Archiv für die Kategorie ‘Wüsten & Oasen’

Kilbi-Countdown-Content (1)

Christian Zellweger am Freitag den 14. März 2014

Noch 77 Tage. In unregelmässigen Abständen blicken wir in Vorfreude auf die kommende Bad Bonn Kilbi, die am 29. Mai beginnt. Heute: Schöne dreissig Minuten mit Ryan Lott alias Son Lux (nicht damit zu verwechseln) am Piano, gemeinsam mit einem Gitarristen und einem Schlagzeuger, gefilmt von Arte in einem Pariser Appartement. Aufspielen wird Herr Lott an der Kilbi dann am 30. Mai, also am Samstag.

Bad Bonn Kilbi 2014: Helden und offensichtlich Verrückte

Christian Zellweger am Mittwoch den 5. März 2014

Kilbi

Kilbi ist Staunen. Einerseits über alte Helden auf der Bühne und darüber, wie es Tausendsassa Duex Fontana geschafft hat, sie ins Kaff am Schiffenensee zu holen. Andererseits aber auch über offensichtlich Verrückte, welche die Grenzen dessen ausloten, was man unter Musik verstehen kann. In den vergangenen Jahren kamen Letztere vielleicht etwas zu kurz, heuer aber nicht. Wir freuen uns auf:

Die Helden

  • Neutral Milk Hotel, mit ihrem einzigen Schweizer Konzert!
  • Mogwai, unterwegs mit neuem Album
  • Black Lips, Rüpel-Blues-Rocker mit legendärer Live-Show, mittlerweile etwas altersmilde

Grenzensprenger

  • Kotra und Zavoloka, Improvisationen und elektronische Experimente aus der Ukraine
  • Selvhenter, Bläser, Violinen, zwei Schlagzeuge und einen Haufen Effekte: wild!
  • Leon, ein, genau: Bass-Duo
  • Fell, Noise, Schlagzeug, Synthie-Overdrive
  • Mir, Instrumental, Experimental, noisy

Les Freaks

  • Meridian Brothers, aus Bogotà! 60’s-Twang und Tropical-Madness
  • R. Stevie Moore, schaffenswütiger Lo-Fi-Eklektiker
  • Goat Voodoo-Psychedelic-Folk-Rock mit Kostümen und Bongo-Trommel

Dazu Frauenstimmen mit Angel Olsen, Nadine Shah, Scarlett O’Hanna, elektronisch-tanzbares mit Niesennenmondai, Com Truise, Jagwar Ma…und vieles, vieles mehr. Soweit die erste Kürzest-Analyse. Fazit: Es gibt wieder viel zu entdecken an dieser Kilbi, und darauf darf man sich sehr freuen.

Und noch hier, direkt von der Quelle: Das vollständige Programm.

Heimliche Headliner für die Organisatoren sind übrigens die Briten von Jungle.

Und hier sehen Sie, was andere so dazu sagen:

Nachtrag: Der Kilbi-Bossa!

Heute ist der erste Kilbi-Tag!

Christian Zellweger am Mittwoch den 5. März 2014

Die Kilbi beginnt am 29. Mai. Heute aber kommt das Programm und heute startet der Ticketverkauf. Laden Sie ihren Laptop-Akku und seien Sie bereit, um 10.30 Uhr gehts los mit allem. Hier, hier und hier, auf dem Blog Ihres Vertrauens.

Zur Einstimmung hier ein kurzer Rückblick auf das letzte Jahr:

Die Raum-Transformer (8, last and final)

Christian Zellweger am Freitag den 28. Februar 2014

Das experimentelle Kunstprojekt Transform mit dem programmatischen Titel Versuchsanordnung 3 öffnet heute Abend zum letzten Mal die Türen. Kunstschaffende aus den Bereichen Musik, bildende und darstellende Kunst werden jeweils für eine Woche zusammengeführt, um in und mit den Räumen der ehemaligen Schokoladen Tobler Fabrik zu arbeiten. Woche für Woche berichten uns die Initianten, wie es an der Güterstrasse 8 aussieht – und wie sich die Räume transformieren. Der Wochenbericht von Franz Krähenbühl:

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Auch diese Woche bildeten nicht nur die Räume, die vorhandenen Arbeiten und die vor Ort anwesenden Kunstschaffenden Grundlage für das eigene Schaffen, sondern massgeblich auch die Auseinandersetzung mit den Grundbedingungen und Regelwerken von Transform. Damit knüpften sie an die Überlegungen ihrer Vorgängerinnen und Vorgänger an, dass der Ablauf des Freitagabends und die Konstellation von Publikum und Kunst massgeblich mitgedacht werden muss.

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Ist die Arbeitsatmosphäre unter der Woche sehr intensiv und verhältnismässig abgeschirmt von der Öffentlichkeit, verändert sich diese Intimität Ende Woche abrupt. Fragen, die diese Woche zur Diskussion standen, befassten sich mit diesen Gegensätzen und behandelten Formen der Öffentlichkeit. Woher kommt das Publikum von Transform? Was treibt die Leute an die Güterstrasse 8, in die städtebauliche Leerstelle von Bern? Was gehen sich die Besucherinnen und Besucher anschauen und was erwarten sie von den Räumen und den Kunstschaffenden?

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Die Wellenbewegung vom ständigen Kommen und Gehen von Leuten wird vor Ort zum Moment ständiger Unruhe. Die Bewegung ist gleichsam Dynamik, Wandel wie auch Störung und Veränderung. Radikaler als die vergangene Woche provozieren die Kunstschaffenden Störungen im System. Eingriffe in die Architektur, in die Rhythmik, die Ordnung und die Organisation versuchen bekannte Gefüge zu unterwandern und stellen damit gefestigte Normen zur Diskussion.

Damit rütteln die Kunstschaffenden zum Abschied der Versuchsanordnung 3, für den letzten Anlass in diesem Jahr nochmals richtig an den Grundfesten von Transform. Noch nie waren so viele Kunstschaffende wie diese Woche vor Ort am Arbeiten: Jonas Gillmann, Mechtild Greven, Julia Haenni, Laura Hagemann, Clovis Inocencio, Micha Küchler, Adrien Oggier, Susanne Schär und Peter Spillmann, dazu noch Pius Bacher und Mauro Schönenberger.

Kommt und schaut – und stosst mit uns auf die Versuchsanordnung 3 an.

Türöffnung und Bar: 19.30 Uhr
Wochenprotokoll: 20.15 Uhr, anschliessend Performances
Konzert: 22.00 Uhr mit Lia sells fish, anschliessend DJ Kats.

Die Raum-Transformer (7)

Christian Zellweger am Freitag den 21. Februar 2014

Das experimentelle Kunstprojekt Transform mit dem programmatischen Titel Versuchsanordnung 3 öffnet heute Abend zum siebten Mal die Türen. Kunstschaffende aus den Bereichen Musik, bildende und darstellende Kunst werden jeweils für eine Woche zusammengeführt, um in und mit den Räumen der ehemaligen Schokoladen Tobler Fabrik zu arbeiten. Woche für Woche berichten uns die Initianten, wie es an der Güterstrasse 8 aussieht – und wie sich die Räume transformieren. Der Wochenbericht von Franz Krähenbühl:

Vermutlich liegt es in der Anlage von Transform selber, dass zwischen den intensiven Arbeitstagen unter der Woche, den daraus entstandenen Elementen und dem am Freitag Abend einsehbar gemachten Zustand der Räume eine gewisse Diskrepanz herrscht. Die Wochen sind geprägt von einer Vielzahl Diskussionen. Dabei lernen sich die Kunstschaffenden untereinander erst einmal kennen, befassen sich mit den Räumen und den von Transform gesetzten Rahmenbedingungen.

Es wurde auch diese Woche viel gerungen um gemeinsame Entscheide, denn individuell konzipierte und ausgeführte Arbeiten haben alle Einfluss auf den Gesamteindruck am Freitag. So wurden diese Tage manche Ideen besprochen, die nicht selten im Plenum verändert oder gar verworfen wurden.

In der Konsequenz daraus sind zwar von den Kunstschaffenden dieser Woche Sarina Scheidegger, Kaspar König, Karin Kurzmeyer und Yves Mettler einzelne Arbeiten entstanden, die aber durch die kollektive Debattiermühle kaum als autonom und unabhängig verstanden werden sollten. Auch kulturelle Unterschiede gab es zu verhandeln und bisweilen zu überwinden.

Scheinen Fragen der Repräsentation in den verschiedenen Disziplinen längst ausgehandelt, schüren Fragen der Inszenierung insbesondere bei Vertreterinnen und Vertreter der bildenden Kunst ein Unbehagen, während dem sich über deren Existenz im Theater bereits einen Konsens gebildet hat.

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Inhaltliche und formale Rahmenbedingungen sowie fixe Ablaufmuster, die teilweise bewusst von Transform gesetzt wurden und andere, die sich über die Zeit eingeschliffen haben, wurden von Sarina Scheidegger, Kaspar König, Karin Kurzmeyer und Yves Mettler einer kritischen Überprüfung unterzogen. Sie bemerkten, dass es letzten Freitag eine unglückliche Trennung von Kunst und Event gab.

Die Interventionen und Eingriffe von dieser Woche zielen darauf, das Verhältnis von Prozess, Produkt und Präsentation zu beleuchten. Was wird wie gezeigt? In welchem Zustand der Vollendung befinden sich die Arbeiten, beziehungsweise wann ist ein Prozess beendet und welchen Einfluss hat das Publikum darauf? Dies sind Fragen, die hoffentlich heute an der Güterstrasse 8 zu weiteren Diskussionen führen.

… und soviel darf verraten werden: Wer sich an der Bar über die fehlenden Salznüsse ärgert, wird noch immer nicht erhört. Die Kunstschaffenden dieser Woche bieten dafür eine andere Form der Bedürfnisbefriedigung.

Türöffnung und Bar: 19.30 Uhr
Wochenprotokoll: 20 Uhr
Konzert: 22 Uhr, mit Die Astronauten (Patric Marino und Oli Kuster), anschliessend DJ Peppone

Diese Woche vor Ort: Sarina Scheidegger, Kaspar König, Karin Kurzmeyer und Yves Mettler. Dokumentation Pius Bacher und Mauro Schönenberger. Diskursbegleitung Simona Travaglianti

www.transform.biz
Und wir planen eine Publikation der Versuchsanordnung 3. Mit Ihrer Hilfe gelingts!

Die Raum-Transformer (6)

Benedikt Sartorius am Freitag den 14. Februar 2014

Das experimentelle Kunstprojekt Transform mit dem programmatischen Titel Versuchsanordnung 3 öffnet heute Abend zum dritten Mal die Türen. Kunstschaffende aus den Bereichen Musik, bildende und darstellende Kunst werden jeweils für eine Woche zusammengeführt, um in und mit den Räumen der ehemaligen Schokoladen Tobler Fabrik zu arbeiten. Woche für Woche berichten uns die Initianten, wie es an der Güterstrasse 8 aussieht – und wie sich die Räume transformieren. Der Wochenbericht von Franz Krähenbühl:

Während vier Wochen blieb der grosse Raum an der Güterstrasse 8 nahezu unberührt, doch nun sind die Schranken gefallen. Dies lassen sich die Kunstschaffenden vor Ort nicht entgehen. Mit unterschiedlichen Strategien locken Flo Kaufmann, Judith Lötscher Michael Omlin, Melanie Schmidli und Navid Tschopp die Besucherinnen und Besucher weg von der Bar hin zu ihrem Raum.

Es sind die Kunstschaffenden der vorangehenden Woche, die ihren Nachfolgern den Arbeitsort zuweisen. So haben wir in dieser Versuchsanordnung von Transform versucht, die verschiedenen Wochen stärker miteinander zu verschränken. Dass dadurch die Räume dichter und die gegenseitige Interaktion grösser werden würde, haben wir uns erhofft, ohne dabei zu bedenken, dass nun die Kunstschaffenden ein Instrument in der Hand hatten, ihre Arbeit zumindest eine weitere Woche zu konservieren. Ein Beispiel dafür, dass die Versuchsanordnung eine experimentelle Plattform ist, wo beides, Gelingen und Scheitern, nahe beieinander liegen.

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Experimentieren ist denn auch das Unruhe-Prinzip, das der Ursprung mancher Arbeiten und Prozesse vor Ort bildet. Haben diese Woche Melanie Schmidli und Judith Lötscher ein erstes Mal ihre Zusammenarbeit mit der Umsetzung eines Kurztextes erprobt, beschäftigte sich Flo Kaufmann handfest mit den Gesetzmässigkeiten akustischer Verstärkung. Die Intervention von Navid Tschopp spiegelt ein architektonisches Element, wogegen sich die Architektur und die bisherigen Arbeiten durch das monochrome Licht Michael Omlins in seiner Erfahrbarkeit verändert.

Türöffnung und Bar: 19.30 Uhr
Wochenprotokoll: 20 Uhr
Performance: 20.30 Uhr
Konzert: 22.30 Uhr mit Sans Claire (Simone Abplanalp und Thomas Knuchel) danach Bar und DJ L.O. & V.E.

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Und wir planen eine Publikation der Versuchsanordnung 3. Mit Ihrer Hilfe gelingts!

Kino in der Kiste

Roland Fischer am Donnerstag den 13. Februar 2014

Die Box auf dem Centralwegareal steht ja schon seit ein paar Wochen – die Wemakeit-Finanzierung ist seit kurzem auch in trockenen Tüchern. Bis Mitte April finden in der Holzbox regelmässig Veranstaltungen statt, informiert darüber wird ganz old school per Aushang direkt vor Ort.

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Ein sicherer Termin ist der Donnerstagabend, da werden jeweils Filme über Städtebau und alternative Wohnformen gezeigt. Heute abend gibt’s zwei schöne Beispiele aus Zürich, mit «Labitzke und Fabritzke». Am Samstag nachmittag wird dann über die weitere Entwicklung auf dem Centralwegareal diskutiert, an der Quartierversammlung im Lorraine-Schulhaus. Hier baut das Quartier!

Die Raum-Transformer (5)

Benedikt Sartorius am Freitag den 7. Februar 2014

Das experimentelle Kunstprojekt Transform mit dem programmatischen Titel Versuchsanordnung 3 öffnet heute Abend zum vierten Mal die Türen. Kunstschaffende aus den Bereichen Musik, bildende und darstellende Kunst werden jeweils für eine Woche zusammengeführt, um in und mit den Räumen der ehemaligen Schokoladen Tobler Fabrik zu arbeiten. Woche für Woche berichten uns die Initianten, wie es an der Güterstrasse 8 aussieht – und wie sich die Räume transformieren. Der Wochenbericht von Sibylle Heiniger:

In dieser Woche fingen die Kunstschaffenden zuerst mal an zu putzen. Die Schlafräume und die Küche wurden gesaugt, Böden gefegt, Spannteppich verlegt und Mehl und Teig weg geschaufelt. Vielleicht eine Reaktion auf einzelne Kommentare, die Woche zuvor hätte es wie auf einer Baustelle ausgesehen? Bei der konzertierten Putzaktion wurden jedoch die Spuren der vorangehenden Kunstschaffenden nicht einfach weg gewischt, sondern vorwiegend neu arrangiert – mit einer Gemeinsamkeit, wie mir scheint: die Kunst, der Kunstraum und sich selber als Kunstschaffende wurden ironisch reflektiert und thematisiert.

Jackie Brutsche inszenierte die Überreste der letzten beiden Performances mitten im Raum und multiplizierte sich selber auf Karton als Betrachterin drum herum. Sie, die sonst selber auf der Bühne steht, lässt ihre Platzhalterinnen kritisch Kunst betrachten. Der Musiker Ivan Denes platzierte die Orgelpfeifen aus letzter Woche um und wird ihnen am neuen Ort Töne entlocken. Und er lässt sich selber als Flötist von den Besuchenden in den Räumen platzieren und wird die Flecken oder Spuren, die er von dort aus wahrnimmt, live vertonen.

Luc Mattenberger hingegen fügt neue Spuren hinzu: sein Glüheisen brandmarkt den 2. Stock – wir sind aufgefordert, die offensichtlichen und versteckten Zeichen zu suchen. Anna-Lisa Ellend und Albert Liebl von Schauplatz International inszenieren ein Wohnzimmer innerhalb der Industrieräume, das nicht betreten werden darf und worin sich keine Kunst befindet und sicher nicht über Kunst diskutiert wird. Wir dürfen nur durch die Fensterscheiben rein schauen. Und vielleicht erlauben sie uns am späteren Abend doch, ohne Schuhe natürlich, den Wohnzimmerteppich zu betreten?

Übrigens ist dieses Wochende KOLLEKTIV OPEN: Ein Wochenende der Berner Off-Spaces, unabhängigen Kunsträume, freien Kunstprojekte – mit Ausstellungen, Talks, Kochen und Karaoke. Mehr Infos unter www.kollektiv-bern.ch

Türöffnung und Bar 19.30 Uhr
Wochenprotokoll 20 Uhr
Performances 20.30 Uhr
Konzert 22.30 Uhr mit The Cotton Mafia; danach DJ Ramax

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Gepinselte Grafik

Roland Fischer am Montag den 3. Februar 2014

Gerade im Netz verstolpert: sehr schöner Zusammenschnitt eines offenbar längeren Dokfilms. Und die sich aufdrängende Frage: Gibt’s derlei auch hierzulande noch? Ansonsten, liebe Grafiker da draussen, wär’s höchste Zeit für ein Revival.

Shorts on Sundays: Sign Painters

Die Raum-Transformer (4)

Benedikt Sartorius am Freitag den 31. Januar 2014

Das experimentelle Kunstprojekt Transform mit dem programmatischen Titel Versuchsanordnung 3 öffnet heute Abend zum dritten Mal die Türen. Kunstschaffende aus den Bereichen Musik, bildende und darstellende Kunst werden jeweils für eine Woche zusammengeführt, um in und mit den Räumen der ehemaligen Schokoladen Tobler Fabrik zu arbeiten. Woche für Woche berichten uns die Initianten, wie es an der Güterstrasse 8 aussieht – und wie sich die Räume transformieren. Der Wochenbericht von Sibylle Heiniger:

transform3_woche3_mauerAngefangen hat scheinbar alles mit den Orgelpfeifen, die Maya Bringolf für diese Woche mit an die Güterstrasse brachte und mit denen sie die Industrieräume zum Vibrieren bringt. Sakrale Töne in ehemaligen Industrieräumen? Kommt es zu einer Entweihung der Kirchenobjekte an einem Ort, wo bisher profan gearbeitet wurde? Oder mahnen uns die entlockten Töne an die Werte, die uns von der Kanzel gepredigt werden?

Geprägt von diesen Fragen sind die weiteren Arbeiten vor Ort: Dennis Schwabenland von Peng! Palast erklärte kurzerhand den in der ersten Woche entstandenen rosa Raum zur «Peng! Kirche» und richtete dort einen Beichtstuhl ein. Er will darin live die Wertvorstellungen, mit denen wir uns umgeben, überprüfen – und uns selber damit konfrontieren: was geben wir wem und unter welchen Bedingungen preis? Was lösen wir aus? Peng! Palast-Schauspieler Christoph Keller hat sich im Versuchsbecken der letzten Woche frei geboxt und alle Spuren, die entstanden, fein säuberlich mit Mehl übertüncht. Ein vermeintlich unschuldiger Raum, in dem er die eine oder andere Versuchung versteckt. Können wir widerstehen?

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2014-01-30_transform_woche3Auch Tian Lutz setzt uns der Versuchung aus: Schokolade schmilzt, erwärmt durch die Neonröhren, die vorher als Arbeitslicht an der Decke hingen – und wir müssen ansehen, wie unser süsses Objekt der Begierde vor unseren Augen dahin schmilzt.

Und nicht zuletzt wird diese Woche die Raumarchitektur in Frage gestellt: Miriam Sturzenegger und Matthias Liechti untersuchten die Verlaufslinien der Räume und bauten eine neue Wand rein. Wie ein Störefried steht sie mitten im Aktionsraum, ohne Sinn und Funktion. Oder doch? Wird sie zur heiligen Klagemauer oder profan als Stehbar genutzt? Wir sind gespannt!

Türöffnung und Bar: 19.30 Uhr
Wochenprotokoll: 20 Uhr
Performance: 20.30 Uhr
Konzert: 22.30 Uhr mit Slow Breeder (Patrick Lerjen und Mik Keusen); danach DJs The invincible coach potato und Discoyves

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Und wir planen eine Publikation der Versuchsanordnung 3. Mit Ihrer Hilfe gelingts.