So stellt man Kinder ruhig

Ein Papablog von Daniel Böniger*

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Toben garantiert nicht herum: Kinder am iPad. (Flickr/Scott & Elaine van der Chijs)

Winterferien mit Freunden im Bündnerland. Rustikale Einrichtung, fünf Familien mit Kids, Heizen mit Brennholz. Romantisch eigentlich, doch ich kann nicht glauben, was ich da sehe: Die Eltern des kleinen Sven haben ihn doch tatsächlich vor seinen DVD-Player gesetzt, ihm «Das Dschungelbuch» ein- und ein paar Gummibärchen nebenan hingelegt. Damit er gleich lernt, dass Fernsehen und Essen reinstopfen gekoppelte Tätigkeiten sind.

Nun jassen Svens Eltern mit anderen Eltern. Und der Fünfjährige sitzt allein und wortlos, gebannt und etwas dümmlich wirkend vor dem Gerät. Hey, früher gab es in diesem Chalet keine Computer und Bildschirme! Und trotzdem hatten wir es lustig damals. Nennt mich nostalgisch, aber soll das nun wirklich alles ändern, bloss weil der Nachwuchs über Silvester auch in die Berge mitkommt? Probierts doch mit Tschau Sepp! Ich denke, das würde auch Sven hinkriegen.

Ich arbeite weniger als meine Frau und bin unter der Woche zwei Tage zu Hause. Manchmal werde ich gefragt, weshalb ich das tue. Damit ich meinem zwiwinhalbjährigen Sohn und meiner fünfjährigen Tochter beim Wachsen zusehen kann, lautet die simple Antwort. Ich geniesse es, dass ich mitbekomme, wenn mein Jüngster das erste Mal «Scheisse» sagt und das noch zehnmal wiederholt. Wenn ich dabei bin, wie meine Älteste die ersten Versuche auf Skiern macht. So anstrengend das auch ist, wenn sie nach der dritten Bauchlandung schrecklich weint und zurück ins Chalet möchte.

Bin ich diesbezüglich eine Ausnahme? Manchmal habe ich schon das Gefühl. Viele Mütter prahlen ja zu Hause damit, wie viel Zeit sie mit dem Nachwuchs verbracht haben. Dabei waren sie eigentlich vor allem am SMSen, Twittern und Surfen. Ist doch so, schon mal in unseren Breitengraden eine Mutter ohne Apfel-Telefon gesehen? Und dann all diese Väter, die angeblich auf der Josefwiese am «Sändelen» waren. Dabei haben sie mit anderen Erziehungsberechtigten gequatscht, Bier getrunken und sich geärgert, wenn sie von der Sitzbank – Sitzgelegenheiten hat es neben Sandkästen immer! – aufstehen mussten.

Es ist bestimmt auch kein Zufall, dass die Spielzeugläden zuerzeit voll sind mit «Ruhigstellern»: Für Dreijährige gibt es Bilderbücher, die sprechen können. Bei den Vier- bis Siebenjährigen scheint Tiptoi der letzte Brüller zu sein – ein klobiger Stift, der mit den Kleinen singt, erklärt, schulmeistert. Weit über zwei Millionen Stück sind inzwischen verkauft worden. Nicht zu vergessen: die vielen Spiele-Apps, damit die Kinder bei einer längeren Zugfahrt bloss nicht quengeln. Schliesslich die falschen Affen und Hunde, die vom Kind gefüttert, gestreichelt und gepflegt werden müssen. Hauptsache beschäftigt. Wann folgen eigentlich Bauklötze, die «Setz mich oben drauf» sagen?

Nachwuchs ist – dies soll hier mal gesagt werden – etwas anderes als ein Boot auf dem Zürichsee oder eine Harley, die man bei schlechter Witterung wegstellen kann. Vielleicht hätten sich das viele Eltern etwas genauer überlegen sollen, bevor sie ein Kind zeugten.

Meine Frau hat neulich erzählt, wie sie einen Vater beobachtet habe, der mit vollster Hingabe mit seinem Kind gesprochen habe. Dies reichte, dass sie vollends begeistert war von dem Kerl. Nun ja, seither versuche ich selbst möglichst oft so zu sein wie der Typ. Und wenn ich mich dann im Tram zu meinen Kleinen runterknie und ihnen einfach mal zuhöre, statt in «20 Minuten» zu blättern, dann fühlt sich das tatsächlich gut an.

Ja, ich schaue ihnen beim Wachsen zu. Jassen kann ich ja dann wieder, wenn die beiden genug alt sind, um die Spielregeln zu begreifen.

*Daniel Böniger ist Teilzeit-Hausmann und freischaffender Journalist mit Schwerpunkt Essen und Trinken. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

224 Kommentare zu «So stellt man Kinder ruhig»

  • Markus Schneider sagt:

    Dumme Eltern lassen ihre Kinder eben dumme Sachen machen, sonst wären sie ja keine dummen Eltern. Allzuhäufig mit Kindern zu sprechen zeugt allerdings auch nicht grade von Intelligenz.

  • Kay sagt:

    Natürlich macht es das Mass aus und es ist auch nicht alles „Scheisse“, was die Kids (oder wir Eltern) machen am PC oder allen anderen elektronischen Geräten – aber HALLO: vieles davon ist definitiv unnötig! Und unsere Kids und Teens und wir Erwachsene erzählen/schwärmen garantiert immer mehr von Erlebnissen mit Spielen, in der Natur oder von guten Büchern, die wir zusammen gelesen haben!
    Und wenn ich ein Mami oder Papi sehe, die/der mit Kopfhörern in den Ohren mit dem Kinderwagen unterwegs ist, sehe ich wirklich ein Problem!

    • …und wenn dann der Kinderwagen noch SCHWARZ ist, auch innen, und so positioniert, dass das Kind nur nach vorne sehen kann, also, aus seiner Sicht ALLEINE unterwegs ist, unbarmherzig fortbewegt durch das Gehetze der Strassen, auf Höhe der Auspüffe…., da verstehe ich echt die Welt nicht mehr! Wie kann man/frau nur so HARTHERZIG und phantasielos sein, dies seinem kleinen Kind anzutun!
      Ich sehe das übrigens täglich in der „fortschrittlichen, humanen, kindergerechten, höfllichen, aufmerksamen. gut gebildeten“ Schweiz.
      Ich wundere mich aber nicht, dass wir eine zunehmend „coole“ Jugend haben.

  • René Baron sagt:

    Müssten wir diesem Artikel glauben, scheint es mir, als wären die jungen Eltern von heute irgendwie so flach, banal und eindimensional geworden zu sein wie ihre Apps die sie ihren anämischen Kids zum Stillen geben.
    Und je schmalbrüstiger ihr Lebensentwurf, umso ernster nehmen sie sich und das was ihnen an richtigem, realem Leben noch übrig bleibt. Und wenn’s vorbei ist das Leben – bleibt wenigstens noch – der iPad 😉

  • hermann sagt:

    Unser 1st Klaessler liebt es, mit youtube ruhig gestellt zu werden. Dort schaut er sich Minecraft Filme an, die komentiert werden. Letzthin musste er zum Schulpsychologen. Der stellte fest, dass der Kleine wirres Zeug spricht in einer komischen Tonlage (=Minecraft), was ihn dazu veranlasste, unseren Knirps mit moeglichem Asperger zu diagnostizieren. Lustig insofern, als der Psychologe offensichtlich noch nie mit Minecraft in Beruehrung gekommen ist.

  • Zwergenmama sagt:

    /4 jeder selber wissen und verantworten. Im Gegensatz zu früher haben wir einfach ein zusätzliches Lernfeld…

    • Jeder SOLL…., aber dann doch SELBER..! Ein Widerspruch in sich!
      Ein zusätzliches Lernfeld… Hm. Was, wenn dabei andere Lern“felder“ (was ist das genau?) verkümmern? Was bitte genau LERNT man, bzw. es, das Kind, denn mit all diesen bonbonbunten Displays. Bitte geben Sie mir etwa drei Beispiele! Ich selber bin nämlich nicht auf eines gekommen.
      Das interessante ist, dass wir wie in einem Strom der Innovation mitgerissen werden und bislang nirgends wirklich und dezidiert sagen: GENUG! Dieser Strom führt in die Irre, liebe Eltern!
      Hier der nächste Schritt, wie es dann weiter geht: http://vimeo.com/84412874

      • Zwergenmama sagt:

        Lieber Herr Fehlbaum, jeder SOLL und dann noch SELBER ist für mich kein Widerspruch. Wenn ich mir den Einsatz eines digitalen Geräts überlege, mir über die negativen wie auch positiven Konsequenzen Gedanken gemacht habe, sollte ich auch in der Lage sein, zu wissen, für was, wie lange und wann es eingesetzt wird. Definition zusätzliches Lernfeld: kleine Kinder lernen durch Nachahmen und über Erleben – Erfahren – Begreifen. Ein digitales Gerät kann keine solchen Erfahrungen und Erlebnisse bieten. Es ersetzt nie das BEGFREIFEN (damit meine ich real mit den Händen und all dem anderen Sinnen),

      • Zwergenmama sagt:

        /2 aber es bietet sich an als Nachschlagewerk, beispielsweise wenn wir draussen beim Spazieren einen Specht gehört haben und anschliessend zusammen Informationen über diesen Vogel suchen. Dass Sie mich nicht falsch verstehen, ich bin ganz klar für einen limitierten und sinnvollen Einsatz. Für mich kommt eine Ruhigstellung der Kinder nicht in Frage. Es ist einfach ein zusätzliches Angebot, weder gut noch böse…

      • Ja, schon Recht, Frau Zwergenmama! Bloss finde ich, dass es besser kommt, länger mit dem Kind draussen zu bleiben, den Specht zu verfolgen, ihm beim Klopfen zuzuhören und dann sich gemeinsam vorzustellen, wie er jetzt den Baum nach Hohlräumen abklappert, um Würmer zu finden. Der Wald ist eh die beste Schule.
        Auf dem Compi Information abzurufen bedeutet langfrisig wenig. Information ist kein Wissen. Wissen ist etwas viel eindringlicheres, etwas tief Wahres, das sich „verhängt“ hat in unserem Weltbild und nie mehr verschwindet. Information ist und bleibt oberflächlich, da jederzeit abrufbereit.

  • Zwergenmama sagt:

    Ou, das böse iPhone… und das iPad muss ja noch viel böser sein, denn der Display ist ja auch um einiges grösser… Kommt es nicht bei allem ums Mass und wie man es einsetzt drauf an? In meinem früheren Job, ich unterrichtete kleine Kinder, führte ich viele Diskussionen, ob ein Computereinsatz gerechtfertigt ist, oder ob nicht viel besser die althergebrachten Spielorte wie Holzklötze und Briobahn zum Spielen benutzt werden sollten. Werder noch, ich finde, die richtige Mischung macht es aus. Unsere Kinder werden ins digitale Zeitalter hineingeboren. Der Umgang mit den neuen Medien, die Chancen

    • Zwergenmama sagt:

      /2 und Risiken dieser, müssen gelernt werden. Nur wer diese Medien sinnvoll einsetzen kann, ist für eine Zukunft damit gerüstet. Heute arbeite ich in der Informatik. Mein Zwerg bekommt viel mit, was Mami mit dem Computer und iPad, iPhone usw. alles so macht. Und natürlich, er möchte mir mithelfen, kennt die Entertaste und den Punkt auf der Tastatur und ich muss ihm sagen, wann ich eine solche gedrückt brauche. Zusammen suchen wir auf dem iPad Bauamleitungen für Legohelikopter, auf dem Computer drucken wir Flugzeuge zum Ausmalen aus, in der Küche benötigen wir das iPad zum Guetzlen und zusammen

      • Zwergenmama sagt:

        /3 hören wir die neusten Chasperligeschichten übers iPad auf dem Server. Und nein, dies ist definitiv kein ruhig stellen, mit all dem modernen Zeugs kann bei richtigem und massvollem Einsatz sehr viel Kreatives entstehen… und natürlich schauen wir draussen, wie das Wasser bei Regen im Abfluss gurgelt, ob die Schneckenhäuser noch bewohnt sind, was für Geräusche entstehen, wenn Steine in den Bach geworfen werden, spielen Gesellschaftsspiele, misten zusammen die Kaninchen und leihen in der Mediothek Bücher aus. Es muss nicht entweder oder geben, beides im richtigen Mass. Wieviel dies ist, muss

  • Thomas sagt:

    Für Kinder sind Ipads/pods/phones offenbar die Enstiegsdroge. Diese sagt die folgende Studie:

    http://www.readersdigest.de/die-dosis-macht-das-gift

    Habe ich so noch nie gesehen, finde ich noch echt interessant. Schon nur wenn die Hälfte davon stimmt, müsste man so einiges Überdenken, nicht nur zu Hause um die Kinder ruhig zu stellen, sondern auch an den Schulen, was meint Ihr dazu?

  • Lieber Herr Böniger, mit Recht schauen sie Ihre Kinder beim Wachsen zu. Sie sind ein guter Vater! Complimenti. Ist ihnen bewusst wie ihr Leben aussehen würde falls ihre Frau sich von ihnen trennen will? Dann gibt es kein Teilzeit-Hausmann mehr und auch kein Vater mehr! 60% der schweizer Ehen enden mit einer Scheidung. Ich würde nicht nur Kinder beim wachsen zuschauen, sondern auch ihre Kinder vor dem schweizer FamilienRecht schützen.

    • Thomas sagt:

      Woher die 60%?, nicht übertreiben bitte! Gemäss Bundesamt für Statistik ist die Scheidugnsrate leicht rückläufig bei 43,1% im 2012

      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/06.html

      ein bisschen mehr als Mindestens jede zweite Ehe bleibt intakt, worüber wir uns doch freuen sollten. Intakte Ehen und Familien sind die Grundfestungen unserer Gesellschaft!

      • 20% der schweizer Kinder werden ausserhalb einer Ehe geboren. Konkubinat ist eine Realität. Und diese Scheidungsfälle existieren gemäss Bundesamt für Statistik nicht… So, je nach Kanton, kommen wir an der oberste Grenze von 60%.
        18’000 Kinder jährlich leben in einer neu Familie… ohne Vater, die sogenannte Alleinerziehende Familie…
        Heute wird die Familie von der Politikern (vor allem Linken, Feministen und Wirtschaftlsobbisten) abgeschafft. C’est l’argent qui fait la guerre et l’argent qui fait la politique (de famille).

  • Nadja sagt:

    Fünf familien in einem chalet – warum spielt sven nicht mit den anderen kindern, während seine eltern jassen? Ach ja, die starren neben ihm nun auch in den bildschirm…

  • Sugus sagt:

    Noch so ein betulicher Bullshit-Beitrag mit Bildschirm-Bashing und ich, Mutter, 44, durchaus Medienkritisch, beginne zu schreien, mit den Füssen zu strampeln und zu quengeln. Wo bleibt hier eigentlich der Prosecco?

  • Urs sagt:

    Es ist mir ja grundsätzlich egal, was Hr. B. Abend im Chalet mit seinen Kindern spielt. Absolut sein Ding, und das geht mich weder was an, noch würde ich das jemals kritisieren. Dann aber (als Journalist!) dermassen undifferenziert und pauschal andere Eltern zu kritisieren, finde ich dann doch etwas befremdend. Vielleicht noch schnell die Jahreszahl, ja wir haben 2014. Und ja, Dinge ändern sich. Mein Sohn ist ein absolut höfliches, gebildetes Kind und liebt seine Computerspiele. Und ja, manchmal game ich mit ihm mit. Und zwar voller Lust und Freude. Und ohne jegliches schlechtes Gewissen.

  • Mir kommen manche Beiträge vor wie: Heroin? Nur vor dem Schlafengehen. Haschisch? Höchstens zwei Mal die Woche. Nikotin? Nur im Beisein der Eltern…
    Merken wir nicht das Suchtpotenzial dieser synthetischen Aufmunterer? Auch an uns selbst? Wieso folgen wir einer Industrie der sozialen Verdummung? Wieso muten wir unseren Kindern diese „bewusstseinserweiternden“ Geräte zu?
    Weil wir uns nicht trauen, unserer inneren Stimme zu folgen. Weil wir letztlich genau das tun, was ALLE tun. Erbarmungslos und eiskalt – sogar gegen unsere Kinder.
    LSD? Nie mehr als eine Messerspitze aufs Mal. Facebook? Nur…

    • Paul Moser sagt:

      Ja genau – etwas grob formuliert: Lasst uns Scheisse essen, Millionen Fliegen können sich nicht irren.

      • Aber, aber Herr Moser!
        Aber wenn wir schon dabei sind: Computer RIECHEN nicht, sonst wären sie in der Schweiz unbeliebt. Bleibt anzumerken, dass Compis etc. in der Herstellung die komplette Schweinerei sind, Ausbeutung von Mensch und Natur in krasser Form, und, einmal „verbraucht“ – also etwa ein Jahr später – Sondermüll vom Allerärgsten darstellen. Ein globales Problem übrigens, sprich: Für Afrika…
        „Natürlich“ interessiert das Schweizer und -innen eher weniger. Schade umso mehr, Kinder auf diesen Sch…kurs zu (ver)führen. Dagegen ist ja echte Sch…. geradezu Bio. Nebenbei gesagt.

  • pixel sagt:

    Wo genau liegen denn die Unterschiede von „ruhig stellen“ zu „beschäftigen“? Und wo von „beschäftigen“ zu „bespassen“?

    • jürg. sagt:

      Wenn die Eltern etwas selber nicht gerne machen was andere Eltern machen dann gilt es als Bespassung.
      Für die Entwicklung Förderung des Kindes wäre es natürlich viel besser wenn es dasselbige alleine täte.
      Beschäftigt sind die Kinder mit kochen, putzen, waschen und einkaufen, was den sonst?

  • Bernhard sagt:

    Wir sind Rabenelternn: Unsere Tochter schaut – seit sie zwei ist – jeden zweiten Tag einen ihrer fünf lieblings Disneyfilme. Manchmal auf dem Smartphone (Youtube) zusätzlich die besten Gesangszenen daraus. Was ist die vernichtende Konsequenz daraus? Sie tauchte und schwamm plötzlich ohne Flügeli und machte fortan den Köpfler im Hallenbad, so, wie es ihre Heldin Arielle eben auch macht. Sie wusch und kämmte sich plötzlich selber die Haare wie Rapunzel und sie sang während des Spielens die div. Lieder aus den Filmen und spielte die Szenen mit ihren Barbie-Puppen nach. Wie gross ist ihr Schaden?

    • Papa aus Überzeugung sagt:

      Der wird nicht gross sein, so lange sie ruhig schlafen darf, das heisst ohne Wlan-dauerbestrahlung.

      • Wenn eure Tochter nur mit 4, oder 6, oder 8 oder 10 schwimmen würde, währe es ein Problem für ihre Zukunft? und Disneyfilme haben bis heute keine bessere Gesellschaft geschafft.

  • Sama sagt:

    Kinder wurden seit jeher ruhig gestellt. Mit Iphone, Malheften, Bauklötzen, Puppen und Spielautos – wo ist da der Unterschied? oder halt einfach ins Bett geschickt. Reden mit den Erwachsenen durfte man früher in der Regel nicht, man musste unsichtbar sein. Bespasst wurde man als Kind auch äusserst selten.

    Die Idee auf eine Jassrunde zu verzichten und das statt dessen alle Erwachsenen mit dem Kind Tschau Sepp spielen ist eine heutige, neue Idee.

    Was besser für das Kind ist, sei dahin gestellt – beide Erziehungsmethoden führen in der Regel zu lebensfähigen Erwachsenen.

    • Paul Moser sagt:

      Man müsste wohl schon etwas mehr differenzieren und über die „Qualität“ der verschiedenen früheren und aktuellen Ruhigsteller diskutieren.

  • Paul Moser sagt:

    Ich frage mich immer wieder, wie wir eigentlich unsere längst erwachsenen Kindern damals „ruhig gestellt“ haben. So ohne IPad, IPhone, ohne DVD und sonstigen elektronischen Schnickschnack. Ja doch: Mit Vorlesen – ganze Bibliotheken haben wir ihnen vorgelesen – zuerst direkt in Mundart übersetzt und später dan in der Originalsprache. Wahrscheinlich wurden sie darum später richtige Leseratten und wurden „ruhig“ beim selber lesen – und sind heute richtige Sprachkünstler…

  • Papa aus Überzeugung sagt:

    Test

  • Steiner-Schülerin sagt:

    Noch so ein betulicher Beitrag mit Bildschirm-Bashing und ich, Mutter,, 44, durchaus Medienkritisch, beginne zu schreien, mit den Füssen zu strampeln und zu quengeln. Wo bleibt hier eigentlich der Prosecco?

  • Nancy sagt:

    unglaublich was sie da schreiben!! Sie sind zwei Tage die Woche bei ihren Kindern daheim und ihr Frau arbeitet offenbar noch mehr…da frag ich mich ehrlich wer ihre Kinder überhaupt erzieht, und ob sie überhaupt eine Ahnung haben, was es bedeutet 7 Tage die Woche, 24 Std.am Tag für die Kinder da zu sein.ich finde nicht, dass man eine schlechte Mutter/Vater ist,wenn man sich das recht raus nimmt einmal am Tag für 10 min in Ruhe Kaffee zu trinken und das Kind für diese Zeit das iPad in die Hand drückt.es gehört nun einmal auch dazu, Kinder den vernünftigen Umgang mit neuen Medien beizubringen.

    • Papa aus Überzeugung sagt:

      Es gibt doch für Mütter immer, ja wirklich immer, einen Grund, zu jammern. Manchmal etwas versteckter, manchmal offen.

    • Papa aus Überzeugung sagt:

      Was Mütter doch immer zu jammern haben (manchmal offen, manchmal etwas verdeckter). sie machen das sicher perfekt – herr Böniger wahrscheinlich auch. Er betreut ( und erzieht) einfach etwas anders, ja und?

      • Susi Meier sagt:

        Haben Ihre Kinder denn kein anderes Spielzeug als das iPad mit dem sie sich beschäftigen können, während Sie Kaffee trinken? Oder haben sie es nie gelernt, sich mit Legos, Bauklötzen, Buntstiften &Co die Zeit zu vetreiben, weil sie immer entweder von Ihnen oder vom iPad bespielt wurden?

    • Jay sagt:

      Naja… In Ruhe Kaffee trinken und den Kindern neue Medien beibringen beißt sich etwas.

      • Papa aus Überzeugung sagt:

        Ja, aber es handelt sich um 10 Minuten auf 24 Stunden… Andere schlafen in dieser Zeit. Lassen Sie uns grosszügig sein.

      • Papa aus Überzeugung sagt:

        Ja, aber es handelt sich um 10 Minuten auf 24 Stunden… Andere schlafen in dieser Zeit. Lassen Sie uns grosszügig sein.

  • alam sagt:

    Ich glaube eher, dass die öffentliche Wahrnehmung von Kindern im öffentlichen Raum nicht allzu viel mit der Realität zu tun hat. Vielleicht sind das ja gerade die Ausnahmen, wo die Kinder mal ans iPad dürfen, was sie zu Hause nie dürfen. Im öffentlichen Raum sollen Kinder ja nicht lärmen, quengeln, herumrennen, vom Stuhl runtergumpen, tanzen, turnen, singen …, weil das die anderen Erwachsenen stört. Egal wie und was wir Eltern tun, jemand findet immer ein Haar in der Suppe.

    • Jay sagt:

      Glaube ich nicht, dafür sind die kleinen flinken Finger leider viel zu geübt im Umgang mit der Technik…

  • Katharina sagt:

    Ich besitze kein Apfel Produkt. Ich kann also hier nicht mitreden.

  • Chrigu sagt:

    Tip Toi ist zwar ätzend für die Umgebung (Quak-Stimme aus dem Stift), ist aber für Kinder lehrreich und immerhin eine aktive Tätigkeit.

    Abhilfe: Kopfhörer mit Lautstärkenbegrenzung.

  • Chrigu sagt:

    Die Vergleiche „früher mit Büchlein“ ruhiggestellt gehen gar nicht. Im Gegensatz zu Fernsehen und Gamen (passiv) wird dabei die Fantasie des Kindes angeregt und es wird später eher selber zu einem Buch greifen.

    Natürlich sind iPads etc. kein Teufelszeug, aber meine Erfahrung ist, dass leider viele Eltern einen sehr unkritischen Umgang mit Medien pflegen und viele Kids (bereits im Kindergarten) mehrere Stunden/Tag vor dem Fernseher oder Compi sitzen.
    Dazu kommt noch, dass es sich oft auch noch um nicht-altersgerechte Inhalte handelt (Starwars, etc.).

    Vielleicht mal ein Brettspiel?

  • Christina Maria M. sagt:

    Was Sie vielleicht nicht wissen, Herr Böniger, Männer wie Sie, wenn Sie auch noch kochen können, sind werd…t sexy.

  • Markus sagt:

    Dann gibt es da auch noch die Langweile. Momente, in denen das Kind ‚mit sich alleine‘ ist. Solche Zeiten werden extrem vernachlässigt. Wenn solche Momente nicht sofort zugedröhnt und gefüllt werden, hat das Kind die Möglichkeit, sich zu spüren, das kann dann durchaus in Kreativität enden.
    Aber vielleicht lebe ich auf einem anderen Planeten…

  • dres sagt:

    Ich bin mir sicher, dass alle Ihre Kinder jetzt an einem Iphone rumfummeln, damit Sie in aller Ruhe Ihre Kommentare verfassen können. 😉

  • Joli sagt:

    Man kann den Kleinen ebensogut Koks oder Krack geben. iPads und Videospiele machen ebenso süchtig!
    Meine Güte, diese armen Kleinen, denen in der frühen Kindheit wichtige Fertigkeiten durch versäumte Entwicklung sozusagen genommen werden… Bin froh, bin ich schon so alt, denn diese Kinder im Erwachsenenalter erleben zu müssen, würde mir Angst einflössen…

  • Susann sagt:

    Wir sind auch gerade in den Ski-Ferien. Am Nachmittag sind die Kinder schon völlig geschafft und dann dürfen sie sich mit einem Filmchen entspannen. Hat nichts mit ruhigstellen zu tun sondern damit, dass stundenlang auf dem Snowboard sein, Schneeballschlachten führen und abends noch im Pool herumtoben nicht die gesamte Wachphase füllt. Dann zu erwarten dass sich Fünfjährige in der restlichen Zeit noch komplexen Spielen hingeben, ist denke ich nicht sehr kindgerecht….

    • zweifachvater sagt:

      Zu einhundert Prozent einverstanden – ich find den Artikel von Herr Böniger sehr polarisierend. Nur weil man etwas anders macht als alle anderen muss man nicht daraus schliessen, dass die Mehrheit etwas falsch macht. Die Situation und das Mass ist entscheidend. Ich frage mich wie Herr Böniger seinen Kindern eine geistige und körperliche Erholungsphase gönnt – vielleicht müsste er sich darüber mal Gedanken machen….

  • Susann sagt:

    Natürlich sollten Kinder nicht fernsehen oder gar mit dem iPad spielen. Und Süssigkeiten sollten sie auch nie welche kriegen, denn wir Erwachsene gönnen uns ja auch nie etwas. Von Kindern zu verlangen, dass sie auf alle ungesunden Sachen verzichten, während wir glotzen sobald die Kleinen schlafen, ist kleinherzig.

    • Jay sagt:

      Das ist nicht kleinherzig sondern Erziehung. Kinder wissen die Tragweite ihrer Tagen noch nicht einzuschätzen, wir schon, deshalb sind wir verantwortlich!

  • Frasier sagt:

    Ich muss Ihnen auf der ganzen Linie recht geben. Natürlich kann man nicht nur danach gehen, ob die Kinder das iPad zum spielen bekommen, aber diejenigen Eltern, welche zum iPad als Kinderberuhigung greifen, versagen leider oft auch bei der Erziehung der Kleinen. (Nach dem Motto: Die Kinder wissen am Besten, was für sie gut ist, ich brauche sie nicht zu erziehen) Die Leidtragende ist dann die Gesellschaft, welche sich mit renitenten, unanständigen Menschen rumschlagen muss. Das beginnt schon im Kindergarten. Eltern nehmt endlich Eure Verantwortung wahr und erzieht Eure Kinder!

  • Raymond Funke sagt:

    Puh, jetzt schäme ich mich grad, dass ich früher (vor bald 30Jahren) unsere Kinder mit Büchlein „ruhig gestellt“ habe. Und dann haben sie mit grossem Eifer und ohne ein Wort zu sagen, versucht Dinge aus den Bildern zu klauben. Wie sie wohl sprechen gelernt haben? – Und schon damals gab es Fingerpointing. Die Zeiten (und damit die Medien) ändern, aber das Fingerpointing bleibt.

  • Fiona sagt:

    Wir waren eben in den Skiferien. Jeden Abend gabs im Hotel ein 5-gängiges Menue. Unser Kleiner fand das gar nicht toll und malen fand er nach 10 Minuten auch langweilig. Darum hat er jeweils, wenn er fertig war mit essen, das IPad erhalten. Es kommt auch darauf an, was gespielt wird. Es gibt ganz tolle Spiele zum Zahlenlernen etc.
    So waren wir alle zufrieden.

    • zweifachvater sagt:

      In den Augen von Herrn Böniger war das nun aber komplett falsch. Ihr hättet das Essen stehen lassen sollen und mit den Kindern deren Kreativität fördern und die meist unerschöpfliche Energie der Kleinen teilen müssen. Blödsinn natürlich – mir gefällt die Ansicht von Herrn Böniger überhaupt nicht, natürlich ist sie auch nicht komplett falsch. Aber wie immer geht es mit ein bisschen gesundem Menschenverstand ziemlich gut auch mit Ipad oder täglichem 20minütigen Fernsehkonsum. Und auch in den 80igern waren die Kinder ohne TV in der Familie Aussenseiter, das sollen meine Kinder nicht werden.

    • Eli sagt:

      Das sehe ich genau gleich. Wir haben auch für solche Fälle das Tablet dabei, auf dem unsere Tochter etwas spielen kann. Dann sind alle (inklusive den Gästen rundherum) zufrieden und können das Essen geniessen. Wir wurden aber auch schon öfters schief angeschaut deswegen. Aber das stört uns nicht! Wir verbringen viel Zeit mit unserer Tochter und haben nicht das Gefühl, dass sie wegen 10 Minuten Tablet spielen einen Schaden davon trägt!

      • Susi Meier sagt:

        Ich glaube auch nicht, dass das Kind einen Schaden davon trägt, doch ich frage mich immer warum es das Tablet sein muss und nicht ein Buch oder ein Spielzeug. Meine Eltern haben mir früher immer Polly Pocket mitgenommen (kleine Schachtel mit einem Haus und Figuren drin) und ich habe mich wunderbar damit beschäftigen können. Der Unterscheid zum Tablet ist, dass ich meine Fantasie spielen lassen musste und mir selbst eine Geschichte ausdenken. Und das finde ich das eigentliche Problem bei den Tablets: die Kinder sind nicht mehr selbst gefragt, sich etwas auszudenken.

  • Lukas Müller sagt:

    Danke für diesen Beitrag, aber noch viel mehr danke für die Kommentare, da diese die gesunde Einstellung der meisten Eltern hier zeigen! Ich hatte früher auch einen Walkman mit TKKG Kassetten beim Autofahren, mit ca. 10 Jahren auch einen Gameboy erhalten. Ich habe ab ca. 5 Jahren sehr oft und gerne mit meinen Freunden in der Siedlung Lego gespielt, wenn mein Vater dabei gewesen wäre hätte ich mich ehrlich gesagt geschämt! Aber natürlich habe ich mich schrecklich schlecht entwickelt, habe eine glückliche Beziehung, ein eigenes Geschäft, und kann mich gut mit Freunden und Fremden unterhalten.

  • Carolina sagt:

    Was hier ein wenig vergessen geht, ist die Tatsache, dass das (ständige und übertriebene und nur darum geht es) Ruhigstellen mit iPad etc auch eine Gemeinsamkeit hat mit Eltern, die ihren Kindern nicht beibringen, dass es eine Erwachsenenwelt gibt, in der auch Eltern ihre Ruhe haben dürfen. Ständiges Bespassen lehrt Kinder, dass sie immer einen Animateur zur Seite haben, dass immer irgend jemand und irgend etwas da ist, der oder das sie beschäftigt. Langeweile und Eigeninitiative kommen in diesem Kosmos nicht mehr vor und das ist das eigentliche Problem.

    • lenalina sagt:

      Ganz genau so sehe ich das auch. Und in den Ferien gehts in ein spezielles Familienhotel, mit Indoorspielplatz, Animation rund um die Uhr, und und… Damit dann da die Eltern auch mal ihre Ruhe haben und die Kids trotzdem bespasst werden.

      • Sportpapi sagt:

        Familienhotels sind toll!

      • Carolina sagt:

        Auch hier wieder, lenalina: kommt drauf an. Als unsere Kinder klein waren, waren für uns die Ferien in einem Hotel mit Kindergarten einfach wunderbar – sie waren glücklich, am Morgen spielen zu können und wir hatten Zeit für uns oder konnten endlich schlafen, schlafen, schlafen. Manchmal gibt es gute Gründe für Animation, einfach mit Mass! Und ich finde überhaupt nichts Verwerfliches daran, nicht das Bedürfnis zu haben, mit meinen Kindern nicht 24/7 zusammen sein zu wollen. Ein gesundes Mass zwischen Aufmerksamkeit und Seinlassen zu finden ist wahrscheinlich die Kunst.

      • 13 sagt:

        Familienhotels *schaudeeeer“ Das wäre für mich der Horror-Urlaub schlechthin. Schon nur die Vorstellung von zu vielen Mamis auf zu engem Raum, einem Stundenplan , weil die Kinder xy mitmachen wollen (für mich sind schon Hotels mit Frühstückszeiten Stress). Und dann sind sie weg. V.a. bei demjenigen Elternteil, der sonst hochprozentig arbeitet, habe ich Null Verständnis für solche Arrangements. Ich arbeite auch und das nicht zu wenig. Umso mehr ein Grund, um Urlaub mit den Kindern verbringen zu können. Die Erfahrungen des Roadtrips von letztem Sommer, könnte kein Animationsprogramm ersetzen!

      • 13 sagt:

        Übrigens schlafen kann man mit Kindern auch wunderbar, wenn man sie nicht um 20.00 Uhr ins Bett steckt. Bei unseren dauert es jeweils zwei Tage und dann ist der Schlafrhythmus 23.00 – 09.30 Uhr. Himmlisch. Und das schöne daran: man kann abends gemütlich ausgehen. Mit den Kindern.

      • lenalina sagt:

        @13: Sie sind mir wirklich sympatisch! Könnten meine Worte sein. Familienhotels, oh Graus!! Gerade in den Ferien will ich das eben nicht. Die ganzen Familien, anderen Kinder, anderen Eltern, das ganze Angebot, Spielzeug, Spielplätze, Hochstühle, Schnabeltassen, Gebrüll…

      • juerg. sagt:

        Jedem das seine, mir wäre schon ein Hotel zu blöd. Einen Pool braucht es auch nicht, das Meer bietet viel mehr. Hielten sich die Familien früher alle tagesüber am Strand auf sind es heutzutage vielleicht noch die Hälfte?

      • 13 sagt:

        @ lenalina
        Nicht zu vergessen: Die kritischen Blicke und das Getuschel: „Hast Du gesehen…“, „Also, das würden meine Kinder nie machen…“; „Wie kann man nur…“ 😉

        @ Juerg
        Da sind wir uns mal ganz einig. Pools sind für mich höchstens in der Schweiz, wenn kein See in der Nähe ist, vertretbar. Und Hotels mochte ich schon ohne Kinder nicht. Ferienwohnungen, Camping oder und am liebsten kleine Privatunterkünfte. Gemütlich und man lernt ein Land und die Leute einiges besser kennen. Zudem gebe ich das Geld auch lieber den Menschen selbst, als den Hotelinhaber. Die haben genug.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Typische Familien- und Kinderhotels kommen für uns auch nicht in Frage – das wäre mir ehrlich gesagt auch zuviel des „Guten“. Bin weder für Kinder- noch für Only-Adults-Hotels. Am liebsten sind wir in Gegenden (zB kinderfreundliches Grächen/VS) in einer Ferienwohnung, einem Hotel, wo Kinder wie Erwachsene stets sehr herzlich willkommen sind und sich niemand ab Kindern, „Kinderlärm“, verdrecktem Tischtuch etc stört (weder Personal noch andere Gäste). Wir waren mal im Oberland, da waren sogar Kinder im Wellnessbereich erlaubt und niemand hat sich daran gestört :).

      • jürg. sagt:

        Mit Kindern erntet man immer kritische Blicke andererseits aber auch viel Freude über die Kinder. In Italien gibt’s Komplimente für die Kinder von Unbekannten auf der Strasse.

      • Carolina sagt:

        Meine Güte! Ich war tatsächlich noch nie in einem Familienhotel, wie oben von Ihnen allen beschrieben. Ist das Schweiz-spezifisch, all die anderen, grausligen, neidischen, humorlosen Eltern und die vielen Kinder?
        Wir haben uns ein Hotel am Meer gesucht, das einen phantastischen Kinderhütedienst hat, mit riesiger Anlage und Meeranstoss nur für die Kinder. Bei den vielen Nationalitäten konnte man entweder interessante neue Kontakte knüpfen oder es auch sein lassen, alles verteilte sich.
        Und ich stehe dazu: wir mussten unsere Kinder nicht hinprügeln und sie haben sich jedes Jahr wieder darauf

      • Carolina sagt:

        /2 gefreut. Das darf wirklich jeder machen, wie er will, aber für uns ist und war es immer erholsamer, wenn wir nicht 24/7 aufeinanderhängen, sondern jeder auch seine eigenen Erfahrungen macht.
        Für mich wäre übrigens Camping der absolute Horror! Aber, gell, 13, so ist das: jedem das Seine.

      • Sportpapi sagt:

        Ist ja schon erstaunlich. Oh ja, dieser Lärm in diesen Familienhotels. Familien, Kinder, Eltern… Und diese Angebote!
        Ernsthaft: Muss ja nicht sein. Aber wir waren mal drei Tag in einem solchen Hotel, und die Kinder fanden es genauso toll wie wir, weil eben beim Gala-Diner am Abend die Kinder separat betreut wurden. Den grössten Teil des Tages verbrachten wir aber miteinander. Genauso schön ist es in einer Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz. Allerdings geniessen wir es immer, wenn es andere Kinder und Familien da hat. Ist für alle entspannter. Und ein Pool ist toll!

      • Sportpapi sagt:

        Letztlich muss man sich auch fragen, was die Kinder gerne tun. Land und Leute kennenlernen? Sicher nicht. Am einsamen Strand liegen? Nein! Wellness? Naja.

  • Melanie sagt:

    Früher war der Fernseher der ganz „Böse“… heute kommen noch iPad und Spielkonsolen dazu. Aber schlussendlich ist es immer die gleiche Leier. Schon klar, dass man nicht zu den Super-Mamis und Dadis gehört, wenn man seine Kindern am iPad und Co. spielen lässt. Stellt sich die Frage, ob die „Qualität“ von Eltern tatsächlich daran messbar ist. Ich glaube, da gibt es noch ganz ganz viele andere Aspekte.

  • Steppenwolf sagt:

    Einige Kommentare sind doch äusserst interessant. Nun ja, wie dem auch sei. Ich bin nebenher Trainer eines Kinderfussball-Teams und wir hatten letzten Sonntag Hallenturnier. Das erste, was die Kids zwischen den Spielpausen machten, war, ihr iPad oder Smartphone hervor zu nehmen und damit irgendwelche Spiele spielen. Ich rede hier von 6 – 7-jährigen Kindern.
    Dies ist, meine Damen und Herren, nicht bedenklich, sondern der totale Verlust der Fantasie eines Kindes. Und zudem völlig unkontrolliert in der Virtualität rumsurfen. Meine Güte. Kinder brauchen so was nicht, nur weil ihr es wollt.

    • Carolina sagt:

      Das erweitert das Thema! Die Frage, ob 6- oder 7jährige ein Smartphone haben sollten und ob sie es wirklich überall dabei haben müssen – und, Sie haben Recht, manchmal glaubt man es fast nicht. Der Fussballtrainer unseres Sohnes hat darauf bestanden, dass keine Telefone (Smart or otherwise) mit ins Training genommen werden, auch nicht ins Lager (!). Das hat erst einen Aufschrei gegeben, aber ist jetzt völlig ok. Und ich halte das für richtig. Aber bei kleinen Kindern müssen sich Eltern wirklich fragen lassen, ob hier ein übertriebenes Kontroll- bzw Sicherheitsbedürfnis der Eltern bedient wird.

  • Lia sagt:

    ich habe kein Smartphone. Und ich benutze mein Telefon NIE, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin. Allerdings haben wir Tiptoi, da sitzen wir zusammen hin und spielen damit. Man sollte elektronische Spielsachen nicht verteufeln, es kommt nur darauf an, wie man sie benutzt – zusammen mit dem Kind oder eben als Ruhigsteller.

    • lenalina sagt:

      Hä?? Sie benutzen ihr Telefon NIE, wenn Sie mit den Kindern unterwegs sind? Wieso das denn, um Himmels willen? Kinder brauchen doch nicht permanent die ungeteilte Aufmerksamkeit der Erwachsenen, müssen doch auch lernen, dass sie jetzt ruhig sein müssen und warten, bis Mami fertig telefoniert hat. Dass damit nicht gemeint ist, dass man den ganzen Tag am Telefon oder Smarphone hängt, muss ich wohl noch anfügen, sonst gibts gleich wieder einen Aufschrei…

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Heisst das, Sie haben es nie bei sich bzw. benutzen Sie es bloss nie? Ersteres finde ich persönlich ziemlich heikel. Was, wenn etwas passiert, sei es mit ihnen oder den Kindern, sie oder die Kinder einen Notfall haben? Mein Handy, ein uraltes Nokia ;), habe ich immer bei mir, heisst aber nicht, dass ich dauernd drauf rumdrücke und telefoniere. Und doch, es gibt Momente, wo ich froh bin, endlich mal in Ruhe simslen, rasch telefonieren oder mit anderen plaudern kann – und zwar auf dem Spielplatz, wenn meine beiden Kinder friedlich mit anderen Kindern zusammen spielen, ohne mich im Schlepptau ;).

      • Sportpapi sagt:

        Wie hat man das nur früher gemacht, ohne immer ein Telefon im Sack zu haben. Notfälle?

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Telefonkabine aufgesucht? Wie gesagt, Handy kann gerade in Notfällen gute Dienste erweisen. Früher wars diesbezüglich sicher schwieriger. Ok, dafür standen wohl fast überall Telefonkabinen ;). Heute ists wirklich einfacher, dafür bin ich froh und dankbar.

  • Elena sagt:

    Es ist einfach schade, dass man nun BEWUSST mit den Kindern redet und BEWUSST auf die Knie geht, ihnen BEWUSST etwas vorliest und sie BEWUSST ernst nimmt. Das sollte doch vom Herzen kommen und nicht weil es sich so gehört. Ein Kind soll normale Eltern haben, welche ihm aufzeigen wie man mit den Dingen unserer heutigen Welt umgeht und zwar nicht indem man es ihm erklärt, sondern indem dass man das vorlebt, aber eben: nicht BEWUSST vorlebt sondern es muss von innen kommen…

  • Patricia sagt:

    2/2: Oft „brauchen“ sie aber nur ein paar Minuten mit mir, wollen mir etwas zeigen oder erzählen, danach bin ich wieder abgeschrieben. Und dann lasse ich sie. 2 Stunden im Sandkasten schaffe ich einfach nicht, da bin ich zuwenig Kind geblieben. Aber wir malen und basteln zusammen, für den ganzen Rest gibt es zum Glück Gleichaltrige!

  • Patricia sagt:

    1/2 Ich sehe das so: meine Kinder sind Teil unserer Familie – alle haben ihre Rechte, wir alle haben aber auch unsere Pflichten (gut, die Kinder noch nicht so sehr, aber das kommt). Es gibt Arbeiten, die ich erledigen MUSS, anderes wiederum kann ich auch nach dem zu Bett gehen machen. Ich versuche den Tag so zu gestalten, dass ich meine Sachen erledige und dabei die Kinder alleine spielen lasse oder sie (z.Bsp. Haushalt) miteinbeziehe. Ab und zu kommt hier auch das iPad ins Spiel. Zwischenduch nehme ich mir aktiv Zeit mit den Kindern und lasse mein iPhone etc. dann auch weg.

  • karin sagt:

    Ich finde Ihren Artikel etwas schwarzgemalt. Ich bin zwar auch der Meinung das iPad & Co keine Ruhigsteller sein dürfen. Das Kind wird dabei ständig unterhalten, es muss nichts selber denken. Andernseits finde ich da kein grosser Unterschied zu früher, da war es halt der TV oder Pacman. Wenn Sie es richtig machen und alle anderen falsch (und so tönt das aus Ihrem Artikel heraus) freut mich das natürlich für Sie. Besser wären aber Tipps für Eltern für einen besseren Umgang mit Devices. Ansonsten ist das einfach reisserische Boulevardpresse um die Kommentarfunktion zu aktivieren.

  • michael sagt:

    soll doch jeder seine kinder aufziehen wie er will. der eine kauft ihnen schon im lauschigen alter von 2 jahren ein ipad und ist froh, wenn sie ihn nicht mehr nerven. der andere baut zusammen mit bauklötzen, geht auf den spielplatz oder liest ihnen eine geschichte vor. da es keine iso-zertifizierung im elterlichen erziehungswesen gibt, kann man auch nicht sagen, das das eine richtig schlecht oder extrem gut ist.

  • Eni sagt:

    An alle Eltern, welche ihre Kinder niiiiiiiie Tv sehen oder gamen lassen: ihr müsst wohl nicht arbeiten und beschäftigt Putzfrauen zuhause, damit ihr 24 Stunden täglich Supereltern sein und Eure Überlegenheit demonstrieren könnt. Wahrscheinlich erwartet Ihr noch zu Lebzeiten eine Heiligsprechung Ist doch einfach nur noch lächerlich.

    • Luise sagt:

      :-))))

    • Francesca sagt:

      Ach, irgendwann kommt dann der: „Nein, ich will nicht mit … spielen, der will immer nur fernsehen, weil er daheim nicht darf!!“ ;).

      • Eni sagt:

        Ich glaube einfach nur etwas 10% von dem was hier geschrieben steht. Die meisten die hier schreiben, behaupten, was für wichtige Jobs sie haben, aber wahrscheinlich sind viele davon arbeitslos, sonst könnten sie wohl kaum so viel zwischen 8 und 17 posten.

  • Francesca sagt:

    Der natürliche, selbstverständliche Umgang mit Kindern ist irgendwie verloren gegangen. Das ist viel schlimmer, als alle I-Phones, Heilandsandalen, High Heels oder Waldkindergärten. Man sollte sein Leben leben, und die Kinder mitnehmen. Nicht sein Leben um die Kinder herum um- und aufbauen, so dass sie dereinst das Flagschiff der Eltern sein werden. Das geht in die Hose, und das eigene Leben dabei ebenfalls.

    • Luise sagt:

      Das kann ich unterschreiben. Wir leben in einer hochtechnisierten Welt und einige wollen ihre Kinder davor bewahren? Es kommt doch auf das Mass an! Ganz allgemein scheinen mir viele Eltern allzusehr zu überlegen, was gut und was falsch ist. Dabei geht das richtige Leben verloren. Es ist nicht alles planbar und es muss nicht hinter allem und jedem ein theoretischer Hintergrund stehen.

    • lenalina sagt:

      Das sehe ich auch so.Denke aber, der Hauptgrund ist der, dass sich unser „modernes Stadtleben“ sehr schwer mit Kindern vereinbaren lässt. Das bringt viele Schwierigkeiten, Fragen, Probleme mit sich. Ich kann ja eben mein Kind nicht auf die Arbeit mitnehmen, mir auf den Rücken binden und es somit an meinem Alltag teilnehmen lassen. Oder wenn es älter ist, einfach die Haustüre öffnen und Kind spielt mit anderen Kindern ohne Überwachung draussen in der Natur, wie es am besten wäre.Sich dann einen neuen Alltag aufzubauen, der allen gerecht wird, ist alles andere als natürlich und selbstverständlic

    • Francesca sagt:

      Vielleicht aber haben die Eltern auch zuviel Zeit, es geht ihnen zu gut? Meine Eltern oder Grosseltern hatten andere Probleme als das „Projekt Kind“. Wir wurden liebevoll erzogen, aber mussten uns anpassen, nicht umgekehrt. Deshalb kamen wir auch mit der Erwachsenenwelt gut klar. Wenn ich heute all die arbeitslosen Jugendlichen sehe, die nichts aushalten… Ich habe meine Kinder gefordert und gefördert, ihnen aber auch mal was abverlangt, aber mit Liebe. Es ging gar nicht anders. Aber es scheint sich bewährt zu haben, sie sind inzwischen einigermassen erwachsen und eine Freude.

      • Carolina sagt:

        Stimme Ihnen absolut zu, Francesca – muss aber sagen, dass ich ab und zu einen Tritt in den Hintern brauche, um mir das wieder mal klar zu machen! Verglichen mit vor 10 bis 15 Jahren, als meine älteren Kinder klein waren, bin ich heute mit dem Kleinen viel ‚besorgter‘, neige dazu, mir ein schlechtes Gewissen zu machen, alles, was bei den Aelteren so gut geklappt hat, zu vergessen und eine riesige Erwartungshaltung gegenüber mir selbst vor mir herzutragen. Kommt noch dazu, dass die Art und Weise, wie meine Geschwister und ich aufgewachsen sind, heute wahrscheinlich als Verwahrlosung

      • Carolina sagt:

        /2 gesehen würde. Ich müsste es also besser wissen, denn wir sind alle gross und stark und fähig geworden – wir wussten immer, dass wir geliebt wurden, aber nicht der Mittelpunkt im Leben unserer Eltern waren. Sind mit Büchsenessen und Fast Food aufgewachsen, hatten hinten und vorne kein Geld und liefen herum wie die Kelly Family, aber dieses Für-sich-selber-Kämpfen, das uns sehr früh zur Selbstständigkeit zwang, war in der Nachschau genau richtig. Nur: mit meinen eigenen Kindern habe ich diese Gelassenheit bei weitem nicht – bzw muss mich ständig wieder dazu zwingen.
        Ich denke, es wäre fair

      • Carolina sagt:

        /3 zu sagen, dass die allermeisten Eltern versuchen, das Beste zu geben – und dabei Fehler machen. Patentrezepte gibt es nicht, auch die Kinder von den angeblich so perfekten Eltern werden ihnen in irgendeiner Form Vorwürfe machen. Wenn man sein Kind liebt, lernfähig bleibt und sich selber auch mal zurücknehmen kann, geht es schon gut.
        Klar machen Eltern Fehler, die unter ‚ich meine es doch nur gut‘ laufen – aber so wie wir unseren Eltern verzeihen mussten und in der Regel lernten, sie besser zu verstehen, wird das auch mit unseren Kindern so sein (hoffe ich;-)

  • lenalina sagt:

    Ich gehe doch mit meinen Kids nicht auf den Spielplatz um mit ihnen zu spielen, sonder damit sie mit anderen Kindern spielen können! DAneben mit Freunden quatschen und ein Bier trinken, ist doch für alle Beteiligten das beste! Muss ich mich in den Sandkasten setzen und Türmchen bauen?? Käme mir nicht im Traum in den Sinn. Was überhaupt nicht heissen soll, dass ich nicht gerne Zeit mit meinen Kindern verbringen, aber sie bekommen die Aufmerksamkeit dort, wo sie sie brauchen und ihrer Entwicklung förderlich ist.

    • jürg. sagt:

      Wenn Sie lieber ein Bier trinken ist das ok, es ist aber auch ok Sandburgen zu bauen. Was sind das für Eltern wenn sämtliche Handlungen nur der Förderung und Entwicklung dient.

  • lenalina sagt:

    Ok, einverstanden, Kids „ruhigzustellen“ mit irgendwelchen Gadgets finde ich auch schlecht, wenn es zur Gewohnheit wird. Aber abgesehen davon, ist heutzutage nicht zu wenig, sonder ZU VIEL Aufmerksamkeit das Problem!! Mit den meisten Müttern, die ich kenne, kann man keinen Satz zu Ende sprechen weil permanent das 3 Jährige Kind (oder älter) Aufmerksamkeit, Hilfe, etc braucht. Da wird jeder Satz unterbrochen und alles fallen- und liegengelassen. Weil Töchterchen auf die Schaukel gehoben, den wunderschönen, gefundenen Stein bewundert, etc werden muss… Da dreh ich durch.

    • Luise sagt:

      Ich auch

    • 13 sagt:

      Mit Ihnen käme ich gerne auf den Spielplatz. Bei den meisten anderen habe ich es genau deshalb aufgegeben und nehme jetzt lieber mein Buch mit!

      • Zoe sagt:

        ICH AUCH! Letztens war ich bei einer Kollegin welche sich eigentlich wegen frühzeitigen Wehen ausruhen sollte. Aber was macht sie sie „seckelt“ dem 2 Jährigen Sohn hinterher und liest ihm jeden Wunsch von den Augen ab. Weil er sonst eifersüchtig auf das Baby ist. Hallo! Wie wird’s dann erst nach der Geburt! Er konnte nicht einmal alleine Puzzle spielen. Er sagt dann: „Mami ich bin müde mach du es fertig…“ und SIE MACHTS!

      • lenalina sagt:

        Warum eigentlich nicht? Wäre bestimmt ganz witzig, einige der Mamablog-Kommentator/Innen mal live zu treffen!

  • Bernhard sagt:

    Wird die ganze Erziehungsthematik nicht überbewertet? Spätestens nach der Pubertät sieht doch alles wieder anders aus: Menschen, die in ihrer Kindheit nie TV schauten, werden zu Junkies, Kinder, die immer draussen waren, hocken permanent daheim vor dem PC, Kinder, die sich viel bewegten, werden fett – und all die ganze Vorarbeit ist futsch! Und das Gegenteil kann auch eintreten (so bei mir): Game-, TV- und esssüchtig als Kind (und trotzdem sehr gut in der Schule und im Sport). Heute nur noch sehr selten TV und Gamen, aber auch sehr wenig Sport…Wo liegt also die Wahrheit?

    • Sportpapi sagt:

      Naja. Kinder die sich viel bewegten, werden eher nicht fett. Leider ist es so, dass bei Übergewicht der Pfad relativ stabil ist.

  • Christoph Bögli sagt:

    Ist ja schön mit Daniel Böniger einmal mehr jemanden zu haben, der alles so viel besser macht als der Rest. Allerdings sind die Beispiele wie so oft tendenziös und undifferenziert. Erstens sagt ein Smartphones letztlich überhaupt nichts über das alltägliche Verhalten von Eltern aus und zweitens ist es etwas verwegen, davon auszugehen, dass Kinder permanent ruhig gestellt würden nur weil diese auch mal an einem Tablet spielen oder einen Film schauen. Oder schon nur, weil die Eltern mal gerade nicht die volle Aufmerksamkeit auf das Kind lenken. Alles ist wie immer bloss eine Frage des Masses..

  • Joy sagt:

    Danke für diesen ARTikel. Dasein füreinander,echte Lebenskunst in einer Welt in der alle sooo beschäftigt sind. Es zu geniessen mit den eigenen Kindern zusammen sein zu wollen, das muss gerechtfertigt werden- verkehrte Welt in einer gehirngewäscht anmutenden Gesellschaft.Wie oft wurde ich – vor allem von Müttern, die auch noch Teilzeitleten, gefragt,was arbeitest DU denn? ich hatte zwei Kleinkinder!Letzthin die Kindergärtnerin -als mein Kind kränklich war, hielt ich die Option offen, dass sie mich anrufen könne:, ja sind sie denn zu Hause?“ähm ja, ich kann es einrichten“, antwortete ich…

    • tina sagt:

      ich bin zwar erwerbstätig, aber ein kränkliches kind behalte ich zuhause 😉

      • Joy sagt:

        super, das sie die Möglichkeit haben und ein toleranter Arbeitgeber! natürlich wählte das Kind selber, das es hingehen wollte…spürt selbst am Besten, ob nach einer halb schlaflosen Nacht mit Husten das noch drinliegt.das ist ja das Schöne, es kann dann wählen ;0) Dasein hat viele Gesichter, genau nicht immer 1 zu 1 Betreuung, klar- ich bin ja auch kein Kind mehr, lasse aber das Kindliche in mir gerne zu, es hat auch was heilendes, sehr bereicherndes das eigene Innere Kind wieder aufleben zu lassen, schlummernde Kreativität wird freigesetzt…verkrustete Denkkonstrukte erneuert..spielerisch

    • 13 sagt:

      Es geht nicht um die Rechtfertigung, es ist schön Zeit mit den Kindern zu verbringen. ABER es besteht ein Unterschied zwischen für die Kinder und einem Daueranimationsprogramm. Vor Kurzem erzählte mir eine Oberstufenlehrerin, dass sie an einem Elterngespräch von der Mutter eines eher rückständigen Schülers gefragt wurde, was diese tun kann, um ihr Kind zu unterstützen. Die LP meinte, sie solle ihn im HH mithelfen lassen, ihm Verantwortlichkeiten geben. Die Antwort war: „Wieso soll er was tun, ich bin ja da und mache es gerne für ihn. Ich meinte eher eine Therapie, die ich mit ihm machen kann!“

      • 13 sagt:

        Darum geht es: mit dem Kind zusammen zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man sich 24 Stunden am Tag (abzüglich Schlaf) mit ihm beschäftigen muss. Das ist nicht nur falsch, sondern im manchem Fällen auch schädlich. Und ich spreche dabei natürlich nicht von Babys. Eine Freundin von mir fragte ihre Mutter mit ca. 15, ob sie übers Wochenende wegdarf. Die Antwort: „Nein, Dein Vater arbeitet und was soll ich das ganze WE alleine?“ Das kann’s doch nicht sein, oder?

      • Carolina sagt:

        Yep, diese Haltung kenne ich. Die Mütter, die der festen Ueberzeugung sind, dass sie mit ihrem Kind/den Kindern unbedingt eine Familientherapie bräuchten, haben eindeutig zugenommen. Eigentlich finde ich es ok, sich Hilfe zu suchen, wenn man sie braucht, aber wenn man von vornherein nur sein eigenes Verhalten bestätigt sehen will, kann man es lassen.
        Aber seien wir ehrlich: diese Dinge hat es immer schon gegeben – mein Mann gehört zu einer Generation, in der Mami es dem Söhnchen gar nicht genug Recht machen konnte. Die Anpassung später ist halt dann härter!
        Und auch Eltern, die ihr Kind am

      • Carolina sagt:

        /2 liebsten bis ins Alter an sich fesseln würden, oder die Mütter, die unbedingt die Freundinnen ihrer halbwüchsigen Töchter sein wollen, hat es immer schon gegeben. Heute ist einfach die Rigorosität viel grösser – und dank Mamablogs und den neuen Medien wird auch viel mehr Konformität verlangt und die steht natürlich elterlicher Gelassenheit schon im Wege.

  • Hanna sagt:

    All diese Lobhudelei auf die eigenen elterlichen Fähigkeiten. Sehen wir mal, was aus all den Kindern in diesem Blog (iPhone-Süchtigen versus Kids mit ihnen beim Wachsen zusehenden Eltern) geworden ist….. Unsere Eltern machten sich nicht so viele Sorgen und genau das ermöglichte es uns, uns so zu entwickeln, wie es uns eben passte ohne Zuschauer! Auch wir geben unseren 2 Mädchen mal einen iPad in die Hand wenn mein Mann und ich in einem Restaurant ein gutes Glas Wein und ein spannendes Gespräch geniessen möchten. Vollkommen ohne schlechtes Gewissen, weil ich gerne mit meinem Mann diskutiere.

    • Teilzeitpapi sagt:

      „uns so zu entwickeln, wie es uns eben passte ohne Zuschauer!“

      Wo und wie lange sind Kinder heute noch ohne erwachsenen Zuschauer? Als unsere Kinder letzthin das erste Mal alleine einkaufen durften (komplett, von zuhause aus) stellte ich jedenfalls anhand der Reaktionen fest, dass das heutzutage anscheinend etwas Aussergewöhnliches sein muss.

  • Barbamama sagt:

    Da wird mir ja schlecht vor so viel selbstgerechter Überheblichkeit.
    Wir wissen wohl alle, dass man Kinder nicht dauernd vor IPad und Fernseher sitzen lassen sollte.
    Aber wegen der Kinder alles stehen und liegen zu lassen und sich nur noch bewusst und intensivst um den Nachwuchs zu kümmern, ist genau so dämlich.
    Wer macht den Haushalt, wenn das Projekt „Kindererziehung“ vom Vater so allumfassend angegangen wird? Wohl die Gattin, wenn sie von der Arbeit zurückkommt?

    • michael sagt:

      warum sollte das dämlich sein liebe barbamama, sich um seine kinder kümmern. und alles stehen und liegen lassen mag vielleicht solange gültig sein, bis die kleinen in den kindergarten kommen, danach dann in die schule und schwupps, hat man den vormittag wieder für sich ! oder wieso hast du mit deinen kindern das problem, es dämlich zu finden für sie da zu sein ?

      • Ylene sagt:

        @ michael: weil Kinder gefälligst mal lernen sollen, sich selbst zu beschäftigen. Das schaffen sie weder mit iPad/TV-Dauerberieselung noch mit überaktiven Eltern, welch sie nie in Ruhe lassen und ein Dauerunterhaltungsprogramm bieten. Wenn Kinder sich ab und zu langweilen, ist das ganz gut für sie. Dann werden sie kreativ.

      • Barbamama sagt:

        Meinen Kindern (zugegeben alle älter als 3) wäre es wohl ziemlich peinlich, wenn ihnen Mami ständig und bei allem was sie tun im Nacken sässe. Man sollte seinen Kindern schon auch etwas Selbständigkeit zutrauen.
        Und hey, finde ich schon bisschen unverschämt, dass Du anscheinend annimmst, sobald die Kinder eingeschult seien, könne Muttern die Füsse hochlagern und Däumchen drehen! Es gibt tatsächlich auch noch andere Dinge mit denen frau sich beschäftigen kann/muss/will.

    • Sorry Mamis sagt:

      Habe zwar keine eigenen Kinder, aber muss dem Blogger in einigen Punkten zustimmen. Beobachte im Alltag oft Mütter, die bereits 3-5 Jährigen Ipods oder Iphone rumtragen lassen. Im Speisesaal in den Ferien sitzen Kleinkinder vor ihrem Teller, vergessen zu essen, weil ihnen die Eltern einen tragbaren DVD-Player hinstellen. Miteinander reden? Unmöglich! Ich verurteile die Unterhaltungselektronik nicht, aber sie wird oft auch einfach dazu missbraucht, seine Kinder ruhig zu stellen. Hin und wieder sicherlich sinnvoll, aber ich fühle mich gestort, wenn nebenan Balu sein Dschungelbuchsong trällert!

      • 13 sagt:

        Und 100 andere fühlen sich gestört, wenn ein Kind es wagt, mal lauter zu sprechen, herumzulaufen oder sonst irgendwelche Geräusche zu machen. „Kinder soll man sehen, aber nicht hören“ ist heute leider noch weit verbreitet, was sicherlich mit ein Grund ist, warum die Eltern ihre Kinder gerade in Restaurants ruhigstellen. Ich nehme mich da nicht aus, ich habe es auch schon getan. Aber scheinbar kann man es wirklich nie allen recht machen….

  • Ylene sagt:

    Lustig, genau so ein jämmerliches Geheule gabs schon, als zuerst Radio, dann der Fernseher und Videorekorder aufkamen. Wahrscheinlich gabs das auch beim Buchdruck. Sind unsere Grosseltern, Eltern und wir deswegen alle gestört? Natürlich sollte es man mit iPads, etc. nicht übertreiben, aber immer dieses technikfeindliche Gejammer ist doch langsam überholt. Nur weil meine (Klein)Kinder ab und zu gamen, heisst nicht, dass sie nix anderes mehr machen. Gamende Chirurgen haben zudem erwiesenermassen eine bessere Feinmotorik als ihre nicht-gamende Kollegen. Nur so.

    • Jay sagt:

      Ah ja stimmt… dann lass Klein-Georg nur weiterspielen. Damit er auch sicher ein super Chirurg wird…

    • Flo sagt:

      und später wundert ihr euch, wenn die Kinder ständig „gamen wollen“ und das Kind in der Sek nachts heimlich bis um 3 Counterstrike spielt, anstatt für die Schule zu lernen.
      Man kann sich die Jugend der Kinder auch schon so früh wie möglich zerstören.
      Lernen damit umzugehen tut man nur, indem man darüber nachdenkt, was man eigentlich macht. Das werden wohl die wenigsten Kinder. Oder habt ihr schon mal ein Kind gesehen das Ipad oder Papi-Iphon auf die Seite zu legen und etwas anderes zu machen, weills langweilig geworden ist?

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde auch, Kinder sollen besser heimlich bis 3 in der Nacht für die Schule lernen! Als da solche Counter-Dings-Bums (was ist das?) zu spielen!

      • Ylene sagt:

        Genau, es gibt ja nur die Optionen ‚Counter-Strike-Asi/zukünftiger Amokläufer‘ oder ‚braver Streber‘ 😉 Ich habe als Kind stundenlang Gameboy gespielt und TKKG- und Karl-May-Bücher bis spät in die Nach gelesen, obwohl mir das auch untersagt wurde. Trotzdem – so wegen schulischer Karriere – habe ich Uniabschluss. Mein Nachwuchs darf zudem nicht unlimitiert gamen (iPads kann man ganz gut wegnehmen, falls Ihnen das bisher nicht bekannt war). Dann dürfen Ihre Kinder auch keine Schoggi oder Chips haben, solange sie nicht über ein potentielles Gewichts- und Gesundheitsrisiko reflektieren können?

      • Ylene sagt:

        @ Sportpapi: 🙂
        Heutzutage spielt ja auch keiner mehr Counter Strike, so altmodisch. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Kind gehänselt wird, beschaffen Sie ihm sofort Call of Duty. Dass man sich Arbeiten bequem zusammen kopieren kann, statt selber Gehirnschmalz zu investieren, zeigen einem Herr Ex-Dr. von und zu Gutenberg und weitere prominente Beispiele aus der Politik. Da kann man auch gleich lernen, welche Anfängerfehler man tunlichst vermeiden sollte.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Wie passt das zusammen? Einerseits findet der Author, dass andere Eltern ihre Kinder zu Konsumenten erziehen, andererseits ist er offenbar ständig präsent als Animator für seinen Nachwuchs. Auch das ist Konsum. Ich bin einfach nicht der Meinung, dass die Eltern dafür sorgen müssen, dass ihr Kind ständig ach soooo aktiv ist. Eltern sind nicht die Freunde der Kinder, sie sind ihre Eltern. Sie sind nicht in erster Linie dazu da, um mit ihnen zu spielen, sie sind dazu da um ihnen Linien zu geben, vielleicht mal etwas anschieben, ihne die Freude an der Natur beibringen, solange sie noch klein sind.

  • Daniel Graf sagt:

    Der Blog ist ein schönes Schwarzweiss-Bild, ohne das spannende Erziehungs-Thema iPad & Co aufzugreifen. Die Chalet-Anekdote steht nicht zufällig für die langweilige, kulturpessimistische Haltung: früher war alles besser. Ich sehe selbstverständlich die Gefahr, dass Kinder mit digitalem Spielzeug bequem ruhig gestellt werden. Das war mit TV und Walkman mit Märli-Kasette auch nicht anders. Mich interessiert viel mehr, was Tipps und Tricks sind, mit den neuen Gadgets im Kinderalltag vernünftig umzugehen und last but not least gemeinsam Spass zu haben.

    • michael sagt:

      aus meiner sicht gibt es da nur ein einzigen tip: ausschalten und sein gehirn wieder einschalten. SELBER ueberlegen, was seinen kindern spass machen könnte – mit lego sachen bauen, zusammen dog spielen, vielleicht einfach was zusammen machen. und die unterhaltung nicht irgendeinem programm ueberlassen.

  • Jänu sagt:

    Ist natürlich armselig, das Kind als Objekt zu behandeln. – Doch der Mamablog sollte aufpassen, dass er nicht zum Bessewisserblog wird. Hier liest man immer öfter von Supermamis (mit Tragetuch) oder Superpapis (die sogar mit Kindern reden), die mit dem Finger auf die anderen dummen und schlechten Eltern zeigen, die doch so alles falsch machen. – Was soll das eigentlich? Ginge es gelegentlich auch mal ohne Zeigefinger und Angeberei, statt über andere herzuziehen und Klischees zu bedienen?

    • Roja sagt:

      Ganz Ihrer Meinung! Ich lasse mir nicht vorschreiben wie man eine gute Mutter sein soll. Mein Sohn darf ab und zu TV schauen, mein Sohn darf auch ab und zu mit am Computer oder dem iPad sitzen und zwar weil er auch lernen soll, mit den neuen Medien umzugehen. Er muss aber auch lernen, dass wir nicht den ganzen Tag nur diese Dinge benutzen sondern auch Büchlein anschauen, mit den Autos spielen, raus gehen etc.
      Ich find den Mamablog echt langsam bevormundend. Ja ja, jeder hat seine Meinung. Vor allem Mütter und Väter welche von sich denken, alles richtig zu machen.

      • Jay sagt:

        Uiii… da fühlen sich aber einige auf den Schlips getreten. Stellen sie sich vor, mit 16 hatte ich mein erstes Handy, das ausser SMS und telefon8ieren nichts konnte und ich kann inzwischen auch einen PC bedienen (sogar ein Smartphone!!). Das mit den neuen Medien können die Kinder auch mit 10 noch lernen.

      • Sportpapi sagt:

        @Jay: „Das mit den neuen Medien können die Kinder auch mit 10 noch lernen.“ Klar. Aber es spricht auch nichts dagegen, dass auch Kinder mal eine halbe Stunde mit den Geräten spielen, vor denen die Eltern den ganzen Tag sitzen. Handkehrum ist es auch nicht verkehrt, wenn Eltern mal ein bisschen mehr Vorbild sind. Nicht, indem sie pausenlos ihre Kinder bespassen. Sondern indem sie selber auch mal zu Fuss gehen, sich bewegen, die Natur erleben, Sport treiben, usw.

      • Teilzeitpapi sagt:

        „Sondern indem sie selber auch mal zu Fuss gehen, sich bewegen, die Natur erleben, Sport treiben, usw.“

        Und entdecken, dass das nicht nur den Kindern gut tut. 😉

      • Roja sagt:

        @Jay: Ich hatte mein erstes Handy ja gar erst mit 20! Aber wenn Kinder die Eltern die Elektronik benutzen sehen, wollen sie das auch! Monkey see, monkey do! Ich halte mich bei der Verwendung von neuen Medien vor meinem Kind sehr zurück. Schliesslich macht es mir mehr Spass meinem Kind beim spielen zu zuschauen. Aber: Ein süsser Moment und mit dem Iphone wird ein Foto gemacht, die Kleinen wollen das gleich sehen. Ich mache es für mich so richtig und es ist nicht meine Aufgabe anderen meine Erziehungsweise aufzubrummen. (Übrigens:mein Kleiner ist jetzt mit Papi draussen und schaut mir nicht zu!)

      • Flo sagt:

        @roja, jay, sportpapi und alle anderen: Ausreden, wie „was wir machen, wollen die auch“ sind doch einfach doofe Ausreden.
        Erstens sollten sich Eltern mit den kinder beschäftigen und nicht mit dem Telifon, zweitens sollten doch die Kinder zuerst einmal lernen sich selber zu beschäftigen, bevor sie sich nur noch beschäftigen lassen (was man ja auch aus dem Blog rauslesen kann) und drittens will ja keiner adipöse Kinder.
        Das mit dem Kinder Fötelen, weil sie grad so härzig sind ist ja auch so eine sache. Jeder Mensch hat das Recht am eigenen Bild. Auch Kinder. Und zwar für ewig.

      • Sportpapi sagt:

        @Flo: Ich verstehe nicht wirklich, was Sie mir sagen wollen. Aber: es will auch keiner adipöse Eltern. Und die Wahrscheinlichkeit bei denen ist etwas grösser als bei den Kindern.

      • Roja sagt:

        @Flo: 1) Also gibt’s von Ihnen keine Fotos aus der Kindheit? Die waren dann halt auf Papierli gedruckt und nicht digital. Ist doch das Gleiche! 2) Ich bin SELTEN am Telefon, aber es kann doch vorkommen, was aber meine Sache ist und nicht von anderen zu verurteilen. 3) Kinder kopieren, das liegt ihn Ihrer Natur. Sei es beim Essen, Zähneputzen etc. 4) Mein Kind kann sich im Fall auch sehr gut selber beschäfigten 5) ich urteile nicht über den Erziehungsstil Anderer und das sollten weder Sie noch der Mamablog!

    • Andrea sagt:

      Oh ja, das stört mich auch, was da in den Mamablog-Beiträgen gebesserwissert wird: Das begann schon damit, dass es pfui sei, die Kinder an die Streetparade zu nehmen, dann wird einem gesagt, wie man es am besten mache, damit man am Morgen keinen Stress mit den Kindern hat, Basteltipps werden gegeben, damit es schöne Weihnachtsgeschenke gibt, wie kocht man einfache, schmackhafte Menus für die Familie etc. Wo finden selbst-reflexive, kritische Gedankengänge statt? Das wäre mir so viel lieber als Anweisungen!

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Mich stört diese Besserwisserei und sinnlose Mütterbashing auch. Dauernd wird auf den Müttern rumgehackt. Warum? Wie wäre es allgemein mit etwas mehr Leben und leben lassen, weniger Anfeindungenn und Vorurteilen? Nicht jede Situation ist so wie sie auf den 1. Blick scheinen mag. Hinterfragen ist ok, aber bitte nicht auf belehrende, rechthaberische „ich mach alles besser“ Art. Was für die einen stimmt, stimmt für andere wiederum nicht. Vom Verteufeln und Verbieten von Ipad und Co. halte ich persönlicht nichts, vom Gebrauch in gesundem Rahmen schon viel mehr.

    • 13 sagt:

      Ach, Besserwisserei ist sicher da, aber bedenken Sie, dass der Mama-Blog in verschiedene Richtungen schiesst. War nicht vor Kurzem hier das Thema, wie peinlich manche Eltern sind, die auf der Rutschbahn mitrutschen müssen oder im Sandkasten mitspielen;-)?

      • Andrea sagt:

        Ich wäre trotzdem froh um eine andere Kommunikationsweise als Besserwisserei. Überlegend, kritisch, auch sich selbst gegenüber, offen für weitere Überlegungen, anstatt einfach mal in eine Richtung zu schiessen, damit zurückgeschossen wird, denn das dünkt mich Effekthascherei.

    • Jay sagt:

      @Sportpapi: Es geht doch beim Elternsein nur darum ein Vorbild zu sein! Deshalb vielleicht auch einfach selber nicht an den Geräten sitzen, wenn die Kinder dabei sind. Dann wollen sie sich auch nicht damit beschäftigen.

      • Sportpapi sagt:

        Aha. Und Fernsehen, wenn die Kinder im Bett sind. Mit Chips und Bier. Und Ipad auf dem Schoss. Nein, dafür bin ich irgendwie zu ehrlich. Ich kann das auch am Tag 🙂

      • Urs sagt:

        @Jay. Bravo. „dann wollen sie sich auch nicht damit beschäftigen“ ? Ja klar, am besten sagen wir unseren Kindern einfach ganz deutlich, wie BOESE dieses Computerzeugs ist. Falsch. Mein Kind sitzt nicht nebenbei, wenn ich an einem Gerät bin sondern macht aktiv mit. Ja, und das finde ich super. Und ja, wir unterhalten uns gelegentlich auch noch oder spielen ein Brettspiel. Und nein es ist weder dumm noch gestört noch soziopathisch. Sondern ein ganz normaler zufriedener Junge. Eben – im Jahr 2014.

    • Pascal Sutter sagt:

      Vielleicht sollte man hier noch was anfügen: Es ist nicht immer möglich das richtige zu tun, manchmal verhält man sich völlig falsch, ist faul oder gar etwas gewissenlos. Aber hey, das ist ok. Das ist das Leben. Aber die Krankheit hier, Eltern andauernd wegen Alltagssituationen zu kritisieren nimmt immer wieder neue Doimensionen an.

  • 13 sagt:

    Wir haben dieses Jahr in den Ferien mit Freunden genau die umgekehrte Erfahrung gemacht: Wir kamen nie zum jassen, weil einige Eltern der Auffassung waren, sie müssten für 24h-Bespassungsprogramm bei ihren Kindern sorgen. Und es gibt Erwachsene, die einfach nicht 2 Stunden lang Becher stappeln mögen. Meine Kinder waren auch mal vor dem I-Pad. Viel mehr Zeit verbrachten sie damit die Treppe runter und rauf zu rennen. Stundenlang. Im Gegensatz zu anderen, die einen Tobsuchtsanfall bekamen, wenn Mami gerade für 2 sek. nicht ausschliesslich für sie da ist. Ich sitze nicht im Sandkasten. Ich sitze

    • 13 sagt:

      /2 daneben, auch manchmal mit I-Pad, aber bewundere die Sandburgen und probiere fleissig vom Sandkuchen. Das Spiel machen aber die Kinder. Denn durch spielen lernen sie und wenn ich es für sie mache, lernen sie eben nichts. Ich bin ganz klar gegen die dauernde Ruhigstellung durch Medien, zwischendurch ist es ok, zu lang und zu oft ist schädlich, aber ich halte auch ganz klar nichts davon, die Kinder ständig und dauernd zu beschäftigen. Das können sie nämlich gut alleine, wenn man sie lässt.

      • jürg. sagt:

        So so, wenn ich mit meinen Kindern Sandburgen baue, lernen die Kinder also nichts?
        Wenn Frau nicht gerne Sandburgen baut ist das ok aber damit müssen Sie mir nicht unterstellen, dass ich die Entwicklung meiner Kinder behindere, auch mit Vater kann Kind noch viel lernen.

      • 13 sagt:

        Ich habe nichts dagegen, dass SIE Sandburgen bauen, aber ich bin klar der Meinung, die Kinder sollten es alleine tun. Erstens ist es für ihre Motorik wichtig. Meine Kinder neigen z. Bsp. dazu, wenn ich dabei bin, den Kessel zu füllen und ihn mir zu bringen, anstatt es selber zu tun. Sind sie alleine, machen Sie das. Zweitens ist imitieren zwar auch eine Art zu lernen, aber die Phantasie wird ungenügend gefördert. Sie sollen mit den Sachen das anstellen, was ihnen gerade in den Sinn kommt, nicht das, was ich eben gemacht habe oder der Spielzeughersteller vorgesehen hat.

      • jürg. sagt:

        Uff, für mich sind die Kinder keinesfalls nur „Zudiener“ in dem Falle ist es wohl wirklich besser wenn sie nicht mitmachen.

      • 13 sagt:

        Sag ich doch: das Beste ist, die Kinder machen es alleine. Aber loslassen ist eben ein Prozess, der auf beiden Seiten geschehen muss. Mein Kind und bei den Eltern. Meine Kinder lieben mich, aber sie können auch ohne mich, nicht dauernd klar, aber immer mal wieder. Sie haben eigene sozialen Kontakte, ihren eigenen Raum und ihre eigenen Spielchen, wo Mami nicht willkommen ist. Und das ist auch super so. Mich macht das manchmal wehmütig, aber nicht traurig, sondern stolz. Wie auch sie stolz sind, etwas ohne Mami zu schaffen. Ich bin nicht das Gspänli meiner Kinder, sondern ihre Mutter.

      • Zwergenmama sagt:

        ich baue zwar gern hin und wieder Sandburgen, mein Zwerg hatte aber die Angewohnheit, wenn wir auf dem Spielplatz waren, an meinem Hosenbein zu kleben. Je mehr ich ihn ermutigte, mit den anderen Kindern zu spielen und selber was zu entdecken, desto hartnäcliger klebte er. Also habe ich begonnen, auf dem Spielplatz zu Arbeiten. Dank mobilen Computern und Handynetz ist dies heute ja ohne weiteres möglich. Wie fühlte ich mich als Rabenmutter und wie oft wurde ich als eine solche angestarrt. Aber es funktionierte, der Zwerg löste den Klammergriff von meinem Bein und ging selber auf Entdeckungstour

      • Zwergenmama sagt:

        Stolz und auch ein wenig wehmütig, weil es auch ums Loslassen und selber machen lassen geht, schaue ich vom Rand des Spielplatzes zu. Manchmal spiele ich mit, meist lasse ich ihn selber Kontakte knüpfen und entdecken. Arbeiten kann ich immer noch auf dem Spielplatz, muss ich aber nicht. Ziel erreicht;)

  • Stefan W. sagt:

    Ja, es war überhaupt schon ein Fehler unserer Vor- Vorfahren, von den Bäumen herunterzuklettern. Dabei ist Bewegung in der freien Natur doch das einzig Wahre.
    Oder andersrum ausgedrückt: Mir geht diese Verherrlichung des Rumtobens und Verdammung jeder intellektuellen Beschäftigung auf den Keks. Natürlich ist Herumtoben wichtig und richtig, aber das Kind wird auch nicht gleich zum Nerd, wenn es mal einen Nachmittag vor irgendeinem Bildschirm verbringt, Sind Sie denn als Sechsjähriger Tag und Nacht nur herumgetobt? Ich nicht. Ich war oft stundenlang mit irgendwelchen Comics beschäftigt. Ja und?

    • Teilzeitpapi sagt:

      1. Draussen begegnen sie bei Wetter, das die meisten Erwachsenen als unangenehm empfinden, kaum noch Kindern. Im Wald auch sonst nicht, ausser Pfadi & Co. Unsere Kinder toben eigentlich relativ wenig im Wald. Aber sie sind meist beschäftigt mit etwas. Hexenhäusschen bauen, Frösche suchen, Feuerholz suchen, mit Gras knoten, Brücke bauen, usw. Ich würde sagen, das hat auch ganz viel mit geistiger Aktivität zu tun. Fantasie, aber auch z.B. hält die Brücke so? Wie könnte sie stärker werden, usw. Man kann das natürlich noch fördern, z.B. warum wachsen hier Pflanzen unter den Bäumen und dort nicht?

  • Teilzeitpapi sagt:

    Vielleicht haben wir aussergewöhnlich ruhige Kinder. Vielleicht haben wir unsere Kinder einfach damit ruhiggestellt resp. sie ausgeglichen werden lassen dadurch, dass ihr Konsum an raffiniertem Zucker gegen Null tendiert (selbstverständlich gibt es noch Fructose und Lactose), dafür mögen sie auch bitter schmeckende Wildpflanzen. Und dass wir sehr oft mit ihnen in den Wald gehen, weil wir festgestellt hatten, dass sie das ausgeglichen werden lässt. Frische Luft, Bewegung, freier Raum, viele Sachen zum Be-Greifen, Entdecken, Spielen, Basteln, usw.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Es ist heute eigentlich bekannt, dass selbst „schwierige“ Klassen in der Natur ausgeglichener werden. Was zu frühe und zu häufige Reduktion der Welt auf 2D hinter Glas (die sich nicht greifen lässt), zuviel Leben hinter Glas verursachen können. Wir sind nicht dafür gemacht. Das mag man ignorieren, kurzfristige Bequemlichkeit vorziehen, aber der Preis dafür wird gestellt werden. Lesetipp: Das letzte Kind im Wald von Richard Louv. http://www.wanderforschung.de/files/louv1304858411.pdf

    • Leo Schmidli sagt:

      Vielleicht sind Sie auch einfach Eltern, die die Konsequenzen Ihrer Handlungen hinterfragen. Das Gesamtpaket macht den Unterschied (Ernährung, Bewegung, Aufmerksamkeit). Warum brauchen Kinder Zucker oder süsse Sachen? Da wird ein Verlangen der Eltern auf die Kinder projiziert. Ebenso mit dem Essen: Bei uns gibt es auch (noch) kein „das mag ich nicht“. Ich habe mal den Satz gehört: So lange sich Kinder Sand und Gras in den Mund stecken und essen, können sie nicht beurteilen, ob etwas schmeckt. Aber mit industriellem 08/15 Brei, mit immer identischem Geschmack, fehlt das Entdecken.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Bei Hunden ist bekannt, zu was zu wenig Auslauf führt. Angestaute Energie, die sich dann in Hyperaktivität und/oder Aggression entladen kann. Hunde sind keine Kinder, klar. Bei Kindern ist es dann eine Krankheit, worüber sich die Pharma freut. Natürlich gibt es auch richtig kranke Kinder, aber den meisten dürfte es wohl mit mehr Natur und mehr Bewegung besser gehen. Wenn ich sehe, wie ein 4-jähriger ohne Probleme über 8km läuft, danach ruhig und zufrieden ist. Das schafft kein Trampolin vor dem Beobachtungsfenster. Und auch kein Hüpfen in der Schule.

    • Barbamama sagt:

      Applaus, Applaus für Eltern die immer alles richtig machen.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Bezieht sich das auf mich? Ich sage nirgends, ich mache alles richtig. Es war als Anregung gedacht, wie man die Kinder ausgeglichener haben könnte, basierend auf meinen Erfahrungen (gibt auch wissenschaftliche Untersuchungen dazu, Naturpsychologie und -soziologie). Wobei ich so selbstkritisch bin, dass ich nicht weiss, ob sie einfach vom Charakter her eher ruhig sind. Allerdings habe ich keine Lust darauf, sie mit Süssgetränken, etc. vollzustopfen, nur um das zu testen. Gibt ja auch positive Erfahrungen bei ADS-Kindern mit Ernährungsumstellung. Dürfte im kleineren auch so funktionieren.

    • plop sagt:

      Ich habe auch zwei ausgiebige Spieler zuhause. Der grössere, bald 5, geniesst das ganze „fertige“ Zeug wie sprechende, ferngesteuerte und schiessende McQueens bei anderen Kindern zuhause, ich kaufe ihm nichts solches solange wie möglich, so auch mit Filmen etc. Irgendwann kommt das dann eh auch ins Haus und das ist dann immer noch früh genug.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Egal was andere machen und wie sie ihre Kinder beeinflussen, die eigenen Eltern dürften sehr lange die Haupt-Vorbilder bleiben. Ich esse das gleiche wie die Kinder, sie sehen mir beim Fitnesstraining zu (und imitieren). Meine Augen leuchten wahrscheinlich wie ihre, wenn wir draussen etwas entdecken, untersuchen oder ausprobieren. Und ich gehe auch im Wald übernachten, wenn mal ganz selten keines Lust hat mitzukommen oder ich allein sein will. Kinder merken, ob man etwas aus Überzeugung macht oder ihnen zuliebe. Beides ist natürlich okay, aber beim ersten ist die Vorbildfunktion stärker.

  • dres sagt:

    Oh, oh, und ich habe gerade zuhause einen Streit vom Zaun gerissen, weil Junior mehr oder weniger nach dem Aufstehen kurz vor den Fernseher darf… Ja, die Dosis machts bei diesem HighTech-Zeugs, sicher. Mir scheint aber schon noch wichtig, dass Kids in erster Linie anders beschäftigt werden. Die Knöpflidrückerei vor dem Bildschirm kommt dann noch früh genug. Egal, das gesunde Mass machts aus.

  • Pascal Sutter sagt:

    Im Gegenzug finde ich, es gibt nichts schlimmeres, als Väter die ihre eigene Rolle so in den Klee loben. Kinder könne sich auch gut mal selber beschäftigen auf dem Spielplatz und ein Bier darf man da auch trinken. Und es ist nichts verbotenes, ein Kind mal auf dem Smartphone spielen zu lassen. Lasst den Zeigfinger mal stecken.

  • Francesca sagt:

    Im Prinzip haben Sie Recht, Daniel Böniger. Aber irgendwo habe ich ein ungutes Gefühl. Diese Kinderbetreuung ist so AUFMERKSAM. So kopfgesteuert analytisch. Das Kind, das Objekt. Zuschauen. Passt mir nicht. Natürlich ist diese Ruhigstellerei Unfug. Aber man sollte mit den Kindern LEBEN. Mit ihnen putzen, kochen, sie helfen lassen, mit ihnen reden, schimpfen. Und auch ohne sie telefonieren, gamen, was die heutigen Eltern halt auch noch tun. Alles mit Mass. Kinder, die immer im Mittelpunkt der Analysen und Auswertungen ihrer Eltern stehen, werden im Leben Mühe haben, denn das Leben ist nicht so.

  • Manuela sagt:

    Ich hab als Kind sehr viel fern gesehen, war schon als Baby in Fremdbetreuung, musste mit dem Bus 10km zur Primarschule und dann noch 20 min laufen. Meine Mutter war nie auf einem Elterngespräch im Gymi, hat selten Aufgaben kontrolliert, dafür musste ich schon mit 7 Jahren putzen und kochen und den Hund ausführen. Ich bin gesund und hab nen PhD gemacht trotz ‚Arbeiterkind‘. Wie konnte das nur passieren? Oh je oh je!

    • Darja Rauber sagt:

      Vielleicht, weil sie fremdbetreut wurden, jeden Tag längere Wege zu Fuss zurücklegen mussten, früh selbstständig wurden und sich um einen Hund kümmern mussten? Alles Tätigkeiten, die doch ein Kind fördern! Die Kinder von heute schauen nicht nur viel fern, sie bewegen sich auch viel zu wenig, sind ans Rumkutschiertwerden im Auto gewohnt, lesen keine Bücher mehr, sondern lassen sich von Wii, Playstation, Natel zusätzlich bespassen und haben meist null Ehrgeiz oder Selbstinitiative mehr. Mich wundert`s jedenfalls nicht, dass die neue Weltmacht bald China heisst…!

      • tina sagt:

        die kinder von heute sind genau so in ordnung wie die von früher. aber wer so ein negatives welbild hat sollte vielleicht mal vor der eigenen tür wischen und sich überlegen, was das auf die anderen ausstrahlt. soll sich ein kind etwa an sowas ein vorbild nehmen? lieber nicht

      • 13 sagt:

        Ähm ja, weil China dafür bekannt ist, die Kinder zur Selbstinitiative und eigenem Denken zu erziehen!

    • Leo Schmidli sagt:

      Den Schluss hätten Sie Sich (gerade als PhD!) sparen können. Natürlich können Sie von der Masse nicht auf individuelle Schicksale schliessen und umgekehrt. Das ist die selbe Argumentation wie bei den Rauchern: „Mein Opa hat täglich 2 Schachteln geraucht und ist 97 Jahre alt geworden!“ Leider wird dabei vergessen, wie die Person sonst gelebt hat. Und vielleicht wäre die Person ohne zu rauchen noch 10 Jahre älter geworden.

  • Mimame sagt:

    Währenddem ich Ihren interessanten Bericht lese, sitzt meine Tochter mit dem Apfelgerät neben mir….das eine kommt ohne das andere nicht aus.

  • Sportpapi sagt:

    Mit kommt dieser Text vor wie die Klage über die Übergewichtigen, die man neulich beim Glace schlecken gesehen hat…
    Ernsthaft, was soll das Ganze. Ja, natürlich haben wir unsere Kinder auch schon vor eine Kinder-DVD gesetzt und nebenan die Ruhe genossen. (und selber schauen wir doch auch hin und wieder fern). Die Dosis machts! Und dass diese Chalets heute Computer und Bildschirme haben, liegt wohl mehr an den Erwachsenen, als an den Kindern.
    Dass die Eltern gemeinsam jassen, statt mit den Kindern Tschau Sepp zu spielen, ist doch auch mal ok. Das eine tun, das andere nicht lassen.

    • Sportpapi sagt:

      Auch ich bin regelmässig zu Hause mit den Kindern. Meine Hauptaufgabe ist dann aber nicht, den Kinder bem Wachsen zuzusehen. Entweder habe ich einen Haushalt zu führen, oder tatsächlich noch Arbeit, die erledigt werden soll. Und dann bleiben noch die Stunden, die man voll und ganz mit den Kindern verbringen kann. Es schadet ihnen aber auch gar nichts, sich mal mit sich selber zu beschäftigen.
      Das gleiche auf dem Spielplatz. Wenn ich Zeit habe, mit anderen Eltern zu quatschen (und Bier zu trinken!), dann läuft alles gut. Dann spielen die Kinder nämlich friedlich mit ihren Freunden.

    • Sportpapi sagt:

      Und Tiptoi ist toll und lehrreich für Kinder, die gerne lesen würden, aber noch nicht können. Natürlich werden unsere Kinder auf einer längeren Zugfahrt (und damit meine ich auch mal 10 Stunden+) auch mal mit einer Spiel-App oder einem Film beschäftigt. Ebenso wie ich ja auch selber vielleicht Schach spiele, ein Buch lese oder ebenfalls einen Film sehe. Weshalb soll das bei Kindern verwerflich sein? Wenn ich mit meinem Sohn z.B. alleine nach Italien fahre, dann bleibt trotz der „Ruhigsteller“ noch ganz viel Zeit für gemeinsame Erlebnisse. Wie sieht es bei Ihnen im Auto aus?

      • Carolina sagt:

        Auch hier: die Dosis macht’s! Und ich sehe das tatsächlich auch immer öfter, im Restaurant, in den Ferien, im Zug. Oder geh mal an einem Morgen ins Starbucks – da habe ich neulich ein Müttertreffen erlebt (oder waren es Nannies?), die jedes einzelne Kind (und die waren sehr jung, noch nicht mobil) vor ein Smartphone oder ein Pad gesetzt haben, irgendein Filmchen eingestellt haben und das wars.
        Wir machen das auch ab und zu, aber diese Form der Ruhigstellung als Automatismus ist schon merkwürdig. Aber natürlich liegen am anderen Ende der Skala Eltern, die ihre Kinder rundum beschäftigen und

      • Carolina sagt:

        /2 der Meinung sind, sie müssten permanent bespasst werden. Die Wahrheit liegt, wie immer, irgendwo in der Mitte.
        Und noch etwas: vielleicht müssen wir uns auch alle an der eigenen Nase fassen, denn was hier schon aufgefahren wurde in punkto Kindergeschrei in Restaurants und Cafés! Die Schweiz ist nicht besonders kinderfreundlich, viele sind wahrscheinlich froh, sie haben ihre Ruhe – aber dieselben, die sich über das ‚Geschrei‘ aufregen, regen sich auch über die Art der Ruhestellung auf, oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Es gibt alles. Ich leite viele Eltern-/Kinder-Sportevents und erlebe, mit welcher Begeisterung Eltern heute mit ihren Kindern etwas unternehmen. Aber doch nicht den ganzen Tag und rund um die Uhr!

  • Sportpapi sagt:

    Haben wir nicht erst gestern gelernt, wie man Kinder gut ruhig stellt? 🙂

  • Alex Steiner sagt:

    Wie traurig wenn der Vater von seinem Kind abhängig ist. Sie müssen lernen auf eigenen Beinen zu stehen.

  • Twinsmom sagt:

    Toller Bericht, Danke. Es braucht mehr Papas und Mamas die sich Zeit nehmen für die Kinder und die Apfel-Geräte auch bewusst zu Hause lassen.

  • diva sagt:

    Eine wunderbare Aussage Herr Böniger:
    «Nachwuchs ist – dies soll hier mal gesagt werden – etwas anderes als ein Boot auf dem Zürichsee oder eine Harley, die man bei schlechter Witterung wegstellen kann. Vielleicht hätten sich das viele Eltern etwas genauer überlegen sollen, bevor sie ein Kind zeugten.»
    Genau so sehe ich das auch.

  • Naseweis sagt:

    Irgendwan nach dem HB Zürich habe ich dann Mal Augenkontakt mit der Kleinen aufgenommen und mit der Zeit sind wir uns dann gegenüber gesessen und haben uns mit Gesten und Grimassen gegenseitig zum lachen gebracht – die Mutter; keinerlei Reaktion!
    Wenn ich da an die unterhaltsamen und z.T. lustigen Fahrten mit meinem Sohn denke – da wurde geplaudert, Ich sehe was Du nicht siehst-Spiel gemacht, Aufmerksamkeit auf das draussen vorbeifahrende gelenkt – Das war unterhaltsam und vielleicht auch manchmal lehrreich.

  • Eveline sagt:

    Oh je, ein böser generalisiertet Rundumschlag! Ich gestehe, ich bin auch eine apple-Mutter: iphone, ipad, macbook. Trotz des zentnerschwer wiegenden Risikofaktors eines Domizils in dem Mutterstaat der Fettleibigkeit und Bildschirmabhängigkeit (USA), hat meine Tochter (2j) noch keine Stunde Fernseh geschaut (kumulativ!). Auf einem Roadtrip über 3000km kam der ipad genau 20 min zum Zug, auf den letzten Km. Sie schaut sich Fotos von sich als Baby an, findet sie viel besser als apps oder Videos. Bücher, Spiele und Singen haben die Stunden im Auto verkürzt.

    • Eveline sagt:

      (Fortsetzung) Nein, unser Kind ist nicht unsere Harley oder unser Hobby. Wir haben uns bewusst für sie entschieden. Und wir haben das Glück, dass sie gerne mit uns auf Reisen kommt, wo wir mit ihr den Sand zwischen den Füssen spüren, die Berge mit ihr erklimmen und Neues gemeinsam entdecken. Und Schlechtwetter heisst Pfützen – wer will da schon die Gummistiefel gegen einen Bildschirm tauschen! Herr Böniger, ein pointierter Blog lebt nicht von der Generalisierung, profitiert aber von nuancierter Beobachtung:

    • Martin Frey sagt:

      Ich denke nicht dass der Autor irgendwie alle Mütter der akuten Apple-Abhängigkeit beschuldigt hat. Im Ggt. ist es in meinen Augen ein sehr schönes Statement, ein Appell, sich mehr mit unseren Kindern auseinanderzusetzen anstatt den neusten Whats-App-Chat mitzugestalten. Leider ist es schon ein Fakt, dass sehr viele Mütter sich stundenlang genüsslich mit SMS rumschlagen, und die Kinder sich dann halt irgendwann meist zum Leidwesen der Mutter bemerkbar machen. Die meisten Väter die ich kenne beobachten dies mit Irritation, da wir uns unsere Qualitätszeit mit dem Nachwuchs zusammenkramen müssen.

    • Malena Garcia sagt:

      Weiss auch nicht warum Sie sich da so angesprochen fühlen, sie haben den Medienkonsum des Kindes doch im Griff. Hat sie der Verweis auf Apple gestört? Ist doch nur ne Marke… 😉

  • Dodimi sagt:

    Ja Herr Böniger, unser „Sonnenschein“ ist 2 1/2 Jahre alt und Spielsachen mag er gar nicht so, Abgesehen beim Essen, um ihn davon abzulenken, denn Essen scheint nicht sein Ding zu sein, wie auch Schlafen. ABER, wann immer ich es einrichten kann setze ich ihn (bewusst) in den Mittelpunkt und dann gibt’s nichts ausser ihm, und nochmals ihn, denn die verpasste Zeit bei der ich nicht an seinem Wachsen teilhaben kann wird nie mehr zurückkehren. Und genau diese gemeinsame Zeit, in der es keine Ablenkung gibt, wünsche ich mir für die Zukunft einzuprägen wie ein seelisches Tatoo.

  • Naseweis sagt:

    Bin ich diesbezüglich eine Ausnahme – vielleicht nicht die Ausnahme, aber mit Sicherheit einer/eine der gaaanz, ganz wenigen!
    Letzthin S8 Thalwil-Winterthur; mir gegenüber eine junge Mutter mit einem kleinen ca. 4 jähr. Mädchen; die beiden sassen bereits im Zug; Mutter eifrig am IPad „bearbeiten, die Kleine höckelt da, schaut sich um – während der ganzen Fahrt von Thalwil nach Winterthur hat die Mutter k e i n e i n z i g e s Wort mit der Kleinen gesprochen oder ihr Aufmerksamkeit geschenkt sondern war immer mit dem IPad zugange. Das war eine traurige Situation.

    • tina sagt:

      vielleicht haben die beiden die ganzen 2 stunden vorher intensivst interagiert. was für traurige leute sind das eigentlich, die etwas sehen, und dann gleich auf ein möglichst negatives grosses ganzes glauben schliessen zu wollen? kommt diese geisteshaltung wenn man zu viele schlecht geschriebene news liest?

  • Sportpapi sagt:

    Was bin ich doch für ein schlechter Vater!

  • Da bahnt sich eine menschliche Katastrophe an, wenn diese „neuen“ Kids mal die Welt regieren. Diese ganze virtuelle Sch……e (Schiene, wollte ich natürlich sagen!) ist ein Zeichen der Dekadenz! Es deutet darauf hin, wie dieser Artikel richtig aussagt, dass viele Eltern sich mit ihren Kindern möglichst wenig befassen wollen. Für mich ist dies eine moderne Form der Grausamkeit, Kinder in den Virtualismus zu locken, damit… Was genau? Sie keine Flecken kriegen, von der Erde? Still sind? Möglichst schnell dumm werden, weil Dumme anspruchsloser sind? Schmeisst das ganze E-Zeug auf den Mül bitte!

    • Oscar sagt:

      als hätten sich unsere Eltern mehr mit uns befasst in den guten alten zeiten. das ist alles schönreden.

      • Thomas1 sagt:

        Nö, aber wir haben gelernt, uns mit uns selber zu beschäftigen. Die nächsten Generationen sind von klein an auf Ablenkung und Konsumation getrimmt. Nun ja, die Wirtschaft hat nichts gegen möglichst viele Schafe, denen man alles vorsetzen kann und man mit Bort und Spielen ruhig stellen kann.

      • Naseweis sagt:

        nein unsere/meine eltern hatten ebenfalls sehr wenig Zeit für uns, aber wir konnten uns mit uns selbst beschäftigen! wir haben gelernt auch ohne tchn. Hilfsmittel unterhaltsame Spiele zu machen. die Knopfschachtel der Grossmutter, der imaginöre Verkäuferliladen oder die Poststelle mit alten Kuvert vom Papi – das machte Spass.
        Ich habe sogar erlebt das Nachbarskinder gerne mit meiner Knopfschachtel und alten Kuverts stundenlang mit mir spielten. Mit etwas Phantasie brauchts nicht immer Technik um sich zu unterhalten

      • think about sagt:

        Wie bei vielen Diskussionen kommt es hier wiedermal auf das Mass an. Unsere Kinder sitzen gerne mal am PC in Begleitung noch mit Vater oder Mutter. Aber am liebsten sind sie im Garten und Malen mit Kreide, machen Gummitwist, Spielen Fussbald, bauen Hütten und geniessen das Rollenspiel. Seilbahn baumen vom Balkon zum Nachbarn ist auch sehr lustig. Aber es gibt auch bei uns momente, wo wir als Eltern eine Insel der Ruhe benötigen und die Kinder untereinander sie nur auf die Mütze geben. Da kommt ein iPad, Iphone oder TV für eine halbe Stunde sehr gelegen 🙂

    • Jasi sagt:

      @Oscar: Meine haben das definitiv. Ich bin alles andere als nostalgisch veranlagt und finde die heutige Technik super, aber nicht, um kleine Kinder ruhig zu stellen. Meine Eltern, traditionell Mutter zu Hause, Vater beim Arbeiten, haben sich zu uns auf den Boden gekniet und mit den Lego gespielt oder beim zusammensetzen eines Puzzles geholfen. Oder wir spielten draussen mit Nachbarskindern oder gingen mit den Eltern wandern, baden, skifahren, schlitteln oder blöd in der Gegend herumspazieren (was ich gehasst hatte). Im Auto hörten wir Schlager und sangen mit (oder wir stritten …).

      • Röbi sagt:

        Musste ein wenig schmunzeln, bei der Aussage, „sich selbst beschäftigen“. Mal ehrlich, ich (1982) hatte damals auch nichts anderes. Die Auswahl an Spielzeug war eher mager im Vergleich zu heute, geschweige denn die ganzen Elektro-Gadget. Kein Wunder wussten wir uns selbst zu beschäftigen.
        Eher sorgen macht mir die permanente Angst der Eltern. Als werdender Vater frage ich mich schon, ob ich solch ein Vertrauen wie meine Eltern haben werden, so dass mein Kind auch mal selber mit dem Velo auf Erkundungsfahrt gehen kann. Ich glaube, die ganzen Spielsachen, sind doch eher Mittel zur Kontrolle

  • babuschka miro sagt:

    das machen sie super!im auto dvd player ist auch so etwas…wir versuchen unsere mädchen auch mit sowenig wie möglich zu erziehen.beim tiptoi haben wir erst nach der anschaffung realisiert,dass es die kinder fast süchtig macht und „ruhig stellt“.dann haben wir angefangen,dass sie nur noch mit zeitlimit tiptoilen dürfen…also,nachher noch aktiv spielen.apropos jassen:unsere kinder haben das mit 4 jahren gelernt…ist ja nicht soooo lang mit jasspause 😉

    • Koller sagt:

      Die Kritik am Tiptoi kann uch jetzt echt nicht nachvollziehen…. Geht das nur mir so?

      • Chrigu sagt:

        Nein, geht mir auch so. Zudem ist das „Suchtpotential“ bei unseren Kindern sehr begrenzt. Nach einer Viertelstunde widmen sie sich lieber etwas anderem.

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