Es geht um Erziehung

Eine Carte Blanche von Liliane Minor*.

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Eine der vielen Migros-Aktionen für Kinder: Zwei Buben kleben Bildchen in ein Album, 13. Juli 2009. (Keystone/Laurent Gillieron)

Nur noch drei Tage, dann können viele Eltern aufatmen: Die jüngste Migros-Mania ist vorbei. Allen Nichteltern kurz erklärt, bedeutet eine Migros-Mania, dass es für jeden Einkauf ab 20 Franken ein Sammelding gibt. Aktuell sind es Kreisel.

Die Migros hält solche Aktionen für Kundenbindung, die Kinder finden es sowieso cool, Dinge zu sammeln und zu tauschen. Doch für viele Eltern ist es Stress pur. Sie klagen, die Migros manipuliere ihre Kinder. Sie jammern über Wutausbrüche des Nachwuchses, wenn Mami statt im Migros im Coop einkauft, wo es keine Kreisel gibt. Sie warten bange auf jene Mittwoche, an denen es pro Einkauf von über 60 Franken einen Joker-Kreisel gibt. Weil sie dann zweimal durch die Migros müssen, weil sie ja zwei Kinder haben und beide einen Joker wollen.

mbCBIllustrationWer Kinder hat, kann die Klagen ein Stück weit verstehen. Dass sich Eltern deswegen an den Konsumentenschutz wenden, irritiert trotzdem. Schliesslich täuscht die Migros niemanden mit ihrer Aktion. Die Regeln sind von Anfang an klar. Nur können manche Eltern damit nicht umgehen. Kurz: Hier geht es nicht um Konsumentenschutz. Es geht um Erziehung.

Jedes Kind muss früher oder später lernen, dass es nicht alles haben kann. Den meisten Eltern ist das bewusst. Nur scheinen viele den simplen Grundsatz zu vergessen: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Man kann das eine abgedroschene Grossmutterweisheit nennen – falsch ist sie nicht.

Tatsache ist, dass die Wünsche mit den Kindern mitwachsen. Erst sind es Kreisel, später ists eine Barbie oder eine Rennbann, dann Spielkonsole und Smartphone, schliesslich das Auto. Tatsache ist ebenso, dass ein Kind, das früh mit einem gelegentlichen Nein zu leben gelernt hat, auch später eher eine Absage akzeptiert.

Besser, als die Verantwortung an den Konsumentenschutz zu delegieren, ist es, sich genau zu überlegen, welche Moden man als Eltern mitmachen will. Etwa Panini-Bildchen, dafür aber keine Kreisel. Oder: Kreisel ja, aber die Joker gibts nur abwechslungsweise. So gesehen kann man die Migros-Kreisel als eine Art Erziehungshilfe bezeichnen – auch wenn es nur darum geht, den Kindern zu sagen, warum man eben gerade nicht mitmacht.

minor150x150*Liliane Minor ist Redaktorin beim «Tages-Anzeiger». Sie hat zwei Kinder und wohnt im Zürcher Unterland.

150 Kommentare zu «Es geht um Erziehung»

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Sehe das Problem nicht. Als Migroskunden haben wir die Dinger auch gesammelt, wenn auch nicht vergiftet. Mir wärs jetzt nie in den Sinn, extra wegen den Manias mehr im Migros bzw. frankenmässig noch mehr einzukaufen. Entweder es gab welche oder eben nicht. Jedenfalls erlebte ich bis jetzt noch nie irgendwelche Szenen meiner Kinder an den Kassen wegen diesen Teilen, im Gegenteil! Sie freuen sich ab den paar „Zwirbeln“, die wir nun haben und spielen auch gerne damit. Zudem: es wird ja niemand gezwungen, die Dinger anzunehmen und zu sammeln, ist ja alles freiwillig. Wozu also dieser Aufschrei?!

  • Klara sagt:

    Klar ist es Erziehungssache. Ich erziehe meine Kids also künftig an der Kasse, anstatt mich um ein speditivies Bezahlen, Einräumen und Kasseraumverlassen zu bemühen. Auch klar. Und klar habe ich den ganzen Tag nie etwas erzieherisches gemacht, nur das. Ich rege mich grad so auf über den Artikel, da versagt jetzt meine ganze Kinderstube.

  • michael klein sagt:

    und am ende eines kreisellebens, was kommt, wenn migros sich das nächste sammelobjekt ausdenkt, landet es u.a. als platicschrott in den schweizer gewässern. ob das so mit der nachhaltigkeit die mirgros immer so ausposaunt konform geht ?

  • senta sagt:

    tja – wir sind eine ggrosse familie, kaufen in der mirgos ein so dass es längstens kreisel für alle kids gäbe – aber gesammelt werden die bei uns trotzdem nicht und die kinder kriegen auch keine wutanfälle…

    1. ist es im „wahren“ leben ja eher so, dass einem ständig eingeredet wird, etwas bestimmtes kaufen zu sollen – obwohl man es gar nicht braucht – also eine tolle übung für die kids früh zu lernen, dass man auch NEIN sagen kann/soll
    2. finde ich die aktionen (nano, marmeln, kreisel) völlig daneben, weil soviel plastik in die welt gesetzt wird

    sicht so gar nicht ins m-

  • Claus sagt:

    Statt sich über Migros zu ärgern, sollte man lieber mehr in ALDI einkaufen.
    ALDI haben die meisten Sachen, dass eine Familie braucht.
    ALDI hat auch Markenprodukte, wie Kellogs Cornflakes und Coca Cola jetzt.
    ALDI hat sogar Kleider!
    Da bekommt man keine Plastiksammelspielzeug. Der Einkauf kostet nur halb so viel, wie in Migros.
    Und der Qualität ist die gleiche.
    Die Gartenmöbel in ALDI sind die gleichen wie in OBI (Migros), aber kosten halb so viel.
    Ich weiss es, weil ich in OBI gearbeitet habe.
    Migros ist teuer
    An die Kasse in Migros fragen sie nicht mehr nach der Cumulus Karte.
    Wenn man in Migros vergisst, die Cumulus Karte bei der Kasse zu zeigen, bekommt man so wieso keine Rabatte von den wöchentlichen Aktionen.

    • Roshan sagt:

      Hoffentlich bezahlt Ihnen Aldi was für diesen Post.

      • Barbara Rüegger sagt:

        Genau, hat sich schon mal jemand gefragt wieso Aldi alles so billig geben kann? Was ich so höre sind die ALDI Löhne nicht umwerfend, und wieviel bekommen wohl die Produzenten noch wenn im Laden alles so dreckbillig ist?

      • Schumacher sagt:

        Aber Aldi bietet keine Lehrstellen….

    • Widerspenstige sagt:

      Claus, und jetzt mit dem Handelsabkommen mit China – wo unser BR so darüber erfreut ist – kannst Du noch billiger einkaufen mit Made in China, gell. Deine Enkel werden es Dir danken – wenn sie keinen Job mehr kriegen hier oder nur zu Arbeitsbedingungen wie in China. Da ist Einkauf bei Aldi gerade gut genug u M wie C können bald schliessen, nicht wahr Claus?

      Roshan, Du bist viel zu ironisch und der Claus weiss doch, von was er spricht. Schliesslich hat er bei Obi gearbeitet…

      • Katharina sagt:

        Dieses Handelsabkommen finde ich bedenklich. Ich denke da wird die Schweiz längerfristig ausgenutzt werden.

    • daniela sagt:

      ja und die personen, die bei ALDI arbeiten, verdienen etwa soviel, dass sie sich auch nur noch die Dinge aus dem ALDI leisten können.. so beisst sich die Schlange in den Schwanz und merkt lange nicht, dass sie voll verarscht wird…

      • Marc Sailer sagt:

        @daniela: …..völliger Schwachsinn was sie da schreiben. Aldi – Angestellte verdienen genauso viel / wenig wie bei Migros und Coop, aber sie haben noch 1 Woche mehr Jahresferien. Zudem sind sie Aufgrund der Firmenpolitik um einiges freundlicher und schneller.

      • Claus sagt:

        Nur bei Aldi und Coop verdienen die Angestellten mehr als 4000 Franken im Monat.
        Bei Migros verdienen die Verkäufern am wenigstens; 3700 Franken im Monat.
        Coop hat mit UNIA GAV gemacht.
        Migros will nichts mit UNIA zu tun haben.
        Migros macht ihren eigenen Regeln.
        Oft schlechter als das Gesetz.
        Vielleicht war Migros früher eine gute Arbeitsgeberin, aber jetzt nicht mehr.
        Ich habe bei Migros Aare gearbeitet.

  • Harry sagt:

    Natürlich kann man nicht der Migros die Schuld geben, wenn man bei sich bei seinen Kinden nicht gegen Platikschrottmania durchsetzen kann. Das heisst aber noch lange nicht, dass es falsch wäre, nicht mit allen Mitteln zu versuchen, einem omnipräsenten quasi-Monopolisten, der seine Marktmacht missbraucht, um mit den ausgefeiltesten psychologischen Tricks Kinder zu manipulieren um von deren Eltern mehr Geld zu bekommen, wenigtens ein kleines bisschen gesellschaftliches Verantwortungsgefühl nahezubringen.

  • Nicolas Müller sagt:

    Lieber Frank Baum
    Entweder sind Sie mit einem der beiden Anbieter-Oligopolisten verbandelt oder der schweizerische Retailmarkt ist nicht gerade Ihre Stärke.
    Die seit Jahren durch die beiden Grossen praktizierten Abwehrstrategien inkl. gezielter PR und Lobbying zwecks Erhalt des Oligopols sind ja hinreichend bekannt. Die einzigen, welche diesen Monolith knacken könnten sind Aldi & Lidl. Die einheimische Konkurrenz wurde aufgekauft oder diszipliniert.

    • Sportpapi sagt:

      Welche Abwehrstrategien sind denn das? Da ging es doch früher schon deutlich heftiger zur Sache (Filialverbot).

  • Der Konsumentenschutz hat Wichtigeres zu tun, als sich mit der Migros-Mania zu befassen, das ist richtig. Diese „Kundenbindung“ der Migros ist aber ein absoluter Sündenfall für eine Genossenschaft wie die Migros: Das Anfixen von Kindern mit nutzlosem Spielzeug gehört auf keine Art und Weise zu ihrem Kernauftrag.

  • Andre I sagt:

    Was mir gefällt ist, dass die Kinder etwas sammeln können. Heute sind selbst die Kleinsten schon soweit, alles immer sofort einzufordern. Heute muss ja jeder immer alles gleich haben, mit einem Tastenklick. Auf etwas zu warten kennt man heute gar nicht mehr. Dinge über eine Zeit zu sammeln finde ich damit eine gute Lektion. Mich stört andererseits, dass der billige Plastiktand von Migros wirklich viel zu teuer ist. Vorallem die Joker für CHF 60.00 ist ziemlich frech. Da geht leider jede positive Aspekt wieder verloren. Am Ende der Aktion liegt der Krimskrams einfach nur rum

  • sunflyer sagt:

    Was soll das Gestänkere. Ich muss so oder so einkaufen gehen, bei einer Familie ist der Kühlschrank schnell leer. Und wenn ich nun wegen der Kreisel zum Migros gehe dann bin ich noch nicht manipuliert. Wir geben ca. 250.– fr. in der Woche aus für Lebensmittel. Da liegen auch die Joker drin. und es ist ja nicht schlecht, wenn ich mich organisiere und dann nur 1-2x einkaufe anstatt jeden Tag in den Laden zu springen. Für mich ist das gutes Marketing. Und die Kreisel sind toll. Sie fördern die Feinmotorik, die Kommunikation beim Tauschen und auch mir macht es Spass einen Kreisel zu drehen!

    • Mary sagt:

      Bin ganz Ihrer Meinung. Alle die jetzt sagen sie machen das und jenes nicht haben ja so ein perfektes leben und ja sooo perfekte Kinder…jaja….wahrscheinlich auch kein Fernseher daheim und nur Holzspielsachen und genau diese wundern dann sich, dass ihre Kindern dann bei den Nachbarskindern Glotze schauen und mit all den Spielsachen und Kreisel spielen. Ich muss nicht in der Migros kaufen, mache aber meinen Jungs eine Freude, wenn ich mit ein paar Kreisel mehr nach Hause komme.

  • TheSwissMiss sagt:

    Mich nerven diese Aktionen auch nicht. Wenn ich etwas sinnvoll finde und die Kinder auch wirklich damit spielen ist es ok und ich kaufe vielleicht auch mal das Spiel dazu. Aber es gibt auch keinen Aufstand wenn ich einfach mal Nein, diesmal nicht sage. Bei den aktuellen Kreiseln, haben wir einfach nur mit den paar die wir haben gespielt und getauscht aber nichts zusätzliches gekauft – hat gut geklappt so und uns allen Spass gemacht.

  • Andrea sagt:

    Letzthin habe ich gehört, dass es Leute gibt, die den Geschwistern eines Geburtstagskindes auch ein Geschenk mitbringen, damit diese nicht traurig sind, wenn „nur“ das Geburtstagskind beschenkt wird. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Klar tobt ein Kind, wenn es zum ersten Mal realisiert, dass es leer ausgeht, aber das muss es lernen und als Eltern hat man dann einen vermiesten Morgen, aber das gehört halt dazu. Ähnlich mit den Migros-Sammelaktionen.

    • Eine Gotte sagt:

      Ou ja das ist auch so ein Thema. Würde ich nie machen, komme bald in die Situation, dass mein Göttibub ein Geschwisterchen bekommt. Ich hoffe, ich kann meinen Standpunkt dahingehend durchsetzen und werden von den Eltern dann nicht gleich als böses Gotti hingestellt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Andrea:
      finde ich aber eine nette Geste, mir ist das eher selten passiert, und diese Mitbringsel für die Geschwister waren ganz klar vom „richtigen“ Geschenk abgrenzbar. Sie sind deswegen auch nicht auf die Idee gekommen dass dies immer und von allen und überhaupt so zu sein hat. Ist doch schön wenn auch jemand an die Geschwister denkt 🙂

      • Andrea sagt:

        Ich finde es bedenklich, wenn Eltern gleich allen Geschwistern ein Geschenk kaufen (selbst wenn es kleinere für die Nicht-Geburtstagskinder sind), aus lauter Angst, ein Geschwister könnte mal unzufrieden sein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Andrea:
        moment mal! Ihre Schilderung klang nach Besuchern eines Geburtstagsfestes welche den dortigen Geschwistern des Geburtstagskindes etwas Kleines mitbringen, nicht nach den Eltern.
        Und auch wenn es das gibt, warum nicht?
        Man kann diesen Tag doch auch allgemein für alle feierlich begehen, bei unsren gabs jeweils eine schöne Tischdeko zum z’morge und jeder hatte da ein bisschen Krimskrams stehen. Ich machte das nie aus Angst, sondern aus Freude!
        Und lernen dass es nicht immer für alle gleich ist, dazu gibts auch noch so jede Menge an Gelegenheiten…

      • Andrea sagt:

        O-Ton einer Mutter während eines Gesprächs mit mir: „Ich musste halt für das jüngere Brüderchen jeweils auch ein Geschenk bereit halten, wenn sein Schwesterchen Geburtstag hatte, sonst hätte der getobt.“

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Andrea:
        schätze mal das jüngere Brüderchen findet noch ganz viel andere Gelegenheiten zum toben, da hätt ich doch zu gerne erfahren ab welchem Alter er überhaupt zu toben beging und was denn sonst noch so üblich oder nicht-üblich war. Jedenfalls würd ich aufgrund solcher Geschichten nicht gleich über allen, die das praktizieren, den Stab brechen.

    • Renzo sagt:

      Ich kann kaum verstehen, dass sich Leute von Morgens 0815 Uhr bis Abends 1725 Uhr in Total 18 (achtzehn) Kommentaren zu diesem Thema äussern. Ich nehme an, dass dies nur möglich ist, weil die Kinder mit den MIGROS Manie – Spielchen beschäftigt sind und Ihrer Mutter so die Gelegenheit geben, sich den ganzen Tag in Ruhe vor dem Bildschirm mit „interessanten“ Beiträgen zum Thema zu äussern. Oder irre ich mich – liebe Brunhild ?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Renzo:
        Sie irren sich, es ist alles noch viel schlimmer, die gammeln, ruhig gestellt mit einem nicht zur Nachahmung empfohlenen Cocktail, im viel zu engen Kellerabteil vor sich hin, erinnert mich grad dran dass die obligate Frischluftpause wieder mal fällig wäre!

      • mila sagt:

        Und ich kann kaum verstehen, dass sich gewisse Kommentierende, von denen man sonst nie liest, ausgerechnet zu derart überflüssigen ‚Randnotizen‘ bemüssigt sehen… Sachen gibts.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila:
        😉 immerhin sind das Sachen die leichter durchschaubar sind als andere, da fällt ja beinah jede gröbere Marketingmethode in die Kategorie hochkomplex-subtil…

      • Carolina sagt:

        Brunhild: 😉

      • Blabla sagt:

        Internetsucht… So nennt man es jedenfalls bei den Kids.

      • mila sagt:

        Brunhild, auch von mir:

        😉

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wenn wir schon bei Erziehung sind: Haben Sie das hochinteressante Interview gelesen, indem ein Liberaler, der halt auch pragmatisch und nicht nur ideologisch entscheiden muss, meine Idee von „sanftem Druck ausüben“ aufgenommen hat? 🙂
        http://www.sonntagszeitung.ch/fokus/sonntagsgespraech/sonntagsgespraech-detailseite/?newsid=251573

      • mila sagt:

        Wissen Sie, Sportpapi: wenn wir die Schulpflicht (Art. 62) in der Verfassung verankert haben, dann weiss ich nicht, weshalb man von ’sanftem Druck‘ sprechen sollte, wenn man selbige in der Praxis (im Sinne eines „ausreichenden Grundschulunterrichts“) zur Anwendung bringen bzw. umsetzen möchte. Für mich ist das schlicht eine Selbstverständlichkeit.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Obligatorische „Sprachschule“ in der Spielgruppe ist definitiv nicht obligatorische Schulpflicht.

      • mila sagt:

        Wenn „ausreichender Grundschulunterricht“ durch fehlende Sprachkenntnisse behindert wird, wüsste ich nicht, weshalb nicht zusätzliche Massnahmen ergriffen werden sollten, um sicherzustellen, dass hinreichende Sprachkenntnisse vor der Einschulung erreicht werden. Wobei obligatorische Massnahmen auf Kindergartenstufe genügen sollten (das weiss ich aus eigener Erfahrung).

        Nichtsdestotrotz spricht nichts gegen Angebote für Kleinkinder, sei dies in Spielgruppen oder Eltern-Kind-Angebot – im Gegenteil. Jeder in frühkindliche Förderung gesteckte Rappen zahlt sich mehrfach aus /

      • mila sagt:

        und ist insofern besser investiert als in spätere re-sozialisierende Massnahmen.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wieder einmal im Kreis herum? Eben, sage ich doch. Gesellschaftlich erwünschtes Verhalten muss notfalls mit sanftem Druck erzielt werden, wenn es anders nicht klappt. Sie dürfen mir durchaus einfach mal recht geben, statt zu widersprechen und in eigenen Worten dann das gleiche zu sagen.

  • Katharina Holderegger sagt:

    Diese Kreisel sind lustig, das Beste jedenfalls, was sich die Migros in Bezug auf diese Geschenke hat einfallen lassen, nicht nur eine Frage des Habens und Nichthabens, sondern sie fördern durchaus das Motorische und das Interaktive. Alles frühere, Spielsteine, Abziehbilder…, hat meine Kinder kalt gelassen. Das war zu schlecht ausgedacht, zu hässlich gestaltet. Nicht von ungefähr wird die Sache jetzt Politikum. So spiele ich für einmal das Spiel, verbinde es mit etwas Didaktik über üble Marketingstrategien und hoffe im Geheimen, dass die Migros nicht gleich wieder so einen Treffer landet.

  • Giorgio sagt:

    Diese Kreisek tun ziemlich weh wenn man im dunklen barfuss draufsteht.
    Schon allein darum bringe ich keine mehr nach hause.

  • Edith Habermann sagt:

    Ich kann jedes Wort dieses Artikels unterschreiben. Nur, wer bringt das den Eltern aus bildungsfernen Schichten bei, damit deren Kinder später nicht ihre ‚privilegierten‘ Gschpänli ausnehmen und verprügeln?

  • irene feldmann sagt:

    sammeln-kleben-lesen-ausschneiden-kommunizieren-streiten-erfolgreich austauschen-aufbauen-verstehen lernen-neues kennenlernen….etc. ohne ende, das ist die wunderwelt(nur für kinder??) die kreativität ist immens und das sozialverhalten wird nur gefördert……..//miteinander und nicht gegeneinander!!! obs jetzt migros,coop sind, spielt das wirklich eine rolle?? sie sind der VERTREIBER, thats it……der prozees und das resultat, das ist wichtig.

  • Theresia Bühlmann sagt:

    Hab meine Grosskind gewarnt: Nur Geldmacherei wie es schon viele von denen gab. Und Sie sind auch nicht von dem begeistert.
    Das finde ich gut

  • Frank Baum sagt:

    Ich finde diese Kreisel nicht schlimm. Für mich ist das nichts, woran man ein man-kann-nicht-alles-haben vorexerzieren muss. Eines ist klar: ich würde wegen diesen Kreiseln nie einen Umweg machen oder zwei Mal durch den Migros marschieren. Die Kreisel, die iahc aber mit dem normalen Einkaufsverhalten einkassiere, die nehme ich mit. Ich finde Sammeln und Tauschen gar nicht so schlecht. Da gibt es wesentlich Dümmeres.

    • Sportpapi sagt:

      @FB: „Eines ist klar: ich würde wegen diesen Kreiseln nie einen Umweg machen oder zwei Mal durch den Migros marschieren.“ Ich schon. Für meine Wünsche gehe ich ja auch meilenweit, weshalb soll ich das für die Kinder nicht auch tun. Ansonsten sehr richtig.

    • Frank Baum sagt:

      @SP: Ich finde, es ist nicht so sehr die Frage, ob ich meilenweit für meine Wünsche laufe, sondern ob ich von anderen erwarte, dass sie meilenweit für meine Wünmsche laufen. Das tue ich nicht und daher tue ich es auch nicht die ganze Zeit für andere. Ich tue es, wenn ich ein Zeichen setzen will oder wenn es etwas besonderes ist. Die Kreisel wären mir dafür aber eindeutig zu profan.

  • Thomas Saxer sagt:

    Schon schändlich skandalös vo der Migros eine solche Aktion zu starten. Böse-Böse-Migros 😉
    Liebe Eltern, erzieht halt eure Kinder, klärt sie auf wie solche Aktionen funktionieren und (man glaubt es kaum) auch ein teubelendes Kind hat irgendwann ausgeteubelet 🙂 gehört zum erwachsen werden. Wems nicht passt hätte wohl besser in Verhütungsmittel investiert oder sich einen Hamster anstelle von Kindern angeschafft. Wer wegen solchen Aktionen den Konsumentenschutz beübt, ist eine Witzfigur!

  • Michael sagt:

    First World Problems.

  • alam sagt:

    Erzieherisch wertvoll finde ich einzig die Tatsache, dass ich meinem Sohn erklären kann, wie die Migros das Pseudo-Gratiszeug finanziert: Indem sie beispielsweise unsere Lieblings-Budgetprodukte klammheimlich nicht mehr aus Schweizer Fleisch machen. Da ein bisschen mehr Fett oder Wasser, dort ein bisschen mehr Zucker. Darauf schaue ich nämlich beim Einkaufen, auch wenn ich aufs Geld schauen muss. So kaufen halt Leute mit Verstand immer öfter woanders ein.

    • Valeria sagt:

      Und der ständige Sortimentswechsel tut sein übriges. Ich kann mich damit abfinden, wenn ich ein Produkt in der Migros nicht erhalte, das ist kein Problem. Aber wenn ich ein Produkt immer da gekauft habe und das ist plötzlich nicht mehr da, nervt das gewaltig. Und noch mehr nervt die Antwort des Personals: „Da chönd mir nüt defür. Das müend Sie de Zentrale mälde.“ Ich weiss, dass sie nichts dafür können, aber das ist nicht das, was ich hören möchte.

    • Gabri sagt:

      Ausserdem kann man auch noch den erzeugten Kaufzwang mit dieser 20.- Limite erklären.
      Was mich vorallem stört, das ist kurz mal intressant und bald schon Müll, Ich habe bis jetzt schon alle Maniaaktionen entnervt weggeworfen.

      • Gabri sagt:

        Ach, bekommen haben sie das Zeugs jeweils von Grosseltern, Tanten und ihrem Vater, selber gesammelt haben wir nicht.

  • Simone sagt:

    Da bin ich voll mit ihnen einverstanden. Eine gute Art zu lernen, dass halt jede Familie ihre eigenen Regeln/Prioritaeten/Einkaufslaeden hat. Meine Kinder hatten auch nie Probleme damit.

  • Roshan sagt:

    Resistance is futile. Handbuch der Kindermarketing-Methoden, Erste Regel.

    Nachweis: Apple, Mc Donalds, Walt Disney und Migros.

  • alam sagt:

    Die Kinder interessieren die „-manias“ ja gar nicht wirklich. Aber was hilfts, wenn wir selber das Zeug meiden, aber all die lieben Nachbarn, Verwandten und Bekannten meinen, sie machen den Kindern eine Freude, wenn sie sie mit dem Zeug zumüllen.

    • Lisa sagt:

      Hab den Nachbarn unsere Kreisel geschenkt. Hab sie aber zuvor in einem (von den Kindern) unbeobachteten Moment gefragt, ob sie das will oder nicht. Sonst hätt ich die weggeschmissen. Käme mir nie in den Sinn, die Kinder selbst zu fragen und damit eventuelle Erziehungsmassnahmen zunichte zu machen. Freund meinte schon „unsere Kinder kriegen solchen Blödsinn nicht“ 😀

  • Francesca sagt:

    Am wichtigsten von alledem ist das Vorbild. Man kann lange predigen und Grenzen setzen und diese Kreisel verbieten und was weiss ich, wenn man selber einen auf hysterisch macht, weil das Täschli von der letzten Saison ist und die Nachbarin den neusten LV Wurf hat. Erziehung ist zu allererst Selbsterziehung. Stimmt das Vorbild, muss man nicht lange verbieten sondern kann darauf verweisen, dass man eigentlich auch ganz gerne dies und jenes hätte, das aber nun nicht drin liegt. Die Kinder beobachten einen ganz genau und merken sofort, wenn man Wasser predigt und Wein trinkt.

    • Carolina sagt:

      Es geht ja nicht nur ums finanzielle. Ich finde sehr wohl, dass ich mir eine Designer-Tasche leisten darf (wenn ich denn will), unsere Kinder aber darauf hinweise, dass man sich gewisse Dinge erst mal verdienen muss. Diese Kreisel haben weniger etwas mit Geld zu tun als damit, dass man daran klarmachen kann, dass kein kindlches Recht auf Alles-haben besteht und dass Mami u. Papi ganz sicher nicht solche Pirouetten drehen, dass sie zweimal durch die Migros laufen oder ansonsten den Grossverteiler wechseln. Ist halt ein bisschen anstrengender, am Anfang das Genöle auszuhalten, aber es wirkt.

  • Nicole K. sagt:

    Was viele hier vergessen ist, dass die Umwelt die Kinder wesentlich mitprägt. Was nützt es wenn ich mich als Mutter weigere bei diesen bescheuerten Aktionen mitzumachen und meine Kinder in der Schule Aussenseiter sind nur weil sie nicht sammeln und tauschen können? Deswegen kann man das auch nicht mit dem Kauf von Süssigkeiten vergleichen. Man hat eben als Eltern nicht wirklich die freie Wahl ob man mitmacht oder nicht und das ist für mich ganz klar eine Manipulation. Bei Coop kann ich Märkchen sammeln oder eben nicht. Daraus entsteht für niemanden ein Nachteil.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Nicole K.
      werden Ihre Kinder denn Aussenseiter wenn sie nicht mit Kreiseln versorgt werden?
      Für immer und ewig? Oder ist es einfach ein lästiger Zeitabschnitt in dem es ab und an Stunden gibt wo sie Mühe haben?
      Gar keine Kinder weit und breit denen es ähnlich geht?
      Wenn Sie sich schon bei den Manias so ausgeliefert fühlen,
      wie werden Sie sich erst fühlen wenn es um wirklich kostenintensive „Symbole“ gehen wird?

      Es nützt Ihren Kindern für die Zukunft jedenfalls gar nichts wenn das der einzige Grund ist sie mit Kreiseln zu beliefern!

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und selbstverständlich haben Sie die Wahl und Entscheidungshoheit,
        was ist denn das für eine seltsame Haltung die Verantwortung fürs eigene Kaufverhalten an andere abzudelegieren?
        Meinen Kindern will ich das jedenfalls nicht vorleben.

    • Malin sagt:

      Dieses Argument finde ich schon ein bisschen komisch… Nur weil „alle anderen“ (was ja meist auch übertrieben ist) irgendwas haben, fühle ich mich nicht gezwungen, meinen Kindern diesen Wunsch auch zu erfüllen. Natürlich beklagen sie sich darüber, aber meiner Meinung nach tue ich ihnen den grösseren Gefallen, wenn sie lernen, dass man nicht immer alles haben kann als immer gleich nachzugeben. In meiner Klasse gab es Kinder die nicht an Geburtstagsfeste oder mit ins Skilager durften, das ist unverständlich und grenzt aus… Aber doch nicht Spielsachen die in ein paar Wochen eh vergessen sind!

      • Malin sagt:

        /2 kann mich Brunhild Steiner nur anschliessen. Was sagen sie denn, wenn es heisst: „Alle anderen kiffen auch…“ – „ah, dann ist ja gut!“ oder wie???

      • Carolina sagt:

        Malin, ich würde sogar soweit gehen, dass das, was Sie als Ausgrenzung sehen, eine Lektion ist, die sie vielleicht lernen müssen – das kann man erklären und dahinterstehen. An mir selbst und jetzt an meinen älteren Kindern sehe ich, dass dieses ich-kann-nicht-immer-alles-haben ihnen wichtigere Botschaften vermittelt hat als wenn wir ihnen alles ermöglicht hätten (bzw meine Eltern uns).

    • Carolina sagt:

      Man kann diese Argumentation auch umdrehen und sagen, dass es unsere Aufgabe als Eltern ist, den Kindern beizubringen, wie man mit den Verlockungen der Konsumwelt umgeht. Dazu gehört aber eine gewisse Konsequenz – indem man ständig dem Gequengele nachgibt, erreicht man nur, dass die Kinder daraus Rechte ableiten. Sie müssen lernen, dass sie in einer Welt leben, in der sie ständig Entscheidungen treffen werden müssen – kann/will/muss ich mir das leisten? Niemand wird ihnen als Erwachsene etwas schenken, weil sie sonst Aussenseiter sind – im Gegenteil, diese Kinder werden wohl eher dazu neigen,

      • Carolina sagt:

        /2 dann auf unrealistische Versprechungen hereinzufallen bzw nicht mit ihrem Geld umgehen zu können. Wahrscheinlich kann man einem Kind keinen grösseren Gefallen tun, als es zu einer Art ’skeptischem Aussenseiter‘ zu erziehen. Das mussten wir schon lernen und nachdem wir zwei- oder dreimal auf die Panini-Bildli-Sammelei hereingefallen sind, die uns unser ganzes Taschengeld gekostet hat, hatten wir eine wertvolle Lektion gelernt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina:
        eigentlich müssten wir dem orangen Riesen ja dankbar sein,
        da wird ne riesen Kampagne gefahren, von der entsprechenden Plakatwand über die Tragtaschen, den „Mania-Reportagen“ im eigenen Blatt (wo sich interessanterweise porträtierte Kinder schon intensiv mit der jeweiligen Mania auseinandersetzen- obwohl noch kein einziges Teil erhältlich ist…) zu den Artikeln selbst, samt jeweiligem Umfeld-
        alles um uns die Möglichkeit zu geben, unsere Standfestigkeit in einer Echt-Situation zu erproben,
        vielleicht bietet die Klubschule bei der nächsten noch den entsprechenden Kurs an?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        so eine Art Anti-Mania-Training, AMT- do it yourself?

      • Carolina sagt:

        ich weiss, ist etwas übertrieben, das mit der Dankbarkeit. Aber ehrlich: ich bin in England aufgewachsen, sogar in meiner Kindheit gab es das alles schon – meine Mutter sagt heute, dass sie sich auf Diskussionen gar nicht eingelassen hat. Wenn es etwas gab, ok, wenn wir etwas spezielles wollten, mussten wir draufzahlen und das Argument ‚alle anderen…‘ konnten wir vergessen. Mehr oder weniger so halten wir es mit unseren Kindern (zwei fast erwachsen, der eine noch im beeindruckbaren Alter) – scheint gut zu kommen. Aber, wie gesagt, dazu gehört, dass man die Nölereien aushält.

    • Roshan sagt:

      ganz unrecht hat Nicole aber nicht, denn die Marketing Methode funktioniert wirklich und kann in den Umsatzzahlen direkt abgelesen werden.

      • Carolina sagt:

        Klar funktioniert die Methode – wie schon seit den Anfangszeiten bei McDo auch, der ganze Mist mit den Happy Meals, die Ueberraschungseier etc etc. Sonst würde die M das ja nicht schon zum xten Mal machen. Ich habe nicht die Macht, die Welt zu verändern, aber ich kann meinen Kindern (manchmal sehr mühsam) beibringen, mit dieser Welt klarzukommen, zu lernen, nicht auf jeden Hype reinzufallen, nicht alles zu machen, um ‚dabei‘ zu sein. Ich finde, das kann man von Eltern verlangen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Roshan:
        logisch funktioniert die Methode, sonst gäbe es ja keinerlei Werbebranche-
        aber ob sie so weit funktioniert, dass ich „ferngesteuert würde“
        und meinen Kaufentscheid auf „das böse Marketing“ abschieben gehe,
        behaupte ich hätte gar keine andere Wahl als mitzumachen,
        das ist nochmal was anderes…

      • Roshan sagt:

        ich sage ja nicht, dass wir alle schon im Stadium Solenoid Green sind und wie Zombies in die Läden schlurfen… wobei wenn ich an Walmart denke …

        sicher ist falsch, von Manipulation der Eltern zu reden. selbst yabba the hut im walmart kann ja nein sagen. Aber viele tun das nicht, seltsamerweise.

    • xyxyxy sagt:

      ja Nicole – das ist eben überhaupt kein Argument „alle anderen…“
      das gehört ja gerade zur Grundsatz-Erziehung
      was machen sie denn, wenn alle anderen auch kiffen…?
      alle sind erstens sowieso nie alle
      zweitens, man kann nichts dümmeres machen, als dem Kind beizubringen: sei einfach stets ein Schaf in der tumben Herde
      drittens: wenn das Kind nur durch angepasstes Mitläufertum Freunde haben kann, dann ist ein Scheitern vorprogrammiert und schlechte Freunde ebenso
      wir brauchen Charakter – mehr nicht

      wir hatten nie Markenkleider und waren trotzdem nie Outsider – ganz im Gegenteil

    • Frank Baum sagt:

      @Nicole: Sie haben eindeutig Recht, dass der Druck hier nicht so sehr von den Kindern selbst sondern von den Freunden der Kinder erzeugt wird – das im Gegensatz zu den Coop-Märkli oder den Dingen, die man bei McD bekommt. Man muss schon Migros sein, um so etwas überhaupt an die Hand nehmen zu können. Trotzdem ist die Aussage der Authorin richtig: „Was Hänsschen nicht lernt, lernt Hans nimmer“. Der soziale Druck trifft ja auch bei Handy und Spielkonsole zu. Dem Peer Pressure zu widerstehen ist auch eine Lektion.

  • Noldo sagt:

    Sehr komisch. Alle wettern über die Mania Aktionen der Migros. Aber bei Cola Gläser Aktionen vom Mc Donald oder Happy Meal welches als Beigabe eine aktuelle Comic-Figur hat und man auch nur beim Kauf eines der Produkte erhält, da wettert niemand, da ist es völlig ok…
    Scheinheilige Gesellschaft oder ist man es sich vom Mc Donald einfach schon gewöhnt?

  • Roshan sagt:

    Coop versus Migros erinnert mich an Kindergarten Zeiten. Im einen Quartier war es verpönt beim einen einzukaufen und im anderen im anderen. Dass es effektiv heute immer noch keine weitere Auswahl gibt, zeigt ja nur, dass die Quasi-Monopolstellung der beiden immer noch geschützt ist.

    Die Anrufung des zahnlosen Konsumente Schutzes wird dieses Sakrileg sicher auch nicht brechen. Wenn‘s von der Migi kommt, muss die Qualität ja stimmen, auch wenn es Marketing a la Mc Donalds ist und egal zu welchem Überpreis es angeboten wird.

    • Frank Baum sagt:

      Der Markt ist nicht geschützt aber geprägt von Economies of Scale und Gewohnheiten. In einem kleinen Land wie der Schweiz kann man nicht erwarten, dass sich viel mehr grosse Anbieter durchsetzen. Dazu ist der Markt zu klein und der Vorteil der Grossen zu stark. Dass der Markt aber nicht geschützt ist, sieht man am Erfolg der Deutschen ketten, die die Grösse vom Heimmarkt mitbringen und gegen die Gewohnheiten ankämpfen müssen.

    • Sportpapi sagt:

      Ich habe noch nie gehört, dass es verpönt war, im Coop einzukaufen. Bei der Migros natürlich schon. Ausserdem habe ich das Gefühl, es kommen immer neue Anbieter in den Markt. Nur haben die sich bisher nicht durchgesetzt. Die Deutschen werden es jetzt aber wohl schon packen. Das Problem ist ja, dass Discounter in der Schweiz einen schweren Stand haben, da viel zu viele gar nicht auf den Preis achten, bzw. den Preis mit Qualität gleichsetzen.

    • Roshan sagt:

      Natürlich ist der Markt geschützt. Warum kostet ein in Asien hergestellter Schuh bei SportXX 160 Franken und bei Walmart 10 USD? es ist tatsächlich derselbe Schuh, wie ich mal anhand der Lot Nummern nachprüfte. Diese Preisdifferenz kann nicht mit den teureren Kosten der Schweiz erklärt werden. Beide Firmen importieren direkt ab Fabrik, also auch der Importeur Zwischenhandel fällt weg. Beide Firmen unterhalten eine eigene Logistik der supply chain. Im Retail ist auch der Salär Overhead nicht so gross, dass das die Preise wesentlich beeinflusst. das ist das eindeutigste Beispiel.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Alles richtig. Und was heisst das nun? Weshalb kann nicht Ottos oder irgendwer diesen Schuh billiger verkaufen? Zudem wurde die Migros mit Eigenmarken stark, mit denen sie den Kampf gegen die überteuerten Markenprodukte aufnahm (siehe Kaffe Hag, ohne Henkel, etc.). Heute sind diese Eigenprodukte zum Teil selber Marken, zum Teil wieder erstetzt worden durch „richtige“. Aber nicht mehr unter dem Fokus tiefer Preis, sondern qualitativ hochstehendes Vollsortiment.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Alles richtig. Und was heisst das nun? Weshalb kann nicht Ott os oder irgendwer diesen Schuh billi ger verkaufen? Zudem wurde die Migros mit Eigenma rken stark, mit denen sie den Ka mpf gegen die überteue rten Markenpro dukte aufnahm (siehe Kaffe Hag, ohne Henkel, etc.). Heute sind diese Eigenprodukte zum Teil selber Marken, zum Teil wieder erstetzt worden durch “richtige”. Aber nicht mehr unter dem Fokus tiefer Preis, sondern qualitativ hochstehendes Vollsortiment.

    • Roshan sagt:

      und das hat nicht einmal etwas mit Qualität zu tun, SP, nur weil ein Migros Label drauf steht, heisst das noch lange nicht, dass es bessere Qualität ist. Es ist wirklich nur ein anderes Label. Es gibt dutzende andere Beispiele, etwa auch m-electronics oder mio star, wo die Preisunterschiede ähnlich sind.

      Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn ein Schweizer Produkt das doppelte oder mehr kostet, aber alles, was aus der Massentierfabrik China kommt und solche Preisunterschiede aufweist, weist auf ein massives internes Problem hin.

      • Nanokreisel sagt:

        @Roshan: Sie sprechen da zwei verschiedene Themenkreise an. Wie Frank Baum angemerkt hat, ist die Marktstellung von Migros und Coop in der Schweiz nicht geschützt. Es haben ja durchaus andere Anbieter die Möglichkeit in den schweizerischen Wettbewerb einzutreten (siehe Lidl, Aldi). Damit haben die unterschiedlichen Preise von Turnschuhen in der Schweiz und den US aber nichts zu tun.

    • Eine Gotte sagt:

      Roshan, es gibt doch noch anderes als nur Migros oder Coop: Denner, Lidl, Aldi, Spar 🙂

    • Frank Baum sagt:

      Der Markt ist geschützt, wenn es eigentliche Handelsschranken gäbe – im Sinne von Zöllen oder sonstigen Regularien, die dem Markteintritt im Wege stehen. Die gibt es in der Schweiz nicht – mit Sicherheit in einem wesentlich geringeren Masse als in anderen Ländern. Aber: die Schweiz ist klein und hat für diesen kleinen Bereich eine eigene Zollhoheit. Das verändert die Logistik und die Geschäftsabwicklung im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern.

    • Frank Baum sagt:

      Den Walmart mitr der Migros zu vergleichen ist sehr schwierig. Walmart spielt da in einer ganz anderen Liga und zwar in zweierlei Hinsicht: Walmart ist um Dimensionen grösser und Walmart ist um welten kaltblütiger im Umgang mit seinen Lieferanten (und Mitarbeitern). Die Einkäufer der Migros verhandeln auch hart, aber es gibt Welten zwischen ihnen und ihren Kollegen der Walmart.

    • Frank Baum sagt:

      Viele grosse Konzerne behandeln die Schweiz als Sonderfall in der Marktbearbeitung. Man kann z.B. von einem Zentrallager ini Deutschland aus die Kunden in Österreich oder Holland genauso beliefern wie die Kunden in Deutschland. Das wird dann auch gemacht. In der Schweiz legt man noch ein Zwischenlager ein, weil ein Zollabwicklungsschritt dazwischen liegt (selbst wenn es nur um die MWST geht). Letztlich: Vertrieb kostet Geld. Dabei geht es um eine Leistung, die lokal erbracht werden muss zu den lokalen Kostensätzen. Das ist in der CH teuer. In Japan auch.

      • Carolina sagt:

        Aber das ist genau der Punkt. Dieses vorsintflutliche Festhalten an Zwischenlagern und Zwischenhändlern, um mittelalterlicher Zollerhebung wegen, könnte von den grossen Konzernen bekämpft werden. Statt dessen setzen sie sich dem Verdacht aus, diese Zwischenhändler zum Anlass zu nehmen, die Preise auf dem Schweizer Markt um einen noch höheren Faktor als eigentlich notwendig hochzuhalten. Oder wie erklärt man sich, dass sowohl M als auch C nach Eintritt der Deutschen in den Markt ‚plötzlich‘ die Preise flächendeckend senken können und immer noch ihre Margen erhalten, wenn nicht sogar steigern?

      • Carolina sagt:

        Natürlich haben M und C nicht die Marktmacht in Deutschland, die grössere Detailhändler haben. Aber sie haben durchaus eine gewisse Macht, wie Fälle gezeigt haben, wo sich beide geweigert haben, weiter Waren von bestimmten Konzernen zu verkaufen, die überteuert waren. Jedes Mal gaben diese Firmen nach.
        Die Tatsache, dass die dt Discounter an der Schweiz als Markt interessiert sind, spricht Bände. Jeder Analyst weiss, dass die Margen in der CH immer noch zu den höchsten gehören – es ist also durchaus Luft nach unten, auch ohne die Gefahr von Arbeitskräfteverlust herbeizubeschwören.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Man kann nur die Verkaufspreise senken und die Margen halten, wenn man die Einkaufspreise drücken kann. Ich glaube eher, die Margen sind in der Regel gesunken. Aber war ich oben, in einem noch verschollenen Beitrag schon angetönt habe: Die Schweizer wollten und wollen doch gar nicht unbedingt tiefe Preise, weil viele Preis und Qualität gleichsetzen. Geändert hat nur, dass man jetzt feststellt, dass das gleiche Produkt im Ausland viel billiger ist. Aber nimm es, schreib „Premium“ oder so drauf und steigere den Preis, und es wird gerne gekauft…

      • Frank Baum sagt:

        Zwischenlager und Zwischenhändler sind nicht vorsintflutlich. Sie sind Bausteine einer Supply Chain. Produkte zu der Zeit an dem Ort zu finden, wo man sie will ist per se eine Leistung – nicht nur die Herstellung der Produkte. In der Schweiz haben wir halt die Situation, dass wir einen Zollschritt haben und dieser Schritt führt in vielen Fällen dazu, dass man in der Schweiz ein Lager führt, was man sonst vielleicht nicht täte. Die ganze Versorgung findet in viel kleineren Dimensionen statt und dazu zu höheren Kosten.

      • Frank Baum sagt:

        Wollte man sich von der Hochpreisinsel Schweiz verabschieden, dann müsste man der EU oder zumindest dem EWR beitreten. Das würde den Zollschritt ausschalten und viele Vertriebswege vereinfachen. Das ist aber bekanntlich ein politisches Problem. Es sind auch nicht die grossen Konzerne, die gegen diesen Schritt sind. Im Gegenteil!

  • Christine sagt:

    Keine Ahnung, was Sie für Kinder haben, aber ich habe nicht die geringsten Probleme mit diesen Migros-Aktionen. Wenns einen oder mehrere Kreisel gibt (oder was auch immer), toll, wenns keine gibt, weil wir im Coop einkaufen, auch nicht schlimm. Habe noch nie einen Aufstand von Seitens meiner Kinder erlebt…. Kennen andere Eltern das Problem?

    • Cybot sagt:

      Das liegt wahrscheinlich daran, dass Sie Ihre Kinder erzogen haben. Das scheint heute halt keine Selbstverständlichkeit mehr zu sein.
      Man kann einem Kind auch das System dieser Abzockaktionen erklären, und dass man eben nicht mehr einkaufen kann, nur um irgendwelche Sammlungen zu vervollständigen. Kinder verstehen das durchaus. Schwierig wird es halt, wenn es die Eltern nicht verstehen.

    • Sportpapi sagt:

      Natürlich kenne ich das Problem. Und meine Kinder sind durchaus erzogen. Und sie werden auch gleich erzogen, weil wir natürlich nicht immer nachgeben. Bei gröberem Aufstand schon gar nicht.

  • Auguste sagt:

    hmm…, den kindlichen protest, wenn mami bei coop und nicht beim oligarchen-vetter migros einkauft, kann ich sogar akademisch nachvollziehen: mami könnte ja eine taube nuss sein, die nicht gut rechnen kann. der nachwuchs mag es villeicht noch nicht mathematisch und warenkorbmässig beweisen können, aber instinktiv scheint er es auch schon irgendwie zu spüren. andererseits, weil die migros nicht gut backen kann, bleibt einem der gang zu beiden orangen krähen kaum erspart.

    youtube: chris cagle – walmart parking lot

    • Nina sagt:

      Echt? Ich mag das Brot der Migros viel lieber. Dafür aber in der Regel die anderen COOP-Hausprodukte besser als die von der Migros… Und was Frisches angeht, da ist die Filiale massgebend, egal, ob C oder M.

  • Rahel sagt:

    Unsere Kinder haben bei den Büchern mit den Tierbildli begeistert mitgemacht und getauscht ( aber auch schon dort haben sie längst nicht jedes Buch, zumindest sind aber die, die sie haben voll). Gekauft hat ihnen die Bücher jeweils s’Nani.
    Aber bei den Nano’s, Dominosteinen. Dino’s und was es sonst noch so alles gab………ah ja und jetzt natürlich Kreisel, haben sie einfach genommen was sie bekommen haben ( was so schon einige sind ) und mit diesen getauscht, aber längst ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und es ist absolut in Ordnung für sie!

  • Samuel Ammon sagt:

    Dazu habe ich mich vor einigen Tagen schon in einem anderen Artikel geäussert. Diese ganze Manie mit den Stickern bei Migros finde ich so etwas von daneben ! Um des lieb en Umsatzes willen wird ständig so etwas angeboten und die Kassiererinnen, denen teilweise die ganze Sache peinlich ist, werden von ihrer angestammten Arbeit abgehalten. Dass diese Sticker und Bücher Geld kosten und zu allem Ueberfluss noch aus China kommen, ist vielen nicht bewusst. VIEL GESCHEITER WÜRDE DIE MIGROS DIE TEILWEISE IMMER NOCH ÜBERRISSENEN PREISE SENKEN, statt in solch sinnlose Sachen zu investieren.

  • bitta sagt:

    wenn schon, dann bitte richtig: man bekommt an diesen Mittwochen pro 60 Franken einen Joker, nicht pro Einkauf über 60 Franken. Wer einmal für 120 Franken einkauft, bekommt 2 Joker und muss nicht zweimal durch die Migros. Über Sinn und Unsinn kann man streiten, aber bisher waren die Sammel“gegenstände“ doch relativ sinnvoll, bzw bildend.

  • Widerspenstige sagt:

    Und welches Geschäft hat überhaupt mit diesem Kundenbindungssystem angefangen? War das nicht McDonalds mit seiner unsäglichen Verpackungs- und Müsterlimania? Dass der Konsument gefordert ist und sich mehr mit Ignorieren u Verweigerung solcher Aktionen klar abgrenzen könnte ist wohl der Hauptgrund für immer mehr und immer dreistere Marketingstrategien.

    Selber Schuld wer sich ständig berieseln und manipulieren lässt u jedes Gratisangebot anzunehmen gedenkt. Denn wo wenig Nachfrage und Abnahme – wenig bis gar keine Aktionen.

  • Marc Schwander sagt:

    Migros führt uns mit diesen Aktionen immer wieder die sinnlose Verschwendung unserer natürlichen Ressourcen vor. Wieviele Nanomania wurden produziert? 50, 100 Millionen? Wieviele Twistimania? Dann wandert alles in den Mistkübel. Mittlerweile hat Migros für mich ein starkes Negativimage und ich kaufe konsequent nur noch bei Coop ein. Schönes Ergebnis dieser Marketingstrategie, bravo!

    • Gabri sagt:

      Genau das nervt mich auch! Seit der Murmelmania kaufen wir nur noch selten in der Migros ein.

  • Anne sagt:

    Man kann doch wirklich mehrgleisig fahren bei diesem Thema – einerseits den Konsumentenschutz – aber auch eine Diskussion zu Haus aufbringen… Und ein einfaches „nein“ gegenüber den Kindern genügt ab einem gewissen Alter nicht, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man mit den Kindern recht gut darüber reden kann und sie die Mechanismen des Marketings so realisieren. Meine beispielsweise sind fauch noch ür die ökologischen Aspekte empfänglich. Und ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, wenn man dem ganzen Umfeld mitteilt: diese Sammelaktion lassen wir aus…!

  • Manny sagt:

    Ich habe auch die WWF Sticker und die Dinosaurier gesammelt.. Das Sticker Buch kam mich einiges günstiger als ein EM/WM Paninialbum, machte aber genauso Spass.. bei den Kreiseln und den Nano’s habe ich der Verkäuferin jeweils gesagt, sie dürfe meine Päckli der nächsten Person geben.. Ich hoffe sehr das die Migros als nächste Aktion wieder ein Tierli- Buch macht.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Besonders Fan von diesen Aktionen war ich nie,
    aber als die grosse Eltern-Empörung bei den diversen Manias zu rollen begann,
    hab ich mich schon gefragt wie diese Eltern denn mit dem Süssigkeitenregal vor den Kassen umgehen
    den vielen sonstigen „muss-ich-unbedingt-haben-weil-die-anderen-haben-das-auch!“ Forderungen ihrer Kinder?
    Gibt also reichlich schwerwiegendere Gründe sich an den Konsumentenschutz zu wenden als ne Mania,
    einfach nur schwach!

  • Marcel sagt:

    Ich denke die Autorin macht es sich ein wenig zu einfach. Ich wette dass sie als erste zum Kunsumentenschutz rennt wenn der MC Donalds wieder eine manipulative Werbekampagne startet um noch mehr Kinder zum Junkfood zu verführen. Aus meiner Sich sollte man die Migros Verklagen. Hier geht es nicht mehr um Werbung bezüglich bestimmte Produkte die der Migros anbietet, sondern nur darum die Eltern über den Kindern zu manipulieren. Dies ist meiner Ansicht nach den fiesesten Margeting Trick die es gibt, und sollte beim Konsumentenschutz angeprangert werden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Marcel:
      fies wäre der Marketingtrick wenns so subtil laufen würde, dass es nur noch sehr schwer erkennbar wäre-
      was hier nun bei Weitem nicht der Fall ist, sondern eigentlich grad das Gegenteil zu laufen beginnt, resp im Verlauf der vielen Manias nun genügend Sensibilität geschaffen worden ist um sich damit kritisch auseinanderzusetzen.
      Entscheiden wo und was ich kaufe, tue immer noch ich selber und es sind meine Füsse die zum betreffenden Geschäft marschieren, genauso wie es jedem seine eigenen F¨üsse sind.

      • xyxyxy sagt:

        @Marcel – es lebe der unmündige Bürger, der vor allem geschützt werden muss.
        Lasst uns seine Unmündigkeit zelebrieren, mit einer Flut von Gesetzen, welche Anwälte reich machen, und die Bürokratie ins unendliche aufblähen lassen.
        Lasst uns dem Bürger jede Eigenvertantwortung, jedes Einschalten des Verstandes abnehmen. Dann wird der Bürger bestimmt klüger, selbstständiger, glücklicher, widerstandsfähiger…..

  • Hans sagt:

    Mich ärgert vor allem, wie viel Geld die Migros in derart bescheuerte Marketing-Aktionen buttert, statt den Kunden möglichst günstige Preise zu offerieren, was eigentlich dem Sinn und Geist einer Genossenschaft entspräche.

    • Merkli sagt:

      Aber das die Migros mit zB.M-Generation,Kulturprozent,Parc im Grünen etc.viel Geld an die Gesellschaft zurück gibt,blenden Sie einfach aus,dass ist nicht fair.

    • louis nef sagt:

      Und doch hat sie noch genügend Gemeinsinn, das Kulturprozent zu spenden. Macht das der Coop auch? Nein. Ist doch auch eine Genossenschaft! Trotz diesem Aufwand ist das MIGROS-Sortiment über alles gesehen immer noch 5% günstiger als jenes von Coop. Bitte, ich will hier keine Werbung für die eine oder andere Seite machen, beide Läden haben ihre Qualitäten, aber wenn wir die MIGROS nicht hätten, wären sämtliche Lebensmittel teuerer als heute, darauf können Sie Gift nehmen. Mir geht es lediglich darum, dass ich Ihren Kommentar als unqualifiziert und als in Unkenntnis wichtiger Tatsachen bewerte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @louis nef:
        Coop engagiert sich ebenfalls kulturell und hat auch Bergpatenschaften,
        plus, auch Coop probiert Kinder an sich zu binden, momentan nur über die Jamadu-Linie, aber weiss, vielleicht werden wir alle noch überrascht…

    • Hans sagt:

      Herr Nef, Sie können meinen Kommentar bewerten wie Sie wollen. Faktum ist, dass sowohl Coop wie Migros eine Pervertierung des Genossenschaftsgedankens darstellen. Daran ändert auch das Feigenblatt Kulturprozent nichts.
      Fragwürdige Marketingaktionen (ob an Kinder oder Erwachsene gerichtet), teure Kundenbindungsprogramme (Supercard + Cumulus), versteckte Preiserhöhungen, hohe Schweizer Preise für billige China-Ware, wöchentliche Selbstbeweihräucherung in den beiden Hauspostillen, etc. – das hat alles rein gar nichts mehr mit der Genossenschaftsidee zu tun. Ehrlich wäre, sich in AGs umzuwandeln.

  • diva sagt:

    es nützt nicht viel, wenn eltern konsequent sind, wenn die ubrigen verwandten nicht mitzuiehen. das ist das eine. das andere ist wir, die alle kunden vom einen wie vom anderen grossverteiler sind, sollten diese mit briefen und mails quälen, dass sie damit aufhören und dafür die waren – und zwar das ganze sortiment – billiger geben. was wir alle dabei vergessen, wir alle zahlen den scheiss, mit dem kauf eines jeden produktes. das gilt für «manias» wie für kochtöpfe oder koffer! wir finanzieren den quatsch und jammern zeitgleich über die hohen preise.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich finde es gibt schlimmeres. die sammelaktionen machen den kindern spass und sind sicher gescheiter, als passives konsumieren merkwürdiger web-inhalte….

  • xyxyxy sagt:

    Danke – genau so ist es.
    Es gibt ja nicht nur Sammelaktionen, sondern auch Süssigkeiten vor der Kasse, Spielzeugautos, Werbekataloge mit unzähligen Wünschen… die Welt ist voller Angebote. Es liegt an uns Eltern, zu sagen was drin liegt und was nicht. Wir können nicht immer alles wegdelegieren.
    Und man muss ja auch nicht in der Migros einkaufen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @xyxyxy:
      richtig, viel gescheiter als auf den Manias rumzuhacken und sich als Opfer zu fühlen
      (ich bin übrigens kein Fan davon!)
      wärs wenn die Eltern auf Jamadu und Lilibigs-Produkte ein bisschen kritischer reagieren würden.
      Da wird ebenfalls über Marketing Mehr-Geld abgeholt…

      • Eine Gotte sagt:

        Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu Frau Steiner! Nur weil auf einem Apfel Jamadu steht, kostet der gleich viel mehr. Oder Sonnencréme, oder Milch, oder Joghurt und und und… Finde ich ganz bedenklich. Und die Mutter meines Göttibubes fällt auch noch darauf rein. „Weisst Du, das ist viiiiieeeel gesünder – haben die in der Werbung erzählt“. Find ich absolut verwerflich, Eltern mit dem Prädikat „gesünder“ das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    • marcel meier sagt:

      +1 von mir

  • louis nef sagt:

    Ein unschuldiges Sammelvergnügen! Und die Kinder haben Freude daran. Wir haben einige Grosskinder, aber wir haben nie Kommentare von ihren Eltern/unseren Kindern erhalten, dass es irgendwie Probleme gegeben hätte. Inzwischen haben wir sogar erfahren, dass nicht nur die Kinder, sondern auch viele Erwachsene gerne mit den Kreiseln spielen. Und weil wir sowieso seit Jahrzenten im MIGROS einkaufen (Dutti-Kunden), ist es eine lustige Begleiterscheinung. Die Kassierin fragt ja auch immer höflich, ob wir die Päckli wollen. Da steht es uns ja frei, ja oder nein zu sagen. Oder?

  • Renzo sagt:

    Der Vergleich mit COOP ist so nicht ganz richtig. Bei COOP gibt es laufend Märkli für Sachen, welche vorerst künstlich überteuert werden, um dann dem Kunden vorzugaukeln, dass er Dank grossem Rabatt einen Superkauf machen würde. Alle die Teller, Pfannen, Bestecke, Messer, Koffern etc. konnte man jedoch schon immer bei anderen Anbietern (Branchenspezifisch) ohne Märkli zum angeblichen Superpreis erwerben. Nur eben, die Märkli waren nicht für Kinder bestimmt. Weitere Anmerkung : MIGROS wurde vor zwei Tagen als beste Schweizer Marke gekürt und COOP…… war nicht einmal unter den 1o Besten!

    • Marcel sagt:

      Widerspruch: Der Coop manipuliert nicht die Kinder miz ihren Märkli. Migros nacht dies andauernt.

      • Renzo sagt:

        Richtig lieber Marcel – COOP manipuliert mit ihren Märkli eben andauernd die Erwachsenen, welchen man glaubhaft versichert, dass sie einen Superkauf machen und zwar von Sachen, welche sie eigentlich gar nicht benötigen und nur kaufen, weil es scheinbar soooo günstig ist. Da ziehe ich die MIGROS-Gratisspielsachen für Kinder jederzeit vor, denn ich muss ja nicht speziell dafür etwas kaufen was ich eigentlich gar nicht möchte und kann zudem meinen acht Enkel eine Freude machen.

  • Walter Odermatt sagt:

    Ich verstehe schon wie sich das die Autorin vorstellt, sie macht es sich aber allzu einfach. Wir haben auch aufgehört den Kindern den Mist der Migros mitzubringen – obwohl wir sowieso mehrheitlich in der Migros kaufen. Wir nehmen keine Kreisel. Dennoch haben die Kinder bereits dutzende davon. Ja wie ist das möglich? Ganz einfach, sie bekommen sie von Grosseltern, Freunden und Bekannten. Also ich habe grösste Lust in Zukunft im Coop einzukaufen damit Migros‘ Manipulations-Strategie zumindest bei uns nicht aufgeht!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Walter Odermatt:
      dann machen Sie das doch, es wird Sie wohl zwingen in M zu gehen?
      Und wo ist das Problem wenn Kinder von Drittpersonen welche geschenkt bekommen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        …das sollte natürlich „es wird Sie wohl niemand zwingen“ heissen-
        mal sehen obs nun auch unverzögert durchgeht?

  • Claudia sagt:

    Wir kaufen nicht mehr extra in der Migros ein! Da gehen wir lieber in den Coop…

  • Claudia sagt:

    Ich finde diese Aktionen mittlerweile doof. Die WWF Bilderbücher fand ich noch toll, Nanomania haben wir noch mitgemacht, allerdings hat sich da schon alles bei mir gestreubt. Idiotische Plastikteile mit Metall drin, wie soll man diese richtig entsorgen? Alles auseinanderpulen? Und diese idiotische Twystimania – blöde Plastikteile, die überall herumliegen und nach kurzer Zeit weggeworfen werden – sinnvolle Werbung geht anders.

  • Jonas Vonlanthen sagt:

    Ich hasse diese Aktionen – meine Kinder lieben sie… Ich kauf lieber im Coop ein, die Kinder im Migros. Und wo kaufen wir derzeit fast ausschliesslich ein? Klar, im Migros… Ich ziehe den Hut vor der Marketingabteilung der Migros. Die Aktionen sind – aus Marketingsicht – ziemlich genial.

  • irene feldmann sagt:

    sich für etwas zu begeistern und dann geduld oder sogar verzicht üben müssen, ist auch für erwachsene schwer… aber ihr bericht ist schon sehr korrekt.

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