Bier für Kinder – eine Schnapsidee

Grosser Durst: Bub an einem Bierfest in Tallin 2005. (Bild: Keystone)

Grosser Durst: Bub an einem Bierfest in Tallin 2005. (Bild: Keystone)

Es ist süss, kalt und schmeckt leicht nach Bier: Bilz – alkoholfreies Bier mit Limonade. In unserer Badi ist das Getränk diesen Sommer voll angesagt: Statt ein Magnum oder eine Rakete kaufen sich die Kids «das Bier mit dem Blitz drauf». Es ist überaus cool, das Panasch zu trinken und sich mit der bunten Büchse zu zeigen.

Die Eltern scheinen damit kein Problem zu haben. Weshalb auch. Es ist ja alkoholfrei. Es enthält zwar viel Zucker und Säuerungsmittel, doch Cola, Sinalco und andere Süssgetränke sind in dieser Hinsicht auch nicht besser. Die befreundete Mutter eines Zehnjährigen gibt sich pragmatisch: «Bloss weil es ein bisschen nach Bier schmeckt, wird mein Sohn ja nicht gleich Alkoholiker.»

Damit hat sie sicher nicht unrecht. Auch ich weiss natürlich, dass ein Kind wegen eines Bilz nicht sofort zum Alki wird. Genauso wenig, wie wenn es von einem Gericht isst, das ein wenig Alkohol enthält – oder mal ausnahmsweise vom Rotwein der Eltern kostet.

Trotzdem sehe ich das Ganze etwas anders: Ich finde, Bier gehört nicht in Kinderhände – ob mit oder ohne Alkohol. Die Kids lernen durch das süsse Panasch den Biergeschmack kennen und gewöhnen sich daran. Die Schwelle, schon bald ein herkömmliches Panasch oder Bier zu kaufen – also mit Alkohol – wird dadurch womöglich kleiner.

Interessant ist übrigens, dass die befreundete Mutter, die es okay findet, dass ihr Sohn an Badi-Tagen Bilz aus der Büchse trinkt, ihm kein offenes Panasch erlauben würde: Ein alkoholfreies Bier gemischt mit Citro würde sie ihm nicht durchgehen lassen, sagt sie. Obwohl es doch eigentlich dasselbe ist.

Was ist Ihre Meinung? Sollen Kinder alkoholfreies Bier trinken dürfen?

gabi15x150Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines zehnjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.

221 Kommentare zu «Bier für Kinder – eine Schnapsidee»

  • Laxus Deyar sagt:

    2012 ist reichlich spät für einen solchen Beitrag über eine Limonade auf Bierbasis. Bereits 1995 gab es dieses Getränk, und auch viele andere. Was ist denn Ihrer meinung mit Rimus ? Sollte das die kinder zum Sekt oder Weintrinken animieren.. oder Apfelschorle für zukünftige Apfelwein geniesser ? Kennen sie die Selecta Automaten ? bei denen kann man seit längerem schon Hanf Eistee kaufen.. Böse.
    Meiner meinung nach kann man es reichlich übertreiben. Aber es sind ja Ihre Kinder und da ist es auch Ihnen überlassen wie sie jene erziehen.

  • Doris sagt:

    Wieso sollen Kinder zwangsläufig auf Bier mit Alkohol umsteigen, wenn das Alkoholfreie doch genauso schmeckt und erst noch günstiger ist? Meine Kinder trinken gerne alkoholfreies Bier (ohne Blitz) und Mineralwasser ohne Sirup. Sirup ist gesundheitlich ebenso bedenklich…zuviel Zucker. Da alkoholfreies Bier mittlerweilen gesellschaftlich anerkannt ist, macht es gar keinen Sinn wegen des Gruppendruckes auf alkoholhaltiges Bier umzusteigen. Wo also bitte ist das Problem? Wichtig ist doch, dass wir Eltern ein gutes Beispiel abgeben, oder?

  • Daniel Münger sagt:

    Gebt den Kleinsten ruhig echtes Bier. Am besten gleich nach einem feinen Glace. Und steht zur Seite, es kommt so schnell wieder raus, wie es rein ging. Wääääck, soo gruusig! – Verfälschtes Bier ist für Kinder allerdings absoluter Schwachsinn! Aber wer schon simpelste Verkehrsregeln nicht beherrscht, dem wird man auch in diesem Fall nichts sagen dürfen…

  • Lidija Jametti sagt:

    Mit einem Getränk löscht man Durst. Ein Kind kann es nicht seine Empfindungen konkret formulieren und wenn er als Kind nur den Bier als Durstlöscher zum trinken bekommt, dann ist er mit 12 schon ein Alkoholiker.
    Ich trinke nur Mineralwasser mit Sirup. Das empfehle ich allen Kindern als Durstlöscher. Später dann nur wasser als Durstlöscher.

  • Peter sagt:

    Der massvolle Umgang muss gelernt sein. Ob mit Bilz, Bier, TV, Playstation, Smartphone, Süssigkeiten oder was einem Kind oder Erwachsenen so vorgesetzt wird.

  • Max S. sagt:

    Man kann Kindern ruhig einmal einen kleinen Schluck richtiges Bier zu trinken geben. Sie verstehen dann, wie sehr ihr Vater zu leiden fähig ist, wenn er eine ganze Flasche so kalte und bittere Flüssigkeit austrinken muss. Bäh, so etwas trinkt man doch nicht!

  • Jon Keller sagt:

    Keine Ahnung, ob Bilz späteren Bierkonsum begünstigt, ich bezweifle es aber stark. Es gab das Getränk schon während meiner Kindheit und von meinen Schulkollegen hat keiner eine Karriere als Alkoholiker angefangen (und ich auch nicht, btw).
    Wo ich mir hingegen sicher bin ist, dass, wenn man Kindern Dinge verbietet, die alle Gleichaltrigen dürfen, man soziale Isolation fördert und das Selbstwertgefühl verringert und dies definitiv psychologische Schäden hinterlassen kann.

  • Rolf Raess sagt:

    Mit über 300’000 Alkoholikern in der Schweiz, die unterstützt werden müssen, muss doch auch wieder für Nachwuchs gesorgt werden… Die volkswirtschaftlichen Kosten des Alkohols sind enorm und die Polizeiausgaben um, seit Jahren, einigen Haschrauchern nachzuspringen auch… Verhältnisblödsinn oder „ein Schelm, wer Böses dabei denkt“.

  • Pascal sagt:

    Armes kind – bei so viel supression und kontrolle wird das ne tolle pubertaet und mal sehen ob es dann einen unterschied macht ob es kein Bilz hatte. Nehme an, dass hier auch noch andere bereiche zum schutz des kindes ausgeblendet wurden – ist ne tolle sache wenn das alles hochkommt und in jugendlicher revolution ausbricht!

  • Hitz sagt:

    Also, ich wuchs in einem Elfenbeinturm auf einem hohen Hügel auf. Meine Eltern fütterten mich ausnahmslos nur mit Gelée Royal und Honigwasser. Meine Tage verbrachte ich konsequent damit, Ballett zu lernen, Violine zu spielen, mir Chinesisch anzueignen und Ponys zu reiten (wobei diese kastriert und die „bestimmten Stellen“ mit einem tragbaren schwarzen Balken überdeckt waren). Fernsehen gab es nicht, aber ich durfte manchmal eine Stunde lang in ein Kaleidoskop schauen.
    Ich bin überzeugt davon, dass das die einzige Methode ist, Kinder so richtig gesund aufwachsen zu lassen.

    • Carolina sagt:

      Unter diesen Umständen könnte man es Ihnen nicht übelnehmen, wenn Sie früh zum Säufer geworden wären…..;-))

      • gabi sagt:

        Den tragbaren, schwarzen Balken find ich besonders praktisch.

        Wie war das eigentlich genau beim Reiten? Ist dann jeweils jemand mitgerannt, um ihn an den richtigen Stellen davor zu halten?

        Das nenn ich mal eine behütete Kindheit und meine, ein reiches Land wie die Schweiz könnte es sich durchaus leisten, alle Kinder derart vielversprechend aufziehen zu lassen. (okay… Anbgesehen von den zersiedelten Flächen, was die Ponyauslauf für alle wohl etwas einschränken würde. – Aber das ist ein anderes Thema!)

        😀

      • Hitz sagt:

        Der Balken wurde angetackert.
        Für Platznot kann man den Ponys meiner Meinung nach auch die Beinchen amuptieren. Es geht ja mehr darum, dass das Kind einen liebevollen Umgang mit Tieren lernt. Laufen müssen sie (die Ponys…also, die Kinder zwar eigentlich auch) dazu nicht zwangsläufig.

      • gabi sagt:

        – Gehen dann notfalls auch als Riesenmeerschweinchen durch: Härzig!

        Hitz… Sie fangen mir an zu gefallen.

        😉

    • Widerspenstige sagt:

      Hitz, Hitz, Hitz….Sie haben zuviele Walt Disney-Filmchen geguckt..meimeimei 8)

      • Carolina sagt:

        WS, würden Sie mir bitte die Disney-Filme bekanntgeben, in denen Ponies kastriert, amputiert und mit angetackerten Balken versehen werden? Oder meinten Sie, dass Hitz in seiner Kindheit einen Harmoniestau entwickelt hat, der jetzt umschlägt?

      • Widerspenstige sagt:

        Liebe Carolina, ich betrachte seine….ähm Ergüsse als reine Ironie. Lesen Sie nur mal seine Kommentare beim Blog über ‚das Buch‘ dieses Sommers….er amüsiert sich köstlich über gewisse Themen hier und schreibt entsprechend abstrakt. 🙂

      • Carolina sagt:

        Ach, Widerspenstige? Gut, dass Sie mir das sagen……;-)) Und den Threat über ‚das Buch‘ habe ich bislang erfolgreich umgangen….

      • alien sagt:

        Threat? Freudscher, Carolina?

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Haha, sehr schön Herr Hitz. Das nenne ich mal einen gelungenen Beitrag. 😉

    • Hitz sagt:

      Mir scheint, hier wird meiner Kindheit nicht mit dem nötigen Ernst begegnet! Mein Pony wäre sehr traurig hierüber. 🙁

      • Carolina sagt:

        Macht ja nix, Ihre schöne Kindheit war sicher auch voll mit differenzierten Sprüchen wie ‚das Leben ist kein Ponyhof‘, oder? Dann wusste sicher auch das Pony Bescheid.

      • Hitz sagt:

        Meine Eltern haben nie differenzierte Sprüche gemacht, sondern nur die griechischen Klassiker, Kant und Adorno zitiert. Alles andere hätte meiner Entwicklung schaden können.

  • Widerspenstige sagt:

    Ist das echt jetzt eine Frage wegen diesem Bilz? Kinder probieren gerne mal, was die Erwachsenen regelmässig zu sich nehmen. Trinken die Eltern regelmässig Bier und/oder Wein Zuhause zum Essen, dann werden sie es mit grosser Wahrscheinlichkeit später auch tun. Trinken die Eltern nur an speziellen Anlässen, Festen etc., dann sehen Kinder schnell, dass dies Ausnahmen sind. Also Vorbild sein!

    Verbieten ist wie überall kontraproduktiv und das beste Beispiel kann in Skandinavien gesehen werden: Die Jugendlichen dort sind sehr schnell richtigehend besoffen nach zwei Becher Bier, da rationiert.

    • Mitleser sagt:

      Ich war 9 Wochen in Norwegen und war in dieser Zeit öfters erstaunt darüber wie viel Getrunken wird. Der Norweger sitzt fast Täglich draussen im Sommer und Trinkt sein Bier. Nicht nur in Oslo. Auch in Trondheim, Dombas, Lom oder Otta überall wurde getrunken. So bald bisschen die Sonne raus kommt, sitzen sie in den Biergärten. Wie es im Winter ist weis ich nur von Freunden die dort Leben oder gelebt haben und es ist eher schlimmer. Besonders wenn man höher geht wie Trondheim.

      • Mitleser sagt:

        2/

        Wenn man bedenkt was eine Flasche Hochprozentiges beim Vinmonopolet oder richtiges Bier kostet (im Supermarkt gibt es nur Dünnbier) erschreckt dies noch mehr.

        Von einem befreundetem Finnen weis ich das es dort auch nicht anders ist was den Konsum angeht. Nur Schweden weis ich es nicht. Dürfte aber kaum anders sein.

        Aber was die Vorbild Funktion angeht muss ich recht geben. Ich lege ein sehr ähnliches Verhalten gegenüber Alkohol an den Tag wie meine Eltern. Sprich es ist ein Genussmittel und wie auch als solches in Massen konsumiert.

      • Widerspenstige sagt:

        Oh, das sind Orte die mich ins Schwärmen bringen…mhhh! Dann waren Sie bestimmt während der schönsten Zeit des Jahres dort oben, Mitleser? Das ist dann aber kein Wunder, wenn die Norweger draussen sind und die nicht untergehende Mitternachtssonne richtig gehend zelebrieren. Trotzdem gibt es nur an bestimmten Tagen in der Woche alkoholische Getränke zu kaufen in diesen Vinmonopolet oder nicht mehr so drastisch rationiert? Dann ist es doch kein Wunder, wenn die Schlange stehen davor und so richtig sich besaufen…hihi. Sonst sind die Norweger sehr höflich, respektvoll und anständig.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Also ich habe nur von Studienkollegen gehört, welche Austauschsemester in Schweden gemacht haben, dass es dort Alkoholmässig nicht anders zu und her gehen soll als hier.
        Die Sache mit der Rationierung gibt es dort anscheinend schon eit 1995 nicht mehr.

      • Mitleser sagt:

        Ja ich war jeweils im Sommer dort und dieses Land sehr schätzen gelernt. Besonders die Gastfreundschaft und Offenheit der Norweger sucht seines gleichen. Ich möchte aber wenn möglich nächsten Februar hoch zum Eisklettern. Mal sehen ob die Finanzen mitspielen.
        Der Alkohol ist zwar immer noch Staatlich jedoch überhaupt nicht rationiert. Dünnbier gibt es im Supermarkt. Hochprozentiges und richtiges Bier jedoch nicht. Wenn man beim Vinmonopolet per Post Bestellt, dann gibt es sogar Mindestmengen welche bestellt werden müssen.

  • Karl Hess sagt:

    …entscheidend für einen vernünftigen Umgang mit Alkohol sind Erwachsene, die sich der möglichen Gefahren des Alkoholkonsums bewusst sind und Kinder oder Jugendliche entsprechend sensibilisieren. Übrigens geht es in einer ausgewogenen Diskussion auch nicht um eine generelle Ächtung des Alkohols, es ist auch nicht so, dass jeder Bilztrinker auf die schiefe Bahn gerät. Es geht darum, den Schaden, den Alkohol an vielen Menschen anrichtet so gering wie möglich zu halten. Dazu hilft auch dieser Blog – herzlichen Dank Frau Fraun.

  • Franz Oettli sagt:

    Also ein Schluck Bier oder Wein schadet bestimmt nicht! Die Kinder haben das Zeugs ja sowieso nicht gern und wollen einfach mal probieren, was die Erwachsenen so trinken. Was haben diese neuen Eltern eigentlich immer für Ängste, spinnen die? Ganz früher gab’s ja die Nuggis, die man vorher in Honig und Alkohol eingelegt hat, damit die Kinder nachher ruhig schlafen. Solches sollte man nicht tun!

    So und jetzt bin ich gespannt, ob es wieder so ein Komedi gibt, bis diese Buchstaben publiziert sind wie gestern. Hei, das war eine Pröblerei!

  • Karl Hess sagt:

    Denjenigen, welche jeweils die Alkoholabhängigkeit ins Feld führen („…bin deswegen heute kein Alkoholiker…“) sei gesagt, dass es nicht nur um Alkoholkrankheit geht, sondern auch um andere Formen problematischen Alkoholkonsums. Täglich 3, 4 oder 5 Gläser Wein oder Bier oder das bekannte binge drinking (regelmässiges Rauschtrinken) sind erwiesenermassen Ursachen für diverse Krankheiten.
    Einen vernünftigen Umgang mit Alkohol lernen Kinder weder, in dem sie einmal Bier probieren und es gruusig finden, noch durch ein bierähnliches Getränk, dessen Konsum bereits mit 10 oder 12 als cool gilt…

  • KClemens sagt:

    Hier in Deutschland scheint es dieses Getränk nicht zu geben. Anhand der Inhaltsstoffe dürfte es nicht „gefährlicher“ als Malzbier sein.

    Dann müsste man auch den Kindern auch das Malzbier verbieten. Interessante Beobachtung am Rande: Bis weit in die 80er, wenn nicht gar in die 90er Jahre hinein wurde Malzbier als für Kinder geeignetes Getränk beworben.

    Seit der Jahrtausendwende, seit die Seher und Heiler (und -Innen) und die Null-Toleranzler das Heft in die Hand genommen haben ist damit Schluss. Als nächstes gibt es sicherlich Kampagnen, alkoholfreies Bier und Wein ebenfalls zu ächten.

  • Thomas N. sagt:

    Ich bin derselben Meinung wie die Autorin. Alkoholfreies Bier hat einen Alkoholgehalt von bis zu 0.5%. Da muss niemand von „es hat kein Alkohohl in alkoholfreiem Bier“ reden.
    Als beobachtender Lehrer sehe ich, dass bei immer mehr Jugendlichen Bier (normales) als Durstlöscher Nr. 1 gilt. Da kann es sein, dass eine Person an einem Abend zwischen 5 und 10 Bier trinkt, und das jeden Tag. Das finde ich sehr bedenklich.
    Darum finde ich auch, dass es nicht sinnvoll ist, ja, sogar gefährlich, Kinder an den Biergeschmack zu gewöhnen.

    • Fistik sagt:

      @ Thomas N,

      «das Bier mit dem Blitz drauf» hat also wirklich 0,0 % Alkohol !..da hat ein reifer Apfel noch mehr Gehalt als dieses Bier.
      Man kann das Ganze auch so sehen, dass gerade Kinderbier mit Limogeschmack die Kinder eher abhält vom „richtigen“ Bier trinken…besser jedenfalls immer noch als die Energydrinks, welche eine regelrechte Plage an den Schulen ist

  • Fistik sagt:

    Sollen Kinder alkoholfreies Bier trinken dürfen?

    Jaaaah !…nächstes Thema ( dies war ja zwar eigentlich auch kein Thema…)

  • Eni sagt:

    Meine Kinder sind 10 und 13 und ich möchte nicht dass sie Biz trinken, weil ich denke, dass sie sich sehr wohl an den Geschmack von Bier gewöhnen und dann viel schneller zu richtigem Bier überwechseln.

    Den Zusammenhang mit den weiter oben erwähnten Kaugummizigaretten kann ich nicht nachvollziehen: diese schmecken nach Kaugummig und nicht nach Tabak, genauso wenig wie ein Schoggiosterhase nach Hasenfleisch schmeckt.

    • pixel sagt:

      Durchaus nachvollziehbar. Wobei ich zugeben muss, ich kenne das Getränk eigentlich nicht und kann nicht beurteilen, wie es tatsächlich schmeckt – da scheiden sich offenbar die Geister. Item. Was aber ein markanter (und wichtigster) Unterschied sein dürfte ist die Tatsache, dass Bier Alkohol hat. Und Alkohol hat eine (wie wir wissen) bekannte Wirkung auf den Körper. Folglich schliesse ich daraus, dass alleine das – ich zitiere: Gewöhnen an den Biergeschmack – noch keinen künftigen Alki ausmachen wird.

      • Eni sagt:

        Ich denke, je früher ein Kind sich an den Geschmack gewöhnt, je früher wird es auf richtiges Bier umsteigen und je früher jemand damit beginnt Alkohohl zu trinken, desto schwieriger wird es, davon loszukommen. Beim Tabakkonsum ist es in etwas daselbe. Wenn jemand schon mit 14 beginnt zu rauchen, wird er es kaum schaffen, davon wieder loszukommen. Ist eine Beobachtung die ich selber mache.

      • Thomas N. sagt:

        Genau:
        20 g reiner Alkohol (eine Flasche Bier oder ein Viertel Wein) täglich über längere Zeiten konsumiert, führt bei Frauen schon zu Körperschäden. Bei Männern liegt der Grenzwert bei ca. 40 g täglichem Alkoholkonsum.

        Der “Unbedenklichkeitswert” wurde in jüngerer Zeit von der WHO nach unten verändert. Heute gelten 7 g reiner Alkohol als unbedenklich. Pro Woche sollen einige trinkfreie Tage eingehalten werden. Diese Grenzwerte gelten für gesunde erwachsene Menschen. Alkoholabhängige dürfen gar keinen Alkohol mehr trinken.

      • Pixel sagt:

        Eni, zigaretten haben bereits Nikotin, das ist ein maßgebender Unterschied. Sie würden Ihren Kids ja nicht jetzt bereits Bier zu trinken geben. Sehen Sie, ich glaube, dass es eher mit dem Umfeld zu tun hat. Ihr ältestes Kind ist ja schon bald ein Teenie. Es wird weniger Einfluss auf ihn oder sie haben ob es nun Bilz trinkt als das, was er oder sie in wenigen Jahren an sozialem Umfeld (Altersgenossen) haben wird. Meine Annahme deswegen geht in die Richtung, die richtigen Werte zu vermitteln. Und damit verbinde ich nicht ein Bilz trinken zu dürfen oder nicht.

      • Eni sagt:

        Mit dem Werte vorleben haben Sie natürlich recht: ich selber sage auch immer, dass ich meine Kinder nicht erziehe sondern ihnen halt eben Werte vorlebe und nicht Wasser predige und Wein trinke.

        Es gibt ja so ein Sprichwort: Es ist zwecklos seine Kinder zu erziehen, denn sie machen das nach was die Eltern tun.

      • Franz Oettli sagt:

        Da hat Eni absolut recht. Man braucht kein Predigen. Aber wenn man etwas vorlebt, genügt ein erhobener Zeigefinger und die Kinder wissen, wo’s lang geht. Sie machen das gut!

    • Alexa sagt:

      So lassen Sie ihren Kindern absolut keinen Freiraum. Wenn andere Kinder Bilz trinken, werden Ihre das wohl auch probieren wollen. Ich kann Ihren Gedanken des Bier-Geschmackes sehr wohl nachvollziehen, ich denke jedoch, dass der Ansatz völlig falsch ist. Was ist schlecht am Geschmack des Bieres? Der Alkohol ist nicht der Hauptbestandteil des Geschmackes, er ist nur oft auch dort da, wo der Bier-Geschmack ist. Somit wäre es sinnvoller die Kinder trinken zu lassen, sie jedoch über die Tücken&Gefahren des Alkohols aufzuklären. Wichtig ist, dass es die Kinder verstehen. Sonst: Verbot=Kontraprod.

      • Eni sagt:

        @ Alexa

        Woher wollen Sie wissen ob ich meinen Kindern Freiraum lasse oder nicht? Dürfen Ihre Kinder denn alles, was andere auch dürfen? Bis Nachts um 100 draussen rumlungern oder sich am Mittwochnami in Einkaufszentren herumtreiben? Dürfen sie Brutalofilme anschauen, Gewaltvideos spielen?

        Wieso müssen Kinder immer alles dürfen was andere auch dürfen? Ich finde das einfach eine schwache Argumentation. Ich habe auch vielen nicht, was andere haben. Das Welt ist hart, aber ungerecht.

      • Alexa sagt:

        @Eni Da war ich etwas ungenau. Den Freiraum bezog ich auf die aktuelle Diskussion um das Bilz und das Bier. Mein Standpunkt ist der einer 20 jährigen, deren Kindheit nicht allzu weit zurückliegt. Ich liebte Bilz (weil es cool aussah) und trank es ab und zu bei einer Freundin, einen Schluck Bier o. Wein gabs manchmal vom elterlichen Glas. Bier&Bilz hin oder her, aus mir ist keine Alkoholikerin geworden, weil meine Eltern mir einen vernünftigen Umgang mit Alkohol beibrachten. Dazu gehört meiner Meinung auch, dass man das Probieren zulässt. Ausserdem: Kinder machen verbotenes eh immer heimlich

      • Eni sagt:

        @ Alexa

        Ich möchte einfach nicht, dass meine Kinder jetzt schon auf den Geschmack kommen, was Alkohol angeht. Was den Schluck aus dem elterlichen Glas angeht bin ich halt skeptisch. Auch ich habe schon mit 4 Jahren die Schaumkrone vom Bier meines Vaters genippt (zur Gaudi aller Anwesenden), aber würde das bei meinen Kindern nie tun. Im Übrigen mag ich Bier erst seit ca 2 Jahren, vorher höchstens in Form von Panache.

        Ich gehe einfach mit gutem Beispiel voran, dass ich nur selten vor den Kinder Alkohol trinke obwohl ich sehr viel vertrage. Ansonsten kann ich nur hoffen, dass mein Vorbild abfä

      • E.H.Roth. sagt:

        hm, Eni, dann mal Prost mit dem guten Beispiel….

      • Eni sagt:

        @ E.H. Roth

        ????

  • Siegrist sagt:

    Bonjour,
    Als Braumeister, Biertrinker, Brauereigründer und werdender Vater möchte ich auch gerne meine Meinung Kund tun.
    Unser Gesetz schützt die Kinder davor, Bier vor 16 Jahren zu trinken. Das sollte als erstes gelten, wenn sich Eltern nicht an dieses Gesetzt halten, stimmt etwas nicht mit der Kindererziehung. Die Kinder sollen lernen das Gesetzt zu halten. Ich durfte nach 16 nicht sofort Bier trinken. Aber Bilz durfte ich bereits vorher trinken. Ich bin dafür die Kinder in Verantwortung zu erziehen und nicht generell zu verbieten (ab 16). Sonst machen Sie es hinter dem Rücken. U.Siegrist

  • Erika B. sagt:

    Ich mochte als Kind den Schluck aus dem Bierglas meines Vaters, dann hatte ich einen weissen Schnautz. Aber das Bier fand ich gruusig.
    Meine Töchter haben das genauso gemacht. Und fanden es gruusig.
    (Kinder haben keine Rezeptoren auf den Zungen für Alkohol, da sorgt die Natur vor.)
    Wir (Töchtis erwachsen) trinken heute alle gerne Bier, so zwischendurch, süchtig ist niemand geworden.

    • gabi sagt:

      „Töchtis“ klingt so minderwertig. Würden Sie etwa von „Söhnis“ sprechen? – Sehen Sie!

      Bitte halten Sie sich im Sinne eines sterilgewaschenen Genderrechtsprechs doch bitte an die PC-Richtlinien.

      Danke.

  • Eric Maier sagt:

    Das Problem liegt ganz klar bei einer Bezeichnung die inhaltlich gelogen ist und zu MIssbrauch führt: „Alkoholfrei“ bedeutet (zumindest für mich) „frei von Akohol“, das Gesetzt sieht das anders. Warum kann nicht einfach deklariert werden, was und in welcher Menge sich in einem Getränk befindet? Dass auf einer durchschnittlichen Dose mit angeblich alkoholfreiem BIer über ein Dutzend Mal geschrieben steht Alkoholfrei ist gelogen, gehört präzisiert und als Verkaufsargument absolut unzulässig. Habs zwar beim Kassensturz probiert, leider ohne Gehör.

  • Peter sagt:

    Ich habe meinen beiden Töchtern schon sehr früh alkoholfreies Bier und bei festlichen Anlässen (Diners zu hause, Auswärtsessen, Feste etc) ein viertel Glas (guten) Wein gegeben. Resultat: mit heute 16 und 20 Jahren besaufen sie sich nicht sinnlos, sondern haben gelernt, guten Wein oder schmackhaftes Bier für die Gelegenheit und das Essen angepasst zu wählen und richtig zu geniessen. Sie trinken Alkohol nicht des Rauscheffektes wegen, sondern zum Genuss – und trinken lieber Wasser, als irgendeinen Fusel. PS: meine Töchter sind keine lebensfremden Tussis, sondern ausgesprochene Lebemenschen.

  • Rüdiger Kraus sagt:

    Wer konsequent sein will, verzichtet auf den Alk-Konsum in Anwesenheit von Kindern. Alles andere ist „halb-patziger“ Käse, wo sich Eltern wieder einmal mehr, von der Verantwortung drücken wollen und bestenfalls der Gesellschaft die Schuld in die Schuhe schieben zu versuchen. Perfide Gesellschaft

    • Muttis Liebling sagt:

      Wer bürgerlich sein möchte, benimmt sich wie ein Stück Holz-

    • Franz Oettli sagt:

      Ach hören Sie doch auf. Man kann nicht die ganze Welt verändern, auch wenn man möchte. Aber man kann damit lernen umzugehen.

  • Fanny sagt:

    Diese Argumentation macht keinen Sinn. Traubensaft führt auch kaum zum Wein und Softrinks zu Alcopops. Ich mochte als Kind Bilz sehr, kann Bier aber bis heute nicht leiden.
    Lasst den Kindern bitte ihren Spass – in Massen natürlich, denn Süssgetränke sind ja etwas vom Schlimmsten für Gesundheit und Zähne – und lasst sie auch mal vom „Richtigen“ probieren. Ein kontrolliertes, kleines Schlückchen müsste reichen, um die Neugier für ein paar Jahre zu tilgen.

  • Ali Ferkous sagt:

    Sind etwa alle Deutschen Alkoholiker, weil sie alle als Kind Karamalz/Vitamalz („Kinderbier“/Malzbier) zu trinken kriegten? Mit einem Alkoholgehalt von 0,2 Volumenprozent gehören Malzbiere nach deutschem und Schweizer Lebensmittelrecht zu den alkoholfreien Getränken.

  • Andrea Müller sagt:

    auch wir durften beim Vater Bilz trinken im Sommer. Bier hat mir bis ich aus der Schule kam eh nicht geschmeckt, also denke ich nicht dass es schlimm ist. (cola wird den Kindern auch erlaubt, und das ist auch nicht gerade das gesündeste und trotzdem werden nicht alle übergewichtig die das trinken oder??) also alles mit der Ruhe und gönnt den Kleinen mal was anderes zwischendurch.

  • Mitleser sagt:

    Ich wusste gar nicht das es Bilz noch gibt! Das habe ich als Kind auch getrunken und bin nicht Alkoholabhängig.
    Sehe dabei überhaupt kein Problem. Die ganzen Alkopops finde ich viel schlimmer. Denn die sind wirklich zum „Anfixen“ gedacht. Die ganzen Teens welche Bier nicht mögen greifen nämlich zu diesem Zeugs.

    • Valeria sagt:

      Ach, Alcopops sind doch schon lange durch… die sind viel zu teuer, um sich einen anständigen Rausch antrinken zu können.

      • Mitleser sagt:

        ist das so? Die Läden sind doch voll mit dem Zeug. Genauso wie die ganzen gefärbten pseudo Vodkas.

  • Mauritius Hafner sagt:

    Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst, oder? Sorry, aber wenn ein Kind alkoholfreies Bier trinkt, hat das mit dem Einstieg in eine erfolgreiche Alkoholikerkarriere nichts zu tun. Vermutlich ist gerade das Verbot, dass Sie propagieren, viel gefährlicher! Was reizt, und dazu gehören auch Kinder, sind die Verbote.

  • Patrice Hungerbühler sagt:

    Ich habe als 10-jähriger an einer Feier ein Glässchen Schnaps „geklaut“ und getrunken. Ich war dermassen angewiedert und hatte später Kopfschmerzen, dass ich bis heute keinen Alkohol trinke.

  • Sie übertreiben sagt:

    Bilz hat man schon vor 20 Jahren getrunken, vor allem wegen der coolen Dose und des coolen Namens… Mit Bier hat das abgesehen vom ausehen geschmacklich auch nicht viel zu tun (etwa so viel wie Rivella…)…

    • Tom sagt:

      Und wenn ich als Kind mit den Eltern im Restaurant sass (was höchst selten war) und mein Vater ein Bier trank wollte ich immer ein „Buebebier“. Das war ein Rivella mit einem Finger Schaum von Vaters Bier. Ich hatte eine riesen Freude und war stolz fast das gleiche zu trinken wie mein Vater. Bilz gab es übrigens auch an speziellen Anlässen z.B. Ostern. Schnaps wollte ich als kleiner Stünggel auch mal probieren. Ich habe einen kleinen Schluck bekommen und diesen umgehend wieder ausgespuckt. Resultat: Ich mag Schnaps bis heute nicht, geniesse aber gerne ab und zu ein Feierabendbierchen. Eines!

  • Ultrafemme sagt:

    „Sollen Kinder alkoholfreies Bier trinken dürfen?“ – wenn es ihnen schmeckt, warum nicht?

    • Ultrafemme sagt:

      allerdings, und darum geht es hier meiner Meinung nach, stellt sich die Frage, ob durch das situative Nachahmen eine Hemmschwelle reduziert wird. Ich denke, dem ist wirklich so und das Produkt wird entsprechend als Einstieg so positioniert.

      • Pixel sagt:

        Habe mir diesen Punkt auch überlegt, bin aber zum Schluss gekommen, dass es bei den Kids eher ums „auch erwachsen sein wollen“ geht vielmehr als darum, dass alle anderen Kids es auch haben wollen. Letzteres ist eher die Mc Donalds Strategie (Kids menu). Ersteres ist die Puppenhaus-, Spielküche- oder Bobbycar-Strategie.

      • Ultrafemme sagt:

        Sicher ahmen Kinder die Erwachsenen nach und genau das wird eben für Produktpositionierung ausgenutzt.

    • Ultrafemme sagt:

      übrigens ist der Anteil Alkohol Kranker in Bier trinkenden Kulturen signifikant höher als in Wein trinkenden Kulturen. Eine mögliche Erklärung ist, dass Bier Trinken das sogenannte Spiegel Trinken begünstigt und deshalb eher eine Sucht auslöst.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Anteil an milbenverseuchten Matrazen in Europa ist höher als der in Afrika. In Gegenden, in denen nîcht mal der Storch mehr nisten möchte, sinkt die Geburtlichkeit rapide. Wir erfahren täglich mehr und werden immer blöder.

      • Pixel sagt:

        ML: ich finde UFs info durchaus wertvoll.

      • Ultrafemme sagt:

        ML hat heute eine schlechte Laune.

      • Muttis Liebling sagt:

        Klar, sie ist wenigstens klar. Wen ich alle die, die hier auftreten als Personen sehe, liebe ich sie alle.Nur als Meinung nicht.

      • P. Baumann sagt:

        Und bei Crappa trinkenden Kulturen?

      • Muttis Liebling sagt:

        Liebe UF: Alkoholismus ist so etwas wie Notwehr vor dem Leben. Die Betroffenen wollten das es nicht. Sie haben es nicht geschafft, weil ja nur einer der Erste sein kann.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wissen Sie, UF, es gibt so 1000 Dinge, die jeder weiss, aber nicht sagen möchte.

      • pixel sagt:

        P.Baumann: Grappa ist zu teuer.

      • Eni sagt:

        @ Ultrafemme

        Finde Ihre Theorie bezüglich der Alkoholikerquote sehr interessant. Trotzdem widerspricht sie der Tatsache, dass der Kanton Wallis die Höchste Alkoholikerrate hat in der Schweiz und die Walliser haben eher eine Weinkultur als eine Bierkultur.

      • E.H.Roth. sagt:

        M.L. das sind mal wieder wahre Worte… Gibt es tatsächlich Leute die glauben der Mensch hätte sich weiterentwickelt .. weil sie Ratgeberbücher gelesen haben und einen Psychologie Kurs bei der Migros besucht haben.
        Wir haben alle Alkohol als Kinder von unseren Eltern zu trinken bekommen auch durfte ich schon im Kindergartenalter ab und an an der Zigarette ziehen. Hat es mir geschadet? Mit Nichten. Eltern heute haben keine Ahnung und ich stauen immer mehr wie blöd so viele sind.

  • Alexa sagt:

    Meine Güte, entspannen sie sich Frau Braun. Als Kind mochte ich Bilz sehr, vor allem weil es schrecklich cool aussah. Heute trinke ich gerne Bier, ob das wohl vom Bilz kommt? Eher nicht. Was man Kindern verbietet, machen sie umso lieber (hinter dem Rücken der Eltern!). Anstatt den Alkohol zu verteufeln, sollte man eher darauf achten, dass Kinder ein gesundes Verhältnis zu solchen Genussmitteln entwickeln. Dazu gehört nun mal auch, dass man damit seine eigenen Erfahrungen macht.

  • P. Baumann sagt:

    Kinder und Bier…
    Es ist ganz normal und natürlich, dass Kinder auch mal das Probieren wollen, was Papi (oder Mami) so oft trinkt.
    Das ist die normale Entwicklung.
    Die meisten Kinder die dann probieren (alkoholfrei natürlich) machen dann eh bäääääääääääääääääääääääh.

    • Thomas sagt:

      Richtig. Ich habe etwa 10-jährig von Vater einen kleinen Schluck Bier und Wein erhalten – es schmeckte mir überhaupt nicht. Ich hatte danach, bis ich 16 war, nie mehr Lust auf Bier, Wein oder ähnliches.

    • Cybot sagt:

      Seh ich auch so. Ich durfte als Kind auch Wein probieren, danach wollte ich lange keinen mehr.
      Und selbst wenn ein Kind Bier mag, ist es immer noch besser, es bekommt mal etwas von den Eltern, als es heimlich zu versuchen. Die Eltern können dann auch aufpassen, dass es nicht zu viel bekommt, das Entscheidende beim Alkoholkonsum ist schliesslich die Menge – je früher Kinder das lernen, desto besser. Wenn es verboten wird, führt das meiner Meinung nach später viel eher zum Exzess.

  • Georgina sagt:

    Besonders interessant sind die Empörten, die tönen „Meine Kinder sind, haben… “ und daraus ableiten, es sei etwas gefährlich oder ungefährlich. Grandios…

  • Muri sagt:

    Rimuss trinken ist ok?
    Henna-Tatoos ebenfalls tolerierbar?

  • Clemens sagt:

    Der Weg vom Bilz zum Alki ist in etwa so weit wie derjenige von einer Kaugummi-Zigarette zum Crack-Raucher oder derjenige von einer Wasserpistole zum Amokläufer. Zusammenhänge wie Vorhänge… Summer time, and the living is easy *summ*

  • Chris Müller sagt:

    Hatte während meinen frühesten Flegeljahren auch am Bilz genippt. Fand mich schrecklich cool, geschmeckt hat es nicht wirklich. Meine Eltern hatten gar keine Freude daran.

  • Dominik sagt:

    Ich gab meinen Kindern bereits im Alter von 2 Jahre einen Schluck Bier und Wein zum probieren. Jetzt ist die Sache gegessen, keines möchte mehr, weil es ihnen nicht schmeckte. Dies wird sich für die nächsten Jahre nicht ändern. Problem bis zur Pubertät wohl erledigt.

    • ka sagt:

      freu dich nicht zu früh, in der Pubertät hat dein kind jeden tag eine andere meinung. aber eben, ein bisschen vertrauen in unsere kinder stärkt ihnen den rücken, es kommt bestimmt alles gut!

  • Ronnie König sagt:

    Seltsames Denken! In D gibts Karamalz und wird oft von Kindern getrunken. Gilt nicht als Bier. Ein Malztrunk schon fast wie eine wässrige Ovo. Bilz mag da etwas anders sein. Aber mir kommt die Forderung: Gehört nicht in Kinderhände doch etwas zu bevormundend vor! Viele Kinder lieben die Bitterkeit eh nicht. Wo liegt das Problem? Früher, als das Trinkwasser noch nicht so sauber war bekamen die Kleinen einen Schuss Roten oder Bier ins Wasser und überlebten Dank dem!!! Ein Volk von Alkis entstand aber nicht. Es gibt ganz andere Gefahren. Die führen dazu. Saure Zungen Hamburger Raketenglace!

  • Auguste sagt:

    hmm…, warum man ein gutes citro mit bier versauen und ein schönes bier mit citro verhunzen sollte, hat sich mir noch nie erschlossen, aber jedem das seine. in der badi gilt für kinder generell: man muss alles ausprobieren. arschbomben und ränzler vom 3m-brett, weingummi-schlangen bis man kotzt, brausepulver aus kleinen papier-tütchen schlecken, schleckstengel auf dem heimweg schlotzen, uva.

    und wenn neunjährige mal „ein bier“ in bilz-form miteinander zischen und sich dabei mit einem lauten „ähhh“ und dem handrücken den schaum abwischen, dann ist das einzige was wirklich passiert: sommer.

    • alien sagt:

      Im Tessin trinkt man Merlot mit Gazzosa. Ok, das ist vielleicht nötig bei dem sauren Wein, aber die sind da ganz entspannt.

      • Auguste sagt:

        hmm…, alien, manche getränke schreien geradezu danach gepanscht zu werden. tonic water ohne gin bleibt ein gewöhnungsbedürftiger single. und wer gin pur mag, dem würde wohl auch rasierwasser schmecken. das bringt mich darauf, dass ich wieder mal einen „lumumba“ bestellen sollte. comella in seiner aufregendsten form, aber definitiv nichts für neunjährige.

      • ka sagt:

        ach auguste, so schön geschrieben, wenn doch bloss der sommer endlich käme, und dann gehört doch der schmachtende blick zum tollsten junge oder dem schönsten mädchen auch zu badi und richtigem sommer

  • Markus sagt:

    Wenn Frau Braun ernsthaft behaupten will, Bilz schmecke wie Panaché, dann sollte sie dringendst mal wieder ein Panaché trinken. Ich habe als Kind Bilz getrunken und Kaugummi-Zigaretten gekauft. Trotzdem bin ich weder übermässiger Biertrinker noch Raucher geworden. Vielleicht hatte ich aber ganz einfach auch normale Eltern. Das ist, glaub ich jedenfalls, das Geheimnis einer schönen und gesunden Kindheit.

  • Ricks sagt:

    Ich habe mir damals als kleiner Knirps auch schon von meinem Taschengeld ein Bilz gekauft. Bin ich mittlerweile ein Alkoholiker? Wohl kaum, meine Ration Bier pro Monat kann ich an einer Hand abzählen. Meisten jedoch tendiert sie gegen null. Völliger Bullsh** zu denken, dass Bilz eine art Einsteigergetränk für heranwachsende Alkoholiker sei. Lächerlich.

  • Adalbert sagt:

    Gute Güte, wie kann man nur so kleinkariert sein, dass man sogar in einem alkoholfreien Getränk den Teufel sieht? Ich kam im Jahre des Herrn 1984 zur Welt und ich habe dieses Gesöff geliebt als Kind. Bin ich heute Alkoholiker? Nein, im Gegenteil! Ich trinke so selten Alkohol pro Jahr, dass ich die Tage an einer Hand abzählen kann. Dafür betrinke ich mich bei diesen Gelegenheiten fast immer. Vielleicht auch gerade deswegen, weil es für mich weder das Feierabendbier noch das Glas Wein zum Essen gibt. Ich bin also kein geübter Trinker und ich halte es auch nicht für erstrebenswert.

    • Adalbert sagt:

      Wir „Erwachsenen“ sind aber wahnsinnig erfinderisch, wenn es um die Legitimierung des regelmässigen Alkoholkonsums geht. Den Befürwortern des täglichen aber massvollen Weingenusses kann ich nur sagen, dass sie genau so gut einen Pfirsich essen können, wenn sie scharf auf Antioxidantien sind. Wir belügen uns doch ständig selber. Deswegen plädiere ich dafür, dass wir den Kindern möglichst früh verklickern, was das ganze eigentlich soll und was wir Menschen daran ach so toll finden.

      • Adalbert sagt:

        Wurde Ihnen das jemals erkärt? Nein? Mir jedenfalls nicht und wenn dann immer mit jede Menge Euphemismen und „kindergerechtem“ Geschwafel. Als hochbegabtes Kind bin ich überzeugt, dass ich mit 10 hätte begreifen können, worum es da geht, wenn man mich nur ernst genommen hätte. Aber natürlich tun wir das nicht, es sind ja nur dumme Kinder. Übrigens würde kein Kind freiwillig Bier oder Wein trinken, da viiiieeel zu bitter für ein Kind. Ich musste mich ja so anstrengen, dass man mir den Ekel nicht ansieht, wenn ich mal ab und zu an Grossvaters Bier genippt habe. Aus diesem Grund essen Kinder auch

      • Adalbert sagt:

        keine Oliven. Also liebe Eltern, geht hin und erklärt es euren Kindern. Erklärt Ihnen, dass die Menschen Drogen nehmen, weil sie im Rausch etwas finden, das ihnen gefällt. Erklärt den Kindern, dass Alkohol vorübergehend dumm macht und zeigt ihnen wie hundeelend man sich fühlt am anderen morgen. Nehmt doch das Kind mal zur Seite mit 16, stellt vier grosse Flaschen Bier auf den Tisch und trinkt sie gemeinsam mit den Kind und fragt hinterher, ob es sich nun gut fühlt. Ohne Gruppendruck kann ich mir nicht vorstellen, dass es auch nur ein Kind gibt, dass den Zustand wirklich toll findet.

      • Adalbert sagt:

        Wenn ihr Drogen verteufelt, erreicht ihr gar nichts. Euer Kind wird sich irgendwann betrinken und vermutlich auch irgendwann einen Joint im Mund haben. Und wenn ihr eurem Kind nie erklärt habt, was die wahre Kehrseite des Rauschzustandes ist, wird es diesen immer wieder suchen. Bei mir wars das Kiffen. Zu Beginn war es nur lustig, aber irgendwann hab ich gemerkt, dass es mir als ADHS-Fall hilft, mich zu entspannen. Ich brauchte Jahre, um davon wieder wegzukommen. Hätte man mit mir gesprochen wie mit einem Erwachsenen, hätte ich vielleicht früher begriffen, was wirklich gefährlich ist an Drogen

      • rouz sagt:

        Lieber Adalbert
        Mein Sohn ist noch keine 3 Jahre und Oliven sind etwas von liebsten, was er isst. Seinen wir doch etwas vorsichtig mit Pauschalisierungen.
        P.S. Meine Eltern hatten mich mehrmals, ohne Druck/Drohungen über die Wirkung (kurz und langfristig) des Kiffens aufgeklärt. Ich kiffe heute immer noch.

    • Muttis Liebling sagt:

      Adalbert, dass ist die Definition des Gamma- Alkohlikers oder zu Deutsch, Rauschtrinkers. Wenn das stimmt, was Du schreibst, bist Du Alkoholiker. Alkoholiker sind Menschen, die den Alkohol in ihre Lebensplanung eingebaut haben, nicht welche, die viel trinken. Viel trinken ist kein Problem, wenn man morgen wieder sein normales Leben macht. Nur wenn man das nicht macht, auch weil man über Vermeidungsstrategien nachdenkt und dann tatsächlich nicht trinkt, ist man Alkoholiker.

      • Petter sagt:

        @Muttis Liebling: Ich trinke häufig und manchmal habe ich Lust auf einen Absturz und manchmal muss ich einplanen, ob ich an diesem Abend trinken darf oder nicht, weil ich am nächsten Morgen eine Sitzung habe. Und ich bin laut Definition ein Alkoholiker. Aber ich habe einen guten Job und eine gute Freundin (die Beste!) und verdiene gut. Was Sie machen, ist den Teufel an die Wand malen. Genau wie Adalbert geschrieben hat. Danke für die Bestätigung von Adalberts Comment.

      • Nala sagt:

        @Petter: Die wenigsten Alkoholiker liegen irgendwo draussen in der Gosse! Muttis Liebling hat da durchaus recht mit seinem Kommentar. Auch mit Job, Freundin und viel Geld kann man Alkoholiker sein. Warum auch nicht? Regelmässiger Alkoholkonsum ist nun mal nichts anderes. Ob das nun gesund ist oder nicht, ist ein anderes Thema.

  • Köbi Sperling sagt:

    Alkoholfreies Bier war das erste, was unsere Tochter nach Muttermilch und Wasser getrunken hat. Sie war ganz versessen darauf und wir waren froh, dass sie etwas Nahrhaftes und gut verdauliches zu sich nimmt. Inzwischen ist sie erwachsen, am Studieren, und es gab nie ein Problem mit Bier oder anderem Alkohol.
    Ist zwar nur ein Fall und daher nicht repräsentativ, aber ich glaube generell, dass man aus ganz anderen Gründen süchtig wird, und nicht, weil man etwas gern hat.

  • Beat Koch sagt:

    Wir haben jeweils unserern Spass gehabt, wenn wir zuschauen konnten, wie unsere Kids nach dem Fondue selig auf dem Sofa eingeschlafen sind. Beide trinken übrigens heute nur minimale Mengen Alk (höchstens zum Anstossen). Aber heute läuft sowas wahrscheinlich schon unter Kindsmisshandlung …

  • manuel sagt:

    wir rennen schon fast richtung 3. wk und mami hat nur eine sorge, soll mein kleiner mal ein blitz trinken. was für eine welt, zum glück bin ich schon volljährig, kinder gibts keine, was hab ich doch für ein sorgenfreies leben.

  • Stefan sagt:

    Wenn ich mir überlege, was unsere Eltern uns erlaubten. Nach heutigen Massstäben müsste da schon fast das Jugendamt vor der Türe stehen.
    Ja, wir durften: Bilz trinken, und zwar in rauen Mengen, Kaugummizigaretten lutschen, mit Spiezeugpistolen, die aussahen wie richtige, Baumhütten bauen,auf Bäume klettern, alleine in den Wald gehen, auf alten Dampfwalzen rumklettern, die nicht durch irgendwelche EU-Normen verboten sind.
    Und trotzdem ist aus uns was geworden. Wenn ich Kinder habe, sollen diese nur Bilz trinken, bis ihnen schlecht ist. Alki werden sie deshalb nicht

  • Céline sagt:

    Ich habe Bilz auch als Kind getrunken, heute trinke ich ab und zu ein Panache, Bier mag ich (immer noch) nicht besonders. Sehe also wirklich nicht, was das Problem sein sollte. Ich gebe all den Kommentatoren recht, die sagen, dass man sich mehr um den ganzen Zucker und sonstige Zusätze Sorgen machen sollte als um das bisschen Biergeschmack!

  • Carolina sagt:

    Hey Gabi! Habe, glaube ich, schon mal erzählt, wie ungesund und, im nachhinein, unerhört einseitig meine Geschwister und ich aufgewachsen sind. Dazu gehörte auch, dass wir sehr früh heimlich die G&T’s der Gäste meiner Eltern ausgesoffen haben und Kaffee – puh, der war für meine Mutter überhaupt kein Problem und meine Grossmutter hat uns regelmässig diese N stlè-Fertigplörre andrehen wollen. Wir sind alle gesund, schlank und ernährungsbewusst herausgekommen – daher sehe ich das bei meinen eigenen Kindern heute sehr gelassen. Es gilt immer noch, dass Verbote alles noch attraktiver machen.

    • Carolina sagt:

      Oh Mann, meine Schuld – geht an Gabi 10:27.

    • alien sagt:

      Meine Tochter ist 12 und sie trinkt immer mal wieder einen Kaffee. Wenn man sie nicht gewaltsam davon abbringen will, dann wird sie auch nicht gewaltsam einen wollen. Meine Idee, kann ja falsch sein.

  • gabi sagt:

    Kommt keine ordentliche Diskussion mehr ins Laufen, seit die Redi/Zensi willkürlich sperrt?

    Komisch.

    😉

  • gabi sagt:

    Nachdem ich mich mittlerweile sogar schon von den rostlösenden Eigenschaften von Coke überzeugt habe, wäre ich über vermehrten Konsum dieser schwarzen Zucker-Plöre wesentlich beunruhigter als über einen Schluck Bilz.

    Hey… Wie halten es die anderen Eltern eigentlich mit Kaffee? Ich setz mich in letzter Zeit selbstherrlich über die Vorgaben meiner Parterin hinweg und lasse „Kinderkaffee“ – also stark mit Milch verdünnten – zu.

    • plop sagt:

      Ihre Partnerin ist also keine so LatteMacchiato-Mutter…. Geben Sie den Kindern doch Muckefuck – oder wie alt sind die denn? Kaffee wird ja ab und zu mal wieder als völlig unbedenklich eingestuft…

      • Carolina sagt:

        plop,ist schon etwas passiert?

      • plop sagt:

        Ja, am 10ten ist uns ein plöppli reingeschneit… Geht uns allen gut, hatten eine „spontane Hausgeburt“ und der Bub hat eine völlig dökkterfreie erste Lebenswoche gehabt, was für uns sehr entspannend war/ist… Grosses Glück!

      • Carolina sagt:

        Ah, gratuliere ganz herzlich, plop! Das sind gute Nachrichten im Mamablog! Und da Sie Zeit haben, hier noch mitzumachen, ist der Bub anscheinend (relativ) pflegeleicht! Super! Gut gemacht und geniessen Sie diese Zeiten, wenn es irgendwie geht!

      • alien sagt:

        Und es hat plopp gemacht…

        Aber so fuck-Zeugs ist doch nix für Kinder.

      • alien sagt:

        Congrats!

    • Muttis Liebling sagt:

      Die pharmakologische Wirkung von Coffein ist schwach und hält maximal 5 min an. Die Restwirkung sind der bisweilen hohe Säuregehalt billiger Sorten und die ganzen unkontrollierbaren Schwebstoffe, wie im Whiskey. Guten Kaffee, 100% Arabica, mit viel Milch, welche viele der Begleitstoffe abpuffern kann, darf man in jedem Alter ab 3 zu jeder Zeit trinken. Trotzdem gibt es keinen Grund, Kindern das zu verabreichen.

    • Nala sagt:

      Meine kriegten schon sehr früh so ein Milchkaffee wenn sie das wollten. War allerdings als sie „bisschen“ älter waren, da ich vorher selber keinen Kaffee trank. Inzwischen trinkt Sohn (17) hin und wieder Kaffee und Tochter (15) am liebsten starken Espresso mit viel Milch. Ich bin grad so in der Zwischenphase Latte Macchiato und Espresso. Je nach Kaffeesorte ist mir Espresso zu bitter…
      Wie alt sind ihre Kinder und warum ist ihre Partnerin gegen Kinderkaffee?

  • Matt Loco sagt:

    Bilz gibt es schon ewig. und eine Zeitlang habe ich das als kleines Kind oft getrunken. Dann hatte Papa mal ein Claustaler in der Hand, und sagte mir, das sei genau wie Bilz, ohne Alkohol. Durfte also probieren. Hässlich! so hat es geschmeckt. Ich trinke auch heute meistens nur alkoholfreie panachés, also könnte es auch einfach an der Vernunft oder eben Unvernunft des Menschen liegen?
    Polemik pur, mal wieder, schliesslich ist auch nicht jeder Gamer ein zukünftiger Amokläufer…

  • asdf jdasöf sagt:

    a) Habe ich hier plötzlich die Mailadresse eines Vorkommentators im Kommentarfeld eingetragen! (Ich werde meine ab sofort nicht mehr angeben). Das ist ein ganz übler Bug! (Da steht ja sogar „wird nicht veröffentlicht“ daneben!)
    b) Habe ich als Kind schon von 30 Jahren auch öfters mal so ein Panasch aus der Büchse getrunken. Geschadet hats nicht. Geschmeckt so halb. Bitte macht doch nicht plötzlich so ein Theater draus…

  • Ich habe das Zeug auch gekriegt. Und heute trinke ich gerne Bier, auch zuviel Bier manchmal. Abnormal? Bier gibt es schon seit dem Mittelalter, es ist Teil der Kultur. Wie Fleisch. Oder Gemüse.

    Wenn schon dann sollte man auch wirklich konsequent sein, und die Kinder nicht an raffinierten Zucker und Salz ‚ranlassen. Und an all diese chemisch veredelten glutamatisierten Pressmassen mit Treibmittel, der zuckrige gelatine schweineinnereienvermischte und genmanipulierte Schlorz den man heute vorgesetzt. Das ist nämlich der Teufel. Danke Nestlé und monsanto!

    • plop sagt:

      Jepp, Päscu, du triffsts mal wieder! Und wenn wir schon grad über Nestlé futtern, dann möcht ich noch grad Walt Disney mit dem ganzen Cars-Zeugs anprangern, weil die versuchen unsere Kinder zu uniformieren mit dem ganzen Scheiss!
      Bilz fand ich als Kind sehr super… (Und „Schlorz“, ein schönes Wort!)

    • pixel sagt:

      …“wie Fleisch. Oder Gemüse.“

      Sie gefallen mir, Pascal 🙂

      Sagen Sie das mal einem Alkoholiker. Nein, im Ernst, ich find das alles auch ziemlich harmlos und jeglichen Anstoss überhaupt zu diskutieren ziemlich übertrieben.

      • Man muss sich einfach eine grosse „Bullshit-Firewall“ aufbauen und nur das annehmen, was man auch vertreten kann. Kinder & Jugendliche sollte man einfach von gewissen Sachen fernhalten solange es geht. Diese Zielgruppe wird genug bearbeitet und ab einem gewissen Zeitpunkt ist man der dunkeln Seite der Macht schutzlos ausgeliefert. Vielleicht hilft es manchmal, Zusammenhänge zu erklären, aber den Weg zum „mündigen“ Konsumenten muss leider jeder selber gehen.

      • pixel sagt:

        yep! meine Worte.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Erfahrungen aus 50 Jahren Aufklärungs- und Verbotsprävention sind eindeutig: Es nützt nichts. Nur Charakterbildung nützt und gerade die wird in einem zunehmenden Dschungel von Zweckinformationen schwer gemacht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Bier wurde im Mittelalter in Apotheken abgegeben. Leihstillerinnen (Ammen) bekamen meist 1l/Tag wegen des hohen Nährwertes. Allerdings war das Malzbier, das aber auch mindestens 2.5% Stammwürze hat.
      Man wird nicht Alkoholiker, weil man regelmässig (auch 1x Monat ist regelmässig) trinkt, sondern weil man dabei die Wirkung entdeckt. Das kann man auch bei einmaligem Genuss eines Kognakkonfekts passieren. Das hängt mehr von der Disposition ab.Trotzdem reicht es, wenn Kinder Tee, Wasser und Limonade trinken. Ich mochte als Kind Waldmeisterlimo, die ist auch inzwischen verboten.

      • marie sagt:

        warum ist waldmeisterlimo verboten? der waldmeistersirup schmeckt göttlich!

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich weiss nicht, wie das in CH ist, sehe nur, dass es keine Waldmeisterlimonade gibt. In D wurde es wegem dem Cumaringehalt gemacht, welches tatsächlich eine pharmakotrophe Wirkung hat. Nur nicht in den Dosierungen einer Limonade.

      • marie sagt:

        also der sirupier de berne bietet selbstgemachten waldmeistersirup an:
        http://www.sirupier.ch/cms/

        …unglaublich fein, das zeug. einfach backeteuer, aber es lohnt sich!

      • Muttis Liebling sagt:

        Wir sprechen dann woll grad mal verschiedene Sprachen.

  • Blitz Blank sagt:

    Off Topic:

    Der Kinder-Marshmallow Test:

    http://youtu.be/6EjJsPylEOY

    köstlich!!

    Für Neurologie-Interessierte:
    Herrliche Demonstration wie der präfrontale Cortex (Verstand/Kontrolle) versucht das Limbische System (Lust/Gefühl) in Schach zu halten.

  • Lisa Fäh sagt:

    ich finde es super, dass es Bilz wieder gibt – weckt Kindheitserinnerungen 🙂

    Und ehrlich gesagt, wirklich geschadet hat es mir nicht. Ich durfte als Kind auch schon vom Bierschaum meines Vaters kosten – trotzdem bin ich keine Alkoholikerin. Aber ich mag Bier sehr gerne. Glaube jedoch nicht, dass dies mit dem frühen „Probieren“ oder dem Bilz zu tun hat. Meine Geschwister mochten Bier als Kind nicht und mögen es nun als Erwachsene trotzdem

  • Martin sagt:

    Ich kann mich noch erinnern wie Kollegen Red Bull aus Österreich geschmuggelt habe. Red Bull war da noch verboten und es wurde ihm Wunderdinge zugesagt weil es Stierenblut oder noch schlimmeres enthält. Heute ist es völlig normal wenn jemand Red Bull anstelle eines Kaffees am Morgen trinkt.
    Mit dem Bier ist es doch dasselbe. erst das Verbot machte es begehrenswert. Und wegen einem Bier das man im Zelt des Sommerlagers trinkt wurde man auch nicht zum Alkoholiker.
    Als Vater werde ich es meinen Kindern auch verbieten, weil Jugendliche Regeln brechen müssen. Bier ist da noch am harmlosesten.

  • Linda-Sue sagt:

    Oh Gott, muss ich jetzt den Kindern Rimus auch verbieten ? Schliesslich wird dem Kind damit ja vorgetäuscht, (so wie die Grossen) Champagner oder Sekt zu trinken ! Bei Feiern wird damit auch kräftig angestossen und zugeprostet, da werden Kinder noch in so ein spassiges „Trink-Ritual“ miteinbezogen….das kann ja nur beim blauen Kreuz enden… für mich gilt wo kein Alk. drin ist, das dürfen die Kinder trinken, auch wenns halt nach Bier schmeckt. Der Rest ist Erziehung und Aufklährung, wie man mit Alkohol umgeht, als wohl dosiertes Genussmittel.

    • dres sagt:

      Dem gibts nichts anzufügen – könnten meine Worte sein. Leider sind Sie mir zuvorgekommen… 😉

  • pixel sagt:

    wasn eigentlich los hier hinter den Kulissen des MBs? irgendwie voll nicht im Griff, oder. Antworten geht nicht, Kommentare landen irgendwo willkürlich, ständig dieses scheinbar willkürliche Freischalten.
    Ist das die DJ-Denke? Die geht nämlich so: Wenn du die Leute draussen haben möchtest, spiele Musik die keiner hören will.

    • pixel sagt:

      geil, auch das in der Schlaufe. Sorry, folks….

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist nicht mal mehr interessant, das noch zu erwähnen, pixel. Selbst freigeschaltet ist ein Kommentar nach Stunden oder gar Tagen wertlos, weil der Kontext schon weiter geschritten ist. Ein Witz, das Blog zu nennen.
      Dechiffrieren wir MB besser als zensuriert asynchroner MeinungsBlocker.

      • pixel sagt:

        korrekt, ML. Und dennoch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Oder zumindest: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Seien Sie froh, dass Sie geil sagen dürfen. Das ist doch schon mal was. 😉

  • lucius mayer sagt:

    Alles, was Lust bringt und / oder dick macht versucht frau häufig von Kindern fernzuhalten: Onanie, Sex, Alkohol, Pommes usw. In den Weinbaugebieten trinken Kinder seit Jahrtausenden mit Wasser verdünnten Wein und scheinen dabei noch nicht zu Schaden zu kommen. Rund ein Zehntel der Bevölkerung ist suchtanfällig, rund 1/20 homosexuell veranlagt. Solche Möglichkeiten treten in Erscheinung, ob wir sie verbieten wollen oder nicht. Also: das Leben entspannt genießen!

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn man alles suchtanfällige und homosexuelle konsequent eliminiert hätte, könnten wir heute die Hälfte der Flächen für öffentliche Bibliotheken oder Museen an Detailhändlern vermieten. Hätten viele gern.
      Oder die hätten nie geschaffen werden müssen. Es gäbe keine houte couture, keine Kochkunst, Pop sowieso nicht. Es gäbe ausser sich selbst reproduzierenden Geldes, zwischenzeitlich auch materiellen Produkten fast gar nichts.
      Wenn aber nur einer so etwas bringt wie Hemingway, Hendrix, Janis, dann lohnt es doch.

  • Valeria sagt:

    1) Bilz habe ich als Kind schon getrunken. Und es schmeckt NICHT nach Bier.
    2) Der Alkoholgehalt von Bilz muss irgendwo unter 0.05-vol% liegen (mind.), Feldschlösschen gibt die Menge als 0.0-vol% an, kann natürlich noch viel weniger sein. Viele Fruchtsäfte, die einen Tag offen waren, enthalten weit mehr Alkohol.
    3) Das einzig problematisch an diesem Bilz ist, dass es pro 100ml 34kcal enthält (vgl. Cola 41kcal). Es ist also allein deswegen nicht umbedingt als Standardgetränkt für Kinder geeignet.

  • Bilz sagt:

    Bilz gibt es schon längere Zeit. Auch als ich ein Kind war habe ich es regelmässig aus meinem Sackgeld gekauft. Bilz schmeckt viel süsser als Panache, das ist auch der Grund, warum es die Kinder mögen. Zu meiner Zeit gab es Bilz jedoch nur in Glasflaschen, die halt aussahen wie ein Bier. Wahrscheinlich ist das der Grund, dass wir es viel lieber als Coci und Rivella hatten 🙂

  • Nathalie sagt:

    Also einerseits finde ich den Terz um Gerichte mit Alkohol übertrieben. Sowohl mein Mann als auch ich haben davon regelmässig gegessen als Kinder, das gehört zu unserer Kochkultur (v.a. In der Romandie). Trotzdem sind wir kerngesund und konsumieren überdurchschnittlich wenig Alk. Was das Alk trinken angeht jedoch, und dazu zähle ich auch Alk-Ersatz, erlaube ich prinzipiell erst ab 16. Weil’s vorher einfach nicht nötig ist, unabhängig von der Schädlichkeit. Es gibt Dinge, die sind für Erwachsene bestimmt. Punkt.

  • Sepp von der Alp sagt:

    unsere Nachbarin erzählte vor 40 Jahren jeweils stolz, dass ihre Kinder zum Sonntagsbraten ein Glas Rotwein erhalten.
    An diese Geschichte erinnere ich mich jeweils, wenn ich den Sohn nun bereits am Morgen mit einer Rotweinfahne antreffe….

  • kaugel sagt:

    Absurd. Bilz schmeckt wie Bier und senkt deswegen die Hemmschwelle? Cola, Sprite etc. schmecken gleich wie Alcopops – wogegen sich ja kaum was machen lässt. Was machen dann die? Logische Folge: Den Kindern lieber nur noch Wasser und kalten Tee zu trinken geben. Alles andere mischt man irgendwann so oder so mit Alkohol. Abgesehen davon: Irgendwann beginnt der Mensch zu trinken. Der Bordeaux auf dem elterlichen Tisch ist da nur bedingt gesünder als das Bier des Teenagers, und dessen konsumierte Menge hängt auch vom Umgang ab, den er in der Familie gelernt hat.

    • Simon Sieber sagt:

      Interessant ist auch der Aspekt, dass in sämtlichen Cola’s Alkoholspuren nachgewiesen wurden. Um eben die Kids abhängig zu machen. Von den Herstellern bewusst gepunscht!!!

  • Daniel Küttel sagt:

    Das Kind soll selber sehen was für Auswirkungen entstehen wenn es Alkohol trinkt, oder eben nicht. Meine Eltern haben mich diese Erfahrung selber machen lassen. Und nein, wenn ein Kind probiert ist das nicht gleich eine Absteige zum Alkoholiker. Ich war 10 Jahre alt als ich zum ersten Mal in Griechenland Uzo gekostet habe, oder in andere Weine. Heute weiss ich: Ich hasse Alk weil es mir nicht schmeckt. Es gibt nur wenig Ausnahmen bei dem ich mal ein Auge zudrücke, und dazu gehört das Blitz *hihi*

  • gabi sagt:

    „Ein alkoholfreies Bier gemischt mit Citro würde sie ihm nicht durchgehen lassen… Obwohl es doch eigentlich dasselbe ist. “

    Das ist allerdings schon sehr seltsam.

  • vincent chopard sagt:

    ! Nie bier nie wein reib eiN !

  • diva sagt:

    definitiv: NEIN! was sie vergessen haben, auch alkoholfreies bier enthält alkohol. zwar nur 1%. aber trotzdem. was sind denn das für willenlose eltern, die einem dreikäsehoch nicht einfach «NEIN» sagen können? zu meiner zeit war es «normal» dass man erst bei der konfirmation z.b. das erste mal alkohol bekam… abesehen davon, soffen damals auch die erwachsenen nicht so gedankenlos wie heute. vielleicht sollte man sich generell darüber mal gedanken machen und dann beantwortet sich die frage ob bier für kinder «ja oder nein» von selber.

    • kaugel sagt:

      Alkoholfreies Bier kann durchaus auch 100% alkoholfrei sein. Einige enthalten bis zu 1%, aber längst nicht alle.

      Den vernünftigen Umgang mit Alkohol lernt man von Vorbildern. Klar, Teenager nehmen da ihre Freunde; doch wenn die „heisse Phase“ mal durch ist, gilt das als normal, was man von klein auf immer gesehen hat. Die Familie zählt. Wenn’s uns gelingt, unseren Kids einen vernünftigen Umgang mit Alk beizubringen, dann hält sich das. Und das fängt mit Geschmäckern und Probieren an. Sehen Sie’s so: Wenigstens haben auf diese Art Sie die Kontrolle.

    • melinda graf sagt:

      Wann war den ihre Zeit? Also zu „meiner“ Zeit (90er) durfte man ab 14 Bier und Wein trinken, was wir auch gerne gemacht haben. Und biltz gabs damals auch schon, aber das schmeckt doch nicht wie Bier??

    • Valeria sagt:

      „auch alkoholfreies bier enthält alkohol. zwar nur 1%.“ – Nein, je nach Marke zwischen 0.1 und 0.005-vol%. Bei Bilz wird der Gehalt auf 0.0-vol% angegeben, er liegt also drunter.

      „zu meiner zeit war es «normal» dass man erst bei der konfirmation z.b. das erste mal alkohol bekam“ – Zwischen offiziell bekommen und inoffiziell trinken liegt ein Unterschied. Das ist heute nicht anders wie früher.

      „soffen damals auch die erwachsenen nicht so gedankenlos wie heute.“ – Doch. Dieses Gefühl bekommt man nur, weil heute jede Alkoholvergiftung im Blick diskutiert wird…

      • marcel meier sagt:

        danke valeria

        woher kommen eigentlich all die moralapostel.
        zu meiner zeit und früher war alles besser.
        ich kann das nicht mehr hören.

        vater eines neunjährigen, der bilz trinken dürfte wenn er wollte, es aber nicht mehr cool findet wenn es alle cool finden, was ich wiederum cool finde…

      • Valeria sagt:

        „vater eines neunjährigen, der bilz trinken dürfte wenn er wollte, es aber nicht mehr cool findet wenn es alle cool finden, was ich wiederum cool finde…“

        Cool! 😀

    • Olaf Plex sagt:

      Es gibt auch alkoholfreies Bier mit 0% Alkoohl. Kommt ganz auf die Marke an. Grundsätzlich haben Sie aber recht, dass die Mehrheit der sog. Alkoholfreien Bier ein wenig Alkohol enthalten.

      • Valeria sagt:

        Habe gerade etwas recherchiert und muss mich korrigieren. Die meisten „alkoholfreien“ Biere liegen im Alkoholgehalt so um 0.1 bis 0.5 vol-%. Das ist immer noch sehr wenig. Laut foodwatch, welche in Deutschland die gängigen alkoholfreien Biere getestet hat, war lediglich das „Bitburger alkoholfrei“ komplett frei von Alkohol.

    • gabi sagt:

      Und Orangensaft? – Sie geben Ihrem Kind hoffentlich auch keinen selbst gepressten Orangensaft, Diva!?

      Da ist nämlich ebenfalls Alk drin.

    • James sagt:

      @Diva Nur so als Randbemerkung: Jeder frisch gepresster Orangensaft enthält mehr Alkohol als ein alkoholfreies Bier. Von frischem Süssmost ganz zu schweigen. Und beides ist wohl bei weitem unter 1%..ausser sie nehmen Orangen, welche schon eine Zeit lang rumliegen:-)

      Zum Artikel:
      Für mich gehört der unter die Kategorie „Sommerloch“ oder „Viel Lärm um nichts“. Schon mal ein Kind gesehen, dass gerne alkoholfreies Bier trinkt, weches nach Bier schmeckt? Ich nicht…
      Und bitte….nicht alles ist eine Einstiegsdroge!

      • Carolina sagt:

        Das sehe ich genau gleich, James, es kann sich nur noch um Tage handeln, bis wieder Nessie gesichtet wird……
        Nur: einen interessanten Gesichtspunkt hat das Ganze doch (allerdings schon öfter diskutiert): die düsteren Warnungen, Abmahnungen, Horrorszenarien, die allüberall auf Eltern herunterzuprasseln scheinen, haben mMn die Wirkung, dass viele sich nicht mehr auf den gesunden Menschenverstand verlassen (können), der ihnen, mit etwas Uebung, sagen würde, dass Kinder, die ständig geschont werden, u.U. nie ’streetwise‘ werden – für meine Begriffe eine der wichtigsten Erziehungsaufgaben.

      • Carolina sagt:

        Freischaltung für harmlosen Post, bitte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, das erste, was ich als frisch gebackener Assistent der Sozialmedizin gelesen habe, war die Unterscheidung in A- und B- Typen bei der koronaren Herzkraknheit. Die Behüteten waren massiv betroffen, die im Dreck aufgewachsen waren, mit 3 Scheidungen und 2 Personalinsolvenzen gingen schadenfrei durch.

      • Carolina sagt:

        Sag‘ ich doch: Diese Sehnsucht nach maximaler Sicherheit, vor allem bei Eltern, immer tiefere Normwerte in der Medizin und eine ‚Diagnose-Epidemie‘ (aus: Sonnt gsze tung 18.7.), kombiniert mit an Urängste appellierenden düsteren Warnungen und alles scheinbar beweisenden Studien führt halt dazu, dass wir über Sätze wie ‚Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit der koronaren Herzkrankheit‘ nicht mal lachen können – jede Seich-Studie scheint uns zu beweisen, dass wir unsterblich sind, wenn wir uns nur an all das halten, was uns die sogenannten Experten alles auftischen.

  • ka sagt:

    seien wir doch nicht blauäugig, die kids kaufen sich mit 16 sowieso ihr erstes bier. diesen umgang müssen sie ja auch lernen. ein bisschen mehr vertrauen wäre nicht schlecht.

  • Muttis Liebling sagt:

    Ich würde meinen Kinden oder jetzt Enkeln dieses Zeug auch vorenthalten, aber vor allem aus der Idee heraus, dass wir uns den Innovationen der Freizeit- und Genussbewirtschaftung grundsätzlich entziehen.
    Die Vorstellung allerdings, dass man über den Geschmack an den Alkohol kommt, ist hanebüchen. An Alkohol kommt man wegen der psychotropen Wirkung, auch wenn das nach Jauche schmeckt.
    Wir erleben gerade den Einzug der 1.Kiffergeneration mit 50 Jahre Suchtbiographie ins Altenheim. Das spricht nicht für die Theorie, das weiche der Einstieg in harte Drogen sind.

    • Muttis Liebling sagt:

      dito: zum ersten teil:
      Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
      2/ Die Metrik des Lebens ist nichteuklidisch. Was näher scheint, kann in Wirklichkeit weit weg sein und umgekehrt.
      Wir alten Freudianer sagen immer: Nur wer loslässt, hat beide Hände frei zum Festhalten.
      Null Punkte für diesen Beitrag zum Sommerloch.

      • pixel sagt:

        „Nur wer loslässt, hat beide Hände frei zum Festhalten.“

        Perfekt! sehe ich genauso.

      • Fistik sagt:

        …oder… nur wer was festhalten kann , hat auch was zum loslassen

      • pixel sagt:

        das ist herrlich, wie zu manchen Tageszeiten Kommentare auf Antworten irgendwo bei irgendwem landen. Pascal hat das irgendwo hier geschrieben, meine Antwort ist witzigerweise da gelandet.
        Fistik, nichts destotrotz stimmt auch Ihre Aussage – fast. Korrekt im Sinne einer Ergänzung zum obigen Zitat wäre: Nur wer was festhalten möchte, hat Grund zum Loslassen.

  • marie sagt:

    ich pflichte hier fr braun bei. nichts dagegen, wenn kinder am rot/weissweinglas mal nippen, um zu probieren. kinder mögen alkohol ohnehin nicht, also werden sie eine weile die finger davon lassen. aber alkoholfreies bier mit viel limonade mischen, damit es die kindergeschmackspapillen es gut finden, das finde ich prmässig ein schlechter scherz, der üblen sorte. da kann man gleich wodka mit fanta mischen und es den kleinen verabreichen. früh übt sich, wer ein meister werden will.
    mittlerweile ist es uncool zu rauchen, pommes zu essen, also versucht man den alk schmackhaft zu machen. pervers.

    • marie sagt:

      zum ersten teil:
      Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.

      übrigens zu info: bilz gibt es schon eine weile auf dem markt.

      • Nick Schmid sagt:

        @Marie: Genau, das Ding gibt’s mindestens schon seit 30 Jahren. Das Zeugs haben wir damals schon geschlürft, und ich kann sagen – sozusagen als Langzeitfeldstudie – weder ich noch einer meiner Kumpels ist Alki geworden. Aber vielleicht haben wir einfach Glück gehabt. 🙂

      • marie sagt:

        ich vermute wie sie, dass sie glück gehabt haben.
        hier manifestiert sich einmal mehr: es wird nicht mehr getrennt zwischen erwachsensein und kindsein bei der erziehung. das finde ich eine schlechte entwicklung.

      • kaugel sagt:

        Die Kinder sollen MIT den Erwachsenen leben, nicht NEBEN ihnen. Die wahnwitzige Idee, man müsse die Kinder quasi vom Leben fernhalten, bis sie weiss Gott wie alt sind, ist ein relativ neuer urbaner Furz, nichts weiter. Wer so tut, als gäb’s die wirkliche Welt nicht, tut seinen Kindern keinen Gefallen.

      • Nathalie sagt:

        Darum geht’s ja auch nicht unbedingt. Ich meinerseits finde z.B. alles zu seiner Zeit. Alkohol ist ein Genussmittel, in kleinen Mengen genossen geht’s in Ordnung. D.h. wenn meine Kids alt genug sind, dürfen sie sogar mit mir gemeinsam zu speziellen Gelegenheiten anstossen. Auch Cola gibt’s nur zu speziellen Gelegenheiten, denn das ist ebenso ein Genussmittel, kein Basisnahrungsmittel, wie manche denken. Und wenn sie alt genug sind (bei Kindern und Jugendlichen wirkt Alkohol anders als bei Erwachsenen), dürfen sie statt Cola auch Wein oder Bier haben zum Anstossen.

      • Nathalie sagt:

        Bezieht sich auf Kaugel oben (9:05) – klappt heute nicht so mit dem Freischalten, was?

      • Petter sagt:

        Ist genauso! Die Kinder sind in der Erwachsenenwelt nicht willkommen. Kinder gehören in den Kindergarten oder an ein Kindergeburtstagsfestli oder zu den Grosseltern. Aber an einer Gartenparty Kinder dabei? Iiiiih nein, dass könnte jemanden stören. Oder die Eltern sind gestört, wenn jemand ein Glas zuviel getrunken hat.
        Unsere Gesellschaft ist Kinder- und Jugendfeindlich und mit solchen Dingen fängt es an. Kinder gehören zum Leben und sollen es auch mitbekommen…

      • Stefan Kaeser sagt:

        Habe auch schon vor dreissig Jahren am Bilz genuckelt. Einzige Nebenwirkung von Bilz … mir schmeckt ein Panache an heissen Tagen immer noch besser als eine Stange 🙂

      • marie sagt:

        @n schmid
        gehört hierher:
        ich vermute wie sie, dass sie glück gehabt haben.
        hier manifestiert sich einmal mehr: es wird nicht mehr getrennt zwischen erwachsensein und kindsein bei der erziehung. das finde ich eine schlechte entwicklung.

      • Pixel sagt:

        Marie: Kinder versuchen doch ständig wie die Erwachsenen zu sein. Das ist in meinen Augen eine ganz natürliche Angelegenheit und gehört zur Entwicklung dazu.

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Und weil es heute 2012 uncool ist, Pommes zu essen (?) und zu rauchen, haben teuflische Marketing Heinis in den 80er Jahren vorsorglich schon mal das Bilz entwickelt. Das nenne ich mal visionär.

      Kinder trinken Alkohol, wenn ihnen tatsächlich Alkohol gegeben wird. Gerade in Südeuropa ist der Anteil der Kinder und jungen Jugendliche, die regelmässig Alkohol konsumieren (also nicht Alkoholiker) ziemlich hoch (aus „Kinder und Suchtgefahren. Risiken, Prävention, Hilfen“). So trinken gem. der Studie in Italien 34% der 11-12 jährigen Jungen 1/Woche Alkohol.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Und ich gehe mal davon aus, dass das nicht damit zusammen hängt, dass die Kinder von 9-10 Bilz getrunken haben und dann auf richtigen Alkohol umgestiegen sind. Sondern eher damit, dass man die Kinder einfach häufiger Alkohol trinken lässt.

        Beim Bilz überrascht mich enorm, dass das heute so beliebt sein soll. Noch während meiner Kindheit, welche jetzt noch nicht ewig her ist, hat das überhaupt niemand getrunken. Und auch heute sehe ich es ehrlich gesagt nirgendwo. Gab es da wirklich eine Renaissance?

      • marie sagt:

        „hier manifestiert sich einmal mehr: es wird nicht mehr getrennt zwischen erwachsensein und kindsein bei der erziehung. das finde ich eine schlechte entwicklung.“
        …da sehe ich einfach einen pferdefuss, den ich als „schlechte“ entwicklung bezeichnen würde. gilt m.e. genauso für kaffe, cola, bilz usw.

      • Muttis Liebling sagt:

        ‚hier manifestiert sich einmal mehr: es wird nicht mehr getrennt zwischen erwachsensein und kindsein bei der erziehung.‘
        erschliesst sich mir nicht.

      • marie sagt:

        ganz einfach: 9 oder 10 jährige kinder mit einer büchse bilz mit oder ohne alk wirkt einfach befremdlich. genauso mit cola, kaffe usw.
        offenbar ist es immer noch so, dass kindheit nichts anderes ist, als die erwachsenen kopieren, wie vor 200 jahren. aber heute macht es spass. auf mich wirkt das ganz einfach befremdlich.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der kleine Lord wurde vor 200 Jahren angezogen wie der grosse Lord. Ich habe als 8-jähriger am Sonntag Fliege und Anzug getragen. Als ich so gegen 10 war, kam im Westberliner Fernsehen, welches wir bedauerlicherweise in Ostberlin sehen konnten, ein Bericht über die Stricher- und Drogenszene am Bahnhof Zoo. Mein Vater sagte, hüte Dich vor den Drogen, aber vor allem vor den Homosexuellen.
        Das habe ich mir gemerkt, nicht als Handlungsanweisung. Ich hatte übersteuernd wollende Eltern, aber keine Übersteuerung. Immer noch verstehe ich ihre Aussage bezüglich Erziehungsziel nicht.

      • Ultrafemme sagt:

        Ich finde die Vermischung von Drogenszene und Homosexualität nicht angebracht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich finde die Ausblendung von Wirklichkeit nicht angebracht.

      • Ultrafemme sagt:

        Was soll Drogenkonsum mit Homosexualität zu tun haben?

      • Muttis Liebling sagt:

        nichts, nur die Frage ist blöd.

      • Pixel sagt:

        UF: ML spielt doch einfach ab, was damals für Werte in der Gesellschaft vermittelt wurden, vielmehr bei ihm zu Hause. Das ist m.E. nach keine Vermischung, die hier konkret für irgendjemanden von Bedeutung sein sollte. Meine Eltern hatten und haben noch immer teilweise gar komische Wertvorstellungen, die sie mir erfolglos vermittelt haben und ich so gar nicht teilen kann.

      • Ultrafemme sagt:

        „Mein Vater sagte, hüte Dich vor den Drogen, aber vor allem vor den Homosexuellen.
        Das habe ich mir gemerkt, nicht als Handlungsanweisung.“ – Sie haben damit diese Zuordnung gemacht und weil Sie sich das als Handlungsanweisung gemerkt haben, ist meine Frage sicher berechtigt.

      • Pixel sagt:

        ML: ging diese Anweisung ev damit einher, dass in jener Zeit die HIV Verbreitung am stärksten von homose.uellen ausging?

      • gabi sagt:

        Es ging um um den Film!

        Und für den alten Herrn scheint halt die Kausalitätskette umgekehrt gewesen zu sein… Ist es denn so schwer?! Haben Sie so viel Mühe mit ihrer sexuellen Orientierung, dass Sie das – mittlerweile ja wirklich sehr überkommenen – Weltbild eines Herrn aus den frühen Achtzigern belasten muss???

        Wollen Sie dem alten Vater von ML nun einen Strick draus drehen?

        Ich glaub ich könnte es noch ernster nehmen, wenn Sie aus dem Satz „hüte Dich vor den Drogen, aber vor allem vor den Homosexuellen“ lesen würden, er solle sich vor allem vor den homosexuellen Drogen hüten!

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Wow, das ist ja mal ein Lückenbüsser von einem Artikel. 😉
    Kinder mögen i.d.R. überhaupt kein Bier. Selbst wenn sie es noch so cool finden, brächten sie kaum ein Fläschchen runter. Schmeckt ihnen also das Blitz-Getränk, so heisst das nur, dass dieses offensichtlich überhaupt nicht nach Bier schmeckt. Zumindest nicht mehr als ein Cola nach Whisky-Cola oder ein Fanta nach Baccardi Breezer.

    • Georgina sagt:

      Ach, Herr von Hummel… Möchten Sie sich nicht erst kundig machen, bevor Sie drauflostippen?

      Es gab mal Kaugummizigaretten. Warum? Um den Kindchen einen Gefallen zu tun? Nein, um sie zu konditionieren, in einem Alter, in dem sie ganz sicher keine Zigaretten erhalten. Nun haben offenbar clevere Biervermarkter die Idee übernommen. Kinderbier ist für die Konditionierung der zukünftigen Konsumenten geschaffen.

      • Nick Schmid sagt:

        @Georgina: Nochmals, Bilz ist uralt (gab’s schon in den Achtzigern). Nix da mit cleveren Biervermarktern, die jetzt neu auf den Markt treten.

        Und nun kommt’s, halten sie sich fest: In Deutschland gibt es Karamalz, das ist ein alkoholfreies Malzbier. Dh. alhoholfrei ist es nur bedingt, es hat rund 0.2 vol.% Alkohol. Und stellen sie sich vor, die bewerben aktiv Kinder, z.B. war auch mal die deutsche Fussbalnationalmannschaft Werbeträger. Nur komisch, dass sich da in Deutschland niemand entrüstet. Ok, die sind wahrscheinlich auch alle Alkoholiker. Oder doch nicht?

      • Linda-Sue sagt:

        Kaugummi Zigaretten gibt es immer noch, halte ich ebenfalls für harmlos. Meine Kinder liebten es, mit denen Fake-Glimmstengeln zu tun als ob… (ich füher vor 30 Jahren auch) . Wir sind alle Nichtraucher. Man sollte das nicht dramatisieren und gleich eine Konditionierung dahinter sehen. Kollegen die rauchen sind da die grössere Gefahr um anzufangen bei Teens. Der Mensch hat Verstand und kann sich entscheiden. Und was ist mit Mädchen, die die High-Heels der Mutter anprobieren und so tun als ob? Gleich eine neue Wirbelsäule für die girls bestellen? Das sind doch nur Spiele und Entdeckungen.

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