Der Fettnäpfchen-Tag

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Verschenkt (s)ein Herz: Patrick Dempsey und Jennifer Garner im Film «Valentine’s Day». (AP/Warner Bros., Ron Batzdorff)

Heute ist Feiertag. Beziehungsfeiertag. Passen Sie also gut auf! Der Tag ist voller Tretminen und Fallen. Ein roher Eiertanz. Wehe, Sie vergessen die obligate Liebeserklärung. (Was jetzt wenigstens nicht mehr der Fall sein wird, nachdem Sie das gelesen haben.) Oder wehe, Sie schenken das Falsche oder bringen Ihre Worte nicht im richtigen Tonfall vor. Kurz: Heute ist Elchtest für Paare.

Mein Tipp: Streichen Sie den 14. Februar aus Ihrer Agenda. Aber erst ab 2015. Tun Sie heute noch ein letztes Mal, was Sie eben tun müssen, und vergessen die Sache dann für immer. Ein bisschen Vorbereitung verlangt die Verweigerung des Zwangsliebestages natürlich schon, so rund 364 Tage.

Aber bevor wir näher darauf eingehen, hier noch eine kleine Hilfe für den heutigen Tag. Wenn Sie glaubwürdig sein wollen – was ich Ihnen dringend rate –, sollten Sie auf folgende abgelutschten Geschenke und Aktionen verzichten. Ihre Fantasielosigkeit entwertet Ihre Botschaft nur, statt sie zu unterstreichen:

  1. Eine Spur aus Rosenblättern zur Badewanne oder zum Bett
  2. Ein Herz aus Teelichtern
  3. Rote Plüschherzen aus dem Laden
  4. Lebkuchenherzen mit einem «Liebe ist»-Bildchen drauf
  5. Blumensträusse mit Fremdkörpern drin wie Herzli oder Liebessäuli
  6. Schoggiherzli
  7. Mon Chéris
  8. Eine CD mit Kuschelmusik
  9. Eine Orchidee im Stanniolpapier mit einem Geschenkbandkringel dran getackert.
  10. Freixenet
  11. Ein Gutschein für ein Wellness-Valentins-Sonderangebot.

Das Absurde am Valentinstag ist ja, dass man davon ausgeht, dass acht Milliarden Menschen gleichgeschaltete Herzen haben und ausgerechnet am 14. Februar in eine kollektive Liebeswallung ausbrechen. Oder zumindest die westlich geprägten Überzehnjährigen von ihnen. (Das Alter ist dabei nicht etwa eine willkürliche Behauptung von mir – in unserer Primarschule wird tatsächlich schon wacker Valentinstag begangen.)

Wenn dem wirklich so wäre, dann sollten die betroffenen Länder fortan alle Friedensgespräche und anderen heiklen Verhandlungen auf den 14. Februar legen. Von Gesetzes wegen. Aber die Realität sieht genau anders aus. Ausser an Weihnachten und in den Sommerferien am überfüllten Strand wird wohl kaum so oft gestritten wie am Valentinstag. Er ist eine Steilvorlage für Grundsatzbeschuldigungen wie: «Ich frage mich, ob du mich überhaupt noch liebst», «Die Liebe wird mit kleinen Gesten am Leben erhalten. Wenn du das nicht schaffst, weiss ich auch nicht, was aus uns zwei noch werden soll», «Wenigstens einmal im Jahr Blumen wär doch was, das nächste Mal kaufe ich sie mir eben selber» und «Ein bisschen Wertschätzung für alles, was ich hier jahraus, jahrein für euch tue, wäre wohl das Mindeste.» … Blablabla.

Darum, wenn Sie den Beziehungskiller Valentinstag Ihrerseits killen wollen, sollten Sie nicht einfach ein noch originelleres Geschenk suchen. Warten Sie lieber darauf, bis Ihnen irgendwann ohne Vorwarnung die Liebe bis in die Herzkranzgefässe quillt, und informieren Sie umgehend Ihren Mann oder Ihre Frau darüber. Falls Ihnen das nie passiert, ist vielleicht wirklich was schief, was auch das grösste Plüschherz nicht mehr richten kann. Gelingt es jedoch, können Sie ab dem 14. Februar 2015 nonchalant und zu Recht verkünden: «Ich liebe dich 364 Tage im Jahr und vielleicht auch heute. Aber das weisst du ja schon.»

PS: Mein ultimatives Lieblingsgeschenk dieses Jahr ist übrigens das neue WC-Papier von der Migros. Es heisst «Valentin» und hat Herzchen drauf. Wenn da die Liebe nicht am Arsch ist …

Schönes Valentinsjahr!

73 Kommentare zu «Der Fettnäpfchen-Tag»

  • Mike M sagt:

    Nun Leute, Valentinstag ist bei uns abgeschafft!
    Wir haben das ganze Jahr Valentinstag, resp Valentinsjahr . . . .
    In unseren Augen nur Geldmacherei!
    Überraschungen unter dem Jahr ohne Ankündigungen sind 1000x
    mal wertvoller! und dies nach 37 Ehejahren mit allen auf und nieder . .
    Also jetzt wisst Ihr was zu tun ist!

  • Maurício sagt:

    🙂 kleine Korrektur, nicht überall gibt es Valentinstag.. zB Brasilien feiert ihren Tag der Liebe am 12.6…

  • Peschw sagt:

    Könnt ihr auch alle nicht schlafen?

  • Ruedi sagt:

    Zu 2. „Teelichter“….?? Meinten Sie Rechaud-Kerzen?

  • Auguste sagt:

    hmm…, teelichter sind nicht hoch genug einzustufen. versprechen sie mal , dass sie nicht aufhören, bis die flamme ausgeht – da ist schon die eine oder andere person ins grübeln gekommen und überlegte, ob auch noch genug eiswürfel im kühlschrank wären. und nach so ’ner nummer kommt es auch nicht mehr drauf an, was auf der schampus-flasche steht – hauptsache, was zu trinken.

    youtube: t. rex – get it on

  • Patricia sagt:

    Wir haben heute (15.2) Hochzeitstag. So können wir den Valentinstag müde belächeln und vergessen unseren Hochzeitstag garantiert nie! =)

  • Francesca sagt:

    Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Freude ist nie peinlich.

  • Katharina sagt:

    Wenn schon, dann weder Prosecco noch Freixenet. Veuve Cliquot oder Moet et Chandon , bitte.

    Zu den Speilzeugen verweise ich auf Lelo. Die sind echt gut.. for the so inclined 😉

    Aber an einem programmierten Tag wie heute: Well. ich habe etwas Kopfweh. Dinner might be nice though.

  • Adrian Humboldt sagt:

    … Valentinstag ist schon peinlich, was für kleinkarrierte Biedermeier ohne Rückgrat. Aber über den öden Valentinstag zu lästern, ist dann noch peinlicher. Sozusagen peinlich im Quadrat.

  • hermann sagt:

    Oh Valentin,
    oh Valentin,
    Ich bin din
    und du bist min.
    Walther von der Vogelweide, 1193

  • Martin sagt:

    wie wäre denn ein neues (Sex)Toy, zum Beispiel derzeit ganz aktuell von Coop.
    könnt ihr ja gleich noch eine Flasche Freixenet dazukaufen.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    „eyyy liiindaaa – bring me a beer!“ 🙂

  • Martin Johansson sagt:

    Naja, ganz nüchtern betrachtet hat der Valentinstag vor allem eine kommerzielle Bedeutung und wird deshalb von Blumengeschäften und Geschenkboutiquen so gepusht. Natürlich auch von den (beschenkten) Frauen, die an diesem Tag quasi offiziell beglaubigt so richtig in einem ihrer Lieblingsthemen schwelgen können. Und wehe, wenn der Mann die oben genannten Aufmerksamkeiten unterlässt und den Termin vergisst. Die Folgen spürt er dann mindestens 364 Tage lang….

    • Lia sagt:

      was soll dieses Frauen-Bashing? Schenkt Ihnen Ihre Frau etwa nix? Ich schenke meinem Mann etwas auf jeden Valentinstag, wie er mir auch, weil ich nicht genau verstehe, wieso nur ER IHR etwas schenken sollte. Tut mir leid für Sie..

      • Martin Johansson sagt:

        Bashing nein, provokatives Hinterfragen ja.
        Natürlich kriege ich von meiner Partnerin auch etwas (vgl. Votum von Chris Heyduk…).
        Und ich finde auch, dass es keinen Valentinstag braucht, um der/dem Liebsten zu zeigen, wie gern man sie/ihn hat.
        Die Blumengeschäfte müssen schliesslich auch von etwas leben….

    • sonja sagt:

      Also mal von meiner Seite nüchtern betrachtet Herr Johansson, ich schenke meinen Partner an jedem Valentinstag etwas, dieses Jahr Kaschmirschal und Lieblingspralinen. Und ich kriege seit Jahr und Tag nichts mehr von ihm zum Valentinstag. Es geht da nicht um Mann oder Frau und wie Sie offensichtlich erlebt, Vergeltungsmassnahmen. Sonder, etwas was Sie vielleicht noch nie erlebt habe, Menschen die einfach anderen gerne eine Freude machen.

      • Adrian Humboldt sagt:

        Nüchtern und Valentin funktionieren nicht. Die Liebe basiert gerade auf dem Nicht-Nüchtern Konzept. Denn nüchtern betrachtet kauft er sich den Schal und die Pralinen selber, das wäre effizienter.

    • 13 sagt:

      Mein Vorschlag: Vergessen Sie Blumen, Pralinen u.ä. Aber schenken Sie Ihrer Frau Wertschätzung. 365 Tage im Jahr. Und wenn Sie schon dabei sind, schenken Sie das allen Frauen. Und allen Männern, wir wollen ja nicht so sein. 365 Tage ohne dieses pauschalisierende „Frauen sind so“. Na, das wäre doch mal eine Challenge, nicht? 😉

      • Adrian Humboldt sagt:

        … und jetzt nicht noch so trocken-femministische Ratschläge zu einem bereits sehr trockenen Thema. Her mit dem trockenen Sekt!
        Sag Ihr dass Sie abgenommen hat, blendend aussieht und wunderbar riecht. Dass du verloren bist ohne Sie in dieser kalten Welt, wo sie den Duft nach Sommer und warmem Wind in dein Leben trägt … usw, kann mit weiteren Adjektiven und Assoziativ-Nomen frei aufgefüllt werden. DANN knallst Ihr die Schämpi-Falsche über den Kopf und schleifst Sie in die Höhle ….

      • irene feldmann sagt:

        🙂

  • Widerspenstige sagt:

    ‚Oh Valentin….oh Valentine!
    Wie wundervoll, dass es Dich noch gibt!
    Was würd‘ aus all meinen Träumen,
    wenn auch Du noch Dich verabschieden würdst‘.‘

    (Widerspenstige)

    Mein Motto geht in die Richtung, dass es nicht genug Momente geben kann, wo man beschenkt, geliebt, ausgeführt und…..werden kann. Geniessen geht besser zu Zweit und dazu passt grad dieses Liedchen so schön kitschig:
    https://www.youtube.com/watch?v=UACBbjAGcW4 Max Raabe – Küssen kann man nicht alleine

  • Daniel sagt:

    Ich habe gerade Rosen gekauft. Wunderschöne, rote Rosen. Die werde ich meiner Süssen gleich schenken und sie dann vernaschen. Als ich mit den Rosen nach Hause gefahren bin, sah ich eine Familie auf dem Friedhof, die auf einem Grabe einen Strauss Rosen hinterlegt haben. Obwohl es hier 2 mal um die Rosen geht, so haben die eine ganz andere Bedeutung. Der Gegenstand ist doch vollkommen egal, es zählt doch die Geste und was man im Herzen trägt. Also ignoriert das Geschwafel von der Frau Fischer und tut eurem Partner was Gutes, egal ob das nun SUPER Originell ist oder nicht: Herz ist Trumpf!

  • Andreas Tase sagt:

    Alles Gute zum Namenstag, Herr Landmann!

  • Josef Meyer sagt:

    Freixenet geht nie… aber auch gar nie und zu keiner Gelegenheit! Dann doch lieber dieser Lychee-Sekt, aber der auch nur für unter 18 jährige.

  • Reto B. sagt:

    Das offizielle Verhalten von „Frau“ an diesem Tag. Mötzeln über Sinn und Unsinn des internationalen Floristen und Chocolatiertages. Sich modern und emanzipiert geben und sagen, dass man nichts erwartet und diesen Hoax nicht mitmacht. Dann höchst überrascht und berührt zur Kenntnis nehmen, trotzdem etwas zu bekommen und gekonnt überspielen, dass man schon ein bisschen damit gerechnet hat. „Offizielles“ Verhalten von Mann, den ganzen Tag über Unsinn der Aktion motzen, dann trotzdem was schenken und dabei feststellen, dass man seine Frau halt doch liebt.

  • Mark Meier sagt:

    Jaja Frauen jammern immer über den ach so kommerzielen Valentinestag… Aber freuen sich dennoch, wenn man an diesem Tag in ein gutes Restaurant ein romantisches Dinner hat und nicht zu hause alleine auf dem Sofa sitzt…….
    PS: Gerade Schweizer Frauen sollten lernen das auch Sie Geschenke machen können und sich nicht immer nur beschenken lassen wollen….

    • Valentino sagt:

      Ich habe meiner Frau zwei Kinder geschenkt, dass sollte für den Rest der Zeit reichen 😉

      • anne sagt:

        Wie romantisch… 2 kinder als geschenk? Wertschätzung sieht für mich anders aus…

      • 13 sagt:

        Wenn ich jemandem einen einzigen Ziegelstein schenke und er baut ein Haus damit, in welchem wir schliesslich beide wohnen. Kann ich dann sagen, ich habe ihm ein Haus geschenkt? Think about it 😉

  • Stephan sagt:

    Wie heisst es bei Asterix und der Arvnerschild: Alesia? Ich kenne kein Alesia! Ich weiss nicht, wo dieses Alesia liegt.
    Bei mir heisst es frei danach: Valentinstag? Ich kenne keinen Valentinstag! Ich weiss nicht, was dieser Valentinstag ist.

  • irene feldmann sagt:

    valentine…………ich mag den konstantin-tag……………:)

  • Alfred Frei sagt:

    Valentinstag ist ein Medien- und Konsumhype, der von den USA übernommen wurde. Wenn man gar nicht darauf eingestiegen ist, besteht auch keine Notwendigkeit, ihn wieder zu streichen.

  • Anne sagt:

    Das grösste Fettnäpfchen am heutigen Tag ist der „Valentinstag“ an sich.

  • dres sagt:

    Valentin plus Vollmond – das gibt richtig Party heute. Ob sie dann überall gut kommt steht in den Sternen. 😉

  • NS sagt:

    Lieber Peter
    Du solltest mit dem Wort „immer“ vorsichtiger umgehen. Längst nicht alle Frauen wollen einen „Beweis für die Liebe“ wie du es nennst. Persönlich freue ich mich viel mehr über nette Worte oder Zärtlichkeit oder ein spontanes „ich liebe dich“. Dazu brauche ich überhaupt keine Geschenke! Auch die Aussage „ein solcher Blog kann nur von einer Frau geschrieben werden“ löst bei mir nur Kopfschütteln aus. Du scheinst keine besonders gute Meinung von Frauen zu haben, weshalb auch immer. Nur: Lass deinen persönlichen Frust nicht an der Allgemeinheit aus!

    • N.O. sagt:

      Ich bin absolut derselben Meinung. Wobei noch gesagt werden muss: das Thema ist ja, den Valentinstag zu streichen!!!
      Also lieber Peter, evt. den Blogg nochmals ohne Vorurteile lesen….

  • 13 sagt:

    Wissen Sie was? Sie haben recht. Echt, in jedem einzelnen Punkt. Und trotzdem werden wir heute Abend feiern. Nicht aus Konsumsucht oder weil wir diesen einen speziellen Tag brauchen, um uns die Liebe zu gestehen. Nicht einmal aus Tradition. Es ist viel simpler: Wir feiern gerne. Und wenn ein Anlass da ist, lassen wir uns das nicht entgehen. Darum schweisst uns das gemeinsame Ignorieren aller Valentinsmuffel, Weihnachtskritiker und Geburtstagsverweigerer mehrmals jährlich noch mehr zusammen. Und sollte es irgendwann extra für diese einen Anti-Feiertags-Feiertag geben. Wir würden ihn feiern 😉

  • Peter sagt:

    ein solcher Blog kann nur von einer Frau geschrieben werden, denn die Frauen wollen immer einen Beweis der Liebe und dazu ein Geschenk dazu, damit sie sehen wie gross der Wert der Liebe ist.
    Also Männer, streicht diesen Tag und beweist eure Liebe jeden Tag aufs Neue, auch ohne teure Geschenke.

  • DB sagt:

    Warum nicht das eine tun und das andere nicht lassen? Was spricht dagegen, seinem/r Partner/in am Valentinstag eine besondere Freude zu bereiten, obwohl man ihm/ihr auch das ganze Jahr über zeigt, dass man ihn/sie liebt? Hauptsache gegen den Strom geschwommen?

  • Gregoy sagt:

    Danke Frau Fischer für die wohltuende Sichtweise auf diesen Tag. Und vielen Dank den männlichen Kommentatoren zu diesem „Pflichterfüllungstag“. Eine Frau wird nicht an den vom Kommerz vorgeschriebenen Tagen auf Händen getragen. Dazu bieten sich viel bessere Gelegenheiten… 🙂

  • Jessica sagt:

    Mein Mann und ich haben von Anfang an unserer Beziehung den Valentinstag gestrichen. Ich finde es einfach nur blöd, auf Kommando vorgesagt zu bekommen was ich zu tun habe. Mein Mann zeigt mir das ganze Jahr durch immer wieder wie sehr er mich liebt und das ist doch viel schöner, als wenn er auf Kommando mir seine Liebe zeigt. Auch ich als Frau finde diesen Tag einfach nur überflüssig!

  • Marc Meier sagt:

    Ich bin mit meiner Partnerin seit 18 Jahren zusammen und sie hat noch nie etwas zum Valentinstag von mir bekommen. Oder zu Weihnachten. Oder was für Geschenkstage es sonst noch gibt.
    An ihrem letzten Geburtstag habe ich ihrer Mutter ein Geschenk gemacht. Schliesslich hatte sie die ganze Arbeit…

  • Markus sagt:

    „Beziehungskiller Valentinstag“ , das löst nur ein müdes Lächelen bei mir aus. Uns ist dieser „Gärtnertag“ so etwas von egal und unsere Beziehung leidet in keiner Weise darunter. Erbärmlich, wenn man einen solchen Tag benötigt um seine Beziehung zu pflegen (genauso überflüssig wie übrigens der Muttertag). Wir pfegen unsere beziehung lieber auf einer gemeinsamen Bergtour im Juli oder einer Herbstwanderung. Weihnachten ohne den Rest der Familie in einer Berghütte nach einer Schneeschuh-Tour ist ebenfalls sehr beziehungsfördernd.

  • Ueli sagt:

    Ich hasse den Zwang, der mit solchen Pflichttagen verbunden ist. Auf Kommando Liebe demonstrieren. Alle zusammen – jetzt, hopp! Gerade darum favorisiere ich die Fettnäpfchen. Ich mache ganz demonstrativ auf Pflichterfüllung. Beweise von Zuwendung sollen auf der Grundlage von Spontaneität und aus eigenem Antrieb kommen, nicht als Reaktion auf ein Kalenderdatum. Zum Glück hat das Jahr noch viele andere Tage als den Valentinstag.

  • jürg. sagt:

    Bin ich der einzige der den Valentinstag noch nie gefeiert hat?
    Fantasielosigkeit wird von Marken bestimmt? veuve clicquot ist also die wahre Liebe?

    • spoter sagt:

      jürg,wie das so ist ( ich schäk Dir mis Härz und meh hani nöd )

      • Nala sagt:

        Spoter sowas einfach nie einem Herzchirurgen singen, sonst könnte es böse enden 😀

        Veuve Clicquot ist vorallem die teure Liebe. Wahre Liebe gibt es doch gar nicht. Wer mir allerdings einen Veuve schenkt, der hat meine Liebe versoffen.

        Du liebst mich nur wenn Du…. Tjaja.

    • anne sagt:

      Nee. Veuve clicquot ist nicht die wahre liebe. Aber man kann sie benutzen, um sich die eigene liebe wieder schönzutrinken 😉

  • Mia sagt:

    „Ich liebe dich 364 Tage im Jahr und vielleicht auch heute. Aber das weisst du ja schon.“ Genau, und weil das so furchtbar originell ist, wenden wir das in Zukunft auch noch gleich an sämtlichen Geburtstagen an, und an Weihnachten auch noch gleich, weil dort doch der Kommerz auch so verpönt ist. Jaja, ich weiss, Valentinstag ist ja nur eine Erfindung der Gross-Kapitalisten-Gärtner und ebensolchen Schokoladenfabrikanten, aber ganz ehrlich – ICH geniesse es, an diesem Tag etwas zu bekommen, etwas zu schenken oder zusammen fein essen zu gehen. So.

    • Nala sagt:

      Ehrlich Mia? Also ich fand das ja viel schöner, als ich vor wenigen Wochen in meinen Englischkurs-Unterlagen ein Los fand mit einem Zettel von meinem Freund, dass ich der Hauptpreis seines Herzens sei. Ganz ohne Valentin. Einfach so. Ueberraschung!

      Wenn man seinem Partner *nur* am Valentinstag sagt, dass man ihn gerne hat, dann ist sicher was schief. Ich nehm nicht an, dass Du das meinst, sondern einfach nur *auch* diesen Tag geniessen willst/magst. Mit schenken und beschenkt werden.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Uns sagt der Valentinstag auch nicht viel. Viel lieber schenken wir uns einfach so das Jahr hindurch etwas Kleines, Schönes; wenns am wenigstens erwartet wird. So ist auch der Überraschungseffekt und die Freude viel grösser:). Warum so „rudelmässig“ den Liebsten an einem bestimmten Tag seine Liebe zeigen und etwas schenken, ist doch völlig unromantisch! Aber eben, jedem das Seine, ist ja zum Glück alles Geschmacksache. Will niemandem zu nahe treten und ihm/ihr den heutigen Valentinstag madig machen. Habs übrigens genauso mit dem Muttertag, finde diesen Tag auch nicht wirklich nötig ;).

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