich setzte mich in meiner Gemeinde höchstpersönlich für sichere Schul- und Kindergartenwege ein (und z.B. gegen Pedibus-Projekte usw.). Dennoch kann die Gemeinde nicht jedes Kind einzel an der Hand nehmen und in den Kindergarten führen. Dennoch müssen die Eltern oder ein von ihnen beauftragter Stellvertreter in den ersten Wochen die Kinder in den Kindergarten begleiten, wenn das nötig ist. Und manchmal ist das eben auch nötig, wenn der Weg eigentlich gar kein Problem wäre.

      • 13 sagt:

        Ich verstehe immer noch nicht, warum jemand seinen Job aufgeben muss, nur um das Kind zur Schule und wieder heimzufahren. Das Kind wird ja weder vor der Schule, noch mittags allein sein können. Wenn dann beide arbeiten, was oft notwendig, aber auf jedem Fall legitim ist, dann braucht es eben eine Betreuungslösung. Und wenn das Kind den Weg nicht alleine machen kann, suche ich eine Betreuungslösung, die das auch gleich übernehmen kann….Tagesschule, Mittagessen bei Gspännli, Tagesmutter mit Fahrmöglichkeiten oder eben wie hier, die Schwiegermutter.

  • Orlando sagt:

    @Peter. Gegen Zürich’s Schulbehörden haben Eltern und Kinder dann eine Chance, wenn sie sich bereits vom ersten Schreiben an, von einem Anwalt beraten lassen. Mit Kosten verbunden, aber es hilft enorm wenn die richtigen Worte gewählt werden, und die richtigen Personen angeschrieben werden. Die Schulbehörde beschäftigt nämlich nicht nur eigene Googler, sondern auch eigene Anwälte um sich gegen den frechen Ansprüchen oder Vorwürfen der Eltern zu wehren.

  • Orlando sagt:

    Wenn der Schulweg unzumutbar weit ist, und man selber keine Möglichkeit hat sein Kind in die Schule zu bringen weil man als Steuerzahler Geld verdienen geht, kann man doch ein Taxi damit beauftragen. Schule und Gemeinde werden darüber informiert mit der Bitte die Kosten zu übernehmen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Genau, das läuft bei uns auch so und selbstverständlich werden die Kosten dafür von der Gemeinde übernommen.

  • Vivienne Tran sagt:

    Ich hatte einen einstündigen Kindergartenweg. Geschadet hat’s mir nicht. Falls keine Autobahn überquert werden muss, finde ich geht das. Und nein, ich bin nicht hundert Jahre alt.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Aha und über Mittag sind Sie nach Hause gelaufen und für den Namiunterricht wieder in den Kiga? Aber klar doch, bei 2 Stunden Mittagspause.

    • Susi sagt:

      Was einem nicht geschadet hat, muss deswegen nicht zumutbar sein. Ich hab mal eine Weile in einem Haus ohne Heizung oder warmes Wasser gelebt und im Winter bei 5° Raumtemperatur kalt geduscht. Hat mir auch nicht geschadet, es ist aber trotzdem nicht zumutbar.

      • Susi sagt:

        Ah, ja, und beim Fernsehen musste man den Kopf leicht zur Seite drehen, weil einem sonst der eigene Hauch die Sicht nahm… Hat mir auch nicht geschadet, aber wenn’s anders geht….

        Übrigens, der Vergleich mit der Autobahn ist ziemlich daneben.

      • Vivienne Tran sagt:

        Ich würde das meinem Kind zumuten. Und ja, ich bin allein nachhause gelaufen, hin und zurück. Damals war das kein Thema. Ich hätte wohl „Autobahn“ schreiben müssen. Natürlich keine echte Aurobahn.. Tststs.. Da war viel Fussweg, Strassen zu überqueren, ja, aber eben keine „Autobahn“ mit enormem Verkehr. Dafür viel Waldweg, was wohl einige wieder unzumutbar finden, wegen werweisswerdahinterdemBuschlauert. Aber als Kind genoss ich die Freiheit.

      • Susi sagt:

        Ich hab auch verstanden, dass die Autobahn metaphorisch gemeint ist. Man muss sich nur fragen, was für Bilder man evoziert, wenn sowas schreibt; die Anführungszeichen machen es auch nicht besser.

        „Damals“ waren die Verhältnisse halt anders als heute, darum ist es etwas merkwürdig, wenn einige hier von ihrer eigenen Kindheit erzählen und unmittelbare Vergleiche anstellen.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Ich bin nicht einverstanden, dass unsere Erfahrungen „damals“ überhaupt nicht mehr als Referenz für heute gelten. Ich weiss, wir haben heute mehr Verkehr. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit gefährlicher. Zudem sind in der Zwischenzeit viele gefährliche Orte entschärft worden. Vielmehr ist die heutige Wahrnehmung von gefährlich und zumutbar eine ganz andere als früher. Und vielleicht übertreiben „wir“ (auch wenn ich nur zum Teil dazugehöre) hier auch ein bisschen. Dass ein Kindergärtern z.B. gar keine Strassen überqueren soll, ist völlig übertrieben!

      • Susi sagt:

        @SP: Meine Tochter überquerte mit 4 auch schon allein Strassen und begleitet nach dem Chindsgi manchmal noch ihr Gspänli, das 600 m entfernt wohnt, bevor sie sich dann auf den eigenen Heimweg macht. Alles im grünen Bereich für mich.
        Aber hier ist die Rede von mehrstündigen Schulwegen, die jetzt im Nachhinein glorifiziert werden. Die Zeiten ändern sich einfach, heute geht man auch nicht mehr zwei Stunden zu Fuss im Regen zum Einkaufen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ich bin mit 7 Jahren aus der Schule rausgegangen, haben meine Schwester aus dem Kindergarten abgeholt (insgesamt ca. 1,5 km), bin dann heim, habe eine alte Gasheizung angelassen, um die Wohnung zu heizen, wärmte das Mittagessen für uns beide auf, das ebenfalls auf einem alten Gaskochherd, und hütete meine Schwester, bis Mami heimkam. Manchmal waren wir dazwischen draussen, in einer Stadt mit einer erheblichen Kriminalitätsrate. Ja, man sollte die Vergangenheit als Referenz hinzuziehen, aber 1:1 übernehmen geht eben nicht. Ich würde das meine Kinder heute nicht lassen.

      • 13 sagt:

        Aber ich gebe Ihnen recht, dass keine Übertreibung notwendig ist: Ein Kindergartenkind kann eine Strasse überqueren und auch mehr als 500 m laufen. Das ist einfach Blödsinn.

    • Gerhard Engler sagt:

      ich habe manchmal auch eine Stunde (oder sogar mehr) für meinen 1,5km Schulweg gebraucht.

    • Annalena sagt:

      „Falls keine Autobahn überquert werden muss…“Ich nehme Ihnen Ihre Story nicht ab. Autobahnen werden per Über- bezws. Unterführung bequem und gefahrlos gemeistert. Im Gegensatz zu Hauptverkehrswegen. Ich nehme an, Sie brauchten für 200m eine Stunde. Das hat meine Tochter hin und wieder auch geschafft.

  • fabian sagt:

    „…wenn es nach Meinung von Verkehrspsychologen geht: «Fachleute erachten Schulwege von über 500 Metern und die Überquerung von Strassen für Vier- bis Fünfjährige generell als unzumutbar»“
    500 Meter. So ein Brunz. Diese Sozialindustrie nervt langsam echt. Da wird so ein Hafechäs rausproletet und diese sog. Experten zocken bestimmt noch 300 Stutz die Stunde ab.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und Sie nehmen sicher immer das Auto für 500 m. Schon mal überlegt, wie weit 500 m für ein 4 jähriges Kind sind? Nicht zu vergleichen mit der Wanderung am Sonntag, da es diese ja nicht alleine bewältigen muss.

  • Toni Dubs sagt:

    Genau, Frau Baronin von Siebenthal, sollen sie doch Kuchen essen statt 3.5 km zu laufen!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      ????

    • dres sagt:

      Ich möchte gerne wissen, wann Sie das letzte Mal dreieinhalb Kilometer mal zwei zu Fuss zurückgelegt haben, falls das überhaupt schon mal passiert ist… Aber wahrscheinlich haben Sie mit vier Jahren auch schon Marathons bestritten und Eigernordwand bestiegen.

      • Toni Dubs sagt:

        Also, mein Schulweg – per pedes – ab Alter 6 war ca. 3 km, ab Alter 10 ca. 2.5 km per pedes plus 21 Minuten per Zug (ideal fuer Uffzgi nachholen). Zugegeben, die automobilen Verkehrsteilnehmer waren weniger und auch weniger borniert als heutzutage.

  • Yves sagt:

    Die heutige Verkehrssituation lässt sich doch nicht mit früher vergleichen. Der heutige Verkehr ist viel dichter, gestresster und aggressiver, es hat viel mehr LKWs. Ich wohne in Wollerau, Kanton Schwyz und was hier innerorts unseren schwächsten Verkehrsmitglieder -den Kindern- zugemutet wird ist schlichtweg im höchstem Grade unzumutbar. Da brettern X5’s und sonstige Helden der Strasse regelmässig mit ihren übermotorisierten Sportautos mit über 70km/h innerorts gegen Samstagern den Hügel rauf mit keiner rellen Chance an den äusserst schlecht platzierten Zebrastreifen halten zu können.

    • @Yves
      Den X5 nennt man in der Fachsprache „Hausfrauenpanzer“. Dieser dient der motorisierten Fortbewegung im Unterschied zu einem richtigen Sportwagen, der dem Autofahren dient und meistens von Männern benutzt wird, vor allem in dem Alter wo eine Testosteron-Ersatztherapie nötig wird.

      Hausfrauen benötigen X5 genau dazu, die gesetzliche vorgeschriebenen Kindersitze zu montieren, die Kinder in den Kindergarten zu chauffieren und danach zum Shoppen und zum Käfelen zu gehen.

  • Ueli Eichenberger sagt:

    Vielleicht kann die Gemeinde einfach nicht dafür aufkommen? Es gibt Familien, welche die Infrastruktur als Kriterium für die Auswahl der Wohnsituation erachten.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Dann hat die kantonale Schulbehörde dafür aufzukommen. Warum die Familie dorthin gezogen ist spielt keine Rolle, da ja von der kantonalen Erziehungsdirektion ganz klar kommuniziert wurde, dass die Eltern für den Schulweg NICHT aufkommen müssen.

    • Claudia Grau sagt:

      Vielleicht noch wichtig zu erwähnen, dass den Gemeinden vom Kanton je nach Schulwegsituation und Zumutbarkeit, die Kosten bis zu 50% subventioniert werden!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Urs Forster

        Hier in der Schweiz haben wir etwas das sich Schulpflicht nennt. Natürlich hat die Gemeinde dafür zu sorgen, dass jedes Kind diese Schulpflicht erfüllen kann. Bei uns zB werden die Kinder aus entlegenen Höfen von Taxis aufgesammelt und in die Schule gebracht, bei einem grossen Weiler gibt es einen Schulbus dafür.

  • Daniel Degen sagt:

    Es hat Sie ja auch niemand gezwungen dirthin zu ziehen. Das ist eben typisch schweizerisch: von billigerem Wohnraum und evtl. noch billigeren Steuern profitieren, aber trotzdem alle Annähmlichkeiten haben wollen. Zieht doch in die Stadt, wenn ihr alles nah haben wollt. Ansonsten organisiert euch bitte selbst. Ich als Stadtbewohner möchte nicht für den Transport eurer Kinder aufkommen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Neid, Neid, Neid………. Sie wissen nicht, weswegen die Familie dorthin gezogen ist und es geht Sie wohl auch nichts an. Falls Sie in einem Kanton wohnen der NFA bezieht, wirft Ihnen das hier ja auch niemand vor.

    • Katja Winkler sagt:

      Als Nichtraucher kommen Sie auch für die Lungenkrebsbehandlung von Rauchern auf. Nennt sich „Solidarität“. Schon mal gehört davon?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich kann Ihnen versichern, dass Lenas Familie gute Gründe hat, dort zu wohnen. Und nein, es sind nicht der „billigere Wohnraum“ und „billigere Steuern“.

  • Mike sagt:

    Die Gemeinde kann nur leider nicht mal eben einen Rentner dafür anstellen. Die Auflagen dafür sind absolut unverhältnismässig hoch. Der Fahrer muss (ohne Sch…) die Buschauffeur Prüfung machen. Auch wenn er nur 1x die Woche mit einem Kleinbus bis 16 Plätze rumfährt. Absolut idiotisch…

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Ich finde es eine Frechheit, wenn hier Leute meinen, dass das Kind 3.5 km selber zu bewältigen hat. Wahrscheinlich sind das genau diejenigen, die zum Bäcker das Auto unter den faulen Hintern nehmen.

    • Ellen sagt:

      Genau meine Worte!

    • Katja Winkler sagt:

      Danke für Ihren Kommentar!

    • Urs Forster sagt:

      Liebe Tamar von Siebenthal, wer so wenig denkt und mit Kindern an den Arsch der Welt zieht muss wohl oder übel selber dafür sorgen, dass die Kinder zur Schule kommen. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit jeden Furz bezahlen muss. Ich bin 50 und weiss, dass in manchen Bergregionen der Schweiz ein solcher Schulweg akzeptabel ist. Aber alle verwöhnten Städter meinen, wenn mehr als 1km Fussweg zugemutet werde, dass sei Kindsmisshandlung. Hört endlich auf damit die Kinder zu stark zu verwöhnen!

      • Susi sagt:

        Genau, in Afrika leben die Kinder nämlich sogar ohne Strom, in Indien müssen sie vom frühsten Alter an arbeiten und hier können sie nicht mal zwei Stunden zu Fuss in den Chindsgi! Voll verweichlicht, unsere Gesellschaft!

      • Hitz sagt:

        Heilandsack…es geht nicht um den SCHULweg, sondern den CHINDSGI-Weg. Hallo! 3.5 Km sind da eindeutig zu lang.
        Und ja, ich ging früher auch ca. 2 Km zu Fuss in die Schule, bei Schnee, Regen und Meteoritenschauern, aber damals waren die Strassen in dem Dorf, in dem wir wohnten, auch noch viel weniger befahren als heute. Heute könnte man das in dem selben Dorf den Kindern nicht mehr zumuten.
        Und was das Finanzieren von „jedem Furz“ anbelangt: Welche Fürze sind denn ganz genau wichtiger als die Sicherheit der Kinder?

    • Ora sagt:

      Das Kind nicht, aber die Eltern. Die müssen am Morgen und zu Mittag sowieso jemanden zu Hause haben zum Babysitten, also kann diese Person das Kind auch abholen, zu Fuss, oder im Auto.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Urs Forster

        Wie schon erwähnt haben wir in der Schweiz die Schulpflicht. Gilt ein Schulweg als unzumutbar, hat die Gemeinde für einen sicheren Transport der Schüler zu sorgen, punkt. Sie wissen nicht, warum diese Familie dort hingezogen ist und es spielt keine Rolle. Fakt ist, dass die Eltern den Schulweg für die Schulpflicht nicht selber bewältigen können.

        @ Ora

        Vielleicht wird das Kind ja von einer Tagesmutter betreut die aber noch kleinere Kinder hat und deswegen das Kind nicht abholen kann.

      • Annalena sagt:

        Sie haben keine Ahnung, wie die Familie die Mittagszeit überbrückt, ob eine Tagesmutter den Mittagstisch betreut oder der Urgrossvater. Aber die Person kann das Kind nicht abholen. Alles andere ist nicht von Belang. Hören Sie auf mit der unsäglichen Leier, „Mami muss zu Hause sein, sonst geht die Welt unter“.

  • Claudia Grau sagt:

    vielen lieben Dank für diesen Artikel, welcher das Problem mehreren Familien in unterschiedlichen Ortschaften ernst nimmt und Punkte anspricht, die von den Behörden einfach ignoriert werden, solange niemand etwas dagegen unternimmt!

  • Claude sagt:

    In der Stadt Zürich können unsere Kinder bequem zu Fuss alle Chindsgi und Schulstufen inkl. Gymi erreichen. Dafür nehmen wir den höheren Steuerfuss in Kauf. Je nachdem können andere Eltern mit den eingesparten Steuern einen Taxidienst finanzieren.

  • jonas reich sagt:

    Da Grundproblem sind Eltern, welche an den A. der Welt ziehen und das Gefühl haben, dass das Gemeinwesen deren Ego-Trip nun zu finanzieren hat.

    • Vivienne Tran sagt:

      ..und dann sind noch die Familien, die schön seit Generationen am A der Welt wohnen.. Sollen diedeswegen in die Stadt ziehen? Und dann spricht man von Verstädterung und der Überalterung der abgelegenen Dörfer.

      • Anna sagt:

        … genau Herr Reich. Vielleicht wohnt die Familie ja seit Generationen dort und führt einen Betrieb und zahlt dementsprechend auch ihre Steuern in der Gemeinde…!? Und JA, das Gemeinwesen soll genau für solche Kosten aufkommen und so vielleicht auch weitere Familien in de Gemeinde holen!

      • Sportpapi sagt:

        Wie haben die denn seit Generationen das Problem gelöst?

      • alam sagt:

        Wir sind nicht hierhergezogen, sondern waren schon immer da. Solche wie uns gibt es viele. Hier am „A. der Welt“ ist mein Vater auf einer Kiesstrasse zur Schule gegangen. Da fuhren sicher täglich 3-4 Autos vorbei! Bei mir war es schon eine vielbefahrene 80er-Teerstrasse, jedoch mit einem schmalen Kiesstreifen daneben zum laufen – nicht wirklich gut, aber immer noch zumutbar. Inzwischen hat sich der Verkehr nochmals verfünffacht, die Strassenränder werden nicht mehr unterhalten. Die Autos sind im Schnitt 20-30 cm breiter geworden, was nur die Leute im Auto sicherer macht, die ausserhalb nicht.

      • Annalena sagt:

        @ Sportpapi Die frühere Generation ging mit 7 zur Schule, nicht mit 4 in den Kiga. Die drei Jahre machen was aus, ob Sie das glauben oder nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Die Schule fängt heute drei Jahre früher an als früher? Also ich bin auch schon zwei Jahre in den Kindergarten in meinem Dorf. Und das ist jetzt doch schon einige Zeit her.

      • alam sagt:

        Ja, genau Sportpapi. Ich kann das bestätigen. Ich und mein Vater gingen in der gleichen Gemeinde mit 7 Jahren zur Schule. Kindergarten gab es damals noch nicht. Die heutigen Kinder gehen mit 4 in den Kindergarten. Das sind nun mal 3 Jahre und in diesem Alter sind die Unterschiede nicht nur in der Grösse, sondern vor allem in der Entwicklung riesig.

    • Anna sagt:

      Sportpapi: in früheren Zeiten waren die Bäuerinnen zu Hause und arbeiteten nicht teilzeit. Die Bauern arbeiteten auf dem Betrieb und nicht noch extern; sprich, um welche Zeit das Essen auf dem Tisch stand, spielte noch keine Rolle. Heute arbeiten Bauern auch mal zusätzlich extern und haben vielleicht knappe 30 Minuten Mittagszeit zu Hause. Zudem war es früher auch einfacher, mehrere Kinder in 1 Auto zu transportieren, da es noch keine „Sitzli-Vorschriften“ gab….

      • Sportpapi sagt:

        @Anna: Die Bauern, die ich kenne, sind heute eher glexibler als früher. Und jedenfalls sind sie in der Lage, bei Bedarf ihre Kinder in die Schule (oder abends ins Training) zu begleiten.

      • Anna sagt:

        Richtig die Bauern… aber wie sieht es mit ArbeinehmerInnen aus? Snd die auch flexibel und können dem Chef sagen „ab sofort beginne ich erst um 8.30 Uhr, da ich vorher noch mein Kind in den KiGa bringen muss“…. geht das?

      • Sportpapi sagt:

        @Anna: Wie ich die letzten drei Wochen nach Kindergartenstart meines Mittleren wieder gesehen habe: Ja, teilweise geht das. Oder man findet eine andere Begleitperson. Jedenfalls werden die Kinder in den ersten Wochen begleitet.

      • alam sagt:

        Also hier hat es viele Bauernkinder, die abgelegen wohnen, aber kein einziges darf ins Training oder mit anderen Kindern abmachen, bevor es selber mit dem Velo hin kann.

      • Sportpapi sagt:

        @alam: Ich habe Bauernkinder, die abgelegen wohnen, in meinen Trainings…

      • alam sagt:

        …die mit dem Velo selber ins Training fahren können.

      • Sportpapi sagt:

        Mittlerweile schon, alam. Zu Beginn nicht. Und schon gar nicht nach Hause, wenn es dann im Winter dunkel ist.

  • Kurt Müller sagt:

    Ich bin immer wieder darüber erstaunt, dass es in der Schweiz kaum Schulbusse gibt. Will man den Schulkindern von klein auf von öffentlichen Verkehrsmitteln fernhalten?

  • Urs Forster sagt:

    Ich gehe davon aus, dass die Eltern dorthin gezogen sind. Also wussten sie, wie die Situation dort ist. Ein Kind in diesem Alter kann 3,5 km alleine zurücklegen. Hatte in meiner Jugend machen Kollegen, der dies sogar im Winter bei Schneetreiben bewältigte. Unsere Gesellschaft wird immer mehr verweichlicht. Man muss sich auch die Kosten der Allgemeinheit für dieses eine Kind vorstellen. Der Staat muss nicht alles und jedes regeln und ermöglichen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Nun, die Erziehungsdirektion des Kanton Bern ist da anderer Meinung, also hat die Gemeinde für die Beförderung dieses Kindes zu sorgen, punkt.

      Ich weiss ja nicht wie alt Sie sind, aber die Beispiele von Kollengen aus Ihrer Jugend hinkt, da sich der Verkehr seither womöglich vervielfacht hat, oder es ist kein Trottoir vorhanden. Ich habe während meiner Schulzeit die Hauptsrasse ohne Zebrastreifen überqueren können, wo es heute ohne Lichtanlage kein Durchkommen mehr gäbe.

    • Claude sagt:

      Ein vierjähriges hat noch nicht so lange Beine. Soll das Kind jeden Tag 2 Stunden hin und 2 Stunden zurück laufen? Und von den Gefahren im Verkehr ganz zu schweigen. Das ist wirklich unmenschlich.

    • Susi sagt:

      „Hatte in meiner Jugend machen Kollegen, der dies sogar im Winter bei Schneetreiben bewältigte.“

      Und wahrscheinlich beide Wege aufwärts, oder?

    • Katja Winkler sagt:

      Im Jahr 1730 durchaus denkbar …

    • loulou55 sagt:

      Wenn Sie einem Kindergarten-Kind 3,5km Weg zumuten, gehe ich davon aus, das Sie den Arbeitsweg sowie Einkäufe alles zu Fuss erledigen und so einen Beitrag gegen überfüllte Strassen und ÖV leisten.
      Ist wohl einem Erwachsenen zumutbar, was man von einem Kind erwartet. 30km Arbeitsweg liegen so für einen Erwachsenen locker drin…. gelle…??
      Oder sind Sie nur ein Neidbürger, der grundsätzlich nichts mitzahlen will was er nicht selber nutzt?

  • Peter sagt:

    wir streiten in zürich seit längerem mit der kreisschulpflege über die zumutbarkeit des schulweges. ein absoluter behördenleerlauf auf höchster ebene. statt einfach jedem kind unter 12 jahren generell ein vbz ticket zu geben, werden für jeden schulkreis extra neue mitarbeiter beschåftigt die den schulweg mit google berechnen sollen. ab 1.6 km gibts ein ticket. bei 1.5 nicht. wer mit dem ergebnis nicht einverstanden ist, kann den rechtsweg bestreiten. bis der fall durch ist, geht das kind nicht mehr zur schule. sowas gibt es nur im familienfreundlichen zūrich.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      1.5 km sind ab einem gewissen Alter zumutbar, sorry.

    • Claude sagt:

      In DE ist der öffentliche Verkehr Für Kinder bis 14 gratis. Das wäre doch auch für uns eine Lösung.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Claude

        Ich kann da Ihnen nur bedingt zustimmen, da ich auch bei uns sehr viele Kinder sehe, die für 1 oder 2 Stationen den Bus nehmen. Ein Kicki würde ich da als die bessere Lösung ansehen, da ansonsten sich die Kinder überhaupt nicht mehr bewegen.

      • Ursula sagt:

        Wo kämen wir da hin, den Staat einfach so zu melken? Jeder schön für sich allein …

    • Nora sagt:

      Ich musste 6 Jahre lang bis zu 4 mal täglich 2km LAUFEN, danach 4 Jahre lang bis zu 4 Mal täglich 5km Velofahren (ZuhauseSchule) Egal bei welchem Wetter und Temperatur. Mit mir mussten das noch viele andere. Das hat definitiv nicht geschadet, sondern äusserst fit gehalten.
      Aus diesen Gründen finde ich es etwas lächerlich wegen 1.5km zu klagen. Den Kindern tut das bisschen Laufen gut, ausserdem kann man den Schulweg ja zusammen mit Freunden gehen, was mir und meinen Kindern immer grossen Spass bereitet hat.

      • Anna sagt:

        ja, hier geht es aber um 3,5 km!

      • Annalena sagt:

        @ Nora. Wir gingen auch nicht mit VIER Jahren in den Kindergarten. Ich ging mit 7 ohne je einen Kindsgi von innen gesehen zu haben zur Schule, meine Kinder fingen mit 5 den Kindergarten an. Das ist ein Unterschied. 3.5 km für eine Vierjährige ist eindeutig nicht machbar. (7 km hin und zurück).

      • Nora sagt:

        Hier im Post von Peter ging es darum, dass das Kind kein VBZ-Abo bekommt, obwohl der Schulweg die schier unglaubliche Länge von 1.5km beträgt. Ich bin mit 6 in der Kindergarten gegangen. Das tut hier aber nichts zur Sache, da Peter von der Schule spricht, und nicht vom Kindergarten. Den Weg bestreiten die Kinder, soweit ich es herauslesen kann eh alleine. Die Frage ist nur, ob mit dem Tram oder nicht. Und in dieser Situation finde ich 1.5km Fuss- / Veloweg eindeutig zumutbar.

  • Claude sagt:

    Das Problem sind die Leute, weil sie Kinder halten und nicht Kühe. Der Staat gibt nämlich für eine Kuh gleich viel Geld aus, wie für vier Kinder. Also einfach Produktion umstellen und es ist für alles gesorgt.

    • fabian sagt:

      In dem Fall im Kt. Bern könnte das sogar den Kern der Sache treffen. Da bauen sich Aussteiger und Romantiker in ehemaligen Bauernhäusern 3.5 km von der Schule entfernt ihr Haus im Landwirtschaftsgebiet, und verlangen dann von den Gemeinden, gefälligst eine OeV-Verbindung zu organisieren. Nun gut, die meisten Gemeinden haben ihre lottrige Bauordnung wie auch die Zweitwohnungsbauerei weitab vom Schuss aus Profitgier selbst verursacht. Solange die Gemeinde nun die Konsequenzen tragen muss, ists gut. Was nicht geht, ist die Kosten dieser Entwicklungen dem Kanton oder Nachbargemeinden aufzubürden.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Aber klar sind die Kantone verpflichtet die Gemeinden zu subventionieren. Das nennt man Solidarität! Zumal gerade der Kanton Bern immense NFA-Zahlungen erhält, die übrigens von ausserkantonalen Steuerzahlern finanziert wird. NFA ist übrigens auch Solidarität! Da haben Sie aber als Kantonsberner auch nichts dagegen, ja?

      • Katja Winkler sagt:

        Ihnen ist aber schon klar, dass diese „Romantiker“ in diesem Kanton auch Steuern zahlen? Und wenn es diesen finanziell möglich ist, gleich einen ganzen alten Bauernhof zu sanieren, wohl nicht zu knapp!!

    • Anna sagt:

      Claude, vielleicht haben „diese Leute“ ja Kinder UND Kühe?! Schon mal daran gedacht, dass es sich dabei vielleicht um eine Familie handelt, die einen landwirtschaftlichen Betrieb führen und deshalb auch so wohnen?

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