Endlich haben Väter die gleichen Rechte

Ein Papablog von Markus Theunert*

Mamablog

Der fürsorgliche Vater ist ein Rollenbild für die Zukunft. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Seit gestern ist die gemeinsame elterliche Sorge in der Schweiz die Regel: Sprechen keine gravierenden Gründe dagegen, müssen die Gerichte beide Eltern als Sorgerechtsinhaber anerkennen.

Schnell wurden Unkenrufe laut, das Gesetz ändere in der Realität gar nichts, da die Zuteilung des gemeinsamen Sorgerechts keinen direkten Einfluss darauf habe, wem die Gerichte die Kinderbetreuung und damit die Entscheidungsmacht über alle Fragen des Alltags zusprechen. Das stimmt zwar. Ich behaupte trotzdem: Das neue Gesetz wird Partnerschaft, Familie und Gesellschaft ganz wesentlich verändern.

Erstens ist das neue Gesetz ein glasklares politisches Signal an die Bevölkerung. Der Gesetzgeber anerkennt: Kinder können keinem Elternteil «gehören». Vater und Mutter bleiben gemeinsam Eltern, auch wenn sie sich als Liebespaar für getrennte Wege entschieden haben. Sie sind gefordert, es unabhängig von ihrer eigenen Befindlichkeit zu ermöglichen, dass ihre gemeinsamen Kinder zu ihnen beiden einen alltagsnahen Bezug erhalten. Damit zeigt der Gesetzgeber all jenen Elternteilen die Rote Karte, die glauben, ihren Ex nicht nur aus dem Bett, sondern auch aus der Familie vertreiben zu können. Die normative Vorgabe heisst: Familien bleiben auch nach der Trennung der Eltern Familien, wenngleich sie sich unter ganz neuen Vorzeichen organisieren müssen. Spaltungsversuche aber werden weder toleriert noch belohnt.

Zweitens ist das neue Gesetz ein starker Ausdruck der Wertschätzung für Väter und gelebte Väterlichkeiten. Ja, in gewisser Weise gibt das Gesetz den Vätern ein Stück ihrer Würde zurück. Denn die bisherige Regelung machte sie faktisch zum Spielball des mütterlichen Goodwill – und manövrierte sie damit in die Rolle, mit der Männer in der Regel extrem schlecht umzugehen wissen: in die Rolle des Ohnmächtigen, des Ausgelieferten. Mit dem neuen Gesetz wird die Beweislast umgedreht: Nun müssen Väter nicht mehr bezeugen, beteuern und belegen, warum sie als Väter wichtig sind und bleiben. Vielmehr ist genau dies neu die Grundannahme, die von jenem Elternteil erst bestritten werden muss, der die alleinige Sorge beansprucht. Das ist ein starkes Zeichen: Statt grundsätzlich von der Ersetzbarkeit der Väter auszugehen, werden sie in Zukunft als grundsätzlich unverzichtbare Bestandteile der Familie angesehen. Diese Wertschätzung ist natürlich zugleich auch Verpflichtung.

Denn das neue Gesetz ist drittens sehr wohl auch Appell und Vorgabe. Moderne Elternschaft heute – so die Grundbotschaft – ist gemeinsame Elternschaft: Männer und Frauen haben beide gleichermassen zur emotional-fürsorglichen wie auch zur materiell-monetären Sicherheit der Familie beizutragen. Natürlich leben wir in einer liberalen Gesellschaft, in der alle ihre Lebensform selbst wählen können. Gelingt jedoch die Einigung nicht, dann weist das Gesetz einen neuen Horizont: Statt des Rückfalls in das traditionelle Ernährermodell bahnt es die Spur in Richtung egalitärer Rollenverteilung. Fifty-fifty heisst dabei nicht, dass Mutter und Vater je einen 50-Prozent-Job haben. Es heisst, dass Mutter und Vater gleichermassen in der Verantwortung stehen, beide Fertigkeiten – Geld verdienen und für ein Kind sorgen können – parallel und gleichwertig entwickeln. Damit erteilt der Gesetzgeber all jenen eine Absage, welche Familie als Versorgungsgemeinschaft denken, in der es klare Trennlinien zwischen Versorgern und Versorgten gibt.

Damit die gemeinsame elterliche Sorge in der Wirklichkeit mehr wird als ein symbolisches Bekenntnis, braucht es nun den Mut zur Umsetzung. Das betrifft Behörden und Gerichte ebenso wie die (künftigen) Eltern selbst. Behörden und Gerichte sind gefordert, das Gesetz tatsächlich im Sinn des Gesetzgebers umzusetzen. Natürlich bietet es etliche Möglichkeiten, heutige Einseitigkeiten auch künftig zu offizialisieren. Das jedoch wäre schlicht eine Anmassung. Zu hoffen ist, dass Behörden und Gerichte nicht einfach murrend tun, was sie tun müssen, sondern konsequent darauf hinwirken, das Leitmotiv der gemeinsamen elterlichen Sorge im Alltag lebbar zu machen.

Das Gleiche gilt für die Eltern selbst. Sie wissen in Zukunft: Das Ja zur Elternschaft ist auch ein unwiderrufliches Ja zur Beziehung zur Mutter oder zum Vater des eigenen Kindes. Es ist ein Ja zu einem lebenslangen Band. Ein Ja zur Verpflichtung, mit diesem Menschen auch dann eine Verständigung zu finden, wenn sich Unliebe oder sogar Hass breitmachen. Das ist eine grosse Aufgabe, fürwahr. Welch stolzes Zeugnis, dass uns der Staat diese Reife zutraut und zumutet, nachdem seit Gründung des Bundesstaats stets entweder Mütter oder Väter als minderwertiges Familienglied gedacht wurden. Erstmals erhalten wir eine faire Chance, Gleichwertigkeit zu leben. Nutzen wir sie!

theunert_150p*Markus Theunert (41) ist Präsident des Dachverbands Schweizer Männer- und Väterorganisationen Männer.ch und Autor des Buchs «Co-Feminismus. Wie Männer Emanzipation sabotieren – und was Frauen davon haben». Er teilt sich mit seiner Lebensgefährtin die Betreuung der gemeinsamen Tochter (Erwerbspensum je 80 Prozent).

178 Kommentare zu «Endlich haben Väter die gleichen Rechte»

  • fabian sagt:

    das gemeinsame sorgerecht ist bereits wieder makulatur.
    kassiert vom bundesgericht.
    wenn frau die sorge nicht teilen will, muss sie nicht.
    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Verlieren-Vaeter-Sorgerecht-an-die-Muetter/story/22972839
    so siehts leider aus.

  • Jürg Diener sagt:

    Ich unterstütze Väter in schwierigen Lebenssituationen, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Sorgerecht sowie in der gewaltfreien Kommunikation. Jürg Diener http://www.vaeterberatung-schweiz.ch

  • Lisa sagt:

    Ich gehe mal davon aus, dass sich in einem Mama/Papablog ausschliesslich diejenigen Väter herumtreiben, denen auch wirklich etwas an ihren Kindern liegt. Draussen in der realen Welt sieht es leider anders aus. Es klingt vielleicht sexistisch, aber die meisten Väter, die ich kenne, sind Freizeit-Väter. Sprich: mit den Kindern spielen wenn man Lust hat, aber Windeln wechseln, Arztbesuche, Streitigkeiten etc. kann die Mutter übernehmen. Mütter tragen das Kind schon neun Monate in sich, wodurch automatisch Liebe entsteht. Väter müssen das Kind erst kennen lernen. Mit einem 100% job schwierig.

    • Lisa sagt:

      2. schlussendlich kann man immer situativ entscheiden. In meiner Familie hätte klar die Mutter das Sorgerecht bekommen, da mein Vater Alkoholiker ist und obwohl er uns immer gut behandelt hat und uns liebt, wäre er psychisch nie in der Lage gewesen, sich um uns zu kümmern.
      Ich bin jedoch nicht dafür, dass das Sorgerecht immer der Mutter gegeben wird. Sollte der Vater das Sorgerecht bekommen, muss er aber bereit sein, teilzeit zu arbeiten. Wenn man sein Kind 100% in eine Kita abschiebt,(wenn finanziell nicht notwendig) ist man ein schlechter Vater/ eine schlechte Mutter.

  • David Brunner sagt:

    Es heisst beim gemeinsamen Sorgerecht, dass Vater und Mutter gezwungen werden, als Elternteile zusammenzuarbeiten, und wenn sie es nicht tun, nicht können, egal warum, z.B. weil der Obhutsinhaber nichts zu verlieren hat und es nonchalant auf Streit anlegt, dann könne diesen Eltern von Rechts wegen auch nicht geholfen werden. Wozu sind denn Gerichte da, wenn nicht dazu, Streitsituationen zu regeln ? Diese Haltung ist …. gelinde gesagt nicht nur inkompetent, zynisch und verantwortungslos, sondern ein Verbrechen an den betroffenen Kindern und am zu entsorgenden Elternteil

  • David Brunner sagt:

    Auf der einen Seite Probleme der finanziellen Tragbarkeit, auf der anderen Seite Kontakt-, Informations- und Besuchsrechtsverweigerung sind die akuten Problemfälle bei getrennten Eltern.

    Täter der Instrumentalisierung ist naturgemäss der einseitige Obhutsinhaber. Meistens und im Zweifel sowieso ist die Mutter Obhutsinhaber. Daran ändert das gemeinsame Sorgerecht im Regelfall nichts.

  • David Brunner sagt:

    Leider leider wissen viele offenbar immer noch den Unterschied nicht zwischen Sorgerecht und Obhut und dass das Sorgerecht im Alltag nichts wert ist. Konkrete Fälle zeigen das seit Jahren. In der Schweiz scheint faktisch die Regel zu gelten: Wenn die Mutter nicht will, muss der Vater nichts wollen.

    Wenn irgend einem Vater irgend ein Recht gegen den Willen einer gegebenenfalls einfältigen Mutter haben soll, dann ist das nicht die gemeinsame elterliche Sorge im Regelfall. Ehrlich wäre die geteilte Obhut im Regelfall und die Ahndung der Instrumentalisierung der Kinder als Offizialdelikt.

    • Christoph Schnyder sagt:

      Jetzt warten Sie erst mal ab, wie es sich mit der neuen Rechtslage entwickelt. Bedenken Sie: bisher war es in aller Regel so, dass diejenigen Mütter, die überhaupt der gemeinsamen elterlichen Sorge zugestimmt haben (was sie in den meisten Fällen nicht mussten), die meist nur unter der Voraussetzung getan haben, dass der Betreuungsplan, auf den sich die Eltern einigen mussten, ihnen passt, z.B.: Vater: ein paar Tage pro Monat. Neu haben sie diesen Verhandlungsvorteil nicht mehr, und die Richter werden im Streitfall öfter entscheiden müssen. Hoffentlich langsam immer öfter zugunsten des Vaters.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Das gemeinsame Sorgerecht ist ein Symbol, mehr nicht. Das Obhutsrecht wird dabei überhaupt nicht tangiert: Auch in Zukunft werden überwiegend Mütter im Scheidungs- oder Trennungsfalle das Kind zugesprochen bekommen- und das Besuchsrecht genauso torpedieren können, wie bis anhin. Unterhalt und Kinderalimente werden witerhin die Väter zahlen. Aber sie dürfen jetzt wenigstens mitreden, was die Entwicklung ihrer Kinder anbelangt. Das ist immerhin etwas. Die Rechtlosen sind jetzt Mitspracheberechtigte geworden. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Kein Grund zur Euphorie also.

    • Christoph Schnyder sagt:

      Es ist ein erster Schritt. In einem anderen Artikel schrieb Yvonne Feri sehr richtig, dass bei den Richtern eine Sensibilisierung stattfinden müsste. Es steht nirgends im Gesetz, dass bei gemeinsamer Sorge der Betreuungsplan so aussehen muss, dass der Vater die Kinder nur jedes zweite WE sieht. Es geht schon in die Richtung, dass in Streitfällen immer weniger Richter diese sture Regel anwenden sondern den individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen – leider sehr langsam. Aber ohne gemeinsames Sorgerecht hätten die Väter ohne Sorgerecht wohl gar keine Chance das sie nur ein „Besuchsrecht“ haben.

  • Heidi Keller sagt:

    Ob all der Gleichstellungs-Euphorie geht jemand vergessen: die Kinder. Sie sind die Leidtragenden. Denn sie werden weiterhin zum Spielball sich bis aufs Messer bekämpfender Eltern. Die Mehrheit der Eltern, die sich scheiden lassen, geht im Streit auseinander. Und die Mehrheit scheut sich nicht, die Kinder zu instrumentalisieren. Dieses Freide-Freude-Eierkuchen-Getue färbt eine Wirklichkeit schön, die eben ganz anders ist. Oft unangenehm, oft brutal, ein Kriegsschauplatz, der jetzt nicht durch die Scheidung stillgelegt sondern unendlich verlängert wird. Eine totale Kopfgeburt, das neue Gesetz.

    • Christoph Schnyder sagt:

      Frau Keller, komischerweise gibt es in allen unseren Nachbarländern dieses ach so unsägliche gemeinsame Sorgerecht schon lange, und nirgends ist für die Kinder die Welt untergegangen. Nun war es natürlich sehr bequem für Mütter (und einige Väter) und auch für Gerichte, das Sorgerecht einem Elternteil wegzunehmen, dann hatte dieser Halt das Maul zu halten und es gab es keine Diskussionen mehr. Aber ehrlich – wenn Sie es als „Schikanierung“ empfinden, wenn ein Vater bei der Schulwahl oder Religionszugehörigkeit mitreden will, dann scheint mir eben Sie sehen die Kinder als Ihren Besitz an.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Gemeinsames Sorgerecht hat nur dann eine Berechtigung, wenn sich beide auch 50:50 an der Betreuung beteiligen möchten, ansonsten gibt es nur Machtspiele der nicht beobhütenden Elternteile.

      • Christoph Schnyder sagt:

        @T von Siebenthal: Es hat genauso eine Berechtigung, wenn sich die Eltern 30:70 oder 80:20 die Betreuung geteilt haben und/oder teilen möchten. Nur bei den Vätern, die wirklich kein Interesse an ihren Kindern haben, ist es Unsinn. Aber das ist eine kleine Minderheit – die meisten Väter sind ja keine Monster, sondern allerhöchstens Menschen, die sich auf die Erwerbsarbeit konzentriert haben, was ja nicht per se schlecht ist. Wenn sie vor der Scheidung bei wichtigen Entscheidungen bzgl Kind aktiv beteiligt waren, warum sollen sie es dann nicht auch nach der Scheidung sein?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Tja und wenn sich ein Elternteil gar nie am Familienleben aktiv beteiligt hat. Wie soll dann ein gemeinsames Sorgerecht funktionieren? Dass es sich nur um Einzelfälle handelt kann ich nicht beurteilen, aber von denjenigen die ich kenne, kümmert sich bei der Hälfte ein Elternteil nur sehr spärlich oder gar nicht um die Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar von Siebenthal: Sie müssen in einer ganz anderen Welt leben als ich. Ich kenne keine Familien, in denen sich die Väter nur spärlich oder gar nicht um die Kinder kümmern. Ausser Sie meinen damit, dass sie halt die ganze Woche Vollzeit arbeiten. Und was meinen Sie mit „am Familienleben aktiv beteiligt“? Was muss man tun, um das zu erfüllen?
        Zuletzt: Weshalb soll ein Mann, der sich nie für seine Familie interessiert hat, nun plötzlich das gemeinsame Sorgerecht wünschen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Nein, wir leben nicht in verschiedenen Welten, aber ich denke, dass Sie eine andere Wahrnehmung haben als ich. Ich spreche auch nicht die Abwesenheit während der Arbeitszeit, sondern von den Abenden und den Wochenenden. Bei mir jedenfalls glaubten die anderen Spielplatznutzer schon während meiner Ehe, dass ich alleinerziehend bin, da ich immer alleine mit den Kindern war.

        Und warum es Elternteile gibt, die das gemeinsame Sorgerecht wünschen, obwohl sie an ihrer Brut kein Interesse haben: um dem anderen Elternteil eine reinzuwürgen vielleicht?

      • Sportpapi sagt:

        @Tamar: Ich schliesse ja gar nichts aus. Vielleicht haben Sie mit Ihrem Partner wirklich Pech gehabt. Ich wundere mich aber, weshalb jemand, der sich nicht interessiert, der vielleicht froh ist, wenn er wieder „frei“ sein kann, weshalb so jemand sich dies noch einmal antun soll. Und weshalb er der Ex-Partnerin schaden möchte, statt einfach froh zu sein, sie nicht mehr zu haben.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun ja, es gibt halt auch die Spezies, für die eine Ehe einfach nur gewaschene Socken und eine geputzte Wohnung bedeuten, zusätzlich eine Zuchtkuh um seine wertvollen Gene weiter zu vererben, aber ansonsten ein Singleleben führen möchte und auch tut.

        Zudem habe ich schon vorher 3 mal die Trennung eingegben und jedes Mal zurückgezogen, da ich dermassen terrorisiert worden bin. Beim 4. Mal habe ich es dann durchgezogen, aber es waren schlimme 5 1/2 Monate, bis er dann endlich ausgezogen ist.

      • Ricco Morales sagt:

        @Tamar: Da haben Sie offensichtlich wenig Glück gehabt. Würden Sie zustimmen, dass junge Frauen mit so einem Mann gar nicht erst Kinder zeugen oder darauf bestehen sollten, dass er einen Teil der Betreuung übernimmt, wenn sie selber arbeiten wollen?
        Allen, auch den engagierten, jungen Vätern das Sorgerecht vorenthalten zu wollen, scheint mir aber der falsche Weg, und schafft die falschen Anreize. In Härtefällen, wenn ein Partner das Sorgerecht missbraucht um den Ex zu terrorisieren, kann der Richter immer noch dass alleinige Sorgerecht zuteilen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Rico Morales

        Da stimme ich Ihnen zu, aber was tut man nicht alles um der Liebe willen.

        Ich finde einfach, dass die Gerichte bei jedem Fall über eine gemeinsame Sorge entscheiden sollen und nicht einfach pauschal mit der Giesskanne austeilen sollen. Es muss ja jedem klar sein, dass nun auf Kosten des Staates um jeden Hafechäs gestritten werden wird.

    • Ricco Morales sagt:

      @Tamar: Ok, folgende Lösung: Bei der Trennung von unverheirateten Paaren ist das Sorgerecht immer beim Vater, es sei denn er teilt es freiwillig mit der Mutter. Der Vater kann alle Entscheidungen selber treffen, kann mit dem Kind wegziehen wenn er Lust hat, die Mutter hat nur minimales Besuchsrecht und muss Alimente zahlen.
      So war es bisher, einfach mit vertauschten Geschlechtern. Finden Sie das fair? Würden Sie diese Regelung dem gemeinsamen Sorgerecht vorziehen, nur damit nicht ‚auf Staatskosten um jeden Hafenchäs gestritten wird‘?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nein, das finde ich nicht fair, aber wenn sich der eine Elternteil von Anfang an alleine um die Kinder gekümmert hat, dann soll das auch bei einer Scheidung nicht geändert werden. Ich musste vom 1. Tag an alles alleine machen mit den Kindern ohne dass es IHN interessiert hätte, wie ausgelaugt ich damals schon war, warum also soll ich nach einer Trennung weiterhin die Verantwortung alleine tragen, mir aber dauernd reinreden lassen? Er hat viele Chancen gehabt, sich zu beteiligen, keine genutzt und irgendwann muss einfach Schluss sein.

  • alpenland sagt:

    Unglaublich, was der Hr. Büchler aus Münsingen am 3.7. als Leserbrief brachte (pfui, dass die BZ diesen druckte).
    Demnach gehen alle Männer fremd, kümmern sich nie um ihre Kinder und verlangen nun „bösartiger Weise“ auch noch Beteiligung am Sorgerecht.
    Aus guter Quelle ist jedoch bekannt, dass Scheidung besonders hart die 100% arbeitenden Männer trifft, welche sich noch ein Haus erarbeiten, in der Freizeit alle Spielzeuge und Velos der Kinder und der Ex Gatten reparieren und sich auch sonst sehr engagieren um einen guten Lebensstandart zu bieten. Hier gefällt es oft den Gattinen nicht mehr …

  • Martin Müller sagt:

    Jetzt hat die Schweiz endlich als eines der letzten Länder der westlichen Welt das gemeinsame Sorgerecht eingeführt, und dann trauern ernsthaft einige Frauen dem alten System nach, weil das neue angeblich nicht besser sei, Schaden anrichte oder – am allerbesten – viele Männer gar kein Interesse an den eigenen Kindern hätten. Diese Frauen sind das weibliche Pendent zu den Männern, die noch in den Siebzigern oder Achtzigern gegen das Frauenstimmrecht waren.

  • Isabella sagt:

    Den sogenannten „Mut zur Umsetzung“ betrifft nicht nur die Behörden, Gerichte und Eltern. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, sprich die Möglichkeit teilzeit zu arbeiten und zwar auch für Männer, ansonsten ist die gemeinsame elterliche Sorge nur eine Farce/ Alibiübung, bestenfalls dazu geeignet den Ehe oder Scheidungsstreit weiterzu ziehen. .Ob dazu aber die Mehrheit der Männer in dem Masse bereit sind wie die Frauen – sollten die Rahmenbedingungen stimmen – bezweifle ich.

    • Sportpapi sagt:

      Weshalb benötigt die gemeinsame elterliche Sorge Teilzeitarbeit? Wollen Sie behaupten, die Mehrheit der Väter in der Schweiz, die in einer intakten Beziehung lebt und meist deutlich mehr arbeitet als ihre Partnerinnen, würden ihrer Sorge nicht nachkommen?

      • Annalena sagt:

        So ist es, Solange die Ehe stimmt, sollen die Frauen zu Hause bleiben und die unattraktive Familienarbeit leisten. Vom Scheidungszeitpunkt an soll sie 100% arbeiten und die Kids landen in der Krippe/Tagesschule. Hauptsache, Papa muss nicht zahlen und hat das Recht, die Kinder zu sehen wenn es ihm passt. Sonst nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Die unattraktive Familienarbeit? Klar. Und die pöööhsen Männer verknurren die armen Frauen dazu, diese zu übernehmen. Obwohl sie doch wiiiiiiirklich das alles gar nicht möchten.
        Nein, elterliche Sorge hat gerade gar nichts mit der Arbeitsteilung zu Hause zu tun. Auch die Versorgung der Familie hat eine Bedeutung. Und mancher Vater, der nur abends und am Wochenende präsent ist, prägt seine Kinder mehr als die ständig anwesende Mutter. Wie auch immer: Wie die Familie sich organisiert, ist ihr überlassen.

    • fabian sagt:

      jaja, isabella, die pösen männer. gibts was, wo nicht die pösen männer schuld oder verantwortlich sind? mir tut der eine leid, der mit ihnen zusammenlebt…

    • eleonore sagt:

      deshlab schrieb der Autor ja wohlweislich: das bedeuet nicht, dass jetzt alle 50% arbeiten… klar…

    • Widerspenstige sagt:

      Sehe das ebenso wie Isabella und Annalena. Wenn die Rahmenbedingungen dieselben bleiben wie jetzt, ist dieses neue sog. gSR eine Farce. Solange Männer nicht mehr Teilzeitarbeit leisten während der Vorschulphase – das sind nur 3 – 4 Jahre – kann es kaum eine Änderung bewirken. Es ist nicht ein Zauberspruch, der vor-sich-hingemurmelt plötzlich eine neue Realität im Alltagsleben hervorzaubert. Dafür spricht eine verlängerte ElternZEIT u mehr Kitas am Arbeitsplatz. Zudem zu einer Abschaffung der Alimentierung tendieren auf dem polit. Weg und hin zu einer EO-Abgabe via Staat. Das spart Rosenkriege!

      • Mario Matter sagt:

        Zwar bin ich mit all Ihren Forderungen einverstanden: mehr Teilzeitarbeit für Männer, lange Elternzeit, erschwingliche Kitas! Aber: ich arbeite seit der Geburt meines Kindes 60%, meine Frau 50%. Nach altem Recht würde, falls meine Frau die Scheidung einreicht und sie keine Lust auf Kontakt der Kinder zum Vater hat, sehr wahrscheinlich ihr das alleinige Sorgerecht zugesprochen. Ich dürfte mein Kind alle zwei Woche mal sehen. Finden Sie das gerecht? Denken Sie dass Männer einen Anreiz haben, Teilzeit zu arbeiten, wenn Sie trotzdem bei jedem Ehestreit ihre Kinder für immer verlieren können?

  • Kornel sagt:

    Es stimmt mich zufrieden: eine neue Ära für tausende Väter kann beginnen! 🙂

  • eleonore sagt:

    ja, da denke ich an einen Fall, wo eine Mutter eine Schulden-Erbschaft für ihren 5-jährigen Sohn ausschlagen wollte, und der Vater war nicht auffindbar, um zu unterschreiben… Nun hat das Kind die Schulden geerbt! Super.

    Soviel ich gehört habe müssen die Zeugnisse jetzt von beiden Elternteilen unterschrieben werden. Pech für das Kind, das wird dann halt in der Schule fertig gemacht, wenn ein Elternteil nicht unterschreibt… Auf die Idee, dass man das Zeugnis an den Elternteil, der nicht beim Kind wohnt, mit der Post schicken kann ist wohl niemand gekommen. Port wohl zu teuer…

    • Sportpapi sagt:

      Der Vater war über längere Zeit nicht auffindbar oder erreichbar? Dann dürfte es wohl nicht so schwierig sein, das Sorgerecht wieder zu entziehen. Wird aber wohl kaum der Normalfall sein, oder? Und es könnte ja auch sein, dass die Mutter eine solche Erbschaft annehmen wollte, und der Vater interveniert?

      • tina sagt:

        sportpapi, ja stimmt, ich habe einfach im selben ton die umgekehrte sichtweise eingebracht wie RM. so als gegengift zum neutralisieren. und augen öffnen.
        wenn es bei der elterlichen sorge darum ginge, um das kind zu sorgen, ja, dann wäre ich einverstanden.
        für den im alltag handelnden elternteil ist es kein machtwerkzeug sondern ein muss, um überhaupt den alltag bewältigen zu können. für den elternteil der den alltag nicht schmeisst, ists ein machtinstrument und nicht nötig um für das kind zu sorgen

    • Ricco Morales sagt:

      Natürlich ist das nicht der Normalfall. Mit Verweis auf schlimme Einzelfälle den Verdacht auf alle Männer/Väter lenken und damit die Gleichstellung zu torpedieren versuchen ist nicht gerade rühmlich, eleonore. Sind Sie für Gleichberechtigung und für das Recht der Kinder auf gleichwertige Beziehung zu beiden Eltern, oder bloss Frauenlobbyistin?

      • tina sagt:

        ricco morales, die gemeinsame elterliche sorge hat nunmal überhaupt nichts mit beziehung, besuchsrecht, fürs kind sorgen oder finanzen zu tun. es ist ein machtinstrument. für eltern die einigermassen miteinander können macht es keinen unterschied, und für die anderen wird es mehr konfliktpotential geben

      • Sportpapi sagt:

        Klar gibt es mehr Konfliktpotential, wenn nun zwei Menschen sich in wichtigen Punkten, ihre Kinder betreffend, einigen müssen. Als wenn man einfach alle Macht einer der zwei Personen zuschanzt, ohne dass für diesen faktischen Sorgerechtsentzug irgendein Grund besteht.
        Es ist nichts als korrekt, richtig und gerecht, dass beider Eltern sich um das Wohl ihrer Kinder sorgen sollen. Hier immer so zu tun, als ob Väter das nur wollten, um ihren Ex-Partnerinnen eins auszuwischen ist genauso verfehlt wie die offensichtliche Idee, die andere Meinung bringt nur Umtriebe und keinen Nutzen.

      • Ricco Morales sagt:

        @tina: Wenn es ein Machtinstrument ist, wie kann man rechtfertigen dass es einseitig der Mutter zugeteilt wird? Gleichberechtigung muss doch immer das Ziel sein, auch in der Frage der Betreuung der gemeinsamen Kinder. Konflikte sind auch Einstellungssache, und eine faire Aufteilung von Rechten und Pflichten bringt hoffentlich ein Umdenken und eine erhöhte Bereitschaft zur Kooperation (schon vor der Trennung). Wenn ein Partner sich einer für das Kind idealen Lösung inkl. Beziehung zu beiden Eltern widersetzt kann ein Gericht nach wie vor lenkend eingreifen.

      • Ricco Morales sagt:

        @tina: Wenn es ein Machtinstrument ist, wie kann man rechtfertigen dass es einseitig der Mutter zugeteilt wird? Gleichberechtigung muss doch immer das Ziel sein, auch in der Frage der Betreuung der gemeinsamen Kinder. Konflikte sind auch Einstellungssache, und eine faire Aufteilung von Rechten und Pflichten bringt hoffentlich ein Umdenken und eine erhöhte Bereitschaft zur Kooperation (schon vor der Trennung). Wenn ein Partner sich einer für das Kind idealen Lösung inkl. Beziehung zu beiden Eltern widersetzt kann ein Gericht nach wie vor entscheidend eingreifen.

      • tina sagt:

        ricco morales, man muss als elternteil, der den alltag schmeisst, einfach dinge entscheiden können. ich kann nicht wegen jedem seich vor gericht rennen, ich muss arbeiten und mich um meine kinder kümmern

      • tina sagt:

        wenn man fair miteinander umgeht ist weder nicht nicht gemeinsames noch gemeinsames sorgerecht ein problem, dann ist eigentlich fast nichts ein problem.
        nur reicht es, wenn einer von 2en nicht fair ist, um es total schwierig zu machen

      • Ricco Morales sagt:

        @tina: Der Elternteil, der den Alltag schmeisst und die Obhut hat kann bisher und weiterhin Alltagsentscheidungen weitgehend alleine treffen. Das langfristige Ziel ist es aber aus meiner Sicht, dass auch bezüglich der Obhut Gleichberechtigung gilt, und diese alternierend wahrgenommen wird. Keine Frage, dafür müssen sich sowohl Väter wie Mütter bewegen, und zwar schon vor der Trennung.

      • Ricco Morales sagt:

        Ja, wenn ein Partner nicht fair ist wird es schwierig. Die Kinder dann standardmässig der Mutter zu überlassen kann aber doch nicht die Lösung sein, oder? Sie umgekehrt immer dem Vater zuzuteilen wäre ja auch völlig ungerecht.

      • tina sagt:

        ja, ich sehe das genau so

  • Christoph Schnyder sagt:

    Natürlich wird jetzt nicht gleich jeder geschiedene / ledige Vater seine Kinder öfter sehen. Aber ein paar praktische Vorteile werden ab sofort in Kraft treten: (1) Es wird für rachsüchtige Frauen ungleich schwieriger, den Vater mittels alleiniger Sorge und Umzügen gänzlich zu „entsorgen“. (2) Geschmacklose Kuhhandel der Form „gemeinsame Sorge gegen Wucheralimente“ sind ab sofort obsolet. (3) Ein Vater muss sich nicht mehr hilflos zusehen, wenn dem Kind durch die Mutter eine normale Ausbildung verwehrt, eine Sektenreligion aufgezwungen oder eine fragwürdige Therapie verordnet wird.

    • tina sagt:

      und rachesüchtigen elternteilen die nicht die kinder in ihrer obhut haben macht es ungleich leichter, das leben ihres ex partners zu erschweren.
      eine mutter muss nun hilflos zusehen, wie – einfach weil ers kann – der vater der kinder den alltag extrem erschweren kann, weil er mit einer schramme verlangt in den notfall zu gehen, mit einem pickel zum dermatologen, mit einer krummen zehe zum orthopäden und nochmals zum urologen. so als beispiel.
      und wer hat nun etwas davon?

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Willst du behaupten, die Mehrheit der Männer will die gemeinsame elterliche Sorge nur, um ihren Expartnerinnen eins auswischen zu können? Vielleicht gibt es ja wirklich mal Grund, die Entscheidungen der Mütter in Frage zu stellen? Undenkbar? Wie wärs, du würdest dich mal in die Situation der Männer eindenken, die jahrelang völlig entrechtet wurden (zum Schaden auch ihrer Kinder, teilweise). Nur weil Mutter das konnte?

      • Ricco Morales sagt:

        Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass tina und co. sich vehement für die neue Regelung einsetzen würden, wenn es umgekehrt wäre und das Sorgerecht und die Obhut bis jetzt in der Regel den Väter anstatt den Müttern zugesprochen würde. Gleichberechtigung darf keine Rosinenpickerei sein, das vergiftet das Geschlechterverhältnis unnötig zum Schaden der Kinder.

      • tina sagt:

        sportpapi, ich habe einfach im selben ton die umgekehrte sichtweise eingebracht wie c schnyer. so als gegengift zum neutralisieren. und augen öffnen.

    • 24 sagt:

      @Schnyder: Punkte (1) und (3) kann ich aus leidvoller Erfahrung zustimmen. Nun beide irreversibel. Freilich bleibt es abzuwarten, wie lange es nach der Antragstellung dauern wird, bis das geS in Rechtskraft erwächst. Und zudem: wie viel wird es kosten.

    • Heidi Keller sagt:

      Und eine Mutter muss hilflos hinnehmen, dass ihr der Ex das Leben erschwert und zur Hölle macht. Sie kann nicht mehr in eine andere Stadt ziehen, geschweige denn in ein anderes Land. Sie muss Rechenschaft über alles und jedes ablegen, das mit dem Kind geschieht und kann vom Ex zu unzähligen, das Kind betreffenden Dingen verdonnert werden. Arztbesuche, Wahl der Schule, Freizeitaktivitäten, Kleidung, Ernährung, was auch immer, wenn sie der Ex schikanieren will, kann er das ungehindert tun. Selbstverständlich hat er nicht die Zeit, sich selbst um sein Kind zu kümmern, er muss ja arbeiten …

      • Christoph Schnyder sagt:

        Natürlich „selbstverständlich“ hat der Ex-Partner keine Zeit für die Kinder! Und das ist dann ein guter Grund, ALLEN Vätern kein Sorgerecht zuzgestehen, oder nur wenn die Mutter einverstanden ist? Die Frau kann sehr wohl hinziehen wo sie will, einfach nicht mit den Kindern. Wenn sie das will, kann sie die elterliche Sorge aufgeben. Ist für sie auch nicht schlimmer, als für den Vater der die Kinder nicht mehr sieht wenn sie wegziehen. Es kann doch nicht sein, dass das Recht auf den Traumjob und die Wohnung mit dem/der neuen PartnerIn höher gewichtet wird als die Eltern-Kind-Beziehung.

      • Sportpapi sagt:

        @Heidi Keller: „Sie kann nicht mehr in eine andere Stadt ziehen, geschweige denn in ein anderes Land. Sie muss Rechenschaft über alles und jedes ablegen, das mit dem Kind geschieht und kann vom Ex zu unzähligen, das Kind betreffenden Dingen verdonnert werden.“ Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, meinen Sie nicht? Oder was würden Sie sagen, wenn Ihr Ex mit den Kindern nach Brasilien ziehen würde? Und nein, Sie können das Sorge- und Obhutsrecht auch abgeben. Viele Männer würden das gerne übernehmen.

  • Christoph Schnyder sagt:

    An dieser Stelle auch mal ein ganz herzliches Dankeschön an den Blog-Autor, der mit seinem Lobbying wohl nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, dass wir das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall jetzt erleben und nicht erst im 2030! Weiter so! Als nächstes gilt es – wie Herr Theunert dies im Artikel schon andeutet – daran zu arbeiten, dass Gerichte in Streitfällen nicht mehr die Betreuungsaufteilung „jedes zweite Wochenende“ vs „den Rest“ als ungeschriebenen Regelfall anordnen. Dies wird Zeit brauchen, aber es wird kommen.

    • Stein petra sagt:

      Als nächstes dürfen sich die väter auch an einem allfälligen manko beteiligen,herr schnyder.gleiche rechte, gleiche pflichten.

      • Christoph Schnyder sagt:

        Damit habe ich absolut kein Problem. Aber: im Gegenzug sollte auch endlich das Bundesgerichtsurteil revidiert werden, das Müttern (und einigen Vätern) den Blankocheque erteilt, 10 Jahre keine Arbeit und 16 Jahre keine Vollzeitarbeit suchen zu müssen (selbst – und das ist wirklich skandalös – wenn die Kinder fremdbetreut werden). Damit würden viele Mankofälle gar nicht erst entstehen, und für die restlichen sollen die Väter dann gerne auch zahlen. Und bevor Sie fragen: ja, für bessere Betreuungsmöglichkeiten bin ich auch.

      • Sportpapi sagt:

        @ Petra Stein: Eigentlich wäre es die Pflicht der beiden Ey-Partner, auch finanziell dafür zu schauen, dass kein Manko entsteht. Das heisst, durch gegenseitige Unterstützung versuchen, die Einkommensseite zu verbessern. Häufig ist aber das Gegenteil der Fall, trotz Mehrbedarf gehen die Einnahmen noch zurück. Und man lebt (auch) auf Kosten anderer.

    • reto meisser sagt:

      Wir haben nun das gleiche Sorgerecht….
      Aber was ist mit dem Obhutsrecht…nichts…..
      Wenn eine Mutter nicht möchte kann sie immer noch dauern dem Vater Steine in den Weg legen.
      Dazu kommt noch, dass die Kesp ihren Beitrag dazu gibt. Sie hält sich immer schön raus auf die Kosten der Kinder…
      Vortschritt ist für mich mehr…als hier gemacht wird.
      Alle haben in Europa Rechte aber als Vater sind die Rechte eher klein.
      Für mich sind das Menschenrechte die hier klar geschnitten werden.
      Der Mann Vater ist gezeichnet von einem (Stern), der ihn unweigerlich als Vater kennzeichnet.
      Und gegen das muss was geschehen auch zu gunsten der Kinder.
      Mit freundlichen Grüssen.
      Reto Meisser

  • Joerg Hanspeter sagt:

    @Lala: „Wie das Leben do will, trifft auch sie wieder auf einen Partner.“ Das Beispiel finde ich jetzt nicht wirklich repräsentativ. Normalerweise ist das einer der ersten Sachen, die man feststellt, wenn man jemanden kennenlernt, nämlich den Wohnort. Normalerweise halten sich die Leute die in Chur wohnen, nicht dauernd in Basel auf, sonst würden sie auch nicht in Chur wohnen. Wenn ich also weiss, dass ich aus irgendwelchen Gründen (Job, Kinder o.ä.) an einen Wohnort gebunden bin, kommuniziere ich dies gleich am Anfang. Kommuniziert nun der Aspirant das selbe, dann ist die Sache gelaufen.

    • Lala sagt:

      Ohjee, es arbeiten beide am selben Ort,einer 20 min in eine Richtung der andere in die andere Richtung und schon sind es 40 minuten. Was wollen Sie nun sagen, getrennte Eltern dürfen sich nur noch im eigenen Dorf verlieben?

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Nein, aber wenn derjenige mit den Kindern wegziehen will, dann kann ihm das niemand verbieten, aber dann muss neu verhandelt werden, bei wem die Kinder bleiben. Es kann nicht sein, dass mit fadenscheinigen Gründen das Umgangsrecht des Vaters praktisch beseitigt wird.

  • alam sagt:

    Gut, die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall haben wir jetzt. Wie geht nun die Umsetzung? Ich wünsche mir bei jeder Scheidung eine obligatorische Begleitung, die als oberstes Ziel hat, die „Familie“ trotz Trennung der Eltern zusammenzuhalten. DAS ist nämlich das was fehlt. In dieser Zeit sind wir verletzlich und emotional, und ausgerechnet so sollten wir zum Wohle der Kinder vernünftig zusammenarbeiten. Das ist schier ein Ding der Unmöglichkeit, das erstaunlicherweise doch vielen gelingt, aber was wenn nicht?

    • anna sagt:

      … DAS würde Sinn machen (und Geld sparen!). In Deutschland gibt es das sogenannte „Cochemer Modell“, scheint ganz gut zu funktionieren.

  • Christoph Bögli sagt:

    All jene, die das Gesetz präventiv als sinnlos bezeichnen, weil es angeblich an der Realität gar nichts ändern würde oder zu mehr Gerichtsverfahren führt (was sich erst mal zeigen muss), scheinen eine merkwürdige Vorstellung von Gesetzen zu haben. Diese definieren schliesslich ein gesellschaftlich-juristisches Ziel, das gerade deshalb vorgegeben wird, weil die Realität anders aussieht. Wär das ein Problem und scheute man sich vor den dadurch verursachten Herausforderungen, dann kann man gleich das ganze Rechtssystem entsorgen.

  • alam sagt:

    Was ist eigentlich mit all den Männern, die froh wären, die elterliche Sorge mit der Scheidung los zu sein?

    • Ricco Morales sagt:

      Die sollen genauso viele Pflichten und Rechte haben wir all die Frauen, die froh wären, die elterliche Sorge mit der Scheidung los zu sein. Ist doch einfach, oder?

  • Ricco Morales sagt:

    Liebe Gegnerinnen des neuen Gesetzes: Kennen Sie den Tyo Mann, der versucht, Bemühungen für die Gleichstellung der Frauen mit Verweis auf Schwierigkeiten in der Umsetzung oder sexistischen Argumenten („Männer können das halt besser“) abzuschwächen, zu verzögern, oder zu verhindern? Und vielleicht gleichzeitig noch fest davon überzeugt sind, dass sie „eigentlich“ für Gleichberechtigung sind? Finden Sie die sympathisch? Eben. Machen Sie es besser!

  • Rolf sagt:

    Ich selber bin geschieden. Mir wurde vor 10 Jahren den Boden unter den Füssen weggenommen. Ich erhielt kein Sorgerecht.
    Das heisst kein Recht an einem Elternabend teilzunehmen, keine Einsicht in Zeugnise, keine Mitbestimmung zum Wohle des Kindes. Was habe ich nur getan? Warum bin ich nur noch zum Zahlen da? Es sind doch auch meine Kinder!
    Ein Mann darf doch auch am geschehen der Kinder teilnehmen, nicht nur spärlich informiert und abgewiesen werden…
    Für mich ist dies rein Moralisch ein Aufstieg, obwohl ich dies nicht mehr anfechten werde, damit ich das gemeinsame Sorgerecht erhalte.

    • eleonore sagt:

      Aber wenn man keinen „Anspruch“ darauf hat, heisst das ja noch lange nicht, dass es nicht trotzdem möglich, an Elternabenden teilzunehmen, die Zeugnisse anzuschauen, etc…

      Aber das fusst dann halt auf einer guten, einvernehmlichen Beziehung mit der ex…

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Die gemeinsame Sorgepflicht macht nur dann Sinn, wenn beide Elternteile bereit sind, die Kinderbetreuung 50:50 zu teilen, ansonsten ist das Ganze eine Farce, bei der ich nie mitmachen würde. Wer nicht bereit ist Einschränkungen in Kauf zu nehmen, der soll auch nicht mitreden dürfen.

    • Alice sagt:

      Das ware natürlich das Beste. Erstaunlich ist nur dass sehr viele Frauen, ansonsten immer auf Gleichberechtigung pochend, zum Hausmütterchen werden sobald das Thema ARBEIT ins Spiel kommt. Da sind dann ganz viele auf einmal für die klassische Rollenaufteilung……Wir Frauen können aber nicht einerseits auf Gleichberechtigung pochen und uns nur die Rosinen rauspicken. Heirat = lebenslang versorgt gilbt nun mal nicht mehr. Wieso den Spiess nicht mal umkehren: Frau geht arbeiten, drückt den Lohn an den Ex-Mann ab und kann die Kinder jedes 2te Wochenende sehen…..

    • Sportpapi sagt:

      Danke Alice. Tamar kann sich ja auch verweigern und das Sorgerecht abgeben. Ich denke, die Mehrheit der Männer könnten damit gut leben. Selbst wenn, wie in diesen Situationen heute üblich, kaum Geld von der Ex-Frau zu erwarten ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Dumm nur, dass der Vater die Kinder gar nicht betreuen will. Also bitte keine voreiligen Schlüsse ziehen Sportpapi.

        Sowieso war ich nie nur Hausfrau, sondern immer min 40% gearbeitet, ausser 11 Monate nach der Geburt und 2 Jahre nach dem Unfall meines Kleinen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich ziehe keine voreiligen Schlüsse. Sie können aber das gemeinsame Sorgerecht nicht einfach verweigern. Und meine Aussage war nur, dass viele Männer in dieser Situation, mit dieser Aussage konfrontiert, auch die Obhut übernehmen würden. Möglich, dass Ihr Ex-Partner das anders sieht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun, ich habe meinem Expartner ganz das gemeinsame Sorgerecht angeboten mit der Auflage 50:50 und das wurde rundwegs abgelehnt. Also, ist die Sache damit erledigt gewesen. Mich betrift die Sache eh nicht mehr, da ich schon geschieden bin und das Sorgerecht mir alleine zugesprochen wurde.

      • Alice sagt:

        Es gibt sicher Väter, die nicht sehr viel Interesse an den Kindern haben. Es gibt aber auch die anderen. Mein Vater damals hatte keine Chance….obwohl er uns zu sich nehmen wollte wurde er in die Rolle des Zahlvaters gedrängt und litt unsäglich (Mutter verweigerte Kontakt/spielte die Kinder aus etc etc). Ich bin einfach dagegen, dass Väter pauschal in die Rolle des Zahlenden gedrängt werden. Frauen können genauso gut arbeiten, oder nicht?

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Den Begriff RECHTE mag ich nicht mehr hören, wie wäre es, wenn man den Begriff „Sorgerecht“ in „Sorgepflicht“ unbenennen würde? Dann würden wohl viele, die nun auf ihr Recht pochen wohl wieder den Schwanz einziehen. Das gilt für Frauen wie für Männer.

    • Francesca sagt:

      … ähäm… wage zu bedenken zu geben, dass Frauen diesbezüglich weniger bestückt sind …

    • Sportpapi sagt:

      Andererseits würden wohl auch viele Väter, müssten sie sich für ganz oder gar nicht entscheiden, die Kinder auch zu sich nehmen und auch die Betreuung übernehmen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Ja, diese Väter gibt es sicher und ich weiss um die Problematik, dass Mütter den Vätern die Kinder verweigern, aber bei mir ist es halt wirklich umgekehrt und in vielen anderen Fällen auch.

  • Francesca sagt:

    Es sind nicht einfach nur die Mütter, das muss leider auch gesagt sein. So mancher Vater drückt sich, hält keine Termine ein, zahlt nicht. Es gibt beides. Männer sind generell gut beraten, wenn sie ihre Frau unterstützen berufstätig zu bleiben und Zuhause mitwirken. Denn dann ist eine Frau nach der Scheidung froh, wenn auch der Vater das Kind betreut, zudem muss sie nicht aus finanziellen Gründen einen schlechten Job annehmen. Denn ist der Job nur Frust und war sie früher Hausfrau, dann ist das Kind der einzige Lebensinhalt, und entsprechend Mühe hat sie, das Kind abzugeben.

  • Daniela sagt:

    Gemeinsame elterliche Sorge tönt gut und vernünftig. Eltern sind nach einer Trennung oft nicht vernünftig, sondern sehr emotional. Die Praxis muss nun zeigen, ob ein solches Recht in der Lage sein wird ein Umdenken (wobei es ich ja eben eher um Emotionen, nicht denken handelt) zu fördern. Ich zweifle, denn da braucht es mehr dazu. Und ich plädiere dafür, mehr aus der Sicht des Kindes, nicht von einem Recht (Sorgerecht) sondern von einer Pflicht oder Verantwortung zu sprechen: SORGEPFLICHT und SORGEVERANTWORTUNG.

    • tina sagt:

      wieso sorge? wenns sorge heisst, sollte es sich auch um sorge drehen, tut es aber nicht. es sollte eher mitentscheidungsrecht heissen. oder eben pflicht, wenn schon.

    • 13 sagt:

      Der juristisch korrekte Ausdruck ist darum auch „Elterliche Sorge“, früher hiess es „elterliche Gewalt“, was zurecht geändert wurde. Sorgerecht gibt es in der Schweiz nur umgangssprachlich. Ich finde die elterliche Sorge gut, denn sie ist nicht wertend, sondern das was es eben ist: Man sorgt sich um das Kind.

      • tina sagt:

        13, sich sorgen machen kann man ganz ohne berechtigung. die bezeichnung müsste ja wohl schon ungefähr dem entsprechen worum es geht, und es geht um grössere entscheidungen. und um unterschriften auf zetteln die mit dem elternteil, der die kinder nicht unter seiner obhut hat (ist nämlich auch kein recht), in den meisten fällen gar nichts zu tun haben

      • tina sagt:

        so betrachtet entspricht „elterliche mitentscheidungsgewalt“ eher den fakten.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Es geht aber in erster Linie um das Recht und die Pflicht sich dieser Sorge entsprechend verhalten zu dürfen/müssen. Natürlich kann ich mir als nicht Sorgeberechtigter Gedanken darüber machen und mich sorgen, ob mein schwer krankes Kind bei einem Heilpraktiker wirklich besser aufgehoben ist, als bei einem Schulmediziner. Aber was bringt mir das, wenn ich es nicht mitentscheiden darf, sondern nur passiv daneben stehen und die Entscheidungen der Mutter akzeptieren muss? Die Obhut besteht ja für Fälle, wo das Kind nicht von beiden betreut wird, weiterhin. Da ändert sich nur das Umzugsrecht

      • tina sagt:

        es war dein einwurf, dass elterliche sorge heisse, dass man sich sorge ums kind. ich hätte es eher fürs kind sorgen genannt.
        und was bringt es dem kind, wenn die eltern sich streiten, ob ein blau geschlagener nagel einfach eine weile braucht bis er heilt versus mehrfach zum notarzt? mitentscheiden kann eben schnell in herumscheuchen bis zur handlungsunfähigkeit heissen in der praxis

  • Widerspenstige sagt:

    ‚….GleichWERTigkeit zu leben. Nutzen wir sie!‘ Ja, schöne Worte nach dem Kampf um dieses sog. gem. Sorgerecht (gSR) unter Drohgebärden!

    Es ist ein Rohrkrepierer, leider.

    Es findet seine gleichWERTige Anwendung nur in jenen Fällen, wo beide Elternteile erwachsen geworden sind innerhalb ihrer Beziehung und das Kind gleichWERTig zu behandeln imstande sind. Nur, da braucht es dieses erzwungene gSR kaum mehr, denn diese Elternpaare finden auch ohne Gesetz eine einvernehmliche Lösung bei Trennung.

    Was soll also dieses Gesetz erwirken für zu zerstrittene Fälle? Polizeistaatl. Eingriffe?!

    • tina sagt:

      genau. in den diskussionen davor war leider gerade auch von männerorganisationen immer von den beiden gleich langen spiessen zu hören. das ist leider grundverkehrt: es sollte nun wirklich nicht um waffenverteilung gehen, damit man sich gegenseitig abmetzeln kann. aber das zeigt eben auch die grundgesinnung. denn darum dass man fürs kind sorgen will geht es beim sorgerecht nicht wirklich, es hat mit dem alltag nichts zu tun

    • Sportpapi sagt:

      Die Alternative wäre weiterhin ein Sorgerechtsentzug eines Elternteils. Und weil in den meisten Fällen das Kindswohl bei Vater oder Mutter ähnlich gut gewährleistet wäre, könnte man dann ja praktisch auslosen, wohin die Kinder kommen. Aber dann würden wohl viele Frauen, die jetzt mehr Ärger befürchten, plötzlich auf das neue Gesetz einschwenken wollen…
      Ein Sorgerechtsentzug ohne Grund, wie er bis heute praktiziert wurde, ist schlicht ein Skandal!

  • Ricco Morales sagt:

    Sicher wird es gewisse Schwierigkeiten geben bei der Umsetzung, wie bei jedem neuen Gesetz, und die Änderung der gerichtlichen Praxis wird nicht einheitlich und von heute auf morgen radikal ändern. Aber was wäre denn die Alternative? Eine Bevorzugung des einen Geschlechts auf Kosten des andern? Wer ehrlich für Gleichberechtigung eintritt anstatt auf der einen oder anderen Seite im Geschlechterkampf Partikulärinteressen zu verteidigen, kann das nicht wollen.

    • Gioia sagt:

      @rico: verstehen Sie mich bitte nicht falsch, die Vater-Kind-Beziehung finde ich überhaupt nicht bedenklich, nur manche Ansätze der KESB. Weil es so viele Mütter gibt, die nach einer Trennung lügen und die Väter verteufeln bleiben die Mütter auf der Strecke, welche eben Problempartner hatten, die nicht ans Wohl der Kinder denken.

      • 13 sagt:

        @ Gioia
        Ist ein Problempartner automatisch ein Problemvater? Ich kenne aufgrund meines Berufs Dutzende Männer, die gegenüber der Partnerin gewalttätig geworden sind, aber die nie ihr Kind auch nur anrühren würden und liebevolle Väter sind. Gleich wie Mütter, die aus Beziehungen mit gegenseitiger Gewalttätigkeit, sich trotzdem gut um ihre Kinder sorgen können. Ich kenne auch Fälle, wo die KESB klar sagte, sie könne das Kind sowohl Vater wie auch Mutter anvertrauen, aber wenn sie zusammen sind, ist das Wohl gefährdet. Man muss die Ebenen da klar trennen.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Das ganze dürfte mal ein Ansatz sein, dass das Denken vielleicht längerfristig beinflusst wird. Meines Erachtens müsste in der Praxis klargestellt werden, wenn der obhutsberechtigte Elternteil umzieht, wird die Zuteilung des Kindes neu verhandelt. Zusätzlich bin ich immer noch der Meinung, bei einer Trennung sollten beide Elternteile je die Hälfte der Betreuung und die Hälfte der Kosten übernehmen, dies als Verhandlungsgrundlage. Besuchsrecht müsste polizeilich erzwungen werden. Dies würde die meisten Mütter davon abhalten, das Besuchsrecht zu verweigern.

    • Sportpapi sagt:

      „Besuchsrecht müsste polizeilich erzwungen werden. Dies würde die meisten Mütter davon abhalten, das Besuchsrecht zu verweigern.“ Richtig. Es wäre ein klares Signal und würde sehr vielen Kindern und Vätern helfen.

      • Michael Schinnerling sagt:

        das wird kein gericht und behörde veranlassen, das die kinder durch die polizei abgeholt werden. die mütter haben eine fülle an macht, die sie gnadenlos bei gericht und behörden ausspielen. und wer kann schon nein sagen, wenn unter tränen der böse papi skizziert wird? wie er doch die tochter immer so komisch da unten anfasst und das kind doch nicht mehr zum papi will. da fragt keine behörde ob die mutter die wahrheit sagt. oder wenn das kind massiv manipuliert wird, es will nicht zum papi. pas-syndrom heisst das. und das gesetz wird nicht viel ändern. zuviele wenn und aber sind darin enthalten

      • Gioia sagt:

        Und was ist mit den Kindern, die ihren Vater nicht mehr sehen wollen, weil sie mitansehen mussten wie diese gewalttätig waren? Wo die Mütter aus diesem Grund renitent wurden? Gemäss der KESB steht die Vater-Kind-Beziehung über dem Kindswohl, bedenklich.

      • Ricco Morales sagt:

        @gioia: Richtig, Gleichstellung heist nicht dass Kindern ein schädliches Umfeld zugemutet werden muss, nur damit Papi und Mami gleiche Rechte haben. Aber warum reden Sie nur von gewalttätigen Vätern? In meinem Umfeld ist es überhaupt nicht eindeutig, dass Mütter bessere Eltern wären als Väter. Viele Mütter sind gestresst und lassen sich nicht weniger als Väter zu verbalen oder körperlichen Entgleisungen hinreissen, und Kinder sind ebenso oft lieber beim Vater wie bei der Mutter. Dass sie nur die Vater-Kind-Beziehung als Bedrohung für das Kindswohl sehen ist bedenklich.

      • 13 sagt:

        @ Gioia
        Trotz allem Verständnis, bin ich gegen ein Konzept, dass von Kindeswillen ausgeht. Und was ist, wenn das Kind nicht in die Schule will? Oder sich die Zähne putzen? Etc. Wer nun sagt, das sei etwas ganz anders, der stellt die Beziehung Kind-Vater unter das Recht auf Bildung und auf Zahngesundheit, was ich bedenklich finde. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich ihre Meinung über den Vater zu bilden und eine Beziehung zu ihm aufzubauen,die unabhängig der Beziehung zur Mutter ist.Und wenn ich höre, sie wird renitent, dann kommt für eben schon unweigerlich das Wort Beeinflussung auf

      • Sportpapi sagt:

        Danke, 13. Beeinflussung ist das eine Thema. Oder fehlender Kontakt über längere Zeit, eben gerade weil dieser verunmöglicht wurde. Wenn Jugendliche dann einmal keine Lust mehr haben, dann ist das sicher etwas anders als Kleinkinder.

    • eleonore sagt:

      Es scheint mir keine gute Idee, als Standardlösung anzustreben, dass das Kind in zwei Haushalten leben soll. Mir schiene am besten, dass die Wünsche des Kindes ins Zentrum gestellt werden, und dass es relativ einfach von einem Elternteil zum anderen pendeln kann, je nachdem, wo es sich gerade wohler fühlt. Aber ein Kind zu zwingen, Besuchsrechte eines Elternteiles wahrzunehmen finde ich völlig kontraproduktiv.
      Es gibt genügend Väter, die zwar darauf bestehen, dass die Kinder am Besuchswochenende kommen, die sich dann aber gar keine Zeit für diese Kinder nehmen. Was soll dann Zwang?

      • Sportpapi sagt:

        „Es gibt genügend Väter, die zwar darauf bestehen, dass die Kinder am Besuchswochenende kommen, die sich dann aber gar keine Zeit für diese Kinder nehmen.“ Ah ja. Und es gibt wohl eine viel grössere Gruppe, die sich auf diese Wochenenden freut, und dann besonders viel mit den Kindern unternehmen möchte. Vielleicht sogar zu viel. Besser wäre es aber alleweil, der Vater würde einfach in der Umgebung wohnen, und könnte einen ganz normalen Kontakt pflegen. Auch in diese Richtung bringt das neue Gesetz etwas.

      • 13 sagt:

        @ Eleonore
        Wissen Sie, dass ca. 20%! der Scheidungskinder keinen Kontakt zum anderen Elternteil hat? Glauben Sie wirklich, dass das in erster Linie damit zu tun hat, dass Väter nicht Väter sein wollen? Ich behaupte mal, dass das eher ein kleiner Prozentsatz ist. Und diese sind auch nicht die, die alles daran setzen, es zu vollstrecken und für den ganz kleinen Prozentsatz, der zwar kein Interesse hat, aber die Vollstreckung will, liegt der Entscheid ja dann auch noch bei der Behörde, ob es wirklich gemacht wird. Der Wille des Kindes, sofern es überhaupt frei ist, ist eben nicht immer das Beste

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @eleonore: Das würde auch nicht die Standard-Lösung sein, da das bei den meisten gar nicht durchführbar wäre, aber es wäre eine Ausgangsbasis für Verhandlungen. Nehmen wir an, die Frau will das Kind weiterhin betreuen, dann muss sie die finanziellen Forderungen auf einem vernünftigen Niveau halten, der Mann, für den die Betreuung der Kinder vielleicht ein sehr grosser Aufwand wäre, bezahlt dann vielleicht auch etwas lockerer, weil er eine Gegenleistung sieht (die Frau übernimmt seine Hälfte der Kinderbetreuung). Selbstverständlich könnten diese Vereibarungen jederzeit wieder gekündigt werden.

    • 13 sagt:

      Meine berufliche Erfahrung ist zudem die, dass gerade die KESB im Gegensatz zu den Gerichten durchaus den Kindeswillen oft der Beziehung Vater-Kind vorzieht und zwar auch oft zu Unrecht. Der Kontakt erscheint häufig ein „nice-to-have, was ich bedenklich finde. Man sollte anfangen, klar zwischen dem Kindeswillen und dem Kindeswohl zu unterscheiden. Erst dann, können gute und angebrachte Entscheide gefällt werden!

      • tina sagt:

        mir scheint dieses ominöse KESB handelt regional ganz verschieden. und meiner erfahrung nach viel zu willkürlich

      • 13 sagt:

        Da kann ich leider nur unterschreiben….

      • 24 sagt:

        @13: Unterscheidung Kindeswillen und Kindeswohl: vernünftig! Zuvor sollte jedoch die KESB die nachweislich realitätsfernen Angaben konsequent eliminieren, damit die Entscheidungsgrundlagen stimmen. In meinem Fall wurde da schlampig gearbeitet und genauso entschieden.

    • 24 sagt:

      @Hanspeter; @Sportpapi: Damit die Polizei überhaupt ausrückt (am besten gleich eine Urteilskopie mit dem BR vorlegen), muss man zunächst einige Hundert Franken auf die Seite sparen: die Rechnung kommt sehr rasch. Anstatt polizeilicher Abholung müsste M.E. vielmehr Art. 292 StGB aktiviert und angewandt werden. Am besten PRO Entziehungs-/Behinderungsfall. Das bekäme eine KM ziemlich schnell zu spüren – nicht nur im Portmonnaie, sondern auf der Ebene Obhutsrecht.

      • eleonore sagt:

        Kindswille und Kindswohl zu unterscheiden finde ich sehr, sehr gefährlich, das öffnet Missbrauch tür und tor. „Wir wissen aber besser, was für dich gut ist“ Ach ja? Wie bei den Kindern der Landstrasse?

      • 13 sagt:

        Nein, eben gerade nicht, denn der Kindeswille ist sehr manipulativ, das Kindswohl nicht und ich denke, dass wir da etwas weiter sind als bei den Kindern der Landstrasse. Zudem geht es hier um mehrere Menschen und ihre Bedürfnisse und Wünsche nicht einzig und allein um die Kinder. Meine Kinder zumindest müssen auch mal was tun, was nicht ihrem Willen entspricht, auch das gehört dazu. Die Schule ist da immer mal wieder ein gutes Beispiel. Wenn sie nicht wollen, müssen sie nicht?

  • 13 sagt:

    Man muss /leider) drei Ebenen unterscheiden: Gesetz; Rechtsprechung und faktisches Leben. Das Gesetzt wurde angepasst, was als ein riesengrosser Schritt betrachtet werden muss und Anerkennung verdient. Es ist kein Gewinn für die Männer, sondern für die Gleichberechtigung aus der Männer wie auch Frauen und insbesondere Kinder gewinnen. Die Rolle des Vaters wurde gesetzlich gerade von der Zahlpflicht hin zur Sorgepflicht geändert. Gut so. Nun kommt der zweite Punkt, was die Gerichte daraus machen. Ein Wandel konnte bereits in den letzten Monaten gesehen werden. Die gemeinsame Sorge wird öfters

    • 13 sagt:

      gesprochen, das minimale Besuchsrecht sieht immer häufiger jedes zweite WE plus einen Abend jede Woche vor und die alternierende Obhut scheint kein unbekanntes Konstrukt mehr zu sein, sondern existiert in der Rechtsprechung. Auch da muss gesagt werden, dass unter dem Strich die Entwicklung positiv ist. Zu wünschen wäre vielleicht noch, dass die KESB den Gerichten gleichzieht, aber auch da habe ich Hoffnung. Anders sieht es aus, wenn wir von den Fakten sprechen. Eine Verweigerung des Kontakts durch die Mutter wird leider auch mit dem neuen Recht die Möglichkeit bleiben. Man kann sie nun

      • 13 sagt:

        bestrafen, aber bringt das was und wird es wirklich gemacht? Solange wir nicht einsehen, dass das Verweigern des Kontakts zum anderen Elternteil eine Kindeswohlgefährdung darstellt, wird dieser Punkt schwer zu ändern sein. Selbst mit dem Zügelartikel. Was passiert in den Fällen, wo sie trotzdem ohne Einwilligung wegzieht? Nimmt man ihr das Kind weg? Wohl kaum. Mit der heutigen Aktualität der Verdinggeschichte noch weniger. Ohne bessere Durchsetzungsmöglichkeiten wird trotz allem der eine oder andere Vater auf der Strecke bleiben. Hoffen wir, dass das nicht zum Regelfall wird.

      • Sportpapi sagt:

        Meine (leider unrealistische) Erwartung wäre tatsächlich, dass man einer renitenten Mutter, die, wie sie sagen, aktiv und absichtlich eine Kindswohlgefährdung praktiziert, nicht etwa das Kind wegnimmt, sondern die Obhut. Gibt ja unter der Voraussetzung des gemeinsamen Sorgerechts und der vielen Möglichkeiten von Fremdbetreuung und der klaren Aussage, dass Väter genauso gut für ihre Kinder sorgen können wie Mütter wenig Grund, der dagegen spricht. Einmal mehr müssen wir aber auf die Richter hoffen, dass Sie ihre Möglichkeiten nutzen.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Das Problem ist gerade vielseitig:
        – Ist es im Interesse des Kindes, dass es nicht mehr bei der Mutter, die es bisher mehrheitlich betreut hat leben kann?
        – Was macht der Vater, der Vollzeit arbeitet mit dem Kind? Wir sind da sehr schnell in der Nähe der obligatorischen Fremdbetreuung, die die Mehrheit ja ablehnt.
        – Will der Vater überhaupt die Obhut bei ihm?
        – Wer trägt dann die Kosten? (Annahme: die Mutter kann es nicht)

        Ich bin eher dafür, dass das Besuchsrecht halt auch zwangsweise durchgesetzt wird, aber als Besuchsrecht. Z. Bsp. indem ein Behördenmitglied das Kind abholt und bringt

      • Sportpapi sagt:

        @13: Fangen wir hinten an. Ja, zwangsweise Durchsetzung des Besuchsrechtes sollte sicher stattfinden. Allerdings kann diese professionelle Begleitung kein Dauerzustand sein. Und auf andauernde Renitenz muss auch reagiert werden können. Dass der Vater will, ist natürlich dann Grundlage einer Neuvergabe der Obhut. Wie er das regelt, ist aber dann seine Sache. Vollzeit-Fremdbetreuung ist aber ja dann offensichtlich auch nicht das Schlimmste. Aber vielleicht geht es ja auch anders. Weshalb eine Mutter, die Kinder betreuen kann, nicht arbeitsfähig sein soll, entgeht mir gerade. Eine Ausnahme?

      • 13 sagt:

        Mit „Annahme: die Mutter kann es nicht“ meinte ich nicht, dass sie nicht arbeiten kann, sondern dass sie nicht genug verdient, um zusätzlich zu ihrem Bedarf noch die (Vollzeit-)-Fremdbetreuung bezahlen zu können. Die meisten bis zu dem Zeitpunkt alleinerziehenden Mütter arbeiten ja nicht Vollzeit (bzw. bräuchte eine Übergangszeit) und auch selten in gut bezahlten Jobs. In ihr Existenzminimum kann ja nicht eingegriffen werden. Ansonsten gebe ich Ihnen recht, wobei der Einzelfall zu prüfen ist. Die dauerhafte Begleitung kann u.U. das beste für das Kind sein, dann sollte man es tun.

      • 24 sagt:

        @13: Betr. Kontaktbehinderung schreiben Sie mir aus der Seele. M.E. müsste hier Art. 292 StGB konsequent angewandt werden. Wenn Kontaktbehinderung mit Instrumentalisierung des Kindes/der Kinder einhergeht (die Kinder wollen gar nich zu Dir), dann ist es zu spät. Da hilft der hier genannte Art. 292 StGB auch nicht (mehr).

  • Sportpapi sagt:

    Das wichtigste am neuen Gesetz, neben dem klaren Signal, das es aussendet, ist ja das Umzugsverbot. Ohne das wären alle Bemühungen Makulatur.

    • Widerspenstige sagt:

      Dieses angestrebte Umzugsverbot dürfte ein besonderer Zankapfel werden, wenn die Mutter einen guten Job zugesichert erhält an einem entfernten Wohnort u sie daran gehindert wird. Dann gilt ja dieses Gesetz vor dem Recht auf Arbeit bzw. ein gesichertes Einkommen für sich und das Kind. Fragen über Fragen und vorallem viel Geldverschwendung für Anwaltskosten und Gerichte. Ein Rohrkrepierer sondergleichen u wenig durchdacht. Eine Zwängerei unter dem Deckmantel der Gleichstellung.

      • alias sagt:

        Moment, dann muss man sich halt zusammenraufen! Man könnte zum Beispiel a) zusammen umziehen oder b) die Kinder gehen zum Vater.

        Me mues halt rede mitenand!

      • Sportpapi sagt:

        Hä? Es ist ganz offensichtlich eine Reaktion auf das, was praktiziert wird, und Kernelement des gemeinsamen Sorgerechts. Denn wie sollte eine gemeinsame Sorge funktionieren, wenn das Kind Länder oder Kontinente entfernt lebt? Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Mutter wegen einem Job weit wegziehen muss, doch eher gering. Und auch dann kann man sich immer noch einigen. Vielleicht ist es dann ja auch besser, wenn die Kinder in gewohnter Umgebung beim Vater bleiben? Weshalb nicht?

      • 13 sagt:

        @ Widerspenstige
        a) Stellt sich schon die Frage, ob ein neuer Job wichtiger ist als die Beziehung des Kindes zum Vater. Gerade weil viele Frauen das erschreckenderweise so sehen, gibt es die Neuerung.
        b) Wird der Mutter nichts verboten, sie darf umziehen, einfach das Kind nicht, es liegt also an ihr, was wichtiger ist. Im Gegensatz zum a) wird aber da aber interessanterweise plötzlich die Beziehung zum Kind doch wichtiger
        c) Es gibt ja kein Zügelverbot, sondern die KESB prüft bei Uneinigkeit, was für das Kind besser ist und kann es somit auch erlauben.

      • 24 sagt:

        @13: stimme Ihnen voll zu.
        @Widerspenstige: besonderer Zankapfel hin oder her. Die Zahl der Umzugsfälle, wo Kindsmütter über Nacht zusammen mit den Kindern die Weite suchen (leider existiert hierzu nirgends eine Statistik), wird drastisch zurückgehen.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Wenn ich mir recht erinnere, hast du vor Jahren trotz Kindern eine Firma aufgebaut, und dein asiatischer Mann oder Partner hat in dieser Zeit vor allem die Kinder betreut (du darfst mich gerne korrigieren, wenn ich das falsch im Kopf habe). Wäre es dann zur Trennung gekommen, und alles korrekt abgelaufen, hätte der Vater das Sorgerecht erhalten. Und wäre vielleicht mit den Kindern wieder in die Heimat gezogen, wo er sich zu Hause fühlt. Wer das völlig ok gewesen für dich?

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Ich habe es gewusst, dass das Beispiel kommt, wo Mutti einen Suuuuper-Job angeboten bekommt und dann wegen dem bösen Ex-Mann nicht umziehen kann. Ich bin überzeugt, dass 99% derjenigen, die weit weg vom Ex-Mann gezogen sind, dies nicht wegen eines Super-Jobs taten. Seht das doch endlich ein, die Mehrheit macht keine Karriere und kriegt auch keine Suuuper-Jobs angeboten.

      • 13 sagt:

        @ J.H.
        Das traurige daran ist, dass es meiner Erfahrung nach, viel seltener der suuuuper-Job der Mutter und viel häufiger der suuuuper-Job des neuen Partners der Mutter ist, der zum Umzug bewegt. Ich habe nichts dagegen, wenn Geschiedene sich neu umsehen, im Gegenteil, aber ich frage mich bei solchen Konstellationen immer wieder, warum zwar auf das Kindswohl, ja sogar den Kindswillen gepocht wird, aber der neue wichtige Mann im Leben der Mutter wichtiger wird als der sehr wichtige Mann im Leben des Kindes. V.a. wenn der neue Partner ungebunden ist und einfacher umziehen könnte.

      • 24 sagt:

        @Hanspeter: Um die WIRKLICH notwendigen Umzugsfälle nach Trennung/Scheidung weiter einzuschränken: es gibt viele PendlerInnen, auch bei intakten Ehen und Partnerschaften. Sollte sich mal für die Kindsmutter oder auch für den Kindsvater ein Suuuuper-Job wirklich ergeben: eine Stunde Fahrtzeit zur Arbeit ist ja zumutbar. Problematisch wär´, wenn dann, die hälftige Betreuung.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @13: Suuuper-Jobs bei neuen Partnern sind genauso selten. Wenn Mutti im Internet chattet und dann hocherfreut feststellt, dass der symphatische Mann mit dem sie chattet am A…. der Welt wohnt und sie deshalb paraktischerweise umziehen „muss“. Sorry, spätestens wenn man Kinder hat, muss die Partnerwahl halt auch ein bisschen von den praktischen Ueberlegungen mitbestimmt werden. Wenn Mutti den Kindern den Kontakt zum Vater erhalten will, wird sie nicht wegen eines neuen Partners hunderte von Kilometern wegziehen. Ausgangsbasis für das Verbleiben der Kinder muss der bisherige Wohnort sein

      • Lala sagt:

        Es wird nie ein Gesetz geben, welches allen und jedem Einzelfall gerecht wird. Ein aktueller Fall im Umfeld: Er zieht aus, da er sich in eine andere verliebt hat.(ohne Schuldzuweisung). Wie das Leben do will, trifft auch sie wieder auf einen Partner. Nach 1em Jahr hin und her (Wohnsituation), möchte auch sie wieder mit Partner wohnen. Dieser hat jedoch auch eine Exfrau und 3 Kinder. Wo soll dieses Paar jetzt wohnen? Sie kommt mit dem Ex nicht gut aus er dagegen mit seiner schon. Nun zieht das Paar in sein Wohndorf. Ihr Ex kann nicht für die Kinder sorgen (Job und Infrastruktur)

      • Lala sagt:

        Wollte ihr das Umziehen erst verbieten. Einerseits verstehe ich dies, andererseits wie kann es so zu guten Lösungen kommen. Denn sonst hätte der neue Partner von seinen Kindern weg gemusst, dies obwohl er eine enge Bindung hat und Betreuungstage übernimmt.
        Es gilt doch den Einzelfall genau zu prüfen. Recht haben nach Gesetz ist nicht immer das Selbe wie Recht haben moralisch. Denn auch die Kinder wollen etwas. Hier zum Beispiel mögen sie denn neuen Partner sehr, nicht jedoch die Partnerin des Vaters. Schwierige Situationen

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun, wenn man dem Kindsvater einen Umzug nicht verbieten kann, dann wohl auch den Müttern nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Lala: Also damit ein Vater nicht vom Lebensmittelpunkt seiner Kinder wegziehen muss, die er zwar zeitweise betreut, die aber nicht bei ihm wohnen, zieht nun eine Mutter mitsamt den Kindern um? Und Sie finden das richtig, weil Sie die Bindung der Väter zu ihren Kindern aus der Ferne als nicht gleich intensiv und wertvoll beurteilen?
        @Tamar: Das Umzugsverbot der nicht obhutsberechtigten Person war vorgesehen, wurde aber wieder gestrichen. Ich hätte damit leben können, aber es hätte wohl – siehe auch Lalas Beispiel – weitere Probleme gebracht. Es geht um den Wohnort der Kinder, nicht der Eltern.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Ist es denn richtiger, dass der Kindsvater an einer Beziehung mit seiner Neuen festhält, obwohl seine Kinder diese nicht mögen? Wo ist denn da das Kindswohl? Ich kenne selber eine solche Sitution, wo die Neue des Vaters die Kinder nicht mag und das auch vor den Kindern kommuniziert, ist denn dann toll für die Kinder?

      • Lala sagt:

        Ich habe nicht geschrieben, es sei richtig. Sondern schwierige Situation, ich bin froh hier nicht entscheiden zu müssen. Nein der „Neue“ hat seine Kinder die halbe Woche bei sich.
        Der Vater der anderen Familie „nur“ jedes zweite Wochenende. Deshalb haben die Familien sich für den Wohnort des „Neuen“ entschieden. Was ist richtig, was falsch. Können Sie dies abschliessend entscheiden, ich nicht.

  • eleonore sagt:

    Ich fürchte, dass das gemeinsame Sorgerecht auch bei zerstrittenen Eltern einfach dazu führt, dass mehr geklagt wird und die Richter mehr zu tun haben, weil die Regelung weniger eindeutig ist und mehr Spielraum für neue Auseinandersetzungen bietet…

    • Sportpapi sagt:

      Die einseitige Sorgerechtszuteilung ist aber auch keine Lösung, weil man einfach eine Seite entrechtet. Und wenn man das schon tut, aus prgamatischen Gründen und wider jede Menschlichkeit, dann müssten wenigstens beide Elternteile gleiche Chancen bekommen, Obhut und Sorgerecht zu erhalten.

      • eleonore sagt:

        Ich finde das Konzept, dass Eltern „Rechte an ihrem Kind“ haben etwas eigenartig. Ich finde, das Konzept der Elternschaft sollte die Pflichten gegenüber dem Kind in den Vordergrund stellen.
        Rein praktisch gesehen finde ich, dass z.B. Besuchsrechte der Eltern nicht den Aktivitäten der Kinder in Quere kommen sollen. z.B. scheint es mir unvernünftig, einem Kind zu verbieten, an einem Kindergeburtstag teilzunehmen, nur weil Papa gerade Besuchsrecht hat. Ein vernünftiger Papa nimmt das Kind dann zur Feier, auch wenn er dafür 2 Stunden weniger Zeit mit dem Kind verbringt.

      • eleonore sagt:

        Dass der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, bei Fragen wie Schulwahl eine Mitsprache haben soll, finde ich an sich durchaus vernünftig. Aber was geschieht da, wenn sich die Eltern nicht einigen können? Muss der Richter dann entscheiden, in welche Schule das Kind kommt?

      • tina sagt:

        vorallem müssen all die zettel von der schule von den sorgeberechtigten elternteilen unterschrieben werden. in zukunft also von beiden elternteilen. das ist einfach eine hürde mehr, für den obhutberechtigten elternteil, und wenn der andere schwierig tun will, dann hat er so tolle neue möglichkeiten.
        man sollte das sogenannte sorgerecht, das mit fürs kind sorgen kaum etwas zutun hat, umbenennen und aufteilen in alltagsfragen und die grossen entscheidungen

      • alias sagt:

        Nein, eleonore, in solchen Fällen gibt es zuerst das Amt für Kinderschutz (das überall anders heisst), und das versucht sich in Mediation. Wenn dann gar nichts mehr geht, dann kommt der Richter zum Zug. Was ist, wenn es in einer „intakten“ Familie derart unterschiedliche Meinungen gibt? Dann wird doch auch gestritten, das ist nix Neues.

        Was neu ist, ist nur, dass der Mann nicht automatisch den Kürzeren zieht.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Nach meinem Wissen ist das doch schon so.
        @eleonore: Das ist richtig. Aber Tatsache ist, dass es vielfach einen Kampf ums Kind gibt. Stellen Sie sich vor, diese würden generell einfach den Vätern zugeteilt, was das für einen Aufschrei bei den Müttern auslösen würde! („Entführungen“ inklusive). So einfach ist das nicht. Und ja, die Aktivitäten der Kinder sollten auch mal stattfinden können, wenn sie beim Vater sind. Nach meiner Erfahrung als Vereinsleiter ist das aber entweder kein Problem, oder dann weigern sich die Mütter, die Infos weiterzugeben.

      • alias sagt:

        Die Zettel von der Schule betreffen meist kurzfristige Sachen, wie spezielle Vereinbarungen über Sporttage, Schulreisen, Mahlzeiten oder ähnlich. Diese können schon heute immer von genau einem der Elternteile unterschrieben werden. Die Zeugnisse werden ebenso nur von einem Elternteil unterschrieben. Wenn es um Wichtiges geht, also etwa um weiterführende Schulen oder so, dann kann man die Mühe des Einholens der Unterschriften ja sicher auf sich nehmen, oder?

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Es ist aufgeteilt und zwar in Obhut (Alltagsfragen) und Sorge (Grundsatzfragen). Die Schule ist aber nicht einfach eine Alltagsfrage und wenn Sie von „schwierig tun“ sprechen, sagen Sie doch in erster Linie „Nicht das tun will, was der Andere (meistens die Mutter) von ihm will“, sich also nicht ihrem Willen beugen will. Um ehrlich gesagt, gibt es genau deshalb die neue Regelungen.

        @ Sp
        Ist leider nicht so, viele Schule verweigern Inhabern der elterlichen Sorge sogar die Informationen über das Kind (Einladung Elternabend etc.), weil sie sich raushalten wollen. Zu Unrecht, wie ich finde

      • tina sagt:

        nein da hat es auch bei den alltagszetteln 2 linien und müssten von beide sorgeberechtigten unterschrieben werden. und mit schwierig tun meine ich, dass man den zettel nicht zurück gibt. ich wünsche euch ja weiterhin eine heile welt, meine sieht da anders aus. ich bin heilfroh kann ich das alltagszeugs selber managen, ich könnte meinen mutterjob sonst an den nagel hängen

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Müssten oder müssen? Was passiert, wenn nur einer unterschreibt? Ich habe meine letzte Steuererklärung einfach in ein Couvert gesteckt und erst als sie verschickt war, ist mir aufgefallen, dass mein Mann nicht unterschrieben hatte. Wissen Sie, was passiert ist? Gar nichts. Es kam die Veranlagung und keiner hat reklamiert. Gleich habe ich trotz gemeinsamen Sorgerecht, die Kinder ohne seine Unterschrift in der Kita angemeldet, gebe jährlich alleine die Einkommensberechnung ab und wer beim Kinderarzt ist, entscheidet gleich ohne dass der Arzt eine Bestätigung des anderen will.

      • 13 sagt:

        An die heile Welt glaube ich nicht. Das was wir hier besprechen sind Fragen, die mich im beruflichen Alltag beschäftigen. Ich weiss also genau, wo die Schwierigkeiten liegen können.

      • tina sagt:

        an dem punkt waren wir schonmal 13. jemand der beruflich damit zu tun hat, sollte sich nicht einbilden mehr über die situationen zu wissen, in denen die leute mit denen er beruflich zu tun hat, drin stecken. genau dieses von aussen bestimmen als behörde macht den menschen nicht selten das leben sehr sehr schwer.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe nun sieben JAhre das gemeinsame Sorgerecht (weil verheiratet). Ich mag mich nicht an manche Situation erinnern, da wirklich die Unterschrift beider Eltern notwendig war. Es müssen auch nicht beide an die Elternabende in der Schule. Wichtig ist aber: es dürfen beide.

      • tina sagt:

        sportpapi, ists für dich vorstellbar, dass man in der schule sehr wohl weiss, dass ihr in einer intakten partnerschaft eltern seid? und dass die schwierigkeiten nicht ganz vergleichbar sind, mit jenen, die getrenntlebende eltern haben? du hast vielleicht 7 jahre das gemeinsame sorgerecht aber deine kinder gehen ja noch nicht so lange zur schule.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Ja, genau das ist der Punkt. Jemand der privat drinnen steckt, sollte sich nicht einbilden, alle Fälle zu kennen und v.a. nicht, die Situation der anderen Seite zu kennen. Sie wollen als Mutter und (so wie ich heraushöre) alleine Sorgeberechtigte nicht, dass sich eine Behörde oder wer auch immer von aussen einmischt, sondern selber bestimmen. Das ist verständlich. Sie vergessen dabei aber, dass in solchen Situationen (ich spreche nicht von ihrer!) für den Vater ebenfalls jemand von aussen bestimmt, nämlich die Mutter, und diese ist meistens viel weniger objektiv als die Behörde.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Das heisst, du erhältst einen anderne Alltagszettel als ich, weil du getrennt lebst?

      • tina sagt:

        witzbold SP: nein, bei ungetrenntlebenden eltern ist es wohl aus lehrersicht nicht nötig, dass man beide unterschreiben lässt. und der andere unterschied ist wohl dass du noch sehr wenige zettel bekommen hast, da vermutlich erst eines deiner kinder schulpflichtig ist, seit etwa einem jahr (von wegen 7jahre gemeinsames sorgerecht, gehe ich davon aus dass das älteste 7 ist)

      • tina sagt:

        13, jemand der privat drin steckt, weiss über seine eigene situation am besten bescheid, und darum sollten die fachleute, die beruflich involviert sind, auf die leute hören die drin stecken. es geht um die individuelle situation

      • tina sagt:

        natürlich, als ungetrennt lebender elternteil reicht doch eine unterschrift. aber gerade ab jetzt sollte doch gerade jemand, der beruflich mit getrenntlebenden eltern zu tun hat, nicht dazu raten, darauf zu pfeifen wenn die unterschriften beider eltern erforderlich sind. ich wundere mich sehr. leider ist für uns, die wir drin stecken, alles nicht so einfach wie es für euch scheint, die nicht getrennt sind

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ich kenne ja nur die Situation, dass getrennt lebende Väter halt eben die Informationen, auch auf Nachfrage, nicht erhalten. Offenbar hat man bei dir auf diesen Missstand reagiert, vielleicht überreagiert. Vielleicht haben das die Väter aber auch eingefordert? Und sind jetzt natürlich in der Pflicht, die Aufgaben auch termingerecht zu erledigen.

      • tina sagt:

        theoretisch in der pflicht. in der praxis kriegt das kind (und nicht der sorgeberechtigte elternteil, der die kinder nicht in seiner obhut hat), das das blatt nicht rechtzeitig abgibt, einen eintrag.
        das problem mit den zetteln, die nicht zurück kommen, habe ich zum glück nicht am hals, bei mir kommt sonst genug nicht zurück, wogegen ich aber keine handhabe habe. besorge ich eben neues. es geht aber eh nicht um mich

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Ich empfehle gar nichts. Sie gehen aber beim neuen Sorgerecht von falschen Annahmen aus. Die Obhut gibt es nachwievor zumindest für diese, wo die Eltern die Betreuung nicht 50:50 teilen. Die Unterschrift des anderen für Alltagssachen ist damit Quatsch. Das ist meine fachliche Meinung.
        Und ich bin der Schule nicht meldepflichtig, wenn ich mich trenne, von daher muss sie das auch nicht wissen.

      • Sportpapi sagt:

        Die Schule weiss es aber, weil es vielleicht (ziemlich sicher) das Kind erzählt und sich der Lehrer dafür interessiert (es kommt schliesslich ein Mensch in den Unterricht!). Ich denke sogar, ein Lehrer sollte darüber informiert werden.
        Vor allem aber kann es auch sein, dass der Vater selber verlangt, einbezogen zu werden, weil die Informationen über die Mutter aus seiner Sicht schlecht oder gar nicht fliessen. Wie soll denn die Schule darauf reagieren?

      • tina sagt:

        SP lehrer und ärzte sind verpflichtet den getrennt lebenden elternteil zu informieren, sorgerecht hin oder her. nur in der praxis bringt das kind die zettel ja selber heim. die getrenntlebenden elternteile müssten also aktiv selber die infos einholen. und die schule muss es rausrücken, ausser es gibt eine weisung von behördenseite

      • tina sagt:

        ja danke 13, ich finde das mit den unterschriften bei alltagssachen auch quatsch. nur zählt nicht was wir zwei finden 🙂

      • 13 sagt:

        @ tinä
        Ich wollte damit sagen: Der Gesetzgeber hält es auch für Quatsch und das wird es auch unter dem neuen Gesetz nicht geben, bzw. nur dann, wenn die Betreuung wirklich 50:50 geteilt wird. Ich weiss überhaupt nicht, wie Sie darauf kommen. Die Fachliteratur sagt klar was anderes.

  • susanne beerli sagt:

    In der Theorie mag das vielleicht stimmen, praktisch wird das Gesetz kaum etwas verändern. Das Kind bleibt wie gehabt in der Obhut der Mutter und der Vater kann es zweiwöchentlich sehen. Die Aggressionen, die in den meisten Trennungen vorherrschen bestimmen das Ergebnis, nicht irgendwelche Wohlfühlgesetze.

    • Sportpapi sagt:

      Nicht, wenn die Rechtssprechung auch in anderen Bereichen sich Sinn und Geist dieser neuen Regelung anpasst. Und wenn entsprechend auch die Obhutszuteilung nicht mehr zwingend zur Mutter erfolgt (oder es zu einer Korrektur kommt, wenn nötig).

    • alias sagt:

      Naja, an den Scheidungszahlen wird das Gesetz wenig ändern, stimmt. Und dass eine Scheidung grossflächige Verheerungen hinterlässt, das wird auch weiterhin so sein. Aber das hier ist kein „Wohlfühlgesetz“. Das ist ein Gesetz, das schon heute, zumindest erstmal symbolisch, sehr wichtig ist, und das später zu einer grossen Verbesserung der Lage aller führen kann.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich glaube nicht, dass sich damit die lage für den mann bessert. im gegenteil und wie herr rothacher schreibt – die streitpunkte werden mannigfaltiger. und das grundproblem, dass wenn die frau „steife beinchen macht“ der mann so oder so auf der strecke bleibt, bleibt bestehen. die meisten richter in scheidungssachen haben angst vor frauen und deren feministischen anwältinnen.

    • Sportpapi sagt:

      Nein, die meisten Richter sind einfach sehr konservativ und damit in unheiliger Allianz mit den feministischen Anwältinnen verbunden.

    • alias sagt:

      Die Streitpunkte werden mannigfaltiger. Ja, aber das ist doch eigentlich positiv? Denn bisher hat man über Vieles gar nicht diskutieren können und es hat von vorneherein einen Verlierer und einen Sieger gegeben. Jetzt wird diskutiert und es gibt vielleicht zwei Sieger. Das ist in meinen Augen ein Riesenvorteil.

  • Rolf Rothacher sagt:

    … und Viertens? Die Anwälte und Gerichte werden nun so richtig zu tun bekommen von den 20% Problem-Scheidungen, die sich weiterhin und meistens aus Staatskosten bekriegen können. Statt nur Besuchsrechte und Unterhalt regeln zu müssen, bietet das neue Gesetz ja viel mehr Angriffsfläche: welcher Sport, welcher Club, welche Ausrüstung, welche Hobbies usw., usw.
    In wenigen Jahren werden die Kosten für die Gemeinden explodiert sein, weil sie zwei Anwälte bezahlen dürfen, die sich gegenseitig die Streitereien zuschieben können. Ein Selbstbedienungsladen für jeden Juristen.

    • D. Holenstein sagt:

      Herr Rothacher, ganz genau!

      Mediatoren und Anwälte können ihr Geschäftsfeld ausbauen. Denn im Streit geht genau das unter, was Herr Theunert aus meiner Sicht naiv formuliert: „Das Ja zur Elternschaft ist auch ein unwiderrufliches Ja zur Beziehung zur Mutter oder zum Vater des eigenen Kindes. Es ist ein Ja zu einem lebenslangen Band. Ein Ja zur Verpflichtung, mit diesem Menschen auch dann eine Verständigung zu finden, wenn sich Unliebe oder sogar Hass breitmachen.“ Wunderbar, wenn es so ist!

      Die Realität ist eine andere weil vielen nicht klar ist, dass wir neben Rechten auch Pflichten haben.

    • tina sagt:

      so sehen auch meine befürchtungen aus. und das KESB ist ja schon überfordert bevor es den job angepackt hat

  • Francesca sagt:

    Dem ist nichts entgegen zu halten. Die Tatsache, dass Männer ebenfalls geeignet sind, Kinder aufzuziehen, sollte endlich in allen Köpfen verankert sein, insbesondere auch in denen derjenigen Männer, die sich vehement gegen eine Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare (man stelle sich vor – zwei Männer!!) wehren. Wenn ein Mann ein Kind betreuen kann, dann können dies auch zwei. Das Glück des Kindes muss im Vordergrund stehen.

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