Ein Stadtkind auf dem Land

Ein Papablog von Matto Kämpf.

(Flickr/anjanettew)

Noch lacht das Kind: Annäherung an das tierische Landleben. (Foto: Flickr/anjanettew)

Vielleicht ist es nur eine urbane Legende, die Geschichte von den New Yorker Kindern, die überzeugt sind, Milch entstehe im Tetrapak. Vielleicht wussten die Münchner Schülerinnen und Schüler, die in den 90er-Jahren eine Kuh violett ausmalten, einfach nicht, wie man im Malkasten ein gutes Uckermärker-Beige oder Fleckvieh-Braun mischt. Und die Kinder, die anlässlich einer Umfrage angaben, Enten seien gelb, sind womöglich hereingelegt worden mit billigen Umfragetricks, die einzig und allein dazu dienen, Umfragebomben platzen zu lassen.

Wir wohnen in der Stadt. Obwohl im Grunde genommen in der Schweiz auch die Städte auf dem Land liegen, denkt man als Mensch, der selber auf dem Land aufgewachsen ist, ein Kind kann unmöglich nur in der Stadt gross werden, ohne gravierende Defizite davonzutragen. Nie ein Rüebli aus dem Boden gezogen, nie einen Schluck kuhwarmer Milch gekostet, nie einen Pilz im Wald gefunden zu haben in der Kindheit, nein, das geht nicht. Mein Kind, dachte ich, soll wissen, wann die Äpfel reif sind und was das Hackfleisch früher war. Als Fleischliebhaber fasste ich einen nachmittäglichen Ausflug in einen Schlachthof ins Auge, doch da es mir beim Anschauen der Bilder auf der Homepage schon etwas blümerant wurde, nahm ich von dieser Idee bald wieder Abstand.

Dann halt raus auf den Bauernhof. Glücklicherweise kenne ich eine Bäuerin mit pädagogischem Flair. Eine kurze Postautofahrt, schon standen wir vor den Ställen. Besagte Bäuerin hatte sich ein schönes Programm ausgedacht: Schweineauslauf putzen, Hühner und Hasen füttern, Himbeeren ernten und Pferderitt, dies als Basis, dazu ergänzend und fakultativ Kuhmist mit der Schubkarre auf den Miststock bringen, etwas Gartenarbeit und Ziegen füttern.

Doch bei den Schweinen fingen die Probleme bereits an: Mein Kind fand die sechs jungen Wollsöili nicht jöö, sondern jesses, zumal sie sich auf es stürzten und ihm seine Gummistiefel von den Füssen zu reissen versuchten. Das Kind schrie und wollte unverzüglich die Heimreise antreten. Zum Glück brunzte dann die Saumutter auf eine so lustige Art und Weise auf einen Besen, dass der Aufenthalt beim Schweinestall knapp gerettet war. Bei den Hühnern wurde es schon wieder schwierig. Ein paar Körner in die Hand nehmen, diese geöffnet den Hühnern hinstrecken, worauf die Hühner die Körner aus der Kinderhand picken, was das Kinderherz erfreut, dies war der Bäuerinnenplan. Das Kind fürchtete aber die Hühnerschnäbel, es zierte sich erst und bombardierte die Hühner dann mit den Körnern, was wiederum das Bäuerinnenherz nicht erfreute. Meines auch nicht. Die Hasenfütterung war somit gestrichen. Bei den Himbeeren langte das Kind in eine Brennnessel, als die Tränen getrocknet waren, hiess alles nein. Die Bäuerin schlug vor, ein paar Bohnen zu ernten – nein! Etwas Unkraut jäten – nein! Pferde füttern – nein! Schubkarre stossen – nein! Zvieri essen – nein! Es folgte der Übungsabbruch, und unter vielen entschuldigenden Worten meinerseits und tadelnden Blicken bäuerinnenseits machte ich mich mit dem Kind vom Acker.

Ich muss mir etwas Neues ausdenken, die Sache sanfter angehen. Vielleicht Kresse auf feuchter Watte aussäen zum Anfang und im nächsten Frühling Balkontomaten kultivieren. In der Buchhandlung habe ich neulich ein Buch gesehen: «Vom Honigbrötchen zum Spiegelei. Woher kommt unser Frühstück?». So könnte ich das Problem auch lösen, geruchsneutral und indoor.

Foto-Matto KämpfMatto Kämpf lebt als Autor, Filmer und Theatermacher in Bern. Er schreibt die Kolumne «Rabenvater» im Berner «Bund» («Ich sehe mich nicht mehr als Lonesome Cowboy on the never ending road to nowhere (oder so ähnlich). Nein, jetzt bin ich der Mann, der die Windeln schneller wechselt als sein Schatten.») Die Kolumnen sind als Buch im Verlag Der gesunde Menschenversand erschienen.

56 Kommentare zu «Ein Stadtkind auf dem Land»

  • FrauPilz sagt:

    Ich unterricht auf dem Land (Tösstal) Kindergarten – und meine KindergartenKinder waren der festen Überzeugung, dass die Füsse eines Pferdes gleich aussähen wie die eines Hundes. So viel zum Thema Schweizer Kinder wären eh schon ländlich.

  • Georg sagt:

    „…nie einen Schluck kuhwarmer Milch gekostet, …“ – Ich rate Ihnen, einem Kleinkind keine Rohmilch zu verfüttern… Machen Sie sich kundig. Ist nicht nötig und, ja!, auch in der sauberen Schweiz ein unnötiges Risko.

    • Ferdi sagt:

      nur in Züri ein Risiko!

    • Schliifts? sagt:

      Die Bauern in der Schweiz werden wohl strenger kontrolliert als jede Pille, die bei Novartis abgepackt wird…. Unsere ganze Familie ist mit Rohmilch aufgewachsen und meine Kinder (6,4,1) trinken ausschliesslich Rohmilch und dies ab einem Alter von ca. 10 Monaten, alle sind gesund und munter und haben keinerlei Allergien. Also Vorsicht mit solchen allgemeinen Kommentaren, aus meiner Sicht völliger Schwachsinn.

      Und ausserdem, zur Tetra-Milch (nichts gegen diese Milch) essen sie dann Poulet aus Ungarn und fertig-Lasagne mit Pferdefleisch aus Rumänien? ä Guete…

  • Reto Gysi sagt:

    Ich hätte noch einen Vorschlag: An einem Wochenende auf den Bauernhof gehen und ein Kaninchen streicheln und mit Löwenzahn füttern. Am nächsten Wochenende Kaninchen zum Essen servieren und sagen dass es das womöglich das Kaninchen vom letzten Wochenende ist, und dem Kind erklähren, dass das Fleisch nicht in der Kühltruhe im Laden wächst.
    Diese Lektion finde ich noch wichtiger als die Milch-Tetrapack Lektion.

  • Primus Andrea sagt:

    Vielen Dank für diesen amüsanten Beitrag.

    Ich hatte vor einigen Jahren die Gelegenheit eine Betriebszentrale der Migros zu besichtigen (Metzgerei, Früchte-Abpackerei, Logistik etc.) Mein Respekt gegenüber den Produkten (und noch mehr gegenüber den Arbeitern) ist stark gestiegen. Es war eine sehr interessante Führung und hat mir in einigen Belangen die Augen geöffnet. Ich denke eine solche Besichtigung ist für Schulen spannend (das macht vermutlich auch den Kindern Spass). Ist zwar nicht grad Bauernhof aber zumindest ein Teil der Wertschöpfungskette.

  • Eni sagt:

    Herzig geschrieben, aber das Kind war wohl überfordert mit so vielen Eindrücken. Beim nächsten Mal besser ennet dem Zaun beobachten und nicht gleich die ganze Schweineschar drauflos stürmen lassen 😉

  • Ursula sagt:

    Der Artikel war witzig, weil zugespitzt, viele der Kommentare weniger: Der extreme Gegensatz zwischen Stadt und Land ist auf die Schweiz bezogen völlig übertrieben: Die Quartiere Seebach oder Altstetten in Zürich – um mal zwei herauszugreifen – ermöglichen den Kindern sehr wohl einen recht direkten Bezug zur Natur, und die Familien, die zentraler wohnen, sind schnell im nahegelegenen Wald.
    Schrebergärten gibt’s auch immer noch, vor allem in den Städten und Agglomerationen. Viele Städter haben Wurzeln auf dem Land und Industrie gab’s bereits vor 200 Jahren im Jura und Glarus.

    • alien sagt:

      Tja also bei uns in Hottingen ist voll die Bronx, man kann rund um die Uhr einkaufen, die Stadtparks haben schöne Betonrabatten und die Poststelle ist in einer Apotheke, dann kann man sich nach dem Rechnungen bezahlen gleich medikamentös kurieren.

      • Ursula sagt:

        Wenn Sie von der Apotheke Richtung Dolder gehen, sind Sie in einer Viertelstunde im Wald. So viel zu beschaulichen Bronx.

  • Roshan sagt:

    Ein KInd, das heutzitage eine Kuh mit violetten Schecken malt, wird sicher therapeutisch abgeklärt.

  • karin sagt:

    Da sag ich nur: ab zur Jucker-Farmart! Bauernhof+Entretainment in einem. Mag praktisch jedes Kind.

  • Rainer Schmuck sagt:

    Man kann es auch übertreiben. Meiner Meinung nach genügt es wenn man mit seinen Kleinen ab und zu in den Zoolino geht und im Sommer gemeinsam zum Erdbeeren oder Kirschen pflücken.
    Beim Nachmittagspaziergang gibt es immer irgendwo eine Wiese mit grasenden Kühen, da kann man gut erklären wo die Milch rauskommt.

  • Luise sagt:

    Das Programm war wahrscheinlich zu sehr programmiert. Mann könnte einfach mit dem Kind den Bauernhof besuchen können und schauen, was sich entwickelt. Aber noch wichtiger: Natur, Tiere und Pflanzen in den Alltag einbauen. Das geht auch in der Stadt.

  • Meret sagt:

    Hab Tränen gelacht, danke für diesen Artikel! Und ich lass mir die Erheiterung auch nicht von den tierisch ernsten Kommentarschreibern hier vermiesen. Macht euch mal locker, Leute. Und @Urs Bilger: sicher ist es eine gute Idee, dass du keine Kinder hast, ist schon gut eingerichtet so.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Ein Stadtkind ist wohl auf dem Land beim Kontakt mit Rindviechern gefährdet, ein Landkind halt in der Stadt beim Kontakt mit dem Tramverkehr. Da fehlt beiden jeweils die Erfahrung des anderen, völlig normal. Uebrigens, als ich als „Nicht Tram-Erfahrener“ zum ersten mal in Zürich Auto fuhr, hat mich das auch ein bisschen gestresst, weil das etwas war, was bei mir mangels Erfahrung mit diesem Verkehrsteilnehmer halt nicht automatisiert war.

  • Remo sagt:

    Anderer Papi, anderes Kind und anderes Szenario aber die gleiche Absicht – und praktisch das gleiche Resultat (nein, wir hatten leider keine Muttersau :- )
    Vielen Dank für diesen Text. Ich fühl mich nicht mehr ganz so alleine. Bleiben wir einfach drann und versuchens nochmals.

  • B. Erika sagt:

    Habe fast Tränen gelacht beim Lesen.
    Wunderbare (unfreiwillige?) Satire.
    Bringt das Problem auf den Punkt: Wir finden, sie sollen, aber wollen sie das?
    Ich habe es mit der jüngeren meiner beiden Töchter in einem Familiengarten versucht. Da war sie schon 12 und hat mit grosser Begeisterung ein eigenes Beet angepflanzt. Gegossen hat dann die Mama, aber es wuchs daraus ein wunderbares, wildes Blumenfeld, das Jahr um Jahr überlebt hat.
    Was sie gelernt hat dabei? Keine Ahnung … ! Woher Gemüse und Blumen kommen, hat sie wohl vorher schon gewusst.

  • tina sagt:

    meine schwester antwortete als kind auf die frage, woher die milch komme, darum mit „aus dem tetrapack“, weil das der wahrheit entsprach. wir haben zuhause die milch im tetrapack. aber sie wusste sehr wohl dass kühe milch kommen, die wusste nur nicht, dass dieser nächste schritt von „woher kommt…“ als antwort erwartet wird und gab die näher liegende antwort, ganz wohldurchdacht und nicht aus unwissenheit.

  • L. Andei sagt:

    Ein richtiger Bauernhof ist halt nichts für nach 1980 geborene. Da gibts halt mal eine Brennessel, Tiere verhalten sich nicht immer BFU Kompatibel und die heute verbreitete „Ich bin hier, also bietet mir etwas“- Haltung trägt da auch nicht wirklich zu einem guten Erlebnis bei.

    • Lia sagt:

      Sie unterstellen also einem erwachsenen Menschen in den Dreissigern, dass er eine solche Haltung vertritt? Weder ich, Jhrg 2081, noch meine Kinder, Jhrg 08 und 10, scheuen das Landleben, wir gehen gerne hin, auch als Städter. Aber Hauptsache, man kann hübsch verallgemeinern, gell..

      • Katharina sagt:

        Willkommen in der Frühzeit des 21. Jahrhunderts, Lia (2081….) Passen Sie aber auf, dass es bei Ihrem Besuch in unserer Zeitlinie keine temporalen Anomalien gibt, sonst könnten Ihren Kindern im 22 Jahrhundert (Jhrg 08 und 10) die Landidyllen abhanden kommen.

        Ich denke aber, dass Brennesseln auch im 22 Jahrhundert BFU-kompatibel sein werden, so denn sowohl BFU als auch die Brennessel es bis zu Ihrer Zeit schaffen. 😉

  • Francesca sagt:

    Ein Stadtkind hat wenig Ahnung vom Bauernleben, und Landkinder keine von der Stadt. Freunde (vom Land) meiner Kinder durften uns (Städter) nicht besuchen, weil die Eltern davon ausgingen, dass die immerhin etwa 15-Jährigen gleich am Bahnhof überfallen und vergewaltigt würden. Eine Stadtführung, Shopping – unmöglich, Panik pur. Man kann sich fragen, was einem Kind mehr schadet: irgendwann völlig naiv und unbedarft in eine Stadt zu kommen, und dann wirklich gefährdet zu sein, oder als Kleinkind zu meinen, die Milch wachse im Tetrapack….

    • Kathy sagt:

      Beides ist nicht gut. Ich durfte bis ich ca 15 Jahre alt war auch nicht alleine in die Stadt (ok, das waren noch ein bisschen andere Zeiten mit Platzspitz usw), geschadet hat es mir definitiv nicht. Dann lernt man halt erst mit 16, dass man in der Stadt die Leute nicht grüsst…

      • Francesca sagt:

        Grins. Ich wurde dafür auf dem Land angepflaumt, ob ich mir eigentlich zu fein sei, die Leute zu grüssen, wenn ich in den Laden käme… Ich finde es eine gute Sitte und grüsse seither auch in der Stadt, wenn ich in einen kleinen Laden komme.

    • juerg. sagt:

      Unbedarft in die Stadt kommen und gefährdet zu sein?
      Wie ist dies zu verstehen?

      • Francesca sagt:

        Wir sehen immer wieder, dass Austausch-Schüler, Auswärtige oder eben junge Leute vom Land nicht wissen, wo sie vorsichtig sein müssen, und wo sie Vertrauen haben dürfen. Einheimische kennen die „neuralgischen“ Punkte, wissen, wo sie besser nicht durchgehen und wo es gefahrlos ist. Wir bringen ihnen bei, nicht mit Stöpseln in den Ohren rumzulaufen und an welchen Busstationen sie warten können um Mitternacht, und wo besser nicht. Und was man tut, wenn man angesprochen wird, angebettelt wird. All die Dinge eben, die einem im Bauerndorf nie passieren. Es kann gefährlich sein, naiv zu sein.

      • Roshan sagt:

        Ach Francesca, Sie denken, auf dem Land und seinen Dörfern gäbe es keine neuralgischen Punkte?

      • Francesca sagt:

        Doch. Es ist gefährlich, keine Vorhänge zu haben, nicht in die Kirche zu gehen, nicht verheiratet zu sein, blutt in der Wohnung rumzulaufen… meine Mutter lebt auf dem Land, Darling.

      • Roshan sagt:

        So ganz verstehe ich Ihre Antwort nicht. Ich kann nachvollziehen, wie es auf dem Land anscheinend immer noch sein kann.

    • Bernhard sagt:

      Gut gebrüllt, Löwin! 🙂 Lernen die Kinder die Basics nicht automatisch in der Schule? Von daher finde ich es nicht weiter schlimm, wenn kleine Stadtkinder noch nicht Bescheid wissen über das 1 mal 1 des Bauerns.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Zur Entschuldigung des Autors muss ich hier schon sagen, wenn man halt nicht auf dem Land wohnt, bleibt einem ja nichts anderes übrig, als dem Kind das Landleben mal in Form einer Veranstaltung näherzubringen, weil die Zeit einfach nicht reicht, das Kind selber entdecken zu lassen (ausser Sie wollen in der Stadtwohnung Hühner halten aus pädagogischen Gründen).

  • Klara sagt:

    Gröhl. Könnte mir auch so passieren, obwohl wir ländlich wohnen. Alles, was höher als Kniehöhe ist, ist uiiiischlimmgross;-) Sie weiss trotzdem, dass Milch nicht im Tetrapack wächst, und den Rest wird schon noch.

  • Peter Huber sagt:

    Sie wollten Ihrem Kind an einem Tag die Nähe zur Natur „vermitteln“?
    Vergessen Sie’s…..Da müssen Sie wohl oder übel mehr Zeit investieren.
    Oder in der Stadt bleiben.

  • Heidi Merz sagt:

    Äh, da haben wohl einige nicht richtig gelesen. Der Autor ist doch selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen? Von daher entfällt der Vorwurf „typisch Städter“. Ich tippe auch darauf, dass das Kind zu jung war. Meine 1.5jährige würde ähnlich reagieren. Die Kleine traut sich noch nicht mal, Kaninchen zu streicheln, geschweige denn Ziegen. Und vor Vögeln, die grösser sind als Spatzen, hat sie auch Angst. Sie spürt halt, dass es Lebewesen sind mit einem eigenen Willen. Da finde ich ihre Zurückhaltung eine gesunde Reaktion. In ein paar Jahren wird sie es dann lieben, Tiere zu streicheln und füttern.

    • plop sagt:

      Mein 4einhalbjähriger mag das auch immer noch nicht, aber es kommt langsam. Das einzige was bei uns nützt ist: immer wieder Tiere besuchen/sehen, das Kind aber nie und nimmer forcieren eins zu streicheln und sicher nicht in einen Stall gehen solange er das nicht selber will. Mit genügendem Abstand beginnen Ihn nun nämlich sogar Pferde zu interessieren und die sind ja einfach riesengross neben einem Kind… Ich selber war ab der zweiten Klasse an jeden Sommer auf einer Alp und wünschte mir natürlich auch, dass meine Kinder dann gerne mal Ställe ausmisten, Tiere füttern etc…

    • tina sagt:

      finde ich auch. ich für meinen teil versuchte eine hummel zu streicheln in dem alter. muss auch nicht sein

  • Hans Gerber sagt:

    Bauernhof als Event!? Der Artikel sagt mehr über den Vater aus, als über das Kind. Gehen sie das nächste mal doch in den Europa-Park.

  • juerg. sagt:

    die Idee war gut.
    Schade das pädagogische Flair nicht gereicht hat, vielleicht hätte es ja geklappt wenn Papa in den heiklen Situationen den Sohn auf den Arm genommen hätte?

  • Stefan sagt:

    Tja, das ist wohl der Fehler vieler heutiger Eltern: Man lässt die Kinder nicht entdecken, sondern setzt ihnen ein Fertig-Instand-Pädagogisch-Wertvolles Programm vor, mit welchem das Kind überfordert ist.
    Der letzte Abschnitt trifft völlig zu: Die Sache langsam angehen. Kresse züchten. In den Wald gehen, das Kind die Natur entdecken lassen, Würste bräteln, vielleicht ein Reh beobachten, draussen sein, auch mal bei Regen.
    In den Zoo gehen, Tiere beobachten lassen. Wenn es eine Beziehung zu Tieren hat, wird ihm auch das Programm der Bäuerin richtig gut gefallen.

    • Irene feldmann sagt:

      Genau so!!!

    • Bruno Menzi sagt:

      Dem verfehlten „Actionprogramm“ kann ich nur zustimmen, „die Natur“ lässt sich nicht einfach schnell mal an einem Nachmittag entdecken. Da braucht es schon etwas länger, um gewisse Sachen zu erleben und zu begreifen. Ich hätte mit den Kaninchen begonnen, und je nach Begeisterung (des Kindes) hätte man das dann noch steigern können…und auf eine solche Idee, wie den pickenden Hühnern das Futter auf der offenen Hand zu präsentieren kamen nicht mal wir als auf dem Bauernhof aufgewachsene Kinder…

  • Anita Beeler sagt:

    Danke für den lustigen Beitrag. Ich würde es einfach in ein paar Jahren noch einmal versuchen. Es tönt für mich als ob das Kind noch etwas gar zu jung war.

  • mein name sagt:

    Typisch Städter. Keine Ahnung und meinen, alles gibts per Knopfdruck!

    • Peter Meier sagt:

      Typisch Landei, welches glaubt, dass 8 Millionen Menschen ums Rütli wohnen können. Und bitte nicht mit Ecopop kommen. Jeder, der hier schreibt (und meistens wohl Freude an seinem Leben hat) ist einer der 8 Millionen.

  • urs bilger sagt:

    es gibt zuviele gruende, keine kinder zu zeugen, zu haben oder zu betreuen !!!

    • der Barbar sagt:

      Zum Glück für Sie hatten Ihre Eltern Gründe, Kinder zu haben…. was hat Ihr Kommentar überhaupt mit dem Artikel zu tun? einfach nur armselig…

      • Rémy sagt:

        Ich bin voll und ganz mit Urs einverstanden. Es wird immer genug triebgesteuerte Leute geben die Überbevölkerung nicht so schlimm finden und sich vermehren werden. Ist ja auch ein Klacks für die Erde, 8 oder 10 oder 12 Milliarden Einwohner einfach so zu schlucken, das sieht man schon jetzt seit sämtliche Hungersnöte verschwunden sind. Die Menschheit wird demnach nicht aussterben.
        Hem, der Barbar, wenn Urses Eltern seiner Meinung gewesen wären, wüsste es Urs nicht denn es hätte ihn nicht gegeben, so einfach ist das. Es braucht einfach ein bisschen Vorstellungskraft.

    • Hebert sagt:

      Keine Kinder zeugen wollen, aber den Mama..pardon..Papablog lesen? Ein Paradoxon..?

    • Pascal Sutter sagt:

      Schwierig wirds dann wenn man streng katholisch lebt. Man nennt das, das „Dicker Hals Syndrom“

    • tina sagt:

      😀 genau. man kann ja auch ohne kinder kresse züchten

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