Mädchenkram

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Gute Bücher über Teenager-Angelegenheiten sind rar: Ein Mädchen schminkt sich. (Foto: Flickr/juliet_earth)

Betriebsanleitungen für Teenager gibt es zuhauf. Zumindest für Eltern. Auch Bücher, die Teenies erklären, was es heisst, Teenie zu sein. Die meisten davon finde ich anbiedernd oder dröge. Letzthin ist mir wieder mal eines in die Finger gekommen. «Mädchenkram» heisst es und ist von Maria Villegas und Jennie Kent. Ich habe eher aus Langeweile denn aus Interesse darin geblättert. Hinter so einem Titel kann ja nichts Vernünftiges stecken. Vor allem, wenn drunter noch steht: «Pickel, Jungs und Eltern… Wie du überlebst, was dich nervt»

Falsch. Das Buch ist super. Eltern aller Mädchen in der Morgendämmerung der Pubertät vereinigt euch und leset!

Das Buch mit seinen leichtfüssigen Illustrationen liest sich nämlich auch für Eltern gut. Wie ein erster Reiseführer fürs Teenieland sozusagen. Vor allem, weil die Themen darin so breit gefächert sind, was es zwar vereinzelt etwas oberflächlich macht, dafür aber umso lebendiger. Ein kleiner Einblick:

Beautytipps: Da hab sogar ich als hartgesottene Anhängerin von Dolly Partons Motto: «There‘s no such thing as natural beauty» noch was dazu gelernt. Zum Beispiel, wie man Lockenwickler selber bastelt, dass Ketchup gegen einen Grünstich im blonden Haar hilft und wie man selber Puder gegen Käsefüsse herstellt.

Körper: Das Buch erklärt schlicht und schnörkellos körperliche Dinge, wie das Wachsen der Brüste, Ausfluss und wie frau einen Tampon einführt. Klar gibt’s dafür Mütter, aber es ist trotzdem angenehm, das alles mal in Ruhe nachzulesen. Allein oder mit einer Freundin.

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Ein cooles Buch für Mädchen: «Mädchenkram». (Foto: Edel Verlag)

Auch das Reiz-Thema Figur fehlt natürlich nicht, doch selbst hier bleibt das Buch angenehm unaufgeregt. Es verzichtet auf dämliche Schlankheitstipps und spricht dafür in einer Weise Tacheles, die mir so einiges an Hunger-Seelen-Leid erspart hätte, hätte das damals jemand mit mir getan. Zum Beispiel: «Dein Körper hat seine ganz eigenen Merkmale, die du akzeptieren lernen solltest, anstatt dein Leben lang dagegen anzugehen.» Erinnert mich erfrischend an die Mutter eines Freundes, die gesagt hat: «Ein heruntergehungerter Mops ist noch lange kein Windhund »

Benimm: Jawohl, sogar dazu hat es ein Kapitel, fast wie in einem viktorianischen Mädchenbuch. Aber statt ums Knicksen und Sticken geht es hier unter anderem darum, wie man sich entschuldigt und wie man sich treu bleibt. Das finde ich sehr begrüssenswert, denn es scheint mir immer wieder, dass viele Leute meinen, die zwei Dinge schlössen sich gegenseitig aus. Entweder sie sagen ständig «sorry» wegen jedem Luftzug oder gar nicht, weil sie «halt eben einfach so sind». Beides ist sehr anstrengend.

Angereichert ist das Kapitel mit Fingerknacken, Nägelkauen, Nasenbohren, Fluchen, Lauschen, Lästern und Selbstmitleid. Gute alte Basics halt.

Besonders gelungen und sinnig finde ich auch das Kapitel rund um Chat-Sucht, Drogen, Ritzen und Co. Ich hoffe nur, es wird nicht als Anleitung verstanden. Das tönt zwar paradox, war bei mir damals aber oft so, im Stil von «Wow, wie geil, guck mal, was es noch alles gibt, lass mal probieren.» Aber vielleicht ist Beklopptheit ja nicht zwingend erblich. Wäre schön. (Gott, falls du das hier zufällig lesen solltest, wir sprechen uns in dieser Frage mal noch bilateral.)

Hormone: Besonders gelungen finde ich das Kapital «Hormonautinnen an Bord». Es liefert eine einfache und lustige Erklärung dafür, was in Kopf, Herz und Körper der jungen Mädchen plötzlich alles läuft.

Weitere Themen in Stichworten (sonst wären wir morgen noch hier): Schlafmangel, Bettnässen, Angst, Mut, Familie, Masturbation, Scheidung, Rezepte, der erste Kuss, Achselschweiss, Freundschaften, Stress, Yoga und Schulprobleme. Etwas irritierend fand ich eigentlich nur, dass das Thema Missbrauch erst hinten im Mischmaschkapitel kommt und dann auch erst noch hinter dem Tortenrezept. Na ja, vielleicht ist das ja auch einfach ein gesundes Signal.

Das Buch gefällt übrigens auch den Mädchen selbst, habe ich durch eine Mini-Umfrage erfahren. Eigentlich ist es einfach eine kleine Hommage an die aufregendste Zeit im Leben und damit eine erlösende Abwechslung zu all den Büchern, die nur immer betonen, wie anstrengend die Pubertät sei.

55 Kommentare zu «Mädchenkram»

  • Beate sagt:

    Das Buch mag ja für USA – Verhältnisse passend sein, aber für Deutsche Verhältnisse fehlen viele Bereiche. Warum in aller Welt wird das Buch so lustig Mulitikuli – Gendermainstreamartig aufgezogen, aber eine simple Wahrheit wird den Mädchen nicht gesagt: Man kann NICHT jeden Tag im Zyklus schwanger werden. Warum wird so ein Blödsinn verbreitet? Hätte auch noch viele andere Sachen anzumerken, wie gesagt, das Gendermainstreamartige gefällt mir am wenigsten. Es ist eben nicht das Gleiche, ob ein Kind in der Herkunftsfamilie mit Papa und Mama aufwächst, als wenn es in einer „Familie mit zwei Papas“ aufwächst.
    Wer einen Stiefvater oder eine Stiefmutter hat bekommt gar den Rat, einfach das Beste aus der Situation zu machen und sich vor Augen zu führen, wie lustig sich „Patchwork“ doch anhört, fast wie ein bunter Flickenteppich. (Leider ist das im echten Leben nicht immer so, aber was muss das Kind das denn wissen … komisch, dass die echte Familie auch nicht glücklich lächelnde Kraushaar – Mulattenbabys enthält, so wie die Comicfamilie im Buch. Aber immerhin lernt man die ersten Schritte hin zur frauenzeitschriftlesenden Tusse:
    Kosmetik und co nehmen fast die Hälfte vom Buch ein. (Wobei keiner mal anmerkt, dass so junge Mädchen das alles noch gar nicht brauchen).

  • Alexander Kohl sagt:

    Ein sehr holprig übersetzter Titel. Man merkt, dass die Autoren die meisten „Ideen“ von irgendwelchen angelsächsischen Medien abkupfern (The definitive guide to…)

  • Carolina sagt:

    Hör mal, Queenie, vielleicht könntest Du, statt Dein home zu improven, mal Deine Fähigkeit, Selbstironie zu entdecken, etwas fördern. Ein garantiertes Mittel, ein humorfreies home ein wenig aufzupeppen…..

  • HomeImprovementQueen sagt:

    Jetzt lass mal gut sein, Laura. Deine Familie kann gar nicht so perfekt sein – da du Kotzbrocken sympathisch findest, hast du dir solche sicherlich als Erzeugereinheit ausgesucht und da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, was sind dann deine Kinder ?

  • Auguste sagt:

    hmm…, mädchenkram vs. jungenkram…

    – sie träumt von der ewigen liebe – er von was fahrbarem
    – sie findet ihren busen zu klein – er findet jeden busen zu klein
    – sie liebt kuscheln – er fummeln
    – sie findet seine augen mega – er ihre möpse, auch wenn sie etwas grösser sein…
    – sie mag ihre jeans tief in den hüften – er am boden
    – sie braucht noch etwas zeit – ihm kommen 15“ wie eine ewigkeit vor
    – sie hat freundinnen – er auch
    – sie liebt bücher – er magazine
    – sie schminkt sich gerne – er erst in etwa zehn jahren

    youtube – deana carter – strawberry wine

  • Blitz Blank sagt:

    Nette Sache!

    Wie sähe denn eine Orientierungshilfe für Jungs aus… liebe Männer!?

    Bin mal gespannt!

  • Pascal, S. sagt:

    Gleichstellung ist auch Männersache!

  • Mona sagt:

    Ich kenne das Buch und es ist wirklich super! Unsere ältere Tochter hat es zur ersten Mens bekommen und die zweite wartet schon auf ihres. Das wichtigste aus dem Inhalt kannten sie ja schon, aber es ist mädchengerecht und bietet immer wieder Gelegenheit, eigene Notizen zu machen – eine Mischung aus Tagebuch und Nachschlagewerk.

  • Nina sagt:

    Wo er Recht hat… Liebe Redaktorinnen, vielleicht könnte man den doofen Untertitel mal abschaffen? Wenn’s hier tatsächlich nur um sowas Oberflächliches ginge, könntet ihr mich von der Leserliste streichen.

  • Sportpapi sagt:

    „Pickel, Jungs und Eltern…“ Das tönt irgendwie wie „Kinder, Knatsch & Prosecco…“ 🙂

  • Petter sagt:

    „Angereichert ist das Kapitel mit Fingerknacken, Nägelkauen, Nasenbohren, Fluchen, Lauschen, Lästern und Selbstmitleid. Gute alte Basics halt.“
    Dafür wären eigentlich die Eltern zuständig, nicht? Aber wie habe ich schon gelesen? Externalisieren der Aufgaben, auch in der Familie…

    • Nina sagt:

      Nein, aber wissen Sie – in dem Alter hört man eben genau NICHT auf die Eltern bzw. macht eventuell sogar das Gegenteil. Selber gross lautet da die Devise – nur sind sie es dann ja noch gar nicht, die Kids. Wann hatten Sie zum letzten Mal mit Teenies zu tun?

  • Luise sagt:

    Braucht es denn für alles und jedes einen Ratgeber?

    • Laura TI sagt:

      Man wird das in Zukunft auch Bedienungsanleitung nennen, dank all der Gleichmacherei, die im frühesten Säuglingsalter anfängt, sich über die ganze Schulzeit erstreckt, wird man in Zukunft keine Individuen mehr haben, dafür eine Masse, die sich für dasselbe interessiert, dieselben Probleme hat und dieselben Lösungen dafür will.

    • hobbyläuferin sagt:

      Nicht für alles.

      Aber ich habe als Mädchen/Teenie auch ein Ratgeberbuch. Ich fand das super. Weiss leider den Namen nicht mehr. Mami und Freundinnen sind ja gut und recht aber es gibt auch Dinge die einem peinlich sind. Da war ich froh, mal nachschlagen zu können. Ausserdem Beautytipps zum Selbermachen –> Meine Samstagunterhaltung. Ich habe es geliebt.

      • Laura TI sagt:

        Sehen Sie, meine Mädchen finden Beautytipps unnötig, fragen innerhalb der Grossfamilie, wenn sie etwas wissen wollen. Dort kann man ihnen die Antwort geben, die auf sie zugeschnitten ist und nicht bloss allgemein gültige Möchtegernweisheiten. Meine Jungs machen das übrigens auch so.

      • hobbyläuferin sagt:

        Glaub Ihnen gerne. Meine jüngste Schwester beginnt auch erst jetzt sich für solches zu interessieren. Es müssen ja auch nicht alle gleich sein, das will ich überhaupt nicht damit sagen.

        Aber gewisse Fragen traute ich mich nicht meine Mutter zu fragen, einfach weil es mir peinlich war wie sich mein Körper verändert hat. Das war eine vorübergehende Phase. Es geht nicht um bewusstes Outsorcen von Erziehungsaufgaben, sondern lediglich um einen alternativen Informationskanal.

      • Juno sagt:

        @laura Ich finde in dem Alter gehört es dazu, dass man sich auch ausserhalb der Familie orientiert. Nichts gegen Werte, die von den Eltern vermittelt werden, die sind wichtig. Aber in der Pubertät ist es auch wichtig sich von den Eltern und der ganzen Familie abzugrenzen. Ich kann ihnen versicher, der gelegnetliche Konsum von gleichmachender von mir aus auch doofer Mädchenratgeberliteratur macht definitiv nicht alle gleich. Es heisst jha noch lange nicht, dass man dann sein ganzes Leben danach richtet.

      • Laura TI sagt:

        Grossfamilie bedeutet Onkel, Tante, Grosseltern. Cousinen, Neffen etc, natürlich auch vertraute Nachbarn und Freunde, da gibt es doch genügend unterschiedliche Meinungen und glauben Sie mir, ich hab die ersten drei schon erfolgreich durch die Adoleszenz gebracht, sie haben sich genügend abgegrenzt und leben ein verantwortungsvolles selbstbestimmtes Leben, aber halt mir anderen Schwerpunkten als Schönheit und andere Oberflächlichkeiten.

      • Carolina sagt:

        Ich finde es gar nicht schlecht, dass Mädchen auch schwarz-auf-weiss lesen, dass ihre Aufgabe ist, sich selber so zu akzeptieren, wie sie sind und nicht als Model-Anwärterin. Und was dazu kommt: die Grossfamilie ist schön und gut, aber meine eigene Erfahrung und die meiner Mädchen ist, dass sie Themen wie Masturbation, Sex und Drogen etc lieber ausserhalb der Familie mit Gleichaltrigen abmachen – egal, wie gut die Beziehung zu den Eltern ist. Natürlich müssen wir wachsam bleiben, aber ich sehe das ganz gelassen, dass ein gutes Buch manche Peinlichkeit überwinden kann.

      • Laura TI sagt:

        Sex und Drogen gehören aber zwingen in die Familie. Das sind Themen, bei denen ich nicht aussen vor bleiben will.
        Das Thema Masturbation wurde kürzlich von meinem 8-jährigen mit den beiden 17-jährigen Brüdern erörtert, ohne Peinlichkeiten aber unter Ausschluss der weiblichen Familienmitglieder.

      • Juno sagt:

        @laura: Schauen Sie, ich halte überhaupt nix von Frauenzeitschriften und Beautygleichmacherei etc. Ist Überhaupt nicht mein Ding. Null nix. Aber trotzdem habe ich in der Pubertät Bravo gelesen und versucht zu verstehen was angesagt ist oder nicht. Gehört irgendwie zur Sozialisierung, finde ich. Und wenn in ihrer Verwandtschaft ja so viele verschiedene Meinung gelten dürfen, wo ist denn das Problem, wenn man dieses oder jenes in einem Buch nachliest? Umso besser wenn das Buch etwas taugt und eben nicht nur Bravo Format besitzt.

      • Laura TI sagt:

        Der Unterschied ist ganz einfach, kommen die Kinder mit Problemen zu ihnen bekannten Personen, dann werden sie entsprechend ernst und wahr genommen, als das was sie sind, entsprechend ihrem Entwicklungsstand und ihrem Auffassungsvermögen. Wer mehr als ein Kind hat, der erfährt ganz schnell, dass man all seine Erziehungskünste nicht ein zu ein übernehmen kann, Kinder sind einzigartig und sollen auch als einzigartig wahr genommen werden. Bücher als Ratgeber lehne ich aus dem Grund ab, weil es davon ausgeht, dass alle gleich denken und fühlen.

      • Kathy sagt:

        Ach Laura, ich finde es immer wieder herrlich wie du hier angibst mit deiner perfekten Familie. Glaube mir – sogar deine Kinder haben/hatten Geheimnisse vor dir und werden sie auch weiterhin haben, das ist nur natürlich. Und für beide auch gesünder.

      • Carolina sagt:

        Laura, ich habe ein sehr gute Familie, wir sind von vielen lieben Freunden, Nachbarn umgeben und es gibt bei uns eigentlich keine Tabuthemen. So war das schon bei meinen Geschwistern und mir und unseren Eltern. Aber eines gestehe ich meinen Kindern zu und es fällt dabei kein Lack vom Familienbild ab: das allerletzte, worüber ich mit meinen Geschwistern, geschweige denn Eltern sprechen wollte, waren Themen wie Masturbation und Sex. Und lange Zeit später habe ich meinen Eltern gesagt, dass ich es toll fand, dass sie das ohne Nachfrage respektiert haben. Dass die Familie natürlich Haltungen zu

      • Juno sagt:

        Geht mir wie Kathy. Ich mag es dir, Laura, gönnen, wenn deine Kids die Pubertät prächtig hinter sich gebracht haben. Dazu hast du sicher auch einen Beitrag geleistet, aber Kinder die auch in der Pubertät mit ALLEN Problemen und Fragen zu ihren Eltern rennen, sind mir suspekt. Entweder ist das die Projektion ihrer Eltern (meistens) oder bei den Kindern fehlt schlicht die Fähigkeit sich abzugrenzen. Und natürlich ist jedes Kind anders. Aber Kinder sollten auch die Fähigkeit entwickeln sich kritisch mit Dingen auseinander zu setzen die nicht von den Eltern zensiert werden.

      • Carolina sagt:

        /2 Themen wie Drogen, Anstand etc haben muss und den Kindern vermittelt, ist für mich selbstverständlich. Aber diese Vorlagen sind im Teenageralter bereits gemacht – es ist dann Zeit, sie an der langen Leine zu lassen und ihnen auch das Vertrauen zu schenken, dass sie ihre eigene Intimsphäre finden. Ob sie das mithilfe von Bravo (habe ich auch gemacht und habe heute noch nichts dagegen) oder Gesprächen mit Gleichaltrigen oder einem anscheinend richtig guten Buch machen – das bleibt dann ihnen überlassen. Aber es gibt ganz sicher keine einzige richtige Methode. Und zum Thema Gleichmacherei

      • Carolina sagt:

        /3 noch: es kann für Pubertierende eine grosse Erleichterung sein, wenn sie erfahren, dass ihre Kollegen im gleichen Alter dieselben Fragen, Probleme und Unsicherheiten haben – die Lösungsfindung geschieht dann (meistens jedenfalls), indem wir unseren Kindern nicht permanent sagen, wie einzigartig, individuell und fantastisch sie sind (obwohl sie das in unseren Augen natürlich sind), sondern in dem sie erfahren, dass es gar nicht aussergewöhnlich ist, diese Fragen zu haben.

      • Juno sagt:

        Danke Carolina!

      • Laura TI sagt:

        Carolina, sehe ich in etwa auch so, vielleicht ist unsere Konstellation halt schon etwas speziell, da nur zwei der fünf Kinder meine leiblichen sind. Meine Kinder haben zudem ganz sicher Geheimnisse vor mir, das muss auch so sein, alles andere würde sie zu sehr vereinnahmen und sie hindern sich frei zu entwickeln.
        @ Kathy, meine Familie ist alles andere als perfekt und trotzdem bin ich unglaublich stolz auf sie. Harte Zeiten und viel Unschönes hat uns begleitet und geformt. Daraus die Kraft zu finden den Weg weiter zu gehen, war nicht immer einfach, aber sehr erfüllend im Nachhinein.

      • Carolina sagt:

        Vielleicht geht es uns in etwa gleich, Laura. Aus Unglück und sehr schweren Zeiten ist man herausgekommen, das Leben ist wieder schön, dann neigen wir vielleicht dazu, etwas positiver und stolzer rüberzukommen als wir sollten – das klingt dann manchmal ein wenig zu perfekt. Kathy, haben Sie ein wenig Nachsicht!

      • Leonardo sagt:

        1. Ratgeber ablehnen: weiss nicht, ob Sie überhaupt einen angeschaut haben. Aber viele Ratgeber (die guten) nehmen keine allgemeingültige Wahrheit für sich in Anspruch. Gerade nicht in Erziehungsfragen. Mir haben die Ratgeber bislang viel gebracht. 2. Perfekte Familie (bzw. Geheimnisse): ich habe viele Leute kennengelernt, von deren Handlungen und Taten die Eltern keine Ahnung hatten – von Diebstählen, über Drogen und sexuelle Eskapaden. Und die Eltern leben im Gefühl, dass ihre Kinder Engel seien. Richtig fleissig und korrekt. 3. Man kann auch tiefgründig/intelligent sein UND gut aussehen…

      • alien sagt:

        “ innerhalb der Grossfamilie“ – bei uns gibt es keine solche, und die Verwandten, Onkels, Tanten, Grosselltern sind selten da, sogar der Vater ist nicht oft anwesend.

  • gabi sagt:

    Klingt gut.

    Man könnte sich sogar vorstellen, dass man das Buch sogar noch ein paar ausgewachseneren Mädchen schenken anempfehlen möchte, die sich hier so ab und an rum treiben… So von wegen Benimmregeln, Treubleiben, Entschuldigenkönnen.

    Auf jeden Fall wichtige Fähigkeiten, deren Fehlen sich tatsächlich viele gerne – mit genau diesem „ich bin halt so“ – sogar noch als Qualität schönreden.

  • Muttis Liebling sagt:

    Mit den Büchern ist es wie mit den Damenschuhen: Es gibt zuviele davon und täglich werden viel zu viele davon produziert. Bücher, in welchem nichts grundsätzlich Neues steht (das gibt es nicht jedes Jahr), sollte man links liegen lassen. Dann hört das sinnlose Schreiben über Trivialthemen vielleicht einmal auf.

    • alien sagt:

      Ja, aber was hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Du schweifst ab, ML, das passt gar nicht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es wurde ein Buch besprochen und ich bin der Meinung dass 99% aller Bücher überflüssig sind, Ressourcenverschwendung darstellen und dem naiven Leser die Zeit rauben. Wobei letzteres belanglos ist, wer so etwas liest, dem ist eh nicht zu helfen.
        Aber es ist schade um jedes Blatt Papier, von der verbratenen Energie ganz zu schweigen.

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