Es wäre so einfach

Ein paar Tropfen und ein einziger Franken reichen aus, um ein Kind gegen Polio zu impfen: Ein Kind in Nigeria erhält die Schluckimpfung, Mai 2005. (Foto: Reuters)

«Weitersagen, es gib Zucker.» Das Gerücht kam von den Grossen im Flur vor dem Untersuchungszimmer. Eigentlich war es das Handarbeitszimmer. Aber an jenem Tag irgendwann in den Siebzigerjahren sass da drin ein mysteriöser Herr namens «Schularzt».

Was uns da hinter der sonst so vertrauten Tür erwartete, konnten wir uns nicht recht vorstellen. Entsprechend nervös waren wir. Und entsprechend misstrauisch. Als es hiess, da drin gebe es Zucker, waren wir daher sicher, dass das ein Scherz sein musste, hinter dem sich Furchtbares verbarg. Also hatten wir gleich doppelt Bammel vor dem Untersuchungszimmer, zu dem sich unser nervöses Grüppchen schrittweise hinbewegte.

Umso begeisterter waren wir, als wir tatsächlich einen Zucker bekamen. Die Polioschluckimpfung. Was wir nicht wussten: Hinter dem weissen Würfel verbarg sich wirklich etwas Furchtbares, nur wurde es uns eben erspart. Im Gegensatz zu den Kindern, die eine solche Impfung gegen das teils tödliche Virus nicht bekommen.

Die Episode mit dem Zucker hatte ich schon jahrelang vergessen, als ich während meines Studiums an der Kasse eines Clubs zu jobben begann. Jeden Montag legte da ein DJ auf, der sich mühsam auf Krücken bewegte, seinen ganzen unteren Körper bei jedem Schritt unter seinem kräftigen Torso herschwingen musste. Ich war beeindruckt davon, dass er ausgerechtet diesen Beruf gewählt hatte: andere zum Tanzen zu bringen und fragte ihn nach seiner Geschichte: Er war in einem afrikanischen Dorf aufgewachsen und hatte als Kind Kinderlähmung.

Da kam er mir wieder in den Sinn: der Zuckerwürfel. Wie zynisch, dass so ein winziges Ding gereicht hätte, diesen grossen Mann davon zu bewahren, sein Leben an Krücken zu verbringen. Er sprach denn auch sehr engagiert über Impfungen in abgelegen Dörfern, wo diese Krankheit teils bis heute besteht. Eine Krankheit unter der sich westliche Kinder nicht mal mehr etwas vorstellen können. Sie kriegen als Baby einfach eine Impfung und das war’s.

Zwar sind heute immense Fortschritte gemacht: Europa gilt seit 10 Jahren als poliofrei und in den meisten anderen Ländern wird geimpft, wenn auch noch oft per Schluckimpfung. Das ist zwar etwas weniger effizient, dafür jedoch günstiger und einfacher. Trotzdem gibt es noch immer Kinder, die an Polio erkranken oder sogar daran sterben, und das, obwohl weniger als ein Franken pro Kind reichen würde, das zu verhindern. Besonders betroffen sind Nigeria, Afghanistan und Pakistan.

Ein Franken pro Kind reicht also aus, um viel Leid zu verhindern und eine nicht therapierbare Krankheit weltweit auszurotten oder zumindest nahezu. Alles spricht fürs Helfen, nichts dagegen. Und auch wenn die Kindersterblichkeit seit 1990 weltweit halbiert werden konnte, und auch wenn es vor allem an sauberem Wasser und guter Ernährung mangelt, braucht es doch jeden noch so kleinen Puzzlestein, damit noch weniger Mütter und Väter ihre Kinder verlieren.

Mehr auf www.polioplus.ch

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160 Kommentare zu «Es wäre so einfach»

  • Ruedi sagt:

    3) Dazu müsste die Erde 10-mal so groß oder noch größer sein. Wir glauben an ein unendliches Wachstum, weil unser selbst erfundenes Kapitalistisches System auf Wachstum ausgelegt ist, weil wir das so wollen, nicht weil wir müssen. Wir verschwenden, vernichten, vergiften unseren Lebensraum Erde. Die Milliarden Jahre Evolutionszeit gebraucht hat, um diesen vielfältigen und einzigartigen natürlichen Lebensraum für Lebewesen und Pflanzen zu schaffen. Und holen die Gifte in die Atmosphäre zurück die während Milliarden von Jahren eingelagert wurden. Wir zerstören einen natürlichen Kreislauf der uns geschenkt wurde. Der Lebensraum Erde ist unbezahlbar. Die Hälfte des Vermögens der Welt gehört 2% der Bevölkerung. Die Förderung des Reichtums einer Minderheit durch Ausbeutung, führt zur Armut der Mehrheit.

    • Hermann sagt:

      Leider haben sie in all ihren Punkten recht. Eine Systemveraenderung wird aber nicht einfach so kommen, sie wird von den noch kommenden Katastrophen diktiert werden.

  • Ruedi sagt:

    2) Noch vor Ablauf dieses Jahrhunderts werden die abbaubaren Ressourcen vollständig abgebaut und verbraucht sein. Die Meere sind bereits zu drei viertel leer gefischt, statt voll von Fischen ist es voll von Plastikmüll und anderem Konsum-Schrott. Durch das Abhängig machen der Entwicklungsländer vom Kapital kommen wir billig an deren Ressourcen, die wir dann verschwenderisch verbrauchen als Konsumgesellschaft. Wir bezeichnen andere Länder als Unterentwickelte Länder, weil wir uns selbst mit unserem nicht nachhaltigen Lebensstil zum Maßstab für andere Länder gemacht haben. Was ein Beweis für unseren Größenwahn ist! Da wir mangels Ressourcen gar nicht in der Lage sind die Entwicklungsländer auf unsere Wohlstands-Stufe zu Entwickeln.

  • Ruedi sagt:

    1) Die Erdbevölkerung hat sich in nur 60 Jahren verdoppelt. 1.5 Milliarden Menschen leben auch heute noch wie vor 6000 Jahren, mit Handarbeit vom Ackerbau ohne Strom und Maschinen, das sind mehr wie in allen reichen Ländern zusammen leben. 500 Millionen Menschen Leben in Wüstengebieten und wissen mit Wasser sparsam umzugehen, das sind mehr Menschen wie Europa Einwohner hat.

    Die Vorherrschaft über die Energie und die Ressourcen durch die Macht des Kapitals erlaubt es 20% der Erdbevölkerung 80% der Energie zu verbrauchen. Wir haben uns total abhängig gemacht von einer endlichen Energiequelle, dem Erdöl. Unser ganzer Wohlstand und Kapital ist auf eine Energieform aufgebaut die nicht nachhaltig ist.

  • Christian Duerig sagt:

    NACHTRAG
    Zitat: «Es wäre so einfach.»
    Diese Behauptung ist schlicht falsch.
    Korrektur: Es ist unheimlich schwierig, die weltweite Ausrottung der Polio zu erreichen. Es wird Jahrzehnte brauchen. Der Westen weiss, dass er das Ziel erreichen wird. Unterdessen habe ich 2 Venus Transits beobachten können. Hoffentlich wird beim nächsten Venus Transit die Welt Polio frei sein. Crigs

  • Christian Duerig sagt:

    Also:… Was tun ? Abwarten und auf bessere Zeiten hoffen.
    Solange wir in der CH Menschen antreffen, die der Pharmabranche nur Unterstellungen machen und sich grundsätzlich vor jeder Impfung weigern, wie wollen sie das gesteckte Ziel erreichen. Das Gesundheitsproblem ist viel schwieriger anzupacken, als wir es uns vorstellen können. Korruption, Betrug, Sabotage, Verweigerung, Ignoranz, etc. bilden Barrieren, die sogar zu Krieg führen können. Plötzlich wird aus Hilfe Zerstörung. (Ich bin froh Schweizer zu sein.)

  • Christian Duerig sagt:

    Ich habe selber am Projekt „Weltweite Ausrottung der Polio bis 2010“ in den Jahren 2004 bis 2006 mitgearbeitet. Die Weltgesundheitsorganisation hat das Geld zur Verfügung gestellt, die Produktion von Polioimpfstoff mit AVENTIS-SANOFIL in Lyon (Frankreich) voranzutreiben. Ein Grand Bio Lab wurde gebaut. Die Bioreaktoren lieferte Bioengineering aus Wald ZH. Es ging um sehr grosse Geldbeträge. Leider gab es sehr viele Rückschläge. Baumängel, Sicherheitsmängel, Hygienemängel etc. Was niemand voraussehen konnte war: Es gibt Bevölkerungsgruppen, die wollen keine Hilfe vom Westen annehemen. Also:….

    • Muttis Liebling sagt:

      Diese paar Sätze enthalten soviel Naivität, dass mich nicht wundert, warum derart irrationale Ansätze scheitern müssen. Niemand will Polio oder sonst irgendeine Infektionskrankheit ausrotten, weil das gar nicht geht. Wir wollen Epidemien verhindern. Wir wollen Gesundheitsschutz für Bevölkerung, nicht zwingend für Individuen.
      Wenn man nun überhaupt keine Ahnung von Gesundheitspolitik hat, sollte man in seiner Zeit besser töpfern oder alten Frauen über die Strasse helfen.
      Die Haltung, welche auch ich teile, besser keine Hilfe, als solche aus dem Westen, ist weitgehend Standard, nicht Ausnahme.

  • Giger Benedict sagt:

    Ein minutiös recherchierter Artikel mit fundierter Fachkenntniss und überzeugenden Hintergrundfacts, dessen Aktualität mit dem Bild von 2005 nur noch unterstrichen wird. In Verbindung mit den ebenso informierten Kommentaren von Leuten, die irgendwann irgendwo in ihrem Leben bereits einmal dem Begriff „Entwicklungszusammenarbeit“ begegnet sind, ergibt sich ein Eindruck überragender Kompetenz. Ein Mamablog Polio Thinktank sollte wohl einberufen werden…

  • Roberto sagt:

    Ein schoener Beitrag von Frau Fischer, der wieder einmal zeigt, dass man mit wenig sehr viel bewirken kann.
    Sie fragten auch, welche Projekte sonst noch unterstuetzenswert waeren. Ich bin besonders „Fan“ von den Microschools von Opportunity International. Diese bieten Kindern, welche sonst keinen Zugang zu einer Schulausbildung haetten, die Moeglichkeit eine solche zu besuchen. Hier mehr Infos dazu: http://www.opportunity-schweiz.ch/projekte/microschools/

  • Eni sagt:

    Entwicklungshilfe bringt nicht viel, wenn man die betroffenen Menschen nicht dazu bringt, zu ihrem eigenem Wohlstand etwas beizutragen. Menschen sind keine Hunde, denen man einfach den Futternapf füllen sollte; sie verlieren ihren Stolz und wollen werden zu faul um den A… zu bewegen.

    Die Schwägerin meiner Schwester arbeitete in einem Hilfswerk und durfte zuweilen mal in 3. Weltländer reisen um die Projekte zu besichtigen und sie ist heute sehr desillusionisiert: die waren sogar zu faul um die gebauten Brunnen nach Wasserentnahme abzudecken

    • Eni sagt:

      und Sorge zu tragen dass die Umrandung nicht beschädigt wird. Nach kurzer Zeit war der Brunnen durch Tierfäkalien verschmutzt, der Brunnen kaputt und die Frauen gehen halt wieder mehrer Kilometer zum verdreckten Fluss und vergiften ihre Kinder mit diesem Wasser 🙁

    • Giger Benedict sagt:

      Die Schwägerin der Schwester. 3. Weltländer. Faul. Der Entwicklungsexperte hat geschrieben. Besten Dank, bereichernd.

      • Eni sagt:

        Genau: die Schwägerin meiner Schwester. Ich höre ihr immer wieder gerne zu, wenn sie über ihre Erfahrungen spricht die sie gemacht hat. Sollten Sie auch mal tun: nicht Märchen lesen, sondern Leuten zuhören die etwas aus der Realität zu erzählen haben.

  • Gabi sagt:

    Ums mal ganz zynisch zu formulieren:

    Machen wir uns nichts vor. Wir sind zu viele.

    Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: Mit einer Wirtschaftslogik, die nur auf Wachstum aufbauen kann (und noch ist keine Alternative entdeckt worden – ich wartete auf ein angesprochenes Bsp. von Brunhild ein paar Blogs weiter hinen) und den Zahlen, die uns heute zu Bevölkerungsexplosion, PeakofOil, Meeresspiegel, Abholzung, etc., etc., vorliegen, wissen wir es eigentlich alle ganz genau. Ob Gutmensch oder Neokonservativer: Es reicht nicht für alle!

    Und es kann alle treffen… Wie sich nun zunehmen

    • Gabi sagt:

      d zeigt. Nicht bloss die Armen in Afrika, um die wir uns doch so gerne kümmern würden, wenn wir nur wüssten wie. Sondern auch uns. Hier. Wahrscheinlich noch meine Generation; Folgende erst recht.

      Da wird´s einfach noch schwieriger, wenn schon nur die Patentrezepte zur Linderung fehlen.

      Kein Wunder, stellt sich also für Viele – und wohl nicht nur für die Skrupellosesten – die Frage:

      Wo´s, falls überhaupt, sowieso nur einige Wenige schaffen:

      Nochmal ordentlich einen draufmachen und das Feuerwerk verjubeln oder in Sack und Asche gehen… Wo am Ende doch nur die die Grube auf uns wartet?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi:
        „ich wartete auf ein angesprochenes Bsp. von Brunhild ein paar Blogs weiter hinen“
        Hab ich da eine Frage an mich verpasst? Mein Ansatz ist eher Reduktion ein paar unsrer Selbstverständlichkeiten, besonders ein Ende diesem Glauben ans endlose Wirtschaftswachstum immer weiter-höher-grösser und dass alles zusammenbräche wenns irgendwo mal vernünftig auf ein Niveau einpendelte.
        Es hätte für alle genug, das Problem liegt in der schieflastigen Verteilung, mal ganz zu schweigen von den Tonnen Lebensmitteln die wir hier wegwerfen- und anderswo magern sie unfreiwillig.

    • Katharina sagt:

      doch es ginge. Verzicht oder Reduktion des Fleischkonsums. das hat direkten Einfluss auf den Energiebedarf – global. (Agrartechnologie ist der grösste Energie und Wasserkonsument und davon geht das meiste für die Produktion von Fleisch drauf für die paar fetten Aerscher im Westen, um es etwas direkt zu sagen).

      • Gabi sagt:

        Aber da der Peak of Oil ja bereits überwunden scheint…

        Doch selbst davon abgesehen: Was ein Verzicht auf Fleisch genau für einen Einfluss auf das Nigerdelta und seine Selbstorganisationsfähigkeit (oder -unfähigkeit) hätte, das säh ich dann ja gerne in der Praxis.

        (Und in diesem Falle bitte auch nicht erklären: Denn das schlüssig im direkten Zusammenhang voraussagen zu wollen, wäre grössenwahnsinnig)

      • Katharina sagt:

        hmmm. Sie schauen sich videolinks anscheinend nicht an, gleich wie die anderen denen sie Ignoranz und Unsachlichkeit vorwerfen.

        also hier nun noch einmal:

        http://www.youtube.com/watch?gl=DE&v=S9pFukKweuM

        In diesem werden die grösseren Zusammenhänge betreffend Ressourcenverbrauch gut gezeigt. auch die globalen Zusammenhänge dazu. Nigeria kommt darin übrigens auch vor.

      • xyxyxy sagt:

        dieser auch?

      • Katharina sagt:

        dieser auch WAS, xy?

    • Blitz Blank sagt:

      @Gabi

      „Machen wir uns nichts vor. Wir sind zu viele.“ „Es reicht nicht für alle!“

      Ok, ich schicke Ihnen morgen die Todespille mit A-Post zu und danke Ihnen im Voraus für Ihr Ableben.

      Das sind einfach Schutzbehauptungen! Wie kommen sie aus sowas?
      Ich kenne keine wissenschaftliche Studie, die sowas behaupten würde.

      Es ist vielmehr so, dass es genug für allen hätte, wenn

      -manche nicht so verschwenderisch wären
      -man nicht mit Mangel Geld verdienen könnte

      • xyxyxy sagt:

        Gabi, nun, es reicht noch für etwa doppelt so viele

        ihre Analyse BB – ist allerdings genauso oberflächlich
        Kinder starben schon … – als es noch keine Energieprobleme gab, keine Bevölkerungsdichte und dergleichen

        meine Kommentare weiter oben – immer noch gesperrt – ich nehms persönlich

      • Pixel sagt:

        BB: so ganz stimmt das mit ihrer Behauptung „es hat genug für alle“ nicht. Wasser bspw ist absehbar und begrenzt verfügbar.
        Und wie kommt es BB, dass Sie so eine Behauptung aufstellen und woraus leiten Sie an, dass es von allem genug für jeden haben soll? Um dann aber sogleich im selben Atemzug zu relativieren mit dem Zusatz: „wenn man nicht so verschwenderisch damit umgehen würde“. Ach so. Wir essen ab sofort alle kein Fleisch mehr, fliegen nicht mehr in der Weltgeschichte herum, benutzen nur noch pro Kopf 5 L Wasser pro Tag und ohne Strom ging es früher ja auch!

      • Pixel sagt:

        Kath: ich kann Dir nicht ganz folgen….für mich dreht sich die Diskussion gerade nicht um humanitär oder nicht, sondern wie ließe sich am Besten für die ZUKUNFT planen. Das was wir haben, haben wir. Wie können wir lösungsorientiert und nicht problemorientiert damit umgehen. Und hier zugrunde liegt nunmal die Tatsache, dass sich die Bevölkerung rasant vermehrt.

      • Katharina sagt:

        pixel: wie kannst du von problemorientiert reden, wenn dir die Probleme im Gesamtzusammenhang nicht bewusst sind? die Loesung? es geht um die Form der regierung, bzw eben das thema Oligarchie…. ich verstehe nun echt langsam nicht mehr dass das hier nicht einmal ansatzweise verstanden werden will.

      • pixel sagt:

        Langsam, katharina, weiss ich nicht, wer wen nicht versteht. Beim Besten Willen und Bemühen, ich kann keinen Kontext von Oligarchie zur Umweltverschmutzung und Verknappung der Rohstoffe sehen. Es sei denn, Du hast eine andere Begriffsdefinition von beidem.

      • Katharina sagt:

        pixel. das war etwas eine Schnellbemerkung zu Staatskunde 101:

        http://youtu.be/DioQooFIcgE

    • Pixel sagt:

      Gabi hat im Grunde hier recht und pragmatischerweise teile ich diese Meinung. In meinen Augen betrifft das jedoch viele andere Probleme – allen voran dasjenige zum Thema Umweltschutz. Das Problem der Überbevölkerung sehe ich weniger in Bezug zum eigentlichen Thema hier. Dennoch habe ich zum einen auch eine weitaus weniger pragmatische Seite wenn es um humanitäre Anliegen geht, und zum anderen ist es ohnehin ein unverrückbarer Ist-Zustand und das Problem somit nicht gelöst sondern lediglich festgestellt.

      • Blitz Blank sagt:

        „Gabi hat im Grunde hier recht und pragmatischerweise“

        Was ist genau schon wieder genau der Grund dieser Behauptung?

        „pragmatischerweise“

        Was ist schon wieder die Pragmatik von „Wir sind zu viele.“ und „Es reicht nicht für alle!“?

        Danke für ein paar erhellende Zeilen im Voraus.

      • Katharina sagt:

        pixel, gabys Haltung… und diejenige von ML, bedeutet, das Problem mittels Kriegen zu lösen. genau das was ja im reality tv channel tagtäglich gezeigt wird. also die Konflikte absichtlich etwas schwelen zu lassen ab und zu ein Stellvertretergefecht wie in Syrien ‚geben‘. das Problem ist nur das: die andere Seite hat mehr Leute, ist inzwischen gewaltbereiter, hat wenig zu verlieren und Zugang zu Waffen…. das KANN nur auf uns zurückfallen. ganz abgesehen davon, dass Anarchie immer der schnellste Weg zur Oligarchie war.

      • Pixel sagt:

        BB: was genau der Grund von Gabis Behauptung war dürfte er Ihnen am besten erklären.
        Was pragmatisch daran ist, festzustellen, dass wir Zuviele sind auf dieser Erde? Ich glaube, das können Sie sich gut selbst erklären, wenn Sie die Parallele ziehen zur Überbevölkerung einer Stadt. Pragmatismus steht des Weiteren in diesem konkreten Kontext für mich i.S. einer Feststellung. Nicht Problemlösung. Und bestimmt haben Sie auch den Rest meines Postes gelesen, nicht wahr?

      • Pixel sagt:

        Katharina, ich sehe es nicht so. Dass das Problem mittels Krieg zu lösen ist als einzige Massnahme betrachte ich als Quatsch und eine von Dir angenommene Konsequenz (es sei denn, jemand der beiden hat sich klar dazu geäußert, dann nehme ich zurück – hab’s bisher nicht gelesen). Man kann auch eine Feststellung („Zuviele Menschen“) dazu verwenden um präventive Massnahmen dagegen einzuleiten oder Maßnahmen im Umgang mit Rohstoffen und deren Verwendung abzuleiten.

      • Katharina sagt:

        und solange wir im Westen das Öl zu Bedingungen abkaufen, wo es nur noch darum geht, dass das Rauspumpen aus dem Boden einigermassen sicher abläuft, und wir dazu inzwischen einen privaten Sicherheitspapparat einsetzen, der nichts mehr mit dem ausgebeuteten Land zu tun hat, wird sich nichts ändern. Die lokale Bevölkerung verreckt neben dem ganzen Reichtum, den das Öl den Ländern eigentlich bringt. Ziehen wir ab, lachen sich die Chinesen ins Fäustchen und übernehmen einfach. Denn die machen das NOCH effizienter betreffend Abhängigkeiten….wir tun immerhin noch so, humanitär zu sein.

      • Katharina sagt:

        hallo pixel…. lies den gesamtem thread, nicht nur diesen subthread bevor du mit Wörtern wie quatsch kommst. ich zitiere:

        “Wenn man Spannungen nicht lösen kann, muss man sie verschärfen, damit sie sich mit der dadurch entstehenden eruptiven Gewalt lösen” – bedeutet nichts anders als Krieg. Und wie das funktioniert und wie Spannungen angeheizt werden, damit es knallt, können wir auf dem Unterhaltungskanals des Systems, genannt Politik, tagtäglich anschauen.

        Steht auf Seite eins als Replik zu ML.

        Der Planet kann gemäss Experten 10 Milliarden Menschen problemlos ernähren.

      • Katharina sagt:

        und schaut euch den Video endlich an, verdammt noch mal. wie blöd seid Ihr eigentlich?

        http://www.youtube.com/watch?gl=DE&v=S9pFukKweuM

      • Katharina sagt:

        pixel: „ich sehe es nicht so. Dass das Problem mittels Krieg zu lösen ist als einzige Massnahme betrachte ich als Quatsch“ habe ich das gesagt? NEIN! ich habe NICHT gesagt es sei die einzig mögliche Massnahme. Es ist aber die anhand des Zeitgeschehens der letzten Jahrzehnte wahrscheinlichste Variante der Zukunft. dahinter stehen eben oligarchische Interessen. (nämlich die wollen ja dass wir uns die Köpfe gegenseitig einschlagen…..) dann lies bitte bevor du sagst ‚habs bisher noch nicht gelesen’…. also echt.

      • Pixel sagt:

        Kath: mein Beitrag – weiter oben.
        Zum Video: ich hatte schon beim ersten mal angefangen es zu kucken. Es dauert nunmal wie ein Film, nicht immer und nicht jeder hat sofort Zeit dafür. Die muss man sich nehmen. Bitte etwas Geduld 🙂

      • Katharina sagt:

        den Film habe ich heute nicht das erste mal gepostet….. und andere haben darauf auch hingewiesen, dass er eben wichtig ist. Wir alle müssen eben lernen in den Geamtzusammenhängen zu denken, ansonsten fruchten all diese Diskussion nichts. es ist diese unglaubliche Borniertheit hier, die extrem irritierend ist und eben den ganzen Verein und die Gesellschaft als solche (die Schweiz die sich ja als humanistischer usw. als die anderen gibt) sehr unglaubwürdig macht, vor allem, wenn via Banken sie ja direkt an der Korruption mit den Machthabern der 3. Welt als Empfängerin der Gelder profitiert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        es ist enorm wichtig zwei verschiedene Dinge nicht zu vermischen-
        das eine ist die mangelnde Familienplanung in Ländern welche Probleme verschärfen.
        Das andere ist die ungleiche Verteilung der Ressourcen.

        Diese ungleiche Verteilung bestünde auch bei gelebter Familienplanung in den entsprechenden Ländern,
        da es eben um geschaffene Abhängigkeiten geht.

        ES HÄTTE ZUR ZEIT GENUG LEBENSMITTEL UM ALLE MENSCHEN ZU ERNÄHRUNG!
        Dass das aber nicht so ist hat nichts mit „Überbevölkerung“ zu tun!
        Wir sollten die Augen öffnen und nicht einfach auf kommende Geburtenregelung hoffen.

      • Pixel sagt:

        Kath und BS: wer redet vom Problem der Ernährung?? Ich nicht! Die Überbevölkerung macht andere Sorgen aber bestimmt nicht die der Ernährung.

        Und kath: Deine derzeit unfassbar überhebliche und selbstgeweihte Art steht Dir nicht so gut. Anderes trägst Du besser. Reflektier doch mal bevor Du alle als blöd hinstellst und Ihnen Sachen unterstellst die Du selbst leider auch nicht immer konsequent befolgst – namentlich das richtige Lesen (m)eines Beitrages.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        weil das Argument „es hat zuviele Menschen“ immer auch auf Essen/Trinken bezogen wird.
        Auch vom anderen hätte es genug für alle, wenn die einen, welche sich ein Übermass an Dingen, egal ob nun zum essen oder sonst wofür, leisten können, sich mehr beschränkten und verzichtenten.

      • Gabi sagt:

        Katharina, ich fänd´s schade, wenn Sie wieder in Ihre alten Mechanismen kippen:

        „schaut euch den Video endlich an, verdammt noch mal. wie blöd seid Ihr eigentlich?“ – in den letzten Wochen schienen Sie sich schon etwas gesünder austauschen zu können, ohne jeweils immer in (z.T. haarsträubende) Beschimpfungen zu kippen. Versuchen Sie, es nicht wieder so weit kommen zu lassen.

        Nein: Das Video hab ich mir nicht angeschaut. Es dauert gem. Zähler über 1,5 Stundern!

        Ein Blog ist für mich etwas mehr als ne Telekoleg-Austauschbörse und von einschlägigen Artikelsiteadressen betrachte ich mich

      • Gabi sagt:

        beinahe schon als traumatisiert.
        Sie können´s doch bestimmt paraphrasieren, was Ihnen das Video vermittelt hat.
        – Und als allwissend verstehe ich selbst die seltenen Links von mir zu irgendwas kaum.
        Übrigens find ich auch die Interpretation: Gabi &Co. wollen einfach alles mit Krieg lösen, wieder mal sehr grenzwertig (und allwissend, was wie wo welche Konsequenzen habe und wer in Wirklchkeit was denke = also Faschozeugs)

        @ Brunhild
        Ja: Find´s jetzt nicht auf die Schnelle, Aber haben Sie nicht vor 3-4 Blogs was von bereits funktionierenden Wirtschaftsformen mit Nullwachstum erwähnt?

      • Gabi sagt:

        Den „Öl/Gas = Elend“-Logik-Vergleich kann ich gopferdelli nicht mehr hören.

        Norwegen: Hort der Anarchie und Warlords; staatlicher Korruptionssumpf auf den köpfen einer darbenden Bevölkerung?!

        Es stimmt einfach NICHT.

        Also suchen wir weiter nach der Erklärung (und daher wohl auch Lösung), was die Menschen dazu befähigt, sich selbst als Zivilisation, im eigentlichen Sinne des Wortes, zu organiseren, als sich nur auf der billigsten Erkärung aus zu ruhen.

        Nützt eh nichts, wenn – wie Sie richtig sagen – sowieso die Chinesen in die Lücke springen.

        (gestern auf arte Thema China: Horror!)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi:
        kann mir darunter jetzt nichts vorstellen, klingt eher nach B B.
        Aber ich plädiere für ein ausgeglicheneres Wachstum, eine Art „soviel wie zum Leben wirklich nötig“. Die Idee dass sich andere (in den „un-zivilisierteren“ Gegenden) einfach gefälligst zu beschränken hätten, weil die Ressourcen niemals ausreichen um allen denselben Standart zu bieten (also bspw diesselbe Autodichte per Einwohner etc), das finde ich eine sehr merkwürdige Haltung. Von diesem Standpunkt her verstehe ich auch deren Unwillen wenns um „Klimaschutzmassnahmen“ ua geht.

      • pixel sagt:

        BS: Das „Problem der Ueberbevölkerung“ sehe ich eher als Ursprung einer Kettenreaktion für die Schlagworte: Umweltverschmutzung und Knappheit der Rohstoffe. Wenn irgendwann kein Wasser mehr vorhanden ist, dann wird uns weder Fleischverzicht was bringen, noch die Tatsache, vegan zu leben. Es wird uns auch nichts bringen, Weizen oder Mais zu teilen und Tomaten anstelle davon, bei Demos andere damit zu beschmeissen, lieber mal zu den hungernden Menschen zu transportieren. Es wird uns dann auch wenig bringen, darüber nachzudenken, ob das Essen im Kühlschrank nun vergammelt ist nach zwei Tagen.

      • pixel sagt:

        Sehen Sie, BS, ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber diese „ach Leute, lasst uns doch einfach teilen und alles wird gut“-Mentalität betrachte ich als ziemlich kurzsichtig. Fakt ist, die Weltbevölkerung wächst und die Rohstoffe verknappen sich. Leider weiss ich nicht mehr, wer das Zitat gesagt hat, es war jedenfalls eine Koriphäe auf dem Gebiet: „Jeder der meint, unsere Rohstoffe sind unerschöpflich, ist entweder ein Oekonom oder schlichtweg dumm“.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        ich sehe den Problempunkt eher am anderen Ende liegend,
        eben weil hierzulande zulange davon ausgegangen worden ist die Rohstoffe seien unendlich, oder jedenfalls so lange vorhanden dass mensch sich jetzt nicht allzuviele Gedanken darüber machen müsste, konnte eine ganz schiefe Verteilung aufgebaut werden-
        und nun, wo die Knappheit absehbarer wird, schreits plötzlich und wird das Problem beim Bevölkerungswachstum verortet…

      • Gabi sagt:

        Sorry, Brunhild. Das waren nicht Sie, sondern ML:

        „Muttis Liebling sagt:
        13. September 2012 um 12:47

        Es wird uns nur eingeredet, es wäre alles sooo komplex. Gesellschaftsentwürfe ohne Überproduktion gibt es seit 150 Jahre und wären auch herstellbar. Allerdings nicht im Rahmen von Marktwirtschaft.“

        BB ist zwar für mein Empfinden abgehoben theoretisierend, aber das ist für ihn nun doch etwas zu linksromantisch.

        Doch wundert es mich bei ML auch.

        Frage geht also an ML weiter: Was haben Sie da angesprochen?

      • pixel sagt:

        BS: machen wir eine einfache Rechnung. Angenommen, wir haben 10 Paare (20 Leute), 1000 km2, einige hundert Liter Wasser. Wunderschön, für alle genug da von allem, wie paradisisch. Ok. Davon hat nun jedes Paar drei Kinder (wobei drei noch lange nicht dem durchschnittlichen Weltbevölkerungswachstum entspricht). Macht 60 Leute. Davon haben alle wiederum 3 Kinder. Sind 180. So. Und jetzt machen Sie das mal über hunderte von Generationen hinweg, berücksichtigend, dass dabei die Sterblichkeitsrate massiv gesunken ist. EGAL, wie was an wen verteilt wurde, die Ressourcen sind einfach eingeschränkt.

      • Gabi sagt:

        Zu diesem Beitrag von Ihnen Brunhild (Brunhild Steiner sagt:
        19. September 2012 um 08:01)

        Nö; find ich gar nicht. Schon nur wenn Sie das Gefälle zu Osteuropa betrachten, dann meine ich, dass WIR – Westeuropa nicht gleich USA – schon früh angefangen haben uns um Energie Gedanken zu machen. Das war schon nur hinter dem Eisernen Vorhang so was von egal. Im Winter Saunawohnungen, aber das Fenster dauernd auf für normale Temperaturen war im ganzen W.Pakt völlig normal.

        Das Problem ist eher, dass sich bei uns die Zentralisierung von Wasser und Energieversorgung aus einzelnen (gesunden) Zellen

      • Gabi sagt:

        über Jahrzehnte (teilweise Jhdt) zusammengeschlossen haben und ein (staatliches oder gemeinschaftlich verwaltetes) Gesamtsystem entwickelt haben.
        Diese sind erst in jüngster Zeit wirklich privatisiert worden. Ausverkauf von Stadtwerken, etc. Die Auswirkungen sind katastrophal und absehbar schwachsinnig: Ein privates Unternehmen sollte Interesse daran haben, dass seine Leistung WENIGER in Anspruch genommen wird?
        Die Bemühungen das Rad zurück zu drehen sind bei uns im Gang und möglich.
        Anders in den Entw.länern, wo ebendiese (mit unseren gewachsenen Strukturen gross gefütterten) Grosskonzerne

      • Gabi sagt:

        genau diese Monopolisierung als Lösung des „modernen Westens“ verkaufen und verhindern, dass die Menschen überhaupt je kapieren, aus was für gesunden Zellen kleiner Gemeinschaften diese Konzerne sich eigentlich erst entwickelt haben.

        Damit wird verhindert, dass die auch nur auf die Idee kommen, sich das selber zu erarbeiten.

        Interessant übrigens, wie nun in Ländern wie dem Irak die Energieversorgung aus der Not heraus auch wieder vollkommen fragmentiert und in Kleinstzellen aufgebaut wird: Lauter Generatoren!

        Was wäre das für ein Riesenmarkt, wenn nun jemand – im Westen – Lösungen bieten

      • Gabi sagt:

        die nicht nur darauf abzielten, mit Grossprojekten wieder alles unter die Monopolkontrolle zu kriegen, sondern diese Kleinststrukturen mit der Technologie aufzurüsten (und zu vernetzen!), die eben nicht mehr bloss Generatorenöl verblasen…

        Undenkbar.

        Offensichtlich.

        Ein Jammer. Aber unsere Staaten sind keine Unternehmen und Unternehmen investieren wieder nur, wo´s sicher ist für Grossinvestitionen und da schafft´s offenbar niemand NICHT in Monopolversorgerstrukturen zu denken.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        möglicherweise reden wir aneinander vorbei,
        weder hab ich irgendwo gesagt die Ressourcen seien unbegrenzt,
        noch dass keine Überbevölkerung bestünde.

        Aber ich sage dass es trotz sehr vieler Menschen für alle reichen würde,
        und das Problem nicht primär in der Anzahl, sondern unserem Umgang/Verteilung liegt.

        Da ein konsequentes Ansetzen beim Umgang/Verteilung aber vorallem die verwöhnten Super-Standart-Länder betrifft, und die wenigsten dort wirklich für einen bescheidenen Lebensstil bereit sind, wird es noch eine Weile dauern bis die Problematik ganzheitlicher angegangen wird.

      • Katharina sagt:

        @Gabi sagt: 19. September 2012 um 07:31: „und von einschlägigen Artikelsiteadressen betrachte ich mich beinahe schon als traumatisiert.“ was ist nun an den Produzenten jenes Videos nicht kosher? Verstehe ich überhaupt nicht. Gerade deshalb rede ich von irritiert sein und Borniertheit. nämlich dass eine Informationsquelle zum vorneherein stigmatisiert wird, und dann, statt die Quelle anzuschauen gegen diese gewettert wird – genau in der Manier der Fundis. Und dann eben es schwierig wird, sachlich weiter zu argumentieren, wenn die Basis der Argumentation auf diese Art und Weise ignoriert wird.

      • Katharina sagt:

        der Film fasst in genialer weise eben die globalen strukturellen Probleme gut zusammen, und das ohne gross mit wissenschaftlichem lingo die Leute abzuschrecken. ich denke Brunhild hat die Essenz der Botschaft dieses Filmes eben erfasst und sieht die Gesamtzusammenhänge. Andere weigern sich mit fadenscheinigen Entschuldigungen, darauf konkret einzugehen und werfen MIR dann vor, dass ich ausdrücke, dass mich deren Haltung enerviert. Es ist insbesondere dann enervierend, wenn dann in der Folge Ursache und Wirkung verdreht wird.

      • Katharina sagt:

        @pixel: „Wenn irgendwann kein Wasser mehr vorhanden ist, dann wird uns weder Fleischverzicht was bringen, noch die Tatsache, vegan zu leben.“ ist zum Beispiel eine solche Verdrehung. Es ist so, dass die Produktion des Fleisches eben 50% des weltweiten Energiebedarfs verschlingt und die Art und Weise der Produktion Unmengen an Wasser verschlingt, die den Wasserhaushalt durcheinander bringt (Absenkung des Grundwasserspiegels als Beispiel. in Drittweltländern zb oft fossiles Wasser – also nicht direkt erneuerbar).

      • Katharina sagt:

        @pixel,2: Das traurige: die Gemeinschaften in jenen Gebieten hatten ja landwirtschaftliche Methoden, die klimatischen Bedingungen und den Wasserhaushalt ihres Landes angepasst waren. dies beinhaltet auch Nutzpflanzen die an die dortige Ökosphäre angepasst sind. Plus eine Balance betreffend Bevölkerungswachstum. Waren also selbstversorgend.

      • Katharina sagt:

        Aber irgendwann kam die ganze Entwicklungshilfe Rhetorik, und die industrielle Agrarwirtschaft. dies weil es für UNS billiger ist, dort produzieren zu lassen. der Effekt: Wassermangel, der Entzug der Existenzbasis jener Gesellschaftsformen, deshalb deren Wegzug in die Slums in den Megalostädten der dritten Welt und die akute Verschärfung der Armut und Ressourcenprobleme jener Orte.
        Ursache ist also unser Eingreifen in jene gewachsenen Strukturen in einer kolonialistischen Weise, statt einer Haltung des Handels aufgrund gegenseitiger Interessen.

      • Katharina sagt:

        /4: Der Verzicht oder die Reduktion des Fleisch Konsums als eine einfach machbare Konsumentenentscheidung im Westen hat also direkt Einfluss auf mehrere essentielle Dinge: nämlich die Linderung des Energieproblemes und dessen Auswirkungen auf das Klima und das weitaus dringendere Problem des globalen Wasserhaushaltes. Die beiden Aspekte sind natürlich auf planetarer Ebene miteinander verbunden.

      • Katharina sagt:

        /5: Statt sich über diese Informationen auszutauschen lese ich hier herablassende Sachen wie „Deine derzeit unfassbar überhebliche und selbstgeweihte Art steht Dir nicht so gut“. Was in aller Welt soll nun selbstgeweiht und überheblich sein, wenn andere nicht mal gewillt sind, die Informationsquelle, hinter der immerhin Leute stehen, die von der Wissenschaft dahinter sehr viel verstehen, anzuzapfen und ich mich deswegen aufrege?

      • Katharina sagt:

        das vorgenannte ist in etwa eine Zusammenfassung jenes Videos. (Teil 2 hängt in der Schlaufe).

      • Katharina sagt:

        Gabi sagt 19. September 2012 um 07:38: „Den “Öl/Gas = Elend”-Logik-Vergleich kann ich gopferdelli nicht mehr hören…Norwegen.“

        Du kannst Norwegen, das vor dem Öl dort schon eine stabile und im europäischen Verbund eingebettete Gesellschaft war, nicht mit dem vergleichen, was in der 3. Welt abgeht.

      • Pixel sagt:

        Katharina, danke für die ausführlichen Schilderungen. Eines vorweg und das sollte eh mal gesagt werden: du bist eine der wenigen Bloggerinnen, die sich echt Zeit und Mühe nimmt um ausführlich zu recherchieren und dafür eine Basis für eine konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit den Themen zu schaffen. Das beeindruckt mich ebenso wie Dein umfassendes und weitreichendes Allgemeinwissen. Mir scheint dann manchmal, dass eine Enttäuschung fast schon vorprogrammiert ist, wenn Mitblogger(und natürlich immer auch die weibl Form!) das nicht aufnehmen. Grundsätzlich darf man ja eh nie von sich auf

      • Pixel sagt:

        andere schließen. Heißt, es gibt unterschiedliche Motive mitzubloggen und unterschiedlich gelagerte Interessen. Wenn dann aber eine (wie ich annehme) Enttäuschung über den erwarteten Diskurs in einen Ärger oder Wut kippt oder gar ein fast diktatorischer Ton angewendet wird („jetzt lest endlich mal“,“ihr seid alle blöd“) und das mehrmals, dann ist es das, was ich mit überheblich und selbstgeweiht betitle.
        Das was das Video zeigt gemäß Deiner Zusammenfassung hat durchaus Bestand. Vielleicht hast Du auch mein Rechenbeispiel oben (an BS) gelesen. Das was nun der fehlende Parameter ist zwischen

      • Pixel sagt:

        vielmehr von Deinen Aufführungen zu meinem Rechenbeispiel ist der Faktor Zeit. Wenn wir also wissen, dass eine bestimmte Menge _irgendwann_ erschöpft sein wird, dann haben beide Aussagen Bestand. Nämlich diejenige einer Umverteilung und dem bewussten Umgang mit Ressourcen (was Deiner Aussage entspricht und übrigens auch durchaus meine Meinung widerspiegelt), sowie diejenige die das Bevölkerungswachstum (meine und Gabis Kernaussage betreffend der langfristigen Weltanschauung). Denn letztlich – und das führt uns zu meinem Rechenbeispiel – ist es massgebend, wie schnell das Wachstum der gesamten

      • Pixel sagt:

        Population voranschreitet. Folglich müssen kurzfristig die Maßnahmen der Umverteilung und der Nachhaltgkeit eingeleitet und langfristig das Wachstum berücksichtigt werden. Wir wissen nicht genau WANN, aber wir wissen DASS die Ressourcen ausgehen werden. Das WANN hängt von BEIDEN Parametern ab.

    • Blitz Blank sagt:

      Das wars von mir. Zu schwere Kost für die Nacht.

      Gute Nacht!

  • just me sagt:

    @ Katharina — 18. September 2012 um 14:49

    von wegen China…, „right on the money“… +, war es nicht Mao der einmal gesagt hat: „wenn nur drei Menschen die ultimate Weltkatastophe überleben…., sind zwei davon Chinesen….!!! 🙂 They will win by the cheer numbers…!!!

  • Klicki sagt:

    „Besonders betroffen sind Nigeria, Afghanistan und Pakistan.“ Beim Schreiben dieses Satzes hätte der Autorin ein Licht aufgehen müssen, dass das Problem möglicherweise nicht finanzieller Art ist. Tatsächlich sind es die Taliban in Afghanistan und Pakistan und ihre islamistischen Kumpanen im Norden Nigerias, die die Polio-Impfung sabotieren. Dieses Problem ist leider nicht mit einem Franken pro Kind zu lösen.

  • Das ist mal wieder übelste Volksverhetzung! Die meisten der Kinder in Afrika die an Kinderlämung erkrtanken, tun dies nachdem sie „dagegen“ geimpft werden! Aber eben, die Schweiz ist ein Pharmaland! Deckel drauf!

    • Valeria sagt:

      Was Sie hier schreiben, ist schlichtweg falsch.

    • Gabi sagt:

      Ach was?

      – Und wahrscheinlich sind die Allermeisten, die sich unter den weisen Ku-Klux-Klan Spitzhauben verbergen Neger!

      Also das ist jetzt wirklich absurd.

      Wenn´s an dem läge, dann müssten in der Schweiz ja auch Massen von Kindern an Kinderlähmung sterben: Alle geimpft!

      (und das muss ich nun sogar als Impfkritischer hinschreiben: eine Schande!)

  • Sina sagt:

    Wo sind jetzt die Impfgegner?

  • Stefanie sagt:

    Ein Franken pro Kind reicht also aus. Dann ist das Problem ja gelöst. Da braucht der Staatspräsident ja nur seinen Loft Nr. 5 im Zentrum Londons zu verkaufen und alle Kinder seines Landes sind geimpft.

    • xyxyxy sagt:

      das sind eben die Nebenwirkungen von solchen dummen Statements, wie „mit einem Franken….“
      Prinzipiell kann man die Probleme der Welt eben NICHT mit Geld lösen. Man kann zwar theoretisch berechnen, wieviel eine Lösung des Problems kosten würde.
      Aber solche Berechnungen sind stets von naiven Schreibtischtätern. Die Probleme sind letztlich strukturell, (Kulur, Religion, Machverhältnisse etc.) verankert. Geld nützt da meist wenig, bis gar nichts, bis das Problem sogar verschlimmernd ….
      Ist leider so.

      • alien sagt:

        Mit Geld liessen sich in der Tat diverse wichtige Probleme der Welt lösen. Der CO2-Ausstoss liesse sich mit kräftigem Geldeinsatz deutlich verringern, der Hunger ebenfalls, Krankheiten auch. Mit einer Billion Dollar etwa würde sich sehr sehr viel tun lassen.

        Und wie oft wurde in den letzten Jahren Billionen in die Systeme gebuttert, um sie am Rödeln zu halten? Das Geld geht an den falschen Ort.

      • xyxyxy sagt:

        haben sie in Krisengebieten gelebt und sich humanitär engagiert? Haben sie die Landessprache erlernt, so dass sie wirklcih verstehen konnten, was im Land geschieht (und waren nicht nur Teil des naiven Ausländerghettos)?
        Falls Nein, können sie kaum wissen, ob ihre Aussage auch nur das geringste mit der Realität zu tun hat.
        Ich habe zahlreiche Hilfsprojekte gesehen, die nicht am Geld scheiterten, sondern an den Punkten, die ich erwähnt habe.
        Wenn Geld das einzige Problem wäre, hätten wir die globalen Probleme schon längst gelöst. Geld ist das geringste Problem.
        Glauben Sie mir alien.

      • xyxyxy sagt:

        sorry alien, aber meine Antwort hängt völlig unverständlich in der Schleife.
        Falls sie dann mal erscheint: glauben Sie mir. Bitte. Ich könnte ihnen stundenlang Geschichten erzählen, warum Geld nur vordergründig das Problem ist.

  • Martin sagt:

    Nach der Jahrtausendwende stand die Polio kurz vor der Ausrottung, dank grosser internat. Anstrengungen unter Schirmherrschaft der WHO. Dann aber, und das findet leider keine Erwähnung im Beitrag, haben islamistische Opinion Leaders begonnen, gegen diese „westliche“, „unislamische“ oder gar „amerikanische“ (was für ein Uebel…) Impfung Stimmung zu machen, was insbesondere im bildungsfernen Muslimgürtel von Westafrika erfolgreich jede Anstrengungen zunichte gemacht. Mit der Konsequenz, dass die Welt heute viel weiter von der Ausrottung dieser schrecklichen Krankheit weg ist als vor 10 Jahren.

  • Nathalie sagt:

    Bin sehr kritisch gegenüber Entwicklungshilfe und NGOs, da ich die aus meiner zweiten Heimat näher kenne. Viel eigeninteressengetriebene heisse Luft steckt dahinter. Aber ich kenne auch Einzelpersonen (z.B. von Médecins sans Frontiers), die unsägliches persönliches Leid über sich haben ergehen lassen, nur um einzelnen Menschen direkt und unmittelbar in schwierigen Situationen beizustehen. Geburtshilfe im Kugelhagel z.B. In diese Kategorie ordne ich auch Impfungen ein. Ansonsten politscher/wirtschaftlicher Druck und Förderung von Unternehmertum. Alles andere erwies sich als wirkungslos.

    • Carolina sagt:

      Damit bin ich einverstanden. Aber um wieder bei der Diskussion um Fair Trade anzuknüpfen: wir alle können einen (kleinen) Beitrag dazu leisten, dass neokolonialistische Tendenzen unterbleiben: heutzutage gibt es Shitstorms, die den Betroffenen wirklich das Herz in die Hose sinken lassen. Und ich halte private Hilfe, die relativ ungefiltert durch grosse Organisationen, dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird, für die beste Option. Wie vorsichtig man auch mit NGO’s mit untadeligem Ruf sein muss, habe ich vor einiger Zeit von nahen Verwandten erfahren, die für MdF arbeiten, unter

      • Carolina sagt:

        Einsatz ihres Lebens: auch dort ist man nicht gegen politische Einflussnahme und ideologisches Ausnutzen gefeit und genau das macht diese Art von Hilfe, so unschätzbar wichtig sie im Einzelfall ist, dann doch fragwürdig.
        Nathalie, berichten Sie doch bitte ein bisschen mehr (wenn Sie können): diese Art von Erfahrung aus erster Hand ist selten und wertvoll für uns alle…..

      • xyxyxy sagt:

        ich teile Nathalies – SIcht, da ich selbst einige Jahre im Krisengebiet gearbeitet und die „Szene“ vor Ort kennen gelernt habe.
        Das Problem sind nicht nur die Hilfsorganisationen, sondern leider allzu oft, die Hilfe empfangenden, die korrupten Strukturen und die kultivierte Empfängermentalität, welche jede Eigenentwicklung verhindert.

        Dennoch bleibt es ein Dilemma. Jede Seite hat stimmige Argumente.

      • Gabi sagt:

        xyxyxy gelesen, marie?

        Es ist ein wenig komplizierter als die einfache s/w-Schablone vorgaukelt.

      • marie sagt:

        auf ihre meinung, haltung lege ich keinen wert. was xy hier beschreibt ist mir bestens bekannt.
        gute nacht und lesen sie bbs post in ihrem thread auf seite 2… danke und gute nacht.

  • Auguste sagt:

    hmm…, also wenn sie mich jetzt so direkt fragen fisher queen – ich habe letzten winter unseren stadtpräsidenten bei passender gelegenheit unter vier augen dazu angeregt, die fussballgoals auf den spielplätzen mit tornetzen auszurüsten, wie es sich gehört. trotz hooliganismus-einwand seinerseits hängen da seit frühling grüne netze.

    klar, die welt habe ich damit kaum verbessert, aber das gefühl, wenn ein torschuss das netz aufbauscht, sollte keinem kind vorenthalten bleiben. das scheint auch die bunte mini-uno-vollversammlung zu finden, die dort jeweils jubelnd rumtobt.

  • Vielleicht sollte man sich überlegen ob wirklich nur das Geld hilft…. !

    • Hermann sagt:

      Man denke an China, das heute zur Weltmacht wird, und das nicht durch westliche Entwicklungshilfe. Schon mal darueber nachgedacht?

      • Katharina sagt:

        „das nicht durch westliche Entwicklungshilfe“ – stimmt eigentlich nicht ganz. Einerseits ermöglichte Bill Clinton mit einem Sonderstatus Chinas als US Handelspartner erst jenem Land den Zugang zu unserem Absatzmarkt und zweitens waren die Chinesen schlau genug, dass Entwicklungszusammenarbeit nur mit Know How Transfer (‚joint ventures‘) erst den Zugang zum chinesischen Arbeitsmarkt ermöglichte. der Westen hat aber einen sehr beschränkten Zugang zum chinesischen Inlandsmarkt. Auch das ist Entwicklungshilfe und soll als Warnung dienen für diejenigen die naiv Entwicklungszusammenarbeit sagen.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Wollen sie tatsächlich China mit Afrika vergleichen? China ist vermutlich das Land der Welt, dass die längste Zeit überhaupt eine Weltmacht war. Sie hatten in den letzten gut 200 Jahren einfach eine Baisse, v.a. da sie wegen der IR für einige Zeit zu einer Art Quasi-Kolonie wurden.
        China hat sich immer wieder von schwierigen Situationen erholt. Der unglaublichen Masse an verfügbaren Arbeitskräften und einer gewachsenen Leistungs- und Leidenskultur sei dank.

      • Katharina sagt:

        meinem Sie mich, MdH?

  • sepp z. sagt:

    Bin als Kind dieser Art von Entwicklungshilfegedanken aufgewachsen. Gute Absichten allenthalben. Fünfliber für christl. Projekte in islamischen Ländern gesammelt in der Sonntagsschule. Irgendwann gesehen, dass die Entwicklungshilfe aus jenen Ländern kommt, welche die viel grösseren Profite dort auch machen: USA, Europa, China… Die Rolle des IWF und auch NGO’s ist eigentlich eine Weiterführung des modernen Kolonialismus-Gedankens: Wir oktroyieren den vermeintlich rückständigen Gesellschaften unser System auf. Entwicklungshilfe in heutiger Form ist unzweifelhaft ein Teil dieses Systems.

    • marie sagt:

      die alternative wäre doch entwicklungsZUSAMMENARBEIT. was könnnen wir tun, damit wir etwas bewegen können? ein wenig genügt, da wir von den ärmsten menschen der welt sprechen. oft reicht sauberes wasser und minimale hygiene schon um eine verbesserung, die sich positiv auf die lebensqualität einer gemeinschaft auswirkt.
      (entwicklungsHILFE ist in der tat alles andere als optimal, u.a. wegen den von ihnen benannten gründen.)

  • Hannes Witzig sagt:

    Ist es nicht tragisch, dass jährlich (etwas) mehr Schuldzinsen von Entwicklungs- in Industrieländer fliessen, als Hilfsgelder in Entwicklungsländer?

    • sepp z. sagt:

      und wahrscheinlich dürften ein vielfaches mehr Gelder von internationalen Firmen (miller beer ist gut recherchiert, aber auch rohstoffkonzerne, nestle etc) zwecks Steuervermeidung durch Transfer in die Schweiz jenen Ländern entzogen werden und in der Schweiz lumpig billig versteuert werden, als dass Hilfsgelder aus der Schweiz wieder dorthin fliessen.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Terre des hommes, Terre des femmes, AHA-Foundation, Helvetas, WWF, Greenpeace, den Samariterverein und die REGA unterstütze ich mit jährlichen Beträgen. Am meisten am Herzen liegt mir diese kleine Organisation, die ausschliesslich ehrenamtliche Mitarbeiter hat, gegründet wurde von einem ehemaligen Waisenkind, der in Deutschland aufwuchs, Medizin studierte und dann das Tadra-Projekt gründete:

    http://www.tadra.de/

    Man kann Patenschaften übernehmen für einen monatlichen Betrag. Einmal im Jahr kann man die Kinder, zusammen mit den Organisatoren, besuchen.

  • al sagt:

    Impfungen sind Pharmadreck!!!

  • just me sagt:

    …, mal sehen ob ich in dem Land in dem ich (und meine Frau) leben eine Foundation gründen können um solce Umstände zu unterstützen…!

    Danke Frau F. für Ihre Gedanken.

    Grüsse von QRO

    PS. schreiben Sie wohl mal noch ein „Retrospekt Beitrag“ über Ihre Kolumbian Erlebnisse…? Wäre sicher interssant…!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Super Beitrag Frau F,
    und nun Feuer frei für alle denen es am Herzen liegt über alle möglichen Initiativen die,
    auch unter eigenen beträchtlichen Kosten, eben genau diesen Unterschied machen wollen!

    Ein grosses Lob an alle welche sich hier und anderswo mit zeitlichem Engagement und in Kauf genommenen finanziellen bis gesundheitlichen Einbussen für diejenigen einsetzen,
    welchen die Basis zur Veränderung erstmal erschaffen werden muss.
    Das sind Menschen die unser Planet braucht und auf die es ankommt.
    Ich schau abends vorbei und zähl die Einschüsse…

    • marie sagt:

      schliesse mich vollumfänglich brunhild steiner an.
      danke frau f, danke brunhild!
      (brunhild. einschüsse? schützengräben und zerbombte threads… werden wohl leider eher der fall sein.)

      • Fistik sagt:

        Ihr beide habt wohl bei der Fairtrade-Diskussion O (!) Begriffen … bum-bum-bum-bum-tatattatata..bum-bum ❓ ❓

    • Carolina sagt:

      Marie, warum die vorauseilende Negativität? Ich z.B. erlaube mir jetzt einfach mal, ML zumindest in Teilbereichen zuzustimmen. Wir wissen, wenn wir zuhören, mittlerweile, dass Mrd über Mrd an Entwicklungshilfe versandet bzw in den Taschen weniger gelandet sind. Ich stelle deshalb nicht wie ML alles in Frage, aber es muss einfach erlaubt sein, kritisch zu bleiben. Wenn man sich z.B. den Verwaltungsaufwand einiger grosser Hilfswerke anschaut, bekommt man das Grauen. Nur durch aufmerksames Hinschauen und kritisches Hinterfragen, und notfalls Nicht-Spenden, können wir kleinen Helferlein dafür

      • Carolina sagt:

        /2 sorgen, dass hier echte Aufsicht stattfindet. Aggressive Spendenaufrufe, z.B Haustürverträge, bewirken bei mir, dass ich mir diese Organisation näher und kritischer anschaue. Ich habe, für mich, schon lange entschieden, dass mir Projekte in meiner Nähe wichtiger sind – im Sinne von ‚erstmal das eigene Haus in Ordnung bringen‘. Ich engagiere mich zeitlich sehr stark, unentgeltlich, in Bereichen, die auch hier in unserem reichen Land ein Elend sind – z.B. fehlende Hospize, Frauenhäuser, etc.
        Aber nochmals: keine Gedankenverbote, das führt mMn zu Auswüchsen, die niemand will.

      • marie sagt:

        1)
        carolina, zuerst einmal guten morgen, ich hoffe es geht dir gut.
        im h(asi)&m(ausi) gripen blog klar nachzlesen, dass miesepetrige blogger nicht kritisierten (so wie ich es übrigens auch tue, sondern nur MOTZTEN – das meinten brunhild und ich (siehe f hier im thred, er ist speziell hier um zu motzen, wie er eben im benannten blog nur moserte, aber nichts dazu sagte, mit anderen worten es seine tiraden bei denen abfeuerte, gegen die er etwas hat – wie andere übrigens auch im mb). geh mal lesen; und mir wurde infantiles verhalten vorgeworfen, nota bene.
        zum thema:

      • marie sagt:

        2)
        ich finde ein bewusstsein, das fehlverhalten aufzeigt und das negative kritisiert das wichtigste überhaupt. auch ich finde, dass regierungen in entwicklungsländern politisch in pflicht genommen werden müssen. aber sind wir ehrlich, schon nur das thema liberia/blood diamonds: global handelnde firmen im markt von edelsteinen, haben diesen konflikt ja noch angeheizt. da können unsere politiker diese diktatoren noch lange kritisieren, wenn wir unsere wirtschaft nicht im griff haben. (aktuell das thema wasser und nestlé, siehe mein u-tube link)… ist eine verzwickte sache.

      • marie sagt:

        2)
        hierzu einmal mehr: wir haben die wahl. etwas (wie, wo,was auch immer) zu unterstützen (egal wo). aber hauptsache man entwickelt ein bewusstsein – denn das schlimmste, was menschen m.e. tun können ist indifferents verhalten und ignorieren. es ist ja schon ein schritt in eine bestimmte richten, wenn man sich wenigsten gewahr ist, dass man per zufall in der ch geboren ist, man hätte nämlich genausogut in burkina faso zur welt kommen können. deshalb lass uns unsere wahl, freiheiten und diese sicher schötzen und wenn es geht, andere unterstützen, ob im dorf, oder in burkina faso.

      • marie sagt:

        sorry, das war 3)

      • marie sagt:

        und eigentlich müsste ich arbeiten… deshalb bis evtl. später.
        🙂

      • Fistik sagt:

        marie…sie wollten sich doch erst am Abend wieder melden ???

        Auf ihren einfältigen Umgang mit Kritik habe ich nur noch ein neues volles (!) Magazien übrig…..sie Stammtischflöte 😥

      • Carolina sagt:

        Marie, wir hatten doch mal ein Symbol ausgemacht – einen Fisch, wenn ich mich recht erinnere?

      • marie sagt:

        carolina… in solchen fällen würde nur ein stinkender fisch nützen, leider virtuell nicht möglich…

      • Fistik sagt:

        Logisch , dass SIE mit gerade genannter Funktion, DEN auf Vorrat haben, marie ! 😆

      • Katharina sagt:

        @marie, „das schlimmste, was menschen m.e. tun können ist indifferentes verhalten und ignorieren.“

        also echt. Du bist nun die letzte die so was in den Raum stellen sollte nach der ‚Diskussion‘ im anderen thread betreffend fair trade. denn wer tagelang sich indifferent und ignorant verhalten hat, bist gerade Du (unter anderen). Wenn Hinweise nicht gelesen werden, Videolinks nicht angeschaut werden, die das Ganze in einer etwas realeren Perspektive zeigen, und wenn auf sachliche Hinweise (da auch diejenigen von Nico) in einer derart kindischen Weise reagiert wird wie Du das machtest:

      • Katharina sagt:

        @marie,2: Dich auf einen Tr0llwar einlässt, statt den sachlichen Argumenten, plus deren Unterstützung… nicht eingehst, dann bist Du unglaubwürdig, vor allem wenn der Ton HIER dann quasi pro-aktiv meinungsgängelnd ist.

        Es ist genau diese Haltung, die eben die meisten solcher Projekte zum Scheitern bringen, weil solche Leute schon beim Wort process engineering, compliance und all die anderen Aspekte der realen Welt ausblenden und den beelzebub riechen. idiotisch, echt. sorry.

      • Katharina sagt:

        @marie,3: Ganz abgesehen, dass viele aus den NGOs die gleichen fatass Funktionäre sind die sich in Lagos im teuersten Hotel niederlassen wie deren Counterparts, den EU Kommissaren usw. und mit dem Machthaber ein paar PowerPoint Folien austauschen und schwülstige Reden führen. Das Geld fliesst mittlerweile Brüssel – Lagos – Zürich.

  • marie sagt:

    dies sollte uns zu denken geben, ein aktueller beitrag zum thema wasser und m.e. die fratze des profitierenden westens:
    http://www.youtube.com/watch?v=8e7ea_pqBic
    (nestlé ist übrigens nicht die einzige firma, die so handelt, aber einer der grössten global handelnden firmen in diesem bereich)

    • marie sagt:

      unter fratze des westens meine ich auch global handelnde firmen aus schwellenländer, die so handeln, um mit den industrieländern mithalten zu können.

  • marie sagt:

    wasserprojekte. denn am meisten sterben kinder in entwicklungsländern an den folgen verschmutzen wassers.
    http://www.caritas.ch/de/spenden/themenpatenschaften/wasser-fuer-alle/

    • GK sagt:

      Ist leider auch komplexer: tiefere Brunnen>sauberes Wasser>mehr Kinder überleben>höherer Wasserverbrauch>Grundwasserspiegel sinkt>in 20 Jahren stehen wir genau dort, wo wir jetzt sind.
      Kein Hilfsprojekt, das die Sterblichkeit senkt, kann _langfristig_nachhaltig_ sein, wenn es nicht mit Familienplanung verbunden wird.
      Auch nicht, wenn man Afrika sämtliche Schulden erlässt und nur noch fair trade kauft.

      • Brunhild Steiner sagt:

        das eine schliesst das andere ja nicht aus,
        aber ohne sauberes Wasser sterben auch familiengeplante Kinder…

      • Katharina sagt:

        gehört hierher:

        hier zeigt sich aber genau das Dilemma. GK hat sachlich gesehen recht. der hohe Verbrauch von Wasser entstand durch die Umstellung auf westliche Agrartechnologie – oft mit westlicher Entwicklungshilfe. erst dadurch verknappte sich das Wasser.

        aber: der Zuwachs der armen Bevölkerung und deren Wegzug in die Slums der Megalostädte erhöht den Ressourcendruck dann dort zusätzlich. eine Spirale.

        Entwicklungshilfe bedeutet somit, dass die Agrarproduktion auf Methoden umgestellt (genauer zurückgestellt) wird, die im gegebenen Wasserkreislauf und -haushalt überhaupt machbar ist.

      • Gabi sagt:

        Nicht überall zwangsläufig.

        Nehmen Sie das irgendwo angeschnittene Bsp. Nigeria:

        Die öffentliche Wasserversorgung ist längst zusammengebrochen. Jedoch NICHT aufgrund mangelnder Ressourcen (oder höchstens in jenem Sinne, dass die Verantwortlichen sich grad nicht drum kümmern konnten, weil zu viele Ressourcen in den Ministerien für betrügerische Mails à la „Hello my name ist… I have to inform you that… the money will be…“ bliblablo gebunden sind).

        Dass da Private wie Nestle reingehen, kann ich nicht einfach nur Nestle vorwerfen. Und dass da einfach der Westen schuld sei, find ich

      • Gabi sagt:

        ebenfalls grotesk und den Spruch, dass Rohstoff/Energiereichtum schon aus prinzip verdirbt, kann ich als Norwegen-Fan grad mal überhaupt nicht mehr ernst nehmen.

        Wo Sie den Satz “Wenn man Spannungen nicht lösen kann, muss man sie verschärfen, damit sie sich mit der dadurch entstehenden eruptiven Gewalt lösen” her haben, konnte ich nicht entdecken, Katharina.

        Er klingt schrecklich und hart. Dennoch muss die Frage auch erlaubt sein, ob – oder wie – Leben rund ums Nigerdelta in dieser Art und Weise noch lange weiter gehen könnte, wenn man die Probleme im eignen Saft ersaufen würden.

      • Gabi sagt:

        Womit dann – zynischerweise und als gelungene Pirouette – ja auch wieder ein Konzern wie Nestle an der Prolongierung des Elends mit verantwortlich ist.

      • Katharina sagt:

        und das bedingt auch eine Geburtenkontrolle. Ohne die ist ein den Gegebenheiten des Wasserhaushaltes angepasste Landwirtschaft gar nicht möglich.

        womit wir genau wieder bei den internationalen Konzernen sind. diesmal im Agrotechnologie Bereich (e.g. Monsanto).

      • Katharina sagt:

        „Wo Sie den Satz “Wenn man Spannungen nicht lösen kann, muss man sie verschärfen, damit sie sich mit der dadurch entstehenden eruptiven Gewalt lösen” her haben, konnte ich nicht entdecken, Katharina. “ stand in MLs Post weiter oben. gehört nicht in diesen subtread.

      • Gabi sagt:

        Ah… Okay. Merci.

      • Katharina sagt:

        gabi, wir reden hier von Entwicklungshilfe (sog. ‚Drittweltländer‘).

        Betreffend dem für das Überleben so wichtigen Wasserhaushalt: kommt aus diesem Video:

        http://www.youtube.com/watch?gl=DE&v=S9pFukKweuM

        In diesem werden die grösseren Zusammenhänge gerade betreffend Grundwasser und dessen verbrauch gut gezeigt. auch die globalen Zusammenhänge dazu. Nigeria kommt darin übrigens auch vor.

  • Muttis Liebling sagt:

    Diese Haltung ist grundsätzlich falsch. Jedes Quant Privatinitiative führt zur Rücknahme von 10 Quant öffentlicher Initiative. Das ist vergleichbar mit dem Verhältbis von aktiver zu passiver Immunisierung.
    Wenn man Spannungen nicht lösen kann, muss man sie verschärfen, damit sie sich mit der dadurch entstehenden eruptiven Gewalt lösen. Niemals lindern. Letzteres zu versuchen, ist eines der vielen Fehlverständnisse z.B. der Schweizer.

    • marie sagt:

      was schlagen sie vor?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Muttis Liebling:
      wie schon immer wenn es um Hilfsprojekte geht, ob nun Kinderdörfer oder anderes hier drin schon diskutiertes-
      wir im so hochstehenden Westen haben dieses Niveau nicht aufgrund Gewalt, welche sich bloss auf unsre Zone beschränkte, erreicht, sondern ua aufgrund Erschaffung Abhängigkeitsverhältnisse anderswo.
      Ich finde es unsäglich zynisch sich mit solchen Worten von Leid und Elend distanzieren zu wollen,
      noch dazu überzeugt, nur so leiste man die wirklich wahrhaftige Hilfe.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Volle Zustimmung, Brunhilde! Den notleidenden Kindern – im Tibet z.B. erfrieren sie während der strengen Winter von 30 Minusgraden und mehr – ist egal, woher die Hilfe kommt, Hauptsache, sie überleben.

        Die Hilfsbereitschaft von Menschen zu verunglimpfen ist billig und angesichts des Leids zynisch. Es sind dieselben Mechanismen, welche fairen Handel als falsch darzustellen suchen, nur weil es auch in diesen Organisationen noch einiges zu verbessern gibt. Dahinter steckt nichts als Egoismus! Privatinitiative vermag so viel, gerade kleine Organisationen leisten Enormes.

    • Ruedi sagt:

      Richtig ML!
      Die korrupten Politiker in Nigeria werden so ihrem Volk weiterhin nicht helfen. So lange die Ausländischen Spendengelder fliessen und ihnen diese Aufgabe abnehmen, werden die Politiker sich weiterhin auf Kosten des eigenen Volkes selbst bereichern und ein Leben im Luxus führen, und sich an jedem Franken an der Dummheit des Spenders erfreuen. Während das Volk mangels Bildung und dadurch fehlender Familienplanung mit Verursacher des Problems ist.

      Spenden-Entwicklungshilfe kann nur dann wirksam sein wenn sie nachhaltig ist. Und mit klaren Forderungen an die Regierungen verknüpft ist

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dagegen spricht überhaupt nichts, staatliche Hilfsprojekte haben sogar die Pflicht, Forderungen zu stellen, nur so ist Hilfe nachhaltig. Anders die privaten Organisationen, die haben diesbezüglich keine Möglichkeiten, sie müssen sich auf die direkte Hilfe beschränken. Man sollte dies nicht vermischen.

      • Gabi sagt:

        Selbstversorger nach Bangladesh!

        😉

    • Nathalie sagt:

      Bin nicht einverstanden. Ich denke, die richtige Massnahme besteht aus einem Mix aus wirtschaftlichem/politischem Druck auf öffentlicher Ebene und individueller Hilfe auf privater Ebene. In der Tat sollte jede Massnahme auf ihre wahre Wirkung überdacht werden, aber wenn sie ein Kind vor einer schlimmen Krankheit retten, ist es irrelevant, wer der Retter ist. Das private Interesse überwiegt in diesem Fall das öffentliche.

      • Ruedi sagt:

        Entwicklungshilfe u.Spenden Lösung? Oder die Ursache und Brandbeschleuniger der Probleme?

        Eine Regierung oder ein Volk das Gratis und Bedingungslos zu Hilfe(Geld)kommt wird alles tun um die Bedürftigkeit aufrecht zu erhalten, um den Geldfluss nicht zu stoppen.

        Solche Hilfen sind zum scheitern verurteilt und ein Fass ohne Boden. Jegliche Eigeninitiative/Verantwortung wird durch solche Hilfen verhindert, und fördert nur den Ruf nach noch mehr Gratis-Hilfe.

        Es ist auch ein Mentalitätsproblem des vom Hand in den Mund Denkens, nur soviel zu tun um gerade im Heute satt zu werden ohne an den Morgen denken zu wollen. Den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, ohne sich Anstrengen zu müssen ist tief verankert und wird durch Gratishilfe nur gefördert

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ruedi:
        die Zeiten des einfach „Hilfeleistung ausschütten“ sind schon länger vorbei,
        heute geht es in der Regel immer um Hilfe zur Selbsthilfe, um Zusammenarbeit, mit Ziel längerfristig die Angelegenheit der lokalen Bevölkerung zu überlassen- weil sie es durch den Einsatz der Helfenden vor Ort mitsamt der persönlichen Kontakten, eben auch gelernt haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gerade bei Kindern ist die Hilfe eine Hilfe zur Selbsthilfe, wenn sie medizinisch versorgt werden, genügend Essen und Schulbildung bekommen. Nur durch Bildung sind sie später im Stande, ein menschenwürdiges Leben aus eigener Kraft zu führen. Deshalb sind Patenschaften für Kinder so etwas wunderbar Dankbares, es gibt nichts, das nachhaltiger wäre! Wenn durch die Vorstellung des Tadra-Projekts hier in diesem Blog auch nur eine Patenschaft resultieren würde, wäre das ganz toll.

        http://www.tadra.de/

        Es sind alles tibetische Waisenkinder, die kaum eine Überlebenschance haben ohne Hilfe.

      • Katharina sagt:

        hier zeigt sich aber genau das Dilemma. GK hat sachlich gesehen recht. der hohe Verbrauch von Wasser entstand durch die Umstellung auf westliche Agrartechnologie – oft mit westlicher Entwicklungshilfe. erst dadurch verknappte sich das Wasser.

        aber: der Zuwachs der armen Bevölkerung und deren Wegzug in die Slums der Megalostädte erhöht den Ressourcendruck dann dort zusätzlich. eine spirale.

        Entwicklungshilfe bedeutet somit, dass die Agrarproduktion auf Methoden umgestellt (genauer zurückgestellt) wird, die im gegebenen Wasserkreislauf und -haushalt überhaupt machbar ist.

      • Katharina sagt:

        (gehört weiter unten hin)

    • Katharina sagt:

      „Wenn man Spannungen nicht lösen kann, muss man sie verschärfen, damit sie sich mit der dadurch entstehenden eruptiven Gewalt lösen“ – bedeutet nichts anders als Krieg. Und wie das funktioniert und wie Spannungen angeheizt werden, damit es knallt, können wir auf dem Unterhaltungskanals des Systems, genannt Politik, tagtäglich anschauen.

  • Ruedi sagt:

    Trotzdem sollte dabei nicht vergessen werden das dem Bevölkerungswachstum der Erde natürliche Grenzen gesetzt sind. Kinder die als Erwachsene ein Leben in extremer Armut leben müssen, sind alles andere als glücklich. Ein Teil des Puzzles ist auch die mangelhafte Verhütung die gerade in armen Ländern ignoriert wird, wo Kinder, Kinder zur Welt bringen.

    • Nathalie sagt:

      Mit dem Statement bezüglich Verhütung bin ich voll einverstanden, schliesslich bekommen in diesen Ländern gerade auch viele Frauen unfreiwillig zu früh oder zu viele Kinder… Ansonsten finde ich, die Überbevölkerung der Erde rechtfertigt nicht Eingriffe von Menschen in die körperliche Integrität anderer Menschen. Egal, wie alles enden wird.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Das sehe ich genau so. Natürlich gibt es 1000 Dinge, die eigentlich ziemlich günstig wäre und den Betroffenen viel Leid ersparen könnten. Alles zusammen wird natürlich nie gelöst werden (können). Aber wie Sie sagen, jedes Puzzleteil hilft.

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