Sweet 15: Dinge, die ich meiner Tochter mitgeben möchte

Eine Teenagerin in den USA. (Flickr/ Ed Yourdan)

Mütterlicher Rat kann kostbar sein: Eine Teenagerin in den USA. (Flickr/ Ed Yourdon)

Dies ist für euch, ihr Töchter der jetzigen westlichen Welt. Es ist nur ein Bruchteil dessen, was ihr wissen sollt. Aber es ist mein Lieblingsbruchteil. Zumindest für heute.

Und: Nein, es ist nicht einfach das, was mir meine Mutter hätte sagen sollen. So simpel ist das Leben nun auch wieder nicht.

  1. Trag deine Hotpants mit Freude und so oft es das Wetter erlaubt. Dann musst Du das nicht nachholen, wie in diesem Sommer unzählige Frauen allen Alters und Formats. Sie haben sich und uns damit keinen Gefallen getan. Zellulite und flüssiges Fleisch sind keine Schande, aber auch nichts, was man dringend auf dem Silbertablett präsentieren müsste.
  2. Lache laut über dämliche Werbungen, wie die von Burger King mit der fast nackten Frau neben einem weggliähnlichen Hamburger. Sie sind zwar nicht lustig. Aber wenn wir sie nicht ernst nehmen, finden die idiotischen Geschwüre, welche die Sex-Sells-Philosophie mitunter hervorbringt, vielleicht eines Tages Heilung.
  3. Kaufe nie einem Mann ein WC-Golfset, damit er im Sitzen pinkelt. Glaub mir, es gibt wesentlich Verbesserungswürdigeres an Männern, als ihre Pinkelhaltung. Lass ihnen drum diese kleine Freude und konzentriere dich auf das Wesentliche. Was das ist? Das wirst du bestimmen. Von Mann zu Mann neu.
  4. Lass dir von mir nie einen Freund verleiden, auch nicht den knallhärtesten Macho oder das sanftmütigste Rehböcklein. Ich werde es nämlich sicher probieren. Von deinem Vater reden wir gar nicht erst. Der wird ihn vermutlich grillieren. Ich gelobe aber: Wir werden unser Bestens geben, um uns im Härtefall zivilisiert zu benehmen. Wenn es nicht gelingt: Bitte verzeih uns eines Tages, wie auch wir dir verzeihen werden.
  5. Glaube nicht, was du über Sex hörst und liest. Kaum jemand ist da richtig ehrlich. Zudem gibt es dafür ohnehin keine goldenen Regeln.
  6. Habe eine Meinung. Ändere sie, wenn es dir richtig erscheint. Egal, was andere dazu sagen.
  7. Tue nie etwas, bloss weil du irgendwelchen hochnäsigen Mädels gefallen willst und lass dir von ihnen auch nichts vermiesen. Wenn du irgendwo hin willst, dann geh, selbst wenn sie dort sind. Zicken gibt es an fast allen Orten dieser Welt. Und manchmal sind wir sie gleich selber.
  8. Hasse deinen Bruder schwesterlich an guten Tagen, aber liebe ihn, wann immer der Tag schlecht werden könnte. Verlange dasselbe von ihm.
  9. Sag mir stets ehrlich, was du von mir denkst. Aber vielleicht nicht alles auf einmal und nicht immer in den ersten Worten, die dir spontan einfallen.
  10. Du bist schön. Glaube es. Geniesse es.
  11. Lies Bücher und liebe Menschen.
  12. Vertrau darauf: Aus peinlichen Situationen lernt man. Kommt eine, so geht sie auch wieder. Das gebe ich dir hiermit schriftlich.
  13. Vergiss nie, zu lachen. Und wenn es nur Galgenhumor ist.
  14. Glaube keinem, der dir sagt, er wisse alles.
  15. Ich weiss nicht alles. Aber das weisst Du ja schon.

94 Kommentare zu «Sweet 15: Dinge, die ich meiner Tochter mitgeben möchte»

  • akade sagt:

    geben sie dem mädchen vor allem eins mit: solidarität und respekt für andere frauen und mädchen. unterstützende seilschaften geniessen und aufbauen. sie wird es brauchen.

    mit punkt 7 können sie schon mal den startplatz ins leben mehrere felder nach hinten verlegen. denn es wird dauern, bis – wenn überhaupt – der rückstand durch negative wahrnehmung des eigenen geschlechts wieder aus dem kopf vertrieben worden ist.

    • gabi sagt:

      „solidarität und respekt für andere frauen und mädchen.“

      Bei dieser Betonung darauf, dass es vor allem wichtig sei dies Frauen und Mädchen gegenüber zu üben, frage ich mich, was für eine Haltung dann Jungen und Männern gegenüber an den Tag gelegt werden soll.

      … Klingt nicht nach Gleichwertigkeit.

  • Dominik Horn sagt:

    In Amerika gilt meines Wissens „Fair Use“ @Turi
    Google doch mal danach 🙂

    Der Artikel ist toll, danke dafür. Das sind auch Dinge, die man seinem Sohn sagen darf (gut, die Hot Pants Sache erübrigt sich :p)

  • Danke, Andrea Fischer, sehr gut geschrieben…..und dieses Kompliment entkommt von einem ‚old man‘, der nie eigene Kinder hatte 😉
    An Tury Meyer: Komischerweise sag ich mir immer dasselbe, wenn ich Artikel hier in Kanada lese, welche mit Photos aus Europa bestückt sind …Ich frag mich manchmal ob die Redaktoren einfach Angst haben ein Copyright zu brechen, wenn sie hiesige Bilder drucken.

  • Hans Meier sagt:

    Hmmm, haben Sie sich da von „Everybody’s Free To Wear Sunscreen“ inspirieren lassen? 🙂 Egal, Super-Text! Mehr davon!

  • bitta sagt:

    hm. Schade, dass eine Mutter ihrer 15jährigen Tochter sagt, sie solle jetzt Hotpants tragen (und damit sämtlichen Pädos feuchte Träume bescheren), weil das später wegen Cellulite und Speckschenkeln nicht mehr schön sei. Abgesehen davon, dass man einem Kind so genau falsche Ansätze liefert, wenn man sagt, nur schöne, schlanke Frauen sollten enge Kleidung tragen, gibt es sehr viele Frauen, die zu keinem Zeitpunkt in ihrem Leben je Hotpants tragen wollten. Schade.

  • turi meyer sagt:

    Was mir aufgefallen ist (etwas offtopic), Mamablog verwendet in grosser Mehrheit Bilder zur Illustration, welche aus der USA stammen. So auch dieses aktuelle. Ob sich dessen die Bildredaktion bewusst ist? Oder ist die amerikanische Kultur das Mass, an dem wir uns orientieren sollen? Am schlimmsten finde ich persönlich die vielen Bilder aus der Hollywood-Produktion, schreckliche Gesellschaftsclichés… bar jeglichem ironischen Augenzwinkern.

    • Héloise Ripley sagt:

      Stimmt. Jeder, der manchmal auf Stock-Bilder zurückgreifen muss, versucht, das typisch Amerikanische zu vermeiden. Dieses Foto finde ich aber passend als Illustration zum Artikel über pubertäre Töchter. Einerseits möchte man das Girl „chläpfe“, andererseits in den Arm nehmen. Ein Hingucker ist es allemal. Gut gewählt!

  • John Kipkoech sagt:

    Ich finde die 15 Ratschläge ziemlich „bockmistig“ – ich hatte tiefsinnigeres erwartet.

    • Muttis Liebling sagt:

      2 kann man durchgehenlassen, der Rest ist Alltagsgerede. Wenn mir meine Mutter so etwas angeboten hätte, schon mit 10, wäre meine nächste Frage, ob sie mich ernst nimmt.
      Es fehlt praktisch alles, was wichtig ist. Fragen nach dem Verhältnis vom Privatem zum Gesellschaftlichen, dem Rang von Politik, was das überhaupt ist, was Sozialität ist. Alles das kann man einem Schulanfänger schon beibringen.
      Warum Privat vernachlässigbar gegen jegliche anderen Fragen ist. Warum Partnerwahl fast die einfachste Frage ist, die sich im Leben stellt.
      Man sieht das Resultat hier im täglichen Leben.

  • Roshan sagt:

    „es gibt wesentlich Verbesserungswürdigeres an Männern.. Lass ihnen drum diese kleine Freude und konzentriere dich auf das Wesentliche. Was das ist? Das wirst du bestimmen. Von Mann zu Mann neu.“

    Ein entlarvender Satz, denn er zeig auf das Kernproblem scheiternder Beziehungen. Selbstredend kann Männer mit Frauen im obigen beliebig ausgetauscht werden.

    Ich halte wenig von Listen und Geboten.

    • Luise sagt:

      Geht mir auch so. Wüsste zu gern, was jemand mit 15 zu dieser Liste sagt.

      • Karl Knapp sagt:

        Meine Tochter (16) verachtet mich manchmal, weil ich Fleisch esse, Bier trinke, möglicherweise in unpassenden Momenten furze und eben das meiste auch mache, was Männer eben so tun (ausser Fussballspiele im TV anzuschauen). Aber sie hat das wichtigste bereits begriffen: Männer kann und soll man nicht ändern, der Versuch allein muss scheitern. Aber zum Trost: eine ausformulierte Top-15-Liste von mir käme auch nicht intelligenter raus…

    • Willi Forrer sagt:

      @Roshan. Sorry, aber genau dieser Satz gefällt mir. Er trifft den Nagel auf den Kopf, und zwar nicht erst in der heutigen Generation. Teenies müssen ausprobieren, müssen versuchen herauszufinden, mit wem sie (evtl.) ihr Leben verbringen möchten. Das gilt für beide Geschlechter gleichmässig. Ich hatte viele Jugendbeziehungen, bin jetzt aber trotzdem seit Jahrzehnten (glücklich) verheiratet. Erfahrungen sammeln hat nichts mit scheiternden Beziehungen zu tun.

    • Roshan sagt:

      Beziehungen funktionieren auf Dauer nicht, wenn das eine das andere nach einem Wunschbild zu formen versucht, Herr Forrer.

      • Roshan sagt:

        das war mein einwurf. der satz aus obiger liste hat mMn nichts mit dem jungendlichen erfahrung sammeln zu tun.

  • Sportpapi sagt:

    Punkt 1 und 2 kann man sich getrost schenken. Die gehören zur Agenda der Mutter und nicht der jugendlichen Tochter. Punkt 3 finde ich zwar lobenswert, aber ist vom Alter her irgendwie auch noch unpassend (die Botschaft aber ist richtig). Ansonsten gibt es viel Gutes und Bedenkenswertes, auch wenn wohl jeder hier die Liste etwas anders verfasst hätte.

  • Dario sagt:

    Eine gute Mutter gibt z.B die Kochkünste einer jungen Dame weiter…

  • Francesca sagt:

    Nr 1: dann hat die Tochter selber hoffentlich dünne Beine und keine Zellulite…
    Gibt es nicht wichtigeres zu sagen?!? Zum Beispiel: ich bin immer für dich da. Du bist gut, wie du bist, egal, ob mit oder ohne Glaube an Gott, ob lesbisch oder hetero, ob schön oder nicht, ob erfolgreich oder weniger, ob intelligent oder nicht so. Ich vertraue dir. Ich glaube an dich. Egal, was du tust, bleibe dir selber treu und lass dir keine Angst machen, dich nicht auslachen, dich nicht unter Druck setzen, um etwas zu tun, was du im Grunde nicht willst. Fehler machen wir alle, auch du und ich. Du bist stark.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      das mit dem „ich bin immer für dich da“ ist meines bescheidenen erachtens ein 2-schneidiges schwert. sind sie’s nämlich nur 1x – und das frei nach murphy – nicht, kann das nachhaltige enttäuschungen auslösen. glauben sie mir.

    • Alex sagt:

      Ich seh sie schon mit den Reportern streiten.
      Diese befragen sie gerade zu den 5 Morden die ihr Kind begangen hat – und sie sagen mit Stolz geschwelter Brust: „5 Morde von denen wir wissen!“

  • Hansdampf sagt:

    Sex sells ist keine Philosophie, auch keine Maxime, sondern eine bewiesene Tatsache. Das ist ein Unterschied.

    Man kann Kinder und Jugendliche dazu erziehen, rücksichtslos nach ihrem Ego zu leben. Von diesen gibt es heute bereits genug, mit der obigen peinlichen Liste werden es noch ein paar mehr sein.

    Oder man kann sie dazu erziehen, verantwortungsvolle, respektvolle und rücksichtsvolle Menschen zu werden, die auch mal an ihre nächsten denken. Dann würde unsere Gesellschaft vielleicht wieder etwas normaler und der Umgang miteinander anständiger. Von diesen Menschen wünsche ich mir mehr.

  • Ka sagt:

    Ich mag die Beiträge von Andrea, sie regen zum nachdenken an. Solche Listen sind ja individuell erweiterbar und vielleicht passt einem ein Punkt auch nicht, aber es steckt doch einige Weisheit darin. Punkt 8 berührt mich besonders, Die Geschwisterbeziehung ist wohl die, die uns im Leben am längsten begleitet und das durch gute und schlechte Zeiten.

  • Muttis Liebling sagt:

    Ausser eine eigene Meinung haben und lesen, ist da nichts von Wert. Da fehlt fast alles, was Eltern ihren Kindern mitgeben müssen. Das wichtigste wäre, glaube erst einmal nichts, ausser Dir selbst:

    http://www.songlyrics.com/john-lennon/god-lyrics/

    Für generationsübergreifende Ratschläge fällt mir vor allem ein:

    http://www.songtexte.com/songtext/ronan-keating/father-and-son-13c211f5.html

    Passt aber alles nicht in eine Zeit, die auf Anpassung und Schablonendenken setzt.

    • gabi sagt:

      Schlechte Welt.

    • houdini sagt:

      „father and son“ von ronan keating??? come on, wenn schon, dann den originalen schreiberling angeben: yusuf islam

      • Muttis Liebling sagt:

        Nach allem, was ich weiss, hiess der Texter Ronan Keating.
        Den Song hat Cat Stevens geschrieben, der erst viel später konvertiert und seinen Namen geändert hat.

      • houdini sagt:

        song UND text sind von stevens…

      • Muttis Liebling sagt:

        houdni, da hast Du recht, da bin ich dieser Web- Site zum Opfer gefallen. Das kommt schon altersmässig nicht hin.
        Aber viele Singer- Songwriter lassen arbeiten. Unnormal ist es nicht, dass auf Platten- Covern und in Beschreibungen falsche Namen auftauchen.

    • Muttis Liebling sagt:

      gabi, wieso schlechte Welt?

      • gabi sagt:

        … Die Zeit, die “ auf Anpassung und Schablonendenken setzt.“

        Ich muss wirklich nicht in der DDR verharren wollen, um nach zu weisen, dass Anpassung und Schablonendenken zu jeder Zeit verlangt wird, wie auch in jeder Zeit Einzelne (!), die es nicht tun, für genau dies bewundert werden.

        Die Vorstellung, dass dies ein Phänomen unserer Zeit sei, vernehme ich einfach oft von genau den Leuten, die daraufhin, mit diesem resignierenden Blick und einem Buckelchen vor sich hin murmeln: Was ist das nur für eine Welt, in der wir leben?!

        – Schlechte Welt.

    • Héloise Ripley sagt:

      Unfassbar. Diese Links zu ausgesprochen gefühlvollen Musiktiteln hätte ich nicht von Ihnen erwartet, ML. Hat gefallen, danke!

  • Cornelia sagt:

    Du kannst tun und lassen was Du willst, die Männer finden immer einen Grund um über Dich zu jammern.
    Wenn Du nicht heiratest, keine Kinder hast und arbeitest, bist Du eine Emanze. Aber Du bist selbständig und brauchst
    Dir das ewige Gejammer der Männer nach einer Scheidung nie anhören.
    Wenn Du heiratest und Kinder hast, und zu Hause bleibst, bist Du ein faules Ding.
    Wenn Du heiratest, Kinder hast und arbeitest, bist Du eine Rabenmutter weil Du Schlüsselkinder hast,
    und auf nichts verzichten willst.
    Such Dir was aus!

    • alien sagt:

      Fazit: Am besten suchst Du Dir einen Ort, wo Du allein leben kannst und wo niemand kommentiert. Oder, viel besser noch, Du pfeifst auf die doofen Kommentare.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      also ich äh-will ja nicht schulmeistern. aber ich denke doch, es wäre gewinnbringender, dem kinde einen etwas positiveren horizont zu vermitteln; zumal die kinder ja auch aus den fehlern der eltern lernen können, nicht?

    • Sportpapi sagt:

      Och, in der Regel sind es doch nicht die Männer, die jammern. Schon gar nicht die eigenen. Ausser natürlich die ehemaligen, wenn sie bei einer Scheidung tatsächlich vielleicht Grund genug dafür haben.

    • Muttis Liebling sagt:

      Carolina, eine richtig gute Frau kann überhaupt nichts falsch machen. Alle Deine Szenarien sind nur lokal und temporär verständlich, so lebt und denkt man nicht.
      Gleichzeitig gibt es absolute Entscheidungsstränge, die sind zeitlich und örtlich invariant. Wenn man die verletzt, kommt man genau in die Konflikte, welche Du schilderst.
      Alles, was wichtig im Leben ist, wird maximal bis zum Ende der Pubertät abgearbeitet. Danach kommt nur noch Kleinkram. Wer nicht mit 13 Künstler oder Wissenschaftler ist, wird es nie. Wer nicht mir 14 weiss, wie seine Familie sein soll, bekommt nur ein Schablone.

      • Carolina sagt:

        Hä? Haben Sie Cornelia mit mir verwechselt, ML? Ist weder mein Kommentar noch meine Meinung. Aber Ihre Antwort, da haben Sie Recht, passt verwirrend (!) zu all ihren anderen Antworten……

      • Roshan sagt:

        Zeit ist relativ und läuft lokal auch in verschiedenen Geschwindigkeiten ab. Es gibt auch keine eindeutigen absoluten Zeitverläufe. Diese verzweigen sich kontinuierlich und sind nur eine Projektion.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ist schon wieder etwas geschluckt worden. Die Verwechselung ist mir peinlich, die Aussage nicht.

  • Iain sagt:

    Wünsche gehen tatsächlich in Erfüllung, jedoch sollte man vorsichtig sein, mit dem, was man sich wünscht.
    Am sichersten fügt man am Schluss des Wunsches, aber nur wenn es niemandem schadet, hinzu.

  • Luise sagt:

    Mit 15 will man alles andere als Ratschläge von Erwachsenen

  • Alex sagt:

    1. mach dich hübsch für die männer
    2. ignoriere die missstände in der welt
    3. männer muss man ändern
    4. mach mit jedem rum
    5. glaube nicht den pornos
    6. sei eine fahne im wind
    7. deine freunde passen mir nicht
    8. sei eine schwester zu deinem bruder
    9. sag mir wie toll ich bin
    10. wenn du nicht schön bist – bist du nichts
    11. lies bücher… warum auch immer
    12. peinliche situationen werden für immer im internet dokumentiert
    13. 🙂
    14. glaube nicht der kirche
    15. ich weiss nicht alles – warum hörst du auf meine 15 tipps?

    • Hotel Papa sagt:

      Alter Zyniker!

      Andrea, ich finde Deine Beiträge immer erfrischend und anregend. Auch wenn in so einer Fünfzehnerliste mal etwas drinsteht, von dem man sagen muss: „Also DAS hätte ich nicht gesagt; oder jedenfalls nicht so!“

    • Simons sagt:

      1. Höre nicht auf meine Ratschläge. Auch wenn sie gut gemeint sind, werden sie Dir nicht viel weiterhelfen.
      2. Höre auf Deinen Bauch, der täuscht sich selten.
      3. Höre auf Dein Gefühl, so dass Du mit der Zeit lernen wirst, es zu verstehen.
      4. Höre auf Deine Träume, die weisen Dir den Weg.
      5. Höre die Stille, sie wird Dir erlauben, Dich selbst zu hören.

  • Rémy sagt:

    Das sind denn schöne Ratschläge, und weise sind sie auch, damit kommt Frau weit…
    Mein Tipp: entweder gar nichts sagen oder genau das Gegenteil von dem was da steht…denn wer die Teenager kennt (und insbesondere die Weiblichen, aber nicht nur), weiss dass sie aus Prinzip immer das Gegenteil machen von dem was ihnen ihre Eltern raten! (Stichwort Abnabelungsprozess)

  • Petter sagt:

    Punkt 3 kann ersatzlos gestrichen werden. Dort sollte stehen: „Akzeptiere deinen Freund/Mann mit all seinen Macken so wie er ist. Kannst du das nicht, dann ist es der Falsche.“
    Alles andere macht unglücklich… einen von beiden oder beide.
    PS: Wie überheblich ist es eigentlich von Frauen, immer die Männer „erziehen“ zu wollen? Und wenn er dann „erzogen“ ist, dann ist er zu langweilig und wird abgeschossen… Bravo, gut gemacht und weit gedacht!

    • Hotel Papa sagt:

      Na ja. es gibt kleine Dinge, die kann man sich gegenseitig schon zuliebe tun. Z.B. im Sitzen pinkeln. Wer das (zu Hause) als einen zu grossen Angriff auf seine Männlichkeit empfindet, putzt halt selber das Klo.

      • Daniel Adler sagt:

        Bekanntlich gilt: Eine Frau heiratet einen Mann in der Hoffnung, dass er sich ändert (bzw. sie ihn ändern kann) und ein Mann heiratet eine Frau in der Hoffnung, dass sie so bleibt, wie sie ist.

    • Simons sagt:

      @Daniel Adler: frei übersetzt: Frauen wünschen sich, dass ihr Mann endlich erwachsen wird – und Männer wünschen sich, dass ihre Frau immer jung bleibt 🙂

  • Alfred Frei sagt:

    trage deine Hotpants auch noch, wenn du Cellulitis bekommst, wenn du Lust dazu hast. Es geht niemand etwas an und du bist nicht da, um andern zu gefallen, sonder dir selbst.

    • Annina Meier sagt:

      Respekt! 🙂 Danke für diesen schönen Kommentar.

      • Hansdampf sagt:

        Und es ist sowieso völlig egal, was andere Menschen von dir denken, die Gesellschaft bist du, du bist das Universum, um das sich alles dreht, es geht nur um dich, nimm keine Rücksicht, sondern nimm dir alles, was dir gefällt, und wenns dir nicht mehr gefällt, wirf es weg, lass es liegen, irgendein Idiot wird es auflesen und wegräumen, verwirkliche dich, sei ein Egoist. Amen.

    • Heidi Merz sagt:

      Alle Daumen hoch, lieber Alfred, und herzlichen Dank! 🙂

    • Holderegger, Michele sagt:

      Das hat was mit Stil zu tun. Und Stil ist genauso nichts Schlechtes, wie eine gute Erziehung. Also das mit den Hotpants bitte lassen. Ich gebe Hansdampf recht mt senem Kommentar. Es gehört auch dazu, auf die Befindlichkeiten anderer Rücksicht zu nehmen. Auch wenn man nicht immer gleicher Meinung ist.

      • Franziska sagt:

        Und der sogenannte Stil hat ganz viel mit den gerade geltenden gesellschaftlichen Normen zu tun: Sehr lange galt es stillos, als Frau Hosen zu tragen (teilweise bis in die 50iger). Der Verweis auf den Stil ist also ein schlechtes Argument. Wobei ich natürlich auch bezweifle, dass es jemals Stil haben wird, mit Zellulitis und kurzen, dicken Beinchen echte Hotpants zu tragen. Aber wer weiss: Vielleicht gibt es einmal eine tolerantere Gesellschaft, die auch den nicht gerade mit Schönheit und ewiger Jugend Gesegneten eine bequeme Sommerkleidung in der Freizeit zugesteht, normale kurze Hosen etwa?

      • Hotel Papa sagt:

        „eine bequeme Sommerkleidung in der Freizeit zugesteht, normale kurze Hosen etwa?“

        Bingo!

    • Reto B. sagt:

      Geilster Kommentar EVER!

  • Carolina sagt:

    16. Behandle andere Menschen (auch Deine Familie!) wenigstens annähernd so, wie Du auch behandelt werden willst – und lerne, Dich zu entschuldigen (wenn Dir etwas wirklich leid tut!).

    17. Wenn Dir diese Liste auf den Nerv geht, wirf sie nicht Deinem Mami an den Kopf, sondern hole sie in einem oder zwei Jahren nochmal hervor – vielleicht kannst Du daran ablesen, wie Du Dich veränderst.

    Schön, Frau F!

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    16. besuche eine haushaltungsschule 🙂

    aber ansonsten finde ich die empfehlungen gut.

    • Peter Meier sagt:

      Haben denn sie eine besucht?

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        natürlich nicht, herr meier. ich habe den werkunterricht besucht. aber meine geschätzte gattin hatt eine besucht. bei uns ist das eine gewinnbringende kombination. sie kocht lecker und meine wenigkeit kümmert sich um die handwerklichen arbeiten im- und -ums haus.

      • alien sagt:

        Merke: Des Ritterlichen Gattin muss arbeiten. Wie unritterlich.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        aaach alien. das bisschen haushalt… 🙂

      • Reto B. sagt:

        Sie soll lieber selber in den Werkunterricht gehen. Den Haushalt bring ich ihr schon bei…

    • Annina Meier sagt:

      In dem Alter gibt’s sicher besseres als die Haushaltungsschule zu besuchen – herrjeh! Im Übrigen geht’s auch ganz gut ohne. Mein Mann und ich kochen beide – er ganz passabel (seine Aussage), ich richtig gut (auch seine Aussage). In der Haushaltungsschule war ich nie, man lernt’s auch so und sonst kann Mama wundervolle Tipps dazusteuern. Heute führen wir einen grossen Haushalt, kochen auch oft für Freunde/Bekannte. Hätten Sie mir dies als 16Jährige gesagt, hät ich dankend abgelehnt und wäre weiterhin in alle möglichen Zusatzkurse gegangen, nur um dieser Haushaltungsschule zu entgehen… 🙂

      • alien sagt:

        Ich war auch nie im Hauswirtschaftsunterricht. Schüler heute staunen drüber, ich eigentlich auch, aber he, mein Haushalt funktioniert, und ich kann ganz ordentlich kochen und putzen. Bügeln kann ich auch, hasse es aber aus tiefster Seele.

    • Helena sagt:

      Das lernt man als Mädchen und Junge Frau auch so, wenn die Mutter kocht und putzt.
      Ich durfte die Haushaltungsschule nach einem Jahr abbrechen und dafür ins Werken 😀
      Meinen Putz und Kochkünsten hat das nichts angetan, im Gegenteil ich koche viel und gerne.
      Es macht keinen Spass jede Woche den Boden zu wischen und aufzunehmen, wenn man in der Schule ist. Genauso wie die eintönigen schweizer Gerichte.
      Zu Hause kann man Musik anmachen und im Takt arbeiten 😉 Spass muss dabei sein!

    • Michael sagt:

      Huch Herr Rittermann, war bei Ihnen das Fach „Hauswirtschaft“ nicht obligatorisch? So jeden Freitag 1150-1400? Und jeden Dienstag 0905-1150 Werken / Handarbeiten? Und das glaubs ab der 7 Klasse. Oder ist das wieder mal was föderalistisches? Oder bin ich ein wenig angejahrt? Fragen über Fragen

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        sie unterschätzen mein alter, werter michael. zu meiner zeit wars wirklich noch so, dass die mädchen haushaltschule-, und die burschen werkunterricht hatten. oder sonst hab ich’s vielleicht einfach verdrängt…. 🙂

      • Markus sagt:

        Scheints der Herr Rittermann ist auch in den goldigen 60ern geboren und der Michael eher näher an der Jahrtausenwende. Also Michael: Es war einmal……eine Zeit , da war das Leben noch einfach und unkompliziert. Die Mädchen trugen Röcke, Strümpfe (die Wollenen) und Schürze und besuchten den Hauswirtschaftsunterricht, die Jungs durften lernen mit Hammer und Säge umzugehen und besuchten die Hauswirtschaftsuntericht höchstens um die Reste zu konsumieren. Man raufte sich noch um die Mädchen auf dem Pausenplatz und bekam dafür von der Aufsicht ein paar warme Ohren und zu Hause gleich nochmals. 🙂

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        markus – in’s schwarze getroffen – in jeder beziehung. 🙂

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Hasse deinen Bruder schwesterlich an guten Tagen,
    aber liebe ihn, wann immer der Tag schlecht werden könnte. Verlange dasselbe von ihm.“
    Vor lauter Wortspielerei finde ich da den Kernpunkt nicht,
    grundsätzlich verdiente das Thema „Geschwisterlichkeit“ ohnehin einen eigenen Beitrag-
    allerdings ohne Schlaufen-und Nirvanaszenarien im Anschluss…

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      die Hotpants-Diskussionen fanden ja schon letzte Woche statt, sind diese tatsächlich ein derart grosses Anliegen um auf den ersten Platz gehievt zu werden, oder dient es einem würzigen Aufpeppen der Liste? Schade um den guten Rest irgendwie.

    • Hotel Papa sagt:

      Der Kernpunkt? Die Goldene Regel. (Was Du nicht willst…) An schlechten Tagen sind Teenager SEEEEHR dünnhäutig.

      • Rémy sagt:

        …und bei vielen besteht die ganze Teenagerzeit meistens aus schlechten Tagen…Also kann man sagen: Teenager sind immer seeeehr Dünnhaütig!

    • Peter Steiner sagt:

      @Brunhild Steiner: Sex sells, eben. Auch für mich sind Punkt 1 und 2 widersprüchlich.

  • Grégory sagt:

    16. Ich bin immer für Dich da, wenn Du mich brauchst. Auch wenn Du dreissig Jahre alt bist..

    • Rémy sagt:

      Kann (sollte) man machen, sollte man nicht sagen, wird schamlos ausgenützt….schon mal von Film „Tanguy – der Nesthocker“ gehört?

  • gabi sagt:

    Alles schön und gut. Z. T. sogar richtig weise.

    Umso erstaunlicher ist, wie Tipp Nr. 2 vollkommen aus dem Rahmen fällt:

    Lache laut, ist nicht lustig, nimm´s ernst. – Hä?!

    Was für eine ungeheure Bedeutung hier der Beurteilung des Geschmacks anderer zugemessen wird oder aber schlicht darum gerungen wird an eine derart platten, wie gültigen Behauptung zu rütteln, dass Sex nun mal tatsächlich sells, passt überhaupt nicht in den wohldurchdachten Rest.

    Das Sex sells, darauf sind zu meiner Schulzeit die 15-Jährigen bei Notenbesprechungen mit einem Lüstling von Lehrer längst selber gekommen.

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