Mütter auf Speed

mb1_ps

Schluckt die ADHS-Tabletten ihrer Kinder: Felicity Huffman als Lynette Scavo.

Es war eine der besten Storys aus der ersten Staffel von Desperate Housewifes. Lynette Scavo, Mutter von vier Kindern und Herrin über das permanente Chaos in ihrem Haus, ist überfordert. Der Mann ist auf Geschäftsreise und zwei ihrer Söhne leiden unter einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Und sie sollte sie Kostüme für die Schulaufführung nähen und Kuchen backen, ganz zu schweigen davon, dass sie den Haushalt schmeissen und die Kinder bändigen muss. Und so schluckt sie das Ritalin ihrer Kinder selber. Worauf ihr anstrengendes Mutterleben plötzlich zum Kinderspiel wird.

Wie so oft hat das Leben inzwischen die Kunst imitiert. Darüber berichtete diese Woche der amerikanische Fernsehsender KTLA. In Kalifornien griffen immer mehr Mütter zum Medikament Adderall, sagen Suchthilfestellen. Adderall wird Kindern mit ADHS verschrieben, ähnlich wie das hierzulande bekannte Ritalin. Adderall steigert die Konzentration und die Leistungsfähigkeit und wirkt ähnlich wie die Strassendroge Speed. Entsprechend werden die Pillen gern zweckentfremdet, etwa von Studenten, damit sie den Prüfungsstress bewältigen können. Das amerikanische W-Magazin hat «Adderol» auch als Hollywood-Droge bezeichnet, bevorzugt von den Starlets, um schlank zu bleiben und die langen Drehtage durchzustehen.

Dass die die Pillen inzwischen als neue «Mothers little helpers» gehandelt werden, zeugt vom steigenden Druck, dem sich wohl nicht nur die kalifornischen Mütter ausgeliefert sehen. Ein absurdes Perfektions-Ideal verlangt von ihnen permanentes Multitasken. Sie pendeln zwischen Schulaufführungen, Haushalt, Job und Pilatesstunden und müssen dabei immer perfekt, das heisst möglichst schlank aussehen. Und da das Medikament leicht erhältlich ist und auch eifrig verschrieben wird, realisieren sie gar nicht, dass sie sich im Grunde mit Speed dopen müssen, um diesen ganzen Stress noch bewältigen zu können.

Adderol ist in der Schweiz nicht regulär erhältlich. Jedoch werden auch hierzulande immer mehr Präparate gegen Aufmerksamkeits-Störungen verschrieben. Laut einer Erhebung der Krankenkasse Helsana wurden im Jahr 2009 rund 42 Prozent mehr solche Medikamente verschrieben als noch drei Jahre zuvor. Und zwar nicht nur an Kinder, sondern immer mehr auch an Erwachsene. Der Anstieg, so die Studie, beläuft sich je nach Geschlecht und Alter und Altersklasse auf 58 bis 131 Prozent. Anzunehmen ist, dass in dieser Kategorie auch die Quote des Missbrauchs höher sein dürfte.

Bleibt die Frage, wer diese Medikamente konsumiert und warum. In der Schweiz wird dieses Thema mehrheitlich ignoriert. Es gebe zu wenig Zahlen darüber, ob der Konsum leistungssteigernder Drogen in der Schweiz zugenommen hat und bei welchen Bevölkerungsgruppen, sagt Peter Menzi, der Stellvertretende Leiter von Infodrog.ch. Bei den Fachstellen für Suchtberatung sei Alkohol nach wie vor das Hauptthema, über den Missbrauch von Medikamenten und leistungssteigernden Drogen werde wenig geforscht. Allerdings griffen die Medien das Thema in letzter Zeit vermehrt auf und es würden auch neue Hilfsangebote geschaffen. Helmut Wolfer von der Suchthilfe ergänzt: «Es gibt in jeder Bevölkerungsgruppe suchtgefährdete Menschen, also auch bei Müttern. Wenn nun eine Mutter prädisponiert ist, kann der leichte Zugriff auf die Droge durchaus zu einem Missbrauch führen.» Bei den Müttern seien besonders die Alleinerziehenden aufgrund ihrer Mehrfachbelastung gefährdet, also just jene Gruppe, die in den letzten Jahren am stärksten gewachsen ist.

Es ist bedenklich genug, dass wir viele Lebenssituationen heute nur noch unter Doping meistern zu können meinen. Dass dieser Trend inzwischen auch in der Familie angekommen ist, lässt aufhorchen. Ja, ich habe in den letzten Jahren mit viel Verständnis an die verzweifelte TV-Hausfrau Lynette Scavo gedacht und es gab hin und wieder Situationen, wo ich nicht gezögert hätte, ein mir dargebotenes Ritalin zu schlucken. Aber ich habe ein besseres Mittel gefunden gegen meinen Stress. Ich habe meinen Perfektionismus bei der Hand genommen, ihn in den Wald geführt und dort erschossen. Wir müssen nicht perfekt sein, Drogen verschlimmern Probleme nur.

307 Kommentare zu «Mütter auf Speed»

  • Ingo Kichtan sagt:

    Ich sitze hier an meinem PC und weiß grad nicht, soll ich mich aufregen, soll ich lachen, oder soll ich einfach so tun als hätte ich diese ganzen Sachen nicht gelesen!? Das kann ich natürlich nicht. Ich bin doch ein typischer Senfdazugeber! 😉 Wer so einen Artikel verfasst, muss einer masochistische Veranlagung haben. Diese Person weiß nämlich von Anfang an, dass sich danach sofort alle fetzen! Der Verfasser dieses Artikels sitzt dann händereibend vor dem PC und hat erreicht was er wollte! Blogleser und Kommentare. Ganz viele! Ja, hier sind die gewünschten Einträge! Ich komme aber nie wieder!

  • Chaotin sagt:

    Ok, dass finde ich ehrlich gesagt auch sehr befremdlich! Das Hyperaktivität eine Art Modewort für berechtigte kindliche Reaktionen auf Stress wird, ist auch nicht in meinem Sinne. Der Grund weshalb ich mich vor ein paar Tagen auf diesem Blog so aufgeregt habe, ist erstmals meine Impulsivität; vor allem aber der spöttische Unterton des Artikels sowie manche unüberlegte Kommentare. Sorry, wenn ich zu direkt war. Mein genervter Kommentar war nicht auf Sie persönlich gerichtet. Wenn man hier nur zu Gast ist, kann man nicht grad die Lebensgeschichte jedes einzelnen kennen.

    • Chaotin sagt:

      In dieser Diskussion ist es sowieso so, dass sich Betroffene sehr schnell angegriffen fühlen. Es geht dabei nicht um einen dogmatischen, fast schon wahnhaften Ansatz, wie bei diesen heile-Welt-Szenarien der Medikamentenwerbung sieht, die in den USA betrieben wird (für mich als Europäerin befremdend). Es geht um die Tatsache, dass man ADHS gerne mal als Bagatelle darstellt. Gerade dies fördert ja Beispiele, wie das von Ihnen vorhin geschilderte. Keine dieser Mütter würde wahrscheinlich bei einem tobenden Kind sagen es sei halt „manisch“ oder gar „psychotisch“…

      • Eni sagt:

        Genau, ADHS gibt es tatsächlich, aber nicht in dieser Häufigkeit.

        Mich macht es einfach sauer, wenn die Diagnose ADHS nichts anderes ist als eine Ausrede für die Faulheit und Gleichgültigkeit der Eltern. Gerade wegen solchen von mir beschriebenen Fällen, wird ADHS nicht ernst genommen.

  • Eni sagt:

    Ist es denn nicht einfach so, dass jeder der nicht in eine Schublade passt unter Druck gesetzt wird, sich gefälligst anzupassen, wenn nötig mit Medikamenten?

    Das fängt im Kindergarten schon an und zieht sich durchs ganze Leben. Der Ritalinkonsum nimmt überhand, bei vielen Kindern würde es genügen, wenn die Eltern mit ihnen viel Zeit draussen verbringen würden, anstatt mit Chips und Medis vor dem TV ruhig zu stellen.

    • Chaotin sagt:

      In diesem Forum tummeln sich anscheinend lauter Quatschköpfe, die immer besser als Fachleute, direkt Betroffene und deren Familien, wissen, was Sache ist. Ich finde sowieso diese ständig um sich selbst kreisende Schreiber im Mamablog äusserst irritierend. Hier hat sich anscheinend eine Art geschlossene Gemeinschaft mit eigenem Jargon gebildet. Eigentlich ist es eher sinnlos mit Leuten zu diskutieren, die zu jedem Thema ihren Senf dazu geben, anstatt dass sie diese wertvolle Zeit zur Vertiefung ihrer Kenntnisse nutzen.

      • Eni sagt:

        Arbeiten Sie für die Pharma-Mafia, dass Sie sich so ereifern?

        Ich habe mich sehr wohl mit dieser Materie befasst, schliesslich stand ich selber schon vor dieser Entscheidung meinem Kleinen Ritalin zu verabreichen, also verschonen Sie mich mit Ihrem pseudo-empörtem Getue

      • marcus sagt:

        täuschen sie sich nicht. von eni könnten noch einige etwas dazulernen in sachen lebenspraxis.

      • Chaotin sagt:

        Nein, ich habe nichts mit der Pharma am Hut, aber ich finde, dass hier sehr undifferenziert und polemisch argumentiert wird.

      • Eni sagt:

        Nehmen Sie sich an der eigenen Nase, es sind doch gerade Sie, die sich so pro Ritalin ereifert.

        Ich bin ja auch nicht gänzlich dagegen, aber dass der Konsum derart zugenommen hat spricht eine eigene Sprache. Ich habe mich übrigens breitschlagen lassen und meinem Kleinen 6 Wochen Ritalin verabreicht zu Konzentratonsförderung und kaum hatte ich das abgebrochen hatte ich schon wieder ein Telefonat vom Kinderarzt ich könnte es ja mal mit „Stratera“ versuchen, welches 2009 in der Schweiz frisch zugelassen wurde. Da wollen halt viele etwas vom grossen Kuchen haben.

      • Eni sagt:

        Übrigens bekommt mein Kleiner seither homöophatische Phosphor-Gaben mit Erfolg, da kann sich die Pharmalobby noch so krümmen vor Schmerzen und proleten, dass das alles Einbildung sei.

      • Chaotin sagt:

        Ich habe mich keineswegs pro Ritalin geäussert. Es ist einfach irritierend, wenn in der ADHS-Diskussion immer wieder das mit dem Wald, Baldriantropfen, usw. kommt. Die meisten Betroffenen wünschen sich ja schlussendlich ein Leben ohne Medikamente, und ich bin auch dafür (wirklich!), dass man Pharmamachenschaften kritisch beleuchtet. Aber es ist nicht fair, wenn man immer auf diesem Thema herumhackt. Es gäbe noch viel anderes zur Abwechslung: die Pille, Antipsychotika, usw.…

      • Eni sagt:

        @ Chaotin

        Ich habe mich im grossen Umfang mit dieser Materie beschäftigt und dass der Konsum von Ritalin und Stratera in den letzten Jahren derartig zugenommen hat muss ich hinterfragen, ebenso wie das ¨übermässige Stadt-Land-Gefälle.

        Ich arbeite in einem Geschäft direkt neben einem Cafe. Da sitzten die Mütter über Stunden mit ihren Kindern und nerven sich dann, wenn diese sich nacher im Geschäft nicht benehmen können, bzw. dermassen aufgedreht sind und dann jammern sie, dass sie sich nicht in Ruhe umsehen können und reden von Hyperaktivität. Ich finde das befremdlich.

  • Ralf Schrader sagt:

    Viele Erwachsene wissen nicht, dass sie am Aggresionsmangelsyndrom leiden, andere nicht, dass sie am Überaggressionssyndrom leiden. Ich kann mir ausdenken, was ich will, finde immer daran leidende. Nur ist Leiden noch keine Krankheit und Abstellen von Leiden keine Therapie. Wenn ich meine Valium- Vodka- Diät mache, nehme ich garantiert 12 kg in 4 Wochen ab, und verspüre kein Leid dabei.
    Man muss ein wenig sauber sein, was den Krankheitsbegriff angeht. Syndrom ist nicht immer Krankheit und Droge (Ritalin) nicht immer Therapie. Kann es beides aber sein. LSD kann auch Therapie sein, kann…

    • Chaotin sagt:

      Sind Sie ein Troll? Oder worauf wollen Sie eigentlich hinaus mit diesem Beitrag? Ein Mensch weiss also nicht voran er leidet, aber er leidet, dann weiss er wahrscheinlich, wenn auch nur so diffus, dass er leidet. Sie überschätzen sich, wenn Sie tatsächlich denken, eine Valium-Vodka-Diät mit 12 Kg Gewichtsabnahme pro Monat ohne Leid durchzuziehen. Man könnte hier endlose Tautologien über die Unzulänglichkeit des menschlichen Daseins bilden. Fakt ist aber, dass so manches undiagnostiziertes ADHS zu schwere Depressionen, Süchte und Suizid führen kann.

  • Christa Ragusa sagt:

    ADS / ADHS ist wenigstens teilweise vererbt. Irgendwoher müssen die Kinder ihr ADS ja vererbt bekommen haben. Bei mir wurde mit 37 Jahren endlich DS diagnostiziert, nachdem ich meinen Sohn abklären liess und ich das Gefühl hatte, dass bei der Beschreibung von ADS GENAU mein Leben beschrieben wurde. Viele Erwachsene wissen (oder wussten bisher) nicht, dass sie an ADS leiden, hatten immer Schweirigkeiten mit Konzentration, mit Autorität usw. Mein Leben hat sich durch das Ritalin, aber vor allem auch durch die begleitende Thearpie verändert und ich bin dankbar dafür!

    • Dave Zen sagt:

      Das ist eben eine Fehlannahme. Genetische Veranlagung ist das Eine. Epigenetik das Andere. Einige Gene verhalten sich wie „Schalter“ und passen sich dem Lebensumfeld an in dem jedes Lebewesen sich aufhält. Dann kommt noch dazu was alles in der Schwangerschaft passiert. Was für Wirkstoffe zu sich genehmen werden. Viele verzichten nicht auf Ihr Glas Wein, was ja nicht schaden soll, obwohl dazu keine Einzige ernsthafte Untersuchung zu finden ist. Nicht auf ihre Zigaretten, was nachweislich auf die Entwicklung des Kindes einwirkt. Dann auch noch die Schadstoffe die in der Umwelt sind usw…

      • andersdenker sagt:

        @dave zen
        so zeigen sie mir den schalter, wo man die gene „manipulieren“ kann…. ! so ein quatsch, gemäss ihrer interpretation könnte man genetisch bedingte krankheiten, den umständen entsprechend umschalten. der versuch sich ständig und immer wieder anzupassen – macht krank. menschen die nur in ihrer klar strukturierten „welt“ denken, haben leider nicht das vermögen darüber hinaus zu schauen :o) – bitte nicht böse sein, fakt ist: es ist eine andere art zu funktionieren und man IST und „bekommt“ es nicht! stand der wissenschaft.

  • Ruedi sagt:

    Früher war Ritalin und überdrehte Kinder die Eltern stressen kein Thema!

    Da konnten sich die Kinder noch bis zur Erschöpfung austoben, danach war dann Ruhe im Haus. Heute wird viel zu schnell zur Chemie-Keule gegriffen. Vielleicht weil der Mensch früher Artgerechter Leben konnte brauchte er keine Drogen

    Tägliche Erfolgserlebnisse durch Anerkennung des geleisteten, stärken das Selbstbewusstsein von Kinder und Erwachsenen, das dann keine Drogen mehr braucht. Überschüssige Energie muss mit Bewegung abgebaut werden, mehr Schulsport kann dabei helfen, dann klappt es auch besser mit der Theorie

    • Helen Maier sagt:

      ADS ist erstens nicht nur Hyperaktivität – sie dürfen das nicht verallgemeinern – sondern auch Aufmerksamkeits- und Impulsstörungen.
      Ein AD(H)S-Kind oder auch ein ERwachsener kann sich noch soviel körperlich austoben – die Probleme mit Aufmerksamkeitsstörungen und Impulsiven Aktionen bleiben weiterhin bestehen und können ein grosses Problem darstellen.
      Hyperaktitivät hat auch nichts mit überschüssiger Bewegung zu tun, man ist auch noch hyperaktiv, wenn man extrem müde ist.
      Bitte lesen sie sich lieber mal ins Thema ein, anstatt dem rituellen ADS-Bashing diverser Medien stumpf zu folgen.

      • Ruedi sagt:

        Bevor man zu Ritalin greift gibt es auch Alternativ die Möglichkeit es mit Naturheil-Pflanzen zu probieren.

        Zum Beispiel Baldrian-Tropfen auf Würfelzucker eingenommen, hilft bei Schlafstörungen, nervös bedingten Unruhezuständen, Angst- und Spannungszustände, nervös bedingte Magenbeschwerden

  • Ruedi sagt:

    ,,Ich habe meinen Perfektionismus bei der Hand genommen, ihn in den Wald geführt und dort erschossen,,

    Ist es denn nicht ein Widerspruch, wenn der Eigene Perfektionismus erschossen wird, auf der anderen Seite aber von seinen Mitmenschen genau dieser Perfektionismus erwartet wird. Beim beziehen von Bezahlten Dienstleistungen muss es dann wieder Super-Perfektion hoch 10 sein. ,,Specific Instructions and Contracts,, müssen Perfekt erfüllt werden.

    Man stelle sich vor, der Liftmonteur oder Automech hat vor dem Sicherheitscheck, seinen Perfektionismus im Wald erschossen!

  • heidi reiff sagt:

    Was Contergan berifft können wir Menschen im Wikipedia nachsehen, dafür brauchen wir das AT und NT nicht.

  • heidi reiff sagt:

    Bekannt sind auch die Conterganfälle aus Deutschland, da wurde recht manipuliert mit Medikamentenverschreibung, Fachidioten aus der Chemiebranche aus Konzernen in Deutschland.

  • gabi sagt:

    Hey… Aber hallo!

    Alle Achtung:

    Endlich wieder mal ein vernünftig geführter Austausch!

    Bravo und weiter so.

  • Franz Oettli sagt:

    Also wer Drogen braucht, um über die normale Strecke zu kommen, mit dem stimmt doch etwas nicht, der muss etwas ändern. Ich hoffe nicht, dass viele Frauen diesen amerikanischen Vorbildern nacheifern. Schon die 68er haben ja mit den Drogen begonnen.

    • heidi reiff sagt:

      Ich hab einfach etwas Mühe mit diesen überheblichen Urteilen, bekannt ist ja die Drogenmaffia aus Brasilien…… Der Zürcher Platzspitz wurde auch mal geräumt , finde ich auch gut zum Schutz der Kinder, die andere Seite, sind jetzt diese Menschen alle clean die sog. bösen Drögeler ? Ich habe persönlich keine Erfahrung mit Heroin, Kokain, Opium etc. Ich mag einfach Klangwelten , Musik ist meine Droge, ich geniesse sie auch mit einem Glimmstengel, ich brauche einfach meinen Nuggi, mein Beissring, Moralin ist nicht mein Ding. Fassbinder ein Filmemacher hat da auch ein Füncken Wahreit geliefert.

  • Blitz Blank sagt:

    Interessantes zu „aesthetics“ und „anesthetics“ ab 5’38“

    http://www.youtube.com/watch?v=zDZFcDGpL4U

    • marie sagt:

      in meinem engen freundeskreis nennen wir das „systemnutten“… ich weiss, manche haben mühe mit dem ausdruck, aber es bringt doch den mechanismus des systems auf den punkt.

      • Blitz Blank sagt:

        systemnutten?

      • marie sagt:

        wir erhalten ein system am leben, das uns zu „prostituierten“ macht (wir sind eben von diesem system abhängig), und dadurch wir sehen keine alternative. oder sie wird uns verunmöglicht. schwierig zu erklären – aber guter animationsfilm.

      • Blitz Blank sagt:

        Ja das ominöse „System“.
        Darum ist es ja auch einfacher und lukrativer neue Krankheiten und Medis dazu zu erfinden, als das System zu verändern.

      • marie sagt:

        genau. 😀 aber wir arbeiten daran, schliesslich hat sich dieses system ja nicht in 24std entwickelt und es gibt immer noch zu viele die „vermeintlich“ davon profitieren. hauptsache der geist bleibt wach.

  • Francesca sagt:

    Prost Gemeinde, habe gerade ein Feierabendbier gekippt…

  • heidi reiff sagt:

    Wir Menschen sind doch ein Stück weit alle Gewohnheitstiere. Ich bin einfach froh, bin ich pensioniert und muss nicht schon 00.70 auf der Matte stehen, endlich mal Zeit für mich, ist Balsam für meine Seele , bin froh, kann ich noch für mich selbst sorgen, wenn ich es mal nicht mehr schaffe, melde ich mich bei der Organisation „Graue Panther“, eine gute Alternativlösung für alte Menschen.

  • fufi sagt:

    Jaja!

    S’Müetti ist auf Speed, de Vatti auf Koks und die Kleinen auf Ritalin.
    Hauptsache die Kohle stimmt.
    Und immer drauf achten, dass wir den Nachbarn nur unser Sonntags-Werbungs-Familiengesicht zeigen, ja?

    Ich hab gehört, dass in gewissen Familien Mutter und Vater auf Alk seien, beide arbeiten zu 100% in sogenannten „Niedrig-Lohn-Berufen“.
    Schande über Sie! Rabeneltern!

    :nachdenk:

  • Auguste sagt:

    hmm…, im leben braucht man manchmal einfach ein bisschen schwein, besonders wenn man aspirationen als sandwich oder berner platte hegt. ok, landparzellen für moscheen brauchen kein schwein, glauben die einen, und moscheen braucht hier kein schwein, die andern. wer’s allen recht machen will, ist am ende oft selber eine arme sau und geht womöglich in den wald und erschiesst ein toast-brot.

  • Rolf sagt:

    Ich will auch, wo gibts das?

    • marie sagt:

      bei mir in der küche. mache ich zwischendurch inmitten von confi, schweinebraten, brot, härdöpfustock, guetzli, hochleistungstorten, hausgemachte pasta, bärnerplatte, vermicelles, merängge etc. pp. wenn ich schon die küchengeräte raushole, dann geht das in einem zug… so links nebenbei.

      • Sportpapi sagt:

        Ich komme dann zur veganischen Bernerplatte 🙂

      • marie sagt:

        LOL!!!!! aber nicht erschrecken, wenn ich sie hinkriege, gell? dann wird gegessen was auf den tisch kommt! da bin ich streng.

      • Sportpapi sagt:

        Musste mal im Kochunterricht ein Diät-Menue zubereiten. „Ofenguck“ ohne Speck und Käse. Das ist wie ein Sandwich ohne Brot oder eine Bernerplatte ohne Fleisch.

      • marie sagt:

        …lustkiller. definitiv. übrigens in der tat so, wenn übergewichtige eine diät machen, erhöht sich die wahrscheinlichkeit um einiges, eine depression oder depr. verstimmung zu kriegen… erstaunt uns das in anbetracht diesen ofegucks?????? MICH NICHT. ist doch am ende eine frage des maases… dann lieber auf einen solchen ofeguck verzichten und einen kleinen echten machen… aber ehrlich gesagt leichter gesagt als getan 😀 ist doch was feines….

      • Sportpapi sagt:

        Wenn schon, dann richtig. Als eine rechte Portion mit allem, was dazugehört. Ist aber eine Frage der Häufigkeit… (aber ideal, wenn man Kinder motivieren möchte, beim kochen mitzuhelfen…)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ofenguck???

      • Auguste sagt:

        hmm…, käme wohl ein tiger auf die idee einen „ofenguck“ ohne kartoffeln auszuprobieren?

      • Sportpapi sagt:

        Bei mir kommen noch Schinken und Zwiebeln dazu, und was ich allenfalls sonst noch Lust habe (Lauch?). Und natürlich auch der Käse (Emmentaler) in Stäbchen geschnitten. Und am Schluss das ganze Ei in die Füllung. Aber man kann ja experimentieren.

      • heidi reiff sagt:

        Finde ich Super, dass Sie diese Kraft noch haben :-). Ich mag Kartoffelstock, hab noch so ein Küchengerät nach alter Väter Sitte. Diese Kuchen mit den Kügelchen innen mit Vanille gespritzt köstlich 🙂 Was Küchengeräte betrifft bin ich gut ausgerüstet, ein WOK habe ich auch, hab einfach nicht mehr so viel Energie wie früher, werde jeden Tag ein Tag älter wie alle Menschen.l

      • Sportpapi sagt:

        Diese riesige Schüssel soll also insgesamt nur knapp 2000 Kaloreien umfassen? Dann gebe ich aber nichts mehr ab… 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Danke marie. Für meinen Geschmack zu viel Ei, ich würde die Eier weglassen und anstelle des Specks angebratene Peperoni und Zwiebeln dazugeben. Säuli nein danke, esse ich nicht.

  • heidi reiff sagt:

    Ich war mal eine Leistungsbestie, ein braves Hausmütterchen, hab mir Mühe gegeben es allen Recht zu machen, eine Goldmarie nach Frau Holle, vor lauter Eifer und Stress, sind mir als längst Erwachsene die zweiten Zähne nochmals ausgefallen, meine Idee war, mir neue Zähne implantiieren lassen, ist sehr teuer, konnte ich mir einfach nicht leisten, hab jetzt eine Zahnprothese, die Esserei mit einer Prothese ist teileweise ekelhaft, z.B. Nüsse. Ich habe die Leistungsbestie Heidi gedanklich auf dem Uranus entsorgt, erlaube mir zurückzulehnen ohne schlechtes Gewissen, ein Weg von vielen :-).

  • DvS sagt:

    Die Thematik Drogen in der Gesellschaft ist ja schon ein Dauerthema. Leider gibt es keine breite Diskussion darüber. Es gibt Branchen wie Anwälte (im speziellen Wirtschaftsanwälte), Finanzdienstleister und auch Ärzte im Spitalbetrieb, die besonders oft und Stressbedingt solche „Beschleuniger und Wachhalter“ benutzen. Es ist kaum verwunderlich das auch Mütter zu solchen Hilfsmitteln greifen.
    Nur tun sie das eigentlich schon lange. Und die Thematik wird sich auslaufen, weil die Akzeptanz von Drogen steigt. Wenn sie ihren Zweck heiligt. Die Frage wohin das wohl hinführt wär interessant.

  • Pierre Neumann sagt:

    Ich musste als Kind Ritalin nehmen, im Alter von etwa 10 bis ich etwa 14 war. Heute bin ich 21. Ich finde es sehr problematisch, wenn Kinder so früh mit Amphetaminderivaten „vollgepumpt“ werden, nur wenn irgendetwas nicht perfekt läuft. Und Ritalin wird von den Ärzten und Psychiatern sehr, sehr schnell verschrieben. Ich bin der Überzeugung, dass vorallem diejenigen, die schon im sehr jungen Alter (wie ich) Ritalin verschrieben bekommen danch äusserst labil anderen Drogen, vorallem Speed oder Kokain, gegenüber sind. Dies sehe ich sehr gut an mir selber, da ich regelmässig zu genannten greiffe.

    • Pascal Sutter sagt:

      Kann ich unterschreiben. Mich nehmen folgende Fragen wunder — Was ist die Ursache der Hyperaktivität? Wie kann man sich gegen das tägliche Bombardement schützen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Pascal, die Ursachen von ADD: Das hier zu erläutern, sprengt den Rahmen, ich kann dir nur empfehlen, das Buch von Hartmann zu lesen, wenn dich die Materie interessiert. Oder E.Hallowell ‚Zwanghaft zerstreut‘, sehr gut beschrieben mit vielen Fallbeispielen.

  • Helen Maier sagt:

    Im übirgen ist Methylphenidat weder a) Ruhigstellend – im Gegenteil ist es ein Stimulans noch b) eine Droge. Methylphenidat (ritalin) macht nur in hohen Dosen bei intravenöser Anwendung süchtig, dazu wird es meist als billiger Ersatzstoff für Kokain benutzt – allerdings hat Kokain eine rund 400x höhere Wirkungseffektivität als MHP, und c) wirkt MPH bei nicht-ADS-lern wenig bis gar nicht.
    Ich finde diesen ARtikel hier höchst polemisch – er unterstellt, dass MHP-Produkte Drogen sind, leistungssteigernd und „gehirn-dopend“ – Bitte besser recherchieren und weniger billige Stimmungsmache.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Da kann ich mich nur anschliessen, es ist wenig hilfreich, ADDler, die Metylphenidat einnehmen, als Drogenjunkies darzustellen. Ich nehme keines, aber ich würde, wenn ich es bräuchte.

    • Katharina sagt:

      Wegen der Recherche stimme ich zu, Helen. Der Artikel wurde am Newssnippet von KTLA und depserate housewives aufgehängt. Dort geht es um Adderall. Die Wirksubstanz in dem Medikament ist Dextroamphetamine und Amphetamine, also genau was auf er Strasse als Speed bekannt ist. die Pharmakologie von Kokain und Amphetamin ist jedoch unterschiedlich. Ich nehme an, dass Ritalin bedeutend schwächer/sanfter wirkt als Amphetamine und daher bei unterschiedlichen Ausprägungen von ADD verschrieben wird als Adderall. Es wird auch sicher einen Grund haben, dass Adderall in CH nicht zugelassen ist.

      • Helen Maier sagt:

        Ich weiss, dass es hier um Adderall ging aber gleichzeitig passiert im Artikel ja eine Quasi-Gleichstellung von Ritalin und Adderall und so eine Verallgemeinerung und Diskriminierung regt mich einfach furchtbar auf. Es spricht auch nicht gerade für eine gut recherchierte Story, aber heutzutage kann man von den Journalisten so etwas ja kaum mehr erwarten.

        Copy Paste von irgendwelchen Verschwörungstheorien-Seiten und ungefragtes Übernehmen von Inhalten überspitzten Ami-Fernsehserien. Einfach nur noch schlimm..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich seh’s genauso, Helen Maier. Da wird alles vermischt, dann fühlt sich der Politoxikomane, der am Weekend alles reinschmeisst, was ihn zuputzt, inkl. Alk, gleich wieder besser, wenn er ein bisschen das Ritalin und die ADDler durch den Kakao ziehen kann. Ich finde auch, dass man sorgfältig recherieren sollte bei einem so heiklen Thema.

        Wie Katharina sagte, es gibt entscheidende pharmakologische Unterschiede und Ritalin ist keine ‚Droge‘ um sich zuzuputzen.

      • Katharina sagt:

        Wissen Sie, Helen, Verallgemeinerungen, Klischees, Diskriminierendes und insbesondere eklatante Ignoranz, wie etwa hier Leuten mit ADD gegenüber, ist hier üblich. Über einige der Kommentare , welche das Denken einiger Leute in dem Sinn dann entlarven, müssen wir uns nicht weiter austauschen, denke ich.

        Ich muss allerdings sagen, dass Desperate Housewives ohne den eigenen Kontext, nämlich ein Leben hier in Amerika, missverstanden wird. Die Serie war als Zynische Komödie über Suburbia eben brillant.

      • Katharina sagt:

        In dem Sinn weise ich überspitzt zurück. Aber Sie haben recht: mich stören diese Pseudoreferenzen auf die USA auch. Sie nähren nur die leicht verschrobenen Klischees, die dort drüben über uns vorhanden sind. Was im Artikel über Hollywood steht ist ganz einfach lachhaft.

    • Chaotin sagt:

      Ich schliesse mich auch an, Sie bringen es auf den Punkt. Frau Binswanger schreibt gerne solche schlecht recherchierte Artikel, in denen sie sich der Polemik halber psychiatrischer Fachbegriffe bedient (siehe http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Die-Tragoedie-der-O-Futter-fuer-die-BorderlineGesellschaft/story/14784507 oder http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/4308/mutterliches-adhs/ ). Leider ein verbreitetes Phänomen in den Medien („schizophrene Politiker“). An Betroffene, die sich verunglimpft und stigmatisiert fühlen, denkt niemand. Hauptsache, man ist ein cooler Journi.

      • Helen Maier sagt:

        Ohje wird ja immer schlimmer.. Ich bin überlegt, eine lange, ausführliche Mail an Binswanger zu schreiben. Wie kann man nur so polemisch die tatsächlich real existierenden Probleme anderer derart negativ niedermachen und als Lüge bezeichnen..

      • Chaotin sagt:

        Ja, man kann sich als Betroffene schon recht beleidigt fühlen. Ich glaube aber, dass Frau Binswanger sowie andere Journalisten, die ähnliche Meinungen äussern, dies mit einem gut gemeinten gesellschaftskritischen Ansatz tun, dann aber wegen der Undifferenziertheit danebentreffen. Eine soziologische, philosophische und kulturgeschichtliche Kritik ist auch im Bereich der Psychiatrie wichtig und bereichernd, sollte aber sachlich bleiben.

      • Chaotin sagt:

        …Die Befremdung, die man als Laie beim Lesen des DSM bzw. psychoanalytischer Texte empfindet, ist ja verständlich. Die Sprache ist schonungslos, die Defizite stehen im Mittelpunkt. Das ist aber nötig, weil gewisse Dinge nicht besser werden, wenn man sie lediglich beschönigt.

  • Helen Maier sagt:

    Methylhenidat (der wirkstoff von Ritalin und co.) ist bei weitem kein mit Speed vergleichbarer Stoff. Diejenigen, die nicht von einer ADS-Symptomatik betroffen sind, können einen kurzzeitigen Wachheitsschub durch MHP ermöglichen, aber es gibt (laut den Aussagen meines behandelnden Spezialistne) weitaus mehr Medikamente, die eine viel stärkere Wirkung diesbezüglich haben.
    Man muss auch bedenken, dass es gerade bei Leuten im Erwachsenenalter eine DUnkelziffer von nicht diagnostizierter ADS gibt (unter anderem ich – mir wurde vor wenigen Tagen ADS mit Hyperaktivität diagnostiziert).

  • Pascal Sutter sagt:

    Meine Arbeit im Dienstleistungssektor fordert von mir höchste Flexibilität und Erreichbarkeit. Ich bin verantwortlich für ein kleines Unternehmen das am Markt bestehen muss. Dies alles mit einem gesunden Familienleben zu vereinbaren ist eine schwierige Aufgabe die man meistern muss. Natürlich gibt es oft Reibungspunkte im zwischenmenschlichen Bereich. Mein Rezept dafür ist Planung und persönliche Balance halten. Nur ein ausgeglichener Mensch kann auch agieren.
    Ich würde mir wünschen, dass die Flexibilität die der Markt von uns fordert auch gegenseitig gewährt würde.

    • marie sagt:

      sehr einverstanden. und es ist bezeichnend, dass irgendein ezb-funktionär (hohes tier) vor einigen tagen an einer pressekonferenz forderte, dass die politik ihre souveränitat über die wirtschaft zurückgewinnen muss. DAS sprcht bände.

  • xyxyxy sagt:

    @Sportpapi – haben sie mich absichtlich falsch verstanden? Ich sagte nicht, dass Gutverdienende intelligenter sind, wenigstens nicht im akademischen Sinne. Ich sagte nur, dass die Leute, welche am falschen Platz sind, sich in der Regel später eben nicht durchsetzen werden und somit auch nicht zu den Gutverdienenden gehören werden.
    Jemand der in einer Branche tätig ist, die sein Talent und seine Leidenschaft ist, z.B. Handwerk wird, wenn er auch noch etwas unternehmerisches Geschick hat, am Ende mehr verdienen, als wenn er durch die Uni geprügelt worden wäre.

    • xyxyxy sagt:

      Kehrseite: in gewissen Konzernen verdienen Leute einfach 50 – 100% mehr, einfach weil sie einen Master haben. Effektiv mehr können oder nutzen für die Firma bringen sie nicht.
      Da würde es sich wieder lohnen, wenn man den Maturanden, noch durch die Uni geprügelt hätte.

      ok – alles hat zwei Seiten

    • Sportpapi sagt:

      Ich habe heute zufällig noch diesen Artikel gelesen: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Sie-sind-schlau-ehrgeizig-und-attraktiv/story/17451233
      Mein Punkt war eher, dass Leute, die gerne gut verdienen, auch bewusst gewisse Studiengänge aufsuchen. Und Geld verdienen letztlich nicht zwingend mit Intelligenz zu tun hat. Als brillianter Ethnologe werden sie wohl immer weniger verdienen wie als guter Handwerker.

      • mira sagt:

        Als Ethnologe haben sie wahrscheinlich auch keinen Burn-out, im Gegensatz zu den Bankern, welche Ihren Beruf wegen des Geldes und nicht wegen der Fähigkeiten/Vorlieben gewählt haben…

      • Sportpapi sagt:

        Das stimmt sicher. Und wenn der Ethnologe nicht zu eifersüchtig auf das Einkommen anderer schielt, wird er wohl ein ziemlich zufriedenes Leben führen.

      • Astrid sagt:

        Das Burn-Out als Krankheit, nicht als Befindlichkeitsstörung, hat nichts oder wenig mit dem Beruf bzw Einkommen zu tun, es trifft Banker und Ethnologen genauso wie Putzfrauen und Handwerker. Eine gewisse genetische Disposition wird angenommen, gleichzeitig zeigen viele der Betroffenen einen extremen Perfektionismus und eine sehr anspruchsvolle Wertehaltung, die die eigenen Bedürfnisse eher negiert. Burnout tritt auf als Folge einer undiagnostizierten Krankheit (siehe oben Lollo), die Symptome sind sehr unterschiedlich.

      • Sportpapi sagt:

        Meiner Erinnerung war, das Burnout sehr stark auch mit Selbstbestimmung im Job und Zufriedenheit zu tun hat. Dass es also den Chefsekretär eher trifft als den Chef, auch wenn dieser vielleicht mehr arbeitet…

      • Astrid sagt:

        Ich weiss nicht, ob Ihnen Tim Mälzer ein Begriff ist? Er ist ein deutscher Fernsehkoch, der wirklich ‚wie auf Speed‘ wirkt. Hat neulich in einer Talkshow erzählt, dass er sehenden Auges immer weiter in diesen Strudel geriet – bis zu Suizidplanungen. Er sagt heute, dass er seinen Traumjob nach wie vor sehr liebt und ihm alles unterordnet (!), allerdings lässt er sich nicht mehr auf alle Angebote ein. Also hat ein Burnout wohl wirklich etwas mit dem GEFUEHL zu tun, mehr und mehr fremdbestimmt zu werden.

      • xyxyxy sagt:

        @sportpapi – stimme mit Astrid überein, dass Burnout nicht unbedingt mit dem Beruf zu tun hat. Im übrigen ist Burnout auch ein Modewort. Im Grossen Ganzen handelt es sich um eine Depression. Nur: Burn Out ist gesellschaftlich nicht verpönt. „Depression ist etwas für Schwächlinge, während Burnout die Workaholics, die Fleissigen und Starken befällt.“
        – Etnologe: die wenigsten Menschen haben eine Leidenschaft die sie zu ihrem Beruf machen können. Beruf ist meist nicht Berufung sondern Mittel zum Zweck (Geld verdienen). In dieser Hinsicht ist es legitim sich über den Verdienst Gedanken zu machen

      • Brunhild Steiner sagt:

        @xyxyxy: Burnout und Depression sind verschiedene Krankheitsbilder,
        gewisse Symptome finden Sie bei Beiden, aber es gibt Unterschiede,
        ebenso können Sie ein Burn-out nicht einfach mit Antidepressiva aus der Welt schaffen.

        Bloss weil die Gesellschaft Probleme mit dem Wort „Depression“ hat,
        bedeutet noch nicht, dass die Ärzte einfach eine Wortneuschöpfung vorgenommen hätten…

      • Muttis Liebling sagt:

        @Astrid: Das sich in dem Formenkreis ‚Burn Out‘ auch richtige Diagnosen verstecken, schliesse ich nicht aus. Viele werden es nicht sein. Was eine richtige Diagnose ist, steht im Vorwort von Siegenthaler ‚Differntialdiagnose innerer Krankheiten‘. Ob Burn Out eine Krankheit ist, lässt sich schon deshalb nicht beantworten, weil es keine verbindliche Definition für Krankheit gibt. Die WHO schreibt alles in den ICD, was die Lobbyisten, von der sie finanziell abhängig ist, verlangen. DSM dito.Auf so etwas kann man sich nicht verlassen.Wir leben im Zeitalter der ‚erfunden Krankheiten‘.

      • Astrid sagt:

        Mir kommt es auf die Praxis an. Ich nehme mir die Freiheit zu unterscheiden zwischen Befindlichkeiten und Krankheiten. Jemand, dessen ‚Burnout‘ (ich sehe das auch als Sammelbegriff für den unbeliebten ‚Nervenzusammenbruch‘) seinen Alltag existentiell bedroht, den Suizidgedanken zu überwältigen drohen, der ein ganzes Gefüge an Familie, Firma und Freunden zu verlieren droht, den nehme ich ernst, ja. Jd, der einen schlechten Tag hat und das Depression nennt, sich unwohl fühlt und von Burnout redet, nehme ich nicht ernst. Es nützt einem Patienten, der ein vages Bündel an Symptomen präsentiert,

      • Astrid sagt:

        /2 nichts, wenn der Arzt, zu dem er sich durchgerungen hat, jedes einzelne Symptom differenziert diagnostiziert, zumindest in einem ersten Schritt nicht. Die Tatsache, dass der Burnout zu einem Allerweltsbegriff geworden ist, bedeutet noch lange nicht, dass eine solche Diagnose nicht sehr, sehr ernst zu nehmen ist. Das gilt für Depressionen genauso.
        Ansonsten stimme ich Ihnen zu, aber das habe ich heute morgen hier schon erörtert.

      • xyxyxy sagt:

        @Brunhild beachten sie dass ich sagte: „auch ein Modewort“ und „im Grossen Ganzen“ – sicher kann man differenzieren und sicher ist nicht jeder Fall gleich. Genauso wie auch Depression nicht gleich Depression sein muss. Burnout ist eine Form von Depression, auf jeden Fall. Und wie bei Depression sind die Ursachen wohl Multikausal, und nicht einfach berufsbedingt. Darum ging es mir.
        Ich finde es einfach etwas billig, wenn man auf den Modezug aufspringt, dass alle Menschen die auf einer Bank arbeiten, irgendwie deshalb krank werden und ein unethischere Spezies sind, als wir übrigen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @xyxyxy:
        „Burnout ist eine Form von Depression, auf jeden Fall.“
        Gebe zu dass mir die aktuelle Einordnung des Diagnosebegriffes nicht bekannt ist, aber für mich besteht da ein sehr grosser Unterschied. Das Gefühl im endlosen Tunnel zu stecken und nie mehr Licht zu sehen, die tiefe Traurigkeit, die Suizidgefährdung, das grenzt für mich das Burnout
        (oder was ich damals darüber gelernt, aber auch selber erfahren habe) sehr stark von der Depression ab.
        Mich stört ein vermeintliches Verniedlichen von schwerwiegenden Krankheiten, bloss weil falsche Annahmen durch die Medien geistern.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ und das kam mir da ein bisschen entgegen, sorry
        und nichts für ungut…

      • Sportpapi sagt:

        Ich glaube, um verniedlichen geht es gar nicht, im Gegenteil. Einfach darum, dass eine Depression für Schwäche, Burnout aber eher für viel Arbeit steht, wie xyxyxy schon geschrieben hat. Vor rund 10 Jahren war ich an einer Tagung zum Thema. Dort war man mehrheitlich der Meinung, dass es Burnout als neues Krankheitsbild eigentlich nicht braucht, weil es nichts anderes als eine Erschäpfungsdepression sei. Deswegen aber noch lange nicht harmlos. Leider habe ich seither den Anschluss etwas verloren, bin zudem auch nicht „vom Fach“.

  • Deborah sagt:

    Ich finde es immer lustug, wenn Leute über Ritalin diskutieren die sich weder mit ADS noch mit Ritalin auskennen. Bei mir wurde mit 34 Jahren ADS festgestellt und ich habe unter begleiteter Psychotherapie ein Jahr lang Ritalin genommen. Und ich bin heute noch sehr froh darüber. Denn über dieses Medikament verändert sich sehr vieles – die da gemachten Erfahren haben die alten und negativen Erfahrungen ersetzt und somit vielem einen neuen Weg geöffnet. Ich bin froh, dass ich nicht mehr so wie vorher Leben muss!

    • Liv sagt:

      @Deborah: Darf ich Sie fragen, welche Symptome Sie hatten und ob bei Ihnen ADS sofort disgnostiziert wurde? Es interessiert mich, weil ich gelesen habe, dass die Auswirkungen von ADS bei Erwachsenen anders sind als bei Kindern und oft nicht als solche erkannt wird. Und was hat sich seit der Einnahme von Ritalin bei Ihnen geändert?

      • Lollo sagt:

        @Liv: Ich bin zwar nicht Deborah, aber auch ich bin betroffen und habe die Diagnose ADHS. Diese wurde bei mir erst vor zwei Jahren festgestellt – mit 39 Jahren. Ich erlitt ein Burn-out. Seit gut einem halben Jahr nun bin ich in Therapie und nehme täglich Ritalin – ich kann mich nur Deborahs Aussage anschliessen, mein Leben hat sich sehr verändert und um ein Vielfaches verbessert. Was früher (mein ganzes bisheriges Leben VOR der Diagnose!) ein täglicher Kampf war, geht mir jetzt viel leichter von der Hand. Ich kriege das auf die Reihe, was ich mir vorgenommen habe und zwar ohne Ach und Krampf.

    • neunauge sagt:

      @Brunhild Steiner und xyxyxy
      Burnout ist ein anderes, salonfähigeres Wort für Erschöpfungsdepression.

  • Klara Mohr sagt:

    Aber so überfordert sein, dass Ihr gerne schon zum Zmittag ein Bierli stürzen würdet (oder das Kind auf dem Balkon verfrieren lassen), dass kennt Ihr alle nicht? Krass! Ich find’s eifersuchtmachend, wie Ihr den Perfektionismus abgestellt habt. Mir gelingt das nur schrittweise und es sind kleine Schritte…. Ich geh jetzt schlafen, damit ich ev. meine Nerven wieder finde für den 2. Teil des Tages!

    • lisi sagt:

      Klar kennen das alle, die Vorbilder aus den Serien haben auch Vorbilder, das echte Leben – also uns. Bei den meisten ist aussen alles fix und innen ? Aber diese Idee ist nicht neu, meine Grossmutter sagte immer wie es in mir drinnen ausschaut geht niemanden was an. Ich finde die Idee den Perfektionismus einfach abzustellen auch sehr gut. Im echten Leben gelingt das den wenigsten. Von daher kann dieser Satz auch wieder sehr schwierig sein. Man könnte auch lesen, liebe Frauen tut nicht so schwierig, hört einfach auf so perfekt zu sein und falls nicht, selber schuld.

    • Astrid sagt:

      Klara, Sie scheinen mir auf einem guten Weg zu sein – brutale Ehrlichkeit ist schon viel wert! Oh doch, ich weiss genau, wovon Sie reden und das Wort ‚Perfektionismus‘ trifft es hervorragend: wir Frauen (Ausnahmen bestätigen etc. etc.) neigen ja gern dazu, das liebe Mädchen in allen Bereichen zu spielen, uns alles aufzuhalsen, was andere nicht machen wollen. Ich arbeite immer noch daran, die Listen in meinem Kopf auszuradieren, auf die Gefahr hin, dass ich nicht irgendwelchen Ansprüchen genüge (eben leider in der Regel meinen eigenen). Mittelalterlich wie ich bin, habe ich immer noch

    • Astrid sagt:

      /2 spektakuläre Rückschläge, die mich wahnsinnig machen. Mir hilft es, in diesem Blog zu sein: man gewöhnt sich ein dickeres Fell an und lernt eine wertvolle Lektion: man muss es nicht allen Recht machen, sondern nur sich selbst.
      Also, verzweifeln Sie nicht und Eifersucht können Sie sich sparen: die meisten hier wissen Bescheid und verstehen!

      • Klara Mohr sagt:

        Danke Astrid. Ich glaube mehr, als gut ist für mich. Hier wirkt es oft, als wäre die Weisheit zu Kaufen und ich hab’s verpasst;-) Das Kind lebt noch, ein weiterer Tag ist also geschafft…

  • Sputnik Gagarin sagt:

    Leistungssteigernde Drogen sind ein Standortvorteil für die Schweiz, daher unterstütze ich das vollumfänglich. Alle Kinder sollten für den Schulerfolg eine breite Palette an leistungssteigernden Drogen angeboten bekommen. Und generell sollte man alle Drogen legalisieren, denn die Schweiz ist im Pharma-Bereich besonders stark und das sollte man ausnützen. Gratis Ritalinabgabe an alle, öffentlich Ritalin-Fixerstuben aus den Schulhäusern auf die Strassen verlegen, kommen wir zusammen um uns ordentlich eins reinzuzwitschern fürs Bruttosozialprodukt, ole!

  • pjr sagt:

    Wenn eines meiner Kinder jemals Ritalin verschrieben bekommt, ist schon jetzt klar, dass ich sämtliche solche Drogen konfisziere und erstmals selber probiere.

    • Sputnik Gagarin sagt:

      Guter Mann. Dem Gaul erst mal ins Maul schauen, das finde ich ebenfalls die angebrachte korrekte Vorgehensweise. Vergessen sie nicht die Dosierung täglich zu verdoppeln, damit sie ein Gefühl dafür bekommen wie viel davon sie vertragen bevor sie nackt über den Dorfplatz rennen und beim Metzger ans Schaufenster ejakulieren. Ihrem Kind geben sie dann bitte die Hälfte dieser Menge für den maximalen Schulerfolg.

  • Genderbender sagt:

    Was ist denn mit MB los, ist sie krank? Hat sie doch glatt vergessen, in ihrem Beitrag den abwesenden Vater an den Pranger zu stellen. Der Taugenichts hat nicht auf Geschäftsreise zu sein, um die Brötchen zu verdienen, sondern er hat die Supermutter beim Bändigen der Rotznasen und im Haushalt zu unterstützen! Chauvischwein, elendes.

    • Auguste sagt:

      hmm…, warum glauben manche kerle, dass wenn sich ihr leben wieder mal von der üblichen, unfairen seite zeigt, ausgerechnet frau binswanger einen kleinen tritt verdient?

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Es ist ein Irrtum zu glauben, dass man so leicht an Ritalin und ähnliche Substanzen herankommt, sie unterliegen einer erhöhten Abgabekontrolle. Wenn sie zunehmend auch an Erwachsene verschrieben werden, dann aus dem einfachen Grund, dass ADD keine ‚Kinderkrankheit‘ ist, die verschwindet. Viele Menschen lernen einfach, mit dieser Normvariante besser umzugehen, wenn sie reifer sind, die Symptome bestehen weiter, die Unruhe ist nicht mehr äusserlich sichtbar, aber innerlich nach wie vor vorhanden. Es besteht ein Leidensdruck, deshalb wird das Medikament verschrieben, von Fachleuten, hoffe ich.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Thom Hartmann „Eine andere Art, die Welt zu sehen“. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom.

      Hartmann spricht über das „Jäger- und Farmer-Prinzip“, sehr interessant, es ist ein anderer Blick auf ADD, der die Stärken beleuchtet, nicht die Mängel in den Vordergrund stellt.

      • E.H.Roth sagt:

        nun, Pippi, Du bringst es auf den Punkt. Das Problem mit der lieben CH ist, dass wir uns schwer tun mit den Stärken beleuchten. Lieber werden (nur) die Mängel in den Vordergrund gestellt, was meiner Ansicht nach mit der Kompetenz und dem Selbstwert des Betrachters zusammen hängt. Schwache Menschen müssen sich auf den schwächen des anderen Aufbauen usw. den Rest kennst Du ja auch… Ein Grund auch warum in anderen Ländern ADS kein oder kaum ein Thema ist.
        (jetzt etwas einfach ausgeführt)

      • Sportpapi sagt:

        @Roth: Die Idee einer Therapie oder Medikamentenabgabe ist doch eigentlich so etwas wie Chancengleichheit. Also, orientieren wir uns an anderen Ländern und diagnostizieren wir kein ADS mehr. Was dann? Was passiert dann mit den betroffenen Kindern?

    • StefanB sagt:

      Nein, Pipi , das Hauptproblem liegt heutzutage darin, dass der Toleranzkorridor immer enger wird – will heissen, es wird immer weniger akzeptiert, wenn jemand etwas von der sog. Norm abweicht, der Grad der Abweichung, der noch akzeptiert wird, wird kleiner. Wenn es früher gereicht hat, „guter Durchschnitt“ zu sein, muss man heute mind ein halbes Genie sein, um als akzeptabel zu gelten.

      • marie sagt:

        word! stefanB.

      • Daphne sagt:

        Und wieviel vom vermeintlichen Genie ist reines Blendwerk? Eben. Da ist mir der gute Durchschnitt doch um Einiges lieber…

      • Astrid sagt:

        Genau StefanB: und dieses die-Latte-immer-höher-legen (in allen Bereichen) führt zu einer Bevölkerung, die notorisch unzufriedener, stressanfälliger und leichter zu manipulieren ist. Dieses öffnet dann den Gesundbetern, den Präventionsmedizinern, den Anti-Age-Experten und Coaching-in-allen-Lebenslagen-Gurus Tür und Tor, womit sich der Kreis wieder schliesst.

      • marie sagt:

        ja, die wechseljahre des mannes nicht vergessen…

      • Daphne sagt:

        @Astrid: Word! Wobei eben dieses die-Latte-immer-höher-legen in meinen Augen an kollektivem Selbstbetrug grenzt…

      • Astrid sagt:

        Das Problem bei diesem ganzen Mist ist, dass der Einzelne mit der Zeit nicht mehr unterscheiden kann, ob er sich selber etwas vormacht oder ob er von anderen betrogen wird. Menschen wird der Schneid abgekauft und sie bemerken gar nicht mehr, dass sie Versprechungen aufsitzen, die niemand wirklich machen kann. Ich sehe das wie eine Art Religionsersatz: war es mal ‚wenn Du an mich glaubst, kommst Du in den Himmel‘ ist es heute ‚wenn Du an mich glaubst, bleibst Du jung/wirst klug/intelligent/schön‘. Dabei hat der Guru bzw Experte (ich hasse schon das Wort) selber dafür gesorgt, dass

      • Astrid sagt:

        /2 ein Bedürfnis kreiert wurde, das vorher gar nicht da war.

      • marie sagt:

        und wir wundern uns weshalb immer wie mehr erschöpfungsdepression diagnostiziet wird? dabei ist das arbeitspensum sehr oft ja nicht der grund, sondern das fremdbestimmte, dass uns ausbrennt, da ist der hase begraben… eben von gurus, trendsettern usw… wir spüren uns nicht mehr, da uns dies verkauft wird, um glücklich, erfolgreich und superschön zu sein. deshalb erstaunt mich speed nicht – die selbstüberschätzung, die dabei erreicht wird, entspricht ja genau dem was uns vorgegaukelt wird. kenne die wirkung von speed aufgrund ehem. regelmässigem konums selbst. gruuuusig kann ich nur sagen.

      • marie sagt:

        hände weg von diesem scheiss…

      • Astrid sagt:

        Und das Traurige ist, dass diejenigen, die wirklich krank sind, die wirklich ausgebrannt sind und unter massivsten Symptomen leiden, allein schon durch die Ständigbenutzung des Begriffes u.U. nicht mehr ernst genommen werden.
        Heute ist jeder ‚depressiv‘. Dabei kennen wir x-Begriffe wie traurig, melancholisch, erschöpft etc., die unseren Gemütszustand qualifizieren können. Jeder hat ein Burnout, der sich mal eine Weile schlecht fühlt. Dadurch wird die echte Störung so verwässert, dass die wirklich Kranken die nötige Hilfe erst über Umwege bekommen.

      • Daphne sagt:

        Die gute Nachricht ist: Niemand ist gezwungen, bei diesem Zirkus mitzumachen… Um einer bestimmten Form von Fremdbestimmung zu entgehen – Frauen, Ihr wisst ganz genau, wovon ich spreche – habe ich schon vor Jahren damit aufgehört, sogenannte Frauenzeitschriften zu lesen… Die ideale Mutter, Ehefrau, Partnerin, Geliebte, Geschäftsfrau, Modebewusste etc., die muss ich nicht sein. Seit ich das erkannt habe, geht es mir auch mit ein paar genussbedingten Pfunden zuviel auf den Rippen und ein paar Falten um die Augen und auf der Stirn (Botox, nein danke!) einfach nur gut. Und das sieht man.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Stefan, warum schreibst du ’nein Pippi‘? Ich hab gar nicht das Gegenteil behauptet, du hast natürlich recht. Deshalb empfahl ich auch das Buch von Hartmann, ich finde seinen Ansatz genial.

      • Astrid sagt:

        Och, man darf auch die Annabelles und wie sie alle heissen, lesen – einfach mit der richtigen Einstellung. Und zur Realitätsgewinnung schaue man sich einfach mal um und frage sich bei jedem Experten: cui bono?

      • Daphne sagt:

        Na ja, die amerikanische Vogue, die habe ich dann doch nicht gänzlich zum Teufel gejagt… Liegt in meinem Lieblingscafé auf, so dass ich ab und an zum Blättern komme. Der ganze Rest sagt mir heute jedoch nichts mehr.

      • Astrid sagt:

        Daphne, damit oute ich mich jetzt schon wieder und werde vielen einen Beglückungsseufzer vermitteln (im Sinne von ‚habe ich doch gleich gewusst, die doofe Kuh‘): ich bin bekennende (!) Hello-Leserin! Sie wird in meinen Kreisen herumgereicht, bis sie ziemlich zerfleddert in einer Praxis in Afghanistan landet (kein Witz!).

      • StefanB sagt:

        Pipi, das „Nein“ bezog sich darauf, „Es besteht ein Leidensdruck, …“ Besteht der Leidensdruck denn, oder wird er erzeugt, indem suggeriert wird, dass gewisse Verhaltensauffälligkeiten (die wohl schon immer bestanden haben) heute nicht mehr akzeptabel sind?

      • marie sagt:

        für diese lektüre gehe ich regelmässig zum coiffi 😀 und amüsiere mich köstlich.
        und ja daphne, kann dem nur beipflichten in sachen nicht mitmachen. auch wenn es manchmal schwer ist sich dem ganzen zu entziehen, aber solange frau/mann dies erkennt, ist hopfen und malz nicht verloren. ich esse trotzdem jeden tag mein ragusa, macht einfach glücklich.

      • marie sagt:

        @astrid
        ich sie lesen hello? was ist mit pippa eigentlich los? und trägt sie pushup für pobacken? und weshalb hat sie an der modenschau keinen slip getragen? und ihr ex cricktspieler, wen hat der sich denn geangelt? weiss man da schon näheres? gell, seit einigen jahren ist die hello! farbig – ich kannte sie noch schwarz/weiss…

        …so kann man diese heftli durchaus geniessen 😉

      • Daphne sagt:

        Astrid, sagt Ihnen der Name Susan Elizabeth Philips etwas? Soviel zum Thema guilty pleasure…

      • Daphne sagt:

        Marie, bei mir ist es das tägliche Torino, das nicht fehlen darf…

      • Astrid sagt:

        Daphne: YES! Und Joanna Trollope und, ganz ’schlimm‘: Penny Vincenzi! Guilty pleasures are the best!
        Marie: Leider gibt es immer einen Zeitverzug, bis ‚die Neue‘ endlich bei mir ist – daher wissen Sie wahrscheinlich schon mehr!

      • Astrid sagt:

        Marie: Pushup für Pobacken? Echt jetzt?

      • marie sagt:

        @astrid
        ja gib’s auch für männer (nicht nur hinten, sondern auch für vorne)!
        http://www.milando.de/details_3009106.htm
        …bei zwei links werden hier die posts nicht freigeschaltet. deshalb muss dieser reichen.

      • Sportpapi sagt:

        Hier kommen ja interesante, wichtige Gedanken zusammen. Nur die Ausgangslage, da bin ich nicht gleicher Meinung. Was heisst, der Toleranzkorridor wird enger, ES wird immer weniger akzeptiert, als akzeptabel zu gelten? Wer steckt denn hinter diesen vielen es und mans? Nein, ich glaube wir selber sind es, die nach Höherem streben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Stefan, der Leidensdruck hat wohl schon immer bestanden bei gewissen Symptomen, aber man konnte dagegen halt nichts tun. Ich weiss einfach, dass ADD in der Familie grosse Zerreissproben heraufbeschwören kann, vor allem, wenn man nicht weiss, was eigentlich abgeht.

        Und ein Leidensdruck besteht auch für Kinder, in deren Zeugnissen regelmässig steht ‚es könnte, wenn es wollte‘ was so nicht stimmt, weil das Kind nämlich nicht kann, nicht weil es zu dumm ist, sondern weil andere Skills, die für den Erfolg genau so wichtig sind, sich nicht entfalten können. Verheerend, weil es unglücklich macht!

      • mira sagt:

        @StefanB
        Vor dem Hintergrund unserer individualisierten Gesellschaft finde ich ihre Aussage doch etwas merkwürdig. Und wenn ich mir dann auf der Strasse den durchschnittlichen Menschentyp anschaue, dann liegt der eher weit vom Genie entfernt… Guter Durchschnitt ist auch heute noch „einfach gestrickt“.

      • Daphne sagt:

        @Astrid: He, he ich gehe demnächst in Urlaub, Ihre Empfehlungen kommen da wie gerufen…

        @Marie: Ach die Pippa, die wird irgendwann auch in das Alter kommen, wo man nicht mehr pushen, sondern quetschen – spanxen – muss.

        @Sportpapi: Streben nach Höherem? Schön und gut, aber wenn es mehr auf Schein als auf Sein hinausläuft, dann ist das aus meiner Sicht keine begrüssenswerte Entwicklung…

      • marie sagt:

        @daphne
        und ich bin froh um diese dinger, bei gewissen kleidern. 🙂 es gibt sie mittlerweile mit spitzen… gott sei dank.

      • Daphne sagt:

        @Mira: Das Problem ist doch eher, dass dieser „gute Durchschnitt“ sich heute gerne für brilliant halten würde… Deshalb schiessen ja diese ganzen Talentshows wie Kraut aus der TV-Landschaft. Und nicht nur das, auch in andere Lebensbereiche frisst sich dieses Castingshow-Prinzip allmählich ein, dem zufolge es mehr darum geht, rhetorisch/optisch zu überzeugen (zu blenden?), statt eine konkrete Leistung zu erbringen. Bleibt zu hoffen, dass es sich lediglich um eine vorübergehende Phase in den (Ver)Irrungen der Menschheitsgeschichte handelt, von denen gab es bekanntlich viele…

      • Sportpapi sagt:

        @Daphne: Wobei bei diesen Talentshows (nicht Model-Shows) schon erstaunlich ist, wie viele Leute wirklich Talent haben und etwas Erstaunliches zeigen können. Also ich finde das ziemlich eindrücklich.

      • Daphne sagt:

        Und wieviele werden vor den Finalshows mit wenigen Teilnehmern ausgesiebt? 20’000? 30’000? Und wieviele der Finalshowteilnehmer schaffen es, Ihren Showerfolg auf Dauer zu stellen?

      • mira sagt:

        @Daphne
        Absolut gleicher Meinung
        @Sportpapis
        Aber die Leute waren doch meistens nicht gut genug, um auf dem normalen Weg nach oben zu kommen. Für die „ungebildete“ Menge jedoch tönt es immer noch hammermässig. Weil die gar nicht fähig sind, zu unterscheiden.

      • Auguste sagt:

        hmm…, talent? talentshows?…

        youtube: brad paisley – celebrity

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Was ist der „normale Weg“? Ich sage ja, wer Talent hat, braucht auch ganz viel Glück, um es letztlich zu schaffen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, den richtigen Leuten auffallen, frühzeitig und sinnvoll gefördert werden, usw.

      • Daphne sagt:

        Mein Fazit wäre entsprechend: Eine gute Stimme allein macht eben in der Regel noch keinen „Star“. Dazu gehört einiges mehr, insbesondere wenn man das Publikum über Jahre bei der Stange halten soll… Unfair, wie es ist, scheint es doch so zu sein, dass einige nebst Begabung ein gewisses Charisma in ihrer Grundausstattung haben (oder den X-Factor, wenn Sie so wollen), und andere nicht. In letzterem Fall muss dann vielleicht halt Backgroundsängerin oder Gesangslehrer werden, aber eben…

      • Sportpapi sagt:

        Fast möchte ich sagen, Ausstrahlung und Charisma sind am wichtigsten, singen können notfalls auch andere… 🙂 Und sonst hilft auch noch die Technik. Aber ein Beispiel: Wo hätte der sensationelle Seilspringer beispielsweise eine Bühne gefunden für seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten?

      • Auguste sagt:

        hmm…, guter punkt, daphne. wer von den zwei ist der superstar und wer die „ewige“ background-sängerin?

        youtube: does he love you – reba mcentire linda davis.rv

      • Daphne sagt:

        Auguste, da bin ich aufgrund fehlender Country-Music-Kenntnisse überfragt, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass Sie ohnehin eine Fangfrage im Sinn hatten, Sie Schelm…

      • Auguste sagt:

        hmm…, reba, die frau in rot ist ein weltstar und linda davis‘ karriere kam nie richtig aus den startpflöcken heraus, obwohl sie eigentlich vieles mitbrachte: stimme und looks. als mutter von hillary scott legte linda davis ihrer tochter aber wohl einiges in die wiege. sie feierte als sängerin der band „lady antebellum“ letztes jahr sogar einen „pop-welthit“…

        youtube: lady antebellum – need you now

      • Daphne sagt:

        Aussehen und Charisma sind zwei paar Schuhe, stimmt (das war die Fangfrage, oder?). Die Mama dürfte aber sicher mächtig stolz sein, dass ihre Gene indirekt mit dazu beigetragen haben, einen Grammy für den besten Song des Jahres einzufahren… Nur leider kann ich mit dem Lied recht wenig anfangen, es plätschert mir insgesamt irgendwie zu lässig vor sich hin.

      • Auguste sagt:

        hmm…, yep, daphne, bei linda davis hatte man immer das gefühl ihre liedtexte endeten an der haustüre oder vielleicht mal auf der wohnzimmer-couch, während die von janie frickie, deren erbe sie gegen ende der achtziger wohl hätte antreten sollen, oftmals den blick auf ein aufgewühltes, weibliches inneres und zerwühlte laken freigegeben hatten – wenn man hinhörte. somit blieb ich wohl einer der wenigen, der trotzdem alle ihre platten kaufte – singen kann sie.

        youtube: tell me a lie by janie frickie

      • Daphne sagt:

        Auguste! Jetzt ist mir klar, weshalb Kelly Clarkson es als eine der ganz wenigen Castingshowgewinnerinnen geschafft hat, sich über Jahre an der Pop-Weltspitze zu etablieren:

        http://www.youtube.com/watch?v=y-k-exHZHpw

        In diese emotionale Lage wird sich noch jede Frau hineinfühlen können, genauso wie in die von Janie Frickie besungene…

      • Katharina sagt:

        „das Hauptproblem liegt heutzutage darin, dass der Toleranzkorridor immer enger wird“ – oder andersherum gesagt der Konformitätsdruck steigt, weil einige Gesellschaften und Kulturen Individualismus unnötig stigmatisieren und Andersartigkeit vermehrt Ausgrenzen. die vermehrte Diagnose von ADD ohne saubere Analyse ist geradezu symptomatisch. Diagnostiker werden sogar massiv unter Druck gesetzt eben diese Diagnose zu stellen. wie andere schon sagten, ist ADD eine andere Ausprägung des kognitiven Systems.

  • Philipp Rittermann sagt:

    es gibt nichts passenderes, als diesen „trinker-&träumer-blog“ besser abzuschliessen als mit folgendem, pointierten zitat des bekannten sozialpädagogen mickie krause: -> „ich glaub, hier ist doch wieder alkohol im spiel, ich glaub – hier ist doch wieder alkohol im spiel, ich glaub hier ist doch wieder alkohol im spiel – al-ko-hoool im spiel!“

  • Astrid sagt:

    Meine Mutter erzählt uns immer noch, dass in ihrer Praxis früher etliche Mütter verzweifelt darum baten, eine Verschreibung für Valium von ihr zu erhalten – das waren damals ‚mother’s little helpers‘. Und später gab es Prozac, das auf einem veritablen Schwarzmarkt vertrieben wurde (wie heute Ritalin). Nichts Neues im Westen also. Meine Mutter hat uns, aus diesem Grunde, nicht einmal Baldrian oder Notfalltröpfli verabreicht, wenn irgendetwas Stressiges anstand; ihre Argumentation war, dass Stress zum Leben gehört und man lernen muss, damit umzugehen. Das halte ich mit meinen Kindern genauso.

    • Astrid sagt:

      /2 Und was die Flasche Wein am Abend angeht, das Zigarettli, der Klosterfrau Melissengeist, den wir meiner Gran aus Deutschland besorgen mussten und den sie geschluckt hat wie Wasser (medizinische Gründe!) – ein bisschen mehr Gelassenheit täte uns allen gut. Klar gibt es eine Grenze, aber schon mal vorauseilend die ganze Welt für gedopt zu erklären, hilft auch nicht, diese individuellen Grenzen zu erkunden.

      • Auguste sagt:

        hmm…, beim chip-getunten mittelstands-audi verursacht es uns beinahe physischen schmerz, wenn die nadel des tourenzählers tief im roten bereich verharrt – der teure dieselmotor könnte ja schaden nehmen. beim heutigen menschen allerdings wird der aufenthalt im verträglichen, grünen bereich oft schon mit: „hat noch luft nach oben…“ qualifiziert.

        man sollte vielleicht damit anfangen, menschen etwas mehr wie audis zu behandeln.

      • marie sagt:

        würde aber lieber ein morgan sein, bin aber eher ein fiat 500 baujahr anno domini… geht das auch damit?

      • Astrid sagt:

        Auguste, ich sehe jeden Tag, wie immer mehr ‚Macken‘ und ‚Laster‘ in die Nähe von Krankheiten und psychischen Störungen gerückt werden. Oft geht dabei das Wissen darüber verloren, dass manches einfach ins Private gehört, dass Genuss nicht per se gefährlich, sondern sogar gesundheitsfördernd ist/sein kann. Durch diese ‚Befindlichkeitsindustrie‘, die immer neue angebliche Normen in punkto ‚richtig leben‘ erfindet, werden viele unter enormen Druck gesetzt. Dadurch geht viel Selbstvertrauen und gesunder Menschenverstand unter und ganze Industrien leben gut davon.

      • Astrid sagt:

        /2 Ich weiss nicht mehr, von wem der Spruch stammt, aber er geht in Richtung: Auch wenn man gesund stirbt, ist man definitiv tot. Das Kriterium muss sein, ob man anderen in irgendeiner Form Schaden zufügt durch seine Süchte. Wenn nicht, könnte die Kiste Wein, mit der die Grosseltern meines Mannes immer in Kur (!) gefahren sind, einfach ein Vorbild sein.

      • Daphne sagt:

        Astrid, eigentlich ist es doch völlig einfach: Gegen ‚Macken‘ und ‚Laster‘, die zu einem erfüllten, reichen, tätigen Leben beitragen (Entspannung gehört unbedingt dazu!), ist nichts einzuwenden. Diejenigen, die einen davon abhalten, nach seinen Werten zu leben bzw. Dingen nachzugehen, die einem eigentlich wichtig wären, sind zumindest bedenklich. So undogmatisch geht das am Ende, auch ist ein jeder selber dazu angehalten, für sich die individuellen Grenzen zu ziehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Astrid: In einer Zeit, da wir gemeinsam für die Krankheitskosten anderer haften, erscheint es mir nur logisch, dass man glaubt, auch viel mehr mit dem Zeigefinger auf andere zeigen zu müssen. Und gehen Sie mal an eine Tagung zum Thema Prävention – da geht es immer um Früherkennung, Verhaltensänderung, um letztlich der Gesellschaft riesige (die Nullstellen sind jeweils kaum zu zählen…) Kosten zu ersparen.

      • Astrid sagt:

        Tja, Sportpapi, und dann kommt all den angeblich Vorausdenkenden, Zukunftssparern und Krankengeschichtenausdenkern so etwas in die Quere:
        http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,798155,00.html
        Besagte Grosseltern meines Mannes wurden beide Ende 80, seine andere Grossmutter ist erst neulich mit 103 gestorben, trotz Schnaps-Genusses (selbergebraut!), die Klosterfrau-Tante starb mit 86 oder so…… Vielleicht an der Zeit, individuelle Verantwortung wieder etwas höher zu schreiben und, vor allem, Befindlichkeiten nicht zu Krankheiten zu machen, die dann die KK zahlen sollen.

      • Daphne sagt:

        Ganz zu schweigen davon, wieviel diese geballten Präventionskampagnen verschlingen, ohne nennenswerte Resultate vorweisen zu können… Gegen Bevormundung und Gängelung reagiert das menschliche Wesen nun mal allergisch – zu Recht, würde ich meinen.

      • Astrid sagt:

        Sportpapi, auch auf meinem Gebiet gibt es die angeblichen Experten in Sachen ‚Prävention‘: das sieht dann z.B. so aus, dass ein Trauma nach erlittenem Unglück präventiv verhindert werden soll durch sofortigen Einsatz von care teams. Mittlerweile weiss man, dass einer natürlichen Resilienz viel zu wenig Raum gegeben wird und hält sich wieder mehr zurück (ich möchte allerdings betonen, dass unter den ‚richtigen‘ Umständen care teams viel Gutes tun). Ich halte mich, wenn möglich, von diesen Expertenforen in Sachen Prävention fern, denn Propheten sind wir alle nicht.

      • Astrid sagt:

        Wenn ich das hier nochmal lese, könnte man schon meinen, dass meine Familie samt und sonders aus Alkis besteht/bestand……. Ich glaube, wenn ich 70 bin, werde ich das genauso halten: einen guten Wein regelmässig ohne schlechtes Gewissen, ab und zu mal wieder rauchen und vielleicht sogar mal auf der Terrasse eins kiffle – natürlich gegen die Gelenkschmerzen….

      • Sportpapi sagt:

        @Astrid: Sie haben völlig recht. Auf die Resilenz und den sehr spannenen Bericht dazu vor einiger Zeit im Tagi-Magi habe ich schon mehrfach hingewiesen, wenn hier immer wieder simple Ursache-Wirkungszusammenhänge behauptet wurden. Ich bin sehr dafür, dass man Vieles auch etwas gelassener ansehen sollte. Und natürlich sollte mehr Platz für individuelle Verantwortung, gerade auch im Gesundheitsbereich, vorhanden sein. Nur – weshalb muss ich mich denn obligatorisch versichern? Ich meine für Schäden, die ich auch selber bezahlen könnte?

      • marie sagt:

        @astrid
        tue ich immer noch mit gutem gewissen mit 42 und es geht mir dabei prächtig. 😉

      • Astrid sagt:

        Oh gut, Marie, dann kann ich mich ja jetzt auch outen, hihi…..;-)

      • Sportpapi sagt:

        Trotzdem möchte ich nicht grundsätzlich gegen Prävention votieren. Aus meiner Erfahrung sind beispielsweise viele Menschen froh um Informationen. Und manche muss man sehr wohl etwas zu ihrem Glück zwingen (siehe 3-Stunden-Sportobligatorium).

      • marie sagt:

        gegen prävention spricht nicht sporpapi. nur wird heute missioniert und nicht mehr informiert. das nervt. sonst spricht nix dagegen.

      • Astrid sagt:

        Sportpapi, es geht hier nicht um Prävention, die anleitet, die erwiesenermassen Menschen hilft. Natürlich müssen Kinder und Jugendliche obligatorischen Sportunterricht haben, ich votiere auch für Kochen und HH-Führung inkl Geldumgang in der Schule. Aber wovon wir uns viel zu sehr beeinflussen lassen, sind die ‚Experten‘ für Anti-Ageing, Psychohygiene, Lifestyle, die nicht informieren, sondern suggerieren und manipulieren. Interessanterweise kommt in allen Bereichen ja dann nach ein paar Jahren das Diktum eines anderen Experten, dass ‚Mass halten das Entscheidende wäre‘. Also verlasse ich mich

      • Astrid sagt:

        /2 doch lieber gleich auf meinen gesunden Menschenverstand und versuche, das Selbstbewusstsein derer zu stärken, die diese (oft selbsternannten oder durch Schnellbleichen gegangenen) Experten beim Wort nehmen wollen.

      • StefanB sagt:

        Sportpapi: Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen – das verstärkt meist nur die Abneigung, und sobald der Zwang wegfällt, ists aus mit der Beglückung. Mir bereitete Mathe immer Spass, anderen der Sport – heute zücken viele erst den Taschenrechner, um zweistellige Zahlen zusammenzuzählen, und ich mach um alles einen grossen Bogen, wenns mit Sport zu tun hat.

      • mira sagt:

        @Astrid
        Ihre Familie ist statistisch gesehen nicht relevant. Es gibt leider zu viele negative Gegenbeispiele. Es gibt einzelne Kettenraucher, die 90 wurden. Die grosse Mehrzahl der Kettenraucher ist jedoch schon viel früher qualvoll hops gegangen…

      • StefanB sagt:

        mira: Das mit dem „statisisch nicht relevant“ mag stimmen. Aber ob ich glücklich bin, oder zumindest zufrieden, hängt in sehr geringem Masse von irgendwelchen Statistiken ab – ich bin ein realer Mensch, keine (von wem und zu welchem Zweck auch immer geschönte) Statistik. und ob ich ein glückliches Leben mit 68 beende oder ein unglückliches (wegen all der verpassen Gelegenheiten zum Genuss) mit 85, möchte ich gerne selbst entscheiden. (PS: Nein, ich rauche selbst nicht [mehr]… kann aber Genussraucher durchaus verstehen)

      • Astrid sagt:

        Mira: deshalb habe ich oben den Satz ‚Mass halten wäre das Entscheidende‘ geschrieben. Das muss mir aber kein Experte sagen, das muss ich auch nicht von Ernährungs-, Gesundheits-, Anti-Ageing-, Lifestyle-Gurus hören, das sagt mir mein gesunder Menschenverstand. Und darauf wollte ich hinaus: dass dieser irgendwann in Gefahr ist zu verkümmern, weil alle einen Einheitsbrei von Ratschlägen, Coachings, Prävention etc aufgedrückt bekommen.

      • Astrid sagt:

        Ich verzichte aus dem Grund aufs Rauchen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich nicht Mass halten kann. Ich wäre liebend gern Genussraucher, aber das scheint nicht zu gehen, also lasse ich es ganz. Aber ich kann gut mit meinem Alkoholkonsum umgehen, ihn ohne schlechtes Gewissen geniessen und stehe dazu, im übrigen auch vor meinen Kindern.
        Und was die anderen Laster angeht: sie leben ja davon, dass sie heimlich praktiziert werden!!!

      • mira sagt:

        @StefanB
        Und so beisst sich dann der Sozialstaat mit dem Individualismus des Einzelnen… Natürlich will ich für mich selber entscheiden können! Aber natürlich will ich auch nicht die Gesundheits-Kur für den Säufer nebenan (auch der macht das ganz eigenverantwortlich, nämlich) bezahlen….
        @Astrid
        Sie müssen ja den ganzen Gurus nicht zuhören. Wenn sie wirklich so selbständig sind, dann werden Sie auch gelernt haben, bei Gelegenheit die Ohren zu verschliessen…

      • Sportpapi sagt:

        Wenn ich präventiv tätig bin (Bewegungsförderung), dann ist doch interessant, wie viele der Zuhörer oder Teilnehmer eigentlich vor allem dasitzen, weil sie hören möchten, dass sie alles richtig machen. Die Leute, die es betrifft, die sind sowieso kaum da und schwierig zu erreichen.

      • Daphne sagt:

        Wozu dann die Übung (und Geldverschwendung), wenn man mit dem bisherigen Kampagnenstil im Grunde nur die erreicht, die es ohnehin schon richtig machen…? Müsste man nicht umdenken bzw. sich eine Strategie einfallen lassen, um die Botschaft tatsächlich an die Zielgruppe zu transportieren?

      • marie sagt:

        da bin ich echt gespannt, was auf ihr post daphne kommt. da ich zu denen gehöre, die sollten, aber nicht tun… 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Daphne: Sie sprechen grosse Worte gelassen aus… Wenn Sie einen Weg wissen, wäre man sicher sehr dankbar. MEIN Weg ist es, möglichst so attraktive Angebote zu machen, dass kein Weg daran vorbeiführt. Dass jeder das nächste Mal noch Freund und Freundin mitbringt. Aber grosse Sprünge sind wohl sowieso nicht zu erwarten. Immerhin glaubt man aber, dass man aufgrund der Kampagnen heute den Anstieg von Übergewicht gestoppt hat. Nicht schlecht, wenn es denn stimmt, oder?
        Wo Sie aber recht haben, unsinnig sind diese teuren Plakat- und Fernsehkampagnen. Wir müssen vor Ort etwas tun.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Wer nicht will, der will nicht. Wer nicht weiss, wann und wie, dem können wir allenfalls helfen.

      • marie sagt:

        @sportpapi
        naive frage: warum mündet sport immer im kompetitiven verhalten? ich spreche von sport im rahmen von freizeitgestaltung, nicht irgendwie im abitionierten amateurrahmen und vom anderen sprechen wir schon gar nicht, denn da macht es für mich sinn. aber unter freunden im privaten? das war mir immer ein rätsel und ich gebe zu: DER hauptgrund da nix zu machen und wenn heimlich (ich walke gelegentlich, v.a. um die weihnachtszeit, guess why).

      • Daphne sagt:

        Heisst also, man müsste eher am „Wollen“ als am „Können“ der Leute arbeiten, das kriegt man aber mit der Moralinspritze sicher nicht hin… Ihren Unterhaltungsansatz finde ich insofern nicht schlecht, eine augenzwinkernde Prise Humor könnten solche Unternehmungen sicher auch vertragen. Vor allem aber sollte man den bevormundenden Ton tunlichst sein lassen, der sich so oft in Gesundheitsdiskussionen einschleicht… Er weckt, da wird mir Astrid sicher beipflichten, zielsicher so etwas wie eine ureigene menschliche Reaktanz (profan auch Trotz genannt).

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Sport mündet in der Regel in kompetitives Verhalten, weil der Begriff Sport eigentlich durch Wetteifern, Wettkämpfen definiert ist (unter anderem). Deshalb unterscheidet man heute zwischen Bewegungs- und Sportförderung sowie Bewegungs- und Sportwissenschaften. Wobei das natürlich nicht durchgehend sauber passiert. Und dann war da noch das Turnen, das wieder einen anderen Hintergrund hat. Aktuell steht bei Erwachsenen auf jeden Fall die Alltagsbewegung im Zentrum, eine halbe Stunde am Tag leicht ausser Atem. Da sind Sie mit Walken auf gutem Wege.

      • Sportpapi sagt:

        @Daphne: Das lustigste ist ja, wenn jeweils so dürre Gestalten über gesunde Ernährung und Bewegung sprechen… Ansonsten geht Können und Wollen halt bei vielen Hand in Hand. Und genau hier krankt es beispielsweise im Schulsport. Weil man vielfach das üben und trainieren weglässt, und damit auch spannende Körpererfahrungen (wenn ich übe, lerne ich etwas), und den schnellen Spass sucht, fehlt am Schluss das Können und damit auch die Motivation.

      • Jürg. sagt:

        @marie sagt:
        „naive frage: warum mündet sport immer im kompetitiven verhalten?“
        Dass ist nicht so, so kann mit biken oder joggen sehr gut die Umbgebung erkundet werden, oder ein Aussichtspunkt mit einer schönen Gartenbeiz besucht werden. Hängt halt von der Begleitung ab.
        Andererseits ist natürlich Competition die ultimative Motivation..

    • Anna2 sagt:

      Astrid 11:47: bravo! In den Neunzigern habe ich einen Chefarzt Gynäkologie im Brustton der Überzeugung behaupten hören: „Jede Frau nach der Menopause braucht eine Hormonsubstitution.“ Im Saal lauter Männer, viele Dutzende, und ich, damals Mitte zwanzig und frisch ab Presse. Bis heute tut mir leid, dass ich nicht aufgestanden bin und laut protestiert habe. Inzwischen wissen wir ja, dass das BS ist. Gedacht habe ich es schon damals. Auch in der Medizin gibt es Moden.

  • michäl sagt:

    Wenn Mütter Ritalin nehmen sind es Drogen.
    Bei Kindern sind es dann Medikamente!
    Ich komm nicht mehr mit.
    Was tun wir, wenn auch gut gemeint, unsern Kinder an?

  • Auguste sagt:

    hmm…, früher hiess mutti’s „speed“: thai ginseng, doppel-herz, vita-buerlecitin etc. und wurde das zeugs nicht immer in der vorweihnachtszeit besonders häufig im werbefernsehen gezeigt?

    da fallen mir doch grad die ersten sätze für eine saisonale kurzgeschichte ein: wenn das christkind im wald die päckli erschiesst

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      …..die Päckli erschiesst….. lol 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, pippi, warte bis du dir den abschnitt vorgestellt hast, wo telezüri-vj, igor zilican (branchenspitzname: the animal), das eseli befragt, wie es das ganze erlebt habe.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach Auguste, ich mag deine Fantasie, ein Lichtblick im dunklen Walde, muss grad die Sonnenbrille montieren…… 8)

      • Auguste sagt:

        hmm…, und im hintergrund steht stefan gubser über einem leblosen schmutzli und denkt sich: der erste schweizer tatort war ja schon grauslig, aber die geschichte hier… wär ich doch nur bei klara am bodensee geblieben – jetzt bleibt die ganze arbeit an mir hängen. wo bleibt castle mit dem kaffee?

    • Blitz Blank sagt:

      …und zum runterfahren dann „Klosterfrau Melissengeist“.

  • Blitz Blank sagt:

    Spätestens dann, wenn 51% der Menschen Mittelchen zum rauf- und runterfahren nehmen, sollten wir uns vielleicht fragen, ob die Normalität wirklich noch normal ist.
    Bei wieviel % stehen wir denn schon, wenn man alle „Mittelchen“, die so im Gebrauch sind (Medis, Alkohol, Sport, Shopping, Fernsehen, Kaffee etc.) summiert?

  • dres sagt:

    Statt Pillen zu schlucken werbe ich für ein Glas Wein oder ein paar Bierchen – natürlich nicht tagsüber. Aber abends entspannt das ungemein, und die Ruhe überträgt sich auch sehr rasch auf das quengelnde Kind… 😉 Und ja, den Perfektionismus erschiessen ist auch eine gute Variante. Kein Kind braucht eine perfekte Welt, sondern eine reale…

    • Tststs sagt:

      Wobei es geht ja darum sich aufzuputschen und nicht um zu entspannen…. Und ich bin sicher dafür hat die Ritalinmutter das passende Valium im Schrank
      🙂

      • dres sagt:

        Dann kurze Kaffee- und/oder Zigarettenpause – das entspannt und putscht auf. Oder ganz einfach aufhören zu spinnen… ;-))))

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ADDler werden durch Ritalin nicht ‚aufgeputscht‘, sondern eben ruhig, konzentriert, das ist das Frappante. Dadurch sind sie in der Lage, ihre Fähigkeiten zu nutzen und nicht ständig abgelenkt zu sein, weil sie innerlich – zum Teil auch äusserlich – so unruhig sind. Es ist KEIN Dopping.

        Bevor man über Diagnosen und Medikamente lästert, sollte man sich genau informieren, ADD ist komplex.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Mich würde mal deine Definition von Doping interessieren.

    • mira sagt:

      Alkohlsucht ist auch nicht ohne… Und erzählen sie mir nicht, dass jemand, der jeden Tag Alkohol trinkt, nicht süchtig ist…

      • Blitz Blank sagt:

        Hab ich auch schon beobachtet, dass sich bei Elternpaaren die Flasche Wein am Abend so klammheimlich als „normal“ einschleicht.

        Über die Gründe kann man nur spekulieren…. 😉

      • Sportpapi sagt:

        Quality Time?

      • mira sagt:

        @Blitz Blank
        Wobei das ja nichts Neues ist. Bei meinen Grosseltern gehörte die abendliche Flasche Wein dazu. Ich bin froh, dass zumindest ein Teil der Enkelgeneration das ablegen konnte und die Zeit abends auch ohne Rauschmittel geniessen kann.

      • xyxyxy sagt:

        das Problem mit dem Feierabendbierchen zur Entspannung: Gewöhnungseffekt, um den gleichen Effekt zu bekommen, braucht es immer mehr
        Mit dem Rauche dasselbe. – das ist ja das Gefährliche an Drogen, wenn man sie regelmässig konsumiert, um ein gewisses Defizit auszugleichen.
        @Mira – richtig, das ist nichts Neues. Früher wurde wohl mehr geraucht und mehr gesoffen, als heute.

      • Astrid sagt:

        xy, Psychopharmaka abzuschlucken ist sicher etwas anderes als sich ein Feierabendbier oder einen Wein zu gönnen – oder, oh Graus, eine gepflegte Zigarre. Es gibt Zeiten, da grenzt wahrscheinlich auch mein Fernseh- oder Mamablogkonsum an Sucht – Kriterium muss sein, ob ich es unter Kontrolle habe, dieses wieder abzustellen (wobei ein bisschen Selbstbetrug natürlich bei den meisten Menschen vorkommt). Wichtiger fände ich es, erwachsenen Leuten Genuss an ihren Lastern nicht per se abzusprechen – alle gleich in den Suchtgefährdungstopf zu werfen, finde ich kontraproduktiv.

      • xyxyxy sagt:

        @Astrid – wohlgemerkt bin ich ja der Pro-Raucher und Pro-Säufer – aber der Realität geschuldet, muss man eingestehen, dass deren regelmässiger Konsum, zum Ausgleich gewisser Defizite ihre Tücken in sich bergen.

        @mira – täglicher Konsum, der nicht steigt und nicht im Gesundheitsschädigenden Bereich liegt, würde ich nicht als Sucht bezeichnen. Ansonsten könnte man fast alles als Sucht bezeichnen und das ist Unsinnig. Sucht sollte ein schädigendes Verhalten mit potenzieller Abwärtsspirale beschreiben.

      • Astrid sagt:

        Yep, xy, das ist sicher so. Das Leben an sich ist eben einfach gefährlich – und trotzdem werden wir immer älter……
        Mein Kriterium ist, ob ich mit meinen Lastern (das Wort bevorzuge ich, da ich weder alkohol- noch drogen- noch spielsüchtig bin) irgendjemandem schade, direkt oder indirekt.

      • mira sagt:

        @xyxyxy
        Sucht ist für mich gegeben, wenn man ein Problem hat, damit aufzuhören. Wenn man „ohne“ nicht mehr geniessen kann. Wenn man das Suchtmittel gebraucht, um Situationen auf die Dauer zu lockern/erträglich zu machen.

      • xyxyxy sagt:

        @mira – wenden sie das auch auf Salat essen an? Manch einer würde sich nicht mehr wohl fühlen ohne Salat. Warum sollte er darauf verzichten?
        Sie mögen einwenden, dass Salat essen gesund sei.
        Aber bis zu zwei Tassen Kaffee sind auch gesund. Ebenso ein Glas Bier oder ein Glas Wein.
        Deshalb: so lange es nicht gesundheitsschädigend ist, ist es verkehrt bei regelmässigem Konsum, auf den man nicht verzichten möchte von Sucht zu sprechen.

  • lena sagt:

    AD(H)S ist vererblich. In unserer Generation (w, 43) wurde noch kaum ADS diagnostiziert, v.a. nicht bei Mädchen, da sie i.d.R. unauferksam aber nicht hyperaktiv sind. Es gibt also Mütter, welche erst durch die ADS-Diagnose beim Kind auf ihr eigenes ADS stossen. In einer solchen Situation hat die Einnahme von Ritalin nichts mit Drogenmissbrauch zu tun und kann zu einem „normalen“ Familienleben beitragen. Das Leben mit dem ständigen Chaos im Kopf kann zur Erschöpfung, Depressionen und Drogenmissbrauch führen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Genau!

      Und einem Kurzsichtigen sagt man auch nicht, er solle sich mehr anstrengen, wenn er nicht gut sieht. Oder ist es Doping, wenn man eine Brille aufsetzt, weil die Augen von Natur aus ja eigentlich schlechter wären?

  • Stadelman Reto sagt:

    Das ist das Problem einer Gesellschaft die sich zusehends selbst zerstört. Ich habe es bisher geschafft oft einfach mal NICHTS zu tun. Nicht metaphorisch, sondern wirklich NICHTS. Etwas seltenes, aber das gelingt mir nur, weil ich noch Student bin und meine Zeit selber einteilen kann. Sprich, ich bin nicht überfordert mit meinem Leben. Und hier sehe ich auch all die anderen Probleme unserer Zeit. Warum sind Banker gierig und asozial? Warum gibt es so viele Scheidungen? Warum gibt es häusliche Gewalt? Meine Antwort: Wegen unserer Gesellschaft die sich selbst zerstört…

    • xyxyxy sagt:

      Herr Stadelmann – wann genau war denn die Gesellschaft besser als heute?
      Ich sage nicht, dass die Gesellschaft gut ist. Aber wann war sie besser? Wann konsumierte sie weniger Drogen, wann war sie friedfertiger, humaner, hatte mehr allgemeinen Wohlstand? Sie sehen die Welt aus der Froschperspektive.
      Und dass es ein Student schafft „nichts zu tun“ ist keine Leistung auf die Sie stolz sein müssen.

      • mira sagt:

        Naja, also wenn man sieht, welchem Stress gewisse Studenten sich aussetzen oder sich selber machen, dann kann man schon froh sein, wenn man selber die Zeit für „nichts tun“ hat.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Andererseits wird der Druck auch hier immer grössser, da die „Durchfallquote“ einigermassen stabil bleiben soll. Das ist wie beim Sport. Wenn immer mehr mit Doping nachhelfen, steigt das allgemeine Niveau immer weiter an, die Limiten zur Teilnahme an einem Grossanlass oder sogar für den Gewinn einer Medaille ebenfalls. Und die, die „sauber“ bleiben, haben kaum eine Chance. Was, wenn ein Studium oder gewisse Jobs mittlerweile ohne „Doping“ für den normalbegabten gar nicht mehr machbar sind?

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        Das Problem ist doch eher, das immer mehr Leute einen Studienabschluss wollen, obwohl sie dafür gar nicht geeignet sind. Das Problem ist nicht der Druck, sondern die vermeintlich weniger attraktiven Berufsaussichten nach einer Lehre. Der Stress kommt von den überzogenen Erwartungen der Gesellschaft und/oder des Elternhauses, welchen sich der gestresste Student nicht entgegenstellen kann.

      • Tststs sagt:

        @mira: Dem kann ich nur zustimmen! Wenn man nur schon schaut, mit welchen Tricks und wie vielen Nachhilfestunden Kinder durchs Gymi gepeitscht werden. Das Motto „Uni über alles“ (und ich bin selber Akademikerin) führt zur von Ihnen genannten – eigentlich völlig falschen – Abwertung von Lehrberufen! D.h. in letzter Konsequenz werden die guten Sekschüler zu schlechten Gymelern/Akademikern und es fehlt eine ganze Schicht guter und gut ausgebildeter „Handwerker“!

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Wir haben doch im internationalen Vergleich viiiiel zu wenig Studenten… Sie haben natürlich recht. Andererseits sind die Anforderungen der Hochschulen bezüglich Präsenzzeiten und (Auswändig-)Lernstoff gerade mit der Bologna-Reform noch einmal massiv angestiegen. So dass heute fast alle Universitäten davon ausgehen, dass neben dem Studium beispielsweise kein Job mehr möglich ist. Die Quote der Studenten, die nebenbei arbeiten ist aber gleich geblieben, weil sie das Geld nach wie vor brauchen.

      • Tststs sagt:

        Das sehe ich ein bisschen anders. Das Niveau (und somit die Anforderung an Studenten) ist mit der Bolognareform eher gesunken (hängt vllt auch damit zusammen, das Punkte-jagen nicht gerade selbstständiges Denken und Handeln fördert).
        Ein Beispiel, was ich meine: Es gibt gewisse Prüfungen, die früher dazu dienten NUR ein Grundstudium abzuschliessen. Diese mussten zT massiv zusammengekürzt werden, da diese ansonsten (in Punkte umgerechnet) sofort zu einem Mastertitel geführt hätten!
        🙂

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Sie haben recht, das Niveau ist wohl teilweise genauso gesunken wie die Anforderung an die Selbstständigkeit. Dafür gibt es viel mehr Prüfungen, die aus ökonomischen und rechtlichen Gründen häufig im Multiple Choice-Verfahren stattfinden und vor allem auswändig Gelerntes prüfen. Und diese Stoffmenge, die sich auch für intelligente Menschen nur über auswändiglernen aneignen lässt, die ist meiner Meinung nach stetig gestiegen.

      • Daphne sagt:

        Sportpapi, würden Sie nicht auch meinen, dass Intelligenz als solche (noch) nicht gedopt werden kann? Diese ganzen Psychopharmaka helfen doch nur dabei, die Lernzeit auszudehnen und die Erinnerungsfunktion zu optimieren, das Denken jedoch übernehmen sie nicht für einen (noch nicht). Entsprechend werden die Gescheiten, die Zusammenhänge herstellen können, gegenüber den fleissigen Lernbienen immer noch Vorteile haben – sieht man übrigens auch im Berufsleben… Ein Studium sollte eben mehr sein als stures Auswendiglernen, dann müsste ich mich auch nicht mit Studienabgängern herumplagen,

      • Daphne sagt:

        die zwar von abstrakten Zahlen und Modellen eine Ahnung haben, nicht jedoch von Vernetzungen dieser Grössen mit der Realität – so wie sie ist, und nicht wie sie gemäss Lehrbuch sein sollte. Von Originalität ganz zu schweigen…

      • Sportpapi sagt:

        @Daohne: Sie haben grösstenteils recht. Aber ob es noch mit der Realität übereinstimmt?
        Übrigens, schauen wir doch mal zum Doping im Sport. Längst sind nicht mehr einfach nachzuweisende leistungsfördernde Substanzen im Spiel. Sondern Mittel, die ermöglichen, die Trainingszeit auszudehnen und die Regeneration fördern. Mittel, die dann eben am Wettkampf nicht mehr nachweisbar sind, aber natürlich eine enorme Wirkung erzielen.

      • Daphne sagt:

        …und zu einem vorzeitigen Tod führen. Das scheint mir dann doch ein allzu hoher Preis für das bisschen Ruhm, das schnelle verblasst…

        Und ja, die Realität ist eben die, dass die Uni vermehrt zu einer einzigen Auswendiglernmaschinerie verkommt, dies ist zumindest mein Eindruck. Wer die Leidtragenden sind, habe ich ja schon angedeutet.

      • Daphne sagt:

        Erinnert mich übrigens an einen Kommentar zu Federer diese Woche, von einem Tagi-Leser: Federer spielt, die anderen krampfen (und dopen? Nadal stand jedenfalls auf dieser ominösen Dopingliste von Fuentes). Das sagt doch eigentlich alles. Raubbau am eigenen Körper, da wiederhole ich mich gerne, wäre kein Preis, den ich zu zahlen bereit wäre. Und wir wissen ja noch lange nicht, welche langfristigen Nachwirkungen diese ganzen Psychodrogen haben..

      • Tststs sagt:

        @Sportpapi: Ja da kann ich zustimmen. Aber Sie kommen doch aus dem Ausbildungsbereich? Ist es nicht so, dass gerade Auswendiglernen nicht gerade viel mit Stoffbeherrschung zu tun hat…?

      • Daphne sagt:

        Eben, tststs, eben.

      • mira sagt:

        @Daphne
        Hätte ich damals meine Prüfungen nur so gestaltet, dass reines Auswendiglernen nur Basis, aber nicht ausreichend ist, um an eine Lösung zu kommen, dann wäre jeweils der allergrösste Teil der Studenten durchgesaust. Und ich hätte keine Zeit mehr fürs Forschen gehabt, da ich nur noch mit Korrigieren beschäftigt gewesen wäre… Auch das sind ganz pragmatische Punkte, die es zu beachten gibt…

      • Daphne sagt:

        Was war jetzt das Reizwort, das meinen Kommentar in die Warteschleife katapultiert hat: Doping? Fuentes? Nadal? Oder doch die Komination in demselben Satz…?

      • Daphne sagt:

        Offenbar nicht. Dann müssen es wohl die Psychodrogen gewesen sein…

      • Daphne sagt:

        Und die guten, Mira, die nicht durchgesaust wären, die schnappen Sie sich für die Forschung, und den Rest delegieren Sie an uns übrige ab… 🙂

      • mira sagt:

        @Daphne
        Hehe, es ist gar nicht so einfach, wirklich gute Studenten zu finden… Aber ich bin sicher, dass das nicht diejenigen sind, welche auf Dope auswendig lernen…

      • Daphne sagt:

        Mira, ich sehe, wir sind uns sehr einig…

      • Daphne sagt:

        Federer? Das wird doch nicht das Reizwort sein… oder etwa doch?

      • Daphne sagt:

        Sportpapi, ich wollte Ihnen an einem aus dem Leben gegriffenen Beispiel demonstrieren, dass wahres Genie allein mit sturer Übung nicht erreicht werden kann, aber der Kommentar hat sich auch beim zweiten Mal aufgehängt… Ich bin jedenfalls überzeugt, dass jede dieser leistungssteigernden Substanzen der Gesundheit in der einen oder anderen Weise abträglich ist (gilt im Übrigen auch für übermässiges Trainieren ohne zusätzliches Doping). Und bei den Psychopharmaka haben wir ja noch nicht die geringste Ahnung, welche langfristigen Effekte sie zeitigen…

      • xyxyxy sagt:

        die allgemeine Überforderung kommt daher, dass heute jeder das Recht haben will, ein Star zu sein, an der Spitze zu stehen – und der Erfolgstrainer sagt jedem: „alles ist möglich – auch dir“
        Früher haben die Menschen sich mehr mit einem Kastendenken zufrieden gegeben und dachten ihr niedriger Stand sei unveränderbar.

        Meine Beobachtung ist folgende: ein Mensch kann nur brillieren in dem wo er gut ist, was seine Leidenschaft ist. Wer sich durch ein Studium quält, wird danach meist doch kein Gutverdienender sein (aus diesem Grund peitschen die Eltern ihre Kinder ja da durch).

      • Sportpapi sagt:

        Ich sehe, wir sind uns grösstenteils einig. mira hat um 10.17 Uhr viel Wichtiges gesagt, eben dazu, was ich unter Ökonomie verstehe. Übrigens gibt es sehr wohl einen Paradigmenwechsel, wenn zum Beispiel über Talent diskutiert wird. Einerseits rückt immer mehr die Leistungsbereitschaft/Fleiss in den Fokus. Andererseits gibt es immer mehr, die erklären, so etwas wie Talent gibt es gar nichts, sondern nur Fleiss (also quasi – man kann alles, man muss nur hart genug dafür arbeiten). Mit xyxyxy bin ich nicht einverstanden. Gerade viele gut Verdienende sind nicht wirklich intelligent mMn.

      • Daphne sagt:

        Sportpapi, diesem grassierenden Machbarkeitswahn stehe ich genauso skeptisch gegenüber wie xyxyxy… Oder denken Sie, Sie können jemanden, der keinerlei Neigung und Hingabe für eine bestimmte Tätigkeit besitzt, dazu bringen, über Jahre hinweg das Training durchzuziehen, dass es für den Gang an die Weltspitze braucht? Ich wage es zu bezweifeln. Und auch dann, eben, gibt es auch an der Spitze Leute, die spielen und dabei eine Leichtigkeit ausstrahlen, und die anderen, denen man den langen Krampf anmerkt… Man kann es sehen, wie man will, aber die Leichtigkeit spricht für Genie/Talent,

      • Daphne sagt:

        der Krampf für Fleiss/Disziplin. Wobei ich wirklich nicht denke, dass jemand ohne das kleinste bisschen Interesse oder eben Talent es in irgend etwas weit bringen wird… Ich für meinen Teil finde Fleiss und Disziplin anerkennenswerte Eigenschaften, aber wirkliche Bewunderung bringe ich nur der Brillianz entgegen, die eben von diesem Flair der Leichtigkeit umspielt ist. Und die können am Ende dann doch nur wenige erreichen, und es sei Ihnen gegönnt, dass sie sich vom Rest abheben… Hart gearbeitet haben sie nämlich alle.

      • Sportpapi sagt:

        @Daphne: Wenn wir schon beim Tennis sind: Nadal und Federer sind doch ganz unterschiedliche Typen, denen man gemeinhin sehr unterschiedliche Brillianz bzw. „Krampf“ und damit auch sehr unterschiedliches Talent attestieren würde. Beide spielen auf vergleichbarem, sensationellem Niveau… Ich bin eher der Meinung, dass es sowohl eine angeborene (?) ausserordentliche Grundbegabung braucht, als auch entsprechende Leistungsbereitschaft (Motivation, Leidenschaft, Fleiss) und ein förderndes Umfeld, um exzellente Leistungen zu vollbringen. Und viel Glück.

      • Daphne sagt:

        Ich sage nur: Raubbau am Körper… Natürlich ist es auch ein „Talent“, sich bis zum äussersten schinden zu können, die mentale Energie, den Gegner zu dominieren, aufbringen zu können, immer und immer wieder. Ändert aber alles nichts daran, dass es – abgesehen von den spektakulären Winkeln, die Nadal zugegebenermassen meisterhaft beherrscht – ziemlich langweilig ist, seinem Spiel zuzuschauen. Aber das ist eine persönliche Meinung, und was die Ebenbürtigkeit betrifft: Darüber werden die Annalen der Sportgeschichte am Ende entscheiden…

    • Kurt sagt:

      Lustig, Herr Stadelman, da haben Sie gerade mal die Basis des Elfenbeinturms erklommen und schon gehen Sie selbstzufrieden mit Weisheiten hausieren. Das erinnert mich an meine eigene Studienzeit… 🙂

    • Auguste sagt:

      hmm…, man sollte es nicht glauben, aber auch dazu gibts einen clip aus nashville:

      youtube: reba – is there life out there

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Auguste, vor längerer Zeit hast du hier mal einen Countrysong empfohlen, der mir so gefallen hat. Der Mann hat sich leider mit 35 zu Tode gesoffen, andere haben den Song auch interpretiert, aber der Süffu konnte es am Schönsten. Weisst du, wen ich meine? Könntest du mir nochmal die Youtube Koordinaten durchgeben? Merci in advance

  • Natürlich verschlimmern Drogen Probleme nur. Doch interessanterweise lautet auch der Untertitel dieses Blogs: „Kinder, Knatsch UND PROSECCO!“ Ist denn Prosecco keine Droge 😉 Nicht von ungefähr ist der Alkohol in diese Tag-Line hinein gekommen…!
    Was ich jedenfalls besser finde, als mit einer Waffe in den Wald zu gehen und da etwas zu erschiessen. Finde ich im Augenblick nicht gerade der lustigste Satz… Ich finde ihn sogar sehr bedenklich.
    Wie auch immer: wenn man der Werbung glaubt, gibt es einfachere, gesündere und billigere Arten, Frust abzubauen: Man nehme dafür eine Kinder-Schnitte.

    • Sportpapi sagt:

      Gesünder? Sind das nicht die, bei denen man nun gesetzlich untersagen musste, in der Werbung die Bezeichnung „gesund“ zu verwenden, da irreführend? 🙂

    • fufi sagt:

      Kinder-Schnitte?

      Nein, SO was esse ich nicht!

      😛

      • Georg sagt:

        Kinderschnitte ist offenbar sogar „schlimmer“ als Schwarzwäldertorte. Wobei auch hier die Menge das Gift macht.

      • fufi sagt:

        KINDER-Schnitte, meinte ich!

        Weshalb essen denn Kannibalen so gerne Schwangere?

        Wegen der Kinder-Ueberraschung und der Extra-Portion Milch!

        🙄

    • Auguste sagt:

      hmm…, glaubt man napoleon der einst über den besseren verwandten des prosecco meinte: „im sieg verdienst du ihn, in der niederlage brauchst du ihn“, dann könnte man ihn auch einfach als eine etwas erwachsenere und prickelndere alternative zur milch-schnitte ansehen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ja, ich liebe das Zeug, fast so sehr wie Giotto’s. Ich könnte mich davon ernähren, es macht eindeutig süchtig. Nein, ich tu’s nicht, im Gegenteil, seit 2 Monaten alle Süssigkeiten gestrichen, nur noch Früchte bei Lust nach Süssem. Reine Gewohnheit, ich hätte es nicht geglaubt.

    • StefanB sagt:

      Aber, aber! Der Untertitel bedient doch nur ein Klischee. Vielleicht sollte man das Motto (wenn es denn eins ist) mal ändern in „Kinder, Prosecco und Stiletto“? Oder wären wir dann ganz (unten?) beim Tussi-Image angelangt?

  • mira sagt:

    „Ich habe meinen Perfektionismus bei der Hand genommen, ihn in den Wald geführt und dort erschossen. Wir müssen nicht perfekt sein, Drogen verschlimmern Probleme nur.“

    Super Satz!

    • Angela sagt:

      Ich pflichte dem bei. Dieser Mord im Wald ist der erste wirklich hilfreiche Schritt mit den Anforderungen, die an eine(n) gestellt werden, fertig zu werden. Und das gilt nicht nur für Mütter und Frauen, sondern für uns alle.

  • Philipp Rittermann sagt:

    es ist sooo offensichtlich -> stellt sich frau gegen ihre bestimmung, verliert sie die besinnung!

    • Eine Frau sagt:

      Was ist denn deiner Meinung nach die Bestimmung der Frau, Herr Professor? Sie scheinen sich da ja voll auszukennen…

    • Tststs sagt:

      Sie haben den Text schon richtig verstanden. Die Mutter dreht am Rad, eben weil sie gerade den falschen Propheten geglaubt hat (was denn ihre Bestimmung sei…)

      Oder Ihr Satz macht nur Sinn, wenn die Bestimmung Kinder/familienlosigkeit wäre. Denn, wie Sie sagen, ohne diese B
      Bestimmung (also MIT Kind und Familie) dreht die Frau durch…
      >

      Y

  • Muttis Liebling sagt:

    Es gibt nur eine psychische Krankheit, egal ob bei Mann oder Frau: Mangelnde Selbstreferenz bei gleichzeitig übersteigerter Aussenreizabhängigkeit. Alles andere, Borderline, Burnout, Depression, usw. ist nur Symptomatik. Wer sich übersteuern lässt, soll meinethalben den Bach runtergehen, mit oder ohne Ritalin.

    • alien sagt:

      Öh, Du hast ja jede Menge Ahnung, momoll.

      Es gibt eindeutig psychische Störungen ohne gesteigerte Reizwirkung und solche ohne mangelnde Selbstreferenz.

      Abgesehen davon: Was heisst schon „nur“ Symptomatik? Willst Du damit sagen, dass man alle psychisch Gestörten gleich behandeln soll, weil sie ja eh eigentlich am Gleichen leiden? So ein Quatsch.

    • Angela sagt:

      Muttis Liebling, Sie sind für mich ein respektloser Klugscheisser. Sorry, aber ihr letzter Satz verdient meine ungezügelte Bauchreaktion auf solch pietätlose Schreibe. Sie sind ja wohl der Guru schlechthin. Wohl mit Mamis Ferrari durch die Kinderstube gerast, oder wie, oder was?

  • Paul Schlup sagt:

    Wie hiess es doch bei den Rolling Stones: Outside the door she took 4 more!

  • Regula sagt:

    Wir wissen zwar nicht wohin, aber wir rennen. Nur weiter so!

  • fufi sagt:

    Nobodys perfect!

    But I am!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.