Reisen, um darüber zu schreiben

Die Welt ist gross. Nicht alle wollen das von Nahem sehen. Aber manchmal zwingt einen das Leben dazu. Und das ist gut: Kinder in Cartagena, Kolumbien. (Foto: Flickr/Pedro Szekely)

So ist es nicht. Auch, wenn das Vorbild zum Titel dieses Blogs («Leben, um davon zu erzählen») von keinem Geringeren stammt, als dem kolumbianischen Nobelpreisträger Gabriel García Márquez. Passender wäre in meinem Fall wohl: Schreiben, um das Reisen zu überleben.

Denn schon am kommenden Samstag ist es soweit: Wir reisen für drei Wochen nach Kolumbien. Anlass ist die Hochzeit meines Schwagers mit einer Kolumbianerin aus gutem Hause. Wow! Wie schön! Was für eine Chance! Geniesst es! Sind die Kommentare zu dieser Angelegenheit, die mich wie ein Chor begleiten. Das hat nicht den vermuteten Effekt, dass ich mich zu etwas beglückwünsche, was offenbar alle toll finden. Der Neidreflex greift diesmal nicht.

Vielmehr fange ich langsam aber sicher an, meine geistige Gesundheit und meine Gesellschaftsfähigkeit zu hinterfragen. Denn bei mir selbst ist von Begeisterung keine Spur. Nur Skepsis und das Hoffen auf einen greifbaren Verhinderungsgrund wie ein gebrochenes Bein oder sonst etwas, was mich wie ein rettender Engel vor diesem unfreiwilligen Abenteuer bewahrt.

Das Bedürfnis, selbst ein fernes Land zu bereisen und hautnah zu erleben, hat mich noch nie umgetrieben. Ich bevorzuge Romane, Reportagen und lebendige Erzählungen von reisemutigen Freunden in meiner Küche. Die Hitze, die Ferne, das Unbekannte und das Gefühl, dass dort keiner auf mich verwöhntes Schweizerlein gewartet hat, haben mich bislang davon abgehalten, auf den echten Globus hinauszuziehen.

Zwar sage ich meinem Mann immer, gell, wenn die Kinder gross sind, gehen wir reisen, sehen uns die Welt an. Und meine das auch durchaus ernst. Aber die Welt, die ich meine, reicht von Norwegen über Schottland bis zur Bretagne und wenn’s wild wird, sogar bis nach Sizilien. Im Winter, versteht sich.

Und nun verregnet mir die fulminante Prunkhochzeit meines Schwagers tüchtig die Parade. Kneifen ist nicht. Familie steht an oberster Stelle, bei uns und vor allem auf der kolumbianischen Seite! Da hilft es auch nichts, dass ich mir eingeredet habe, die Gelbfieber-Tetanus-Hepatitis-Masern-Mumps-Rötel-Impfbombe nicht zu vertragen, die mir das Tropeninstitut unter die Haut gejagt hat. Die Beschwerden waren minim. Auch meine Vorträge über Giftschlangen (saufiese, hats da!), immense Tropenhitze, Reisedurchfall, Killermoskitos und Strassenräuber haben meinen Mann und meine Tochter lediglich amüsiert. Und meinen armen Sohn verunsichert.

Hinfahren müssen wir trotzdem. Hinfliegen, genauer gesagt. Das allein wäre für mich schon zehnmal Grund genug, ins Wallis zu fahren, statt nach Kolumbien. Nicht wegen der Umwelt, sondern, weil ich ein neurotischer Angsthase bin. Da nützt es nicht mal, wenn meine Mutter mich fragt, ob ich mich wirklich für so wichtig halte, dass ausgerechnet mein Flugzeug abstürzt. Ja, tue ich!!!

So, genug gejammert. Tatsache ist: Mein Schwager hat sich nicht wie erhofft umentschieden und sich in letzter Minute eine Schwedin geangelt. Die Sache wird durchgezogen. Womit wir wieder beim Anfang des Textes wären: Schreiben, um das Reisen zu überleben. Genau das werde ich also bald tun. Einen Zoom einbauen, mit dem ich meine Familie und vor allem all die kleinen und grossen Geschehnisse von aussen betrachten kann und sie zu Geschichten machen. Die werde ich ab dem 22. an dieser Stelle regelmässig im «Kolumbienblog» erzählen dürfen. Darauf freue ich mich.

Und auf noch etwas freue ich mich: auf meine nahezu zahllosen neuen kolumbianischen Verwandten, die ich bei der Schweizer Ziviltrauung kennengelernt habe. Bei soviel Herzlichkeit kann die Sache ja nur gut rauskommen. Irgendwie.

Und im äussersten Notfall suche ich mir ein Zimmer mit Klimaanlage und verschlinge dort drei Wochen lang norwegische Krimis.

Also, bis auf bald! Wäre schön, Sie in den Tropen wieder zu treffen.

71 Kommentare zu «Reisen, um darüber zu schreiben»

  • Querida Andrea ,
    una comida buena / arroz con coco , pescado frito, patacones y yuca !
    con una cerveza Aguilla !
    Herrlich !

  • John Kipkoech sagt:

    Liebe Andrea – nach 35 Jahren Südamerika-Erfahrungen und etlichen Besuchen in Kolumbien kann ich einwenig mitreden. Das einigende Element in Kolumbien und Südamerika ist die Geschichte und die Gemeinsamkeit der Befreier – Bolivar und San Martin. Keine Stadt in der nicht die Freiheitshelden geehrt würden, kein Ort ohne „Plaza Bolivar“ oder „Avenida Bolivar“ – zumindest im spanisch sprachigen Amerika. Für Kolumbien kommt noch das Gefühl vergangener Grösse dazu, Grosskolumbien umfasste einst für kurze Zeit Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Peru – da war man noch eine glorreiche Nation!

  • Der Schwager sagt:

    Ich bin nun also der liebe Grund, warum Andrea mit Family die weite Reise antreten muss oder – viel besser – darf.
    Und eines ist klar; ich freue mich riesig: dass ihr alle mit dabei seid, natürlich auf meine Hochzeit und auf die weiteren Kolumbien Blog-Folgen.

    Very well done, liebe Schwägerin. Ich hab mich köstlich amüsiert.

    Herzlichst und bis bald im Land der Korallenschlangen, Drogenbarone und Prunkhochzeiten,
    G.

  • Muttis Liebling sagt:

    Thema war: Reisen, um darüber zu schreiben, nicht reisen, um etwas zu erleben. Goethe musste noch mit der Kutsche zum Gardasee rumpeln, um einen Eindruck von diesem zu bekommen. Das braucht man heute nicht mehr. In einem meiner letzten Reisetagebücher habe ich geschrieben, man könne das Reiseerlebnis gut durch eine Mischung von Videomaterial und geeigneten Drogen substituieren. Nur eines kann man damit nicht: Die spezielle Atmosphäre physischer Nähe aufnehmen. Die kann man aber beschreiben. Also: Reisen, vor allem, um darüber zu schreiben. Viel Spass, Frau F.

  • Pierre Gassmann sagt:

    Also jetzt, Alles mit Ruhe. Malaria hat es, andere Tropenkrankheiten auch, aber wohl kaum da wo Du wohnen wirst. Klimaanlage ist auch vorhanden, beraubt wurde der Wohnungsinhaber bisher nur zweimal und giftige Schlangen (ausser genervten Kolumbianerinnen) hat es in der Stadt eigentlich keine. Ich empfehle so wenig Wertvolles wie möglich mitzunehmen, Dich jetzt halt doch zu freuen, Mückenspray und Evian-Spray einzupacken, nicht bei „Donde Olano“ zu essen, den chilenischen Wein schamlos mit Eiswürfeln kalt zu stellen, alle Früchte zu probieren und auf der Plaza Bolivar die Tauben zu meiden.

  • beat sagt:

    die Leute sind echt nett. nicht so verdorben vom Tourismus, die Gastfreundlichkeit wird echt noch gross geschrieben. Und die Leute sind echt.Die Liebe kommt von I)nnen und ist nicht aufgesetzt, wie wir das oft in Europa feststellen muessen.Das Rennen nach Statussymbolen fehlt , schon aus finanziellen Gruenden, aber die Leute sind zufrieden mit dem was sie haben, auch wenn sie arm sind.

  • Michel Patrick sagt:

    Ich war mit meiner Frau die ursprünglich aus Kolumbien kommt vier Wochen in Medellin, Cartagena und im Colombian National Coffee Park. Es war wunderschön und meine vielen kleinen Vorurteile, die im Wesentlichen durch die westlichen Medien geprägt wurden, haben sich sofort im Nichts aufgelöst. Eine wunderbare Erfahrung. Gerade für Personen die lokale Leute kennen. Und ich hasse fliegen und auch das schnelle Reisen liegt mir nicht, aber die Reise hat sich absolut gelohnt. Das ganze übrigens mit zwei kleinen Kinder. Freue dich! Das wird fantastisch.

  • Hans Saurenmann sagt:

    15 Km oder 50 spielt doch keine Rolle, zur gleichen Zeit wurden aus Buenaventura 17 Drogen Haendler durch die Polizei per Kleinflugzeug nach Bogota spediert, und die Anwesenheit der Special Force ist beeindruckend. die Polizei habe ich direkt im Einsatz gesehen, ist mehr eine militaerische Formation. Land und Leute sind umgaenglich. Die Ami’s habe die zweit groesste Botschaft in Bogota ca. 7.000 Amerikaner, das Drogen Problem ist latent. Fuer Juengere Semster ist ein laengerer Aufenthalt sicher gut solange Geld und Zeit keine Rolle spielen, viel Jugentliche versorgen sich mit Stoff!!

  • Widerspenstige sagt:

    Südamerika wird wahrscheinlich zu Unrecht stiefmütterlich behandelt beim Gros der Reiselustigen. Ich habe mich dorthin auch noch nie verirrt, aber schon viel darüber gehört, gelesen und von einer Biologin erzählen lassen. Diese reiste mit ganzer Familie auf die Galapagos-Inseln und schwärmte nur noch von Land und Leuten dort! Sie werden begeistert sein von dort und ich bin gespannt wie eine Feder auf Ihre Reiseberichte. Sollte Ihnen ein Drogenbaron über den Weg laufen, dann wissen Sie, was zu tun ist oder? Das Essen soll fantastisch schmecken und vorallem die Gedärme mit Schärfe massieren 😀

  • beat sagt:

    Aber Catagena ist heiss, wir hatten so Durchnittstemperatur von 36 grad und auch Nachts kuehlte es nicht besonders viel ab. das Meer so heiss dass man sich fast die Haut verbrannte damit am Rande des Strandes.Wir waren im Mai dort. Schoen sind die kleinen Fischrestaurants in denen man Mojasra essen kann, super leckerer Fisch der dort gefangen wird und die Jugos aus Mora, Lulo, Mango, Papaya,Tamarindo Guanavana, einfach super lecker.Ich finde man muss das Herz oeffnen um auf Reisen die neuen Eindruecke in sich reingehen zu lassen und nicht schon zuhause einen Kulturschock aufbauen.Colombiaqueri

  • beat sagt:

    Kolumbien… geil…ich habe vor 3 Jahren in Cali geheiratet, eine Frau aus einem normalen Haus hihi, Bei der Hochzeit waren 160 newtte Leute ihrer Familie und drei meiner Leute die ich mitnahm. Wir sind alle hervorragend aufgenommen worden, haben Reisen gemacht ins Kaffee gebiet, Parque de Cafe, wunderschoen und erlebnisreich, sind aber nie in eine bedrohende Situatrion geraten.Schlangen ja, die gibts dort, 5 m vom Haus der Eltern meiner Frau ist eine Korallenschlange auf der Strasse erschlagen worden. Unsere Hochzeitsreise ging nach Cartagena, ebenfalls wunderschoen kolonial,

  • Ueli Vollenweider sagt:

    Reisen bildet die ganze Familie. Empfehlenswert. Geniessen Sie Ihre Zeit!

  • Fritz Müller sagt:

    ..freue mich sehr auf den Blog! Trage ich den Gedanken an eine Reise nach Kolumbien (evt noch andere Länder in Südamerika) seit geraumer Zeit mit mir mit. Höre ich Kolumbien; denke ich sogleich an Drogen, Entführungen, etc.. Habe jedoch nur gutes erzählt bekommen! – Hat jemand gute/günstige Anreise-Tipps?

  • Thomas C. sagt:

    Colombia q rico. Geniessen Sie Cartagena! Das ist was Eeinzigartiges! Es wird Ihnen nicht langweilig und wenn doch: dann einfach in eines der vielen Centro Comericales gehen – da gibts alles was auch bei uns erhältlich – nur eben jedes dieser Center schlägt das Glatt Zentrum: zu empfehlen: El Tesoro in Medellin. Bei Abstinenz von Cervelat und Bratwurst: bei Carrefour, Pomona die von der Metzgerei Koller in Bogota hergestellten Bratwürste u Cervelat u grillieren: das sind die Besten auf der Welt.
    Und ja die Hochzeit: das werden Sie nie vergessen: Warum traf ich nie einen Kolumbianer aus g Haus?

    • Michel Patrick sagt:

      El Tesoro in Medellin! Das schlägt jedes Shopping Center. Egal ob NY, Paris, London oder eben das Glattzentrum 😉 Aber es gibt noch ein besseres. Ein riesen Glas/Stahlbau wo jede Etage auf der Seite offen ist. Kein Wunder bei dem ewigen Frühling in Medellin.

  • Ultrafemme sagt:

    Fliegen war einmal eine angenehme Art zu reisen. Aber heutzutage ist es das gleiche Erlebnis wie ein Stadtbus.

    • Peter K. sagt:

      Da haben Sie völlig recht. Unterschiedlich ist nur der im wahrsten Sinne des Wortes himmelschreiende CO2-Ausstoss des ersteren Transportmittels.

    • alien sagt:

      So da bitte. Zieh die VBZ nicht in den Schmutz. Und die vbl auch nicht.

  • Edwin Voser sagt:

    Ich habe in Cartagena eine Wohnung im 20. Stock mit Aussicht auf den Hafen und der Altstadt. Ich liebe diese Stadt, die Menschen und das Essen. Ich muss jedesmal weinen wenn ich in die Schweiz zurück muss.

    • Pete K. sagt:

      Spanische Städte haben sowieso etwas von dem gewissen Etwas.

    • E.H.Roth sagt:

      ich manchmal auch, wenn ich diese Beiträge lese…

    • Betti Bossi sagt:

      Ja dann bleiben Sie doch am besten in Spanien. Vielleicht als Matador?

      • Michelle sagt:

        Kolumbien hat leider keinen Platz in Spanien.. ein bisschen recherchieren auf Wikipedia hätte gereicht:
        Fläche Kolumbien: 1.138.748 km²
        Fläche Spanien: 504.645 km² 😛

    • Eric Dänggli sagt:

      Was hält Sie auf für immer dort zu bleiben? Bauen Sie sich dort was auf! Oder ist Schlussendlich das Leben hier doch besser? Der Hafen und die Altstadt verliert vom tägl. Hinsehen doch mal den Reiz? Die Menschen sind beim tägl. Mitenander Leben auch nur Menschen? Sie tun mir Leid. So entwurzelt!

  • Viktor Troska sagt:

    Warum so ängstlich? Sie reisen doch nicht nach Somalia. Geniessen sie den Einblick, den sie in ein anderes Land und eine andere Kultur erhalten. Bringt viel für Geist und Seele!

  • Heinz sagt:

    Colombia .. El unico riesgo es que te quieras quedar ! ( Kolumbien – die einzige Gefahr ist es, dort bleiben zu wollen ! ). Ich wünsche Ihnen viel Spass in Kolumbien. Mir erging es wie im ersten Spruch aus der Tourismuswerbung und ich lebe und arbeite inzwischen hier … Herzliche Grüsse aus Barranquilla …

    • Wolfgang sagt:

      Hola Heinz, ging und geht uns genauso.
      Man kann in Kolumbien Alles finden. Je nachdem, wonach man sucht. Sucht man Negatives, findet man das ganz schnell, sucht man Positives, findet man es schneller.

  • dres sagt:

    Mir kommen gleich die Tränen. 😉 ich habe immer geglaubt, die Bewohnerinnen und Bewohner von Downtown Switzerland seien so was von globalisiert. Trotzdem habe ich bei Ihnen ein gutes Gefühl: Sie werden mit so vielen Bereicherungen zurück kommen und können das Klammern ans Bekannte – sprich Nordeuropa – endlich ablegen. Gute Reise! 😉

    • Stefan sagt:

      @ dres: Ihr Kommentar erscheint mir wie einer, der mal in Dubai, New York oder Australien war und sich nun als super-weltoffenen Menschen sieht… In der „Klammer“ Nordeuropa gibt es soooo viel zu entdecken, Herrr dres. Oder waren sie schon mal in Mazedonien, in Tschechien, oder wie Frau Fischer in Lappland, Bretagne etc…? Erreichbar in weniger Stunden und doch ganz anders.
      Herrlich ihre Ehrlichkeit, Frau Fischer, aber sie haben schon recht. Man kann auch in Europa toll verreisen

      • dres sagt:

        …habe gerade mehrere Monate mit meiner Familie in einem postrevolutionären nordafrikanischen Land verbracht… Und im übrigen müssen Sie mir definitiv nicht erklären, was es direkt vor der Haustüre (Europa) alles zu entdecken gibt. Aber wenn ein Blog so rüberkommt als ginge es um FKK-Ferien in Somalia, dann muss ich schon ein wenig schmunzeln…

    • Ultrafemme sagt:

      so ganz unrecht hat dres nicht.

  • Pad sagt:

    Da bin ich mal gespannt.
    Ich kenne Kolumbien sehr gut, meine Frau ist aus Bucaramanga.
    Das Land ist ein Traum. Die Leute so nett und herzlich.
    Wir sind jedes Jahr für mindestens 3 Wochen dort.

    Also viel spass

    • E.H.Roth sagt:

      solange der Gringo bezahlt … sind grundsätzlich mal alle sooo nett und herzlich… Sorry, kann diesen brunz nicht mehr hören. Das sagen all die Herren auch über Thailand.

      • E.H.Roth sagt:

        es ist doch so, sobald du nix mehr können bezahlen, chiga ist weg und dann ist fertig bananana

      • Eni sagt:

        Richtig Herr Roth; in solchen Ländern ist jeder der grosse Macker der 100.- im Sack hat, oft heiraten Frauen solche Typen, weil sie sich dann Unterstützung für die ganze Familie erhoffen und sie so ihren Lebensunterhalt nicht mit Prostitution verdienen müssen, oder besser gesagt, sie müssen dann nur einen einzigen Mann ertragen.

    • H. Kunz sagt:

      Man sollte von eigenen Erlebnissen nicht zu sehr auf die Gesamtsituation schliessen. Aber auch nicht umgekehrt: Es ist in der Tat oft ungefährlicher als es von den Medien berichtet wird. Unser Motto auf Reisen lautet: No news is good news.

      • E.H.Roth sagt:

        nun, Herr Kunz, in der Tat habe ich einige Erlebnisse jedoch keine nennenswerten mit Frauen die es zu erzählen wert wären. Ich weiss aber von bedauerlichen Geschöpfen, die ihr ganzen Geld für Frauen aus dem Fenster geschmissen haben und das bisschen Selbstachtung gleich hinterher. Unser Motto lautet:If it flies, floats, or fucks; always rent than buy. Alles verstanden Herr Kunz?

      • H. Kunz sagt:

        Meine Antwort ging an den Originalautor Pad. Alles verstanden, Herr (?) Roth? Warum so kratzbürstig bzw. lesen Sie immer so oberflächlich?

      • E.H.Roth sagt:

        dann Entschuldigen sie Herr Kunz. Kratzbürstig finde ich gut. Im alter werden auch wir wie alte Weiber.. manchmal ..

  • Hola Andrea, ich denke, hoffe mal, das die Angst zum Reisen nicht allein das Ziel Kolumbien betrifft. Denn Kolumbien ist klar, mit einem Leben in der Schweiz nicht zu vergleichen. Und Impfungen benötigt man hier nicht wirklich, außer man geht in den Amazonas oder in den tiefsten Dschungel im Tayrona Park.
    Die Dinge, die sie hier erleben, werden ihr Leben beeinflussen. Denn viele, wollen nicht wieder weg aus Kolumbien…
    Allerdings sollten Sie sich nicht nur Cartagena anschauen. Zu heiß, zu langweilig wenn man länger dort ist. Es gibt auch klimatisch wie landschaftlich viel schönere Gegenden.

  • Markus sagt:

    Ich hatte als sechsjähriger das grosse Glück, während eines halben Jahres in Kolumbien leben zu dürfen. Noch heute profitiere ich von dem, was ich dort aufgesogen habe. Die Farben und Gerüche, die Menschen und die Sprache, die stundenlangen Fahrten in Lotterbussen, die Spaziergänge in den Slums und die Zeugnisse Jahrtausende alter Kulturen haben mir die Augen weiter geöffnet als sonst irgend etwas.

    Der Autorin wünsche ich, dass Sie ihr Zoom ablegen kann und insbesondere ihren Kindern ein tiefes Eintauchen ermöglicht, es wird bleibende Eindrücke hinterlassen.

  • Mike Müller sagt:

    Und wieder mal werden Mythen über ein Land verbreitet, das wohl die meisten lediglich aus Zeitungsberichten kennen. Erstens ist Kolumbien ein zivilisiertes Land. Falls man irgendeine Krankheit auflesen sollte, gibts dort genauso viele Apotheken wie in der Schweiz auch – und sogar ähnliche Medikamente (nur kosten sie halt die Hälfte weniger). Zweitens: Strassenräuber hats überall, auch in Thailand, in Amerika, ja sogar in Zürich. Wenn man sich aber einigermassen vernünftig benimmt und nicht gerade die Kamera vor seinem Bauch trägt, wird man davon nichts spüren. Kolumbien ist eine Reise wert.

  • Leonidas sagt:

    werdet eure ängste los und macht euch frei. das leben und die welt ist schön;)

  • Ollie sagt:

    sie werden die zeit dort geniessen. also, wenn sie nach cartagena gehen, dort erwartet sie keine tropische hitze… die temperaturen sind angenehm und am abend brauch ICH dort ein jäckchen!
    geniessen sie die früchte inkl. fruchtsäfte, die leute und das land im allgemeinen. sie werden begeistert sein!

    • marak sagt:

      Im Restaurant schon, wegen der Klimanlage. Aber es ist nie unter 20 Grad dort – in der Nacht.

  • Hans sagt:

    Colombia…que rico! Tolles Land, tolle Leute. Es wird ihnen gefallen! Ich jedenfalls könnte immer wieder gehen. Viel Spass!

  • Auguste sagt:

    hmm…, frau fischer, norwegische krimis sind eine gute idee in heissen gebieten – permanent nasskaltes und regnerisches wetter immer griffbereit im taschenbuchformat. und wenn sie besonderes glück haben, wurde ja in der zwischenzeit mal einer geschrieben, in dem der ermittler kein depressiver säufer ist, die leiche nicht im wasser schwimmt, und er beim dienstausflug nach bergen dort auch mal einen halbwegs trockenen tag erwischt.

    youtube: eli young band – when it rains

  • mami2012 sagt:

    ach. ich fühl mich ja sooo verstanden ♥

  • claudia ana sagt:

    ich habe regelmässig einen halben nervenzusammenbruch, wenn ich für die kinder und mich packen muss – mein mann erledigt das in 5min (ist für männer ja auch viel einfacher..!) und verstaut alles schön hübsch in den koffern. dann kommt das lange warten am flughafen, die manchmal sehr anstrengenden flüge (besonders mit kindern unter 3 jahren), aber am ende wird man belohnt, mit so vielen neuen eindrücken, neuen gerüchen, geschmäckern, sieht, dass es auch noch andere lebensweisen gibt und kommt glücklich und auch bescheidener zurück… in diesem sinne:felices vacaciones!

  • SomeintPhia sagt:

    Nun gut, Kolumbien wäre jetzt auch nicht gerade meine Lieblingsdestination. Die Obhut in der herzlichen Verwandtschaft wird wohl einiges an „Reiseschmerz“ vergessen lassen. Trotzdem viel Spass und wir freuen uns auf die Berichte aus fernen Landen.

  • marak sagt:

    Gut, dass Frau Fischer zugibt ein Angsthase zu sein. Sonst gibt es nämlich keine guten Gründe die gegen Kolumbien sprechen. Und falls Sie von den Tropen genug haben ist Kolumbien das perfekte Land. Es gibt nahezu sämtliche Klimazonen zu entdecken.

    Ausserdem tut es gut, zwischendurch festzustellen, dass auch ausserhalb unserer Sphäre gut gelebt werden kann. Schade, dass die Heirat abgesagt wurde. Es geht nichts über Hochzeitsfeiern in fremden Ländern.

    • marak sagt:

      Sorry, falsch gelesen. Im Traum kam die Schwedin. Also, toll das die Hochzeitsfeier stattfindet. Viel Spass.

  • marie sagt:

    fr f! ich übernehme das für sie! kein problem. ich stehe auf abruf, einfach melden!
    wünsche trotzdem schönen urlaub und sich raschest möglich wohlig niederlassen und ankommen. das nützt in idr gut.
    vaya con dios und schöner urlaub in kolumbien.
    (ok der flug – gin&tonic in rauhen mengen oder rotwein, auch der in rauhen mengen, einfach alkaselzer nicht vergessen)

    • marak sagt:

      Alka Seltzer verkauft jeder Strassenhändler in Kolumbien. Auch einzeln. Ausserdem gibt es dort Alkaselzer mit Geschmacksrichtung Limon oder aber auch so eine Art Super-Booster. Alkaselzer extra stark.

      • marie sagt:

        klingt lecker! 🙂 aber tipp, damit der kater nicht allzu schlimm wird nach dem flug: im vorfeld ein/zwei alkaselzer nehmen. und dann in kolumbien die mit geschmack kaufen…

  • Bernd S. sagt:

    Haha… so geht es mir vor jeder Reise. Und diese Reisen habe ich in der Regel sogar selbst geplant und gebucht. Also ohne den Zwang einer Hochzeitseinladung folgen zu dürfen. Die zwei Wochen vor dem Abflug sind jeweils der Horror. Trotzdem, ein Beinbruch kommt nicht in Frage. Kolumbien? Ich beneide Sie!

  • Regula sagt:

    Ich weiss genau, was sie meinen. Mein Mann will nach Samara im Herbst. Und er will da mit mir hin. Es bleibt noch Zeit für einen Beinbruch … In Samara reden sie Russisch, von dem ich grad mal Nastrowje, Capusta und Babuschka verstehe. In Kolumbien wenigstens Spanisch … Nicht zu reden von den Tupolev Flugzeugen ….

    • Auguste sagt:

      hmm…, samara, zweifellos die etwas andere städte-destination. lassen sie sich den stalin-bunker in fast vierzig meter tiefe unter dem erdboden nicht entgehen – möglicherweise ein klaustrophobisches highlight – ganz besonders in kombination mit einem tupolev-flug – dass man so nicht alle tage erleben kann. am wolga-ufer die russische seele etwas abtasten – florenz und co. laufen einem ja nicht weg, nur athen geht beschleunigt unter.

  • Muttis Liebling sagt:

    Der Beitrag mach Sie richtig sympatisch. Frau F. Sehe alles fast genau so, nur dass mir etwas einfallen würde, da nicht hin zu müssen. Bei gespielter anfänglicher Begeisterung natürlich und ebenso gespielter Traurigkeit bei Eintreten des Verhinderungsgrundes.
    Drüber schreiben macht allerdings vieles erträglich, nur bei Flugreisen bin ich mir da nicht ganz sicher.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Colombia ist eine Reise wert aber nicht ungefaehrlich, war keine ca.15 Kilometer vom Tatort als Cano Erschossen wurde in der Naehe von Buenaventura am Pacific (naechste Provinz) und waehrend den Studenten Unruhen in Bogota. 80 % aller Gueter kommen hier an und werden mittels Trucks weitertransportiert.

    • Cybot sagt:

      Ui, 15km, wie gefährlich, da musstest du aber schon aufpassen, um nicht von einem Querschläger getroffen zu werden.
      Meidest du auch Winterthur, weil in Zürich an der Langstrasse etwas passieren könnte? Das sind auch etwa 15km.

      • E.H.Roth sagt:

        hm, hatte am Wochenende auch eine RIESEN SCHWEIN war nur etwa gefühlte 1.5 km vom Kaufläuten entfernt – im Bett – aber he, die Nacht der langen Messer hätte trotzdem ns Auge gehen können…

      • Eni sagt:

        Ich war dafür schon mit einem Mörder in den Ferien; naja, bevor er ein Mörder war natürlich.

      • gabi sagt:

        Na hoffentlich hat ihn nicht der gemeinsame Urlaub in Rage gebracht!

        😉

        – Im Ernst?

        Was hat er später getan? Wie haben Sie dann an die gemeinsame Zeit zurück gedacht?

        Bestimmt sucht man dann doch in seiner Erinnerung nach Hinweisen. So à la „Hätte ich das ahnen können?“ Hat man ihm das zutrauen müssen?“

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